Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology, (griech.) etymología, (lat.) etymologia, (esper.) etimologio
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany, (esper.) Germanujo
Grammatik, Gramática, Grammaire, Grammatica, Grammar, (esper.) gramatiko

Freie Künste
Sieben Freie Künste (W3)

Die Grammatik gehört zu den "sieben freien Künsten".

Die sieben freien Künste ("septem artes") sind die Künste, die "von freien Bürgern gepflegt wurden". Als Grundwissenschaften der Antike und des Mittelalters sind dies:

"Arithmetik", "Astronomie", "Dialektik", "Geometrie", "Grammatik", "Musik", "Rhetorik".

Als "Neunte Kunst" kam dann die "Comic-Kunst" hinzu.
Aber: Welches ist die "achte Kunst"?

Im Mittelalter (seit dem 6.Jh.) waren die "Sieben freien Künste" noch einmal aufgeteilt in das "Trivium" bestehend aus "Grammatik", "Dialektik" und "Rhetorik" und das "Quadrivium" bestehend aus "Arithmetik", "Geometrie", "Musik" und "Astronomie".

(E?)(L?) http://www.etymonline.com/index.php?term=art
art

A

aber (W3)

Das ahd. "aver" hatte noch die Bedeutung "weiter weg", "später", "noch einmal wieder".
Und im Saarland sagt man heute immer noch "aver" oder "awwer".
Ob lat. "aversio" = "sich abwenden", von dem "Aversion" übernommen wurde, damit verwandt ist, ist noch zu klären. Passen würde es ja.

(E?)(L?) https://www.dw.com/de/unser-aller-aber/a-2245465?maca=de-newsletter_DeutschImFokus-1655-html


about.com
German Grammar Guide

(E?)(L?) http://german.about.com/library/blgrammatik.htm


-lich
Adverbialisierung durch -lich (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Denominale Derivate auf "-lich" entstammen größtenteils dem 18. und 19., nur in wenigen Fällen dem 20. Jh. Der früheste uns verfügbare Beleg (aus der Relation von 1609) ist das heute kurios anmutende "befehlich" (beuelich eines Presidenten selbigen Königreichs (32,12)).

Aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen "abzüglich", "bezüglich" und das jetzt veraltete "beziehentlich" (letzter Eintrag im Duden 1967 mit dem Vermerk: Amtsdeutsch). "Einschließlich" und "hinsichtlich" sind im Duden 1880 verzeichnet.

"Anläßlich" scheint eine Bildung dieses Jahrhunderts zu sein, es findet sich nicht im Duden 1880. Das Substantiv "Anlaß" hat seine heutige Bedeutung ("auslösendes Ereignis") erst seit dem 19. Jh.; im Mittelhochdeutschen bedeutete es noch "Startpunkt eines Rennens".

In Mackensen 1954 sind "rücksichtlich" und "zuzüglich" verzeichnet. Das letztere dürfte eine späte Analogiebildung zu "abzüglich" sein. "Gelegentlich" ist als Präposition erst im Duden 1967 aufgenommen.

Die Produktivität dieses Musters ist nicht sehr hoch gewesen. Zieht man in Betracht, daß ein Teil der Formen von lexematisch verwandten Substantiven abgeleitet ist ("abzüglich", "bezüglich", "zuzüglich" und "hinsichtlich", "rücksichtlich"), bleiben nicht sehr viele Substantive als Basen dieser Derivation übrig.

Es versteht sich, daß man ex silencio nichts schließen kann. Z.B. sind die alten Präpositionen "ausgenommen" und "betreffend" nicht im Duden 1880, sondern erst 1967 aufgenommen.
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Denominale Derivate auf "-lich" entstammen größtenteils dem 18. und 19., nur in wenigen Fällen dem 20. Jh. Ihre Blütezeit scheint vorbei zu sein, "ausweislich" dürfte ein - im Duden 1986 dem Papierdeutschen zugerechneter - Nachzügler sein. Freilich kann man bei einer Sprache, deren Sprecher sich jederzeit an Texten früherer Jahrhunderte neu inspirieren können, schwer Prognosen über den endgültigen Tod von Bildungsmustern abgeben.
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Das historische Material reicht aus, um festzustellen, daß in diesem Jahrhundert der Trend eindeutig zur Präpositionalfügung geht, die sowohl Formen auf "-lich", solche auf "-s" als auch stärker grammatikalisierte Präpositionalfügungen und sekundäre Adpositionen wenigstens teilweise ersetzt. Am anfälligsten hierfür scheinen Bildungen zu sein, die dem Kanzlei- und Amtsdeutschen entstammen (so wie "betreffs", "behufs", "hinsichts", "rücksichts", "beziehentlich" und "gelegentlich") und sich in der Umgangssprache niemals recht eingebürgert haben. Die ungeheuere Produktivität der Präpositionalfügung bringt es mit sich, daß gelegentlich sowohl vom strukturellen als auch vom semantischen Standpunkt völliger Leerlauf in der Erneuerung herrscht. Dies gilt z.B. für das modische "mit Blick auf" statt des älteren "im Hinblick auf".
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Adverbialisierung durch Genitiv-s (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Das "Genitiv-s" bildet sonst auch Adverbien wie "abends" oder "eilends". Seine Funktion bei der Bildung von Adpositionen ist ganz dieselbe. Daß in einem Falle Adverbien und im anderen Adpositionen entstehen, liegt nur am Unterschied in der Relationalität der Basis: ein relationales Substantiv als Basis ergibt in der Ableitung eine Adposition. F9 bietet das allgemeine Schema und illustriert es durch "mangels".

Die Rektion des Basissubstantivs vererbt sich also auch hier auf die Adposition. Allerdings wird sie zur Genitivrektion nivelliert; das Substantiv Mangel regiert ja eigentlich die Präposition an. Gelegentlich leitet "-s" von derselben Basis Adverbien und Adpositionen ab. Das ist der Fall bei den Zusammensetzungen mit "-seits". Beispiele für den ersten Typ sind "ihrerseits", "allerseits". Hier kommen, abgesehen von Wendungen wie "amtlicherseits", als Träger des Relators fast nur Pronomina vor. ... Man kann nun annehmen, daß in den Zusammensetzungen des ersten Typs das Determinans des Kompositums wie ein Komplement die Leerstelle des Determinatums besetzt, während in denen des zweiten Typs das Determinans das Determinatum bloß modifiziert, so daß dessen Leerstelle offenbleibt. Einige Beispiele, etwa "allerseits" für den ersten Typ, stützen diese Analyse auch morphologisch. Freilich behaupten wir nicht, daß in solchen Komposita perfekte Kompositionalität waltet.
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Die ersten und meisten der auf "-s" abgeleiteten Präpositionen stammen aus dem Frühneuhochdeutschen. Bei Luther findet sich neben "laut" auch die adverbialisierte Form "lauts" ("lauts meines evangelij" (Röm. 2,16)). Ferner hat er "angesichts", und zwar noch mit der wörtlichen Bedeutung "etwas vor den Augen habend" (Paul 1920:48).

"Zwecks" und "behufs" entstammen der neuhochdeutschen Kanzleisprache. Dies gilt auch für "betreffs", "hinsichts", "rücksichts" und "seitens" zu, die nach demselben Muster gebildet sind, aber größtenteils nicht über die Amtsstuben und Kontore hinausgelangten.

Die Entstehung von "mittels" ist ziemlich unklar. Zu frühneuhochdeutscher Zeit existieren die Varianten "(in) mittels(t)", und zwar ausschließlich in adverbialer Funktion mit temporaler Bedeutung ("inzwischen"): "in mittelst bleiben die andern Commissarien deß Ertzhertzogs allda" (Relation 53,16).
"Mittels" (sowie das daran und an mittelniederdeutsch overmits angelehnte "vermittelst"; vgl. Behaghel 1924:49) in seiner jetzigen Bedeutung kommt erst seit dem 17. Jh. vor. Ob es aus den früheren Formen entwickelt oder auf der Basis von "Mittel" (dessen instrumentale Bedeutung ihrerseits relativ jung ist) neugebildet ist (evtl. in Anlehnung an die früheren Vorbilder), bleibt festzustellen.

Das Bildungsmuster war eine Zeitlang sehr produktiv. Dafür sprechen die folgenden Gesichtspunkte: ...
Die Adverbialisierung durch "Genitiv-s" ist eine Strategie, die den Höhepunkt ihrer Produktivität im Frühneuhochdeutschen hatte. Eine kleine Anzahl von Neubildungen hat es bis ins letzte Jahrhundert hinein gegeben, allerdings nur im Kanzleistil, dem die meisten der so gebildeten Adpositionen ohnehin entstammen.

Denominale Derivate auf "-lich" entstammen größtenteils dem 18. und 19., nur in wenigen Fällen dem 20. Jh. Ihre Blütezeit scheint vorbei zu sein, "ausweislich" dürfte ein - im Duden 1986 dem Papierdeutschen zugerechneter - Nachzügler sein. Freilich kann man bei einer Sprache, deren Sprecher sich jederzeit an Texten früherer Jahrhunderte neu inspirieren können, schwer Prognosen über den endgültigen Tod von Bildungsmustern abgeben.

Die syntaktisch/phraseologisch gebildeten Adpositionen sind häufiger als die derivativ gebildeten und haben offenbar keine so starken Produktivitätseinbrüche in der belegten Sprachgeschichte wie die Gesamtheit der letzteren. Dies hängt mit dem niedrigeren Grammatikalitätsgrad und damit höheren Freiheits- und Verfügbarkeitsgrad der Syntax gegenüber der Morphologie zusammen. Deutliche Variation in der Produktivität zeigen dagegen die einzelnen in den denominalen Fügungen benutzten adverbialisierenden Präpositionen (vgl. §5.2.1). Diese ist vergleichbar dem Abwechseln zwischen älterem "-s" und jüngerem "-lich" in der Derivation.
...
Das "Genitiv-s" verdrängte zeitweise andere Strategien der Adverbialisierung wie den Anschluß durch eine primäre Präposition. Wir sahen schon daß zur Zeit Luthers von der Basis "Angesicht" bereits die Präpositionalfügungen "in angesicht", "nach angesicht", "zu angesicht" bestanden. Nach dem Fehlen des definiten Artikels und der Metaphorisierung zu schließen, waren diese schon in die Grammatikalisierung eingetreten. Die derivierte Form "angesichts" setzte sich jedoch durch, ebenso wie "mangels" gegenüber "aus Mangel", "in mangel".
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Das historische Material reicht aus, um festzustellen, daß in diesem Jahrhundert der Trend eindeutig zur Präpositionalfügung geht, die sowohl Formen auf "-lich", solche auf "-s" als auch stärker grammatikalisierte Präpositionalfügungen und sekundäre Adpositionen wenigstens teilweise ersetzt. Am anfälligsten hierfür scheinen Bildungen zu sein, die dem Kanzlei- und Amtsdeutschen entstammen (so wie "betreffs", "behufs", "hinsichts", "rücksichts", "beziehentlich" und "gelegentlich") und sich in der Umgangssprache niemals recht eingebürgert haben. Die ungeheuere Produktivität der Präpositionalfügung bringt es mit sich, daß gelegentlich sowohl vom strukturellen als auch vom semantischen Standpunkt völliger Leerlauf in der Erneuerung herrscht. Dies gilt z.B. für das modische "mit Blick auf" statt des älteren "im Hinblick auf".
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Adverbialisierung durch primäre Präposition (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Das Bildungsmuster der denominalen Fügung, die durch eine primäre Präposition adverbialisiert wird, ist sehr alt. Zu althochdeutscher Zeit entstand "in eban(i)" = "in gleicher Ebene", "zusammen", das dem modernen "neben" zugrundeliegt. Seit dem 13. Jh. ist "von ... wegen" belegt, das sich semantisch, morphologisch und syntaktisch offenbar in Analogie zu dem älteren "halben" entwickelt.

Ebenso seit dem Mittelhochdeutschen gibt es "an ... stat" "an ... stete" und "um ... willen". Eine ganze Welle von Fügungen dieser Art entstammt den spätmittel- und frühneuhochdeutschen Kanzleisprachen.

So stammt "nach laut" aus der spätmittelhochdeutschen Kanzleisprache, "nach Besage", "in Kraft", "aus Kraft", "nach Vermöge", "aus Ursache" aus dem 16. Jh.

In der Relation von 1609 sind außerdem belegt: "auf Anhalten", "auf Befehl", "in Ansehung", "im Falle", "mit Hilfe" und "in Mangel".
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als, also (W3)

Das kleine Wörtchen "also" setzt sich zusammen aus "all" und "so" und bedeutet ursprünglich "ganz so".

"als" hat sich vom mhd. "als(e)" = "also" abgespalten, das sich ursprünglich ahd. "also" aus "all so" = "ganz so" zusammensetzt.

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

"als" und "wie" haben überhaupt keine Rektion und würden, wenn man die Definition von §2.3 gelten läßt, deshalb nicht zu den Adpositionen zählen.


(E?)(L?) https://www.dw.com/de/also-gell-ohne-konjunktionen-gehts-nicht/a-1559174

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"Also" ist ja eine Konjunktion! ... tagtäglich, ungezählte Male, sagen die Deutschen "Also".
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Ein "Also" verbindet. Das haben Konjunktionen so an sich. Sie sind, verwenden wir den deutschen Ausdruck, Bindewörter. Sie verbinden Satzglieder oder ganze Sätze. Die klassische Konjunktion schlechthin ist "und". Aber wir wollen uns nicht in die Grammatik vertiefen, sondern lieber dem "Also" auf den Grund gehen.
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Ein Blick auf den Grund des Glases und die berühmtesten „Alsos“ der Geschichte erstehen vor unserem geistigen Auge. René Descartes bezeichnet als die erste und sicherste Erkenntnis des Philosophen den Satz: "Cogito, ergo sum". Auf deutsch: "Ich denke, also bin ich". Einem Franzosen also hat es die schlichte deutsche Konjunktion "Also" zu verdanken, dass sie in einem der berühmtesten Zitate zumindest in der Übersetzung einen Platz gefunden hat. "Also" hat in diesem Zitat eine überwältigende Bedeutung.
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Friedrich Nietzsche. In den Jahren 1883 bis 1885 erschien sein wohl bekanntestes Werk; die "Philosophische Dichtung" "Also sprach Zarathustra." In geradezu feierlichem Gewand erscheint hier das "Also", steht es doch in erhabener, um nicht zu sagen ‚göttlicher’ Umgebung.
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an Hand, anhand (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.) entstammen "an Hand" ...
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Während es in Mackensen 1954 noch "an Hand" heißt, wird im Duden 1967 "anhand" verzeichnet.
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angesichts (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Die ersten und meisten der auf "-s" abgeleiteten Präpositionen stammen aus dem Frühneuhochdeutschen. Bei Luther findet sich neben "laut" auch die adverbialisierte Form "lauts" ("lauts meines evangelij" (Röm. 2,16)). Ferner hat er "angesichts", und zwar noch mit der wörtlichen Bedeutung "etwas vor den Augen habend" (Paul 1920:48).
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So bedeutet angesichts bei Luther noch "Auge in Auge mit", "in der konkreten Gegenwart von" ("angesichts des Feindes"), während der Kontakt heute meist nur metaphorisch verstanden wird ("angesichts der Tatsachen"). Dies ist die semantische Seite der Demotivation.
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anläßlich, aus Anlaß (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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So findet sich im Duden 1967 s.v. "anläßlich" die Anmerkung: 'besser: "aus Anlaß"'.
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auf Anlaß
auf der Basis
auf der Grundlage
auf Vorschlag (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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In den letzten Jahrzehnten sind wiederum neue Fügungen entstanden: "auf Anlaß", "auf der Basis", "auf der Grundlage", "auf Vorschlag".
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auf Grund
aufgrund (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Der Eintritt von Fügungen wie "aufgrund" in die Klasse der Präpositionen vollzieht sich unter unseren Augen.
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In Mackensen 1954 findet sich "auf Grund", im Duden 1967 bereits "aufgrund".
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aus (W3)

"aus" ist eine Präposition, die hauptsächlich mit dem Dativ verwendet wird und eine Richtung angibt? Also zum Beispiel - was wir jetzt grade machen - nämlich "aus einem Glas trinken" oder "etwas aus dem Gedächtnis wiederholen" oder "der Wind weht aus Osten"? Sie sollten auch das umgangssprachliche "aus" erwähnen wie "das Licht ist aus" oder das "Aus!" als Interjektion in einer Reihung wie "Aus! Schluss! Ruhe!" Das "Aus" finden Sie ja von A bis Z, von "ausbaden" bis "Auszug", als Präfix unzähliger Verben, denken Sie nur an "auswechseln" oder "auswerten"; und ohne weiteres können wir durch Substantivierung vom Verb zum Nomen kommen, aus "auswechseln" wird "Auswechslung" und so weiter und so weiter.

Beispiele von "aus-Wörten":

ausdenken, Ausweg, ausgerechnet, ausrechnen, ausgezeichnet, ausbreiten, es ist aus, ausgegangen, Ausweis, heraus, ausgehen, Ausgang haben, einen ausgeben, aus dem Regal nehmen, aus Spaß an der Freude, ausgelassen, aus welcher Gegend, ausgebaut, auskennen, ausdrücklich, ...

Bei Adelung findet man:


"Aus", eine Partikel, welche denjenigen Ort bezeichnet, in dessen Innern eine Bewegung oder Handlung ihren Anfang nimmt, und welche in einer doppelten Gattung üblich ist.

I. Als eine Präposition, welche die dritte Endung nach sich erfordert; und da hat sie die eben angeführte Bedeutung,

1. Im eigentlichen Verstande. Aus dem Bette kommen. Aus dem Hause gehen. Einen aus dem Sattel heben. Den Brand aus dem Feuer reißen. Den Kopf aus der Schlinge ziehen. Er ist aus Schweden. Man hat mir aus Paris geschrieben. Aus wird in diesem Falle alle Mahl der Präposition in entgegen gesetzet, d. i. wenn auf die Frage wo? in folget, so muß auf die Frage woher? aus gesetzet werden; hat aber die erstere Frage eine andere Präposition, so bekommt die letztere das von. Die Ursache davon liegt in der schon angezeigten eigentlichen Bedeutung des "aus", welche den terminum a quo nur in so fern andeutet, als er in dem Innern einer Sache enthalten ist. Man sagt daher, aus der Kammer, aus dem Zimmer, aus der Kirche, aus dem Garten, aus dem Hause, aus dem Walde kommen u. s. f. weil man sagt, in der Kammer, in dem Zimmer, in der Kirche, in dem Garten, in dem Hause, in dem Walde seyn. Hingegen kommt man von dem Rathhause, von dem Felde, von Tische, von Hause, vom Hofe u. s. f. weil man auf dem Rathhause, auf dem Felde, bey Tische, zu Hause, bey Hofe u. s. f. gewesen ist. Hierher gehören auch sehr viele Arten zu reden, in welchen das "aus" diese seine eigentliche Bedeutung hat, obgleich die ganze Redensart figürlich ist; z. B. eine Gelegenheit aus den Händen lassen. Etwas aus der Acht lassen. Ich habe es mir längst aus dem Sinne geschlagen. Eines folget aus dem andern. Einer aus euch. Aus vollem Halse lachen, schreyen. Aus aller Macht laufen. Die Wehmuth redete aus seinen Mienen. Die Unruhe und seyn Verbrechen redeten aus ihm, Gell. Was muß doch aus dem Vogel singen? ebend. Aus ihrer seligen Ruhe sieht die Weisheit auf Ameisen herunter, die um Strohhalme kämpfen, Dusch. Aus freyer Hand, ohne mechanische Hülfsmittel. In einigen Redensarten ist der weitere Begriff der Entfernung der herrschende, ohne daß eben auf das Innere derjenigen Sache, wo die Veränderung ihren Anfang nimmt, gesehen würde; das ist, "aus" stehet in einigen Fällen für "von". Den Feind aus dem Felde schlagen. Einem aus dem Wege gehen. Wir sind aus dem Wege gekommen. Er hat sich aus dem Athem gelaufen, im gemeinen Leben. Aus seiner Gelassenheit kommen, sie verlieren. Aus der Übung, aus der Mode kommen. Wir wollen sehen, wie wir mit ihr aus einander kommen, Gell.

2. Figürlich bezeichnet es,

a) Den Stoff, die Materie, in welcher eine andere Sache dem Raume nach enthalten war. Man kann nicht aus einem jeden Holze eine Venus schnitzen. Aus Stein gearbeitet. Aus Wasser Wein machen. Aus nichts wird nichts. S. Von. Ingleichen in vielen figürlichen Redensarten. Aus Freunden können Feinde werden. Was soll ich aus dir machen, von dir halten. Ich mache mir nichts daraus, ich achte es nicht. Es wird nichts aus der Sache, sie kommt nicht zu Stande. Das kommt aus dem Genecke, das ist die Wirkung, die Folge davon. Der Mensch besteht aus Leib und Seele. Ich dächte, ich machte kein Geheimniß aus der Sache. Du machst aus einer Handlung ein Verbrechen, die doch nur ein Fehltritt ist.

b) Den Grund der Erkenntniß einer Sache. Ich weiß es aus der Erfahrung. Ich kann es aus deinem Gesichte wahrnehmen. Aus den Reden anderer hörte ich es. Du weißt es aus deinen eigenen Empfindungen, welche Wohlthat es ist, Glückliche zu machen.

c) Den Bewegungsgrund einer Handlung; im welchem Falle das folgende Substantiv alle Mahl seinen Artikel verlieret. Er that es aus Geitz. Aus Lust zur Ruhe. Aus Schwachheit sündigen. Ich konnte aus Mangel der Gelegenheit nichtschreiben. That er es auch aus eigenem Triebe? Viele Leute sind aus Dummheit fromm. Ich habe ihm diese Last aus gutem Herzen aufgetragen. Aus der Ursache, aus diesem Grunde.

d) Den Gegenstand einer Unterredung; doch nur in der R. A. er hat mit aus der Sache gesprochen, wofür doch von der Sache, oder über die Sache schicklicher und richtiger ist.

3. Zuweilen wird aus dem Substantive nachgesetzet, und da verlieret es nebst der Endung des Substantives auch die Eigenschaft einer Präposition, ungeachtet man es deßhalb eben noch nicht unter die eigentlichen Adverbia rechnen kann. Es bedeutet alsdann,

(1) den terminum a quo, so fern er in dem Innern einer Sache enthalten ist. Er schrieb mir von Berlin aus. Ein fürstlicher Rath von Hause aus, ein Agent von Hause aus, der die Geschäfte seines Obern aus dem gewöhnlichen Orte seines Aufenthaltes besorget. Der brausende Sturm, der das Meer von Grund aus aufrühret.

(2) Den terminum ad quem, so fern derselbe zugleich das Ende ist, bis zu Ende, doch nur im gemeinen Leben. Er gehet das ganze Haus aus. Wir standen die ganze Predigt aus. Jahr aus, Jahr ein, von einem Jahre zum andern, alle Jahre.

II. Als ein Umstandswort, welches aber nur von einem eingeschränkten Gebrauche ist. Es bezeichnet alsdann,

1. das Ende einer Sache, gemeiniglich nur mit dem Hülfsworte seyn. Der Handel ist aus, zu Ende. Der Wein ist aus, es ist kein Wein mehr da. Es ist aus mit ihm, seyn Wohlstand hat ein Ende, oder auch, er ist gestorben. Es ist noch nicht ganz aus mit ihm. Nicht alles ist hier aus, Dusch, es hat nicht alles mit dem irdischen Leben ein Ende. In diesem Falle kann aus seyn auch als ein zusammen gesetztes Wort angesehen werden, S. Ausseyn.

2. Stehet es auch zuweilen für heraus und hinaus. Er weiß weder aus noch ein, er befindet sich in der größten Verlegenheit.

Anm. 1. Opitz gebraucht aus und aus sehr oft intensive für "überall", "an allen Orten", "durchaus", "in allen Stücken"; z. B. Dieß ganze hier, der Erden schönes Haus, Hat er so tief gesetzet aus und aus, Ps. 93, 2. Ihr werdet stets dem Herren aus und aus Gesegnet seyn, Ps. 115, 8. Der mit der großen Faust die Welt spannt aus und aus, u. s. f. Allein dieser Gebrauch ist im Hochdeutschen völlig unbekannt.

Anm. 2. In vielen Wörtern nimmt diese Partikel den hintersten Platz, und bedeutet alsdann einen terminum a quo, wie oben, oder eine Entfernung, oder auch eine Ausleerung und Endigung. Dergleichen sind z. B. "daraus", "durchaus", "voraus", "garaus", "heraus", "hinaus", "hintenaus", "hieraus", "überaus", "woraus"; ingleichen die im gemeinen Leben üblichen Substantiva, das "Garaus", "Kehraus", "Reißaus", welche daher, so wie andere ähnliche Wörter indeclinabel sind.

Anm. 3. Wenn aber diese Partikel mit Verbis zusammen gesetzet wird, so ist die Bedeutung weit vielfacher. Denn

1) Die Präposition aus bezeichnet alsdann eine Bewegung, welche sich von einem gewissen angenommenen Mittelpuncte entfernt, und zwar so, daß entweder zunächst auf den Mittelpunct gesehen wird, wo die Bewegung ihren Anfang nimmt, oder auf das Ziel, wohin sie gerichtet ist.

a) In dem ersten Falle stehet es für heraus, wie in "ausathemen", "ausbeißen" (einen Zahn), "ausbürsten" (den Staub), "ausbeitzen", sich etwas "ausbitten", "ausbleichen", das Fett "ausbraten", einen Zahn "ausbrechen", die Speise "ausessen", einen Nagel "ausziehen", das Unkraut "ausrotten" u. s. f. wo es auch oft metonymisch derjenigen Sache beygefüget wird, auf welcher die Handlung vorgehet, mit Verschweigung derjenigen, welche eigentlich in Bewegung gesetzet wird; z. B. den Hut "ausbürsten", das Kleid "ausklopfen", die ganze Schüssel "ausessen", sich "ausziehen", ein Ey "ausblasen", Tressen "ausbrennen" u. s. f. Aus dieser Bedeutung fließen wieder verschiedene figürliche, die mit ihren kleinen Abänderungen und Nebenbegriffen gar sehr vervielfältiget sind; wo von aber die vornehmsten etwa folgende seyn mögen.

(a) Den Sitz einer Handlung im Innern eines Körpers auszudrucken. Eine Nabe ausbohren, ein Faß ausbrühen, einen Becher ausdrechseln, einen Weg ausfahren, ausfüllen, ein Loch mit Bley ausgießen, einen Stall ausbohlen u. s. f.

(b) Eine Intension auszudrucken, oder anzuzeigen, daß die Handlung den gehörigen Grad der Vollkommenheit erreicht habe, gleichsam von Grund aus. Eine Schrift ausarbeiten. Das Brot ist nicht ausgebacken. Etwas ausbessern, ausbilden, ausbluten, ausplatten, ausdauern, ausflicken, ausspotten, ein Haus ausbauen u. s. f. wo aus der Intension oft nur eine bloße müßige Verlängerung wird.

(c) Die Endschaft einer Handlung oder eines Zustandes. Die Bäume haben ausgeblühet, das Meer hat ausgebrauset, der Zornige hat ausgetobet, die Andächtige hat schon ausgebethet u. s. f. Alle diese Verba sind Neutra, welche das Hülfswort haben zu sich nehmen, sie können mit allen Verbis gemacht werden, sie mögen Activa oder Neutra seyn, sind aber nur in den zusammen gesetzten Zeiten üblich, aber auch hier oft gemein und niedrig.

b) In dem zweyten Falle, wo nehmlich mehr auf das Ziel gesehen wird, wohin die Bewegung gerichtet ist, so fern dasselbe von dem Mittelpuncte entfernet ist, stehet aus für hinaus; wie in austreiben, auspeitschen, jemanden ausbeißen, ausschließen, einen Miethmann ausbiethen, ausgehen, ausrücken, ausfahren u. s. f. Figürlich bedeutet diese Partikel vornehmlich:

a) die Verbreitung einer Sache, ihre Vertheilung unter mehrere, ihre Bekanntmachung; u. s. f. Dahin gehören: Eine Auflage ausschreiben, ein Geheimniß ausplaudern, ausposaunen, ein Fest ausblasen, eine Sache ausbiethen, Geld ausborgen, den Frieden ausrufen, u. s. f.

b) Die Handlung, nach welcher eine Sache aus einem kleinern Raume in einen größern gebracht wird, wo es für aus einander stehet; wie in ausballen, ausbinden, ausflechten, ausbreiten, ausdehnen, auswickeln u. s. f.

2) Das Umstandswort aus hat vornehmlich eine doppelte Bedeutung.

(a) Stehet es für auswärts, in ausbleiben, ausstehende Schulden, und noch einigen wenigen andern.

(b) Deutet es die Aufhebung der Dauer einer Sache, die Vernichtung derselben an, deren nähere Art und Weise durch das Verbum bestimmt wird. Dahin gehören: das Licht ausblasen, die Lampe auslöschen, das Feuer ausgießen, eine Schrift auswischen u. s. f.

