Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
CD Demokratische Republik Kongo, República Democrática del Congo, République démocratique du Congo, Repubblica Democratica del Congo, Democratic Republic of the Congo
Region, Región, Région, Regione, Region

Kinshasa, Kinshasa, Kinshasa
(Kinshasa, Kinshasa, Kinshasa)

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Kinshasa (W3)

Der Ort wurde 1881 von Henry Morton Stanley als Handelsposten gegründet und zu Ehren des damaligen belgischen Königs "Leopold II." "Léopoldville" genannt. Nach der Machtergreifung von Mobutu Sese Seko wurde Léopoldville 1966 umbenannt nach dem Namen eines ehemaligen Dorfes "Kinshasa" ("Kinschasa"), das in der Nähe lag.

In der Sprache "Kikongo" bedeutet "Kinshasa" = dt. "Salzmarkt" ("nshasa" = "Salz" und dem Lokativ (Ortsfall) "ki").

Kinshasa ist die größte Stadt und die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, gelegen am Fluß Congo gegenüber von Brazzaville.

Kinshasa (capital) - Democratic Republic of the Congo - 4 18 S - 15 18 E

Mittlere Temperaturen: Kinshasa: 20°C

Jährliche Niederschlagsmenge: Kinshasa: 1350 mm

Größte Stadt: Kinshasa: 4.700.000 Einwohner

Ab 1874

Der Journalist und Afrikaforscher (Sir) Henry Morton "Stanley" fährt bis 1877 rund 3.000 Kilometer den Kongo hinauf und gründet unterwegs mehrere Städte, z.B. "Stanleyville" (heute "Kisangani") und "Léopoldville" (heute unter dem Namen "Kinshasa" Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo). Dabei „sammelt“ er im Auftrag des belgischen Königs Leopold II. bei den Häuptlingen der zahlreichen Eingeborenen-Stämme fast 400 (zweifelhafte) Landabtretungsverträge.

1972

Diktator Joseph-Desire Mobutu nennt sich jetzt Mobutu Sese Seko. Die Hauptstadt "Léopoldville" wird in "Kinshasa" umgetauft und "Stanleyville" in "Kisangani". Gleichzeitig ruft er alle Bürger auf, afrikanische Namen anzunehmen und keine europäische Kleider zu tragen.

Ende 1991

In Zaire kommt es zu einer Militärrevolte, nachdem die Soldaten ihren Sold in alten ungültigen Banknoten erhalten haben. In Kinshasa kommen 65 Menschen, darunter auch der französische Botschafter, ums Leben. Erneut intervenieren Frankreich und Belgien.

8. Januar 1996

Ein russisches Flugzeug rast über die Startbahn hinaus mitten auf einen Marktplatz der Hauptstadt Kinshasa. 297 Passanten und eine Flugzeuginsasse kommen ums Leben.

Oktober 1996 - Kongo

Die von Laurent Kabilia geführten Banyamulenge, die den Diktator Mobutu Sese Seko stürzen wollen, der seit über 30 Jahren das Land ausplündert und an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs brachte (obwohl er bei seiner Machtübernahme Amtsantritt 1965 versprach, vom gleichen Gehalt wie seine Soldaten zu leben, soll sein in Europa und Amerika angehäuftes Privatvermögen inzwischen rund fünf Milliarden US-Dollar betragen; Zaïre hingegen, eines der rohstoffreichsten Länder [Diamanten, Gold, Kupfer u. Kobaltminen] hat er zu einem Armenhaus gemacht; Geld privater Investoren und ausländischer Regierungen für die Modernisierung Zaïres floß in seine Taschen; da in den Krankenhäusern katastrophale hygienische Zustände herrschen und kein Geld für Medikamente vorhanden ist, sollen allein in der Hauptstadt Kinshasa täglich bis zu 1.000 Menschen an den Folgen von Malaria, Typhus, Cholera oder Aids sterben), drängen die Regierungsarmee immer weiter zurück und stehen inzwischen nur noch wenige Kilometer vor Bukavu, wo noch immer über 400.000 Kriegsflüchtlinge des Hutu-Volkes aus Ruanda und Burundi dahinvegetieren. Internationale Hilfsorganisationen befürchten für sie eine Hungerkatastrophe (zigtausende sind seit 1994 ohnehin verhungert oder starben bei Epidemien, ausgelöst durch die katastrophalen hygienischen Verhältnisse), wenn die Zufahrtstraßen zu den Lagern blockiert werden. Die Hutu wollen allerdings auch nicht in ihre Heimat zurückkehren, da sie Racheakte der Tutsi befürchten müssen.

18. Februar 1997

Die Außenminister von sechs afrikanischen Staaten treffen in Kinshasa ein, um die Regierung Zaïres zur Teilnahme an einer regionalen Gipfelkonferenz zu bewegen, die zu einer Lösung für den seit fast einem halben Jahr anhaltenden Krieg zwischen Rebellen und Regierungseinheiten suchen soll.

16. März 1997

In der zairischen Hauptstadt Kinshasa kursieren Gerüchte über einen bevorstehenden Putsch des Militärs, das der Regierung Versagen im Krieg gegen die von Laurent Kabila angeführten Rebellen in Ostzaïre vorwirft und anscheinend mit diesen Verhandlungen aufnehmen will.

9. April 1997

Staatspräsident Mobutu Sese Seko läßt den erst eine Woche zuvor zum Regierungschef eingesetzten Oppositionspolitker Etienne Tshisekedi verhaften und ernennt General Likulia Bolongo zum neuen Ministerpräsidenten. Kurz darauf fordern die USA Mobutu zum Rücktritt auf. Gleichzeitig liefern sich in der zaïrischen Hauptstadt Kinshasa Tausende Anhänger von Tshisekedi Straßenschlachten mit der Polizei.

