Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Lernen, Apprendre, Learning
A
Abitur
Reifeprüfung zur Erlangung der Hochschulreife.
Nach Duden-Herkunftswörterbuch: Das Wort wurde im 19. Jh. aus nlat. "abituriens" = "wer (von der Schule) abgehen wird" eingedeutscht. Es liegt das von nlat. "ab-ire" = "Fortgehen" weitergebildete nlat. Verb "abiturire" = "fortgehen werden" zugrunde.
(A: ulle)
die Abituraufgabentauschbörse Berlin, ein nur für Kolleginnen und Kollegen aus Bundesländern mit dezentralem Abitur zugänglicher Aufgabenpool, hat inzwischen 106 Mitglieder und verfügt über einen Bestand von 278 erprobten und genehmigten Abituraufgaben aus insgesamt 21 Fächern.
(E?)(L?) http://www.abituraufgabentauschboerse-berlin.de/
(E?)(L?) http://www.abi.de/
Herausgeber
Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
Das Internetportal der Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt Antworten auf alle Fragen zu Studien-, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten – aktuell, anschaulich und praxisnah. abi.de wendet sich vor allem an Schüler/innen der Sekundarstufe II und Studienanfänger. Das Besondere an abi.de: Alle Beiträge sind sieben Hauptrubriken zugeordnet, die den Berufswahlprozess klar und übersichtlich strukturieren. Neben dem umfangreichen Informationsangebot können die Leser auch selbst aktiv werden, zum Beispiel in Foren, Weblogs und moderierten Chats.
about - german - Deutsch von A bis Z - An A-to-Z German Index (A-F)
(E?)(L?) http://german.about.com/library/bl_atoz01.htm
von
- Abbreviations
- Accusative case
- Adjective Endings 1 (Nom.)
- Adjective Endings 2
- Advent (Christmas)
- Adverbs of Time
- Aerospace Glossary - Astronomy & Space
- Affiliate Program
- All Previous Features
- Almanac (Article)
- Almanac (Reference)
- Alphabet - das Abc ...with AUDIO!
- Animals (Tiere)
- AOL Germany
- Articles by your Guide
- Articles by Topic
- Audio (Lang. Lab)
- Audio, streaming
- Audiobooks
- Australia - Tutors for German
- Authentic Language Sources
- Authors in German Literature
bis
- Zeitungen (Newspapers)
- Zeitschriften (Magazines)
- Zitat des Tages
Akademie (W3)
(E?)(L?) http://www.utm.edu/research/iep/a/academy.htm
(E?)(L?) http://www.akademie.de/
Die "Akademie" ist benannt nach dem Stifter "Academus" (Eponym). Dieser hatte seinen Mitbürgern einen Garten oder Hain im antiken Athen als Sportstätte überlassen. Wie das "gymnastische" "Gymnasium" wurde auch aus der "Sportstätte" eine "Akademie".
...
"Academia" was originally a public garden or grove in the suburbs of Athens, about six stadia from the city, named from Academus or Hecademus, who left it to the citizens for gymnastics (Paus. i. 29).
...
artefact
(E?)(L1) http://members.aol.com/artefact
LESEZEICHEN FUER DEUTSCHLEHRENDE UND -LERNENDE
Nachschlagewerke, Zeitschriften, Sprache, Kultur, Politik, Schule, Studium
350 kommentierte Links für DaF, Deutsch als Fremdsprache, German Studies, Fachsprachen Deutsch. Hilfreich in den Feldern Kultur, Sprache, Medien, Freizeit, Reisen, Politik, Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaften, Recht, Forschung, Bildungswesen, Studium in Deutschland.
Geordnet nach folgenden 19 Rubriken:
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- spezifische Links zu Literaturwissenschaft, Mediävistik und Linguistik
- vertiefende Literatur-Links
B
Bildung (W3)
(E6)(L1) http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/GermLat/Acta/Boehm.htm
(E?)(L?) http://search.freefind.com/find.html?id=5355294&pageid=r&lang=de&mode=ALL&query=bildung
In einer Radiosendung, die ich leider nicht ganz verfolgen konnte, wurde darauf hingewiesen, dass "Bildung" eine Lehnübersetzung des lat. "formatio" = "Gestaltung", "Bildung". Diese "Bildung" bezeichnete ursprünglich die Pflanzenbildung, also deren Gestaltung; daraus ging die Bedeutung "Persönlichkeitsbildung" und schliesslich die "Wissensbildung" hervor.
...
Textanalysen der überlieferten Predigten zeigen, daß Eckhart zur Beschreibung mystischer Erfahrung, des Kairos der Inspiration, die deutsche Sprache durch "bildhafte Ausdruckskraft" und Terminologie schöpferisch bereicherte. Darauf geht letztlich übrigens auch der deutsche Begriff "Bildung" zurück, als "ein-bildung" des "Bildes Gottes" in der Seele.
...
burschikos, -ikos (W3)
"burschikos" wurde in der Studentensprache gebildet aus "Bursch" = "Mitglied einer studentischen Verbindung" und der altgr. Adverbendung "-ikos".
C
Campus, Champion, Camping, Champignon, college campus, Kampf (W2)
(E?)(L?) http://www.campus.de/
(E?)(L?) http://www.firstcampus.com/
(E?)(L?) http://www.kindercampus.de/
(E1)(L1) http://www.westegg.com/etymology/
Das lat. "campus" war der Kasernenhof der römischen Soldaten, der Platz zum militärischen Drill. Davon leitet sich auch ab "Champion" = "der auf dem Feld Erfolgreiche", "Camping" = "Lager auf dem Feld", "Champignon" von lat. "campaniolus" = "der auf dem Feld wachsende" das engl. "college campus" = "der Schulhof" und auch der "Kampf" auf dem Schlacht"feld".
D
DAAD (W3)
"DAAD" steht für "Deutscher Akademischer Austauschdienst".
(E?)(L?) http://www.daad.de/
de-sprach
deutsch-als-fremdsprache
(E?)(L1) http://deutsch-als-fremdsprache.de/daf-links/linksammlung
Internet-Service für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache
Eine hervorragende Linksammlung rund um die deutsche Sprache
Deutschsprachige Suchmaschinen und Verzeichnisse - Bildungsserver und Datenbanken - Institutionelle WWW-Ressourcen für DaF - Wirtschaftsdeutsch - Fachrelevante DaF-Zeitschriften - Medien - Verbände und Foren - Verlage zu DaF und Bibliotheken im Internet - Interaktive Tests und Übungen - Software für den Einsatz im DaF-Unterricht - Die besten Linksammlungen im Bereich DaF - DaF-Seiten nach Ländern - Landeskunde - Interkulturelle Kommunikation - Mailinglisten - Newsgruppen und Diskussionsforen - Weiterführende Lehrerfortbildungsinstitutionen - Wörterbücher - Bibliographien - Sprache und Europa - Webtools für Lehrer
de-sprach
deutsche-kultur-international
(E?)(L2) http://www.deutsche-kultur-international.de/dir/index.html?dir_id=9
Deutsche Sprache:
Die deutsche Sprache ist eine der wichtigsten Kultur-, Wissenschafts- und Verkehrssprachen. Rund 100 Millionen Europäer sprechen Deutsch. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, in weiten Teilen der Schweiz, in Liechtenstein, Luxemburg sowie Teilen Norditaliens, Ostbelgiens und Ostfrankreichs wird Deutsch gesprochen. Neben Russisch ist sie die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa und gehört zu den zehn am häufigsten gesprochenen Sprachen der Welt.