Anm. 4. Fast alle Europäische Sprachen haben diese Partikel, obgleich unter allerley Veränderungen. In den meisten ist der Vocal ein "u". Goth. "us", "ut", "uta"; Angelsächs. "ut"; Alem. und Fränk. "uz"; Engl. "out"; Holländ. "uyt"; bey den Krainerischen Wenden "is". Selbst das Persische "ez". und Lateinische "ex" gehören hierher. Der unangenehme Doppellaut an gehöret der jüngern Alemannischen Mundart zu. Die Schweizer, Salzburger und andere Oberdeutsche sprechen noch "uß", und die Niedersachsen "ut" Das "s" ist der den Alemannen so beliebte Zischlaut. Die Niedersachsen und alle mit ihnen verwandte Mundarten haben dagegen, wie in tausend andern Wörtern, ein "t".


aus Anlaß (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
In den letzten Jahrzehnten sind wiederum neue Fügungen entstanden: "aus Anlaß", ...
...


ausweislich
nach Ausweis (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Eine Zeitlang bestehen die konkurrierenden Bildungen nebeneinander, wie "ausweislich" vs. "nach Ausweis" und "hinsichtlich" vs. "in Hinsicht auf".
...


B

bezüglich, in bezug, im bezug (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Neben "bezüglich" findet sich schon im Duden 1880 "in bezug", "im bezug" auf.
...


binnen (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
"Bi-innen" wird schon im Althochdeutschen zu "binnen".
...


brigitte
'und' am Satzanfang (W2)

(E?)(L?) http://www.brigitte.de/kultur/leute/typ_beratung_naidoo/


(E?)(L?) http://ora-web.swkk.de:7777/swk-db/goerep/


(E?)(L?) http://ora-web.swkk.de:7777/goe_rep_online/repertorium.Volltextsuche


(E?)(L?) http://www.wissen-im-netz.info/literatur/goethe/briefe/schiller/
In einem Artikel in der "Brigitte" (Januar 2006) wird in einem Artikel erwähnt, Goethe habe 1765 in einem Brief darauf hingewiesen, man möge besser "Man gibt sich Mühe." als "Und man gibt sich Muhe." schreiben. Das würde einem besseren Sprachstil entsprechen. Seither gilt die offizielle Regel, daß "und" nicht am Satzanfang zu verwenden ist.

Leider kann ich die entsprechende Stelle in den Briefsammlungen Goethes nichts finden.

C

canoo
Wörterbücher und Grammatik für Deutsch

(E?)(L1) http://www.canoonet.eu/


(E?)(L1) http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=sitemap&lang=de
Canoo.net - Sitemap



(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/services/Search/ueberblick/index.html?lang=de
Wörterbücher - Überblick
Wörterbücher: Überblick | Rechtschreibung | Flexion | Wortbildung | LEO



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(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/services/OnlineGrammar/Wort/Ueberblick/index.html?lang=de
Die Wortgrammatik
Wörter können aufgrund ihrer verschiedenen Funktionen im Satz und der damit verbundenen Formmerkmale in verschiedene Wortklassen (Wortarten) eingeteilt werden.
Einteilung der Wortklassen
Die Wortgrammatik beschreibt die einzelnen Wortklassen nach ihrer Funktion, ihren Formen und ihrer Bedeutung. Wir unterscheiden die folgenden Wortklassen:
Flektierbare Nomen | Verb | Adjektiv | Pronomen | Artikel | Unflektierbare Adverb | Präposition | Konjunktion
Flexion
Die Flexion ist ein wichtiges Merkmal der einzelnen Wortklassen. Die Flexion beschreibt, wie die verschiedenen Wortformen eines Wortes gebildet werden. Wir unterscheiden
Flektierbare Wortklassen | Unflektierbare Wortklassen
Wortbildung
Wie abgeleitete und zusammengesetzte Wörter gebildet werden, ist unter Wortbildung beschrieben.
Satzgrammatik
Die Beschreibung der Eigenschaften von Sätzen ist in der Satzgrammatik zu finden.

(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/services/WordformationRules/ueberblick/index.html?lang=de
Wortbildung: Überblick | Regeln | Wörterbuch | Wortbildungs-Browser

(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/services/OnlineGrammar/Satz/Ueberblick/index.html?lang=de
Wortbildungsregeln
Die Wortbildungsregeln zeigen, wie im Deutschen neue Wörter gebildet werden. Anhand von Tabellen, Beispielen und Erklärungen wird ersichtlich, welche Regelmäßigkeiten, Wortbildungselemente und Besonderheiten bei der Wortbildung vorkommen.
Bei jeder Regel haben Sie die Möglichkeit, sich alle betroffenen Wörter anzeigen zu lassen. Beispiel: Anzeige aller Nomen-zu-Nomen-Ableitungen bei der Suffigierungsregel mit ling.
Die Regeln und Wortbildungselemente sind nach Art der Bildung und nach der Wortart der beteiligten Wörter in Klassen und Unterklassen eingeteilt. Auf diese Informationen können Sie in verschiedener Weise zugreifen:

(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/services/OnlineGrammar/Satz/Ueberblick/index.html?MenuId=Sentence00
Die Satzgrammatik

Ein Satz ist eine relativ selbstständige, abgeschlossene sprachliche Einheit. Er kann allein stehen oder zusammen mit anderen Sätzen zu einem Text, einer Erzählung usw. kombiniert werden.

Nach ihrer Form und ihrer Funktion im Text oder Gespräch können im Deutschen verschiedene Satzarten unterschieden werden: Aussagesätze, Fragesätze, Aufforderungssätze, Wunschsätze und Ausrufesätze.

Die Form eines Satzes zeigt, dass er aus kleineren sprachlichen Einheiten aufgebaut ist, die verschiedene Funktionen erfüllen. Dies sind die Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverbialbestimmung). Die Satzglieder bestehen ihrerseits aus einem oder mehreren Wörtern. Der Satzgliedbau beschreibt, aus welchen Wörtern und Wortgruppen ein Satzglied bestehen kann.

Satzglieder können nicht beliebig zu einem Satz zusammengesetzt werden. Die Satzbaupläne beschreiben, welche Satzglieder zusammen einen Satz bilden können. Auch die Reihenfolge der Satzglieder innerhalb eines Satzes ist nicht völlig frei. Es gelten verschiedene Regeln und Einschränkungen, die unter dem Begriff Wortstellung zusammengefasst werden.

Wenn mehrere Teilsätze miteinander zu einem komplexen Einheit verbunden werden, entsteht ein zusammengesetzter Satz. Ein Teilsatz enthält in der Regel ein Subjekt und ein finites (konjugiertes) Verb. Die Teilsätze werden gewöhnlich durch bestimmte Bindewörter - Konjunktionen und Relativpronomen - miteinander verbunden.

All diese Aspekte werden in den verschiedenen Kapiteln der Satzgrammatik beschrieben. Zusätzlich enthält die Satzgrammatik eine separate Beschreibung der Verneinung.

Wortgrammatik
Die Beschreibung der Eigenschaften von Wörtern ist in der Wortgrammatik zu finden.

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Die neuen Regeln der Rechtschreibung


Die neuen Regeln der Rechtschreibung sind eine Zusammenfassung derjenigen offiziellen Rechtschreibregeln, durch die es nach der Reform von 1998 zu Neuschreibungen kommt. Es handelt sich also NICHT um eine Gesamtdarstellung der amtlichen Regelung der deutschen Rechtschreibung (siehe dafür: Deutsche Rechtschreibung - Amtliche Regelung).

Jede der hier gezeigten Regeln umfasst Jedes Wort steht mit all seinen Schreibvarianten (alt und neu) in der Liste. Mit Hilfe von zwei Filtern (Schreibweise, Region) können Sie sich anzeigen lassen, welche Schreibvarianten für die gewählte Schreibweise und Region korrekt sind. Beispiele mit Stammprinzip-Regel Konsonantenverdoppelung: Die Regeln sind nach Art des Rechtschreibeproblems eingeteilt: Die folgenden Rechtschreibeprobleme werden hier nicht behandelt:

(E?)(L1) http://www.canoonet.eu/services/TermDB/ueberblick/index.html?lang=de
Terminologie-Datenbank
Hier finden Sie eine Beispiel-Implementation des Terminologie-Datenbanksystems TermDB von Canoo: TermDB als Produkt ist für Sie von Interesse, wenn Sie TermDB hat ein ausgereiftes Datenmodell, auf dessen Basis die verschiedensten Lexikontypen - von einfachen Glossaren bis hin zu komplexen mehrsprachigen Spezialwörterbüchern - aufgebaut und gepflegt werden können. Beziehungen zwischen einzelnen Lexikoneinträgen, zum Beispiel Synonymie, Antonymie oder Ober- bzw. Unterbegriffsbeziehungen lassen sich auf einfachste Weise repräsentieren. Die Konsistenz der Lexikondaten wird dabei bereits bei der Eingabe der Daten über eine dedizierte Benutzungsschnittstelle überprüft. Auf Wunsch kann eine Terminologiedatenbank in Ihrem Auftrag auch bei der Canoo Engineering AG bereitgestellt werden.

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Index - Überblick
Hier finden Sie:
Index sprachliche Fachbegriffe: Durch Anklicken eines Begriffes erzeugen Sie sinnvolle Trefferlisten für: Index Wortbestandteile (zum Beispiel Vorsilben und Nachsilben): Durch Anklicken eines Wortbestandteils erzeugen Sie sinnvolle Trefferlisten für:

(E?)(L1) http://www.canoonet.eu/services/ueberblick/LinksBookmarklets.html
Interaktives Arbeiten mit canoo.net aus eigenen HTML-Dokumenten

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Alle Grammatik-Seiten sind auch in Englisch verfügbar. Nutzer können zwischen der deutschen Erklärung und der englischen Übersetzung hin- und herschalten.

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Index sprachlicher Fachbegriffe
a.c.i. | Ablaut | ablauten | Ablautreihe | ableiten | Ableitung | absoluter Superlativ | absolutes Adjektiv | absolutes Verb | Abstraktum | Adjektiv | Adjektivableitung | Adjektivgruppe | adjektivisch | Adjektivkompositum | Adjektivpräfix | Adjektivstamm | Adjektivsuffix | Adverb | Adverbableitung | Adverbgruppe | adverbial | Adverbialbestimmung | Adverbialbestimmung der Art und Weise | Adverbialbestimmung der Zeit | Adverbialbestimmung des Grundes | Adverbialbestimmung des Raumes | adverbiale Fügung | adverbiale Wendung | Adverbialsatz | Adverbkompositum | Adverbsuffix | adversativ | Adversativsatz | Affix | Agens | Akkusativ | Akkusativ mit Infinitiv | Akkusativobjekt | Aktant | Aktionsart | Aktiv | Anglizismus | Anredepronomen | Antonym | Apposition | Artikel | Artikelwort | Attribut | attributiv | Attributsatz | Aufforderungssatz | Ausklammerung | Auslaut | Ausrahmung | Ausrufesatz | Aussagesatz | Aussprache | Basisnomen | Basisverb | Basiswort | Bedingungssatz | Befehlsform | Begründungssatz | beiordnend | Beiordnung | Beisatz | besitzanzeigendes Fürwort | bestimmter Artikel | betont | Betonung | beugen | Beugung | bezügliches Fürwort | | Bruchzahl | Consecutio Temporum | dass-Satz | Dativ | Dativobjekt | Deklarativsatz | Deklination | deklinieren | Demonstrativpronomen | Derivat | Derivation | derivieren | Diminutiv | Dingwort | Diphthong | direkte Rede | disjunktiv | durativ | duratives Verb | Eindeutschung | eingeleiteter Nebensatz | Einräumungssatz | Einzahl | Elativ | Endung | Entscheidungsfrage | Ergänzung | Ergänzungsfrage | erstes Partizip | Exklamativsatz | Explosiv | Explosivlaut | Fachbegriff | Fachsprache | feminin | final | Finalsatz | finit | flektierbar | flektieren | Flexion | Flexionsendung | Flexionsklasse | flexionslos | Flexionsmuster | Flexionspräfix | Flexionssuffix | Folgesatz | Formativ | Formenlehre | Frageadverb | Fragefürwort | Fragepronomen | Fragesatz | Fragewort | freier Dativ | fremd | fremder Plural | Fremdpräfix | fremdsprachliche Fügung | Fremdsuffix | Fremdwort | Frikativ | Fugenelement | Funktionsverb | Funktionsverbgefüge | Futur | Fürwort | Gattungsbezeichnung | Gattungszahlwort | Gegenwart | Gegenwartssprache | Genitiv | Genitivattribut | Genitivobjekt | Genus | Genus Verbi | geographischer Name | Geschlecht | Geschlechtswort | Gliedsatz | Glossar | Gradmerkmal | Grundform | Grundstufe | Grundzahl | Hauptsatz | Hauptwort | heimisch | Hilfsverb | Hilfszeitwort | hinweisendes Fürwort | historisches Präsens | Höchststufe | Höherstufe | Imperativ | Imperativsatz | Imperfekt | imperfektiv | imperfektives Verb | Indefinitpronomen | Indikativ | indirekte Aufforderung | indirekte Frage | indirekte Rede | infinit | Infinitiv | Infinitivkonjunktion | Infinitivkonstruktion | Infinitivsatz | Interrogativpronomen | Interrogativsatz | intransitiv | irrealer Bedingungssatz | irrealer Einräumungssatz | irrealer Folgesatz | irrealer Komparativsatz | irrealer Konditionalsatz | irrealer Konsekutivsatz | irrealer Konzessivsatz | irrealer Vergleichssatz | irrealer Wunschsatz | Kardinalzahl | Kasus | kausal | Kausaladverb | Kausalbestimmung | Kausalsatz | Kernsatz | Kollektivum | kombinierte Ableitung | kombinierte Derivation | Komparation | Komparativ | Komparativsatz | Komposition | Kompositionsfuge | Kompositum | konditional | Konditionalsatz | Kongruenz | Konjugation | konjugieren | Konjunktion | Konjunktionaladverb | Konjunktionalsatz | Konjunktiv | konsekutiv | Konsekutivsatz | Konsonant | kontrastierende Verneinung | Konversion | konvertieren | konvertiertes Wort | konzessiv | Konzessivsatz | Koordination | koordinierend | Kopula | kopulativ | Kopulaverb | Korrelat | Lautform | lokal | Lokaladverb | Lokalbestimmung | Lokalsatz | Maskulin | Materialbezeichnung | mehrteilige Ableitung | Mehrzahl | Mitlaut | Mittelfeld | modal | Modaladverb | Modalbestimmung | Modales Satzadverbial | Modalsatz | Modalverb | Modus | männlich | Möglichkeitsform | Nachfeld | Nachsatz | natürliches Geschlecht | nebenordnend | nebenordnende Konjunktion | Nebenordnung | Nebensatz | Negation | Negationswort | Nennform | neoklassisch | neoklassische Wortbildung | neoklassisches Formativ | Neutrum | Nomen | Nomenableitung | Nomengruppe | Nomenkompositum | Nomenpräfix | Nomenstamm | Nomensuffix | Nominativ | Null-Ableitung | Nullableitung | Numerale | Numerus | ob-Satz | Objekt | Objektsatz | Okklusiv | Ordinalzahl | Ordnungszahl | Orthographie | Ortsname | Partizip | Partizip I | Partizip II | Partizip Perfekt | Partizip Präsens | Partizipgruppe | Partizipialkonstruktion | Passiv | Perfekt | perfektiv | perfektives Verb | Perfektpartizip | Perfektstamm | Periode | Person | Personalpronomen | Personenname | persönliches Fürwort | persönliches Verb | Plosiv | Plosivlaut | Plural | Pluralendung | Pluraletantum | Pluralform | Pluralstamm | Pluralsuffix | Plusquamperfekt | Positiv | Possessivpronomen | prepositional case | produktiv | Pronomen | Pronomenableitung | Pronomengruppe | Pronomenkompositum | Pronominaladverb | Pronominalsatz | Prädikat | Prädikativ | prädikativ | Prädikativsatz | präfigieren | Präfigierung | Präfix | Präposition | Präpositionaladverb | präpositionale Fügung | präpositionale Wendung | Präpositionalgefüge | Präpositionalgruppe | Präpositionalkasus | Präpositionalobjekt | Präpositionalphrase | Präsens | Präsenspartizip | Präsensstamm | Präteritum | Präteritumstamm | Pseudopartizip | Pseudowort | Rechtschreibung | reflexiv | reflexives Verb | Reflexivpronomen | regelmäßiges Verb | Reibelaut | reiner Kasus | relatives Verb | Relativpronomen | Relativsatz | reziprok | reziprokes Verb | Reziprokpronomen | rückbezügliches Fürwort | rückbezügliches Verb | Sammelbezeichnung | Satzgefüge | Satzglied | Satzgliedkern | Satzklammer | Satzperiode | Satzteilkonjunktion | Satzverbindung | Schaltsatz | Scheinpartizip | Scheinwort | Schreibung | Schreibweise | schwaches Verb | sein-Passiv | Selbstlaut | | Spannsatz | Spirant | Sprachgeschichte | sprachgeschichtlich | Sprechmoment | Sprechzeitpunkt | Stamm | Stammauslaut | Stammformen | Stammvokal | starkes Verb | steigern | Steigerung | Steigerungsform | Steigerungsstufe | Stellungsfeld | stimmhaft | stimmlos | Stirnsatz | Stoffbezeichnung | Subjekt | Subjektsatz | Subordination | subordinierend | Substantiv | substantivieren | substantivierte Konjunktion | substantivierte Ordnungszahl | substantivierte Verbgruppe | substantivierter Infinitiv | substantivisch | substantivische Wortgruppe | suffigieren | Suffigierung | Suffix | Superlativ | Synonym | sächlich | temporal | Temporaladverb | Temporalbestimmung | Temporalsatz | Tempus | terminativ | terminatives Verb | Terminologie | Terminus | Tilgung | Toponym | transitiv | trennbar | trennbares Verb | Tätigkeitsverb | Tätigkeitswort | Umlaut | umlauten | Umlautung | Umstandsbestimmung | Umstandswort | unbestimmter Artikel | unbestimmtes Fürwort | unbestimmtes Zahladjektiv | unbestimmtes Zahlwort | unbetont | uneingeleiteter Nebensatz | unflektierbar | unflektiert | ungebeugt | unpersönliches Verb | unregelmäßiges Verb | unterordnend | unterordnende Konjunktion | Unterordnung | untrennbar | untrennbares Verb | unveränderlich | Ursprungssprache | Valenz | Verb | Verbableitung | Verbalabstraktum | Verbalsubstantiv | Verbendung | Verbkompositum | Verbpräfix | Verbstamm | Verbsuffix | Vergangenheit | Vergleichssatz | Verhaltensrichtung des Verbs | Verhältniswort | Verkleinerungsform | Verneinung | Verneinungswort | Verschlusslaut | Vervielfältigungszahlwort | Vokal | Vollverb | | Vorfeld | Vorgangspassiv | Vorgangsverb | Vorgegenwart | Vorsilbe | Vorvergangenheit | Vorzukunft | w-Satz | wechselseitiges Pronomen | wechselseitiges Verb | weiblich | weiterführender Nebensatz | Wemfall | Wenfall | werden-Passiv | Werfall | Wesfall | wie-Satz | Wiederholungszahlwort | Wirklichkeitsform | Wortart | Wortbildung | Wortbildungselement | Wortbildungsendung | Wortbildungspräfix | Wortbildungssuffix | Wortform | Wortgruppe | Wortklasse | Wunschsatz | Würzwort | Zahlwort | Zeit | Zeit-Modus-Signal | Zeitenfolge | Zeitform | Zeitwort | Zitatform | ZM | Zukunft | Zusammensetzung | Zusammensetzung | Zustandspassiv | Zustandsverb | Zwecksatz | zweites Partizip | Zwielaut | Zwischensatz

(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=wordPartIndex
Index of all Word Formatives

a | ab | abel | ad | ade | age | al | alisch | aller | ament | an | and | ane | aner | anisch | ans | ant | ante | anti | anz | ar | är | arisch | arium | ase | asma | asmus | ast | at | ate | ateur | ation | atisch | ativ | ator | atur | auf | aus | außen | außer | azee | bar | bei | bi | binnen | chen | co | dar | de | des | di | dings | dis | durch | dys | e | é | ee | ée | ef | ei | ein | el | ell | eln | em | en | end | ens | ent | enz | er | erchen | erei | erich | erie | erig | erlei | ern | erz | ese | esk | ess | esse | etisch | ett | ette | eur | euse | ex | extra | fach | falls | fehl | für | ge | gegen | grund | haft | halben | halber | haupt | heit | hinter | hyper | i | ia | iade | ial | ianer | ianisch | iat | ibel | id | ie | iell | ien | ier | iere | ière | ieren | ifizier | ifizieren | ig | igen | igkeit | ik | iker | ikon | ikum | il | iment | in | ine | infra | inisch | inne | innen | inner | inter | intra | intro | ion | iös | isch | isier | isieren | ismus | isse | ist | istisch | it | ität | iter | iteur | ition | itisch | itiv | itor | itur | ium | izier | izieren | keit | ko | kon | konter | kontra | land | lein | ler | lich | ling | lings | los | makro | mal | mals | maßen | mäßig | ment | meta | mini | miss | mit | multi | | neben | neo | ner | nis | non | o | ober | ol | om | on | or | orisch | os | ös | ose | otisch | para | per | post | prä | pro | pseudo | re | retro | rich | rück | s | sal | sam | sch | schaft | seits | sel | semi | sonder | sub | super | supra | teils | trans | tum | ual | über | uell | ultra | um | un | ung | unter | ur | ver | vize | vor | wärts | wegen | weise | wider | willen | yl | zer | zirkum | zu | zurecht | zwischen

christianlehmann.eu
Grammatisches Metapädeutikum
Veranstaltungsmaterial

(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/ling/lg_system/grammar/Gramm_Metapaedeutikum/index.html

Christian Lehmann - Philosophische Fakultät - Universität Erfurt
Ein Online-Angebot mit folgenden Kapiteln:
Frontispiz
0. Präliminarien 1. Einführung
2. Lautlehre
3. Morphologie
4. Syntax
5. Lexikon
Bibliographie

D

dank
Kasus nach dank (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
So regierten "dank" und "trotz" ursprünglich beide den Dativ, den die entsprechenden Verbalsubstantive vom Verb geerbt haben. Seit dem 18. Jh. tritt jedoch auch der Genitiv auf (Paul 1920:49).
...


(E?)(L?) http://www.duden.de/deutsche_sprache/newsletter/archiv.php
24.03.2005

"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" lautet ein Buchtitel. Aber dass es auch umgekehrt geht zeigt folgendes Beispiel:

...
"Dank dem guten Wetter erlitten die Obstbäume keine Frostschäden."

Sie wenden sich mit Grausen ab? Zu Unrecht! Der Dativ war lange der einzig mögliche Kasus, der auf die Präposition "dank" folgte.

Die Erklärung liegt in der Entstehungsgeschichte, denn zur Präposition wurde dieses Wörtchen durch eine Auslassung: "Dank (sei) dem guten Wetter!"

Heute hat sich daneben auch der Genitiv nach "dank" eingebürgert, weil er auch nach anderen unechten Präpositionen steht, die aus einem Substantiv hervorgegangen sind.

Einige Beispiele dafür sind "infolge (des warmen Wetters)", "kraft (seines gärtnerischen Geschicks)" und "statt (frostiger Temperaturen)". Im Plural überwiegt heute sogar der Genitiv: "dank der Fortschritte der Wissenschaft" (seltener: "dank den Fortschritten der Wissenschaft").
...


das, der, die, the, a, that, le, la, il, lo, el (W3)

(E?)(L?) https://www.yourdictionary.com/
werden zurückgeführt auf ide. "*to".

verweisen auf "the", "thi".

(Article), Pronunciation: ["dhê" before consonants, "dhee" before vowels]

Definition 1: The definite article marks nouns referring to things the speaker expects the listener to be familiar with. "A dog" refers to any mutt while "the dog" refers to one the listener sees or knows about from a previous conversation.

Usage 1: An interesting fact about "the" is that it is used differently in different dialects. Everyone says "in school" and "at work" without the "the", but the British also drop it from "in hospital." If you watched the popular British television series, "All Things Great and Small," you probably noticed that in Yorkshire, people say things like "I'll go to kitchen and put kettle on."

Definition 2: Comparative of comparison: "The more the merrier"

Suggested usage: If an object is unique, "the" is usually required: "the sun," "the moon," "the Atlantic Ocean." In German the equivalent of "the" is used before proper nouns, e.g. der Hans "Hans," die Grete "Grete." Greek does the same. In Swedish, the definite is expressed by a suffix on nouns: en dag "a day," dagen "the day." Bulgarian does the same thing: student "student," studentêt "the student." That [t] at the end of the Bulgarian word is not coincidental: it comes from the same root as English "that."

Etymology: The interesting fact about Indo-European languages is that the definite and indefinite articles are all derived from the demonstrative pronoun "that" in an earlier life. Relatively few languages in the world have definite (the) and indefinite (a) particles. In English "a" is a reduction of "one" (cf. German "ein" = "one", "a") and "the" is a reduction of "that" (cf. German "das" = "that", "the"). In French ("le", "la"), Italian ("il", "lo", "la"), and Spanish ("el", "lo", "la") all come from Latin "ille" = "that." The equivalent of "a" in all these languages also comes from the word for "one."

Die bestimmten Artikel gehen also in vielen Sprachen auf ein hinweisendes "that", "jenes" zurück. Die unbestimmten Artikel auf die Mengenangabe "ein ..." (auch wenn heute durchaus mehrere Individuen damit gemein sein können; vgl. "ein" Hund hat mich gebissen; "ein" Hund hat eine gute Nase = "alle" Hunde haben eine gute Nase).

db-thueringen.de - BAD
Bildung von Adpositionen im Deutschen
Christian Lehmann & Christel Stolz

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=936


(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770?XSL.ContextID=


(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

Zusammenfassung

Im Deutschen gibt es mehrere Schichten von Präpositionen: sekundäre wie "jenseits", "inmitten", primäre wie "durch", "über" und, als eine Untergruppe der letzteren, grammatische wie "von", "zu". Zwischen den Gruppen besteht synchrone und diachrone Variation, also auch die Möglichkeit des Überwechselns eines Elements in eine andere Gruppe, in der angegebenen Reihenfolge. Dieser Grammatikalisierungsvorgang ist mit einer Veränderung semantischer und struktureller Eigenschaften verbunden. Er wird teilweise gesteuert von Mustern bereits vorhandener Präpositionen, gemäß welchen der Input reanalysiert wird.

Die genannten Gruppen von deutschen Präpositionen werden in bezug auf ihre unterschiedlichen grammatischen Eigenschaften analysiert, und diese werden zu ihrem unterschiedlichen Alter in Beziehung gesetzt. Der Grammatikalisierungsvorgang wird an ein paar zeitgenössischen Beispielen nachvollzogen. Es zeigt sich, daß Grammatikalisierung und Reanalyse in zahlreichen Einzelfällen interagieren. Es wird dafür plädiert, daß ein angemessenes Verständnis der Funktionsweise eines grammatischen Systems eine Beschreibung des Wirkens der Diachronie in der Synchronie einschließt.

Inhalt

...
Zusammenfassung

Zum Abschluß können wir auf die in §1 gestellten Leitfragen zurückkommen.

1. Welche grammatische Struktur haben Adpositionen?

Eine Adposition hat, als Kasusrelator, eine asymmetrische Relationalität, nämlich eine modifikative Leerstelle für die Dependenz "nach oben" und eine rektive Leerstelle für die Dependenz "nach unten". Wenn sie nach Regeln gebildet wird, wird sie aus Zeichen zusammengesetzt, die außer den Leerstellen, die für den internen Zusammenhang der Adposition benötigt werden, noch Leerstellen übrig haben, die eben das relationale Potential der gesamten Adposition ergeben.

2. Wie werden Adpositionen grammatisch gebildet, aus was für Konstruktionen entstehen sie also?

Adpositionen werden auf der Basis aller Hauptwortarten gebildet. Die dazu notwendigen Relationierungsoperationen richten sich nach der von der lexikalischen Basis eingebrachten Relationalität. Bei regelmäßiger Bildung ist eine rektive Leerstelle bereits vorhanden. Sie kann dann, z.B. bei deverbalen Adpositionen, unmittelbar vom Komplement eingenommen werden, oder sie kann, z.B. bei vielen Adpositionalfügungen, durch eine vom Basissubstantiv regierte primäre Präposition vermittelt werden. Die Hinzufügung einer rektiven Leerstelle erfordert nicht-kompositionelle, insbesondere analogische Prozesse. Die benötigte modifikative Leerstelle kann, z.B. bei deadjektivischer Bildung, ebenfalls bereits vorhanden sein. Andernfalls wird sie durch Adverbialisierung geschaffen. Dies ist sowohl auf syntaktisch-phraseologischem Wege, durch Einsatz einer übergeordneten primären Präposition, als auch auf derivativem Wege, durch Einsatz von adverbialisierenden Suffixen, möglich.

3. Nach welchen Prinzipien verändern sich Adpositionen grammatisch, und welchen Anteil hat die Grammatikalisierung an solchem Wandel?

