Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Veranstaltungen, Manifestations, Events

A

Abenteuer, adventure (W2)

(E1)(L1) http://www.etymonline.com/
(E1)(L1) http://www.takeourword.com/
(E1)(L1) http://www.takeourword.com/TOW168/page2.html#adventure
(E1)(L1) http://www.dwb.uni-trier.de/
(E1)(L1) http://www.literature.org/authors/carroll-lewis/
(E1)(L1) http://www.lewiscarroll.org/carroll.html
Gebildet aus lat. "ad-venire" = "herankommen", "sich ereignen", über "aventura" = "Abenteuer", "Erlebnis" und frz. "adventure" (12.Jh.) (vergl. "Advent").
(A:ulle)

"Abenteuer" hat dabei einen abenteuerlichen Weg zurückgelegt. Im Laufe der Jahrhunderte nahm es so verschiedene Bedeutungsinhalte wie "Zufall", "Risiko", "Bericht" (über ein Abenteuer), "Trick", "Wettschiessen", u.a. an.
Im weitesten Sinn ist also alles ein Abenteuer. Die Zukunft kommt auf uns zu, ob wir wollen oder nicht. Und sie ist voller Abenteuer.

Im Grimm'schen "Wörterbuch der deutschen Sprache" der Uni Trier findet man einen längeren Artikel zu "Abenteuer". Hier findet man z.B. auch die Bemerkung "obgleich manche dabei an abend und theuer (tiure), andere gar an affe und eben ("affenteuer", "ebenteuer"), ohne dafür einen grund zu wissen, gedacht haben werden; einige bezogen "ebenteuer", "ebentheuer" vielleicht auf "eventus". das nnl. "avontuur" nahm offenbar bezug auf "avond"."
"Abenteuer" hat schon von Beginn an sowohl etwas freudig Erwartetes (vgl. Liebesabenteuer) als auch etwas mit Unbehagen Abzusehendes bezeichnet.

at "takeourword": Hier findet man die Aussage: "... A variety of quartz which resembles this glass is also known as "aventurine". ..."

Passend hierzu: Carroll, Lewis: "Alice's Adventures in Wonderland".

B

C

D

Drahtzieher (W3)

In der Computerwoche 2003/46 wird die Vorstellung eines Managers überschrieben mit "Der Drahtzieher". Denkbar wären natürlich einige Drahtzieher, die hierfür Pate standen. Zum Beispiel der Drahtzieher, der beim Fertigungsprozess den glühenden Metallstrang in Position bringt = "zieht" oder die Drahtzieher, die die grossen Kabelstränge durch die Ozeane verlegen.

Die Herkunft ist allerdings viel unspektakulärer, trifft aber die Bedeutung auf den Punkt. Der Marionettenspieler liess seine Puppen tanzen ohne dass er selbst in Erscheinung trat. Und das tat er indem er an den Drähten zog.

E

Entertainer (W3)

= "Unterhalter" aus dem engl. entlehnt geht auf das frz. "tenir" = "halten" zurück. Die Bedeutungsentwicklung geht von "unterstützen" zu "bewirten", "versorgen" zu "unterreden", "unterhalten".

Event (W3)

(E?)(L?) http://www.szenesprache.de/
(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Event
Das aus dem Englischen übernommene "Event" (afrz. "event") geht wie das "Abenteuer" zurück auf lat. "eventus", "evenire" = "herauskommen", "hervorkommen", "sich ereignen".
Somit ist alles nicht nur ein Abenteuer sondern auch ein Event, denn etwas ist nur, wenn es sich ereignet. - Aber wie gekommen schon zerronnen.

Vorkommen des Wortes, verschiedene Kontexte und Bedeutungen In den meisten Fremdwörterbüchern fehlt Event noch. Nur im "Wörterbuch der Szenesprache" vom Dudenverlag ist es aufgenommen. Das Wörterbuch liefert allerdings keine wirklich semantische Beschreibung und keine geglückte Paraphrase [eigentlich gar keine versuchte Paraphrase].

Warum Event?

F

Fest (W3)

Das Wort "Fest" = "Feier" kam im 13.Jh. auf und setzte sich langsam durch.
Davor sprach man von "hôchzît", was noch nicht die Bedeutung der heutigen "Hochzeit" hatte.

G

H

I

J

K

L

M

monkey-jump (W3)

(E?)(L?) http://www.monkey-jump.de/
bezeichnet eine neue Art von Event. In einer Stadt gestalten viele Kneipen und Lokale mit verschiedenen Aktionen eine Art Stadtfestival. Die Teilnehmer bzw. Besucher klappern mit Bussen oder anderen Verkehrsmitteln möglichst viele der Aktionspunke ab. Dieses Springen von Ort zu Ort vergleicht man mit dem Springen des Affen von Baum zu Baum - also heisst die ganze Aktion "monkey-jump".

N

O

P

pathetisch, Pathos (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Das Adjektiv "pathetisch" geht zurück auf griech. "pathetikos" und ist ein Synonym für "erhaben", "feierlich" bzw. "übertrieben feierlich". Man sagt auch: "voller Pathos".
(© blueprints Team)

Q

R

S

Schwoof, Schwof (W3)

Der "Schwoof", eigentlich "Schwof" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für "Schweif", "Schwanz", der vor allem im ost-/mitteldeutschen Raum häufiger ist. Unter "Schwof" versteht man heute ein ausgelassenes Treiben, eine öffentliche, lockere Tanzveranstaltung. Das rührt wohl aus dem Anfang des 19. Jhs., wo in Studentenkreisen diese Form des Tanzes – mit dem lockeren "Hin- und herschweifen", "Sich-hin-und-herbewegen" der Sinn geprägt wurde.

(A: gaed)

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/s.php
auf den Schwof gehen; schwofen

(E6)(L1) http://masematte.susisoft.de/
Schwof

(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-justitia-schwoft.html
Justitia schwoft!

(E?)(L1) http://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/schwofen.html
(E?)(L?) http://www.sachsenwelt.de/sachsen/mundart/woerterbuch-a.html#S
schwoofen

T

U

V

Veranstaltung (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Veranstaltung


W

X

Y

Z

Zirkus (W3)

"Zirkus" findet meist in einem grossen runden Zelt statt. Dies besagt schon sein Name, der auf lat. "circus" = "Kreis", "Ring" und weiter auf griech. "kírkos" = "Ring" zurückgeht. Schon die Römer machten daraus eine Arena = "Sandbahn", der sie allerdings eine ovale Form gaben, die allerdings an den Enden jeweils einen Halbkreis besass.

Die Bezeichnung für das Bauwerk übertrug man schliesslich auf die Institution bzw. auf das "zirzensische" Geschehen innerhalb der Kreisfläche.

- So ein Zirkus.