10. April 1997

Die Rebellen in Zaïre, die nur noch rund 250 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt sind und inzwischen über die Hälfte des drittgrößten afrikanischen Landes beherrschen, fordern Präsident Mobutu Sese Seko ultimativ auf, innerhalb von drei Tagen zurückzutreten. Gleichzeitig fordert auch Belgien, das bisher ähnlich wie Frankreich und die USA den Präsidenten Mobutu unterstützte, diesen zum Rücktritt auf.

14. April 1997

Massenproteste gegen Präsident Mobutu Sese Seko, der mit 32 Amtsjahren der dienstälteste Staatschef Afrikas ist, legen das öffentliche Leben in Kinshasa lahm. Der Diktator, dem die ADFL-Rebellenallianz im Falle seines Rücktritts eine Feuerpause und freies Geleit in seinen Geburtsort zugesichert haben, will jedoch nicht aufgeben.

4. Mai 1997

Ein erstes Treffen zwischen Präsident Mobutu Sese Seko und Rebellenführer Laurent Kabila auf einem südafrikanischen Kriegsschiff endet ergebnislos. Die Rebellen stehen inzwischen nur noch etwa 80 Kilometer vor der zaïrischen Hauptstadt Kinshasa.

6. Mai 1997

Die Rebellen sollen nur noch 30 Kilometer von der zaïrischen Hauptstadt Kinshasa entfernt sein. Präsident Mobutu Sese Seko bricht nach offiziellen Angaben zu einer dreitägigen Reise in den Nachbarstaat Gabun auf, inoffiziell wird jedoch bekannt, daß er ins Exil nach Frankreich flüchten will.

7. Mai 1997

Erstmals seit Monaten erringen die Regierungstruppen einen militärischen Erfolg und können den Vormarsch der Rebellen auf die Hauptstadt Kinshasa stoppen sowie die strategisch wichtige Stadt Kenge rund 200 Kilometer von Kinshasa entfernt teilweise zurückerobern. Bei den Kämpfen haben beide Seiten Hunderte von Toten zu beklagen.

9. Mai 1997

Präsident Mobutu Seko Sese kehrt überraschend nach Kinshasa zurück.

15. Mai 1997

Die Rebellentruppen stehen vor den Toren der Hauptstadt Kinshasa und fordern die fünf Millionen Zivilisten über Rundfunk auf, zu ihrer Sicherheit in ihren Häusern zu bleiben, während an die Regierungstruppen der Appell ergeht, ihre Bereitschaft zum Überlaufen mit weißen Fahnen zu signalisieren, um eine größeres Blutvergießen zu vermeiden.

17. Mai 1997

Die Truppen der AFDL marschieren in der Hauptstadt Kinshasa (seit Tagen ist die öffentliche Ordnung zusammengebrochen und die öffentlichen Gebäude werden geplündert) ein und werden von der Bevölkerung mit Jubel empfangen. Rebellenführer Laurent Kabila ernennt sich zum neuen exekutiven Staatspräsidenten und gibt die Umbenennung "Zaïres" in "Demokratische Repbulik Kongo" bekannt. Er will innerhalb von drei Tagen eine Übergangsregierung bilden und innerhalb von zwei Monaten eine neue Verfassung ausarbeiten. Demokratische Parlamentswahlen sollen jedoch frühestens 1999 stattfinden. Das Ausland, vor allem die USA, steht dem in der Politik unerfahrenen Rebellenführer, der ein umfassendes marktwirtschaftliches Wiederaufbauprogramm für das heruntergewirtschaftete und verwüstete Land verkündet, vorerst noch skeptisch gegenüber, will ihm jedoch jede mögliche Unterstützung zuteil werden lassen.

Laurent Désiré Kabila, Militär, Staatspräsident von Kongo-Zaire (1997-2001) (01.01.1958 (Moba) - 16.01.2001 (Kinshasa (ermordet))

29. September 1997

Bei Artilleriegefechten zwischen Kinshasa und dem auf der anderen Seite des Kongo-Flusses liegenden Brazzaville (Hauptstadt der Republik Kongo) kommen zahlreiche Menschen ums Leben. Die Regierung in Kinshasa unterstützt die Milizen des Ex-Diktators in Kongo-Brazzaville, die seit Anfang des Jahres für den Sturz des demokratischen Präsidenten kämpfen.

Anfang Dezember 1997

Eine Delegation der Vereinten Nationen beginnt in Kinshasa nach monatelanger Verzögerung mit der Überprüfung von Berichten, wonach Anfang 1997 im früheren Zaïre möglicherweise bis zu 200.000 Hutu-Flüchtlinge von der Tutsi-dominierten Rebellenarmee ermordet worden sein sollen.

12. Dezember 1997

US-Außenministerin Madeleine Albright macht anläßlich ihrer Afrikareise auch in Kinshasa Station, wo sie Laurent Kabila auffordert, bei der Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen voll zu kooperieren und die Umsetzung der versprochenen demokratischen Reformen voranzutreiben und auch Oppositionellen ohne Einschränkung die politische Betätigung zu erlauben.

August 1998

Die "Mai-Mai"-Milizen und mit ihnen verbündete "Restbestände" der nach dem Genozid von 1994 aus Ruanda geflohenen Hutu-Truppen beginnen ihren offenen Kampf gegen Laurent Kabilas Truppen. Innerhalb weniger Tage erobern sie einen Großteil des östlichen Landesteiles. Ein weiteres Vorrücken in Richtung Kinshasa mißlingt, nachdem Kabila militärische Unterstützung aus Simbabwe, Angola und Namibia erhält. Die wochenlangen Kämpfe fordern auch unter der Zivilbevölkerung Hunderte von Toten. Sowohl Kabila als auch die Rebellen lehnen den vom UN-Sicherheitsrat geforderten sofortigen Waffenstillstand und die Aufnahme von Friedensgesprächen entschieden ab.