Abgesehen davon, daß komplexe Adpositionen ohne weitere Anpassung außer Gebrauch kommen können, können sie sich in Richtung auf den Prototyp der primären Präposition entwickeln. Dazu wird zunächst die Worteinheit hergestellt. Dies ist ein Prozeß der Lexikalisierung, der Reanalyse der zugrundeliegenden syntaktischen Struktur erfordert. Dabei spielen Desemantisierung und morphologische Reduktion eine Rolle. Des weiteren wird die Adposition nötigenfalls in der Stellung angeglichen, d.h. zur Präposition, und übernimmt auch die Rektionseigenschaften einfacher Präpositionen. Lexikalisierung geht hierbei in Grammatikalisierung über.
...


db-thueringen.de - IiP
Ikonizität in Personalpronomina

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=935


(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1769?XSL.ContextID=

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Ein Ikon ist ein Zeichen, das seine Bedeutung durch eine Assoziation des Zeicheninterpreten erhält. Die Assoziation auf die intendierte Bedeutung eines Ikons wird ermöglicht durch die Ähnlichkeit oder Homologie zwischen dem Signifikant und dem Signifikatum. Man unterscheidet seit Peirce mindestens drei Typen ikonischer Zeichen bzw. Ikonizität, die für sprachliche Zeichen relevant sind: "bildhafte Ikonizität", "diagrammatische Ikonizität" und "semantische Ikonizität".
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Deadjektivische Adpositionen (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Relativ alt sind die adpositionalen Verwendungen von "gleich" und "gemäß". Der präpositionale Gebrauch von "unweit" geht ebenfalls auf die Adverbialisierung des zugrundeliegenden Adjektivs samt seinem Komplement zurück. Hierfür sind "nah" und "fern" unschwer als analogische Vorbilder auszumachen.
Von den "-lich-Bildungen" dürfte wohl keine durch Umkategorisierung eines Adjektiv entstanden sein. Potentielle Ausnahmen sind "bezüglich" und "seitlich". Die Präposition "gelegentlich" hat semantisch und syntaktisch mit dem gleichlautenden Adjektiv nicht viel zu tun.
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Deadverbiale Adpositionen (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Zahlreiche Wörter oder Wortgruppen können als Adposition und als Adverb fungieren, z.B. "im Anschluß", "in der Folge", "im Vorfeld", "abseits", "links", "außerhalb", "unweit", "gegenüber", "entsprechend".
Der Unterschied zwischen Adposition und Adverb besteht in der rektiven Leerstelle (vgl. Wunderlich 1984, §6). Diese ist als semantische Argumentstelle beim Adverb zwar ebenfalls vertreten, aber implizit deiktisch besetzt. So bedeutet gegenüber in seiner adverbialen Funktion notwendigerweise "gegenüber dem impliziten Referenzpunkt".
...
Die Geschichte der Wortartzugehörigkeit von "nah", "nächst", "zunächst" und "fern" ist nicht leicht zu klären. Sie sind seit althochdeutscher - zunächst seit mittelhochdeutscher - Zeit als Adverbien belegt, nächst z.B. bis ins 18. Jh.: "des Kaisers Günstling, nächst an Thron und Stufen" (Goethe).
Optional nehmen sie ein Dativkomplement; m.a.W., sie kommen von Anfang an als Präpositionen vor. Der adjektivische Gebrauch ist demgegenüber sekundär; d.h. hier erbt das Adjektiv die Rektion des Adverbs.
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Deverbale Adpositionen (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Von Partizipien abgeleitete Adpositionen sind überwiegend Bildungen des 17. und 18. Jahrhunderts.

Wir betrachten zunächst die auf dem Partizip Perfekt basierenden Adpositionen. Die meisten sind mit Negationspräfix deriviert ("unbeachtet", "unerachtet", "ungeachtet", "unangesehen", "unbeschadet", "unerwogen", "ungehindert") und bedeuten soviel wie "trotz".

Daneben gibt es nur "ausgenommen" (das ebenfalls negative Bedeutung hat) und "angesehen". Von diesen sind mehrere schon in der Relation von 1609 belegt: "unangesehen dessen"; "ungehindert ihrer praetensionen"; "ungeacht deß großen unkostens so darauff gangen"; "ausgenommen die Reisigen Provisoren".

Frühe Belege für zwei weitere sind die folgenden:

"unbeachtet der Dauer unserer Freundschaft" (Wieland); "ohnbeschadet der Einfalt und Kürze" (Briefwechsel zw. Gleim u. Uz 338,15).

In Bauer 1830:406 werden bereits "unangesehen", "angesehen", "besage, "unbeschadet", "unerwogen" und "ungehindert" als veraltet oder als reiner Kurialstil bezeichnet. In der Tat gelangt von diesen auch nur "unbeschadet" in den Duden.

"Unerachtet" schließlich finden wir seit dem Duden 1880.

Dieser Gruppe gegenüber gibt es nur zwei auf dem Partizip Präsens basierende Adpositionen: "betreffend" und "entsprechend". Das erstere ist mindestens seit dem Frühneuhochdeutschen sowohl in prä- als auch in postpositionalem Gebrauch: "betreffendt aber die Academian oder Consistorium, wollen jhre May. den Stenden auffzurichten nicht zulassen" (Relation 114,19); "jüngstes begeren die Religion betreffent" (Relation 48,14).

Dagegen finden wir "entsprechend" erst im Duden 1967.
...


durch (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

Ebenso seit dem Mittelhochdeutschen gibt es "an ... stat"/"stete" und "durch"/"um ... willen".
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"durch" entstammt der Kanzleisprache des 15./16. Jh.
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durch Kraft (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

"durch Kraft" stammt aus der spätmittelhochdeutschen Kanzleisprache aus dem 16. Jh.


durch Mittel, mittels (W3)


"durch Mittel" ist in der "Relation" von 1609 belegt.
...
Bereits im 17. Jahrhundert ist "durch mittel" ohne Artikel belegt:

... das der Hertzog von Mantua "durch mittel" des Königs in Franckreich vom Großtürcken Paßporten erlangt.
... Später setzte sich "mittels(t)" durch.


E

Eigenschaftswort, Adjektiv (W3)

(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/services/Index/ueberblick/index.html?lang=de


(E?)(L1) http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=termDbIndexDummy


(E5)(L1) http://www.teachsam.de/deutsch/glossar_deu.htm


(E6)(L?) http://www.teachsam.de/deutsch/glossar_deu_w.htm


(E?)(L?) http://linguistik.uni-regensburg.de:8080/lido/Lido

Linguistic Documentation
Terminological und bibliographical database


Das "Eigenschaftswort" beschreibt eine Eigenschaft eines Gegenstands (Mensch, Tier, Sache). Es ist eine "Wortart zur näheren Bestimmung eines Bezugsworts".
Die sprachwissenschaftliche Bezeichnung ist "Adjektiv" von lat. "nomen adiectivum" = "Beiwort".

Der Plural von "Eigenschaftswort" lautet "Eigenschaftswörter".

einschließlich, unter Einschluß (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
In einigen Fällen ist die ältere Bildung schon so gut etabliert, daß die dem jüngeren Muster folgende sie nicht verdrängen kann. So hat sich "unter Einschluß" nicht gegenüber "einschließlich" durchgesetzt.
...


entlang (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Als Präposition kommt "entlang" seit dem 18.Jh. in der norddeutschen Schriftsprache vor.
...
Hier ist auf entlang zurückzukommen. Wir sahen, daß es sich zunächst als Quasi-Postposition mit einem unabhängig bedingten Akkusativ der Erstreckung kombinierte. Allerdings tritt auch hier schon gelegentlich der Dativ auf: "Ich ging der Kutsche und den Pferden entlang" (Tieck) (vgl. Paul 1920:53). In der Literatur des 19. Jh. ist "entlang" dann als Präposition belegt, und zwar mit allen drei obliquen Kasus: Während der Akkusativ noch am ehesten der ursprünglichen Konstruktion entspricht, muß es für die Genitiv- und Dativrektion analogische Vorbilder gegeben haben. Für die erstere kommen Präpositionen wie "unweit", für die letztere "gegenüber" oder "gemäß" in Frage. Die Vielfalt der möglichen Kasus und das Schwanken im Kasusgebrauchs selbst eines einzelnen Sprechers unterscheiden diese Variation von den zuvor besprochenen.
...


es (W3)

Zur Geschichte des "es" gibt es kaum erhellende Hinweise. Es ist verwandt mit "er" und dieses wieder mit "ein". Der "Kluge" verweist auf ein ide. "*eis".

Der Duden unterscheidet:

Aber worauf bezieht sich das "es" in Sätzen wie "Es ist schönes Wetter." In "Es ist schön." könnte "es" z.B. für "Wetter" stehen, also "Es - das Wetter - ist schön." Aber wofür steht "es", wenn "Wetter" schon im Satz vorkommt. Oder wofür steht es in "Es geht mir gut." oder "Es herrscht Unklarheit."

F

Fall (W3)

Dt. "Fall" in der Bedeutung von dt. "Fallen" wurde in Anlehnung an lat. "casus" = dt. "Fall", "Sturz", gramm. dt. "Kasus", "Fall des Nomens" auch als grammatische Bezeichnung übernommen.

(E?)(L1) http://www.canoonet.eu/services/Controller?service=canooNet&input=Fall

Fachbegriffe

Fall Kasus Grammatik


(E?)(L?) http://www.europeana.eu/portal/record/03486/urn_resolver_pl_urn_urn_nbn_de_bvb_12_bsb00043364_7.html

Pisani, Vittore: Die Etymologie: Geschichte, Fragen, Methode

S.78


(E?)(L?) http://www.faro.at/ub_ausstellg/wb_marwes.htm

"Fall" (der), starkes Tau zum Hissen der Raaen, um die Segel zu strecken (z. B. "Bramfall".) Die Neigung der Masten gegen achter heißt auch deren "Fall".


(E?)(L?) http://www.owid.de/wb/elexiko/glossar/Kasus.html

Kasus

Thematisch verwandte Bezeichnungen:

Fall

"Kasus" ist im Deutschen eine Kategorisierung von Wortformen der Wortarten Nomen, Adjektiv, Artikel und Pronomen. Er umfasst die Einheitenkategorien Nominativ (der Fall), Genitiv (des Fall(e)s), Dativ (dem Fall(e)) und Akkusativ (den Fall). Durch den Kasus wird eine Äquivalenzklasse bezüglich bestimmter syntaktischer Kontexte etabliert; Kasus ist also eine syntaktische, keine morphologische Kategorisierung.
...


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERF.pdf

"Fall", M., "Sturz", "Fall", "konkrete rechtlich relevante Geschehenseinheit" (z.B. ein bestimmter Verkehrsunfall), mhd. "val", M., "Fall", "Sturz", "Untergang", ahd. "fal" (765), M., "Fall", "Sturz", "Untergang", "Hindernis", "Verderben", as. "fal", M., "Fall", germ. "*falla", "*fallaz", M., "Fall", s. idg. "phol-", V., "fallen"?, 17. Jh. Lbd. lat. "casus", M., "Fall".


(E?)(L?) http://www.rechtssemiotik.de/de/sachen/fall_61257.shtml
Der "Fall" als "Rechtsfall".


Der "Fall" ist die Schnittstelle zwischen dem Rechtsdiskurs und der Medizin, Literatur, Geschichte oder Pädagogik. Der "Fall" hat eine Geschichte, er kennt immer einen oder mehrere Akteure und läuft auf ein Ergebnis zu, das in der jeweiligen Disziplin behandelt wird. Insofern ist jeder "Fall" ein "Einzelfall". Welche Bedeutung der Einzelne für die Disziplin haben kann, läßt sich historisch etwa am "Fall" des Pierre Rivière aus dem Jahre 1835 ablesen oder an den unterhaltenden Verbrechensgeschichten des Pitaval. Sie führt zu Einsichten in die Konstruktion des "Rechtsfalls" anhand eines wiederkehrenden "Fallschemas". Grenzen für die disziplinäre "Fallkonstruktion" zeigen sich an Phänomenen der Makrokriminalität (Auschwitz).
...


(E?)(L?) http://www.schweinebildchen.de/




(E?)(L?) http://www.spiegel.de/thema/zwiebelfisch_fragen/


(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/fragen-an-den-zwiebelfisch-die-beklopfte-tuer-a-346832.html

Fragen an den Zwiebelfisch
Die beklopfte Tür
SPIEGEL ONLINE - 23.03.2005
In welchem Fall steht eigentlich die Tür, wenn ich anklopfe? Klopfe ich an der Tür oder an die Tür? Klopft man an sie oder an ihr? Eine recht beklopfte Frage, findet der Zwiebelfisch und hämmert sich eine Antwort zurecht. Von Bastian Sick
...




(E?)(L?) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/
Der "Fall" als "Rechtsfall".

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl


Erstellt: 2013-10

faql
Grammatik

(E?)(L?) http://faql.de/grammatik.html
Adjektive | Akkusativ | Ländernamenvdas/daß | Fugenzeichen | Genitivapostroph | -undeins | Datum, Komma | Verbapostroph

faql
Numerus - Singular und Plural

(E?)(L?) http://faql.de/numerus.html
Alias | Labor | Monitor | Penny/Euro/Cent | Status | Wort | Abkürzungen | Umlautformen | Andere Wörter | Sonderfälle

G

gegenüber (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Ein Beispiel für sekundäre Randstellung des Komplements ist die neuhochdeutsche Prä- und Postposition "gegenüber". Sie geht auf eine mittelhochdeutsche Zirkumposition "entgegen NS über", dann "gegen NSdat/akk über" zurück. Der Kasus wurde von der Präposition, also mittelbar vom regierenden Verb, bestimmt. In dieser Verbindung erhielt sich die Dativrektion von "gegen" wesentlich länger als ohne Adverb (Paul 1920:50;30f).

Beispiele: das "gegen dem hohen Golgatha über" lag (Klopstock); "gegen dem Schloß über" (Goethe).

Wenn die Leerstelle deiktisch-implizit besetzt war ("gegenüber dem impliziten Referenzpunkt"), resultierte adverbialer Gebrauch und gleichzeitig Kontinuität des Komplexes; so schon bei Luther: "und traten gegen über von fernen" (2. Kön. 2,7 [1523]). Die Juxtaposition der beiden Teile bei Voranstellung des Komplements ermöglichte im 18. Jh. die Bildung der Postposition NSdat. "gegenüber": "der schönen Nymphe gegenüber" (Wieland). Seit dem 19. Jh. wird es auch als Präposition verwendet: "gegenüber diesen unerquicklichen Tatsachen" (Freytag).

In einigen Fällen herrscht Variation zwischen kontinuierlicher und diskontinuierlicher Konstruktion einer komplexen Adposition, vgl. "wir arbeiten mithilfe solcher Begriffe" vs. "Begriffe, mit deren Hilfe wir arbeiten"; "zugunsten von Alfred" vs. "zu seinen Gunsten".
...


gelegentlich, bei Gelegenheit (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
"Gelegentlich" wird heute durch "bei Gelegenheit" ersetzt.
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goethe
Grammatische Veränderungen im heutigen Deutsch

(E?)(L?) http://www.goethe.de/kug/prj/dds/de142853.htm
Nicht nur die Wörter ändern sich - auch die Art ihrer Nutzung ist einem immerwährenden Wandel unterworfen.


Grammatik verändert sich nicht so kurzfristig und schnell wie der Wortschatz. Tendenzen, Zweifelsfälle oder neue Entwicklungen in der Grammatik des Deutschen sind zumeist die Ausläufer längerfristiger Entwicklungen.

Einige Erscheinungen sind Spätfolgen der systematischen Veränderungen, von denen die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache geprägt war (z.B. Festlegung der Kasus-Markierung auf den Artikel, der Kennzeichnung des Plurals auf die Endungen des Substantivs), eine zweite Gruppe lässt sich darauf zurückführen, dass an bestimmten Stellen Regeln der Schriftlichkeit von Regeln der Mündlichkeit überlagert werden. Letztlich gibt es auch Erscheinungen, die man als kurzfristigere Gebrauchspräferenzen verstehen kann. Ihre Bedeutung für das System ist unklarer.
...


Weitere Überschriften dieses Artikels sind:

Gramm
Monogramm
Programm
Grammophon
Grammatik
Graphik (W2)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Grammatik
Die auf den ersten Blick etwas alleinstehende Gewichtseinheit "Gramm" (= 1/4 Unze) hat bei näherer Betrachtung recht viele Verwandte. Da gibt es "Monogramm" (= "ein Zeichen"), "Programm" (= "Vorschrift" im Sinne von "voran schreiben", "öffentlich ausschreiben"), "Stenogramm" (= "schmale Schrift"), "Telegramm" (= "Fernschrift"; zu "griech. "télos" = "Ende", "Ziel", "Zweck") und "Grammophon" (= "aufgezeichneter Ton") aber auch die "Grammatik" (= "die Schrift betreffend"). Aber was verbindet diese Familienmitglieder mit der Gewichtseinheit?

"Gramm" geht zurück auf griech.-lat- "grámma" = "Geschriebenes", "Schrift", "Schriftzeichen" (dazu gehört auch "gráphein" = "schreiben" ("Graphik"). Aber auch griech. "grámma" = "Gewicht".

Da bleibt Raum für Spekulationen: Ist die Verbindung darin zu suchen, dass beim Schreiben ein gewisser Druck ausgeübt werden musste? (vor allem in Zeiten der Keilschrift). Oder darin, dass die Schrift aus der Notwendigkeit des Handels und der 'Steuererfassung' entstanden sein könnte und damit eben die entsprechenden Gewichtseinheiten notiert wurden?

Wer kann hier weiterhelfen?

H

-halb, -halber, weshalb, deshalb (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Im Althochdeutschen haben der Akkusativ (wie noch in Resten im Neuhochdeutschen) und der Dativ Plural die Funktion der Adverbialisierung von Nominalsyntagmen. Das ahd. "halba" = "Seite" liefert in einer Reihe von morphologischen Formen (Akkusativ "halb", Dativ Plural "halben", im 15. Jh. zu "halber" umgebildet) Postpositionen.

Die Form "halb" tritt in zwei Konstruktionen auf. In der ursprünglichen Bedeutung "-seits" nimmt sie zunächst ein Adjektivattribut. Aus dieser Konstruktion gehen Präpositionen wie "unterhalb", "innerhalb", "außerhalb" hervor ("unterhalb der Brucken" (Relation 206,10)).

Ferner nimmt "halb" die Bedeutung "wegen" an und regiert dann ein Genitivkomplement: "sinero lido halb" = "wegen seiner Glieder" (Notker). Hierauf gehen die modernen Formen "weshalb", "deshalb" zurück.

Ganz parallel liegt der Fall für die Form "halben", die noch bis ins 18. Jh. als produktive Postposition dient. In der Bedeutung "-seits" ist es in "allenthalben" erhalten, in der Bedeutung "wegen" etwa in "meinethalben".

Alle diese Formen, mit der teilweisen Ausnahme von "halber", werden heute nur noch in Komposition gebraucht.
...
Seit mittelhochdeutscher Zeit werden die Postpositionen "halb" und "halben" als Suffix mit ihrem Komplement verbunden. Nur in dieser Konstruktion haben sie sich bis heute gehalten: "weshalb", "meinethalben". Abgesehen von den Fällen wie "unterhalb", "allenthalben", die anders gebildet sind, tritt diese Konstruktion gerade dann auf, wenn das Komplement ein Pronomen ist.

Dieselbe Regel gilt für "wegen" und "um ... willen": wenn ihr Komplement ein Pronomen ist, werden sie sein Suffix (vgl. "deinetwegen", "um ihretwillen"). Wiederum ist es kein Zufall, daß gerade diese beiden Adpositionen einer solchen Regel unterliegen: sie sind von allen Post- und Zirkumpositionen die am stärksten grammatikalisierten. "Wegen" dürfte auch in diesem Punkte "halben" als analogischem Vorbild gefolgt sein.

Es gibt eine Postposition, "halber", die alternativ als Derivationssuffix fungiert; vgl. "der (größeren) Sicherheit halber" mit "sicherheitshalber". Ein letzter Relator, "-seits", tritt überhaupt nur als Suffix auf. Wir sahen, daß seine Träger sowohl die Relation des Komplements als auch die des Determinators bzw. Attributs zu ihm haben können, und daß die Komplemente typischerweise Pronomina sind. Hierin ist "-seits" "halb" und "halben" ähnlich, mit denen es auch bedeutungsverwandt ist.
...
Die Morphologie der von ahd. "halba" = "Seite" gebildeten Postpositionen ist in §5.2.4 besprochen worden. Aufgrund ihrer substantivischen Herkunft regieren sie zunächst den Genitiv. Schon seit dem Mittelhochdeutschen und Mittelniederdeutschen bis zum Neuhochdeutschen des 18. und 19. Jh. gewinnt jedoch die Dativrektion an Raum: "innerhalb den ahte tagen" (Tristan 2466); "innerhalb dem zaun" (Hans Sachs, Fastnachtssp. K. 133,6); "unterhalb seinen rück" (Hans Sachs, Fastnachtssp. K. 59,340); "uzerhalb dem bürgetor (Iwein 6147).
...


hinsichtlich, in Hinsicht auf (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Eine Zeitlang bestehen die konkurrierenden Bildungen nebeneinander, wie "ausweislich" vs. "nach Ausweis" und "hinsichtlich" vs. "in Hinsicht auf".
...


I

ids-mannheim.de - Flex
Flexion im Deutschen

(E?)(L1) http://www.ids-mannheim.de/


(E?)(L?) http://www.ids-mannheim.de/gra/texte/mu15.pdf
Zwei Theorien der pronominalen Flexion im Deutschen von Gereon Müller

ids-mannheim.de - Gram
Grammatik
grammis
Grammatisches Informationssystem

(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/

grammis® ist ein Angebot des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, das zum Ziel hat, die ach so trockene, oft schwer verständliche deutsche Grammatik leichter zugänglich und, soweit möglich, unterhaltsam und interessant zu machen. Einen Überblick über die Ziele von grammis® bietet der Einführungstext "Wozu Grammatik? Wozu grammis?". Weitergehende Informationen finden Sie in der detaillierten Projektbeschreibung sowie im Rahmen der Online-Reihe ORBIS.


(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/index.html

grammis® ist ein Angebot des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, das zum Ziel hat, die ach so trockene, oft schwer verständliche deutsche Grammatik leichter zugänglich und, soweit möglich, unterhaltsam und interessant zu machen.

Die Systematische Grammatik bietet strukturiertes und multimedial aufbereitetes grammatisches Wissen, präsentiert auf drei Informationsebenen: Kompakttexte, Detailtexte und Vertiefungstexte.

Die Grammatik in Fragen und Antworten greift die Hauptschwierigkeiten und Zweifelsfälle der deutschen Grammatik in Form von typischen Fragen auf, die mit kurzen, allgemein verständlichen Texten beantwortet werden.

Das Terminologische Wörterbuch erläutert grammatische Fachausdrücke und verweist auf weiterführende Texte in der Systematischen Grammatik sowie auf einschlägige Literatur.

Das Grammatische Wörterbuch beschreibt Funktionswörter wie Präpositionen und Konnektoren, darüber hinaus Affixe und - in Kürze - ausgewählte Verben.

Die Grammatische Bibliografie erfasst seit 1965 erschienene Publikationen zur Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. Sie ermöglicht eine automatische Recherche nach Titel, Autor, Jahr, Sprache, Kontrastsprache, Schlagwort und Objektwort.

Einen Überblick über die Ziele von grammis® bietet der Einführungstext "Wozu Grammatik? Wozu grammis?". Weitergehende Informationen finden Sie in der detaillierten Projektbeschreibung sowie im Rahmen der Online-Reihe ORBIS.

© grammis®-Projektgruppe (grammis@ids-mannheim.de).

(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/sysgram.ansicht
Systematische Grammatik:

Ausdruckskategorien und Ausdrucksformen | Die Wortarten | Verbalkomplex | Nominalphrasen | Präpositionalphrasen | Sätze | Nebensätze | Konnektoren | Syntagmatische Beziehungen | Funktionale Komponenten des Satzes | Valenz | Die Wortbildung | Die Korrespondenz zwischen Subjekt und finitem Verb | Die Wortstellung | Die Intonation | Paradigmatische Beziehungen | Genus | Numerus | Person | Das Tempus-System des Deutschen | Der Verbmodus | Der Modus kommunikativer Ausdruckseinheiten | Das Genus Verbi: Aktiv und Passiv | Grammatik aus kommunikativ-funktionaler Sicht | Das Diktum | Der Modus dicendi | Die Proposition | Kleines Panoptikum sprachlicher Handlungen

(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/fragen.ansicht
Grammatik in Fragen und Antworten:

Alle Fragenkategorien | Was Sie schon immer über Grammatik wissen wollten | Über die Grammatik in Fragen und Antworten | Haben Sie weitere Fragen?

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Terminologisches Wörterbuch:

abhängiger Kasus* | Ableitung* | Ableitungs- oder Derivationsaffix* | Ableitungs- oder Derivationsmorphem* | AcI-Komplement | additionelles oder additives Kompositum bzw. Additivum* | Ad-hoc-Bildung* | Adhortativform | adjazent | Adjektiv | Adjektiv* | Adjektivgruppe* | adjektivisches Demonstrativpronomen* | adjektivisches Indefinit-Pronomen* | adjektivisches Interrogativ-Pronomen* | adjektivisches Possessiv-Pronomen* | Adjektivphrase | Adjunkt | Adjunktor | Adjunktorphrase* | Adkopula | Adverb | Adverbgruppe* | Adverbial* | Adverbiale | adverbiale Bestimmung* | adverbiale Ergänzung* | Adverbialergänzung* | Adverbialkomplement | Adverbkonnektor | Adverbphrase | Affix | Agens | Agentivität | Akkusativkomplement | Akkusativobjekt* | Aktant* | Anadeixis | Anakoluth | Analepse | analytisch | Anapher* | Anapher* | anaphorisches Personalpronomen | Angabe* | Angabe* | Angabe* | Angabe* | Anreihkompositum* | Appellativum* | Apposition | appositiv* | appositives oder appositionelles Kompositum* | Argument | Argumentstruktur* | Artergänzung* | Artikel | Artikelwort* | attenuative Ableitung* | Attribut | attributives Kompositum* | Aufforderungsmodus | Augenblicksbildung* | Ausdruckseinheit | Ausklammerung | Aussage-Modus | Aussagesatz* | Aussagesatztyp | Auxiliar* | Bahuvrihi* | Basis | Basis oder Basismorphem* | Basisdiktum | Basismorphem* | Beifügung* | Beisatz* | besitzanzeigendes Fürwort* | besitzanzeigendes Fürwort* | bestimmter Artikel* | Betrachtzeit | Beugung* | Beugung* | Beugung* | Bezugsbereich* | | biologisches Geschlecht* | bivalent* | Blending* | charakterisierender Wortausgang* | Charakterisierung | Charakteristikum | class noun* | common noun* | Dativkomplement | Dativobjekt* | definiter Artikel | deiktisches Determinativ (GDS)* | Deixis | Deklarativsatz* | Deklination | Deminitivum* | Demonstrativ-Artikel | Demonstrativ-Pronomen | Denotat* | Derivatem* | Derivation | Designat* | Desintegration | Determination | Determination in der Wortbildung | Determinativ* | Determinativkompositum | Determinator* | Determinierer* | Diathese* | Diktum | Dilativkomplement | Diminutivum | Direktes Objekt* | Direktheitskontext | Direktionalergänzung* | Direktivkomplement | Distanzform | Eigenschaft | Eigenschaftswort* | Einbettung | eingeschränktes -Passiv* | Einheitenkategorie | einstellig* | Eintakt-Passiv | Eintakt-Passiv* | einwertig | Elementarproposition | Elision | Entlehnung | epistemische Minimaleinheit | epistemische Verwendung der Modalverben | epistemischer Modus | Ereigniszeit | Ergänzung* | Ergänzung* | ergative Verben | ergativierte Verben | exozentrisches Kompositum | | explizite Derivation | extrasubjektiv* | Faktizität | Faktzeit* | fakultativ | finit | Flexion | Flexion* | Flexion* | Flexionsform* | Fokussierung | Formans oder Formationsmorphem* | Formativ* | Formensynkretismus* | Frageadverb* | Frage-Modus | Fragepronomen* | Fragepronomen* | Fragewort* | Fragewort* | freie Angabe* | Freies Thema* | Fugenelement | Fugenmorphem* | Fügewort* | Fügewort* | Funktionsverb | Funktionsverb* | Funktionsverbgefüge | Funktionsverbgefüge* | Fürwort* | Fürwort der 3. Person* | Futurperfekt | Gattungsnamen | Gegenstand | Gelegenheitsbildung* | Geltungsanspruch | Geltungsspezifikation | generalisierendes Personalpronomen man | Genitivkomplement | Genitivobjekt* | Genus | Genus verbi | Gesprächswort* | Gewichtungsakzent | Gleichsetzungsnominativ* | Gradmodifikator* | Graduierung* | grammatische Funktion | grammatisches Geschlecht* | Grenztonmuster | Grundmorphem* | Grundmorphem* | Handlungsform* | Hauptfeld* | Hauptsatz | Hauptverb* | Hauptwort* | Heische-Modus | Heischesatz | Herausstellung* | Herausstellung* | Herausstellung* | Hervorhebung* | Hilfsverb | Hintergrund | hinweisendes Fürwort* | Hörer-Pronomen | Hypokoristikon* | Idiom* | idiomatische Wendung* | Illokution | Illokution | implizite Derivation | indefiniter Artikel | Indefinitnumerale* | Indefinit-Pronomen | Indefinit-Pronomen* | Indefinitum* | Indirekte Rede* | indirektes Objekt* | Indirektheitskontext | Infinitiv | Infinitiv Perfekt | Infinitivkonstruktion | Infinitivkonversion | Infix | Interaktive Einheit | Interferenz* | Interrogativ-Element | Interrogativ-Pronomen* | Interrogativ-Pronomen* | Interrogativ-Pronomen* | intransitiv | intrasubjektiv | Irrealis | Iteration* | Junktor | Kasus | kategorielle Bedeutung | kausativ | Kausativität* | Kern* | Klammerform | Kombinationskategorie* | Kommunikanten-Pronomen | kommunikative Ausdruckseinheit | kommunikative Ausdruckseinheit* | kommunikative Funktion* | kommunikative Minimaleinheit | kommunikative Minimaleinheit* | Komparation | Komparativ | Komplement | Komplementstruktur | komplex* | Komposition | Konfix | Kongruenz | Kongruenz* | Konjugation | Konjunktion* | Konjunktion* | Konjunktion* | Konjunktion* | Konjunktionaladverb | Konjunktionaladverb* | Konjunktionaladverb* | konjunktives Kompositum* | Konjunktor | Konnekt | Konnektiv* | Konnektor | Konstituente | Kontamination | Kontradiktion | Kontraktion* | kontrastierende Negation | konvers | Konversion in der Wortbildung | Koordination | koordiniertes oder koordinatives bzw. Koordinativkompositum* | Kopf | Kopula* | Kopulativkompositum | Kopulaverb | Korrelat | Korrelatkonstruktion | Korrespondenz | Kurzwortbildung | Lehnwortbildung | Lexem* | linkes Außenfeld | Linksversetzung | Linksversetzung* | liquid | Lokution | markiert | Markiertheit | mass noun* | Mitspieler* | Mittelfeld | modales Hilfsverb* | Modalverb | Modalwort* | Modifikation* | Modus* | Modus dicendi* | Modus kommunikativer Minimaleinheiten* | mögliche Welt | monovalent* | morphologischer Rest* | Motion* | Movierung | Mutation* | Nacherstposition | Nachfeld | nachgestellte Präposition* | Nachtrag* | nasal | natürliches Geschlecht* | nebenordnende Konjunktion* | Nebensatz | Nebensatz* | Nebensatz* | Nebensatzeinleiter* | Negation* | Neumotivierung | | nicht-restriktive Erweiterung von Nominalphrasen | Nicht-resultatives Ereignis | Nicht-Termkomplement | Nomen | Nominalgruppe* | Nominalisierungsverb | Nominalisierungsverbgefüge* | Nominalphrase | Nominativergänzung* | Nominativergänzung* | Nukleus* | Nullableitung* | Nullstelle | Numerus | | Obertempus | Objekt-Deixis* | obliquer Kasus | Okkasionalismus | Onomatopoetikon | Optativ* | Optativ-Modus* | Orientierungszeit | Ortsbestimmung* | Paradigma | Paradigmenkategorie | Parataxe | Partizip I | Partizip II | Partizip Perfekt* | Partizip Präsens* | Partizipialphrase | Passiv | Perfekt* | Perfektpartizip* | Periphrase | periphrastisch* | Perlokution | Person | Personalpronomen der 1. Person* | Personalpronomen der 1./2. Person* | Personalpronomen der 2. Person* | Personalpronomen 3. Person* | Persondeixis (GDS)* | Persondeixis (GDS)* | Persönliches Fürwort der 1.Person* | Persönliches Fürwort der 1./2.Person* | persönliches Passiv* | persönliches Passiv* | Pertinenzdativ | Phrase | Phrasem* | Phraseolexem | Plusquamperfekt* | | Possessiv-Artikel | Possessives Determinativ (GDS)* | Possessivkompositum* | Possessiv-Pronomen | Possessivum* | postnominal | postnominal* | postpnierend subordinierender Konnektor* | Postponierer | Postposition | Potentialis | Prädikat | Prädikat* | Prädikat (verstanden als semantische Einheit, nicht als Ausdruckselement)* | Prädikativ* | Prädikativkomplement | Prädikativum* | Prädikatsausdruck | Prädikatsnomen* | Präfix | pränominal | pränominal* | Präposition | Präposition in Circumstellung* | Präpositionaladverb | Präpositionaladverb* | Präpositionalgruppe* | Präpositionalobjekt* | Präpositionalphrase | Präpositivkomplement | Präsensperfekt | Präteritumperfekt | Präverb | Präverbfügung | primäre Komponente | primäre Komponente* | Pro-Adverb* | Proform* | Pronomen | Pronominaladverb* | Pronominaladverb* | Pronominaladverb* | Pronominalphrase | Proposition | propositionaler Gehalt | Propositionsausdruck | Propositionsspezifikation* | Propositionsspezifizierung | Proterm* | Proterm (GDS)* | Protermphrase (GDS)* | Pseudomotivierung | Pseudoplerem* | Pseudosuffix | Quantifikativ-Artikel | quantifikatives Adjektiv* | Quantifikativ-Pronomen | Quantifikativum* | quantifizierendes Determinativum (GDS)* | Quantor* | Raumergänzung* | rechtes Außenfeld | Rechtsversetzung* | Redehintergrund | Reduplikation | Referent* | Referenzobjekt* | Reflexiv-Pronomen | Reflexiv-Pronomen* | Reflexivum* | Reihenwort* | Rejektion* | rejektive Konnektion | Rektion | Rektion* | Relativ-Adverb* | Relativ-Element | Relativ-Pronomen* | Relativsatz | Remotivierung* | Responsiv | restriktive Erweiterung von Nominalphrasen | restringiertes Element* | Reziprok-Pronomen | Rhema ("comment")* | Richtungsbestimmung* | rückbezügliches Fürwort* | Rückbildung | Sachverhaltsentwurf* | Satz | Satzadverb | Satzadverbiale | Satzfeld* | Satzglied* | Satzglied* | Satzklammer | Satzmodus | Satzproposition* | Satzrahmen* | Satzreihung* | Satzverbindung* | Satzverknüpfer* | Schallwort* | Schätzartikel* | schwa epenthesis* | Schwund* | sein-Passiv mit Subjekt | sekundäre Komponenten | sekundäre Motivierung* | semantische Bestimmung* | Semantische Rollen | Sexus | Situativkomplement | Skopus | Sondernegation* | Spezifikation | Sprecher-Pronomen | Sprechzeit | | Steigerung* | Steigtonmuster | Stellvertreter* | Stoffnamen | Subjekt | subjektloses sein-Passiv | subjektloses werden-Passiv | Subjunktor | Subjunktor* | Subjunktorphrase | Subordination | Subordinator* | subordinierende Konjunktion* | Substantiv* | Substantivgruppe* | Substanzausdruck* | Suffix | Superlativ | Supplement | Supplement* | Supplement* | Supplementsatz* | Suppletivform | symmetrisches Prädikat | Synkretismus | Synonymie | Syntaktische Funktion | synthetisch | Tätigkeitswort* | Tautologie | Telizität | Temporaladverbiale | Temporalergänzung* | Tempus | tempusloser Satzrest | Term | Terminale Intonation(skontur)* | Termkomplement | Thema* | Topic* | Topikalisierung | Transferenz* | Transformativität | transitiv | Transposition | Transposition* | trennbares Verb* | Übereinstimmung* | Umkategorisierung* | Umkategorisierung* | Umstandsbestimmung* | Umstandsbestimmung* | Umstandsbestimmung* | Umstandsbestimmung* | Umstandswort* | unbestimmter Artikel* | unbestimmtes Fürwort* | Unmarkiertheit | unpersönliches Passiv* | unpersönliches Zustandspassiv* | unselbständiger Satz* | untergeordneter Satz* | unterordnende Konjunktion* | Unterordnung* | | Urschöpfung | usuelle Bildung* | Valenz | Valenzstruktur* | Verbalklammer* | Verbalkomplex | Verbalphrase* | Verbativkomplement | Verberstsatz | Verbgruppe | Verbgruppenadverb | Verbgruppenadverbiale | Verbindungszusammensetzung* | Verbletztsatz | Verbmodus | Verbzusatz* | Verbzweitsatz | Verbzweitsatz-Einbetter | Verdoppelung* | Vergangenheit* | Verhältniswort* | Verkleinerungsform* | Verneinung* | Vokativ | Vollmodus | Vollverb | Vordergrund | Vorerstposition | Vorfeld | Vorfeldbesetzung* | Vorvergangenheit* | Vor-Vorfeld* | Vorvorfeld* | Vorvorfeld* | w-Artikel | w-Artikel* | w-Determinativ (GDS)* | werden-Passiv mit Subjekt | werden-Passiv mit Subjekt* | Wertigkeit* | Widerspruch* | Wirkungsbereich* | w-Objektdeixis (GDS)* | Wort | Wortart | Wortartwechsel* | Wortbildung | Wortbildungsaffix | Wortbildungsart | Wortbildungseinheiten | Wortform | Wortgruppe* | Wortklasse* | Wortkreuzung* | Wortmischung* | Wortnegation* | Wortschöpfung* | Wortspiel | Wortverschmelzung* | w-Phrase | w-Präpositionaladverb | w-Pronomen | w-Relativpronomen* | Wunsch-Modus | Wurzel oder Wurzelmorphem* | Wurzel oder Wurzelmorphem* | Würzwort* | w-Wort* | w-Wort* | fallende oder steigende) Endmelodie* | (terminales oder interrogatives) Intonem* | Zahl* | Zeitbestimmung* | Zeitbestimmung* | Zirkumfix | | Zugehörigkeitsdativ* | Zurückweisung* | Zusammenbildung | zusammengesetzt* | zusammengesetztes pronominal-lokales Adverb* | zusammengesetztes Verb* | Zusammenrückung | Zusammensetzung* | Zustandspassiv* | zweistellig* | Zweitakt-Passiv | Zweitakt-Passiv* | zweiteiliges Verb* | zweiwertig | Zwillingsform*

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Grammatisches Wörterbuch:

à (Präposition) | a- (ahistorisch) (Affix) | a- (Apräsenz) (Affix) | ab (Präposition) | -abel (akzeptabel) (Affix) | aber (Konnektor) | abermals (Konnektor) | abgesehen davon (Konnektor) | abgesehen davon (...), dass (Konnektor) | abseits (Präposition) | abzüglich (Präposition) | -ade (Marinade) (Affix) | -ade (Robinsonade) (Affix) | -age (Sabotage) (Affix) | -age (Spionage) (Affix) | -aille (Diplomaille) (Affix) | -al (instrumental) (Affix) | -al (optimal) (Affix) | -alie (Fressalie) (Affix) | alldieweil (Konnektor) | alldieweil (Konnektor) | allein (Konnektor) | allemal (Konnektor) | allenfalls (Konnektor) | allerdings (Konnektor) | als (Konnektor) | als (Konnektor) | als dass (Konnektor) | als ob (Konnektor) | als wenn (Konnektor) | alsbald (Konnektor) | alsdann (Konnektor) | also (Konnektor) | an (Präposition) | -and (Doktorand) (Affix) | -and (Konfirmand) (Affix) | andernfalls (Konnektor) | andernfalls (Konnektor) | andernteils (Konnektor) | anders gesagt (Konnektor) | andrerseits (Konnektor) | anfänglich (Konnektor) | anfangs (Konnektor) | angenommen (Konnektor) | angenommen dass (Konnektor) | angesichts (Präposition) | angesichts dessen (Konnektor) | angesichts dessen (...), dass (Konnektor) | anhand (Präposition) | anhand dessen (Konnektor) | anhand dessen (...), dass (Konnektor) | anlässlich (Präposition) | anschließend (Konnektor) | ansonsten (Konnektor) | anstatt (Konnektor) | anstatt (Konnektor) | anstatt (Präposition) | anstatt dass (Konnektor) | anstatt dessen (Konnektor) | anstelle (Präposition) | anstelle dessen (Konnektor) | -ant (Asylant) (Affix) | -ant (charmant) (Affix) | -ant (Informant) (Affix) | -ant (Lieferant) (Affix) | -ant (Obskurant) (Affix) | -ant (tolerant) (Affix) | antwortlich (Präposition) | -anz (Brisanz) (Affix) | -ar (Antiquar) (Affix) | -ar (atomar) (Affix) | -ar (Bibliothekar) (Affix) | -är (familiär) (Affix) | -är (Legionär) (Affix) | -är (prioritär) (Affix) | | -arium (Kulinarium) (Affix) | -arium (Planetarium) (Affix) | -ast (Sarkast) (Affix) | -at (Diplomat) (Affix) | -at (Kandidat) (Affix) | auch (Konnektor) | auf (Präposition) | auf dass (Konnektor) | auf Grund (Präposition) | aufgrund dessen (Konnektor) | aufgrund dessen (...), dass (Konnektor) | aus (Präposition) | außer (Präposition) | außer (Konnektor) | außerdem (Konnektor) | außerhalb (Präposition) | ausgangs (Präposition) | ausgenommen (Konnektor) | ausgenommen (Präposition) | ausschließlich (Präposition) | ausschließlich (Konnektor) | ausweislich (Präposition) | bald (Konnektor) | bald (...), bald (Konnektor) | bar (Präposition) | -bar (fruchtbar) (Affix) | -bar (unkaputtbar) (Affix) | -bar (verstehbar) (Affix) | be- (begrenzen) (Affix) | be- (beladen) (Affix) | be- (betäuben) (Affix) | behufs (Präposition) | bei (Präposition) | beiderseits (Präposition) | be-...-ig (beglaubigen) (Affix) | be-...-ig (besänftigen) (Affix) | beispielsweise (Konnektor) | besonders (Konnektor) | bestenfalls (Konnektor) | betreffs (Präposition) | bevor (Konnektor) | 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dazu, dass (Konnektor) | dazwischen (Konnektor) | de- (demaskieren) (Affix) | de- (Demotivation) (Affix) | de- (dezentral) (Affix) | dementgegen (Konnektor) | dementsprechend (Konnektor) | demgegenüber (Konnektor) | demgemäß (Konnektor) | demnach (Konnektor) | demzufolge (Konnektor) | denn (Konnektor) | denn (Konnektor) | dennoch (Konnektor) | derweil(en) (Konnektor) | derweil(en) (Konnektor) | des ungeachtet (Konnektor) | des Weiteren (Konnektor) | desgleichen (Konnektor) | deshalb (Konnektor) | dessen ungeachtet (Konnektor) | deswegen (Konnektor) | diesbezüglich (Konnektor) | diesseits (Präposition) | -dings (schlechterdings) (Affix) | doch (Konnektor) | doch (Konnektor) | drauf (Konnektor) | drum (Konnektor) | durch (Präposition) | -e (Revolte) (Affix) | -e (Tiefe) (Affix) | -e (Wiege) (Affix) | ebenfalls (Konnektor) | ebenso (Konnektor) | eh (Konnektor) | ehe (Konnektor) | -ei (Datei) (Affix) | -ei (Nörgelei) (Affix) | eigentlich (Konnektor) | einbezüglich (Präposition) | 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Wir möchten Ihnen auf dieser vorgeschalteten Seite die Möglichkeit geben, sich über grundsätzliche Fragen zum Thema Grammatik zu informieren. Es geht z.B. um die Bedeutung(en) von Grammatik, um die Gegenstandsbereiche einer Grammatik, um das Verhältnis von Objektsprache zu Metasprache, um den Unterschied zwischen normativen und deskriptiven Grammatiken, um den Zeichencharakter der Sprache, um Kategorien und Kategorisierungen, um syntagmatische und paradigmatische Beziehungen, um grammatische Verfahren und um die Besonderheiten einer Online-Grammatik. Sie sollten dieses Angebot vor der Arbeit mit den thematischen Einheiten nutzen, um Ihr Wissen über Grammatik zu ergänzen.

Wir haben auf dieser Seite eine Linkliste mit Fragen erstellt. Sie können diese in der angebotenen Reihenfolge - quasi als geführte Tour - bearbeiten. Sie können aber auch nur die Fragen bearbeiten, die für Sie besonders interessant sind.


Erstellt: 2019-10

im ..., in ... (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Was jedoch die Neubildungen unseres Jahrhunderts angeht, so wird hier deutlich "in" bevorzugt. Beneš 1974 zitiert eine Frequenzuntersuchung eines Corpus von zeitgenössischen wissenschaftlichen Texten, wonach 7 von 10 der häufigsten Adpositionalfügungen mit "in" adverbialisiert werden, nämlich: "im Sinne", "im Hinblick auf", ""in Hinblick auf", "im Lauf(e)", "im Gegensatz zu", "im Falle", "in bezug auf", "in Hinsicht auf".
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im Gefolge, infolge (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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In den letzten Jahrzehnten sind wiederum neue Fügungen entstanden: "im Gefolge" ...
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Der Eintritt von Fügungen wie "infolge" oder "aufgrund" in die Klasse der Präpositionen vollzieht sich unter unseren Augen.
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Neben "infolge", das zwar ebenfalls eine Präpositionalfügung ist, aber schon einen gewissen Grammatikalitätsgrad erreicht hat (fehlender Artikel, Univerbierung), haben wir seit einiger Zeit "im Gefolge" (erstmals verzeichnet in Duden 1967), freilich eher mit der Bedeutung "nach".
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"Infolge" ist schon im Duden 1880 als ein Wort verzeichnet.
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im Namen, namens (W3)

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"Namens" wird heute überhaupt nicht mehr im Duden geführt und allmählich durch "im Namen" ersetzt.
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im Vorfeld, Vorfeld (W3)

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In den letzten Jahrzehnten sind wiederum neue Fügungen entstanden: "im Vorfeld", ...
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Bei "im Vorfeld" wiederum ist das Basissubstantiv im Moment der Bildung von einer semantischen Unregelmäßigkeit betroffen.

"Vorfeld" bedeutet ja eigentlich "Gelände vor der eigenen Kampfstellung".

Bei der Präpositionalfügung bleibt jedoch nicht nur die ursprünglich militärische, sondern auch die lokale Bedeutung des Basissubstantivs überhaupt unberücksichtigt, da "im Vorfeld" "(zeitlich) vor" bedeutet.
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im Wege (W3)

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In den letzten Jahrzehnten sind wiederum neue Fügungen entstanden: "im Wege", ...
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Dies trifft auf "im Wege" zu. Handelte es sich hier um ein nach Regeln der Syntax gebildetes lokales Adverbial, so müßte es "auf dem Wege" heißen. "Im Wege" als Synonym für "durch" ist also schon aus strukturellen Gründen im Lexikon zu verzeichnen.
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im Zuge (W3)

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...
In den letzten Jahrzehnten sind wiederum neue Fügungen entstanden: "im Zuge", ...
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in Anbetracht (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.) entstammen "in Anbetracht" ...
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in Anbetreff (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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"in Anbetreff" entstammt den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.).
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Es versteht sich, daß i.a. keine Notwendigkeit besteht, daß eine Einheit, die einen Grammatikalisierungskanal beschritten hat, ihn bis zu Ende durchläuft. Sie kann sehr lange auf einer Stufe verharren; und sie kann außer Gebrauch geraten, bevor sie weiter grammatikalisiert wird. Z.B. sind nach dem sehr produktiven Muster der Adpositionalfügung viele Adpositionen wie "in Anbetreff" oder "zum Behufe" gebildet worden, die heute veraltet sind. Dieser Kanal ist in Sprachen wie dem Deutschen hinter der Position der primären Adpositionen im wesentlichen blockiert.
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in betreff, betreffs, betreffend (W3)

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"in betreff" entstammt den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.).
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"betreffs" wurde noch im 19. Jh. teilweise durch "in betreff" ersetzt.
Die letztere denominale Fügung konkurriert mit der seit frühneuhochdeutscher Zeit belegten departizipialen Form "betreffend".
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in Bezug auf, in bezug auf (W3)

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Im Duden 1880 findet sich der Eintrag "im Bezug auf" oder "in Bezug auf", seit Mackensen 1954 jedoch nur noch "in bezug auf".
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in Gemäßheit, gemäß (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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In den letzten Jahrzehnten sind wiederum neue Fügungen entstanden: "in Gemäßheit", ...
...
Zu "gemäß" tritt im 20. Jh. "in Gemäßheit".
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in Hinsicht auf, hinsichts, hinsichtlich (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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"in Hinsicht auf" entstammt den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.).
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"hinsichtlich" ist im Duden 1880 verzeichnet
...
"Hinsichts" wird heute überhaupt nicht mehr im Duden geführt, "hinsichtlich" wird auch allmählich durch "in Hinsicht auf" ersetzt.
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in Rücksicht auf (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.) entstammen "in Rücksicht auf" ....
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inmitten (W3)

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Ein Beispiel ... ist "inmitten", das im Althochdeutschen offenbar zunächst als Adverb aufkam.
...
Bei mehreren Adpositionen tritt ein Wandel der Rektion in die entgegengesetzte Richtung auf. "Inmitten" aus "in mitten" gibt es seit dem Althochdeutschen als Adverb; dann auch als Präposition zunächst mit dem Dativ: "in mitten" dem paradeisz. Erst im Neuhochdeutschen tritt auch Genitivrektion auf, möglicherweise aufgrund einer Uminterpretation des veralteten adjektivischen "mitten" zum relationalen Substantiv "Mitte".


J

jenseits (W3)

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Die Adposition "jenseits" wurde durch Adverbialisierung durch "-s" gebildet.

K

Konkretum (W3)

Dt. "Konkretum" = dt. "etwas Gegenständliches", "konkreter Begriff", geht zurück auf lat. "concretus", "concrescere" = "zusammenwachsen", und setzt sich zusammen aus lat. "con-" = dt. "mit" und ide. Wurzel "*ker-" = "wachsen" (vgl. engl. "grow" und engl. "concrete" = "Beton", wörtlich "das Zusammenwachsende").

(E?)(L1) http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=termDbIndexDummy


Erstellt: 2010-03

kraft ... (W3)

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...
"in kraft", "aus kraft", "bi kraft" entstammt der Kanzleisprache des 15./16. Jh. "In Kraft" ist bis ins 18. Jh. hinein üblich.
"in craft dits briefs" (Urk. Max's 203,31); "in krafft ihrer habenden Commißion" (Relation 61,9); "uss krafft gedachter freyheit" (Urk. Max's 432,18); "durch krafft" seiner schwartzkünstlerey (Wendunmuth II,39,11).
Bloßes "kraft" ist im Basler Urkundenbuch zwischen 1497 und 1500 bereits dreimal belegt und tritt seit der zweiten Hälfte des 16. Jh. immer häufiger auf: "... die vom Hauß Gonzaga krafft eines Testaments der recht Patron dieser Herrschaft ist" (Relation 25,25).
...
Bei sekundären Präpositionen, die aufgrund ihrer Herkunft eigentlich den Dativ regieren, kann in Analogie zu anderen sekundären Präpositionen wie "kraft", "laut" und "vermöge" auch der Genitiv auftreten.
Das deadjektivische "gemäß" regiert ursprünglich den Dativ. Als Präposition findet es sich auch mit dem Genitiv, und das gleiche gilt für "entsprechend" ("gemäß Ihres neuen Vertrages", "entsprechend ihres Auftrages in administrativen Schreiben von 1999").
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L

längs (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
"Längs" ist mit dem "Genitiv-s" adverbialisiert und (wiewohl jedenfalls semantisch relational) möglicherweise zunächst nur als Adverb gebraucht worden. Jedenfalls ist es als Adverb vom 16. bis 18. Jh. belegt (Paul 1920:53), jetzt jedoch veraltet.
Als Präposition ist es seit dem 17. Jh. belegt und nimmt den Dativ, gelegentlich auch den Genitiv ("langs hiesiger Statt" (Relation 168,23); "längs seines Kornfeldes" (Wieland)).
Abschließend eine Bemerkung zu dem in der Literatur "sekundär" und "unorganisch" genannten, im übrigen aber unerklärten -t-Suffix, das sich an mehreren auf -s abgeleiteten Präpositionen findet. Neben "entlanges" gab es im Niederdeutschen "entlangest".
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laut (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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"Nach laut(e)" (mhd. "nach lute") entstammt der spätmittelhochdeutschen Kanzleisprache. Bloßes "laut" ist ebenfalls seit dem Ende des Mittelalters und z.T. durch dieselben Quellen belegt: "nach laute der artikel" (Frankf. Reichskorr. I,495,22); "laut der fürsten letzte antwurt" (Frank. Reichskorr. II,2,495); "lut des artikels" (Chron. d. dt. Städte V,393,20 [1467]).
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lingo4u
Grammatik

(E?)(L?) http://www.lingo4u.de/




lingolia.com
Grammatik online lernen und üben

(E?)(L?) https://deutsch.lingolia.com/de/grammatik/

Deutsche Grammatik online lernen und üben auf Lingolia Zeitformen

In der deutschen Sprache gibt es sechs Zeitformen: Präsens, Perfekt, Präteritum, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II. In jeder Zeitform müssen die Verben konjugiert werden (ich, du, er, …).

Konjugator

Deutsche Verben konjugieren fällt dir schwer? Gib im Konjugator einfach den Infinitiv ein, und wir zeigen dir die Konjugation für alle Zeiten sowie für Konjunktiv und Imperativ.

Verben

Hier gibt es Informationen über Modalverben, reflexive Verben, trennbare/nicht trennbare Verben, Passiv, Imperativ und Konjunktiv. Die Zeiten sind extra im Bereich „Zeitformen“ erklärt.

Nomen und Artikel

Nomen können im Deutschen männlich, weiblich oder sächlich sein (z. B. der Löffel, die Gabel, das Messer). Sie werden meist mit ihrem Artikel verwendet und müssen dekliniert werden.

Pronomen

Pronomen stehen anstelle von Nomen und werden dekliniert. Wir unterscheiden zwischen Personal-, Possessiv-, Reflexiv-, Relativ-, Interrogativ-, Demonstrativ- und Indefinitpronomen.

Adjektive

Adjektive sind Eigenschaftswörter. Sie geben an, wie jemand oder etwas ist (z. B. gut, schnell). Adjektive können gesteigert werden, manchmal müssen wir sie auch deklinieren.

Adverbien

Adverbien sind unveränderliche Wörter (z. B. hier, gestern, darum, sehr), mit denen wir Angaben über Ort, Zeit, Grund oder Art und Weise machen. Einige Adverbien können gesteigert werden.

Kasus/Fälle

Artikel, Nomen, Adjektive und Pronomen müssen im Deutschen dekliniert werden. Wir unterscheiden zwischen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Lerne und übe, wann wir welchen der vier Fälle verwenden müssen.

Präpositionen

Präpositionen sind kurze Wörter (z. B. in, auf, ohne), die wir mit Nomen oder Pronomen verwenden. Jede Präpositionen verlangt einen bestimmten Fall (Genitiv, Dativ, Akkusativ).

Satzbau

In diesem Bereich erklären wir die Wortstellung in Hauptsätzen, Fragen und Nebensätzen. Insbesondere gehen wir auch auf Konditionalsätze und indirekte Rede ein.


Erstellt: 2023-06

lingsoft
Grammatische Auskunft über deutsche Wörter

(E?)(L?) http://www.lingsoft.fi/cgi-bin/gertwol


linguist
Welche Adjektive können graduiert werden und welche nicht

(E?)(L?) http://www.linguist.de/pisarska/adjektive.html


M

mangels (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Ein weiterer, von uns nicht überprüfter Kandidat ist "mangels", das als "mangels an" entstanden sein sollte.
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mit (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Bereits zu indogermanischer Zeit wurde der Vorläufer von "mit" aus dem Lokativ des Worts für "Mitte" gebildet, der althochdeutsch zu "mit" verkürzt wurde.
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mit hilff (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Bereits im 17. Jahrhundert ist "mit hilff" ohne Artikel belegt:
Zu Tolossa hat sich ein Portugesischer Pfaff so sich an einer Edelfrawen verliebt, mit hilff 6 Adelspersohnen unterstand, derselben Frawen Eheman umbzubringen. (Relation 66,9); ... mit hilff der Ungarn ... (Relation 71,33).
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mit Rücksicht auf, Rücksichts, rücksichtlich (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.) entstammen "mit Rücksicht auf" ...
...
"Rücksichts" wird heute überhaupt nicht mehr im Duden geführt, und "rücksichtlich" wird auch allmählich durch "mit Rücksicht auf" ersetzt.
...


