Genau ist es nicht mehr nachzuvollziehen, aber es geht vermutlich zurück auf "Alb-raunen".
Der "Alb" entstammt der Familie der "Elfen" mit "Alberich" als "Elfenkönig". Er setzte sich nachts auf die Brust des Schlafenden und verursachte ihm "Albträume" bzw. "Alpträume".
Das "leise Sprechen" nennt man auch heute noch gelegentlich "raunen". Dieses geht weiter zurück auf die "Rune", ahd. "runa" = "Geheimnis", "(heimliches) Geflüster". Davon erhielten die "geheimnisvollen Zeichen der Germanen die Bezeichnung "Runen" bzw. "Runenschrift".
Und irgendwie mengte der Volksglaube das "menschenähnliche Aussehen" der Wurzel mit dem Murmeln von mystischer Handlungen zu "Alraune".
B
Blume - etwas durch die Blume sagen, Floskel (W3)
Der Ausdruck für eine "verhüllte Andeutung" wurde von zwei Voraussetzungen begünstigt. Einmal hatten in früheren Zeiten (und wohl auch heute noch) Blumen eine bestimmte Bedeutung, so dass man ganz real "Blumen sprechen lassen" konnte/kann. Zum anderen wurde eine üppige Sprache in der Rhetorik schon recht früh als "Flosculus" = "Blümchen" (eingedeutscht "Floskel") bezeichnet. Und so kann man eben auch in übertragenem Sinne "etwas durch die Blume sagen".
Bohnenstroh - dumm wie Bohnenstroh (W3)
"Wie man sich bettet so liegt man." Das kennt man schon. Es gilt aber auch: "Wie man sich bettet so denkt man".
Ärmere Menschen, die sich Stroh zum betten nicht leisten konnten mussten sich mit dem Kraut der Bohnen, dem "Bohnenstroh" zufriedengeben. Aber wo schon das Geld zum guten Schlafen fehlt, fehlt meist auch das Geld zur Bildung. Und so gab es eine gewisse Relation zwischen der Verwendung von Bohnenstroh und Bildungsstand des darauf gebetteten.
botanikus - botanische Namen Datenbank
(E?)(L?) http://www.botanikus.de/
...
Botanikus stellt Ihnen 2 Botanik-Datenbanken zur Verfügung. Zum einen eine Bilder-Datenbank mit über 3500 Fotos sowie eine reine Text-Datenbank zum Übersetzen von über 7300 Pflanzennamen.
...
(E?)(L?) http://www.botanikus.de/Botanik-Datenbank.pdf
Auf der Text-Datenbank finden Sie über 7000 Datensätze, bestehend aus den botanischem Namen und den dazugehörigen deutschen Bezeichnungen. Mit dieser Datenbank können Sie für botanische Pflanzennamen die deutsche Bezeichnung finden und natürlich auch umgekehrt.
Die Datenbank ist geordnet nach dem botanischen Namen.
Busch - mit etwas hinterm Busch halten (W3)
Mit der Erklärung für diese Redewendung möchte ich nicht hinterm Busch halten.
Es gab Zeiten, da war das Reisen noch etwas unsicherer. Hinter jedem Busch konnten sich Wegelagerer versteckt halten, um einen Wanderer oder eine Kutsche zu überfallen. Im Krieg konnten sich auch grössere Einheiten hinter Büschen und kleinen Wäldchen versteckt halten. Und nicht selten konnten Truppenteile, die man hinterm Busch gehalten hatte, kriegsentscheidend sein.
Z Zaubernuss | Zaunrübe | Zirbelkiefer | Zwergrohrkolben
Clematis (W3)
Die "Clematis" geht zurück auf griech. "klema" = "Zweig", "Rute", "Weinrebe" und griech. "klematis" = "Kletterpflanze". Nach England kam "Clematis" Mitte des 16. Jh.
In England findet man "Clematis" auch als weiblichen Vornamen.
Wer einen Garten hat oder sogar einen landwirtschaftlichen Betrieb, für den dürfte "Dünger" nichts Unbekanntes sein. Und dass "Dünger" etwas mit "Dung" zu tun hat, erfährt man schon, wenn einem die Nachbarin rät, die Rosen mit "Pferdedung" zu "düngen" und für die Überwinterung abzudecken.
