Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Militarismus, Militarismo, Militarisme, Militarismo, Militarism

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08/15 (W3)

Dt. "0 8 15", "08 / 15", "08-15", "08/15", "0815", "Null Acht Fuffzehn", "Null Acht Fünfzehn", "Nullacht-Fünfzehn", "Nullachtfünfzehn" = dt. "allgemein", "banal", "von durchschnittlicher Qualität", "schon oft gesehen", "Allerwelts-", geht zurück auf ein Maschinengewehr LMG 08/15, das im Jahr 1908 im deutschen Heer eingeführt und im Jahr 1915 verändert wurde. Im Jahr 1916 wurde das neue "Leichte Maschinengewehr" (mit 17,6kg wesentlich leichter als das bis dahin eingesetzte MG 08 mit 62,2kg) zum Standardgewehr des deutschen Heeres. Das Einerlei des sich ständig wiederholenden Unterrichts an dieser Waffe führte in der Soldatensprache zu der Redewendung.

Allgemein bekannt wurde die Bezeichnung durch den deutschen Schriftsteller Hans Helmut Kirst (1914-1989), der seiner Romantrilogie über den Zweiten Weltkrieg aus den Jahren 1954/55 den Titel "08/15" gab.

Hans Hellmut Kirst, Schriftsteller (05.12.1914 (Osterode (heute: Osteróda)) - 23.02.1989 (Bremen)), Werke: Der Weltkriegsoffizier Hans Hellmut Kirst bemühte sich nach 1945 nicht nur in 60 Trivialromanen um eine Vergangenheitsbewältigung, sondern sprach sich auch in heftigen Angriffen auf Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß gegen die Wiederbewaffnung aus.

Seine Trilogie "Null- Acht- Fünfzehn" mit den Bänden "In der Kaserne", "Im Krieg", "Bis zum Ende" von 1954 beschrieb Leben und Leiden von Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg, sie wurde mit Joachim Fuchsberger und Mario Adorf erfolgreich verfilmt. Der Titel bezog sich auf ein 1908 entwickeltes und 1915 verbessertes Maschinengewehr mit der Typnummer 08/15 – im Zweiten Weltkrieg galt es schon als veraltet.

Durch Kirsts Romane wurde die Zahlenkombination zum Synonym für sinnlosen militärischen Drill, in dem die Waffe zum Einsatz kam. Danach wandelte sich die Bedeutung erneut: Als 08/15 bezeichnen wir verächtlich etwas vollkommen Durchschnittliches, das weder neu noch originell ist.

(E?)(L?) http://www.arte.tv/de/der-ausdruck-0815/1429078.html

Sendung vom 25. Februar 2007 - 25/02/07

der Ausdruck: 0815

Nikola Obermann ist keine 0815-Journalistin. Heute entwirrt sie in Nullkommanichts einen deutsch-französischen Zahlensalat. Geben Sie Acht!
...


(E?)(L?) http://www.deutschlandradiokultur.de/fuer-die-katz.1306.de.html?dram:article_id=193516

Das ist (nur) 08/15


(E?)(L?) http://www.djfl.de/entertainment/djfl/1020/102333.html

08/15: • Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •


(E?)(L?) http://www.duden.de/suchen/dudenonline/08/15

nullachtfünfzehn


(E?)(L?) http://faql.de/etymologie.html

Woher kommt der Ausdruck "08/15"?


(E1)(L?) http://www.fragenohneantwort.de/fragen/180/08-15/

08/15


(E?)(L?) http://www.geo.de/GEO/interaktiv/frage-des-tages/archiv.html


(E?)(L?) http://www.geo.de/GEO/interaktiv/frage-des-tages/woher-stammt-die-redewendung-0815-fuer-etwas-gewoehnliches-74076.html

30.1.2013: Woher stammt die Redewendung "08/15" für etwas Gewöhnliches?


(E?)(L?) http://mundmische.de/bedeutung/1424-08_15

"08/15", "0815"


(E?)(L?) http://www.nextz.de/glossen/08-15.htm

Null (08/15)


(E?)(L?) http://www.phraseo.de/phrase/nullachtfuenfzehn-0815/

Nullachtfünfzehn (08/15)


(E5)(L1) http://www.redensarten-index.de/

08/15; nullachtfünfzehn; null-acht-fünfzehn


(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-nullachtfuenfzehn-08-15-a-311740.html

Nullachtfünfzehn (08/15)


(E?)(L?) http://www.sprichwoerter-redewendungen.de/redewendungen/0815-nullachtfuenfzehn/

08/15 (Nullachtfünfzehn)


(E1)(L1) http://www.w-akten.de/begrifflichkeiten.phtml

08/15 | Null Acht Fuffzehn


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Redewendungen

Das Maschinengewehr Typ MG 08/15 war das Standard-MG der Deutschen im Ersten Weltkrieg 08/15 (Gesprochen: Null-acht-fünfzehn) — Mittelmäßig, einfach, gewöhnlich, standardisiert.


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/N#Nullachtf.C3.BCnfzehn

Nullachtfünfzehn


(E?)(L?) http://www.wispor.de/wp-red-n.htm#08/15

08/15


(E?)(L?) http://www.woher-stammt.de/details.html?id=124&AktuelleSeite=0

0815


(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2015-03

A

Aggression, Grad, Ingredienzen, Kongreß, Progression (W3)

(E?)(L?) http://www.peterkernverlag.de/forum/messages/939.html
Dass Aggression ausschließlich im Sinne von "Kriegerischer Angriff" benutzt wird, ist offensichtlich eine relativ neue Variante seit dem 18. Jahrhundert (zuerst im Französichen aufgetaucht).
Natürlich lässt es sich auf lateinische Ursprünge zurückführen: lat. "ad" = "heran"; lat. "gredi" = "schreiten"; also "heran-gehen", "sich begeben zu", "sich an jemanden wenden", "ihn angehen" (nicht zerstörerisch, sondern mit einem Begehren oder Wunsch).
Auch: "unternehmen", "beginnen", "versuchen" - in dem Sinne "eine Sache angehen", "in Angriff nehmen". Und dann gibt es noch "aggressio" = "Anlauf des Redners", also den "Beginn der Rede".
Die Bedeutung "angreifen" im Sinne des Feindlichen gab es auch, aber nicht ausschließlich.
Also "Hingehen" war offensichtlich gleichbedeutend mit "zugreifen" - also wenn man sich schon hinbewegt, dann deshalb, weil man dort auch was will.
Die Wurzel "gred" = "schreiten" ist übrigens auch enthalten in "Grad", "Ingredienzen", "Kongreß", "Progression".

Alarm (W3)

von it. "all'arme" = "zu den Waffen"

Allianz (W3)

kommt von frz. "allier" und dieses von lat. "alligare" = "anbinden", "verbinden". Eine "Allianz" ist also ein "Bündnis".

Am Riemen reißen (W3)

(E?)(L?) http://www.prosieben.de/wissen/galileo/galilexikon/


Die Redewendung "Am Riemen reißen" entstammt dem Militärjargon im ersten Weltkrieg. Der Riemen (= "Gürtel") mußte sich auch auf schwierigem Terrain bei den Soldaten in der vorgeschriebenen Position befinden.

an den Hut stecken (W3)

(E?)(L?) http://www.prosieben.de/wissen/galileo/galilexikon/
Die Redewendung "An den Hut stecken" gibt es erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Unehrenhaft aus der Armee entlassenen Soldaten wurde eine Papierblume an den Hut gesteckt. Das war also nicht gerade ein Ehrenzeichen.

Heute kann sich die negative Bedeutung der Redewendung allerdings auch auf den entsprechenden Gegenstand beziehen, den man sich "an den Hut stecken" kann.

andere Feldpostnummer (W3)

Von einem Bekannten wurde ich gefragt, warum "von der anderen Feldpostnummer" "homosexuell sein" bedeutet? Ich konnte dazu jedoch nichts finden. Ursprünglich bezeichnete diese Formulierung, dass es sich um "gegenerische Einheiten" handelt. Anscheinend wurde diese Formulierung gelegentlich auch in dem genannten Sinn umgedeutet. Ganz allgemein scheint diese Formulierung von Kriegsnostalgikern noch benutzt zu werden, um im zivilen Leben Individuen oder Gruppen zu bezeichnen, die nicht dem "eigenen Lager" angehören.

(E?)(L?) http://www.feldpostsammlung.de/

Feldpost im Zweiten Weltkrieg - War letters in World War II


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Feldpostnummer

...
In der Landsersprache wurden gegnerische Soldaten scherzhaft als "Kollegen von der anderen Feldpostnummer" bezeichnet. Im Spielfilm "Fronttheater" (1942) sucht Heli Finkenzeller ihren Mann René Deltgen in Griechenland, wobei ihr als einziger Anhaltspunkt die Feldpostnummer 88000 dient.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Feldpostnummer
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Feldpostnummer" taucht in der Literatur um das Jahr 1910 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-05

Anstand
anständig (W3)

Heute hält man sich bei der Schlacht am kalten Büffet zurück, wenn man Anstand hat. Früher hielt man sich auf dem echten Schlachtfeld zurück (mhd. "anstand" = "Waffenstillstand", "Aufschub" von "anstan" = "zum Stehen kommen"). Daraus hat sich die heutige Bedeutung "sich gehören" herausgebildet.

auf eigene Faust (W3)

Am 13.05.2004 stellte K. Riedel die Frage, wieso man mit dem Rad "auf eigene Faust" unterwegs sein kann.

Zur Redewendung "auf eigene Faust" ("etwas auf eigene Faust tun", "etwas auf eigene Faust versuchen = "ohne fremde Hilfe", "auf eigene Verantwortung") konnte ich keine genaueren Hinweise finden. Deshalb will ich es einmal "auf eigene Faust" probieren. Auch wenn die Mausschubserei und Tastenkläpperei am PC nicht gerade mit dem Symbol der "Faust" vereinbar ist.

Ich vermute jedenfalss, dass die Redewendung schon etwas abgeschliffen wurde und ursprünglich eher lautete: "sich auf die eigene Faust verlassend". Als Entstehungsort naheliegend wäre demnach der Boxkampf. Allerdings vermute ich, dass die Herkunft weiter zurückliegt, vielleicht sogar eine Lehnübersetzung aus dem Lateinischen ist. Sie dürfte wohl spätestens in Zeiten des Rittertums entstanden sein. Dort war es nicht unüblich Stellvertreter in den Turnierkampf oder in die Schlacht zu schicken. Ja für Könige, deren Leben natürlich nicht ohne Grund gefährdet werden durfte, gab es viele Ritter, die es als ehrenhaft ansahen, eine Lanze stellvertretend zu brechen. Aber dann gab es dann doch immer wieder die Notwendigkeit, eine Sache eigenhändig, sich "auf die eigene Faust" verlassend durchzuführen. Auch Handwerksmeister dürften sich bei anspruchsvollen Aufgaben nicht auf die Gesellen sondern "auf die eigene Faust" verlassen haben. In diesem Umfeld dürfte die Redewendung also entstanden sein. "Auf eigene Faust" heisst also nicht, dass man auf den eigenen Fäusten lief oder saß, sondern dass man etwas eigenhändig (tatkräftig) anpackte.

Am 05.08.2009 schrieb Kristian Siedenburg:


...
Eine andere Erklärung wäre dagegen, dass der Begriff aus der Lohnzahlung kommt, da man früher sein Gehalt bar auf die Hand bzw die Faust bekam. Davon abgeleitet konnten Arbeitnehmer ohne Lohnfortzahlung von der Arbeit fern bleiben. In dem Fall bekamen sie in dieser Zeit nichts "auf die Faust" bzw lebten "auf eigene Faust" .

Belegt ist diese Erklärung allerdings nicht.
...


(E?)(L?) http://www.fernsehserien.de/index.php?serie=3224
Auf eigene Faust - Eine Familienangelegenheit (GB 1980)

(E?)(L?) http://www.fernsehserien.de/index.php?serie=3766
Auf eigene Faust (USA 1990-1993)

(E?)(L?) http://www.film-zeit.de/Film/13101/WALKING-TALL--AUF-EIGENE-FAUST/Inhalt/
Walking Tall - Auf eigene Faust

(E?)(L?) http://www.moviemaze.de/media/trailer/1144,walking-tall-auf-eigene-faust.html
Walking Tall - Auf eigene Faust

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/f.php


(E?)(L?) http://www.tv-kult.de/index.php?tvdbid=3766&m=SA&title=Auf+eigene+Faust
Auf eigene Faust

(E?)(L?) http://www.tv-kult.de/index.php?tvdbid=3224&m=SA&title=Auf+eigene+Faust+-+Eine+Familienangelegenheit
Auf eigene Faust - Eine Familienangelegenheit

Auf Tuchfühlung gehen (W3)

(E?)(L?) http://www.prosieben.de/wissen/galileo/galilexikon/
Dieser Ausdruck, der heute eher eine erotische Komponente besitzt, stammt aus dem Militärjargon. Bei der Aufstellung in Reih und Glied musste die Soldaten darauf achten, dicht an dicht mit den Nebenmännern zu stehen - so nah, dass sich die Ärmel berührten.

Avantgarde (W3)

(E?)(L?) http://derstandard.at/?url=/?id=1497536

... Nach einem etymologischen Exkurs zu den Wurzeln des Wortes "Avantgarde", das - "gar net so modern" - aus der Militärsprache 1825 als "bewaffnete Vorhut" ausritt, definierte Jungwirth den Begriff neu: "Ein Allerweltswort für Versuch und Irrtum."
...


B

Befehl, befehlen (W2)

Der "Befehl" war im Mittelhochdeutschen ein "bevel" = "Übergabe", "Obhut". Die Verbform "befehlen" hieß mhd. "bevelhen" und ahd. "bifelhan" = "übergeben", "anvertrauen". Die weitere Herkunft soll ein untergegangenes Wort mit der Bedeutung "etwas (der Erde) anvertrauen", "begraben" sein. Daraus entwickelte sich die Bedeutung "etwas zum Schutz anvertrauen".

Die ursprünglichen Bedeutungen kann man noch erkennen in Ausdrücken wie "Gott befohlen", "ich befehle meinen Geist in deine Hände" = "(sein Schicksal Gott) übergeben", "anbefehlen" = "sich unter jemandes Schutz stellen".

Die weitere Herkunft könnte lat. "appellare" = "anreden", "anregen" und die Wurzel ide. "*pel" = "begraben" sein.

bescheuert, scheuern (W3)

"scheuern" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für "schlagen"; und wenn man jemanden lange genug schlägt, kann er leicht "den Verstand verlieren", also "bescheuert" werden;

Block, Blockhaus, Blockade, blockieren (W3)

(E?)(L?) http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,275956,00.html
Die "Blockade" könnte sieht zwar nach einer französischen Erfindung aus,und könnte auf frz. "blocage" zurück gehen. es ist jedoch vermutlich erst aus dem Niederländischen schon im 13.Jh. ins Französische gelangt und beruht auf einer germ. Bezeichnung für einen "Baumstumpf", "Holzklotz".
Dies ist noch im "Blockhaus", das es auch asl frz. "blockhaus" gibt, erkennbar. Auch die Palisaden, die oftmals auch um ein "Blockhaus" erstellt wurden, waren aus Holzpfählen, die eben den freien Zugang verhinden sollten. So entwickelten sich die "Blockade" und das Verb "blockieren", das nun jedoch auf dem Umweg über frz. "bloquer" zurück ins Deutsche kam.
Ursprünglich im militärischen Bereich (vermutlich über ital. "bloccata") entstanden wurden auch in anderen Lebensbereichen "Blockaden" aufgebaut. Und so entstanden die "Seeblockade" (noch militärisch), die "Sitzblockade", die "Wirtschaftsblockade", die "Berliner Blockade" (24.06.1948 - 12.05.1949), das "Antiblockiersystem" und die Abkürzung "ABS", die psychische "Blockierung" u.a.
Nun kann man nur hoffen, dass sie noch keine "Denkblockaden" errichtet haben.

C

D

demolieren (W3)

Das dt. "demolieren" = "zerstören" stammt von frz. "démolir" = "niederreißen" und weiter auf lat. "demoliri" zurück und wurde/wird vor allem im militärischen Umfeld gerne angewandt ("zerstören von Festungsbauten").
Das lat. "demoliri" setzt sich zusammen aus dem verneinenden Präfix "de-" und lat. "moliri" = "errichten" (wobei "moliri" auch allein schon die Bedeutung "zerstören" haben kann). Die weitere Grundlage ist lat. "moles" = "Masse, Last, Bau".

Deserteur (W3)

Der "Deserteur" (17. Jh.) = dt. "Fahnenflüchtiger", "Überläufer", geht zurück auf frz. "déserteur", lat. "desertor", und setzt sich zusammen aus lat. "de-" = dt. "nicht-", "un-" und lat. "serere" = dt. "aneinanderfügen", "aneinanderreihen", "fügen", "reihen".

Adelung meint dazu:


Der "Deserteur", aus dem Französischen, ein Soldat, welcher seinen Stand eigenmächtig und böslich verläßt; ein "Ausreißer", der, wenn er zum Feinde übergehet, ein "Überläufer" genannt wird. Daher "desertiren", verb. reg. neutr. mit seyn, seine Fahne oder seinen Stand böslich verlassen, ausreißen; die "Desertion", das "Ausreißen", die "Ausreißung". Ehedem nannte man einen "Ausreißer" einen "Heerflüchtigen", und in noch frühern Zeiten, wie z. B. im Salischen Gesetze, Austrappo, die "Desertion ader Herisliz", gleichsam "Heereslassung", "Heeresverlassung". Im Oberdeutschen ist für "Deserteur" auch "Durchgänger" bekannt, so wie man für "desertiren", auch im Hochdeutschen "durchgehen" gebraucht.


(E?)(L?) http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=369
Deserteursberatung zu Berliner Erklärung der EU

(E?)(L?) http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=1390
Strache und die Wehrmachtsdeserteure

(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

deserteurblech | deserteursblech | deserteursverhehler | deserteurverhehler




(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERD.pdf


(E?)(L?) http://encyclopedie.uchicago.edu/node/175


(E?)(L?) http://artfl.uchicago.edu/cgi-bin/philologic31/search3t?dbname=encyclopedie1108&word=&dgdivhead=%5Ed&dgdivocauthor=&dgdivocplacename=&dgdivocsalutation=&dgdivocclassification=&dgdivocpartofspeech=&dgdivtype=&CONJUNCT=PHRASE&DISTANCE=3&PROXY=or+fewer&OUTPUT=conc&POLESPAN=5&KWSS=1&KWSSPRLIM=500


Erstellt: 2010-07

desertieren (W3)

Dt. "desertieren" (17. Jh.) = dt. "fahnenflüchtig werden" geht über frz. "déserter" zurück auf lat. "desertare", "deserere" = dt. "verlassen", "abtrennen", "im Stich lassen". Dieses setzt sich zusammen aus lat. "de-" = dt. "nicht-", "un-" und lat. "serere" = dt. "aneinanderfügen", "aneinanderreihen", "fügen", "reihen".

(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/showverb.php?verb=desertieren


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERD.pdf


Erstellt: 2010-07

Desertion (W3)

Dt. engl. "desertion" = dt. "Verlassen", "Imstichlassen", mil. "Fahnenflucht", setzt sich zusammen aus lat. "de-" = dt. "nicht-", "un-" und lat. "serere" = dt. "aneinanderfügen", "aneinanderreihen", "fügen", "reihen". Wörtlich bedeutet es etwa "Nicht (mehr) zusammenfügen" = "Auseinandernehmen".

(E2)(L1) http://web.archive.org/web/20120331173214/http://www.1911encyclopedia.org/Desertion


(E?)(L?) http://www.bartleby.com/6/414.html
Impromptu on Dumourier's Desertion of the French Republican Army

(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/
Desertion ==> Fahnenflucht

(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/04750a.htm


(E?)(L?) http://www.oedilf.com/db/Lim.php?Word=desertion
Limericks on desertion

(E2)(L1) http://dictionary.reference.com/browse/desertion


(E?)(L?) http://www.sex-lexis.com/Sex-Dictionary/desertion


(E?)(L?) http://encyclopedie.uchicago.edu/node/175


(E?)(L?) http://artfl.uchicago.edu/cgi-bin/philologic31/search3t?dbname=encyclopedie1108&word=&dgdivhead=%5Ed&dgdivocauthor=&dgdivocplacename=&dgdivocsalutation=&dgdivocclassification=&dgdivocpartofspeech=&dgdivtype=&CONJUNCT=PHRASE&DISTANCE=3&PROXY=or+fewer&OUTPUT=conc&POLESPAN=5&KWSS=1&KWSSPRLIM=500


Erstellt: 2010-07

E

Ernst (W2)

"Ernst" = ahd. "ernust", Abstraktum zu ide. "er-"/"or-" = "sich erheben (gegen)", verwandt griech. "eris" = "Streit", "Kampf", griech. "epereia" = "Kränkung", "Drohung"), lat. "adorior" = "ich greife an".
Da wird es also eirklich "Ernst", wenn es "Ernst" wird.

