Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Neologismen, Néologismes, Neologisms

A

abendblatt - neue Wörter

(E?)(L?) http://www.abendblatt.de/daten/2004/03/02/268650.html
Weicheier, Warmduscher: Reif fürs Lexikon
Deutsch: 700 neue Wörter in einem Jahrzehnt - welche Ausdrücke dürfen ins Wörterbuch? Hamburg - Die Sprache lebt - das gilt auch für den Erfindungsreichtum im Deutschen. Zum Wörtersegen tragen aber nicht nur die oft gescholtenen Anglizismen bei: 60 Prozent der knapp 700 neuen Wörter, die innerhalb eines Jahrzehnts unsere Sprache bereichert haben, wurden im Deutschen gebildet - nur 40 Prozent sind dem Englischen entlehnt, stellte das Institut für Deutsche Sprache in Mannheim (IDS) fest. Diese Ergebnisse relativieren die Kritik daran, dass das Deutsche von allen europäischen Sprachen den größten Zuwachs von Anglizismen aufweist.
...


abgammeln (W3)

(E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/Datum/d030116.html#w0
(E?)(L?) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/Datum/d051122.html#w11
(E?)(L?) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/Datum/d051129.html#w10
Die Neologismus "abgammeln", "Gammelfleisch", "Gammelhack" gehen wohl, wie "gammeln", zurück auf ein ndd. "gammelen" = "alt werden" und hängt zusammen mit schwed. "gammal", dän. "gammel" = "alt".
In "gammeln" ist aber auch die Bedeutung "herumliegen" vertreten.

abgekanzlert, Kanzler, Kanzlei, Kanzleischrift, abkanzeln, Kanzel, Traufe (W2)

(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24437
(E?)(L?) http://www.nzz.ch/2004/08/24/fe/page-article9MIHO.html
(E3)(L1) http://www.susas.de/MA3_2.htm#kanzlei
(E?)(L1) http://moorstation.org/typoasis/designers/steffmann/samples/k/kanzlei.htm
(E?)(L1) http://www.fontgrube.gmxhome.de/de/hermdec.htm
(E?)(L1) http://cgm.cs.mcgill.ca/~luc/fraktur.html
(E?)(L2) http://www.typolexikon.de/k/kanzleischrift.html
(E?)(L?) http://www.typografie.info/
(E?)(L?) http://www.areion-online.de/tabelleausgabe95.html
(E?)(L?) http://www.bundeskanzler.de/
(E?)(L?) http://www.bundeskanzler.at/
(E?)(L?) http://www.kanzelgruss.de/
Am 11.03.2004 war in einer Radiosendung zu hören, dass Gerhard Schröder Journalisten "abgekanzlert" habe. Damit war gemeint, dass er ihnen seine besondere Beachtung entzogen hatte.
Es ist also ein Wortspiel mit "Kanzler" und "abkanzeln".

Der "Kanzler" war ursprünglich ein "Vorsteher einer Behörde", ein "cancellarius". Bei den Römern war er sogar nur ein "Amtsdiener", der die Anträge und Bittschriften der Bürger, die hinter der "Schranke", lat. "cancelli", warten mussten und den eigentlichen Amtsinhabern hin und her trug. Aber er arbeitete sich hoch bis zum "Amtsvorsteher". Schliesslich war er ja auch für die Ausfertigung von Staatsurkunden zuständig, was ihn schon zu römischen Zeiten zum hohen Beamten, dem lat. "cancellarius" machte. Er übertrug also die Bezeichnung für seinen eng umgrenzten Arbeitsplatz an den "Schranken" auf das ganze Amt und nannte es "Kanzlei".
Die "Kanzlei" bestand aus einzelnen Zellen, die mit "Schranken" vom Publikum getrennt waren.
Nach den in Kanzleien verwendeten Schriften wurde auch eine spezielle "Kanzleischrift" benannt:
Standartisierte Schreibschrift, die ab dem Mittelalter zur Abfassung offizieller Schriftsätze benutzt wurde.

Und spätestens mit Bismarck wurde der vom Deutschen Kaiser ernannte Reichs-Kanzler zum Vorsitzenden des Bundesrats, der Schritt für Schritt viele Regierungsgeschäfte übernahm.
Und als dann Kaiser Wilhelm II. am 09.11.1918 abdankte, nach Niederlande ins Exil ging und damit die Institution des Kaisers auflöste, war es am damaligen Reichs-Kanzler Prinz Max von Baden, die Regierungsgeschäfte komplett zu übernehmen.

Bei "Areion" findet man eine Tabelle der "Bundespräsidenten und Bundeskanzler Deutschlands".
In Deutschland und in Österreich haben die Bundeskanzler eigene Sites.

Und nun noch zum zweiten Teil des Wortspiels, dem "abkanzeln". Dies könnte natürlich bedeuten, dass jemand "in seine Schranken verwiesen" wird. Dies bedeutet es auch in gewisser Weise. Aber die Herkunft des Wortes geht auf die Weiterentwicklung der "Schranke" in der Kirche zurück. Dort wurde aus den "cancelli" eine erhöhte "Kanzel", damit auch alle Kirchgänger die Predigt hören konnten. Und es war Sitte am Sonntag von der Kanzel herab die moralischen Leitlinien zu predigen. Und ab und zu gab es dort auch missbilligende Worte zu aktuellen Vorkommnissen in der Gemeinde. Und wenn es Einzelne zu arg getrieben haben wurden Sie auch persönlich vom Kanzelprediger angesprochen, "von der Kanzel herab" gerügt, also "abgekanzelt".

Dass man heute versucht von der Kanzel herab nicht mehr abzukanzeln sondern zu grüssen zeigt die Site: "www.kanzelgruss.de". Dort geht es um Gottesdienst und Predigt.
Dort gab es auch eine Rubrik "Traufe". Dabei handelt es sich um ein Wortspiel ("Trauung und Taufe").
Beim Wort genommen geht "Traufe" zurück auf "triefen", also "die Triefende". Das lässt darauf schliessen, dass die "Dach(-regen-)traufen" in früheren Zeiten nie ganz dicht waren.
(Nach "Traufe" suchen.)

In "susas - Fachbegriffe-Lexikon Mittelalter" findet man:

abrippen, abfassen, rip (W3)

(E?)(L?) http://www.xipolis.net/21c280e008bfd0685fa808785a3a79df1/suche/artikel.php?shortname=szeneduden&artikel_id=575
Am 07.08.2004 wurde von Jutta Matthes die Frage nach einem Buch gestellt, in dem eine Erklärung über das Wort "abrippen" verzeichnet ist. In dem Etymologischen Duden steht es nicht drin.

Mir ist dieser Ausdruck leider nicht bekannt. Die einzige Quelle, die gefunden habe ist das "Duden - Wörterbuch der Szenesprachen". Dort ist es unter dem Begriff "abfassen" zu finden. Diesen Artikel gibt es auch komplett online bei "xipolis".

Beide Begriffe bedeuten, dass etwas entwendet wird. Der eher deutsche Begriff "abfassen" geht wohl auf die Assoziation "etwas fassen und wegnehmen" zurück. Dagegen dürfte "abrippen" ein Anglizismus sein und auf engl. "rip up" = "zerreissen" und insbesondere auf "rip off one's shirt" = "sich das Hemd vom Leib Reissen" zurückgehen. Nur dass dies in der deutschen Entlehnung von anderen gemacht wird und sich vor allem auf Wertgegenstände wie Uhren und Schmuck, sicherlich aber auch auf wertvolle Lederjacken oder dergleichen bezieht.
Weitere Hinweise findet man auf der verlinkten Seite. Sollte der direkte Link nicht funktionieren, hilft die Suche nach "abfassen" auf der "xipolis"-Seite.

abschrödern (W3)

(E?)(L?) http://www.abgeschroedert.de/
Ob dieses Wort Chancen hat im Jahr 2003 in den allgemeinen Wortschatz aufgeommen zu werden?

abgeschrödert: (ugs.) Zustand eines Bürgers der Bundesrepublik Deutschland, der sich von Politikern und Funktionären betrogen (4 Wahlbetrug), belogen, bevormundet, für dumm verkauft und wirtschaftlich und finanziell ausgeblutet fühlt.
abschrödern: (ugs.) Aktionen eines Politikers oder einer politischen Partei oder gesellschaftlichen Gruppe (4 Gewerkschaften, 4 Arbeitgeberverband), die obigen Zustand bei den Bürgern hervorruft, insbesondere durch konzeptlose Steuer- und Abgabenerhöhungen.


Auf der Site findet man auch noch den Neologismus "ausgeeichelt" bzw. "auseicheln".

B

b-o - Bildung online

(E?)(L?) http://www.b-o.de/linklist/tree.php3?ndid=220&act=1&navmsg=Portal&stkid=0%3A77%3A214%3A220&prtype=2#null
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u.a. mit "Wörter, Unwörter, neue Wörter"

banfen, BANF (W3)

Bei der Frage nach weiteren Worten die auf "nf" enden habe ich auch auf die Abkürzung "BANF" = "Bestellanforderung" hingewiesen. Dass sich "BANF" von der Abkürzung mittlerweile derart verselbständigt hat, dass es als "Banf", also als eigenständiges Wort durchgehen kann, zeigt sich einmal daran, dass viele Mitarbeiter überlegen müssen, was "BANF" eigentlich bedeutet. Zum anderen wird sogar das Verb "banfen" benutzt, um auszudrücken, dass etwas auf diesem Wege beschafft wird bzw. die Mittel dafür zur Genehmigung vorgelegt werden.

Begriff (W3)

(E6)(L1) http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/GermLat/Acta/Boehm.htm
...
Christian Wolff (+1754), Philosoph und Cartesianer schuf, ja konstruierte erstmals eine deutsche Wissenschaftssprache - nicht nur zufällig auf der Basis mathematischer Kategorien, einer "mathesis universalis" als logischer Struktur, wie sie auch Kern des Leibniz'schen Kunstsprachen-Konzepts gewesen war. Wolffs Methode beruhte nicht auf Übersetzung oder Lehnübertragungen, sondern auf dem Prinzip, Wissenschaft als Gesamt-System aus evidenten Begründungen durch rein deutsche Kunstwörter für präzise Definitionen zu erfassen und diese konsequent lexikonfähig einzusetzen (wie er es selbst gleichzeitig ein solches Vokabular erarbeitete). Er entwarf einen instrumentalen deutschen Begriffsapparat mit "termini technici", der sich für alle Disziplinen eignen sollte.
(Seitdem wurde übrigens die moderne abstrakte Bedeutung "Begriff" in der Philosophie heimisch).
Wolff war kein Wortschöpfer, sondern Sprachschöpfer; er gebrauchte die Sprache nicht um ihrer selbst oder um patriotischer Ziele willen, sondern zur methodischen Erreichung gedanklicher Klarheit. Sein System beruhte natürlich auf den Aufklärungs-Postulaten Vorurteilsfreiheit, Verlagerung des Wahrheitsbeweises von den Autoritäten auf Erfahrung und Vernunft. Wolff publizierte Lehrbücher in deutscher, aber philosophische Werke auch weiterhin in lateinischer Sprache, was die überkonfessionelle Rezeption seines Systemdenkens - bis ins katholische Bayern herein - sicherte.
...