Ob Sie nun Deutsch in Deutschland oder im Ausland lernen wollen - 'Deutsche Kultur International' hilft Ihnen, das richtige Angebot zu finden, und hat für Sie viele Informationen rund ums Deutschlernen zusammengestellt. Sie erfahren hier auch, welche Sprachprüfungen Sie machen müssen, um etwa an einer deutschen Hochschule studieren zu können, wo Sie diese Prüfungen machen können und vieles mehr.
Neben diesen Informationen, die Sie über das Menü abrufen können, hat 'Deutsche Kultur International' die wichtigsten Organisationen, die auf dem Gebiet der Förderung der deutschen Sprache tätig sind, zusammengestellt.
de-sprach
deutsche-sprache -
(E?)(L?) http://www.deutsche-sprache.net/
Didaktik, di, sk (W3)
(E?)(L?) http://bebis.cidsnet.de/weiterbildung/sps/allgemein/bausteine/einfuehrung/begriff_did.htm
von griech. "didaskein" = "lehren". Interessant ist die Präsensreduplikation "di", welche im Altgriechischen für etwas verwendet wurde, was lange dauert, ebenso wie das Infix "sk". Bleibt also der Wortstamm "da", der von idg. "da" kommen könnte.
(A: roge)
Unter dem angegebenen Link findet man Erläuterungen zum Begriff "Didaktik".
de-sprach
deutsche-sprache - Deutsche Sprache
(E?)(L?) http://www.deutsche-sprache.net/
ist ein weltweiter kostenloser Service für alle Menschen außerhalb des deutschen Sprachraums, die sich für die deutsche Sprache und möglicherweise für ein Studium in Deutschland interessieren. Informationen, Antworten auf Fragen zur deutschen Sprache – Grammatik, Lexik, Rechtschreibung usw.; eine Dienstleistung der Universität Mannheim, des Instituts für Deutsche Sprache (Mannheim) und der Deutschen Welle (Köln);
durchrasseln (W3)
Früher wurden "durchgefallene" Studenten mit Rasseln empfangen.
E
Evaluation, valoir, value, évaluer (W3)
(E?)(L?) http://schulen.hagen.de/GSGE/ew/EvalW.html
...
Aus dem lateinischen Verb "valere" ("bei Kräften sein", "wert sein", stammverwandt mit dem althochdeutschen "waltan") entwickelt sich das französische "valoir" (1). Dessen Partizip Perfekt "valu" wird gegen Ende des 12. Jahrhunderts in seiner femininen Form "value" substantiviert (2) mit der Bedeutung "valeur", "prix" (3). Davon wird wiederum das Verb "évaluer" und von diesem das Substantiv "évaluation" (4) gebildet. Im heutigen Französisch bedeutet évaluation "Schätzung", "Ermittlung" oder "Wertbestimmung".
...
F
firstcampus - Uni Guide - Unis im Ueberblick - Unis mit Linguistik-Fachrichtung - Linguistik-Studium
(E?)(L1) http://www.firstcampus.com/
Uni-Guide, der die Suche von Universitäten und Fachhochschulen nach Studienfach und Ort ermöglicht.
Der Link zum "Uni Guide" befindet sich ganz unten auf der Seite.
Die Suche nach "Etymologie" erbrachte keinen Treffer.
Die Suche nach "Linguistik" erbrachte 32 Treffer.
Auf der Ergebnisseite kann man nach folgenden Kriterien weiter eingrenzen.
Allgemeine Sprachwissenschaft (Patholinguistik) | Allgemeine und theoretische Linguistik | Angewandte Linguistik | Angewandte Sprachwissenschaft/Computerlinguistik | Computerlinguistik | Französisch, Linguistik | Germanistische Linguistik | Italienisch, Linguistik | Linguistik | Linguistik (Allgemeine und Deutsche Sprachwissenschaft) | Linguistik, allgemeine | Linguistik, klinische | Linguistik, theoretische | Linguistische Informatik/Computerlinguistik | Spanisch, Linguistik | Sprachwissenschaft/Linguistik | Sprechwissenschaft (Psycholinguistik) | Theoretische Linguistik
Wie man nun Universitäten findet, die spezielle Vorlesungen zur "Etymologie" anbieten, konnte ich nicht herausbekommen. Am vielversprechendsten scheint mir noch "Germanistische Linguistik" zu sein.
Hochschule Studiengang Abschluss Details
- Berlin FU Linguistik (Allgemeine und Deutsche Sprachwissenschaft) Magister Alle Infos
- Berlin HU Germanistische Linguistik Magister Alle Infos
- Berlin TU Sprachwissenschaft/Linguistik Magister Alle Infos
- Bielefeld U Linguistik Magister Alle Infos
- Bielefeld U Linguistik, klinische Magister Alle Infos
- Bochum U Sprachwissenschaft/Linguistik Magister Alle Infos
- Bonn U Sprachwissenschaft/Linguistik Magister Alle Infos
- Bremen U Linguistik Magister Alle Infos
- Dresden TU Angewandte Linguistik Magister Alle Infos
- Duisburg U/GH Computerlinguistik Magister Alle Infos
- Duisburg U/GH Französisch, Linguistik Magister Alle Infos
- Duisburg U/GH Italienisch, Linguistik Magister Alle Infos
- Duisburg U/GH Spanisch, Linguistik Magister Alle Infos
- Erlangen-Nürnberg U Germanistische Linguistik Magister Alle Infos
- Freiburg U Linguistische Informatik/Computerlinguistik Magister Alle Infos
- Gießen U Angewandte Sprachwissenschaft/Computerlinguistik Magister Alle Infos
- Heidelberg U Computerlinguistik Magister Alle Infos
- München U Computerlinguistik Magister Alle Infos
- München U Linguistik, theoretische Magister Alle Infos
- München U Sprechwissenschaft (Psycholinguistik) Magister Alle Infos
- München U Theoretische Linguistik Magister Alle Infos
- Passau U Linguistik Diplom Alle Infos
- Passau U Linguistik, allgemeine Magister Alle Infos
- Potsdam U Allgemeine Sprachwissenschaft (Patholinguistik) Diplom Alle Infos
- Potsdam U Allgemeine und theoretische Linguistik Diplom Alle Infos
- Potsdam U Allgemeine und theoretische Linguistik Magister Alle Infos
- Potsdam U Computerlinguistik Diplom Alle Infos
- Potsdam U Computerlinguistik Magister Alle Infos
- Potsdam U Germanistische Linguistik Magister Alle Infos
- Saarbrücken U Computerlinguistik Diplom Alle Infos
- Stuttgart U Computerlinguistik Diplom Alle Infos
- Stuttgart U Sprachwissenschaft/Linguistik Magister Alle Infos
fremdsprache-deutsch
(E?)(L?) http://www.fremdsprache-deutsch.de/
G
Goethe-Institut
(E?)(L?) http://www.goethe.de/
Das Goethe-Institut bietet z.B. an: "in Deutschland - Deutschkurse", "Deutsch lernen und lehren"
grübeln (W3)
"grübeln", mhd. "grübelen", ahd. "grubilon" ist eine Form von "graben".
(E?)(L?) http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,509609,00.html
Stichwort: DW-WORLD:
Grübeln - Ein bisschen Mathematik hier, eine logische Schlussfolgerung da, und schon haben wir die Lösung unseres Problems… Nein, genau das ist Grübeln leider nicht.
Gymnasium (W3)
Das "Gymnasium" war ursprünglich eine Sportstätte in der gr. "gymnos" = "nackt" Sport trieben.