Es riecht nach Bratkartoffeln (W3)

Soldatendeutsch: "Es herrscht Gasgefahr."

Bratkartoffeln, Sauté potatoes, Pommes sautées, Patate saltate, Patatas salteadas

(E?)(L?) http://www.euphemismen.de/Alle/


F

Faust
Faustrecht
Faustregel
Faustpfand
es faustdick hinter den Ohren haben
wie die Faust aufs Auge
confaust (W2)

Die Herkunft der "Faust" (ahd. "fust") ist bis heute ungeklärt. Eine der Vermutungen besagt, dass es gemeinsame Wurzel mit der Zahl "fünf" hat, wegen der fünf Finger. Eine andere Herleitung bezieht sich auf eine Wurzel mit der Bedeutung "stechen", "stossen".

Trotz dieser unklaren Herkunft hat es die "Faust" weit gebracht. Sie ist in vielen Begriffen und Redewendungen zu finden. Da gibt es zum einen das "Faustrecht", das die Ausnutzung der Stärke ironisch beschreibt. Die "Faustregel" ist zwar auch recht grob, hat aber wohl doch einen etwas friedlicher Hintergrund. Die Regel ist noch etwas ungenauer als die "Abschätzung über den Daumen". Und das "Faustpfand" ist das Pfand, das man auch wirklich in der Faust hält.

Ja und dann gibt es eben Redewendungen wie: Die meisten der Redewendungen erklären sich von selbst. Allerdings wäre es dennoch interessant, etwas genaueres über ihre Herkunft zu erfahren.

Früher sassen der Schalk und die Verschlagenheit als kleine Dämonen in kleinen Wülsten hinter dem Ohr. Und je dicker diese Wülste waren, desto durchtriebener war der unter dem Dämon Leidende. Und umso mehr, wenn er es "faustdick hinter den Ohren" hatte.

"Das passt wie die Faust aufs Auge" hatte ursprünglich die Bedeutung "es passt überhaupt nicht", denn was hat die Faust auf dem Auge zu suchen. Allerdings wurde es immer wieder auch zu ironischen Bemerkungen verdreht. Und schliesslich nahm es (auch) die Bedeutung "es passt genau" an, also das genaue Gegenteil.
(Demnach gehört diese Redewendungen zu den Ausdrücken, die ihre Bedeutung im Laufe der Zeit komplett umgekehrt haben.)
Heute ist es oft nicht mehr auszumachen, ob diese Aussage nun ernsthaft oder ironisch gebraucht wird und ob der Sprecher sich bewusst ist, auf welcher Bedeutungsebene er sich gerade bewegt. Jedenfalls habe ich schon ernsthafte Aussagen mit beiden Bedeutungen und ironische Aussagen mit beiden Bedeutungen gehört.

Das bei "www.wordcentral.com" zu findende englische Verb "confaust" hat allerdings nichts mit der "Faust" zu tun. Es setzt sich zusammen aus "confusion" = "Verwechslung", "Durcheinander" und "exhaustion" = "Erschöpfung". Es bezeichnet also so etwas wie ein "erdrückend wirkendes Chaos".

Neben der "geballten Hand" gibt es auch noch eine literarische Figur namens "Faust". Dazu gibt es weitere Hinweise in der Kategorie "Literatur".

(E?)(L?) http://www.duden.de/service/newsletterarchiv/archiv/2003/030725.html
"passen wie die Faust aufs Auge"

(E?)(L?) http://www.fragenohneantwort.de/kurz.htm#faustdick
faustdick hinter den Ohren

(E5)(L1) http://www.redensarten-index.de/
"Faust" als Suchbegriff eingeben

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,277663,00.html


(E1)(L1) http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/ra-mat.htm
faustdick hinter den Ohren haben

(E?)(L?) http://www.wordcentral.com/byod/
confaust

Feldwebel
Webel (W3)

Der "Feldwebel" erfuhr im Laufe der Geschichte eine Degradierung. War er bis 1918 der höchste Dienstgrad eines Unteroffiziers, so wurde er in der Bundeswehr zum niedrigsten Dienstgrad eines Unteroffiziers. Der "Webel" hat eine zivile Herkunft als mhd. "weibel", ahd. "weibil" = dt. "Gerichtsbote". Da sich der Gerichtsbote immer in Bewegung befand, nannte man ihn nach dem Verb "weibon" = dt. "sich hin und her bewegen". In dieser Familie findet man auch das noch erhaltene Verb dt. "weben". Gemeinsam mit ndl. "weven", engl. to "weave", schwed. "väva" gehen sie zurück auf eine postulierte Wurzel ide. "*uebh-" = dt. "weben", "flechten", "knüpfen", "sich hin und her bewegen".

Man hat auch eine Verbindung zu altind. "urna-vábhi-h" = dt. "Spinne" (wörtlich dt. "Wollweber") und griech. "hýphos" = dt. "das Weben" hergestellt. Das lit. "vebzdeti" bedeutet dt. "wimmeln", "durcheinanderbewegen". Auch die dt. "Wespe", dt. "Wabe" ("Gewebe", "Geflecht") und dt. "Waffel" ("Gewebe", "Geflecht") gehören in diese Wortfamilie.

Der dt. "Feldwebel" hat anscheinend auch seinen Weg nach Frankreich gefunden.

Adelung schreibt dazu:


Der "Feldwebel", des -s, plur. ut nom. sing. der erste und vornehmste Unter-Officier bey einer Compagnie zu Fuß, der eine genaue Aufsicht über die Compagnie hat; der Sergeant. Dessen Gattinn die Feldwebelinn. S. "Webel".

Der "Serschant", des -en, plur. die -en, eine aus dem Französischen "Sergeant" entlehnte Benennung des ersten und vornehmsten Unterofficiers bey den Fußvölkern, welcher auch "Feldwebel" genannt wird. Es ist schon sehr frühe aus dem Französischen entlehnet worden, und lautet schon bey dem Hornegk "Sariant", der es aber theils für einen jeden Knecht oder Diener, theils auch für einen Soldaten, er diene nun zu Fuße oder zu Pferde, gebraucht. Das Franz. "Sergeant", welches von dem Lat. "serviens" abgeleitet wird, aber auch wohl von "schergen", "Scherge" abstammen könnte, war ehedem gleichfalls in der weitern Bedeutung eines Dieners üblich. Nachmahls wurde es auf den "Feldwebel" eingeschränket, vermuthlich, weil er gleichsam des Majors Diener ist, die Losung bey demselben abhohlet, u. s. f. In den gemeinen Sprecharten lautet dieses Wort oft "Scharschant".

Die "Wabe", plur. die -n, ein nur in einigen Gegenden bekanntes Wort, eine "Wachsscheibe aus einem Bienenstocke" zu bezeichnen, welche im Hochdeutschen das "Gewirk", in andern Gegenden aber das "Rooß", das "Wefel", die Tafel, der Kuchen heißt. Die "Honigwabe", eine solche Scheibe mit Honig.

Anm. "Wabe", schon bey dem Notker Vuaba, in manchen Gegenden "Wesel", ist augenscheinlich mit dem Lateinischen "favus" verwandt, ohne daß es eben davon abstammen dürfte, indem die Bienenzucht, und folglich auch die hir angemessene Sprache, in den nördlichen Gegenden gewiß so alt ist, als in den südlichen. Das Stammwort von beyden ist ohne Zweifel in dem Verbo "weben" zu suchen, so fern es ehedem "wirken", "arbeiten" überhaupt, bedeutete. Es wird solches so wohl durch den gleichbedeutenden Hochdeutschen Ausdruck das "Gewirk", als auch durch das provinzielle "Wefel", bestätiget, welches so wohl das "Gewebe", ingleichen den "Einschlag eines Gewebes", als auch eine "Wachsscheibe aus einem Bienenstocke", bezeichnet.

1. Die "Waffel", plur. die -n, das "Maul", besonders ein großes Maul in verächtlichem Verstande; ein nur in den niedrigen Sprecharten, besonders Oberdeutschlandes, übliches Wort. Auch im Angels. ist "waffel" das "Maul", und "Geafla", der "Schlund", im Wallisischen "Gwefl", die "Lippe". Die Bedeutung der großen und weiten Öffnung scheint die herrschende zu seyn.

2. Die "Waffel", plur. die -n, eine Art viereckiger dünner Kuchen, welche auf den breiten Flächen gitterförmig sind, und diese Gestalt in dem Waffeleisen erhalten, in welchem sie gebacken werden. Nieders. "Wafel", Engl. "wafer", Franz. "gaufre"; wovon das mittlere aber auch eine Oblate bedeutet. Vielleicht wegen der netz- oder gitterförmigen Gestalt von "Wabe", Lat. "Favus".

Der "Waibel", S. "Webel".

1. Die "Webe", plur. die -n, ein nur im Leinwandshandel übliches Wort, ein Stück Leinwand von einer gewissen Anzahl Ellen, welche sich doch nicht überall gleich ist, indem man Weben von 42 bis 72 Ellen hat. Es ist von "weben", und die Wurzel von "Gewebe". * Das "Webe" gebraucht Opitz noch von einem "Spinnengewebe".

2. Die "Webe", plur. die -n, ein veraltetes, und nur noch in der Deutschen Bibel befindliches Wort, von "weben", "schwingen". Er webete eine Webe, 3 B. Mos. 8, 29. S. "Weben".

Das "Webel", des -s, plur. von mehrern Arten, ut nom. sing. nur in einigen Gegenden, der "Einschlag", "das Werft"; von "weben", weil dieses es eigentlich ist, was in den Aufzug gewebet wird.

* Der "Webel", des -s, plur. ut nom. sing. ein in Hochdeutschen für sich allein veraltetes und nur noch in der Zusammensetzung "Feldwebel" übliches Wort. Im Oberdeutschen hingegen, wo es "Waibel", "Weibel" lautet, ist es noch völlig gangbar, und bedeutet daselbst den "Gerichtsdiener". Des Weibels recht ist och, das er zu den vier dingen gebieten sol den hubern, heißt es in dem Saalbuche des Klosters Ebersheim bey dem Schilter. In der Schweiz ist der "Freyweibel" eine obrigkeitliche Person unter dem Amtmanne. Es ist gleichfalls von "weben", in der weitern Bedeutung des "Bewegens", weil der "Webel" eigentlich von seinen Obern zu Verschickungen gebraucht wird. Ehedem bedeutete daher "Weibel" auch ein "Wanderer".

Die "Webeleine", plur. die -n, in der Seefahrt, Leinen oder Stricke, von der Stärke eines kleinen Fingers, so wohl Taue damit zu binden, als auch zu andern Bedürfnissen.

"Weben", verb. reg. welches in doppelter Gestalt gefunden wird 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, "sich bewegen" besonders, "sich langsam bewegen"; eine längst veraltete Bedeutung, welche noch in der Deutschen Bibel vorkommt. In ihm leben, weben und sind wir. Man gebraucht es nur noch zuweilen im gemeinen Leben, aber immer in Verbindung mit dem Verbo leben: alles lebt und webt an ihm, ist an ihm in Bewegung. Einige neuere Schriftsteller haben dieses veraltete Wort wieder in die witzige Schreibart einzuführen gesucht. Es webet, wallt und spielet Das Laub um jeden Strauch, Haged. Der junge Baum webt und schauert, und fühlet die Glieder im Morgenodem der erweckten Schöpfung, Herd. wo aber die Zweydeutigkeit mit weben, texere, einen komischen Nebenbegriff veranlasset, der wider die Würde der edlen Schreibart ist, und die Täuschung der mahlerischen verdirbt. 2. Als ein Activum. (1) * "Langsam hin und her bewegen", "schwingen"; eine gleichfalls veraltete Bedeutung, welche auch nur noch in der Deutschen Bibel vorkommt, besonders von einer Art Opfer, welche empor gehoben und gegen die vier Gegenden des Himmels beweget wurden. Daher eine "Webe" "weben", "Webebrot", "Webebrust" u. s. f. allein der Deutschen Bibel. (2) Durch Einschießung eines Fadens in einen ausgespanntes Aufzug hervor bringen; die einzige noch gangbare Bedeutung. Leinwand, Tuch, Taffet, Spitzen, Teppicht weben. Auch als ein Neutrum, weben, lernen, weben können, sich vom Weben nähren. S. auch Wirken. Daher das Weben.

Anm. In allen Bedeutungen schon bey den ältesten Oberdeutschen Schriftstellern "uueban". Im Schwed. ist "vesva", "umgeben", bey dem Ulphilas "waiban", bey welchem daher auch "Waib" eine "Krone" ist; "väfva" aber "weben", "texere", Nieders. "weven", Angels. "wefan", Engl. to "weave". In den Monseeischen Glossen bedeutet "weapon", "fluctuare". Man siehet leicht, daß der Begriff der "Bewegung" der Stammbegriff ist, und daß "weben", "texere", nur eine Anwendung dieses allgemeinen Begriffes auf einen besondern Fall ist. Verwandte dieses Wortes sind "Webel", "schweben", "schweifen", "Weife", "Wiebel", vielleicht auch "Wipfel", besonders aber Lat. "vivere" und Griech. "???", zumahl da auch "leben" ursprünglich "sich bewegen" bedeutet. In den gemeinen Mundarten hat man davon die Iterativa und Intensiva "webeln" und "webern", "sich lebhaft, schnell bewegen", von welchen das letztere noch Ps. 65, 9, in der Deutschen Bibel vorkommt. Im Hause hevum webeln; mit Händen und Füßen webern. Eben daselbst ist "webelig", "lebhaft", "thätig", ein webelicher Mensch. Ehedem ward dieses Verbum irregulär conjugirt, ich webe, wob, gewoben oder geweben, welche Form im Hochdeutschen aber längst veraltet ist.

Das "Wefel", des -s, plur. ut nom. sing. ein nur in den gemeinen Mundarten einiger Gegenden übliches Wort, so wohl den "Einschlag des Webers" und auch das "Gewebe" selbst, als auch die "Waben", oder das "Gewirke" der Bienen, zu bezeichnen. Eben daselbst hat man auch das Verbum "wefeln", welches besonders von den Bienen gebraucht wird. Die Biene wefelt, d. i. bauet. Es stammet vermittelst der Ableitungssylbe el von dem Verbo "weben" her.

"Weibel", S. "Webel".

"Wibel", "Wibeln", S. in "Wiebel" u. s. f.

Der "Wiebel", des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, besonders Oberdeutschlandes, ein Nahme des braunen oder schwarzen Kornwurwes, Curculio granarius Linn. welcher vollständig auch "Kornwiebel" genannt wird. Im Oberdeutschen scheinen mehrere Arten von Insecten, besonders solche, welche die Erbsen durchfressen, den Nahmen der Wiebeln zu führen. Im Nieders. ist "Wevel", im Angels. "Wifel", im Schwed. "Tordyfvel", und im Friesischen "Scharnwefel" ein Käfer. Der Grund der Benennung liegt ohne Zweifel in der "Bewegung", von dem folgenden "wiebeln". Im Niedersächsischen ist daher "Dönewevel", ein brausender, unruhiger Mensch, der immer herum schwärmet, ein Sausewind.

"Wiebeln", verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, sich in vollen Haufen bewegen. So sagt man z. B. von einer Menge sich bewegender Insecten, es wiebelt alles von Maden, Käfern, ingleichen in Verbindung mit kriebeln: es kriebelt und wiebelt alles von Menschen. Logau gebraucht dieses gemeine Wort in der Poesie: Da vor Freuden alles wiebelt, Da mit gleichen gleiches liebelt.

Anm. Es ist das Intensivum oder Iterativum von "weben", in der ältern weitern Bedeutung des Bewegens, und in der Bedeutung mit wimmeln verwandt. In einigen Oberdeutschen Gegenden, z. B. im Nürnbergischen, ist "verwiebeln" und "zuwiebeln", ein Loch in einem Kleidungsstücke stopfen oder verstechen.

Die "Windwebe", plur. die -n, im gemeinen Leben, der von dem Winde zusammen gewehete Schnee. Es ist von "wehen", und sollte eigentlich "Windwehe" heißen.

Der "Wipfel", des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Wipfelchen, der obere leicht bewegliche Theil der Bäume und Gewächse. Hoch stehet dein Wipfel empor, Geßn. von der Eiche. Der leichte Zephyr küßte Die Pflanzen dieser Insel, Und sein Gefolge wiegte Die Wipfel dieser Insel, Haged. In dem Forstwesen wird oft der ganze mit Ästen bewachsene Theil eines Baumes der "Wipfel" genannt. An den Faschinen ist das obere Ende der Wipfel, im Gegensatze des untern, oder des Sturzes.

Anm. Schon im Willeram "Wipfela". Es ist nicht von dem folgenden "wippen", welches nach einer ganz andern Form, obgleich von eben derselben Wurzel, gebildet ist, sondern unmittelbar von "weben", so fern es ehedem "bewegen" überhaupt bedeutete; "pf" ist ein Intensivum, wie "Gipfel" von "Giebel", "hüpfen" von "heben", "rupfen" von "raufen", "schnupfen" von "schnieben", "schupfen" von "schieben"; aber doch kein so hartes als "wippen". Da hier der Begriff der "Bewegung" wesentlich ist, so ist leicht begreiflich, daß man zwar "Gipfel" für "Wipfel", aber nicht dieses für jenes, gebrauchen könne. "Gipfel" ist das Geschlecht, "Wipfel" die Art; letzteres bedeutet einen "beweglichen Gipfel".

Die "Wippe", plur. die -n. 1. Der Zustand, da etwas wippet; figürlich, und ohne Plural. Auf der Wippe stehen, in Gefahr, unglücklich zu werden. Sein Glück stehet auf der Wippe. 2. Der Zustand, da etwas gewippet wird; auch ohne Plural. Einem Verbrecher die Wippe zuerkennen, die Strafe, gewippet zu werden. Die Kippe und Wippe, das strafbare Beschneiden und Auswiegen der Münzsorten, wofür doch Kipperey und Wipperey üblicher ist. 3. Ein Werkzeug, welches wippet, d. i. sich um einen Punct schnell auf und nieder beweget; in welcher Bedeutung es verschiedene Arten von Wippen gibt. Ein in der Mitte aufliegendes Bret, worauf sich Kinder zu schaukeln pflegen, heißt in manchen Gegenden eine "Wippe", sonst auch eine "Schaukel". In Niedersachsen ist "Wippe" oder "Wuppe" ein Stürzkarren, wo der um eine Achse bewegliche Kasten niederfällt, die Ladung auszuschütten. Auch der "Schnellgalgen" heißt in manchen Gegenden die "Wippe", oder der "Wippgalgen". In den Seestädten ist es eine Art einfachen Krahnes, Lasten damit aus den Schiffen und in dieselben zu winden. Die Wippe der Nadler ist ein eiserner Hebel, vermittelst desselben die Knöpfe auf die Schäfte der Stecknadeln aufzustampfen. Bey Sammt- und Zwillichwebern, in den Münzen, an den Thurmuhren u. s. f. sind die Wippen ähnliche Hebel oder Wagebalken, andere Theile schnell zu heben, oder fallen zu lassen. Bey den Drechslern ist es die lange biegsame Stange, woran die Darmsaite befestiget ist. S. "Wippen".

Die "Wippel", plur. die -n, in einigen Gegenden der Nahme des Kornwurmes, S. "Galander".

"Wippen", verb. reg. act. schnell auf und niedersteigen machen. So pflegen sich die Kinder zu wippen, wenn sie sich auf einem in der Mitte aufliegenden Brete schaukeln. Münzen wippen, sie auf eine strafbare Art auswiegen; am häufigsten in Verbindung mit kippen, kippen und wippen, Münzen beschneiden und auswiegen. Einen Verbrecher wippen, ihn an einem Schnellgalgen aufziehen und plötzlich wieder fallen lassen.

Anm. Im Nieders. "wippen" und "wuppen", im Schwed. "wippa". Es ist ein doppeltes Intensivum von "weben", so fern es ehedem "bewegen" überhaupt bedeutete, indem die Verwandlung des "b" in "p", und die Verdoppelung desselben, Merkmahle der gehäuften Intension sind, durch die Vertauschung des gedehnten "e" mit dem geschärften kurzen "i" aber, die schnelle Bewegung angedeutet wird.

Der "Wipper", des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher wippet; am häufigsten von demjenigen, welcher die Münzen auf eine unerlaubte Art auswieget, und in Verbindung mit dem Worte Kipper; Kipper und Wipper.


