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DIE FACKEL SEARCH RESULTS (TEXT: Etymologie, all genres, 1899-1936, all words, 20 hits)
Literaturzeitschrift «Fackel» komplett im Netz
05. Jan 2007 21:32
Seit Jahresbeginn ist der Urheberrechtsschutz für die Werke des Schriftstellers Karl Kraus erloschen. Die von ihm herausgegebene Literaturzeitschrift «Die Fackel» ist deshalb jetzt über das Internet einsehbar.
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In punkto Sprachspielartistik kann ihm kaum jemand das Wasser reichen, mit untrüglichem Spürsinn erforscht er die Geheimnisse der Etymologie, von Mundart und Jargon. Erst bei mehrmaligem Hören erschließt sich der Reichtum seiner Verse. Darum haben sie kein Ablaufdatum.
Karl Kraus - Die Fackel (1899-1936)
(E?)(L?) http://www.textlog.de/karl-kraus-fackel.html
- Glossen 1910-1911
- Die Riedauer | Krankenstatistik | Wozu | »Entführung eines Autotaxi« | Zweiunddreißig Minuten | Der kleine Pan ist tot | Don Münz | Auch dort bin ich sehr intim | Abendsonne und Morgenblatt | Eine musikalische Größe | Das Burgtheater ist noch immer | Ein scheu gewordener Korrespondent | Freilich | Wiener Totschlag | Gefährlich | Der kleine Pan stinkt schon | Der kleine Pan stinkt noch | Selbstanzeige | Die Künstler | Der Ankläger | Kaiser Josef und die Bahnwächterstochter | Der Nachruf | Unser Raum | Für Frauen | Für Männer | Organisation | Was die Polizei alles erlebt | Eine rhetorische Frage | Unerhörte Zumutungen | Die Transvestiten | Die Büste | Ein heiteres Geschichtchen | Tierisch | Ein Regiefehler | Ein Shakespeare 60 HP | Symbolische Reparaturen | Wenn man so | Distanzen | Ein Satz | Der im Grunewald | In einem einzigen Fall | Der Fackel-Kraus | Ein Fiebertraum | Die Burgtheaterkunst | Dryaden gesucht | Mona Lisa und der Sieger | Angesichts | Ich melde hiemit | Ein mitleidgetränktes soziales Fünkchen | Weitverbreitetes Mißverständnis | Der Historiker | Der Psychiater | Sieben Gentlemen und eine Zugereiste | Ein Hörfehler | Eine Aufklärung | Wir und die Eskimos | Ein Notschrei | Sicher ist sicher | Das aparte Innenleben | Der Ankläger | Mißverständnisse | Ein Bulletin | Der kleine Brockhaus
- Glossen 1912
- Bevor der Humor in seine Rechte trat | Ein Vorschlag | Die Arbeiter-Zeitung läßt sich hinreißen | Man überschätzt das | Ein Gedicht | Eine Entdeckung | Lorbeerbaum und Bettelstab | Namen nennen! | Das Dilemma | Großer Sieg der Technik | Schlichte Worte | Die Postbeschwerde | Ich habe gelesen | Lessing | Wie man deutsche Sänger behandelt, da hört sich alles auf | | Ich rufe die Rettungsgesellschaft | Der Geront | Bitte, das ist mein Recht | Ich glaube an den Druckfehlerteufel | Stilblüten sammeln | Hufschläge der Wissenschaft | Der Dank der Justiz und das Verdienst der Polizei | In der Werkstatt | Egmont ..... Hr. Reimers | Die Axt im Haus erspart den Zimmermann | Meine Zeitgenossen | In Wien wird »Der Mensch« ausgestellt | Interview mit einem sterbenden Kind | Petite Chronique Scandaleuse | Politik und Pathos | Stadtverordnete besuchen Gemeinderäte | Die Katze im Sack | Um den König von Montenegro zu sehen | Ich | Das muß ein Kunstwerk sein | Der Fall Goldmann | Was fällt Ihnen ein, wir werden doch nicht bitten! | Ich pfeife auf den Text | Das Ausschnittbureau | Emilisa | Der Sozialdemokrat