N

nach ... (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Z.B. gibt es aus dem 15./16. Jahrhundert mehrere durch "nach" angeschlossene Fügungen wie "nach Laut", "nach Besage", "nach Vermöge".
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nächst
nahe (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Die deadverbialen "nächst" und "nahe" regieren ursprünglich den Dativ, dann aber auch den Genitiv.
...


neben
nebst (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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Zu althochdeutscher Zeit entstand "in eban(i)" = "in gleicher Ebene", "zusammen", das dem modernen "neben" zugrundeliegt.
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Neben "(in/ver)mittels" gibt es "(in/ver)mittelst", neben "neben" gibt es "nebenst", "nebest" und "nebst". "Nebenst" ist eine im 17. Jh. bei norddeutschen Autoren häufige Form. "Nebst" ist dort auch schon belegt, gelangt aber im 18. Jh. fast zur Alleinherrschaft. Es scheint ziemlich klar, daß hier Analogie zu Superlativen von syntaktisch ähnlichen deadjektivischen Adverbien wie etwa "zu unterst" vorliegt. Das engste Vorbild für "nebenst" ist "nächst", das nicht einmal deadjektivisch ist. Ein Superlativ ist auch semantisch völlig motiviert bei "in mittelst", das ursprünglich "genau in der Mitte" bedeutete. Formen wie mhd. "nebent" müssen dann als weitere Ausbreitung des "-t-Suffixes" verstanden werden.
...
"Neben" nahm ursprünglich nur den Dativ: "nals fore dir", "noh in eben dir" "nicht vor dir, noch neben dir" (Notker). Dieser hat sich auch in dynamischer Verwendung noch lange erhalten: "legt meine Beine neben seinen Beinen" (Luther, 1. Könige 13,31); "wehe der fremden Schönheit, die das Herz hat, sich neben ihr zu stellen" (Lessing).
Jedoch geriet "neben", als lokale Präposition und in Analogie zu den primären topologischen Präpositionen "in", "auf" und "an", in den Sog der konditionierten Rektion. So ist der Akkusativ schon seit dem 12. Jh. belegt. Im Neuhochdeutschen ist die Verteilung von Dativ und Akkusativ ebenso strikt wie bei den primären Präpositionen dieser Gruppe geregelt.
Ein Rektionswechsel in umgekehrter Richtung liegt bei "nebst" vor. "nebst" tritt seit dem 17. Jh. als Variante von "neben" auf. In seiner ursprünglichen lokalen Bedeutung übernimmt es dessen konditionierte Rektion, die zu der Zeit bereits wohl ausgebildet war: "Daher Balacin die Portugiesen... nebst die Bengaler stellete" (Banise 338,12).
In der Folgezeit erhält "nebst" jedoch komitative Bedeutung. Gleichzeitig wird die Rektion auf den Dativ eingeschränkt. Ein mögliches analogisches Vorbild hierfür bietet die semantisch sehr ähnliche Präposition "mit". Bei "neben" und "nebst" liegt nun wirklich ungerichtete Variation nach verschiedenen analogischen Vorbildern vor, die von der gleichzeitig stattfindenden Grammatikalisierung völlig unabhängig ist.
...


Nominalsyntagma, NS (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf
"NS" ist die Abkürzung für "Nominalsyntagma". Dieses setzt sich zusammen aus "nominal", frz. "nominal", lat. "nominalis" = "zum Namen gehörig", "namentlich" und griech. "syntagma" = "Zusammengestelltes", "Sammlung".
Sprachwissenschaftlich geht es also um ene 'Zusammenstellung von Begriffen der Wortart "Nomen"'.
Beispiele: "in Eile".

O

Objekt (W3)

Das "Objekt" geht zurück auf lat. "obicere" = "vorwerfen", "entgegenwerfen".

P

paulh
Numerus

(E?)(L?) https://www.projekt-gutenberg.org/


(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/paulh/prinzip/Druckversion_paulka15.htm

§ 185.
Auch der Numerus wird zu einer grammatischen Kategorie nur durch Ausbildung der Kongruenz. Auch in den flektierenden Sprachen ist der Plural nicht durchweg erforderlich, wo es sich um Bezeichnung einer Mehrheit handelt. Jede Vielheit kann von dem Sprechenden wieder als eine Einheit zusammengefasst werden. Und so gibt es gerade Bezeichnungen für eine bestimmte Anzahl, die singularisch sind, wie "Paar", "Schock", "Dutzend", "Mandel", wie ursprünglich durchaus "tausend", "hundert" und wahrscheinlich auch andere Zahlwörter. So sind ferner überhaupt die sogenannten Kollektiva zusammenfassende singularische Bezeichnungen für Mehrheiten. Da nun die Auffassung einer Masse als Einheit oder Vielheit so sehr vom subjektiven Belieben des Sprechenden abhängt, so kann seine Auffassung auch in Widerspruch geraten mit derjenigen, welche durch die grammatische Form des gewählten Ausdruckes angezeigt ist, und diese Abweichung der subjektiven Auffassung dokumentiert sich dadurch, dass sie statt des grammatischen Numerus die Kongruenz bestimmt, was dann zum Teil auch Abweichungen im Genus zu Folge hat.

Der häufigste Fall ist, dass auf ein singularisches Kollektivum ein Plural folgt. In unserer gegenwärtigen Schriftsprache, die ja überhaupt sehr stark von grammatisch - logischer Schulung beeinflusst ist, ist diese Erscheinung sehr eingeschränkt. Aber noch im 18. Jahrhundert ist sie häufig wie im Griech. und Lat. und noch jetzt im Engl. Vgl. "ich habe mich offenbaret deines Vaters Hause, da sie noch in Egypten waren" (Lu.); "im vollen Kreise des Volks entsprungen, unter ihnen lebend" (Herder); "civitati persuadet ut exirent" (Caes.); "ex eo numero, qui per eos annos consules fuerunt" (Cic.); "ängstlich im Schlafe liegt das betäubte Volk und träumt von Rettung, träumt ihres ohnmächtigen Wunsches Erfüllung" (Goe.); "das junge Paar hatte sich nach ihrer Verbindung nach Engagement umgesehen" (Goe.); "alle Menge deines Hauses sollen sterben, wenn sie Männer worden sind" (Lu.); "the whole nation seems to be running out of their wits" (Smollet); "Israel aber sog aus in den Streit und lagerten sich" (Lu.); "dass der Rest von ihnen sich durch Libyen nach Cyrene retteten und von da in ihr Vaterland zurückkamen" (Le.); "the army of the queen mean to besiege us" (Sh.); "pars saxa jactant" (Plaut.); "concursus populi, mirantium quid rei esset" (Liv.); "ho óchlos êthroísthê, thaumázontes kaì ideîn boulómenoi" (Xen.).

Bei manchen Wörtern wird die Verknüpfung mit dem Plural so häufig, dass man sie selbst als pluralisch auffassen kann, falls kein formelles Element auf den Singular deutet. Das ist z. B. der Fall bei engl. "people" = "Leute". Die Entwickelung kann noch weiter gehen, indem der Widerspruch zwischen grammatischem und psychologischem Numerus dadurch ausgeglichen wird, dass ersterer sich dem letzteren akkommodiert. So ist im Mhd. "liute" = "Leute" an Stelle des Singulars "liut" = "Volk" getreten; ganz analog sind franz. "gens" (afranz. noch "ja furent venu la gent"), it. "genti" (daneben noch "gente"), spätlat. "populi" (Apulejus, Augustinus), engl. "folks". Im Ags. bedeutet -"waru" = "civitas", der Plural -"ware" = "cives". Unser "die Geschwister" ist hervorgegangen aus dem Kollektivum "das Geschwister", welches noch im 18. Jahrhundert üblich war. Im Got. gibt es ein kollektives Neutrum "fadrein" im Sinne von "Eltern". Dieses verbindet man nicht nur mit dem Plural des Prädikats, sondern setzt auch den Artikel dazu in den Plural: "þai fadrein", "þans fadrein". Daneben erscheint es dann auch in pluralischer Form: "ni skulun barna fadreinam huzdjan, ak fadreina barnam".

Es geschieht auch umgekehrt, dass ein pluralischer Ausdruck die Funktion eines Singulars erhält, indem die dadurch bezeichneten Teile zu einem einheitlichen Ganzen zusammengefasst werden. So sagt man "ein zehn Mark"; engl. "a two shillings"; sogar "there's not another two such women" (Warren). Anhd. ist "ein Eier in Schmalz" (Rühreier). Am leichtesten vollzieht sich dieser Übergang bei Wörtern, von denen der Singular untergegangen ist (Pluralia tantum) oder wenigstens nicht eine vollständig entsprechende Bedeutung hat. Vgl. mhd. "ze einen pfingesten"; lat. "una", "bina castra" etc.; engl. "if a gallows were on land"; "there's some good news" (Sh.); "that cristal scales" (Sh.).

Schliesslich erhalten solche Pluralia auch singularische Form. Wir gebrauchen jetzt die Festbezeichnungen "Ostern", "Pfingsten", "Weihnachten" als Singulare (eigentlich Dative Plural). Unser "Buch" ist im Got. pluralisch: "bokos", eigentlich "Buchstaben"; noch im Ahd. wird der Plural für ein Buch gebraucht. Lat. "castra" wird zuweilen als singularisches Fem. gefasst und bildet einen Gen. "castrae"; entsprechend ist "festa" in den romanischen Sprachen zu einem Singular fem. geworden. Lat. "litterae" im Sinne von ,Brief` wird zu it. "lettera", franz. "lettre"; "minaciae" zu it. "minaccia", franz. "menace"; "nuptiae" zu franz. "noce" neben "noces"; "tenebrae" zu span. "tiniebla" neben "tinieblas".

Es gibt mancherlei Gegenstände, von denen immer ein Paar zusammengehört. Ein solches Paar wurde ursprünglich in den indogermanischen Sprachen durch den Dual bezeichnet, für den dann bei Untergang des Duals der Plural eintrat. Es fand aber bei manchen auch infolge der Zusammenfassung Vertauschung mit dem Singular statt.
"Hose" bezeichnete ursprünglich die (strumpfartige) Umhüllung eines Beines, wobei kein Zweifel darüber aufkommen konnte, daß der Mensch mit zwei Hosen bekleidet war. Nachdem aber die Umhüllungen der Beine mit der Umhüllung des Unterleibs (mhd. "bruoch") verbunden waren, konnte neben dem Plural "Hosen" der Singular "Hose" aufkommen. Wir sprechen jetzt noch von den Brüsten eines weiblichen Wesens, früher wurde der Dual (Plural) allgemein für die menschliche Brust gebraucht. Ebenso sind die Singulare "Nase", "Tür" an die Stelle alter Duale (Nasenflügel, Türflügel) getreten.

§ 186
Abstrakt gebraucht ist das Wort eigentlich keines Unterschiedes der Numeri fähig. Da aber der äusseren Form nach ein Numerus gewählt werden muss, so ist es gleichgültig welcher. Die Sätze "der Mensch ist sterblich" und "die Menschen sind sterblich" sagen in abstrakter Geltung das Nämliche aus. Daher ist denn auch ein Wechsel der Numeri in den verschiedenen Sprachen gewöhnlich. Otfrid macht die Verbindung "engilon joh manne". Ein Pron., welches sich auf einen abstrakten Ausdruck bezieht, steht zuweilen im Plural: "nicht als ob in ihm kein einziges Punkt wäre, die hat er" (Herder); "ein echter deutscher Mann mag keinen Franzen leiden, doch ihre Weine trinkt er gern" (Goe.); "nobody knows what is to lose a friend, til they have lost him" (Fielding); mhd. "swer gesiht die minneclîchen, dem muoz si wol behagen, daz sie ir tugent prîsent"; "jedes triftige Beiwort, an denen er glücklich ist" (Herder); "insofern ein jeder Schriftsteller in einem besondern kleinen Artikel behandelt wird, die stilistisch mit einander verbunden sind" (Ebert, Christl. lateinische Lit.). Das Präd. kann im Plural stehen: mhd. "daz ieslîcher recke in den satel saz und ir schar schihten"; lat. "ubi quisque vident, eunt obviam" (Plaut.); "uterque sumus defessi" (id.); "uter meruistis culpam" (id.); "neuter ad me iretis" (id.); it. "come ogni uomo desinato ebbero"; engl. "neither of them are remarkable" (Blair). Die meisten indogermanischen Sprachen haben zur Bezeichnung der Allgemeinheit ein singularisches und ein pluralisches Pronomen nebeneinander ("jeder" - "alle"). Diese können leicht eins in das andere übergehen. So findet sich schon im Lat. neben "omnes" der Singular, z. B. "militat omnis amans" (Ov.); im It. ist der Singular "ogni" alleinherrschend geworden. Im Griech. stehen "amphóteros" und "amphóteroi" nebeneinander. Aus "beide" haben sich singularische Formen herausgebildet. Häufig ist das Neutr. "beides", vereinzelt schon mhd. Ebenfalls schon mhd. ist "ze beider sît", vgl. "beiderseits". Im älteren Nhd. kommen andere singularische Verwendungen des Wortes vor: "beider Baum" (Mathesius), "mit beidem Arm" (Lohenstein), "auf beyde Weise" (Le.). Le. sagt auch "das alles dreies auf einmal". Der Plural "jede" ist namentlich im 18. Jahrhundert häufig (vgl. DWb. 4², 2290), und umgekehrt findet sich der Singular "aller" im Sinne von "jeder" (vgl. DWb. 1, 209).

§ 187
Unanwendbar ist die Kategorie des Numerus auch bei den reinen "Stoffbezeichnungen". Denn erst durch die Berücksichtigung der Form entstehen Individualitäten, entsteht der Gegensatz von Einzeldingen und Mehrheiten. Die Stoffbezeichnungen werden daher meistens nur im Singular gebraucht, welcher die nicht vorhandene numeruslose Form ersetzen muss. Aus demselben Grunde pflegen sie nicht mit dem unbestimmten Art. verbunden zu werden. Es stellt sich aber sehr leicht ein Übergang her von einer Stoffbezeichnung zur Bezeichnung für ein Einzelding und umgekehrt, indem die individualisierende Form leicht hinzu oder weggedacht werden kann, vgl. "Haar", "Gras", "Blüte", "Frucht", "Kraut", "Korn", "Rinde", "Tuch", "Gewand", "Stein", "Wald", "Feld", "Wiese", "Sumpf", "Heide", "Erde", "Land", "Brot", "Kuchen" etc. Hierher gehört auch "Huhn", "Schwein" statt "Hühnerfleisch", "Schweinefleisch", lat. "leporem et gallinam et anserem" (Caes.); lat. "fagum atque abietem" (Caes.) = Buchen- und Tannenholz. So erklärt sich auch der Singular in Fällen wie "der Feind zieht heran"; "der Russe" (= das russische Heer) "kommt". Entsprechend gebraucht Livius die Singulare "Romanus", "Poenus", "eques", "pedes" etc. und wagt sogar die Verbindung "Hispani milites et funditor Balearis". Bei Seneca findet sich sogar "multo hoste". Damit vergleiche man "mit willkürlicher Beliebung des ganzen Kaufmanns" (Micrälius) u. a. (vgl. DWb. 5, 337).

§ 188
Der Singular, wiederum in der Funktion einer absoluten Form, an der die Kategorie des Numerus noch nicht ausgeprägt ist, steht im Nhd. von vielen Wörtern nach Zahlen. Ihren Ausgang hat diese Konstruktionsweise allerdings von solchen Fällen genommen, in denen eine wirkliche Pluralform zugrunde liegt, die nur lautlich mit der Singularform zusammengefallen ist, so bei "Mann" - "Pfund", "Buch". Wenn aber die altertümlichen Formen sich gerade nach Zahlen erhalten haben, und ihrer Analogie andere Wörter wie "Fuss", "Zoll", "Mark" gefolgt sind, so muss das besondere Ursachen haben. Das Sprachgefühl empfindet in den altertümlichen Verbindungen so wenig wie in den analogisch nachgeschaffenen eine Pluralform. Es ist eben gerade nach einer Zahl kein Bedürfnis zu einem besonderen Ausdruck für die Mehrheit, da dieselbe schon hinlänglich durch die Zahl gekennzeichnet ist.

So ist man zu einer gegen den Numerus gleichgültigen, zu einer absoluten Form gelangt, also wieder zu einem Standpunkte, wie er vor der Entstehung des grammatischen Numerus bestand.


Punkt (W3)

Der "Punkt" geht zurück auf lat. "pungere" ("punxi", "punctum") = "stechen".

(E?)(L?) http://www.jetzt.de/texte/anzeigen/146052

...
Man betrachte nur einmal die Etymologie von "Punkt": lat. "punctum", abgeleitet von "pungere" = "stechen". Klingt das nicht irgendwie zweifelhaft, unmoralisch? Höchstens Roland Barthes, der alte Wollüstling, hätte in diesem Zusammenhang sicher von einer "Erotik des Satz-Zeichens" gesprochen. Überdies kann "pungere" noch "verletzen", "kränken", "beunruhigen" und "quälen" bedeuten, also nur Unschönes und Unerfreuliches.
...


Q

R

ralf-kinas
Grammatik-Übungen

(E?)(L?) http://www.ralf-kinas.de/

Online-Übungen | Gramm./Wortschatz | Quiz/Multiple Choice | Leseverstehen | Kurze Tests | Kreuzworträtsel | Mailingliste


Reflexion (W3)

(E?)(L?) http://www.zeit.de/2005/13/C-Latein-Deutsch
"Reflexion" kommt von lat. "reflectere" = "zurückbeugen", die erste Person ist "reflecto".
"Reflexives Verb" = "Rückbezügliches Verb".
"Reflexivpronomen" = "Rückbezügliches Fürwort".

rücksichtlich (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Klare Beispiele einer Veränderung der Rektion durch Grammatikalisierung, und zwar von der präpositionalen zur Genitivrektion, bieten "bezüglich", "hinsichtlich" und "rücksichtlich". Bei Goethe werden sie noch durchgängig aufgrund der vom Verb geerbten Rektion mit auf konstruiert: "rücksichtlich auf das deutsche Theater". Seit dem 19. Jh. nehmen sie den Genitiv.
...


S

samt (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Von ahd. "samo" = "derselbe" wurde das Adverb "samat" "zum selben Ort" gebildet, das mhd. "samet" und dann "samt" ergibt.
...


schweinebildchen
FAQ zur deutschen Sprache

(E?)(L?) http://www.schweinebildchen.de/
26.07.2006:


Teil A Allgemeines Teil B Grammatik Teil C Regionalismen Teil D Deutsche Wörter, Anglizismen Teil E Worterklärungen Teil F Rechtschreibung und Rechtschreibreform Teil G Aussprache Teil H Besonderheiten in de.etc.sprache.deutsch, Akronyme


Singular (W3)

Der dt. "Singular" (17. Jh.), engl. "Singular" (1387) = dt. "Einzahl" drückt das einmalige Vorkommen eines Wesens oder Dinges aus. Das Wort "Singular" = dt. "Einzahl" geht zurück auf lat. "singularis" = dt. "einzeln", "vereinzelt", "zum Einzelnen gehörig", lat. "singularis numerus" = dt. "einzelne Zahl", lat. "singulus" = dt. "einzeln", "einzig", "allein".

Dt. "Single" wurde aus dem Englischen engl. "single" übernommen, das über altfrz. "sengle" zurück geht auf lat. "singuli" = dt. "einzeln", "allein", "jeder (einzelne)", "allein", "getrennt".

(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/services/Index/ueberblick/index.html?lang=de


(E?)(L1) http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=termDbIndexDummy

Singular | Singularendung | Singularetantum | Singularform | Singularstamm | Singularsuffix


(E?)(L?) http://isi.cbs.nl/glossary/bloken00.htm

non-singular distribution | singular distribution | singular value decomposition | singular weighing design


(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/


(E?)(L?) http://linguistik.uni-regensburg.de:8080/lido/Lido

Singular | singulare tantum


(E?)(L?) http://faql.de/numerus.html

Singular und Plural


(E?)(L?) http://hispanoteca.eu/Lexikon%20der%20Linguistik/Eingangsseite/Lexikon%20der%20Linguistik-Diccionario%20de%20Lingü%C3%ADstica%20-%20%C3%8Dndice.htm

SINGULAR Singular | SINGULARETANTUM Singularia tantum | SINGULARIA TANTUM


(E?)(L?) http://www.owid.de/wb/elexiko/glossar/Numerus.html
Numerus

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERS.pdf

| Singular | Singularsukzession


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S

Singular | Singularetantum | Singularis | singularisch | singularisieren | Singularisierung


(E?)(L?) https://www.reta-vortaro.de/revo/

Esperanto: "singularo"


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Singular | Singulares


(E?)(L?) http://www.uwm.edu/~corre/franca/edition3/SS.html

Polari Words from Lingua Franca


(E?)(L?) http://www.zeno.org/Meta/Singular


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Singular
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Singular" taucht in der Literatur um das Jahr 1780 auf.

Erstellt: 2012-10

Sonogramm (W3)

Dt. "Sonogramm", frz. "sonogramme", engl. "sonogram" (1956), (wörtlich etwa dt. "Schallaufzeichnung"), bezeichnet die Aufzeichnung eines Ultraschallspektrums bei einer Sonografie (Ultraschalluntersuchung). "Sonogramm" setzt sich zusammen aus lat. "sonus" = dt. "Laut", "Schall", "Klang", "Geräusch" und griech. "-gramm-" = dt. "Schrift", "Zeichen", "schreiben", "Buchstabe".

(E?)(L?) http://www.canoonet.eu/wordformation/sonogramm:N:N

Wortbildung von Sonogramm


(E?)(L?) http://www.onmeda.de/medikamente/glossar/S/Sonogramm.html#glossar67

Sonogramm


(E?)(L?) http://www.owid.de/artikel/243742

Sonogramm


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Sonogramm
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Sonogramm" taucht in der Literatur um das Jahr 1950 auf.

Erstellt: 2015-08

SVO, SOV, VSO (W3)

(E1)(L1) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/index.html


(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/rekonstruktion.php

...
In selbständigen Aussagesätzen haben die germanischen Sprachen die Grundwortstellung SVO (Subjekt - Verb - Objekt), das Lateinische die Stellung SOV, die keltischen Sprachen dagegen VSO. Für das Urindogermanische rekonstruiert man - mit einiger Unsicherheit - freie Wortstellung mit Vorliebe für SOV.
...


spät, seit (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Im Germanischen wurde der Komparativ eines Wortes für "spät" zum Vorläufer von "seit" kondensiert.
...


"spät" geht zurück auf ein ahd. "spati" = "sich hinziehend".
Und "seit" geht zurück auf ahd. "sid" = "später als".

spiegel
Fugen-S

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,293195,00.html


Das Fugen-s steht im Allgemeinen:

bei Zusammensetzungen mit Wörtern auf -tum, -ling, -ion, -tät, -heit, -keit, -schaft, -sicht, -ung
Altertumsforschung, Frühlingserwachen, Kommunionsfest, Realitätsverlust, Einheitsfeier, Heiterkeitsanfall, Eigenschaftswort, Ansichtskarte, Erinnerungsvermögen
bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil auf -en endet (substantivierter Infinitiv)
Essensreste, Lebensfreude, Leidensweg, Redensart, Schlafenszeit, Sehenswürdigkeit, Sterbenswörtchen, Wissenslücke, und daher auch Schadensersatz, aber: Schadenfreude

Das Fugen-s steht im Allgemeinen nicht:

bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil weiblich ist und nicht auf -ion, -tät, -heit, -keit, -schaft, -sicht, -ung oder einen Zischlaut endet
Weltkugel, Nachtzug, Fruchtsaft, Kammerdiener, Lageplan, Redezeit, Musikzimmer, Naturschutz, Schurwolle
Ausnahmen (u.a.): Armut, Hilfe, Liebe, Geschichte, Weihnacht

bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil auf -er endet
Anglerlatein, Bäckermütze, Bohnerwachs, Feierabend, Folterknecht, Kellertür, Metzgerladen, Peterwagen, Räuberhauptmann, Ritterburg, Steuererklärung
Ausnahmen: Hungersnot, Henkersmahlzeit, Jägersmann, Petersberg und ähnliche altertümliche Begriffe

bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil auf -el endet
Hagelschauer, Hebelgesetz, Kabeltrommel, Kegelklub, Mandelaugen, Nebelhorn, Paddelboot, Pendeluhr, Wendeltreppe
Ausnahmen: Engel (z.B. Engelsgesicht), Himmel (z.B. Himmelstor), Esel (z.B. Eselsohr)

bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil auf -en endet und kein substantiviertes Verb ist
Bodensatz, Ebenbild, Gartentor, Nebenstraße, Ladenpassage, Rasenfläche, Wagenachse

bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil mit einem Zischlaut endet (-sch, -s, -ss, -ß, -st, -tz, -z)
Waschsalon, Preisliste, Hasskappe, Grußkarte, Lastwagen, Sitzkissen, Putzmittel, Herzkammer

Schwankender Gebrauch des Fugen-s:

bei Zusammensetzungen mit -steuer, -straße
Einkommen[s]steuer, Vermögen[s]steuer, Bahnhof[s]straße, Frieden[s]straße

bei Zusammensetzungen mit einem Partizip als zweitem Bestandteil
verfassung[s]gebend, richtung[s]weisend, krieg[s]führend, staat[s]erhaltend

spiegel
Der Gebrauch des Apostrophs im Überblick

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,283781,00.html


spiegel.de
Zweifelsfälle der deutschen Sprache

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/thema/zwiebelfisch/
Bastian Sick bietet auf den "SPIEGEL"-Seiten unter der Bezeichnung "Zwiebelfisch"

Pünktlich zum Erscheinen des Zwiebelfisch-Buches "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" präsentiert SPIEGEL ONLINE einen neuen Service: Ein Glossar zu den Zweifelsfällen der deutschen Sprache - basierend auf den am häufigsten gestellten Fragen unserer Leser zu Stil, Rechtschreibung und Grammatik.
"Lieber Zwiebelfisch, wie heißt es denn nun richtig: Zyprer oder Zyprioten, Schilder oder Schilde, Sylvester oder Silvester? Wird brauchen nicht mit zu gebraucht? Sagt man gewinkt oder gewunken? Wann heißt es drängen und wann dringen?" Von Woche zu Woche stieg die Flut von Leser-Anfragen zu Zweifelsfällen der deutschen Sprache.
Selbst wenn der Tag 48 Stunden hätte und die Woche 14 Tage, wäre es noch fraglich, ob die Zeit reichte, um alle E-Mails persönlich zu beantworten.
...

Bei "Kiepenheuer & Witsch" ist auch ein Buch mit 47 ausgewählten Artikeln unter dem Titel "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" erschienen.

Sämtliche "Zwiebelfisch"-Texte sind auch auf der angegebenen Seite abrufbar.

In den Rubriken:

ZWIEBELFISCH: Übersicht | Die Kolumne | Zwiebelfischchen | Post | Termine | Newsletter | Fragen | Forum | Sprachtests

findet man viele Artikel rund um die deutsche Sprache. Neben grammatischen Fragen und Antworten findet man auch viele etymologisch interessante Hinweise.

Die Rubrik "Der Zwiebelfisch" behandelt vorwiegend grammatische Problemfälle. Darunter findet man (aber) immer wieder auch allgemeine sprachliche Anhandlungen und eben auch etymologische Hinweise.

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/thema/zwiebelfisch/


(E?)(L?) http://www.spiegel.de/thema/die_zwiebelfisch_kolumne/


spiegel.de
Zwiebelfischchen

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/thema/zwiebelfischchen/
Die Rubrik "Zwiebelfischchen" behandelt vorwiegend sprachliche Unglücksfälle. Diese sind meist mit einem Bild aus Werbung, Verkehrszeichen oder sonstigen öffentlichen Hinweisen belegt.

Die Rubrik "Zwiebelfischchen" enthielt am 01.08.2012 folgende Beiträge:

spiegel.de
Post an den Zwiebelfisch

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/thema/zwiebelfisch_post/
Die Rubrik "Post" enthält (thematisch sortierte) Mitteilungen der Leser zu den Artikeln des "Zwiebelfisch". Hier habe ich kaum etymologisch interessante Hinweise gefunden. Aber wussten Sie, dass es einen Ort "Welt" gibt? (E?)(L?) http://www.gemeinde-welt.de/


Die Rubrik "Post" enthielt am 08.06.2011 folgende Beiträge:

spiegel.de
Das Zwiebelfisch-Abc

(E?)(L?) https://www.spiegel.de/thema/zwiebelfisch_abc/
Die Rubrik "ABC" enthielt am 26.07.2006 folgende Beiträge:

spiegel.de
Fragen an den Zwiebelfisch

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/thema/zwiebelfisch_fragen/
Die Rubrik "Fragen" enthält Fragen der Leser an den "Zwiebelfisch" und die Antworten des "Zwiebelfisch". Diese Rubrik scheint mir die meisten etymologisch interessanten Hinweise zu enthalten. Leider ist gerade dieser Bereich noch sehr ausbaufähig. Beispiele finden Sie auf dem "Etymologie-Portal" unter "Nagelprobe", "Puff", "Silvester" und "Faust - wie die Faust auf's Auge".

Die Rubrik "Fragen" enthielt am 08.06.2011 folgende Beiträge:

Statt
statt
anstatt
an Statt
Stelle
anstelle (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Ehemalige Präpositionalfügungen wie "an Statt" haben sich zu sekundären Präpositionen ("anstatt") und dann zu primären wie "statt" entwickelt.
...
Das Substantiv "Statt" ist heute veraltet und kommt fast nur noch in Komposita wie "Werkstatt", "Lagerstatt", "Ruhestatt" vor.
"Stelle", das seit dem 16. Jh. die Bedeutung "Ort (wo man etwas hingestellt hat)" bekommt, hat heute das Substantiv "Statt" verdrängt. Davon wurde auch die Präposition "anstatt" betroffen. Um die lokale Komponente der Bedeutung hervorzuheben, wurde in diesem Jahrhundert nach dem gleichen Muster "anstelle" gebildet.
...
"An stete", "an stat" tritt im Mittelhochdeutschen als Präpositionalfügung auf. Es wird einerseits univerbiert. Andererseits ist 1657 (bei Angelus Silesius) erstmals die Reduktion auf "statt" belegt, die seit dem 18. Jh. üblich wird (Paul 1920:45).
...
Für die postnominale Stellung des Genitivattributs kann wieder "anstatt" als Beispiel dienen. Es entstand im Mittelhochdeutschen als Zirkumposition "an NSgen stat"; vgl. noch nhd. "an deß verstorbenen Vincentij statt" (Relation 112,18); heute noch "an Kindes Statt". In der Folgezeit wurde die Nachstellung des NSgen üblich, die die Kontinuität der Adpositionalfügung und damit die schon in §6.2.3 besprochene Univerbierung ermöglichte.
...
Die Univerbierung von "an statt" zu "anstatt" tritt bereits im 18. Jh. ein (Paul 1920:45).
...
Das ähnlich gebildete "an Stelle" (Mackensen 1954) ist im Duden 1967 ebenfalls zu "anstelle" univerbiert.
...
"Anstatt" und "statt" kommen seit dem 18. Jh. auch mit dem Dativ vor; in der Literatursprache ist er seit Lessing belegt (Paul 1920:45): "dieses statt jenem" (Lessing); "statt der Liebe süßem Wahn" (Goethe); "statt Dolchen des Gewissens" (Schiller).
...