Behörde (W3)

Die "Behörde" ist eine Schöpfung der Kanzleisprache des 17.Jh. (mhd. "zuo behoeren" = "zugehören", "zukommen", "gebühren")
Im "Pfeifer" (dtv) wird der Bezug zu "an behörigen Ort" hergestellt.
"Kluge" ergänzt dazu "Behörde" = "die zugehörige Amtsstelle" (zu einem Verwaltungsbezirk oder dergleichen).
"Mackensen" führt die Bedeutung "Ort, wo etwas hingehört" an.
Die vermutete idg. Wurzel von "hören" ist "*keu" = "worauf achten, beobachten, schauen, hören, fühlen, merken".
Zu den Stichwörtern "hören" und "gehören" liefern die beiden genannten Werke zwar viele Beispiele der verschiedenen Entwicklungsschritte ("horian, heran, hieran, to hear, heyra, höra, hausjan", griech. "akuein" (vgl. Akustik)), aber keine eindeutige Aussage.
Ich glaube zu verstehen, dass im 8.Jh. mit ahd. "gihoren" = "hören, vernehmen, anhören, erhören, zuhören, gehorchen" der Bedeutungswandel vom "hören" über "auf jemanden hören" und dann "zu einem Familienverband gehören" zu "gehören" = "Bestandteil sein von, jemandes Besitz sein" erfolgte. (vgl. "Angehörige")
Ich hatte auch die Vermutung, dass "Behörde" Bezug nimmt zu "Ort der Anhörung" (z.B. bei der Klärung von Streitigkeiten. Aber hierzu habe ich keinen Hinweis gefunden.
D.h. das Kunstwort bezog sich rein auf die verwaltungsmäßige "Zugehörigkeit".

behrenfamilie - Jugendsprache - Lexicon der Jugendsprache - Jugendsprache-Lexikon

(E?)(L2) http://www.behrenfamilie.de/Sprueche/lexicon.htm


Böppelgrafik, Böppel, Böpple, Bubblegum, bubble sort, Baby (W3)

(E?)(L?) http://www.com-magazin.de/
(E?)(L?) http://www.radioeins.de/_/programm/nnn/namen_jsp.html
In der Ausgabe 2006-10 führte das Computer-Magazin die "Böppelgrafik" ein und schreibt dazu:
...
Wir nennen sie so wegen der roten Böppel. Leider haben wie nicht herausfinden können, woher das Wort "Böppel" kommt. Auf jeden Fall zeigen wir mit dieser Grafik ab sofort ganz genau, was in einer Software steckt, ...


Leider konnte ich zu "Böppel" auch nichts finden. Zum Namen "Böpple", "Boppel" findet man den Hinweis, dass es auf den Namen "Bopp", "Boppo" zurückgeht, der aus einem Lallwort hervorgegangen sein soll.

Da es sich bei den kleinen "Fußnoten-Markern" um kleine rote Punkte handelt, könnte ich mir die Herkunft von bzw. einen Zusammenhang zu engl. "bubble" = "Blase" vorstellen (vgl. engl./amerik. "Bubblegum" = "Kaugummi", also eigentlich "Blasen-Gummi", "Gummi, mit dem man Luftblasen machen kann".

Mathematiker und Informatiker kennen vielleicht noch den "bubble sort", einem Sortierverfahren, bei dem die zu sortierenden Einträge wie kleine Luftblasen von unten nach oben steiegn, wenn sie leichter sind als andere, das heißt, wenn sie im Alphabet (bzw. in der Sortierreihenfolge) weiter vorne stehen.

Und dann gibt es im Saarland noch das "Bobbelche" = "kleines Kind" oder besser "Baby", dass eben wie eine kleine Kugel den schmathenden Zugriffen der Erwachsenen hilflos ausgeliefert ist. Und diese Lallwort der Kindersprache hängt sicherlich auch sprachlich mit dem engl. "bubble" zusammen.

bpb - Jugendsprache und Jugendkultur

(E?)(L?) http://www.bpb.de/publikationen/NE0MPT,0,0,Jugendsprache_und_Jugendkultur.html
Auf dieser Seite der "Bundeszentrale für politische Bildung" einige Ausführungen von Peter Schlobinski zur "Jugendsprache und Jugendkultur".
Inhaltsverzeichnis Einleitung "Die Düsternis missfällt dem GROSSEN BOSS. Man sieht ja nicht die Hand vor Augen! räsoniert er. Licht! Aber ein bißchen dalli! Prompt wird es hell." [1] So lautet Genesis 1,3 "Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht" in jugendsprachlicher Version. Kriemhilds Traum aus den Nibelungen liest sich im jugendsprachlichen Duktus wie folgt: "Eines Nachts kann Hildchen nicht ordentlich pennen, weil Vollmond ist. Vielleicht hat sie sich aber auch nur zu viel Wildschweinbraten reingepfiffen. Jedenfalls hat sie einen Alptraum, der glatt bei Freudi geklaut sein könnte: sie hat einen Falken hochgepäppelt, auf den sie total spitz ist, lässt ihn eines Tages in Richtung Himmel starten und sieht, wie zwei Adler auf ihn losdüsen und ihn allemachen." [2]
Die 5 Beiträge gibt es auch als PDF-Version mit 50 KB

C

Campe, Joachim Heinrich von

(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/
Wörterbuch zur Erklärung und Verdeutschung, 1813
Reprint 2000

(Leider sind im Projekt Gutenberg keine seiner Wörterbücher aufgenommen.)

Verdeutschung als Damm gegen die Fremdwortflut
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts unternahm der Pädagoge Joachim Heinrich von Campe den Versuch, die deutsche Sprache von fremdem Einfluss zu befreien, und verdeutschte viele Fremdwörter. Von den während dieser Zeit neu geschaffenen deutschen Wörtern konnten sich manche durchsetzen, andere wurden nicht von den Sprachbenutzern angenommen. Oft stellten sich die neuen Bildungen neben das fremde Wort, ohne es zu verdrängen, und bereicherten so das entsprechende Wortfeld inhaltlich oder stilistisch.
Zu den Verdeutschungen, die noch heute - neben ihrer fremdwörtlichen Entsprechung - fest zu unserem Wortschatz gehören, zählen z. B. Auf diese Weise nebeneinander stehende Formen waren aber keineswegs immer Synonyme, denn eine Verdeutschung wie z. B. "ergiebig" war nicht gleichbedeutend mit ihrer fremdwörtlichen Entsprechung "lukrativ". Auch "Zerrbild" und "Karikatur" sind schließlich nicht immer bedeutungsgleich.
Zudem konnten die Verdeutschungsversuche der Sprachpfleger nicht in allen Fällen als gelungen bezeichnet werden, und ihre Zeitgenossen machten sich lustig über Bildungen wie Erbwörter wie "Nase" und "Sonne" wurden fälschlicherweise für Fremdwörter gehalten, und man versuchte, sie mit "Gesichtserker" und "Tageleuchter" zu verdeutschen.

Um der Unsitte von Zwitterworten entgegenzutreten schlug Joachim Heinrich Campe (aber auch andere Sprachverteidiger) viele neue Begriffe vor, die die Fremdwörter ablösen sollten. Einige davon hatten Erfolg und sind in den Alltagsgebrauch eingegangen. Andere hingegen rufen heute ein Schmunzeln hervor.


Campe - Uni Wien - Sprachpurismus - 17.Jahrhundert - Johann Heinrich Campe

(E?)(L?) http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm
(E?)(L?) http://web.archive.org/web/*/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm
Johann Heinrich Campe, sein Verdeutschungswörterbuch und warum bestimmte Verdeutschungen nicht angenommen wurden (nach Daniels)

Neben einigen anderen Werken Campes zur dt. Sprache erscheint 1803 in zwei Bd. das Wörterbuch zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke (2. Aufl. 1813). Einige Wörter als Bsp.: Doch auch von seinen Vorschlägen haben sich viele nicht im Sprachgebrauch behaupten können. Daniels hat sie in acht Kategorien eingeteilt:

(L1) Fremdwörter, die längst eingebürgerte Lehnwörter sind, lassen sich nicht mehr verdrängen. Daher scheitert: (2) Fremdwörter, die als Fachtermini verwendet werden, können nur unzureichend durch eine dt. Entsprechung ihrer ursprünglichen Bedeutung ersetzt werden, weil sie semantisch modifiziert worden sind. Bsp. aus dem heutigen Dt.: Subjekt und Prädikat sind nicht: "was der Aussage zu Grunde liegt" und "Rangbezeichnung" (Wahrig. Fremdwörterlexikon. - München: Bertelsmann 1999), sondern Satzglieder. Die Etymologie ist unbrauchbar und irreführend und kann nicht als Grundlage für die Konstruktion eines dt. Pendants herangezogen werden. Bsp. aus Campes Wörterbuch: (3) Fremdwörter, die bestimmte Dinge/Sachen aus der fremden Kultur bezeichnen, besitzen fast (nicht ganz) Eingennamencharakter: (4) Tendenziöse Ersatzwörter werden abgelehnt: (5) Das Ersatzwort (das auf die ursprüngliche Bedeutung des Fremdworts Bezug nimmt) ist fehlmotiviert wegen einer Veränderung des Sachbereichs, den das Fremdwort abdeckt: (6) Ersatzwörter, die "Zerbesserungen" sind, weil bereits übliche Verdeutschungen bestehen. Bsp. (in der Reihenfolge: FW - übliche Verdeutschung - Zerbesserung Campes): (7) Die Ersatzwörter sind zu lange und daher nicht praktisch. Heute trifft dies für viele Eindeutschungsversuche zu Anglizsmen zu, weil letztere durch Kürze bestechen. Bei Campe: (8) Der Begriffsinhalt des Ersatzworts ist entweder zu eng oder zu weit im Vergleich zu dem des Fremdworts:

Co - und Co (W3)

(E?)(L?) http://www.gfds.de/sprachdienst2.html
Gibt's was Neues in der Sprache? Aber gewiss. Zum Beispiel all die "und Co's": "Verona, Naddel und Co.", "Heidi Klum & Co.", "Gottschalk & Co". Da sind aber nicht plötzlich Prominente zu Firmengründern geworden. Denn hinter dem "und Co" verbergen sich nicht, wie im Firmenrecht vorgesehen, die Gesellschafter von Unternehmen. Vielmehr ist die Bedeutung, mit etwas lässigem, vielleicht gar geringschätzigem Nebenton: "und Menschen ihres Schlages", "und ihre Truppe", "und was sonst noch dazugehört".
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Das ebenfalls umgangssprachliche, aber ältere "und Konsorten", zumeist deutlich abwertend verwendet, schwingt in die Bedeutung hinein.
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Gartenfreunde finden unter der Überschrift "Maulwurf, Wühlmaus und Co." Wissenswertes.
Die Schillerstadt Marbach klärt uns über "Schiller & Co.".
Bei "Pharao und Co" lernen wir alles über das alte Ägypten.
"Moses und Co." informiert über die Personen des Alten Testaments.
Über die griechischen Inseln findet man Anregendes bei "Kreta und Co.".
Über Zeckenbisse informiert "Zecken und Co.".
Um Medizinisches geht es bei "Zahnpflege und Co.", "Mumps und Co.", "Viagra und Co".
Eine Webseite des Fernsehsenders 3sat macht mit Alternativen zu Schwein und Rind unter "Känguru und Co." bekannt.
Die ARD lässt uns bei "Tagesthemen und Co." hinter die Kulissen schauen.

