Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Onomatopöie (Lautmalerei), Onomatopeya, Onomatopée, Onomatopea, Onomatopoeia

A

Antonomasie (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/

(grch., "Umnennung"), Die "Antonomasie" ist eine Umschreibung des Eigennamens einer Person durch Nennung einer ihrer Eigenarten oder Charakteristika. (z.B. "der Galiläer" für Jesus, "der Glöckner von Notre-Dame", "der Sonnenkönig" für Ludwig XIV, "Rächer der Gerechten" für Robin Hood).

Des Weiteren handelt es sich um eine "Anatomasie" wenn eine Person z.B. als "kleiner Goethe" oder als "kleiner Beethoven" bezeichnet wird. Der Zweck ist die sprachliche Variation bzw. die ergänzende Charakterisierung einer Person.

(© blueprints Team)


au
aua
autsch (W3)

Die Schmerzensrufe "au", "aua" und "autsch" dürften lautmalerischen Ursprungs sein und aus der Kindersprache entstanden sein.

Wenn jemand eine bessere bzw. weiter reichende Erklärung hat, möge er sie bitte mitteilen.

(E?)(L?) http://www.autsch.de/
Die Tags vom 02.07.2007:


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(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=1010200

02.07.2007 | 12:00 Uhr
Nix für Weicheier - autsch.de startet neu durch / Das Humorportal prämiert die besten Uploads mit exklusiven Gewinnen
Frankfurt (ots) - Haushaltsunfälle, schmerzhafte Fahrradstürze oder modischer Fehlgriff - wer kennt sie nicht, die kleinen und großen Pannen des Alltags, bei denen es einfach nur "autsch" macht? Das Unterhaltungsportal http://www.autsch.de startet als gnadenlose Humor-Website im deutschsprachigen Internet neu durch. Mehr als je zuvor spiegelt das schreiende Männchen auf der Startseite den Inhalt der Website wieder: "Immer da, wo es weh tut!"
...


B

bautz



Buhei
Bohei (W3)

(E?)(L?) http://www.tobiasthelen.de/woerter.html


(E1)(L1) http://www.redensarten-index.de/
Folgenden Beitrag bekam ich von einem freundlichen Besucher geschickt (der sich wiederum auf einen weiteren Gewährsmann bezieht):

"Buhei" kennt jeder, aber wo kommt das her?
Zu dieser Frage hat mir Rüdiger Weingarten dankenswerter Weise eine Antwort geschickt:
1. Das Wort heißt tatsächlich "Buhei". Ich bin fälschlicherweise auch mal von "Bohei" ausgegangen. Man denkt dann: Das ist bestimmt japanisch, vielleicht eine Art Kampfsport oder so etwas wie ein Bonsai.
2. Nein, es ist gut Deutsch, und kommt von "Buh" und "hej" Also einer bestimmten Art von Geschrei. Man hätte auch bilden können: "Gebuhe" "Geheje" - aber es wurde "Buhei".
(A: pefu)

Im Redensarten-Index findet man: "ein grosses Buhei / viel Tamtam um etwas machen".

C

D

dropsen



E

F

G

gereimt

(E?)(L?) http://stilmittel.gereimt.de/


grrr



grunzen



H

I

J

K

kikeriki



Klickeradoms (W3)

(E?)(L?) http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2215701,00.html


(E?)(L?) http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2291670,00.html

Klickeradoms und Kladderadatsch - Nicht alles lässt sich ergründen. Das Phänomen der Lautmalerei bildet da keine Ausnahme.
...
"Klickeradoms" macht es, als der gleichermaßen verliebte wie vernaschte Kater Munzel in Panik aufs Kaminsims springt und jene Venusfigur herunterreißt, der wir - indem sie zerschellt - das einmalige "Klickeradoms" verdanken. Gibt es einen treffenderen Ausdruck für diese ins Wackeln gekommene und das Gleichgewicht verlierende Gipsfigur, die - man hört gleichsam wie sie zerspringt - von ihrem angestammten Platz herniederstürzt und zerschellt?
...


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Klickeradoms
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Klickeradoms" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

Erstellt: 2011-05

Klitsch (W3)

Dt. "Klitsch" ist ein lautmalerisches Wort, das das Geräusch zweier aufeinandertreffender weicher Körper nachahmt. Mit der Zeit wurde die Bezeichnung auch auf verschieden Massen übertragen (18. Jh.), die ein solches Geräusch hervorbringen können, wie etwa "ein Stück Butter", "klebrige Erde", "Teig" oder auch "Lakritz", deren Eigenschaft dann auch als "klitschig" bezeichnet wurde.

Adelung schreibt dazu:


Der "Klitsch", des -es, plur. die -e, ein im gemeinen Leben übliches Wort, denjenigen Schall auszudrucken, welcher entstehet, wenn man einen weichen, zusammen klebenden Körper an einen andern eben so weichen, oder auch an einen festern wirft oder schlägt, und welcher ein "heller Klatsch" ist. Ingleichen ein Schlag, welcher diesen Schall hervor bringt. Figürlich auch, ein Stück eines solchen zähen Körpers, welches denselben hervor bringen kann. Ein Klitsch Butter, ein Stück von unbestimmter Größe; ein Klecks. Ein Klitsch Teig, Lehm u. s. f. Daher das in den niedrigen Sprecharten übliche Bey- und Nebenwort "klitschig", für "teigig". Das Brot ist "klitschig", wenn es "nicht ausgebacken" ist; Nieders. "klitzig", "klidderig".

