Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Arbeit, Trabajo, Travail, Lavoro, Work

A

abstauben
etwas abstauben (W3)

(E?)(L?) http://www.prosieben.de/wissen/galileo/galilexikon/
Der Ausdruck "etwas abstauben" stammt aus dem Müllerhandwerk. Der beim Mahlen entstehende Mehlstaub wurde von den Müllern nicht immer rückstandslos in die Säcke der Bauern gepackt. Diesen kleinen Nebenverdienst konnte der Müller also im wörtlichen Sinne "abstauben".

anzetteln
etwas anzetteln
sich verzetteln (W3)

Der im 15. Jh. aufgekommene Begriff "anzetteln" hat heute einen eher neagtiven Ruf. Gute Dinge werden selten "angezettelt" sondern eher "angeregt" oder "auf den Weg gebracht". Dabei soll "anzetteln" eine ehrbare Herkunft haben. Er soll durch eine Lautverschiebung aus "anketteln" hervorgegangen sein.

Die Weber mußten einen gerissenen Kettfaden wieder neu "anketteln". Durch eine Lautverschiebung vom K-Laut zu einem zischenden Z-Laut wurde das "Anketteln" zum "Anzetteln".

Möglich wäre, dass die frühe Beteiligung der Weber an Aufständen zu der heutigen Bedeutung von "anzetteln" beigetragen haben.

Eine etwas andere Variante besagt, dass "Zettel" der Spezialausdruck der Weber für einen tragenden Längsfäden des Gewebes war. Und bevor die eigentliche Weberei losgehen konnte mußten diese "Zettel" erst "angezettelt" werden. Und dabei konnte es auch vorkommen, dass man sich "verzettelt".

(E?)(L?) http://william-shakespeare.classic-literature.co.uk/german-ein-sommernachtstraum/


(E?)(L?) http://www.odysseetheater.com/sommernachtstraum/sommernachtstraum.htm


(E?)(L?) http://www.zeno.org/Literatur/M/Shakespeare,+William/Kom%C3%B6dien/Ein+Sommernachtstraum
Bemerkenswert ist, dass im dt. "Sommernachtstraum" (engl. "A Midsommer Nights Dreame") von "William Shakespeare" ein Weber namens "Zettel" mitmischt.

(E1)(L1) http://home.arcor.de/glanlaender/buergerhaus/redewendungen.htm


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Anzetteln", "Aufziehen", Fr. "Ourdir la chaine du drap"; siehe "Aufziehen".

"Aufziehen", ein bei der Seehandlung gebräuchliches Wort, Fr. "Guindage"; siehe "Aufwinden".

Die verschiedenen Bedeutungen dieses Worts bei Handwerkern, siehe unter dem folgenden Articul "Aufzug".

...
Bei den sämmtlichen Webern von allen Sorten, bedeutet "Aufziehen", Fr. "Ourdir la chaine du drap", die Ausspannung des Garns in die Länge hinaus, wenn es auf den Stuhl gezogen wird, welches die Tuchmacher den "Anschür" oder auch den "Aufzug" nennen. Insbesondere aber heißet auch "Aufziehen", wenn der Werft gestärket, und sodenn trocken gemacht über den Stecken hingezogen wird, welches die Tuchmacher hernach die "Aufzug-Ketten", die "Werft-Zettel", nennen. Die Zeugmacher aber heißen dieses den "Anschür". Siehe auch "Anschür", "Aufbäumen", "Scher-Garn", und "Zettel".
...


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl
Hier macht es sich der "Krünitz" möglicherweise etwas einfach mit seiner Erklärung:


"Verzetteln", von "Zetteln" abgeleitet, also in kleinen Stücken (Papier) verbringen, nach und nach verthun, verlieren, verschwenden, auf leichtsinnige Weise durchbringen, so viel wie versplittern, vergeuden, zersplittern, zerstreuen.


(E?)(L?) http://www.verzetteln.de/


(E?)(L?) http://www.verzetteln.de/mkr_texte.html
Unter "Texte findet man eine interessante Liste. Einige Texte sind auch online verlinkt. (14.01.2009)

Bücher

Monographien Herausgaben Periodika Rundfunkbeiträge Artikel und Aufsätze (chronologisch)

Arbeit (W3)

Dt. "Arbeit" war als germ. "arebeit" = dt. "körperliche Anstrengung", "Plage", "Mühsal" noch rein negativ bewertet. Mit Unterstützung des Adjektivs dt. "arbeitsam" erhielt "Arbeit" ein besseres Image und wurde spätestens mit dem Gegenkonzept "Arbeitslosigkeit" zum wertvollen Gut.

Im Mittelalter verstand man darunter noch "Anstrengung", "Mühsal" und "Plage". Und daran hat sich ja eigentlich nicht allzuviel geändert. Nur dass die physikalische "Plage" heute in vielen Fällen durch eine psychische "Plage" ersetzt wurde.

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Penelopearbeit | Sisyphusarbeit

(E?)(L?) http://wiki.genealogy.net/w/index.php?title=Kategorie:Berufsbezeichnung&from=A
Goldarbeiter

(E?)(L?) http://wiki-de.genealogy.net/Kategorie:Berufsbezeichnung
Goldarbeiter | Pariserarbeiter | Tagarbeiter | Zeugarbeiter

(E2)(L1) http://wiki.genealogy.net/index.php/Kategorie:Berufsbezeichnung
Goldarbeiter

(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/etymol.htm
Arbeit 'anstrengende Tätigkeit'

(E2)(L2) http://www.nextz.de/glossen/woerter.html
Die Arbeit

(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha
Abschlussarbeit | Arbeitsaufgabe | Arbeitsaufkommen | Arbeitslosenverwaltung | Arbeitslosenzahl | Arbeitssuchende | Arbeitssucht | abarbeiten | Abarbeitung | Abbauarbeit | Abbrucharbeit | Abbrucharbeiter | Abdichtungsarbeit | Habilitationsarbeit | Hafenarbeit | Hafenarbeiter | Hafenarbeitergewerkschaft | Hafenarbeiterin | Hafenarbeiterstreik | Häftlingsarbeit | Häkelarbeit | Halbtagsarbeit | Handarbeit | handarbeiten | Handarbeiter | Handarbeiterin | Handarbeitsgarn | Handarbeitsgeschäft | Handarbeitsgruppe | Handarbeitsheft | Handarbeitskorb | Handarbeitskreis | Handarbeitslehrerin | Handarbeitsmarkt | Handarbeitsnachmittag | Handarbeitsstudio | Handarbeitsstunde | Handarbeitsunterricht | handgearbeitet | Handlangerarbeit | Handwerkerarbeit | Handwerksarbeit | Hanfverarbeitung | Hauptarbeit | Hauptarbeitgeber | Hauptarbeitsgebiet | Hauptsachbearbeiter | Hausarbeit | Hausarbeiter | Hausarbeitskurs | Hausarbeitstag | Hausfrauenarbeit | Haushaltsarbeit | Heidenarbeit | Heimarbeit | Heimarbeiter | Heimarbeiterin | Heimarbeitsgesetz | Heimarbeitsplatz | heranarbeiten | heraufarbeiten | herausarbeiten | Herausarbeitung | herausgearbeitet | Herbstarbeit | Herkulesarbeit | Herstellungsarbeit | Hilfsarbeit | Hilfsarbeiter | Hilfsarbeiterin | Hilfsarbeiterjob | hinarbeiten | hinaufarbeiten | hindurcharbeiten | hineinarbeiten | Hintergrundarbeit | Hirnarbeit | hocharbeiten | Hochbauarbeit | hochgearbeitet | Hochschulmitarbeiter | Höchstarbeitszeit | Holzarbeit | Holzarbeiter | Holzbearbeitung | Holzbearbeitungsmaschine | Holzverarbeitung | Holzverarbeitungsbetrieb | Hörspielbearbeitung | | Hotelmitarbeiter | Hüttenarbeiter | Sacharbeit | Sacharbeiter | Sachbearbeiter | Sachbearbeiterin | Sachbearbeiterstelle | Sachbearbeitung | Sägearbeit | Sägewerksarbeiter | Saisonarbeit | Saisonarbeiter | Saisonarbeiterin | Saisonarbeitnehmer | Saisonarbeitskraft | Saisonarbeitsplatz | Sammelarbeit | Samstagarbeit | Samstagsarbeit | Sanierungsarbeit | Sanierungsarbeiten | Sanitärarbeit | Sauarbeit | Säuberungsarbeit | Schachtarbeit | Schachtarbeiten | Schaltarbeit | Schanzarbeit | Schattenarbeit | Schattenarbeitsminister | Scheinarbeitsverhältnis | Schenkarbeit | Schichtarbeit | Schichtarbeiter | Schichtarbeiterin | Schiffchenarbeit | Schlagzeugarbeit | Schleifarbeit | Schlosserarbeit | Schmiedearbeit | Schmutzarbeit | Schneidearbeit | Schneiderarbeit | Schnitzarbeit | Schreibarbeit | Schreibtischarbeit | Schreinerarbeit | Schularbeit | Schularbeitenhilfe | Schularbeitszirkel | Schülerarbeit | Schulsozialarbeit | Schulsozialarbeiter | Schulungsarbeit | Schürfarbeit | Schürfarbeiten | Schwarzarbeit | schwarzarbeiten | Schwarzarbeiter | Schwarzarbeiterin | Schweinearbeit | Schweißarbeit | Schwerarbeit | Schwerarbeiter | Schwerarbeiterin | Schwerstarbeit | Schwerstarbeiter | Seelenarbeit | | selbst erarbeitet | Selbsthilfearbeit | Seminararbeit | Senatsarbeit | Senatsarbeitsgruppe | Senatsarbeitsverwaltung | Senatsmitarbeiter | Senatsmitarbeiterin | Seniorenarbeit | Seniorenarbeitsgemeinschaft | Seniorenarbeitskreis | Servicearbeit | Setzarbeit | Sexarbeit | Sexarbeiterin | Sicherheitsmitarbeiter | Sicherheitszusammenarbeit | Sicherungsarbeit | Signalverarbeitung | Silberarbeit | Sisyphosarbeit | Sisyphusarbeit | Sklavenarbeit | Sklavenarbeiter | Sockelarbeitslosigkeit | Solidarbeitrag | Solidaritätsarbeit | Sollarbeitszeit | Sonderarbeitsgruppe | Sondierungsarbeit | Sonnabendarbeit | Sonntagsarbeit | Sonntagsarbeitsverbot | Sortierarbeit | Sozialamtsmitarbeiter | Sozialamtsmitarbeiterin | Sozialarbeit | Sozialarbeiter | Sozialarbeiterin | sozialarbeiterisch | Sozialarbeiterstelle | Sozialarbeitskreis | Sparkassenmitarbeiter | Spätarbeit | Speicherarbeiter | Spenglerarbeit | Spitzelarbeit | Sportarbeitsgemeinschaft | Spracharbeit | Spracharbeiter | Sprachverarbeitung | Sprengarbeit | Spritzarbeit | Stabsarbeit | Stabsmitarbeiter | Stadtteilarbeit | Stadtteilkulturarbeit | Stahlarbeit | Stahlarbeiter | Stahlarbeiterin | Stahlarbeiterstreik | Stahlarbeitgeber | Stahlarbeitsplatz | Stahlverarbeiter | Stahlverarbeitung | Stallarbeit | Stammarbeitnehmer | Stapelverarbeitung | Stasimitarbeit | Stasimitarbeiter | Steinbrucharbeiter | Steinmetzarbeit | Steuersachbearbeiter | Stickarbeit | Stiftungsarbeit | Stiftungsmitarbeiter | Stillarbeit | Stoßarbeit | Strafarbeit | Straßenarbeit | Straßenarbeiten | Straßenarbeiter | Straßenbauarbeit | Straßenbauarbeiter | Straßensozialarbeit | Straßensozialarbeiter | Straßensozialarbeiterin | Streckenarbeiter | Streikbrecherarbeit | Strickarbeit | Stuckarbeit | Stückarbeit | Studentenarbeit | Studienarbeit | Studioarbeit | Sucharbeit | Suchtarbeit

(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/
ABARBEITEN | ANARBEITEN | ARBEIT, f. | ARBEITEN | ARBEITER, m. | ARBEITERBEWEGUNG, f. | ARBEITERIN, f. | ARBEITERISCH | ARBEITERLOHN, m. | ARBEITERNOTH, f. | ARBEITGEBER, m. | ARBEITLEER | ARBEITLOS | ARBEITMÜDE | ARBEITNEHMER, m. | ARBEITRÜSTIG | ARBEITSAM | ARBEITSAMKEIT, f. | ARBEITSANSTALT, f. | ARBEITSAUFSEHER, m. | ARBEITSBEDÜRFNIS, n. | ARBEITSBESTELLUNG, f. | ARBEITSBEUTEL, m. | ARBEITSBIENE, f. | ARBEITSCHEU | ARBEITSCHEU, f. | ARBEITSCHULE, f. | ARBEITSELIG | ARBEITSELIGKEIT, f. | ARBEITSFÄHIG | ARBEITSFÄHIGKEIT, f. | ARBEITSFEIND, m. | ARBEITSFLEISZ, m. | ARBEITSFLUCHT, f. | ARBEITSFRAU, f. | ARBEITSFREUND, m. | ARBEITSGELEGENHEIT, f. | ARBEITSGENOSSE, m. | ARBEITSGERÄTH | ARBEITSGEWINN, m. | ARBEITSHAUS, n. | ARBEITSHERR, m. | ARBEITSKÄSTCHEN, n. | ARBEITSKÖRBCHEN, n. | ARBEITSKRAFT, f. | ARBEITSLAST | ARBEITSLEUTE | ARBEITSLIEBE, f. | ARBEITSLOHN, m. | ARBEITSLOS | ARBEITSLUST, f. | ARBEITSLUSTIG | ARBEITSMANGEL, m. | ARBEITSMANN, m. | ARBEITSMITTEL, n. | ARBEITSNOTH | 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FROHNARBEIT, f. | FROHNARBEITER, m. | FRÜHARBEIT, f. | FRÜHLINGSARBEIT, f. | FUHRARBEIT, f. | FÜRARBEITEN | FURNIERARBEIT, f. | FÜRSTENARBEIT, f. | FUSZARBEITER, m. | GALANTERIEARBEITER, m. | GARARBEIT, f. | GARTENARBEIT, f. | GARTENARBEITER, m. | GASARBEITER, m. | GEBURTSARBEIT, f. | GEDÄCHTNISARBEIT, f. | GEDANKENARBEIT, f. | GEDINGARBEIT, f. | GEFANGENENARBEIT, f. | GEGENARBEIT | GEHORCHARBEITER | GEISTESARBEIT, f. | GELEGENHEITSARBEIT, f. | GEMEINDEARBEITEN | GESCHAFTSARBEIT, f. | GESELLENARBEIT, f. | GESTEINARBEIT, f. | GESTEINARBEITER, m. | GETRIEBEARBEIT, f. | GEWINNERARBEIT, f. | GEWINNUNGSARBEIT, f. | GIESZARBEIT, f. | gieszereiarbeiter | gigantenarbeit, m. | gipsarbeit, f. | gipsarbeiter, m. | GITTERARBEIT, f. | glasarbeit, f. | GOLDARBEIT, f. | GOLDSCHMIED(E)ARBEIT | goldschmiedsarbeit | grabstichelarbeit, f. | gravierarbeit, v. | grobarbeiter, m. | GROTTENARBEIT, f. | grubenarbeit | grubenarbeiter | gründungsarbeit, f. | guszarbeit, m. | güterarbeit, f. | HAFENARBEIT, f. | HÄKELARBEIT, f. | HALSARBEIT, f. | HAMMERARBEITER, m. | HANDARBEITEND | HANDARBEITER, m. | HANDARBEITERIN, f. | HÄNDEARBEIT, f. | HANDWERKSARBEIT, f. | HAUPTARBEIT, f. | HAUSARBEIT, f. | HEBAMMENARBEIT, f. | HEIMARBEITER, m. | HELDENARBEIT, f. | HENKERSARBEIT, f. | HERARBEITEN, v. | HERAUSARBEITUNG, f. | HERBSTARBEIT, f. | HEREINTREIBEARBEIT, f. | HERRENARBEIT, f. | HERRENARBEITER, m. | HERSTELLUNGSARBEIT, f. | HILFSARBEITER, m. | HOFARBEIT, f. | HOFESARBEIT, f. | HOLZARBEITER, m. | HOLZBEARBEITUNG, f. | | HORNARBEIT, f. | HORNARBEITER, m. | HUNDEARBEIT, f. | HUNDSARBEIT, f. | HÜTTENARBEITER, m. | jahrarbeit, f. | jahrarbeiter, m. | jugendarbeit, f. | jungenarbeit, f. | kaltschmidtarbeit, f. | kampfarbeit, f. | karstarbeit, f. | kesselflickerarbeit, f. | kinderarbeit, f. | kindesarbeit, f. | kindsarbeit, f. | kittarbeit, f. | kittarbeiter, m. | klobenarbeit, f. | klopfarbeit, f. | klöppelarbeit, f. | knechtsarbeit, f. | knötchenarbeit, f. | kohlenarbeiter, m. | kopfarbeit, f. | kopfarbeiten | korallenarbeit, f. | kriegsarbeit, f. | kripparbeit, f. | kronenarbeit, f. | krummhälserarbeit, f. | küchenarbeit, f. | kunstarbeit, f. | kunstarbeitend | kunstarbeiter, m. | kupferarbeit, f. | lackarbeit | lackarbeiter, m. | landarbeit, f. | landarbeiter | lederarbeiter, m. | lichtarbeit, f. | liebesarbeit, f. | lieblingsarbeit, f. | liegearbeit, f. | lohnarbeit, f. | lohnarbeiter, m.