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Das Online-Corpus der "Welt", das mit dem Jahr 1995 beginnt, belegt noch im selben Jahr "Mafia und Co.", im Jahr danach u. a. "Karstadt, Kaufhof und Co.", "Kanther, Schröder, Stoiber und Co.", "Gysi und Co.". Aus der Welt der Personen und Korporationen treten wir im folgenden Jahr hinaus in das "heimliche Vergnügen an Walzer und Co.", wo es darum geht, dass die Japaner plötzlich Spaß am Tanzen entdecken. Wirklich häufig wird "und Co" erst mit dem Jahre 2001. Auffällig ist, dass die Formel oft schon in den Titeln der Beiträge gern verwendet wird. Blickfang und sprachliche Ökonomie wirken da zusammen.
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Computerbetrug (W3)

(E?)(L?) http://www.computerbetrug.de/
"Computerbetrug" ist ein Wort, das frühestens mit der Verbreitung des Computers entstanden sein kann.
Der angegebene Link führt zu einer Site, die sich (hoffentlich) dem Kampf gegen jegliche Art von Computerbetrug verschrieben hat.

ceryx - Neologismen

(E?)(L?) http://www.ceryx.de/sprache/neologismen.htm
Hier findet man einen Artikel mit der Überschrift: "Öfter mal was Neues: Wie neue Wörter entstehen".
"Der Rinderwahnsinn und der Internaut haben, auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick nichts wesentliches miteinander verbindet, eine Gemeinsamkeit: In einem Wörterbuch der deutschen Sprache wird man sie vergeblich suchen. Und das nicht etwa, weil sie falsch sind oder weil die Wörterbücher nichts taugen. Der Grund ist, dass beide Wörter noch zu neu sind, d.h. es handelt sich um sogenannte "Neologismen" (aus gr. "neos" = "neu" und "logos" = "Wort") oder zu deutsch Wortneuschöpfungen. Warum und wie kommt es zu diesem Phänomen?"
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D

debitel - thomgeist - Denglisch - Sprachpanscher - Kauderwelsch-Seite - Denglisch der Werbesprache

(E?)(L1) http://home.debitel.net/user/thomgeist/
(E?)(L1) http://home.debitel.net/user/thomgeist/seite1.htm
von Thomas Geist: das Denglisch der Werbesprache und der Medien; mit wirklich vielen Beispielen; Sprachpanscher - Pranger - Bilder - Verweise.

deutsche-sprachwelt - Sprachpanscher

(E?)(L?) http://www.deutsche-sprachwelt.de/sprachpanscher/
Werden Sie aktiv! Holen Sie sich Anregungen, schreiben Sie den Sprachpanschern Ihren Protest, schicken Sie der Schriftleitung der DEUTSCHEN SPRACHWELT eine Kopie Ihres Schreibens.

duden - Wie kommt ein Wort in den Duden?

(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=955702
Wie entscheidet die Dudenredaktion, ob beispielsweise Wörter wie "ausphasen", "Versandapotheke" oder "abzippbar" wichtig genug sind, um in ein Wörterbuch aufgenommen zu werden? Oder kurz: "Wie kommt ein Wort in den Duden?"
...


(E?)(L?) http://www.duden.de/news.php?mid=48
(E?)(L?) http://www.duden.de/deutsche_sprache/wort_in_den_duden.php


E

e-Commerce (W3)

(E?)(L?) http://www.marke-x.de/deutsch/infocenter/uebersicht.htm
Auch dieser Begriff hat seine Entstehung dem Internet zu verdanken. Er kann entsprechend auch mit "Web-Marketing" widergegeben werden.

Auf der angegebenen Seite finden Sie Links zu Hunderten von Artikel über effektives Web-Marketing und E-Commerce. Dieser Bereich wird monatlich aktualisiert. Mit dem Marke-X Newsletter erhalten Sie jeden Monat die neuesten Links zugesandt.

eltern - Lexikon: Lexikon Jugendsprache von A bis Z - Jugendsprache-Lexikon

(E?)(L?) http://www.eltern.de/forfamily/familie_freizeit/familienleben/jugendsprache/
ab- - abfassen - abrippen - Account - Acid - Act - Asischale - Asitoaster - Assel - austillen - Avatar - Backpacker - Baggy Pants - B-Boy - beamen - Bitch - Body-Bag - Boygroup - Brit-Pop - Bumble-Bee - Cargos - chatten - checken - Chill-out - Club - cruisen - DJ - edgy - einklaufen - end- - Eso - Fake - Fanzine - Fashion-Victim - flashen - Floor - Flyer - Fressflash - galaktisch - Ghettoblaster - Gig - Groupie - Grunge - Hang-out - hardcore - Hau rein, Alter! - hiken - Hobbyangler - Hoody - horny - House - Hunk - Hupen - Hype - jammen - Kernasi - Keule - Kicken - kinky - Label - Location - Logorrhöe - Looser - Luser - machen - Magic Mushrooms - Mützen - Neeping - Neep-Neep - Nerd - Oliba - Partyhopping - Partypopper - peacig - Pep - Perlhuhn - Phase - poppen - Problemiker - pumpen - quarzen - Rap-Hat - Release - scannen - schizo - Schlampenschlepper - schlauchen - scratchen - Shelly's Bar - Sistah - snaken - snashen - Sneakers - Sportzigarette - spotten - Stecher - Stino - stoned - straight - Sucker - Tank-Top - Tanzpeitsche - Tempelflitzer - Tofupeitsche - touchy - unplugged - verticken, verchecken - VJ - Vokuhila - Wannabe - Warmduscher - zuföhnen

ent-e-en

(E?)(L?) http://www.computerwoche.de/index.cfm?pageid=254&artid=45244
Im Newsletter vom 29.01.2003 der "Computerwoche" ist folgendes zu lesen:
SAP hat mit .com nichts mehr am Hut: - "mySAP.com" ist tot - lang lebe die "mySAP Business Suite": US-Presseberichten zufolge hat die Walldorfer SAP AG sich entschlossen, das .com aus dem Namen ihrer aktuellen Unternehmenssoftware zu streichen. Auch der Claim "The best-run e-businesses run SAP" wurde ent-e-t und ...

"ent-e-en" steht damit für die Rückkehr zur Bodenständigkeit. Parallel zum Börsen-Boom wurden alle Lebensbereiche mit dem charakteristischen "e" zum "e-Hype" und zum "e-Business" hochstilisiert. Nach dem Zusammenbruch der e-Blase kehrt die nüchterne Betrachtung wieder zurück. Das Internet ist zwar nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikationsstruktur und seine Bedeutung wird auch weiter zunehmen; aber es ist nicht das allein Seelig-machende.
Und für manche ist es sogar - auch wieder fatalerweise - zum roten Tuch geweorden.

Und so hat der gerade erst in die konservativen Wörterbücher aufgenommene Pauschal-Neologismus "e-" schon wieder seinen eigenen Neo-Neologismus provoziert. Und das gibt auch zusätzlichen Raum für weitere Neo-Neologismen wie

Entkauderwelschisierung (W3)

Waddehaddedudeda?
Endlich wird ein bisher sträflich vernachlässigtes linguistisches Fachgebiet erschlossen: die Babysprache. Langenscheidt bringt ein Spezialwörterbuch für frühkindliche (Wortneu-)Schöpfungen auf den Markt: das Baby-Wörterbuch zum Selbsteintragen. Es liegt erstmals und konkurrenzlos in der bis dato weit gehend unerforschten Sprachrichtung Deutsch-Baby vor. Entwickelt wurde es für Eltern von "Dummidiefel"-Spezialisten und "Hubbala"-Experten, die das liebenswerte Wortkauderwelsch ihrer Sprösslinge nun ordnen, dokumentieren und für immer aufheben können.

enzyklop

(E?)(L?) http://www.enzyklop.org/
Hier besteht die Chance Zeuge der Geburt neuer Worte zu werden. - Die Linksammlung bietet einige interessante Hinweise!!!

F

FH Osnabrück

(E?)(L?) http://www.et.fh-osnabrueck.de/~uklopp/cal-de.htm
Zum Thema Anglizismen im Internet: Hier findet sich u. a. ein Verzeichnis von - angeblich - beim Chatten gebrauchten Abkürzungen; z. B. Bzgl. der Neologismen wird ergänzt, dass sie in der Alltagssprache eher selten, in Fachsprachen jedoch sehr häufig sein können. Ein Paradebeispiel: TWAIN : "toolkit without any interesting name" (ein Scanner-Treiber); ein beinahe ironisches Akronym.

G

Gammelware (W3)

(E?)(L?) http://www.eltern.de/forfamily/familie_freizeit/familienleben/jugendsprache/
Das Wort "gammeln" ist gar nicht so träge. Es fördert immer wieder neue Wortbildungen zu Tage.

