"jemand etwas abknöpfen" = "ihn um Geld erleichtern"
Reiche Herren trugen früher häufig goldene oder silberne Knöpfe, manchmal auch Münzen oder Medaillen, an ihren Röcken. In Geberlaune schenkten sie gelegentlich solche Knöpfe dem Untergebenen, der seinem Herrn auf diese Weise wörtlich etwas abköpfte.
(E?)(L?) http://www.prosieben.de/wissen/galileo/galilexikon/
Der Ausdruck "Jemandem etwas abknöpfen" hat früher einen durchaus realen Bezug. Statt in einer Brieftasche trugen bessere Herren Jacken mit echten Goldknöpfen. Diese wurden dann durchaus benutzt, wenn es darum ging Geschäfte zu tätigen. Die Knöpfe konnten aber auch ungewollt bei größeren Menschenansammlungen "verloren" gehen. Ob redlich oder nicht - in jedem Fall wurde "abgeknöpft".
Agio (W3)
(E?)(L?) http://www.wordsmith.org/awad
= a premium or percentage paid for the exchange of one currency for another; also : the premium or discount on foreign bills of exchange
ital. "aggio" = "Preisunterschied zwischen Metall- und Papiergeld", "Aufgeld" und geht weiter zurück auf griech. für "Gewinn beim Umtausch".
Aktie (W3)
(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
Die Aktie (aus dem lat. "actio" = "Handlung") ist eine Urkunde. Sie bescheinigt ihrem Besitzer, dass er einen bestimmten Geldbetrag einem Unternehmen (einer Aktiengesellschaft oder kurz AG) zur Verfügung gestellt hat. Das hat er nicht aus Großzügigkeit getan, sondern weil er mit dieser Aktie bestimmte Rechte erwirbt. Zum Beispiel wird er Miteigentümer dieser AG und hat einen Anspruch auf einen Teil des Gewinns, den das Unternehmen erwirtschaftet.
...
Am 08.03.2004 erhielt ich folgende Frage: Ich suche (verzweifelt) den Ursprung der Begriffe "Aktiven", "Passiven", "Soll" und "Haben" (in der Buchhaltung).
(A: page)
Am 08.01.2005 erhielt ich eine ähnliche Frage: wie kommen die begriffe "soll und haben" und "aktive und passive" in die buchhaltung. warum hat man nicht apfel und birne genommen anstatt soll und haben? - Sahin
Die "Aktiven" oder "Aktiva" sind alle Vermögenswerte eines Unternehmens (Anlagekapital, Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten und Bilanzierungshilfen). Das zu Grunde liegende "aktiv" geht zurück auf das lat. "agere" = "(be)treiben" (vgl. "agieren").
Die "Passiven" oder "Passiva" sind in der Bilanz das Eigen- und Fremdkapital sowie Rückstellungen, Rücklagen, Schulden und Verbindlichkeiten. Das zu Grunde liegende "passiv" geht zurück auf das lat. "pati" = "leiden" (vgl. "Passion") das sich schon zu spätlat. "passivum" = "leidende Handlungsweise" entwickelt hatte. Daraus lässt sich der Zusammenhang zu den "Passiva" erkennen. Die Schulden und Verbindlichkeiten können einen schon zum "Leiden" bringen.
Das veraltete "Soll" hat(te) in der Kaufmannssprache die Bedeutung "Schulden". Das zu Grunde liegende "sollen" hatte ursprünglich auch die Bedeutung "schulden" (germ. "*skal", mhd. "suln", "soln").
Um das "Haben" der Wirtschaftssprache zu verstehen braucht man sicherlich noch zusätzliche Instruktionen. Im "Gabler Wirtschaftslexikon" findet man:
Haben, die rechte Seite eines Kontos, die bei Aktivkonten für die Eintragungen der Abgänge, ggf. Abschreibungen, also der Aktivpostenabnahme, und bei Passivkonten für die Passivpostenzunahme benutzt wird. In den Eigenkapitalkonten ist die Haben-Seite die der Kapitalzunahme durch Gewinn oder Einlagen. Die Haben-Seite der Erfolgskonten weist die Erträge aus.
Das soll verstehen wer will.
Das Wort "haben" hängt im germanischen noch mit der Bedeutung "heben" zusammen und geht auf gemeinsame Wurzeln ("*kap" = "(zu)schnappen") mit lat. "capere" = "fassen, greifen" zurück (vgl. "ein Schiff kapern").
"Was man hat das hat man"; aber nur, wenn man es fest "gepackt" hat (ahd. "haben" = "fassen, packen").
Anscheinend geht auch "geben" auf die gleich idg. Wurzel zurück. Der Zusammenhang ergibt sich über den Bedeutungsinhalt "herbeischaffen", in dem ja auch sowohl "nehmen" (von einem anderen Ort) als auch "geben" (den Angehörigen) steckt.
Vielleicht versteht man das kaufmännische "Haben" etwas besser, wenn man weiss, dass es als Abkürzung von "jemand soll haben" zu verstehen ist.
amortisieren
heisst "abtoeten" (von frz. "amortir" = "abtöten" bzw. lat. "mortuus" = "tot").
Allerdings besagt es nicht, dass man ein Problem dadurch löst, dass man den Verursacher tötet. Es geht vielmehr darum, eine Schuld zu "tilgen".
Allerdings wird es heute gebraucht, um die Rückgewinnung eines Einsatzes, einer Investition durch entsprechende Gewinne zu bezeichnen.