(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/GWB/
abarbeiten | Advokatenarbeit | Akkordarbeit | Anstreicherarbeit | Arbeit | arbeiten | Arbeiter | Arbeiterin | arbeitsam | Arbeitsamkeit | Arbeitsanstalt | Arbeitsgenosse | Arbeitsjahr | Arbeitskasten | Arbeitskreis | Arbeitsleute | Arbeitslohn | Arbeitslust | arbeitslustig | Arbeitsmann | Arbeitsraum | Arbeitssaal | aufarbeiten | Bauarbeit | Bauernarbeit | *Bergarbeit | Berufsarbeit | Bibliotheksarbeit | Bohrarbeit | Bronzearbeit | Buchbinderarbeit | Danaidenarbeit | Drechslerarbeit | Durcharbeit | durcharbeiten | durcharbeiten | Durcharbeitung | durcheinanderarbeiten | Durchsticharbeit | Eisenarbeit | entgegenarbeiten | erarbeiten | Erzarbeit | Erzarbeiter | | falschbearbeitet | Feldarbeit | Feldarbeiter | Filigranarbeit | Flacharbeit | Fortarbeit | fortarbeiten | Fronarbeit | Früharbeit | Galanteriearbeit | Gartenarbeit | Gartenarbeiter | gegenarbeiten | Gesamtarbeit | Gipsarbeit | Glasarbeit | Glasarbeiter | Glaserarbeit | Goldschmiedearbeit | Goldschmiedsarbeit | *Grabenarbeit | Granitarbeit | *Grubenarbeit | Gußarbeit | Guß-Hammer-Arbeit | Haarsiebarbeit | Halbarbeit | Halbausarbeitung | halbverarbeitet | Handarbeit | Handarbeitende | Handarbeiter | Handwerksarbeit | heranarbeiten | heraufarbeiten | herumarbeiten | hinanarbeiten | hinarbeiten | hinaufarbeiten | hineinarbeiten | hinüberarbeiten | Hofarbeit | Hüttenarbeit

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit


(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-k-k.htm
Kärrnerarbeit

(E?)(L?) http://www.wortpatenschaft.de/index.php?cmd=wortliste
Abarbeiten | abarbeiten | abarbeitend | Abarbeitung | Abarbeitungsfolge | Abarbeitungsmechanismus | Abarbeitungszeit

(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Arbeit
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Arbeit" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 / 1700 auf.

Erstellt: 2012-01

ausspannen (W3)

Leider konnte ich für "ausspannen" = "sich erholen", "ausruhen" keine wortgeschichtlichen Hinweise finden. Möglich wäre jedoch, dass es sich ursprünglich auf das "Ausspannen der Rinder nach der Feldarbeit" bzw. das "Ausspannen der Pferde zur Rast" bezog. Das "Ausspannen" der Tiere leitete eine Erholungsphase ein.

"Ausspannen" und "entspannen" könnten sich aber auch direkt auf das Lockern der Muskulatur beziehen.

(E2)(L1) http://www.beyars.com/lexikon/lexikon_2136.html


(E3)(L1) http://www.deutsches-rechtswoerterbuch.de/
ausspaenniger | ausspannen | ausspannung

(E3)(L1) http://www.lostplaces.de/cms/verkehrsgeschichte/tankstellengeschichte-in-deutschland.html

...
Für das bis dahin im Individualverkehr wichtigste Transportmittel, das Pferd, gab es zumindest entlang der wichtigen Postwege und -Strassen entsprechende sogenannte "Ausspänne", wo Energie in Form von Ruhe, Wasser und Hafer nachgetankt werden konnte.
...


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

AUSSPANNEN, disjungere, relaxare, extendere, nnl. uitspannen, vgl. anspannen, aufspannen.
1) die pferde, rinder ausspannen: der kutscher hat ausgespannt;
...
die stickerei ausspannen, aus dem rahmen spannen. figürlich, die seele, das gemüt ausspannen, losspannen: wenn schon manchmal die allzusehr ausgespannte seele lieber in sich selbst zusammenfiele. GÖTHE 16, 256; der abschied von einer langen und wichtigen arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich. das ausgespannte gemüt sinkt zu schnell zusammen und die kraft kann sich nicht sogleich zu einem neuen gegenstand wenden. SCHILLER an Göthe 174; tolles herz, tobe und spanne dich dann aus, labe dich im wirrwarr. KLINGERS th. 2, 265. Vormals sagte man aber auch ausspannen für geld ausgeben, gleichsam loslassen, aus dem beutel springen lassen:
...


B

barbierblog.de
Barbierblog
Friseurnamen

Den Einfallsreichtum der Friseurläden ist mir schon seit einigen Jahren aufgefallen. Hier gibt es nun einen Blog der diese "Wortkunst" sammelt.

(E?)(L?) http://www.barbierblog.de/

Nach Namen sortiert


(E?)(L?) https://barbierblog.wordpress.com/warum/

Warum?

"Ali Barber", "Buddhaar", "Fönix" – mit einer Mischung aus Faszination und Fassungslosigkeit stehen wir vor diesen Kleinoden mittelständischer Gebrauchspoesie. Und immer sind es: Genau, Friseure. Was treibt die fleißigen Schneiderlein zu solch originellen Namen? Wir wissen es auch nicht. Aber wir wollen diesem Phänomen mit einem Archiv der skurrilsten Friseurnamen ein Zuhause geben. Eigene Entdeckungen sind willkommen und werden hier gern veröffentlicht.

Der BarbierBlog ist mit über 400 Friseurnamen die größte Seite kreativer Salonnamen in Deutschland und aller Welt.

Den Barbieren im Geiste, Wiglaf Droste, Thomas Gsella, Bastian Sick, Matthias Stolz (ZEITmagazin) und Christian Zaschke (Streiflicht, Süddeutsche Zeitung) sowie der Designerin Anett Schoepe (Logo) sind wir für ihre Unterstützung sehr dankbar. Und natürlich allen "Paphaarazzi", die die verrücktesten Friseurnamen finden.

Die BarbierBlogger


Erstellt: 2015-10

behende
behände (W3)

kommt von "Hand" und "bi henti" = "bei der Hand".

Berlöffel (W3)

Der heute nicht mehr bekannte dt. "Berlöffel" diente einst dazu den Soleschaum abzuschöpfen, der beim Salzsieden entstand. Einen Hinweis dazu konnte ich nicht finden. Aber meine Vermutung geht dahin, dass darin das ide. "*bher" = dt. "tragen" steckt, das man auch in dt. "Bahre" ("Trage" oder als Weisser Schimmel, als "Tragbahre"), "Eimer" ("Einträger", früher "einber"), "gebären" ("austragen"), "Zuber" ("Zweiträger") und in den griechischen Varianten "Amphore" ("Ambiphore", "Zweiträger"), "Christop" ("Christusträger"), "Euphorie" ("Schönträger") und "Phosphor" ("Lichtträger") findet.

Der "Berlöffel" könnte also ein "Traglöffel" sein.

(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Berlöffel
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Berlöffel" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-01

bügeln (W1)

Der "Bügel" taucht im 16.Jh. als Substantiv-Form von "biegen" auf. Als im 17.Jh. das "Bügeleisen" auftaucht, benennt man es nach dem gebogenen, dem bügelförmigen Griff (Eisen mit Bügelgriff). Und die Tätigkeit, die man damit ausführt heißt folgerichtig "bügeln". In gewisser Weise wird ja die Wäsche auch "glattgebogen".

Bürde
burden
gebären
bear (W3)

Die "Bürde" ist eine germanische Substantivbildung zu ahd. "burdi" (engl. "burden"), (schwed. "börda") und gehört im Sinne von "Getragenes" zu der Wurzel "tragen" (s.a. "gebären" und vgl. engl. "to bear" = "tragen", "bringen", "ertragen", "zur Welt bringen", "gebären").

C

D

deutschlands100.de
Deutschlands Top-Arbeitgeber

(E?)(L?) https://www.deutschlands100.de/top-arbeitgeber/a-z-index.html

Besuchen Sie die ausführlichen Arbeitgeber-Profile der Top-Arbeitgeber Deutschlands und erfahren Sie, was die Unternehmen zukünftigen Mitarbeitern bieten und was sie von Bewerbern erwarten.

Arbeitgeber und Profilbeschreibungen

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Erstellt: 2013-06

E

Ein-Euro-Job (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
"Ein-Euro-Jobs" soll es für Menschen geben, die lange Zeit arbeitslos sind und "Arbeitslosengeld II" (AGL II) bekommen. So steht es im "Hartz IV-Gesetz". Die Arbeitslosen sollen mit diesen Jobs die Möglichkeit erhalten, wieder am Arbeitsleben teilzunehmen und etwas zum AGL II dazu zu verdienen. Das können zwischen ein und zwei Euro pro Stunde sein.
...


Wann ist der "Ein-Euro-Job" zum ersten Mal (sprachlich) aufgetaucht? - Auf jeden Fall wohl nach der EURO-Einführung.

eingeben (W3)

Hier tritt "ein" als gedehnte Form von "in" auf. Es steht also für "in etwas geben".

Esse
area
Areal
Asche
Essenkehrer
Azalee (W1)

Auf der Suche nach der Wortgeschichte von "Interesse" stiess ich auf die "Esse", die im Mittelalter der Arbeitsplatz, der Herd des Schmiedes war. Es geht zurück auf eine Wurzel ide. "*as" = "brennen", "glühen".

Aber auch das lat. "area" (engl. "area" = "Gebiet", "Fläche", "Gelände") wird auf diese Wurzel zurückgeführt.

Das "Areal" war vor langer Zeit die "freie Fläche", die nach einer "Brand"rodung übrigblieb. Und was auch übrig blieb waren "Asche" und Staub. Und der in manchen Gegenden bekannte "Essenkehrer" kehrt nicht das Essen vom Tisch sondern die "Asche" aus der "Esse".

Und die "Azalee" hat ihren Namen, weil sie trockenen (ausgebrannten) Boden bevorzugt.

Im Zusammenhang mit dem schon erwähnten "Interesse" kam mir hier unweigerlich die Vorstellung, dass Naturvolker (und vermutlich auch unsere Vorfahren) Nahrungsmittel im schmorenden Feuer garen lassen. Nachdem die Hitze ihre Arbeit vollbracht hat, geht man daran das Gebratene von der "Asche" zu befreien. Und da möchte ich den sehen, den die "in der Asche" liegenden Stücke nicht "interessieren".

F

Fabrik (W3)

Dt. "Fabrik" geht zurück auf lat. "fabrica" = dt. "Handwerksarbeit.

Adelung schreibt dazu:


Die "Fabrik", plur. die -en.

1) Ein jedes hervor gebrachtes Werk, und die Werkstätte, in welcher es hervor gebracht wird; in welcher weitesten Bedeutung dieses Wort doch nur zuweilen im Scherze und im gemeinen Leben gebraucht wird. Das ist ein Mährchen aus seiner Fabrik.

2) In engerer Bedeutung, eine jede Werkstätte, wo Waaren von mehrern Arbeitern im Großen verfertiget werden, und zuweilen auch diese Waaren selbst. Eine Strumpf-Fabrik, Leder-Fabrik, Zucker-Fabrik, Band-Fabrik, Zwirn-Fabrik u. s. f.

3) In der engsten Bedeutung werden nur diejenigen Werkstätten dieser Art mit diesem Nahmen beleget, in welches die Waaren durch Hülfe des Feuers und Hammers hervor gebracht werden, um sie von den Manufacturen zu unterscheiden, welche die übrigen Anstalten dieser Art begreifen. Eine Gewehr-Fabrik, Messer-Fabrik u. s. f. Doch wird dieser Unterschied im gemeinen Leben nur selten beobachtet.

4) In den katholischen Kirchen ist die Fabrik die Unterhaltung der Kirchengebäude, und die dazu bestimmten Einkünfte.

Anm. Wir haben dieses Wort aus dem Franz. "Fabrique", und mit demselben aus dem mittlern Latein. "Fabrica" angenommen. Das Französische bedeutet eine jede Werkstätte eines Handwerkers und die darin verfertigte Arbeit.


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

FABRIKARBEITER, m.


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/GWB/

Fabrikarbeit


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Fabrik
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Fabrik" taucht in der Literatur um das Jahr 1720 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-01

fähig
Fähigkeit (W3)

Dt. "fähig" ist äußerst produktiv, d.h. es besitzt eine starke Fähigkeit zusammengesetzte Wörter zu bilden. Dt. "fähig" ist seit dem 15. Jh. nachweisbar (mhd. "gevæhic") und wird in die Wortfamilie von dt. "fangen" (mhdt. "vahen", "van") eingeordnet. Anfangs hatte es auch noch die engere Bedeutung dt. "empfangen könnend", "imstande sein, etwas zu empfangen", "etwas aufnehmen können". So konnte etwa ein Gefäß "fähig" sein (mittlerweile zu dt. "aufnahmefähig" erweitert). In der Rechtssprache hatte es die Bedeutung dt. "berechtigt sein". Letztere Bedeutung findet man heute noch in dt. "rechtsfähig", "geschäftsfähig", "erbfähig".

Als selbstständiges Wort bezeichnet dt. "fähig" heute vor allem das geistige Erfassen und Begreifen, mit der Bedeutung dt. "imstande sein", "veranlagt sein", "begabt sein", "tüchtig sein". Das Substantiv dt. "Fähigkeit" stand ursprünglich für dt. "Fassungskraft", "Inhalt" und hat heute die Bedeutung dt. "Vermögen", "Begabung".

Mittlerweile gibt es viele Bildungen die sowohl aktive ("in der Lage sein etwas zu tun") (dt. "lernfähig") als auch passive ("zu etwas dienen") (dt. "strapazierfähig") Eigenschaften beschreiben.

In der Genannten Wortfamilie um dt. "fangen" trifft man auch auf mndt. "vangen", got. "faífah", mhdt. "vahen", "van", ahdt. "fahan", got. "fahan", altengl. "fon", schwed. "få", mhdt. "vach", dt. "Fach", "fassen", "packen", althdt. "fah", ndl. "vak", altengl. "fæc", lat. "pacisci", lat. "pangere", russ. "paz", dt. "fügen", altengl. "fæger", engl. "fair", got. "fagrs", altengl. "fæc", mndt. "vaken", ndl. "vaak", und schließlich auf die Wurzel ide. "*pak-", "*pag-" = dt. "festmachen", "zusammenfügen", "binden", "flechten".

Bei Adelung findet man:


"Fähig", -er, -ste, adj. et adv. von dem vorher gehenden Verbo "fahen".

1. Eigentlich, was eine gewisse Menge körperlich fassen kann, welche Bedeutung aber nicht üblich ist.

2. Figürlich. 1) Geschickt, gewisse Veränderungen anzunehmen, oder hervor zu bringen, besonders von dem Geiste und Gemüthe, und mit dem Vorworte zu. Er ist weder zur Freundschaft fähig, noch fähig Freundschaft in andern zu erregen. Der endliche Geist des Menschen ist nicht fähig, das Unendliche zu begreifen. Er ist zu allem fähig, so wohl in gutem, als bösem Verstande, zu allen Tugenden und zu allen Lastern. Auch im bürgerlichen Leben, die erforderlichen Eigenschaften zu einer gültigen Handlung oder Veränderung besitzend. Er ist fähig Papst, Bürgermeister u. s. f. zu werden. Ein Unmündiger ist nach dem Römischen Rechte nicht fähig, ein Testament zu machen. Fremde sind hier nicht fähig, Bürger zu werden. Sich zu etwas fähig machen. Ein des Raths fähiges Geschlecht, welches fähig ist, in den Rath zu kommen. Auch mit den zweyten Endung des Hauptwortes. Eine Idee, welche unsere Seele des Vergnügens fähiger macht, Sulz. Mein Herz ist keiner Freude mehr fähig, ist nicht mehr fähig, Freude zu empfinden. Nur große Seelen sind großer Entwürfe fähig. Ich bin der Niederträchtigkeit nicht fähig, der du mich beschuldigest. In einigen Fällen wird es auch absolute von der Beschaffenheit des Geistes gebraucht, nach welcher derselbe geschickt ist, viele Kenntnisse zu fassen. Er hat einen fähigen Kopf, er ist ein fähiger Kopf, er ist ein fähiger Knabe, ein fähiger junger Mensch. 2) Die nöthigen Kenntnisse von einer Sache besitzend, mit der zweyten Endung des Hauptwortes. Er ist der Sprache noch nicht recht fähig. In welchem Verstande man sich doch lieber des Wortes mächtig oder anderer Ausdrücke bedienet.

Anm. Dieses Wort ist nach dem Muster des Latein. "capax" gebildet, welches von "capere", so wie "fähig" von "fahen", "fassen", abstammet. Daß selbst "fahen" ehedem auch für "können" üblich gewesen, erhellet aus dem Schwedischen, wo "???" diese Bedeutung noch hat. Bey den ältern Schriftstellern findet man dieses Beywort, so wie das folgende Hauptwort nicht. Nur Pictorius hat das jetzt unbekannte "Fähe", für "Fähigkeit".

Die "Fähigkeit", plur. die -en, das Vermögen der Seele, gewisse Veränderungen anzunehmen oder hervor zu bringen. Wir kommen mit einer allgemeinen Fähigkeit zu unzähligen Neigungen auf die Welt, Sulz. Ein junger Mensch von vielen Fähigkeiten. Natürliche Fähigkeit, Verstand und ein gutes Gedächtniß. Auch im rechtlichen Verstande, die Eigenschaft, nach welcher man zu einer gültigen Handlung oder Veränderung fähig ist.

Die "Gemüthsfähigkeit", plur. die -en, die natürliche oder erworbene Fähigkeit des Gemüthes, oder des Begehrungsvermögens. Einige Neuere haben diesen Ausdruck für das Französ. "Genie" einführen wollen, welches aber dadurch nicht erschöpfet wird, weil zum Genie vornehmlich die obern Kräfte erfordert werden. S. "Genie".

Die "Grundfähigkeit", plur. die -en, eine Fähigkeit, welche zu dem Wesen der menschlichen Natur gehöret, und den Grund aller übrigen Fähigkeiten in sich enthält.

"Lehensfähig", oder "Lehnsfähig", adj. et adv. fähig ein Lehen zu empfangen, oder in einem Lehen zu folgen.

"Mittelfähig", -er, -ste, adj. et adv. bey den Bergleuten und an denjenigen Orten, wo Mittel noch für Zunft, Innung üblich ist, fähig in das Mittel oder in die Zunft aufgenommen zu werden; "zunftfähig".

"Rathsfähig", -er, -ste, adj. et adv. fähig, ein Mitglied eines Rats-Collegii, und besonders eines Stadtrathes, zu werden. Daher die "Rathsfähigkeit".

"Unfähig", -er, -ste, adj. et adv. der Gegensatz von "fähig". Zu etwas unfähig seyn. Ingleichen mit der zweyten Endung des Hauptwortes. Einer Sache, eines Verbrechens, einer That unfähig seyn. So auch die Unfähigkeit, plur. die -en, als der Gegensatz von Fähigkeit.