und die Mittel des Staates | Ein sonderbares Selbstmordmotiv | Das alte gute Prinzip | Blumenthal, Wald und Lyrik | Der Krieg ist unvermeidlich | Wer wird sich denn scheuen? | Endlich einmal einer, der jeder Phrase aus dem Weg geht | Aus dem Atelier | Das geistige Niveau der Juristen | Unsere Verwendbarkeit für China | Professor Dr. Gräfin Linden (Bonn) | Allerlei Falschmeldungen | Die Feuerwehr | Du mußt es dreimal sagen | Die Duplizität der Fälle | Szene zwischen einem Psychologen und einem Tramway-Kondukteur | Der Dichter der Pippa und des Hannele
- Glossen 1913
- Conrad von Hötzendorf | Ein Mißverständnis | Blendwerk der Hölle | Wenn Herr Harden glaubt | Auch wurden sie alle gefragt | Warum unmöglich? Nichts ist unmöglich | Die Berufe | | Fern sei es von mir, den »Professor Bernhardi« zu lesen | Von einer Feuerwehr, die sofort erscheint | Herr Wittmarin und die Wollust | Wien und Wedekind | Er vermag nicht zu folgen | Der Wirrwarr | Ein angenehmer Staat | Die Phrase im Krieg | Schükri Pascha ergibt sich den Reportern | Der liebe Gott | Interview auf einen Attentäter | Was ham S' g'sagt? | Philippe Derblay ... Hr. Reimers | Der Herausgeber | Der Schutzmann | In Ehrerbietung | Die Seuche bin ich | Wofür man sich erschießt | Ein Vorurteil | Der erste Bürger der Stadt | Wie Österreich aussieht | Was so das bessere Publikum spricht | Sie wollen nicht mehr anmutig sein | Das Gfrett mit den Dienstboten | Was ist uns Arad! | Eine Lanze | Die mit dem Tod intim sind | Von den Schwätzern | Organ des auswärtigen Amtes | Gegen Schlußsteinlegungen bin ich auch | Kompagnons | Der beste Habsburger-Kenner | Ich werde für einen Literaturpreis vorgeschlagen | Anerkennung seitens | Ergreifende Szenen | Immer vor Weihnachten | U. a. nicht genannt | Der Trunkenbold | Die Wissenschaft
- Glossen 1914
- Das Leben nach dem Leitartikel | Gralsjünger | Strindberg und Wien | Das hätte ich nicht erfinden können | Selbstverständlich | Zur Pforte hinaus | Die elektrische Bahn Wien-Preßburg ist eröffnet worden | Außi möcht' i oder: Auf zum Südpol! | Jetzt ist die Zeit | Unsere bewaffnete Macht | Aus dem Ungarischen | In Künstlerkreisen verlautet | Wie in Deutschland die Unsittlichkeit zustandekommt | Wenn wirklich das der Grund war! | Wien zum fünfzehnten Geburtstag der Fackel | Wie ich einen Hotelportier dazu brachte | Österreichs Erwachen | So sah die erste Seite des offiziösen Organs aus | Ermessenssache | Im Burgtheater | Läuterung bei der Steyrermühl | Ein Ruf, der bis ans Ende der Zeit dringt
- Glossen 1915
- Vorlesungen
- Glossen 1916
- Kierkegaard und die Journalisten | Lesestücke | Gebt Feuer, ihr Berge! Speit! | Das Gedankenleben | Ein Irrsinniger auf dem Einspännergaul | Der Mann von fünfzig Jahren | Kriegsnamen | Wie ein König, mit Bomben beladen, wie ein Gott! | Zur Darnachachtung | Die europäische Melange | 1916 | Die Welt als Vorstellung | Drei Engel - drei Räuber | Er war ein Mann, nehmt alles nur in allem | Zuschriften im Kriege | Also Dichter und Denker, nicht Barbaren | Deutschland, Deutschland über alles! | Blutunterlaufungen | Kriegsgreuel | Ein sympathischer Planet! | Fleisch und Blut | Die Umwertung aller Werte | Der Wille zur Macht | Jenseits von Gut und Böse | Menschliches Allzumenschliches | Die fröhliche Wissenschaft | Die Geburt