Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Arbeit, Trabajo, Travail, Lavoro, Work

A

abstauben, etwas abstauben (W3)

(E?)(L?) http://www.prosieben.de/wissen/galileo/galilexikon/
Der Ausdruck "etwas abstauben" stammt aus dem Müllerhandwerk. Der beim Mahlen entstehende Mehlstaub wurde von den Müllern nicht immer rückstandslos in die Säcke der Bauern gepackt. Diesen kleinen Nebenverdienst konnte der Müller also im wörtlichen Sinne "abstauben".

anzetteln, etwas anzetteln, sich verzetteln (W3)

Der im 15. Jh. aufgekommene Begriff "anzetteln" hat heute einen eher neagtiven Ruf. Gute Dinge werden selten "angezettelt" sondern eher "angeregt" oder "auf den Weg gebracht". Dabei soll "anzetteln" eine ehrbare Herkunft haben. Er soll durch eine Lautverschiebung aus "anketteln" hervorgegangen sein.

Die Weber mußten einen gerissenen Kettfaden wieder neu "anketteln". Durch eine Lautverschiebung vom K-Laut zu einem zischenden Z-Laut wurde das "Anketteln" zum "Anzetteln".

Möglich wäre, dass die frühe Beteiligung der Weber an Aufständen zu der heutigen Bedeutung von "anzetteln" beigetragen haben.

Eine etwas andere Variante besagt, dass "Zettel" der Spezialausdruck der Weber für einen tragenden Längsfäden des Gewebes war. Und bevor die eigentliche Weberei losgehen konnte mußten diese "Zettel" erst "angezettelt" werden. Und dabei konnte es auch vorkommen, dass man sich "verzettelt".

(E?)(L?) http://william-shakespeare.classic-literature.co.uk/german-ein-sommernachtstraum/
(E?)(L?) http://www.odysseetheater.com/sommernachtstraum/sommernachtstraum.htm
(E?)(L?) http://www.zeno.org/Literatur/M/Shakespeare,+William/Kom%C3%B6dien/Ein+Sommernachtstraum
Bemerkenswert ist, dass im dt. "Sommernachtstraum" (engl. "A Midsommer Nights Dreame") von "William Shakespeare" ein Weber namens "Zettel" mitmischt.

(E1)(L1) http://home.arcor.de/glanlaender/buergerhaus/redewendungen.htm
(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Anzetteln", "Aufziehen", Fr. "Ourdir la chaine du drap"; siehe "Aufziehen".

"Aufziehen", ein bei der Seehandlung gebräuchliches Wort, Fr. "Guindage"; siehe "Aufwinden".

Die verschiedenen Bedeutungen dieses Worts bei Handwerkern, siehe unter dem folgenden Articul "Aufzug".

...
Bei den sämmtlichen Webern von allen Sorten, bedeutet "Aufziehen", Fr. "Ourdir la chaine du drap", die Ausspannung des Garns in die Länge hinaus, wenn es auf den Stuhl gezogen wird, welches die Tuchmacher den "Anschür" oder auch den "Aufzug" nennen. Insbesondere aber heißet auch "Aufziehen", wenn der Werft gestärket, und sodenn trocken gemacht über den Stecken hingezogen wird, welches die Tuchmacher hernach die "Aufzug-Ketten", die "Werft-Zettel", nennen. Die Zeugmacher aber heißen dieses den "Anschür". Siehe auch "Anschür", "Aufbäumen", "Scher-Garn", und "Zettel".
...


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/
(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl
Hier macht es sich der "Krünitz" möglicherweise etwas einfach mit seiner Erklärung:


"Verzetteln", von "Zetteln" abgeleitet, also in kleinen Stücken (Papier) verbringen, nach und nach verthun, verlieren, verschwenden, auf leichtsinnige Weise durchbringen, so viel wie versplittern, vergeuden, zersplittern, zerstreuen.


(E2)(L2) http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=1577564.html


(E?)(L?) http://www.verzetteln.de/
(E?)(L?) http://www.verzetteln.de/mkr_texte.html
Unter "Texte findet man eine interessante Liste. Einige Texte sind auch online verlinkt. (14.01.2009)

Bücher

Monographien Herausgaben Periodika Rundfunkbeiträge Artikel und Aufsätze (chronologisch)

Arbeit (W3)

Im Mittelalter verstand man darunter noch "Anstrengung", "Mühsal" und "Plage". Und daran hat sich ja eigentlich nicht allzuviel geändert. Nur dass die physikalische "Plage" heute in vielen Fällen durch eine psychische "Plage" ersetzt wurde.

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit


ausspannen (W3)

Leider konnte ich für "ausspannen" = "sich erholen", "ausruhen" keine wortgeschichtlichen Hinweise finden. Möglich wäre jedoch, dass es sich ursprünglich auf das "Ausspannen der Rinder nach der Feldarbeit" bzw. das "Ausspannen der Pferde zur Rast" bezog. Das "Ausspannen" der Tiere leitete eine Erholungsphase ein.

"Ausspannen" und "entspannen" könnten sich aber auch direkt auf das Lockern der Muskulatur beziehen.

(E2)(L1) http://www.beyars.com/lexikon/lexikon_2136.html
(E3)(L1) http://www.deutsches-rechtswoerterbuch.de/
ausspaenniger | ausspannen | ausspannung

(E3)(L1) http://www.lostplaces.de/cms/verkehrsgeschichte/tankstellengeschichte-in-deutschland.html

...
Für das bis dahin im Individualverkehr wichtigste Transportmittel, das Pferd, gab es zumindest entlang der wichtigen Postwege und -Strassen entsprechende sogenannte "Ausspänne", wo Energie in Form von Ruhe, Wasser und Hafer nachgetankt werden konnte.
...


(E?)(L?) http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemid=GA09029

AUSSPANNEN, disjungere, relaxare, extendere, nnl. uitspannen, vgl. anspannen, aufspannen.
1) die pferde, rinder ausspannen: der kutscher hat ausgespannt;
...
die stickerei ausspannen, aus dem rahmen spannen. figürlich, die seele, das gemüt ausspannen, losspannen: wenn schon manchmal die allzusehr ausgespannte seele lieber in sich selbst zusammenfiele. GÖTHE 16, 256; der abschied von einer langen und wichtigen arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich. das ausgespannte gemüt sinkt zu schnell zusammen und die kraft kann sich nicht sogleich zu einem neuen gegenstand wenden. SCHILLER an Göthe 174; tolles herz, tobe und spanne dich dann aus, labe dich im wirrwarr. KLINGERS th. 2, 265. Vormals sagte man aber auch ausspannen für geld ausgeben, gleichsam loslassen, aus dem beutel springen lassen:
...


B

behende, behände (W3)

kommt von "Hand" und "bi henti" = "bei der Hand".

Beruf (W3)

(E?)(L?) http://www.bibel-online.net/buch/46.1-korinther/7.html#7,20
wird zurückgeführt auf die "Berufung" durch Gott. In Luthers Bibelübersetzung ist in Korinther Kapitel 7 schon die Wandlung vom reinen "berufen sein durch Gott" hin zum (ausgeübten) "Beruf" zu erkennen.

(E?)(L1) http://www.biblemap.org/


bügeln (W1)

Der "Bügel" taucht im 16.Jh. als Substantiv-Form von "biegen" auf. Als im 17.Jh. das "Bügeleisen" auftaucht, benennt man es nach dem gebogenen, dem bügelförmigen Griff (Eisen mit Bügelgriff). Und die Tätigkeit, die man damit ausführt heißt folgerichtig "bügeln". In gewisser Weise wird ja die Wäsche auch "glattgebogen".

Bürde, burden, gebären, bear (W3)

Die "Bürde" ist eine germanische Substantivbildung zu ahd. "burdi" (engl. "burden"), (schwed. "börda") und gehört im Sinne von "Getragenes" zu der Wurzel "tragen" (s.a. "gebären" und vgl. engl. "to bear" = "tragen", "bringen", "ertragen", "zur Welt bringen", "gebären").