"Wahlfähig", -er, -ste, adj. et adv. 2. Fähig, zu wählen, im thätigen Verstande. Noch häufiger, 2. fähig, gewählt zu werden, im passiven Sinne. So auch die Wahlfähigkeit.




(E?)(L?) http://www.abfragen.de/versicherung1.asp

Berufsunfähigkeit


(E?)(L?) http://www.agrilexikon.de/

Ertragsfähigkeit


(E?)(L?) http://www.a-m.de/deutsch/inhalt_l.htm

Leitfähigkeit, elektrisch, von Keramik | Leitfähigkeit, thermisch, von Keramik


(E?)(L1) http://www.aphorismen.de/

Fähigkeit


(E?)(L?) http://www.auva.at/lexikon/

Arbeitsunfähigkeit | Explosionsfähige Atmosphäre |


(E?)(L?) http://www.bauernhof.net/lexikon/kpl.htm


(E?)(L?) http://www.bauernhof.net/lexikon/pfl.htm

Ertragsfähigkeit


(E?)(L?) http://www.chemie.de/lexikon/

Befähigungsschein | Elektrische Leitfähigkeit | Elektrolytische Leitfähigkeit | Explosionsfähige Atmosphäre | Extrinsische Leitfähigkeit | Intrinsische Leitfähigkeit | Molare Leitfähigkeit | Rieselfähigkeit | Streufähigkeit | Temperaturleitfähigkeit | Verordnung explosionsfähige Atmosphären | Wärmeleitfähigkeit | Wärmeleitfähigkeitsdetektor | Wärmeleitfähigkeitsgruppe | Widerstandsfähigkeit


(E?)(L?) http://www.djfl.de/entertainment/djfl/n.html

Nicht gesellschaftsfähig


(E?)(L?) http://www.euphemismen.de/Alle/

arbeitsunfähig | ausbaufähig | Gemeinschaftsunfähige | globale Konkurrenzfähigkeit


(E?)(L?) http://www.farbenundleben.de/titel/denken.htm

Denken - Farben, die Denkfähigkeiten anregen


(E?)(L1) http://www.farbimpulse.de/Artikel.45.0.html




(E?)(L?) http://www.geo.de/GEO/interaktiv/frage-des-tages/archiv.html




(E?)(L?) https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/99/begriffslexikon.html




(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/

Regimentsfähigkeit ==> Patriziat


(E?)(L?) http://www.holz-lexikon.de/frame.htm

Wärmeleitfähigkeit | Warnfähigkeit


(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/bib.ansicht?v_app=g




(E1)(L1) http://anw.inl.nl/

salonfähig


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/der/DERF.pdf

"fähig", Adj., ¡"imstande", 15. Jh., mhd. "*vuhec", Adj., "was gefangen werden kann", "wer fangen kann", zu mhd. "vähen", V., "fangen", s. "fangen", "ig"

"Fähigkeit", F., "Können", "Fähigkeit", A. 17. Jh. (Goethe vor 1832), Lüt. lat. "facultas", F., "Befugnis", "Befähigung", s. "fähig", "heit"


(E?)(L?) https://www.loveline.de/lexikon/uebersicht-a-z/buchstabe/z/beitrag/zeugung_zeugungsfaehigkeit_unfaehigkeit.html

Zeugungsfähigkeit | Zeugungsunfähigkeit


(E?)(L?) http://www.markenlexikon.com/glossar_d.html

Diskriminationsfähigkeit


(E?)(L?) http://www.marketing.ch/Wissen/Lexikon.aspx

Diskriminationsfähigkeit


(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm

Lehnübersetzung: unzurechnungsfähig


(E?)(L?) http://www.molly.at/index.htm?flirten.htm

4 Flirten ist der Ausdruck einer fundamentale Fähigkeit


(E?)(L?) http://www.owid.de/service/stichwortlisten/elex_b

Fähigkeit


(E?)(L?) http://www.owid.de/artikel/309257

Transportfähigkeit | Transportunfähigkeit


(E?)(L?) http://www.rhetorik.ch/inhalt.html

Soundbitefähig | Teamfähigkeit


(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-an-einen-dichter.html

Kurt Tucholsky: An einen garnisondienstfähigen Dichter (1916-1918)


(E?)(L?) http://www.uibk.ac.at/philosophie/institut/mitarbeiter/waibl_ordner/philwoeb/00frames.htm

Zurechnungsfähigkeit


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Lehensfähig | Mittelfähig | Rathsfähig | Säurungsfähigkeit | Schwimmfähigkeit | Stimmfähig | Testamentsfähigkeit | Thiere, Fähigkeiten | Thon (zurichtungsfähiger) | Thronfähig | Turnierfähig | Unfähig | Vervollkommnungsfähigkeit | Wahlfähig | Wahlfähigkeit | Wechselfähigkeit


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

ARBEITSFÄHIG | ARBEITSFÄHIGKEIT, f. | ARBEITSUNFÄHIG | FÄHIG | FÄHIGKEIT | weidmannsfähigkeit, f.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/GWB/

fähig | Fähigkeit


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/RhWB/

fähig


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/Wander

Fähig | Fähigkeit | Unfähiger


(E1)(L1) http://www.wortwarte.de/

flirtfähig


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=fähig
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "fähig" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 / 1740 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#fähig

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2016-02

Faktotum
factotum (W3)

Im England des 16.Jh. wurde engl. "factotum" oft in Namenserweiterungen der Form engl. "Johannes Factotum" = engl. "John Do-everything" = dt. "Mädchen für Alles" benutzt. Das wurde dann aber langsam als unerwünschte Bezeichnung gesehen.

von lat. "fac totum" = dt. "mach alles"

engl. "factotum" = engl. "do everything!" von lat. "facere" = engl. "to do" = dt. "machen" und lat. "totum" = engl. "everything" = dt. "alles".

(E1)(L1) http://www.merriam-webster.com/dictionary/factotum




Fazilität
Einlagefazilität
Spitzenrefinanzierungsfazilität
facility
Facility-Manager
Facility Management
faciliter (FR)
faciliteren (NL) (W3)

"Fazilität" wurde über das engl. "facility" in die deutsche Sprache aufgenommen. Gemeinsam gehen sie zurück auf lat. "facilitas" = " Leichtigkeit", "Gefälligkeit" ("facilis" = "easy" = "leicht"). Der Stamm ist lat. "facere" = machen", "tun".

"Machbarkeiten" findet man in fast allen Sprachen. So gibt es das engl. "facility" aus dem viele Wortbildungen ebenfalls als Anglizismen ins Deutsche aufgenommen wurden. In Frankreich gibt es "facile" = "leicht (zu tun)" (= "machbar"), "faciliter" = "erleichtern" und "facilité" = "Leichtigkeit". Im Niederländischen hat es sich als "faciliteren" und als "faciliteit" = "Erleichterung", "Vergünstigung" eingerichtet.

Die Möglichkeiten, die in diesem "facere" liegen zeigen sich in vielen Lebensbereichen. In der Finanzwelt werden mit Geld bestimmte Aktivitäten ermöglicht, "erleichtert", "machbar gemacht".

Ein grosses Betätigungsfeld für "facere" bietet auch der Informatikbereich. Dort kann "Facility" oftmals mit "Tool" oder "Utility" also "Werkzeug" gleichgesetzt werden.

(E?)(L?) http://www.bundesbank.de/
Ihre Suche nach "Einlagefazilität" lieferte 403 Treffer.

(E?)(L?) http://www.ecb.int/search/search.cgi?q=facility&sy=0&ps=10&m=all&wm=wrd&wf=2221


(E1)(L1) http://www.etymonline.com/


(E?)(L?) http://www.oenb.at/de/glossar/glossar_e.jsp#tcm:14-12270


(E6)(L?) http://www.sicherheitstermine.de/sites/events.php?rubrikid=4


(E1)(L1) http://www.chass.utoronto.ca/epc/langueXIX/dg/08_t1-2.htm


(E1)(L1) http://www.xs4all.nl/~adcs/woordenweb/f/facere.htm
Auf der Seite von "Woordenweb" findet man eine lange Liste von Ableitungen aus:
"-fab-" , "-fac-" , "-fec-" , "-fic-":

(E6)(L?) http://www-306.ibm.com/ibm/terminology/


(E?)(L?) http://www.ibm.com/Search?v=11&lang=en&cc=ca&q=facility
In der "IBM- Terminology" findet man folgende "facilities":
Administrative Facility | alternate facility | authorized program facility (APF) | automatic reconfiguration facility (ARF) | batched repository-update facility | CICS attachment facility | CICS monitoring facility | coupling facility | cross systems coupling facility (XCF) | cross-system coupling facility ( XCF XCF) | Data Facility Hierarchical Storage Management System (DFHSM) | Data Facility Storage Management Subsystem (DFSMS) | distributed host command facility (DHCF) | execution diagnostic facility (EDF) | Extended Recovery Facility (XRF) | generalized trace facility ( GTF GTF) | Host Command Facility (HCF) | Information Presentation Facility (IPF) | Information Presentation Facility file (IPF file) | instrumentation facility component identifier (IFCID) | integrated catalog facility (ICF) | integrated catalog facility catalog | Interactive Computing and Control Facility (ICCF) | Interactive System Productivity Facility (ISPF) | interactive terminal facility (ITF) | Meta Object Facility (MOF) | MVS/Data Facility Product (MVS/DFP) | network routing facility (NRF) | non-facility-associated signaling (NFAS) | Notes storage facility | NUI service facility | optional user facilities | principal facility | Print Services Facility (PSF) | registration facility | registration facility repository | Resource Access Control Facility (RACF) | resource measurement facility (RMF) | Screen Definition Facility (SDF) | SNA upline facility (SNUF) | subspace group facility | System Authorization Facility (SAF) | System Management Facility (SMF) | Transaction Manager Facility (TMF) | Transaction Processing Facility (TPF) | virtual lookaside facility (VLF) | VSE/ICCF (VSE/Interactive Computing and Control Facility) | VSE/Interactive Computing and Control Facility

G

gut beschlagen (W3)

Der Ausdruck "gut beschlagen sein" kommt aus dem beruflichen Umfeld des Hufschmides. Seine Aufgabe war es die Hufeisen den Pferdefüssen optimal anzupassen und die Pferde damit genau zu "beschlagen". Auch wenn es sich vielleicht einfach anhört gehörte doch eine gewisse Erfahrung dazu. und so nahm der Ausdruck "gut beschlagen sein" mit der Zeit die übertragene Bedeutung "bewandert sein", "kenntnisreich sein" an. Interessant ist , dass sich die "gute Beschlagenheit" des Pferdes auf den "Beschlager" übertragen hat.

(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/

Gut beschlagen


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Redewendungen

Gut beschlagen in etwas sein — Kenntnisreich sein in einer Sache. Pferde erhalten vom Hufschmied ihr Hufeisen angepasst, sie werden beschlagen


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=gut beschlagen
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "gut beschlagen" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 / 1850 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-11

H

Hartz IV (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
In Deutschland gibt es ungefähr 4,5 Millionen Arbeitslose, die auf dem Arbeitsmarkt eine Arbeit suchen. Um die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, wurden im Sommer 2002 verschiedene Gesetze beschlossen. Diese Gesetze nennt man in der Umgangssprache "Hartz-Gesetze". (Der Name kommt von dem VW-Manager "Peter Hartz". Er hat eine Kommission geleitet, die viele Vorschläge gemacht hat, wie die neuen Arbeitsmarktgesetze aussehen sollten.)

In den letzten Jahren sind bereits mehrere Gesetze in Kraft getreten, zum Beispiel das "Zweite Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" (man nennt es auch "Hartz II"). Dieses Gesetz ermöglicht unter anderem die so genannte "Ich-AG".

Ab 1. Januar 2005 soll nun das vierte Gesetz (man nennt es "Hartz IV") wirksam werden. Dieses Gesetz soll dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen, die lange Zeit arbeitslos sind, eine Arbeit aufnehmen.
...


hecheln (W3)

Bei der Herstellung von Garn aus Leinfasern bzw. Flachsfasern wurde der Flachs so lange durch "Hecheln" - grobe und feine Nagelbretter - gezogen, bis nach vielen Arbeitsschritten die feinen Fasern zu Garn versponnen und dann zu Leinen verarbeitet werden konnten. Dieser anstrengende Arbeitsschritt, "hecheln", erhielt eine allgemeine Bedeutung und wurde auf andere Tätigkeiten übertragen. Das Werkzeug dt. "Hechel" und damit die Verben "hecheln" und "durchhecheln" sind verwandt mit dt. "Haken".

Neben dieser Herleitung aus der Leinverarbeitung gibt es auch die Herleitung von "hecheln" (engl. "hackle", "heckle") = dt. "in schnellen, kurzen Stößen hörbar aus- und einatmen" (das insbesondere das schnelle Atmen Hunden bezeichnet) aus einem lautmalerischen Ursprung. Das Verb "hecheln" kam erst im 20. Jh. auf, geht aber direkt zurück auf ein veraltetes Verb "hechen" = dt. "keuchen".

Bei Adelung findet man:

"Aushecheln", verb. reg. act. 1) Mit der "Hechel" heraus bringen. Das Werk "aushecheln", aus dem Flasche. 2) Zur Genüge hecheln. Den Flachs, den Hanf aushecheln. 3) Jemanden aushecheln, figürlich, ihn durchhecheln, durchziehen. Daher die Aushechelung.

Die "Age", plur. die -n, in der Landwirthschaft, die kleinen zerbrechlichen Stacheln, die so wohl von den Ähren des Getreides im Dreschen, als auch von dem Flachse im Brechen und Schwingen abgesondert werden, und auch wohl in der verkleinernden Form "Ageln", und in Niedersachsen "Acheln" genannt werden. In Strasburg heißen sie "Aigle", in der Wetterau die "Anen", zu Augsburg die "Äge", im Holsteinischen die "Eilen", in Thüringen die "Heiben", im Erzgebirge "Hecheln". Wenn die Agen von dem Getreide mit den Hülsen des ausgedroschenen Kornes vermischt sind, so bekommen sie auch den Nahmen der "Spreu", und in Niedersachsen des "Kaffes", so wie die Agen, von dem Flachse und Hanfe im Nieders. "Scheve" heißen, ohne Zweifel von "schaven", "schaben". Die Spitzen selbst aber an den Getreideähren werden in Oberdeutschland auch "Ahnen", "Äge", "Aglest", "Aun", in der Lausitz "Gracheln", in Meißen "Hacheln", in der Schriftsprache und bey den neuern Botanicis "Grannen", im Hennebergischen "Ännen", in Niedersachsen "Einen" und um Bremen "Eien" genannt.

Anm. "Agen", Fränk. und Alemann. "Agena", Goth. "Ahana", Griech. "???", Lat. "Achne", und "Acus", Aceris", Angels. "Egle", "Eglan", Schwed. "Agn", Engl. "Awn", bedeuten insgesammt die langen dünnen Stacheln an den Getreideähren, und zuweilen auch die Spren, und gehören zu einem weitläufigen Geschlechte von Wörtern, in welchen der Begriff der Spitze oder Schärfe der Hauptbegriff ist, die daher auch so wohl in der Deutschen, als auch in andern Sprachen ihren gemeinschaftlichen Ursprung nicht verläugnen können. In einer alten Deutschen Bibel vor Luthern bedeutet es einen Splitter, und ist daselbst zugleich männlichen Geschlechts; was siehest du den Agen in deines Bruders Auge? Matth. 7, 3. S. auch "Ahl", "Art", "Ecke", "Egel", "Igel", u. a. m. Im Singular kommt es ganz natürlich nicht so oft vor, als im Plural, ohne daß man ihm deswegen jenen absprechen dürfte.

"Durchhecheln", verb. reg. act. Ich hechele durch, durchgehechelt; alle Theile des Flachses gehörig hecheln. Den Flachs wohl durchhecheln. Noch mehr im gemeinen Leben, jemanden durchhecheln, sein Betragen stückweise spöttisch tadeln, ihn durchziehen.

"Durchziehen", verb. irreg. S. "Ziehen". "Durchziehen". Ich ziehe durch, durchgezogen. Es ist, 1. Ein Activum. 1) Durch eine Öffnung ziehen. Einen Faden durchziehen, durch das Öhr der Nähnadel. Ingleichen, durch einen Raum ziehen. Einen Balken durchziehen, ihn von dem einen Ende eines Zimmers oder eines Gebäudes bis zu dem andern legen und daselbst befestigen. S. Durchzug. 2) Jemanden durchziehen, sein Betragen durchziehen, es hönisch radeln; nach einer von dem "Hecheln" entlehnten Figur, eigentlich, "durch die Hechel ziehen". Die Niedersachsen gebrauchen ihr "dörtrekken" in eben diesem Verstande. S. "Durchhecheln". 3) Von einem Ende zum andern ziehen, d. i. reisen, eigentlich von der Reise mehrerer mit ihrem Gepäcke. Diese sind, die der Herr ausgesandt hat, das Land durchzuziehen, Zachar. 1, 10. Aber auch von einzelnen Personen, mit einem verächtlichen Nebenbegriffe. Fängt an mit ihm die Gassen durchzuziehen, Gell. 2. Ein Neutrum, mit dem Hülfsworte seyn, durch einen Ort ziehen, d. i. reisen. Da Petrus durchzog allenthalben, Apostelg. 9, 32. Und als sie kommen waren in dasselbige Land, zog Abraham durch u. s. f. 1 Mos. 12, 6. Die Truppen haben sich nicht aufgehalten, sie sind nur durchgezogen. Durchziehen. Ich durchziehe, durchzogen; wie das vorige, in der dritten thätigen Bedeutung und der edlern Schreibart. Also gingen die Männer hin und durchzogen das Land, Jos. 18, 9. Und sie theilten sich ins Land, daß sie es durchzögen, Jos. 18, 6. Ich habe das Land umher durchzogen, Hiob 1, 7. Kap. 2, 2. Wenn die Seele alle Gebiethe der Natur durchzogen hat, Dusch. S. "Ziehen".