Aber was hat es nun sprachlich mit dem "Dünger" auf sich?
Man ist sich zwar nicht hundertprozentig sich, aber alle Quellen gehen in etwa von folgendem Sachverhalt aus:
Der "Dünger" in seiner heutigen konzentrierten Form hat seinen Namen vom Verb "düngen" erhalten. Und "düngen" ist das Anreichern der Erde mit Nährstoffen. - Aber das war anscheinend nicht immer so. In Zeiten, in denen man auf langfristige Felderbewirtschaftung noch keinen Wert legte, dachte man auch noch nicht ans "Düngen". Wenn die Erde nichts mehr zum Leben bot, packte man die Koffer und zog weiter. Dennoch hatte man auch da schon das Problem des Winters. Und so nutzte man den Dung der Tiere einmal zum Feuern aber vor allem auch zum isolieren, zum Abdecken der Vorratsräume und Webkammern (soweit man eben von Räumen sprechen konnte). Und das ist nun auch die vermutliche Quelle: "Dung" = "das Bedeckende".
Der Begriff blieb einmal an dem Deckmaterial hängen, auch nachdem man längst andere Materialien zum Abdecken von Hütten und Häusern benutzte. Man fand also eine neue Verwendung für den "Dung", nämlich das "Düngen". Und der "Dünger" hat diese Bezeichnung übernommen, auch wenn er weder etwas mit dem ursprünglichen "bedecken" noch mit dem ursprünglichen Deckmaterial gemein hat.
Andererseits ist der ursprüngliche Begriff aber auch auf das "Bedeckte" übergegangen. So gibt es z.B. noch ein aengl. "dung" und ein - mittlerweise auch schon etwas antiquiertes - "dungeon" = "Kerker, Verlies". Im anord. "dyngjy" = "Frauengemach" und im lit. "dengti" = "decken" kann man noch Spuren davon erkennen.
Was mir weiterhin aufgefallen ist - auch wenn davon nichts in den Lehrbüchern steht - ist die Nähe zur lat. "tunica" = "Untergewand, Haut, Hülle", die wie "tünschen" auf die Bedeutung "be-, verdecken" zurückgeht. Und gibt es nicht auch heute noch Erdenbewohner, die ihre Häuser mit "Dung" "tünschen"?
Ich hoffe, ich konnte damit etwas zur "Entdüngung" des "Düngers" beitragen.
E
echinocereus - Was ein Pflanzenname bedeutet? - What does a plants name mean?
(E?)(L?) http://petri-apotheke-olching.de/themen/pflanzen/efeu.htm
"Efeu" - Hedera Helix L. Hedera ist der lateinische Name des "Efeu", der schon bei Virgil und Plinius gebraucht wurde. Die Etymologie ist unsicher. Sie geht von einer indogermanischen Wurzel "ghed" in der Bedeutung "umklammern" aus. "Helix" bezeichnet bei Plinius ebenfalls "Efeu" oder ein efeuähnliches Gewächs und wird vom griechischen "helissein" = "winden", "herumdrehen" abgeleitet. Geschichte In der Antike galt die Pflanze als ...
Der lateinische Name "Hedera" leitet sich vom griechischen Wort "hedra" = "Sitzen" ab und bezieht sich auf die Haftwurzeln des Efeus. Das Wort "helix" kommt von "helissein" = "winden", "herumdrehen" und drückt seine Wuchsform aus.
Eisenkraut, Stahlkraut (W2)
(E2)(L1) http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/pflanzen/eisenkraut.htm
Stahlkraut Pflanzenwelt Verbena officinalis
...
Vorzeiten soll die Pflanze bei der Verhüttung von Eisen eingesetzt worden sein, indem man das Kraut der Schmelze zugab und der in ihr enthaltene Kohlenstoff das Metall härtete. Daher stamme auch der Name der Pflanze "Eisenkraut", "Stahlkraut".
...
Der "Fingerhut" verdankt seinen Namen seinen großen, trichterförmigen Blüten.
