Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Kollokation, Colocación, Collocation, Collocazione, Collocation

A

academia.edu
Lopéz-Barrios, Mario
Kollokationen ein vernachlässigtes Thema in der Wortschatzarbeit

(E?)(L?) http://www.academia.edu/5902172/Kollokationen_-_ein_vernachlassigtes_Thema_in_der_Wortschatzarbeit

1 Was sind Kollokationen?
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Hausmann (1984, 399) unterscheidet je nachdem, wie kombinationsfähig die Bestandteile der Wortverbindungen sind, in fixiert und nicht fixiert. Zu den fixierten Wortverbindungen gehören Redewendungen, Sprichwörter, Funktionsverbgefüge, Zwillingsformeln, Redensarten und Vergleichsformeln. Die Fixiertheit bezieht sich hier auf die Unmöglichkeit, ihre Komponenten durch andere auszutauschen, z.B. "jmdm. ins Gewissen reden" - "jmdm. ins Herz reden".
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Erstellt: 2014-09

B

bbaw.de
Kollokationen im Wörterbuch

(E?)(L?) http://kollokationen.bbaw.de/


(E?)(L?) http://kollokationen.bbaw.de/htm/about_de.html

Ausdrücke wie beispielsweise "Aufmerksamkeit zollen", "freie Marktwirtschaft", "gut und gerne", "blinder Passagier", "etwas auf dem Kerbholz haben" oder "sich eins ins Fäustchen lachen" prägen den Wortschatz einer Sprache in hohem Maße und sind so allgegenwärtig, dass sie sowohl für Muttersprachler als auch für Nicht-Muttersprachler unverzichtbar für Sprachverstehen und Sprachverwendung sind. Es handelt sich bei diesen festen Wortverbindungen um in vielerlei Hinsicht verschiedenartige sprachliche Phänomene, die traditionell zum Gegenstand der Phraseologieforschung gehören und aufgrund ihrer besonderen semantischen, syntaktischen und distributiven Eigenschaften hohe Anforderungen an linguistische Beschreibung und lexikografische Kodifizierung stellen.

Das durch den Wolfgang-Paul-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderte Projekt „Kollokationen im Wörterbuch“ unter Leitung der Preisträgerin Christiane Fellbaum konzentrierte sich auf einen ausgewählten Bereich im weiten Spektrum der festen Wendungen, auf Verb-Nomen-Verbindungen idiomatischen Charakters, wie es z.B. "eins hinter die Löffel bekommen" oder "etwas auf die hohe Kante legen" sind. Die komplexe semantische und syntaktische Analyse einer möglichst großen Anzahl deutscher Verb-Nomen-Idiome sowie ihre lexikografische Erfassung waren das Ziel des Projekts.

Die Untersuchung wurde grundlegend gestützt durch moderne computerlexikografische Arbeitsmethoden. Die empirische Basis der Analysen bildete das DWDS, ein repräsentatives und linguistisch aufbereitetes elektronisches Korpus aus Texten des gesamten 20. Jahrhunderts, das an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften unter Leitung von Wolfgang Klein und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Sozialwissenschaften und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erstellt wurde und das mit der digitalisierten Version des Wörterbuchs der deutschen Gegenwartssprache von Ruth Klappenbach und Wolfgang Steinitz (Berlin 1961–1977) verknüpft ist.

Darüber hinaus waren Vergleiche mit anderen Sprachen vorgesehen, z.B. mit dem Englischen ("British National Corpus" - "BNC"), dem Spanischen ("Corpus de Referencia del Español Actual" - "CREA") und dem Neugriechischen ("Hellenic National Corpus" - "HNC").

Bei dem Vorhaben handelte es sich um Grundlagenforschung, von der ohne Zweifel Phraseologie, Lexikografie, Computerlinguistik, Theorie und Praxis des Übersetzens oder auch der Fremdsprachenunterricht - um nur einige Bereiche zu nennen - profitieren werden.


(E?)(L?) http://kollokationen.bbaw.de/htm/idioms.html
26.03.2008:


„Nennformen“ aller bearbeiteten Idiome / „Canonical forms“ of the analysed idioms
Nennform | weitere Angaben | Belege | Semantik | Struktur | Morphosyntax | Transformationen




C

D

E

F

G

H

I

J

K

Kollokation (W3)

Dt. "Kollokation" geht zurück auf lat. "collocatio" = dt. "Stellung", "Anordnung", bzw. lat. "collocare" = dt. "anordnen" und setzt sich zusammen aus lat. "col-" = dt. "zusammen", "mit", "völlig" und lat. "locare" = dt. "hinstellen", bedeutet also wörtlich dt. "Zusammenstellung".

Lat. "collocare" führte über altfrz. "colchier", altfrz. "couche" = dt. "Lager", frz. "coucher" = dt. "hinlegen", "niederlegen", "lagern" auch zu engl. "couch", dt. "Couch" = dt. "Liegesofa", frz. "couche!", dt. "kusch" = dt. "leg dich!" und auch zu dt. "kuschen" und dt. "kuscheln".

(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Kollokation

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Definition

Der Begriff der "Kollokation" wurde von John Rupert Firth (1890-1960) ohne klare Definition eingeführt; stattdessen führte er einige Beispiele an.

“J. R. Firth[2]”

„Eine der Bedeutungen von Nacht ist die Kollokabilität mit dunkel und von Dunkel natürlich mit Nacht.“

Zu den Gründen für das häufige gemeinsame Auftreten der Wortpaare oder ihrer inhaltlichen Kombinierbarkeit gehören: Das Phänomen der Kollokation ist in der Linguistik auch unter Begriffen wie „wesenhafte Bedeutungsbeziehung“ (Porzig), „syntaktisches Bedeutungsfeld“ (Porzig) und „lexikalische Solidaritäten“ (Coseriu) bekannt.

Aufgrund der unklaren Definition von Kollokation ist unter Umständen der Begriff Kookkurrenz vorzuziehen.

Unter anderem wird zwischen einem statistischen Kollokationskonzept und einem „signifikanz-orientierten Kollokationsbegriff“ unterschieden. Nach dem statistisch orientierten Kollokationsbegiff ist Kollokation prinzipiell „jedes Miteinandervorkommen von benachbarten Wörtern in Sätzen“. Nach dem Signifikanz-orientierten Kollokationsbegriff liegt eine Kollokation nur dann vor, wenn eine übliche Verbindung nicht vorhersehbar ist. Gerade Kollokationen nach diesem Verständnis lassen sich mit den syntagmatischen lexikalischen Funktionen trefflich beschreiben.

Für die Lexikografie wird empfohlen, auf „zwar semantisch weitgehend transparenten, aber dennoch etablierten Wortkombination[en]“ abzustellen.
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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Kollokation
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Kollokation" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 / 1850 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-09

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N

O

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Q

R

S

T

U

V

W

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Y

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