H
de-sprach
HU Berlin - Lehrstuhl für Geschichte der deutschen Sprache
(E6)(L?) http://www.linguistik.hu-berlin.designato.de/sprachgeschichte/
Lehrstuhl für Geschichte der deutschen Sprache
Institut für deutsche Sprache und Linguistik
Philosophische Fakultät II
Humboldt-Universität zu Berlin
HU Berlin - Etymologie-Suche - Etymology-Search
(E?)(L?) http://www.hu-berlin.de/mnogosearch/
Volltextsuche auf Servern der Humboldt-Universität
(E?)(L?) http://www.hu-berlin.de/mnogosearch/suche.cgi?q=Etymologie
Suchergebnisse: etymologie : 253
Gefundene Seiten: 1-20 von insgesamt 164.
(E?)(L?) http://www.hu-berlin.de/mnogosearch/suche.cgi?q=Etymology
Suchergebnisse: etymology : 56
Gefundene Seiten: 1-20 von insgesamt 38.
Hueber-Verlag
(E?)(L?) http://www.hueber.de/
(E?)(L?) http://www.hueber.de/lerner/wirklich-wahr/index.asp
"Der Max Hueber Verlag ist einer der bedeutendsten Fremdsprachenverlage für Lehr- und Unterrichtsmaterialien in der Erwachsenen- und Weiterbildung, in Schule, Hochschule und im Beruf.
Weltweit führend ist Hueber im Bereich Deutsch als Fremdsprache.
Im Selbstlernbereich bietet Hueber für zahlreiche Sprachen ein medial breit gefächertes Angebot (Printmaterial, Audio- und Videokurse, CD-ROMs) und entwickelt seit neuestem auch Online-Kurse."
Wirklich wahr? - Test - erweitern Sie Ihre Deutschkenntnisse und erfahren Sie ganz nebenbei auch noch viel Interessantes aus den deutschsprachigen Ländern;
I
Interesse, Essenz (W3)
Hin und wider findet man ja den Hinweis, man solle zwischen den Zeilen lesen. Und meistens ist genau das das Interessante ("Inter-esse" = "dazwischen sein"), die "Essenz" ("das Seiende", das was wesentlich ist).
Oftmals ist es aber auch so, dass unterschiedliche persönliche "Interessen" einer gemeinsamen Vorgehensweise entgegenstehen, weil sie sowohl "zwischen" den einzelnen Agierenden als auch "zwischen" dem "Ist" und einer "Lösung" stehen. Dabei reicht es manchmal schon, sich ein wenig von seinen Zielvorstellungen zu lösen.
Ich kann mich allerdings schwach an meinen Deutschlehrer erinnern, der (zu Zeiten, als mich dies noch nicht interessierte) folgende Herleitung propagierte:
"Interesse" ist das, was am "Herd" = "Esse" erzählt wurde. Dies war in früheren Zeiten der Platz, an dem man nach getaner Arbeit zusammenkam, um eine heisse Suppe zu essen und um sich auszutauschen, an dem man Fremde oder Weitgereiste nach Ihren Erkenntnissen aus der Ferne befragte und an dem Gerüchte "brühwarm" ausgetauscht wurden.
Leider weiss ich nicht, ob diese Erklärung zulässig ist; in der Literatur habe ich jedenfalls keinen Hinweis dazu gefunden.
Bei der Gelegenheit ist mir allerdings "Esse" aufgefallen, das in vielen ungeahnten Formen noch aktiv ist.
J
K
Kanone - unter aller Kanone (W2)
(E?)(L?) http://www.kanone.de/
(E2)(L1) http://www.nextz.de/glossen/woerter.html
Die Redewendung "unter aller Kanone" = "unter aller Kritik", "unter jedem Niveau" hat mit "Kanone" nichts zu tun, sondern müsste "unter allem Kanon" heißen. Sie geht zurück auf die Geschichte von einer deutschen Lateinschule, deren Schüler so schlecht waren, daß die Professoren eine Stufenleiter von fünf Zensuren, einen sogenannten "Kanon", einführten. Diese Neuerung scheint nicht viel genützt zu haben, denn die Arbeiten fielen weiterhin meist so schlecht aus, daß die Zensur lautete: "sub omni canoni" = "unter allem Kanon" = "unter jedem Bewertungsmaßstab", was die Schüler scherzhaft mit "unter aller Kanone" übersetzten.
Klausurtagung, Klausursitzung (W3)
(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
Wenn ihr eine Klassenarbeit schreibt, seid ihr in einer "Klausur". Das Wort kommt aus dem Lateinischen ("claudere" heißt "abschließen" oder "verschließen"). Ihr könnt keinen von draußen fragen, seid mit eurer Arbeit für eine bestimmte Zeit alleine im Klassenraum.
In der Politik hört man, dass sich Politikerinnen und Politiker oder Arbeitsgruppen in einer Klausursitzung befinden, um schwierige Fragen zu beraten. Dann wollen sie nicht gestört werden, auch nicht vom Fernsehen, um so in Ruhe und konzentriert arbeiten zu können.
In "Klöstern" (ebenfalls von lat. "claustrum" = "abgeschlossener Raum") gibt es bestimmte Bereiche, die man "Klausur" nennt. Dort halten sich nur die Angehörigen des Ordens, einer bestimmten Glaubensgemeinschaft, zum Gebet und zur Meditation auf und von außen hat niemand Zutritt.
...
L
learnetix
(E?)(L?) http://www.learnetix.de/
- Deutsch
- Englisch
- Geschichte
- Latein
- Physik
- Politik
Lehrgeld - Lehrgeld zahlen (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Die Redensart "Lehrgeld zahlen" ("Lehrgeld geben") geht kulturgeschichtlich auf das Lehrgeld zurück, das früher im Handwerk
für die Ausbildung des Lehrlings von dessen Eltern an den Meister bezahlt werden musste.
Wenn wir heute "Lehrgeld zahlen", dann meinen wir, dass wir eine Erfahrung teuer erkaufen bzw. durch Schaden klug werden.
Wenn jemand sich sehr ungeschickt anstellt oder wir zum Ausdruck bringen möchten, dass jemand etwas wohl nie lernen wird, dann sagen wir auch "Lass dir dein Lehrgeld zurückgeben" (auch Schulgeld).
(© blueprints Team)
lexikonverlag - Sprachberatung
(E?)(L?) http://www.lexikonverlag.de/sprachberatung
Grammatik, Wortschatz, Rechtschreibung
M
Mnemonik, Mnemosyne (W3)
(E?)(L?) http://www.blueprints.de/wortschatz
Der Begriff "Mnemonik" (griech., "Gedächtniskunst") umfasst Merk- und Lernhilfen, die die Einprägung eines Lernstoffs fördern. Vor allem assoziative Stützen in Form von Merksprüchen, Reimen, Rhytmen, Versen sowie graphischen Darstellungen und Systematisierung des Erlernens und Wiederholens werden hierbei verwendet.
"Mnemosyne" ist übrigends die Göttin des Gedächtnisses, Tochter des Zeus und Mutter der Musen.
© blueprints Team
N
O
P
Penne (W3)
In der "Penne" (= "Schule") wurde nicht "gepennt", da standen die "Pennalen" = "Federkasten" (lat. "pennale" = "Federkasten", "Federetui").
(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
Professor (W3)
Der "Professor" ist jemand, der sich "professionell", also "berufsmäßig", mit einer Sache beschäftigt. Im laufe der Zeit wurde es eingeschränkt auf die Wissenschaftliche Tätigkeit. In Italien, dem Ursprungsland des Lateinischen hat es noch etwas von seiner allgemeinen Bedeutung; dort ist jeder ein "professore".
"profiteor" (von lat. "fateor" = "bekennen"): "öffentlich bekennen".