10. Oktober 1998

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs der Congo Airlines (CAL) nach dem Beschuß durch die kongolesischen Rebellen nahe der umkämpften Stadt Kindu im Osten der Demokratischen Republik Kongo kommen alle 41 Insassen ums Leben. Die Regierung in Kinshasa wirft den Rebellen, mit dem Abschuß gezielt Zivilisten getötet zu haben, die aus Kindu evakuiert werden sollten. Die Rebellen erklären jedoch, sie hätten den Funkverkehr abgehört, aus dem eindeutig hervorging, daß sich an Bord der Maschine nur Soldaten befunden hätten, und drohen mit dem Abschuß weiterer Flugzeuge, die Kindu ansteuerten. (Der strategisch wichtige Ort ist die letzte größere Bastion der Armee im Osten des Landes.)

15. April 2000

Bei der Explosion eines Munitionslagers auf dem Flughafen von Kinshasa kommen fast hundert Menschen ums Leben gekommen.

16. Januar 2001

Präsident Laurent Kabila wird vor seiner Residenz in Kinshasa von einem seiner Leibwächter offenbar in Anwesenheit einiger Generäle, denen er zuvor Entmachtung angedroht hat, erschossen. Unmittelbar nach dem Putschversuch der Militärs wird über die Haupstadt Kinshasa eine Ausgangssperre verhängt. Der Flughafen sowie alle Landesgrenzen werden geschlossen. Die Amtsgeschäfte in Kongo übernimmt Kabilas 31jähriger Sohn Joseph, bisher Chef der Streitkräfte.

26. Januar 2001

Zehn Tage nach der Ermordung von Präsident Laurent Kabila - seine Beerdigung fand am 23. Januar in Kinshasa unter größten Sicherheitsvorkehrungen statt - wird dessen Sohn Joseph offiziell zu seinem Nachfolger ernannt und vom Obersten Gerichtshof in Kinshasa als neuer Präsident der Demokratischen Republik Kongo vereidigt. In seiner Antrittsrede spricht er sich für eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen und für eine Stationierung einer UN-Friedenstruppe in den umkämpften Gebieten Kongos aus. Zudem will er freie Wahlen abhalten, sobald die territoriale Einheit des Landes wieder hergestellt sei. Bedingung sei jedoch, daß die "Aggressoren aus Ruanda und Uganda unverzüglich und bedingungslos das Land verlassen".

8. Februar 2001

Ruandas Präsident Paul Kagame erklärt sich nach einem Treffen mit seinem neuen kongolesischen Amtskollegen Joseph Kabila in Washington grundsätzlich zu einem Rückzug seiner Soldaten aus der Demokratischen Republik Kongo bereit. Im Anschluß an eine Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in New York fordert er aber, daß UN-Militärbeobachter dort die ruandischen Stellungen übernehmen und zudem auch die anderen Kriegsparteien das Land verlassen. (Neben Ruanda und Uganda, die Rebellen gegen die Regierung in Kinshasa unterstützen, sind Streitkräfte aus Angola, Simbabwe und Namibia auf Seiten des kongolesischen Regimes an dem Konflikt beteiligt.)

3. September 2001

Ruandas Präsident Paul Kagame begrüßt die Ankündigung der Regierung in Kongo-Kinshasa, die in der kongolesischen Armee aktiven Hutu-Rebellen zu entwaffnen, als "erfreulichen Fortschritt". Insgesamt soll es sich um 3.000 Hutus handeln, die sich derzeit im Südosten der Demokratischen Republik Kongo aufhalten. UN-Generalsekretär Kofi Annan möchte, daß sie den Blauhelmsoldaten der UN-Mission für Kongo (Monuc) überstellt werden. Die ruandische Staatsführung jedoch, die ihren Einmarsch in Kongo stets mit der Sicherung seiner Grenze vor Angriffen der für den Völkermord 1994 in Ruanda verantwortlichen Hutu-Milizen begründet hatte, fordert, sie in Ruanda vor Gericht zu stellen. Wieviele der sogenannten "Interahamwe"-Milizen sich tatsächlich noch im Osten Kongos aufhalten, ist ohnehin völlig unklar. Die Zahlen schwanken zwischen 5.000 und 15.000 Kämpfern. Bis vor kurzem hatte die kongolesische Regierung stets bestritten, diese zu unterstützen.

20. Dezember 2001

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist im Regenwaldgebiet im Norden von Gabun und in den angrenzenden Nachbarländern Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) und Demokratische Republik Kongo (Kongo-Kinshasa) erneut die zumeist tödliche Ebola-Seuche ausgebrochen und greift rasch um sich. Mindestens drei Dutzend Menschen sind bereits gestorben. Die Weltgesundheitsorganisaton (WHO) hat Spezialisten in die Region geschickt, die bei der Eindämmung der Krankheit helfen und medizinisches Personal mit dem Umgang von Masken und Handschuhen vertraut machen sollen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

5. Februar 2002

Belgiens Außenminister Louis Michel entschuldigt sich bei der Familie des ersten freigewählen Regierungschefs des 1960 von Belgien in die Unabhängigkeit entlassenen Staates "Demokratische Republik Kongo" (Kongo-Kinshasa), Patrice Lumumba, und bei der kongolesischen Bevölkerung offiziell für die Rolle Belgiens bei der Ermordung Lumumbas im Jahre 1961. Bereits im November 2001 war ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß in Brüssel zu dem Schluß gelangt, daß damalige belgische Regierungsmitglieder eine "moralische Verantwortung" für den Tod Lumumbas trügen. Ende Januar 2002 beschloß die belgische Regierung, eine mit 3,75 Millionen Euro ausgestattete und nach Lumumba benannte Stiftung zu errichten. Die kongolesische Regierung äußert sich zurückhaltend zu der Entschuldigung und erklärt, daß sich der damals angerichtete Schaden nicht durch Geld aufwiegen lasse. Auch die Oppositionsparteien fordern eine "lückenlose" Aufklärung der Ermordung Lumumbas, der im November 1960 verhaftet und zwei Monate später auf der Flucht erschossen worden war.