Gefühlte Trendwende (W3)

(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=600297
Diesen Begriff habe ich zum ersten Mal gelesen am 27.09.2004. Aber vielleicht ist es ja auch nur ein "gefühlter Neologismus".
...
Korte sprach von einer "gefühlten Trendwende" für die SPD auf sehr niedrigem Niveau: "Faktisch hat sie verloren", so der Politikwissenschaftler. "Sie wird es schwer haben, das als Motivationsschub für die Landtagswahl 2005 zu nutzen.
...

gehostet, hosted, Host, Hotel, hôtel, Hostess, Hospital (W3)

(E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/Datum/d000921.html#w3
Das eingedeutschte Partizip "gehostet" stammt vom engl. "hosted". Das engl. "host" bedeutet soviel wie "Gastgeber". Es wird in der Datenverarbeitung benutzt für einen "Großrechner", der Rechnerleistung für andere zur Verfügung stellt. Insbesondere im Internet sind es Rechner, die Internetseiten zum Abruf bereitstellen, um sie dann auf dem PC zu Hause anzeigen zu können.

Den "Host" findet man auch in "Hotel" (ursprünglich "hostel", vgl. frz. "hôtel", das "^" ersetzte das "s") und in "Hostess" = "Gastgeberin". Ausserdem findet man das zu Grunde liegende lat. "hospes" in "Hospital".

Die Frage ist nur immer: übernimmt man im Deutschen die engl. Form "hosted" oder wählt man "gehostet".

(E?)(L?) http://www-306.ibm.com/software/globalization/terminology/index.jsp
Bei IBM findet man die dazu passenden Begriffe:

3270 host application | dual-homed host | Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) | host | Host Access Transformation Services (HATS) | host address | host application | host bus adapter (HBA) | host command | host command processor (HCP) | host command processor emulation (HCP emulation) | host ID | host keypad | host language | host master key | host master-key variant | host name | host print transform | host process | host processor | host program | host structure | host system | host table | host terminal | host transit time | host variable | host-centric application | hosted partition | hosted store | hosting partition | hosting sales business model | host-mixed encoding scheme | Internet host | multihomed host | nonhosted partition | null-terminated host variable | packet mode host | relative host name | RIM host | source host | target host | virtual host | virtual hosting | VisualGen Host Services | untrustworthy host

(E?)(L?) http://www-306.ibm.com/software/globalization/terminology/index.jsp
Und insbesondere:

...
host
...


Gleichenehe

(E?)(L?) http://www.mdr.de/nachrichten/kultur/183768.html
(E?)(L?) http://www.gfds.de/
Auch neue Gesellschaftliche Rahmenbedingungen verlangen nach neuen Bezeichnungen. Und wie soll man die "Homoehe" nach der Legalisierung nun benennen?
"""
Sprachschützer wollen "Gleichenehe"
Die Gesellschaft für deutsche Sprache möchte den Ausdruck "Homoehe" ersetzen. Ihrer Meinung nach sollte die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft mit dem Wort "Gleichenehe" bezeichnet werden. Zu diesem Ergebnis sei eine Fachjury nach der Auswertung von fast 400 Vorschlägen gekommen.
Die Gesellschaft hatte nach einem neuen Begriff gesucht, da sich der Name "Homo-Ehe" ihrer Meinung nach nicht durchgesetzt hat. Die "GfdS" verweist darauf, dass die Bezeichnung im Schriftlichen allenfalls mit Anführungszeichen oder mit dem Attribut "so genannt" auftaucht. Das Wort "Gleichenehe" hingegen könne die Ehe unter Gleichen gut und treffend bezeichnen. Als spezifische Bezeichnungen der weiblichen und männlichen Lebenspartnerschaft empfehlen die Sprachexperten "Frauenehe" und "Männerehe". Eine spezielle Bezeichnung für den Lebenspartner sei hingegen nicht nötig, hier täten es auch die traditionellen Benennungen "mein Mann" bzw. "meine Frau".
Unter den eingesandten Vorschlägen ragten laut "GfdS" die Namen "Ehenoid", "Regenbogenehe", "Similarehe" und "Treuebund". Für die Ehe zweier Frauen wurde "Fehe" oder "Feminat" vorgeschlagen, für die von Männern analog "Mehe" oder "Maskulat".

google - "Sprachpanscher"

(E?)(L?) http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=sprachpanscher&meta=
Am 14.12.2003 fand Google 787 Verweise zu "Sprachpanscher".

gwdg

(E?)(L?) http://www.gwdg.de/~mschlae2/lexilinks
Hier gibt's die neusten Wörter (unter Primärquellen, allgemeinsprachliche Wörterbücher, deutsch anklicken; dann den Link "Die Wortwarte - Neologismen" anklicken

H

Herberg, Dieter

arbeitet an einem Neologismen-Wörterbuch

Hochleistungssparen (W3)

Neue Situationen erfordern neue Begriffe. Und da wir anscheinend nichts Produktives mehr leisten können oder wollen, üben wir uns darin, die Leistungen anderer auf Primitivniveau zu drücken. Die kollektive Nivellierung auf einem Tiefstniveau umschreibt die Überschrift einer Werbewurfsendung mit "Hochleistungssparen".
Wahrscheinlich kommen noch weitere solche Wortbildungen auf uns zu. Meiner Ansicht nach ist dies jedoch ein Kandidat für das nächste Unwort des Jahres.

Hubschrauber



I

ideesamkeit - Worterfindungen von A-Z

(E?)(L?) http://www.ideesamkeit.de/
(E?)(L?) http://www.ideesamkeit.de/html/sprache_deutsch_germanistik.html
Auf dieser Seite findet man "neue Wörter" - Neu-neue Wörter und ältere, die schon fast in Vergessenheit geraten sind. Dazu noch ein paar Beispiele zur neu-neusten Rechtschreibe.

Die Wörter sind kreuz und quer mit Hilfe aller möglichen grammatischen Wortbildungsregeln zusammengestellt: Das reicht von Wiederbelebungsversuchen beinahe aussterbender Endungen (Idee-samkeit, Neu-samkeit) über Verkürzungen (flofen = ph(i)lo(so)ph(ier)en; klüsen = katalüsen = katalüsieren) bis hin zu bildhaften Bedeutungsübertragungen.

Wenn der menschliche Körper beispielsweise jeden Mückenstich für einen Elefantentritt hält, dann hat er eine "Mückelefante" - sprich: Allergie. Oder in der Kurzform: eine "Mückefante".

ids-mannheim - Neologismen-Wörterbuch

(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/pls/elexiko/p4_module.woerterbuch
26.03.2008:

Willkommen im Neologismenwörterbuch!
Hier finden Sie aktuell 790 neue Wörter und neue Bedeutungen von etablierten Wörtern detailliert beschrieben, die in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts in den deutschen Wortschatz gekommen sind.