(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/etymologie/feldwebel

FELDWEBEL, subst. masc.

Etymol. et Hist. 1915, (Mercure de France, no417 1ersept. ds Quem. DDL t. 12). Empr. à l'all. "Feldwebel", de même sens (dep. le xvies. ds Kluge; Weigand).


(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/definition/feldwebel

FELDWEBEL, subst. masc.
...


(E?)(L?) http://www.dhm.de/lemo/suche/exponatea.html

Album: Photomappe eines Stabsfeldwebels der DDR-Grenztruppen, 1971


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERF.pdf


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H

Hauptfeldwebel | Sanitätsfeldwebel | Stabsfeldwebel


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

FELDWEBEL, m. | FELDWEIBEL, m.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/RhWB/


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Feldwebel
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Feldwebel" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 / 1760 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-07

G

H

Handstreich (W3)

Dt. "Handstreich" und ital. "colpo di mano" wurden in Anlehnung an frz. "coup de main" gebildet (frz. "coup" = dt. "Schlag", frz. "main" = dt. "Hand").

Im 16. Jh. fand man dt. "Handstreich" für dt. "Handschlag". Bis zum 19. Jh. hatte dt. "Handstreich" (zusätzlich) die Bedeutung dt. "Überraschungsangriff" angenommen.

Adelung schreibt dazu:


Der "Handschlag", des -es, plur. die -schläge.

1) * Ein "Schlag mit der Hand", besonders an den Kopf des andern, eine "Ohrfeige", "Maulschelle"; im welchem Verstande es veraltet ist. Bey dem Tatian "Hantslac".

2) Die Darreichung der Hand, zum Zeichen der Verbindlichkeit eines Versprechens; ohne Plural. Etwas mit einem Handschlag versprechen, angeloben. Den Handschlag von sich geben. Vermittelst des Handschlages huldigen. Im Oberd. auch der "Handstreich", die "Handtastung". Schiller macht es wahrscheinlich, daß das alte mittlere Lat. "Andelangus", "Andelago", welches den Auslegern so viel zu schaffen gemacht, eigentlich die "Handlangung", nichts anders als der "Handschlag" gewesen sey. S. "Handgelöbniß", "Handpflicht", "Handtreu".

Der "Handstreich", des -es, plur. inus. S. Handschlag.


(E?)(L?) http://www.dhm.de/lemo/suche/exponatepostkarte.html

Postkarte: Köpenicker Handstreich, 1906


(E?)(L?) http://www.europeana.eu/portal/record/03486/urn_resolver_pl_urn_urn_nbn_de_bvb_12_bsb00043364_7.html

Pisani, Vittore: Die Etymologie: Geschichte, Fragen, Methode

S.78


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERH.pdf


(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H

Handstreich | handstreichartig


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

handstreich | handstreichhaltung | handstreichkost | handstreichlich | handstreichmahlzeit | handstreichskost | handstreichsmahlzeit | handstreichweise


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl


Erstellt: 2013-10

Haubitze (W3)

Die dt. "Haubitze" geht zurück auf tschech. "houfnice" = "Steinschleuder".

(E?)(L?) http://www.radio.cz/fr/article/75998


Heer (W3)

Dt. "Heer" geht über mhd. "her", "here", ahd. "heri", got. "harjis", aengl. "here", schwed. "här" zurück auf ein postuliertes germ. "*harja-" das wiederum auf ein ide. "*korio-s" = dt. "zum Krieg gehörig" zurück geführt wird. Als Substantiv wird ide. "*koro-s" = dt. "Krieg", "Streit" angesetzt.

Verwandte Bezeichnungen findet man als pers. "kar-zar" = dt. "Schlachtfeld", griech. "koíranos" = dt. "Heerführer", lit. "kãras" = dt. "Krieg", lit. "kãrias" = dt. "Heer".

Worte mit "Heer":

(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_h_1.html

Heerpauke


(E?)(L?) http://www.bmlv.gv.at/facts/glossar/

Österreichs Bundesheer: Glossar


(E?)(L?) http://www.deutsche-biographie.de/blaetternNDB_H.html

| Heer, Jakob | Heer, Joachim | Heer, Oswald | Heerbrand, Jakob | Heeren, Arnold | Heeringen, Josias von | Heeringen, von | Heermann, George | Heermann, Johannes | Heermann, Paul


(E?)(L?) http://www.deutsche-biographie.de/blaetternADB_H.html

| Heer, Cosmus | Heer, Jakob | Heer, Joachim | Heer, Nikolaus | Heer, Oswald | Heer, Rustenus | Heerbrand, Jakob | Heere, Lucas de | Heereboord, Adrian | Heeren, Arnold | Heeringen, Gustav Adolf von | Heerklotz, Adolf | Heermann, Gottlieb Ephraim | Heermann, Johannes | Heerstraten, Aegidius van der | Heerwagen, Friedrich Ferdinand Traugott


(E?)(L?) http://www.euphemismen.de/Alle/

Heeresanklopfgerät


(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/autor/252

Jakob Christoph Heer

Geboren am 17. Juli 1859 in Töß bei Winterthur, gestorben am 20. August 1925 in Rüschlikon bei Zürich.

Heer besuchte von 1875-1879 das Lehrerseminar in Küßnacht und arbeitete bis 1890 als Lehrer. Von 1892-1899 war er Feuilletonredakteur der ›Neuen Züricher Zeitung‹, danach Schriftleiter der ›Gartenlaube‹.
...
Im Projekt Gutenberg-DE vorhanden


(E?)(L1) http://www.heiligenlexikon.de/Alphabet/H.htm

Heermann, Johann


(E1)(L2) http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/wort/idg/deutsch/0kurz/h/heer.htm

Heer 'Armee'


(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/

Heer (GL) | Heer (SG) | Heer, Adam | Heer, Alfred | Heer, Andreas | Heer, Anna | Heer, August | Heer, Cosmus | Heer, Cosmus | Heer, Eugen | Heer, Gall | Heer, Gottfried | Heer, Gottlieb Heinrich | Heer, Heinrich | Heer, Henri | Heer, Jakob | Heer, Jakob Christoph | Heer, J. Justus | Heer, Joachim | Heer, Joachim | Heer, Johannes | Heer, Johannes | Heer, Johannes | Heer, Johann Heinrich | Heer, Niklaus | Heer, Oswald | Heer, Roman | Heer, Rustenus | Heer, Samuel | Heerbrugg | Heer und Haus | Legion ==> Römisches Heer | Legionslager ==> Römisches Heer | Römisches Heer


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERH.pdf

Heer | Heerbann | Heergewäte


(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/

Heerbann | Heeresdienst - Heerfahrt | Heerfahrt | Heerfrieden | Heergewate | Heerschild


(E?)(L?) http://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/programm/nnds874.html

Heeren
...
Der Name ist also eine verkürzte Form des Vornamens "Herrmann" oder "Herfried".


(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/h.htm

Heereman von Zuydwyk, Freiherr von


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H

Heer | Heerbann | Heeremann | Heeresamt | Heeresbericht | Heeresbestand | Heereschef | Heeresdienst | Heeresdienstvorschrift | Heereseinheit | Heeresflieger | Heeresfliegerregiment | Heeresführung | Heeresgebiet | Heeresgeneral | Heeresgruppe | Heeresgut | Heeresinspekteur | Heereskommandeur | Heereskorps | Heereskraft | Heeresleitung | Heereslieferant | Heeresmacht | Heeresminister | Heeresmusikkorps | Heeresoffizier | Heeresreform | Heeresreformer | Heeresrichter | Heeressäule | Heeresschule | Heeressoldat | Heeresstärke | Heeresstruktur | Heerestechnik | Heerestruppe | Heeresübung | Heeresverband | Heeresverwaltung | Heereswaffenamt | Heereszug | Heerfahrt | Heerführer | Heerhaufe | Heerhaufen | Heerlager | Heermann | Heerrufer | Heersäule | Heerschar | Heerschau | Heerstraß | Heerstraße | Heerstraßenzug | Heerwagen | Heerwesen | Heerzug | Sklavenheer | Söldnerheer | Statistenheer


(E?)(L?) http://www.schweizer-eidgenossenschaft.com/

Bundesheer


(E?)(L?) http://www.sermon-online.de/

Heermann, Johann


(E3)(L1) http://www.textlog.de/32425.html

Rudolf Eisler - Kant-Lexikon: "Heer"


(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-essays.html


(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-polizei-heer.html

Kurt Tucholsky: "Das zweite Heer"


(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-gedichte.html


(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-erdolchte-heer.html

Kurt Tucholsky: "Das erdolchte Heer"


(E?)(L?) http://wortschaetze.uni-graz.at/index.php


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

heer | heerabteilung | heerbahn | heerbande | heerbann | heerbauchen | heerbiene | heerbot | heerbrand | heerd | heerdegen | heerdienst | heeren | heerer | heeresabteilung | heeresfolge | heereszwang | heerfahne | heerfahrer | heerfahrt | heerfahrtbrot | heerfahrtdienst | heerfahrten | heerfahrtgeld | heerfahrtgeselle | heerfahrtkessel | heerfahrtkuh | heerfahrtlohn | heerfahrtpferd | heerfahrttagwerk | heerfahrtwagen | heerfahrtzug | heerfertige | heerflucht | heerfluechtig | heerfolge | heerfriede | heerfuehrer | heerfuerst | heerfuhr | heergang | heergeat | heergeatland | heergeld | heergeraete | heergeschrei | heergeselle | heergesinde | heergewaete | heergewaetekurmiete | heergewaetelehen | heergewerk | heergraben | heergraf | heergroppen | heergut | heerhaft | heerhag | heerhorn | heerhuette | heerhunde | heerkarch | heerkarre | heerkarren | heerknecht | heerkogge | heerkose | heerkraft | heerkuette | heerkumbl | heerleute | heermaenne | heermahl | heermalter | heermann | heermeister | heernosse | heernot | heernunft | heerpauker | heerpaukeramt | heerpaukergesellschaft | heerpferd | heerpferdehafer | heerpfuehl | heerraub | heerreise | heerreisen | heerreite | heerrufer | heerschaft | heerschall | heerschar | heerscharer | heerschatz | heerschau | heerschauen | heerschauerbusse | heerschaugeschrei | heerschaurufen | heerschauung | heerschiff | heerschild | heerschilddienst | heerschildig | heerschilling | heerschlitz | heerschreier | heerschuld | heersesse | heersteuer | heerstrasse | heerstrassentag | heerstrom | heertag | heertagbauer | heerteam | heertema | heertreckung | heertreibe | heerung | heervogt | heervolk | heerwacht | heerwaete | heerwaetpferd | heerwaffen | heerwagen | heerwagengeld | heerweg | heerwerk | heerwerkentgeltnis | heerwerkverbrechung | heerzeichen | heerzucht | heerzug | heerzugbefreiung | heerzugsbefreiung | heerzwang | hilfheer | hilfsheer | kaiserheer | reichskriegsheer


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

| FLUCHTHEER | FREUDENHEER | HAUPTHEER | HEER, n. | HEER, adj. | HEER, m. | HEERBAHN, f. | HEERBANN, m. | HEERBIENE, f. | HEERBRAND, m. | HEERD, m. | HEERDE, f. | HEERDIENER, m. | HEERDIENST, m. | HEERDRÜSE, f. | HEEREBEWEGEND | HEEREN, v. | HEERESABTHEILUNG, f. | HEERESEINRICHTUNG, f. | HEERESFOLGE, f. | HEERESHAUFE, m. | HEERESKÖRPER, m. | HEERESKRAFT | HEERESMACHT, f. | HEERESORDNUNG, f. | HEERESRICHTER, m. | HEERESSCHAR, f. | HEERESSCHAU, f. | HEERESSTELLUNG, f. | HEERESVOLK, n. | HEERESVORTRAB, m. | HEERESWEG, m. | HEERESWOGE, f. | HEERESZUG, m. | HEEREVERSAMMELND | HEERFAHNE, f. | HEERFAHRT, f. | HEERFAHRTEN, v. | HEERFLÜCHTIG, adj. | HEERFOLGE, f. | HEERFÜHREND | HEERFÜHRER, m. | HEERFÜHRERSCHAFT, f. | HEERFÜRST, m. | HEERGANS, f. | HEERGEBOT, n. | HEERGEFOLGE, n. | HEERGELD, n. | HEERGELEITE, n. | HEERGERÄTHE, n. | HEERGESETZGEBUNG, f. | HEERGEWETTE, n. | HEERHEUSCHRECKE, f. | HEERHOLZ, m. | HEERHORN, n. | HEERHURE, f. | HEERKARCH, m. | HEERKÖNIG, m. | HEERKRAFT | HEERKUH, f. | HEERKUTSCHE, f. | HEERLAGER, n. | HEERLING, m. | HEERMACHT, f. | HEERMANN, m. | HEERMÄNNCHEN | HEERMASSE, f. | HEERMAUS | HEERMEISTER, m. | HEERMIGE | HEERMOOS, n. | HEERMÜDE, adj. | HEERPAUKE, f. | HEERPAUKE | HEERPAUKER, m. | HEERPAUKISCH, adv. | HEERPFÜHL, m. | HEERPREDIGER | HEERPREDIGT, f. | HEERRAUCH, m. | HEERRAUPE, f. | HEERRUF, m. | HEERSCHAR, f. | HEERSCHATZ, m. | HEERSCHAU, f. | HEERSCHIFF, n. | HEERSCHILD, m. | HEERSCHNEPFE, f. | HEERSCHREIER, m. | HEERSCHULD, f. | HEERSPITZE, f. | HEERSTEUER, f. | HEERSTRASZE, f. | HEERSTROM, m. | HEERTROMMEL, f. | HEERTROMPETER, m. | HEERTRUMME, f. | HEERDRUMME, f. | HEERVERDERBER, m. | HEERVERFASSUNG, f. | HEERVERSAMMLUNG, f. | HEERVOGEL, m. | HEERVOLK, n. | HEERWAGEN, m. | HEERWEG, m. | HEERWESEN, n. | HEERWURM, m. | HEERZEUG, m. | HEERZUG, m.


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/GWB/

| Ameisenheer | Bundesheer | Christenheer | Feindeheer | Geisterheer | Heereskraft | Heeresmacht | Heeresteil | Heeresvolk | Heereswesen | Heereszug | heerführend | Heerführer | Heerführerschaft | Heergeleitsstraße | Heerhaufen | Heermeister | Heerrauch | Heerschar | Heerschau | Heerspitze | Heerstraße | Heerwurm | Heerzug | Hexenheer | Himmelsheer | Höllenheer


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Heer | HeerBann | Heerberge | HeerBiene | HeerFührer | HeerGans | HeerGeräth | HeerGewette | HeerHolz | HeerHorn | HeerKraft | HeerKutsche | HeerLager | HeerMacht | HeerMeister | HeerMos | HeerPauke | HeerPfühl | HeerRaupe | HeerSchaar | HeerSchatz | HeerSchild | HeerSchnepfe | HeerSteuer | HeerStraße | HeerVolk | HeerWagen | HeerWurm | HeerZug | Heerd | Heerde | Heeren | HeeresFolge | HeeresKraft | Heerling


(E?)(L?) http://www.wetter.net/lexikon/heerrauch.html

Wetterlexikon - "Heerrauch"
Das ist ein gefärbter, opalartig schimmernder Schleier in der Luft, der hauptsächlich über Grassteppen durch Grasbrände oder bei Vulkanausbrüchen entsteht. Der Rauch steigt mit Staub bis in größere Höhen auf, wodurch sich der Himmel häufig auch bei Wolkenlosigkeit weißlich-grau färbt. "Heerrauch" wird auch als "Höhenrauch" bezeichnet.


(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-k-h.htm

Heerpauke


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Heer
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Heer" taucht in der Literatur um das Jahr 1650 / 1710 auf.

Erstellt: 2012-10

Heerfürst (W3)

Ein "Heerfürst" war die wörtlich gesehen der "Erste im Heer".

Die ehemalige Adelsbezeichnung "Fürst", geht zurück auf mhd. "vürste", ahd. "furisto" = dt. "der Erste", "Vornehmste" und ist eine Bildung zu ahd. "furist", einer Substantivierung zu dem Adverb "furi" = "vor", "voraus" (vgl. engl. "first").

Adelung schreibt dazu:


Der Heerführer, des -s, plur. ut nom. sing. der oberste Befehlshaber oder Anführer eines Heeres, besonders eines Kriegesheeres, der Feldherr; wofür doch die Französischen Ausdrücke General en Chef und commandirender General üblicher sind. Herr Stosch unterscheidet einen Heerführer von einem Feldherren dadurch, daß dieser unter jenem einen Theil des Kriegesheeres anführet. Es wäre gut, wenn dieser Unterschied alle Mahl beobachtet würde; allein in der edlern Schreibart, in welcher beyde Wörter nur allein vorkommen, werden sie gemeiniglich als gleichbedeutend ohne allen Unterschied gebraucht. Übrigens waren für Heerführer ehedem auch die Wörter Herzog, Heerfürst, Heermeister und Heergraf üblich, von welchen die drey letztern noch jetzt mit Nutzen gebraucht werden könnten, wenn man die hohen Kriegesbedienungen, für welche wir nur noch Französische Nahmen haben, Deutsch geben wollte. Heerfürst kommt noch 2 Chron. 16, 4 und Jer. 52, 25 vor, wo es den obersten Befehlshaber eines Kriegesheeres, oder doch eines Theiles desselben bedeutet.



Der Heerfürst, des -en, plur. die -en, S. das vorige.


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Heer=Führer, der oberste Befehlshaber oder Anführer eines Heeres, besonders eines Kriegesheeres, der Feld=Herr; wofür doch die französischen Ausdrücke General en Chef und commandirender General im g. L. üblicher sind.

Hr. Stosch unterscheidet einen Heerführer von einem Feld=Herren dadurch, daß dieser unter jenem einen Theil des Kriegesheeres auführt. Es wäre gut, wenn dieser Unterschied allemahl beobachtet würde; alleln in der edlern Schreibart, in welcher beyde Wörter nur allein vorkommen, werden sie gemeiniglich als gleichbedeutend ohne allen Unterschied gebraucht. Uebrigens waren für "Heerführer" ehedem auch die Wörter "Herzog", "Heerfürst", "Heermeister" und "Heergraf" üblich, von welchen die drey letztern noch jetzt mit Nutzen gebraucht werden könnten, wenn man die hohen Kriegesbedienungen, für welche wir nur noch französische Nahmen haben, deutsch geben wollte. Heerfürst kommt noch 2 Chron. 16, 4. und Jer. 52, 25. vor, wo es den obersten Befehlshaber eines Kriegesheeres, oder doch eines Theiles desselben bedeutet.

Heer=Fürst, s. den vorhergeh. Artikel.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Heerfürst
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Heerfürst" taucht in der Literatur um das Jahr 1840 auf.

Erstellt: 2012-10

Herberge (W3)

Die "Herberge" geht auf einen militaristischen Ursprung zurück. Das mhd. "herberge" bzw. ahd. "heriberga" war ein "das Heer bergender Ort".

(E6)(L1) http://www.jugendherberge.de/

600 Jugendherbergen an interessanten Orten stehen zur Auswahl. Wir zeigen Ihnen die Jugendherbergen der 14 selbstständigen Landesverbände des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH).


Herzog (W3)

Der dt. "Herzog" stammt ab vom mhd. "herzoge", ahd. "herizogo" (8. Jh.), as. "heritogo", germ. "*harjatugon", der auf einen gotischen "Heerführer" zurück geht, und setzt sich aus "Herr" und "ziehen" zusammen.

Der dt. "Herzog" ist eine schon alte Lehnübersetzung zu griech. "strategos", "stratelátes" und setzt sich zusammen aus griech. "stratós" = dt. "Heer" und griech. "ágein" = dt. "führen" bzw. griech. "elaúnein" = dt. "ziehen".