17. April 2002

Während einer neuen Runde des "innerkongolesischen Dialogs" im südafrikanischen Ferienort Sun City einigt sich die Regierung von Kinshasa, die mit Hilfe von Truppen aus Simbabwe und Angola den Süden und Westen der Demokratischen Republik Kongo (etwa 40% des nationalen Territoriums) kontrolliert, mit der von Uganda unterstützten Rebellenorganisation MLC (Mouvement de Libération du Congo), die den Norden beherrscht, darauf, daß Joseph Kabila bis zu allgemeinen Wahlen im Amt bleiben und MLC-Führer Jean-Pierre Bemba das neu geschaffene Amt des Premierminister erhalten soll. Dem Führer der zweiten großen Guerillaorganisation RCD (Kongolesische Bewegung für Demokratie), Adolphe Onusumba, hatte man den Posten des Parlamentssprechers angeboten, was aber vom RCD abgelehnt wurde. Der RCD ist von Ruanda abhängig und kontrolliert den Osten.

23. Juli 2002

Regierungsvertreter von Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo (Kongo-Kinshasa) einigen sich im südafrikanischen Pretoria auf einen Friedensvertrag, der vorsieht, daß die für den Völkermord in Ruanda 1994 verantwortlichen Hutu-Milizen (Interahamwe) von kongolesischer Seite entwaffnet und an Ruanda ausgeliefert werden. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen halten sich etwa 15.000 Angehörige der Interahamwe in Ost-Kongo auf. Im Gegenzug verpflichtet sich Ruanda, seine auf 40.000 Mann geschätzten Truppen aus Ost-Kongo abzuziehen. Das Abkommen, das am 30. Juli von den beiden Staatspräsidenten, Joseph Kabila (Kongo) und Paul Kagame (Ruanda), in Pretoria unterzeichnet wird, soll 90 Tage nach seiner Unterzeichnung in Kraft treten.
Die Präsenz der Hutu-Milizen in Kongo und ihre wiederholten Angriffe auf Ruanda hatten die ruandische Führung 1998 veranlaßt, in Kongo einzumarschieren. Seither wird dort der "erste afrikanische Weltkrieg" geführt, weil außer Ruanda auch Uganda und Burundi Truppen entsandten und die kongolesische Regierung wiederum von Truppen aus Angola und Simbabwe unterstützt wird. Ruanda und Uganda wiederum unterstützen verschiedene kongolesische Rebellenbewegungen. Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen sind seither im ehemaligen Zaïre rund zweieinhalb Millionen Menschen ums Leben gekommen.

6. September 2002

Die Staatschefs von Kongo(-Kinshasa) und Uganda, Joseph Kabila und Yoweri Kaguta Museveni, unterzeichnen in der angolanischen Hauptstadt Luanda ein Friedensabkommen. Uganda verpflichtet sich darin, seine Truppen aus der Demokratischen Republik Kongo abzuziehen. Im Gegenzug sagt Kongo zu, gegen Uganda operierende Rebellengruppen nicht länger auf seinem Territorium zu dulden. In Bunia im Nordosten Kongos sollen jedoch rund 1.000 ugandische Soldaten weiter stationiert bleiben, um die Aussöhnung zwischen den Ethnien der Hema und Lendu zu "beobachten". Die blutigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Volksgruppen haben bislang über 20.000 Opfer gefordert.

17. Dezember 2002

Nach vier Jahren Krieg und fast eineinhalb Jahren dauernden Verhandlungen haben sich die Regierung der Demokratischen Republik Kongo (Kongo-Kinshasa) und die wichtigsten Rebellengruppen des Landes auf einen Friedensvertrag und die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt. Das im südafrikanischen Pretoria unterzeichnete Abkommen sieht vor, daß der derzeitige Staatspräsident Joseph Kabila für weitere zwei Jahre im Amt bleibt. Anschließend sollen freie Wahlen stattfinden. Zudem wurde die Schaffung von vier Vizepräsidentenposten vereinbart, die den beiden großen Rebellengruppen, der Regierung und der sogenannten nichtbewaffneten Opposition zugesprochen werden sollen. Insgesamt sollen 36 Ministerposten und 25 stellvertretende Ministerposten unter den Verhandlungsteilnehmern aufgeteilt werden. Die Regierung Kabila behält demnach das Innenressort sowie die Zuständigkeit für Finanzen, Industrie und Energie. Die von Ruanda gestützte ostkongolesische Rebellengruppe RCD (Rassemblement congolais pour la démocratie) erhält u.a. das Verteidigungsressort, Wirtschaft und Staatsbetriebe, während die Rebellengruppe MLC (Mouvement de libération du Congo), die von Uganda und neuerdings auch von Libyen unterstützt wird, den künftigen Außenminister stellt sowie das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Haushalt übernimmt. Die zivilen Parteien erhalten u.a. das Justizressort und die Zuständigkeit für den Bergbau.