C

D

E

Ein-Euro-Job (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
"Ein-Euro-Jobs" soll es für Menschen geben, die lange Zeit arbeitslos sind und "Arbeitslosengeld II" (AGL II) bekommen. So steht es im "Hartz IV-Gesetz". Die Arbeitslosen sollen mit diesen Jobs die Möglichkeit erhalten, wieder am Arbeitsleben teilzunehmen und etwas zum AGL II dazu zu verdienen. Das können zwischen ein und zwei Euro pro Stunde sein.
...


Wann ist der "Ein-Euro-Job" zum ersten Mal (sprachlich) aufgetaucht? - Auf jeden Fall wohl nach der EURO-Einführung.

eingeben (W3)

Hier tritt "ein" als gedehnte Form von "in" auf. Es steht also für "in etwas geben".

Esse, area, Areal, Asche, Essenkehrer, Azalee (W1)

Auf der Suche nach der Wortgeschichte von "Interesse" stiess ich auf die "Esse", die im Mittelalter der Arbeitsplatz, der Herd des Schmiedes war. Es geht zurück auf eine Wurzel ide. "*as" = "brennen", "glühen".
Aber auch das lat. "area" (engl. "area" = "Gebiet", "Fläche", "Gelände") wird auf diese Wurzel zurückgeführt.
Das "Areal" war vor langer Zeit die "freie Fläche", die nach einer "Brand"rodung übrigblieb. Und was auch übrig blieb waren "Asche" und Staub. Und der in manchen Gegenden bekannte "Essenkehrer" kehrt nicht das Essen vom Tisch sondern die "Asche" aus der "Esse".
Und die "Azalee" hat ihren Namen, weil sie trockenen (ausgebrannten) Boden bevorzugt.

Im Zusammenhang mit dem schon erwähnten "Interesse" kam mir hier unweigerlich die Vorstellung, dass Naturvolker (und vermutlich auch unsere Vorfahren) Nahrungsmittel im schmorenden Feuer garen lassen. Nachdem die Hitze ihre Arbeit vollbracht hat, geht man daran das Gebratene von der "Asche" zu befreien. Und da möchte ich den sehen, den die "in der Asche" liegenden Stücke nicht "interessieren".

F

Faktotum, factotum (W3)

(E1)(L1) http://www.m-w.com/
von lat. "fac totum" = "mach alles"
1 : a person having many diverse activities or responsibilities
2 : a general servant
"factotum" = "do everything!" von lat. "facere" = "to do" = "machen" und "totum" = "everything" = "alles".
Im England des 16.Jh. wurde es oft in Namenserweiterungen der Form "Johannes Factotum" = "John Do-everything" = "Mädchen für Alles". Das wurde dann aber langsam als unerwünschte Bezeichnung gesehen.

Fazilität, Einlagefazilität, Spitzenrefinanzierungsfazilität, facility, Facility-Manager, Facility Management, faciliter (FR), faciliteren (NL) (W3)

(E?)(L?) http://www.bundesbank.de/
Ihre Suche nach "Einlagefazilität" lieferte 403 Treffer.

(E?)(L?) http://www.ecb.int/search/search.cgi?q=facility&sy=0&ps=10&m=all&wm=wrd&wf=2221
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/
(E?)(L?) http://www.glossar.de/glossar/amglos_f.htm
(E?)(L?) http://www.oenb.at/de/glossar/glossar_e.jsp#tcm:14-12270
(E6)(L?) http://www.sicherheitstermine.de/sites/events.php?rubrikid=4
(E1)(L1) http://www.chass.utoronto.ca/epc/langueXIX/dg/08_t1-2.htm
(E?)(L?) http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&SEARCHTYPE=topic&query=facility
"Fazilität" wurde über das engl. "facility" in die deutsche Sprache aufgenommen. Gemeinsam gehen sie zurück auf lat. "facilitas" = " Leichtigkeit", "Gefälligkeit" ("facilis" = "easy" = "leicht"). Der Stamm ist lat. "facere" = machen", "tun".

"Machbarkeiten" findet man in fast allen Sprachen. So gibt es das engl. "facility" aus dem viele Wortbildungen ebenfalls als Anglizismen ins Deutsche aufgenommen wurden. In Frankreich gibt es "facile" = "leicht (zu tun)" (= "machbar"), "faciliter" = "erleichtern" und "facilité" = "Leichtigkeit". Im Niederländischen hat es sich als "faciliteren" und als "faciliteit" = "Erleichterung", "Vergünstigung" eingerichtet.
Die Möglichkeiten, die in diesem "facere" liegen zeigen sich in vielen Lebensbereichen. In der Finanzwelt werden mit Geld bestimmte Aktivitäten ermöglicht, "erleichtert", "machbar gemacht".
Ein grosses Betätigungsfeld für "facere" bietet auch der Informatikbereich. Dort kann "Facility" oftmals mit "Tool" oder "Utility" also "Werkzeug" gleichgesetzt werden.

(E1)(L1) http://www.xs4all.nl/~adcs/woordenweb/f/facere.htm
Auf der Seite von "Woordenweb" findet man eine lange Liste von Ableitungen aus:
"-fab-" , "-fac-" , "-fec-" , "-fic-":

(E6)(L?) http://www-306.ibm.com/ibm/terminology/
(E?)(L?) http://www.ibm.com/Search?v=11&lang=en&cc=ca&q=facility
In der "IBM- Terminology" findet man folgende "facilities":
Administrative Facility | alternate facility | authorized program facility (APF) | automatic reconfiguration facility (ARF) | batched repository-update facility | CICS attachment facility | CICS monitoring facility | coupling facility | cross systems coupling facility (XCF) | cross-system coupling facility ( XCF XCF) | Data Facility Hierarchical Storage Management System (DFHSM) | Data Facility Storage Management Subsystem (DFSMS) | distributed host command facility (DHCF) | execution diagnostic facility (EDF) | Extended Recovery Facility (XRF) | generalized trace facility ( GTF GTF) | Host Command Facility (HCF) | Information Presentation Facility (IPF) | Information Presentation Facility file (IPF file) | instrumentation facility component identifier (IFCID) | integrated catalog facility (ICF) | integrated catalog facility catalog | Interactive Computing and Control Facility (ICCF) | Interactive System Productivity Facility (ISPF) | interactive terminal facility (ITF) | Meta Object Facility (MOF) | MVS/Data Facility Product (MVS/DFP) | network routing facility (NRF) | non-facility-associated signaling (NFAS) | Notes storage facility | NUI service facility | optional user facilities | principal facility | Print Services Facility (PSF) | registration facility | registration facility repository | Resource Access Control Facility (RACF) | resource measurement facility (RMF) | Screen Definition Facility (SDF) | SNA upline facility (SNUF) | subspace group facility | System Authorization Facility (SAF) | System Management Facility (SMF) | Transaction Manager Facility (TMF) | Transaction Processing Facility (TPF) | virtual lookaside facility (VLF) | VSE/ICCF (VSE/Interactive Computing and Control Facility) | VSE/Interactive Computing and Control Facility

Fielenmacher
Feilenmacher (W3)

Am 28.06.2011 schrieb Herr Kunze:


...
In Andernach am Rhein gibt es eine Straße mit der Bezeichnung "Fielenmacherspfad". ..., wollte ich wissen, was es mit dem Namen auf sich hat. Anwohner konnten keine Auskunft dazu geben. Darauf hin habe ich Info von der Stadt Andernach erbeten. Vom Presseamt erhielt ich die Auskunft, "Fielenmacher" sei ein Mundart-Ausdruck für hochdeutsch "Feilenmacher". Weitere Erkenntnisse dazu habe man allerdings auch nicht.
...


Damit ist eigentlich schon das Wesentliche gesagt.

Obwohl viele Berufe heute nicht mehr ausgeübt werden und damit die entsprechenden Berufsbezeichnungen oft nicht mehr bekannt sind, fristen sie in Familiennamen oder Strassennamen noch ein mehr oder weniges kärgliches Dasein. Dazu kommt, dass Berufsbezeichnungen nicht nur aussterben, sondern auch vor hundert oder mehr Jahren noch etwas anders geschrieben wurden oder regionale Sonderformen hatten. Und so muß man eben auch verschiedene Schreibweisen in Betracht ziehen.