der Tragödie | Der Übermensch | Zur Genealogie der Moral | Die blonde Bestie | Vor dem Höllentor | Alles was recht is | Was gibts Neues? | Der ruhmlose Abschluß einer großen Laufbahn | Der ruhmlosere Abschluß | Metaphysik der Schweißfüße | Wie die Franzosen vor Neid zersprangen | Eingedeutschtes | Ein Scharmör | Sie exzediert schon | Eine Bombe | Eine angenehme Menage | Die gut abgeschnittene Sprache | Ein deutsches Kriegsgedicht | Die aus Sibirien in die Presse flüchten | Krieg ist Krieg | Zeichen und Wunder | Tell sagt | Kernstock der Jugend! | Phryne und Müller | Walhalla mit Exportabteilung | Die vier Ströme
- Glossen 1917
- Ein deutsches Plakat | Glück | Schön brav sein, Wotan | Der Untergang der Verité | Die Presse im Krieg | Der Hias | Ein besserer Österreicher | Eine wahre Athletengestalt | Das kann in England nicht ohne Eindruck bleiben | Mörderin Presse | Ich stoß dir die Augen aus! | Was sich am Ende der Zeit begab | Ein Manifest | Das Defizit | Einem On dit zufolge | Wien 1917 | Literaten unterm Doppelaar | Weltalldarin | Kein Badezimmer in Downing Street | Sie wollen von uns nichts wissen | Deutscher Bildungshunger | Heimatsklänge | Ein anderer Ton | Fanatismus | Ein Hochschulprofessor | Die Schuldfrage oder Was in Fleisch und Blut übergehen soll | Meine Anregung | Der Praeceptor Germaniae | Lionardo da Vinci | Ei-Ersatz Dottofix | Mit einem vollen Tropfen Druckerschwärze gesalbt | Unsere Pallas Athene! | Österreich 1918 | Die überlegene Wirkung unserer Gase | Wir Deutschen begrüßen alle Versuche, dem Völkerrecht und der Menschlichkeit zum Siege zu verhelfen | Wie Hindenburg und Ludendorff unter Paul Goldmanns Einwirkung zu Pazifisten wurden | Vor dem Endsieg | Gotha 1919 | Eine große Meuterei in der englischen Flotte | Edda | Kindheit und Wiesenglück
- Glossen 1920
- Randbemerkung | Die allerletzten Tage der Menschheit | Heimkehr und Vollendung | Ein Brief Rosa Luxemburgs | Antwort an Rosa Luxemburg von einer Unsentimentalen | Unsichere Kantonisten | Vazierende Löwen | Hatte er auch das reiflich erwogen? | Und darum Räuber und Mörder! | Das Edelweiß | Staatsbühne gegen Presse | Etymologie | Nicht Laertes, sondern eher Gajus Marius | Eine Ebner-Eschenbach-Natur | Ein von der Kammerfrau der Duse hinausgeworfener Interviewer | Ein Hakenkreuzlerplakat | Bruder Wilram | Hatte jener auch dieses reiflich erwogen? | Die sich nicht zu erziehen haben lassen | Wir zwei | Kasmader gegen Goethes Frauen | Beethoven und Goethe - Vorbilder und Lebensführer | Nachhilfe | Die Thespis | Jung is er halt! | Die Cherusker in Krems | Fast erraten | Warumva dient der Jude schnellerund mehr Jeld als der Christ | Nie wieder Angriffskrieg! | Die Auswirkungen und Folgen der russischen Revolution für die Weltkultur | ›Vorwärts‹ mit frischem Mut | Sie sind bloß am Weltkrieg schuld | Made in Germany | Geschrieben auf eine Klosettwand in Linz | Jüdelnde Hasen | Zauberer aller Länder, vereinigt euch! | Eine sagenhafte Figur | »Alles Schwindel« | Reinhardt gratuliert Wildgans | Und 's is alles nicht wahr | Schöne Aussichten | Phrase wird Leben | Paneuropa | Nichts als Widersprüche in der Welt
Sämtliche Werke von Karl Kraus, die er selbst zu Lebzeiten als Buch veröffentlicht hat, ergänzt um eine umfangreiche Auswahl aus der Zeitschrift »Die Fackel«.
