Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Paare, Wortpaare, Zwillingsformel

Paar (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Paar
Als Paar bezeichnet man üblicherweise zwei zusammengehörige Teile (z. B. Das Paar Schuhe).

Zwillingsformel (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Zwillingsformel
Das Kennzeichen von Zwillingsformeln (auch Paarformel oder Binomial) ist ein formelhaftes, gemeinsames Auftreten zweier durch "und" (oder andere Bezeihungsbegriffe) verbundener Worte in der Form "A und B".
Zwillingsformeln sind Ausdrücke, die stets oder überwiegend als Phrase auftreten.
Dabei können sie semantisch in unterschiedlicher Beziehung zueinander stehen: als Kontrast (heiss und kalt), als Synonym (Angst und Bange) oder als Homonym (Hand in Hand).
Neben den Paarformeln gibt es auch noch Dreierformeln (wie "Sommer, Sonne, Strand" oder "er kam, sah und siegte") oder auch einige Viererformeln (wie "Feuer, Flamme, Schall und Rauch"). Beispiele sind auf dieser Seite genug zu finden.)


A

ab und zu (W3)



Ach und Krach (W3)



Adam und Eva (W3)



Anfang und Ende (W3)



Angst und Bange (W1)

(E1)(L1) http://www20.wissen.de/xt/default.do?MENUID=40,95,4289
"Angst und Bange" (ursprünglich: "beange") sind beide vom selben Adjektiv "eng" abgeleitet sind.

Arsch und Friedrich (W3)



auf und ab (W3)



B

Bausch

pauschal

Pauschale

Pauschalreise

Bausch und Bogen, Bausch, pauschal, Pauschale, Pauschalreise (W3)

In "Bausch und Bogen" (verurteilen) = "rundweg", "absolut" wird laut "Grimm" schon 1854 zitiert: "bausch" heiszt die auswärts, "boge" die einwärts gehende fläche. Das heisst also: "im Ganzen, nicht ins Einzelne gehend".
Aus "Bausch" entwickelte sich das neulat. Kanzleiwort "pauschalis", heute "pauschal" und die "Pauschale". Darauf geht auch die "Pauschalreise" zurück.

Beutel und Most (W3)



Biegen und Brechen (W3)



Bier und Wein (W3)



Bienchen und Blümchen (W3)



Bock und Gärtner



C

Caesar und Cleopatra (W3)



Christiane und Goethe (W3)



D

Daphnis und Chloe (W3)

(Longos)

David und Goliath (W3)



Denker und Henker (W3)



Dick und Doof (W3)



dick und dünn (W3)



dies und das (W3)



drauf und dran sein (W3)



drueber und drunter (W3)



durch und durch (W3)



E

Eile mit Weile (W3)



Einmal ist Keinmal (W3)



Emil und Franz - verfranzen, sich

Der Ausdruck 'sich verfranzen' geht angeblich auf eine Sitte in der Fliegerei zurück. Zu Zeiten des Sichtflugs (vielleicht auch noch heute) hieß der Pilot 'Emil' und der Copilot 'Franz'. Hatte der Copilot einen schlechten Tag, konnte es sein, dass man ein paar Irrflüge unternahm, sich also verfranzte. (Diese Herleitung wurde mir von einem älteren Mitbürger (d.h. von einer seriösen Quelle) mitgeteilt.)

erstunken und erlogen (W3)



ex und hopp (W3)



F

Fehl und Tadel, ohne (W3)



Feuer und Flamme

(E?)(L?) http://dw-world.de/german/0,3367,2952,00.html
(E?)(L?) http://dw-world.de/german/0,3367,2238,00.html
(E?)(L?) http://dw-world.de/german/0,3367,2239,00.html
In den Archiven der Deutschen Welle "Alltagsdeutsch 2001 / 2002" findet man zu einigen sprachlichen Besonderheiten Hinweisen zur Herkunft wie "Feuer und Flamme" oder "Liebe, Zank und Leidenschaft".

Feuer und Schwefel (W3)



Feuer und Wasser (W3)



Fisch und Fleisch (W3)



fix und fertig (W3)



Fix und Foxi (W3)



Fluch und Segen (W3)



frank und frei (W3)



Freud und Leid (W3)



fromm und frei (W3)



Fug und Recht, mit (W3)



G

gang und gäbe = 'allgemein üblich sein'

(E1)(L1) http://www.redensarten-index.de/
Das mit "gehen" zusammenhängende "gang" ist in der Form "im Gange sein", "gängig" oder "umgehen" ja noch nachvollziehbar. Das altindische "janghala" hat z.B. die Bedeutung "schnellfüßig". Aber was soll das "gäbe", das es nur noch in dieser Verbindung gibt?
Das altnordische "gaefr" = "gut", "tüchtig", "annehmbar", "dienlich" geht hier in der Bedeutung "annehmbar" ein.
Ursprünglich bezog sich der Ausdruck auf Münzen die "geläufig und annehmbar" waren. D.h. es waren Münzen, die man unbedenklich als Zahlungsmittel entgegen nehmen konnte. Dann bezog es sich auch auf Waren und schließlich auf alle möglichen Objekte.

ganz und gar (W3)



Glanz und Gloria (W3)



Grau in Grau (W3)



Gross und Klein, groß und klein (W3)



Grund und Boden (W3)



Gut und Böse (W3)



gut und gern (W3)



H

Hand in Hand (W3)



Handel und Wandel (W3)



Hase und Igel



Haus und Hof (W3)



Heller und Pfennig (W3)



Hemd und Hose (W3)



hier und heute (W3)



hier und jetzt (W3)



hin und her (W3)



hin und wider (W3)

(im Sinne von 'hin und zurück'?)