Die "Hechel", plur. die -n, von dem veralteten "Hache", ein "Haken", eine kleine Spitze zu bezeichnen, in welcher weitern Bedeutung es noch in dem Worte "Hauhechel" vorkommt. In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, ein mit scharfen Drahtspitzen versehenes Werkzeug, vermittelst dessen der Hanf oder Flachs in der Hauswirthschaft, nach dem Schwingen von dem noch übrigen Werrige und Scheben gereiniget wird. Den Flachs durch die Hechel ziehen, ihn hecheln. Jemanden durch die Hechel ziehen, oder ihn in der Hechel haben, figürlich, böses von ihm sagen, ihn durchhecheln, oder durchziehen.

Anm. Im Nieders. "Hekel", im Engl. "Heckle", "Hatchel", im Dän. "Hegle", im Böhm "Hachle", Schwed. "Haeckla", Finnisch "Kaekylae". S. "Haken".

Die "Hechelbank", plur. die -bänke, eine hölzerne Bank, worauf die Hecheln, wenn man sich ihrer bedienen will, befestiget werden.

Die "Hechelfrau", plur. die -en, eine Frau welche um Lohn Hanf oder Flachs hechelt; das Hechelweib, an einigen Orten auch die Hechlerinn.

Der "Hechelkamm", des -es, plur. inus. eine Pflanze, siehe "Nadelkerbel".

Der "Hechelmacher", des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher Hecheln verfertiget; im gemeinen Leben der "Hechelmann".

"Hecheln", verb. reg. act. vermittelst der Hechel reinigen, durch die Hechel ziehen. Flachs, Hanf hecheln. Gehechelter Flachs, Engl. to "hatchel", Nieders. "hekeln", ingleichen "sleepen".

Der "Hechelzahn", des -es, plur. die -zähne, ein Zahn, oder eine Stachel aus der Hechel.

Die "Hede", (mit einem scharfen e), plur. inus. ein vornehmlich in Niedersachsen übliches Wort, das "Werk" oder vielmehr "Werrig", d. i. die verworrenen gröbern und kürzern Fasen des Hanfes und Flachses zu bezeichnen, welche im Hecheln abgesondert werden, besonders das "Mittelwerrig", welches die zweyte Hechel gibt, wo dieses Wort in einigen Gegenden auch "Heide" lautet. Daher das Bey- und Nebenwort "heden", aus Hede verfertiget. Hedene Leinwand.

Die "Krämpel", plur. die -n, ein Wort, mit welchem in weiterm Verstande alle "Kardätschen" oder "Wollkämme" der Wollarbeiter beleget werden; der "Krämpelkamm". In engerer und gewöhnlicher Bedeutung führen nur die großen Reiß- oder Brechkämme der Tuchmacher, und noch häufiger die darauf folgenden Kratzen oder Kratzkämme diesen Nahmen; zum Unterschiede von den "Scrubeln" oder "Streichen", von den eigentlichen Kardätschen und von den noch feinern Kniestreichen. Alle diese Arten sind nur in der Feinheit und engen Stellung der Häkchen verschieden. Es scheinet, daß "Krämpel", "Grempel" und "Grempe" ehedem einen "Kamm" überhaupt bedeutet habe, und in dieser Voraussetzung leitet es auch Frisch mit dem Ital. "Gramola", eine "Flachsriffel", von dem Lat. "carmen", "carminare" her. Wäre dieses Wort nur den "Wollkämmen" eigen, so würde es vermuthlich zu den beyden vorigen Wörtern gehören, indem die Wollkrämpeln aus lauter krummen Häkchen bestehen. Im mittlern Lat. ist "grammulare", "gramolare", "gramalare", "hecheln", und in weiterer Bedeutung auch auf andere Art "reinigen"; indem in den Placentinischen Statuten der Pastae five massae gramolatae gedacht wird.

Das "Reibeisen", des -s, plur. ut nom. sing. ein eisernes Werkzeug, andere Dinge damit oder darauf zu reiben. So wird in einigen Gegenden, besonders Niedersachsens, das eiserne Werkzeug, womit der Flachs oder Hanf nach dem Brechen und vor dem "Hecheln" auf dem Schooße gerieben wird, damit er weich werde, das "Reibeisen" genannt. (S. "Reibelappen") In andern Gegenden wird der Flachs statt dieses Reibens geschwungen. (S. "Schwingen") Am üblichsten ist dieses Wort von einem durchlöcherten Bleche, andere Körper auf den hervor ragenden Spitzen dieser Löcher klein zu reiben, welches auch eine Reibe genannt wird.

"Reiben", verb. irreg. act. Imperf. ich rieb, Mittelw. gerieben; die Fläche eines Körpers über die Fläche eines andern wegbewegen, so daß die Erhabenheiten des einen in die Vertiefungen des andern eingreifen, und solcher Gestalt der Bewegung widerstehen. 1. Überhaupt. Eine Hand mit der andern reiben. Die Augen reiben, sich die Augen reiben. Das Fleisch mit Salz reiben. Das Salz in das Fleisch hinein reiben. Ein krankes Glied mit warmen Tüchern reiben, wofür man im gemeinen Leben auch das aus dem Französisch. entlehnte "frottiren" gebraucht, von "frotter". Die Schweine reiben sich an die Bäume, oder an den Bäumen; daher die im gemeinen Leben übliche R. A. sich an einem reiben, ihn durch Anzüglichkeiten gleichsam heraus fordern, seinen Unmuth, Unwillen an ihm auslassen. Er will sich an Scribenten reiben, Nur weil er selbst kein Lob gewinnt, Haged. Jemanden etwas unter die Nase reiben, nur in den niedrigen Sprecharten, ihm eine unangenehme Sache mehrmahls wiederhohlen, und in engerer Bedeutung, ihm etwas vorwerfen, vorrücken, wofür man auch sagt, jemanden die Ohren mit etwas reiben. 2. In engerer Bedeutung. 1) Durch Reiben zubereiten, zurichten. So pflegt man in einigen Gegenden, besonders Niedersachsens, den Flachs anstatt des Schwingens nach dem Brechen und vor dem "Hecheln" zu reiben, Nieders. "ribbe", welches man an andern Orten "schaben" nennet. (S. "Reibeisen") Im Oberdeutschen wird "reiben" auch für "scheuern" gebraucht, denn dort wird das schmutzige Geschirr in den Küchen gerieben. 2) Durch Reiben, klein machen, so wohl auf einem Reibeisen, auf welche Art der Käse, das Brot, der Meerrettig, der Rappeh, die Muskatennuß u. s. f. gerieben werden; als auch durch bloßes hin und her Bewegen einer Fläche über die andere, auf welche Art die Farben bey den Mahlern auf dem Reibesteine, verschiedene Körper in den Küchen in dem Reibasche gerieben werden. Zu Pulver reiben. 3. * In weiterer Bedeutung wird es im Oberdeutschen sehr häufig für drehen gebraucht. Ein ausgerenktes Glied wieder einreiben, einrenken, einrichten. Den Hahn an einem Fasse zureiben, zudrehen. Die nasse Wäsche reiben, ringen oder winden. S. auch Reiber. Daher die "Reibung", wofür doch das "Reiben" üblicher ist, selbst wenn es in der Mechanik anstatt des ausländischen "Friction" gebraucht wird.

Anm. Im Nieders. "riven" und mit dem dieser Mundart nicht seltenen Vorlaute "wriven", im Holländisch. "vryven" und "wryven", im Englischen to "rub", im Krainerischen "ribam", ich reibe, im Schwed. "rifva", im Franz. "raper", im Wallis. "rhwhio", im Bretagnischen "ria", und selbst im Hebr. "???". Im Tatian ist "riobo" "aussätzig", so wie "krätzig" und "schäbig" in ähnlichen Bedeutungen vorkommen. Es ist von dem Laute entlehnet, der mit dem "Reiben" verbunden ist, und da dieser Laut mehrern andern Bewegungen gemein ist, so ist es auch mit "raffen" verwandt, so wie das Schwed. "rifva" auch "schneiden" und "zerstören" bedeutet, welche letztere Bedeutung unser "reiben" auch in dem zusammen gesetzten "aufreiben" hat. Mit einem andern Endlaute gehöret zu diesem Geschlechte auch das Lat. "radere", und mit andern Ableitungslauten unser "schreiben", "schrauben", "kratzen", "treiben", das Griech. "???", die Lat. "tero", "trivi", "friare", "fricare", das Franz. "frotter", und andere mehr. Ein Frequentativum von "reiben" ist "riffeln", in Baiern "ripeln", so wie das Nieders. "ribben" und unser "raspeln" Intensiva sind.

Die "Schäben", sing. inus. in der Landwirthschaft, besonders Niederdeutschlandes, die "Agen" oder "Acheln" von dem zerbrochenen Baste des Flachses, welche im "Brechen", "Schwingen" und "Hecheln" von demselben abgesondert werden. Niedersächs. "Scheven". Entweder von "schaben", weil der gebrochene Flachs an vielen Orten wirklich geschabet wird; oder auch in weiterer Bedeutung, mit dem Begriffe kleiner zerbrochener Theile. Im Engl. ist "Slriver" ein "Splitter", im Friesischen "Schief", "Kaff", "Spreu", im Hebr. "???", siehe ein "Splitter", und "zerbrechen". Im Salzwerke zu Halle wird die steinartige Rinde, welche von den Böden der Salzpfannen abgeschabet wird, so wohl "Schöpp" als "Schäben" genannt. Siehe "Schöpp" und "Salzstein".

Die "Scheve", oder "Schebe", plur. inus. oder im Plural die "Scheven", "Scheben", sing. inus. ein nur im Niederdeutschen übliches Wort, welches die Splitter der Hanf- und Flachsstängel bezeichnet, welche im Brechen, Schwingen und "Hecheln" abfallen, und in einigen Oberdeutschen Gegenden die "Agen" genannt werden. Im Fries. ist "Schief" "Kaff", "Spreu", und im Hebr. "???" ein "Splitter", "Brocken". S. "Schiefer" und "Schaben".

"Striegeln", verb. reg. act. von dem vorigen in der ersten Bedeutung, mit der "Striegel" reinigen. 1. Eigentlich. Die Pferde striegeln. 2. Figürlich, im gemeinen Leben, höhnisch oder bitter durchziehen, so wie man im ähnlichen Verstande auch "durchhecheln", scheuern u. s. f. sagt. Jemanden striegeln. In einigen Gegenden wird es im gemeinen Leben auch für "plagen" gebraucht, die Bauern striegeln, und in noch andern für "prügeln", jemanden rechtschaffen "striegeln". In dem letzten Falle scheinet es von "streichen", mit Ruthen hauen, abzustammen. So auch das Striegeln. Im mittlern Lat. "estriliare", Franz. "etriller", Ital. "strigliare".

1. Das "Werk", des -es, plur. doch nur von mehrern Arten und Quantitäten, die groben verworrenen Fäden, welche bey dem "Hecheln" von dem Flachse und Hanfe abgehen. "Flachswerk", "flächsenes Werk", "Hanfwerk", "hänfenes Werk". In der Monseeischen Glosse "Auuirchi". Es ist aus "Werrich" zusammen gezogen, eigentlich verworrene, unter einander geworrene Fäden zu bezeichnen, daher es auch von vielen "Werg" geschrieben und gesprochen wird, wofür doch "Werch" analogischer wäre. Da dieses Wort mit dem folgenden sehr oft Mißdeutung machen kann, (z. B. Hanfwerk kann häufene Arbeit, ingleichen Hanf als ein Collectivum, und "Werrich" von Hanf bedeuten,) so würde ich das vollständige "Werrich" alle Mahl vorziehen, wenn nicht das Adjectivum "werken", von "Werrich", schon allgemein wäre, wofür sich "werrichen" oder "werchen" schwerlich werden einführen lassen. Im Niedersächsischen wird das "Werk" "Heide" genannt, worunter man doch eigentlich nur das feinere Werk von der zweyten Hechel, oder das so genannte "Mittelwerk" verstehet.

"Ziehen", verb. irreg. ich ziehe, du ziehest, er ziehet, oder zieht, (Oberd. du zeuchst, er zeucht,) Conj. daß ich ziehe u. s. f. Imperf. ich zog, Conj. zöge; Particip. gezogen; Imperat. ziehe oder zieh, (Oberd. zeuch.) Es ist in einer dreyfachen Gestalt üblich.

I. Als ein Activum, einen Körper langsam nach sich zu in Bewegung setzen. Geschiehet diese Bewegung nach sich zu nicht langsam und nach und nach, sondern schnell und mit Heftigkeit, so heißt sie "reißen". Geschiehet sie von sich weg, und zwar langsam, so heißt sie "schieben", und wenn sie mit Heftigkeit geschiehet, "stoßen". "Ziehen" ist also in Ansehung der Richtung dem "schieben", in Ansehung des Grades der Stärke aber dem "reißen" entgegen gesetzt. 1. Eigentlich, einen Körper, mit welchem man zusammen hängt, oder ein Continuum mit demselben ausmacht, langsam nach sich zu, und in weiterer Bedeutung, langsam nach einer gewissen Richtung, bewegen. Die Pferde ziehen den Wagen. Ein Pferd, das nur zum Ziehen taugt. Wasser aus dem Brunnen ziehen. Jemanden bey den Haaren ziehen. Flachs durch die "Hechel" ziehen, ihn "hecheln"; daher figürlich, "jemanden durch die Hechel ziehen", ihn "durchhecheln". Etwas mit einem Haken, mit einem Bande zu sich ziehen. Ein Band fester zusammen ziehen. Den Fuß, die Hand zurück ziehen. Den Kopf aus der Schlinge ziehen. Den Mund ziehen. Die Achseln ziehen, in die Höhe ziehen, zucken. Den Hut ziehen, von dem Kopfe, ihn abziehen. Den Degen ziehen, aus der Scheide, von Leder ziehen. Einen Nagel aus der Wand ziehen. Ein Schiff an das Land ziehen. Die Glocke ziehen. An einem Seile, am Ruder, am Joche ziehen. Den kürzern ziehen, ein figürlicher Ausdruck, S. Kurz. 2. In weiterer und figürlicher Bedeutung. (a) Viele Handlungen, welche mit dem vorigen Ziehen verbunden sind, werden oft nur ziehen schlechthin genannt. Draht ziehen, Metall durch das Ziehen in Draht verwandeln. Lichter ziehen, durch Eintauchen der Dachte Lichter machen; gezogene Lichter, zum Unterschiede von gegossenen. Federspulen ziehen. Den Beutel ziehen, heraus ziehen, um zu bezahlen; auch figürlich, für bezahlen. Saiten auf eine Violine ziehen, spannen. Ein Feuergewehr ziehen, es inwendig mit geraden oder gewundenen Reifen versehen; daher ein gezogenes Rohr. Eine Lotterie ziehen. Viel Geld ziehen, aus etwas ziehen, einnehmen. Doppelten Gewinn ziehen, haben, bekommen. Interessen ziehen. Einen Wechsel auf jemand ziehen, oder auch als ein Neutrum, auf jemand ziehen, auf ihn trassiren. Eine Linie ziehen. Furchen ziehen. Eine Mauer ziehen, führen oder machen. Blasen ziehen, entstehen machen. (b) Auf eine oder die andere Art in Bewegung setzen, in vielen einzelnen Fällen. Die Sonne zieht die Dünste aus der Erde. Die Sonne zieht Wasser, sagt man, wenn sie zwischen ein Paar dichten Wolken durchscheinet, so daß man einen hellen Streifen siehet. Die Pferde aus dem Stalle, in den Stall ziehen, führen. Den Wein auf Bouteillen ziehen, zapfen. Jemanden auf die Seite ziehen, ihn auf die Seite treten machen. Jemanden an sich ziehen, auf seine Seite, auf seine Partey ziehen. Die Sonne ziehet die Farbe aus dem Tuche. O wenn dich noch ein Opferschmaus herab vom Himmel ziehet, Raml. Jemanden vor Gericht ziehen, nöthigen, vor Gericht zu erscheinen, ihn verklagen. Der Magnet ziehet das Eisen an sich. Etwas an sich ziehen, es in seinen Besitz bringen. Das Gefäß zieht Wasser, wenn es das Wasser eindringen läßt. Die Sonne hat das Bret ganz krumm gezogen. Truppen zusammen ziehen, versammeln. (c) Herleiten, hernehmen. Seine Nahrung aus etwas ziehen. Eine gute Lehre aus etwas ziehen. Eine Folge aus etwas ziehen. Etwas aus einem Buche ziehen, schreiben. Den Inhalt heraus ziehen. Nutzen, Vortheil aus etwas ziehen. (d) In vielen andern Fällen lässet es sich nicht anders als sehr allgemein bestimmen, da denn die nähere Art der Veränderung durch allerley Beysätze bezeichnet wird. Etwas in Betrachtung, in Erwägung ziehen, es erwägen, bedenken. Etwas auf sich ziehen, deuten, auslegen. Jemanden mit etwas in Verdacht ziehen, haben. Jemanden zu Rathe ziehen, sich seines Rathes bedienen. Sie haben mich mit in ihr Geheimniß gezogen, haben es mir anvertrauet. Zu wichtigen Sachen gezogen werden. Jemanden zur Verantwortung, zur Strafe ziehen. Sich etwas zu Gemüthe ziehen, sich darüber beunruhigen, Kummer darüber empfinden. Sich ein Unglück über den Hals ziehen, sich dasselbe verursachen. Das ziehet viel Unglück, viel Böses nach sich. Den Krieg in die Länge ziehen, seine lange Fortdauer verursachen, ihn verlängern. (e) Von der Stimme und dem Tone der Stimme gebraucht man ziehen für dehnen. Die Wörter ziehen. Daher einige Sprachlehrer den gedehnten Ton den gezogenen nennen, wofür doch der gedehnte edler ist. (f) Durch Pflege und Wartung heran wachsen machen, wo es wieder mit verschiedenen Schattirungen gebraucht wird. 1. Ein Kind, ein junges Thier groß ziehen, es durch Pflege und Nahrung zum erwachsenen Alter bringen, es aufziehen. Nelken aus dem Samen ziehen, groß wachsen machen. Einen Bart ziehen, wachsen lassen. 2. Fortpflanzen machen, und zugleich groß ziehen. Holstein ziehet viele Pferde, Liefland viel Flachs. 3. Groß ziehen, und zugleich zu einem pflichtmäßigen Verhalten anhalten, erziehen. Ich ziehe ihn zu allem Guten. Ein Kind, welches sich gern ziehen läßt. Nehmt euren Sohn zurück, ich ziehe nichts aus ihm, Gell. Ich will sie ziehen, wie ich sie mir wünsche, eben ders.

