Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Baden-Württemberg, Land de / le Bade-Wurtemberg, (Land) Baden-Württemberg
A
B
Badischer Grauburgunder, Burgunder, Ruländer (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=75
...
Ende des 14. Jahrhunderts kamen die Ursprungsreben der Ruländer Trauben aus dem französischen "Burgund" durch die Zisterzienser Mönche nach Szürkebarat in Ungarn. Von dort brachte General Lazarus von Schwendi im Jahre 1568 die Ruländer Trauben ins Elsass und an den "badischen" Kaiserstuhl.
Im Jahre 1711 fand man in einem seit Jahrzehnten brachliegenden, rheinland-pfälzischen Garten des Kaufmanns Johann Seger-Ruland in Speyer eine Anzahl Rebstöcke vor, deren "grau-kupferfarbene" Beeren einen vorzüglichen Wein abgaben, der dann die Namensbezeichnung "Ruländer" erhielt.
Die arrivierte "Grauburgunderrebe" gehört zur großen Familie der Burgundergewächse und man vermutet, dass sie aus einer Knospenmutation des Blauen Spätburgunders (pinot-noir) hervorgegangen ist.
...
biscotte = Grüß Gott (W3)
(E?)(L?) http://www.stetten-akm.de/
Ein befreundetes französischen Ehepaar hat es beruflich einige Jahre nach Stetten am Kalten Markt verschlagen. Die Kinder hörten immer wieder ein "Grüß Gott", verstanden "griesgott", mit dem sie nichts anfangen konnten und fragten ihre Mutter, warum die leute immer "biscotte" = "Zwieback" sagten.
blutt, blott, bloß (W3)
Am 30.06.2008 wurde im Etymologie-Forum folgende Frage gestellt:
(E?)(L?) http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?USER=user_213942&action=jump&entryid=1104293669
Es wurde ein neuer Eintrag im Forum Forum von http://www.etymologie.info geposted.
Betreff: "blutt" = "nackt"
Inhalt: Woher leitet sich das Alemannische "blutt" für "nackt" ab?
Der Eintrag stammt von: doubledare
Das alemanische, schweizerische "blutt" kenne ich zwar nicht, aber im Saarland sagt man "blott". Und von da zu "bloß" ist es nicht mehr weit.
Das nur noch selten vorkommende "bloß" = "rein", "ausschließlich" hat eine kleine Kehrt-Wandlung durchgemacht. Früher hieß es noch ahd. "blos" = "stolz" und es wird vermutet, dass es ursprünglich soviel hieß wie "weich", "nass", das dann die Bedeutung "weichlich", "schwach", und damit "elend" und "nackt" annahm. Die Bedeutung "ausschließlich", "nur" verdankt "bloß" der Vorstellung "arm" = "ohne Zusätzliches".
Bodensee-Apfel (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=72
(E?)(L?) http://www.reiserat.de/
...
Auf des Bodensees größter Insel, der Reichenau, hat der Obst- und Gemüseanbau eine uralte Geschichte. Sie begann mit der Gründung des Benediktinerklosters um 724. Rund hundert Jahre später schwärmte bereits Abt Ermenrich von Ellwangen, ein Schüler der Reichenau von den Schätzen der Insel: "Blühendes Eiland, wie bist du vor anderen gesegnet! Reich an Schätzen des Wissens und heiligem Sinn der Bewohner. Reich an des Obstbaumes Frucht und schwellender Traube des Weinberges. Immerdar blüht es auf dir und spiegelt im See sich die Lilie."
(Quelle: www.reiserat.de)
...
Boeuf de Hohenlohe (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=66
...
Der Begriff "Boeuf de Hohenlohe" ist im ausgehenden 18. Jahrhundert aufgekommen, als die über die Grenzen ihres Herkunftsortes hinaus berühmten "Hohenloher Rinder" bis nach Paris getrieben wurden. Dazu gehörten neben dem bereits ausgestorbenen Haller Braunblässenschlag auch die bis heute erhaltenen Limpurger Rinder und Ochsen. Schon damals galten Gerichte aus deren Fleisch als Delikatesse in der Feinschmeckermetropole Paris. Kurz vor dem ersten Weltkrieg, im Jahre 1913, trieb man die Rinder und Ochsen zum letzten Mal nach Paris.
Die Erzeugergemeinschaft "Boeuf de Hohenlohe" hat die Regionsgeschichte wieder aufleben lassen, indem sie alte Rassen aufs Neue züchtet und sie so vor dem Aussterben bewahrt (wie zum Beispiel das schon erwähnte Limpurger Rind).
Brezel (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=52
...
Über die Erfindung der "Brezel" existieren unterschiedliche Geschichten. Die am weitesten verbreitete ist diese: Ein zum Tode verurteilter Bäcker aus Urach sollte zur Rettung seines Lebens ein Gebäck erfinden, durch welches die Sonne drei Mal durchscheint. Das Unmögliche gelang, die Geburtsstunde der Brezel war gleichzeitig die "Wiedergeburt" des Bäckers.
Eine zweite Version besagt, dass Mönche als Vorlage für die Brezel dienten. Nach einem Entwurf des Klosters Reichenau grenzten im Kloster St. Gallen die Brauerei und die Bäckerei aneinander. Allabendlich standen die Gottesdiener beim Bierholen Schlange; dabei hielten sie die "Arme vor der Brust verschlungen", wie es sich damals für sie ziemte. Das inspirierte den benachbarten Bäcker, der in Anlehnung an diese Haltung ein in Lauge getauchtes und mit Salz bestreutes Gebäck kreierte. Dieses stellte nicht nur die gekreuzten Arme dar, es schmeckte auch zum Bier besonders lecker. Er nannte es "Brezel", abgeleitet von "bracchium", dem lateinischen Wort für "Arm".
Die Brezel ist das Erkennungsmerkmal der backenden Zunft schlechthin: Auch heute noch "winkt" an manchem Bäckerladen eine Brezel. Ebenso wie der Löwe ist die Brezel ein Symbol in der Fahne der Bäckerzünfte.
...
Bühler Frühzwetsche (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=39
...
Man entdeckte die "Bühler Frühzwetsche" 1840 im Bühler Ortsteil Kappelwindeck in einem Obstgarten. Die Frucht wurde aufgrund ihrer positiven Eigenschaften sehr schnell in größerem Maßstab angebaut.
...
C
Crailsheimer Horaff (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=65
...
Die Herkunft des Namens ist bis heute umstritten: Der "Crailsheimer" Stadtgeschichte nach ist die Bezeichnung "Horaffe" auf den Spottnamen "haariger Affe" zurück zu führen, den die Crailsheimer von ihren Belagerern im 14. Jh. erhielten. Auch "offenes Horn" (wegen der Form) wird als Pate angenommen oder aber der Monat "Hornung" (ältere Bezeichnung für Februar), da das Gebäck mancherorts nur in der Fastnachtszeit gebacken wird.
In einer Crailsheimer Bäckerordnung ist das Gebäckstück erstmals 1530 als "Hornaff" verzeichnet. Hinter der Umbenennung in "Horaff" oder "Haaraffe" verbirgt sich hier eine kuriose und sagenhafte Geschichte:
Es heißt, dass im Jahre 1379/ 1380 die Reichsstädte Hall, Rothenburg und Dinkelsbühl die Stadt Crailsheim belagerten. Als die Lebensmittel knapp wurden entschlossen sich die Crailsheimer zu einer schlauen Taktik: Um Überfluss zu demonstrieren, stellten sie aus den letzten Mehlvorräten Horaffen her und warfen sie zu den Feinden hinüber. Zur Unterstreichung dieser Tat stieg die Bürgermeisterin kurzerhand auf die Mauer und zeigte den Feinden unverblümt ihr üppiges Gesäß. Ihre Rechnung ging auf: Die Belagerer zogen ab. Geblieben ist der Spottname‚ "haariger Affe", den die Feinde der tapferen Bürgermeisterin zuriefen.
...
Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit weiblichen Rundungen betitelte man ihn gar schon als "Sexsymbol Crailsheims".
...
D
Dinkelbier (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=55
...
"Dinkel" ("Triticum spelta") wurde etwa 3000 v. Chr. im heutigen Baden Württemberg heimisch. Erst in der jüngsten Zeit erlebte das Korn eine Renaissance als eine der wichtigsten Getreidearten.
...
Die eigentliche Herkunft von "Dinkel" schein unklar zu sein.
E
elkeswelt - Elkes Schwabenseiten - Schwäbisch für Deutsche
(E?)(L?) http://www.elkeswelt.de/schwaebisch/
Emmentaler, Allgäuer Emmentaler (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=24
...
"Emmentaler" kommt ursprünglich aus dem "Schweizer Emmental", einem Tal bei Bern. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1542. Der Emmentaler ist heute nicht herkunftsgeschützt, das heißt, er kann auch in anderen Ländern hergestellt werden. "Allgäuer Emmentaler" dagegen darf nur aus dem Allgäu kommen.
...
Eschlauch, Schalotte (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=45
...
Der "Eschlauch" stammt aus der Gegend der Stadt "Askalon" am Mittelmeer, im Südwesten Israels. Von dem "Allium ascalonicum", der "aschalonischen Zwiebel", leitet sich der Name "Eschlauch" / "Aschlauch" ab, ebenso wie der Name seiner Verwandten, der "Schalotte". Vermutlich brachten Kreuzfahrer den Eschlauch zwischen 1100 und 1300 nach Deutschland. Wie er in den Raum Stuttgart kam, und warum er nur dort wächst, ist nicht bekannt.
...
Essigpraline, Rosenzauber-Trüffel (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=54
...