Hinz und Kunz

Im Mittelalter kamen die Vornamen 'Heinrich' und 'Konrad' so oft vor, dass man sie in dieser abwertenden Formel für 'einen x-beliebigen Menschen' gebraucht wurden.

Hopfen und Malz, Gott erhalt's (W3)



Hülle und Fülle, in (W3)



I

Immer und Ewig (W3)



J

jetzt und immerdar (W3)



Jung und Alt (W3)



K

Katz und Maus (W3)



Kind und Bad (W3)



Kind und Kegel (W3)



Klaus und Klaus (W3)



klein aber mein (W3)



Kramer gegen Kramer (W3)



Kraut und Rüben (W3)



Krieg und Frieden (W3)

war der Titel eines Romans von Lev Nikolaevic Tolstoj.

kurz und gut (W3)



L

Land und Leute (W3)



Leib und Leben (W3)



Liebe und Leid (W3)



Lug und Trug (W3)



M

Mann und Frau (W3)



Mann und Maus (W3)



Max und Moritz (W3)



mehr und mehr (W3)



Messer und Gabel, mit (W3)



Mutter und Tochter (W3)



N

nach und nach (W3)



nah und fern (W3)



nie und nimmer (W3)



null und nichtig (W3)



O

Oel und Essig (W3)



P

Pauken und Trompeten, mit (W3)



Pech und Schwefel (W3)



Pferd und Wagen (W3)



Pontius und Pilatus (W3)



Q

R

Ramba Zamba, Ramba-zamba (W3)

21.05.2005:
Ich begrüsse sie aus der Mongolei. Ich möchte wissen was das Begriff "Ramba Zamba" ist. Hat dieses Wort gute oder schlechte Bedeutung? Bitte informieren sie mich. Ich werde sehr freuen ihre antwort. Danke
Javkhaa

Neben der Aussage, dass es sich um eine lautmalerische Wortbildung handelt, gibt es auch Hinweise, dass sich der umgangssprachliche Ausdruck für "Krach", "Aufruhr" von Rumba/Samba herleiten lässt.

Möglicherweise stand auch das span. "caramba" = "Donnerwetter" Pate.

de-marken

Caramba (W3)

(E?)(L?) http://www.ermel.org/usenet/desd/marken.txt
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/
(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Spanish_expressions_in_common_English


Rand und Band - ausser Rand und Band (W3)

Der HR3 bringt seit einigen Monaten (2003/2004) einen Sketch zum Thema "Ein Kanzler ausser Rand und Band". Welche Ränder soll denn der Kanzler überschritten haben?
Die Herstellung von Wein lag den Menschen schon mindestens seit den Römern am Herzen. Allerdings verwendete man in früheren Zeiten noch Holzfässer, um den Wein reifen zu lassen. Wenn nun der Wein z.B. beim Ein- oder Umfüllen über den Rand trat, bedauerten dies alle Beteiligten. Genauso schlecht war es, wenn die seitlichen Bretter ("Dauben" genannt) aus dem oberen oder unteren Eisenring traten, also aus dem Band rutschten, das sie zusammenhielt. In beiden Fällen ging ein gewisser Anteil dem Bruttoweinprodukt und damit dem Bruttoweinkonsum verloren.

Rang und Namen - alles, was Rang und Namen hat (W3)



rank und schlank (W3)



rein und raus (W3)



Ritsch Ratsch (W3)



Rock'n Roll (W3)



Roß und Reiter (W3)



Rot und Schwarz (W3)

(Stendhal)

ruck-zuck, innerhalb von ruck-zuck (W3)

Der Ausdruck "innerhalb von ruck-zuck" zur Bezeichnung einer kurzen Zeitspanne kann nur in einem Bundesland geprägt worden sein. Es wurde in den 90er Jahren (1990-) von einem Breitfurter Mitbürger geprägt.

Er ist ein Beispiel, in dem Form und Inhalt in unmittelbarer Ergänzung ja fast Identität auftreten. Ein kurzer Ausdruck für eine kurze Zeit. Da soll noch 'mal einer behaupten, die Saarländer hätten nur "Weck un Lioner im Kopp".

"ruck-zuck" setzt sich übrigens zusammen aus einer Form von "rücken" = "kurz heftig Bewegung" und "zucken", das mit "ziehen" zusammenhängt und etwa "heftig ziehen" bedeutet. Damit ergibt sich für "ruck-zuck" = "schnell stoßen und ziehen", "schnell hin und her bewegen".

S

Samt und Seide (W3)



Saus und Braus (W3)



schalten und walten (W3)



Schimpf und Schande (W3)



Schritt und Tritt, auf (W3)



Speis und Trank (W3)



Stock und Stein (W3)



Strich und Faden (W3)



Stumpf und Stil (W3)



T

tief und fest schlafen (W3)



Tisch und Bett (W3)



Tod und Teufel (W3)



Tom und Jerry (W3)



Tür und Angel, zwischen (W3)



Tür und Tor (W3)



Tuten und Blasen, von Tuten und Blasen keine Ahnung haben (W3)



U

ueberall und nirgends (W3)



V

Vater und Sohn (W3)



Versuch und Irrtum (W3)



W

Wasser und Brot (W3)



Wasser und zu Lande, zu (W3)



Wein, Weib und Gesang (W3)



weit und breit (W3)



Wissen und Gewissen, nach bestem



Wohl und Wehe (W3)



Worte und Taten (W3)



X

Y

Z

Zucker und Salz (W3)



Zuckerbrot und Peitsche (W3)



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