Adelung schreibt dazu:


Der "Herzog", des -s, plur. die -e, (nicht Herzöge, wie bey den Hochdeutsch redenden Niedersachsen üblich ist,) ein Wort, welches in den ältesten Zeiten Deutschlandes den "Anführer eines Heeres", d. i. eines ganzen Haufens, besonders eines Kriegsheeres, oder doch der Kriegsvölker einer ganzen Provinz oder eines Landes, bedeutete. In welcher nunmehr veralteten Bedeutung dieses Wort im Angels. "Heretoga", im Isländ. "Hertog", im Schwed. "Haertog", im mittlern Lat. "Heretochius" lautet. Bey dem Henisch führet daher die Nachteule noch den Nahmen des Herzogs, weil ihr die Vögel, wenn sie sich bey Tage sehen lässet, in ganzen Heeren nachzuziehen pflegen. Nachmahls standen diese Herzoge zugleich ganzen Provinzen oder Ländern vor, deren Mannschaft sie in Kriegszeiten anführeten, in Friedenszeiten aber die höchste Gewalt entweder mittelbar oder unmittelbar ausübten, und den Grafen vorgesetzet waren. In diesem Verstande lautet es schon in dem Isidor "Herizohi". Ottfried nennet Pilatum "Herizoho", und bey dem Notker heißt Gott "Herizog". Auch in der Deutschen Bibel wird 1 Sam. 25, 30, und 2 Sam. 5, 2, David ein "Herzog über Israel", und Christus Matth. 2, 6, ein "Herzog über Israel", und Ebr. 2, 10, ein "Herzog der Seligkeit" genannt. Heut zu Tage ist ein "Herzog" ein "Beherrscher eines Herzogthumes", oder solchen Landes, welchem ehedem ein "Herzog" im alten Verstande vorgesetzet war, oder welches in den spätern Zeiten zu der Würde eines Herzogthums erhoben worden, oder endlich auch, eine Person, welche von einem Höhern ausdrücklich mit dieser Würde bekleidet worden. Im Deutschen Reiche folgen die alten Herzoge unmittelbar auf die Churfürsten, vor den Fürsten; diejenigen aber, welche erst in den neuern Zeiten von den Kaisern diese Würde erhalten haben, gehen den alten Fürsten nach. S. auch "Erzherzog" und "Großherzog".

Anm. Die Abstammung dieses Wortes ist nicht schwer. Es ist aus "Heer" und "ziehen", ehedem "tiuhan", "teohan", Nieders. "tehen", "anführen", zusammen gesetzt, so wie das Lat. "Dux" von "ducere" abstammet. Boxhorn war fest überzeugt, daß das alte Persische "Xerxes" mit unserm "Herzog", so wohl der Abstammung als Bedeutung nach, überein komme.

"Herzoglich", adj. et adv. einem "Herzog" gemäß, demselben gehörig, in dessen Würde gegründet. Die herzogliche Würde. Die herzoglichen Länder. Herzoglich leben, als ein Herzog.

Das "Herzogspulver", des -s, plur. von mehrern Arten und Quantitäten, ut nom. sing. ein bekanntes in Frankreich erfundenes Magenpulver, welches aus 16 Theilen Zucker, einem Theil Muskaten-Nuß und etwas Zimmet bestehet; Franz. "poudre Duc".

Das "Herzogthum", des -es, plur. die -thümer, S. Herzog.


(E?)(L?) http://www.europeana.eu/portal/record/03486/urn_resolver_pl_urn_urn_nbn_de_bvb_12_bsb00043364_7.html

Pisani, Vittore: Die Etymologie: Geschichte, Fragen, Methode

S.78


(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/


(E?)(L?) http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D22225.php


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERH.pdf


(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/


(E?)(L2) http://u01151612502.user.hosting-agency.de/malexwiki/index.php/Herzog

"Herzog" (ahd. "herizogo" = "Heerführer", aus "heri" = "Heer" und "-zogo" von "ziehen"; mhd. "herzoge"; lat. "dux". "Herzogtum", mhd. "herzogen-", "herze-", "herzentuom"; mlat. "ducatus"). In germanischer Zeit waren "Herzöge" für die Dauer eines Kriegszuges gewählte "Heerführer". Unter den Merowingern dienten Herzöge als königliche Amtsträger, die über mehrere Grafschaften gesetzt waren. Aus den Amtsherzogtümern entwickelten sich vom 10. Jh. an die erblichen Stammesherzogtümer (Bayern, Thüringen, Franken, Schwaben, Sachsen, Lothringen). Deren Herzöge übten in ihrem Herrschaftsbereich königsgleiche Gewalt aus (Hochgericht, Heerbann, Landfriedens-Sicherung).
...


(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H


(E1)(L1) http://www.reppa.de/lex.asp?ordner=h&link=Herzog.htm


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/GWB/


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl


(E?)(L?) http://web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Herzog" ist eine Lehnübersetzung von griech. "stratelates".


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Herzog

"Herzog" (althochdeutsch "herizogo"‚ "der vor dem Heer zieht") ist ein Adelstitel. In Frankreich entspricht er dem "duc", in Großbritannien dem "duke", in Spanien dem "duque", in Italien dem "duca" und im Portugiesischen dem "duque". Die Bezeichnungen in den romanischen Sprachen gehen auf Lateinisch "dux" "Anführer" zurück.
...


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Strategos

"Strategos" (griechisch, Plural "strategoi", deutsch auch "Strategen") ist die antike Bezeichnung für ein militärisches Amt im griechischen Sprachraum mit der deutschen Bedeutung "Heerführer". Heute entspricht der Rang des Strategos in den griechischen Streitkräften dem General. Am bekanntesten dürften die zehn Strategen sein, die von den zehn Phylen im antiken Athen gewählt wurden.
...


Erstellt: 2013-10

I

ins Gras beissen (W3)

(E?)(L?) http://www.euphemismen.de/Alle/


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/b.php
"ins Gras beissen" mussten Krieger, die verwundet auf dem Schlachtfeld lagen. Man konnte nach der Schlacht oft feststellen, dass die Sterbenden vor Schmerzen in den Untergrund gebissen hatten. Im englischen sagt man dazu "to bite the dust".
Der Brauch bei an Schwindsucht Gestorbenen die eingefallenen Wangen mit Gras "aufzupolstern", um sie zur Beerdigung optisch etwas zu verschönern hat damit wohl nichts zu tun.

J

K

Kalter Krieg (W3)

September 1945
In London auf der ersten Konferenz des Außenministerrates der Großmächte zur Ausarbeitung von Friedensverträgen für Deutschland, Österreich Italien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Finnland - bis zur Unterzeichnung der Verträge im Februar 1947 folgen weitere Konferenzen in Moskau, Paris und New York - kommen die schwerwiegenden Gegensätze zwischen der Sowjetunion und dem antikommunistischen Westen besonders deutlich zum Vorschein. Damit beginnt der jahrzehntelange "Kalte Krieg" zwischen Ost und West, u.a. verbunden mit einem gefährlichen Wettrüsten der beiden Großmächte UdSSR und USA.

(E?)(L?) http://www.dhm.de/ausstellungen/kalter_krieg/aus.htm
Deutsches Historisches Museum: Ausstellung zum kalten Krieg

(E?)(L?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/865095/

25.10.2008
Kalter Krieg in der Karibik
Vor 25 Jahren besetzten US-Truppen Grenada
Von Matthias Bertsch
Sie war lange Zeit vor allem als Exportnation für Muskatnüsse bekannt: die Karibikinsel Grenada vor der Küste Venezuelas. 1979 hatte eine Gruppe linksgerichteter Rebellen den dortigen Diktator Gary vertrieben und versucht, den Inselstaat wirtschaftlich zu entwickeln. Die USA sahen die engen Kontakte der neuen Regierung zu Kuba und der Sowjetunion mit großem Misstrauen. Am 25. Oktober 1983 besetzte die USA die Insel.


(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
Dieses ist die Bezeichnung für eine Konfrontation zwischen verschiedenen Staaten oder: einzelne oder mehrere Staaten stehen sich feindlich gegenüber, doch sie kämpfen nicht mit kriegerischen Mitteln gegeneinander. (Die Waffen sind "kalt", "es wird also nicht geschossen".)
...
Wenn man vom "Kalten Krieg" spricht, so meint man in der Regel den so genannten Ost-West-Konflikt ab 1947.
...


(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D17344.php


(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm
Hier wird "Kalter Krieg" als Lehnübersetzung aufgeführt - vermutlich aus dem Amerikanischen.

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/k.php


(E?)(L?) http://www.textlog.de/morus-utopia.html


(E?)(L?) http://www.textlog.de/34408.html
Sieg durch geistige Waffen und "kalter Krieg"

(E?)(L?) http://www.dissertationen.unizh.ch/titelalphabet.html


(E?)(L?) http://www.dissertationen.unizh.ch/titelalphabet.html
Apartheidgold, Kalter Krieg und Sanktionsgewinne: Das Framing der Beziehungen der Schweiz zum südafrikanischen Apartheidregime in der öffentlichen politischen Kommunikation der Schweiz 1960-2001 2006 2528

Kampf, Kämpfer, Champion, Champignon (W3)

Sowohl der "siegreiche Kämpfer", der "Champion" als auch der Pilz, der "Champignon" verdanken ihren Namen dem "(freien) Feld" dem lat. "campus" = "Feld". Der eine kämpft auf dem Schlacht"feld" der andere wächst auf dem Feld.
Auch die Begriffe "Kampf" und "Kämpfer" gehen auf "campus" zurück.

Kanone, Kanne, Kanal, volle Kanne, volles Rohr, Kanon, unter aller Kanone (W3)

Warum "volle Kanne" = "volle Kraft" bedeutet konnte ich nicht herausfinden.

Denkbar wäre die folgende Erklärung:

"Kanne" geht wie "Kanal" zurück auf lat. "canalis" = "Röhre", "Rinne", "Wasserlauf", "Kanal" bzw. das kleinere "canna" = "kleines Rohr", "Röhre" und weiter auf griech. "kánna" = "Rohr(geflecht)".

Und dann gibt es da den Ausdruck "volles Rohr". Dieser Ausdruck geht zurück auf die Soldatensprache ("volles (Kanonen-)Rohr"), wo es "äußerste Kraft", "volle Geschwindigkeit" bedeutet. Über das griech. "kánna" = "Rohr" könnte hier eine Verbindung bestehen.

Schließlich geht die "Kanone" auf ital. "cannone" = "Geschütz" ebenfalls auf "canna" = "Rohr", lat. "canna" = "Kanal" zurück und bedeutet eigentlich "großes Rohr".

(Erklärung unsicher)

Eine andere Möglichkeit wäre, dass es zurückgeht auf "Kanon" von lat. "canon" = "Glaubensregel" bzw. ursprünglich "Regel", "Norm", "Richtschnur", "Messstab". Damit würde "volle Kanne" etwa bedeuten "nach allen Regeln der Kunst".

In der Form "unter aller Kanone" ist jedenfalls die "Glaubensregel" versteckt.

Kantonist, unsicherer Kantonist (W3)

(E1)(L1) http://www.wispor.de/wp-red-k.htm#kantonist
Im Zeitraum 1792-1814 war Preußen in Kantone eingeteilt. Diese mussten eine festgelegte Anzahl Rekruten stellen. Aber wie immer konnten sich Vermögende freikaufen. Weniger vermögende mussten zum Militär, es sei den sie flüchteten - diese unsichern Kantonisten.

Kartoffelbefehl (W3)

Wenn es den 7-jährigen Krieg nicht gegeben hätte, hätte die Kultivierung der Kartoffel in Deutschland vielleicht später begonnen. So aber brauchte Friedrich der Große gut genährte Soldaten und verpflichtete alle Bauern zur Kartoffelkultur.

(E?)(L?) http://www.br-kinderinsel.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2004/00718/

Die Knolle wuchs schließlich auch im Verborgenen, unter der Erde. Daher heißen die Kartoffeln in vielen Teilen Deutschlands auch "Grundbirne", "Erdapfel" oder "Erdbirne". Früher nannte man sie sogar "Frucht des Bösen", eben weil manche Angst vor ihr hatten.
Vor fast 250 Jahren gab es dann den "Kartoffelbefehl". Friedrich der Zweite von Preußen ließ 1756 alle Bauern die Kartoffel-Knolle anbauen, ob sie wollten oder nicht. Die Kartoffel rettete damals viele vor dem Hunger und wurde schließlich sehr beliebt. So sehr, dass heute fast jedes Dorf oder jede Stadt einen eigenen Namen für die Kartoffel hat: "Grumbern" (von "Grundbirne"), "Ebbirn" (von "Erdbirne"), "Katüffeln", "Knolle", "Potakkn", ...
...

(E?)(L?) http://www.kartoffel.de/


(E?)(L?) http://www.kartoffel.de/info/geschichte/body.php

...
Befehl der Preußenkönige
Ebenso waren es in Deutschland die Preußenkönige, unter ihnen Friedrich der Große, der per Dekret Anweisungen zur Kultur, Ernte, Lagerung und Verwendung gab.
Er hatte sich die Kartoffel nicht nur als Nahrung für das Volk nach dem 7-jährigen Krieg(1756-63), sondern auch zur Kriegsverpflegung - satte Soldaten können besser kämpfen - ausgedacht.
Der feldmäßige Anbau und Verzehr der Knollen verbreitete sich nur schleppend. In Südwest- und Mitteldeutschland herrschte 1771/72 eine Hungersnot. In Irland, wo es ständig Hungersnöte gab - zuletzt 1847 - 1 Million Menschen starben an Hunger - haben sich die Kartoffeln schneller als Nahrungs- und Futtermittel und sogar zur Whiskyherstellung durchgesetzt.
Nach 1850 erfuhr der Kartoffelanbau in ganz Deutschland eine starke Ausweitung.
...


(E?)(L?) http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=4137&Seite=4

...
"Kartoffel-Erlass"
In Deutschland sorgte der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) für die - noch etwas zaghafte - Verbreitung der Kartoffel. Mit Strenge und Gewalt versuchte der preußische König Friedrich II. die Kartoffel schließlich bekannt zu machen: Er ließ die Knollen kostenlos an die Bevölkerung verteilen und befahl 1756 den Anbau der Pflanze. In seinem "Kartoffel-Erlass" hieß es: "Wo nur ein leerer Platz zu finden ist, soll die Kartoffel angebaut werden". Wer sich weigerte, wurde hart bestraft. Satte und zufriedene Untertanen sowie kräftige und kampfbereite Soldaten wollte Friedrich II. mit der Knolle großziehen, denn die brauchte er für seine Kriege. Der Erfolg der Kartoffel in ganz Europa resultierte schließlich auch aus Kriegen und Preissteigerungen.
...


(E?)(L?) http://www.toffi.net/kartoffel_list.htm
Hier findet man eine etwas andere Darstellung der Vorgehensweise zur Einführung der Kartoffel in Deutschland.


Der alte Fritz und die Kartoffel
Dem alten Fritz war am Anbau der Kartoffel sehr gelegen. So half er ihr mit einem kleinen Trick gewaltig auf die Sprünge.

Friedrich II. befahl 1756, Kartoffelfelder anzulegen und sie von Soldaten bewachen zu lassen. Ob das Aufsehen erregen würde?
Tatsächlich!
Des Nachts schlichen die Bauern heimlich auf die Felder, um nachzusehen, was es dort so streng zu bewachen gab. Die Garde schaute weg, und der Zweck war erfüllt. Gleich sackweise "klauten" die Bauern diese "verbotene Frucht". Jeder Bauer wollte diesen wertvollen Erdapfel auf seinem Acker haben.
Danach mussten die Städter überzeugt werden, diese Kartoffel auch zu verspeisen. So ließ sich der alte Fritz, sehr gewitzt, auf seinen Reisen durch die kleinen Städte der Mark-Brandenburg oder Schlesiens in aller Öffentlichkeit Kartoffeln servieren, und verspeiste sie mit Vergnügen. Dies machte seine Bürger neugierig, und sie kamen so auf den Kartoffel-Geschmack.


Kartoffelstampfer (W3)

Der "Kartoffelstampfer" ist eine Umschreibung für "Handgranate".

(E?)(L?) http://www.euphemismen.de/Alle/


Kavalier, cavalier, cavaliere, cheval, Kavaliersdelikt (W2)

Am "Kavalier" merkt man, dass das Französische nicht auf dem "Hoch-Latein" beruht, sondern aus dem umgangssprachlichen Latein der Söldner hervorgegangen ist. Der frz. "cavalier" = "Reiter" ("man von Stand"), von ital. "cavaliere" = "ritterlicher Mann", geht nämlich nicht auf das vornehme lat. Reitpferd "equus" sondern auf den Ackergaul "caballus" zurück. Auch das frz. "cheval" = "Pferd" geht darauf zurück. Aber Militär hat schon immer und überall geadelt; und so wurde aus dem lat. "caballarius", dem "Pferdeknecht" ein stolzer Reiter. Und da alle Reiter von Natur aus anscheinend höflich sind, wurde aus dem "Kavalier" ein - besonders Damen gegenüber - "höflicher Mann".

Nun könnte ich diese Wortgeschichte schon abschliessen, - wenn ich nicht am 25.06.2004 die Frage nach dem "Kavaliersdelikt" im "Etymologie-Forum" erhalten hätte:
Ich bin verzweifelt auf der Suche nach dem Ursprung des Begriffs Kavaliersdelikt. Kann mir jemand helfen?

Ich habe genau so verzweifelt nach dem "Kavaliersdelikt" gesucht, aber keine näheren Hinweise gefunden. Deshalb kann ich nur vermuten, dass er folgenden Hintergrund hat:

Wie oben schon beschrieben, stammt der "Kavalier" aus dem Umfeld der berittenen Militärs. Dort war es nicht nur nicht unehrenhaft, sondern geradezu eine Pflicht, sich durch rühmliche Taten hervorzutun. Und wenn man dies noch für eine Angebetete oder generell im Rahmen des Balzverhaltens für alle Frauen tat, war es anscheinend umso ehrenhafter.
Aber wie heute auch, war der Pfad der Tugend schon immer recht schmal. Und so konnte es leicht passieren, dass der "Kavalier" auch einmal über die Stränge schlug. Und so kam es wohl, dass man "heldenhafte Taten", die sich am Rande der Legalität befanden (und befinden) als "Kavaliersdelikt" bezeichnet(e).

(E?)(L?) http://colet.uchicago.edu/cgi-bin/dico1look.pl?strippedhw=cavalier&dicoid=ACAD1694


(E?)(L?) http://colet.uchicago.edu/cgi-bin/getobject_?a.0:3212./projects/artflb/databases/artfl/dicos/feraud/IMAGE/


(E?)(L?) http://colet.uchicago.edu/cgi-bin/dico1look.pl?strippedhw=cavalier&headword=&docyear=ALL&dicoid=ALL&articletype=1


Kollateralschaden, kollateral (W3)

(E?)(L?) http://www.kollateralschaden.de/
Das Wort wurde zum "Unwort des Jahres 1999" gekürt.
Aktuell hat es allerdings im Zusammenhang mit den Angriffen auf die Taliban wieder Konjunktur.

"kollateral" geht natürlich zurück auf lat. und bedeutet "benachbart", "seitlich nebeneinander angeordnet".
Ein "Kollateralschaden" ist also ein (unbeabsichtigter) Schaden im Umfeld eines zerstörerischen Handelns.
Damit wird beschönigend die Tatsache beschrieben, dass bei kriegerischen Handlungen leider auch unbeteiligte Zivilisten zu Tode kommen (können).

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
von lat. "collateralis" = "seitlich".


...
Das Wort "Kollateralschaden" klingt fast beschönigend und beschreibt dabei doch ein grausames Kriegsgeschehen. Daher wurde es 1999 von der Gesellschaft für Deutsche Sprache e.V. zum "Unwort des Jahres" gewählt, weil es den Eindruck erweckt, als wären auch Menschen eine Sache.
...


Kontingent (W3)

Das "Kontingent", die "zugeteilte Leistung, Menge, Anzahl", trifft man vorwiegend als dt. "Truppenkontingent" an.