Durchgehende Konkordanz zu den Fackel-Nummern
Mit einem wissenschaftlichen Kommentar von Christian Wagenknecht
Die CD-ROM basiert auf der folgenden Buchausgabe:
Karl Kraus, Schriften. Hrsg. von Christian Wagenknecht. 20 Bände, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1986-1994.
Die Bände im Einzelnen:
- Bd. 01: Sittlichkeit und Kriminalität, 1987
- Bd. 02: Die chinesische Muer, 1987
- Bd. 03: Literatur und Lüge, 1987
- Bd. 04: Untergang der Welt durch schwarze Magie, 1989
- Bd. 05: Weltgericht I, 1988
- Bd. 06: Weltgericht II, 1988
- Bd. 07: Die Sprache, 1987
- Bd. 08: Aphorismen: Sprüche und Widersprüche; pro domo et mundo; Nachts, 1986
- Bd. 09: Gedichte, 1989
- Bd. 10: Die letzten Tage der Menschheit: Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog, 1986
- Bd. 11: Dramen: Literatur, Traumstück, Wolkenkuckucksheim, Traumtheater, Die Unüberwindlichen, 1989
- Bd. 12: Dritte Walpurgisnacht, 1989
- Bd. 13: Theater der Dichtung: Jacques Offenbach, 1994
- Bd. 14: Theater der Dichtung: Nestroy/Zeitstrophen, 1992
- Bd. 15: Theater der Dichtung: William Shakespeare, 1994
- Bd. 16: Brot und Lüge: Aufsätze 1919-1924, 1991
- Bd. 17: Die Stunde des Gerichts: Aufsätze 1925-1928, 1992
- Bd. 18: Hüben und Drüben: Aufsätze 1929-1936, 1993
- Bd. 19: Die Katastrophe der Phrasen: Glossen 1910 - 1918, 1994
- Bd. 20: Kanonade auf Spatzen: Glossen 1920 - 1936, 1994
Die Sprache | Motto | Hier wird Deutsch gespuckt | An die Anschrift der Sprachreiniger | Sprachlehre | Die grammatikalische Pest | Bis | Nur noch und nur mehr | Wieso kommt es | Daran vergessen | Der Rückwärtige | Etwas, wovor man zurückschrickt | Ohne daß | Dorten | Druckfehler | Schändung der Pandora (I)+(II) | Der Apostroph | Das Komma | Vom Bäumchen, das andere Blätter hat gewollt | Es | Eine Richtigstellung | Nachhilfe (I)-(X) | Ein klassisches Zeugma (I)+(II) | Sprachlehre | Der und welcher (I)+(II) | Vom Plagiat | Lesarten (I)-(IV) | Hexenszenen und anderes Grauen | Von Humor und Lyrik | Überführung eines Plagiators | Sprachlehre | Zweifel des Lesers | Als und wie | Aus oder von | Nicht einmal! | Zwei, deren Ansichten auseinandergehen | »Verbieten« und »verbitten« | Zuzumuten und zuzutrauen (I)+(II) | Es trog! | Die Rettung | Einer der besten Titel | Auf »Faust« hat er's abgesehn! | Die Neue Freie Presse erteilt Sprachlehre | Aus »Vorlesungen über Kunst« | Zwei Dichter | Sprachlehre | Überfracht | Sprachlehre für die Nationalbank (I)+(II) | Sprachlehre für das Elektrizitätswerk | Brauchen | Alte und neue Formen | Pretiosen | Kleiner Erfolg | Falsches Lob | Falscher Tadel | Metaphern | Die Handelssprache | Schöne Aussichten | Der Leser schreibt | Mißdeutungen | Da steh' ich nun, ich armer Tor! | Handel mit Sprachgut | Der Ton | Bei den Tschechen und bei den Deutschen | Das Wort | Die Wortgestalt | Ein Faust-Zitat | Druckfehler | Schicksal der Silbe | Der Reim | Wort und Wert | Die Sprache | Anhang | Entstehung und Überlieferung | Paralipomena | Wenn das Wort ergriffen wird | Subjekt und Prädikat | Sprachlehre für Sprachlehrer | Herrn Dr. August Zechmeister | Erstdrucke | Abbildungen zur Dokumentation | Literaturverzeichnis | Register | Editorische Notiz
Etymologie Sehr wahr, der Söldner kommt von Sold. Soldat wird man aus Pflicht. Was so ein Händler frei gewollt, ein Held kriegt so was nicht. [Kraus, Karl: Gedichte, 1989. Karl Kraus: Schriften, S. 5126 (vgl. Kraus-Schriften, Bd. 9, S. 186) http://www.digitale-bibliothek.de/band156.htm ]