Allerdings kann man dabei auch leicht falsch gehen. So findet man etwa in "Barth: Genealogisch-Etymologisches Lexikon" "Feilbeck", "Feilbecker", "Feilbäcker", "Feilmann", "Feilmetzger", "Feilscher", "Feilträger", die alle nichts mit der "Feile" zu tun haben, sondern ihre unterschiedlichen Waren und Dienstleistungen "feil boten". (Dt. "feil" findet man in mhd. "veile", ahd. "feili" = "käuflich", als Verb "*feilen" = dt. "verkaufen", "verdienen", verwandt mit griech. "polein" = dt. "verkaufen", lit. "pelnas" = dt. "Verdienst", russ. "polon" = dt. "Beute" mit der Wurzel ide. "*pel-" = dt. "verkaufen", "verdienen", noch zu finden in "feilhalten" wie in "Maulaffen feilhalten" und in dt. "feilschen").

Aber zurück zum "Fielenmacher". Dessen Zunftbrüder heißen auch "Feilenhauer", "Feilhauer", "Feilner", "Feiler", "Feilenschmied", "Failer". Und das Verb dt. "feilen" das auf eine germanische Bezeichnung und mhd. "vile", ahd. "fihila", "fihala", ndl. "vijl", engl. "file" zurück geht, dem aber sonst nichts weiter zugeordnet werden kann. Der bezeichnete Gegenstand war wohl ursprünglich ein Reibholz. Und als die Römer den Germanen eiserne Flachfeile zeigten, übertrugen sie den Namen auf die neue Errungenschaft.

Im "Kluge" findet man noch den Hinweis auf ide. "*peik-" und griech. "pikros" = dt. "scharf", "spitz", "stechend"

Und für engl. "file" findet man den Hinweis auf vorgerm. "*finkhlo" und ide. "*peig-" = "to cut", "to mark by incision".

Und was nun den Straßenamen in Andernach angeht, so lebten dort sehr wahrscheinlich einst einige Feilenmacher. Möglich wäre allerdings auch noch, dass ein Namensträger, der selbst den Beruf des Feilenmachers gar nicht mehr ausübte, der Straße seinen Familiennamen überließ.

(E?)(L?) http://www.etymonline.com/index.php?term=file


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Fielenmacher
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Fielenmacher" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

Erstellt: 2011-06

Fingerhuter (W3)

Den "Fingerhutmacher" nannte man früh vereinfacht "Fingerhuter".

(E?)(L2) http://u0028844496.user.hosting-agency.de/malexwiki/index.php/Nadel

...
"Fingerhutmacher" (mhd. "vingerhuoter") sind seit dem 14. Jh. nachgewiesen.
...


(E?)(L?) http://u0028844496.user.hosting-agency.de/malexwiki/index.php/Spezial:Search?search=Fingerhuter&go=Los


G

genealogienetz
Berufsbezeichnungen für Familienforscher

(E?)(L?) http://www.genealogienetz.de/misc/berufe/
Lexikon alter Berufsbezeichnungen für Familienforscher von Marcel Lesaar
Diese Seite soll Familienforschern bei der Übersetzung von lateinischen Berufsbezeichnungen bzw. bei der Deutung altdeutscher Berufe helfen. Die Berufe sind in einem alphabetischen Index aufgelistet.

(E?)(L?) http://wiki.genealogy.net/w/index.php?title=Kategorie:Berufsbezeichnung&from=A


genealogy.net
Berufsbezeichnung

(E?)(L?) http://wiki-de.genealogy.net/Kategorie:Berufsbezeichnung

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Erstellt: 2010-08

genealogy.net
alte Berufsbezeichnungen
griechische Berufsbezeichnungen
lateinische Berufsbezeichnungen

(E2)(L1) http://wiki.genealogy.net/index.php/Kategorie:Berufsbezeichnung
Die Hinweise zu den Berufsbezeichnungen sind sehr unterschiedlich. Viele sind einfach nur mit ihrer heutigen Bedeutung widergegeben, andere sind in ihrem historischen Kontext erklärt. Insgesamt und als Hinweis für heutige Familiennamen ist die Aufnahme im Etymologie-Portal jedoch gerechtfertigt.


Die Artikel dieser Kategorie erklären alte Berufsbezeichnungen.
Berufsbezeichnungen haben sich im Lauf der Zeit vielfach geändert. Viele Berufe sind darüberhinaus ausgestorben.
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(E2)(L1) http://wiki.genealogy.net/index.php/Kategorie:Griechischer_Begriff

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Berufsbezeichnungen haben sich im Lauf der Zeit vielfach geändert. Viele Berufe sind darüberhinaus ausgestorben.


(E2)(L1) http://wiki.genealogy.net/index.php/Kategorie:Lateinischer_Begriff

Die Artikel dieser Kategorie erklären lateinische Begriffe.


H

Hartz IV (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
In Deutschland gibt es ungefähr 4,5 Millionen Arbeitslose, die auf dem Arbeitsmarkt eine Arbeit suchen. Um die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, wurden im Sommer 2002 verschiedene Gesetze beschlossen. Diese Gesetze nennt man in der Umgangssprache "Hartz-Gesetze". (Der Name kommt von dem VW-Manager "Peter Hartz". Er hat eine Kommission geleitet, die viele Vorschläge gemacht hat, wie die neuen Arbeitsmarktgesetze aussehen sollten.)
In den letzten Jahren sind bereits mehrere Gesetze in Kraft getreten, zum Beispiel das "Zweite Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" (man nennt es auch "Hartz II"). Dieses Gesetz ermöglicht unter anderem die so genannte "Ich-AG".
Ab 1. Januar 2005 soll nun das vierte Gesetz (man nennt es "Hartz IV") wirksam werden. Dieses Gesetz soll dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen, die lange Zeit arbeitslos sind, eine Arbeit aufnehmen.
...


Heuerer
Heuer
Heuerlinck
hire (W3)

Ein "Heuerer" waren wurden von Bauern angeheuert, um ihnen bei der Bewirtschaftung der Felder zu helfen. Als Gegenleistung erhielten sie kleinere Felder und Gerätschaften zur eigenen Nutzung. Die Bezeichnung "Heuerer" geht direkt zurück auf die "Miete", die sie für das Wohnen im "Heuerhaus" zahlen mußten und die niederdt. "Heuer" genannt wurde.

Das Wort "Heuer" wurde dabei zum Verb "heuern" gebildet, das auf mhd. "hur", "huren" = "mieten" zurück geht, mndt. "hure" = "Pacht", "Miete", as. "huria" = " Pacht", "Miete", mlat. "huria", germ. "*hurjan" = dt. "lohnen" (weitere Herkunft ungeklärt).

Den ehemaligen "Mieter" findet man heute noch in den Familiennamen "Heuer" und "Heuerlinck".

Die "Heuer" steckt auch in engl. "hire" = "Mieten", "Leihen", "Lohn", "mieten", "chartern", "einstellen".

Adelung findet man:


"Abheuern", verb. reg. act. welches, wie das einfache "heuern", vornehmlich in Niedersachsen üblich ist, für "abmiethen". Einem etwas abheuern.

"Ausheuern", verb. reg. act. welches vorzüglich in Niedersachsen üblich ist. 1) Für "vermiethen". Ein Zimmer, ein Haus ausheuern. 2) Einen ausheuern, mehr Miethe geben, als er, und ihn dadurch vertreiben. Daher die "Ausheuerung".

"Einheuern", verb. reg. act. als Miethsmann in einen Ort oder ein Haus bringen, in einigen gemeinen Mundarten, für "einmiethen". Jemanden in ein Dorf einheuern, ihn daselbst einmiethen. Sich in einem Hause einheuern. So auch die Einheuerung.

Die "Grundheuer", plur. die -n, S. "Grundzins".

"Heuer", zahm, sanft, S. Geheuer.

