Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
AT Österreich, Austria, Autriche, Austria, Austria
Erotik, Erotismo, Érotisme, Erotismo, Sensuality

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muvs.org
Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch
Historische Literatur online

(E?)(L?) http://bib.muvs.org/kategorien/buecher




(E?)(L?) http://www.presseportal.de/pm/105491/2603847/wiener-verhuetungsmuseum-macht-historische-literatur-online-verfuegbar

21.11.2013
Wiener Verhütungsmuseum macht historische Literatur online verfügbar

Spektakuläre digitale Bibliothek-Technologie von Studenten start up macht's möglich Wien (ots) - Eine echte Innovation hält das weltweit einzigartige Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch in Wien bereit: Mit neuer Scantechnologie wurden bereits 250 wertvolle antike Bücher digitalisiert, laufend werden es mehr. (...)


Erstellt: 2013-11

N

O

orf
Der Sex der Sprachen

(E?)(L?) http://science.orf.at/stories/1633269/

Kategorie: Linguistik Erstellt am 04.12.2009.

"Französisch" ist als Sexualpraktik weitgehend bekannt. Aber haben Sie es schon einmal "albanisch" oder "indisch" probiert? Sexualpraktiken, die mit Sprachnamen bezeichnet werden, hat eine Romanistin analysiert und verglichen.

"Es gab bisher kaum eine wissenschaftliche Auseinandersetzung zur Semantik dieser Begriffe", erklärt Marietta Calderón.

Bei einem Vortrag im Rahmen der Österreichischen Linguistiktagung am Wochenende wird sie diese Lücke füllen. Vorab hat die romanistische Sprachwissenschaftlerin von der Universität Salzburg mit science.ORF.at gesprochen.

"Ethnonymische Bezeichnungen"
Dass "französisch" für Oral- und "griechisch" für Analverkehr steht, ist durchschnittlichen Sexaktiven vermutlich bekannt. Dass es im Deutschen aber auch "albanisch" gibt, bei dem die Kniekehle eine Rolle spielt, "indisch" ("komplizierte Stellungen") und sogar "vatikanisch" ("gegen Bezahlung"), hat Marietta Calderón festgestellt.
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Deutsche machen's englisch, die Englischen deutsch
Ein Beispiel: Unter der Sexualpraktik "deutsch" lassen sich im deutschen Sprachraum zwei Dinge verstehen - der ganz normale Sex vulgo "Missionarsstellung", aber auch sadomasochistische Praktiken. Im englischen Sprachraum wird unter "German" nur die letztere Bedeutung verstanden. Umgekehrt bedeutet "englischer" Sex im Deutschen ebenfalls SM-Sex.
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A la suisse
Einen Hinweis auf seine inhaltliche Herkunft gibt der Ausdruck "à la suisse", mit dem eine Kombination von französischem Oralverkehr und deutschem Normalsex gemeint ist. Dazu passt, dass in der Schweiz sowohl Deutsch als auch Französisch gesprochen wird.
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Nationale Unterschiede beim Busensex
Breite sprachliche Unterschiede gibt es beim Mammalverkehr ("Busensex"), der im Deutschen als "spanisch" bekannt ist. Penis zwischen den Brüsten heißt auf Spanisch "a la cubana".

Noch komplizierter wird es im Französischen, wo zwei Hyponyme - Unterbegriffe - existieren. Je nach Penisrichtung (Richtung Bauch oder Richtung Gesicht) wird zwischen "cravate de notaire" und "branlette espagnole" unterschieden.

Im Englischen wird die gleiche Sexualpraktik "french fuck" genannt, nicht zu verwechseln mit "french kiss", das bloß einen Zungenkuss meint.

Bukkake und russisch
Mitunter gibt es in der Sprache auch semantische Lücken: Wenn ein Begriff nicht vorhanden ist, kann diese Lücke gefüllt werden, z.B. durch ein Fremdwort. In die deutsche Sprache der Sexualität hätte "Bukkake" - japanisch für eine Gruppensexpraktik, bei der zumeist mehrere Männer auf eine Frau ejakulieren - als "japanisch" eingehen können. Ist es aber nicht. Auch Deutschsprachige sagen Bukkake dazu. "Wobei das manche gar nicht als Lücke empfinden, weil ihnen diese Sexpraktik überhaupt nicht abgeht", ergänzt Marietta Calderón.

Eine Besonderheit ist der Sprachwissenschaftlerin auch bei "russisch" aufgefallen. Dies kann im Deutschen zum einen das Reiben des Penis zwischen den Oberschenkeln bedeuten, zum anderen das Einölen und Massieren des Anus mit Öl ohne Einbeziehung eines Geschlechtsorgans.
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