... Wichtiger freilich als neun Zehntel der »Erläuterungen« - wie etwa die zweifelhafte Etymologie des Affennamens »Mamok« oder das verläßliche Rezept für die Zubereitung einer »Bavaroise« - wäre, daß dem philologischen Aufwand und dem memorialen Aufheben, welches mit dem Anspruch auf Vollständigkeit sie doch niemals erzielen könnte (und wie es selbst an Shakespeares oder Goethes Werk und Leben verschwendet erscheint: indem es ja keinen Schöpfer geben kann, bei dem es nicht ausschließlich auf das Wesentliche ankäme), wichtiger wäre also, daß derartige Mühsal (für Autor wie Leser) wenigstens die tätliche Fortsetzung folgte: in dem Protest gegen die Schändung eines so leidenschaftlich betreuten Textes durch Theaterspekulanten, in dem Versuch, einen Kulturrat zu legislativem Einschreiten zu bewegen. ... [Kraus, Karl: Theater der Dichtung: Nestroy/Zeitstrophen. Karl Kraus: Schriften, S. 10298 (vgl. Kraus-Schriften, Bd. 14, S. 549-550) http://www.digitale-bibliothek.de/band156.htm ]
Etymologie Wenn Monarchisten auf richterliches Verständnis hoffen dürfen, sobald sie Republikaner ermorden, so setzen sie es umsomehr für jene Fälle voraus, wo sie sie nur beleidigen. Denn hier können sie sich sogar damit rechtfertigen, daß sie es nicht so gemeint haben. In dieser Methode werden täglich Fortschritte erzielt. Während aber der Verteidiger des Herrn Hussarek immerhin noch die Möglichkeit offen gelassen hat, daß das Wort »Schurke« nicht nur »geschickt«, sondern auch »ehrlos« bedeute, berief sich jetzt ein anderer monarchistischer Angeklagter, der einen republikanischen Politiker »Schuft« genannt hatte, darauf, daß dieses Wort überhaupt »keine Beleidigung sei: es stamme aus dem Hebräischen ›Schofai‹ und dieses bedeute ›Volksbeauftragter‹ oder ›Heerführer‹«. Damit konnte er natürlich kein Glück haben, immerhin aber durch ehrliches Bestreben Sympathie erwecken. Von vornherein verloren wäre dagegen ein Republikaner, der etwa einen habsburgischen General einen Schurken und Schuft genannt hätte. Denn daß er habe sagen wollen, jener sei ein geschickter Heerführer, würde man ihm gewiß nicht glauben. [Kraus, Karl: Kanonade auf Spatzen: Glossen 1920-1936. Karl Kraus: Schriften, S. 14086 (vgl. Kraus-Schriften, Bd. 20, S. 49) http://www.digitale-bibliothek.de/band156.htm ]
Produktbeschreibung des Herstellers
Rund 40.000 Bildschirmseiten füllt diese literarische Textsammlung aus dem Umkreis der österreichisch-ungarischen Monarchie. Neben den österreichischen Klassikern Anzengruber, Grillparzer, Hofmannsthal, Nestroy und Raymund sind auch wichtige deutschsprachige Autoren Böhmens wie Stifter, Rilke und Kafka zu finden. Und auch die Literatur von Frauen wie Ada Christen und Bertha von Suttner wurde berücksichtigt. Die Anthologie gibt so Zeugnis von einer Epoche der österreichischen Literatur, die sich vor allem durch ihre Übernationalität auszeichnet. Einige der bekanntesten Autoren sind mit ihrem Gesamtwerk vertreten, die anderen jeweils mit ihren wichtigsten Romanen, Dramen und Gedichten. Die Volltextrecherche ermöglicht Begriffsvergleiche und Themenrecherchen in allen aufgeführten Werken. Die Ausgabe wird abgerundet durch Portraits und Kurzbiografien der Autoren und Autorinnen, die in dieser bedeutungsvollen Epoche der österreichischen Geschichte nachhaltig gewirkt haben.