Seine Basis findet dt. "Kontingent", über frz. "contingent" in lat. "contingere" = dt. "berühren", "treffen", "zuteil werden", "zustehen", das sich zusammensetzt aus lat. "con" = dt. "mit" und lat. "tangere" = dt. "berühren", "tangieren".

dt. "Kontingente" = engl. "contingents"

(E?)(L?) http://www.agrilexikon.de/

Kontingent | Milchkontingent


(E?)(L?) http://www.bauernhof.net/lexikon/kpl.htm


(E?)(L?) http://www.bauernhof.net/lexikon/pfl.htm


(E?)(L?) http://www.berlin-institut.org/online-handbuchdemografie.html

Kontingentflüchtling


(E?)(L1) http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Derivation/To-V/Suffixe-F/ier.html

kontingentieren


(E?)(L?) http://www.dhm.de/lemo/suche/exponatephotopt.html

Photo: Soldaten des deutschen Kontingents der Friedenstruppe SFOR in Sarajewo, 1997


(E?)(L?) http://beat.doebe.li/bibliothek/

Nichtkontingente Experimente


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H

Hauptkontingent | Sonderkontingent


(E1)(L1) http://www.reppa.de/muenzen-lexikon.htm

Notenkontingentierung


(E?)(L?) http://www.reta-vortaro.de/revo/

Esperanto: kontingenti | kontingento


(E?)(L?) http://help.sap.com/saphelp_glossary/de/index.htm

| Abwesenheitskontingent | Abwesenheitskontingentart | Anwesenheitskontingent | Berichtskontingentart | Einsatzkontingent | Kontingent (IS-DFS) | Kontingent (SCM-APO-ATP) | Kontingent (SCM-TM) | Kontingent (SD-FT) | Kontingentgruppe | Kontingentierungsobjekt | Kontingentierungsschema (SCM-APO-ATP) | Kontingentierungsschema (SD) | Kontingentierungsschritt (SCM-APO-ATP) | Kontingentierungsschritt (SD) | Kontingentmenge | Kontingentplanung | Kontingentrest | Kontingentschemafolge | Kontingentzeitreihe | maximale Kontingentgröße | Mitarbeiterkreisgruppierung für Zeitkontingenttypen | Personalteilbereichsgruppierung-Zeitkontingenttyp | Sammelkontingent | Übungskontingent | Zeitkontingent


(E3)(L1) http://www.textlog.de/eisler_woerterbuch.html
Rudolf Eisler: "Kontingent"

(E3)(L1) http://www.textlog.de/cgi-bin/search/search.cgi?q=Kontingent

Ihre Suche nach "Kontingent" lieferte die folgenden Treffer (von 38898 durchsuchten Dokumenten):
Dokumente 1-10 von 12 (die besten Übereinstimmungen zuerst):


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

jahreskontingent | jahrkontingent | kontingent | kontingentstruppen | kontingenttruppen | kreiskontingent | reichskontingent | schatzungkontingent | schatzungskontingent


(E?)(L?) http://filmlexikon.uni-kiel.de/




(E1)(L1) http://www.wortwarte.de/

Kohlendioxidkontingent | Mehrwegkontingentierung | Zuwanderungskontingent


(E?)(L?) http://reime.woxikon.de/search.php

kontingentieren


(E?)(L?) http://zbw.eu/stw/versions/latest/descriptor/about.de.html

Außenhandelskontingent


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Kontingent
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Kontingent" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 / 1780 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-03

Korn - die Flinte ins Korn werfen (W3)

Als letztes Mittel, wenn z.B. das Pulver verschossen war, konnte man die Flinte auch ins Korn werfen, entweder um durch das Korn zu entkommen oder um sich zu ergeben.

L

Laffette (W3)

Dt. "Laffette" (das man heute kaum noch findet) gehört zu den Ampelwörtern, die durch internen oder externen Austausch von Buchstaben entstehen. Sie wurde bei der Übernahme von arabischen Wörtern gerne der Artikel arab. "al" mitgenommen wie etwa bei "Alchemie". Aber auch bei der Übernahme des frz. "affût" = dt. "(fahrbares) Untergestell eines Geschützes", (im zivilen Leben dt. "Hochsitz", "Kanzel"), wurde der Artikel mitgenommen und als "Laffette" ins Deutsche übernommen.

Das frz. "affût" geht weiter zurück auf frz. "fût", altfrz. "fust" = dt. "Schaft" und lat. "fustis" = dt. "Stock".

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Mörser (Laffetten-)


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&hitlist=&patternlist=&lemid=GL00407

"laffette", f. "das gestell einer kanone"; der ausdruck ist im 17. jahrh. aus dem franz. "affût" mit vorgesetztem artikel übernommen und hat den alten deutschen ausdruck "lade" (sp. 38) verdrängt, doch so, dasz dieser auf den gebrauch des fremdworts als fem. (im franz. ist es masculin) mit eingewirkt haben mag. Böckler kriegssch. (1668) schreibt noch "l'affuite": damit man aber wissen möge, wie ein zierliche und nutzliche l'affuite sampt den rädern und beschläge nach behöriger proportion des stücks und dessen caliber auszzutheilen. s. 166; bei andern richtet sich die schreibung nach der volksmäszigen aussprache: abtheilung der stücke, "laveten" und visirstäbe. Schreiber büchsenmeisterdiscurs (Breslau 1656) titel; die "lafet", lafete cantherius tormenti bellici Stieler 1061; die "lavette" an einem feldstücke pedamentum ligneum tormenti, fulcrum tormenti Steinbach 1, 992, auch schwed. "lavet", dän. "lavette"; jetzt wird "laffette" und "lafette", selten "laffete" geschrieben: das unselige kriegsnachspiel mit lazarethen, abgerissenen soldaten, zerstückten waffen, herzustellenden axen, rädern und laffetten. Göthe 30, 149; zerbrochene französische trosswägen und kanonenlafetten. Arndt erinn. 175;
...
Zusammensetzungen, z. b. "laffettenblock", block der auf schiffen anstatt der laffette dient; "laffettenkasten", kasten an einer laffette; "laffettenmörser", mit einer laffette versehener mörser; "laffettennagel", der nagel der durch die laffettenwände quer durchgeht und sie zusammenhält; "laffettenriegel", der die wände der laffette verbindet; "laffettenschwanz", der hinterste theil der laffette; "laffettenwand", seitentheil der laffette, u. a.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/

GELENKRAHMENLAFFETTE, f.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Laffette
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Laffette" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-04

Legion
Ihre Zahl ist Legion (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Das Sprichwort hat seinen Ursprung im Neuen Testament, nämlich bei Lukas (8,30) und Markus (5,9). Hier wird von der Heilung der Bessesenen durch Jesu berichtet. Als er den "unsauberen Geist" austreibt, fragt Jesu nach dessen Namen und erhält als Antwort: "Legion heiße ich, denn unser ist viel."

Mit dem Namen "Legion" soll in Anlehnung an die Stärke der römischen Legion von weit über 6.000 Mann eine sehr große Zahl ausgedrückt werden.

In diesem Sinne wird noch heute (wenn auch selten) dieses Sprichwort verwendet. Beispiel: "Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist Legion."

(© blueprints Team)

Leutnant (W3)

Der dt. "Leutnant" (1500, a6. Jh.) (unterste Rangstufe eines Offiziers) ist von frz. "lieutenant" (14. Jh.) = dt. "Stellvertreter" (des Königs/Herrschers) (altfrz. "luetenant", "lieu tenant" = dt. "Statthalter") übernommen worden. Diesem liegt mlat. "locumtenens", "locum tenens" = dt. "Statthalter", "Stellvertreter", "die Stelle haltend" zu Grunde und setzt sich zusammen aus lat. "locus" = dt. "Ort", "Stelle", frz. "lieu" und lat. "tenere" = dt. "haben", "halten", frz. "tenir". Wörtlich ist der "Leutnant" also ein "Platzhalter". Man findet diese militärische Rangbezeichnung auch als engl. "lieutenant", ital. "luogotenente" und span. "lugarteniente".

Volksetymologisch wurde dt. "Leutnant" an "Leute" und "Amt" angelehnt.

Der "Leutnant" gehört zu einer großen "ten-"-Familie zu der z.B. auch "Abstinenz", "Container", "Entertainer" (der dt. "Unter'halter'"), "extensiv", "impertinent", "intensiv", "Intendant", "Intention", "Kontinent" ("zusammenhängendes Land"), kontinuierlich, "Leutnant", frz. "maintenance" = "Instand-haltung", frz. "maintenir" = "aufrechterhalten", "ostentativ", gehören.



Claudette Colbert, Eigentlicher Name: Lily Claudette Chauchoin, Filmschauspielerin (13.09.1903 (Paris) - 30.07.1996 (Barbados)), Werke

Ernst Lubitsch, Filmschauspieler, Filmregisseur (29.02.1892 (Berlin) - 30.11.1947 (Los Angeles (Bundesstaat California))), Werke:

Arthur Schnitzler, Schriftsteller (15.05.1862 (Wien) - 21.10.1931 (Wien)), Werke:

Carl Spitteler (Carl Felix Tandem (Pseudonym)), Schriftsteller (24.04.1845 (Liestal (bei Basel)) - 19.12.1924 (Luzern)), Werke: Nobelpreis für Literatur 1919

(E?)(L?) http://www.deutschlandfunk.de/kalenderblatt.870.de.html?cal:month=10&cal:year=2013&drbm:date=2013-10-28

Sendung vom 28.10.2013
Unter Kaiser Wilhelm II. entwickelte sich die Zabern-Affäre. (AP Archiv)
Säbelrasselnde Ignoranz des kaiserlichen Militärs
Vor 100 Jahren wird aus einer Beleidigung im Elsass eine politische Krise im Deutschen Reich
Mit seiner Überheblichkeit und Arroganz löst ein junger preußischer Leutnant im elsässischen Ort Zabern durch beleidigende Äußerungen einen Skandal aus. Die sogenannte Zabern-Affäre wurde zum letzten großen Lehrstück über die Borniertheit des Militärs im deutschen Kaiserreich. Von Patric Seibel


(E?)(L?) http://www.deutschlandfunk.de/kalenderblatt.870.de.html?cal:month=12&cal:year=2010&drbm:date=2010-12-25

Sendung vom 25.12.2010
Radikaler Bruch mit der Donaumonarchie
Vor 110 Jahren erschien die Novelle "Leutnant Gustl"
"Leutnant Gustl" war ein Skandal in der k&k-Monarchie. (Deutschlandradio / Bettina Straub)
Als die Erzählung "Leutnant Gustl" von Arthur Schnitzler am ersten Weihnachtsfeiertag im Jahr 1900 in der liberalen Wiener Zeitung "Neue Freie Presse" gedruckt wurde, schlug sie sofort hohe Wellen. Schnitzler zeichnet ein ungeschöntes Bild der Zustände in der k&k-Monarchie. Von Helmut Böttiger


(E?)(L?) http://www.deutschlandfunk.de/kalenderblatt.870.de.html?cal:month=8&cal:year=2004&drbm:date=2004-08-25

Sendung vom 25.08.2004
Vor 60 Jahren befreiten die Alliierten Paris von der Nazi-Herrschaft
Vor 60 Jahren befreiten die Alliierten Paris von der deutschen Herrschaft. (AP)
Von Süden und Südwesten her rückte die Truppe in zwei Säulen auf Paris vor. Am Abend des 24. August erreichten die ersten Sherman-Panzer der Division Leclerc die Porte d’Italie, um 21.20 Uhr standen sie vor dem Hôtel de Ville, dem Pariser Rathaus. In der Stadt wurde heftig gekämpft. Gegen den Befehl seines "Führers" ließ der "Militärbefehlshaber von Groß-Paris", Generalleutnant Dietrich von Choltitz, weder die Seine-Brücken sprengen noch Fabriken, Wohnquartiere und Versorgungseinrichtungen in die Luft jagen. Am 25. August – heute vor 60 Jahren - schloss er unter Vermittlung des schwedischen Konsuls Nordling einen Waffenstillstand, der Paris vor der Vernichtung bewahrte. Von Wolfgang Stenke


(E?)(L?) http://www.djfl.de/entertainment/djfl/u.html

U 47 - Kapitänleutnant Prien


(E?)(L?) http://wiki.genealogy.net/w/index.php?title=Kategorie:Berufsbezeichnung&from=A

Ausschußleutnant


(E?)(L?) http://www.grosse-seefahrt.de/modules.php?name=Encyclopedia&op=list_content&eid=1

Kapitänleutnant zur See | Leutnant zur See


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERL.pdf

Leutnant


(E?)(L?) http://www.labbe.de/lesekorb/index.asp?themaid=127&titelid=1658

Leutnant der Musketiere


(E?)(L?) http://www.lieder-archiv.de/lieder/list_vl.php?initial=D


(E?)(L?) http://www.lieder-archiv.de/der_leutnant_von_der_garde-notenblatt_500660.html

Der Leutnant von der Garde


(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm

Volksetymologie: "Leutnant"


(E?)(L?) http://www.owid.de/suche/wort?wort=Leutnant




(E?)(L?) http://www.praesens.at/praesens2013/?p=1749

Mussner, Marlene: Entwicklung und Schicksal des Französischen im Spiegel von Arthur Schnitzlers Schriften (Reigen und Leutnant Gustl). (= Studia Interdisciplinaria Ænipontana, hg. v. Peter Anreiter, Bd. 8). ISBN 978-3-7069-0397-4. Broschiert, 2006, 118 Seiten. €-A 25,00; €-D 24,30

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der französischen Sprache auf zwei sehr unterschiedliche Weisen: Im ersten Teil geht es um das französische Wortgut, das in zwei Werken von Arthur Schnitzler vorkommt. Hier soll vor allem die besondere Stellung Österreichs, insbesondere Wiens, im Hinblick auf französische Lehnwörter innerhalb des deutschen Wortschatzes beleuchtet werden. Gleichzeitig wird versucht, die Wege nachzuvollziehen, die dieses Wortgut in der Zwischenzeit sowohl im Deutschen als auch im Französischen eingeschlagen hat, um zu klären, welche Veränderungen es in Bedeutung und Gebrauch dieser Wörter gegeben hat. In diesem Teil der Untersuchung sind also auch Fragestellungen zum deutschen bzw. österreichischen Wortschatz von Interesse. Im zweiten Teil der Arbeit geht es hingegen ausschließlich um die französische Sprache, und in erster Linier wiederum um den Wortschatz. Anhand verschiedener Übersetzungen von Arthur Schnitzlers Reigen und "Leutnant Gustl", die in einem Zeitabstand von ca. 60 Jahren angefertigt wurden (ca. 1930 – ca. 1990) sollen Veränderungen der französischen Sprache aufgezeigt werden. Auch auf Veränderungen, welche die Syntax betreffen, soll kurz eingegangen werden.


(E?)(L?) http://www.theateraufcd.de/mp3aspx/alpha.aspx


(E?)(L?) http://www.theateraufcd.de/mp3/Schnitzler/Leutnant_Gustl.mp3

Das Literatur- und Hörbuchportal

Leutnant Gustl
Leser: Edi Niedermair, 2008


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

feldleutnant | feldmarschallleutnant | generalfeldmarschallleutnant | generalfeldmarschallleutnantstel | generaloberstleutnant | henkerleutnant | hofprofossleutnant | landoberstleutnant | leutnant | leutnantbefehl | leutnantsbefehl | oberstadtleutnant | oberstleutnant | oberstleutnantcharge | oberstleutnantgage | oberstleutnantsgage | oberstleutnantstelle | profosleutnant


(E?)(L?) http://web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

...
2. Französisch (und Italienisch)

Nachdem während der Frühbürgerlichen Zeit kaum frz. Entlehnungen zu verzeichnen waren, kommt es ab 1500 und verstärkt ab 1560 wieder zu mehr frz. Lehnwörtern im Deutschen: Manche Entlehnungen werden durch die Dominanz des Lateins latinisiert: frz. "formel" > "formell" > "Formalität", "nervös" > "Nervosität"; die Suffixe der Substantive sollen ans Latein erinnern. Aus dem Französischen stammt außerdem die Endbetonung der Wörter "Herodót", "Homér", "Kritík" und "Politík".

Italienische Fremdwörter können heute dazu dienen, die österreichischen Eigenheiten im Vergleich zu den übrigen dt. Sprachen (bzgl. des Wortschatzes) zu spezifizieren, da sie z. B. in Deutschland nicht vorkommen. Sie stehen oft synonymen frz. Entlehnungen gegenüber, wobei die frz. Varianten meist mehr Prestige offerieren und tendenziell die italienischen verdrängen: "Kassa" - "Kasse", "Pomeranze" (it. "pomo" "Apfel" und "arancia" "bitter") - "Apfelsine" (frz. "pomme de Sine" "Apfel aus China"), "Biskotte" (it. "biscotte") - "Biskuit" (Frz., lat. "bis coctus" "zweimal gebackenes Brot"), "Marille" (it. "armellino" "armenischer Apfel") - "Aprikose" (Frz., Span., Port., Arab., Griech., lat. "praecoquum" "frühreif"), "Melanzani" - "Aubergine" (Frz., Kat., Arab., Pers.).
...


(E?)(L?) http://www.vorleser.net/schnitzler_arthur/autor.html

Arthur Schnitzler


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Leutnant

...
Etymologie

"Lieu tenant" – ein Partizip von "lieu tenir" – bedeutet im Französischen wörtlich "Platz haltend" im Sinne von "Platzhalter", "Statthalter" oder "Stellvertreter". Der Wortstamm geht seinerseits auf das mittelalterlich-lateinische "locum tenens" zurück. Daraus entwickelte sich die französische Dienstgrad- und Funktionsbezeichnung "Lieutenant". Unter den französischen Königen war der "Lieutenant du Roi" der "Stellvertreter des Königs" im Heer oder in einer Festung. Napoleon Bonaparte erneuerte diesen zwischenzeitlich abgeschafften Titel, indem er im Spanienfeldzug den Marschall Nicolas Jean-de-Dieu Soult 1813 als Vizekönig der Pyrenäischen Halbinsel zum "Lieutenant de l'Empereur" ernannte. In den französischen Streitkräften und zahlreichen anderen Armeen rangiert der "Sous-lieutenant" oder "Seconde Lieutenant" (wörtliche Übersetzung: "Unterleutnant" bzw. "Sekondeleutnant", also in etwa "Zweiter Leutnant") als niedrigster Offiziersdienstgrad unter dem Leutnant. In anderen romanischen Sprachen sind vom französischen Begriff "Tenente" oder "Teniente" abgeleitet.

"Leutnant" kam als Lehnwort "Lieutenant" um 1500 aus dem Französischen in den deutschen Sprachraum. Im Mittelalter wählte jeder Hauptmann eines Fähnleins einen "Lokotenenten" bzw. "Leutinger" als seinen "Stellvertreter". In diesem Sinne wird das Wort "Leutnant" bis heute in deutschen Streitkräften als Dienstgradbezeichnung verwendet. In einigen früheren deutschen Streitkräften gab es bis ins 19. Jahrhundert bereits die Abstufung "Oberleutnant" (alternativ französierend: "Premierlieutenant"), der über dem rangniedrigeren Leutnant ("Secondelieutenant") stand. Der wörtlich aus dem Französischen übersetzte Begriff "Unterleutnant" für Dienstgrade unterhalb des Leutnants war dagegen die längste Zeit im deutschen Sprachraum unüblich. Nur in der Nationalen Volksarmee und der Kaiserlichen Marine (dort als "Unterleutnant zur See") gab es diese Dienstgradbezeichnung. Die heutige Schreibweise "Leutnant" ist im deutschen Kaiserreich 1899 für den militärischen Gebrauch angeordnet worden.
...


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/GWB/

Dragonerobristleutnant | Gardeleutnant


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Leutnant
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Leutnant" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 / 1720 / 1840 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2015-08

M

Martialismus (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Martialismus


Der kriegerische und bedrohliche "Martialismus" geht auf den römischen Kriegsgott "Mars" zurück.

Messer (W3)

Das "Messer" war im ahd. noch die Bezeichnung für ein "kurzes Schwert" (ahd. "sahs"); als die Zeiten dann etwas gesitteter wurden, reduzierte sich dieses auf die heutige Grösse.

Militär (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Militär
Wie sollte es anders sein: auch "Militär" ist ein Militarismus und zwar von lat. "miles" = "Soldat". Und so wird mit Militär im allgemeinen zwar eine Gesamtheit, das Heer(wesen) oder eine Gruppe von Soldaten bezeichnet, aber es kann auch eine einzelne Person bezeichnen. Mit frz. "militaire", aber auch mit dt. "Militär" wird (meist ein etwas höherdotierter) Militärangehöriger bezeichnet.

militant (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/militant


Militaria (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Militaria
Die Pluralbildung zu lat. "militaris" (vgl. "Militär") ist eine schon etwas in die Jahre gekommene Bezeichnung für Heeresangelegenheiten.

Militarismen (W3)

Ich bin weit davon entfernt, Militarismus - in welcher Art auch immer - zu verherrlichen. Dennoch ist mir bei meinen Wortsammlungen aufgefallen, dass viele Begriffe aus dem Militärwesen stammen und in die allgemeine Sprache eingegangen sind. Heute (21.06.2003) habe ich mich entschlossen, diese Rubrik neu aufzunehmen. Bisher an anderer Stelle eingeordnete Begriffe werde ich dann nach und nach entsprechend umsortieren. Den Anfang macht der "Spiessbürger".

Militarismus, Militarismen (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Militarismus
ist aus dem franz. "militarisme" übernommen und bezeichnet militärische Grundsätze, Ziele und Wertvorstellungen. Weiterhin werden damit die auf andere Lebensbereiche übertragenen militärischen Prinzipien bezeichnet.
Innerhalb des Etymologie-Portals möchte ich mit "Militarismen" speziell Begriffe bezeichnen, die aus dem militärischen Umfeld in die "Alltagssprache" übergegangen sind.

N

O

okkupieren (W3)

Dt. "okkupieren" (um 1500), engl. "occupy", = dt. "besetzen", "in Besitz nehmen" geht zurück auf lat. "occupare" = dt. "besetzen", "in Besitz nehmen" und setzt sich zusammen aus lat. "ob", "oc" = dt. "gegen", "nach" und lat. "capere" = dt. "nehmen", "fassen", "ergreifen".