"Professor" ist jemand, der seine Meinung, Ansicht, Lehre öffentlich (im Mittelalter vor allem an den ersten Universitäten) vertritt.
Vgl. auch Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch: "Wer sich öffentlich zu einem Handwerk, Kunst etc. bekennt, muß dieses auch mit dem entsprechenden Sachverstand ausüben und wird dafür haftbar gemacht!" vgl. "Profession".
(A: roge)
Q
R
Rektor (W3)
(E1)(L1) http://www.workpage.de/etym.php
"Leiter einer Schule", von lat. "regere" = "leiten", "lenken", "herrschen", "geraderichten".
S
san - Schulen ans Netz
(E?)(L?) http://www.san.ev.de/
Bundesinitiative
schreibmaschinenkurs
(E?)(L?) http://www.schreibmaschinenkurs.de/
Schule (W3)
Die "Schule" wirkt auf viele Schüler und auch auf einige Erwachsene abschreckend. Dabei hat sie eine mußevolle Herkunft.
Allerdings hatte Aristoteles auch etwas andere Vorstellungen von "Muße". Für ihn gehören sowohl "Erholung" als auch "Arbeit" zum Bereich der "Mußelosigkeit", der "ascholia"
Der Name unserer "Schule" hat seinen Ursprung in der altgriech. "scholé" = "Muße". Während die Gegenwart von "Arbeitszeit" und "Freizeit", das heißt von arbeitsfreier Zeit, spricht, sprach die Antike umgekehrt von "Muße" und "Unmuße"; die Griechen von "scholé" und "ascholía", die Römer von "otium" und "negotium". Anders als die moderne Leistungsgesellschaft hat die antike Mußegesellschaft in der "scholé" oder dem "otium", der "Muße", das "ursprünglich Gegebene", "Positive", in der "ascholía" oder dem "negotium", der "Unmuße", das davon abgeleitete "Negative" gesehen - ein höchst sympathischer Sprachgebrauch.
(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24710
(E?)(L?) http://www.latein-griechisch.gmxhome.de/bartels_schole.htm
(E6)(L?) http://www.schule.at/
Schule in Österreich
(E?)(L?) http://www.stura.uni-leipzig.de/~philog/eth/Schule.html
(E1)(L1) http://www.workpage.de/etym.php
(E?)(L?) http://www.zeitbrief.de/zeitbrief-Archiv/zeitbrief_51-100/zeitbrief_53.html
In dem Artikel "Aristotelische Muße" im "53. my_time Zeitbrief - August 2004" beschreibt Dr. Andreas Schinkel die Entwicklung von der "Muße" zum "Muss" der Schule.
Der Artikel beginnt mit:
"Muße" heißt bei Aristoteles "scholé", ein Wort, aus dem später das Wort "Schule" entstand (...). Für Aristoteles ist die "Muße" von außerordentlicher Bedeutung. In der "Nikomachischen Ethik" heißt es: "Und die "Glückseligkeit" ("eudaimonia") scheint in der "Muße" zu bestehen."
...
Näheres zur Vorstellung des Aristoteles findet man unter dem angegeben Link.
Schulpflicht (W3)
(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
Das war nicht immer so, denn diese "allgemeine Schulpflicht", wie sie genannt wird, gibt es in Deutschland erst seit ungefähr 200 Jahren.
...
Seminar (W3)
(E?)(L?) http://www.euroform.com/
(E?)(L?) http://www.online-seminar.net/
(E?)(L?) http://www.urbanlegends.com/language/etymology/
(E?)(L?) http://www.wiwo.de/seminare
(E?)(L?) http://www.wuv.de/seminarsucher/finden/
von lat. "semen,-inis" = [Same], also eine (Lehr)veranstaltung, in der der Professor einen Samen pflanzt, der Jahre später Früchte trägt. Ich erinnere mich sehr gut und mit Wohlwollen an einen Streit mit einem Professor in einem Seminar aus Allgemeiner Betriebwirtschaftlehre, bei dem wir über die Frage gestritten haben, welcher Anteil am Menschen vererbt und welcher Anteil durch die Umwelt erworben ist (die Kaspar-Hauser-Frage). Mein Professor war damals der Meinung, die Eigenschaften des Menschen seien vererbt. Nach dreissig Jahren muss ich ihm Recht geben, aber so einfach ist die Sache nicht. Aus diesem Seminar schöpfe ich noch heute Anregungen und ich bedanke mich bei diesem Mann (Prof. Dr. Josef Kolbinger), der wahrscheinlich schon längst gestorben ist.
(A: roge)
Die Links:
- euroform: Kongresse Seminare Publikationen
- online-seminar: Online-Seminar "Teaching and Studying in Virtuel Learning Environments"
- urbanlegends: Seminar vs. Ovular
- wiwo: Die Wirtschaftswoche bietet umfangreiche Informationen zu aktuellen Weiterbildungsangeboten.
- wuv: w&v SeminarSucher, der umfassend und aussagekräftig über Seminare aller Art informiert, vom klassischen WerbeSeminar über Kreativ- und PR- bis zum Multimedia-Seminar.
sprachenmarkt
(E3)(L2) http://www.sprachenmarkt.de/
Für
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Spanisch
gibt es jeden Tag einen Newsletter mit der Erklärung eines Wortes.
14-tägig Neuigkeiten, etymologischen Hinweisen, Tipps und Tricks beim Sprachenlernen
Leider gibt es die Newsletter nicht online zum Nachblättern.
stern - Hochschulranking - Germanistik-Studium - Unis mit Germanistik
(E?)(L1) http://www.stern.de/hochschulranking
Auch in diesem Angebot findet man keine Übersicht, an welchen Universitäten "Etymologie" auf dem Lehrplan steht. Auch "Linguistik" ist nicht zu finden. Allerdings findet man unter "Fächer" das Ranking für "Germanistik". Und da sollten doch einige Hochschulen dabei sein, an denen man auch Vorlesungen zur "Etymologie" findet. Dennoch bleibt einem die Nachfrage auf der speziellen Site der Universität oder per Telefon nicht erspart.
Jedenfalls wird an folgenden Hochschulen "Germanistik" gelehrt (12.07.2004):
RWTH Aachen | RWTH Aachen | Uni Augsburg | Uni Augsburg | Uni Bamberg | Uni Bamberg | Uni Bayreuth | FU Berlin | FU Berlin | FU Berlin | HU Berlin | HU Berlin | TU Berlin | Uni Bielefeld | Uni Bochum | Uni Bonn | TU Braunschweig | Uni Bremen | TU Chemnitz | TU Darmstadt | Uni Dortmund | TU Dresden | TU Dresden | TU Dresden | Uni Duisburg-Essen/Essen | Uni Duisburg-Essen/Duisb. | Uni Düsseldorf | Uni Eichst.-Ing./Eichstätt | Uni Erl.-Nürnb./Erlangen | Uni Erl.-Nürnb./Erlangen | Uni Frankfurt a.M. | Uni Freiburg | Uni Freiburg | Uni Gießen | Uni Göttingen | Uni Greifswald | Uni Greifswald | FernUni Hagen | Uni Halle-Wittenberg | Uni Hannover | Uni Heidelberg | Uni Hildesheim | Uni Jena | Uni Jena | Uni Karlsruhe | Uni Kassel | Uni Kiel | Uni Kobl.-Land./Koblenz | Uni Kobl.-Land./Landau | Uni Köln | Uni Konstanz | Uni Leipzig | Uni Lüneburg | Uni Mainz | Uni Mannheim | Uni Marburg | LMU München | LMU München | Uni Münster | Uni Oldenburg | Uni Osnabrück | Uni Paderborn | Uni Passau | Uni Potsdam | Uni Regensburg | Uni Rostock | Uni Saarbrücken | Uni Siegen | Uni Stuttgart | Uni Trier | Uni Tübingen | Uni Tübingen | Uni Wuppertal | Uni Würzburg
studieren-im-netz - Studieren im Netz - Etymologie-Studium im Netz - Unis mit Etymologie
(E6)(L1) http://www.studieren-im-netz.de/
Es fehlte bislang eine zentrale Anlaufstelle, an der sich Studierende, Hochschullehrer und Entwickler einen Überblick darüber verschaffen können, welche Studiengänge, -module und Lehrveranstaltungen im Internet angeboten werden und unter welchen Voraussetzungen diese genutzt werden können. Mit dem Ziel, dieses Defizit zu beseitigen, haben Bund und Länder in der BLK gemeinsam das Online-Informationssystem "Studieren im Netz" eingerichtet. Virtuelles Studieren soll integraler Bestandteil des Studiums an deutschen Hochschulen werden.
