Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Kultur, Culture, Culture

A

arte
Die kleine Geschichte

(E?)(L1) http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/chic/kleine-geschichte/1187484.html
04.05.2008:

Telefonzelle Apfelwein Armbanduhr Santos Auster Bambus Corvette Dahlie Der Fächer Der Sessel "La Mamma" Die Tizio-Lampe Die lachende Kuh Ei-Sessel Eierbecher Ericofon Filofax Flieder Flipflops Fön Galette des Rois Glühbirne Grüner Tee HfG - First Chair Jasmin Jo-Jo Kaktus Ketchup Kickers Kleiderbügel Kleiderbügel Korsett La Mamma Leica Lilie Lorbeer Lorbeer Lorbeer Marmelade Melone Metroticket Monchhichi Mozzarella Nagellack Pastil Chair Perlenkette Pez Bonbons Pudding Range Rover Rocking Stool Rocking Stool Roibusch Tee Salbei Salz Sandwich Saure Gurke Schachspiel Schwarze Trüffel Schwertlilie Sitzsack "Sacco" Smoking Solex-Rad Staubsauger Strumpfhalter Tamtam Hocker Teebeutel Tischfußball Tulpenstuhl Turnschuh VW-Käfer Veilchen Weihrauchs Zippo-Feuerzeug Zitronatzitrone der Chupa Chups Lutscher der Kelly-Bag

(E?)(L?) http://www.arte.tv/de/suche/1296876.html
DIE KLEINE GESCHICHTE
Geschichte und Etymologie von Kultobjekten, Riten, Möbeln, Lebensmitteln und Erfindungen, die aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind.
Der Ford Mustang • der Ballonsessel • Safran • Parmesan • der Teebeutel • die Pfingstrose u.v.a.


(E?)(L?) http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/chic/980738.html
(E?)(L?) http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/chic/kleine-geschichte/1187484.html
"Die kleine Geschichte" ...

(E?)(L?) http://www.arte.tv/de/chic/kleine-geschichte/2702374,CmC=2702370.html
"Die kleine Geschichte" ...

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humboldtgesellschaft - Themenchronik

(E?)(L?) http://www.humboldtgesellschaft.de/
Wir sind eine Vereinigung, die selbstgewählte Themen im freien Gespräch erörtert. Diese Seite bietet einem breiteren Publikum die Möglichkeit, einige Themen zu vertiefen.

Am 04.01.2009 waren hier folgende Themenchronik zu finden:

Themenbeispiele

Themenchronik

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K

Kultur, Agrarkultur, Acker, Kult, Kulturbanause, Banause (W3)

Die "Kultur" ist ein Beispiel eines Wortes, das seine bodenständige Herkunft verleugnet. Wer denkt bei diesem Wort schon an die Mühen des Menschen, seine Ernährungsgrundlage zu schaffen. Und dennoch bedeutete das lat. "cultura" soviel wie "Landbau". Von der "Pflege" des Landes kam man dann zur "Esskultur" und damit zur "Pflege" von Körper und Geist. Und nachdem die Lebensgrundlage sichergestellt war, entwickelte sich daraus dann die Bezeichnung für den schöngeistigen Überbau der Gesellschaft. So wurde die "Kultur" "kultiviert".
In Begriffen wie "Zellkultur" oder "Bodenkultur" (auch "Kulturboden") ist die ursprüngliche Bedeutung "colere" = "bebauen", "pflegen" noch zu erkennen.
Die Agrarkultur (von lat. "agrarius" = "den Acker betreffend", lat. "ager" = "Acker") ist demnach worthistorisch gesehen ein "weisser Schimmel". Aber bereits der Römer "Marci Porcii Catonis Censoris" gab einem seiner Werke den Titel "De Agri Cultura" ("Von der Landwirtschaft").

Interessant ist, dass der Wortteil "kul" auch im russ. "kulak" = "Großbauer" (im zaristischen Russland) vorkommt.

Denkbar wäre auch, dass der indische "Kuli", der "Lastträger", der auf den Namen eines Volksstammes zurückgeht, eigentlich "Bauernvolk" oder dergleichen bedeutete. (Allerdings habe ich dazu keinen Hinweis gefunden.)

Anerkannt ist dagegen die Herkunft von "kulinarisch" von lat. "culina" = "Küche", die ja auch zur Esskultur gehört.

Auch in der Religion ging es nicht ohne "Pflege". Schliesslich mussten die Götter und die religiösen Bräuche "gepflegt" werden. Die übertriebene "Pflege" bestimmter Rituale wird demnach auch als "Kult" bezeichnet. (Allerdings kommt es immer auf den Standpunkt an, was man als "Kult" und was man als "Religion" bezeichnet.)