7. Januar 2003

Zwei Jahre nach der Ermordung des kongolesischen Diktators Laurent-Desirée Kabila verurteilt ein Militärgericht in Kinshasa 29 Personen zum Tode. Von den insgesamt 135 Angeklagten werden zudem 27 zu lebenslanger Haft verurteilt, 48 Personen erhalten Freiheitsstrafen zwischen sechs und 20 Jahren, 31 werden freigesprochen.

7. Februar 2003

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kinshasa mindestens 2.000 Menschen durch eine Grippewelle gestorben, die sich nun offenbar auch auf das Nachbarland Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) ausbreitet, wo man derzeit gegen eine Mitte Januar im Norden des Landes ausgebrochene Ebola-Epidemie kämpft. Das Grippe-Virus war im September 2002 im Nachbarland Zentralafikanische Republik entdeckt und von Flüchtlingen, Milizkämpfern und Händlern über vier kongolesische Provinzen bis in die Hauptstadt Kinshasa geschleppt worden. Nach Angaben der Behörden sind "Millionen" mit dem gefährlichen Erreger infiziert, allein in Kinshasa ein Sechstel der sechs Millionen Einwohner der Stadt. Besonders betroffen ist offenbar die von Rebellen kontrollierte Provinz Equateur, wo das Virus ganze Dörfer ausradiert, weil es dort nach viereinhalb Jahren Bürgerkrieg so gut wie keine Gesundheitsversorgung mehr gibt.

9. Mai 2003

Während des Flugs von der Hauptstadt Kinshasa in die südkongolesische Stadt Lubumbashi, der zweitgrößten Stadt des Landes, öffnet sich in einer Höhe von 2.200 Metern die Frachtklappe am Heck einer von der kongolesischen Armee gecharterten ukrainischen Iljuschin-Maschine. 160 von 200 Insassen stürzen in die Tiefe, bevor der Pilot wieder in Kinshasa landen kann.

4. Juni 2003

Der EU-Ministerrat gibt in Luxemburg offiziell grünes Licht für eine EU-Friedensmission in Kongo(-Kinshasa) und für die Entsendung von 1.500 Soldaten. Es handelt sich dabei um die erste große (und überaus riskante) Militäraktion der Europäischen Union ohne NATO-Hilfe. Allein der Transport von Soldaten und Material in die Krisenregion Ituri im Nordosten des zentralafrikanischen Landes, wo seit 1999 ein blutiger Bürgerkrieg vor allem zwischen den Stämmen der Hemu und der Lendu tobt, dem bislang schätzungsweise 50.000 Menschen zum Opfer fielen und wo bislang nur 700 UN-Soldaten stationiert sind, ist ein Problem. Da der Landweg unpassierbar ist, verbleibt nur der Luftweg. Nach Angaben aus Luxemburg handelt es sich um einen örtlich und zeitlich klar begrenzten UN-Auftrag, der auf die Stadt Bunia beschränkt ist, d.h. die Soldaten werden nicht mitten im afrikanischen Dschungel gegen Guerillas kämpfen, sondern sollen die Hauptstadt der Provinz Ituri und ihren Flughafen sichern. Außerdem soll der Einsatz unter der Führung Frankreichs mit dem Codenamen "Artemis" höchstens bis zum 1. September 2003 dauern.
Bunia wird derzeit von der UPC (Union Kongolesischer Patrioten) beherrscht. Die zum Volk der Hema gehörende und von Ruanda unterstützte Miliz verfügt in der Großstadt über mehrere hundert Kämpfer, viele von ihnen unter Alkohol und Drogen gesetzte Kindersoldaten, über schwere Maschinengewehre, Raketenwerfer sowie Anti-Personen- und Anti-Panzer-Minen. Ihre Anführer haben bereits heftigen Widerstand gegen die Friedenstruppe angekündigt.
Ruanda und Uganda hatten 1998 einen Krieg gegen die Regierung in Kinshasa begonnen und weite Teile der Demokratischen Republik Kongo besetzt. Das führte zur Intervention weiterer afrikanischer Staaten. Doch statt Frieden zu schaffen, plünderten die Befehlshaber auf allen Seiten die reichen Bodenschätze des Landes. Weil die beteiligten Mächte Stellvertreter-Milizen aufbauten, geht der Kampf um Land und natürliche Reichtümer auch nach im Jahr 2002 unterzeichneten Friedensverträgen und nach dem Abzug der ruandischen und ugandischen Truppen weiter. Große Teile im Osten und Norden werden nicht mehr von der Regierung in Kinshasa, sondern von teils verfeindeten Rebellen-Milizen kontrolliert. Die Wirtschaft Kongos ist trotz immenser Rohstoffvorkommen an Gold, Diamanten, Kupfer, Kobald, Edelholz und Erdöl ruiniert, und das Pro-Kopf-Einkommen beträgt nur noch etwa 80 Dollar jährlich. Rund um Bunia locken Goldminen die Plünderer an.
Um weiteres Blutvergießen zu verhindern und dauerhaften Frieden zu ermöglichen will UN-Generalsekretär Kofi Annan die Stärke der internationalen Friedenstruppe im gesamten Kongo von derzeit rund 3.700 Mann auf 11.000 verdreifachen. Außerdem soll das Mandat der UN-Mission (MONUC) um ein Jahr bis Ende Juni 2004 verlängert werden. Nach Ansicht von "Experten" kann die UN-Truppe zwar vorübergehend für die dringend notwendige Sicherheit in Bunia sorgen und weitere Massaker verhindern, Frieden für Ituri und den übrigen Kongo, wo die meisten der über 200 Stämme dem Bantu-Volk angehören, können letztendlich aber nur weitere Verhandlungen bringen.