Schokolade und Essig? Nicht nur Schells Familie runzelte die Stirn, als der findige Konditormeister vor Jahren erste Versuche mit den beiden scheinbar konträren Zutaten machte. Die Skepsis der Zweifler wich schnell, denn das Ergebnis aus Schells’ Experimentierwerkstatt schmeckt außergewöhnlich und ist dabei so lecker, dass die Pralinen 1998 sogar ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurden. Ansporn genug für den Unterländer "Pralinen-Professor", mit weiteren innovativen Spitzenprodukten aufzuwarten, etwa dem "Rosenzauber-Trüffel".
...
F
Fächerstadt - Aus dem Fächer geboren (W3)
(E?)(L?) http://www.karlsruhe.de/
(E?)(L?) http://www.karlsruhe.de/Stadtraum/Faecher/residenz.de.htm
Vom Weg der Residenz zur modernen Großstadt
Um die Anfänge der Fächerstadt ranken sich Legenden: vom jagdmüden Markgrafen etwa, der im Traum die Vision einer regelmäßig erbauten Stadt hatte oder vom ehelichen Hader mit Gattin Magdalene Wilhelmine, die den lebenslustigen Karl Wilhelm zur Gründung seiner neuen Residenz fernab seines Durlacher Domizils trieb. Die Wahrheit war weit weniger poetisch als die Überlieferungen. Nach den Zerstörungen von 1689, als Durlach im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges in Flammen aufging, lagen Stadt und Schloss verwüstet darnieder. Leere Staatskassen, die Enge der mittelalterlichen Stadtanlage und der Widerstand der Bürger verhindeten ehrgeizige Pläne des Markgrafen von Baden-Durlach zu Wiederaufbau und Erweiterung von Stadt und Karlsburg im Geschmack der Zeit, der sich an der Weitläufigkeit von Versailles orientierte. Den Platz für die unbefestigte Residenz, die nach den damaligen Vorstellungen von der Allmacht des Fürsten künden sollte, fand Karl Wilhelm dann in der Nähe seines Jagdhauses im Hardtwald und begann dort 1715 mit dem Bau von Schloss und Stadt auf der Grundlage des weltberühmten "Fächers". Drei Jahre später verlegte der Markgraf auch seine Verwaltung. Die Hofbediensteten siedelten von Durlach nach Karlsruhe über. Die "Fächerstadt" war "Staatsdienerstadt", wie Friedrich List, Gründer des Deutschen Zollvereins, noch 1825 feststellte.
...
Felchen, Forelle, Bodensee-Felchen (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=34
...
"Felchen" gehören zu der Familie der Lachsfische, zu der auch die ähnlich aussehende "Forelle" gehört. Die Namen beider Fische leiten sich von dem althochdeutschen Wort "forhana" = "Forelle" ab. Ursprünglich kamen Felchen in den sibirischen Strömen und in Alpenseen vor. Im Bodensee leben die Felchen erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals wurden sie aus anderen Seen in den Bodensee eingesetzt. Inzwischen ist der Bodensee das wichtigste Gebiet für den Felchenfang.
...
Feldsalat (W3)
Der Anbau auf Feldern macht diesen Salat zum "Feldsalat".
(E?)(L?) http://www.das-oesterreichische-deutsch.at/
Feldsalat - Vogerlsalat (im Osten), Rapunzel (im Westen und Süden)
(E?)(L?) http://www.effilee.de/
(E?)(L1) http://www.gourmetpedia.com/menues.php/Woerterbuch/IndexA
(E6)(L1) http://www.imagines-plantarum.de/
(E3)(L1) http://gregor.retti.info/oewb/dat/F.list.html
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=48
...
Der anspruchslose, frostharte Feldsalat kommt in Baden-Württemberg seit der Jungsteinzeit vor. Schon in den Pfahlbausiedlungen am Bodensee fand man Samen vom Feldsalat.
Erst im späten Mittelalter haben die Menschen den Feldsalat für den Verzehr entdeckt. Anfänglich wurde er wild gesammelt; erst seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts kultiviert man ihn. Die ersten Anbaugebiete finden sich im Heidelberger und Bruchsaler Raum. Bis heute ist Baden-Württemberg im "Feldsalatanbau" weltweit führend.
...
(E?)(L?) http://www.wdr.de/tv/aks/index.jhtml
- Anis-gebeiztes Rinderfilet auf Quitten- Zitronengras-Chutney mit Feldsalat (02.12.1999)
Filderkraut, Filderbahn (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=53
...
Der Ursprung des "Spitzkohls" ist nicht vollständig geklärt. Man vermutet allerdings, dass Mönche vor etwa 400 Jahren mit der Züchtung dieser Variante des Rundkohls im Klosterhof zu Nellingen begannen.
Neben Vieh, Getreide, Obst und Flachs war Kraut Jahrhunderte hindurch der wichtigste Handelsartikel der "Fildern". Noch bis in die dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts vertrieben die Bauern ihr Kraut auf den Märkten der Dörfer und Städte direkt. Der Hund passte auf Wagen und Ware auf, während der Bauer im Haus des Kunden das Kraut einlagerte oder es zur Herstellung von Sauerkraut manchmal auch gleich in Streifen schnitt.
Mit dem Ausbau des Straßennetzes und später dem des Eisenbahnnetzes erhielten die Bauern die Möglichkeit, auch in weiter entfernte Gegenden zu fahren und dort Kraut zu verkaufen. Nachdem die "Filderbahn" 1888 ihren Betrieb aufgenommen hatte, entwickelte sich der Export ins Elsass und nach Paris zu einer wichtigen Einkommensquelle. Um 1900 verschickte man das Kraut waggonweise von Echterdingen und Möhringen aus in die französische Metropole.
...
frsw - Alemannisch
(E?)(L1) http://www.frsw.de/alemannisch/
Alemannisches auf freiburg-schwarzwald.de
Der alemannisch-schwäbische Sprach- und Siedlungsraum umfasst den größten Teil von Baden-Württemberg, das Elsass, die deutschsprachige Schweiz, das Fürstentum Liechtenstein, das österreichische Bundesland Vorarlberg sowie Bayerisch-Schwaben.
- Alemannisch.de - Muttersproch Gsellschaft
- Allemannische Bühne Freiburg freiburg-ost.de/Kunst
- Der AlemannenSpiegel
- Alemannisches Institut
- Badische Heimat e.V.
- Badner in Hamburg
- Breitnauer Bauernhühne - BBB
- Die Alemannische Internationale - von André Weckmann
- Dialektgeografie zum Alemannischen
- Gerhard-Jung-Wettbewerb zur Förderung alemannischer Mundartdichtung (8.5.2003)
- Gottenheim - Alemannisch-Seite mit vielen Infos, Texten und Links. http://www.gottenheim.de/dialekt/
- Heimetsproch: Elsässische Alemannisch-Seite, www.heimetsproch.org, info@heimetsproch.org
- Herkunft des Alemannischen
- Hochschwarzwälder Mundartkreis
- Institut für Volkskunde Uni Freiburg
- Links uff alemannische Homepaidschs
- Lueginsland - Alemannische Glosse in der Badischen Zeitung
- Muttersproch Gsellschaft
- zugstreckt und erwidert - alemannische Wörter >Kultur
- Sell Zwergli und anderes vom Martin Schley >Zwergli
- zur "Ortschronik Ebnet" von Adolf Schmid
- zur Wegekreuze-Serie von Hermann Althaus
- Infos zur "Alemannisch"-Seite ab 15.11.2003 >Alemannisch3
- Infos zur "Alemannisch"-Seite ab 5.2002 >Alemannisch2
- Aktuelle Infos zur "Alemannisch"-Seite ab 1.2002 >Alemannisch1
- Alemannische Texte 2 >Alemannisch-Texte2 (ab 3/2003)
- Alemannische Texte 1 >Alemannisch-Texte1
- Dichter und Liedermacher - auch alemannische >Dichter
- Künstler >Kunst
- Künstler Freiburg >freiburg-ost.de/kunst
- Badisches >Badisch
- Links zu allerlei Alemannischem
- Alemannisch als Muttersprache - www.alemannisch.de
- Alemannisches Institut - www.alemannisches-institut.de
- Der AlemannenSpiegel - Alles über die Alemannen - unser gemeinsamer Ursprung - www.alschpi.ch
- Die Alemannische Internationale - von André Weckmann
- Dialektgeografie zum Alemannischen - Quelle: http://home.ph-freiburg.de/jaeger/Dialekt/material.htm#Alemannisch
- Herkunft des Alemannischen - Quelle: www.gottenheim.de./dialekt
- Hochschwarzwälder Mundartkreis - www.rol3.com/vereine/muettersproch-gsellschaft/gruppen/mundartkreis.html
- Institut für Volkskunde Uni Freiburg - www.volkskunde.uni-freiburg.de
- www.dva.uni-freiburg.de - Deutsches Volksliedarchiv
- Gelbfüßler und Sauschwob
- Landesverein Badische Heimat e.V. - www.badische-heimat.de
- Surfin' Süden - die digitale Enzyklopädie: http://www.surfin-sueden.de.vu
- Bücher zur Geschichte und zum Land: http://www.scriptores.de
- Lueginsland - Alemannische Glosse in der Badischen Zeitung - www.noth.net/g1lueginsl.htm
- Lueginsland-Artikel auf www.badische-zeitung.de (dann Baden-Württemberg wählen)
- Verein der Badener von Hamburg e.V - http://badenerverein.hamburg.olion.de
- Links uff alemannische Homepaidschs
- www.alamannenmuseum-ellwangen.de
- Asterix auf Alemannisch - http://asterix.funonline.de/mundart/alemannisch.html
- Josef Burger's Landeskundeladen: Aus Buggingen - Fotos, Materialien, - www.landeskundeladen.de
- Alexander Färber's Homepage aus Ewattngen: Viele Fotos - http://www.planet-ewattingen.de/mundart.htm
- Gottenheimer Dialekt: www.gottenheim.de/dialekt/
- Hengstler und Jürgen Anders' Homepaidsch - Altwil bei Basel: Sammlung vu alemannische Wörter, Gedichte, Texte - www.altwiler-chnuelleri.purespace.de
- Dietmar Kolb's Homepaidsch: http://www.8ung.at/alemannisch/
- Portal für Schwäbische Internetseiten - www.schwobakonnektschn.de
- Bernhard Werner Goldschmidt aus Ebringen hat alemannische Gedichte in dem Buch - www.zwischede-zile.de
- Links
- Badische Seite vom 20jährigen Sven Liebler aus Sinsheim. Mit Badnertest - www.badnerland2000.de
- Bundesstrasse B31 zwischen Freiburg und Donaueschingen - Geschichte der Strasse sowie "Parkplätze auf Alemannisch" - http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/freiburg/abteilung4/hoellental/hoellental_index.htm
- Stefan Bechtel: Alemannisch-Quiz - http://www.stephan-bechtel.de/alemannisch.htm
- Klaus Boldt: Alemannisch für Anfänger - http://www.rorgenwies.de/alemannisch/
- Deutsche ...