Der wissenschaftliche Name des dt. "Fingerhut" hat den gleichen Ursprung wie "Digital", "digitalisieren", "Digitalisierung". "Digitalis" geht zurück auf lat. "digitus" = "Finger", "Zehe". Allerdings ist "Digitalis" die Mitte des 17. Jh. auftretende neulateinische Übersetzung des deutschen Namens "Fingerhut".
Ein anderer deutscher Name ist "Elfenhandschuh" weil man diese Pflanze ins Reich der Elfen versetzte. Im Volksglauben fertigten sich die Elfen Kleider und Handschuhe aus den Blüten.
In England heißt "digitalis" auch "foxglove" (1542) = "Fuchshandschuh".
(E?)(L?) http://euphemismen.de/index.php?ebene=Suche&kw=Fingerhut
(E?)(L?) http://www.fingerhutmuseum.de/
Das Fingerhutmuseum ist das bisher weltweit einzige Spezialmuseum dieser Art.
Es befindet sich in Creglingen, direkt an der Romantischen Straße, zwischen Bad Mergentheim und Rothenburg ob der Tauber. Das Museum hat seine Heimstatt in der ehemaligen Kohlesmühle im Herrgottstal gefunden.
In direkter Nachbarschaft gibt es eine weitere einmalige Sehenswürdigkeit. Die Herrgottskirche, im fränkisch gotischen Stil erbaut, mit dem berühmten Riemenschneideraltar. Sie reichert den Besuch in Creglingen mit einem weiteren Erlebnis an.
(E6)(L?) http://www.manufactum.de/lexicon.html?lexicalKey=F
Fingerhutblätter
(lat. "Folia digitalis", frz. "Feuilles de digitale", engl. "Digitalis leaves") sind die Blätter einer über ganz Mitteleuropa verbreiteten, in Bergwäldern auf kalkhaltigem Boden wachsenden, stark giftigen, aber medizinisch benutzten Pflanze, Digitalis purpurea, die nicht selten auch in Gärten als Zierpflanze gehalten wird. Medizinisch verwendbar sind nur die von der zweijährigen wilden Pflanze während der Blütezeit gesammelten und getrockneten Blätter, die sich auch durch die stärkere Behaarung und andere Kennzeichen von denen der kultivierten unterscheiden lassen. Die eiförmigen, runzligen, unten weißfilzigen, doppelt gekerbten Blätter werden nach obenhin kleiner und ansitzend, während sie nach untenhin breit gestielt sind. Die roten Blüten sind schief glockenförmig und stehen in einer einseitigen Reihe an dem aufrechten Blütenstengel. Die Pflanze hat frisch gerieben einen widerlichen Geruch und bitter scharfen Geschmack. Wirksame Bestandteile der Folia digitalis sind Digitalin, Digitoxin u. a. Glykoside, alles starke Gifte, die medizinisch, namentlich bei Herzerkrankungen, verwendet werden. Präparate aus F. sind: Extractum und Tinctura digitalis sowie das Digitalin (s. d.).
Pilze haben ja eh schon eine phallusartige Form. Der "Fingerhut-Verpel" ("Verpa conica") kommt dem Original aber noch etwas näher. Zumindest setzt sich sein wissenschaftlicher Name zusammen aus lat. "verpa" = "männliches Glied" und lat. "conus", griech. "konos" = "Kegel", also "conica" = "kegelförmig". Die Hutform erinnerte die deutschen Namensgeber an einen Fingerhut, weshalb sie in verschämt "Fingerhut-Verpel", also etwa "Fingerhut-Phallus" nannten.
Buchstaben V – Z
Weißdorn (Crataegus monogyna) | Wacholder (Juniperus communis) | Wermut, Absinth (Artemisia absinthium)
Glückspilz (W2)
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/g.php
Manche Pilzsorten schießen über Nacht formlich aus dem Boden. Und ähnlich kann es auch Glückspilzen ergehen, die plötzlich (finanziell oder gesellschaftlich) sozusagen im Rampenlicht stehen. Vermutlich ist der dt. "Glückspilz" jedoch eine erweiterte Lehnübersetzung aus dem Englischen. Dort ist der "Pilz", der "mushroom", ein "Emporkömmling". Das engl. "mushroom up" heißt übrigens übersetzt "(wie Pilze) aus dem Boden schießen".