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERO.pdf


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/


(E?)(L?) http://reime.woxikon.de/search.php


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=okkupieren
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "okkupieren" taucht in der Literatur um das Jahr 1850 auf.

Erstellt: 2011-11

P

Parade, parat, Apparat, Reparatur, parieren, transparent, Komparse, para-, parallel, paradox (W3)

Am 23.01.2005 erhielt ich von Frau Beate Hetterich den folgenden Hinweis:

"Parieren" führen Sie irrtümlicherweise auf das lateinische Wort "parare" - "vorbereiten" zurück. Dies trifft zwar für "parat sein" - "bereit sein" zu, nicht jedoch für "parieren", das sich von dem lat. Verbum "parére" = "gehorchen" ableitet.

Der ursprüngliche Beitrag von Gabriele Eder lautete:
"parat" bedeutet soviel wie "bereit", "fertig zum Gebrauch" und leitet sich vom lat. "parare" = "(zu)bereiten", "rüsten", "verschaffen" über dessen Partizip Perfekt "paratus" ab.
"parare" ist weiters die Grundlage der Fremdwörter wie "parieren", "Apparat" (= "Ausrüstung"), "Reparatur" (= "Wieder-Bereit-Machung") usw.
(A: gaed)

Für "parieren" gibt es aktuell mindestens zwei Anwendungen. Einmal bedeutet es "Abwehr eines Angriffs" und leitet sich ab von ital. "parare" = "sich vorbereiten".
Hierauf gehen auch die "Parade" = "Vorbereitung" und "etwas parat haben" zurück.

Das zweite "parieren" im Sinne von "gehorchen" geht zurück auf lat. "parere" = "erscheinen", "sichtbar". Dies findet man z.B. auch in "transparent" = "durchsichtig". Auch der "(Film-)Komparse", der "In-Erscheinung-tretende" tritt hier in Erscheinung.

Ich habe zwar keinen Hinweis dazu gefunden, aber es ist sicherlich nicht allzu abwegig hinter beiden Wortfamilien ein gemeinsames "para" = "gegen" zu vermuten: einmal wurde daraus die "Gegenwehr" und andererseits das "Entgegentreten".

Dabei ist das griech. "para-" ja schon etwas halbherzig. So bedeutet es ursprünglich "bei", "neben" und erscheint in "parallel" als "nebeneinander" und in "paradox" als "Gegen-Meinung".

Q

Quadratlatschen (W3)

= "Fußlappen der Landsknechte".
Die Soldaten hatten in früheren Zeiten "rechteckige"/"quadratische" Lappen, die statt Strümpfen um die Füsse geschlagen wurden.

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/q.php


Quartier, Stadtviertel (W3)

Daß Quartier von "Viertel" kommt ist nachvollziehbar. Und dass Truppenteile nicht komplett in einem Zelt oder auf einem Platz "Quartier" bezogen, sondern sich aufteilten ist auch nachvollziehbar.
Aber wieso gerade ein "Viertel" ("Stadtviertel"). Kann man Städte und Truppenteile nicht auch dritteln oder fünfteln oder zehnteln?

Vielleicht hängt es mit der militärischen Ordnung der Römer zusammen, die ihre Heerlager in entsprechender Form anlegten.

Außerdem ergaben sich an Kreuzungen von Handelsstraßen automatisch 4 Viertel.

R

rallieren (W3)

Für manche Männer ist eine "Rallye" eine faszinierende Sportart. Seinen Namen hat die engl. "Rallye" vom frz. "rallier", das soviel bedeutet wie "re-alliieren" = wiedervereinigen". Ursprünglich bedeutete "rallieren" das Einsammeln von verstreuten Truppenteilen. Bei der "Rallye" werden die Teilnehmer wieder eingesammelt (z.B. nach jeder Tagesetappe).

Das Wort "rallieren" setzt sich ursprünglich zusammen aus lat. "re-" = dt. "zurück-", "wieder-" und lat. "alligare = dt. "anbinden", "verbinden".

Erstellt: 2011-01

Redoute (W3)

Dt. "Redoute", span. "reducto", frz. "redoute", ital. "ridotta", engl. "redoubt", war ursprünglich ein dt. "Zufluchtsort" und geht zurück auf lat. "reductio" = dt. "Zurückführung", lat. "reducere" = dt. "zurückziehen", "zurückschieben". Im militärischen Bereich wurde daraus eine "Verteidigungsanlage", "Festung" und in Österreich machte man daraus einen "Maskenball", "Ort einer Tanzveranstaltung".

Man sollte annehmen, dass frz. "redouter" = dt. "zurückziehen", "zurückschieben" und frz. "douter" = dt. "zweifeln" enge Verwandte sind. Aber anscheinend kam es hier zur Angleichung zweier Wortfamilien.

Während frz. "redouter" auf lat. "reducere" = dt. "zurückziehen", "zurückschieben" zurück geht, worauf auch dt. "reduzieren" basiert und lat. "ducere" = dt. "führen", "leiten", geht frz. "douter" zurück auf lat. "dubitare" = dt. "etwas bezweifeln", "befürchten", "fürchten", wörtlich "zwischen zwei Möglichkeiten wählen müssen".

zu "redouter", lat. "reducere":

Das dt. "ziehen", mhdt. "ziehen", ahdt. "ziohan", got. "tiuhan", aengl. "teon", altisl. "togenn" = dt. "gezogen" und lat. "ducere" = dt. "ziehen", "führen" gehen zurück auf eine Wurzel ide. "*deuk" = dt. "ziehen". Hier findet man z.B. auch etwa unerwartet dt. "Dusche" = dt. "Brause", "Brausebad", das im 18. Jh. als medizinischer Terminus aus frz. "douche" entlehnt und im 19. Jh. in den allgemeinen Sprachgebrauch überging. Dieses führt über ital. "doccia" = dt. "Wasserrinne", "Gießbad", ital. "doccione" = dt. "Leitungsröhre" zu lat. "ductio", "ductionem" = dt. "Ziehen", "Führen". (Es handelt sich bei der "Dusche" ursprünglich um eine "Wasserführung".) Weiterhin findet man in der Wortfamilie dt. "Zaum", "Zeug", "Zeuge", "zögern", "Zögling", "Zucht", "zucken", "Zug", "Zügel", "Herzog", "erziehen", "ungezogen", "produzieren", "Dukate" (die Münze mit dem Bildnis des Herzogs, dem lat. "dux" = dt. "Führer"), und einige andere "Zieh"-Wörter.

zu "douter", lat. "dubitare":

Schreitet man weiter zurück so steckt hinter lat. "dubitare" und dt. "zweifeln" die Wurzel ide. "*dwi-", "*duwo-", "*dow-o" = dt. "zwei". Daraus machten die Römer sowohl lat. "bi-", wie etwa in engl. "biannual" = dt. "zweimal jährlich", "halbjährlich" oder frz. "bicyclette" = dt. "Zweirad", dt. "Kombination" = dt. "Zweiervereinigung", dt. "Bilanz" zu lat. "bilanx" = dt. "zwei Waagschalen habend". Auch "de-" findet man hier wie in frz. "deux" = dt. "zwei", frz. "double" = dt. "doppelt", lat. "di-", wie etwa in dt. "dimorph" = dt. "zweigestaltig", dt. "Diplom" = dt. "zweifach Gefaltetes". Es begegnet uns heute aber auch als "vi-", wie etwa in frz. "vingt" = dt. "zwanzig", "zwei (mal) zehn" oder dt. "Viz" = "zweiter Wein", "Ersatzwein", lat. "vice vinum". Und in der Form "du-" findet man es in "duplex" = dt. "doppelt", wörtlich "doppelt gefaltet".

Das ursprüngliche lat. "dubitare" kann man noch in frz. "dubitatif" = dt. "zweifelnd" oder auch in engl. "doubt" = dt. "zweifeln" erkennen.

Mit einer kleinen Vorsilbe "-am-" die man grob mit dt. "um", "umherum" übersetzen könnte, kommt man zu lat. "ambi-" und dann auch zu griech. "amphi-" = dt. "zu beiden Seiten", "rings umher", "alle zwei zusammen". Damit kommt man zu dt. "ambivalent" = dt. "zweiwertig", "Amphitheater", das aus zwei halbkreisförmigen Theatern bestehende "Umherumtheater", und "Amphibie", dem in zwei Lebensbereichen existierenden Lebewesen oder Fahrzeug, oder "Amphore" = dt. "Zweiträger". Und völlig unerwartet findet man in dieser Wortfamilie auch frz. "aller" = dt. "gehen", das auf lat. "ambulare" = dt. "umherstreunen", "umherschlendern" "daherschreiten", "wandern", "reisen" zurück geht.

Und dann muß man auch noch dt. "Amt" erwähnen, das auf einem langen Weg über mhdt. "ambet", "ambt", "ambahte", ahdt. "ambaht", "ambahti", got. "andbahti", altengl. "ambeht", schwed. "ämbete" = dt. "Dienst", und ahdt. "ambaht", got. "andbahts", altengl. "ambeht" = dt. "Diener", "Bote", zurück geht auf kelt. "*ambaktos", "*ambiaktos" = dt. "Diener", "Bote", und gallolat. "ambactus" = dt. "Herumgeschickter", "Herum-Agierender", zurück geht.

Weiter entstand griech. "dúô", lat. "duo", und dt. "Duell", der "Zweikampf", "Duplo", die "Doppelwaffel" und viele andere "duale" Bezeichnungen.

28. November 1992

Ein Großbrand in der Wiener Hofburg, wo 1814 der "Wiener Kongreß" über Napoléon Bonaparte Gericht hielt und 1815 eine Neuaufteilung Europas vornahm, zerstört die Redoutensäle und den Dachstuhl des angrenzenden Prachtsaals der Österreichischen Nationalbibliothek. (Die Instandsetzung, gepaart mit einer Unterkellerung und Modernisierung der Haustechnik, nimmt insgesamt drei Jahre in Anspruch und kostet rund 550 Millionen Schilling.)

Adelung schreibt dazu:


Die "Redoute", plur. die -n, aus dem Franz. "Redoute", und dieß vom Latein. "Reductus".

1) In der Befestigunskunst, eine kleine Verschanzung in der Gestalt eines Quadrates aber eines länglichen Viereckes.

2) Ein öffentlicher maskirter Ball, Ital. "Ridutto", "Ridotto", welches eigentlich einen Ort, in welchem Spieler, Tänzer u. s. f. zusammen kommen, bedeutet.


(E?)(L?) http://www.baumkunde.de/baumregister/3751-mammutbaum_im_redoutenpark2/

Mammutbaum im Redoutenpark - Riesen-Mammutbaum - Nordrhein-Westfalen, Bonn, Deutschland


(E?)(L?) http://www.baumkunde.de/baumregister/3703-rosageraenderte_blut_buche_vor_der_redoute_in_bad_godesberg/

Rosageränderte Blut-Buche vor der Redoute in Bad Godesberg - Nordrhein-Westfalen, Bonn, Deutschland


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Karnaval", "Karneval", "Carnaval", (das), *Im Oberdeuschen ist es männliches Geschlechtes, der Karnaval.
...
Der Gebrauch, diese Periode mit Lustbarkeiten zu zubringen, ist aus Italien zu uns gekommen, und an den Höfen besonders zu einer Art von Nothwendigkeit geworden, wiewohl Personen, welche einmahl daran gewöhnt sind, an den Winterabenden sich auf diese Weise zu belustigen, dergleichen unter sich auch an andern Orten zu veranstalten pflegen. Die Einrichtung der meisten Karnavals=Lustbarkeiten rührt ursprünglich aus Venedig her, wo auch die so genannten "Redouten" ("Ridotti"), oder die Oerter, wo man sich maskirt mit Spielen und Tänzen erlustigt, zuerst üblich geworden sind.
...
Unter der Regierung des jetzigen Königes von Preußen, Friederich des Großen, gehen die Winter=Lustbarkeiten in Berlin (welche in Opern und "Redouten" bestehen,) in der Adventzeit an, und hören hernach zu der Zeit auf, wenn in andern Ländern und Residenz=Städten das Karnaval erst recht in Gang kommt.
...


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Redoute", aus dem Französischen "Redoute", und dieses vom Lat. "Reductus"

1) in der Befestigungskunst, eine kleine Verschanzung in der Gestalt eines Quadrates, oder eines länglichen Vierecks. Man pflegt diese Werke auf die Höhen, an die ausgehenden Winkel der Approschen an die Retranschements, an die Circumvallations=, Contravallations=, und dergleichen Linien zu legen, um die da herum liegende Gegend recht bestreichen zu können. Wenn sie allein und ganz im Freyen liegen, umgibt man sie mit einem Graben und Pallisaden, und nennt sie auch Schreckschanzen. Zuweilen bestehen diese nur aus zwey Facen, indem man eine abgesteckte Redoute durch die Diagonal in zwey gleiche Theile getheilet, und daher gibt es auch halbe Redouten. S. übrigens auch den Art. "Schanze".

2) Ein öffentlicher maskirter Ball, Larventanz, Maskenball, Ital. "Ridutto", "Ridotto", welches eigentlich einen Ort, in welchem Spieler, Tänzer etc. zusammen kommen, bedeutet. S. im Art. "Tanz".

"Redoutenhaus", ist ein Gebäude, worin Bälle und Masqueraden gehalten werden. Außer einem Ballsaal muß dieses Gebäude einige Spielzimmer und andere Gesellschaftszimmer, so wie Gemächer, worin die Erfrischungen und Speisen gereicht werden, enthalten. In dem Erdgeschosse müssen Küchen, Conditoreyen und Holz, auch andere Vorrathskammern liegen, und eine Wohnung für den Aufseher des Hauses angebracht seyn. Vor dem Gebäude muß ein freyer Platz seyn, damit die Kutschen ungehindert ankommen und wegfahren können.

"Redoutes á machicoulis", sind gemauerte Redouten von zwey, drey, auch wohl mehreren Etagen über einander, von welchen die obere immer ungefähr einen Fuß über die untere vortritt. In dem Boden dieses Ueberschusses werden Oeffnungen gelassen, durch welche man den Fuß der Redoute entdeckt, und die herannahenden begrüßen kann.

"Saal (Redouten=)", ein Saal, worin Redouten oder Masquenbälle gegeben werden.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Redoute
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Redoute" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 / 1750 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#Redoute

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Erstellt: 2015-12

Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln (W3)

Diese Redewendung ist anscheinend militärischen Ursprungs. Zunächst hatten sich die Kartoffeln in Kriegszeiten gegenüber dem Getreide bewährt hatten, da man sie nicht so einfach abbrennen oder zertrampeln konnte. Wenn die Soldaten jedoch nichts mehr zu essen hatten, ließen sie sich auch dazu herab die Kartoffelfelder umzugraben. Solange sie noch einem Hauptmann gehorchten, hieß es - je nach den strategischen Überlegungen - "rein in die Kartoffeln" = "Felder plündern" oder "Rauß aus den Kartoffeln" = "diese Gegend wird verschont".

(E2)(L2) http://www.nextz.de/glossen/kartoffel.htm

...
Der Ausdruck "rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln" meint das Chaos bei unterschiedlichen Anweisungen: Sollen die Soldaten die Kartoffeläcker nun betreten oder nicht?
...


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/k.php
Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln!

(E1)(L1) http://www.w-akten.de/deutsche-redewendungen-2.phtml
Hier wird die Redewendung auf näher zurückliegende Manöverkommandos bezogen.

Rohrkrepierer (W3)

Ein dt. "Rohrkrepierer" ist eine Patrone, die im Lauf stecken bleibt oder die gar nicht erst zündet. Eine Nummer größer, als Sprenggeschoss, das schon im Lauf des Geschützes detoniert (etwa aufgrund heißgeschossener Rohre), kann das ganz schön gefährlich werden.

Im übertragenen Sinn bedeutet dt. "Rohrkrepierer", eine "übereilte Maßnahme, die in einem katastrophalen Mißerfolg endet".

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/r.php

ein Rohrkrepierer


(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/

Rohrkrepierer


(E?)(L?) http://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/wehrkultur/begriffsdatenbank/r/rohrkrepierer/

Rohrkrepierer


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Rohrkrepierer
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Rohrkrepierer" taucht in der Literatur um das Jahr 1900 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#Rohrkrepierer

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Erstellt: 2016-10

S

Sappierer (W3)

Ein dt. "Sappierer" war einst ein Soldat der einen Stollen unter die feindlichen Befestigungen graben musste. Die Bezeichnung soll auf eine Bedeutung dt. "graben" zurück gehen und mit dt. "Säbel" verwandt sein. Verwandte findet man (eventuell) in poln. "szabla" zu ung. "szablya" = dt. "Säbel" und ung. "szabni" = dt. "schneiden". Der genaue Zusammenhang ist unsicher.

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Sappierer", s. "Sappeur"

"Sappeur", "Sappierer", derjenige Kriegsmann oder Soldat, welcher die "Sappe" anlegt oder die Cotrescarpe sappirt, s. unter "Sappe"

"Sappe", zunächst aus dem Französischen, "Sappe", im Kriegswesen, oder vielmehr in der Kriegsbaukunst, ein in oder durch die Erde gegrabener Weg, um durch die Contrescarpe in den Graben der Festung zu kommen; daher "sappiren", Französ. "sapper", einen solchen Weg graben, wofür man auch, obgleich seltener, "sappen" braucht. Man sappirt oder durchgräbt die Contrescarpe, um einen bedeckten Gang in den Graben zu bekommen. Man muß, wenn man sich der Contrescarpe durch "Sappiren" bemeistern will, gerade gegen den Schulterwinkel zu, von der letzten Approche an durch das Glacis einen so breiten Gang führen, daß zwei oder drei Infanteristen zugleich neben einander darin gehen können; er darf aber nirgends von der Festung enfilirt werden können. Man bedeckt denselben gegen die Seiten mit der Erde, welche ausgegraben wird, von oben mit Faschinen und anderen Blendungen, damit man vor dem Feuer der Belagerten darin sicher ist. Es müssen nun wechselsweise Trancheen darin gelegt werden, damit man in demselben mehr Bedeckung hat. Auf diese Weise ist nun die "Sappe" fertig, und dadurch die Contresearpe geöffnet, daß man sich darin logiren kann; man sehe auch unter "Schanze".

Obgleich die Wörter "Sappe", "sappiren", "sappen" zunächst aus dem Französischen herstammen, so ist doch "sappen", nach Adelung, ein altes Europäisches Wort, welches "graben", "schneiden", "hauen" etc. überhaupt bedeutet zu haben scheint, und das Intensivum von einem veralteten "saben" ist, von welchem auch "Säbel" abgeleitet werden kann, Im Heldenbuche und bei dem Kaisersberg kommt "sappen" mehrmals in verwandter Bedeutung für "rasfen", "reißen" vor. Im Italienischen ist "Zappa" eine "Haue"; auch im Wallachischen ist "sapu", "ich grabe".

Sappen, s. unter "Sappe".


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Sappierer
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Sappierer" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#Sappierer

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Erstellt: 2016-10

Schanze, schanzen (W3)

Eine "Schanze" muss früher etwa "Haufen", "Erhebung" bedeutet haben. So hatte es mhd. noch die Bedeutung von "Reisigbündel" und in der Schifffahrt bezeichnete es das "Halbdeck auf Schiffen".
Die Entwicklung geht wohl zurück auf die "Reisigbündel", mit denen ursprünglich Befestigungen hergestellt wurden.

Heute versteht man unter "Schanze" vorwiegend den "Erdwall" oder sogar den betonierten Schutz im militärischen Umfeld.

Die "Schanze" kommt auch als "Sprungschanze" vor, wo sie ja auch eine "befestigte Erhebung" darstellt.

Das abgeleitete Verb "schanzen" bedeutet(e) also das "Herstellen einer Schanze". Im Kriegsgeschehen bedeutete dies in erster Linie das Wühlen im Dreck - aber was kann einen Krieg noch schmutziger machen, als er eh schon ist.

Schar, Scharmützel, scarramuccia, escarmouche, skirmish (W2)

(E4)(L2) http://www.wortmuseum.com/


(E6)(L4) http://www.wortmuseum.com/exhib_3.php
Das kleine "Rückzugsgefecht", das "Scharmützel" ist ein Produkt deutsch-italienischer Freundschaft. Der erste Teil ist wirklich das was es heißt, eine "Schar" (ide. "*sker" = "schneiden", "teilen", also etwa "Abteilung"). Der zweite Teil geht zurück auf ital. "mucciar" = "flüchten". Schon die Italiener bildeten daraus "scarramuccia".
Die Franzosen machten daraus "skarmuch" bzw. heute "escarmouche", die Engländer formten es um zu "skirmish".