- Badisches Wörterbuch
- Deutsche Genealogie - Dialekte
- Deutsche Städte - Stämme
- Deutsche Städte - Sprache
- Elke Rank's Seite mit Schwaben-Witzen bzw. alemannischen Witzen - http://www.elkeswelt.de/schwaebisch/switz.htm
- Ellwangen: Alamannen-Museum - www.alamannenmuseum-ellwangen.de
- Gottenheim - Gottene: Sehr informative Website zum Alemannischen - eine wahre Fundgrube - www.gottenheim.de/dialekt
- Volker Maier's Alemannisch-Seite: Wörterbuch, Links - http://www.vworld.de/alemannisch
- Michael Schatz aus Berlin (alemannischer Gastarbeiter): - www.michael-schatz.de/aleman, eMail mail@michael-schatz.de
- Uni Freiburg: Alemannisch-Seite - http://www.ub.uni-freiburg.de/freiburg/sprachlich.html
- Wutach - Alemannisches Wörterbuch von Alexander Färber - http://www.wutach.org/alemannisch.htm
G
Gaisburger Marsch (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=33
...
Die Entstehungsgeschichte der leckeren Eintopfspezialität ist nicht eindeutig geklärt. Tatsache ist, dass der "Gaisburger Marsch" nach dem Stuttgarter Stadtteil "Gaisburg" benannt worden ist. Wie es dazu kam, dazu gibt es zwei interessante Geschichten, von denen man bis heute nicht weiß, welche den wahren Ursprung des Eintopfes schildert:
1. Im Stadtteil "Gaisburg" lag früher das Wirtshaus
"Bäcka-Schmiede", das die bevorzugte Lokalität vieler Offiziersanwärter war. Besonders beliebt war der kräftige und schmackhafte Eintopf aus Fleischbrühe, Rindfleisch, Spätzle und Kartoffelschnitz. Um in den Genuss dieses deftigen Essens zu kommen, marschierten die Offiziersanwärter gemeinsam zum Essen ins Wirtshaus und diesem Fußweg verdankt das Gericht den Namen "Gaisburger Marsch".
2. Auch bei der zweiten Version spielt das Militär eine wichtige Rolle: Diese Geschichte besagt, dass die Gaisburger Männer in einem Krieg in Gefangenschaft gerieten. Damit sie nicht verhungerten, wurde es den Ehefrauen gestattet, einmal am Tag eine Schüssel mit Essen zu bringen. Die Frauen kochten also einen Eintopf, der alles enthielt, was nahrhaft war und gut schmeckte und mit diesem marschierten sie tagtäglich zu ihren hungrigen Männern.
...
Gaishirtle (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=37
...
Ein "Ziegenhirte" ("Geißhirte", umgangssprachlich: "Gaishirtle" oder "Goaßhirtle") fand die Birnensorte 1850 in der Nähe von Stuttgart als Zufallssämling; daher der liebevolle Name.
...
Gammelshausen (W3)
(E?)(L?) http://www.gammelshausen.de/
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/gammelshausen/home
(E?)(L?) http://www.ngw.nl/int/dld/g/gammelsh.htm
(E?)(L?) http://www.stadt-daten.de/stadt/Gammelshausen/infos/16817.php
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Gammelshausen
Woher "Gammelshausen" bei Göppingen seinen Namen hat konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Es könnte - wie ähnliche Ortsnamen - auf ein feuchte Niederung mit "abgestandenem", "vergammeltem" Wasser hindeuten.
Gammertingen (W3)
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/gammertingen/home
(E?)(L?) http://www.stadt-daten.de/stadt/Gammertingen/infos/16818.php
Zur Herkunft des Ortsnamens "Gammertingen" war leider nichts zu finden.
geocities - Swabian into English - Vocabulary
(E?)(L?) http://www.geocities.com/Heartland/Acres/2619/swab_voc.html
Hier findet man eine lange Liste mit schwäbischen Ausdrücken und ihrer Übersetzung ins Englische.
H
Hauxapfel (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=38
...
Man entdeckte den "Hauxapfel" um 1920 in der Baumschule des Baumwartes Andreas "Haux" in Göppingen-Jebenhausen, Baden-Württemberg. Die Muttersorte war der "Rote Trierer Weinapfel".
...
Hefezopf (als Zeichen) (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=50
...
Das Flechten von Hefezöpfen hat wahrscheinlich tiefe kultische Gründe. Der Legende nach opferte die Frau früher ihrem verstorbenen Ehemann ihren "Haarzopf", woraus sich im Laufe der Zeit das Zopfgebäck entwickelte: Dieses wurde dem Verstorbenen anstelle des Haarzopfes ins Grab gelegt.
...
Heidelberger Studentenkuss (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=42
...
Im Herzen der malerischen Altstadt liegt das älteste Café Heidelbergs. 1863 gegründet, etablierte es sich bald als beliebter Treffpunkt respektabler Bürger, Professoren und – wer hätte anderes erwartet - zahlreicher Studenten. Sie alle schätzten die familiäre Atmosphäre des Cafés und besonders den humorvollen Fridolin Knösel, Konditormeister mit Leib und Seele.
Auch die jungen Damen der damals renommierten Heidelberger Pensionate besuchten regelmäßig das Café – selbstverständlich in Begleitung ihrer wachsamen Gouvernanten. Dort trafen sie stets auf eine Runde lebenslustiger Studenten. Wen wundert es, dass sich die jungen Leute verstohlene Blicke zuwarfen? Doch die sittsamen Gouvernanten hielten selbst diese harmlosen Koketterien unter strenger Kontrolle.
Fridolin Knösel erriet die geheimen Wünsche der jungen Damen und überraschte sie eines Tages mit einer besonders feinen Praline, der er augenzwinkernd den Namen "Studentenkuss" gegeben hatte. Diese "Studentenküsse" mussten nun wohl oder übel selbst die Gouvernanten akzeptieren, wobei sie nicht verhindern konnten, dass die echten weiter ersehnt und später sicherlich in die Tat umgesetzt wurden.
Viel Zeit ist seitdem vergangen und vieles hat sich verändert. Doch die Studentenküsse gibt es noch heute - als eine liebenswürdige Erinnerung an romantische Zeiten. Eine nette Idee entwickelte sich so zu einem kleinen Stückchen Heidelberger Geschichte und trägt heute sogar zum Selbstverständnis der Stadt Heidelberg bei.
...
Hutzelbrot, Hutzeln, Hutzelbirne (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=23
...
"Hutzeln" sind die halbierten, getrockneten Früchte einer alten Birnensorte, die auch "Hutzelbirne" genannt wird. Der Begriff "hutzelig" bedeutet im schwäbischen soviel wie "runzelig" und beschreibt somit treffend das Aussehen der getrockneten Birnen.
"Hutzelbirnen" eignen sich eigentlich nicht zum frischen Verzehr, da sie zu hart und herb, teilweise bitter sind. Das Trocknen werden macht sie haltbar und zudem süß. Deshalb werden sie im allgemeinen weiterverarbeitet zu "Hutzelbrot".
...
I
-ingen - Ortsnamen-Endungen
-ingen
Siedlungen, die nach einer berühmten Person oder einer geographischen Einheit benannt wurden (Sigmaringen = gegründet vom Teutonen Sigmar) (vorwiegend in Schwaben)
J
K
Kerner (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=35
...
Der "Kerner" entstand aus der Kreuzung einer Trollinger- und einer Rieslingsrebe. August Herold von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg kreierte die Rebsorte 1929. Vom Weinsberger Dichter, Arzt und Weinfreund "Justinus Kerner" (1786 bis 1862) hat sie ihren Namen.
...
Kracherle (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=73
...
Das typische "Kracherle" stellt man aus gewürfeltem und anschließend "geröstetem Weißbrot" her.
...
Wer schon einmal gut geröstete Brotstückchen gegessen hat, weiss also warum sie so heissen.
L
Landjäger (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=18
...