17. Juli 2003

Die Demokratische Republik Kongo beendet mit der Vereidigung einer Übergangsregierung in Kinshasa offiziell den fünfjährigen Bürgerkrieg. Unter den vier neuen Stellvertretern von Präsident Joseph Kabila, der mindestens bis zu ersten freien Wahlen im Jahr 2005 im Amt bleiben soll, sind zwei Ex-Rebellenführer.
In der Provinz Ituri im Osten des Landes allerdings trügt die derzeitige Ruhe. Während sich seit dem Eintreffen der multinationalen Truppen in der Provinzhauptstadt Bunia die Situation entspannt hat, wagen sich die Mitarbeiter von UN und Hilfsorganisationen nach wie vor nicht aus der Stadt hinaus. So warten die Menschen z.B. in Zembu, nur 40 Kilometer von Bunia entfernt, in der sich die aus Bunia vertriebenen Lendu-Milizen gesammelt haben, vergeblich auf Hilfe. In Bunia sind die Kindersoldaten von den Straßen verschwunden. Stattdessen durchstreifen französische Patrouillen die Stadt. Diese sind zwar in der Lage, die Hema-Milizen in Schach zu halten, doch das Eingreifen der Europäer hat die Probleme Ituris bislang nicht lösen können, und die Hema-Milizen haben sich angesichts der entschlossenen Haltung der Franzosen nur vorübergehend gefügt.

5. Dezember 2003

Das Gesundheitsministerium gibt bekannt, daß ein giftiger "Zaubertrank" aus der Hand eines katholischen Priesters 64 Menschen das Leben gekostet hat. Die Gläubigen hatten offenbar an einer religiösen Reinigungszeremonie teilgenommen. Dem Getränk waren übernatürliche Kräfte zugesprochen worden. Mittlerweile wurde ein Expertenteam nach Bosobe nördlich der Hauptstand Kinshasa geschickt, um die Überlebenden zu untersuchen und die Inhaltstoffe zu bestimmen. Der Priester, der schon früher durch exzentrische Handlungen aufgefallen ist, befindet sich auf der Flucht.

3. Juni 2004

Einen Tag nach der Einnahme der ostkongolesischen Stadt Bukavu durch Rebellen kommt es in der Hauptstadt Kinshasa zu schweren Unruhen: Eine wütende Menge versucht, den UN-Sitz zu stürmen. Dabei werden zwei Angreifer von UN-Soldaten erschossen. Die Demonstranten beschuldigen die 10.800 Mann starke UN-Friedenstruppe, nichts gegen den Fall Bukavus unternommen zu haben. Die Vereinten Nationen verteidigen das Vorgehen der Friedenstruppe. Blauhelmsoldaten müßten Zivilisten schützen.

(E?)(L1) http://www.africaciel.com/afrique/portail/index/Kinshasa.html

Kinshasa
...
En kikongo, "Kinshasa" signifie le "Marché au sel" (de "nshasa" = "sel" et du locatif "ki"). Ce nom devint officiel au moment de l'indépendance du pays en 1960, remplaçant celui de "Léopoldville" qui fut donné en 1881 par l'explorateur Henry Morton Stanley en l'honneur du roi des belges "Léopold II" au service duquel il se trouvait.
...


(E?)(L?) http://fr.allafrica.com/search/?search_string=Kinshasa&search-submit=Recherche

Kinshasa


(E?)(L1) http://www.atlasobscura.com/places

Kinshasa, Democratic Republic of Congo
Monument to African Dictator Laurent Kabila
Built by a North Korean team this monument to African dictator Laurent Kabila has a suspiciously Kim Jong Il shaped body
north korean monuments, mansudae monuments, monuments, statues
25 Aug 2014


(E?)(L?) http://www.bpb.de/mediathek/305/kinshasa-2-0

Kinshasa 2.0
Demokratie für alle? Kongo
von: Teboho Edkins
Militär dominiert das Straßenbild von Kongos Hauptstadt Kinshasa. Oppositionelle leben hier unsicher. Marie-Thérèse Nlandu und ihre Nichte nutzen das virtuelle "Second Life" zur Kommunikation


(E6)(L?) https://www.google.com/maps/place/Kinshasa,+Democratic+Republic+of+the+Congo/@-4.318682,15.300093,14z/data=!4m2!3m1!1s0x1a6ade003404487f:0xf5de7ab0441c2cd4?hl=en

Congo, Democratic Republic - Kinshasa Region (Map Gallery)


(E?)(L?) http://geography.howstuffworks.com/africa/geography-of-kinshasa.htm

Geography of Kinshasa


(E?)(L1) http://www.infoplease.com/ipa/A0001769.html

Kinshasa, Congo 4°18'S - 15°17'E - 6:00 p.m.


(E?)(L?) http://www.jaganaud.de/capital/index.php/?content=search&query=Afrika

LAND : DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
FLÄCHE : 2 244 845 km²
EINWOHNER : 43 800 000 Einw.
EINW. pro KM² : 20 Einw./km²
HAUPTSTADT : Kinshasa
REGION : afrika


(E?)(L?) http://www.kinshasa.diplo.de/

Demokratische Republik Kongo, Botschaft Kinshasa


(E?)(L?) http://www.kongo-kinshasa.de/glossar/index.php

Kinshasa


(E?)(L?) http://www.linternaute.com/dictionnaire/noms-propres/definition/geographie/ville/kinshasa/