Die Isolation eines Hauses soll sich in einigen Jahren durch niedrigere Heizungskosten "bezahlt" machen. D.h. die Kosten werden durch die Einsparung ausgeglichen - "getilgt".
anumis
Numismatik-Lexikon
Münzen von der Antike bis zur Gegenwart
Münz-Lexikon
(E3)(L1) http://www.anumis.de/
Lexikon mit 4.000 Begriffen rund um das Thema Münzen.
Online Münzenlexikon mit 4.000 numismatischen Begriffen, kostenlos.
Auf der Site dieses Anbieters findet man auch ein Lexikon der Münzkunde und eine kleine Sammlerkunde.
Mit über 4.000 Begriffen Zählt dieses Lexikon zu den größten Münzen-Lexikas der Welt. In 3 jähriger Arbeit hat ein Team bestehend aus vier Personen dieses absolute Meisterwerk der modernen numismatischen Literatur vollbracht. Wir möchten diesen Personen für ihre akribische Genauigkeit und ihr Durchhaltevermögen danken.
Auf den folgenden Seiten erhalten Sie die Möglichkeit ALLE Begriffe OHNE Einschränkungen nachzuschlagen.
Einleitung | Entstehung des Münzwesens | Herstellung von Münzen | Sammelgebiete von Münzen | Erhaltungsgrade von Münzen | Reinigung und Pflege von Münzen | Aufbewahrung von Münzen | Münzmetalle | Prägeanstalten | Abkürzungen
Das Lexikon scheint inhaltlich identisch mit dem Münz-Lexikon von Reppa zu sein.
(E3)(L1) http://www.anumis.de/sammlerkunde/index.html
Die kleine Münzen Sammlerkunde
Einleitung | Abkürzungen der Numismatik | Entstehung des Münzwesens | Herstellung von Münzen | Sammelgebiete von Münzen | Erhaltungsgrade von Münzen | Reinigung und Pflege von Münzen | Aufbewahrung von Münzen | Münzmetalle | Münzen Prägeanstalten
(E3)(L1) http://www.anumis.de/sammlerkunde/10.html
Abkürzungen der Numismatik
Wie in jeder Fachsprache haben sich auch in der Numismatik zahlreiche Fachbegriffe und Abkürzungen gebildet. Hier die gebräuchlichten und ihre Bedeutung:
Abb. = Abbildung
BDL = Bank Deutscher Länder
div = diverse verschiedene Metalle
d oder O = Durchmesser
Ex. = Exemplare
FAO = Food and Agriculture Organization - Welternährungsrat der Vereinten Nationen
g = Gramm
Jh. = Jahrhundert
mm = Millimeter
Mmz = Münzmeisterzeichen
Msz = Münzstättenzeichen
Mzst = Münzstätte
Mzz = Münzzeichen
n.r. = nach rechts - Vom Betrachter aus gesehen
n.l. = nach links - vom Betrachter aus gesehen
NP = Nachprägung
o.J. = ohne Jahreszahl - undatiert
P = Probe
Pd oder Pief. = Piedfort - doppelte Münzdicke
rar oder r = selten
rr = sehr selten
Reg.-jub. = Regierungsjubiläum
Rd = Rand
RS = Rückseite - Revers TP = Tagespreis
var = Variante
VS = Vorderseite - Avers
arm, Arm (W3)
Das Adjektiv "arm" hatte im Ahd. noch die Bedeutung "verwaist".
Der "Arm" hatte im Ahd. noch die Bedeutung "Fügung", "Gelenk", "Glied".
Aufwand (W3)
Betriebswirtschaftlich: "Erfolgswirksamer Wertverzehr an Gütern"
Zu unterscheiden sind Ausgaben und Kosten, welche andere Zwecke und Definitionen haben.
Wichtig scheint mir die Wortwurzel "wenden" im "Aufwand", also etwas Bestehendes wird anderswohin ausgerichtet!
(A: roge)
Aussenfinanzierung
= "Gegensatz zu Innenfinanzierung"; leichte begriffliche Überschneidungen mit Eigen- und Fremdfinanzierung; "Außenfinanzierung" umschließt auf jeden Fall die Finanzierung durch Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalgeber werden Unternehmensbeteiligte), während bei der Fremdfinanzierung der Kapitalgeber immer eine Fremder (Kreditgeber) bleibt.
(A: roge)
B
Bank, Sandbank (W3)
Die (Sitz-)"Bank" hatte ursprümglich die bedeutung "Erhöhung". Dies kann man noch an der "Sandbank" erkennen.
Die "Bank" auf die man sein Geld bringt, geht ebenfalls auf die "Erhöhung" zurück. Es war der "Tisch" ("Bank"), auf dem der Geldwechsler seine Geschäfte tätigte.
Bankleitzahlen (W3)
Nationale Bankleitzahlen werden in Dreiergruppen - von links nach rechts - gegliedert. Am Ende steht eine Zweiergruppe.
Internationale Bankleitzahlen werden in Vierergruppen - von links nach rechts - gegliedert. Sie enden in Zweiergruppen.
Auf den "Beutel" bin ich durch die Anfrage eines Besuchers zur Herkunft von "Kulturbeutel" gestossen. Und siehe da der unscheinbare "Beutel" entpuppte sich als wahres Füllhorn.