Die "Heuer", plur. die -n, ein Wort, welches nur noch im gemeinen Leben einiger Gegenden, besonders Niedersachsen, üblich ist, so wohl den Vertrag über den Nießbrauch eines Grundstückes gegen eine gewisse Abgabe, die "Miethe", den "Pacht", als auch diese Abgabe selbst zu bezeichnen. Die "Heuer" eines Haufes, eines Ackers, eines Gutes, eines Weinberges u. s. f. Jemanden die Heuer aufsagen. Die Heuer bezahlen. Ein Haus zu Heuer bewohnen, zur Miethe. In einigen Gegenden ist es männlichen Geschlechtes und bedeutet alsdann auch den "Pächter" oder "Miethmann". Daher die Zusammensetzungen, "Heueracker", "Heuerfeld", "Heuerland", "Heuergut", "Heuerwiese", Grundstücke, welche man zur Heuer d. i. in Pacht, hat oder austhut, "Heuersmann" und "Heuerleute", "Pachter" oder "Miethmann", "Pächter" oder "Miethleute", "Heuerjahr", das "Pachtjahr", "Heuerschilling", das "Pachtgeld" oder "Miethgeld", "Heuerkorn", "Korn, welches statt des Pachtgeldes gegeben wird" u. s. f. Anm. Im Niedersächsischen, wo dieses Wort eigentlich einheimisch ist, "Hür", im Dän. "Hyre". Nicht von dem vorigen Nebenworte, wie Frisch will, als wenn es so viel hieße, als der heuerige Genuß, ein Zins, sondern von dem Wallis. "hwr", der "Lohn", daher noch im Engl. "Hire" den Lohn, und to "hire" "um Lohn dingen" bedeutet. Im Angels. ist "Hyra" die "Zinsen".

Der "Heuerling", des -es, plur. die -e, im gemeinen Leben, besonders Niedersachsen, ein "Miethmann", welcher zur Heuer wohnet; ingleichen, der sich um Lohn zu einer Sache dingen lässet, ein "Miethling"; von "Heuer", "Lohn", und dem folgenden Zeitworte.

"Heuern", verb. reg. act. im gemeinen Leben, besonders Niedersachsens, "miethen", "pachten", von Grundstücken. Ein Gut, ein Haus, einen Acker, einen Garten, eine Wiese "heuern". Daher die Zusammensetzung "Abheuern", "Ausheuern" und "Verheuern". Anm. Im Nieders. "hüren", ehedem "huren", im Dän. "hyre", im Schwed. "hyra", im Angels. "hyran", im Engl. to "hire", im Holl. "huuren". S. die "Heuer". In härtern Mundarten lautet dieses Zeitwort "heuren".

"Verheuern", verb. reg. act. ein nur in einigen gemeinen, besonders Niederdeutschen Sprecharten übliches Wort, so wohl für vermiethen, als auch für verpachten.


(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/
abheuern | anheuern

(E?)(L?) http://www.chemie.de/lexikon/d/Otto_Heuer/
Otto Heuer

(E?)(L?) http://www.djfl.de/entertainment/stars/h.html
Andrea Heuer (Biografie)

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERH.pdf
Heuer | Heuervertrag

(E?)(L?) http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/lesen.php?Bereich=fj
"Heuer" = "Murmel", "Knicker".

(E?)(L?) http://www.murmelwelt.de/namen.html
"Heuer", "Heuerkes", "Heuerte", "Pickheuer" findet man auch als Synonyms für "Murmel".

(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/
abheuern | achtheuer | ackerheuer | aufheuern | ausheuern | ausheuerung | bankheuer | bartenheuer | bauerheuer | beheuern | beheuerung | bettheuer | blockheuer | bogenheuer | bootheuer | bordingheuer | bordingsheuer | brandheuer | budenheuer | buhnenheuer | burseheuer | bursenheuer | butterheuer | deichheuer | dingheuer | drittelscheuer | einheuern | einheuerung | entheuern | erbheuer | erbheuerland | erbheuermann | erbheuerstueck | erdheuer | fachheuer | fortverheuern | fronheuer | fronheuerer | gartenheuer | geheuern | geldheuer | gichtheuer | grasheuer | grundheuer | hakenheuer | hausheuer | hausheurer | hausheurung | heideheuer | herrenheuer | heuer | heueracker | heuerbaas | heuerbauer | heuerbier | heuerbrauer | heuerbrief | heuerbuch | heuerbuerge | heuerbulle | heuerder | heuerdienst | heuerer | heuererbe | heuerfischer | heuerfracht | heuerfrau | heuerfrei | heuergabe | heuergeld | heuergulden | heuergut | heuerhafer | heuerhaus | heuerhofstaette | heuerjahr | heuerkirchherr | heuerknappe | heuerkontrakt | heuerkorn | heuerkutsche | heuerland | heuerlegergeld | heuerleute | heuerlich | heuerling | heuerlingengeld | heuerlingkontribution | heuerlingkote | heuerlingskontribution | heuerlingskote | heuerlotse | heuermann | heuern | heuerochs | heuerpfarrner | heuerpfennig | heuerpferd | heuerpriester | heuerquick | heuerrecht | heuerroggen | heuersaat | heuerschaft | heuerschen | heuerscheune | heuerschilling | heuerstalter | heuertag | heuertagwan | heuerung | heuervage | heuerwade | heuerwadenfischer | heuerware | heuerweise | heuerwere | heuerzeit | heuerzeug | heuerzins | heuerzoller | hofheuer | hofstattheuer | hufenheuer | immenhoefeheuer | jagdheuer | jahrheuer | kammerheuer | kampheuer | kapellenheuer | kapellheuer | karrenheuer | kastenheuer | katenstaetteheuer | kellerheuer | kellnerheuer | kirchenheuer | kirchenheuerleute | kirchheuer | kirchheuerleute | koenigheuer | koenigsheuer | kohlheuer | kohlhofheuer | kohlhofsheuer | koppelackerheuer | kornheuer | kruegereiheuer | krugheuer | kuhheuer | landgarbscheuer | landheuer | landsassenheuer | leibheuer | leichheuer | lidheuer | lotheuer | lotsheuer | machheuer | mahlheuer | marktheuer | meierheuer | metzeltagheuer | michaelheuer | michaelsheuer | muehlenheuer | muehlheuer | ochsenheuer | osterheuer | pachtheuer | pascheheuer | pfannheuer | pferdeheuer | pferdheuer | pfortenheuer | pfortheuer | pfruendscheuer | platzheuer | prahmheuer | prinzipalheuermann | rodheuer | roggenheuer | saeeheuer

(E?)(L?) http://www.weltderphysik.de/de/13.php
Rolf-Dieter Heuer

(E1)(L1) http://wiki-de.genealogy.net/Heuer_(Familienname)
Heuer

(E1)(L1) http://wiki-de.genealogy.net/Heuerlinck_(Familienname)(Familienname)
Heuerlinck

(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/
(E?)(L?) http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D42478.php
Heuer, Albert

(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/
(E?)(L?) http://u0028844496.user.hosting-agency.de/malexwiki/index.php/Heuer
Heuer

(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H
heuer | Heuer | Heuerbüro | Heuermann | heuern | Heuert | Heuervertrag

(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/
heuerzettel

(E?)(L?) http://germazope.uni-trier.de/Projects/DWB/
ABHEUERN | AUSHEUERN | EINHEUERN | HEUER, m. | HEUER, m. | HEUER | HEUER, adv. | HEUERACKER, m. | HEUERFAMILIE, f. | HEUERFELD, n. | HEUERGELD | HEUERGUT, n. | HEUERHAUS | HEUERIN, f. | HEUERJAHR, n. | HEUERKORN, n. | HEUERKUTSCHE | HEUERLAND, n. | HEUERLEUTE | HEUERLING, m. | HEUERLING, m. | HEUERMANN, m. | HEUERN, v. | HEUERN, v. | HEUERNTE, f. | HEUERTRAG, m. | HEUERVERHÄLTNIS, n. | HEUERWERK, n. | HEUERWIESE, f. | HEUERWIRTSCHAFT, f. | HEUERZÄRTE | HURENHEUER, f.

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl
Einheuern | GrundHeuer | Heuer | Heuer | Heuerig | 1. Heuerling | 2. Heuerling | Heuern | Vertheuern | Vertheuerung | Vorheuer

Erstellt: 2010-08

I

IAB (W3)

"IAB" steht für "Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung"

(E6)(L?) http://www.iab.de/
(E?)(L?) http://www.iab.de/asp/order/vvzdokusonst.asp?doktyp=GL
Das IAB wurde 1967 als Forschungsinstitut der Bundesanstalt für Arbeit gegründet. Ausschlaggebend war die Erkenntnis, dass eine aktive Arbeitsmarktpolitik auf die wissenschaftlich fundierte Analyse und Vorausschau angewiesen ist.