Stenogramm (W3)

Dt. "Stenogramm" = dt. "schmale Schrift" setzt sich zusammen aus griech. "stenós" = dt. "eng", "schmal" und griech.-lat- "grámma" = "Geschriebenes", "Schrift", "Schriftzeichen".



(E?)(L?) http://www.owid.de/nav/gehezu/Stenogramm

Stenogramm | Stenogrammblock


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Stenogramm
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Stenogramm" taucht in der Literatur um das Jahr 1820 / 1870 auf.

(E?)(L?) https://corpora.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2015-08

T

t
2. Person Singular
Zweite Person Singular (W1)

Die "Zweite Person Singular" eines Verbs ist im Deutschen durch ein "t" am Ende gekennzeichnet. Dazu findet man in "von Polenz: Geschichte der deutschen Sprache" den folgenden Hinweis:


Die syntaktischen Beziehungen der Wörter zueinander werden vornehmlich durch Endungen oder Vorsilben ausgedrückt, die wohl dadurch entstanden sind, daß nachgestellte oder vorangestellte Wörter durch Akzentabstufung mit dem Wortstamm zu festen Flexionsformen verschmolzen, ahnlich wie noch im frühmittelalterlichen Deutsch der anlautende Konsonant des nachgestellten Pronomens "du" zum festen Bestandteil der Konjugationsendung der 2. Person singular wurde ( ahd. "gibis", mhd. "gibest" = "gibst", also eigentlich "gibis du").


Das "t" hat also einst das auf das Verb folgende "du" ersetzt. (Damit erfüllt die zweite Person Singular aller deutschen Verben die Kriterien für das, was ich als "Ampelwort" bezeichnet habe.)

Übrigens gibt es auch heute noch umgangssprachliche Aussagen, in denen die Ersetzung von "du" durch ein angehängtes "t" erkennbar ist. So kann man (ich glaube in Bayern) durchaus hören: "Gehsd scho ind Schul?" (oder so ähnlich). Jedenfalls wird das "du" von "Gehst du schon in die Schule" komplett ignoriert.

Anders gesehen - wenn man die historische Entwicklung berücksichtigt - ist "Gehst du?" ein "weisser Schimmel" und heisst eigentlich "Gehs du du?" und entsprechend bei allen Verben in der zweiten Person Singular.

-te - Vergangenheitsform (W1)

In "GEO kompakt" Nr.4 ist auf Seite 153 zu lesen:


... Beispielsweise entstand unsere "-te"-Vergangenheitsform in Wörtern wie "sagte" aus der urgermanischen Vokabel "*doghom" = "getan". ...


Telegramm (W3)

Dt. "Telegramm" (1864), span. "Telegrama", frz. "télégramme", engl. "telegram" (1844), setzt sich zusammen aus "griech. "télos" = dt. "Ende", "Ziel", "Zweck", "fern", "weit" und griech.-lat- "grámma" = "Geschriebenes", "Schrift", "Schriftzeichen", bedeutet also wörtlich dt. "Fernschrift", "fernschriftlich übermittelte Nachricht".

24. Mai 1844: Der US-amerikanische Erfinder Samuel Finley Morse übermittelt auf einer Versuchsleitung von Washington nach Baltimore das erste Telegramm mit Hilfe eines von ihm konstruierten elektromagnetischen Schreibautomaten und eröffnet damit ein neues Zeitalter in der Nachrichtenübermittlung.

Das Wort "Telegramm" als Bezeichnung für eine durch Telegrafie übermittelte schriftliche oder bildliche Nachricht wurde am 06. April 1852 von dem Amerikaner E. P. Smith aus Rochester (N. Y.) im "Albany Evening Journal" anstelle der bisher üblichen umständlichen Benennungen "telegraphische Depesche", "telegraphische Nachricht" u.ä. vorgeschlagen. Smith's kurze und einprägsame Wortbildung hat sich um 1860 durchgesetzt.

dt. "Kurztelegramm" = engl. "short message"

(E?)(L?) http://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC1998-2.pdf

...
III.

Um die Dimensionen von UTG zu verdeutlichen, soll der Buchstabe A im folgenden als Beispiel dienen. Hier wurden aus ca. 2500 Wörtern des Fremdwörterdudens die 937 bedeutendsten ausgewählt. Ein interessanter Aspekt der Statistik ist die Häufigkeitsverteilung auf die einzelnen Gebiete, aus denen das Deutsche griechische Fremdwörter übernommen hat. Hierbei stellt man alsbald fest, dass es sich hauptsächlich um geistige Bereiche handelt. Während Bezeichnungen der Damenmode und Kosmetik im Deutschen oft französischen Ursprungs (z. B. "Satin", "Parfum"), Bezeichnungen der Herrenmode eher englischen Ursprungs (z. B. "Smoking") sind, so handelt es sich bei den griechischen Fremdwörtern in der Mehrzahl um Begriffe aus dem Gebiet der Wissenschaften (insbesondere Medizin, Chemie, Botanik), der Technik, der Künste, der Religion und der Politik.

Wenn man die Eintragungen unter dem Buchstaben A in UTG betrachtet, so weist die Medizin 108 Eintragungen auf, die Chemie 25, die Religion 18, die Philosophie 15 und die Botanik schlieslich 12. Der Schwerpunkt liegt also auf den Naturwissenschaften und der Technologie. Dabei ist festzuhalten, dass viele neue Wortschöpfungen aus dem Bereich der modernen Kommunikation stammen, wie z. B. das "Telephon", "Telegramm", "Telefax", deren Vorsilbe sich von griech. "tele" = "fern" ableitet.

Wie bereits erwahnt, handelt es sich bei vielen der griechischen Fremdwörter um Komposita, die unter Verwendung von Vor- bzw. Nachsilben, d. h. Prä- bzw. Suffixen, gebildet sind. Wenn man den Buchstaben A unter diesem Aspekt betrachtet, so handelt es sich bei immerhin 550 Eintragungen von insgesamt 937 um derartige Komposita. Hierbei sind zwei Gruppen zu unterscheiden. Zum einen gibt es die eigentlichen Präfixe, deren Ursprung meist ein Adverb ist. Zum anderen handelt es sich um Bestimmungswörter, d. h. Nomen wie "aer", "aster", die den ersten Bestandteil des Kompositums bilden und so eine Vielzahl von Kompositionsbildungen ermoglichen. Wer diese Vorsilben kennt, kann sich viele Fremdwörter griechischer Herkunft selbst erschließen. Neben dem rein Numerischen soll UTG auch den Wandel von Wortbedeutungen durch die Jahrhunderte dokumentieren. So wurden die Astrologen ("Sternkundiger") zu "Strolchen", "Katharer" ("Glaubensreine") zu "Ketzern". Auch kommt es vor, dass die Ubernahme von Fremdwörtern schon vorhandenen Wörtern neue Inhalte gibt: Handelt es sich bei dem "Sarkophag" eigentlich um einen "Fleischfresser", so ist der "Skandal" ein "Stellholz" an der Tierfalle. Schließlich konnen durch den Blick auf die ursprünglichen Wortbedeutungen Vorstellungen der antiken Medizin sichtbar werden: So bedeutet "Hysterie" eigentlich "Unterleibsleiden" und die "Melancholie" "Schwarzgalligkeit".


(E?)(L1) http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-kalenderblatt.shtml

22.11.2004 - Erstes Glückwunschtelegramm (22.11.1794)


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm6.html

Am 12. April 1793 wurden die beiden ersten Telegramme über den Chappe-Versuchssemaphor (in 11 Minuten) übertragen. (Wortlaut des ersten Telegramms in deutscher Übersetzung: "Daunou [war Delegierter der Kommission zur Prüfung des Chappe-Telegrafen] ist hier angekommen, er kündigt an, daß der Nationalkonvent seinen Sicherheitsausschuß autorisiert hat, die Papiere der Deputation zu siegeln." Antworttelegramm: "Die Bewohner dieser reizenden Gegend zeigen sich durch ihre Achtung gegen den Nationalkonvent und dessen Gesetze der Freiheit würdig.")


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm6.html

Der deutsche Physiker (an der Fürstenschule zu Karlsruhe) Johann Lorenz Boeckmann (* 1741, † 1802), der sich mit dem Semaphor von Claude Chappe schriftlich ("Versuch über Telegraphie und Telegraphen", Karlsruhe 1794) und experimentell auseinandergesetzt hatte, übertrug von Karlsruhe aus am 22. November 1794 "aus einer Entfernung von 1 1/2 Wegstunden" das erste Telegramm Deutschlands mit einem selbstgebauten optischen Telegrafen. Empfänger dieses in Reimen abgefaßten Glückwunsches war der Markgraf Karl Friedrich von Baden (* 22. 11.1728, * † 811). Der Wortlaut war:

"Groß ist das Fest und schön! Triumph, der Gute lebt,
Um dessen Fürstenthron der Vorsicht Auge schwebt;
Den seines Volkes Lieb`, den Bürger-Treu beglückt,
Heil ihm, so tönt es fern und nah;
O Fürst, sieh' her, was Teutschland noch nicht sah,
Wie dir der Telegraph heut' Segenswünsche schickt."


(E3)(L1) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm7.html

Die ersten Worte, die 1833 über die Leitung des elektromagnetischen Telegrafen von Gauß und Weber übermittelt wurden, waren, so die Überlieferung, "Michelmann kommt". Michelmann war Kurier an der Universität Göttingen und hielt während des Aufbaus der Sende- und Empfangsstationen die Verbindung zwischen beiden Wissenschaftlern aufrecht. Als nun einmal wieder der Bote von der Sternwarte zum physikalischen Institut hinüberging, soll Gauß seinem Kollegen das Kommen des Faktotums mit einem Telegramm des o.g. Wortlautes angekündigt haben. (Daß diese vielzitierte Episode wohl nur eine Anekdote ist, mag daraus erhellen, daß laut den Personalakten des Universitätsarchivs der Drechslermeister Wilhelm Michelmann erst am 20. April 1847 als Wärter im Physikalischen Kabinett eingestellt wurde.)


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm71.html

Am 4. September 1837 führte Morse seinen Telegrafen einigen Freunden vor. Der Wortlaut des dabei gesendeten ersten Morse-Telegramms (in Zickzackschrift) war: "Successful experiment with telegraph September 4th 1837" (engl.= Gelungener Versuch mit Telegraph 4. September 1837).


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm71.html

Das Zeitalter der Bildtelegrafie (Bildübertragung durch Elektrizität, genauer: Festbildübertragung von Halbtonbildern mit beliebigen Grauwerten [z.B. Photographien] sowie von [fast nur Schwarzweißwerte enthaltenden] Zeichnungen, Texten oder Dokumenten über Draht [Bildtelegramm] oder Funk [Funkbild]) begann 1843.

Seit diesem Jahr arbeitete der schottische Uhrmacher Alexander Bain (* 1810, † 1877) an der Entwicklung von Kopiertelegrafen zur Übertragung von Schriftzügen und zeichnerischen Darstellungen und entdeckte das Prinzip, Bilder elektrisch punkt- und zeilenweise abzutasten, um sie telegrafisch zu übertragen. Seine technische Realisierung scheiterte daran, daß der erforderliche Gleichlauf zwischen Sender und Empfänger nicht aufrecht erhalten werden konnte.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm71.html

Ein Thomas Home († 1898) erwarb von Cooke die Rechte für die kommerzielle Benutzung des elektrischen Telegrafen, über den am 16. Mai 1843 die ersten bezahlten Telegramme der Welt auf der 32 km langen Strecke durchgegeben wurden. Die Telegrammgebühr betrug, ungeachtet der Zahl der Worte, einen Schilling.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm71.html

Das Zeitalter der Telegrafie, der (Fern-) Übermittlung von Informationen (Nachrichten) über Drahtleitungen oder drahtlos durch codierte Signale, begann mit der Einrichtung der ersten (64 km langen) Morse-Telegrafenlinie zwischen Washington (D.C.) und Baltimore (Md.) (1843/1844), auf der am 24. Mai 1844 das erste Telegramm übermittelt wurde. Als Text war das Bibelzitat "What hath God wrought" (engl. Was Gott doch vermochte) gewählt worden. Morse tastete in Washington die biblische Botschaft hinaus. In Baltimore wurde sie aufgenommen und sofort nach Washington zurückgesendet, wo sie als Punkt-Strich-Nachricht mit großem Applaus empfangen wurde.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm71.html

Das erste Pressetelegramm schickte ein Reporter am 25. Mai 1844 aus dem Kongreß in Washington (D.C.) an den Herausgeber des "Baltimore Patriot" nach Baltimore (Md.) über einen Morsetelegrafen. Der Text des Telegramms lautete (in deutscher Übersetzung): "1 Uhr - Gerade wurde über die Oregonfrage abgestimmt. Abgelehnt. 79 Ja-, 86 Neinstimmen".


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm71.html

Das Wort "Telegramm" als Bezeichnung für eine durch Telegrafie übermittelte schriftliche oder bildliche Nachricht wurde erst am 6. April 1852 von dem Amerikaner E. P. Smith aus Rochester (N. Y.) im "Albany Evening Journal" anstelle der bisher üblichen umständlichen Benennungen "telegraphische Depesche", "telegraphische Nachricht" u.ä. vorgeschlagen. Smith's kurze und einprägsame Wortbildung hat sich um 1860 durchgesetzt.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm71.html

Den ersten wesentlichen Schritt zu ihrer Entwicklung tat der österreichische Physiker und (seit 1849) Telegrafendirektor Julius Wilhelm Gintl (* Prag 1804, † ebd. 1883). Er erfand 1853 das Prinzip des elektrischen "Gegensprechens", d.h. die Möglichkeit, über eine Telegrafenleitung gleichzeitig mehrere Telegramme zu befördern, und zwar auch in entgegengesetzte Richtungen ("Gegensprechen") (Duplextelegrafie).

Obwohl sich hinfort viele Erfinder mit der Mehrfachtelegrafie beschäftigten und sich immer höhere Ziele steckten (Doppelsprechbetrieb [Übertragung von zwei Telegrammen zur gleichen Zeit von derselben Station] und Doppelgegensprechbetrieb [gleichzeitige Beförderung von vier Telegrammen pro Leitung]), entwickelte erst der amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison (* Milan [Oh.] 1847, † West Orange [N. J.] 1931) das erste brauchbare Verfahren zum Doppelsprechen und Vierfachsprechen auf Telegrafenleitungen (1874 vollendet).


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm71.html

Pionier der transatlantischen Telegrafie war der amerikanische Unternehmer Cyrus West Field (* Stockbridge [Mass.] 1819, † Dobbs Ferry [N. Y.] 1892), der (nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen 1857 und 1858) 1858 das erste (4025 [3750?] km lange) Transatlantikkabel (Tiefseekabel) zwischen (Saint John's in) Neufundland und (Valencia Island) Irland verlegen ließ. (Die Verlegung erfolgte durch ein englisches Kriegsschiff und ein amerikanisches Marineschiff mit Spezialausrüstung.) Ein erstes Telegramm über das Transatlantikkabel am 5. August 1858 verkündete die Verbindung zwischen Europa und Amerika und pries Gott: "Europe and America are united by telegraph. Glory to God in the highest; on earth peace, good-will towards men." ("Europa und Amerika sind telegraphisch verbunden. Ehre sei Gott in der Höhe; Friede auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen.")


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm8.html

Nachdem der russische Physiker Aleksandr Stepanowitsch Popow festgestellt hatte, daß sein 1895 demonstriertes Gewitterregistriergerät auch künstlich erzeugte elektromagnetische Wellen empfing, machte er den Branly-Kohärer für die Übermittlung von Telegrafiezeichen brauchbar. 1896 übertrug er auf dem Petersburger Universitätsgelände über eine Entfernung von 250 m in Morseschrift zu Ehren des Entdeckers der elektromagnetischen Wellen drahtlos die Worte "Heinrich Hertz". Dies war das erste Funktelegramm der Geschichte und der Anfang der Funktelegrafie.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm8.html

Der italienische Funkpionier Guglielmo Marconi (* Bologna 1874, † Rom 1937) stellte am 27. März 1899 die erste drahtlose Telegrafie-Verbindung zwischen England (Dover) und Frankreich (Wimereux) über 50 km her. Aus diesem Anlaß übertrug er an den französischen Physiker Edouard Branly (* Amiens 1844, † Paris 1940) ein Telegramm folgenden Wortlauts: "Mr. Marconi envoi à Mr. Branly ses respectueux compliments par le télégraph sans fil à travers la Manche ce beau résultat étant du en partie aux remarquables travaux de Mr. Branly".


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm9.html

Das erste Telegramm rund um die Erde wurde am 11. Juli 1903 von der Pariser Zeitung "Le Temps" aufgegeben. Es durchlief eine Strecke von rd. 60 000 km - dabei großenteils durch Seekabel (weltweit waren 1902 rd. 380 000 km Seekabel verlegt) - in gut sechs Stunden (von 11.35 Uhr bis 17.55 Uhr).


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm9.html

Am 14. Oktober 1913 wurde zwischen Eilvese bei Hannover und Tuckerton, USA, der erste transatlantische Funkverkehr aufgenommen. Vier Tage später wurde das erste Funktelegramm von Nauen nach Sayville, USA, geschickt.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm9.html

Nach Aufnahme des transkontinentalen Funkverkehrs zwischen Deutschland und den USA (1913) führte im Januar 1914 die Kaiserliche Post in Deutschland Funk-Grußtelegramme nach den Vereinigten Staaten ein.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm9.html

Die von dem deutschen Physiker Arthur Korn entwickelte Bildtelegrafie (1904) wurde von dem deutschen Physiker August Karolus (* Reihen [heute zu Sinsheim] 1893, † Zollikon 1972) vervollkommnet, indem er die von ihm 1923 erfundene Kerr-Zelle (eine Vorrichtung zur nahezu trägheitslosen Umwandlung elektrischer Spannungsschwankungen in Lichtschwankungen) als Lichtsteuerzelle für Bildtelegrafen nutzbar gemacht hatte. Nach dem von Karolus in Zusammenarbeit mit den Firmen Siemens und Telefunken entwickelten BildtelegrafieSystem und nach einem Probelauf 1925 auf der Strecke Berlin - Leipzig über Postleitungen fand am 1. Dezember 1927 die offizielle Eröffnung des ersten regelmäßigen Bildübertragungsdienstes in Deutschland auf einer Leitung Berlin - Wien statt. Diese erste Bildtelegrafenlinie in Deutschland wurde mit zwei Bildtelegrammen eröffnet. Sie zeigten den deutschen Reichskanzler Wilhelm Marx und den österreichischen Bundeskanzler Ignaz Seipel mit ihren Grußworten.


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERT.pdf

Telegramm


(E?)(L?) http://www.labbe.de/lesekorb/index.asp?themakatid=13&themaid=125&titelid=1594

Das Telegramm


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S

Schmuckblatttelegramm | Schmucktelegramm | Solidaritätstelegramm


(E?)(L?) http://www.philalex.de/lexikon/t.htm

"Telegramm: Telegrafenverkehr zu übermittelnde Nachricht die vom Absender der Post schriftlich oder fernmündlich übergeben wird.

"Weltfestspieltelegramm": Telegrammvordruck mit Wertstempel


(E?)(L?) http://www.sammlernet.de/telegr/index.htm

Telegramme


(E?)(L?) http://help.sap.com/saphelp_glossary/de/index.htm

Life-Telegramm | Telegramm


(E?)(L?) http://www.textlog.de/36525.html

Karl Kraus - Glossen, Aufsätze, Vorträge, Die Fackel (1899-1936)

Ein Original-Telegramm

Das 'Neue Wiener Journal' hat es kürzlich mit einem wirklichen Originaltelegramm versucht und dabei Schiffbruch gelitten.
...


(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-telegrammspiel.html

Kurt Tucholsky: "Das Telegrammspiel" (1922)


(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-telegrammblock.html

Kurt Tucholsky: "Der Telegrammblock" (1925)


(E?)(L?) http://www.wasistwas.de/archiv-technik-details/das-erste-telegramm.html

Das erste Telegramm


(E1)(L1) http://www.wortwarte.de/

Augen-Telegramm | Handytelegramm


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Telegramm
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Telegramm" taucht in der Literatur um das Jahr 1850 auf.

(E?)(L?) https://corpora.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2015-08

U

udoklinger
Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung

(E?)(L?) http://www.udoklinger.de/Grammatik/Grammatik.htm


ungeachtet (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Unmittelbares Vorbild für "unbeachtet", "unerachtet", "unangesehen", "unbeschadet", "unerwogen", "ungehindert" dürfte "ungeachtet" mit seiner Genitivrektion gewesen sein, was angesichts der semantischen Homogenität der Gruppe ohne weiteres plausibel ist. Daneben bestand eine grundsätzliche allgemeine Tendenz zur Genitivrektion für sekundäre Adpositionen.
...
Für "ungeachtet" wurde ursprüngliche Genitivrektion dargetan. Auch hier findet sich früh Dativrektion: "dem ungeachtet ließ sich Agathon durch diese guten Anscheinungen so verblenden" (Wieland).
...


Uni Erfurt
Lehmann, Christian
Stolz, Christel
Bildung von Adpositionen im Deutschen

(E?)(L?) http://www2.uni-erfurt.de/sprachwissenschaft/index.htm

Publikationen: ASSidUE - Arbeitspapiere des Seminars für Sprachwissenschaft der Universität Erfurt


(E?)(L?) http://www2.uni-erfurt.de/sprachwissenschaft/ASSidUE/ASSidUE06.pdf
Januar 1992

Zusammenfassung 1

Im Deutschen gibt es mehrere Schichten von Präpositionen: Zwischen den Gruppen besteht synchrone und diachrone Variation, also auch die Möglichkeit des Überwechselns eines Elements in eine andere Gruppe, in der angegebenen Reihenfolge. Dieser Grammatikalisierungsvorgang ist mit einer Veränderung semantischer und struktureller Eigenschaften verbunden. Er wird teilweise gesteuert von Mustern bereits vorhandener Präpositionen, gemäß welchen der Input reanalysiert wird.
...
Inhalt

Uni Potsdam
Bibliographie zur deutschen Grammatik

(E?)(L?) http://www.uni-potsdam.de/u/germanistik/bdg.htm


unter Vermittlung, mittels (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Zu "mittels" tritt im 20. Jh. "unter Vermittlung".
...


V

vermittelst (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
"Vermittelst" regiert zunächst den Genitiv: "vermittelst obgedachts gütlichen Vertrags" (Basler Urkb. X,573,1); "vermittels Göttlicher Gnaden" (Relation 3,5).
Im Mittelniederdeutschen und bis ins 17. Jh. im Neuhochdeutschen kommt jedoch auch der Dativ vor: "vermittelst seinem Blut" (Luther [1568]); "vermittelst dem heiligen Leiden" (Simpl. 571,38).
...


vermöge ... (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
"Nach vermöge", "in vermöge" entwickelt sich zu Anfang des 16. Jh. zu einer Präpositionalfügung. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wird die primäre Präposition immer häufiger weggelassen: "in vermüg" der reichsordnung" (Verhandl. üb. Thomas v. Alsberg 228,30); "nach vermog eines aufgerichten compromisz" (Publ. a. d. preuß. Staatsarch. 61,328); "... das sie ihrer May. als König in Böheimb vermög der Landsordnung solche Gütter abzutreten schuldig sein" (Relation 43,6).
...


von (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf
Zur Zeit sehen wir die zunehmende Verwendung der Präposition "von" als Ersatz des Genitivs.


Was ehemals eine gewöhnliche primäre Präposition war, nämlich "von", entwickelt sich immer mehr zum Zeichen des Genitivs.
...
Die erst vor kurzem entstandene limitative Zirkumposition "von ... her" ("vom Arbeitsaufwand her" u.ä.) wird in der gesprochenen Sprache zu "von" vereinfacht.
...
Der Wechsel zwischen "von" und dem bloßen Genitiv in der Rektion sekundärer Adpositionen liegt komplizierter und bedarf näherer Untersuchung. Einerseits entspricht die Abfolge "Rektion via von S Genitivrektion" dem Schema F6. Sie trifft offenbar auf "abzüglich" zu, wo der Genitiv seit dem 19. Jh. "von" ablöste. Andererseits wird überall in der deutschen Grammatik der Genitiv immer mehr durch "von" ersetzt, was der Erneuerung synthetischer durch analytische Kasusmarkierung entspricht und daher seinerseits eine Grammatikalisierungserscheinung ist. Daher wird man bei der Variation der Rektion sekundärer Adpositionen in vielen Fällen keine diachrone Richtung feststellen können. Aussichtsreich erscheint eine Überprüfung der Fälle, in denen "von" ursprünglich konkret-ablativische Bedeutung hatte. So regieren "fern" und "unweit" zwar den Genitiv, aber die zugrundeliegenden Adjektive sind auch mit "von-Komplement" denkbar (vgl. Bauer 1830:422).
...


Die Herkunft dieser "Präposition" ist ungesichert. Man vermutet eine Verwandtschaft zu lat. "po-", wie es in "Position" = "Stelle", "Lage" oder "Depot" = "Lager", "Aufbewahrungsort" vorkommt.

Damit wäre es mit frz. "poser" = "setzen", "stellen", "legen" verwandt (lat. "ponere" = "setzen", "stellen", "legen", lat. "deponere" = "ablegen", "niederlegen").

von seiten, seitens (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.) entstammen "von seiten" ...
...
Zu "seitens" tritt im 20. Jh. "von seiten".
...
"Von Seiten" (Mackensen 1954) wird im Duden 1967 zwar noch nicht univerbiert, jedoch wird das Substantiv klein geschrieben ("von seiten").
...


W

während (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Die erste departizipiale Präposition ("während") tritt um 1700 auf, einige mehr erscheinen seit 1800. Dieses Muster ist anscheinend nie sonderlich produktiv gewesen. Seine Unterentwicklung im Deutschen hängt typologisch mit dem Fehlen von Satzverkettung und der sehr geringen Rolle von Gerundialien zusammen.
...
Die Genese von "während" beruht dagegen auf Reanalyse, genauer auf Neusegmentierung. Auszugehen ist von temporalen Adverbialien, in denen das Partizip Präsens von "währen" Attribut zu einem abstrakten Bezugsnomen mit temporaler Dimension war. Das Adverbial konnte ein Präpositionalsyntagma sein, wie in folgenden Beispielen: "in werendem Kreg" (Relation 194,2); "in wärender raserey" (Simpl.); "in ainem werendem laid" (Zimm. Chron.); "unter währendem Gespräche" (Opitz); unter währendem diesem meinem Umschwaiffen" (Simplicissimus).

Das Adverbial konnte, wenigstens in der Literatursprache, auch ein Genitivus absolutus sein: "währendes Krieges hat manches seinen Herrn verändert" (Lessing); "währender Arbeit hier was zu melden" (Goethe); "währender Unterhaltung" (Goethe); "währenden dieses wunderlichen Handels" (Banise 257,1); "währender Mahlzeit: inter coenam"; "wärender gantzer Zeit: inter omne tempus" (Steinbach 1734:939).

Altertümelnd oder mundartlich hielt sich dieser attributive Gebrauch von "während" bis ins 19. Jh. Die Absolutkonstruktion wurde im 18. Jh. ... zu einem Präpositionalsyntagma mit "während" als Präposition uminterpretiert. Hierfür gibt es eine systematische und eine okkasionelle Voraussetzung. Zum ersten gilt, daß die auslautende Silbe des vormaligen Attributs in allen Flexionsformen mit dem definiten Artikel vor dem ehemaligen Bezugsnomen (fast) homophon ist. Zum zweiten ist notwendig, daß das ehemalige Bezugsnomen nicht seinerseits mit Determinantien versehen ist (wie in dem Beispiel aus Banise). Bemerkenswert und der Reinterpretation möglicherweise günstig ist auch, daß die Leerstelle in der Konstruktion bei "während" verbleibt und nur von einer modifikativen zu einer rektiven wird. Gottsched war noch gegen diese Neusegmentierung, während Adelung, der ihren Ausgangspunkt nicht mehr kannte, sie bereits für richtig hielt (Paul 1920:50). Wie es scheint, ist die departizipiale Bildung von Adpositionen insgesamt nicht sehr produktiv. Dies dürfte daran liegen, daß sie zunächst zu Postpositionen führt, die ihrerseits nicht begünstigt sind.
...
"Während" entwickelte sich im 18. Jh. zur Präposition (s. §5.3). Neben den ursprünglichen Genitiv trat sehr bald der Dativ: "während dem Handgemenge" (Lessing); "während diesem Gespräche" (Goethe); "währenddem". Er wurde jedoch von den Grammatikern abgelehnt (Adelung 1782:122f; Bauer 1830:424).
...


wegen (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
"Von wegen" tritt im Mittelhochdeutschen als Zirkumpositionalfügung der Bedeutung "von Seiten" auf, z.B. 13. Jh. "von unser beider wegen" (Paul 1920:43).