Der "Beutel" lässt sich zurückführen auf ein ahd. "butil", das "Aufgeschwollenes" bedeutet und mit der "Beule" zusammenhängt. Bleiben wir aber zunächst noch bei unserem "Beutel". Dieser steckt zum Beispiel noch im "Geldbeutel", der füher auch wirklich noch ein bauschiger "Beutel" war und dem "Beutelschneider" Gelegenheit gab, ihn vom Gürtel anderer Leute zu schneiden. Aber auch der Hodensack einiger Tiere wird als Beutel bezeichnet und niemand hält es für anrüchig statt vom Frankenwein vom "Bocksbeutel" zu sprechen (weil er in bauchigen Flaschen abgefüllt wird, die ...). In der Gattungsbezeichnung (?) "Beuteltier" diente allerdings die Hautfalte zur Aufbewahrung der Jungtiere als Namensgeber.
Und dass man heute auch "gebeutelt" sein kann liegt daran, dass die grossen Mehlsiebe der Müller auch als "Beutel" bezeichnet wurden. Und das heftige Schütteln zum Sieben des Mehles wurde demzufolge als "beuteln" bezeichnet. Man könnte also stattdessen auch "durchgesiebt" sagen. ;-)
Natürlich gibt es noch weitere Beutel wie z.b. den "Windbeutel", der von den Treibgasen "aufgeschwollen" wird und den (ubertragenen) Windbeutel, der nichts als Luft enthält). Aber wenden wir uns dem anderen Familienmitglied zu.
Die "Beule" bedeutete in alten Zeiten "Schwellung", was ja heute noch nachzuvollziehen ist, wenn man sich den Kopf anstösst. Dass man heute auch von "Beule" im Autoblech spricht, ist genaugenommen nicht ganz korrekt, da es sich dabei nicht um ein geschwollenes sondern um ein verbogenes Blech handelt.
Man geht davon aus, dass sich die "Beule" aus einem wortmalerischen Ursprung, dem Geräusch beim Aufblasen der Backen ("puh", "peuh") entwickelt hat. Und diese Eigenschaft hat die "Beule" dann nicht mehr abgelegt. Es hat sich immer weiter aufgeblasen und hat einen Begriff nach dem anderen produziert. Aus dem "aufgeblasenen" Mitmenschen wurde ein "böser" Mitmensch. Dieser schlägt sich auch heute noch auf anderer Leute Kosten den "Bauch" voll und macht sich noch in "Bausch" und "Bogen" lustig über die Geschröpften.
Aber immer noch geht der "Beule" die "Puste" nicht aus. Den Ärger im "Busen" unterdrückend, verdrückt sich der Geschädigte daraufhin zu allem Überdruss peinlich berührt hinter den nächsten "Busch" oder der nächsten "Böschung" (der "Aufbauschung").
Aber all das ist immer noch besser als die "Pocken" mit ihren aufgeschwollenen "Pusteln" zu bekommen. Und da kann man doch vor Erleichterung wieder die Luft aus den "Pausbacken" lassen und die Dinge etwas "pauschaler" (= "alles zusammengenommen" also "geschwollen") betrachten.
So - nun wird es aber doch Zeit, eine "Pause" zu machen. Diese hat jedoch nichts mit den "Pausbacken" zu tun sondern geht auf lat. "pausa" = "Innehalten" zurück.
Und "durchpausen" geht auch nicht auf die "Beule" zurück. Dieses ist nach dem "Bimsstein" = frz. "ponce" benannt auf den es über frz. "poncer" = "mit dem Bimsstein bearbeiten" und daraus frz. "ébaucher" = "entwerfen" zurückgeht.
Dennoch würde es auch zur "Beule" passen, da bei einigen "Pausverfahren" ja minimale "Bausen" (saarl.) entstehen.
Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn die frz. "Bouteille" = "Flasche" (lat. "butticula") aus der aufgeblasenen Familie des Beutels stammen würde. (Im 17.Jh. hatte es die Bedeutung "bulle" = "Blase".) Und irgendwie dürfte hier auch die "Buddel" voll Rum hingehören.
Und natürlich gehört auch das frz. "boule" = "Kugel" hierher (und damit auch der frz. "Boulanger"), das auf lat. "bulla" zurückgeführt wird.
Der frz. "Boulevard" allerdings scheint zumindest nicht direkt mit "Boule" zusammenzuhängen. Der "Boulevard" ist eigentlich ein deutsches "Bollwerk" (über ndl. "bolwerc"), das widerum "Schutzwerk aus Bohlen" bedeutet. Diese kantigen Holzteile scheinen ja gar nichts bauchiges zu haben. Allerdings wird "Bohlen" dann wieder mit "Balken", "Baum" (anord. "bolr, bulr") und auch mit ahd. "bolen" = "rollen, wälzen" (vgl. "Böller") in Zusammenhang gebracht. Und von da ist es ja dann auch nicht mehr weit zur "boule" und zum "Beutel".
Jedenfalls wurden die Bollwerke irgendwann nicht mehr gebraucht. Die Städte wuchsen ausserdem über die ursprüngliche Begrenzung hinaus und so lag es nahe, die Bollwerke niederzureissen und an ihrer Stelle (breite) Strassen anzulegen. Diese übernahmen die Bezeichnung und wurden schliesslich sogar zu Nobelstrassen. Den gesellschaftlichen Aufstieg hat ganz ähnlich auch die engl. "Wallstreet" geschafft, die an Stelle des "Schanzwalls" geschaffen wurde.
Auf dem "Boulevard" findet man Klatsch und Tratsch von Hollywood bis Adel.
Für die Autorin ist Winnie Pooh (der bausbäckige Bär) einer der tollsten Bären der Welt. - Aus diesem Grund hat sie ihm und seinen Freunden, diese Seiten gewidmet.
Das Verb, das bereits im Mittelhochdeutschen aufscheint ("biuteln") bedeutete ursprünglich "das Mehl im Beutel sieben". Das Mehl mußte kräftig durchgeschüttelt werden, daher auch die heutige, übertragene Bedeutung, die in etwa die gleiche geblieben ist.