Kinshasa


(E?)(L?) http://www.maps-for-free.com/

Kinshasa


(E?)(L?) http://www.nationalgeographic.com/search/?q=Kinshasa

Kinshasa, Democratic Republic of the Congo


(E?)(L?) http://www.populstat.info/

CONGO [Kinshasa]

general data of the country


(E2)(L1) http://dictionary.reference.com/browse/Kinshasa

Kinshasa


(E?)(L1) http://www.top40db.net/Find/Songs.asp?By=Year&ID=1975

Black Superman - Muhammad Ali - by Johnny Wakelin & The Kinshasa Band


(E?)(L?) http://unesdoc.unesco.org/images/0005/000598/059800eo.pdf

...
As regards large towns and perhaps to a lesser extent major administrative divisions (regions and provinces), the situation is very similar to that obtaining for names of states, and the same classification applies, namely: (a) purely African names such as "Bujumbura", "Kigali", "Ouagadougou", "Kinshasa", etc.; (b) European (or Euramerican) names such as "Monrovia", "Freetown", "Libreville", "Port-Gentil", "Porto-Novo", "Lagos", etc. (also Arabic names such as "Dar es Salaam"); (c) deformed African names, in all probability, for the majority of large towns: "Dakar", "Cotonou", "Yaounde", "Nairobi", "Mogadishu", etc. (for example the old name "Usumbura" (Kiswahili) instead of "Bujumbura" (Kirundi)). As regards the administrative divisions, we can often distinguish between European-invented names, on the one hand, which are usually linked to a geographical feature or sometimes have an ethnic reference, and traditional African names on the other, which are often names of a pre-colonial sociopolitical entity, at times partly Europeanized.
...
1. The written national usage when it is well established, e.g. "Accra", not "Akra", "Kinshasa", not "Kinsasa", etc.
...
In Zaire most of the places named by the Belgians have resumed their earlier African names: "Leopoldville" ("Kinshasa"), "Stanleyville" ("Kisangani"), "Elisabethville" ("Lubumbashi"), "Coquilhatville" ("Mbandaka"), etc.
...


(E?)(L?) http://www2.wetterspiegel.de/de/lexikon/11-217.html

Kinshasa


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Kinshasa


(E?)(L?) http://wn.com/kinshasa

Kinshasa


(E?)(L?) http://www.worldtravelguide.net/world-clock

Congo, Democratic Republic of - Kinshasa


(E?)(L?) http://www.worldtravelguide.net/republic-congo/business-communications

Republic of Congo: Doing business & staying in touch.


(E?)(L?) http://www.xe.com/ucc/full/

Congo/Kinshasa, Franc (CDF) Congolese Franc


(E?)(L?) http://www.yourdictionary.com/kinshasa

Kinshasa


(E?)(L?) http://www.yourdictionary.com/kinshasan

kinshasan


(E?)(L?) http://www.yourdictionary.com/kinshasans

kinshasans


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=Kinshasa
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "Kinshasa" taucht in der Literatur um das Jahr 1900 auf.

Erstellt: 2015-10

L

Leopoldville
Léopoldville (W3)

Mit dem ehemaligen "Stanleyville" hat sich der Gründer verewigt und mit "Leopoldville" hat er seinem Auftraggeber die Ehre erwiesen.

Der Ort wurde 1881 von Henry Morton Stanley als Handelsposten gegründet und zu Ehren des damaligen belgischen Königs "Leopold II." "Léopoldville" genannt. Nach der Machtergreifung von Mobutu Sese Seko wurde Léopoldville 1966 umbenannt nach dem Namen eines ehemaligen Dorfes "Kinshasa", das in der Nähe lag.

Der Journalist und Afrikaforscher (Sir) Henry Morton Stanley fährt bis 1877 rund 3.000 Kilometer den Kongo hinauf und gründet unterwegs mehrere Städte, z.B. "Stanleyville" (heute "Kisangani") und "Léopoldville" (heute unter dem Namen "Kinshasa" Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo). Dabei "sammelt" er im Auftrag des belgischen Königs "Leopold II." bei den Häuptlingen der zahlreichen Eingeborenen-Stämme fast 400 (zweifelhafte) Landabtretungsverträge.

Leopoldville the capital of the Democratic Republic of the Congo on the Congo river opposite Brazzaville

26. Februar 1885

Auf der "Berliner Kongo-Konferenz" wird das Gebiet der heutigen afrikanischen Demokratischen Republik Kongo (Zaïre, Zaire) als unabhängiger Kongo-Freistaat unter der Souveränität König Leopolds II. von den europäischen Kolonialmächten offiziell anerkannt. Verwaltungshauptstadt ist Léopoldville.

1962

Mehrere kleinere Unabhängigkeitsbewegungen schließen sich zur "Frente Nacional de Libertacão (?) de Angola" (FNLA, Nationale Front zur Befreiung Angolas) zusammen, die mit Unterstützung der Regierung in Kongo-Léopoldville (heute unter dem Namen Kinshasa Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo/Zaire) eine Exilregierung gründet.

1972

Diktator Joseph-Desire Mobutu nennt sich jetzt Mobutu Sese Seko. Die Hauptstadt "Léopoldville" wird in "Kinshasa" umgetauft und "Stanleyville" in "Kisangani". Gleichzeitig ruft er alle Bürger auf, afrikanische Namen anzunehmen und keine europäische Kleider zu tragen.

(E?)(L?) https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/appendix/appendix-f.html

Congo (Leopoldville) - former name for the Democratic Republic of the Congo - 0 00 N - 25 00 E


(E2)(L1) http://dictionary.reference.com/browse/Leopoldville

Leopoldville


(E?)(L?) http://ir.uiowa.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1000&context=ejab

...
Socio-political facet.