Rund 40.000 Bildschirmseiten füllt diese literarische Textsammlung aus dem Umkreis der österreichisch-ungarischen Monarchie. Neben österreichischen Klassikern - etwa Anzengruber, Grillparzer, Hofmannsthal, Nestroy, Raimund und Schnitzler - sind wichtige deutschsprachige Autoren Böhmens wie Stifter, Rilke und Kafka ebenso vertreten wie Werke bedeutender Autorinnen (z.B. Ada Christen und Bertha von Suttner). Die Ausgabe wird abgerundet durch Portraits und Kurzbiografien der Autoren und Autorinnen, die die Literatur dieser bedeutungsvollen Epoche der österreichischen Geschichte geprägt haben.
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Als Karl Kraus Die Fackel im April 1899 gründete, war er erst 25. Trotz seiner Jugend wurde der Herausgeber der Fackel rasch zu einer Instanz. Für seine Angriffe wurde er gefürchtet und bewundert. 37 Jahrgänge lang steuerte Kraus ein sprach- und medienkritisches Mammutunternehmen, dessen Texte er ab Dezember 1911 ganz allein schrieb (die Jahrgänge zuvor enthielten Beiträge von u.a. Peter Altenberg, Egon Friedell, Else Lasker-Schüler, August Strindberg, Frank Wedekind und Oscar Wilde).
"Im Februar 1936 erschien in Wien das letzte Heft der Fackel, jener giftigroten kleinen Zeitschrift, die 37 Jahre lang immer begeisterte, immer empörte, aber nie laue Leser gefunden hat" (Die Zeit). "Nicht was wir bringen, sondern was wir umbringen, ist das Thema unserer Zeitschrift", sagte der Herausgeber, Chefredakteur und Hauptautor Karl Kraus. "Kaum je hat ein Publizist so feinhörig, so sicher und so leidenschaftlich auf die Verwerfungen des Denkens, Fühlens und Urteilens in der Sprache reagiert wie er ...
Das publizistische Hauptwerk von Karl Kraus, Die Fackel, ist ... in ihrer sprachlichen Form, ihrer Radikalität das größte Monument polemischer Zeitbegleitung in deutscher Sprache und versammelt darüber hinaus einige der Kronjuwelen deutscher Essayistik zu Themen der Moral und der Sprache, der Justiz und der Literaturgeschichte" (Roger Willemsen, Süddeutsche Zeitung). Bis zu seinem Tod", schreibt der Stern, "prangerte er in 922 Einzelnummern ... Politiker und Sprachmissbrauch, Korruption und Gewalt an". In deutschen Bibliotheken überdauerten nur elf vollständige Fackeln NS-Regime und Krieg.
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"Installation und Handhabung sind ein Kinderspiel" (Deutsche Welle): Die DVD-ROM arbeitet mit den Suchtechnologien der "Digitalen Bibliothek". Sie leisten "mittlere Wunder" (Die Zeit).
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