abgezockt | abhängen | abklatschen | Abschübling | abspacen | abziehen | Adresse | Afterhourparty | Afterparty | Aftershowparty | Alarmismus | Alarmist | alarmistisch | Alleinstellungsmerkmal | Alles-inklusive-Reise | all-inclusive | All-inclusive-Reise | Allzeithoch | Allzeittief | Anchor | Anchorman | Anchorwoman | angefasst | Ankerwährung | anklicken | anklopfen | Anklopfen | anmailen | Antimatschtomate | Antipersonenmine | Aquajogging | Arbeitszeitkonto | Arbeitszeitkorridor | Armutsfalle | Ärztehopping | Assessmentcenter | at | Atomkoffer | Attachment | Audiobook | aufbrezeln | aufgestellt | Aufreger | auschillen | Autoteilen | Autoteiler | Avatar | Babyklappe | Bagel | Banking | Banner | Bannerwerbung | Barcode | Baseballcap | Basecap | Basejumping | Bauchgefühl | Beachvolleyball | Beamer | Besserwessi | Beutekunst | Bezahlfernsehen | Bezahl-TV | Bildschirmschoner | Bildungskanal | Billigjob | bingo | Biosauna | Blade | bladen | Bleaching | blicken | Blind Date | Blitzeis | Blockbuster | Bluetooth | Body-Mass-Index | Bodypainting | Bodypiercing | Bonusmeile | Booklet | Börsengang | Boulevardisierung | Boygroup | brennen | Brenner | Brownie | Browser | Bungee | Bungeejumping | Bungeespringen | Bürgergeld | Burn-out | Buschzulage | Button | Callanetics | Call-by-Call | Callcenter | Call-in | Callingcard | Call-in-Sendung | Canyoning | Cargohose | Carjacking | Carnapping | Carsharer | Carsharing | carven | Carver | Carving | Carvingski | Cashcow | casten | Casting | Catwalk | CD-Brenner | Cent | Champagnerdusche | Chat | Chatbox | Chatforum | Chatgroup | Chatline | Chatraum | Chatroom | chatten | Chatter | chillen | Chill-out | Chill-out-Raum | Chill-out-Room | Clubwear | Cocooning | Cookie | Couchkartoffel | Couchpotato | Crashkid | Cybercafé | Cybernaut | Cybersex | Daily | Daily Soap | Daily Talk | Dateiformat | Datenautobahn | Datenhandschuh | Datenhighway | denglisch | Denglisch | Dezemberfieber | Digicam | Digitalfernsehen | Digitalkamera | Digital-TV | Dino | Direktbank | Direktbanking | dissen | DJane | DJing | Doktorhopping | Dokusoap | Domain | Domainname | Donut | Doorman | Doppelklick | doppelklicken | Doppelpass | Doppelspitze | Doppelstaatler | Dosenpfand | Dotcom | Download | downloaden | Downsizing | Dreamteam | Dreiliterauto | Dreiliterhaus | Drogenkonsumraum | Drohkulisse | Druckraum | Dumpfbacke | durchklicken | DVD | E-Banking | E-Book | E-Business | E-Cash | E-Commerce | Edutainment | Einheitswährung | Einkaufsmall | einklicken | einwerfen | Elchtest | E-Learning | Electronic Banking | Electronic Business | Electronic Cash | Electronic Commerce | Electronic Mail | Elektroschocker | E-Mail | E-Mail-Adresse | emailen | Emoticon | Energydrink | entschleunigen | Entschleunigung | Ereignisfernsehen | Ereigniskanal | Erlebnisgesellschaft | Ersti | ESP | Euro | Eurocent | Eurogeld | Eurokennzeichen | Euroland | Euromünze | Eurowährung | Event | Eventkultur | Eventmarketing | Ex, der | Ex, die | Expressabitur | Extranet | Extremsport | E-Zine | Factoryoutlet | Factoryoutletcenter | FAQ | Fengshui | Festnetz | Festnetztelefon | fett | Finanzkauf | Fingerfood | Fixerraum | Fixerstube | Flachbildschirm | Flatrate | Flyer | FOC | Folder | Fon | Format | Formatradio | Fotoshooting | Free-TV | Freisprechanlage | Freisprecheinrichtung | Functional Food | Fundraiser | Fundraising | Funktionsbekleidung | Funktionskleidung | Funsport | Gameshow | Gate | gaucken | Gebührenfernsehen | gefühlt | gegenfinanzieren | Gegenfinanzierung | gelbgesperrt | gelbrotgesperrt | Gelbrotsperre | Gelbsperre | Geldkarte | Generation @ | Generation Golf | Generation X | Genfood | Genlebensmittel | Genmais | Gensoja | Gentomate | Gerechtigkeitslücke | Gesichtserkennung | Gesundheitsraum | Get-together | Gewinnwarnung | Giftliste | Girlgroup | Girlie | Girlpower | Give-away | Global City | Global Player | Global Village | Globalisierung | Globalisierungsfalle | Glückskeks | Golden Goal | GPS | Gutmensch | Handbike | Handbiker | handeln | Handheld | Handtelefon | Handy | Handynummer | Handyverbot | Häppchenjournalismus | Headset | herausschreiben | herumzappen | herunterbrechen | herunterfahren | herunterladen | Herzschlagfinale | High Heel | High Potential | Hingucker | Homebanking | Homepage | Homeshopping | Homoehe | Hörbuch | Hörfilm | Hotspot | hundertpro | Hüpfburg | Hybridantrieb | Hybridauto | Hype | hypen | Hyperlink | Hypertext | Icon | indoor | Indoorsport | Infobahn | Infohighway | Infoline | Infopoint | Informationhighway | Informationshighway | Infoscreen | Infotainer | Infotainment | Inline | inlinen | Inliner | Inlineskate | inlineskaten | Inlineskater | Inlineskating | Ins | Inselhopping | Inselhüpfen | Insourcing | Internet | Internetadresse | Internetbanking | Internetcafé | Internethandel | Internetliteratur | Internetmagazin | Internetportal | Internetseite | Internetshopping | Internetsurfen | Internetuser | Interview | Intranet | IT | Jammerossi | Jobmaschine | Jobrotation | Jobticket | 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| scrollen | Seite | Seitenairbag | Seitenaufprallschutz | Sektdusche | Semesterticket | Sequel | Server | Servicepoint | Servicewohnen | Servicewohnung | sexy | Shareholder | Shareholdervalue | Shoppingmall | Showview | Sidebag | Silberling | simsen | Sitcom | Site | Skate | skaten | Skater | Skating | SMS | Sneaker | Soap | Soft Skills | Softairpistole | Softairwaffe | Soli | Solidaritätszuschlag | Solidarzuschlag | Solizuschlag | Soundkarte | Sozialbetrug | Sozialbetrüger | Sozialladen | Sozialmissbrauch | Spam | Spammail | spannend | Sparauto | Sparmobil | Spartenkanal | Spartensender | Spaßgesellschaft | Spaßkultur | Spielkonsole | Splatter | Splatterfilm | Splattermovie | Startseite | Start-up | Steckzigarette | Stent | Stinkefinger | Strandvolleyball | Streetball | Streetwear | Stringtanga | stylisch | Suchmaschine | Superhighway | Superzahl | supi | surfen | Surfer | SUV | Tafel | Tafelladen | Tag | taggen | Tagger | Take-away | Talkradio | Tamagotchi | tapen | Tapeverband | Täterakte | Tätervolk | Techno | Technokultur | Technomusik | Telebanking | Telefonbanking | Telelearning | Telelernen | Teleteaching | Teleworker | Teleworking | TFT-Bildschirm | TFT-Display | Thalasso | Thalassotherapie | Theraband | Thirtysomething | Tiger | Tigerland | Tigerstaat | toppen | Touchscreen | Trackball | Trendscout | Trojaner | Tunnelblick | Turboabitur | Turbokapitalismus | Turn-around | Twentysomething | UMTS | unkaputtbar | unplugged | Update | updaten | Updating | Upgrade | upgraden | Upgrading | ups | vegan | Veganer | Vereinigungskriminalität | verlinken | verosten | Verostung | Versichertenkarte | Video-on-Demand | Videoscreen | Virtual Reality | virtualisieren | Virtualisierung | Virtualität | virtuell | Vogelgrippe | Wakeboard | wakeboarden | Wakeboarding | walken | Walking | WAP | WAP-Handy | Warmduscher | Waschbärbauch | Waschbrettbauch | Web | Webadresse | Webcam | Webdesign | Webmaster | Webpage | Webseite | Webserver | Website | Webzine | Wegfahrsperre | wegklicken | wegzappen | Weichei | Wellness | Werbeinsel | Werbepause | Wesenstest | Westalgie | Wiedereinrichter | Windbreaker | Wissensgesellschaft | Wohlfühlgewicht | Womanizer | Work-out | World Wide Web | Wossi | Wurm | WWW | yep | Zahlfernsehen | Zahlungsfunktion | zappen | Zapping | Zeitkonto | Zeitkorridor | zeitnah | Zerealien | Zine | Zukunftsminister | Zukunftsministerium | Zweitmeinung | Zwischenerwerber


J

jugendsprache - Jugendsprache-Projekt

(E?)(L?) http://www.jugendsprache.de/
ein Projekt

K

Katastrophilie als letzte Lust der Medien (W3)

(E?)(L?) http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/15197/1.html
Droht uns demnächst die Katastrophenunterversorgung?
Seit Aristoteles mündet nicht nur das Leben, sondern jedes gute Drehbuch in der Katastrophe. Ein bekannter deutschsprachiger Verlag formuliert das für sein Suspense-Angebot etwas handgreiflicher: "Mord", "Mehr Morde", "Noch mehr Morde". Für Kriminalromane ist das ein mehr als plausibles Leselustmotiv: "Weil's sich so angenehm lebt mit angesehenem oder angelesenem Mord, ist der Bedarf an Mord nie zu decken." Auch in Gesellschaften, deren Verbreitungsmedien reale Ereignisse spannungstechnisch und erlebnisorientiert als Krimis nachempfinden, ist der Bedarf an Mord außerordentlich hoch. Wer sich nicht an fiktiven Morden ausreichend sättigt, greift seit alters her zu bluttriefenden News, die deswegen noch längst keine Nachrichten sein müssen.
...


klett-verlag - Journalistenpreis PONS für kreative Wortschöpfungen

(E?)(L?) http://www.klett-verlag.de/sixcms/detail.php?id=37499
(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=644081&search=sprache


Kohlendioxidfänger (W3)

(E?)(L?) http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/14267/1.html
Baum heißt jetzt Kohlendioxidfänger (;-))
Der Baum der Zukunft sieht aus wie ein Torpfosten mit venezianischen Jalousien.

Kultur-TÜV (W3)

(E?)(L?) http://www.3sat.de/kulturzeit
Weitere Informationen zum "Kultur-TÜV".

L

Lotterbett (W3)

(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=19&autorid=91&autor_vorname=+Joachim+Heinrich&autor_nachname=Campe
Heute ist das "Lotterbett" schon wieder am Verschwinden, aber vor zweihundert Jahren war es ein neues Wort. Die Bezeichnung "Lotterbett" für "Sofa" soll auf Joachim Heinrich von Campe zurück gehen, der den Versuch unternahm für Fremdwörter deutsche Bezeichnungen einzuführen.
Wörterbuch zur Erklärung und Verdeutschung, 1813 (Reprint 2000)

(E1)(L1) http://www.dwb.uni-trier.de/
Das 1854-1960 erschienene "Deutsche Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm" als Neubearbeitung im Internet
Darstellung des hochdeutschen Wortschatzes seit Mitte des 15. Jahrhunderts

"LOTTERBETT" [Lfg. 12,7], n. "bett von lockerer fügung", "sophaartiges ruhebett": "lotterbett", "gutschen", oder "gulterbett", darauf man tags schlaaft, accubitum, anaclinterium, grabatus, stibas MAALER 274d; faul-, lotter-, stuben-, ruhe-bette, anaclinterium, grabatus STIELER 136; (der mann) der allein zu haus auf dem lotterbet schnaufet und spaciret etwan in den keler und in die kuchen. d. städtechron. 3, 173, 2; (wenn der hund) unte ...[weiter]

M

Maleristik (W3)

Tobias O. Meissner schreibt Bücher. Ganze Monstren, Ungeheuer - oder wie würden Sie das Vorhaben eines 1967 geborenen Autors bezeichnen, ein Buchprojekt auf die Dauer von 50 Jahren anzulegen? Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der sich auf eine Wette eingelassen hat: es geht nicht mehr und nicht weniger als um das Schicksal der Welt. Gewinnt er, kann er die Welt retten. Verliert er, fällt er dem Bösen anheim. Aber um die Welt vom Bösen zu säubern, muss er nicht nur das Böse in der Welt kennen, er muss auch selber böse werden, muss betrügen, morden, quälen und vernichten.
"Maleristik", nicht Belletristik, nennt Meissner sein Metier, für das er beim Schreibprozess auch die Schleusen des Verdrängten öffnet.
"Hiobs Spiel. Erstes Buch: Frauenmörder" ist jetzt erschienen.

mitbahnen

(E?)(L?) http://www.mitbahnen.de/
Hier gibt es eine neue Wortkreation - sogar mit eigener Web-Site.
Mit diesem Service will die Studenten-WG.de Dich dabei unterstützen, Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen!
Ab dem 15. Dezember wird die Deutsche Bahn ein neues Tarifsystem einführen, bei dem es auch einen "Mitfahrer-Rabatt" geben wird. Mit minimalen Aufwand kannst Du diesen Rabatt in Anspruch nehmen und somit Deinen Geldbeutel spürbar schonen - hierzu eine kleine Beispielrechnung: ...
(Achtung: die Seite öffnet mit einem Full-Screen-Pop-Up. (Auch so ein Neologismus.))

N

Neologismus (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Neologismus
Neologismen (griech. "neos" = "neu" und "logos" = "Wort") sind lexikalische Neubildungen durch

Netizen oder: Demokratie schaffen (W3)

(E?)(L?) http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/15167/1.html
...
Vor 10 Jahren, am 6. Juli 1993, veröffentlichte der damalige Student Michael Hauben, der mit 28 Jahren plötzlich vor zwei Jahren gestorben ist ( Death of a Netizen), einen Text im Internet. Sein Titel war "Common Sense: The Net and Netizens". Sein Beginn lautete:
...