"Klatsch", ein unabänderliches und besonders im gemeinen Leben übliches Wort, denjenigen Schall nachzuahmen, welcher entstehet, wenn gewisse weiche Körper gegen eben so weiche oder gegen harte beweget werden, z. B. wenn man in der Hand gegen eine Wand u. s. f. schläget. Daher der "Klatsch", des -es, plur. die -e, so wohl dieser Schall, als auch der Schlag, welcher denselben hervor bringet. Jemanden einen Klatsch geben, einen solchen Schlag mit der flachen Hand. Lautet ein solcher Schlag feiner oder klärer, so wird er auch wohl ein "Klitsch" genannt. Im Engl. "Clash", im Holländ. "Klets". S. "Klatschen".


(E?)(L?) http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/detailansicht.php?Artikel=Klitsch&Eintrag1=3136

"Klitsch"
bedeutet "Lakritz" Klitsch mach ich nich, da krieg ich Herzklabastern von.
...


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/k.php

klitschnass; klatschnass


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

ARSCHKLITSCH, m. | klitsch | klitsch, m. | klitschangel, f. | klitschig | klitschklatsch, m. | klitschnasz | klitschrose, f. | klitschrot


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Klitsch | KlitschAngel | Klitschig


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/RhWB/

| Biestklitsch | Butterklitsch | Erdapfelsklitsch | klitsch | Klitsch | klitsch I | Klitsch I | Klitsch II | Klitsch III | klitsch II | Klitsch-auge | Klitschblume | Klitschburg | Klitschhändchen | klitschig | Klitschknochen | Klitschkoll | Klitschkraut | Klitschmilch | klitschnass | Klitschpapa | klitschrot | Klitschstein | Klitschwinkel


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Klitsch
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Klitsch" taucht in der Literatur um das Jahr 1790 auf.

Erstellt: 2013-01

L

M

miau



muh, Mysterium, mot, Motto, Maul, aufmucken

soll auf das lautnachahmende ide. "*mu" zurückgehen. Daraus sind dann hervorgegangen das griech. "mýllon" = "Lippe" (und aus griech. "myein" = "sich schließen" das "Mysterium"), das lat. "mugire" = "brüllen"; aber auch das frz. "mot" = "Wort", das "Motto" = "der Leitspruch" und auch das "Maul". In "aufmucken" und "sich mucksen" sind noch Zwischenformen erkennbar.
Seltsam ist (wie in anderen Fällen auch), dass "Maul" auf Menschen bezogen beleidigend wirkt, das kleine Maul, das "Mäulchen" aber zu verbalen Liebkosungen benutzt wird.

Mutter, mère, mother (W3)

Das Wort für den weiblichen Elternteil zieht sich durch alle Sprachen. Von ig. "*mater" über griech. "meter", lat. "mater", ahd. "muoter" bis zu frz. "mère" und engl. "mother".
Der "Kluge" vermutet, dass dem Wort die Lautgebärde "ma" für "Mutterbrust", "Mutter" zu Grunde liegt.
Interessant sind die vielen Übertragungen wie "Mutter Erde", "Schraubenmutter" usw. (s.a. den Link)

N

O

Oma (W3)

Die arme Grossmutter ist eine Verunstaltung durch die Kindersprache. Die Mutter sagte dem Kind: "Das ist die Grossmama." und das Kind wiederholte "omama" oder noch kürzer "oma". Der zuhörende Vater - sprachfaul, wie die Männer nun 'mal sind - übernahm freudig diese Kurzbezeichnung. Und so wurde aus der "Grossmama" die "Oma".

Interessant ist dass in "Onomatopöie", der latinisierten Bezeichnung der "Lautmalerei" auch ein "oma" steckt.

Onomatopöie (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Onomatopöie


"Onomatopöie" heißt Lautmalerei (griech. "ónoma", "onómatos" = "Name", griech. "poiein" = "machen", "verfertigen", "dichten" (vgl. "Poesie"), ("onomatopoiia" = "das Namenmachen"). "Onomatopoetische" Ausdrücke sind lautmalerische und geräuschnachahmende Wörter wie "muh", "wauwau", "kuckuck", "kikeriki" und "plumps".
Damit dürfte eine weitere Ableitung unnötig oder sogar unmöglich sein. Aber vielleicht haben auch diese Worte noch eine Vergangenheit.

P

peng



platsch



plumps



Q

Quatsch



quietsch



R

S

squasch



T

töff



Trara machen (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
"Trara" ist ein Schallwort, dass vom Klang der Trompete oder des Posthorns hergeleitet wurde. Im Gegensatz zu heute wurde es früher nicht nur negativ verwendet. So schreibt Theodor Fontane in "Gesammelte Werke" (1905): "Um die sechste Stunde kam sie wirklich mit Lärm und "Trara", weil Leisesein nicht ihre Sache war".
Wenn wir heute sagen "Mach kein großes Trara", dann bitten wir den anderen nicht viele Umstände bzw. nicht viel Lärm und langes Gerede um etwas machen.
© blueprints Team

U

V

W

wauwau



X

Y

Z