Die vom IAB herausgegebenen Glossare sind wirklich empfehlenswert:

Die Glossare sollen es Ihnen erleichtern, arbeitsmarktbezogene Fachveröffentlichungen in Englisch und Französisch zu lesen und zu verstehen. Neben der bloßen Übersetzung bieten sie hierfür auch Erklärungen beziehungsweise Beispielsätze an, die die Wortverwendung "glossieren", also erläutern.




Ich-AG (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
Wann gab's die erste "Ich-AG"? 199? ???

...
Die Bundesregierung möchte, dass es in Deutschland weniger Arbeitslose gibt. Dazu wurden Maßnahmen beschlossen, die die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessern sollen. Eine dieser Massnahmen ist die Gründung von so genannten "Ich-AGs".
...


Industrie (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
Der Begriff "Industrie" kommt vom lateinischen Wort "industria", was auf Deutsch "Fleiß" bedeutet.
...


J

K

Kamm (W3)

(E?)(L?) http://www.sprachwiss.uni-muenchen.de/nnaw/kamm.htm
Mit "Kamm" wird im Deutschen bekanntlich nicht nur das gezähnte Gerät, das Arbeitsgerät der Friseure, sondern auch der rote Lappen auf dem Hahnenkopf, der Pferde-, Rinder- und Schweinenacken, der Grat eines Bergrückens und einer Welle. Weniger bekannt ist, dass im Bergbau die festere Gesteinsschicht, die das weichere durchbricht, ebenfalls Kamm heißt.
"Kamm" war anscheinend ursprünglich die "(Ansammlung der) Zähne".

Kartoffelferien (W3)

(E2)(L2) http://www.nextz.de/glossen/kartoffel.htm

Als "Kartoffelferien" wurden ab dem 19. Jahrhundert die Herbstferien bezeichnet, denn für die Kartoffelernte wurde jedes Kind benötigt.
...


Kelle (W3)

Die Herkunft dieses Wortes läßt sich nur bis zum Althochdeutschen bzw. Altenglischen zurückverfolgen, die weiteren Wurzeln sind unklar. Ahd. existierte bereits eine "kella" = "Schöpflöffel", altenglisch eine "cielle" = "Feuerpfanne", "Lampe". Nach eigener Interpretation scheint es möglich, daß der Stamm im lateinischen "cella" = "Vorratskammer", "enger Wohnraum" liegt. Die "Enge und Kleinheit" des Schöpflöffels läßt diese Vermutung durchaus zu.
(A:gaed)

L

Laboratorium (W3)

Dt. "Laboratorium" geht zurück auf lat. "labor" = "Arbeit" bzw. "labore" = "arbeiten".

Laubsäge (W3)

Anscheinend wurde die "Laubsäge" ursprünglich gern benutzt, um damit natürliche Motive (wie "Laub") aus dünnem Holz auszusägen.

Leine ziehen, zieh' Leine (W3)

Der Ausspruch "Leine ziehen" bezieht sich auf das Schiffe ziehen in früheren Zeiten und "zieh' Leine" war ursprüngliche die Aufforderung schneller und kräftiger zu ziehen. Mittlerweile hat es die Bedeutung "hau ab" angenommen.

locker (W3)

Das Wort "locker" = "unfest", "lose", "wackelig", "leichtfertig" geht über mhd. "lücke", "lugge" zurück auf die Verwandtschaft mit "Lücke" und "Loch".

M

manuell (W3)

Dt. "manuell" geht zurück auf lat. "manus" = "Hand".

Mindestlohn (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
Wann der Begriff "Mindestlohn" zum ersten mal aufkam, ist mir leider nicht bekannt.


...
In Deutschland gibt es keine gesetzlich festgelegten Mindestlöhne. Allerdings hat der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit 2003 einen tariflichen Mindestlohn für die Bauindustrie eingeführt, damit keine Arbeitsplätze durch so genanntes Lohndumping (besonders niedrige Löhne) verloren gehen. Das "Arbeitnehmer-Entsendegesetz" besagt, dass diese tariflich festgesetzten Mindestlöhne auch für ausländische Bauarbeiter gelten, die zeitweise auf deutschen Baustellen arbeiten.
...


N

O

P

Perfektionismus (W3)

Hier findet man das lat. "facere" = "machen", "tun" und das verstärkende lat. "per-" = "über-". Es kann also als "abgeschlossenes Tun" widergegeben werden.

Der "-ismus" setzt dem noch eins hinzu und lässt es zur Übertreibung werden. - Oder macht es zur "Lehre von der Perfektion" die in Zeiten der Aufklärung die ethische "Vervollkommnung" des Menschen predigte.

presseportal
Kosenamen für Büroartikel

(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=888722

Der Chef fragt nach einem "Klammeraffen" oder die Kollegin bittet um einen "Störer". Doch wer hält sich da wirklich im Büro auf? officeXL.de, einer der führenden deutschen Online-Shops für Bürobedarf, ist der Sache auf den Grund gegangen und hat die beliebtesten Kosenamen für Büroartikel recherchiert. So handelt es sich beim "Klammeraffen" nicht nur um eine zoologische Gattung, sondern auch um einen Büroartikel. Denn umgangssprachlich werden auch "Heftgeräte" oder "Heftklammerlöser" so genannt. Und ein "Störer" ist nicht nur eine Person, die unangemeldet ins Büro platzt, sondern auch ein "Trennstreifen", der Ordnung im Schnellhefter oder Ordner schafft.

Regionale Unterschiede bei den Büro-Kosenamen

Fragt man einen Bayern, was ein "Aktendulli" ist, bekommt man wohl nur ein ratloses Achselzucken zur Antwort. Der Begriff "Aktendulli" wird hauptsächlich in Ostdeutschland gebraucht und bezeichnet einen "Heftstreifen". In Sachsen wird man dagegen ein Kopfschütteln ernten, wenn man nach einem "Bapperl" fragt. Der Bayer bezeichnet damit ein "Post-It" oder einen "Aufkleber" im Allgemeinen. Im schwäbischen Raum hat sich dafür "Bepper" eingebürgert.

Andere Kosenamen für Büroartikel haben sich dagegen in ganz Deutschland durchsetzen können. Der "Kugelschreiber" wird "Kuli" genannt, hinter "Ratzefummel" oder "Ratze" verbirgt sich der "Radiergummi" und der "Bleistift" wird kurz zum "Bleier".
...


professionell, Profession, Profi (W3)

"professionell" ist das Adjektiv zu "Profession". Die lat. "polis" basierte auf der öffentlichen Diskussion. Ein Bürger war erst "professionell", wenn er seine Meinung (evtl. mitunter auch mit tatkräftiger Unterstützung seiner Anhängerschaft) öffentlich kundtat (lat. "fari" = "sprechen", "kundtun").

Der Redner war für viele geradezu eine "Profession" (= "Beruf").
Ist es nicht auch heute noch so, dass diejenigen am weitesten kommen, die eine grosse Klappe haben?
Und will man sich "professionell" ausdrücken spricht man nur noch vom "Profi".

pünktlich wie die Maurer (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Dieser Redensart liegt die weitverbreitete Ansicht zugrunde, dass die Maurer auf die Minute genau die Kelle aus der Hand legen, um Feierabend zu machen. Diese Berufsneckerei ist auch in die Form von Witzen gefasst worden; so wird z.B. erzählt, dass ein Maurer, der in den Rhein gefallen war, zu schwimmen aufhörte und ertrank, als die Glocke vom Kirchturm den Feierabend einläutete.
Wenn wir heute sagen "pünktlich wie die Maurer", dann meinen wir jemand sei sehr pünktlich.
(© blueprints Team)

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/p.php


Q

R

Rampe, rümpfen, ramponieren (W3)

Die "Rampe", "Laderampe" geht zurück auf frz. "ramper" = "klettern", "kriechen". Im Grunde handelt es sich um einen germanischen Reimport und geht wohl auf das afränk. "*rampon" = "sich zusammenkrampfen" ("*rampa" = "Haken", "Kralle") zurück.
Diese Bedeutung ist noch in "rümpfen" und "ramponieren" zu erkennen.