Neudeutsch - Sprechen Sie Neudeutsch? (W3)

Ist heute schon ein Kunde bei Ihnen "aufgeschlagen"? Und wenn ja, hat er sich sehr verletzt? - Früher kamen Kunden bei uns an oder sie trafen bei uns ein, heute schlagen sie bei uns auf. Und uns ergeht es nicht besser: Beim Kunden soundso sind Vertriebsleute von mehreren Einheiten unkoordiniert aufgeschlagen. Stellen Sie sich das vor: Mehrere Vertriebsleute sprechen sich nicht ab, aber alle schlagen sie beim Kunden auf. Autsch!
Übrigens, wurden Ihre variablen Gehaltszahlungen schon "eingestellt"? Nein, nicht beendet, sondern in die dafür vorgesehenen Zahlenwerke eingetragen. Mitarbeiter einstellen - heute eher weniger; Rauchen einstellen - auf jeden Fall gesünder; Gehaltsdaten einstellen - wer wird da nein sagen? Es ist halt eine Frage der Einstellung.
Die Liebe zu korrekten Datensammlungen geht noch weiter; sie wird zur Fürsorge. Die meisten Daten werden heutzutage "eingepflegt". Die Herkunft dieses liebevollen Ausdrucks ist dem Autor unklar. Das Einpflegen von Daten kann übrigens sowohl Neueingabe als auch Änderung bedeuten, ein wahrhaft universelles Wort.
Mit Problemen, sofern es solche überhaupt noch gibt, machen wir kurzen Prozess: Sie werden "abgefackelt". Früher habe wir Probleme gelöst, aber heute schreiten wir zu dieser modernen Form der Brandrodung. Handelt es sich nicht um ein großes Problem oder vielleicht nur um eine gängige Aufgabe, so wird diese "abgefrühstückt". In hektischen Zeiten, wo man morgens keine Zeit mehr für ein richtiges Frühstück hat, ist es vielleicht ein Akt tiefer Befriedigung, wenn wir mal wieder ein paar Dinge abgefrühstückt haben. Wohl bekomms!
Jedes Kind braucht einen Namen, für jede Erscheinung brauchen wir einen Begriff. Einen Begriff? Nein, wir haben es nicht mehr mit profanen Begriffen zu tun, sondern mit "Begrifflichkeiten". Es macht doch mehr Spaß, die Begrifflichkeit Outsourcing zu diskutieren als den Begriff Outsourcing zu erklären! Vielleicht werden wir demnächst nicht mehr über Verträge reden, sondern über "Vertraglichkeiten" ...
Bevor wir etwas umsetzen, fangen wir mit der "Konzeptionierung" an. Sie haben richtig gehört, nicht mit der Konzeption und nicht mit der Konzipierung, nein, bei uns geht’s los mit der Konzeptionierung. Das klingt viel bedeutungsvoller und das soll es wohl auch!
Stand heute sind dies die wichtigsten Elemente unserer neuen Sprache. "Wir haben Stand heute 300 Mitarbeiter und kümmern uns Stand heute um 20 große Projekte." Stand heute etwas Wichtiges über uns in der Zeitung?
So, jetzt wieder ran an die Arbeit! Ich muss heute noch bei einem Kunden aufschlagen, etwas konzeptionieren und noch ein paar Dinge abfackeln. Gehen wir also wieder bäck tuhse ruhts ("back to the roots"). - Will jetzt aber nicht schlechtes Englisch "stressen". Ein "Update" dazu vielleicht ein andermal ...
(A: gusc)

O

Ostalgia (W3)

(E?)(L?) http://www.msnbc.com/news/909057.asp?cp1=1
Thirteen years after the Berlin wall came down, East Germany is back—in style, anyway. Germans are calling it "Ostalgia" = "nostalgia for the East". Fashionable Berliners have been throwing “East parties,” with guests in blue Communist Youth Organization shirts dancing to Iron Curtain-era tunes and sipping Rotkppchen, a sparkling wine from one of the few eastern companies that survived the transition.

(Newsweek, May 12, 2003 issue)

P

platzen

älterer Herr im Astron Hotel Berlin in ernstem Tonfall: "Wollen wir uns hier platzen?" (statt "Platz nehmen")

pons - Jugendsprache-Wörterbuch

(E?)(L?) http://www.pons.de/
Wörterbuch der Jugendsprache bei Pons (unter "Schüler/Studenten", "Wörterbuch der Jugendsprache")

PONS 2001 - Neologismen des Jahres

(E?)(L?) http://www.pons.de/
siehe auch: "Die PONS Wörter des Jahres 2001"

Auch bei den Neologismen, also den NEUWÖRTERN, war 2001 ein Frequenz-Favorit auszumachen. Das PONS-NEUWORT 2001 heißt "BIO-TERROR". Wurde das Präfix "Bio" bisher vor allem mit besonders gesunden, positiven Dingen assoziiert (Bio-Bauer, Bio-Gemüse, Bio-Bäcker) so finden als Folge des Milzbrandalarms nun auch die neuen, negativ besetzten Begriffe Bio-Terror bzw. Bio-Terrorismus Aufnahme in die PONS-Wörterbücher.

Auf Platz 2 folgt der Begriff "SAMENRAUB" - als Ausgangspunkt der wohl recht einzigartigen Zeugungsgeschichte von Boris Beckers Tochter Anna - gefolgt von dem in der deutschen Alltagssprache weithin unbekannten Begriff "SEXING" auf Platz 3. Sexing findet bisher in Bereichen der Tierzucht ("gesexte" Kälber) Anwendung und meint die gewollte Vorbestimmung des Geschlechts durch (Aus-)Sortieren der Samenzellen. Im Zuge der ethisch umstrittenen Präimplantationsdiagnostik (PID) wird das Sexing möglicherweise bald auch beim Menschen zur Geschlechtswahl bei der künstlichen Befruchtung angewendet, wobei die unerwünschten männlichen bzw. weiblichen Embryonen weggeworfen werden sollen. Der Vorsitzende der Ethikkommission amerikanischer Reproduktionsmediziner, John Robertson, befand, es sei akzeptabel, das Geschlecht eines Wunschkindes auszuwählen. In den USA liegen bereits Interessentenlisten vor. (Siehe dazu: DER SPIEGEL, 41/2001, Seite 201)

Diese und viele andere Wörter werden von der PONS-Wörterbuch-Redaktion weiter mit Interesse beobachtet. Um den vielen Sprachveränderungen Rechnung zu tragen und Neuwörter zu erheben, werten die PONS-LEXIKOGRAFEN IN STUTTGART sowie die PONS-AUTOREN IN DER GANZEN WELT Zeitungen, TV- und Radiosendungen aus, starten Expertenbefragungen und fragten dieses Jahr unter WWW.PONS.DE auch Internetbesucher. Wie immer ist den meisten PONS-Wörtern des Jahres EIN FESTER PLATZ IN DEN GRÜNEN WÖRTERBÜCHERN der nächsten Generation sicher.

Pons 2002

(E?)(L?) http://www.pons.de/
Der Wörterbuch-Verlag PONS zeichnete zehn Medienschaffende, die 2002 eine besonders originelle Wortschöpfung kreiert und veröffentlicht haben, mit dem Medienpreis "Pons 2002" aus.
Der Preis wurde damit schon zum dritten Mal vergebenen. Er soll zur Reflexion über Sprache anregen und den kreativen Umgang mit ihr in den Medien honorieren.
Die LAUDATIO von Andreas Nentwich findet man unter dem angegebenen Link bei Pons unter "Speziell für Journalisten".
Vorschläge für Wörter für den "PONS PONS 2003" können an die PONS-Pressestelle (a.schiefelbein@klett-mail.de) in Stuttgart gerichtet werden.

Die 10 Preisträger/innen sind:


Unter dem angegebenen Link bei Pons "Speziell für Journalisten" findet man auch die Begriffe für 2000 und 2001 mit den entsprechenden Hinweisen:
2000:
2001:


ponsen (W3)

(E?)(L?) http://www.pons.de/
Von "ansaugen" bis "Zickenalarm" zeichnet das PONS Wörterbuch die Jugendsprache von Elf- bis Achtzehnjährigen auf
Schutzgebühr von 2 Euro, 128 Seiten mit 290 Wörtern in Deutsch und deren Übersetzungen ins Englische, Französische und Spanische
Zum dritten Mal (seit 2001) bringt die Ernst Klett Sprachen GmbH das PONS Wörterbuch der Jugendsprache heraus.
Die Slang-Ausdrücke aus dem PONS-Werk zur Jugendsprache finden sich in "normalen" Wörterbüchern meist überhaupt nicht wieder. Sie würden also, wenn die Stuttgarter sie nicht veröffentlicht hätten, schnell in Vergessenheit geraten.
Entscheidend für die Aufnahme in das Lexikon ist wie immer die Häufigkeit, die Originalität und Aktualität der Wortnennungen durch die Schüler.
So bedeutet "blümeln" für Jugendliche "flirten", ist etwa "uniformierter Bewegungsmelder" die Umschreibung für einen ganz normalen Verkehrspolizisten oder heißt das Fahrrad schlicht und einfach "Studentengurke". Auch der Umbruch in der Jugendsprache verläuft bisweilen rasant. Hieß ein kleiner Hund vor ein paar Jahren noch "Fußhupe", so ist heute eher die Wortschöpfung "Teppichporsche" angesagt. Das Solarium war 2001 ein "Asitoaster", ein Jahr später ein "Tussistrahler" und mutierte nun im Jahr 2003 zum "Münzmallorca".
Das PONS Wörterbuch der Jugendsprache kann gegen eine geringe Schutzgebühr von zwei Euro im Buchhandel erworben oder online auf der Website von Pons bestellt werden.

Die Marke "PONS" selbst hat übrigens auch schon Eingang in den Jugend-Slang gefunden: Wenn Jugendliche etwas im Wörterbuch nachschlagen, heißt das bei ihnen ganz einfach "ponsen".