"Wegen" ist also der Dativ Plural des Substantivs "wec" = "Weg". Die Fügung drang von Norden her erst ins Mitteldeutsche, dann ins Oberdeutsche ein, wo sie erst nach 1250 nachweisbar ist. Heute ist die Zirkumposition nur noch in festen Wendungen wie "von Amts wegen", "von Rechts wegen" erhalten. Denn im Neuhochdeutschen wird zunächst das Genitivkomplement nachgestellt. Historisierende Belege aus späterer Zeit: "gebt Rechenschaft von wegen des vergoßnen Blutes" (Schiller); "ich wollte, ich wäre der Müller von wegen der Müllerin" (Chamisso).

Seit dem 17. Jh. tritt dann auch bloßes "wegen" auf.
...
Einige Präpositionen ändern seit dem 18. Jh. ihre Rektion und nehmen neben dem Genitiv, der ihnen aufgrund ihrer Bildungsweise eigentlich zukommt, mehr und mehr auch den Dativ. Dieses Faktum läßt sich z.T. dialektal erklären:

Die süddeutschen Dialekte bevorzugen den Dativ. Durch oberdeutsche Schriftsteller fand der Dativ dann auch Eingang in die Literatursprache. Dieser Entwicklung stand jedoch seit ihren Anfängen ein starker normativer Druck der Grammatiker des 18. und 19. Jh. entgegen, die für fast alle sekundären Präpositionen den Genitiv forderten.

"Wegen" tritt seit Anfang des 16. Jh. auf und wird sowohl von Adelung (1782:123) als auch von Bauer nur mit dem Genitiv gebilligt. Der Dativ wird abgelehnt, "wie sehr dies auch die Oberdeutschen lieben" (Bauer 1830:425). Er findet jedoch nicht nur durch oberdeutsche Dichter Eingang in die Literatursprache: "wegen diesem und so manchem andern wunderbaren Beistand" (Goethe); "wegen den Anwesenden" (Schiller); "wegen hundert lächerlichen Streichen" (Lessing an E. König [1772])
...


woxikon.de
Grammatiken

(E?)(L?) http://grammatik.woxikon.de/

Inhalt der Grammatiken

Herzlich willkommen auf den Grammatik-Übersichten von Woxikon!

Mit diesen Seiten möchten wir Ihnen helfen, die Grammatiken verschiedenster Sprachen besser zu verstehen. Im Folgenden erhalten Sie zunächst einen allgemeinen Überblick.

Für wichtige Hinweise und Beispiele, die Sie sich merken sollten, steht Ihnen unser "Woxi" zur Verfügung. Woxi erscheint immer vor den entsprechenden Beispielen!

Deutsch

Französisch Spanisch Englisch Italienisch


X

Y

Z

Zirkumposition (W3)

Die Bezeichnung dt. "Zirkumposition" setzt sich zusammen aus lat. "circum" = dt. "um - herum", "rings", "ringsum", "ringsumher" und lat. "positio" = dt. "Stellung", "Lage", zu lat. "ponere" = dt. "setzen", "stellen", "legen".

Als "Zirkumposition" werden Wortfügungen wie dt. "an ... stat", "gegen ... über", "um ... willen", "von ... her", "von ... wegen". Es sind also Fügungen, die andere Worte oder Satzteile einschließen. Einige sind im Laufe der Zeit zu festen Verbindungen geworden wie etwa dt. "anstatt", "gegenüber".

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
6.3.1. Von der Zirkumposition zur Prä- oder Postposition . . . . . 34

Zirkumpositionen entstehen auf zwei Weisen:

1. Auf einer Sprachstufe und in einem Register, in dem pränominale Stellung des Genitivattributs üblich ist, steht ein vom Basissubstantiv einer Adpositionalfügung regiertes genitivisches NS zwischen der adverbialisierenden Präposition und dem Basissubstantiv (z.B. an NSgen stat).

2. Ein Präpositionalsyntagma wird durch ein postpositionales Adverb modifiziert (z.B. gegen NSdat/akk über).

Sie können auf zwei Weisen zu unilateralen Adpositionen werden:

1. Einer der beiden Bestandteile geht verloren.

2. Das Komplement erhält Randstellung. Das in §5.2.1 besprochenen Verfahren der Bildung von Adpositionalfügungen müßte in gewissen Perioden der Sprachgeschichte eine reiche Quelle von Zirkumpositionen sein. Tatsächlich scheint aber nur von NSgen wegen hier einschlägig zu sein, das wir schon in §F12 als Beispiel für den Verlust der adverbialisierenden Präposition gesehen haben. Für die postnominale Stellung des Genitivattributs kann wieder anstatt als Beispiel dienen. Es entstand im Mittelhochdeutschen als Zirkumposition an NSgen stat; vgl. noch nhd. an deß verstorbenen Vincentij statt (Relation 112,18); heute noch an Kindes Statt. In der Folgezeit wurde die Nachstellung des NSgen üblich, die die Kontinuität der Adpositionalfügung und damit die schon in §6.2.3 besprochene Univerbierung ermöglichte.

Auch bei den adverbhaltigen Zirkumpositionen kann Kontinuität auf beide Weisen hergestellt werden. Die erst vor kurzem entstandene limitative Zirkumposition von NSdat her (vom Arbeitsaufwand her u.ä.) wird in der gesprochenen Sprache zu von vereinfacht; Daten und Diskussion in Lehmann 1991[G], §2.4. Ein Beispiel für sekundäre Randstellung des Komplements ist die neuhochdeutsche Prä- und Postposition gegenüber. Sie geht auf eine mittelhochdeutsche Zirkumposition entgegen NS über, dann gegen NSdat/akk über zurück. Der Kasus wurde von der Präposition, also mittelbar vom regierenden Verb, bestimmt. In dieser Verbindung erhielt sich die Dativrektion von gegen wesentlich länger als ohne Adverb (Paul 1920:50;30f). Beispiele:

das gegen dem hohen Golgatha über lag (Klopstock); gegen dem Schloß über (Goethe).

Wenn die Leerstelle deiktisch-implizit besetzt war ("gegenüber dem impliziten Referenzpunkt"), resultierte adverbialer Gebrauch und gleichzeitig Kontinuität des Komplexes; so schon bei Luther: und traten gegen über von fernen (2. Kön. 2,7 [1523]). Die Juxtaposition der beiden Teile bei Voranstellung des Komplements ermöglichte im 18. Jh. die Bildung der Postposition NSdat. gegenüber: der schönen Nymphe gegenüber (Wieland). Seit dem 19. Jh. wird es auch als Präposition verwendet: gegenüber diesen unerquicklichen Tatsachen (Freytag).

In einigen Fällen herrscht Variation zwischen kontinuierlicher und diskontinuierlicher Konstruktion einer komplexen Adposition, vgl. wir arbeiten mithilfe solcher Begriffe vs. Begriffe, mit deren Hilfe wir arbeiten; zugunsten von Alfred vs. zu seinen Gunsten.


(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf
Zur Zeit sehen wir die zunehmende Verwendung der Präposition "von" als Ersatz des Genitivs.


...
Der Wechsel zwischen "von" und dem bloßen Genitiv in der Rektion sekundärer Adpositionen liegt komplizierter und bedarf näherer Untersuchung. Einerseits entspricht die Abfolge "Rektion via von S Genitivrektion" dem Schema F6. Sie trifft offenbar auf "abzüglich" zu, wo der Genitiv seit dem 19. Jh. "von" ablöste. Andererseits wird überall in der deutschen Grammatik der Genitiv immer mehr durch "von" ersetzt, was der Erneuerung synthetischer durch analytische Kasusmarkierung entspricht und daher seinerseits eine Grammatikalisierungserscheinung ist. Daher wird man bei der Variation der Rektion sekundärer Adpositionen in vielen Fällen keine diachrone Richtung feststellen können. Aussichtsreich erscheint eine Überprüfung der Fälle, in denen "von" ursprünglich konkret-ablativische Bedeutung hatte. So regieren "fern" und "unweit" zwar den Genitiv, aber die zugrundeliegenden Adjektive sind auch mit "von-Komplement" denkbar (vgl. Bauer 1830:422).
...


Die Herkunft dieser "Präposition" ist ungesichert. Man vermutet eine Verwandtschaft zu lat. "po-", wie es in "Position" = "Stelle", "Lage" oder "Depot" = "Lager", "Aufbewahrungsort" vorkommt.

Damit wäre es mit frz. "poser" = "setzen", "stellen", "legen" verwandt (lat. "ponere" = "setzen", "stellen", "legen", lat. "deponere" = "ablegen", "niederlegen").

(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/termwb.ansicht?v_app=g&v_id=87

Zirkumposition

Thematisch verwandte Bezeichnungen: Präposition in Circumstellung

Als Zirkumposition bezeichnet man eine im Deutschen eindeutig nur mit dem Element "um ... willen" vertretene periphere Subklasse von Präpositionen.
...


(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/pls/public/bib.ansicht

Poitou, Jacques, 2003, Fortbewegungsverben, Verbpartikel, Adverb und Zirkumposition

Bücker, Jörg, 2014, Konstruktionen und Konstruktionscluster. Das Beispiel der Zirkumposition von XP her im gesprochenen Deutsch


(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/
(E?)(L?) http://linguistik.uni-regensburg.de:8080/lido/Lido

Zirkumposition

Definition: A circumposition is a discontinuous adposition whose first part precedes and whose second part follows the complement.

Examples: German "um des Friedens willen" - "for the sake of peace"




(E?)(L?) http://www2.uni-erfurt.de/sprachwissenschaft/ASSidUE/ASSidUE06.pdf

6.3.1. Von der Zirkumposition zur Prä- oder Postposition . . . . . . 34


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Zirkumposition
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Zirkumposition" taucht in der Literatur um das Jahr 1920 / 1970 auf.

(E?)(L?) https://corpora.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2017-07

zufolge (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Den letzten beiden Jahrhunderten (19., 20. Jh.) entstammen "zufolge" ...
...
"Zufolge" hat lt. Duden 1967 als Post- und als Präposition verschiedene Rektion: "NSdat zufolge", aber "zufolge NSgen". Diese Variation der Rektion beruht wohl auf Analogie der Präposition zu "infolge", läuft aber im übrigen der Grammatikalisierungsrichtung zuwider und hat einen typisch normativen Anstrich.
...


zum Behufe, behufs (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

...
Es versteht sich, daß i.a. keine Notwendigkeit besteht, daß eine Einheit, die einen Grammatikalisierungskanal beschritten hat, ihn bis zu Ende durchläuft. Sie kann sehr lange auf einer Stufe verharren; und sie kann außer Gebrauch geraten, bevor sie weiter grammatikalisiert wird. Z.B. sind nach dem sehr produktiven Muster der Adpositionalfügung viele Adpositionen wie "in Anbetreff" oder "zum Behufe" gebildet worden, die heute veraltet sind. Dieser Kanal ist in Sprachen wie dem Deutschen hinter der Position der primären Adpositionen im wesentlichen blockiert.
...
"Behufs" entstammt der neuhochdeutschen Kanzleisprache und wurde noch im 19. Jh. teilweise durch "zum Behufe" ersetzt.
...


zum Zwecke, zwecks (W3)

(E?)(L?) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1770/ASSidUE06.pdf

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"zwecks" wurde noch im 19. Jh. teilweise durch "zum Zwecke" ersetzt.
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Zwiebelfisch (W3)

(E?)(L1) http://www.decodeunicode.org/


(E?)(L?) http://www.spiegel.de/zwiebelfisch/


(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/hintergrund-was-der-name-zwiebelfisch-bedeutet-a-256454.html

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Im Buch- und Zeitungsdruck bezeichnet "Zwiebelfisch" einen Buchstaben innerhalb eines Wortes, der (versehentlich) in einer falschen Schriftart gesetzt wurde. Irgendjemand hatte mal die Assoziation, dass ein Haufen durcheinander geratener Schrifttypen wie ein Schwarm Zwiebelfische aussehe. Da die Setzersprache bildhafte Ausdrücke sehr schätzt (man denke an "Hurenkind" und "Schusterjunge"), hat sich der "Zwiebelfisch" als Bezeichnung für falsch gesetzte Lettern etabliert. Und da diese Kolumne es sich zur Aufgabe gemacht hat, "falsch gesetzte" Wörter in deutschen Texten aufzuspießen, also "Zwiebelfische" im übertragenen Sinn, schwamm ihr der Name buchstäblich zu.
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(E?)(L1) http://www.typolexikon.de/z/zwiebelfische.html


(E6)(L1) https://de.wikipedia.org/wiki/Zwiebelfisch


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Zwiebelfisch

Der Zwiebelfisch war eine (Satire-)Zeitschrift, die sich mit Typografie, Schrift, Buchkunst, Verlagswesen, Literatur und Kunst beschäftigte. Er erschien von 1909 bis 1934 mit insgesamt 24 Jahrgängen; zwischen 1946 und 1948 erschien ein 25. Jahrgang. Der Zwiebelfisch kann bedingt zu den Kunst- und Literaturzeitschriften der Münchner Moderne vor dem Ersten Weltkrieg gerechnet werden, zu denen Pan, Jugend, Die Insel und Hyperion gehören. Verleger war der Münchner Buchkunstverleger Hans von Weber (1872-1924), Herausgeber der ersten drei Ausgaben war der Schriftsteller Franz Blei, von da an bis zu seinem Tod im April 1924 der Verleger selbst.
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A

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Birkner, Karin
Relativ(satz)konstruktionen im gesprochenen Deutsch
Syntaktische, prosodische, semantische und pragmatische Aspekte

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Gruyter; Auflage: 1 (30. November 2008)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Die Arbeit untersucht Relativsätze im gesprochenen Deutsch in einem umfangreichen empirischen Corpus aus informellen und formellen Interaktionen und liefert eine umfassende grammatische Analyse eines zentralen Strukturphänomens der deutschen Sprache unter konsequenter Verwendung mündlicher Sprachdaten. Bei der Corpusanalyse, die sich durch die Kombination quantitativer und qualitativer Verfahren auszeichnet, werden prosodische, syntaktische, semantische und pragmatische Verhältnisse berücksichtigt.

Über den Autor
Karin Birkner, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.


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Produktinfo
Die Arbeit untersucht Relativsätze im gesprochenen Deutsch in einem umfangreichen empirischen Corpus aus informellen und formellen Interaktionen und liefert eine umfassende grammatische Analyse eines zentralen Strukturphänomens der deutschen Sprache unter konsequenter Verwendung mündlicher Sprachdaten. Bei der Corpusanalyse, die sich durch die Kombination quantitativer und qualitativer Verfahren auszeichnet, werden prosodische, syntaktische, semantische und pragmatische Verhältnisse berücksichtigt.

Im ersten Teil wird der vorhandene Forschungsstand zum Relativsatz aufgearbeitet. Es wird u.a. gezeigt, dass die bisherigen Darstellungen, die fast ausschließlich auf schriftsprachlichen Relativsätzen und auf Introspektion beruhen, in wesentlichen Punkten revidiert und ergänzt werden müssen.

Im zweiten Teil wird das Relativsatzcorpus im theoretischen Bezugsrahmen der Construction Grammar untersucht. Bei der Beschreibung einiger ausgewählter Konstruktionen wird u.a. deutlich, dass zentrale relativische Konstruktionen im gesprochenen Deutsch trotz ihrer Häufigkeit in der Forschung bisher unberücksichtigt geblieben und in den Grammatiken ausgeblendet worden sind.


C

D

Desportes, Yvon
Das System der räumlichen Präpositionen im Deutschen

Strukturgeschichte vom 13. bis zum 20. Jahrhundert (Broschiert)
Heidelberg: C. Winter (Germ. Bibl., NF, 3. Reihe).
Broschiert: 134 Seiten

Donalies, Elke
Die Wortbildung des Deutschen. Ein Überblick

Sprache: Deutsch
Broschiert - 192 Seiten - Narr
Erscheinungsdatum: Juni 2005
Auflage: 2., überarb. Aufl.


Kurzbeschreibung
Dieses Buch bietet einen kompakten Überblick über die Wortbildung des Deutschen. Die zugunde liegende Sprachtheorie ist mit den üblichen grammatischen Kenntnissen und den üblichen Denkweisen der Logik leicht nachzuvollziehen. Genau beschrieben wird, wie Wortbildung funktioniert, aus welchen Einheiten und mit welchen Verfahren Wörter gebildet werden. Vorschriften werden dabei nicht gemacht. Dieses Buch ist problemorientiert und forschungsnah. Es setzt sich mit wesentlichen Termini und Begriffen auseinander und diskutiert die verschiedensten traditionellen, aktuellen und revolutionären Erklärungs-modelle der Wortbildungslehre. Es soll sensibilisieren für ein präzises Sprechen über Sprache. Weil es zudem materialreich und sprachrealitätsnah ist, ist es anschaulich und vergnüglich bei höchstmöglich wissenschaftlicher Ausrichtung.


Dorchenas, Ingeborg (Autor)
Etymologie und Syntax der Konjunktion 'daß'
in der deutschen Grammatik von ihren Anfängen bis 1800
vor dem Hintergrund antiker und moderner dass-Forschung

Gebundene Ausgabe: 482 Seiten
Verlag: Rhombos-Verlag; Auflage: 1 (28. Dezember 2005)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Dieses Buch umreißt ein Kapitel deutscher Grammatikgeschichte von der ausgehenden Epoche des Frühneuhochdeutschen bis an die Schwelle der „modernen“ sprachhistorisch-vergleichenden Grammatik. Vor dem Hintergrund der normgebenden antiken Sprachlehren entsteht, vermittelt durch die humanistische Rezeption, um 1600 die erste deutsche Grammatik. Von den normativen Anfängen bis zum Postulat einer theoretisch fundierten, deskriptiven Grammatik, ist ein langer Weg, der an einem zentralen Bereich der Wortart- beziehungsweise Konjunktionenlehre an insgesamt 48 Sprachlehren aufgezeigt wird. Zentraler Forschungsgegenstand ist die Frage nach der grammatischen Systematisierung und Analysierung der Konjunktion "daß" und ihrer zahlreichen Kombinationen, aber auch die eng mit dieser Konjunktion verbundene Nebensatzlehre. "Daß", multifunktionales Talent mit rein syntaktischen und semantischen Aspekten, nimmt nicht nur eine Sonderstellung im deutschen Konjunktionensystem ein, sie spielte auch seit althochdeutscher Zeit eine wichtige Rolle für die Entwicklung des deutschen Nebensatzes. Die sprachhistorische Betrachtung findet ihre kontrastive Ergänzung durch die exemplarische Darstellung dieses Themenkomplexes in modernen Lehrwerken. So bietet die vorliegende Arbeit eine Art Kompendium zu diesem Forschungsgegenstand.

Inhaltverzeichnis A.

EINLEITENDER TEIL 1 I. Vorwort 3 1. Der Forschungsgegenstand 3 2. Methodische Fragestellungen 3 3. Die Quellen 5 II. Die Konjunktion "daß" einst und heute 7 1. Die Bedeutung der Konjunktionen für die Entwicklung des Satzgefüges 7 2. Die Entwicklung der daß-Sätze 9 3. Die sprachhistorische Entwicklung der daß-Satz-Typen bis zum Frühneuhochdeutschen 13 3.1. "daß" als multifunktionale Konjunktion 13 3.2. daß-Sätze in Subjekt- und Objektfunktion 13 3.3. Pronominale Korrelat-Sätze und Präpositionalobjektsatz 14 3.4. Attributsätze 14 3.5. Adverbiale daß-Sätze 15 4. Die Entwicklung der daß-Kombinationen 16 5. Spektrum der daß-Kombinationen im Frühneuhochdeutschen 17 III. Die Konjunktion "daß" in der modernen Grammatik 23 1. Methodische Fragen 23 2. Die Funktion der Konjunktion "daß" im heutigen Deutsch 24 2.1. Nebensatz-Status und Polyvalenz 24 2.2. Operationale Trennung von Inhalts- und Adverbialsätzen 28 3. Auflistung der zur Untersuchung herangezogenen Grammatiken 29 4. Übersicht über die Kategorialisierung der Konjunktion "daß" 30 4.1. "daß" rein syntaktisch 30 4.2. "daß" semantisch 31 4.3. daß-Kombinationen: 32 5. Kommentar 40 5.1. Bloßes "daß" 40 5.1.1. "daß" in rein syntaktisch bindender Funktion - Charakteristik und grammatische Modelle 40 5.1.1.1. Einteilung der syntaktischen daß-Sätze nach Funktionstypen 43 5.1.2. "daß" in semantischer Funktion: 45 5.1.2.1. "daß" = kausal im engeren Sinn 46 5.1.2.2. "daß" konditional 48 5.1.2.3. "daß" final 48 5.1.2.4. "daß" konsekutiv 48 5.1.2.5. "daß" Folgerung-Vermutungsbeleg 50 5.1.2.6. "daß" Folgerung-Bewertungsgrundlage 50 5.1.2.7. Resümee 51 5.2. Die daß-Kombinationen 52 5.2.1. Sprachlicher Strukturwandel und grammatische Klassifikation 52 5.2.2. Funktionale und terminologische Problematik 53 5.2.2.1. "damit daß" 54 5.2.2.2. "außer daß" und "nur daß" 54 5.2.2.3. Die Kombinationen der Konsekutivgruppe 57 5.2.2.4. zu - "als daß" 63 6. Fazit 64 IV. Kleiner Exkurs zur Terminologie 65 B. Die Konjunktion "daß" in der griechischen und lateinischen Grammatik 75 I. Die Vorbilder 77 1. Legitimation des Rückgriffs auf die antike Grammatik 77 2. Rezeptionslinie von der Antike bis zur Neuzeit 78 II. Die griechische Grammatik 81 1. DIONYSIOS THRAX: Téchne Grammatiké (2.Jh. v. Chr.) 81 2. APOLLONIOS DYSKOLOS: Perì Syndésmon (2.Jh. n. Chr.) 84 3. Resümee 93 III. Die lateinische Grammatik 97 1. Die römische Grammatik 97 1.1. Aelius Donatus: Ars Grammatica (4.Jh.n.Chr.) 97 1.2. Priscianus Caesariensis 99 2. Die humanistische Grammatik 107 2.1. MELANCHTHON, Philipp 107 3. Resümee 113 3.1. Die Konjunktion "daß" in den griechischen und lateinischen Grammatiken 113 3.1.1. Die daß-haltigen Klassen 113 3.1.2. Kategoriale Charakterisierung der Konjunktion "daß" 115 3.1.3. Die Bedeutung der Kausalklassen für die Kategorialisierung der Konjunktion "daß" 116 C. Die Konjunktion "daß" in der frühen deutschen Grammatik 123 I. Grundstrukturen der frühen deutschen Grammatik und Systematisierungsmuster konjunktionaler Kategorien 125 1. Die Abteilungen der klassischen Grammatik 125 2. Lateinische und „muttersprachliche“ Terminologie 126 3. Die Wortarten - Partes orationis 126 4. Die Wortart Konjunktion 126 5. Die konjunktionalen Kategorien 127 II. Das 16. Jahrhundert 129 1. Vorläufer und erste deutschen Grammatiken im 16. Jh. 129 2. Die Grammatiker 131 2.1. ALBERTUS, Laurentius 131 2.2. ÖLINGER, Albert 138 2.3. CLAJUS, Johannes 141 3. Resümee 144 3.1. Die Konjunktion "daß" in der deutschen Grammatik des 16. Jahrhunderts 144 3.1.1. "auf daß" als erste daß-Manifestation in der deutschen Grammatik 145 3.1.2. Modellfunktion der Kausalklasse als ursprünglicher daß-Kategorie 145 III. Das 17. Jahrhundert 151 1. Die Situation der deutschen Sprachlehre im 17. Jahrhundert 151 2. Die Grammatiker 153 2.1. RITTER, Stephan 153 2.2. KROMAYER, Johannes 157 2.3. RATKE, Wolfgang (gen. Ratichius) 158 2.4. HELWIG, Christoph 159 2.5. BRÜCKER, Jacob 162 2.6. SCHÖPF, Heinrich 164 2.7. OLEARIUS, Tilemann 165 2.8. GUEINTZ, Christian 167 2.9. GIRBERT, Johannes 171 2.10. SCHOTTEL, Justus Georg 173 2.11. PÖLMANN, Isaac 177 2.12. PUDOR, Christian 177 2.13. J.L.P. [= Johann Ludwig PRASCH] 181 2.14. BÖDIKER, Johann 183 2.15. STIELER, Kaspar 185 2.16. LANGJAHR, M. Joh. Jacob 189 3. Resümee 191 3.1. Allgemeines 191 3.2. Zur Konjunktionenforschung im 17. Jahrhundert 192 3.2.1. Die Erfassung der semantischen daß-Klassen 192 3.2.2. Das faktische "daß" in der deutschen Sprachlehre des 17. Jahrhunderts 195 3.2.3. Die daß-Kombinationen 197 3.3. Die daß-Syntax 197 3.4. Übersicht über das daß-Aufkommen in der deutschen Grammatik des 17. Jahrhunderts 199 IV. Das 18. Jahrhundert 205 1. Die Situation der deutschen Sprachlehre im 18. Jh. 205 2. Die Grammatiker 208 2.1. LONGOLIUS, Johann Daniel 208 2.2. STEINBACH, Ernst 214 2.3. WAHN, Hermann 215 2.4. HENTSCHEL, Salomon 218 2.5. KRAMER, Matthias 220 2.6. GOTTSCHED, Johann Christoph 226 2.7. WIPPEL, Johann J. (Bearbeitung v. Johann Bödiker) 230 2.8. VON ANTESPERG, Johann Balthasar 233 2.9. POPOWITSCH, Johann Siegmund Val. 237 2.10. AICHINGER, Carl Friedrich 242 2.11. HEMPEL, Christian Friedrich 245 2.12. BEL, Mathias/ KÖRBER,C.A. 247 2.13. GERLACH, Friedrich Wilhelm 250 2.14. BASEDOW, Johann Bernhard 252 2.15. WEBER, J.G.H. 256 2.16. BRAUN, Heinrich 261 2.17. FABER, D. Johann Heinrich 264 2.18. BODMER, Johann Jakob 266 2.19. WEITENAUER, Ignaz 276 2.20. HEMMER, Jakob 276 2.21. DONATUS HOFFMANN a. fig. Domini 279 2.22. HEYNATZ, Johann Friedrich 281 2.23. BOB, Franz Joseph 284 2.24. FELBIGER, Johann Ignaz von 287 2.25. FRÄNKLIN, Georg 289 2.26. Anleitung zur deutschen Sprachlehre zum Gebrauch der Nationalschulen in dem Königreiche Hungarn, und Kroatien. 295 2.27. MEINER, Johann Werner 297 2.28. ADELUNG, Johann Christoph 311 3. Resümee: Die Konjunktion "daß" in der Grammatik des 18. Jahrhunderts 331 3.1. Der Abschied von den alten Normen 331 3.2. Grammatische Rezeption 332 3.3. Rangfolge der Konjunktionen im Wortartsystem 333 3.4. Lateinische und deutsche Klassenbezeichnungen 334 3.5. Die wichtigsten Forschungsergebnisse im Bereich der daß-Spezifik 334 3.5.1. Die Systematisierung des rein syntaktischen "daß" im 18. Jahrhundert 335 3.5.2. Die Erfassung der semantischen daß-Funktionen 337 3.6. Zur daß-Syntax 338 3.6.1. Der Problemkreis 338 3.6.2. Satz- und Verbstellungslehre 339 D. ZUSAMMENFASSUNG 355 I. Die Entwicklung der Kategorialisierung der Konjunktion "daß" in den deutschen Grammatiken von 1600 - 1800 357 1. Leitlinien 357 2. Rund um die Wortart Konjunktion 358 3. Varianz der konjunktionalen Kategorienerfassung 358 4. Die Klassenterminologie 359 5. Das Problem der Unterscheidung von Konjunktionen und Adverbien 360 6. Die daß-haltigen Klassen 362 6.1. Die Causales 363 6.1.1. Die Causales als ererbte Sammelklasse 363 6.1.2. Auflistung der Kausal-Klassifizierung von "daß" und "auf daß" 364 6.1.3. Fazit 365 6.2. Die Adiunctivae 366 6.3. Die Conditionales 366 6.4. Die Finales 369 6.5. Die Illativen und andere Konsekutivklassen 373 6.5.1. Probleme einer werdenden Konjunktionenkategorie 373 6.5.2 Auflistung der Klassen mit partieller Konsekutivbelegung oder Konsekutiv­bezeichnung 375 6.5.3. Auflistung der Klassen mit so (-) daß-Belegung 377 6.5.4.1. Der Konsekutiv-Komplex 377 6.5.4.2. Der Modalkomplex 380 6.5.4.3. Der Temporal-Komplex 380 6.5.4. Profil der Klassen mit Konsekutivbelegung oder Konsekutivbezeichnung 377 6.5.5. So - daß-Klassifizierung 381 6.5.6. Zusammenfassung 382 6.6. Das syntaktische "daß" 382 6.6.1. Die Erfassung des sinneutralen "daß" 382 6.6.2. Die Entwicklung des Subjekt- und Objektbegriffs 389 6.6.3 Die syntaktischen daß-Kategorialisierungen und syntaktische Anschlußwertung signalisierende Klassen 392 7. Zu den daß-Kombinationen 393 8. Erwähnungshäufigkeit der daß-Kombinationen in der deutschen Grammatik von 1600 bis 1800 398 9. Formelhafte Optative in Gestalt elliptischer daß-Sätze 398 II. Die daß-Syntax in der deutschen Sprachlehre von 1600-1800 401 1. Leitfragen 401 2. Die Frage des Modus im daß-Satz 402 2.1. Voraussetzungen 402 2.2. "daß" im Verbparadigma des Konjunktivs 404 2.3. Die Entwicklung der Moduszuweisung im daß-Satz 405 2.4. Die Verquickung von Konjunktiv und Verbstellungsopposition im daß-Satz 406 3. Stilistische Fragen und Konstruktionsregeln 406 3.1. Korrelierende Partikeln 406 3.2. Alternativkonstruktionen: Usus omittendi und AcI 407 4. Zur Satzlehre 408 4.1. Die Wortstellung im daß-Satz und Nebensatz allgemein 408 4.2. Zur Unterscheidung von Haupt- und Nebensatz und das Problem der Verbstellungsopposition 409 4.3. Die Entwicklung des Begriffs Nebensatz im Überblick 417 III. Schlußbetrachtung: Die daß-Forschung einst und heute 419 1. Das Fehlen des Objektbegriffs und seine Auswirkung 419 2. Die Entwicklung der semantischen daß-Kategorialisierung 420 3. Die grammatische Erfassung der daß...