In dieser ganzen Bedeutung ist das Wort schon alt, und lautet im Kero "zechan", im Ottfried "ziuhan", im Schwed. "tukta". In dem Lat. "educare" herrscht eben dieselbe Figur. S. auch "Zucht".

II. Als ein Reciprocum, in manchen Bedeutungen des vorigen Activi. (1) Sich langsam fortbewegen. Die Wolken ziehen sich zusammen. Die Truppen ziehen sich nach dem Rheine. Sich zurück ziehen. Ein röthliches Gemisch zieht von dem Berge sich ins Thal, Geßn. 2. Sich dehnen oder ziehen lassen. Der Leim ziehet sich, wenn er sich ausdehnen läßt. Der Weg ziehet sich in die Länge, wenn er lange dauert. 3. Seine Richtung verändern. Die Wand ziehet sich, im Bergbaue, wenn sie einen Bug bekommt und einstürzen will. Das Bret hat sich gezogen, wenn es sich geworfen hat. 4. Sich in die Länge erstrecken. Das Gebirge ziehet sich weit in das Land. Der Wald ziehet sich nach dem Flusse zu. 5. Nach und nach in etwas eindringen. Das Wasser ziehet sich in den Schwamm. Der Geruch ziehet sich in die Kleider. 6. In manchen einzelnen Fällen bedeutet es überhaupt, eine langsame Veränderung an sich bewirken. Sich mit Klugheit aus einer Sache ziehen, die Verbindung mit derselben aufheben. Sich ins Kleine, in die Enge ziehen, seinen äußern Umfang, seinen Wirkungskreis vermindern, seine Ausgaben einschränken, u. s. f. Eine blaue Farbe zieht sich in das Rothe, wenn ihr ein wenig Roth beygemischet ist; ist die Beymischung stärker, so gebraucht man das Wort fallen. III. Als ein Neutrum, in verschiedenen figürlichen Bedeutungen des vorigen Activi, mit dem Hülfsworte seyn. 1. Sich langsam fortbewegen. Die Wolken ziehen gegen Abend. Die Vögel ziehen, wenn sie ankommen und fortstreichen. Ich sah sie, die Göttinn deines Stroms vor deinem Tannenhaine mit ihren Schwänen ziehn, Raml. Die Jäger ziehen zu Holze. Die Armee ziehet durch das Land. Am häufigsten wird es freylich von der langsamen Bewegung mehrerer Dinge einer Art gebraucht, aber auch häufig von einzelnen Dingen. Der Ackermann ziehet zu Felde, wenn er mit dem Pfluge in das Feld gehet. In den Krieg ziehen, Kriegesdienste nehmen. Auf die Wache ziehen, von Soldaten. Er zog seine Straße fröhlich, in der Deutschen Bibel; doch ist es in diesem Verstande für gehen im Hochdeutschen veraltet. Nur die Jäger gebrauchen es noch von dem Hirsche für gehen. 2. Seinen Wohnort, den Ort seines Aufenthaltes verändern. Aus einem Hause, in ein Haus ziehen. Aus der Stadt, auf das Land ziehen. In ein anderes Land ziehen. Auch von dem Gesinde und den Dienstbothen, wenn sie ihre Herrschaft verändern. Mein Bedienter ist von mir gezogen. Zu jemanden von jemanden ziehen. In einen Dienst, aus einem Dienste ziehen.

Anm. 1. Dieses Verbum lautet von den frühesten Zeiten an "zechan", "ziuhan", bey dem Ulphilas "tiuhan", im Nieders. "tehen", "teön", im Engl. "tug", und "tow", im Schwed. "toga", womit auch das Lat. "ducere" und unser "zähe" verwandt ist. Es erhellet daraus zugleich, daß die Verwechselung des rund z bloß eine Eigenheit der Mundarten ist, welche an dem Wesen des Wortes nichts verändert. Dieß voraus gesetzt, ist dieses Wort auch darum merkwürdig, weil es, wenigstens in den Mundarten und verwandten Sprachen, mehrere alte Ableitungsformen aufbehalten hat. Vermittelst der intensiven Ableitungssylbe "-nen" ist daraus unser "dehnen", Nieders. "tanen", stark ziehen. Die iterative Ableitungssylbe "-ren" gibt das Nieders. "tiren", oft ziehen, wovon unser "zerren", heftig hin und her ziehen, das Intensivum ist. Das Österreichische "zügeln", und Hannöv. "taheln", unser "zucken", "zupfen", "Zucht", "züchtigen", das Meklenburgische "rodden", unser "zotteln", "zögern", "zaudern" u. a. m. sind wieder nach andern Formen abgeleitet. S. auch "Zug".

Anm. 2 In einigen Oberd. Gegenden lautet dieses Verbum "züchen" oder "zeuchen", und davon ist im Präsenti du zeuchst, er zeucht, und im Imperativ zeuch, ein Überrest, der von den Dichtern von Opitzens Zeit an beybehalten worden, und dem du ziehest, er zieht, ziehe, vorgezogen worden, weil jenes den Mund mehr füllet. Aus eben der Ursache behalten auch unsere heutigen Dichter selbige bey.

Die "Zunge", plur. die -n, Diminut. das Zünglein, das bewegliche Stück Fleisch im Munde, welches das vornehmste Werkzeug des Geschmackes und der Sprache ist. 1. Eigentlich; besonders in Rücksicht auf die Sprache. Eine schwere, stammelnde, geläufige, beredte Zunge haben. Einem Kinde die Zunge lösen, das Zungenband, wenn es zu kurz ist durchschneiden. Figürlich löset man jemanden die Zunge, wenn man ihn beweget, sich ohne Rückhalt über etwas zu erklären. Mit doppelter Zunge reden, nicht bey einer Rede bleiben, eine Sache auf verschiedene, sich selbst widersprechende Art erzählen, (S. Doppelzüngig.) Sein Herz auf der Zunge haben, so reden, als man denkt. Es schwebt, oder liegt mir auf der Zunge, sagt man, wenn man sich auf einen Nahmen, oder auf ein Wort nicht besinnen kann. Seine Zunge im Zaume halten. Mit der Zunge sündigen. Jemanden über die Zunge springen lassen, ihn "durchhecheln", "verleumden". Nach einer noch weitern Figur war nach dem Vorgange des Latein. "lingua", "Zunge" ehedem so viel als "Sprache", daher mit Zungen reden in der Deutschen Bibel noch so viel ist, als verschiedene fremde Sprachen reden; in welcher Bedeutung es aber veraltet ist. 2. Figürlich, wegen der Ähnlichkeit in der Gestalt. Die "Landzunge", "Erdzunge", ein langes schmales Stück Land, welches sich in die See erstrecket. In der Mechanik wird der kürzere Theil des Hebels, an welchem die Last angebracht wird, die Zunge genannt, im Gegensatze des Kopfes, oder des längern Theiles. An den Kramerwagen ist das Zünglein der in der Mitte angebrachte perpendiculäre Zeiger, welcher sich zwischen der Gabel bewegt und durch seinen Stand das Verhältniß zwischen der zu wägenden Sache und dem Gewichte andeutet. Im Bergbaue ist die Zunge ein eisernes Werkzeug, die abgebrochenen Stücke eines Bohrers aus dem Bohrloche heraus zu ziehen, wo es doch aus Zange verderbt zu seyn scheinet. Bey den Maurern heißt der Unterschied zwischen zwey Röhren eines Schorsteins eine Zunge; bey den Kürschnern ist es das Mittelstück einer Wolfs- oder Fuchsscheide; im Feldbaue das schmale Stück Holz an der Pflugkarre, woran die Pflugwage gehänget wird; bey den Tuchscherern, fehlerhafte längere Haare, welche im Scheren stehen bleiben; bey den Töpfern, ein gespaltenes Holz, über welchem sich die Scheibe mit dem Thone horizontal herum drehet; ein Theil an dem Mundstücke der Pfeifen; und so in vielen andern Fällen mehr.

Besonders wird eine Art Schollen und Platteißen, wegen ihrer zungenförmigen Gestalt, die Zunge, oder der Zungenfisch, genannt, "Pleuronectes Linguatula Linn." Ital. "Lenguata", Span. "Lenguado", Lat. "Lingulaca", "Linguata", Franz. 2Linguet". Wegen ihrer Ähnlichkeit mit einer Sohle heißt sie im Latein. auch "Solea".

Anm. Dieses Wort ist sehr alt, und findet sich mit geringen Veränderungen in sehr vielen Sprachen wieder. Im Oberdeutschen lautet es von den frühesten Zeiten an "Zungu", im Niederd. "Tunge", bey dem Ulphilas "Tuggo", (sprich "Tungo") im Angels. "Tung", im Engl. "Tongue", im Schwed. und Isländ. "Tunga", im Irländ. "Teanga". Nach dem Marius Victorinus sprachen die alten Römer für "Lingua", "Dingua", welches mit dem unseigen übereinkommt. Vermuthlich stammet es von "dingen", Schwed. "tinga", her, so fern es ehedem "sprechen" überhaupt bedeutete, indem die Zunge das vornehmste Werkzeug der Sprache ist, und alsdann könnte es auch mit dem Griech. "???" verwandt seyn. Frischens Ableitung von dem Griech. "???" ist im höchsten Grade gezwungen und seltsam.


(E?)(L?) http://www.blinker.de/praxis/zielfische/detail.php?objectID=4782&class=70#.U7TbKDuKCis

...
Äschen stehen gern in der Strömung, und deshalb brauchen wir gut schwimmfähige Fliegen mit Rehhaar (Buck Caddis) oder Entenbürzel-Federn (CdC). Zarte Muster aus verschiedenfarbigen "Hecheln" wie Tricolore und Bivisible oder die „mörderische“ Assassine gehören ebenso in die Fliegenschachtel des Äschenfischers wie Stein- und Köcherfliegen-Imitate in Hakengröße 14 und kleiner.
...


(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/index.php?begin=a&end=zzzzz

durchhecheln | hecheln


(E?)(L?) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf

GRÖDNISCHER TEIL (grödnisch)

"hechelné" "häkeln"f . Dt. "häkeln" (Lardschneider).


(E2)(L1) http://www.mundmische.de/synonyme/hecheln

hecheln


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H

Hechel | Hechelei | hecheln | herhecheln | hinterherhecheln


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

hecheln


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Hecheln


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/

AUSHECHELN | DURCHHECHELN | DURCHHECHELN, n. | DURCHHECHELUNG, f. | DURCHHECHLER, m. | HECHEL, f. | HECHEL, adj. | HECHELBART, m. | HECHELBARTIG, adj. | HECHELEI, f. | HECHELFRAU, f. | HECHELHAAR, m. | HECHELICHT | HECHELJUBILIERER, m. | HECHELKAMM, m. | HECHELKERBEL, m. | HECHELKRÄMER, m. | HECHELMACHER, m. | HECHELMANN, m. | HECHELN, v. | HECHELSCHERZ, m. | HECHELSCHRIFT, f. | HECHELSTUHL, m. | HECHELTRÄGER, m. | HECHELUNG, f. | HECHELZAHN, m. | HECHLER, m. | HECHLERIN, f.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/GWB/

durchhecheln


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/Wander

Durchhecheln | Hecheln


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=hecheln
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "hecheln" taucht in der Literatur um das Jahr 1760 / 1810 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-06

hudeln (W3)

In Süddeutschland bezeichnete man mit "Hudel" einen feuchten Lappen mit dem der Backofen von Asche und Backrückständen gesäubert wurde. Zwischen den Backvorgängen mußte die Säuberung schnell erfolgen, um keine Hitze verloren gehen zu lassen. Und da musste man etwas "hudeln" = "schnell, ungenau arbeiten".

Man kann hierzu den Hinweis auf die ursprüngliche Bedeutung "hin und her bewegen" und die Vermutung einer Verwandtschaft mit "hadern" = dt. "zanken", "streiten", "necken", ("Hader" = ursprünglich "Kampf"), finden.

Bleibt also die Frage, wie der "Hudel" zu seinem Namen kam. Was verbindet einen "Lappen" mit "Kampf", "Streit" und "Zank"?

Das engl. "huddle" bezeichnet eine gedrängte Menge von Menschen oder Tieren. Als Verb bezeichnet engl. "huddle" das Zusammendrängen bei Kälte oder Gefahr oder auch das Zusammenkauern einer einzelnen Person. Und es kann auch, wie dt. "hudeln", die Bedeutung "etwas hastig erledigen" annehmen. Als Ursprung findet man ide. "skeu-", "keu" angegeben. Diese Wortfamilie wirkt sehr diffus und läßt keine direkte Erklärung für das heutige "hudeln" zu. In der großen Wortfamilie von ide. "skeu" findet man sogar dt. "Hose" aufgelistet - jedoch nicht mit der Verbindung zu dt. "Lappen" sondern mit Bezug zur Bedeutung "verstecken", "bedecken". Die Konnotation "bedecken" findet man auch in dem Familienmitglied engl. "sky", das ursprünglich die Bedeutung "Wolke" hatte.

Die ursprüngliche Bedeutung von dt. "lobhudeln" war dt. "durch Lob plagen", was auch auf die Bedeutung "streiten" hindeutet.

Bei Adelung findet man:


1. Der "Hudel", des -s, plur. die -n, in der Landwirthschaft einiger Gegenden, z. B. Obersachsens, ein Baum oder Unterlage auf einem Wagen, wenn der Fuhrmann ohne Leitern fähret.

2. Der "Hudel", des -s, plur. die -n, ein nur in einigen Oberdeutschen Gegenden übliches Wort, einen "Lappen", einen "Lumpen", einen "Hader" zu bezeichnen, von welchem Worte es nur der Aussprache nach verschieden ist, indem die Endsylben "el" und er beständig mit einander abwechseln. Ein alter "Hudel", ein "Küchenhudel", "Wischhudel", "Reibhudel", "Hudelwisch" u. s. f. Eben daselbst ist figürlich ein "Hudel" in der niedrigen Sprechart auch ein "Lumpenhund", "Hudelmannsgesinde", "Hudelvolk", "Lumpenvolk", "hudelicht" und "hudelig", "lumpicht", "lumpig" u. s. f. Ohne Zweifel von dem folgenden "hudeln", "hin und her beweget werden", zumahl da auch "Lumpe" eine ähnliche Abstammung zu haben scheinet. Im Franz. "Haillon", wie "souiller" von "sudeln", Nieders. "söhlen".

"Hudeln", verb. reg. act. welches nur im gemeinen Leben üblich ist, und eigentlich ein "hin und her Bewegen", ein "Wedeln" zu bedeuten scheinet. Man gebraucht es noch in folgenden figürlichen Bedeutungen.

1) Eine Sache obenhin hudeln, sie weghudeln, hinhudeln, sie in der Geschwindigkeit oben hin verrichten, ohne die gehörige Zeit und Aufmerksamkeit darauf zu wenden; Engl. to "huddle", Holländ. "hoetelen". Eine Sache verhudeln, sie auf solche Art verderben. "Zerhudeln", bey dem Kaiserberg zerreißen. 2) Jemanden hudeln, ihm unnöthige und vergebliche Bewegung und Bemühung verursachen. Jemanden herum hudeln, ihn auf solche Art ermatten. Das Fieber hat mich recht gehudelt, hat mich sehr mitgenommen, hat mir viel zu schaffen gemacht. Diese Arbeit hat mich sehr gehudelt, hat mir viele vergebliche Mühe gemacht. Laß mich ungehudelt. Nach einer noch weitern Figur, auch "foppen", "vexiren", "zum Besten haben". Er läßt sich nicht hudeln. Ehedem bedeutete es auch "gaukeln", jemanden Gaukeleyen, Blendwerke vormachen, ihn auf solche Art betriegen; welche Bedeutung auch das Schwed. "hutla" und das Wendische "hudlu" haben. Wenn es im Isidor heißt: Druhtin suuor Dauite in uuarnissu endi ni huolida imu; der Herr hat dem David in der Wahrheit geschworen, und wird ihn nicht hintergehen: so muthmaßet Palthen, daß für huolida, hudolida geschrieben worden. Daher die Hudelung.

Anm. Wie alt dieses Wort, besonders in der letzten Bedeutung sey, erhellet aus dem Hebr. und Griech. wo "???" "gaukeln", und "???" "Possen" bedeuten. Wachter leitet es von "huen", "verspotten", "verhöhnen", her. Allein daß der Begriff des hin und her Bewegens in diesem Worte der herrschende ist, erhellet aus dem im Oberdeutschen üblichen Neutro "hudeln", welches Kaiserberg in einer Stelle bey dem Frisch, für "schlottern", "baumeln", gebraucht. Wenn einen der Schlag gerührt, ist alles weich und lodlecht, die Hut lumlet und lapet. So hudlet alles um einen den die Sünde lumlecht gemacht hat, es ist keine Dapferkeit da. Gaukeln, welches wenigstens in Einer Bedeutung mit diesem Zeitworte überein kommt, bezeichnet ursprünglich auch nichts anders, als ein hin und her Bewegen, S. dasselbe, ingleichen Wedeln.

Die "Hudeley", plur. die -en, gleichfalls nur im gemeinen Leben. 1) Die Verrichtung einer Arbeit in einer nachlässigen Geschwindigkeit, und die auf solche Art verrichtete Arbeit selbst. In engerer Bedeutung bey den Handwerkern, die unbefugte Ausübung eines Handwerkes, welches man nicht zunftmäßig erlernet hat. 2) Die Verursachung unnöthiger und vergeblicher Bewegung und Mühe.

Der "Hudeler", zusammen gezogen "Hudler", des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben, in der ersten Bedeutung des Zeitwortes, ein Mensch, der seine Arbeit nachlässig und oben hin verrichtet, und sie dadurch verderbt. In engerer Bedeutung bey einigen Handwerkern und Künstlern, ein Pfuscher, Stümper, der sein Handwerk oder seine Kunst nicht zunftmäßig erlernet hat. ( S. Pfuscher,) So fern hudeln ehedem gaukeln bedeutete, war Hudler auch ein Gaukler, Possenreißer.

"Hunzen", verb. reg. act. welches nur in den niedrigen Sprecharten in einigen Zusammensetzungen üblich ist, wo es eine doppelte Bedeutung hat. 1) Einen harten, mit Schmähungen begleiteten Verweis geben, in dem zusammen gesetzten "aushunzen", w. S. 2) "Verderben", in dem Zeitworte "verhunzen", w. S.