Die ursprünglich aus dem alemannischen Raum stammenden "Landjäger" waren seit jeher ein sehr haltbarer "Proviant für Feld und Weinberg". Noch heute sind "Landjäger" ein beliebter Snack für Wanderungen, Ausflüge und Brotzeiten, so dass sie seit langem bundesweit bekannt sind und auch ausserhalb Baden-Württembergs produziert werden.
...
Langenburger Wibele, Geduldszeltle (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=19
...
Das im Hohenloher Land bei Schwäbisch Hall gelegene Städtchen "Langenburg" ist nicht nur aufgrund seines historischen Stadtkerns und seines Renaissanceschlosses berühmt, sondern natürlich auch wegen seiner traditionellen Spezialität, der "Wibele". Als Erfinder und Namensgeber der "Wibele" gilt ein Hofkonditor namens "Jakob Christian Carl Wibel" (geb. 1770). Nicht uninteressant, dass "Wibel" selbst das Gebäck noch als "Geduldszeltle" bezeichnete, weil zur Herstellung der winzigen Tropfen viel Geduld erforderlich sei.
Erst nach 1800 benannten vermutlich andere Hersteller das in den Handel gebrachte Geduldsgebäck als "Wibele". Gerne berichtet wird allerdings auch, dass es der Fürst und Schlossherr Karl zu Hohenlohe-Langenburg persönlich gewesen sein soll, der, verärgert über die Gebäcke der ansässigen Konditorenkonkurrenz, fortan nur noch "vom Wibele" für den Fürstenhof gefordert habe, womit die kleinen Biskuits ihren Namen hatten. Sie mundeten dem Fürst wesentlich besser als die verschiedenen Nachahmungen, die schon seinerzeit zu haben waren.
...
Lemberger, Blauer Limberger, Lembergerreben (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=36
...
Die Namen "Lemberger" oder "Blauer Limberger" deuten auf die Herkunft des "Lembergers" aus dem Donaugebiet hin:
Die Weinbaugemeinde "Lemberg" in der früheren Untersteiermark, heute Republik Slowenien, exportierte im Jahre 1877 "Lembergerreben".
In Deutschland baut man die "Lemberger-Rebe" heute auf einer Fläche von ca. 1 200 ha an, davon zu über 95 % in Württemberg.
...
Lichtbutschär, Butschär, Butsch, Putsch, butschen, Butsche, Putsche, Butscher, Butzemann, Amboss (W3)
(E?)(L?) http://www.hecke-pfiefer.de/Traditionen.html
(E1)(L1) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/2001/12/21.html
(E?)(L?) http://www.dwb.uni-trier.de/
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/p11etym.htm
(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24622
Putsch
Am 30.03.2004 erhielt ich die Anfrage:
Woher stammt das Wort "Butschär"? (im alemannischen Raum gebraucht)
Der Kontext ist folgender z.B. "das ist aber eine schöne Butschär" (wird dann verwendet wenn irgendetwas nicht so gelaufen ist wie es sollte, vielleicht im übertragenen Sinn "eine schöne Bescherung"). Ebenfalls haben wir an Fasnacht eine "Licht-Butschär". Dies ist eine Veranstaltung bei der in Wort und Bild das lokale Geschehen glossiert wird. Dies könnte evtl. bedeuten, dass etwas ans "Licht" kommt, was noch nicht alle Leute wissen, bzw. das evtl. auch unangenehm ist.
(A: elli)
Um es vorweg zu nehmen, ich habe keine direkten Hinweise auf "Butschär" oder "Lichtbutschär" finden können. Selbst Google hat nur einen Verweis gefunden. Dort wird allerdings nichts zur Herkunft des Wortes erwähnt.
Die folgenden Anmerkungen sind also nur Versuche, sich einer Erklärung zu nähern. Aber vielleicht hat ein Besucher dieser Seiten einen Hinweis und steuert ihn dann bei.
Nach dem Vorbild "Botchamber" = "Nachttopf" (von frz. "pot de chambre" = "Zimmertopf") habe ich erst einmal mit frz. "bout de chair" = "Zipfel von Haut" oder "Fleischstückchen" probiert. Immerhin liegt Heidelberg ja noch im Einflussbereich von Frankreich. - Aber das macht keinen Sinn.
Der nächste Versuch, das engl. "butcher" = "Metzger", "Fleischer" (deutsch ausgesprochen) scheint mir auch keinen Hinweis zu liefern.
Im Grimm'schen "Deutschen Wörterbuch" findet man immerhin unter "Butsch", "Windbutsch" = "Windstoss" und "Butsch" = "Putsch" = "Menschen-Auflauf" und das Verb "butschen" = "stossen", frz. "bouter", it. "botare, buttare" = "werfen, hauen".
Der Name "Butscher" (auch "Bütschli", "Bütz"), der vor allem im Raum Friedrichshafen am Bodensee vorkommt, kann auf das alem. "butschen" = "(mit dem Kopf) stoßen", "schlagen", "prügeln" zurückgeführt werden.
Hier passt auch der "Butzemann" = "Poltergeist" ("Schlaggeist") und der "Amboss" = "Anschlagstelle" hin (vgl. "Aufputschmittel").
Im Schwäbischen gibt es den "Butsch" = "kleiner Bund Garben oder Stroh", auch "Haarschopf bei Männern". Und in diesem Sinne kenne ich auch "Butsche" oder "Putsche" im Saarland.
Auch in der Schweiz kennt man das lautmalerische "Putsch" (auch "bütsch" = "heftiger Stoß", mhd. b(i)u = Stoß, engl. "push" = "Stoß", "Schub"). Durch die schweizer Volksaufstände um 1830 soll das Wort "Putsch" = "Knall" auch in die Hochsprache gelangt sein, zur Bezeichnung eines Umsturzes, der von einer kleineren (militärischen) Gruppe durchgeführt wird.
Daraus könnte man nun "Butschär" erklären mit "Stosserei" oder "Umsturzversuch", was beides "Durcheinander" zur Folge hat.
Die "Lichtbutschär" könnte man erklären als "Zusammenkunft" von Menschen, um das Licht des Frühlings zu begrüssen. - Aber das ist wohl zu weit hergeholt.
Eine - meiner Ansicht nach - näher liegende Erklärung, wäre etwa "einen Butschen Licht" auf eine Angelegenheit werfen. Oder auch, wie schon erwähnt, "jemanden mit dem Kopf auf etwas stossen" = "ihn darauf hinweisen". Dies würde zumindest ganz gut in den beschriebenen Kontext passen.
Trotz all dieser, sicherlich nicht ganz falschen Angaben, wäre es interessant den tatsächlichen Werdegang der "Lichtbutschär" mit schriftlichen Belegen nachzuvollziehen. (Vielleicht gibt es in der Universitätsbibliothek in Heidelberg ein paar Hinweise dazu.)
M
Mannemer Dreck (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=27
...
Wie konnte es dazu kommen, dass ein so köstliches Gebäck den Namen "Dreck" erhält? Üblicherweise erzeugt dieses Wort kein Hungergefühl. Doch in "Mannheim" sehen die Dinge etwas anders aus. Fragt man einen Einheimischen, ob er gerne "Mannemer Dreck" esse, so wird er sich nicht angewidert abwenden, sondern begeistert erzählen, wie gut "Dreck" schmecken kann.
Aber wie entstand dieses Gebäck und warum dieser ungewöhnliche Name? Dazu muss man bis ins Jahr 1838 zurückgehen. Der damalige Stadtamtsvorstand Herr von Jagemann erließ eine Vorschrift die "Jedermann mit zwei Reichstalern Strafe belegte, der den im Hause gesammelten Kot mit Kehricht auf die Straße brachte". Ein in Mannheim stadtbekannter Lebkuchenbäcker wurde von dieser Vorschrift "inspiriert" und gab auf humorvolle Art und Weise seinen Kommentar dazu ab. Er erschuf ein eigenartiges Gebäckstück und legte es in sein Schaufenster, was zur deutlichen Erheiterung der vorbeigehenden Passanten beitrug. Die Geburtsstunde des "Mannemer Dreck".
...
Manheim hinten (W3)
(E?)(L?) http://www.esh.ed.ac.uk/urban_history/text/SchottM2.doc
(E?)(L?) http://www.morgenweb.de/leserbriefe/20060429_b070000005_11806.html
Heute ist der Bahnhof Friedrichsfeld zwischen Manheim und Heidelberg ein verlassener Fleck. Aber zu Beginn der Eisenbahnzeit in Baden-Baden war er der Konotenpunkt zwischen Rhein-Main und dem Badener Eisenbahnnetz.
Die Passagiere, die nach Mannheim wollten mussten in den hinteren Waggons Platz nehmen. Diese Waggons wurden dann in Friedrichsfeld abgehängt und separat nach Mannheim geleitet. Natürlich nahmen sich die Schaffner nicht die Zeit mit langen Erklärungen wie "Reisende nach Darmstadt werden gebeten in den hinteren Waggons einzusteigen." sondern informierten die Reisenden nur schnodderig mit "Manheim hinten". - Und viel mehr kann man auch heute nicht erwarten.
Jedenfalls ist "Manheim hinten" auch heute noch der Alptraum der Mannheimer, wie man an aktuellen Tageszeitungskommentaren sehen kann.
Aber wieso kann ich zu dieser Historie nur einen englischen Artikel im Internet finden?
...