Duden - IZfdA
Knörr, Evelyn (Herausgeber)
Janssen, Claas (Illustrator)
Im Zweifel für den Genitiv
Die meistgestellten Fragen an die Dudenredaktion

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Bibliographisches Institut, Mannheim; Auflage: 1 (Juli 2008)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Gibt es eine reale oder reelle Chance? Sind rosane Hosen salonfähig? Was ist von erntefrischem Erdbeerkuchen aus Gabi's Café zu halten? Wer sich solche und andere knifflige Fragen rund um die deutsche Sprache stellt, findet in diesem Buch die ultimativen Antworten. Auf leicht verständliche und unterhaltsame Weise erklärt dieses Buch typische Zweifelsfälle, die täglich in der Sprachberatung der Dudenredaktion nachgefragt werden.


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(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=1250260

21.08.2008 | 09:10 Uhr
Die meistgestellten Fragen an die Dudenredaktion - jetzt in einem Band


Duden - Bd 04
Die Grammatik
Struktur und Verwendung der deutschen Sprache. Sätze - Wortgruppen - Wörter

ISBN: 9783411040506, Reihen Duden - Deutsche Sprache in 12 Bänden, Erscheinungsdatum 17.10.2022, Auflage 10, Seiten 984, Format: 19 x 13.4 cm

(E?)(L?) https://shop.duden.de/Duden-Die-Grammatik/9783411040506

»Duden - Die Grammatik« ist das Standardwerk zur deutschen Grammatik. Es beschreibt den Aufbau der deutschen Sprache anhand der Einheiten Satz, Wortgruppe und Wort umfassend und fundiert. Jede Einheit wird ausführlich behandelt und mit Querschnittsthemen wie Text, Stil, gesprochene Sprache, Prosodie, Orthografie sowie Variation und Sprachwandel in Verbindung gesetzt. Die Grammatik enthält zahlreiche Tabellen, Klassifikationen, Infokästen und Beispiele aus Textsammlungen für ausführliche grammatische Analysen.


Erstellt: 2023-08

Duden - DkWzdG
Das kleine Wörterbuch zur deutschen Grammatik
Die wichtigsten Fachbegriffe einfach erklärt

(E?)(L?) https://shop.duden.de/Das-kleine-Woerterbuch-zur-deutschen-Grammatik/9783411059904

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Was war noch mal ein Prädikativum? Und was Genus und Kasus? Dieses Wörterbuch bietet kompakt, übersichtlich und alltagstauglich einen Überblick über die wichtigsten Fachbegriffe der deutschen Grammatik von A bis Z. Alle Termini können unkompliziert nachschlagen werden, sind in einfachen Worten definiert und anhand von Beispielen illustriert. Punktuell werden Vergleiche zu anderen Sprachen gezogen, einmal zu Schulfremdsprachen, aber auch zu wichtigen Herkunftssprachen. Ideal für Schule und Studium!


Erstellt: 2023-08

Duden - DRSdG
Duden Ratgeber – Stolpersteine der Grammatik
Schnelle Hilfe bei klassischen grammatischen Zweifelsfällen

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Die schnelle und leicht verständliche Hilfe für die häufigsten grammatischen Zweifelsfälle. Sprache befindet sich stets im Wandel. Vieles, was gestern noch als falsch galt, hören Sie heute an jeder Straßenecke. Doch ist es deshalb schon richtig? Die Dudenredaktion bezieht Stellung zu den häufigsten Fragen im Bereich der Grammatik: „wegen“ mit Dativ oder Genitiv? Wie bildet man den Plural von Fremdwörtern? Wann verwende ich Konjunktiv I und wann Konjunktiv II?

ISBN: 978-3-411-75031-3
Reihe: Duden Ratgeber
Erscheinungsdatum: 13.02.2012
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Seiten: 48
Format: 15 x 22.5 cm


Erstellt: 2022-09

Duden - EHG
Strehl, Linda
Erste Hilfe – Grammatik
Die wichtigsten Regeln einfach und anschaulich erklärt

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Noch nie war Grammatik so einfach zu verstehen. Die Dudenredaktion leistet mit diesem Band schnelle Hilfe und erklärt einfach und anschaulich die wichtigsten Grammatikregeln. Mit vielen einprägsamen Beispielen und Tabellen für den schnellen Überblick ist dieser Band ein echter Helfer für den Alltag.

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Format: 10 x 16 cm


Erstellt: 2022-09

Duden - Thema 11
Duden - Thema Deutsch 11
Habermann, Mechthild (Herausgeber)
Grammatik wozu?
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2010, 409 Seiten, Maße: 15,2 x 23 cm, Kartoniert (TB), Deutsch;...


Erstellt: 2013-06

E

F

G

Genzmer, Herbert - SiB
Sprache in Bewegung
Eine deutsche Grammatik

Taschenbuch: 397 Seiten
Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (18. Februar 1998)
Sprache: Deutsch


"Ich habe mit dem Autoren gesprochen." Richtig oder falsch? Normativ korrekt spricht man "mit dem Autor", aber immer mehr Sprachbenutzer sehen "einen Typen", verhandeln mit "einem Professoren" etc. Warum ist das so? Traditionelle Grammatiken klären den Sachverhalt ab, aber sie erläutern nicht, wie es zu diesem Phänomen kommt. Ist es mit der Sprache so, wie Andre Malraux sagt, wird "ein Fehler, den alle begehen ... schließlich als Regel anerkannt"? Herbert Genzmer versucht eine Brücke zu schlagen zwischen einer Grammatik, die Verhaltensregeln für die "korrekte" Reproduzierbarkeit von Sprache gibt (z. B. der Duden), und dem ständigen Wandel, in dem sich Sprache befindet. Seine Deutsche Grammatik zeigt den traditionellen Aufbau einer Sprachlehre, eignet sich zum Nachschlagen und zur raschen Information. Aber sie ist auch eine Grammatik anderer Art, denn sie spürt der Flexibilität der Sprache, ihrer Progressivität und Virtuosität nach, sie will anregen zur Reflexion über Grammatik und damit über Sprache selbst.


(E?)(L?) http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=39326

Erschienen: 23.02.1998
suhrkamp taschenbuch 2826
397 Seiten, Broschur


Genzmer, Herbert - UG
Unsere Grammatik
Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben

(E?)(L?) http://www.verlagshaus-roemerweg.de/Berlin_University_Press/Herbert_Genzmer-Unsere_Grammatik-EAN:9783737413169.html

Wer zuhören kann und auch die Zwischentöne versteht, wer selber gut und richtig spricht, wer lesen kann und das Gelesene versteht, wer klar und elegant schreibt, wer diese Grundfertigkeiten beherrscht, steht in unserer von Kommunikation geprägten Gesellschaft vorn. Herbert Genzmer stellt in seiner neuen Grammatik nicht nur das Regelsystem dar, sondern betrachtet auch den Wandel und die Flexibilität der Sprache. Eine gut lesbare Grammatik zum raschen Nachschlagen und zur vertiefenden Information.

Berlin University Press - 2. vollständig durchgesehene u. ergänzte Aufl. 2016, 416 S., Flexibel gebunden, 15 x 21,3 cm.
Erschienen im April 2016
EAN: 978-3-7374-1316-9

Herbert Genzmer (geb. 1952) ist Schriftsteller und Germanist. Er studierte in Berlin, Düsseldorf und Köln Anglistik, Linguistik und Kunstgeschichte. 1987 folgte die Promotion an der University of California, Berkeley. Herbert Genzmer ist Autor zahlreicher Publikationen bei nationalen und internationalen Verlagen. Er lebt heute als Dozent und freier Autor in Berlin und Tarragona, Spanien.


Erstellt: 2017-04

Günthner, Susanne
Bücker, Jörg (Herausgeber)
Grammatik im Gespräch
Konstruktionen der Selbst- und Fremdpositionierung

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Gruyter; Auflage: 1 (Juli 2009)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Der Sammelband widmet sich grammatischen Konstruktionen der Selbst- und Fremdpositionierung. Auf der Grundlage empirischer Analysen von Positionierungsaktivitäten zeigen die Beiträge, dass Formen und Funktionen grammatischer Strukturen in Alltagsinteraktionen eng mit den Produktions- und Rezeptionsbedingungen gesprochener Sprache verwoben sind. Um dem Spannungsverhältnis zwischen der Verfestigung grammatischer Konstruktionen und ihrer prozessualen Aktualisierung in der Interaktion Rechnung zu tragen, verknüpfen die Beiträge Methoden der Interaktionalen Linguistik mit Erkenntnissen gebrauchsorientierter ( usage-based ) Positionen der Construction Grammar sowie der Cognitive Grammar.

Über den Autor
Susanne Günthner und Jörg Bücker, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.


(E?)(L?) http://www.degruyter.de/cont/fb/sk/detail.cfm?id=IS-9783110213621-1

Produktinfo
Die vorliegenden Beiträge, in denen sprachliche Strukturen im Kontext ihrer interaktiven Funktionen und Gebrauchsweisen studiert werden, widmen sich grammatischen Konstruktionen der Selbst- und Fremdpositionierung. Anhand empirischer Analysen von Positionierungs-Konstruktionen zeigen die Beiträge, dass Formen und Funktionen grammatischer Strukturen in Alltagsinteraktionen eng mit den Produktions- und Rezeptionsbedingungen gesprochener Sprache verwoben sind. Methodologisch hat dies zur Konsequenz, dass sprachliche Phänomene - verstanden als Konstruktionen unterschiedlicher Komplexität - nicht dekontextualisiert, sondern im jeweiligen konkreten Interaktionszusammenhang betrachtet werden; die Medialität und Handlungsbezogenheit sprachlicher Phänomene wird in den vorliegenden Analysen daher ebenso berücksichtigt wie die Dialogizität, die Sequenzialität und die Zeitlichkeit der Entfaltung sprachlicher Konstruktionen.

Um dem Spannungsverhältnis zwischen der Verfestigung grammatischer Konstruktionen und ihrer prozessualen Aktualisierung in der Interaktion Rechnung zu tragen, verknüpfen die Beiträge Methoden der Interaktionalen Linguistik mit Erkenntnissen gebrauchsorientierter („usage-based“) Positionen der Construction Grammar sowie der Cognitive Grammar.


H

Haumann, Dagmar
Lexikalische und grammatische Eigenschaften präpositionaler Elemente

Lexikalische und grammatische Eigenschaften präpositionaler Elemente
von Dagmar Haumann, Stefan J. Schierholz
Sprache: Deutsch, Englisch
Broschiert - 207 Seiten - Niemeyer, Tübingen
Erscheinungsdatum: 1997


Kurzbeschreibung
Die Beiträge in diesem Sammelband basieren auf Vorträgen, die 1996 im Rahmen der gleichnamigen Arbeitsgruppe auf der 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft gehalten wurden. Die Beiträge befassen sich aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven mit den lexikalischen und grammatischen Eigenschaften von Präpositionen. Zentrale Aspekte sind der lexikalische vs. funktionale Kategorienstatus präpositionaler Elemente, ihre syntaktischen und semantischen Eigenschaften (auch im Hinblick auf Grammatikalisierungsprozesse), Aspekte der maschinellen Sprachverarbeitung präpositionaler Elemente sowie ihre Bedeutungen aus der Sicht der Kognitiven Linguistik.


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Konopka, Marek
Strecker, Bruno
Deutsche Grammatik
Regeln, Normen, Sprachgebrauch

Gebundene Ausgabe: 378 Seiten
Verlag: Gruyter, Walter De Gmbh; Auflage: 1 (15. Mai 2009)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Die Sorge um die deutsche Sprache füllt Säle. Wer Sprachdummheiten anmahnt, kann sich des Beifalls jener sicher sein, die sich sprachlich überlegen sehen. Selten wird die Frage gestellt, welchen Status grammatische Regeln haben. Tatsächlich ist keineswegs klar, was als korrektes Deutsch gelten kann. Wie ist das Deutsche zu fassen? Wer bestimmt, was als korrekt gelten soll? Die 44. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache suchte zur Klärung solcher Probleme beizutragen und wählte als Thema die deutsche Grammatik im Spannungsfeld von Regel, Norm und Sprachgebrauch.

Über den Autor
Marek Konopka,Institut für Deutsche Sprache in Mannheim; Bruno Strecker, Institut für Deutsche Sprache in Mannheim und Universität Augsburg.


(E?)(L?) http://www.degruyter.de/cont/fb/sk/detail.cfm?id=IS-9783110209563-1

Produktinfo
Die Sorge um die deutsche Sprache füllt Säle. Wer Sprachdummheiten anmahnt, kann sich des Beifalls jener sicher sein, die sich sprachlich überlegen sehen. Selten wird die Frage gestellt, welchen Status grammatische Regeln haben. Tatsächlich ist keineswegs klar, was als korrektes Deutsch gelten kann. Wie ist das Deutsche zu fassen? Wer bestimmt, was als korrekt gelten soll? Die 44. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache suchte zur Klärung solcher Fragen beizutragen. Der vorliegende Band dokumentiert, wie die deutsche Grammatik im Spannungsfeld von Regel, Norm und Sprachgebrauch auf der Tagung aufgearbeitet wurde: Zunächst stehen die theoretischen Aspekte der Problematik auf dem Prüfstand. Danach werden grammatische Normen und der Umgang mit diesen in der Öffentlichkeit fokussiert. Im nächsten Themenblock stehen grammatische Variation in ihrem Verhältnis zur Norm und konkrete Phänomene der Morphologie, Syntax und Prosodie zur Diskussion. Die Betrachtung des Grammatikunterrichts und der Grammatikschreibung vervollständigt das Bild, das durch einen Blick auf die Normativität in Frankreich zusätzlich in einen größeren Kontext gestellt wird. Der Band schließt mit einer Zusammenfassung der Podiumsdiskussion, welche den Schlusspunkt der Tagung bildete.


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Macheiner, Judith
Das grammatische Varieté
oder
Die Kunst und das Vergnügen deutsche Sätze zu bilden
Deutsch für Inländer

Taschenbuch: 405 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 1 (2003)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Variete, so steht es im Wörterbuch, heißt nicht nur Unterhaltung, sondern auch Mannigfaltigkeit, Abwechslung, Spielart. Judith Macheiner zieht die verborgenen Voraussetzungen des deutschen Ausdrucks ans Licht. Sie untersucht Hunderte von Sätzen (von Kleist bis Wittgenstein), spielt mit ihnen und wendet sie solange hin und her, bis sie ihre Geheimnisse preisgeben. Unversehens wird ihre Durchmusterung der deutschen Syntax zu einem Handbuch der Stilistik, aber hinter der amüsanten Demonstration verbirgt sich eine Menge originärer Forschungsarbeit der ausgewiesenen Linguistin


Mackowiak, Klaus - GoG
Grammatik ohne Grauen
Keine Angst vor richtigem Deutsch!

(E?)(L?) http://www.chbeck.de/Mackowiak-Grammatik-Grauen/productview.aspx?product=15749

1999. 241 S.: Paperback
ISBN 978-3-406-42086-3

Der schulische Grammatikunterricht, jene schlimme Geißel der Kindheit, derer man sich zeitlebens mit einem leisen Grauen erinnert, hat bei vielen wohlempfindenden Men-schen einen chronischen Abscheu vor der Beschäftigung mit Grammatik hinterlassen. Grammatik sei lebensfeindlich und staubtrocken, kurzum ein vorzügliches Terrain für Oberlehrer. Andererseits möchte sich mancher trotz solch traumatischer Erfahrungen um korrektes Deutsch bemühen. Aus dieser Not hilft das vorliegende Buch. Es bietet eine alltagstaugliche Grammatik für Beruf und für privaten Bedarf. Eine solche Grammatik gibt praktische Hilfestellungen bei den kleinen oder großen Hindernissen im Schreiballtag. Sie legt Wert auf verständliche Darstellung, ohne auf theoretisches Niveau zu verzichten, und wartet mit unterhaltsamen, bisweilen witzigen Beispielen auf. Sie wendet sich an alle Menschen, die regelmäßig schreiben.


Erstellt: 2016-11

Moritz, Karl Philipp / Stutz, Johann E / Stenzel, Balthasar / Vollbeding, Johann Ch (Autoren)
Grammatisches Wörterbuch der deutschen Sprache

Gebundene Ausgabe: 1598 Seiten
Verlag: Olms, Georg; Auflage: (Nachdr. d. Ausg. Berlin 1793-1800) (1970)

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Paul, Hermann
Deutsche Grammatik, Bd. 5. Wortbildungslehre

Unbekannter Einband - 142 Seiten - VEB Niemeyer
Erscheinungsdatum: 1959
Auflage: 4. Aufl.

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Scholten, Daniel
Denksport Deutsch
Wer hat bloß die Gabel zur Frau und den Löffel zum Mann gemacht?
Die ganze Wahrheit über gutes Deutsch

(E?)(L?) http://www.belleslettres.eu/denksport-deutsch/index.php

336 Seiten, zweifarbig
September 2016
dtv premium
Softcover: 978-3-423-0000-0 - 17,90 Euro
E-Book: 978-3-423-43067-8 - 14,99 Euro
Leseprobe (HTML)
Dreingaben in Kürze!


(E?)(L?) https://www.dtv.de/buch/daniel-scholten-denksport-deutsch-26134/

Wir sind einem Wirrwarr von Stilregeln ausgesetzt, deren Sinn wir nicht verstehen. Zur Begründung gibt es gut eingeführte Lügenmärchen, die geradewegs ins Verderben führen. Sie werden hier entlarvt. Um schönes und lebendiges Deutsch zu schreiben, müssen wir unsere Muttersprache neu kennenlernen, meint Daniel Scholten. Nach der Lektüre des Buches wird man zum ersten Mal den Konjunktiv wirklich durchschauen, ganz zu schweigen von der Entstehung, dem Zweck und dem Wirken des grammatikalischen Geschlechts, die lückenlos aufgeklärt werden.

Daniel Scholten, Jahrgang 1973, hat historische Sprachwissenschaft, deutsche Linguistik und Ägyptologie studiert. Nach Feldforschungen im eisigen Norden und der Wüste Nubiens arbeitet er seit einigen Jahren als Schriftsteller. Aus diesem Umgang mit der deutschen Sprache ist sein Podcast ‚Deutsch für Dichter und Denker‘ (belleslettres.eu) hervorgegangen, in dem er seit sieben Jahren mit seinen Zuschauern die Tiefen unserer Muttersprache ergründet.


(E?)(L?) http://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-denksport-deutsch/1430628

Rezension | 25.11.2016
Mit heißer Nadel gestrickt
Vera Binder
Daniel Scholten
Denksport-Deutsch
Verlag: dtv, München 2016
ISBN: 9783423261340
...
"Indoeuropäisch" zu sagen statt "indogermanisch", ist hingegen nicht falsch, wie Scholten unterstellt. Es ist schlicht eine Anpassung an internationale Gepflogenheiten. Eine solche Umbenennung ist vielleicht nicht verkehrt angesichts der unrühmlichen Rolle, die die Indogermanistik im 3. Reich gespielt hat. Darum liest man Ausführungen, in denen Scholten den Erfolg des Indogermanischen auf ein "Survival of the Fittest" zurückführt, mit Befremden und Unbehagen. Zumal er damit auf eine Frage antwortet, die sich gar nicht stellt. Von den indogermanischen Sprachen genießen heute vor allem das Englische und das Spanische weltweite Verbreitung, und zwar infolge allgemein bekannter historischer Gegebenheiten. Dass beide Sprachen indogermanisch sind, ist in diesem Zusammenhang ganz unerheblich. Man wünscht sich, ein Lektor hätte eingegriffen und darauf aufmerksam gemacht, dass manche Leser solche Darstellungen in den gänzlich falschen Hals bekommen können.
...


Erstellt: 2016-09

Sick, Bastian
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1
Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache

Broschiert - 256 Seiten - Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum: September 2004


... So etwas wie eine Sprachpolizei bräuchte man, die freundlich aber bestimmt auf Vergehen hinweist und Bußgelder verhängt. Freundliche Hinweise bekommt man auch im Zwiebelfisch, der Sprachkolumne, die Bastian Sick seit über einem Jahr wöchentlich für Spiegel-Online schreibt. Kaum zu glauben, dass man über Phänomene wie Fugen-s, unregelmäßige Verben oder sich epidemisch ausbreitende Suffixe so unterhaltsame Texte schreiben kann. Bastian Sick ist Entertainer und Oberlehrer in einer Person, ...


Erstellt: 2004-09

Sick, Bastian
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 2

Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1 (August 2005)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Noch nie sorgte ein Buch über den richtigen Umgang mit der deutschen Sprache für ein solches Aufsehen und begeisterte Hunderttausende von Lesern. Bastian Sick ist heute Deutschlands bekanntester Sprachpfleger, und sein zweites Buch wird schon sehnlichst erwartet. Mit seinem ersten Buch gelang Bastian Sick ein kleines Wunder. Plötzlich lasen viele Menschen über Interpunktion, den korrekten Plural oder guten Stil im Deutschen. Gleichzeitig gewannen sie neues Vertrauen in das eigene Sprachgefühl. Doch längst sind nicht alle Fragen beantwortet und alle Probleme gelöst. Und schaut man genau hin, ist nicht nur der Dativ dem Genitiv sein Tod, sondern es verschwinden noch mehr Fälle - »an den Ufern des Rhein und auch beim US-Präsident«. Natürlich möchte man die Dinge auch nicht schwarzmalen. Halt, heißt es nicht schwarz malen? Manches lässt einen verzweifeln und manchmal bleibt es ein Zweifelsfall der deutschen Sprache. Bastian Sick geht vielen dieser kleinen und großen Sprachvergehen nach und macht sich so seine Gedanken über das gefühlte Komma, den traurigen Konjunktiv und den geschundenen Imperativ. Und vor allem beantwortet er in diesem Band viele Fragen seiner Leser. Mit großem Deutsch-Test!


Sick, Bastian
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 3
Noch mehr aus dem Irrgarten der deutschen Sprache

Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (20. November 2006)


Kurzbeschreibung
Wie kommt man richtig nach Aldi? Und wie zu gutem Deutsch? Beachtet man ein paar wenige Dinge und schaut auch mal zweimal hin, so ist es gar nicht so schwierig, richtiges und gutes Deutsch zu sprechen und zu schreiben. Leider hat es uns die Rechtschreibreform nicht leichter gemacht, und wenn ab August 2006 die neuen, reformierten Regeln für alle Schüler und Behörden gelten, wird man ihn noch dringender benötigen: den neuen Sick. Das wesentliche Problem der Reform - und somit erheblicher Nachbesserungsbedarf - zeigte sich auf dem Gebiet der Zusammen- und Getrenntschreibung. Da waren nämlich Wörter auseinander gerissen worden, die in zusammengeschriebener Form nie ernsthafte Probleme bereitet hatten. Der diensthabende Offizier war zum Dienst habenden Offizier degradiert worden. Dem Gesetzgeber tut es längst leid, dass er die Rechtschreibung überhaupt je zur Reformsache gemacht hat. Zwischendurch tat es ihm Leid (mit großem L), und nun doch wieder leid. Die Lehrer und Schüler, die von »leid tun« auf »Leid tun« umdenken mussten und sich nun an »leidtun« gewöhnen sollen, können einem nur leid ... Leid ... also, die kann man nur bedauern. Bastian Sick hat auch in der dritten Folge seiner Sprachführer Unglaubliches und Amüsantes, Seltsames und Ungeheuerliches zusammengetragen. Auf seine unnachahmliche Art zeigt er uns den Weg aus den Wirrnissen, gibt kluge Hinweise und lässt auch mal den Dialekt zu seinem Recht kommen. Nach den ersten beiden Bänden, die sich weit über 2 Millionen Mal verkauft haben, schließt diese Folge die Reise durch den Irrgarten der deutschen Sprache ab. Mit neuem »Zwiebelfisch«-ABC!


Smirnova, Elena
Die Entwicklung der Konstruktion 'würde' + Infinitiv im Deutschen

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Gruyter; Auflage: 1 (1. Oktober 2006)
Sprache: Deutsch


Die Einordnung der Konstruktion 'würde' + Infinitiv in das Paradigma der Tempus- und Modussysteme des Deutschen ist seit längerem Diskussionsgegenstand in der germanistischen Linguistik. Die Studie nimmt den Faden dieser Diskussion auf und untersucht diese Konstruktion unter dem Gesichtspunkt der Grammatikalisierung. Im ersten Teil der Arbeit erfolgt eine genaue Funktionsbestimmung und paradigmatische Einordnung der Form im heutigen Deutsch. Im zweiten Teil wird die historische Entwicklung dieser Form als mehrfach verzweigter Grammatikalisierungsprozess nachgezeichnet.


Späth, Andreas
Determinierung unter Defektivität des Determinierersystems

Gebundene Ausgabe: 332 Seiten
Verlag: Gruyter; Auflage: 1. A. (1. August 2006)
Sprache: Deutsch


In Artikelsprachen wie dem Deutschen wird die Determination der Nominalphrasen durch die Artikel in der Grammatik weithin bereitgestellt. Die einzelnen DP-Positionen in der variablen Wortstellung der Informationsstruktur spezifizieren die Determination konzeptuell weiter. In den artikellosen slawischen Sprachen kann es Determination in der Satzbedeutung nicht geben, nur konzeptuell spezifizierte Determination in der Äußerungsbedeutung, einmal mit Hilfe des Verbalaspekts, zum anderen mit Hilfe der Wortstellungsvariabilität in der Informationsstruktur. In beiden Sprachen aber ist die spezifizierte Determination der Nominalphrasen eine Voraussetzung für die Textkohärenz.


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Unterstöger, Hermann
Da platzt dir die Hutschnur!
Vergnügliches aus dem Sprachlabor

(E?)(L?) http://szshop.sueddeutsche.de/Lesen/Edition/Da-platzt-dir-die-Hutschnur.html

Vergnügliches aus Hermann Unterstögers Sprachlabor.

Wer „brauchen“ ohne „zu“ gebraucht, braucht „brauchen“ überhaupt nicht mehr zu gebrauchen.

Die Redakteure der Süddeutschen Zeitung dachten, Regeln wie diese würden ihnen ihrer Lebtage nicht mehr über den Weg laufen. Doch dann sind sie plötzlich wieder da. Nämlich wenn die Leser ihnen sagen, dass sie „brauchen“ ohne „zu“ gebraucht hätten und dafür in die Hölle kämen.

Um das zu verhindern (und um für sprachliche Verfehlungen Buße zu tun), öffnete die Süddeutsche Zeitung im Januar 2009 ihr „Sprachlabor“ - eine Kolumne, in der sich Hermann Unterstöger Woche für Woche mit den Lesern über den Zustand der Sprache, wie er sich im Blatt präsentiert, auf freundschaftliche Weise unterhält. Zusammen ergeben diese feuilletonistischen Glossen eine vergnügliche


Erstellt: 2014-03

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Vogel, Petra Maria
Das unpersönliche Passiv

Gebundene Ausgabe: 276 Seiten
Verlag: Gruyter; Auflage: 1 (1. Mai 2006)
Sprache: Deutsch


Zentrales Thema ist das sogennate unpersönliche oder subjektlose Passiv. In der ersten Hälfte der Arbeit wird die Funktion und Entstehung des unpersönlichen Passivs in sprachübergreifender Hinsicht herausgearbeitet. Dies ist zugleich Grundlage für die zweite Hälfte des Werkes: die historische Entwicklung des Passivs, insbesondere des unpersönlichen, im Deutschen.


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