Das Verb leitet sich vom "Beutel" (ahd. "butil", mhd. "buitel" = "Sack") ab, der sowohl als Zubehör zur mittelalterlichen Tracht ("Geldbeutel" am Gürtel) als auch als Vorratsbeutel der Soldaten „bekannt“ wurde. Aber auch das Mehlsieb der Müller hieß bereits im Mittelalter "Beutel". Das isländische "budda" = "(Geld-)Beutel" und das englische "bud" = "Knospe" sind eng verwandt damit, denn alles, was im weitesten Sinn zum "Beutel" gehört, bezeichnet etwas "Geschwollenes", "Aufgeblasenes", "Gefülltes".
(A: gaed)
Buchmacher (W3)
(E?)(L?) http://www.e-albers.de/html/lexikon.htm#B
(E?)(L?) http://sport.pferde-lexikon.de/html/rennsport.html
Der "Buchmacher" kommt aus England. Dort hiess er "bookmaker". Dort ist es die Berufsbezeichnung für Vermittler von Wetten bei Pferderennen mit staatlicher Konzession.
...
Inhaltlich rührt der Begriff "Buchmacher" daher, dass alle Wetten früher in ein Buch eingetragen wurden. War das Buch im besten Fall "rund", so schloss der Buchmacher mit einem kleinen Gewinn ab, unabhängig welchen Ausgang ein Rennen nahm.
...
Budget
die "zur Verfügung stehenden Geldmittel" trug man in früheren Zeiten in einem afrz. "bougette" = "Balg", "Lederbeutel" bzw. in eeinem lat. "bulga" = "lederner (Geld)sack" mit sich, wenn man auf dem Markt Geschäfte machen wollte.
C
Chipkarten
(E?)(L?) http://www.chipkarten.de/
werden das Portemonnaie ersetzen und Kartenleser die Registrierkasse.
Unter dem Titel "Bits und Bytes statt Euro und Cent" bietet bdw 12.2001 einen Ausblick in die Zeit, wenn Metall- und Papiergeld ins Museum wandern.
D
DAX, Index (W3)
(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
"DAX" ist die Abkürzung für "Deutscher Aktienindex". Das Wort "Index" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Liste", "alphabetisches Verzeichnis" oder "Messziffer" z.B. für Preisänderungen. Der DAX wird aus den Werten von 30 ausgewählten Aktiengesellschaften ermittelt.
...
Deben
war eine bronzezeitliche Gewichtseinheit für 91g Kupfer, die in 10 Kite unterteilt war.
Deflation (W3)
(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
"Deflation" (lateinisch bedeutet das Wort "Abschwellung") ist das Gegenteil von Inflation: Es sind in der Wirtschaft zu viele Waren vorhanden, das Angebot ist größer als die Nachfrage, ohne dass aber mehr Geld da wäre. Die Preise fallen also (bei einer Inflation steigen sie) und es droht ebenfalls eine Wirtschaftskrise.
...
Deut - Keinen Deut wert sein
Ein "Deut", oder niederl. "Duit", ist eine Münze, die seit dem 14. Jahrhundert bis zum Ende des 18. Jahrhunderts geprägt wurde. Sie war anfangs aus Silber, dann ließ man nach und nach immer mehr Silber weg und ersetzte es durch ein billigeres Material. Ab 1573 bestand sie dann nur noch aus Kupfer.
Eine Sache, die keinen "Deut" wert ist, wird also ähnlich geringeschätzt wie diese unedle Münze.
(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
Der Begriff "Emission" stammt vom lateinischen Wort "emittere" = "aussenden" ab. Geht ein großes und wirtschaftlich gesundes Unternehmen an die Börse, so werden Anteile an diesem Unternehmen in Form von Aktien ausgegeben, die man kaufen kann. Den Vorgang nennt man "Emission". Der Begriff "Emission" wird aber nicht nur angewendet, wenn es um Aktien geht, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Die Post gibt Briefmarken aus, ein Röntgengerät sendet Strahlen aus, unsere Autos stoßen während der Fahrt Abgase aus und Fabriken produzieren bei der Herstellung ihrer Produkte verschiedene Schadstoffe, die in die Umwelt eingebracht werden. All dies sind "Emissionen".
...
Will eine Fabrik mehr (CO2) produzieren als es die Obergrenze für seine Produktionen vorsieht, so kann es einem anderen Unternehmen, das die vorgeschriebene Grenze des Schadstoffausstoßes nicht ausnutzt, diese nicht ausgenutzten Schadstoffmengen "abkaufen" und so seinen eigenen Anteil erhöhen. Diesen Vorgang nennt man ebenso "Emissionshandel" wie den Kauf und Verkauf von Wertpapieren.
...
Entgelt
Das mhd. "gelten" = "zurückzahlen", "zurückerstatten", "entschädigen" hängt mit "Geld" zusammen. Das mhd. "ent-" steht für "Gegensatz, Trennung" (vgl. "entführen" = "wegführen"). Somit ist "Entgelt", das "weggegebene Geld", das "Geld von dem man sich trennen" muß, um etwas zu bezahlen.
F
Fersengeld (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Das "Fersengeld" ("versen penninge") ist seit dem 13. Jh. belegt. Im ältesten Rechtsbuch des Mittelalters, dem Sachsenspiegel, bezeichnet es die Abgabe bei der Ehescheidung.