Schärpe
écharpe (W3)

Am 08.12.2011 wurde folgender Beitrag ins Etymologie-Forum eingetragen:


Nach meinem Etymologielexikon kommt das Wort Schärpe vom französischen "écharpe". Aber woher kommt das? Ich fand in Andalusien einen kleinen Teppich, der dort "Charappa" genannt wurde. Wie kann ich meine Vermutung bestätigen?
G. Gurke


Dt. "Schärpe", (engl. "sash"), geht zurück auf frz. "écharpe" = dt. "Armbinde", altfrz. "escherpe" = dt. "an einer Schlinge getragene Pilgertasche". Da seit dem 16. / 17. Jh. Orden an einem Schulterband getragen wurden, entwickelte sich die Schärpe vor dem Aufkommen der Uniformen zum Abzeichen von Krieg führenden Parteien. Als Überbleibsel findet man sie noch an Uniformen höherer Dienstgrade.

Frz. "écharpe" (1135, "escharpe" = dt. "Pilgertasche") geht seinerseits auf einen germanischen Ursprung zurück. Das fränkische ""*skirpa", "*skirpja" = frz. "panier de jonc" = dt. "Binsenkorb", geht zurück auf mlat. "scrippa" = dt. "Pilgertasche", lat. "scirpea" = dt. "Korb", lat. "scirpus" = dt. "Binse".

Frz. "écharper" (15. Jh.) altfrz. "escharper" = dt. "(mit einem Schulterriemen) umhängen", frz. "escharpé" = frz. "ceint d'une écharpe", abgeleitet von frz. "écharpe".

Adelung schreibt dazu:

Die Feldbinde, plur. die -n, eine Binde, welche die Officier um den Leib tragen, um sich dadurch nicht nur von andern Truppen, sondern auch von andern Regimentern zu unterscheiden. Ehedem waren sie nur im Felde üblich. S. Schärpe.

Das Feldzeichen, des -s, plur. ut nom. sing. alles, was die Soldaten und Officier im Felde tragen um sich von dem Feinde zu unterscheiden, dergleichen die Feldbinde, Degenquasten, Schleifen, Laubzweige u. s. f. sind.

Die Schärpe, plur. die -n, ein Wort, welches überhaupt eine Binde bedeutet und bey den Wundärzten, wenigstens einiger Gegenden, noch zu denjenigen Binden üblich ist, worin ein beschädigter Arm getragen wird. Am häufigsten gebraucht man es noch von der breiter, etwas zusammen gewickelten Linde, welche die Officier um den Unterleib tragen, und welche auch die Feldbinde genannt wird. Im Niedersächs. "Scherf", im Schwed. "Skärp", im Franz. "Echarpe", im Engl. "Scarf" (= dt. "Schultertuch", "Schal"). Vermittelst des Endlautes "b" oder "p" von "Schar", so fern es eine Ausdehnung in die Länge, oder auch eine Verbindung, ein Band, bedeutet.

Die Scherpe, eine Binde, S. Schärpe.

(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_s_1.html


(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/etymologie/écharpe
écharpe

(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/etymologie/écharper
écharper

(E?)(L?) http://www.dhm.de/lemo/suche/exponatet.html
Textil: Schärpe der Leipziger Montagsdemonstrationen, 1989

(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S


(E1)(L1) http://www.chass.utoronto.ca/epc/langueXIX/dg/08_t1-2.htm
écharpe

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl
Officierschärpe | RitterOrden der Schärpe | Schärpe

(E?)(L?) http://www.zerotracas.com/component/option,com_joomap/Itemid,2/


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Schärpe
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Schärpe" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.

Erstellt: 2011-12

Schema F (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Im 19. Jahrhundert wurde Preußen stark militärisch regiert und es gab für alles eine Militär-Verordnung. Das "Schema F" war zu dieser Zeit ein mit dem Buchstaben F gekennzeichnetes Formular, auf dem die Truppenstärke einer bestimmten Einheit aufgezeichnet wurde. Bei den Besichtigungen dieser Einheit musste die effektive Zahl der Personen genau mit dem "Schema F" übereinstimmen.

Wenn heute eine Person bzw. eine Organisation sehr starre und enge Regeln anwendet bzw. alles bürokratisch regelt, dann sprechen wir vom "Schema F" bzw. auch von "Nach Schema F" vorgehen.

(© blueprints Team)

(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406475574/etymologety0f-21


(E1)(L?) http://www.fragenohneantwort.de/


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/s.php


(E1)(L1) http://www.w-akten.de/worte.phtml


Scherge, Schar (W3)

Der ahd. "scario" war ein Unterführer im Herr, ein "Scharführer". Später wurde er dann zum "Gerichtsboten" und "Herold". Heute wird die Bezeichnung nur noch negativ in der Bedeutung "Häscher", "Polizeiknecht" benutzt.

Der "Scherge" war in früheren Zeiten ein "Gerichtsdiener". Als ahd. "scario" war er der "Scharführer" ("Scharer", zu "Schar"). Einmal Gerichtsdiener benutzte er die ihm verliehene Macht, um Macht über die armen Klienten auszuüben. Und so wurde er zum (teils gewalttätigen) "Handlanger" für meist politische Auftragshandlungen.

Im Vergleich zum Scharführer hat er sich also sowohl moralisch als auch politisch verschlechtert.

Geht man nun weiter zurück auf die zu Grunde liegende "Schar", so kommt man auf ahd. "scara" = "scheren", "abtrennen". Die "Schar" ist also die "abgetrennte" "Abteilung".

Schild - Schildbürger - vom "der" zum "das" - schildern - Böses im Schild(e) führen - schillern (W1)

(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/
schildern

(E?)(L?) http://www.ids-mannheim.de/kt/30000wordforms.dat


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Schildbürger
Am 15.01.2004 wurde die Frage gestellt, warum es denn "der Schutzschild" aber "das Verkehrsschild" heisst. Obwohl es dabei zunächst nicht um eine etymologische Frage geht, finde ich sie doch recht interessant. Gewappnet mit einigen Wörterbüchern kann man der Antwort auf die Spur kommen.

Zunächst einmal gehört "Schild" zu einer fast riesig zu nennenden Wortfamilie, die ich schon einmal unter dem Stichwort (endschuldigen Sie bitte) "Scheisse" teilweise behandelt habe. Dazu gehört auch die "Schüssel" oder auch das engl. "science" = "Wissenschaft". Dieses ist auch bei dt. "gescheit" = dt. "klug", "schlau" im Sinne von dt. "unterscheidend" zu verstehen. Es geht also um die Wurzel ide. "*(s)kel" = "scheiden", "abspalten", aus dem sich dann auch der "Schild" und das engl. "shield" ableitet. Der Schild der alten Germanen war ein "Holzschild", also im weitesten Sinne ein "abgespaltenes Holzscheit". ("Scheit" geht natürlich auch auf diese Wurzel zurück und ist also genau genommen ein weisser Schimmel, weil "Scheit" schon ein abgespaltenes Stück Holz ist.) Die Römer waren dem schon voraus und hatten bereits metallene "Schilde". Aber auch die Germanen entwickelten sich weiter und spätestens im Mittelalter hatten sie auch "Schilde" aus Metall. Und nicht nur das. Die Ritter waren von Kopf bis Fuss mit Metall umhüllt. So dass man sie nicht mehr erkennen konnte. Was lag also näher, als ihre Schilde sprechen zu lassen. (Heute sagt man daher immer noch "schildern" = "erzählen", ja man kann sogar "in den buntesten Farben schildern".)
Sie erfanden also Familienwappen, die Sie stolz auf den Schilden trugen wenn sie im Turnier oder Kampf siegten und die im Staub lagen, wenn sie verloren. Langsam übertrug sich die Bedeutung "Schild" auch auf das Abgebildete und man nannte auch die Aushängeschilde(r) an Herbergen oder Gasthäusern so.
Hier hatten sie bereits ihre Funktion als "Schutzschild" eingebüsst und dienten eigentlich nur noch als Informationsträger. Man sollte annehmen, dass nun die Zeit gekommen war zwischen "der Schutzschild" und "das Aushängeschild" zu unterscheiden. Aber die äussere Ähnlichkeit war immer noch zu gross, als dass sich "Schildbürger" und "Spiessbürger" entschliessen konnten, einen grammatischen Unterschied zu machen.
"Das Schild" entwickelte sich erst im 18.Jh. als man anfing, die Speichermedien zu Miniaturisieren. Nun beschilderte man auch Bücher, Hefte, Behälter, Firmen, Haustüren und andere Gegenstände. Und spätestens mit den kleinen "Papierschilden" musste eine sprachliche Differenzierung her. "Schildchen" hörte sich ja zu kindlich an, also wählte man die neutrale Form "das Schild" um die "Software-Schilde" zu bezeichnen.
Ob dies eine bewusste Enztscheidung oder eine schleichende Entwicklung war, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ich vermute, dass diese Entwicklung in den Amtsstuben stattfand und sich dann recht zügig durchsetzte.
Mittlerweile hat sich "das Schild" einen hohen Anteil erobert. Man sagt wohl nur noch "der Schild", wenn man an die Schutzfunktion denkt. Alle anderen "Schilder", bei denen es eher auf die Anzeigefunktion ankommt, heissen wohl "das Schild", etwa auch "das Verkehrsschild" obwohl dieses der Stabilität und der Grösse nach eigentlich eher "der Schild" zu nennen wäre.

Da die alten Ritterleut durch ihre Visiere schleccht zu erkennen waren, musste man sie an den Wappen auf ihren Schilden identifizieren. Ein Feind führte demnach "Böses im Schilde".

Grimm hat dem "Schild" in seinem Wörterbuch übrigens fast 8 Seiten gewidmet, und zu "schildern" findet man auch einen einseitigen Eintrag. Bezieht man alle Ableitungen mit ein, kommt man auf fast 16 Seiten. Es lohnt sich also einmal online nachzuschlagen.

Am 30.08.2004 erreichte mich folgender Hinweis:
Ich bin zufällig im Netz auf Ihre etymologische Herleitung zum "Schild" gestoßen, wo Sie auch das "Schildern" erklären. M.E. leitet sich das zwar - ganz richtig - vom "Schild" her, aber in einer anderen Weise. Sowohl Römer als auch Germanen bemalten Ihre Schilde, und die Bemalung diente gleichzeitig auch als "Wappen". Die Schilde wurden als "Prunkschilde" an der Stirnseite der Häuser aufgehängt, hatten schlichtweg dann auch die Funktion als "Tafelbild". "Schilderey" ist noch im Spätmittelalter der Ausdruck für "Malerei" gewesen (heute m.W. noch im Niederländischen: "schilderen" bedeutet "malen"). Wer etwas "schildert", "malt etwas aus", "schillern" kommt auch daher.
H. Wunderlich

Unter den 30.000 häufigsten Wörtern beim IDS hat "schildern" den Wert "schildern 0,0004318".

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/s.php
Schildbürgerstreich

(E?)(L?) http://www.karl-simrock-forschung.de/


(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/autoren/simrock.htm


(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/simrock/schildbg/schildbg.htm

Wundersame, abenteuerliche und bisher unbeschriebene Geschichten und Thaten der Schildbürger in Misnopotamien, hinter Utopia gelegen.
Jetzund ganz frisch Männiglich zu ehrlicher Zeitverkürzung aus unbekannten Autoren zusammengetragen und aus utopischer auch rothwälscher in deutsche Sprache gesetzt.


Schirm (W3)
den Schirm zumachen (W3)

Der "Schirm" war im ahd. "scirm" noch identisch mit "Schutz". Der "Schutzschirm" ist demnach also auch ein "weisser Schimmel". Weiter zurückliegend findet man einen möglichen Zusammenhang mit dem "(Kampf-)Schild" und noch weiter zurückgehend scheint es ursprünglich die Bezeichnung für einen Fellüberzug am Schild gewesen zu sein.

Vom Fell der den Schutzschild kleidete ging die Bezeichnung also auf den Schild selbst über und wurde schließlich zu einem allgemeinen Schutz gegen Schwerthiebe, Wind und Sonne.

Im "Grimm" findet man noch Zitate für ein Verb dt. "schirmen" = dt. "kämpfen", "fechten".

Die Redewendung "den Schirm zumachen" findet man zwar im "Röhrich" mit der Bedeutung "sterben" und dem Hinweis, dass sie überwiegend in Süddeutschland und in der Schweiz anzutreffen ist. Aber leider findet man keine weiteren Hinweise zur Entstehung. Vermutlich läßt sich ein erstes Auftreten nicht mehr nachweisen. Ohne weitere Literatur-Recherche sollte man hier also keine verbindlichen Aussagen wagen.

Erste Hinweise kann allenfalls noch das Vorkommen des Wortes "Schirm" geben. So kann ein Schirm als "Regenschirm" und als "Sonnenschirm auftreten, als "Lampenschirm", als "Fallschirm", als "Wandschirm" und mittlerweile als "Fernsehschirm" bzw. "Bildschirm". Dann gibt es noch den Hinweis, dass "Schirm" auch eine umgangssprachliche Bedeutung "Veteranenflinte" hat.

Der assoziative Hintergrund dürfte auf jeden Fall sein, dass der Betreffende nun keinen "Schirm" (keinen "Schutz") mehr braucht.

Wenn auch unwahrscheinlich, dass es sich auf den "Fallschirm" bezieht, wäre es aber recht plausibel. Ein Fallschirmspringer, der während des Sprungs den "(Fall-)Schirm" schließt, dürfte wohl "den Löffel abgeben" können.

(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_7958.html


Spiessbürger, Spiesser (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Entstanden ist der Begriff "Spießbürger" in der Zeit, in der die Bürger ihre Städte und ihr Hab und Gut noch mit dem Spieß verteidigten (ca. 900 n. Chr.).
Als "Spießbürger" bezeichnet man heute einen engstirnigen Menschen, der sich jedem Fortschritt verschließt und veraltete Anschauungen und moralische Grundsätze hartnäckig verteidigt. Wir sagen auch nur verkürzt "Spießer" zu diesem Schlag von Mensch.
© blueprints Team

Stahlhelmhochzeit (W2)

(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-k-s.htm

Der Begriff der "Stahlhelmhochzeit" geht auf eine Regelung im 3. Reich zurück. Um Frauen den Verlust ihrer Verlobten im 2. Weltkrieg (1939-1945) zumindest finanziell erträglich zu machen (und um allgemein die Kriegsmoral hochzuhalten) konnte sie noch nachträglich mit ihrem gefallenen Verlobten getraut werden. Diese Trauung wurde mit einem Stahlhelm als Platzhalter vollzogen.


Stellvertreterkrieg (W3)

Die Bezeichnung "Stellvertreterkrieg" entstand nach dem zweiten Weltkrieg, als der "kalte Krieg" oft als "heißer Krieg" in die dritte Welt exportiert bzw. verlagert wurde. Der Begriff hatte aber auch die ideelle Konnotation, daß die beiden Supermächte ihre Konfronationen auf psychologischer, kultureller und technischer Ebene bzw. per Spionage auslebten.

(E?)(L?) http://www.owid.de/nav/gehezu/Stellvertreterkrieg?module=ctx.all

Stellvertreterkrieg


Erstellt: 2010-10

T

Thema (W3)

(E?)(L?) http://www.thema.de/
  1. (mittelgriech.), ursprünglich Bezeichnung byzantinischer Heeresabteilungen, später auf die von Kaiser Herakleios (610-641) zunächst in Kleinasien eingerichteten großen Militärbezirke übertragen, in denen Truppen angesiedelt wurden (Stratioten) und gleichzeitig Verwaltungsbezirke waren. Der Themenvorsteher hieß Stratege, seit dem 11.Jh. Dux.
  2. (griech.-lat. = Satz, abzuhandelnder Gegenstand, eigentl. = das Gesetzte),
    allg.: zu behandelnder Gegenstand; Leitgedanke, Leitmotiv, Gesprächsstoff.
  3. in der Linguistik siehe Thema-Rhema-Gliederung
  4. in der Musik ein prägnanter musikalischer Gedanke, der als tragender Formteil eines Stücks wesentlich auf Wiederkehr, Bearbeitung, Verarbeitung angelegt ist, gegebenenfalls auch auf Gegenüberstellung oder Kombination mit weiteren Themen. ...
zitiert aus "Meyers Grosses Universallexikon"

(E?)(L?) http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=115656


U

Uni Münster

(E?)(L?) http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/
Wissenschaft und Frieden
Solche Seiten sind in Zeiten der grossen Worte und Taten besonders wichtig.
15 Jahre Wissenschaft und Frieden
In über 1.000 Beiträgen haben in 15 Jahren AutorInnen aus Deutschland, den USA, Österreich, der Schweiz, Rußland, Japan und vielen anderen Ländern in W&F zu friedenspolitischen, militärstrategischen und rüstungstechnischen Fragen publiziert; Gewaltursachen und -verhältnisse untersucht; Wege und Möglichkeiten zur Konfliktlösung, zur Wahrung der Menschenrechte und zur Zukunftssicherung thematisiert; aus naturwissenschaftlicher, ethischer, politischer und psychologischer Sicht Position zur Verantwortung der Wissenschaft bezogen; wissenschaftliche Analysen und Einschätzungen zur Sicherung des Friedens und für eine zukunftsfähige Entwicklung vorgestellt; die Geschichte und Aktualität des Pazifismus und der Friedensbewegung untersucht. Über 800 dieser Texte sind hier dokumentiert. Dazu kommen 30 umfangreiche Dossiers und Informationen zur Arbeit der Friedensinitiativen.

unmoralische
Das Bundeswehr-Lexikon
Ein satirisches Bundeswehrwörterbuch

(E?)(L1) http://www.unmoralische.de/bundeswehr.htm

Wenn ein junger Wehrpflichtiger zum ersten Mal eine Kaserne betritt, wird er feststellen, dass er sich auch sprachlich in eine neue Welt begeben hat. Aus allen Fenstern hängen Soldaten wie reife Trauben, die lautstark Worte wie 'Drecksmaus', 'Kiste' und 'Rotarsch' grölen; an jeder Ecke trifft er auf alkoholisierte Menschen, die ihn im Rausch offenbar mit einem 'Koffer' verwechseln, gelbe Schilder hochhalten und mit belegter Zunge ominöse Zahlen lallen und zu guter letzt brüllt auch noch ein junger Mann mit einem 'Hufeisen' auf der Schulter in der Lautstärke einer schlecht gestochenen Sau, dass man in 'Linie' zu einem 'Glied' antreten und sich zum Empfang des 'Schlumpftarns' bereit halten soll.

Dieses bescheidene Wörterbuch soll allen jungen Rekruten helfen, sich schneller im Begriffswirrwar der Bundeswehr zurechtzufinden. Aber auch den daheim gebliebenen Frauen soll es eine Hilfe sein, am Wochenende den Erzählungen ihrer Freunde folgen zu können...

(E?)(L3) http://www.unmoralische.de/bundeswehr_light.htm
Bundeswehr-Lexikon-light

Urlaub (W3)

Der Urlaub war im 9.Jh. noch etwas kürzer; da hieß er "urlub". Dann hieß er althdt., mhdt. "urloup", "urlop" und "urlob" und war die "Erlaubnis fort zu gehen", "Erlaubnis von der Arbeit fern zu bleiben", die von einem Höherstehenden gewährt wurde.

Von den vielen Urlaubsformen sei hier nur noch "oorlof" erwähnt. Andere asächs., mndt. und ndl. Formen sind z.B. im "Kluge" oder im "Et. Wörterbuch" von "dtv" nachzulesen.

In neuerer Zeit hat es dann die Bedeutung "zeitweilige Freistellung vom Dienst" erhalten. Im 19.Jh. war ein Urlauber z.B. ganz speziell ein "Soldat auf Urlaub". Später durften dann auch andere Sterbliche "Urlauber" sein.

(E?)(L1) http://www.urlaubs-checkliste.de/
Urlaubs-Checkliste

V

W

Waffe (W3)

Interessant an der "Waffe" ist, dass sich aus dem Singular mhd. "daz wafen" (Pl. mhd. "diu wafen") im Neuhochdeutschen der Singular "die Waffe", (Pl. "die Waffen") aber Singular "das Wappen" (Pl. "die Wappen") entwickelt haben (Stichwort "morphologische Rückbildung"). Zusätzlich wurde im 18. Jh. aus dem Neutrum ("daz wafen") ein Femininum ("die Waffe"), während "das Wappen" Neutrum blieb.