Im Französischen bezeichnete es eine "schiefe Ebene" zur Überbrückung von Höhenunterschieden z.B. auf der Bühne aber auch beim Verladen von Waren aus einem Lager auf ein Fahrzeug. Und als solches kam die "Rampe" dann wieder zurück ins Deutsche.

S

Schlendrian (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Das Wort "Schlendrian" kommt aus dem Mittelhochdeutschen (von "sludern" = "schlenkern", mit dem Material schludern und es vergeuden).

Wenn mit nachlässiger Gleichgültigkeit eine Arbeit ausgeführt wird bzw. kein Engagement gezeigt wird, dann sagen wir auch "hier herrsche der Schlendrian". Man könnte auch ausrufen "Kampf dem Schlendrian!", also "Kampf der schludrigen oder langsamen Arbeitsweise!"

Wenn wir uns "dem Schlendrian hingeben", dann tun wir nur das Allernötigste bzw. faulenzen wir.
(© blueprints Team)

(E3)(L1) http://www.deutsches-rechtswoerterbuch.de/
hofschlendrian | kammerschlendrian

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/s.php


Schornstein (W3)

Der "Schornstein" geht zurück auf mhd. "schorstein", "schornstein" und ahd. "scorstein", "scorenstein" = "herausragender Stein", "Kragstein" (der den Rauchfang über dem Herd trägt). Darin steckt mndt. "schore" = "Stütze", mhd. "schorren", ahd. "scorren" = "herausragen".

(E?)(L1) http://www.kabeleins.de/service/suche/?q=Schornstein
Sprengung: Schornstein

Schornsteinfeger (W3)

Den "Schornsteinfeger" gibt es erst seit Mitte des 15. Jh. auf dem Weg feuerpolizeilicher Verordnungen. Davor war jeder Hausbesitzer selbst für seinen Kamin verantwortlich. Und wenn er den Kamin nicht selbst auskehrte, so beauftragte er irgendeinen Tagelöhner mit dieser Arbeit. In den Städten Nürnberg (1453), Bremen (1453) und Würzburg (1462) kamen dann die ersten beruflichen "Schornsteinfeger", die auch als "Kaminkehrer", "Schlotfeger", "Schlufffeger", "Winkelfeger", "Rauchfangfeger" und "Kaminkehrer" bezeichnet wurden und/oder werden.

(E?)(L?) http://www.das-oesterreichische-deutsch.at/
Schornsteinfeger - Rauchfangkehrer

(E?)(L?) http://www.fernsehserien.de/index.php?suche=Schornsteinfeger
Der Titel des Films "Neger, Neger, Schornsteinfeger" (D 2006) macht auf eine diskriminierende Geisteshaltung aufmerksam.

(E?)(L?) http://www.hicleones.com/zunft.php
Zunftwappen - Deutsche Zunftwappen
Schornsteinfeger - Chimney-sweepers

(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/pls/elexiko/p4_suche_disk45.disk_ansehen
(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/pls/elexiko/p4_anzeige.artikel?v_id=309229&v_modulSuche=j
Aus Deutschlands 1000-jährigem Reich stammt der menschenverachtende Ausdruck "in den Schornstein gehen". (E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl
Brand im Schornstein | Ruß (Schornstein-) | Schleppen, im Schornsteinbau | Schornstein | Schornstein | Schornsteinfarbe | Schornsteinfeger | Schornsteinkasten | Schornsteinröhre | Schornsteinruß | Schornsteinschluß | Schwalbe (Schornstein-) | Steuer (Schornstein-)

(E?)(L?) http://maerchenblog.de/kommentare/die-hirtin-und-der-schornsteinfeger....110/
Die Hirtin und der Schornsteinfeger
von H.Chr. Andersen
gesprochen von Beatrice Amberg

(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/
(E3)(L1) http://gregor.retti.info/oewb/dat/S.list.html
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/g.php
Die redewendung "das Geld zum Schornstein hinausjagen" erhält in Zeiten steigender Energiepreise eine ganz konkrete Bedeutung. - Aber was hilft's - "Der Schornstein muss rauchen". Die Heizungskosten kann man sowieso "in den Schornstein schreiben".

(E?)(L?) http://oewb.retti.info/oewb-public/show.cgi?lexnr=rHuM/g\lmci1z9UJU0qoK9\Uwa8bkV4oe1mqq2gsfV6q6iK6fTE9rQ==&pgm_stat=show
(E6)(L?) http://www.schornsteinfeger.de/
(E?)(L?) http://www.schornsteinfeger.de/?nav=ziv&bereich=18
Hier gibt es auch eine kleine Sammlung mit Fachbegriffen.

(E6)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/autoren/andersen.htm
(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=46&kapitel=59&cHash=26cf0f077ehirtinun#gb_found
Die Hirtin und der Schornsteinfeger

(E3)(L1) http://www.textlog.de/dornblueth.html
Dass der Beruf des Schornsteinfegers früher spezifische Gefahren barg zeigt sich am Aisdruck "Schornsteinfegerkrebs".

(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/
hofschornsteinfeger | hofschornsteinfegerin

schuften (W3)

Obwohl dt. "Schuft" und dt. "schuften" sehr ähnlich klingen haben sie anscheinend nichts miteinander zu tun. Während der "Schuft" lautmalerisch auf den Ruf des Uhus zurück geht, wurde das Verb "schuften" zu "schieben" gebildet.

Der dt. "Schuft" = dt. "gemeiner Mensch", "Schurke", geht zurück auf nddt. "Schufut" = dt. "elender Mensch". Diese Bezeichnung, mnddt. "schufut" - wohl lautmalerischen Ursprungs - galt ursprünglich einem lichtscheuen Vogel, dem "Uhu", und wurde dann anscheinend auf einen "lichtscheuen Menschen" übertragen.

Das Verb dt. "schuften", (engl. "drudge") = dt. "schwer arbeiten", "hart arbeiten", wird dagegen zurück geführt auf nddt. "schoft", ndl. "schuft" = (Maßeinheit für) dt. "ein Viertel eines Tagewerks". Die Bezeichnung wird weiter zurück geführt auf die Arbeitsmenge, die "in einem Schub" erledigt werden kann. Daraus soll es dann im 19. Jh. durch studentische Vermittlung als dt. "schuften" in die Standardsprache Eingang gefunden haben.

(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/index.php?begin=a&end=zzzzz
abschuften, sich | schuften [intr, hat]

(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S
schuften | Schufterei

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/a.php
schuften / arbeiten wie ein Ochse | schuften wie ein Kuli

(E?)(L?) http://www.verben.de/a.html
abschuften

(E?)(L1) http://www.wasistwas.de/
Kinderarbeit: Schuften für einen Hungerlohn

(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=schuften
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "schuften" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.

Erstellt: 2012-01

Seifensieder (W3)

Der "Seifensieder", mlat. "fabricator sevi", "saponarius", stellt Seifen her. Die Berufsbezeichnung setzt sich zusammen aus der "Seife", die auf ahd. "seifa", "seipfa" = "Seife", wörtlich "Tröpfelndes", mhd. "sifen" = "tröpfeln", "sickern", zurück geht. Die Vergangenheit von dt. "sieden" wird von "Kluge" unspektakulär mit germ. "seupa" = "Sieden", "kochen" angegeben.

(E?)(L?) http://www.hicleones.com/zunft.php
Zunftwappen der Seifensieder - Soap-Boilers

(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/
Seifensiederei

(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/
hofseifensieder

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl
Kessel, (Seifensieder-) | Mörtel mit zugemischtem Seifensiederkalk | Seifensieden | Seifensieder | Seifensiederey | Seifensiederfluß | Seifensiederlauge | Seifensiedersatz | Seifensiederwasser | Sturz, bei den Seifensiedern

Senkel, senken, senkrecht, Schnürsenkel, in den Senkel stellen, auf den Senkel gehen (W2)

Der Senkel ist eine Substantivbildung von "senken" = "sinken machen" und bezeichnete ursprünglich "Anker und Zugnetz" (ahd. "senkil" = "Anker"). Daraus leitete sich dann die Bedeutung von "Lot" ( "Senkblei") ab, mit dem man eine "senkrechte" Linie ziehen konnte.

Daraus ist "in den Senkel stellen" als "ausrichten", "auf den richtigen Weg bringen", "in Form (ins Lot) bringen" am ehesten zu verstehen (vgl. "jemanden einnorden").