Man vermutet, dass das "Fersengeld" ein Relikt eines älteren Rechtsbrauchs ist, demzufolge jemand, der in der Schlacht floh, Strafgeld zahlen musste.
Mit Feuerprobe war ursprünglich die im Feuer vorgenommene Prüfung des Goldes auf seine Reinheit gemeint. Danach bezeichnete Feuerprobe auch ein Verfahren zum Herbeiführen eines Gottesurteils: Um seine Unschuld zu beweisen, musste der Angeklagte längere Zeit ein glühendes Eisen halten.
Die "Finanzen" kamen über frz. "finance", "finances" = "Zahlungen", "Geldmittel" aus dem lat. "finantia", "finare" = "endigen", "zum Ende kommen", lat. "finis", "Finis" nach Deutschland. Ich schätze, weil mit der Geldübergabe ein Handel perfekt, abgeschlossen wurde.
Finanzieren (W3)
lat. "finare" = "einen Prozeß abschließen, der mit einer Geldstrafe endet" (vg. engl. fine = Geldstrafe)
(A: roge)
flöten gehen (W3)
Dass Geld "flöten" geht geht auf das hebräische Wort "pelüta" = "entrinnen" zurück.
Eine andere Theorie besagt jedoch, dass es auf ndt. "fleeten" = "fliessen" zurückgeht.
galli-institut - Das Wichtigste auf dieser Welt - Geld
(E1)(L1) http://www.galli-institut.de/geld.htm
Redewendungen: Oft verwendet, Ursprung unbekannt?!
von Anton Zacharias
Wenn Ihnen jetzt als unbelehrbarer Romantiker beim Wichtigsten auf dieser Welt spontan "Liebe" eingefallen ist, dann gratuliere! Sie leben auf dem falschen Planeten!
Natürlich ist das Geld viel wichtiger, denn notfalls kann man mit Geld u.a. auch Liebe, oder was manche Leute dafür halten, bedarfsgerecht einkaufen. Bekanntlich regiert Geld die Welt, d.h. unsere persönliche potentielle Zahlungsfähigkeit spielt in so ziemlich allen Lebenslagen die entscheidende Rolle. So bestimmen die vorhandenen oder geliehenen "Moneten" (vom lateinischen "monetae" = "Münzen") z.B. unsere Attraktivität beim anderen Geschlecht.
...
Es folgt ein Artikel, in dem weitere Ausdrücke für "Geld" erklärt werden (Ich möchte nicht alles kopieren, deshalb sollten Sie die Seite am Besten direkt aufrufen und lesen.):
Dukaten (hiernach ist ja auch ein Esel und ein Scheißer benannt). Dies ist eine venezianische Goldmünze, die sich seit Ende des 13. Jh. in Europa als Handelsmünze verbreitete, ab dem 18 Jh. aber einen Rückgang zu verzeichnen hatte.
Heller - Den Namen hat die Münze von der Stadt Schwäbisch Hall. Der "Haller pfenninc" soll schon im 12. Jh. geprägt worden sein. Aufgrund der Herkunft wird er auch "Haller" oder "Häller" genannt; das "e" hat sich dann aber irgendwann durchgesetzt.
Abfindungen, Übergangsgelder, Diäten
Reibach machen
Geld scheffeln
Der Rubel rollt.
umrubeln
Stange Geld - Die Stange bezieht sich auf die stangenförmigen Rollen, in die Geldstücke verpackt sind.
Batzen Geld - Den Ursprung des Batzens findet man bei den Eidgenossen. ... Der Name kommt vom Bätzen (Betz-Bär), der auf der Münze abgebildet war. ... und erlangte schließlich die Bedeutung "Masse" oder "großer Klumpen".
Geld stinkt nicht
Gebühr (W3)
Die "Gebühr" ist das was einem "gebührt". Das ahd. "giburian" stand für "sich ereignen", "geschehen", "widerfahren", "zufallen", "zukommen". Teilweise sind diese Bedeutungen heute noch präsent.
Die "Gebühr" ist also der Anteil, der einem zur Bezahlung "zufällt". Ganz wie es sich "gebührt".
Welche immense Zahl an Gebühren es gibt, wird durch folgende Sammlung angedeutet:
(E?)(L?) http://www.atms.ch/rates/
Postage rates worldwide - Postgebühren weltweit
The current postage rates (standard rates Domestic, Europe and USA) worldwide are listed on this website
...
"Alcopops", "faken", "Praxisgebühr", "Qualifying" stehen nicht im ersten Duden von 1880. Der Ausschank von Alkohol - und sei es in limonadenhafter Tarnung - an Jugendliche war zu Kaisers Zeiten strikt verboten und die Beziehungen zu England waren so, dass die sprachlichen Übernahmen aus dem Englischen ins Deutsche noch überschaubar blieben. Das allgemeine Gesundheitswesen befand sich gerade erst im Aufbau, und das erste deutsche Auto war noch nicht einmal erfunden. Kurz: Die Welt hat sich seitdem verändert.
...
(E?)(L?) http://www.gez.de/
Die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD-Landesrundfunkanstalten, des Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und des Deutschlandradio. Ihre Aufgabe besteht darin, die Rundfunkgebühren einzuziehen.
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Ende des 15. Jh. übernahm die Familie Taxis (frühere Schreibweise Tassis, später Thurn und Taxis) die Trägerschaft des Nachrichtenwesens in weiten Teilen Deutschlands und Mitteleuropas.