Leider wird bei der Suche nach einem Stichwort nur eine Fehlermeldung ausgegeben.
Unter der "Suchwortliste" findet man dann allerdings viele (hundert) Stichwörter wie
- Suchergebnis für: Germanistik: Es wurden 28 Einträge gefunden.
- Suchergebnis für: Linguistik: Es wurden 41 Einträge gefunden.
- Suchergebnis für: Sprache: Es wurden 136 Einträge gefunden.
jedoch
- Suchergebnis für: Etymologie entdecken: Es wurde 1 Eintrag gefunden.
T
Theorie (W3)
griech. "theoria" = [wissenschaftliche Betrachtung] vgl. dazu auch griech. "theo" = [laufen, eilen], verwandt mit ai. 'dhavante' [laufen], ahd. 'tou' und nhd. 'der Tau'!
Nach Carl Popper ist das Charakteristikum einer wissenschaftlichen Theorie ihre Falsifizierbarkeit. Das heisst, eine Theorie muss Voraussagen treffen und wir können dann feststellen, ob die Theorie richtige Prognosen gemacht hat oder nicht. Eine sehr sichere Theorie ist das Newton`sche Gravitationsgesetz, welches uns sagt, warum Körper auf die Erde zurückfallen und wie wir einen Mann auf den Mond schicken können. Weit unsicherer ist die Theorie des deutschen Bundeskanzlers Schröder, dass eine Steuersenkung einen Wirtschaftaufschwung bringt.
(A: roge)
Nach diesen Ausführungen kann man zusammenfassen: Solange es 'läuft' wird eine Theorie akzeptiert.
(E?)(L1) http://www.phillex.de/
Von den vielen Theorien findet man im "Lexikon der Philosophie" folgende "Teilmenge" behandelt:
- Abbildungstheorie der Wahrheit
- Abschreckungstheorie
- Argumentationstheorie
- Bündeltheorie der Referenz
- Disquotationstheorie der Wahrheit
- dito-Theorie der Wahrheit
- Einordnungstheorie
- Emergenztheorie
- Epizyklentheorie
- Erkenntnistheorie
- Erkenntnistheorie, fundamentalistische
- Erlanger Schule, Wahrheitstheorie der
- Evidenztheorie der Wahrheit
- Handlungstheorie, deskriptive
- Handlungstheorie, normative
- Handlungstheorie, rationale
- Intersubjektive Wahrheitstheorie
- Kausaltheorie
- Kohärenztheorie
- Kohärenztheorie, formale
- Kohärenztheorie, substantielle
- Konsenstheorie der Wahrheit
- Konsenstheorie, diskursive
- Konsensustheorie der Wahrheit
- Konventionalistische Korrespondenztheorie der Wahrheit
- Korrespondenztheorie der Wahrheit
- Korrespondenztheorie der Wahrheit, konventionalistische
- No-truth-Theorie der Wahrheit
- Performative Wahrheitstheorie
- Perzeptionstheorie, direkte realistische
- Perzeptionstheorie, kausale
- Perzeptionstheorie, naive realistische
- Perzeptionstheorie, repräsentative
- Phänomenologische Wahrheitstheorie
- Pragmatische Wahrheitstheorie
- re-enactment-Theorie
- Redundanztheorie der Wahrheit
- Referenz, Bündeltheorie der
- Referenztheorie, kausale
- Semantische Wahrheitstheorie
- Skeptische Wahrheitstheorie
- Sprechakttheorie
- Theorie des subnotio
- Theorie, kritische
- Übereinstimmungstheorie der Wahrheit
- Wahrheitstheorie der Erlanger Schule
- Wahrheitstheorie, intersubjektive
- Wahrheitstheorie, performative
- Wahrheitstheorie, phänomenologische
- Wahrheitstheorie, pragmatische
- Wahrheitstheorie, semantische
- Wahrheitstheorie, skeptische
- Werttheorie
- Werttheorie, emotive
- Wissenschaftstheorie
- Zitat-Tilgungs-Theorie der Wahrheit
U
uccellis
(E?)(L?) http://www.uccellis.ud.it/Webschmurr/dialog.htm
Übungen auf
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Uni
Die 'Uni' ist natürlich eine kleine 'Universität'. Hier traf sich die Gesamtheit der Lehrenden und Lernenden. (lat. 'universitas' = 'Gesamtheit'; vgl. 'Universum' = 'das Gesamte')
Uni Düsseldorf - Deutsch als Fremdspache
(E?)(L?) http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/daf
Uni München - Sprachtest Deutsch
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100 Seiten; sprachliche Intelligenz-Messung; sind die angebotenen Wörter in der deutschen Sprache vorhanden oder nicht?