"Mannheim at the rear": The border town in the railway diaspora
But at the same time when Mannheim's economic elites came to see the Rhine and its navigable tributaries as their economic hinterland, they faced huge problems with their immediate, more terrestrial hinterlands: The first phase of railway construction left Mannheim fundamentally disappointed: In Baden where the French tradition of a strong interventionist state had left traces and where also a bourgeoisie with enough capital to embark on railway construction was not existing, the state took over this task. In 1840, for Germany quite early, Mannheim was connected via Heidelberg to the Baden railway which linked all the major towns in the Rhine valley. But to Mannheim's great disappointment the Rhine-Main-railway from Frankfurt did not lead directly via Mannheim but joined the Baden railway halfway between Mannheim and Heidelberg at Friedrichsfeld, a totally insignificant village until then.
Trains on the major North-South relation thus bypassed Mannheim for many years. Passengers to Mannheim had to get in the coaches at the rear of the train which were separated at Friedrichsfeld and taken to Mannheim. And it was felt as a great annoyance and humiliation to Mannheim inhabitants that the station attendant always called out "Mannheim hinten" ("Mannheim at the rear") to remind passengers that they had to change into these special coaches. This was seen as symbolic for the neglect and disregard of Mannheim's vital interests, at least as perceived by the leading families of Mannheim. The experience of being bypassed in such a way served in the longer run to stir the local elites into a sense of alertness when similar decisions were pending and promoted a readiness to engage in infrastructural activities which came to be quite exceptional. The "Mannheim at the rear" cry also prompted a very firm determination to prove the world to the contrary, to demonstrate that Mannheim was at the forefront, at the cutting edge of technological and economic progress.
...
Maultasche (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=89
...
Aus Gottesfurcht und "Fleischeslust" erfanden einst gewitzte Ordensbrüder des Klosters "Maulbronn" die "Maultasche": Denn seit jeher ist es den streng katholischen Schwaben untersagt, freitags und vor allem in der Fastenzeit, Fleisch zu essen. Da der Herrgott besonders gerne aufs Schwabenländle herunterblickt und deshalb alles sieht, hielt man sich auch ehrfürchtig an das Fastengebot. Bis zu dem Tag, als die pfiffigen Mönche auf die Idee kamen, das Fleisch klein zu hacken und mit anderen Zutaten in Teigtaschen zu verstecken. Die "Maultasche" war erfunden und der liebe Gott hat dabei augenzwinkernd zugesehen.
Weitere Versionen:
Die Erfindung einer Gräfin:
Einige erzählen von einer sagenumwobenen Gräfin namens Margreth von "Maultasch". Man behauptet, die adelige Dame hätte die Spezialität aus Tirol mitgebracht. Unter anderem der schwäbische Kurort Bad Urach reklamiert diese Version für sich.
Die Raubkopie italienischer Ravioli:
Man behauptet die Schwaben hätten die italienische Ravioli kopiert, vergrößert und die Füllung um ein paar Zutaten erweitert und verfeinert.
...
Die dritte Variante verrät allerdings nichts zur Namensherkunft.
N
Neuschwabenland
(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
Wo liegt Neuschwabenland? (Da ist auch das Ritscher Hochland!) - In der Antarktis!
noddeln, nodern (W3)
(E?)(L?) http://cyberzoo.de/2000server.htm
(E?)(L?) http://home.wtal.de/Unterwegs/html/AUSTRAL1.HTM
(E?)(L?) http://www.dwb.uni-trier.de/
Vor ein paar Tagen benutzte ein aus dem "Ländle" stammender Arbeitskollege den Begriff "dess noddelt" um auszudrücken, dass ihm die Sache egal ist. Die stärkere Übersetzung wäre "das geht mir am Gesässmuskel vorbei".
Per Googlen habe ich nur zwei Treffer für "noddeln" gefunden. In beiden Fällen hat es etwa die Bedeutung "suchen", "graben".
Im Grimm'schen Wörterbuch findet man ein "nodern", ein schweizerisches Wort mit der Bedeutung "stänkern, wühlen".
Wenn es überhaupt eine Verbindung zwischen beiden Worten gibt, dann könnte es darin bestehen, dass "dess noddelt" ursprünglich vielleicht bedeutete "das Wühlt mich auf", "das nervt mich". Dies wurde dann in trotziger Gegenwehr umgekehrt in "du kannst mich mal", "das ist mir egal".
Dies ist jedoch nur eine Vermutung. Vielleicht hat ein Besucher eine bessere Worterklärung zu "noddeln" und "nodern".
Am 05.07.2005 erreichte mich der Hinweis von Herrn Bernhard Huber:
... Eben habe ich Ihre Erklärung zu "noddeln" gelesen. Ich selbst stamme aus Schwaben, konkret aus Ehingen/Donau. Dort bin ich in einem Teilort names xxx aufgewachsen. Bei uns zuhause wurde das Wort "noddeln" als Synonym für "wackeln" verwendet.
Beispiel: Eine Schraubverbindung ist nicht gut angezogen, dann "noddelt" die Schraube. Oder ein Pfahl ist in die Erde gerammt, hält aber nicht, dann "noddelt" der Pfahl.
Nonnenfürzle (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=69
...
Die Herkunftsgeschichte des "Nonnenfürzle" ist nicht eindeutig geklärt. Jedoch zeugt die Existenz zweier unterschiedlicher, plausibler Varianten von der Beliebtheit des leckeren Gebäcks. In einem Punkt jedoch haben die Geschichten einen gleichen Kern: Das Nonnenfürzle hieß nicht immer so...
Glaubt man der blumiger beschriebenen Geschichte, müsste das duftige Gebäck eigentlich korrekterweise "Nonnenfürtchen" heißen. Das leitet sich von dem mitteldeutschen Wort "Nunnekenfurt" ab und bedeutet soviel wie "von den Nonnen am besten zubereitet". Im Laufe der Zeit wurde aus dem "Nonnenfürtchen", vielleicht auch aufgrund der Form des leckeren Gebäcks, der nicht ganz so salonfähige, aber heute überall gebräuchliche Name. Wen wundert es, dass sich seither allerlei Legenden um ihn rankten. Eine der bekanntesten Geschichten ist wohl die des alten Domherren und Feinschmeckers, der sich bei einem Essen schmunzelnd das größte Stück der duftenden Köstlichkeiten heraus gegriffen haben soll, mit den Worten: "Ich nehme das von der Oberin".
Nach anderen Informationen hat man das Gebäck ursprünglich gefüllt. Der Name wurde von "Färzen" bzw. "Farce" abgeleitet, was Füllung bedeutet – und schon war das "Nonnenfärzen" geboren. Im Laufe der Zeit ließ man bei den "Nonnenfärzen" die Füllung weg. Ein neuer Name musste her und ein findiger Baden-Württemberger kam auf "Nonnenfürzle" – eben doch nur Luft.
(Quelle: Museum der Brotkultur Ulm)
...
notam02 - Alemannic slang
(E?)(L?) http://www.notam02.no/~hcholm/altlang/ht/Alemannic.html
The Alternative Alemannic Dictionary
a part of The Alternative Dictionaries collection.
O
Ofenschlupfer (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=46
...
Der "Ofenschlupfer" war früher ein "Arme-Leute-Gericht": Er wurde erfunden, um alte Wecken zu verwerten.
...
Alos schnell noch mal in den Ofen zum Aufbacken.
Osterlamm (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=12
...
Das "Osterlamm" ist fester Bestandteil des christlichen "Osterfestes". Entstanden ist das "Osterlamm" aus dem jüdischen Brauch, zum Passahfest ein "Lamm" zu schlachten. Im Christentum steht das Lamm symbolisch für Jesus Christus, das "Lamm Gottes".
...
P
petermangold - Schwäbisch-Deutsch
(E?)(L1) http://www.petermangold.de/schwaben.asp
Schwäbisch - Deutsch - Lexikon
Eine liebevoll gemachte Seite nicht nur zum Schwäbischen.
Zur Etymologie direkt gibt es nicht allzuviel, aber man findet doch einige Worterklärungen, die etwas über die Herkunft aussagen.
Q
R
Reichenau-Gurke (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=74
(E?)(L?) http://www.reiserat.de/
...
Da die Gurke ursprünglich aus den Gegenden des Himalaya stammt und an tropisches Klima ‚gewöhnt’ ist, baut man die erfrischende Frucht in kühlen Regionen im Treibhaus oder unter Folie an.
Die Mustergärtnerei der "Reichenau" hat eine uralte Tradition. Sie begann schon 724, als der westgotische Bischof Primin mit 40 Mönchen auf der Reichenau - damals hieß die Insel "Sintlazau" - ein Benediktinerkloster gründete. Hundert Jahre später schrieb der Abt Walahfrid Strabo, Verfasser des ersten deutschen Buchs über den Gartenbau: "Ich scheue mich nicht, die schwieligen Hände tagsüber zu bräunen und in vollen Körben Mist über das Erdreich zu verteilen".
...
Reutlinger Mutschel (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=32
...
Ob es sich bei der "Mutschel" aufgrund ihrer symbolträchtigen Verzierung um eine Art Opferbrot handelt oder eine Nachbildung des Sterns der Weisen aus dem Morgenland, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.
Fest steht, dass von einem brotähnlichen Gebäck namens "Mutsche" bereits in einem Schriftstück aus dem 13. Jahrhundert die Rede ist. Im Mittelalter liegt auch der Namensursprung dieser süßen Leckerei: Im Mittelhochdeutschen wurde mit "Mutsche" oder "Mütsche" eine "gewisse Art kleinen Brotes" bezeichnet.
Und vielleicht verhält es sich ja tatsächlich so, dass der Reutlinger Bäckermeister "Albrecht Mutschler" im 14. Jahrhundert diese Backspezialität erfunden hat...
...
S
Schäufele (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=41
...
Der Name Schäufele kommt von der Form des Schulterblattes, die einer Schaufel ähnelt.
...
Schillerwein (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=70
...