Nachdem Angehörige des ursprünglich lombardischen Geschlechtes Taxis im 15. Jh. wiederholt im päpstlichen Kurierdienst tätig gewesen waren, richtete 1451 Roger de Tassis im Auftrag Friedrichs III. in Tirol und in der Steiermark für Heer und Verwaltung eine auf Stationen aufgebaute Briefbeförderung ein. Sein Sohn Franz von Taxis (* 1459, † 1517) schuf auf Veranlassung von Maximilian I. 1490 die erste durch Deutschland führende Postlinie von Innsbruck nach Mecheln (bei Brüssel), die sich schnell zu einem europaweiten postalischen Netz ausbreitete. Private Briefe wurden auf den staatlichen Postkursen spätestens ab 1506 befördert. Kaiser Rudolf II. erklärte 1597 die Post zu einem kaiserlichen Regal. Am 1. 7. 1867 übernahm Preußen gegen eine Entschädigung von 3 Mio. Talern die Thurn und Taxissche Postverwaltung.
Dies war der erste Schritt zu einer einheitlichen deutschen Post (mit einheitlichem Postgesetz und einheitlichen Postgebühren).
...
(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm5.html
...
Von allen Druckerzeugnissen erreichen heute die Postwertzeichen (im allgemeinen Sprachgebrauch "Briefmarken" genannt) die höchste Auflage.
Wurde ursprünglich die Postgebühr beim Empfang und nicht bei der Aufgabe der Sendungen entrichtet, so führte der Pächter der Pariser Stadtpost Jean Jacques Renouard de Villayer - er besaß die Postlizenz seit 18.7.1653 - 1653 den Papierstreifen mit dem gedruckten Vermerk des vorausbezahlten Portos ("billet de port payé") ein, der an dem Brief befestigt wurde und als das älteste Postwertzeichen angesehen werden kann.
...
(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm6.html
...
Der Postverkehr wurde durch die Einführung des Zustelldienstes Briefträger, der Briefkästen und der Postwertzeichen (Briefmarken) sowie schließlich der Postleitzahlen wesentlich verbessert.
Mußte ursprünglich der potentielle Empfänger einer Postsache auf der Postanstalt selbst nachsehen, ob eine unter den dort ausgestellten Postsendungen für ihn bestimmt war, so wurden diese bereits um 1700 im Bereich der preußischen Post gegen eine geringe Gebühr von Privatdienern dem Empfänger zugestellt. Hieraus entwickelte sich allmählich die Institution des Briefträgers, die namentlich erstmals in der "Post-Ordnung" von 1710 erwähnt wird. (Die erste deutsche Reichspostordnung war 1698 von Kaiser Leopold I. erlassen worden.)
Das erste bekannte Reglement für Briefträger stammt aus dem Jahr 1770. Fest angestellte und vom Staat besoldete Briefträger traten nach 1824 in Erscheinung. Dem Service der Postzustellung für den Empfänger entsprach der Briefkasten für den Absender. Bis zur allgemeinen Einführung von Briefkästen (in Preußen ab 1824) mußte man seine zu befördernde Post auf der Postanstalt abgeben.
...
Ein Thomas Home († 1898) erwarb von Cooke die Rechte für die kommerzielle Benutzung des elektrischen Telegrafen, über den am 16. Mai 1843 die ersten bezahlten Telegramme der Welt auf der 32 km langen Strecke durchgegeben wurden. Die Telegrammgebühr betrug, ungeachtet der Zahl der Worte, einen Schilling.
...
UAGGebV 2002 Verordnung über Gebühren und Auslagen für Amtshandlungen der Zulassungsstelle und der Widerspruchsbehörde bei der Durchführung des Umweltauditgesetzes
...
Die "Gebühr" findet man auch als Familiennamen, wie etwa bei "Otto Gebühr".
(E?)(L?) http://www.post.at/
Österreichische Post AG
U. a. mit einem Verzeichnis der Produkte und Gebühren sowie einer Auflistung der Postämter in Österreich.
(E?)(L?) http://www.post.ch/
Schweizer Post
U. a. mit Versandgebühren national und international, Postleitzahlen, Auflistung der Poststellen und Fahrplan des Postverkehrs.
(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Geld
Die ursprüngliche Bedeutung von "Geld" als "Zahlung", "Abgabe" ist heute noch in Begriffen wie "Vergeltung" oder auch "Lehrgeld zahlen" zu erkennen. Für die alten Germanen standen diese Abgaben auch mit Kulthandlungen ("Opfer") in Zusammenhang. Die Verdinglichung in Form von Münzen und Scheinen erfolgte seit dem 14.Jh.
Geld - ökonomisch
Geld ist ein von einer Notenbank (EZB, Federal Reserve, Bank of Japan) ausgegebener Schuldtitel, d.h. die Notenbank verpflichtet sich, gegen den Geldschein Gold oder andere Währungen einzulösen oder garantiert, daß man mit diesem Geldschein im Währungsbereich Waren und Dienstleistungen kaufen kann ("This note is legal tender ....").
Nach physischer Beschaffenheit unterscheidet man Bargeld und Giralgeld (Sichtguthaben bei Banken), wobei die Notenbanken und das Bankensystem eine wichtige Rolle bei der Giralgeldschöpfung haben. Wichtig für die Wirtschaft ist der Geldumlauf als Ganzes, also wieviel Bargeld in einer Wirtschaft vorhanden ist und seine Umlaufgeschwindigkeiten, also wie oft derselbe Geldschein im Jahr ausgegeben wird. Nach den Monetaristen bestimmt die Geldmenge die Höhe der Inflation.
Ursprünglich wurde der Wert des Geldes durch eine staatliche Autorität garantiert (Münzprägung), später garantierte die Notenbank den Wert des Geldes, indem es ihn an das Gold band (System von Bretton Woods, 1944).