Anm. Die Endsylbe "zen", welche aus "sen" entstanden ist, verräth ein Intensivum, Frequentativum oder Factitivum. In der ersten Bedeutung kann es von "höhnen" herstammen, und für "höhnezen", "höhnzen", "stehen", oder auch von "Hund", "hundsen", wie einem Hunde begegnen. In der zweyten Bedeutung scheinet es von "hauen" oder "hammen", "schneiden", herzukommen, weil "zerhunzt" auch für "zerschnitten", "zerfetzt", vorkommt; oder auch von dem alten "hunten", "eilen", "übereilen", "durch allzu große Eilfertigkeit verderben", da es denn mit "hudeln" überein kommen würde. S. 3. "Hund" -Anm. und "Hudeln".

"Verhudeln", verb. reg. act. durch Hudeln verderben. Eine Arbeit verhudeln.

"Vexieren", verb. reg. act. welches aus dem Latein. "vexare" gebildet, und nur im gemeinen Leben üblich ist. 1. Unnöthige Beschwerde, Mühe oder Unlust verursachen. Die Sache hat mich sehr vexieret, ehe ich damit fertig werden konnte. So vexieret man jemanden, wenn man ihm zu seinem Vergnügen geringe Unlust zu erwecken sucht; wofür man sonst auch "schrauben", "scheren", "zergen", "hudeln", "necken", "foppen", "zwacken" u. s. f. im Oberdeutschen "heyen", "hegen", "keyen", bey den Jägern füchseln, welches vermuthlich mit "vexare" von einem und eben demselben Stammworte ist, in Schlesien "firgeln", im Niederdeutschen "hyen", "schurigeln", "rerren", "rengeln", "brüen", "brüden", "luren" u. s. f. sagt. 2. Im engsten Verstande vexieret man jemanden, wenn man dessen Leichtgläubigkeit oder Unwissenheit zu seinem Vergnügen zu hintergehen sucht. Daher die "Vexier-Gläser" oder "Springgläser", der "Vexier-Spiegel", das "Vexier-Pulver" u. s. f.


(E?)(L?) http://web.archive.org/web/20080821131733/http://bartleby.com/61/29/H0312900.html

huddle


(E?)(L?) http://web.archive.org/web/20080830082950/http://www.bartleby.com/61/roots/IE470.html

Appendix I - Indo-European Roots

ENTRY: (s)keu-
...


(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/index.php?begin=a&end=zzzzz

lobhudeln + D / A


(E?)(L?) http://kolumnen.de/kolumnen/aboul/aboul-200811.html

20.08.11
Magdi Aboul-Kheir
Bindenbrusse forever: Zweibelhirn mit Hudeln und andere Zartheiten
...


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H

Hudel | Hudelei | Hudeler | hudelig | hudeln | hudern | Hudler


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/l.php

lobhudeln


(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/

Nur nicht hudeln


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

1. Hudel | 2. Hudel | Hudeln | Hudeler | Hudeley


(E?)(L?) http://www.w-akten.de/deutsche-redewendungen.phtml

Nur nicht hudeln


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Redewendungen

Nur nicht hudeln! (schwäbisch: No net hudle!) — nicht übereilt handeln (dafür lieber gründlich)! Eine im süddeutschen Sprachraum beliebte Redewendung. Mit „Hudel“ bezeichnete man im Oberdeutschen einen (feuchten) Wischlappen, mit dem der angeheizte Backofen von Asche gesäubert wurde, ehe man die Brotlaibe einschob. Das musste recht schnell gehen, um keine Hitze zu verlieren


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/

ABHUDELN | AUSHUDELN | FORTHUDELN | HUDELMANN, m. | HUDELN, v. | HUDELPACK, n. | HUDELSACK, m. | HUDELTAG, m. | HUDELUNG, f. | HUDELVOLK, n. | HUDELWERK, n. | HUDELWINKEL, m. | HUDELWISCH, m. | HUDELWOCHE, f. | HUDER | HUDER, m. | HUDERBUTZ, m. | HUDERN, v. | HUDERN, v. | HUDERN, v. | HUDLER, m. | HUDELER, m. | HUDLEREI, f. | HUDLERIN | HUDLERSGESINDE | HUDLICHT | HUDRI | lobhudelei, f. | lobhudeln, verb. | lobhudler, m. |


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/Wander

Hudeln


(E?)(L?) http://www.woher-stammt.de/overview.html

nur nicht hudeln


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=hudeln
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "hudeln" taucht in der Literatur um das Jahr 1780 auf.

Erstellt: 2014-11

I

IAB (W3)

"IAB" steht für "Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung"

(E6)(L?) http://www.iab.de/


(E?)(L?) http://www.iab.de/de/publikationen/glossar.aspx
Das IAB wurde 1967 als Forschungsinstitut der Bundesanstalt für Arbeit gegründet. Ausschlaggebend war die Erkenntnis, dass eine aktive Arbeitsmarktpolitik auf die wissenschaftlich fundierte Analyse und Vorausschau angewiesen ist.

Die vom IAB herausgegebenen Glossare sind wirklich empfehlenswert:


Die Glossare sollen es Ihnen erleichtern, arbeitsmarktbezogene Fachveröffentlichungen in Englisch und Französisch zu lesen und zu verstehen. Neben der bloßen Übersetzung bieten sie hierfür auch Erklärungen beziehungsweise Beispielsätze an, die die Wortverwendung "glossieren", also erläutern.




Ich-AG (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
Wann gab's die erste "Ich-AG"? 199? ???

...
Die Bundesregierung möchte, dass es in Deutschland weniger Arbeitslose gibt. Dazu wurden Maßnahmen beschlossen, die die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessern sollen. Eine dieser Massnahmen ist die Gründung von so genannten "Ich-AGs".
...


J

K

Kartoffelferien (W3)

(E2)(L2) http://www.nextz.de/glossen/kartoffel.htm

Als "Kartoffelferien" wurden ab dem 19. Jahrhundert die Herbstferien bezeichnet, denn für die Kartoffelernte wurde jedes Kind benötigt.
...


Knappschaft (W3)

"Knappschaft" ("Zusammenschluß der Bergleute zur Sicherung gegen Unglücksfälle") ist die Bezeichnung für einen regionalen Träger der bergbaulichen Sozialversicherung von 1945 bis 1969. Dann wurden die acht bezirklichen Knappschaften zur Bundesknappschaft zusammengelegt. Die Bezeichnung "Knappschaft" (mhd. "knappeschaft", "Art und Weise oder Treiben von Knappen", "Junggesellenstand") findet man aber schon seit dem 13./16. Jh. für die bergbaulichen Zünfte (1539, "knabschaft"), "Vereinigung von Bergleuten". Die Bezeichnung basiert auf dt. "Knappe", der mit dt. "Knabe" (ahd. "knappo") verwandt ist und auch für "Geselle im Bergbau" verwendet wurde. Weiter zurück gehend findet man die Bezeichnung "Knappe" für einen "noch nicht zum Ritter geschlagenen jungen Adligen".

Der dt. "Knabe" = dt. "Junge", "Diener", ahd. "knabo" = "kleiner Junge" gehört zur großen Familie der "kn-"-Wörter ("knacken", "kneifen", "knicken", "knobeln" (zu "Knochen"), "knuddeln", "Knauf", "Kneipe", "Knie", "Knolle", "Knopf", "Knoten", "Knubbel", und viele andere, mit der Konnotation "klein", "gedrückt", "rund") und bedeutete ursprünglich "Pflock", "Knüppel", und ist verwandt mit dt. "Knebel".

Adelung schreibt dazu:


Die "Bergknappschaft", plur. die -en. 1) Die Verbindung der "Bergknappen", oder aller derer, welche bey einem Bergwerke zu thun haben; ohne Plural. Sich in die Bergknappschaft begeben. 2) Die sämmtlichen mit einander verbundenen Bergknappen eines Ortes oder einer Gegend. 3) Ihre Versammlung. Bergknappschaft halten. Daher der Bergknappschaftsälteste, der älteste Steiger unter der Bergknappschaft; die Bergknappschaftsfahne; das Bergknappschaftssiegel; der Bergknappschaftsschreiber u. s. f.

Die "Hüttenknappschaft", plur. die -en, die Knappschaft der bey einer oder mehrern Schmelzhütten befindlichen Bergleute; zum Unterschiede von der "Bergknappschaft".

Die "Knappschaft", plur. die -en, die ganze Gesellschaft der Knappen eines Ortes oder eines Gewerbes; besonders im Berg- und Hüttenbaue. Die "Bergknappschaft", die sämmtlichen Bergleute, oder Grubenarbeiter; die "Hüttenknappschaft", die sämmtlichen Hüttenarbeiter. Daher der Knappschaftsälteste, der Älteste, der Vorsteher der Knappschaft; die Knappschafts-Casse, eine Casse, in welche von 128 Theilen der Ausbeute ein Theil gegeben wird, unvermögenden Bergleuten daraus Almosen zu reichen, welcher Theil von 128 auch der Knappschaftskur heißt; die Knappschaftsgebühren, dasjenige Geld, welches die Gewerken für gewisse Materialien der Knappschaft einrichten, und so ferner.


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERB.pdf

Bundesknappschaft


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERK.pdf

Knappschaft


(E?)(L?) http://www.rhein-lahn-info.de/geschichte/friedrichssegen/sprache.htm


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

bergknappschaft | bergknappschaftaelteste | bergknappschaftkasse | bergknappschaftkasten | bergknappschaftschreiber | bergknappschaftsiegel | huettenknappschaft | huettenknappschaftsverwandte | knappschaft | knappschaftaelteste | knappschaftbuechse | knappschafter | knappschaftjuengste | knappschaftkasten | knappschaftsaelteste | knappschaftsbuechse | knappschaftsjuengste | knappschaftskasten


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

BERGKNAPPSCHAFT, f. | HÜTTENKNAPPSCHAFT, f. | knappschaft


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/GWB/

Bergknappschaft


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Knappschaft | Kux, (Knappschafts-) | Schlesisches KnappschaftInstitut


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Knappschaft
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Knappschaft" taucht in der Literatur um das Jahr 1760 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-02

L

Laboratorium (W3)

Dt. "Laboratorium" geht zurück auf lat. "labor" = "Arbeit" bzw. "labore" = "arbeiten".

Lebenslauf (W3)

Dt. "Lebenslauf" geht als Lehnübersetzung zurück auf lat. "curriculum vitae" ("CV").

Adelung schreibt dazu:


Der "Lebenslauf", plur. die -läufe. 1) Das Leben unter dem Bilde eines Laufes betrachtet; ohne Plural. Seinen Lebenslauf vollenden, sterben. 2) Die Beschreibung des Lebens einer einzelnen person; die Lebensbeschreibung, die Lebensgeschichte, das Leben.


(E?)(L?) http://www.europeana.eu/portal/record/03486/urn_resolver_pl_urn_urn_nbn_de_bvb_12_bsb00043364_7.html

Pisani, Vittore: Die Etymologie: Geschichte, Fragen, Methode

S.78


(E?)(L?) http://kurzbewegung.de/201083/curriculum-vitae

»Curriculum Vitae« - ein bewegender Lebenslauf


(E?)(L?) http://www.lieder-archiv.de/lieder/list_vl.php?initial=M

Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust


(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm

Lehnübersetzung Def.: Lebenslauf


(E?)(L?) http://www.netzine.de/tag/lebenslauf/

Lebenslauf


(E?)(L?) http://help.sap.com/saphelp_glossary/de/index.htm




(E?)(L1) http://www.schuelerlexikon.de/

Deutsch-Lexikon: 3.1.18 Bewerbung und Lebenslauf | Bewerbung | Lebenslauf


(E?)(L?) http://www.schuelerlexikon.de/SID/243e387176c29c67c519496d28ae39a0/lexika/literatur/cont/cont0800/cont0888/full.htm

Literatur-Lexikon: "Lebenslauf"


(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/suche?q=Lebenslauf

Suche nach "Lebenslauf": 1000 Ergebnisse ...


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

LebensLauf


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/




(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/Wander

Lebenslauf


(E1)(L1) http://www.wortwarte.de/

Fake-Lebenslauf


(E?)(L?) http://www.zehn.de/die-10-wichtigsten-tipps-fuer-den-perfekten-lebenslauf-4055605-0

Die 10 wichtigsten Tipps für den perfekten Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das Herzstück jeder Bewerbung und damit auch am schwierigsten zu erstellen. Wir sagen Ihnen, wie Sie einen "perfekten" Lebenslauf hinbekommen ... mehr
veröffentlicht am 01.12.2010
EXPERTE: Madeleine Leitner
...
Die 10 wichtigsten Tipps für den perfekten Lebenslauf im Überblick


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Lebenslauf
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lebenslauf" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 / 1750 auf.

Erstellt: 2013-10

Leine ziehen
zieh' Leine (W3)

Der Ausspruch "Leine ziehen" bezieht sich auf das Schiffe ziehen in früheren Zeiten und "zieh' Leine" war ursprüngliche die Aufforderung schneller und kräftiger zu ziehen. Mittlerweile hat es die Bedeutung "hau ab" angenommen.

locker (W3)

Das Wort "locker" = "unfest", "lose", "wackelig", "leichtfertig" geht über mhd. "lücke", "lugge" zurück auf die Verwandtschaft mit "Lücke" und "Loch".

M

manuell (W3)

Dt. "manuell" geht zurück auf lat. "manus" = "Hand".

Manufaktur (W3)

Dt. "Manufaktur", engl. "factory", bedeutet wörtlich dt. "Handmacherei".

Beispiele:

(E?)(L?) http://www.1000getraenke.de/links/bierlinks,3,186.html

Baisinger BierManufaktur Familie Teufel | Braumanufaktur Forsthaus Templin


(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_b_1.html

Berliner Porzellanmanufaktur


(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_k_1.html

Kopenhagener Porzellanmanufaktur


(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_m_1.html

Manufaktur


(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_p_1.html

Porzellanmanufaktur


(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_w_1.html

Wiener Porzellan Manufaktur


(E?)(L?) http://www.bierbasis.de/biere-nach-laendern

Braumanufaktur Dunkel | Braumanufaktur Erntebock | Braumanufaktur Hell | Braumanufaktur Maibock | Braumanufaktur Märzen | Braumanufaktur Potsdamer Stange | Braumanufaktur Weihnachtsbock | Braumanufaktur Weizenbier | Gievitzer Braumanufaktur Baltic Alt


(E?)(L?) http://www.comedix.de/lexikon/db/wagen_und_waffenmanufaktur_katalog.php

Wagen- und Waffenmanufaktur-Katalog


(E?)(L?) http://www.die-welt-der-schuhe.de/abc-der-schuhe.aspx

Schuhmanufakturen


(E?)(L?) http://www.glaesernemanufaktur.de/

Die Gläserne Manufaktur ("Transparent Factory") von VW.


(E?)(L?) http://www.hagalil.com/lexikon/index.php?title=Porzellanmanufaktur_Allach

Porzellanmanufaktur Allach


(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/


(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D13881.php

Die M. war ein zentralisierter Eigenbetrieb eines Unternehmers im Zeitalter der Protoindustrialisierung, im Gegensatz zum auf Heimarbeit basierenden Verlagssystem.
...


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm3.html

Vorformen der "Massenproduktion" von Büchern finden sich in jenen Handschriftenmanufakturen des 15. Jh., die, im Gegensatz zur bisher üblichen Auftragsarbeit, im Sinne der heutigen Verleger auf Vorrat arbeiteten, d.h. ein Lager solcher Handschriften unterhielten, von denen sie sich einen guten Absatz versprachen und für die sie Werbung betrieben.

Als erster bekannter Inhaber einer größeren Handschriftenmanufaktur gilt der Schreiber und Handschriftenhändler Diebolt (Diebold) Lauber in Hagenau (Elsaß) (dort nachweisbar 1427 - 1467). In seiner Werkstatt arbeiteten 5 Schreiber und 16 Zeichner; sein Absatzgebiet für religiöse, unterhaltende, juristische und naturwissenschaftliche Handschriften in deutscher Sprache reichte von Süddeutschland bis zum Niederrhein.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm6.html

Das wohl früheste deutsche Branchenadreßbuch (nach Branchen [Wirtschafts-, Geschäftszweigen, Unternehmen] geordnetes Adressenverzeichnis) gab in Weimar Johann Christian Gödecke u.d.T. "Fabriken- und Manufakturen-Adreß-Lexicon von Teutschland und einigen angrenzenden Ländern" im Selbstverlag 1798 heraus.


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERM.pdf

Manufaktur


(E?)(L?) http://www.koelner-dom.de/index.php?id=glossar

Manufaktur (lat. "manu factum" = "von Hand gemacht") Frühindustrieller Gewerbebetrieb, dessen Produkte bereits nach dem Prinzip der Arbeitsteilung gefertigt wurden.


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S

Silbermanufaktur


(E?)(L?) http://de.paperblog.com/das-ziel-ist-das-ziel-770891/

...
"Manufaktur" setzt sich zusammen aus lat. "manus" = "Hand" und lat. "facere" = "tun", "machen", "erbauen", "herstellen".
...


(E?)(L?) http://www.reta-vortaro.de/revo/

Esperanto: "manufakturo"


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

bergwerkmanufaktur | eisenmanufakturstand | goldmanufaktur | manufaktur | manufakturier | manufakturierer


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/GWB/

Seidenmanufaktur | Seidenmanufakturist | Seidenstrumpfmanufaktur | Treten, in den Seidenmanufakturen | Trommel, in den Seidenmanufakturen


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Rolle (in der Zeugmanufaktur) | Russische Fabriken und Manufakturen | Russische Manufakturen | Sächsische Landes-, Oekonomie-, Manufaktur- und Commerzdeputation | Sächsische Manufakturen und Fabriken | Saffianmanufaktur | Sardinische Manufakturen und Fabriken | Schleiermanufaktur | Schlesische LeinwandManufaktur | Schneidebank, in der Gazemanufaktur | Schwedische Fabriken und Manufakturen | Schwedische Manufakturen | SchweitzerManufakturen | Sicilianische Manufakturen und Fabriken | Siebenbürgische Fabriken und Manufakturen | Siebenbürgische Manufakturen | Silbermanufaktur | Silbermanufakturist | Spanische Manufakturen | Spanische Tuchmanufaktur | Spiegelmanufaktur | SpielkartenManufaktur | Staat (Manufaktur-) | StaatsFabriken und Manufakturen | Stanze, in den Blumenfabriken oder Manufakturen | Stapel in den Wollmanufakturen | Steingutmanufaktur | Straßburger Fabriken und Manufakturen | Streckwerksbleymanufaktur | Strohhutmanufaktur | Strumpfmanufaktur | Tabaksmanufaktur | Tapetenmanufaktur | Wachsmanufaktur


(E3)(L1) http://www.wein-plus.de/glossar/W.htm

Weinmanufaktur Untertürkheim


(E1)(L1) http://www.wortwarte.de/

Theoriemanufaktur


(E?)(L?) http://zbw.eu/stw/versions/latest/descriptor/about.de.html

Manufaktur


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Manufaktur
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Manufaktur" taucht in der Literatur um das Jahr 1720 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-04

Mindestlohn (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
Wann der Begriff "Mindestlohn" zum ersten mal aufkam, ist mir leider nicht bekannt.