Eine geschichtliche Ungerechtigkeit ist meines Erachtens dem "Kulturbanausen" widerfahren. War doch der griech. "bánausos" der "Handwerker", der auch seinen Teil zur Entwicklung und Pflege der menschlichen "Kultur" beigetragen hat. Und dennoch ist er heute ein Synonym für einen Menschen ohne "kulturelle" Ambitionen. Da mangelt es heute etwas an "Erinnerungskultur".

Die Agrarkultur hat also sprachlich gesehen einen gesellschaftlichen Aufstieg erfahren, während der Handwerker einen gesellschaftlichen Abstieg hinnehemen musste.

"Kultur" - Wir sind doch alle kultivierte Menschen. Wir haben Kulturbeutel, Kuturrucksäcke, Kulturcafés, Kulturfilme, Kulturfestivals, Kulturreferenten, Esskultur, Fahrkultur, Streitkultur, Wohnkultur, Kaffekultur, Unternehmenskultur, Netzkultur, Trauerkultur, Leitkultur, Freikörperkultur, kulturmeister und Kulturwirte.
Wie heisst es in Frankreich?
La culture c'est comme la confiture - moins on en a, plus on l'étale.
(Je weniger Konfiture man hat, umso breiter streicht man sie aus.)

(E?)(L?) http://www.forumromanum.org/literature/cato_agriculture.html
(E?)(L?) http://www.gfds.de/beratung2-3_05.html
(E?)(L?) http://www.inst.at/ausstellung/enzy/kultur/kultur.htm
(E?)(L?) http://www.judithmathes.de/rom/republik/cato_censorius.htm
(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur


Kulturbeutel (W3)

(E?)(L?) http://www.gfds.de/beratung2-3_05.html
Am 31.08.2003 und am 27.10.2004 erhielt ich die Frage nach der Herkunft des "Kulturbeutels". Trotz längeren Suchens konnte ich keinen Hinweis dazu finden.

Er dient natürlich dazu, benötigte Toilettenartikel aufzunehmen, die man z.B. während einer Reise benötigt. Und ich kann nun nur vermuten, dass der Begriff eben genau in diesem Zusammenhang auch entstanden ist. Man wollte auch auf Reisen nicht auf ein Mindestmass an "verfeinerter Lebensweise" verzichten. Selbstverständlich hatten früher wohlhabende Reisende ihre Bediensteten, die diese Utensilien auch in schwereren Koffern transportierten. Aber mit Zunahme des Reiseverkehrs, gab es zunehmend Bürger, die sich zwar das Reisen erlauben konnten, nicht aber Personal, um schweres Gepäck zu transportieren. Und so verstaute man die notwendigsten Pflegemittel und -werkzeuge in leichten Beuteln - dem Kulturbeutel.
Zur Prägung dieses Begriffes hat sicherlich auch eine Tendenz zur Verschleierung beigetragen. Der Kulturbeutel enthielt und enthält wohl auch heute noch Dinge, die man nicht so direkt benennen möchte (Faltencremes, Tabletten von denen nicht jeder etwas wissen muss, Kondome und all die kleinen Mittelchen, um die Nachteile der Natur auszugleichen). Ja und von "Toilettenartikeln" wollte man in der Öffentlichkeit auch nicht unbedingt sprechen. Und so finde ich ist "Kulturbeutel" doch ein recht passender Begriff um zu sagen worum es geht ohne die Dinge beim Namen zu nennen.

Da dies nun also lediglich meine eigene Interpretation darstellt, wäre ich froh, wenn jemand einen Hinweis auf die "wahre" Entstehungsgeschichte hat. Und wenn die obigen Vermutungen in etwa stimmen sollten, so wäre immer noch interessant, wann der Begriff entstanden ist und ob es einen ersten Urheber gibt. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass es eine Lehnübersetzung aus anderen Sprachen ist.
Im Französischen heisst der "Kulturbeutel" "trousse de toilette", aber auch "nécessaire (de toilette)", it. "nécessaire da viaggio (per la toilette)", span. "neceser", "bolsa de aseo". Der "Kulturbeutel" enthält also in vielen Sprachen das "Notwendige" (für ein Minimum an (Körper-)"Kultur").

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obszön (W3)

(E?)(L?) http://derstandard.at/?url=/?id=1417107
Was "obszön" ist und was nicht ist oftmals Ansichtssache.
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Das Projekt widmet sich dem Begriff des "Obszönen", was im etymologischen Sinn das "Nichtsichtbare" bedeutet. Es geht somit um das, was zwischen dem Unsichtbaren und dem Allzusichtbaren changiert - wobei das Medium hierfür der tanzende Körper, aber auch seine Entsprechung als filmische Figur ist.
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