Im August 1971 mußte Präsident Nixon die Bindung des US-Dollars an das Gold aufgeben, da massive Spekulationen gegen den Dollar die Aufrechterhaltung des "Goldstandards" unmöglich machten. Seitdem wird die Geldmenge einer Wirtschaft durch die "Reserven der Notenbank (in Gold, Devisen)" gedeckt.
Buchhalterisch gesehen befindet sich Geld immer auf der Sollseite (Aktiva), außer in der Bilanz einer Notenbank: hier stellt der Geldumlauf eine Verbindlichkeit dar.
(A: roge)
geldgeschichte - Geldgeschichtliches Museum
Namen der Münzen
Heller, Batzen und Dukaten... - Wie Münzen zu ihrem Namen kamen
Wer kennt nicht eine Anzahl alter und zeitgenössischer Münzbezeichnungen, auch wenn er die betreffenden Münzen nie gesehen hat? Woher aber selbst wohlvertraute Münzen ihren Namen haben und warum sie so heißen, ist oft unbekannt. So ist "Pfennig" die wohl geläufigste Münzbezeichnung in unserer Sprache; woher aber der Name kommt, darüber haben sich die Sprachwissenschaftler noch nicht einigen können.
Es ist merkwürdig, dass die meisten Münzen, die im Laufe der Zeit durch die Hände und Börsen der Menschen wanderten, ihren Namen nicht offiziell von einem Herrscher oder einem Finanzminister bekamen, sondern mehr oder weniger durch Zufall oder durch den Volksmund. Es gab auch keine Regel, nach der sich die Münzbezeichnungen entwickelten: Mal entstanden sie nach dem Herkunftsort oder charakteristischen Münzbildern, nach dem Metall, der Aufschrift, nach Herrschernamen, Gewichten oder Nominalen, ja sogar nach missverstandenen fremden Bezeichnungen.
Andere Namen wurden nur von bestimmten Bevölkerungsschichten oder in einigen Landschaften verwendet oder in die offizielle Sprache nicht übernommen. Als Beispiel mag der "Heiermann" dienen, eine norddeutsche Bezeichnung für ein 5-DM-Stück. Angeblich stammt das Wort von der Heuer der Seeleute.
Der Loonie, die derzeitige kanadische Dollar-Münze, erhielt z. B. ihren Namen aus dem Volksmund, sie zeigt nämlich eine Lumme oder Eistaucher, englisch Loony. Bei der Ausgabe des ersten 2-Dollar-Stückes wurden Wettbewerbe abgehalten; der Prozess der Namensfindung wurde zum Politikum und sollte die Akzeptanz des ungewohnten neuen Wertes fördern. Statt "Polarbeary" o. Ä. (die Münze zeigte einen Eisbären) setzte sich der Name Twony durch - die neue Münze wurde sofort akzeptiert.
Nur wenige Namen wurden ausschließlich "auf dem Reißbrett" der Politiker konstruiert, wie 1785 der Name Cent und jetzt unser neuer Münzname Euro. Welche Spitznamen werden sich wohl für unsere Euro-Münzen durchsetzen?
(E?)(L?) http://www.geldgeschichte.de/Sitemap_und_Suche.aspx
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Geld-Synonyme
Wenn vom Geld die Rede ist, ist die Vielfalt der Bezeichnungen auf den meisten Stilebenen groß - ob es sich um scherzhafte (scherzh.), umgangssprachliche (ugs.), saloppe oder auch nur landschaftlich übliche Bezeichnungen handelt. Hier eine Auswahl, die vielleicht Ihre Fantasie beflügelt:
(E?)(L1) http://www.geldmuseum.com/
Auf dieser schönen (aber langsamen) Seite findet man auch einige Worterklärungen rund ums Geld.
"Alles, was Sie über Geld wissen sollten. - Und Vieles mehr!"
genealogy - Münzen-Bezeichnungen
Abkürzungen von Münzen
M: Mar.fl, Mfl = Mariengulden | Mar.gr., mgr. = Mariengroschen | M(k), mc, mrc, m mit kleinem a drüber, oder m und schräges l in Schreibschrift = Mark | Matt. = Mattier, Matthiasgroschen
N: Ngr., ngr. = Neugroschen
O: Ortsfl = Ortsgulden
P: Pf. = Pfund | Pf., Pfg., pfen. = Pfennig
Q:
R: R., Rthl., Rtl., rtl., r = Reichstaler | rhein., Rh.fl = Rheinischer Gulden
Von der "Getreidewährung" leitet sich die kleinste mesopotamische Gewichtseinheit im 2. Jh. v.u.Z. ab: "Uttetu" bzw. "se" = 46,75 mg - das Gewicht eines Getreidekorns.
Ein "Schekel" = 8,4g waren 180 Getreidekörner.
Eine "Mine" = 0,505kg waren 60 Schekel.
Ein "Talent" = 30,3kg waren 60 Minen.
Diese Gewichtsangaben waren nicht einheitlich; z.B. wurden in Syrien die Minen in 50 Schekel zu 9,4g unterteilt.
Bei den Hethitern galten wieder andere Einheiten.
Wird das "Verlangen" nach einer interessanten Wortgeschichte von der "Gier" erfüllt?
Am 25.07.2004 schrieb Frau Elise Donder:
Als ich in Ihrem "Newsletter 2003.08." die Betrachtung des Wörtchens "gar" gelesen hatte, kam die Frage auf, ob auch "gern(e)" in diesen Zweig gehören könnte. Das ist wohl nicht der Fall, aber die Verbindung von "gern" zu "Gier" und "Geier" und zu den Vorläufern von franz. "cher" geben auch noch einiges her (lat. "carus" soll eine Entsprechung im Irischen (!) haben: "cara" = "Freund").