Der "Schnürsenkel" ("Senkel") entstand auf dem Umweg über Kleidermoden, die z.B. Gürtel mit herabhängenden Schnüren und Bommeln versahen. Am Ende der "Schnürsenkel" war früher auch ein Metallstück angebracht, wie das Lot.
Die Schnürsenkel wurden und werden immer wieder mal mit zusätzlichen (vorwiegend an hohen Schnürstiefeln herabhängenden) Schmuckaccessoires versehen.

Und wenn man jemandem "auf den Senkel" tritt oder geht, kann das schon sehr hinderlich und unangenehm sein. Dann kann es durchaus passieren, dass jemand "in den Senkel gestellt" wird.

spiegel
Bürogezeter
Schimpfwort-ABC

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,291816,00.html

Das kleine Schimpfwort-ABC
Als SPIEGEL ONLINE nach den schönsten Büro-Frotzeleien suchte, machten über 100 Leser mit - und so entstand ein Lexikon fachgerechten Spotts über die lieben Kollegen.
In einem Interview bei SPIEGEL ONLINE erzählte Buchautor Andreas Rother kürzlich, warum er das "ultimative Schimpfwörterbuch fürs Büro" verfasst hat: "Spezifisches Schimpfen macht mehr Spaß und ist treffgenauer." Viele SPIEGEL ONLINE-Leser waren mit Rothers Injurien allerdings nicht recht zufrieden und schickten neue Vorschläge für Büro-Hänseleien von A bis Z.


Folgende Begriffe waren am 21.02.2005 aufgeführt und kurz erklärt:

Abteilungsleiter der Herzen | Abteilungssirene | Airbag | Aktenschänder | Aktenvernichter | Autonom theoretisierende Einheit (ATE) | Autonom agierende Einheit (AAE) | Beamtenschreck | Beckenbauer | Beiträger | Bildschirmschoner | Budgetbremse | CCO (Chief Copying Officer) | CD-Player | Chefzäpfchen | Dauerbrenner | Diktaphondiktator | Diplomperforator | Durchlauferhitzer | E-Mail-Ausdrucker | E-mail-Exorzist | Fahrplanauskunft | Fallschirmspringer | Faxbezwinger | Fischertechniker | Flurdezernent | Frolic-Stanzer | Gehirnzellen-Diarrhoetiker | Gleitzeitökonom | Grüßwunder | Habibitelefonierer | Häftling | Halbhirn | Handbuchpragmatiker | Heißluftgebläse | Hotlinehostess | Hubschrauber | Hundertsassa | Intelligenzallergiker | Jammerpopdudler | Kaffeetassenannektierer | | Käserei | Kirschkernschnitzer | Knäckebrot | Kontaktallergiker | Kopierversager | Kundenabwehrdienst | Kurzstrecken-Grübler | Laberlaminator | Leitzluder | Lethargiestratege | Lustknabe | Mailbomber | Management by Champignon | Maustouretti | Meetingmimose | Mister Crocodile | Nahversorger | Omnipotente Zelle | Persönlicher Zigarrenabbeißer | Pixelschubser | Poltergeist | Primärduftwolke | Saftbereiter | Schnürsenkelbügler | Schoßsitzer | Schutzverletzer | Schwarzes Loch | Sitzheizung | Stempeltünnes | Süßigkeitenkistenverwalter | Synergieeffekt | Systemapokalyptiker | Tauchsieder | Teebeutel | Tischgruppenführer | Torfnase | Umsatzbremse | Unfallflucht | Vorkoster | Windowsversteher | Wurmschleuder | Zeitverschwender

T

tullen (W3)

Möglicherweise geht "tullen" auch - wie "Tülle" - zurück auf ide. "*dhel-", "*dholo-" = "Wölbung", "Höhlung". In diese Familie dürfte dann auch "Delle" und "Tal" gehören.

(E?)(L?) http://germazope.uni-trier.de/Projects/DWB/

"TULLEN", "tüllen", vb., mit einem durch einen glühenden bolzen erhitzten, runden eisen, dem sogenannten "tulleisen", "tülleisen" die bänder und spitzen einer haube runden und steifen' (FRISCHBIER pr. 2, 415), s. unter "tollen" teil 11, 1, 1, 638 u. vgl. tülleisen.


U

V

vakant (W3)

Eine "vakante" Stelle ist eine "freie" Stelle.
Das Partizipum Präsens von lat. "vacare" = "leer sein". Verwandt "vacuus" = "leer" (vgl. "Vakuum").

(A: roge)

Vertrag, vertragen (W3)

gehört in das Umfeld von "tragen" (mhd. "vertragen" = "übereinkommen").

(E?)(L?) http://www.jurawelt.com/pipermail/studenten/20010830/000931.html
Hat jemand Informationen über Herkunft und Entstehung des Worts "Vertrag"?

(E?)(L?) http://www.vertrag.de/


Volontär (W3)

der lat. "voluntarius" arbeitete = "freiwillig" (und ohne Sold) (vbl. "voluntas" = "Wille"). Ob das heutige "Voluntariat", die Vorbereitung auf eine Tätigkeit (insbesondere im journalistischen oder kaufmännischen Bereich) immer so ganz freiwillig geschieht, sei dahingestellt. Zumindest die "geringe Bezahlung" dürfte wohl eher weniger freiwilligen Charakter haben. Um so mehr dürfte es sich um eine "willentliche" Entscheidung handeln.

W

winzersprache - Winzersprache
Wörterbuch der deutschen Winzersprache

(E?)(L?) http://www.winzersprache.de/
Ein Fachsprachenwörterbuch zur dialektalen Winzerterminologie aus West-, Mittel-, Südost- und Osteuropa mit dem Titel "Wörterbuch der deutschen Winzersprache" (WDW) entsteht in Kaiserslautern.


Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Kommission für Deutsche Philologie
Auszug aus dem Vorwort zum WDW
1. Zielsetzung
Das Wörterbuch der deutschen Winzersprache (WDW) ist ein multimediales, international und interregional ausgerichtetes Fachwörterbuch, das die mündlich tradierte, vorwiegend dialektal geprägte Terminologie der deutschsprachigen Weinbauern und die mit dem Weinbau verbundene Kultur aus über zwanzig Staaten dokumentiert.
Einen breiten Raum nehmen hierbei die ehemaligen Sprachinseln in Südost- und Osteuropa ein.
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Palla, Rudi (Autor)
Verschwundene Arbeit
Von Barometermachern, Drahtziehern, Eichmeistern, Lustfeuerwerkern, Nachtwächtern, Planetenverkäufern, Rosstäuschern, ...
und vielen anderen untergegangenen Berufen

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Gebundene Ausgabe: 280 Seiten
Verlag: Brandstätter Verlag (15. März 2010)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Die meisten unserer Vorfahren haben ihr Leben lang Tätigkeiten ausgeübt, von denen wir nichts mehr wissen. Die rapide Veränderung der Arbeitswelt hat Hunderte von ausgestorbenen Berufen hinterlassen. Wieviel hochspezialisiertes Können damit verloren gegangen ist, lässt sich kaum ermessen.

Was machte ein "Schopper", ein "Silhouettenschneider" oder ein "Schinder"? - Wie ein Archäologe legt Rudi Palla in dieser Sammlung all jene Tätigkeiten frei, die uns heute weitgehend unbekannt sind. Dieses liebevoll illustrierte Buch ist ein Reiseführer durch die Sedimente menschlicher Anstrengung, eine Schatz- und Wunderkammer, ebenso reich an minutiös recherchierten Details wie an bemerkenswerten Anekdoten und Kuriosa. Man ist amüsiert, wird unterhalten und gleichzeitig belehrt. Als "Gedächtnis der Arbeit" ist Rudi Pallas Lexikon ein hilfreiches Nachschlagewerk und zugleich ein anregendes und amüsantes Lesebuch, das zum Weiterblättern und Weiterlesen verführt.