Uni Trier
Krünitz - Studentenwörter
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Studentenwörter, diejenigen Wörter und Redensarten, die bei den Studiosen üblich sind; s. Studentenlexikon. Hier Einige dieser Wörter und ihre Bedeutung.:
Abiturient, ein von der Hochschule Abgehender | Absegeln, davon gehen, die Hochschule Schulden oder eines Duells halber verlassen | Abwichsen, abprügeln, derb durchhauen | Altes Haus, ein Student im fünften Semester | Ankeilen, etwas anschaffen, z. B. Geld, geschehe es nun auf welche Weise es wolle, hauptsächlich aber durch den Versatz von Kleidungsstücken, Büchern etc | Anschiß, beim Duelle, die Verwundung, die Einer von den Duellanten erhält, gleichviel ob sie ihm durch einen Hieb oder Stich versetzt, oder <177, 21> beigebracht wird | Anwichsen, etwas anschaffen | Baaria, das baare Geld | Bemooster Bursche, ein Student, der schon zwei Jahre auf der Hochschule ist, oder dieselbe besucht | Benamsen, benennen | Biercomment, der Brauch beim Biertrinken auf Commerschen oder in der Kneipe | Bierconvent, eine Versammlung der Studenten, die beim Biertrinken oder Biere gehalten wird. Bei der Existenz der Landsmannschaften, war es die Versammlung eines Korps, einer einzelnen Landsmannschaft, z. B. der Frankonia, der Marchia, der Saxonia, Vandalia, Thüringia, Teutonia, Constantia etc | Biergöttin, Cerevisia benannt, welche die Studenten verehren | Bierskandal, eine Bierfehde, die in einem gewissen Quantum Biers besteht, das zwei Studenten sich anheischig gemacht, zu sich zu nehmen, und worüber Sekundanten zu beiden Seiten wachen. Der Erste, der unterliegt, hat die Fehde verloren, welches die Sekundanten bestimmen und öffentlich in der Kneipe proklamiren | Bleyvogel, eine feile Dirne | Bluten, bezahlen müssen, welches ehemals oft die Musensöhne traf, wenn sie beim Jubiliren die Fenster einwarfen, die Laternen auf den Straßen zerstörten, oder bei einem Pereatbringen Unfug begingen; so auch bei einer Katzenmusik | Brander, Brandfuchs, ein Student im zweiten Semester | Brennen, durchbrennen, davon gehen, ohne zu bezahlen, seine Schulden im Stiche lassen | Brummer, die Geldforderer, Mahner | Burschencomment, der Burschenbrauch, s. Comment | Cartellträger, der Ueberbringer einer Herausforderung zum Duell | Chargen, Aemter bei den burschenschaftlichen und landsmannschaftlichen Verbindungen, und die Chargirten waren die Beamten bei einer solchen Verbindung | Cerevisia, s. Biergöttin | Cereviskappe, die beim Fuchscommersch durchlöcherte Mütze, auch jede Studentenmütze von <177, 22> Kneipanten | Comment, der Burschenbrauch; s. unter Student, Th. 176, S. 576 | Commentbursche, ein Student, welcher den Comment versteht und ihn ausübt | Commentreiterey, die praktische Befolgung des Comments in allen seinen Theilen; dann hat man noch den Siecomment, den Ducomment, den Hiebkomment, den Stoßcomment und den Kneipcomment, Alles Regeln, wie man sich bei vorkommenden Fällen, wo man zu handeln hat, hierin benehmen soll | Commersch oder Commers, ein Trinkgelag, eine Trinkgesangsbelustigung von Universitätskneipanten, oder eine Trinkgesellschaft der Studenten, wobei zugleich gesungen wird. Einige dieser Gelage führen besondere Namen, wie z. B. der Fuchscommersch, wobei der Landesvater und andere Lieder gesungen werden; s. unter Student, Th. 176, S. 580. Wochencommersche, die in Jena alle vierzehn Tage abgehalten wurden, und worauf sich alle Landsmannschafter einfanden, die jedesmal von einem Korps, welches die Musik bezahlte, eingeladen wurden; jetzt eingegangen. Dergleichen Gelage wurden besonders von den Korpsburschen oder Landsmannschaftern begangen | Commerschiren, ein Trinkgelage feiern, welches Musensöhne begehen | Commerschlieder, lustige Lieder oder Arien, die bei den Commerschen gesungen werden, größtentheils Trinklieder | Commilitonen, Gefährten, Mitgefährten im Allgemeinen, und Vereinsburschen insbesondere auf einer Hochschule | Confirmationsschnipel, der Frack oder Leibrock, der auch bloß Schnipel genannt wird | Consenior, der zweite Vorsteher, der Untervorsteher | Contrahiren, unterhandeln bei Duellen | Convent, die Zusammenkunft der Landsmannschaften, Burschenschaften etc. unter sich, das heißt, jedes einzelne Korps, und der Generalconvent, wo alle Landsmannschafter zu einer gemeinschaftlichen Versammlung zusammen ka<177, 23>men oder traten, um über einen Aufzug, eine Schlittenfahrt etc. zu berathschlagen | Dämmern, umhergehen, spazieren gehen | Decken, freihalten, bei einem Schmause oder Trinkgelage | Deponiren, einen angehenden Studenten mit einer gewissen Feierlichkeit zur Aufnahme in die Matrikel fähig machen, worüber er einen Depositionsschein (signum depositionis) erhielt. Dieser Gebrauch ist jetzt auf den Hochschulen abgeschafft, doch kommt das Wort deponiren noch vor | Doktor, Lehrer; auf einen Doktor studieren, so und so viele Gläser Bier trinken, bei einer Bierfehde | Dornknüppel, der Ziegenhainer oder Renommistenstock, der Burschenknüppel | Ducomment, der Brauch auf einigen Hochschulen sich Du zu nennen, wie z. B. in Jena, Halle etc., wo jeder Student ohne Unterschied, sobald er auf die Hochschule kommt, gleich mit Du angeredet wird, zum Unterschiede von dem Siecomment, wo das Sie nur gebräuchlich ist, wie z. B. in Berlin, Göttingen, Erlangen, Wien, München, überhaupt auf den meisten Hochschulen Deutschlands. Dieses Sie schließt aber das Du beim Brüderschafttrinken nicht aus, und in sofern giebt es auch Dutzbrüder auf den Hochschulen, wo der Siecomment herrscht | Dutzbruder, s. das vorhergehende Wort | Einpacken, nicht fortkommen können, in einer Sache aufhören. Er hat im Reden, Disputiren etc. einpacken müssen, ist darin stecken geblieben, nicht fortgekommen | Extern, plagen, peinigen. Von seinen Schuldforderern, seinen Gläubigern geextert werden | Famos, berüchtiget | Famulus, ein armer Student, der bei einem Professor in den Hörsälen Handreichungen thut, die Plätze beschlägt, auch, wo kein Quästor auf der Hochschule ist, das Honorar für die Kollegia eintreibt, und dafür manchen Genuß von dem Professor hat, auch dessen Bibliothek, <177, 24> Kabinette etc. benutzen kann. In Halle wird ein solcher Student Fiskal genannt | Fidel, lustig, heiter, aufgeräumt; Fidelität, Aufgereimtheit, Lustigkeit | Finke, ein Student in Jena, der sich zu keiner Verbindung hält | Floriren, lustig und in guten Umständen seyn, Geld zu verzehren haben | Flott, froh, lustig; flott leben, lustig leben, flott trinken, meisterhaft trinken, ein flotter Bursche, ein aufgeräumter, lustiger Bursche, der viel Geld sitzen läßt, die Kneipen fleißig besucht | Freinacht, die Erlaubniß, eine Nacht hindurch zu commerschiren, bei besonderen Gelegenheiten | Fuchs, der Student im ersten Semester seines Besuchs der Hochschule | Fuchscommersch; s. unter Commersch, und unter Student, Th. 176, S. S. 580 | Fuchsmajor, ein Titel, welchen derjenige Student erhält, der sich als Fuchs zum ersten Male schlägt, und seinen Gegner verwundet | Fuchskollegium, die Logik oder Vernunftlehre, weil sie die angehenden Studenten zuerst hören | Gifthütte, die Brandweinschenke; Giftier, der Brandweinschenker | Goldfuchs, ein Student im fünften Semester, der auch bemooster Bursche etc. genannt wird | Hahn, ein renommirter Student; daher Kampfhahn, derjenige, welcher sich im Schlagen oder Stoßen auszeichnet, ein geübter Hieb= oder Stoßfechter, Schläger etc. ist; Bierhahn, ein Student, der sich im Biertrinken auszeichnet, viele feiner Mitkneipanten unter den Tisch getrunken hat | Hänseln, so viel als deponiren, zu einer Sache einweihen, zum Studieren einweihen | Hauspump, Hausduhmen, der Credit beim Wirthe | Hundsfott, die Beschimpfung eines Studenten, welche zum Duell nöthiget, oder ein Duell bedingt, wie auch dummer Junge, wenn dieses Schimpfwort Einem aufgebrummt wird | Jubeln, sich lustig machen, sich belustigen, besonders durch Trank und Gesang | <177, 25> Kameel, ein Name derjenigen Studenten, die in keiner Korpsverbindung stehen, besonders in Halle | Kampfhahn, s. unter Hahn | Katzenjammer, eine Entledigung des Ueberflusses an Getränken und Speisen nach einer durchschwärmten Nacht, auch selbst während des Jubelns | Keilen, etwas anschaffen; Keilsystem, Jemanden zu einer Verbindung locken, gleichsam anwerben; ankeilen, anlocken; verkeilen, versetzen. Er hat seine Kleider, seine Bücher verkeilt, versetzt | Kneipe, das Bierhaus, die Bierschenke, worin Studenten verkehren; auch die Wohnung des Studenten. Kneipwirth, der Bierschenker. Kneipant, derjenige, welcher einkneipt oder einspricht, um zu trinken. Daher Kneipanten, die durstigen Musensöhne. Mitkneipant, der Gefährte, welcher die Kneipe mit besucht. Kneipen, in eine Kneipe einkehren, um zu trinken | Knoten, eine Benennung der Handwerksburschen auf einigen Hochschulen; s. auch unter Student, Th. 176, S. 566 | Kohlen, auf Jemanden durch allerhand verfängliche Reden eindringen; auch heißt kohlen durchnehmen | Koramiren, herausfordern | Koram nehmen, Jemanden einer Sache halber zur Rede stellen | Korps, ein Verein von Studenten aus einer Provinz, einer Gegend, auch Landsmannschaft genannt. Korpsbursche, ein Student, welcher zu einer solchen Verbindung gehört. Korpskneipe, ein Wirthshaus, worin die Korpsburschen zusammen kommen | Kuchenprofessor, der Kuchen= oder Zuckerbäcker, bei dem die Studenten auch einsprechen | Kümmeltürke, ein Student, der in der Umgegend einer Hochschule, worauf er studiert, zu Hause gehört | Landsmannschaft, Korps, ein Verein von Studierenden aus einer Gegend, oder einer Provinz eines Landes, auch wohl aus einem ganzen Landestheile, die sich zu einem gemeinsamen Beistande auf der Hochschule <177, 26> verbunden hatten, und als äußeres Verbindungszeichen die Landesfarben trugen, z. B. dergleichen farbige Müzzen, Pfeifenquasten etc.; s. auch Korps, oben, und unter Student, Th. 176, und Studentenverein | Ledern, tapfer, tüchtig, dann auch trocken, steif | Lungenhieb, ein beißender Verweis, eine Satyre | Luxen, abschwatzen, Jemanden etwas auf eine listige Art zu entziehen suchen | Maaßregeln, eine Art des Consilirens, s. unter Student, Th. 176, S. 679 | Manichäer, die Gläubiger der Studenten; manichäern, mahnen | Markus, der Marqueur in den Wein=, Bier= und Kaffeehäusern; auf einigen Hochschulen wird er auch Pontus genannt | Mensur, die Distanz, welche beim Fechten und bei Duellen zwischen den Fechtenden oder Duellanten gehalten wird | Mist, Verlegenheit; auf dem Miste seyn, in Verlegenheit seyn, kein Geld und keinen Kredit haben | Monarchen, die harten Thaler, daher Preußische, Sächsische Monarchen, harte Thaler | Moneten, Geld, Baarschaft | Mosen, Gelder | Muckern, die Stube hüten, fleißig studieren | Nachtouschiren, Worte nach einer Beleidigung noch wechseln; nicht mehr nachtouschiren, kein Wort nach einer kränkenden Beleidigung mehr wechseln, sondern foxdern, oder den Beleidiger nicht achtend verlassen; denn niedrige Beleidigungen etc. wurden in der Regel von dem Seniorenconvente bestraft | Ochsen, tüchtig arbeiten, das Versäumte nachholen | Opfern, Geld spenden | Ordiniren, zu einem Amte einweihen, besonders die Kandidaten | Orgeln, liebkosen, karessiren | Orkus, die Unterwelt, eine Kammer mit Stroh belegt, neben dem Commerschsaale, nach dem Hofe hinaus, worein Charon, der Fährmann, die beim Commersche unter den Tisch gesunkenen Trinker mit seinen Gehülfen schleppte, um <177, 27> sich daselbst von dem Rausche zu erholen, und geschah dieses nicht, so wurden sie bei Beendigung des Commersches, gegen Mitternacht, auf einen Wagen geladen, und nach der Stadt zu ihrer Wohnung gefahren | Paffen, Tabakrauchen, und der Paffer, der Tabakraucher oder Schmaucher | Patent, fein, zierlich, wird von Studenten gesagt, die sich sehr zierlich kleiden, und zu den Kameelen oder Finken gehören. Ein patenter Bursche, ein feiner, zierlicher Studiosus, ein Stutzer | Pauken, schlagen, sowohl auf dem Fechtboden, als auch im Duelle, daher die Paukbinde, die um den Leib beim Stoßfechten gelegt wird; die Paukhosen, der Paukhut, die Paukhandschuhe, beim Hiebfechten, wattirte oder ausgestopfte Beinkleider von Leder, ein starker Filzhut, Büffellederne Stulphandschuhe, die bis zum Ellenbogen reichen. Einpauken, heißt sich sowohl im Fechten dergestalt üben, daß man es mit Jedem im Pauken übernehmen kann, als auch sich in der Kneipe im Biertrinken üben. Niederpauken, im Duelle seinen Gegner verwunden. Paukant, der sich mit dem Hieber oder der Stoßwaffe schlägt oder stößt. Paukhahn, der im Schlagen sehr geübt ist, eine große Fertigkeit besitzt. Paukpraxis, die Uebung im Pauken. Paukwuth, die übertriebene Lust, sich zu duelliren, das Verlangen und Aufsuchen von Skandalen, um ein Duell zu beginnen | Pereiren, ein Pereat bringen | Philister, der Nichtstudierende, derjenige, der nicht das akademische Bürgerrecht hat, also jeder Staatsbürger ohne Unterschied, sobald er nicht Student ist | Pichen, zechen, viel trinken | Pillen geben, Verweise; beim Duelle wird es auch von Kugeln geben verstanden | Poenen, verpönen, eine harte Strafe worauf setzen | Pokuliren, trinken | Potentaten, die Füße; auf schwachen Potentaten stehen, auf schwachen Füßen | Proklamiren, beim <177, 28> Trinken, die Anzahl der getrunkenen Gläser bei einer Bierfehde bekannt machen | Promoviren, zu einer Würde erhöhen; auch mitnehmen, stehlen. Er hat meinen Schlafrock promovirt, mitgenommen, gestohlrn | Prost, Herr Bruder! wird beim Trinken gebraucht, und heißt so viel, als: Wohl bekomme es! worauf der Andere antwortet: Reprost! indem er dadurch den Trinkgruß zurückgiebt | Pro poena trinken, beim Commersch, ein oder mehrere Gläser leeren, und wer dieses nicht kann, begeht einen Verstoß oder Verschiß | Pump, der Kredit; einen guten Pump haben, einen guten Kredit; der Hauspump, der Kredit bei den Wirthsleuten. Pumpen, auf Kredit nehmen | Verquasen oder verquisten, verschwenden. Er verquast seine Zeit, verschwendet sie | Recommandiren, die ledernen Beinkleider hinten