  • -

  • (E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3125176492/etymologety01-20
    (E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3125176492/etymologety0f-21
    (E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3125176492/etymologetymo-21
    (E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3125176492/etymologety0d-21
    (E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3125176492/etymologetymo-20
    PONS Wörterbuch der Jugendsprache 2006
    Broschiert - 124 Seiten - Klett
    Erscheinungsdatum: Oktober 2005
    ISBN: 3125176492

    Prozessorin - Prozessoren werden weiblich (W3)

    Frauen geben den Ton bei der gleichzeitigen Bewältigung unterschiedlicher Aufgaben an. Aha, wird mancher Mann denken und sagen, das haben wir schon immer gewusst. Haben sie aber nicht, denn wenn es nach dem Halbleiterhersteller Intel geht, ist das brandneu und gilt jetzt für die allerneueste Chip-Generation des Weltmarktführers.
    Die Fähigkeit der Frauen, unterschiedliche Aufgaben zur selben Zeit im Auge zu behalten und zu bearbeiten, verschafft ihnen einen Vorteil gegenüber Männern.
    Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Telefonumfrage, die Anfang Mai unter 1000 Personen in Deutschland im Auftrag von Intel durchgeführt wurde. Während es nämlich zwei Drittel (66 Prozent) der deutschen Männer bevorzugen, immer nur eine Sache zur gleichen Zeit zu tun, beschäftigt sich gut die Hälfte aller Frauen (51 Prozent) mit mehreren Dingen gleichzeitig. Und das hat offenbar seine Berechtigung: Eine deutliche Mehrheit der Befragten (80 Prozent) ist sich einig, dass Frauen besser damit zurechtkommen, zwei oder mehr Sachen gleichzeitig zu bewerkstelligen.
    Auch darüber, dass diese Eigenschaft immens wichtig ist, um im Leben voranzukommen, sind sich fast alle einig: Acht von zehn Befragten (80 Prozent) sind der Auffassung, dass man heutzutage häufiger mehrere Dinge gleichzeitig tun muss als früher. Das gilt vor allem im Beruf. 60 Prozent glauben an Wettbewerbsvorteile durch parallele Bearbeitung mehrerer Aufgaben. Zudem ist sich die große Mehrheit sicher, auf diesem Wege mehr Dinge schneller erledigen zu können.
    Die Prozessorin kommt
    Auf die digitale Welt der Bits und Bytes übertragen kommentiert Intel diese Erkenntnis, dass Prozessoren bisher männlich gewesen seien ("der Prozessor") und die neue Generation jetzt weiblich sei ("die Prozessorin"). Während nämlich bisherige Prozessoren darauf spezialisiert waren, eine Aufgabe nach der anderen abzuarbeiten (so wie es Männer tun), könnten die neuen Prozessoren ohne Zeitverlust mehrere Programme gleichzeitig ausführen (so wie Frauen).
    Dahinter steckt Intels "Hyper-Threading"-Technologie. Bei diesem einfachen Prinzip nutzen Betriebssysteme und Programme quasi einen zweiten "virtuellen" Prozessor. Der Vorteil: die CPUs können Aufgaben unabhängig von den anderen abarbeiten. Das Resultat: Es gibt beim Programmwechsel keine Pausen mehr - man kann an einem Programm arbeiten, während ein zweites im Hintergrund läuft. Beispielsweise kann man mit dieser Technik am PC eine Videodatei komprimieren, während gleichzeitig Digital-Fotos am Rechner sortiert werden. Dadurch lassen sich mehr Dinge in kürzerer Zeit erledigen.
    (11.06.2003)

    Q

    R

    S

    schneekugeltauglich (W3)

    (E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/Datum/d011219.html#w20


    schule
    Lexikon der Jugendsprache - Jugendsprache-Lexikon

    (E?)(L?) http://www.du.nw.schule.de/geds/fachbereiche/deutsch/dejsp.htm
    Das Lexikon wurde in Gruppenarbeit von Schülern des Deutsch-E-Kurses der Klassen 8a/8b der Gesamtschule Duisburg-Süd im Januar/Februar/März 1997 zusammengestellt. Sie untersuchten Jugendzeitschriften und griffen auf ihren eigenen Wortschatz und -gebrauch zurück. Zusätzlich führten sie eine Umfrage unter 160 Schülern des 8. Jahrgangs der Schule durch.

    Natürlich ist das Lexikon nicht vollständig. Außerdem gibt es sicher zu den aufgezählten Wörtern noch weitere Deutungen. So hat z.B. die Arbeit in der Gruppe gezeigt, dass manche Begriffe durchaus unterschiedlich gedeutet wurden. Überhaupt scheint der Zusammenhang, in dem die Wörter gebraucht werden, eine große Rolle bei der Interpretation zu spielen. Außerdem stellten die Schüler fest, dass sich manche Ausdrücke kaum richtig übersetzen lassen; auch hier kommt es auf den Kontext an, in dem das Wort gebraucht wird.

    simsen

    (E?)(L?) http://www.sms.de/
    ist abgeleitet von SMS = "Short Message Service"

    Simultan-Gesellschaft, Simultanten (W3)

    (E?)(L?) http://zukunftsletter.de/1000/multitasking.html
    Im Zukunftsletter-Newsletter vom 13.06.2003:

    In der Dienstleistungsgesellschaft von morgen sind Non-Stop-Angebote gefragt. Während Kulturtheoretiker bislang davon ausgingen, dass die Zeit immer schneller vergeht, mehren sich jetzt die Anzeichen einer Verlangsamung. Denn im gleichen Maße, in dem die Komplexität des Alltags steigt, erhöht sich die Fähigkeit der Menschen, viele Dinge parallel zu erledigen und damit an anderer Stelle Zeit zu gewinnen. Die Simultan-Gesellschaft ist geboren und mit ihr ein neuer Markt für Produkte, die das Multitasking vereinfachen.

    Damit erhält die Bezeichnung "Simultant" eine ganz ander Bedeutung:

    Die „Simultanten“ sind unter uns, und sie definieren einen neuen Markt für Produkte, die dem schnellen und parallelen Lebensstil entsprechen.

    sitt

    Das einzige deutsche Adjektiv ohne Gegenteil ist: "durstig". Allerdings gab es 1999 einen Wettbewerb, ausgeschrieben von der DUDEN-Redaktion und der Firma Lipton, bei dem das Wort "sitt" als neues Wort für "nicht mehr durstig" gewonnen hat. "sitt" ist allerdings nur ein Vorschlag, kein verbindliches neues Wort.

    Spacko, -o (W3)

    (E?)(L?) http://www.gfds.de/
    "Spacko" (aktuell aus dem Steuersong von Schröder bzw. Brandt)
    meine Nachfrage bei der Sprachberatung der GfdS (gesellschaft für seutsche Sprache) führte zu folgendem Ergebnis:
    "Spack" = "dürr", "mager", "ausgetrocknet", "hinfällig";
    "Spacko" ist - gegenwartssprachlich akzentuiert - unter diesem Aspekt zu verstehen;
    "-o" ist eine typische Endung für Personenbezeichnungen ("Anarcho", "Normalo", "Realo" etc.).
    Quellenangaben: Heinz Küpper, Illiustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache, Stuttgart, Band 7, 1984 und Grimm'sches Wörterbuch, Band 10.1, 1905
    (A: ulle)

    (E?)(L?) http://www.20min.ch/news/ausland/Slang_glossar.pdf
    (E2)(L1) http://www.mundmische.de/
    Spacko | Spackomat

    (E?)(L1) http://www.ruhrgebietssprache.de/glossar.html


    Spassgesellschaft, Ende der Spassgesellschaft (W3)

    (E?)(L?) http://www.single-generation.de/kritik/thema_spassgesellschaft.htm
    ...
    Eine kurze Begriffsgeschichte
    Der Begriff "Spaßgesellschaft" wurde erstmals in der TAZ vom 23. Januar 1993 verwendet, wenn die Recherche von Lutz HACHMEISTER (Tagesspiegel v. 07.04.2001) korrekt ist. Es ging dabei um Fußball, also ein Phänomen der Freizeitkultur. Damit begann eine Karriere, deren Höhepunkt um die Jahrtausendwende erreicht wurde.
    Seit dem 11. September 2001 hat die Formel vom "Ende der Spaßgesellschaft" Hochkonjunktur. Gestern meldete die Süddeutsche Zeitung, dass ein Verlag bereits das Copyright auf diesen Titel erhoben habe. Klaus PODAK nennt Peter SCHOLL-LATOUR als den vermutlichen Autor. Dies liegt nahe, denn "Peter Scholl-Latour antwortete in dieser Woche in meiner Sendung auf die Frage, was jener Verteidigungsfall, den die Nato beschlossen hat, für die Welt bedeute, mit einem Satz: Das Ende der Spaßgesellschaft" (Michel FRIEDMAN in der SZ v. 18.09.2001).
    Aber der 11. September bedeutet keinen Bruch - wie das SCHOLL-LATOUR behauptet - , sondern er hat nur Tendenzen beschleunigt, die bereits vorher in der Gesellschaft spürbar waren. »Schafft die Spaßgesellschaft ab!« Sonst geht die soziale Lebensqualität in Deutschland verloren betitelte der Freizeitpapst Horst W. OPASCHOWSKI ein Essay in der Zeitschrift Spektrum Freizeit. Forum für Wissenschaft, Politik & Praxis. Das war vor dem 11. September und stellte eher schon den Höhepunkt und nicht der Beginn der Debatte vom "Ende der Spaßgesellschaft" dar.
    ...


    sprachnudel - Sprachnudel
    Wörterbuch der Gegenwartssprache

    (E3)(L1) http://www.sprachnudel.de/
    Spar dein Geld für Sprachreisen, denn diese Seite richtet sich an alle Cracks, Geeks, Homies und Ikonen der verschiedenen Lifestyle-Szenen, indem Sie sprachliche Trends sammelt und Normalbürgern zugänglich macht. Was nicht im Duden steht soll zukünftig hier gefunden werden.

    Welche Wörter sind also angesagt und machen in der Szene die Runde?
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    Die mögliche Wortgeschichte / Wortassoziation muß man sich allerdings meist selbst erschliessen.

    (E?)(L?) http://www.sprachnudel.de/webmaster#wordpress-plugin


    staff, staffen, ausstaffieren (W3)

    Das engl. "staff" wird im Wörterbuch mit vielen Bedeutungen angegeben.
    "staffen" = "mit Mitarbeitern ausstatten"

    stationery-wunder

    (E?)(L?) http://www.stationery-wunder.de/
    In "stationary" steckt "stationär" (frz. "stationnaire") von lat. "stationarius" = "stillstehend", "am Standort bleibend".
    Damit hängt übrigens auch "Staat" zusammen.

    Stationery´s findet man viele im Netz.
    Das Besondere aber hier: sehr viele Briefpapiere sind aus eigenen Photographien entstanden. Die Motive findet Ihr also kein zweites mal im Netz. Zum Teil sind diverse Animationen auch auf meinem Rechner geboren worden.
    Ich lade Euch auf meiner "Spielwiese" ein, ein Ort an dem ich oft zu finden bin, zum Entspannen, zum Knobeln oder einfach um Gefühle auszuleben. Mit der Zeit sind so 344 kleine "Wunder" entstanden, die Euch Geschichten erzählen... (Stand vom 29.6.03)

    T

    thewordcompany
    Betreff: Findung fehlender Worte
    E-Mail-Dialog zwischen Verena Kuni und Adib Fricke

    (E?)(L?) http://www.thewordcompany.de/deutsch/texts/urtux.php
    ...
    Meine Frage ist also: Können Sie mich bei der Findung von Worten, genauer gesagt: der Findung fehlender Worte unterstützen?
    ...