Because naming and using names constitute verbal acts as the preceding paragraph show, they lend themselves to a multitude of social practices including socio-political ones. Not surprisingly these practices have permeated the history of African onomastics from the colonial era to the present. One can distinguish between three phases which correspond respectively to European colonial cultural hegemony marked by the symbolic apppropriation of African reality, the post-colonial nationalist renomination of that reality, and the current ideological process of de-nomination/renomination undertaken by some African elites.

Some of the names bestowed by European or Arab colonialists on African people and places tell more about the colonial mind of the namers and of their intentions than about the named African reality. This has been the case for example with European eponyms given to African places. Famous examples of toponyms are country names such as "Ivory Coast", "Rhodesia", "Sierra Leone" and "Upper Volta", and city names such as "Brazzaville", "Dar-es-Salaam", "Freetown" and "Leopoldville". Another less brutal but more insidious means of colonial acculturation was the imposition of foreign spelling or orthography on African names.

During the period following the colonial era many leaders of the newly independent African countries started a processs of de-nomination and/or re-nomination destined to restore to Africa its authentic identity. This process consisted of a restitution of original names to African places and people or the bestowing on these social entities of new African names. Although in most cases the name change was the result of the implementation of a top-down decision taken on behalf of the people, there have been some countries such as South Africa where some name changes have occurred as the result of a democratic process.

However, this de-nomination/re-nomination process went far beyond the nationalist struggles and has taken on a new purpose and meaning. Indeed, it has become a symbolic means for ideological struggle between old and new political regimes in Africa. For example, a new leader who seizes power or is elected to the highest office of his country may want to substitute new ethnonyms and or toponyms for those pre-existing his advent to power. Usually, the intention is to either wipe out ideological and symbolic traces of the previous regime or to usher in a new era with a gesture toward a new social contract. New names serve as pointers to a projected new political reality. The ideological manipulation of ethnonyms and toponyms is always a political positioning of new power elites with regard to the immediate or distant past of the country, and an attempt at power consolidation. The increasing interest of African scholars and researchers in African ethnonyms and toponyms comes from the fact that, as implied in the preceding paragraphs, ethnonymy and toponymy can be, and are often used as methodological tools in the fields of history, geography, anthropology, cultural studies and inter-cultural communication. Some of the sources in this bibliography show clearly the critical role played by onomastic phenomena. Ethnonyms and toponyms are also of theoretical interest for onomastics in their own right. A better grasp of the application of these sub-disciplines can advance our understanding of African cultural history and offer a valuable contribution to onomastic sciences and semiotics.
...


(E?)(L?) http://unesdoc.unesco.org/images/0005/000598/059800eo.pdf

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The solution that naturally comes to mind is, of course, simply to use the ethnonym that the people concerned give themselves. The objection of accepted usage does not invalidate it; after all, the popular press in a few months gets used to calling "Bengal" "Bangladesh" and "Ceylon" "Sri Lanka". The difficulty is much more of a linguistic one. In 1960 a major French newspaper blandly reported rioting between "Kikongos and Bacongos" (!) in "Leopoldville"; and the only people in France who were amused or irritated at this piece of news were Bantu specialists and people who spoke Kikongo. I myself was naïve enough to try to explain to the author of the article the difference between "mu-"/"ba-" and "ki-" in this language, but with no success, I must admit. (What if it had been Ganda!) This one example among many demonstrates the wisdom of the rules laid down in 1930 by the IAI and since followed in nearly all the learned journals, namely: do not use Indo-European gender or number markers; do not show the affixes, but only the radicals or nominal stems; use the international script known as the Africa alphabet for languages without a recognized spelling. These principles are admittedly only easy to apply in the "Bantu" (not "Bantou") languages, and even then not always. For instance, the term "Bantu" itself, reduced to its stem, gives "wit/", which only a minority of authors use. Nevertheless it is still sensible and convenient to write "a Ganda", "some Ganda", "the Ganda language", "Ganda customs" rather than risking the choice between "Muganda", "Baganda", "Luganda" or "Kiganda". We can even accept "Ganda country" or "Ganda kingdom" concurrently with "Buganda". "Lozi" — the accepted spelling — is to be preferred to "Rotse", despite "Barotseland"; and, contrary to established usage and despite the absence of a standardized spelling, "Ruund" is to be preferred to "Lunda", since the latter form is in fact "Luba". But what of, for example, the "Banen" of Cameroon? Their ethnonym is nothing but the adjective "tall"; "Munen" is "tall" ("human being" being understood), but the stem alone, with no class prefix, can only mean "idea of tallness", without any indication of what it applies to. French-speaking Banen reject the use of "Nen" alone, preferring the solecisms "a Banen" and "the Banen language", approximately equivalent to "one men" or "chevaux". Another thorny problem is that of the Banyamwezi, with a neutralized prefix ("-mw-"), a back prefix augmentative ("-nya-") and a series of class prefixes ("mu-", "ba-", "ki-" and "bu-"). The rule above would leave us with "Ezi", and omission of the class prefix would give "Nyamwezi", which is the solution most usually adopted to distinguish the ethnonym from the common noun "mwezV" ("moon"). But for a superficially identical structure, "Mu"/"ba"/"ki—nya-rw-anda", it is "Rwanda" and not "Nyarwanda" that is used.
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In Zaire most of the places named by the Belgians have resumed their earlier African names: "Leopoldville" ("Kinshasa"), "Stanleyville" ("Kisangani"), "Elisabethville" ("Lubumbashi"), "Coquilhatville" ("Mbandaka"), etc.
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(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Morton_Stanley


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._%28Belgien%29


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A9opoldville


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Mobutu_Sese_Seko


(E?)(L?) http://www.yourdictionary.com/leopoldville

Leopoldville


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=Leopoldville
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "Leopoldville" taucht in der Literatur um das Jahr 1880 auf.

Erstellt: 2015-10

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