Zu Grunde liegt germ. "*wapna-" = dt. "Gerät", "Kampfgerät", woraus sich auch engl. "weapon" = dt. "Waffe" entwickelt hat. Aus dem "Kampfgerät" entwickelte sich ahd. "wafan", mhd. "wafen", das schon sowohl die "Waffe" als auch das "Erkennungszeichen auf der Waffe", "Wappen" bezwichnete. (Ähnliches passierte mit "der (Kampf-)Schild" und "das (Aushänge-)Schild").

Die parallele Entwicklung findet man seit dem 12. Jh. seitdem neben mhd. "wafen" = dt. "Waffe" auch das mndl. "wapen" = dt. "Waffe" auftritt. Bis zum 16. Jh. hatte das mndl. "wapen" komplett die Bedeutung dt. "Erbzeichen" übernommen. Seit dem 14. Jh. dürften auch Bürger und Städte ein "Wappen" führen.

Die ursprüngliche kämpferische Seite des Wappens kann man noch in dem Verb "wappnen", "sich wappnen" = dt. "sich bewaffnen", "sich ausrüsten" erkennen.

Wappen
wappnen (W3)

"Wappen" und "Waffe" gehen auf die gleich Wurzel zurück. Ja, das niederdeutsche "Wappen" existierte lange Zeit gelichberechtigt neben "Waffen". Ein Stück davon hat sich sogar in die heutige deutsche Hochsprache gerettet in Form von "sich gegen etwas wappnen" (also "bewaffnen").

Nachdem man aber oftmals Waffen, Schilde und Rüstungen nicht nur mit dem eigenen Zeichen markierte, sondern die Markierungen sich zu einem eigenen Zweck verselbständigten, brauchte man auch zwei verschiedene Bezeichnungen. Und in diesem Fall nahm man "Wappen" zur Bezeichnung des (Status-)Symbols und "Waffen" zur Bezeichnung der Instrumente, um dieses zu verteidigen oder anderen aufzuzwingen.

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Zapfenstreich
Großer Zapfenstreich (W2)

Großer Zapfenstreich

Seine Ursprünge hat der Zapfenstreich im 17. Jahrhundert. Vorgesetzte Militärpolizisten teilten den einfachen Soldaten in den Wirtshäusern durch einen symbolischen Schlag auf den Zapfen eines Fasses mit, dass sie ihr Gelage beenden sollten. Nach diesem "Zapfenschlag" durften den Soldaten keine Getränke mehr ausgeschenkt werden. Die Soldaten hatten unter der Begleitung von Musikanten, Trommlern und Pfeifern gemeinsam in die Heerlager zurückzumarschieren. 1726 dokumentierte der sächsische Major Hans von Fleming in seinem Buch "Der vollkommene deutsche Soldat" zum ersten Mal den Brauch des Zapfenstreichs. Der Begriff Zapfenstreich geht auf das 16.Jahrhundert zurück. 1596 ist zum ersten Mal ein Zapfenschlag in Verbindung mit einem Abendsignal erwähnt.

König Friedrich Wilhelm III. befahl 1813 die Ausweitung der ursprünglichen Zapfenstreichhandlung nach dem Vorbild der russischen Armee. Die Soldaten sollten, wenn der Zapfenstreich geschlagen wird, das Gewehr präsentieren sowie ein stilles Gebet verrichten. Anschließend sollten die versammelten Musiker ein Abendlied blasen. 1833 stellte der Direktor der Musikkorps des Preußischen Gardekorps, Wilhelm Wieprecht, die musikalischen Elemente und das Gebet für den Großen Zapfenstreich zusammen und begründete damit die bis heute praktizierte Form des Großen Zapfenstreichs.

Um auch den letzten Soldaten unmissverständlich klar zu machen, daß es Zeit ist, in die Kaserne zurückzukehren, schlug ein Offizier auf den Zapfen eines Bierfasses.
Mit dem "Schlag auf den Zapfen des Fasses" wurde das Ende des Ausschanks kundgetan. Oftmals übernahmen diese Aufgabe die Offiziere, die damit auch zur Rückkehr in die Kaserne aufforderten.

Heute hat sich der Begriff "Zapfenstreich" derart verselbständigt, dass es mit der ursprünglichen Bedeutung nichts mehr zu tun hat. Oder was hat eine militärische Musikvorführung mit dem Ende des Alkoholkonsums zu tun.

Die Erklärung ergibt sich aus dem Zusammenhang, dass die Aufforderung zur Rückkehr in die Kasernen (oder zur Rückkehr in die Quartiere im Feldlager) durch ein akkustisches Signal unterstützt oder sogar ersetzt wurde. Und aus dem Trompetenstoß entwickelten sich teilweise umfangreiche Musikstücke.

(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/anlag/verz/22spra.htm


(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/9sp-ecke/fragen/2005/zapfenst.htm


(E?)(L?) http://www.musiklehre.at/fachwortlexikon/z.htm


(E?)(L?) http://www.ub.uni-duisburg.de/ETD-db/theses/available/duett-12142001-143412/unrestricted/1999,2..pdf


(E?)(L?) http://www.ndv.info/cgi-bin/sk/medium.pl?F=2&E=53
Der Große Zapfenstreich

(E1)(L1) http://soziologie.uni-duisburg.de/forschung/dbei2_99.pdf

...
2.1. Zur Entstehung und Form des Zapfenstreichs
...
Wo das ursprüngliche Zapfenstreichritual endete, beginnt heute der "Große Zapfenstreich".
...


Zäsur (W3)

von lat. "caesura" = "Einschnitt", "Hieb", von lat. "caedere" = "hauen", "schlagen".
Die Kunst, "dazwischenzuhauen" ist besonders bei Diskussionsleitern gefragt, dann nämlich, wenn ein (oder mehrere) Diskussionspartner kein Ende finden.

(E?)(L?) http://stilmittel.gereimt.de/


(E5)(L1) http://www.teachsam.de/deutsch/glossar_deu.htm


(E?)(L?) http://linguistik.uni-regensburg.de:8080/lido/Lido

Linguistic Documentation
Terminological und bibliographical database


Zum Fußvolk gehören, Fussvolk (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/

Der Ausdruck "Fußvolk" (mittelhochdeutsch "vuozvolc") stammt aus dem militärischen Bereich und bezeichnete ursprünglich die "Truppe zu Fuß", die die größten Strapazen zu erleiden hatte. Obwohl sie an vorderster Front kämpfte und deshalb auch die meisten Opfer bringen musste, wurde sie von den Reitern verächtlich "von oben herab" angesehen.
Mit der Redensart "zum Fußvolk gehören" zählen wir uns bzw. den Bezeichneten zur großen, aber einflusslosen Menge bzw. bringen zum Ausdruck, dass jemand eine untergeordnete Stellung einnimmt oder unbedeutend ist.

(© blueprints Team)


Zwang, zwingen (W3)

Der "Zwang" geht als Abstraktum von "zwingen" auf die Bedeutung "drücken", "einengen" zurück. Und auch heute sagt man oft statt "zwingen", "Druck ausüben".

Das Wörtchen "Zwang" hat seine Wurzeln im mittelhochdeutschen "twanc" oder "dwanc" als Abstraktum zu "zwingen", heißt es in Kluges Etymologischem Wörterbuch. "Zwingen" trat ursprünglich in der Bedeutung "mit der faust zusammenpressen" auf, schreiben die Gebrüder Grimm. Unter "Zwang" sei sowohl die Nötigung, gegen die man sich nicht wehren könne, als auch die Einwirkung von außen kommender Gewalt - "mag sie nun mehr oder weniger handgreiflich oder moralisch und geistig sein" - zu verstehen.


Bücher zur Kategorie:

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Militarismus, Militarismo, Militarisme, Militarismo, Militarism

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Digitale Bibl. DB000066
Der Erste Weltkrieg in deutschen Bildpostkarten
Herausgegeben vom Deutschen Historischen Museum, Berlin
Mit einer Einführung und Kommentaren von Katrin Kilian

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3898534669/etymologporta-20


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(E?)(L1) http://www.digitale-bibliothek.de/band66.htm

Die ab 1885 offiziell zugelassene Bildpostkarte erlangte in einer Zeit, in der es nur wenige andere populäre Bild- und Kommunikationsmedien gab, schnell große Verbreitung. Schon in der Vorkriegszeit als eines der ersten preiswerten Medien für hochwertige, auch farbige Abbildungen außerordentlich geschätzt, wurde sie mit Kriegsausbruch zugleich das wichtigste, millionenfach genutzte Kommunikationsmedium zwischen den Soldaten an der Front und ihren Angehörigen in der Heimat. Gleichzeitig wurde der Krieg als dominierendes Zeitereignis zu einem zentralen Thema der Bildproduktion.

Die vorliegende Edition enthält rund 1.000 Bildpostkarten aus dem Bestand des Deutschen Historischen Museums, Berlin, die den Ersten Weltkrieg aus deutscher Sicht darstellen.

Die thematisch geordnete Sammlung enthält Fotografien, Gemälde, Lithographien und Zeichnungen zu allen Themen des Krieges - von der Musterung über das Leben in der Etappe, das Kampfgeschehen an der Front und die Beziehungen der Soldaten zu ihren Angehörigen bis hin zur Anprangerung unnd Karikierung der Kriegsgegner und der Darstellung des Heldentodes. Die propagandistische Verharmlosung der Schrecken des Krieges steht dabei gleichwertig neben der vordergründigen Agitation, um nüchterne Dokumente handelt es sich bei den wenigsten Motiven.

Erschlossen werden die Postkarten durch eine Datenbank, durch eine Einführung in Geschichte und Bedeutung der Bildpostkarte und einen ausführlichen Kommentar der Motive von Katrin Kilian, der Leiterin des Projekts »Feldpost-Archiv Berlin«.

Die Edition beschränkt sich nicht auf die Wiedergabe der Bildmotive, sondern dokumentiert auch die Mitteilungen auf den Rückseiten der fast durchgehend benutzten Postkarten. Damit ist sie zugleich eine wertvolle Quelle zur Erforschung der privaten Kommunikation während des Ersten Weltkrieges.


(E?)(L?) http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=320981.htm
Zu dieser Ausgabe gibt es auch eine komplette Unterrichtseinheit für den Geschichtsunterricht.

Digitale Bibl. DB000072
Delbrück, Hans
Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte
Mit einer Einführung von Karl Christ

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3898534723/etymologpor09-20


(E?)(L1) http://www.digitale-bibliothek.de/band72.htm

In seiner »Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte« liefert Hans Delbrück (1848 - 1929) Beschreibungen und Analysen bedeutender Schlachten von den Perserkriegen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Er rückt, erstmalig in der Militärgeschichtsschreibung, die Organisation der Heere in den Vordergrund und wandte sich damit gegen die konventionelle Geschichtsschreibung seiner Zeit, die Schlachten nur aus der Perspektive großer Persönlichkeiten beschrieb. Die sich im Laufe der Jahrhunderte verändernde Taktik und Organisation der Heere führte er vielmehr auf Veränderungen im politischen und kulturellen Umfeld zurück.

Aus heutiger Sicht stellt das Werk mit seiner Materialfülle und seinem kulturgeschichtlich orientiertem Ansatz einen Meilenstein der Militärgeschichtsschreibung dar. Seine sprachliche Virtuosität stellt Delbrück dabei in die Nachfolge großer Historiker des 19. Jahrhunderts, etwa vom Rang eines Theodor Mommsen oder Leopold von Ranke.

Mit der »Geschichte der Kriegskunst« setzt die Digitale Bibl. DB000die mit der »Geschichte des Altertums« und der »Geschichte der Juden« begonnene Edition von Schlüsselwerken hervorragender Geschichtsschreiber des 19. und 20. Jahrhunderts fort.


Digitale Bibl. DB000109
Handlexikon zur Militärgeschichte
Zur Geschichte des Militärs mitteldeutscher Kleinstaaten vom 16. bis zum 19. Jahrhundert
Von Erich Scherer

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3898535096/etymologpor09-20


(E?)(L1) http://www.digitale-bibliothek.de/band109.htm

Das »Wörterbuch Militärgeschichte« informiert über die wichtigsten Begriffe der Militärgeschichte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Es wendet sich an Regional- und Militärhistoriker, militärgeschichtlich Interessierte und vor allem an Genealogen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Militärs Kursachsens, Schwarzburgs, thüringisch-sächsischer Staaten, Preußens, Mecklenburgs, des Königreichs Westfalen, Anhaus Dessaus, Anhalt-Bernburgs und Anhalt-Köthens. Behandelt werden Truppenverbände, Frei-, Landwehr und Garnisonenregimenter, Bürgermilizen, Garnisonsorte, Militärkirchenbücher sowie die wichtigsten Heerführer, ergänzt um Quellen- und Literaturangaben.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Familienforschung, die häufig dann auf »tote Punkte« stößt, wenn der Soldatenstand angegeben ist. Da Mietquartiere in den Gemeinden von Behörden nur selten registriert wurden, sind Unterlagen der kirchlichen Ämter des Umlandes der Heimatgarnisonen häufig die einzigen Quellen. Der Autor konzentriert sich daher auf Garnisonen, die aus wirtschaftlichen Gründen oder der Ausbildung wegen häufig wechselten.


Digitale Bibl. DB000143
Schlagwörter und Schlachtrufe

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(E?)(L1) http://www.digitale-bibliothek.de/band143.htm

»Davon geht die Welt nicht unter ...« - Zu Beginn der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts kam diese Liedzeile Zarah Leanders nicht nur den Wünschen einer propagandistischen deutschen Filmindustrie entgegen, sondern sie traf auch den Nerv einer in Kriegszeiten nach Trost und Ablenkung suchenden Bevölkerung.

Diese von den Historikern Kurt Pätzold und Manfred Weißbecker herausgegebene Ausgabe versammelt Parolen, Schlagwörter und Schlachtrufe, die heute oftmals zu geläufigen Redewendungen geworden sind. Da finden sich Ausdrücke wie »Bombenstimmung« oder »Zuckerbrot und Peitsche«, deren Herkunft kaum mehr bekannt ist, genauso wie »Blühende Landschaften« und »Schwerter zu Pflugscharen«, die aus der jüngsten deutschen Vergangenheit noch jedem im Ohr klingen. Die Autoren beschreiben die oft vielschichtigen Bedeutungen, die hinter solchen bekannten Aussprüchen stecken. Sie erklären Entstehung, Verwendung, Wandel und Wirkungsweise von Schlagwörtern und Schlachtrufen, mit denen die Deutschen in den vergangenen zwei Jahrhunderten ihr Selbstverständnis ausdrückten, ihre politischen Kämpfe austrugen oder ihre Kriege führten.

Diese Ausgabe beinhaltet:

Schlagwörter und Schlachtrufe. Aus zwei Jahrhunderten deutscher Geschichte, herausgegeben von Kurt Pätzold und Manfred Weißbecker, Leipzig: Militzke Verlag, 2002.


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Hebold, Wolfgang
50 Klassiker
Siege und Niederlagen
Militärische Entscheidungen von Troja bis Jom Kippur

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3836925273/etymologporta-20


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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3836925273/etymologpor09-20
Broschiert: 279 Seiten
Verlag: Gerstenberg (Gebrüder) (November 2008)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
"ICH KAM, SAH UND SIEGTE" - So einfach sind Schlachte nicht immer gewonnen worden. Schon die Kriegsberichte der Antike, angefangen mit Ilias und Odyssee, handeln nicht nur von Siegern, sondern auch von den Besiegten, von den Grausamkeiten und Schrecken des Krieges. Trotzdem werden Konflikte bis heute auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Wolfgang Hobeld stellt 50 Siege und Niederlagen vor, die den Lauf der Geschichte bestimmt haben. Er stellt diese Schlachten in den historischen Rahmen, erklärt, wie es zu ihnen gekommen ist und welche Taktiken und Strategien jeweils angewandt wurden. Er zeigt aber auch, mit welchem menschlichen Leid sie verbunden waren.


(E?)(L?) http://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?action=detail&url_ISBN=9783806725278

»Ich kam, sah und siegte« - so einfach sind Schlachten nicht immer gewonnen worden. Schon die Kriegsberichte der Antike, angefangen mit Ilias und Odyssee, handeln nicht nur von Siegern, sondern auch von Besiegten, von Grausamkeiten und Schrecken des Krieges. Trotzdem werden Konflikte bis heute auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Wolfgang Hebold stellt Siege und Niederlagen vor, die den Lauf der Geschichte bestimmt haben, erklärt, wie es zu den Schachten gekommen ist, und zeigt, mit welchem menschlichen Leid sie verbunden waren.

50 Klassiker Siege und Niederlagen - bedeutende militärische Auseinandersetzungen werden in ihren geschichtlichen Zusammenhang gestellt, Wissenswertes über schiefe Schlachtordnungen, Pyrrhussiege und manches Schlachtenlenkers Waterloo wird berichtet. In jedem Kurzessay wird die Entstehung und Entwicklung eines militärischen Konflikts betrachtet. Zitate von Kriegsherren und einfachen Soldaten, Einschätzungen und Bewertungen von Historikern werden durch Kästen hervorgehoben. Auf der Faktenseite werden Zeit, Ort, Dauer, Einsatz von Menschen und Material sowie der Ablauf der jeweiligen Schlacht im Detail dargestellt.

»Eine unverzichtbare Ergänzung zum Geschichtsunterricht, ein gutes Nachschlagewerk für alle Interessierten und die gesamte Reihe sollte in keiner Bibliothek fehlen.« Bücherschau

Wolfgang Hebold, geboren 1959, aufgewachsen in Koblenz und Bielefeld, lebt seit 1977 in Berlin. Er studierte Mathematik und ist als Dozent für Informatik und als freier Autor tätig. Im Privatstudium hat sich Wolfgang Hebold seit Jahren wissenschaftlich mit militärhistorischen Themen auseinandergesetzt.


Horn, Paul
Die deutsche Soldatensprache
Mit Schnauze und Humor beim Kommiss

(E?)(L?) http://www.mail-order-kaiser.de/Buecher/Geschichte-Neuzeit/Die-deutsche-Soldatensprache-Mit-Schnauze-und-Humor-beim-Kommiss-Reprint-der-Originalausgabe-von-1905

Reprint der Originalausgabe von 1905

Artikelbeschreibung:

Für alles und jeden hatte man bei Militär Spitznamen, Kosenamen und Schimpfwörter. Über Jahrhunderte hinweg hat sich so eine eigene Truppensprache entwickelt, die auch Einzug in die volkstümliche Sprache nahm. So hieß das Kasino "Suppenturm", der Küchenmeister "Speckhengst", das Pferd des Kompaniechefs "Gefechtsesel", die Husarenmützen "Rotkäppchen", die Kürassiere "Blechreiter" und Trommler "Pullermatzen".

Eigenschaften: (R) 188 S., 14 x 21 cm, geb. (o. A.)


Erstellt: 2014-01

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Neumann, H. Dieter
So schnell schießen die Preußen nicht!
Redewendungen aus der Welt des Militärs

(E?)(L?) http://redewendungen-zitate.regionalia-verlag.de/ansicht/194-so-schnell-schiessen-die-preussen-nicht/

In diesem Buch hält der Autor mit nichts hinter dem Berg. Er bezieht informativ und kurzweilig Stellung zu über 100 Redewendungen, holt den Leser mit ins Boot, schneidet alte Zöpfe ab und gibt dem einen oder anderen auch einen Schuss vor den Bug. Er hält nichts von 08/15-Erklärungen, die keinen Schuss Pulver wert sind, auch wenn es manchmal rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln geht.

Der Autor dreht den Spieß um, nimmt viele beliebte Redewendungen aufs Korn, und auch historische Personen geraten in die Schusslinie. Ohne schweres Geschütz aufzufahren, rät er uns, uns am Riemen zu reißen und dieses Buch in Ruhe zu lesen, um unseren Kopf auf Vordermann zu bringen. Niemand muss dabei Bahnhof verstehen, denn es wird sich wie ein Lauffeuer verbreiten, dass hier alle Zigarren mit einer Prise Humor verpasst werden.


(E?)(L?) http://www.hdieterneumann.de/sachb-cher

H. Dieter Neumann: Sachbücher


(E?)(L?) http://www.krimilexikon.de/neumann-hd.htm

Neumann, H. Dieter

BIOGRAPHIE: * 19.10.1949 in Garmisch-Partenkirchen

Heinrich Dieter Neumann war als Nachrichtenoffizier der Luftwaffe in internationalen Dienststellen der NATO unter anderem in den USA und der Türkei tätig. Er kündigte sein Dienstverhältnis und studierte Finanzwrtschaft . Anschließend arbeitete er als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft.

Er veröffentlichte zunächst zwei Politthriller und begann 2014 mit DER TOTE VOM KALKGRUND eine Serie, in deren Mittelpunkt die Flensburger Kommissarin Helene Christ und ihr Kollege Edgar Schimmel stehen.
...


Erstellt: 2017-06

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