Interessant ist auch, dass in der amerikanischen Umgangssprache ein "mushroom" auch ein ausgesprochener "Pechvogel" sein kann, wenn er als "Unbeteiligter bei einer Schießerei erschossen wird". - Da zieht man doch besser den Kopf ein.
2005-12-03:
Es wurde ein neuer Eintrag im Forum Forum von http://www.etymologie.info geposted.
Betreff: RE: Glückspilz
Inhalt: Zuerst nur in der Bedeutung "Emporkömmling"; (< 18 Jh.) Wohl Lehnwort zu neuenglisch "mushroom" = "Pilz", aber auch "Emporkömmling".
Der Eintrag stammt von: astari
Gras (W3)
geht zurück auf die Bedeutungen wie "grün", "keimend".
Das Nova Institut bietet Marktinnovation Hanf: Fachinformationen, Veröffentlichungen, Adressen
Im Aromahaus gibt es Informationen zu Hanföl.
Am 02.03.2005 wurde ein neuer Eintrag im Forum Forum von http://www.etymologie.info/~e/ geposted.
"Assassinen" sind nicht "Haschemiten"!
... Das ist schlicht falsch. Die "Haschemiten" sind ein Unterstamm der "Quraisch". Aus der Familie der "Haschemiten" stammt auch der Prophet Muhammad ab. Heute regiert ein König in Jordanien vom Stamme der "Haschemiten". Was aber gemeint war, sind die "Haschaschiyun", die "Haschischesser". In der Zeit der Kreuzzüge gab es einen Mann namens Hasan-i Sabah, der in Nordiran auf dem Berge Alamut regierte. Er und seine Jünger waren allesamt ursprünglich "Ismailiten" ("Siebener-Schiiten"). dies extreme Gruppe pflegte allerlei christliche und muslimische Herren zu töten. Man vergriff sich aber nie an armen Leuten. Insofern war es Terror gegen die Mächtigen.
(A: Mulan2)
I
imagines-plantarum - IMAGINES PLANTARUM - Pflanzen-Bilder
Der "Kartoffelbovist" ist ein giftiger, kartoffelähnlicher, stinkender Pilz. Die "Bovisten" gehören zu den Bauchpilzen. Wegen ihres schlechten Geruchs nannte man sie spätmhd. "vohenvist" = "Fuchsinnenfurz", woraus sich die Bezeichnung "Bovist" entwickelt hat. Die heute eher geschmackvoll klingende Bezeichnung erinnert kaum noch an den Ursprung. Umso mehr dürfte ein Pilznovize überrascht sein, wenn er auf einen solchen Bauchpilz stößt - obwohl es auch eßbare Vertreter dieser Pilzfamilie geben soll.
(E1)(L1) http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/
...
Der griechische Name der Pflanze, "koriannon" leitet sich von "koris" = "Wanze" ab, offenbar unter Bezug auf das Aroma der frischen Blätter. Über das lateinische "coriandrum" fand der Name in alle westeuropäischen Sprachen Eingang.
...
In Lateinamerika, und auch in den Vereinigten Staaten, kennt man Korianderblätter fast nur unter dem spanischen Namen "cilantro", der sich letztlich aus derselben Quelle wie "Koriander" herleitet. Allerdings ist es schwierig, den abweichenden Vokalismus zu erklären: Möglicherweise stammt das Wort direkt von einer Nebenform mit hellem Vokal ab, z.B. mittelalterlich Latein "celiandrum". Eine andere Erklärung geht davon aus, daß die spanische Form ursprünglich "culantro" lautete und sich später aufhellte. Tatsächlich gibt es das Wort "culantro" im heutigen mittelamerikanischen Spanisch; es bezeichnet allerdings zumeist nicht den "Koriander", sondern eine sehr ähnlich riechende Pflanze, "langen Koriander". Allerdings gibt es wiederum einzelne karibische Inseln, auf denen der "lange Koriander" "cilantro" heißt, währende der gewöhnliche "Koriander" dort als "cilantrillo" bekannt ist.