Zwischen "gar" und "gern" scheint es keine Beziehung zu geben, wenn es nicht gerade um etwas frisch "Gegartes" geht, das man vor sich auf dem Teller liegen hat.
Aber in der Tat findet man in der Literatur Hinweise auf Zusammenhänge zwischen "gern", "Gier", "Geier" und frz. "cher". Also zuerst die Fakten (soweit sie von der Wissenschaft als anerkannt gelten).
Demnach scheinen sich hier die Abkömmlinge zweier ursprünglich getrennter Wortstämme vermischt zu haben. Sowohl der "Duden" als auch der "Kluge" weisen darauf hin, dass die "Gier" auf ein ahd. "giri" = "Begierde" zurückgeht, während das Verb "gieren" auf "gern" zurückgeführt wird, das als ahd. "gerno" = "eifrig" anzutreffen ist. Durch die Jahrhunderte und durch verschiedensprachige Besipiele lässt sich durchaus eine unterschiedliche Entwicklung nachvollziehen. Allerdings scheinen sich alle diese Auswüchse im idg. "*gher" = "verlangen", "begehren" zu treffen. Man findet auch noch eine kürzere idg. Wurzel "*ka" = "begehren", "lieben".
Interessant ist, dass das ebenfalls daraus erwachsene lat. "carus" = "begehrt", "teuer", "lieb" sowohl die - sich eher keusch gebende - "Caritas" = "Naechstenliebe" (und Bezeichnung des katholischen Deutschen Cariatsverbandes) als auch die "Hure" = "Begehrte" hervorgebracht hat.
Die arab. "huriya" (dt. "Huri") war eine Nymphe im islamischen Paradis.
Das frz. "cher" = "lieb", "teuer" und "chérie" = "Liebling" oder auch "cherté" = "Teuerung" gehen direkt auf lat. "carus" zurück.
(E?)(L?) http://www.physiologus.de/geier.htm
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/
Fehlt nun noch der "Geier", der seine Bezeichnung seiner "Raubgier" zu verdanken hat, die selbst vor Aas nicht haltmacht, deshalb auch "Aasgeier".
Und etwas, auf das man keinen besonderen Wert mehr legt, kann ruhig der Geier holen.
Aber "weiss der Geier", warum es gerade der Geier wissen soll. Vielleicht gesteht man ihm sogar zu, wissbegierig zu sein.
Allerdings habe ich auch schon die Aussage gehört, wonach es sich auf den - vom Gerichtsvollzieher auf beschlagnahmten Gegenständen angebrachten - "deutschen Adler" bezieht. Dieser Zusammenhang dürfte aber erst nachträglich hergestellt worden sein.
Dass nicht nur "Huren" geliebt werden wollen, zeigen die vielen Beispiele an "Carus"-Namen:
(E?)(L?) http://icarus.cornell.edu/
Icarus, Ikarus
Einen Belg dafür, dass der Name des Sonnenanbeters "Icarus" eine Begehrlichkeit zum Ausdruck bringen soll, konnte ich nicht finden. Aber sein Name ist sprichwörtlich geworden für gescheiterten Höhenflug.
Auch die Astronomen haben sich seiner erinnert und einen Planetoid nach ihm benannt. Dieser hält aber immerhin noch einen Abstand von 160 Millionen km zur Sonne.
Ausserdem hat sich ein Magazin diesen Namen gegeben: "Icarus" - International Journal of Solar System Exploration
ICARUS is the official publication of Division of Planetary Sciences and is dedicated to reporting the results of new research - observational, experimental, or theoretical - concerning the astronomy, geology, meteorology, physics, chemistry, biology, and other scientific aspects of our solar system or extrasolar systems.
Aber dass man in Fragen der Wortherleitungen sehr leicht in die Irre gehen kann, zeigt auch dieses Besipiel. Findet man doch im "Duden: Familiennamen" den Hinweis:
"Carus": Berufsübername zu mnd. "karusse", "karuske" von poln./tschech. "karas" = "Karausche" (eine Karpfenart).
Demnach war der "Carus" ein Fischer oder Fischhändler.
Aber sind/waren "Karpfen" nicht auch "begehrte" Leckerbissen.
(E?)(L?) http://www.carus-verlag.com/
"Carus" ist einer der führenden deutschen Musikverlage, der sich vor allem auf geistliche Chormusik sämtlicher Epochen spezialisiert hat.
Auf unserer Seite finden Sie Informationen über unsere Noten und CD's, und wir laden Sie ein, in unserem umfangreichen Online-Katalog zu recherchieren.
Gläubiger
= der "Anspruchsberechtigte" gegenüber dem Schuldner; von spätmhd. "gleubiger", Lehnübersetzung von lat. "creditor";
(E1)(L1) http://www.galli-institut.de/geld.htm
Das "Honorar" geht auf lat. "honorarium" = "Ehrensold" zurück. Heute ist selten noch eine "Ehrung" damit verbunden.
Ob der "Honorarprofessor" nun um der Ehre oder um des Lohnes wegen so heißt seo dahingestellt.
2005-12-03:
Es wurde ein neuer Eintrag im Forum Forum von http://www.etymologie.info geposted.
Betreff: RE: Honorar
Inhalt: Honorar - Entlehnt aus "honorarium" = "Ehrengeschenk"
Der Eintrag stammt