...
In Deutschland gibt es keine gesetzlich festgelegten Mindestlöhne. Allerdings hat der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit 2003 einen tariflichen Mindestlohn für die Bauindustrie eingeführt, damit keine Arbeitsplätze durch so genanntes Lohndumping (besonders niedrige Löhne) verloren gehen. Das "Arbeitnehmer-Entsendegesetz" besagt, dass diese tariflich festgesetzten Mindestlöhne auch für ausländische Bauarbeiter gelten, die zeitweise auf deutschen Baustellen arbeiten.
...


N

nagelneu
nigelnagelneu
funkelnagelneu (W3)

In der Literatur wird "nagelneu" auf die Bedeutung zurückgeführt, dass etwas "ganz neu genagelt" wurde. Eine Holzkiste, die gerade erst zusmaangenagelt wurde, ist also "nagelneu".

Ich selbst habe bei diesem Wort immer noch folgende Assoziation: Als Kind erlebte ich, wie mein Grossvater aus altem Holz die Nägel entfernte. Einmal um beim Zersägen das Sägeblatt nicht zu beschädigen. Zum Anderen aber auch, um die herausgezogenen Nägel gerade zu klopfen und so wieder verwertbar zu machen. Für anspruchsvollere Aufgaben wurden allerdings neue Nägel benutzt.

Dt. "nigelnagelneu" entstand als umgangssprachliche Bildung aus Spass an der Verdoppelung (verdoppelnde Bildung mit Ablaut).

Dt. "funkelnagelneu" könnte sich direkt auf einen neu erstellten und noch "funkelnden Nagel" beziehen. Möglich wäre aber auch der Bezug zu einem gerade erst mit solchen Nägeln hergestellten Gegenstand. Entstanden ist dt. "funkelnagelneu" allerdings wortspielerisch aus dem schon bestehenden dt. "funkelneu" und dt. "nagelneu".

Adelung schreibt dazu:


"Nagelneu", adj. et adv. welches nur im gemeinen Leben für "völlig neu" üblich ist, wo es auch wohl "funkelneu", oder "funkel nagelneu" lautet; Nieders. "glootnij", "speldernij", "spoolnij", "spooldernij". Ein nagelneues Kleid, welches noch gar nicht getragen worden. Die Figur von einem neuen Nagel, der erst von dem Amboße kommt, ist freylich ein wenig sonderbar; indessen scheinet der gleichbedeutenden Ausdruck "funkelneu" und Nieders. "glootnij" denselben zu bestätigen.

"Neu", -er, -este, adj. et adv. welches überhaupt diejenige Eigenschaft eines Dinges bezeichnet, da seit dessen Daseyn nur eine kurze Zeit verstrichen ist, im Gegensatze des alt.

1. Eigentlich, von dem Daseyn lebloser Dinge und Eigenschaften, da von Menschen, Thieren und Pflanzen, wenn die Dauer ihres Daseyns überhaupt bestimmt werden soll, jung üblich ist. Ein neues Haus. Ein neues Kleid. Ein neues Buch. Eine neue Mode. Eine neue Liebe. Das Haus, das Kleid, das Buch ist ganz neu; in den gemeinen Sprecharten "nagelneu", "funkelneu", "funkelnagelneu", Nieders. "spelderneu", "spolderneu", für "ganz neu", "völlig neu". Diese Art zu denken ist nicht neu. Das neue Jahr, im Gegensatze des alten, vergangenen, (S. "Neujahr".) Eine ganz neue Lüge. Eine neue Lehre. Von Speisen und Eßwaaren gebraucht man am häufigsten das Wort "frisch", zuweilen auch "jung", ob man gleich auch in Oberdeutschen sagt, "neues Brot", "neuer Käse", "neues Bier", für "frisches Brot", frischer oder junger Käse, junges Bier. Nur in Ansehung des Jahrwuchses, wenn eine Speise in diesem Jahre noch nicht da gewesen, wird sie auch im Hochdeutschen "neu" genannt. Neuer Wein, dießjähriger, im Gegensatze des alten oder firnen. Eine neue Speise. Neues Brot, von neuem oder dießjährigem Getreide. Neue Häringe. Dahin gehören auch die adverbischen R. A. "aufs neue" und "von neuen", (bey einigen irrig "von neuem" oder "vom neuen", S. Von, die Anm.) Aufs neue krank werden, wiederum, nochmahls. O Sonne, die mein Angesicht Aufs neu jetzund erhellet, Weiße. "Aufs das neue", für "aufs neu", kommt hin und wieder vor. So auch "von neuen". Von neuen sündigen, krank werden. Tausend kleinen Umstände, die immer von neuen vorkommen. Schon im Isidor "ith niuues", bey dem Notker "iteniunues", im Lat. "denuo". Im Oberd. ist für beyde neuer Dingen und wiederhohlter Dingen üblich.

2. In weiterer Bedeutung.

1) In Beziehung auf gewisse Eigenschaften oder Umstände. Der neue König, welcher erst seit kurzen zu dieser Würde erhoben worden. Neue Soldaten, neue Beamte. Ein neuer Freund, der erst seit kurzen unser Freund ist. Das neue Testament, im Gegensatze des alten. Die neue Welt im Gegensatze der alten, weil sie den Europäern am spätesten bekannt geworden. Der neue Mond, welcher im gemeinen Leben auch das neue Licht, oder das Neue genannt wird, (siehe "Neumond".) Dagegen ist bey den Jägern das Neue, oder ein Neues, frisch gefallener Schnee, (S. die Neue.) Neue Einwohner in eine Colonie schicken, welche vorher noch nicht da gewesen. Die Besatzung mit neuen Leuten abwechseln lassen, mit frischen. Die neue oder neuere Geschichte, im Gegensatze der alten oder ältern. Neuere Briefe (spätere, jüngere) melden nichts davon. Das neue Logis, worein man seit kurzen gezogen ist, oder erst darein zu ziehen Willens ist. Ein neuer Bedienter, welchen man noch nicht lange hat. Neue Fürsten, welche die fürstliche Würde nach der Mitte des 16ten Jahrhundertes erhalten haben, im Gegensatze der alten Fürsten. (S. Neufürstlich.)

2) In Beziehung auf unsere Erkenntniß, was man vorher noch nicht erfahren, empfunden oder erkannt hatte. Das ist mir nichts Neues, das habe ich schon mehrmahls erfahren, oder empfunden. Diese Sache ist mir nicht neu, nicht unbekannt. Eine neue Lehre. Ein neuer Gedanke, welchen man noch nicht gedacht, oder noch nicht gelesen hat. Neue Gewächse, neue Thiere, welche bisher noch nicht bekannt gewesen. Diese Forderung wäre ganz neu, ganz unerhört. Dieß Gefühl, welches mir so neu in jeder Nerve hebt. Der Gegenwart des Geistes ist nichts neu. Ein neuer Gegenstand, in den bildenden Künsten, der noch von niemanden, oder doch nicht auf diese Art behandelt worden. Etwas Neues erzählen, was man noch nicht gewußt hat, besonders wenn es sich vor kurzen zugetragen hat, oder zugetragen haben soll. Was gibts Neues? Immer etwas Neues wissen. Das ist nichts Neues, das ist schon etwas Altes, Bekanntes. S. "Neuigkeit".

3. Figürlich, in Beziehung auf solche Eigenschaften, welche gemeiniglich an neuen Dingen angetroffen werden.

1) Seinem ersten Zustande, der ersten Gestalt, welche ein Ding nach seinem Entstehen hatte, gleich, in welchem Verstande man im gemeinen Leben Werke der Kunst, wenn sie so aussehen, als wie sie aus der Hand des Künstlers oder Urhebers kamen, neu zu nennen pflegt; wo es doch in Gestalt eines Nebenwortes am üblichsten ist. Etwas wieder neu machen.

2) "Ungebraucht", "unabgenutzt". Ein neues Kleid, welches noch nicht getragen ist, wenn es gleich in Ansehung der Zeitdauer nicht neu ist. Neues Geld, welches noch ganz glänzend ist. Das Kleid, das Haus ist noch ganz neu.

3) Den Grad der lebhaften innern Stärke habend, welchen ein Ding bey seinem Entstehen gemeiniglich zu haben pflegt. Neuen Muth, neue Kräfte haben, bekommen. Die Barmherzigkeit des Herrn ist alle Morgen neu, Klugl. 3, 23. Mein Schmerz wird wieder neu.

4) Mit dem Nebenbegriffe des bessern; im Gegensatze des alt. Der neue Mensch, das neue Leben, ein neues Herz, der neue Sinn, in der Deutschen Bibel und der biblischen Schreibart, die durch den Geist Gottes gewirkte bessere sittliche Beschaffenheit, im Gegensatze der ungeänderten.

5) Unerfahren; am häufigsten als ein Nebenwort. In einer Sache neu seyn. Er war in dieser Art von Erfahrungen noch ganz neu. Bist du so neu in der schönen Welt, daß du nicht weißt, daß das Freye jetzt der gute Ton ist? S. Neuling.

Anm. Bey dem Kero "niuu", bey dem Ottfried "niu", "nouo", im Nieders. "nij", "nige", im Dän. "ny", im Angels. "niwe", "neowe", im Engl. "new", im Franz, "neuf", im Ital. "nuovo", bey dem Ulphilas "niwi", im Irländ. "nua", im Pers. "nau", im Russ. und Pohln. "nowy", im Krain. "nov", welche insgesammt mit dem Lat. "novus" und Griech. "???" aus einer gemeinschaftlichen ältern Quelle entsprungen sind. Das Stammwort scheinet nahe zu seyn, (siehe "Nun";) indessen da "neu" im Dän. auch "nyt" lautet, und unser "neu" in einigen Fällen selbst so viel wie "glänzend" bedeutet, so stehet es noch dahin, ob es mit "nett" nicht vielmehr zu "Nitor", "nitere", "nitidus" gehöret. Man macht mit diesem Worte verschiedene Zusammensetzungen, Dinge zu bezeichnen, welche entweder erst seit kurzen da sind, oder seit kurzen bekannt geworden, oder auch, welche später entstanden oder bekannt geworden, als ein anderes von eben derselben Art. Die bekanntesten derselben kommen in folgenden vor. Nur wenn es das bloße Nebenwort "neu" ist, und weder eine Ellipse noch eine Figur Statt findet, so enthält man sich der Zusammenziehung mit mehrerm Rechte, als man sich derselben bedienet. Neu geboren, neu gebackenes Brot, neu geworbene Soldaten, neu gekleidet, für neugeboren u. s. f.

"Spanneu", ein nur im gemeinen Leben in dem Ausdrucke "spannagelneu" übliches Wort, welches gemeiniglich "spann-nagelneu" ausgesprochen wird; "völlig neu", "glänzend neu", "funkelneu", "funkel-nagelneu". Die Bedeutung des Wortes "span" ist hier dunkel. Vielleicht sagt der Ausdruck: so neu als ein frisch gespaltener Span und frisch geschmiedeter Nagel. Die Niedersachsen sagen "spelder-nij", "spool-nij", "spoolder-nij", welches gleichfalls von "spelden", "spalten", abzustammen scheinet.

"Spannnagelneu", S. "Spanneu".


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/e.php

etwas ist funkelnagelneu


(E?)(L?) http://linguistik.uni-regensburg.de:8080/lido/Lido

nagelneue Entität


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

FUNKENNAGELNEU, adj.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/RhWB/

funkelnagelneu


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=nagelneu
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "nagelneu" taucht in der Literatur um das Jahr 1780 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-11

O

opulent (W3)

Auch wenn dt. "frugal" üppig klingt und sogar von lat. "frugalis" = "zur Frucht gehörend" abstammt, hat es doch die Bedeutung "spärlich", "einfach", "bescheiden" und bezeichnete bei den Römern die "Feldfrüchte" = lat. "fruges".

Wenn es wirklich üppig zugehen soll, dann benutzt man besser dt. "opulent", frz. "opulent" (1355), engl. "opulent" (engl. "opulently") = dt. "reichlich", das auf lat. "opulentus" = dt. "reich", "wohlhabend", "reichhaltig", "üppig", lat. "ops" = dt. "Macht", "Vermögen" zurück geht.

Interessant ist sicherlich auch, dass lat. "opulentus" als lat. "openentus" begann. In einem Vorgang, der als "Dissimilation" = dt. "Entähnlichung" genannt wird (wie etwa auch von "Tartüffel" zu "Kartoffel") wurde das "n" durch "l" ersetzt und damit auch die Doppelung "enen" vermieden.

Als Stamm wird ide. "*op-" = "arbeiten", "produzieren" postuliert. Dieses ide. "*op" findet sich auch in vielen anderen Wörtern wie

(E?)(L1) http://www.frag-caesar.de/lateinwoerterbuch/beginnend-mit-o.html




(E?)(L?) http://www.lateinseiten.de/konjugator/kon80/index.htm

opulentus Nominativ Sg. opulentus, opulenti, m. begütert
Auswertung - Adjektive
m.: (opulentus, opulenti) - f.: (opulenta, opulentae) - n.: (opulentum, opulenti) - begütert

               	m.         	f.      	n.
Nominativ, Sg  	opulentus 	opulenta 	opulentum
Genitiv, Sg  	opulenti 	opulentae 	opulenti
Dativ, Sg  	opulento 	opulentae 	opulento
Akkusativ, Sg  	opulentum 	opulentam 	opulentum
Ablativ, Sg  	opulento 	opulenta 	opulento

Nominativ, Pl  	opulenti 	opulentae 	opulenta
Genitiv, Pl  	opulentorum 	opulentarum 	opulentorum
Dativ, Pl  	opulentis 	opulentis 	opulentis
Akkusativ, Pl  	opulentos 	opulentas 	opulenta
Ablativ, Pl  	opulentis 	opulentis 	opulentis



(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Opulent


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=opulent
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "opulent" taucht in der Literatur um das Jahr 1820 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2015-05

P

Perfektionismus (W3)

Hier findet man das lat. "facere" = "machen", "tun" und das verstärkende lat. "per-" = "über-". Es kann also als "abgeschlossenes Tun" widergegeben werden.

Der "-ismus" setzt dem noch eins hinzu und lässt es zur Übertreibung werden. - Oder macht es zur "Lehre von der Perfektion" die in Zeiten der Aufklärung die ethische "Vervollkommnung" des Menschen predigte.

professionell
Profession
Profi (W3)

"professionell" ist das Adjektiv zu "Profession". Die lat. "polis" basierte auf der öffentlichen Diskussion. Ein Bürger war erst "professionell", wenn er seine Meinung (evtl. mitunter auch mit tatkräftiger Unterstützung seiner Anhängerschaft) öffentlich kundtat (lat. "fari" = "sprechen", "kundtun").

Der Redner war für viele geradezu eine "Profession" (= "Beruf").
Ist es nicht auch heute noch so, dass diejenigen am weitesten kommen, die eine grosse Klappe haben?
Und will man sich "professionell" ausdrücken spricht man nur noch vom "Profi".

Q

R

rackern (W3)

Beim Verarbeiten von Leinstängeln werden in einem der Arbeitsgänge die Stängel in Stücke gebrochen, auch "rackern" genannt. "Racker" ist auch eine alte Bezeichnung für dt. "Henkersknecht" und mniederd. "racker" = dt. "Abdecker", "Schinder".

Beide beruflichen Verwendungen können zur Bedeutung von dt. "rackern", "sich abrackern" = dt. "sich abmühen" geführt haben.

Über das Substantiv engl., niederdt. "rack" = allgemein dt. "Gestell", "Regal", "Stellage" und insbesondere dt. "Regal für eine Stereoanlage" gelangt man auch zur Bezeichnung dt. "Reck", die Anfang des 19. Jh. von F. L. Jahn in die Turnersprache eingeführt wurde, und damit weiter zu niederdt. "reck" = dt. "Querstange zum Aufhängen der Wäsche", "Querstange zum Aufsitzen der Hühner" und weiter zu dt. "Rah", "Rahe" womit in der Seemannssprache eine "waagerechte, am Schiffsmast befestigte Stange" bezeichnet wir.

Mit Bezug auf die anfangs genannten "Leinstängeln" könnte es sich bei "rack" also um die Grundbedeutung "Stange" handeln. Nimmt man den Faden bzw. die Stange mit dt. "Rahe" weiter auf gelangt man noch zu dt. "regen" und "ragen" mit der Bedeutung "emporragen", "sich aufrichten". Und spätestens mit dt. "sich aufregen" ergibt sich wieder eine Bedeutungsnähe zu dt. "sich abrackern".

dt. "abrackernd" = engl. "drudging"

(E?)(L?) http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article2000289/Sprechen-Sie-Hamburgisch.html

Sprechen Sie Hamburgisch? "afrackern" ("abrackern") ist ein lautmalerisches Wort, das ein körperliches Sich-Abmühen bedeutet: Er rackert und rackert und bringt es doch zu nichts, hat sich womöglich abgerackert bis zum Umfallen, wie man so sagt. Hat nichts gemein mit dem ...


