Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Ethnonym, Ethnónimo, Ethnonyme, Ethnonimo, Ethnonym

A

B

C

D

Deutsche (W3)

(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche

Das Ethnonym "Deutsche" wird in vielfältiger Weise verwendet. Im Sinne von ethnischen Deutschen wird darunter die Gruppe von Menschen verstanden, deren Angehörige Deutsch als Muttersprache sprechen und spezifisch deutsche kulturelle Merkmale aufweisen, oft wird auch eine gemeinsame Herkunft postuliert; eine völkische Konzeption der Deutschen sieht dabei in einer gemeinsamen Abstammung das primäre Unterscheidungsmerkmal zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen. Im juristischen Sinne bilden alle deutschen Staatsbürger das deutsche Staatsvolk. Es gibt enge Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Konzeptionen, insbesondere zwischen dem Ethnienkonzept einerseits und den Bestimmungen über die rechtliche Zugehörigkeit zu Deutschland und Konzeptionen einer deutschen Nation andererseits.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie

Das Adjektiv "diutisc" oder "theodisk" bedeutete ursprünglich soviel wie "zum Volk gehörig" oder "die Sprache des Volkes sprechend" und wurde seit spätkarolingischer Zeit zur Bezeichnung der nicht-romanischsprechenden Bevölkerung des Frankenreichs aber auch der Angelsachsen benutzt. Es entstand in Abgrenzung zum Latein der Priester wie auch zum "walhisk", der Bezeichnung für die Romanen, aus der das Wort "Welsche" entstanden ist.

Erster Beleg für den Begriff ist eine Stelle aus der gotischen Bibelübersetzung des Wulfila um 360. Er bezeichnet die Nichtjuden, die heidnischen Völker, mit dem Adjektiv "thiudisko".

Die Sprache germanischer bzw. altdeutscher Stämme wurde erstmals mit "diutisc" oder "theodisk" bezeichnet in einem Brief des päpstlichen Nuntius Gregor von Ostia an Papst Hadrian I. über zwei Synoden, die 786 in England stattgefunden hatten. Im Brief hieß es wörtlich, dass die Konzilsbeschlüsse "tam latine quam theodisce" ("auf Latein wie auch in der Volkssprache") mitgeteilt wurden, "damit alle es verstehen könnten" ("quo omnes intellegere potuissent"). In seiner (althoch-)deutschen Form "diutsch" bzw. "tiutsch" lässt es sich zuerst in den Schriften Notkers des Deutschen belegen.

Erst seit dem 10. Jahrhundert bürgerte sich die Anwendung des Wortes "diutisc" auf die Bewohner des Ostfrankenreichs ein, von dem heute der flächenmäßig größte Anteil zu Deutschland gehört.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Deutsche
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Deutsche" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 / 1750 auf.

Erstellt: 2014-09

E

Ethnonym (W3)

"Ethnonym", frz. "Ethnonyme", bezeichnet einen "Stammesnamen", "Völkernamen", wie "Niederlande", "Vereinigte Staaten", "Island", "Maori". Die Bezeichnung "Ethnonym" setzt sich zusammen aus griech. "éthnos" = dt. "Volk", "Volksstamm" und griech. "ónyma" = dt. "Name".

(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Ethnonym
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Ethnonym" taucht in der Literatur um das Jahr 1900 / 1950 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-09

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Y

Z

Bücher zur Kategorie:

Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Ethnonym, Ethnónimo, Ethnonyme, Ethnonimo, Ethnonym

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

Reichert, Hermann (Herausgeber)
Die altgermanischen Ethnonyme
Ein Handbuch zu ihrer Etymologie

(E?)(L?) http://www.fassbaender.com/product_info.php?cPath=24&products_id=28

Die altgermanischen Ethnonyme
Ein Handbuch zu ihrer Etymologie
von
Alexander Sitzmann
Friedrich E. Grünzweig
unter Benutzung einer Bibliographie von
Robert Nedoma
Herausgegeben von Hermann Reichert

372 Seiten | Broschur | 17 × 24 cm
ISBN: 978-3-902575-08-1
Erschienen: 2008

Zum Inhalt

Hiermit wird ein etymologisches Handbuch der altgermanischen Völkernamen vorgelegt.

Aufgenommen wurden als „Ethnonyme“ alle altgermanischen Völkernamen und Bezeichnungen für Kollektive, auch solche, deren Germanizität unsicher oder sogar unwahrscheinlich ist, wenn die Möglichkeit in der Forschung diskutiert wurde, die Verwechslung mit germanischen Namen naheliegt oder deren Träger als Germanen gelten können oder könnten.

Auch wichtige Lesarten sind in alphabetischer Reihenfolge angeführt, und es wird auf das entsprechende Stichwort verwiesen.

Die Stichwörter selbst sind in Versalien in der im Lexikon altgermanischer Namen (Hermann Reichert) angesetzten Form wiedergegeben: beschränkt auf den Wortstamm ohne Themenvokal bzw. bei n-Stämmen endungslos ohne Stammformans (-0).

Die als nichtgermanisch bestimmten Einträge sind durch verkleinerte Versalien und den Zusatz „(nicht germ.)“ gekennzeichnet. Einträge, die als unsicher in ihrer sprachlichen Zuordnung bestimmt wurden, sind durch ein „(germ.?)“ gekennzeichnet.

Aufbau der Artikel

Da jeder Name andere Fragen aufwirft, ist es unmöglich, nach einem einheitlichen Schema vorzugehen. Trotzdem wurde versucht, in zwei, bisweilen auch drei der folgenden Schritte vorzugehen:

Leseproben


(E?)(L?) https://germanistik.univie.ac.at/institut/projekte/die-etymologie-der-altgermanischen-ethnonyme/

Die Etymologie der altgermanischen Ethnonyme

FWF-Projekt (P 18248-G03)
Projektleitung: Hermann Reichert
Projektmitarbeiter: Friedrich Grünzweig
Projektlaufzeit: 24 Monate (01.09.2005-01.09.2007)

Projektbeschreibung: Das Projekt "Die Etymologie der altgermanischen Ethnonyme" stellt sich die Bearbeitung von altgermanischen Völkernamen als Aufgabe, d.h. die kritische Aufbereitung der bisherigen Forschungsliteratur in Einzelartikeln zu den jeweiligen Namen. Ziel ist es, die Ergebnisse der bisherigen Forschung übersichtlich darzustellen und kritisch zu kommentieren bzw. durch neue Deutungsvorschläge zu ergänzen. So soll es ermöglicht werden, sich ein Bild über die verschiedenen vorgeschlagenen Deutungen zu den einzelnen Völkernamen und deren Wahrscheinlichkeit bzw. Eindeutigkeit zu machen. Dies ist vor allem wichtig für die nicht auf historisch-vergleichende Sprachwissenschaft und altgermanische Namenkunde spezialisierten Kollegen aus den interessierten Nachbardisziplinen, d.h. für alle Wissenschaften, die sich mit derselben Epoche beschäftigen, also vor allem die historischen Teilwissenschaften, die sich mit dem Barbaricum bis zum 7. Jh. befassen. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Handbuch der "altgermanischen Etnonyme". In Anbetracht der mannigfaltigen Fragestellungen ist jeder Name gesondert zu behandeln. Der spätere Benutzer soll dann in der Lage sein, seine auf diesen Deutungen aufbauenden Schlußfolgerungen unter den richtigen Voraussetzungen zu ziehen.


Erstellt: 2014-08

S

T

U

V

W

X

Y

Z