Auf die Bezeichnung "Schillerwein" trifft man erstmals Anfang des 18. Jahrhunderts: Nach den überstandenen Wirren der französischen Kriege widmeten die Württembergischen Weingärtner sich wieder verstärkt dem qualitativ hochwertigen Weinbau. Neben der sortenreinen Bestockung bauten die Weingärtner auch gemischte Rebensätze an. Die unterschiedlichen Farbtönungen der einzelnen Traubengattungen verliehen dem Wein eine leicht rötliche, "schierlende" Farbe – "schierlend" ist die alte Schreibweise für "schillernd". So kam der "Schillerwein" zu seinem Namen.
...
Und ich dachte schon unser Dichterfürst hätte hier seinen Namen im Spiel.
Schönbuch (W3)
Der Ortsname "Schönbuch" geht nicht zurück auf "schöne Buchen" sondern auf - wie sollte es anders sein - lat. "scena" = "Schauplatz" und bezeichnete eine von Wald umgebene, lichte Siedlung wie etwa auch "Schenna" bei Meran.
Es könnte allerdings auch auf einen alten Gewässernamen "Schaich" zurück gehen und der Orts von "Schaienbuoch" allmählich zu "Schönbuch" umgedeutet worden sein.
(E?)(L?) http://www.zeit.de/1994/30/Kleine-Lesereise-von-Amorbach-zum-Venusberg
schwaebisch-englisch
(E?)(L?) http://www.schwaebisch-englisch.de/
Swabian into English
Formenlehre und Lexikon des Schwäbischen, sehr gut gemacht und vergnüglich zu lesen
Vielversprechend! Aber am 28.12.2002 liess sich keine Unterseite anwählen - alle Links in der Navigationsleiste wurden auf die Index-Seite umgeleitet!!!???
Aber vielleicht war die Site gerade in Arbeit.
schwaebischgschwaetzt - Schwäbisch gschwätzt
(E6)(L?) http://www.schwaebischgschwaetzt.de/
Schwäbisch-Hällisches Schwein (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=40
...
Das "Schwäbisch-Hällische Schwein" ist das Ergebnis einer Züchtung: König Wilhelm I. von Württemberg ließ um 1820 chinesische Maskenschweine importieren, um diese mit einheimischen Landrassen zu kreuzen, die so einen höheren Fettanteil bekommen sollten.
Das heutige "Schwäbisch-Hällische Schwein" entstand aus der Einkreuzung von englischen und Angeler-Sattelschweinen. Es kommt ausschließlich von Bauernhöfen, die der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft "Schwäbisch Hall" angehören.
...
Schwarzwälder Kirschtorte (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=15
...
Bauersfrauen aus dem "Südschwarzwald" erfanden die "Schwarzwälder Kirschtorte": Sie kochten Süß- und Sauerkirschen, die aus der Kirschenernte im Überschuss vorhanden waren, auf und ließen sie auf Tellern abkühlen. Abends molken sie die Kühe und schöpften den Rahm, der sich auf der Milch bildete, ab. Zu den Kirschen aß man diesen Rahm und so entstand im ersten Schritt die "Schwarzwälder Creme". Einige Bauern mischten dazu noch das "Schwarzwälder Kirschwasser" (siehe „Wissenswertes“).
Josef Keller (1887-1981), ein Konditor aus Radolfszell, backte zu den Kirschen, dem Rahm und dem Kirschwasser einen dunklen Boden und schuf so die "Schwarzwälder Kirschtorte", die erstmals 1915 Cafégästen in Bad Godesberg serviert wurde.
Die "rote" und "dunkle" Farbe der Schwarzwälder Kirschtorte steht für "Gastfreundschaft" und die "dunklen Tannen" des Schwarzwaldes.
...
Schwarzwaldforelle (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=22
...
Im 18. Jahrhundert erfand ein Mann aus dem Kalletal, Stephan Ludwig Jacobi, die künstliche Forellenzucht. Die ersten Fischereivereine gründeten sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem die Fischbestände in Bächen und Flüssen immer knapper wurden und Fischarten auszusterben drohten. Durch ihr Engagement gibt es in Bächen, Flüssen und Seen heute noch einen beachtenswerten Fischartenreichtum.
Zudem wurde vor ca. 100 Jahren die robustere Regenbogenforelle aus den USA eingeführt. Sie verbreitete sich schnell über ganz Europa, da sie nicht so hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellt. Außerdem ist sie weniger krankheitsanfällig, wächst schneller und lässt sich besser als die Bachforelle in Teichen halten.
Nur Forellen aus dem "Schwarzwald" dürfen mit dem Qualitätszeichen "Schwarzwaldforelle" bezeichnet werden. Das Qualitätszeichen "Schwarzwaldforelle" gibt es seit über 20 Jahren.
...
Seelen (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=47
...
Wie der Name des Gebäcks vermuten lässt, geht der Ursprung der "Seele" auf den "Allerseelentag" zurück. Früher spielte am Allerseelentag die Bewirtung der "armen Seelen" eine große Rolle und man legte daher als Totenspeisung Brot ("Allerseelenbrot") und Wein auf die Gräber. Aus dem "Allerseelenbrot" entwickelte sich im Laufe der Zeit die Kurzform "Seele"; sie hat sich im Ladenverkauf beim Bäcker etabliert.
...
Spätzle (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=20
...
Die Herkunft bzw. der sprachliche Ursprung der "Spätzle" ist umstritten und wurde bis heute nicht eindeutig geklärt. Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich zwar im Jahre 1725, doch dürfte die Geschichte der "schwäbischen Teigware" weit älter sein. Tatsächlich werden "Spätzle" zum Fundament ursprünglicher schwäbischer Küche gerechnet. Eine Jahrhunderte alte Tradition des "Nationalgerichtes" belegen mittelalterliche Darstellungen, auf denen Schwaben mit "Spätzlebrett" zu sehen sind.
...
Zum sprachlichen Ursprung der "Spätzle" gibt es verschiedene Theorien. So lässt sich beispielsweise nachlesen, dass Frauen von einem Stück Teig, der wie "ein Spatz in der Hand" gehalten, kleine Teigstücke abstachen und ins kochende Wasser gaben und somit "kleine Spatzen" formten. Eine weitere Theorie vermutet den Namensursprung im italienischen Wort "spezzato", was soviel wie "gestückelt" bedeutet. So wäre es durchaus denkbar, dass diese Bezeichnung von den Schwaben im Laufe der Zeit übernommen und "eingedeutscht" wurde.
...
spezialitaeten-baden-wuerttemberg
(E1)(L1) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/
Ich habe mir erlaubt, die Begriffsgeschichten zu einigen baden-württembergischen Speisen auf dieser Site zu zitieren. Neben den Hinweisen zur Herkunft findet man auf allen Seiten auch Wissenswertes, Bilder, Rezepte und Links. Die Site ist also etymologisch und kulinarisch sehr zu empfehlen.
Neben den Begriffen, deren Herkunft unter dem angegebenen Link erklärt wird findet man hier auch noch folgende lokale Bezeichnungen von Speisen und Zutaten, über deren (Wort-)Herkunft allerdings nichts genaueres zu erfahren ist. Zum Trost findet man auch oft weitere lokale Bezeichnungen zu den aufgeführten Speisen. Auch findet man teilweise die englichen und französischen Bezeichnungen.
"Blooz" (hohenlohisch), "Dinelle" (badisch), "Dinnette" (Oberschwaben), "Scherrkuchen" (Ulmer Gegend), "Wehe" (allemannisch). Am weitesten verbreitet ist der Begriff "Deie" aus der Region in und um Stuttgart. Daher ist im weiteren Steckbrief immer von der "Deie" die Rede.
Flädle | Gewürzluiken | Hinterwälder Rind | Kratzete | Linsen | Pfitzauf | Saure Kutteln | Schneckensüpple | Schupfnudeln | Schwarzwälder Kirschwasser | Schwarzwälder Schinken | Ulmer Laugenspatzen | Zwiebelkuchen
Stetten am Kalten Markt, Mark (W3)
(E?)(L?) http://www.stetten-akm.de/seiten/navi/navigation_gemeinde.html
(E?)(L?) http://www.meinestadt.de/stetten-am-kalten-markt/home
In der um 1500 von Gallus Öhem erstellten Reichenauer Chronik wurde vermerkt, daß sich der Ort "Stetten by Kaltenmark" 799 im Besitz des Klosters befand. Damals war "Mark" der Bezirk, an welchem eine Siedlung ist.
"Mark" bedeutet auch eine "Waldweide" in der Funktion als "Grenze" oder "Grenzzone", beispielsweise zum Scherragau. Im erweiterten Sinne wurde die "Waldweide" zur "Markierung".
Das Wort "by" oder "am" als Hinweis auf einen Ort "bei der Mark", der auf einem hochgelegenen, klimatisch kühlen, "kalten" Plateau liegt: "Stetten by Kaltenmark".
Im Laufe der Zeit wurde der Ortsname in den Urkunden und Akten auf vielerlei Arten geschrieben, aus "Mark" wurde "Markt".
Zur Zeit Karls des Großen war Stetten am kalten Markt im Jahre 799 am Anfang seiner geschriebenen Geschichte.
...
Stuttgart, Gestüt, Pferd im Wappen von Stuttgart (W3)
(E?)(L?) http://fifaworldcup.yahoo.com/06/de/d/c/stuttgart.html
"Stuttgart" ist als "Stutengarten" ("Stuotgarten"), also als "Gestüt" = "Stuterei" = "Herde von Zuchtpferden" entstanden.