auswattiren, ausstopfen, damit sie prall sitzen | Rempeln, im Commerschsaale umherrennen, und sich gegenseitig mit den Armen stoßen | Renommiren, sich sowohl in der Kleidung, als auch in seinen ungebundenen freien Manieren auszeichnen, daher der Renommist; s. unter Student, Th. 176, S. 571 | Renonce, bei den Korpsbrüdern oder Landsmannschaftern, diejenigen, welche in ein Korps aufgenommen zu werden wünschen, also noch nicht recipirt sind, und hierauf eine Anwartschaft haben, da sie schon auf den Comment verpflichtet worden | Revociren, zurücknehmen, vor einem Duelle den Schimpf, die Beleidigung | Rezipiren, aufnehmen, z. B. in eine Gesellschaft; daher die Rezeption, Aufnahme | Rüffel, ein Verweis | Saalathen, eine Benennung der Studenten in Halle und Jena, weil beide Städte an der Saale liegen, so wie die Leipziger Studenten Pleißathen heißen | Satisfaktion, Genugthuung geben oder nehmen. Er giebt mir keine Satisfaktion, keine Genugthu<177, 29>ung | Schassen, fortjagen, den Abschied geben | Schießen, stehlen | Schisser, Stubenschwitzer; derjenige Student, der fleißig arbeitet, erhält diesen Namen von seinen lustigen Commilitonen | Schiß haben, in Schulden stecken | Schleppen, auch collé schleppen, einen Studenten aufs Karzer bringen, welches auf einigen Hochschulen von den Pedellen geschieht, auf andern aber von den Schnurren oder Häschern. Das Schleppgeld, welches der Student dafür bezahlen muß, welches auch Sitzgeld genannt wird | Schmachten, sich nach Jemanden sehnen. Laß sie schmachten, ein Mädchen, es warten oder sitzen lassen, besonders auf Bällen etc | Schmollen, böse seyn, einen Groll auf Jemanden haben | Schmollis, beim Trinken, schmal aus, rein aus, so daß nichts in dem Glase bleibt, bis auf die Nagelprobe. Schmollis! Herr Bruder, beim Zutrinken: rein aus, worauf der Andere erwidert: Fiducit, auf deine Freundschaft | Schnabeliren, was Gutes essen, was für den Schnabel paßt, ihm behagt | Schnabelweide, ein Kuß von einem hübschen Mädchen; auch Speisen, die den Gaumen kitzeln | Schnurren, betteln, herumgehen, und um ein Viatikum ansprechen; auch die Häscher auf Hochschulen; ferner Possen, lustige Einfälle | Schuppen, vom breiten Stein, von den Steinen in der Mitte der Straße hinab stoßen, welches von den Studenten auf den Universitäten geschieht | Schürzenstipendium, eine Unterstützung von einem Frauenzimmer | Schuß haben, nicht recht klug sein | Schwaddroniren, unnützes Zeug reden, viel zusammen schwatzen | Schwänzen, ein Kollegium versäumen, nicht hören | Schwindeln, närrische Streiche machen. Schwindelgeist, Jemand, der allerlei thörichte, alberne Dinge vornimmt | Schwitzen, beim Examen | Schwulität, Verlegenheit, unangenehme Dinge | Semester, ein <177, 30> halbes Jahr auf Hochschulen. Das Triennium hat sechs Semester. Das Sommer= und das Wintersemester, das Sommer= und das Winterhalbjahr, worin studiert wird | Senior, der Vorsteher einer Ordensverbindung oder einer Landsmannschaft. Auf ihn folgt der Subsenior oder Consenior, Untervorsteher, welcher oft die Stelle des Seniors vertritt. Sie und der Sekretair machen den Seniorenconvent oder bilden den Seniorenconvent, und heißen Chargirte oder Beamte | Seniorenconvent, das Amt, welches vom Senior bei einer Landsmanschaft werwaltet wird, und dann machen die Vorsteher einer Verbindung, einer Landsmannschaft, dieses Amt aus | Seniorenconvent, die Versammlung der Senioren aller Landsmannschaften auf einer Hochschule, zur gemeinsamen Berathung über einen Aufzug, Fackelzug, eine Schlittenfahrt etc | Siecomment, s. Ducomment | Skisiren, sich, davon gehen, heimlich weggehen oder entfernen | Spannen, noch eine Flasche zusammen trinken, wenn schon Jeder seine Portion genossen hat | Speyer, eine Stadt, in welcher ehemals der Reichstag gehalten wurde. Man sagt daher: Nach Speyer appelliren, wenn man den Ueberfluß von sich geben, sich übergeben muß | Spießer, Gelder | Spionircohorte, werden die Pedelle und deren Anhang auf einer Hochschule genannt, weil sie überall auf die Studiosen lauern und ihre Handlungen beobachten | Stechen, Jemanden traulich wovon benachrichtigen und vor einer Sache warnen | Steigen, in die Höhe gehen; mit den Gläsern steigen, mehr Gläser, als man gewöhnlich zu trinken gewohnt ist, zu sich nehmen. Sich versteigen, beinahe eben so viel, als sich vergalloppiren, zu weit oder unrecht gehen, einen Fehltritt thun | Stibitzen, wegnehmen, stehlen | Skandal, Verdruß, Lärm, Ungelegenheit. Skandaliren, Lärm machen. Sich worüber skandalisiren, sich über <177, 31> Etwas ärgern, einen Anstoß woran nehmen. Skandalös, ärgerlich, anstößig | Striegeln, Jemanden aufziehen, sowohl in Worten, als in Schriften | Stubenarrest, bei den Studenten eine Strafe, wenn denselben von dem Rektor oder Prorektor anbefohlen wird, die Stube nicht zu verlassen | Stubenbursche, ein Student, der mit einem andern auf einer Stube wohnt | Subsenior, Consenior, der Untersenior oder zweite Senior bei einer Landsmannschaft oder einem Korps | Suppenautor, der Gastwirth, bei dem Studenten speisen | Taxiren, etwas mitgehen heißen, mitnehmen, ohne anzufragen, stehlen | Theereiten, sich bei einem Professor in Gunst setzen | Theek, schlecht, geringe. Ein theeker Kerl, ein elender Mensch, der kein Geld und keinen Kredit hat. Ich bin theek, bettel arm | Theekessel, ein einfältiger Mensch, auch Jemand, der sich eingezogen hält | Tief, wird beim Pereat gebraucht. Pereat tief! ist dem Vivat hoch! entgegengesetzt | Treten, Einen, ihn drücken, heftig zusetzen, mahnen | Trommeln, austrommeln, so viel wie auspochen, welches auf Hochschulen ehemals bei Füchsen geschah; s. unter Student, Th. 176. S. 564 | Trumpfen, abtrumpfen, Einem einen Verweis geben | Uebers Ohr hauen, betriegen | Verkeilen, versetzen | Verlustiren, sich lustig machen | Verruf, im, Verschiß, Einen von allen Handlungen ausschließen | In Verruf erklären, bei den Landsmannschaften, Jemanden außer dem Gesetze erklären, so daß er nicht eher wieder an irgend einer Zusammenkunft, einem Commersche, Feste etc. Theil nehmen kann oder zugelassen wird, als bis der Verruf aufgehoben worden. Der in Verruf Erklärte war auf die Dauer der Strafe, die nicht unter einem halben Jahre verkürzt wurde, ehrlos, besonders in Jena. Bei ehrlosen Handlungen wurde der perpetuelle Verruf er<177, 32>kannt | Verschiß, ein Verstoß, ein Fehler, in Verschiß gerathen, ist beinahe soviel, als in Verruf kommen, wenn nämlich gegen den Burschencomment etc. ansehnlich gefehlt worden | Verschnallen, verkaufen | Versilbern, zu Gelde machen | Vigiliren, nach hübschen Mädchen schauen, auf sie mit den Augen Jagd machen | Wetzen, den Degen auf den Steinen, geschieht, wenn die Studenten Einen herausfordern oder provociren wollen | Wichs, in, Putz, in Wichs seyn, sehr geputzt, in Galla erscheinen | Wichsen, prügeln; aufwichsen, zu Essen und zu Trinken auftragen | Wolle, in der Wolle seyn, bei guten Umständen | Zechbruder, Trinkbruder
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