Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Jägerlatein, Argot des chasseurs, Hunters yarns

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Kammerjäger (W3)

Der "Kammerjäger" war ursprünglich ein "richtiger" Jäger im persönlichen Dienst eines Fürsten, so daß er auch Zutritt zu den adligen Räumen hatte. Vermutlich wurde er zunächst ironisierend zum Jäger von Ungeziefer in Kammern, also allgemein in bewohnten Räumen, umfirmiert. Die Verbindung kann man sich durchaus bildlich vorstellen. Immerhin waren in früheren Zeiten Perücken beliebte Aufenthaltsorte für Ungeziefer, so daß sich der "richtige" "Kammerjäger" auch innerhalb des Hauses nützlich machen konnte.

(E?)(L?) http://www.kammerjaeger.de/
07.07.2008:

(E?)(L?) http://www.kammerjaeger.de/content/view/13/29/
Hausmittel: Ameisen | Asseln | Bettwanzen | Blattläuse | Fliegen | Flöhe | Holzwürmer | Küchenschaben | Lebensmittelmotten | Mäuse | Milben | Motten | Mücken | Ohrwürmer | Ratten | Silberfische | Spinnen | Wanzen | Wespen

(E?)(L?) http://www.kammerjaeger.de/content/view/35/34/
Bilder von Schädlingen: Amerikanische Schabe | Bettwanze | Brotkäfer | Deutsche Schabe | Dörrobstmotte | Fleischfliege | Gemeiner Speckkäfer | Getreidekapuziner | Getreidemotte | Getreideplattkäfer | Goldfliege | Hausbockkäfer | Hausmaus | Hausratte | Holzwurm | Khaprakäfer | Kleidermotte | Kopflaus | Koprakäfer | Kornkäfer | Kräuterdieb | Küchenschabe | Leistenkopfplattkäfer | Maiskäfer | Mehlkäfer | Mehlmilbe | Mehlmotte | Menschenfloh | Messingkäfer | Museumskäfer | Orientalische Schabe | Parkettkäfer | Pelzkäfer | Pelzmotte | Pharaoameise | Reiskäfer | Reismehlkäfer | Schmeissfliege | Schwarzer Getreidenager | Silberfisch | Speichermotte | Speisebohnenkäfer | Staublaus | Stubenfliege | Tabakkäfer | Tapetenmotte | Vierhornkäfer | Wadenstecher | Waldameise | Wespe | Wanderratte

L

Leim - jemandem auf den Leim gehen (W3)

Mit Speck fängt man Mäuse und mit Leim fing man Vögel. Man bestrich Stöcke mit Leim und legte diese in Bäumen und Sträuchern aus. Vögel die sich darauf setzten "gingen auf den Leim" und konnten eingesammelt werden.

(E?)(L1) http://www.wilhelm-busch-seiten.de/gedichte/kritik03.html
Und Wilhelm Busch (1832 - 1908) dichtete dazu:

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
kommt er dem armen Vogel näher.

Der Vogel denkt: Weil das so ist
und weil mich doch der Kater frisst,
so will ich keine Zeit verlieren,
will noch ein wenig quinquillieren
und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

(E?)(L?) http://kollokationen.bbaw.de/htm/idioms.html


(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Das Bild dieser Redensart kommt vom heute in Deutschland verbotenen Vogelfang mit Leimruten. Das sind kleine, dünne, mit Leim bestrichene Stäbchen, die nur lose mit dem einen Ende in eine Stange gesteckt werden und herabfallen, sobald sich ein Vogel draufsetzt. Beim Herunterfallen der Leimrute flattert der Vogel und bleibt mit den Flügeln am Leim kleben.

Wenn wir heute sagen, "dass wir jemandem auf den Leim gegangen sind", dann meinen wir, dass wir uns von jemandem haben betrügen lassen bzw. haben übervorteilen lassen.

Wenn jemand "nicht auf den Leim geht", dann lässt er sich nicht täuschen. Wenn "das ein Leim ist", dann meinen wir eine betrügerische Verlockung.


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/l.php
(E1)(L1) http://www.w-akten.de/deutsche-redewendungen-3.phtml
(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-begr.htm
(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-rede.htm


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