Dies erklärt auch das schwarze Pferd im Wappen von Stuttgart.
...
Herzog Liudolf von Schwaben legte im Jahr 950 in einer Talerweiterung des Nesenbachs einen "Stuotgarten", ein "Gestüt", an. Die entstehende Siedlung bekam so ihren Namen. Aber schon 85/90 nach Christus hatten die Römer in dieser idyllischen Lage ein Kastell errichtet. Stadtrecht bekam Stuttgart in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
...
Stuttgarter Leberkäs (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=62
...
Als der pfälzische Kurfürst Karl Theodor 1778 den kin-derlosen Kurfürsten Max III. Joseph von Bayern beerbte, brachte er seinen eigenen Metzger aus Mannheim mit an die Isar. Dieser ersann eine Komposition aus fein gehacktem Schweine- und Rinderfleisch, die in Brotformen gebacken wurde. Wegen seiner Form und der käseähnlichen Konsistenz wurde das Produkt "Laibkas" genannt, woraus im Lauf der Zeit "Leberkäs’e" wurde – obwohl der in Bayern hergestellte "Leberkäs’e" bis auf den heutigen Tag kein bisschen "Leber" enthält!
Die schwäbischen Metzger haben das ursprüngliche Rezept verfeinert und dem typischen "Stuttgarter Leberkäs’" die "fehlende" Leber hinzugefügt. Der würzigere Geschmack und die feinere Konsistenz unterscheiden ihn maßgeblich von seinen bayrischen Verwandten.
...
Stuttgarter Schwarze (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=71
...
Im Kessel kochten die Lunge, die Zunge und Fettabschnitte. Geschickte Hände vermischten dann die gekochten und klein geschnittenen Zutaten mit dem aufgefangenen Blut und Gewürzen. Diese Wurstmasse kam in die gereinigte Schweineblase. Nach dem Brühen im Kessel, folgte die Räucherkammer. Das Räuchern gab der Wurst nicht nur Haltbarkeit und Geschmack, sondern verlieh ihr auch das typisch "schwarze Gewand".
...
Der "schwarze" Namensteil wäre damit geklärt. Aber isst man diese Wurst nur in Stuttgart? Oder wird sie nur in Stuttgart hergestellt?
T
Topinambur (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=11
...
Die Topinamburpflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika. Die Franzosen haben die Pflanze im 17. Jahrhundert eingeführt und benannten die kartoffelähnliche Pflanze nach einem "indianischen Stamm", den "Topinambus". Die Topinambus nutzten die Pflanze als Viehfutter und Gemüse.
...
Trollinger (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=17
...
Die Rebsorte "Trollinger" gelangte Mitte des 17. Jahrhunderts über Südtirol nach Württemberg. Aus diesem Grund nimmt man an, dass der Begriff "Trollinger" aus der Bezeichnung "Tirolinger" hervorgegangen ist. Der Trollinger entwickelte sich zur meistangebauten Rotweinsorte in Württemberg und gilt dort mittlerweile als Nationalgetränk, was gleichzeitig als Beweis für seine hohe Bekömmlichkeit angesehen werden kann.
...
Trumm, Monstrum, monieren (W3)
Kollegen aus dem Frankenland und aus Schwaben benutzen hin und wieder den Ausdruck "Trumm" für "grosses Teil", z.B. für einen Schrank oder einen grossen Bildschirm. Auf die Nachfrage, woher dieser Ausdruck kommt, wurde die Vermutung geäussert, dass es eine Verkürzung von "Monstrum" sein könnte. Vielleicht kann ja jemand diese Vermutung bestätigen oder widerlegen.
Das lat. "monstrum" bedeutet jedenfalls ursprünglich "Mahnzeichen" und ist verwandt mit unserem "monieren" das direkt aus dem lat. "monere" = "(er-, an-)mahnen" kommt.
U
Uni Freiburg i. Br. - Badisches Wörterbuch
(E?)(L?) http://www.germanistik.uni-freiburg.de/badischwb/
Uni Freiburg i. Br. - Südwestdeutscher Sprachatlas (SSA)
(E?)(L?) http://www.germanistik.uni-freiburg.de/ssa/
Uni Heidelberg - URL eintragen und ins Schwäbische übersetzen lassen
(E?)(L?) http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html
Uni Heidelberg - Google auf schwäbisch
(E?)(L?) http://unimut2.fsk.uni-heidelberg.de/unimut/schwob?schwob_url=http://www.google.de/
Uni Heidelberg - UNiMUT Schwobifying Proxy - Schwäbisch-Übersetzung
(E?)(L1) http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html
übersetzt Webseiten nach Schwäbisch und ermöglicht sogar, das deutschsprachige Web in ein schwäbischsprachiges Web zu verwandeln.
URL eintragen und ins Schwäbische übersetzen lassen.
(E?)(L?) http://unimut2.fsk.uni-heidelberg.de/unimut/schwob?schwob_url=http%3A%2F%2Fwww.etymologie.info/~e/_e/_e-______.html
die Einleitungs-Seite von "http://www.etymologie.info/~e/" auf Schwäbisch.
Unterländer Kirsche (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=60
...
Ihren Namen erhielt die "Unterländer Kirsche" vermutlich von ihrer Herkunftsregion, dem "Württemberger Unterland". Dieses erstreckt sich von Ludwigsburg neckarabwärts nach Heilbronn, nach Westen bis Gundelsheim, nach Osten bis hinter Löwenstein und im Südosten bis in die Esslinger Gegend.
...
V
Varietäten
W
Württemberger Lamm (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=64
...
Bereits um 1783 kreuzten Züchter einheimische Schafe, wie etwa das mischwollige Zaupelschaf oder das Niederrheinische Marschschaf, mit spanischen Merinoschafen. Das Ergebnis war eine ausgesprochen widerstandsfähige, fruchtbare und marschfähige Schafrasse, die ihren Namen nach ihrem Entstehungsland "Baden-Württemberg" erhielt. Das "Württemberger Lamm" trägt heute sein eigenes Markenzeichen und gilt als besondere Spezialität aus dem "Ländle".
...
Weissherbst (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=44
...
Weißherbste verdanken ihre helle Rosé-Farbe der Tatsache, dass man den Most von roten Trauben sofort nach dem Pressen von der Maische (Traubenfleisch und Haut) trennt. Danach vergärt man den Most wie Weißwein und baut ihn aus. Durch diese Methode gelangen nur wenige Rotweinfarbstoffe in den Wein, wodurch der hellrote Wein - der "Weißherbst" - entsteht.
...
X
Y
Z
Zibärtle (W3)
(E?)(L?) http://www.spezialitaeten-baden-wuerttemberg.de/spezialitaeten/spezialitaet.php?sp=10
...
Man nimmt an, dass "Zibärtle" schon seit spätkeltischer Zeit in Südbaden heimisch ist. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts galt Zibärtle als "einfacher Bauernschnaps". Die wild wachsenden Sträucher der "Zibarte" bildeten ursprünglich natürliche Hecken um Äcker und Wiesen.
...
Bücher zur Kategorie:
Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Baden-Württemberg, Land de / le Bade-Wurtemberg, (Land) Baden-Württemberg
amazon - Baden-Württemberg, Land de / le Bade-Wurtemberg, (Land) Baden-Württemberg
A
B
C
D
Depenau, David - Die Necknamen in Stadt und Landkreis Karlsruhe
Von Dohlenaze, Holzlumpe und Milchsäule
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3897351765/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3897351765/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3897351765/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3897351765/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3897351765/etymologetymo-20
Von Dohlenaze, Holzlumpe und Milchsäule
Gebundene Ausgabe - Verlag Regionalkultur
Erscheinungsdatum: September 2001
ISBN: 3897351765
Kurzbeschreibung
In den letzten Jahrhunderten bedachten die Einwohner in Karlsruhe und den umliegenden Dörfern ihre Nachbarn mit Necknamen, die auf besondere Begebenheiten anspielten und die mit der Zeit zu festen Beinamen für diese Orte wurden. Um diesen Brauch vor dem Vergessen zu bewahren hat David Depenau in sorgfältiger Arbeit alle ihm bekannt gewordenen Necknamen und die zugrunde liegenden Anekdoten hier zusammengetragen.
Depenau, David - Die Ortsnecknamen in Heidelberg, Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis
Von Bloomäulern, Lellebollem und Neckarschleimer
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3897352052/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3897352052/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3897352052/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3897352052/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3897352052/etymologetymo-20
Gebundene Ausgabe - Verlag Regionalkultur
128 Seiten
Erscheinungsdatum: September 2002
Kurzbeschreibung
In seinem zweiten Band veröffentlicht David Depenau die Necknamen zu Heidelberg, Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis. Im Gespräch mit Zeitzeugen und aus alten Quellen hat er liebevoll und sorgfältig die Namen zusammengetragen, mit denen sich die Einwohner dieser Städte und Gemeinden gegenseitig bedachten und die mit der Zeit zu festen Beinamen wurden.
"Bloomäuler" heissen die wortgewandten Mannheimer, weil sie "blauen Dunst" verbreiten.
"Lellebollem" heissen die auf "Lehmboden" wohnenden Heddesheimer.
"Neckarschleimer" heissen die die im Schwemmgebiet ("Schleim" = "Schlamm") Neckerstädter.
Natürlich sind die Geschichten von David Depenau wesentlich ausführlicher - ich habe sie zur Veranschaulichung auf das Wesentliche gekürzt.