(E?)(L?) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32374/1.html


Erstellt: 2010-04

(E?)(L?) http://www.manufactum.de/Produkt/0/1450832/VerschwundeneArbeit.html?suchbegriff=Verschwundene+Arbeit

Bücher. Anders.
Als indirektes Manifest der „Anderen Bibliothek“ verstanden wurde der damals im Juni 1994 erschienene einhundertfünfzehnte Band „Verschwundende Arbeit“. Auf dem kartonierten Schuber der 1985 von Hans Magnus Enzensberger begründeten bibliophilen Buchreihe (die inzwischen auf über 300 Bände angewachsen ist, ein imponierendes „Gartenprojekt“ mit langem Atem, gehegt von inzwischen verschiedenen Herausgebern, immer begehrens-, sammelns- und genießenswert) hieß es damals noch: „Die Andere Bibliothek wird in der Nördlinger Buchdruckerei Greno nach den Regeln der Schwarzen Kunst hergestellt. Der Druck erfolgt vom Originalsatz aus Monotype-Metall-Lettern. Das verwendete säurefreie Bücherpapier wird speziell gefertigt. Die Bindearbeiten besorgt die Buchbinderei Lachenmaier, Reutlingen. Die Auflage dieses Buches ist limitiert. Der Originalsatz wurde bei Erscheinen eingeschmolzen.“ Bleisatz, das war - leider - einmal. Ab Band 145 wurde das Druckverfahren der Liebhaberreihe auf Offsetdruck umgestellt, die Begründung des in seiner Not kostenoptimierenden Verlages: „Weil mittlerweile der Computersatz den Standard des besten Bleisatzes übertrifft.“ Immerhin wurde so im Eichborn Verlag der Bleisatz im Buchdruck bis 1997 und damit bis kurz vor die Jahrtausendwende erhalten, dann war auch dieses Handwerk - bis auf wenige Ausnahmen wie etwa die Friedenauer Presse in Berlin - stillgelegt.

Ein Vademekum. Zum Aufbewahren.
Rudi Palla hat sein Grundlagenwerk jetzt überarbeitet und aktualisiert. Der neue Untertitel seines Handbuches lautet: „Von Barometermachern, Drahtziehern, Eichmeistern, Lustfeuerwerkern, Nachwächtern, Planetenverkäufern, Roßtäuschern, Seifensiedern, Sesselträgern, Wäschermädeln und vielen anderen untergegangenen Berufen“. Das gibt einen ungefähren Einblick in die Berufsvielfalt und soll hier genügen. Rudi Palla führt in eine Schatz- und Wunderkammer, erinnert an gut 200 ausgestorbene Berufe, eine untergegangene Welt voll hochspezialisiertem Wissen, Können und hoher Qualität. Er tut das unsentimental und uneitel, wie ein guter Handwerker, hat Sinn für Anekdoten, Kuriosa, Anschauung. Ein beträchtlicher Teil deutscher Familiennamen leitet sich von Berufsbezeichnungen, Tätigkeiten, Werkzeugen, von Erzeugnissen und Handelswaren ab, ja auch von Arbeitsgeräuschen und Begleiterscheinungen. War der Bleisatz die Besonderheit der Ausgabe von 1994, machen den Mehrwert der illustren Neuausgabe die 335 Abbildungen aus, deren Auswahl Verleger Christan Brandstätter, ganz untypisch für die Branche, mit seinem Namen verbindet. Nicht nur, weil unser Unternehmen auf einer alten Zeche siedelt, begrüßen wir die Ausweitung der Illustrationen etwa bei der Bergarbeiterschaft von vorher einer auf nun vier oder die acht Illustrationen bei den Schriftgießern, Schriftschneidern und Schriftsetzern, die zuvor ohne zeitgenössische Bilddokumente auskommen mußten. Hinzuweisen wäre auf eine gewisse Wienlastigkeit des Buches, das verdankt sich der Seßhaftigkeit des Autors. Wenn er beschreibt, wie Scherenschleifer oder Salamisten (Salamiverkäufer) durch die Wiener Straßen zogen, dann wissen wir um die Universalität solcher Beispiele.


Erstellt: 2010-09

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Stromberg, Bernd
Chef-Deutsch | Deutsch-Chef
Klartext am Arbeitsplatz

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128 Seiten
Gebundene Ausgabe
Erscheinungstermin im Handel: Februar 2007


Kurzbeschreibung
Klare Ansage vom Chef? Fehlanzeige! Bernd Stromberg, der perfekte Chef, kann sich einfach nicht deutlich ausdrücken. Oder will er nicht? Alle, deren Chefs ebenfalls in Rätseln sprechen, weiht Chef-Deutsch/Deutsch-Chef in die Geheimsprache der Vorgesetzten ein und sorgt so, mit einem vergnügten Augenzwinkern, für störungsfreie Kommunikation am Arbeitsplatz. Wissen Sie immer ganz genau, ob eine Bemerkung Ihres Chefs Lob oder Tadel ist? Können Sie die Gestik Ihres Vorgesetzten zweifelsfrei interpretieren? Und was hat das beunruhigende Schweigen im Chefbüro zu bedeuten? Chef-Deutsch/Deutsch-Chef enträtselt die kryptischen Bemerkungen der Bosse! Endlich verstehen Sie, was Ihr Chef eigentlich von Ihnen will... und wie Sie bei ihm punkten können!



Kurzbeschreibung
Respektlos und absolut erhellend: Deutsch - Chef / Chef - Deutsch.
Ihr Chef ist Ihnen ein Rätsel? Seine Worte machen Sie ratlos? Keine Panik! Wer den Chef verstehen will, muss zwischen den Zeilen lesen können. Margit Schönberger bringt Licht in das Dunkel des Chef-Deutschs: Was meinen seine verwirrenden Andeutungen? Was bedeutet sein Lob, was die kryptische E-Mail? Verblüffend einleuchtend entschlüsselt die Chef-Expertin die verworrene Grammatik des Boss-Gebarens. Denn: Wenn Ihr Chef Sie schon nicht versteht, sollten Sie zumindest Ihren Chef verstehen! Oder? · Die kryptische E-Mail: keine Grußformel = "Hugh - ich habe gesprochen und damit basta!" · Die nonverbale Konferenzsprache: Klopfen auf die Tischplatte = "Ich bin der Specht - ihr das Holz." · Das Chef-Chinesisch: Skills = Qualifikation, Fertigkeit. Wer sie nicht besitzt, lernt die Variante ohne Anfangsbuchstaben kennen. · Das liebste Schlagwort: Kosten-Nutzen-Rechnung = von Nutzen ist nur, was nichts kostet.

Klappentext
"Margit Schönbergers persönliche Chef-Sache ist nicht nur ein Lesevergnügen der besonderen Art, sondern eine nützliche Orientierung für den Umgang mit Vorgesetzten jeder Couleur."


(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=925544
Langenscheidt und Bernd Stromberg präsentieren Klartext am Arbeitsplatz: "Chef-Deutsch/Deutsch-Chef"

(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=946345


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Vieser, Michaela (Autor) / Schautz, Irmela (Autor)
Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreißern
Berufe aus vergangenen Zeiten

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Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (15. November 2010)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Die Welt der verschwundenen Berufe - vergnüglich erzählt und prachtvoll illustriert

Von "Ammen", "Quacksalbern" oder "Köhlern" mag der ein oder andere schon gehört haben. Doch welche Arbeiten sich hinter Namen wie "Sandmann", "Rosstäuscher" oder "Beutetürke" verbergen, weiß heute niemand mehr. Solchen verschwundenen Tätigkeiten forscht dieser wunderschön illustrierte Band nach. Mit detektivischem Spürsinn haben Michaela Vieser und Irmela Schautz in Archiven, auf Gemälden oder in Romanen ausgestorbene Berufe ausfindig gemacht und ihren gesellschaftlichen Hintergrund beleuchtet. Sie erzählen zum Beispiel, dass der "Kaffeeriecher" als Teil des preußischen Steuersystems in Häusern nach geschmuggeltem Kaffee schnüffelte, oder berichten vom "Abtrittanbieter", der mit Eimern auf Messen eine schnelle Lösung für kleine und große Bedürfnisse anbot.

Eine höchst vergnügliche Alltagsgeschichte der Arbeit und des Wirtschaftens.
• Sittengemälde vergangener Zeiten und zugleich Wirtschafts- und Sozialgeschichte
• Geschenkbuch in liebevoller Ausstattung mit zahlreichen farbigen Originalillustrationen


Erstellt: 2011-01

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