    Tischrechner

    = "Computer"

    translationdirectory - Die neuen deutschen Wörter

    (E?)(L?) http://www.translationdirectory.com/article183.htm


    U

    Überraschungsei

    (E?)(L?) http://www.sammler.com/ueei/
    (E?)(L1) http://www.weltderkobolde.de/GaleriederSchluempfe.html
    Der Boom mit dem ziemlich jungen Sammelgebiet "Überraschungsei-Figuren" (abgekürzt Ü-Eier) wurde durch die optisch sehr gut gelungenen Hartplastikfiguren in den Überraschungseiern der Fa. Ferrero ("Kinderschokolade") ausgelöst. Der Durchbruch dieses Sammelgebietes erfolgte erst in den frühen 90 er Jahren, obwohl schon in den späten 70-er Jahren die ersten Figuren herausgegeben wurden.
    Andere Hersteller wie Bofrost, Nestlé, Onken, Mars, Milka, Haribo, Bahlsen usw. geben nun auch entsprechende Figuren heraus und sollten von den Sammlern beachtet werden.

    Uni Hannover - Jugendsprache, Geschlechtsspezifische

    (E?)(L?) http://www.fbls.uni-hannover.de/sdls/schlobi/jugend/jug_gehrkens.pdf
    Dieses PDF-Dokument trägt den Titel:
    Geschlechtsspezifische Jugendsprache
    - Ein Projekt mit der IGS Roderbruch-

    Uni Mainz - Hackersprache

    (E?)(L?) http://www.fask.uni-mainz.de/user/schwalbach/netneo-Index.html
    (E?)(L?) http://www.fask.uni-mainz.de/user/schwalbach/netneo-5.html
    Neologismen im Internet. Überblick über Hackerkultur und Hackersprache. Untersuchung der Hackersprache unter besonderer Berücksichtigung der Wortbildung.

    Uni München

    (E?)(L?) http://www.sprachwiss.uni-muenchen.de/fachinfo/idg/nnaw/
    Neue Nachrichten von alten Wörtern - eine lockere Sammlung

    Uni Tübingen - Die Wortwarte - Wörter von heute und morgen - Eine Sammlung von Neologismen

    (E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/
    von Lothar Lemnitzer und Tylman Ule
    Gesamtliste alphabetisch vom 13.10.2005
    Zur Zeit befinden sich 19.128 Wörter der angegebenen Kategorie in der Wortwarte.

    Täglich aktualisiert | Die Wörter von heute | Neue Wörter | Das Projekt | Einleitung und Hintergrund | Neues vom Wortwarte-Team | Archiv - Gesamt | Gesamtliste | Themenlisten | Jahr 2000 | Jahr 2001 | Jahr 2002 | Jahr 2003 | Jahr 2004 | Jahr 2005

    Hintergrund: Unendliche Weiten | Entdecktes und Unentdecktes | Lexikalisierung | Die Umrisse neuer Wörter | Wie kann man bei uns Neuwort-Kandidat werden? | Führung durch unser Angebot | Literatur zum Thema


    (E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/heute.html
    Die Wörter von heute.

    Die Wortwarte - auf der Suche nach den Neuwörtern von morgen
    Stichwörter: Neologismen, Wörter von morgen, Lexikographie
    Mit der Auswahl neuer Wörter möchten wir nicht nur ihr mentales Lexikon in Form halten, sondern auch: Der Beispielbeleg (BSP) samt Quellenangabe (QUELLE) bildet das Herzstück der Beschreibung.


    (E?)(L?) http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wissenschaft/sonstiges/334472
    Die deutsche Sprache entwickelt sich. Das verfolgt der Sprachforscher Lothar Lemnitzer im Internet. Er fahndet nach neuen Begriffen, die plötzlich auftauchen, und beobachtet, ob und wie schnell sie sich einbürgern.

    Es gibt Sternwarten. Es gibt Wetterwarten. Und was viele nicht wissen: Es gibt auch eine Wortwarte. Die hat weder etwas mit Himmelskörpern noch mit Windrichtungen zu tun. Es handelt sich um eine Internetseite, auf der Lothar Lemnitzer der deutschen Sprache beim Wachsen zusieht.
    ...


    (E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/alphabetisch/
    Alle A-Wörter

    A-Filter-Verfahren | A-hoch-zehn-Affäre | A-Kids-Store | A/V-Funktion | AACSB-Akkreditierung | Abbiegeassistent | Abbildungslimit | Abbrecher-Portal | abbrezeln | ABC-Polizei | abcachen | abchillen | abchillen | abdiskontieren | Abeitsvermittlungssendung | Abendhandel | Abendsichtbarkeitschance | Abendtalk | Abenteuer-Themen-Park | Abenteuergame | abenteuerurlaubsgerecht | Abenteuerüberdachung | Aberglauben-Dienstleister | abermausend | Aberrometer | Abfall-DNA | Abfallablagerungsverordnung | Abfallcode | Abfallrahmenabkommen | Abfallsystematik | Abfallübereinkommen | Abfindungshandel | Abfrage-Nummer | Abfragedienst | Abfragegeschwindigkeit | Abfragemaske | Abfrageshow | Abfrageshow | Abfragesoftware | Abfälscheffekt | Abfüllroboter | Abgabeverordnung | Abgas-Bypass | Abgasgesetzgebung | Abgasrecht | Abgasrückführungskonzept | Abgasrückführungsregelung | Abgaszertifizierung | abgelegte-Gurken-Effekt | Abgeltungsgesetz | Abgeltungssteuergesetz | Abgeltungssteuern | Abgeordnetenregel | abgesafet | Abglanzkultur | Abgreifprodukt | abhedgen | Abholautomat | Abhängigkeitsökonomie | Abhörbox | Abhörschnittstelle | Abhörstandardisierung | Abikultur | Abikultur | Abisite | Abitur-Expressklasse | Abklinglager | Abkoppelungschoreografie | Abkühlpause | Abkürzungswegweiser | Ablationskühlung | Ablaufkanal | Ablaufmanagement | Ableitsystem | Ablenkungsmanagement | Abluft-Jalousie | abmahnfähig | abmahnungsfähig | Abnahme-System | Abnehm-Aktion | Abnehm-Show | Abnehmküche | Abnehmshow | Abnutzungskandidatur | Abo-Kanal | Abo-Musikdienst | Abo-Verfahren | Abo-Webmusikdienst | Abomodell | Abonnement-Modell | Abonnements-Fernsehangebot | Abonnements-Texter | Abonnentenjäger | Abortgesetz | Abortprüfer | About-Weihnachtswörterbuch | abrakadabresk | Abreger | abreichern | Abriegelungsimpfung | Abrisslook | Abruf-Fernsehen | Abrufzahl | Abrüstungskrieg | Absageagentur | Absageagentur | Absageagentur | Absatzwarnung | Abschalt-Timer | Abschaltnovelle | 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Abstiegs-Playdown | Abstimmungsbutton | Abstimmungstool | Abstinenz-bis-zur-Heirat-Programm | Abstinenzkarte | Abstinenzkasse | Abstraktionszumutung | abstrippen | Abstumpfungsprogramm | Abstumpfungsprogramm | Abstumpfungsprogramm | Abstumpfungsprogramm | Absturz-Service | Absturz-Tourismus | Absturzkorridor | Absturzparty | Abstürz-Eckpinte | Absurdokommunist | absurfen | absurfen | Abtanztempel | Abtelefonierer | Abtelefonierer | abtouren | abtouren | abtouren | Abtreibungsmedikament | Abtörner | Abtörnung | Abuse-Adresse | Abverkaufsmarke | Abverkaufswerbung | Abwanderungsverhinderungsgesetz | Abwanderungsüberschuss | Abwegigkeitsquotienten | Abwehrgen | Abwehrsoftware | Abweise-Service | Abwesenheitsassistent | Abwesenheitsassistent | Abwesenheitsgeld | Abwicklungshaus | Abwärts-Geschäft | Abwärts-Geschäft | Abwärtsgap | Abwärtsgap | abziehbildgierig | Abziehpille | Abzockbörse | Abzocker-Dialer | Abzugssteuer | Ac-Hoc-Mitteilung | Access-Providing | Access-Technologie | 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Actionschocker | Actionshooter | Actionskiing | Actionskiing | Actiontanz | Actiontitel | Actiontrick | Active-Black-TFT-Technik | Active-Denial-Kanone | Active-Tarif | Active-X-Dialer | Active-X-Script | Active-X-Steuerelement | Activepilot-Navigation | Activewear-Kollektion | ActiveX-Steuerelement | Ad-hoc-Aussendung | Ad-hoc-Büro | Ad-hoc-Erklärung | Ad-hoc-Funknetz | Ad-hoc-Funknetzverbindung | Ad-hoc-Kanzler | Ad-hoc-Kommunikationsmanager | Ad-hoc-Nahbereichs-Vernetzungssystem | Ad-hoc-Networking | Ad-hoc-Netz | Ad-hoc-Netzwerk | Ad-hoc-Notiz | ad-hoc-pflichtig | Ad-Hoc-Politiker | Ad-hoc-Sachbearbeiter | Ad-hoc-Veröffentlichung | Ad-hoc-Veröffentlichung | Ad-hoc-Warnung | Ad-Impression | Ad-Impression | Ad-Impression | Ad-Impressions | Adabei-Effekt | Adaboost-Lernverfahren | Adapterprotein | adaptionistisch | Adaptiv-Frontairbag | Adaptivität | Adaptronik | Add-on | Add-On-Karte | Add-on-Lösung | Add-On-Manager | Add-on-Manager | Adhoc-Meldung | Adhoc-Netz | Adhocratie | 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Alarmgesicht | alarmistisch | Alarmuhr | albtraumatisch | Album-Release-Party | Albumtracklist | Alcopop | Alcopop-Brausepulver | Alcopopsteuer | Aldi-Flieger | Aldi-Generation | Aldi-Mentalität | Aldi-tauglich | Alert-on-LAN-Technik | ALG-II-Antragsteller | Alg-II-Land | Algenüberwachungsdienst | ALGII-Empfänger | Alias-Adresse | Alias-Identität | Alibi-Ich-AGlerin | Alice-im-Wunderland-Ökonomie | Alice-Schwarzer-Bashing | Alko-Brause | Alkohol-Falle | Alkohol-Mix-Getränk | Alkoholiker-Gadget | Alkohollevel | Alkoholmixgetränk | alkoholähnlich | Alkopop-Drink | Alkopopsteuer | Alkopopsteuer | Alkotester | All-Alone-Attitüde | All-Area-Party | All-Arten-Stiftung | All-Funk | All-Funk | All-in-Fee | All-in-one-Alternative | All-in-one-Ausbildung | All-in-one-Drucker | All-in-One-Lösung | All-in-One-PC | All-in-one-Rechner | All-in-one-Tool | All-in-Paket | All-Inclusive-Anlage | All-inclusive-Armband | All-Inclusive-Armband | All-Inclusive-Bartresen | All-Inclusive-Dienst | 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