(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/index.php?begin=a&end=zzzzz

abrackern, sich, mit | rackern [intr, hat]


(E?)(L?) http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/detailansicht.php?Artikel=abrackern&Eintrag1=1019

abrackern


(E?)(L?) http://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/plattdeutsch/woerterbuch101_abc-D.html

"do di nich afrackern" - Hamburg/Schleswig-Holstein - "arbeite nicht so viel"


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/

ABRACKERN


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/RhWB/

daraufrackern


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/Wander

Rackern | Zerackern


(E?)(L?) http://zwillingsformeln.uni-graz.at/ZWILLINGSFORMELN%20Hofmeister%2025-06-2010.pdf




(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=rackern
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "rackern" taucht in der Literatur um das Jahr 1830 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-06

S

Schlendrian (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Das Wort "Schlendrian" kommt aus dem Mittelhochdeutschen (von "sludern" = "schlenkern", mit dem Material schludern und es vergeuden).

Wenn mit nachlässiger Gleichgültigkeit eine Arbeit ausgeführt wird bzw. kein Engagement gezeigt wird, dann sagen wir auch "hier herrsche der Schlendrian". Man könnte auch ausrufen "Kampf dem Schlendrian!", also "Kampf der schludrigen oder langsamen Arbeitsweise!"

Wenn wir uns "dem Schlendrian hingeben", dann tun wir nur das Allernötigste bzw. faulenzen wir.
(© blueprints Team)

(E3)(L1) http://www.deutsches-rechtswoerterbuch.de/
hofschlendrian | kammerschlendrian

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/s.php


schuften (W3)

Obwohl dt. "Schuft" und dt. "schuften" sehr ähnlich klingen haben sie anscheinend nichts miteinander zu tun. Während der "Schuft" lautmalerisch auf den Ruf des Uhus zurück geht, wurde das Verb "schuften" zu "schieben" gebildet.

Der dt. "Schuft" = dt. "gemeiner Mensch", "Schurke", geht zurück auf nddt. "Schufut" = dt. "elender Mensch". Diese Bezeichnung, mnddt. "schufut" - wohl lautmalerischen Ursprungs - galt ursprünglich einem lichtscheuen Vogel, dem "Uhu", und wurde dann anscheinend auf einen "lichtscheuen Menschen" übertragen.

Das Verb dt. "schuften", (engl. "drudge") = dt. "schwer arbeiten", "hart arbeiten", wird dagegen zurück geführt auf nddt. "schoft", ndl. "schuft" = (Maßeinheit für) dt. "ein Viertel eines Tagewerks". Die Bezeichnung wird weiter zurück geführt auf die Arbeitsmenge, die "in einem Schub" erledigt werden kann. Daraus soll es dann im 19. Jh. durch studentische Vermittlung als dt. "schuften" in die Standardsprache Eingang gefunden haben.

(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/index.php?begin=a&end=zzzzz
abschuften, sich | schuften [intr, hat]

(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S
schuften | Schufterei

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/a.php
schuften / arbeiten wie ein Ochse | schuften wie ein Kuli

(E?)(L?) http://www.verben.de/a.html
abschuften

(E?)(L1) http://www.wasistwas.de/
Kinderarbeit: Schuften für einen Hungerlohn

(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=schuften
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "schuften" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.

Erstellt: 2012-01

schweißen (W3)

Das Verb dt. "schweißen" wird mit dt. "schwitzen" in Verbindung gebracht. Dahinter steht die Vorstellung, dass das Metall beim Erhitzen anfängt zu schwitzen.

(E?)(L?) http://www.extremnews.com/berichte/vermischtes/e2d814c094f3c8b

Die Entwicklungsgeschichte des Schweißens: Von der Entdeckung bis zur Industrialisierung
...
Ein geschichtlicher Kurzabriss, der das Wesentliche 'zusammen schweißt'
...
Die Wortherkunft (Etymologie) geht übrigens vermutlich auf das Feuerschweißen zurück, wobei zwei Metalle zum "Schwitzen" gebracht werden, was schließlich zur gewünschten Verbindung führt.
...


(E?)(L?) http://www.schweisshelden.de/

...
HERZLICH WILLKOMMEN IM FACHWISSENPORTAL DER SCHWEISSHELDEN

Hier finden Sie jede Menge Informationen rund um das Thema "Schweißen".

Die Schweisshelden wünschen viel Spaß beim Lesen.




(E?)(L?) http://fachwissen.schweisshelden.de/glossar.html

Abbrand, Zubrand | Abrasivmittel | Abschmelzleistung | Adsorbtion | Anlauffarben | Anode | Antimon | Arbeitsgas | Argon (Ar) | Atom | Atomgewicht | Auskreuzen | Austenit, austenitisches Gefüge | Austenitische Stähle | Axiale Strömung | Badvorlauf | Beizen | Beruhigter Stahl | Beschichtungen | Betonkern | Bördelnaht | Carbid | Chemische Analyse | Chromoxid | CO2-Laser | Dampfkapillare | Dehngrenze | Desoxidation | Desoxidationsmittel | Diffusion | Diodenlaser | Dissoziation | Dissoziationsenergie | Drossel | Duplexstruktur | Dynamisches Gleichgewicht | Einfachtaster | Einzelschuss (bei Blechen) | Eisenoxidation | Elastisches Werkstoffverhalten | Elastizitätsmodul | ELC-Stahl, ELC-Güten | Elektrode | Eloxieren, Eloxalschicht | Erodieren | Exotherme Reaktion | Expansion | Ferrit | Festkörper-Laser | Flussmittel | Flussmittel | Focus | Fokus | Fokussieren | Formieren | Formiergas | Fotosynthese | Fußsteller | Flussmittel | Gasempfindliche Werkstoffe | Gasmischender Brenner | Gasspülung | Gasstrahl im Plasmazustand | Gleichrichter | Grenzfläche | Gurt | Güteklasse | Haftzugfestigkeit | Hafnium | Halbberuhigter Stahl | Halbwertszeit | Hartlöten | Hitzebeständigkeit | Hobeln mit Kohleelektrode | Hobelsauerstoff | Impulslichtbogen | Inertes Reaktionsverhalten | Inertgas | Injektorbrenner | Interferenzen | Interkristalline Korrosion | Inverterstromquelle | Ionen | Ionisation | Ionisierbarkeit | Kalotte | Kaltrichten | Kaltverfestigung | Kaltvergaseranlage | Katalysator | Kernlanze | Kinetische Energie | Klöpperboden | Kohärenz | Kohlendioxid | Kohlenstoffäquivalent | Kolkung | Kontakt-Thermometer | Konvektion | Korngrenzen | Korrosion | Korrosionsbeständigkeit | Kraterfüllwirkung | Kristallit | Kurzlichbogen | Ladungsträger | Laminare Strömung | Laser | Laseraktives Medium | Laserstrahl | Lichtbogen-Brennfleck | Lichtleitfasern | Lindoflamm® Anlage | Lochfrasspotential | MAGC-Verfahren | MAGM-Verfahren | MAG-Schweißen | Membran | MIG-Schweißen | Mikrozerspanung | Molekül | Molybdän (Mo) | Myoglobin | Neodym | Neutrale Flamme | Nickel (Ni) | Nitrid | Orbitalschweißen | Orbitalschweisssen | Oszillation | Oxid | Oxidation | Oxidhaut | Oxidierende Flamme | Oxidierende Flamme | Passivschicht | Pendelraupe | Photonen | Pincheffekt | Plasma, Plasmasäule | Plasma | Plastisches Werkstoffverhalten | Polarisation | Ppm (Parts per million) | Primerung | PSA (PressureSwingAdsorption) | Pulsation | Radiale Strömung | Rautiefe | Reduzierende Wirkung | Reflexionsvermögen | Rekombination | Rekombination | Rekombinationswärme | Rekristallisation | Reproduzierung, reproduzierbar | Resonator | Restsauerstoff | Sauerstoff | Schlacke | Schrumpfen | Schutzgas | Schweißeigenspannungen | Sintermetall | Sinuskurve | Spaltkorrosion | Spaltüberbrückbarkeit | Sprühlichtbogen | Stabelektrode | Stauchung | Stickstoff | Stöchiometrie, Stöchiometrisches Verhältnis | Stoffschlüssiges Fügen | Stöchiometrie, Stöchiometrisches Verhältnis | Streckenenergie | Streckgrenze | Strichraupe | Stumpfnaht | Sulfid | Thermochromstift | Thermocolorstift | Thorium, thorierte Elektroden | Thyristor | TM-Stahl | Transistor | T-Stoß | Umwandlungsfrei | Unberuhigter Stahl | UP-Schweißen | Verschlussfestigkeit | Verwerfung | Viskosität | Vpm (Volume per million) | Wärmeoval | Wärmepunkt | Warmformgeben | Wasserstoff (H2) | Weichlöten | Wellenlänge | Winkelverzug | Wurzelnaht | Wurzelschweißen | Wurzelschweißung | Yttrium | Zerfallsneigung von Acetylen | Zirkonium | Zugfestigkeit | Zündmarke | Zündtemperatur |


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=schweißen
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "schweißen" taucht in der Literatur um das Jahr 1770 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-02

spiegel
Bürogezeter
Schimpfwort-ABC

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,291816,00.html

Das kleine Schimpfwort-ABC
Als SPIEGEL ONLINE nach den schönsten Büro-Frotzeleien suchte, machten über 100 Leser mit - und so entstand ein Lexikon fachgerechten Spotts über die lieben Kollegen.
In einem Interview bei SPIEGEL ONLINE erzählte Buchautor Andreas Rother kürzlich, warum er das "ultimative Schimpfwörterbuch fürs Büro" verfasst hat: "Spezifisches Schimpfen macht mehr Spaß und ist treffgenauer." Viele SPIEGEL ONLINE-Leser waren mit Rothers Injurien allerdings nicht recht zufrieden und schickten neue Vorschläge für Büro-Hänseleien von A bis Z.


Folgende Begriffe waren am 21.02.2005 aufgeführt und kurz erklärt:

Abteilungsleiter der Herzen | Abteilungssirene | Airbag | Aktenschänder | Aktenvernichter | Autonom theoretisierende Einheit (ATE) | Autonom agierende Einheit (AAE) | Beamtenschreck | Beckenbauer | Beiträger | Bildschirmschoner | Budgetbremse | CCO (Chief Copying Officer) | CD-Player | Chefzäpfchen | Dauerbrenner | Diktaphondiktator | Diplomperforator | Durchlauferhitzer | E-Mail-Ausdrucker | E-mail-Exorzist | Fahrplanauskunft | Fallschirmspringer | Faxbezwinger | Fischertechniker | Flurdezernent | Frolic-Stanzer | Gehirnzellen-Diarrhoetiker | Gleitzeitökonom | Grüßwunder | Habibitelefonierer | Häftling | Halbhirn | Handbuchpragmatiker | Heißluftgebläse | Hotlinehostess | Hubschrauber | Hundertsassa | Intelligenzallergiker | Jammerpopdudler | Kaffeetassenannektierer | | Käserei | Kirschkernschnitzer | Knäckebrot | Kontaktallergiker | Kopierversager | Kundenabwehrdienst | Kurzstrecken-Grübler | Laberlaminator | Leitzluder | Lethargiestratege | Lustknabe | Mailbomber | Management by Champignon | Maustouretti | Meetingmimose | Mister Crocodile | Nahversorger | Omnipotente Zelle | Persönlicher Zigarrenabbeißer | Pixelschubser | Poltergeist | Primärduftwolke | Saftbereiter | Schnürsenkelbügler | Schoßsitzer | Schutzverletzer | Schwarzes Loch | Sitzheizung | Stempeltünnes | Süßigkeitenkistenverwalter | Synergieeffekt | Systemapokalyptiker | Tauchsieder | Teebeutel | Tischgruppenführer | Torfnase | Umsatzbremse | Unfallflucht | Vorkoster | Windowsversteher | Wurmschleuder | Zeitverschwender

T

tullen (W3)

Möglicherweise geht "tullen" auch - wie "Tülle" - zurück auf ide. "*dhel-", "*dholo-" = "Wölbung", "Höhlung". In diese Familie dürfte dann auch "Delle" und "Tal" gehören.

(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

"TULLEN", "tüllen", vb., mit einem durch einen glühenden bolzen erhitzten, runden eisen, dem sogenannten "tulleisen", "tülleisen" die bänder und spitzen einer haube runden und steifen' (FRISCHBIER pr. 2, 415), s. unter "tollen" teil 11, 1, 1, 638 u. vgl. tülleisen.


U

V

vakant (W3)

Eine "vakante" Stelle ist eine "freie" Stelle.
Das Partizipum Präsens von lat. "vacare" = "leer sein". Verwandt "vacuus" = "leer" (vgl. "Vakuum").

(A: roge)

Vertrag
vertragen (W3)

gehört in das Umfeld von "tragen" (mhd. "vertragen" = "übereinkommen").

(E?)(L?) http://www.jurawelt.com/pipermail/studenten/20010830/000931.html
Hat jemand Informationen über Herkunft und Entstehung des Worts "Vertrag"?

(E?)(L?) http://www.vertrag.de/


W

winzersprache - Winzersprache
Wörterbuch der deutschen Winzersprache

(E?)(L?) http://www.winzersprache.de/
Ein Fachsprachenwörterbuch zur dialektalen Winzerterminologie aus West-, Mittel-, Südost- und Osteuropa mit dem Titel "Wörterbuch der deutschen Winzersprache" (WDW) entsteht in Kaiserslautern.


Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Kommission für Deutsche Philologie
Auszug aus dem Vorwort zum WDW
1. Zielsetzung
Das Wörterbuch der deutschen Winzersprache (WDW) ist ein multimediales, international und interregional ausgerichtetes Fachwörterbuch, das die mündlich tradierte, vorwiegend dialektal geprägte Terminologie der deutschsprachigen Weinbauern und die mit dem Weinbau verbundene Kultur aus über zwanzig Staaten dokumentiert.
Einen breiten Raum nehmen hierbei die ehemaligen Sprachinseln in Südost- und Osteuropa ein.
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Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
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Palla, Rudi
Verschwundene Arbeit
Das Buch der untergegangenen Berufe

(E?)(L?) https://www.kohlibri.de/xtcommerce/product_info.php/info/p672556_Verschwundene-Arbeit.html

Brandstätter, 2014. 272 Seiten 100 Abbildungen. 240 mm, Gebunden, Mit Lesebändchen

Rudi Pallas akribisch gesammeltes Archiv der ausgestorbenen Handwerkskünste

Eine Kulturgeschichte der Arbeit anhand verschwundener Berufe Ein detailreiches und unterhaltsames Lesebuch Was machte ein "Abdecker", ein "Fischbeinreißer", ein "Kalfaterer", ein "Lustfeuerwerker" oder ein "Planetenverkäufer"? Die meisten unserer Vorfahren haben ihr Leben lang Tätigkeiten ausgeübt, von denen wir nichts mehr wissen. Die rapide Veränderung der Arbeitswelt hat Hunderte von ausgestorbenen Berufen hinterlassen. Wie viel hochspezialisiertes Können damit verloren gegangen ist, lässt sich kaum ermessen. Wie ein Archäologe legt Rudi Palla in dieser Sammlung all jene Tätigkeiten frei, die wir uns heute teilweise kaum noch vorstellen können. Dieses sorgfältig edierte und liebevoll illustrierte Buch ist ein Reiseführer durch die Sedimente menschlicher Anstrengung, eine Schatz und Wunderkammer, ebenso reich an genau recherchierten Details wie an amüsanten Anekdoten und Kuriosa. Rudi Pallas Lexikon ist nicht nur ein hilfreiches Nachschlagewerk, sondern zugleich ein anregendes Lesebuch, das zum Weiterblättern und Weiterlesen verführt.

Rudi Palla wurde 1941 in Wien geboren und arbeitet als Autor und Filmemacher in seiner Heimatstadt.


Erstellt: 2017-09

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Stromberg, Bernd
Chef-Deutsch | Deutsch-Chef
Klartext am Arbeitsplatz

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3468731124/etymologporta-20


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128 Seiten
Gebundene Ausgabe
Erscheinungstermin im Handel: Februar 2007


Kurzbeschreibung
Klare Ansage vom Chef? Fehlanzeige! Bernd Stromberg, der perfekte Chef, kann sich einfach nicht deutlich ausdrücken. Oder will er nicht? Alle, deren Chefs ebenfalls in Rätseln sprechen, weiht Chef-Deutsch/Deutsch-Chef in die Geheimsprache der Vorgesetzten ein und sorgt so, mit einem vergnügten Augenzwinkern, für störungsfreie Kommunikation am Arbeitsplatz. Wissen Sie immer ganz genau, ob eine Bemerkung Ihres Chefs Lob oder Tadel ist? Können Sie die Gestik Ihres Vorgesetzten zweifelsfrei interpretieren? Und was hat das beunruhigende Schweigen im Chefbüro zu bedeuten? Chef-Deutsch/Deutsch-Chef enträtselt die kryptischen Bemerkungen der Bosse! Endlich verstehen Sie, was Ihr Chef eigentlich von Ihnen will... und wie Sie bei ihm punkten können!



Kurzbeschreibung
Respektlos und absolut erhellend: Deutsch - Chef / Chef - Deutsch.
Ihr Chef ist Ihnen ein Rätsel? Seine Worte machen Sie ratlos? Keine Panik! Wer den Chef verstehen will, muss zwischen den Zeilen lesen können. Margit Schönberger bringt Licht in das Dunkel des Chef-Deutschs: Was meinen seine verwirrenden Andeutungen? Was bedeutet sein Lob, was die kryptische E-Mail? Verblüffend einleuchtend entschlüsselt die Chef-Expertin die verworrene Grammatik des Boss-Gebarens. Denn: Wenn Ihr Chef Sie schon nicht versteht, sollten Sie zumindest Ihren Chef verstehen! Oder? · Die kryptische E-Mail: keine Grußformel = "Hugh - ich habe gesprochen und damit basta!" · Die nonverbale Konferenzsprache: Klopfen auf die Tischplatte = "Ich bin der Specht - ihr das Holz." · Das Chef-Chinesisch: Skills = Qualifikation, Fertigkeit. Wer sie nicht besitzt, lernt die Variante ohne Anfangsbuchstaben kennen. · Das liebste Schlagwort: Kosten-Nutzen-Rechnung = von Nutzen ist nur, was nichts kostet.

Klappentext
"Margit Schönbergers persönliche Chef-Sache ist nicht nur ein Lesevergnügen der besonderen Art, sondern eine nützliche Orientierung für den Umgang mit Vorgesetzten jeder Couleur."


(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=925544
Langenscheidt und Bernd Stromberg präsentieren Klartext am Arbeitsplatz: "Chef-Deutsch/Deutsch-Chef"

(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=946345


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