Weitere Geschichten findet man zu folgenden Ortsnecknamen:
Neckarschleimer | Sume | Leb | Kuckuck | Windbeitel | Die Iwwerflissische | Raadel | Bachewwer | Waldmenschen | Musebrotviertel | Wasserratten | Schläfer | Bleelumbe | Bloomäuler | Lallehaag | Schlabbdewwel | Die Station | Barackler | Jungbusch | Löwenjäger | Leb | Musebrotvertel | Die Spiegel | Schnoogebuggel | Pilwe | Musebrodverdel | Sandhase | Schdicher | Puhlzabbe | Benz-Barackler | Gowe | Kühbumber | Staatsbettellait | Fassbinner | Korzbickel | Herschbuwe | Kuhdreckmohler | Kröpf | Kollerkrodde | Göggel | Hoben | Geelariewe | Krautköpf | Sauerkrautler | Hofjockel | Staakäizln | Gugguge | Luthrische | Neudorf | Ketteweicher | Ratze | Baach-Schnergl | Krautwäscher | Kröpfert | Fräck | Kälwlin | Kummetstolle | Gweddschekuche | Kiehstumpe | Stallhase | Stegstrecker | Ratzen | Wellebriggl | Larremy | Lellebollem | Gaahengscht | Questlin | Brüggehossler | Die Argen | Käslappe | Mischdkrabbe | Zwiwwelschlodde | Schnooge | Vorhängelsgugger | Brückekocker | Schdorge | Sauwagraud | Narre | Insulaner | Hewwl | Ratzen | Frösch | Nuudlkuuche | Krabbe | Haaiwedder | Ochse | Buchfinken | Ratze | Russen | Saikiwwl | Rotschwänz | Rübsäcke | Kiwwelschisser | Erbsinder | Polen | Drängkiwwel | Rettich | Freibier | Brüggehossler | Stoirassler | Eelkriig | Orgeldiebe | Radschuh | Hampelswampel | Rainschisser | Saiduddl | Muundspritzer | Mäuslin | Most-India | Kiiholdsgnorrä | Baggäbleesa | Woi'schlaich | Grashexe | Kuckuck | Krautverscheisser | Routmendlin | Kääskuche | Krautköpf | Sandhasen | Maulaffe | Dallacker | Abaddige | Houchvolk | Esel | Hooge | Ratze | Gerret | Hojasse | Mischtkäize | Winterbeereköpf | Kochlöffel | Ochsenbacher | Stangeschisser | Kaffeebuhne | Wetzstoispucker, Wetzstoinspucker | Blosbälg | Manschettenbauern | Bodelädle | Hoben | Trampel | Katzen | Schleicher | Brückahossla | Schnooge | Rechenmacher | Bären | Ratzen | Sandhasen | Sauerkraut | Stallhasen | Keeskuche | Hutschä | Käsleiblen | Störch | Wasserberzel | Krauthaawlschissa | Klein-Paris | Kerscheknewwel | Ratze | Graf Deifel | Schlackel | Bettzieche | Stallmauser | Krabbe | Sainäwwl | Stehkrääje | Bierekuche | Brückahossla | Negerdorf | Schatthaisler Essl | Hannickel | Rennebriggl | Briggehossler | ...
Depenau, David - Die Ortsnecknamen in Stadt und Landkreis Baden und im Stadtkreis Baden-Baden
Von Gelfießler, Käschdeigel und Schdaffelschnatzer
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3897352478/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3897352478/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3897352478/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3897352478/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3897352478/etymologetymo-20
Von Gelfießler, Käschdeigel und Schdaffelschnatzer
Gebundene Ausgabe - 92 Seiten - Verlag Regionalkultur
Erscheinungsdatum: September 2003
ISBN: 3897352478
Kurzbeschreibung
Um die vorvergangene Jahrhundertwende begann man erstmals, die badischen Ortsnecknamen schriftlich aufzuzeichnen. Viele sind mittlerweile in Vergessenheit geraten und erscheinen heute fremd.
Dieses Buch - mit zahlreicheh Zeichnung und manchem Mundartvers liebevoll ergänzt - schafft Abhilfe und klärt in kurzweiliger Weise die Herkunft der 'Gelfießler', 'Käschdeigel' und 'Schdaffelschnatzer' auf.
Depenau, David - Die Übernamen der Karlsruher und ihrer Nachbarn
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3831107211/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3831107211/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3831107211/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3831107211/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3831107211/etymologetymo-20
Von Dohlenatze und Schwarzbückel
Broschiert - BoD GmbH, Norderstedt
Erscheinungsdatum: Januar 2001
ISBN: 3831107211
Kurzbeschreibung
Kleine Entstehungsgeschichte der Orts- und Übernamen der Karlsruher Stadtteile und aller an die Stadtgrenzen Karlsruhes angrenzender Gemeinden.
Der Autor über sein Buch
Trägt dazu bei, regionale Geschichte nicht zu vergessen
Mit meinem ersten Büchlein möchte ich die Geschichte der Neck- und Übernamen in unserer badischen Heimat vor dem Vergessen bewahren. Erfahren Sie auf 80 Seiten, warum die Ettlinger Dohlenatze heißen und warum die Karlsruher Brigande genannt werden. Lernen Sie in 60 Kurzgeschichten vieles über die Geschichten der Übernamen aller Karlsruher Stadtteile sowie aller an Karlsruhe angrenzender Gemeinden.
Depenau, David - Die Ettlinger Straßennamen
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3897352958/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3897352958/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3897352958/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3897352958/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3897352958/etymologetymo-20
Gebundene Ausgabe - Verlag Regionalkultur
Erscheinungsdatum: November 2004
ISBN: 3897352958
Kurzbeschreibung
Straßen und Namen dienten vor allem der Orientierung. Sie beleuchten aber auch Seiten des Geschichtsbuchs einer Stadt und sind damit wesentliche Elemente ihrer Identität.
In diesem Buch sind jetzt erstmals alle Ettlinger Straßennamen zusammengefasst und in ihrer Entstehung erläutert. Ein interessantes Nachschlagewerk - nicht nur für Einheimische und Zugezogene.
E
F
G
H
I
J
K
Klausmann, Hubert - Kleiner Dialektatlas
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3878853378/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3878853378/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3878853378/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3878853378/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3878853378/etymologetymo-20
von Hubert Klausmann, Konrad Kunze, Renate Schrambke
Gebundene Ausgabe - Waldkircher Verlagsges.
Erscheinungsdatum: 1997
ISBN: 3878853378
Kurzbeschreibung
Der alemannisch-schwäbische Raum zeichnet sich durch besondere Lebendigkeit und Vielfalt seiner Dialekte aus. Von Landstrich zu Landstrich, manchmal von Ort zu Ort, sind erhebliche Unterschiede in der Aussprache und im Wortschatz zu beobachten.
Der "kleine Dialektatlas" führt diese Unterschiede auf 88 Karten mit eindrucksvollen Beispielen im ganzen alemannische-schwäbischen Dialektgebiet und in einzelnen Regionen Baden-Württembergs vor Augen und erklärt sie in allgemein verständlicher Weise. So wird nicht nur eine Dokumentation des mundartlichen Reichtums geboten, sondern darüber hinaus auch ein Einblick in Entstehung, Grenzen, Gliederung, Eigenart und Geschichte des südwestdeutschen Sprachgebiets vermittelt.
Knöppler, Elke - Altriper Wörterbuch
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3897351196/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3897351196/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3897351196/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3897351196/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3897351196/etymologetymo-20
von Willi Kotter (Vorwort), Rudolf Post (Vorwort), Elke Knöppler
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 160 Seiten - verlag regionalkultur
Erscheinungsdatum: Oktober 1999
L
M
N
O
P
Q
R
Reiser, Karl - Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3487067447/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3487067447/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3487067447/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3487067447/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3487067447/etymologetymo-20
2 Bde. (Sondereinband)
Sondereinband: 1332 Seiten
Verlag: Olms; Auflage: (2. Nachdr. d. Ausg. Kempten 1902) (Dezember 2007)
S
T
Troll, Thaddäus (Autor) / Lindenberg, Eleonore (Hrsg.)
Thaddäus Trolls schwäbische Schimpfwörterei
(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3874073084/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3874073084/etymologety0f-21
(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3874073084/etymologetymo-21
(E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3874073084/etymologety0d-21
(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3874073084/etymologetymo-20
Taschenbuch: 135 Seiten
Verlag: Silberburg-Verlag (April 1999)
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung
Für Schwaben ist das Schimpfen mehr als eine Äußerung des Protestes. Es ist ein Grundrecht, eine lustvolle und genussreiche sprachschöpferische Betätigung. Das Schwäbische verfügt daher über einen unerschöpflichen Fundus an Schimpfnamen.
Der Schriftsteller Thaddäus Troll (Dr. Hans Bayer, 1914-1980) hat sich so intensiv wie kaum ein anderer mit dem Schwäbischen beschäftigt. In einem Zettelkasten hat er schwäbische Schimpfwörter gesammelt. 365 davon - vom "Affadackel" bis zum "Zwetschger", manche saumäßig grob, andere zärtlich - hat er ausgesucht und für Einheimische und Reigschmeckte genau und humorvoll erklärt. Weitere tausend Schimpfwörter sind am Ende des Buches aufgelistet.
Seit ihrem ersten Erscheinen 1987 hat sich dieses Buch 22.000 mal verkauft. Die ansprechende Neuausgabe mit Zeichnungen von Uli Gleis und neuer Gestaltung bietet ein zeitgemäß-peppiges "Kleid". "Schwaben, die ihren Dialekt beherrschen, können bei der Lektüre noch einiges lernen. Aber auch für Deutsche aus anderen Gauen ist das Buch amüsant zu lesen." (Die Welt)
U
V
W
X
Y
Z