Im Litauischen heißt der "Koriander" "Kalendra", "Blakine kalendra".
Kraut - dagegen ist kein Kraut gewachsen (W3)
In Zeiten, in denen die medizinisch-chemische Industrie noch nicht erfunden war, half man sich mit natürlichen Mitteln aus (Heil-)Pflanzen. Man wusste noch, welches Kraut, welche Wehwehchen linderte. Aber oft halfen die Kräuter auch nicht mehr. Dann war dagegen eben kein Kraut gewachsen.
L
M
Maiglöckchen, Convallaria, majalis, Lily of the Valley, Lilie im Tal, Maiglöckchenfassung (W3)
dt. "Maiglöckchen", span. "Lirio de los valles", "Muguete", frz. "Muguet", it. "Mughetto", "Giglio delle convalli", engl. "Lily of the valley"
Der Gattungsname "Convallaria" stammt vom lateinischen "convallis" und bedeutet "Talkessel", womit er auf das Vorkommen der Pflanze hinweist.
Der lateinische Artname "majalis" bezieht sich auf die Blütezeit ("majus" = "Mai").
...
(E?)(L1) http://www.heilkraeuter.de/lexikon/maigloeckchen.htm
...
wissenschaftlicher Name: "Convallaria majalis"
englischer Name: "Lily of the Valley"
volkstümliche Namen: "Augenkraut", "Chaldron", "Faldron", "Galleieli", "Glasblümli", "Herrenblümli", "Maiblume", "Maiblümchen", "Maienlilie", "Maizauken", "Marienglöckchen", "Marienriesli", "Niesekraut", "Schillerlilie", "Schneetropfen", "Springauf", "Tallilie", "Zaucken"
...
Zwischen den beiden Blättern wächst ein Blütenstengel, der eine einseitig hängende Traube von kleinen, weissen Blüten trägt. Die Blüten sehen aus wie kleine "Glöckchen". Sie duften sehr stark und wohlriechend.
...
(E?)(L1) http://www.natur-lexikon.com/Register/php/mp.php
(E?)(L?) http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/002/00128-Maigloeckchen/MZ00128-Maigloeckchen.html
(E2)(L1) http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/pflanzen/maigloeckchen.htm
"Maiglöckchen", "Convallaria majalis L."
"Liliaceae", "Liliengewächse" oder "Convallariaceae", "Maiglöckchengewächse"
Deutsche Namen auch "Maiblume", "Maiblümchen", "Maischellchen" (thür.), "Maienblume", "Maienblümlein", "Maienglöcklein", "Maieriesli", "Maienriesli" (schweiz.); "Maile"; (aus Lilium convallium): "Chaldron", "Faldron", "Fildron", "Faldrian", "Lilien", "Hilgenkümmveilchen", "Lilienconveilchen", "Lilienconvallen", "Liliumfallum", "Fillumfallum", "Galleieli", "Gläjeli"; "Glasblümli", "Haselöhrke" (brem.), "Herrenblümli"; "Marienglöckchen", "Marienschelle", "Zauken", "Zautschen", "Zaupen", "Zauzen" (schles.), "Tschäupchen", "Zschäupchen" (sächs.), "Maienzacken"; "Papoischle"; "Schillerlilien"; "Schneetropfen", "Springauf"; "Stucheblümli", (ges. n. LOSCH, 22 u. SIEG, 103); "Maienglocken", "Frauenblume", "Marientränen".
...
Bereits die Germanen brachten das Kraut mit der Braut in Verbindung. Fiel ein Krieger, so sollte an seiner Grabstätte ein Maiglöckchen erblühen und die hinterbliebene Braut trösten.
Die spätere häufige Verwendung des Maiglöckchens in Verlöbnis- oder Hochzeitsbildern soll allerdings auf eine Verwechslung mit der Blume (Narzisse) beruhen, die im Hohelied Salomos besungen wird (Hoheslied, 2,1, n. ARENS, 42). Daher stammt auch der englische Name für das "Maiglöckchen", "Lily of the Valley", eine wörtliche Wiedergabe der biblischen "Lilie der Täler" (ebd.).
(E?)(L?) http://www.bibel-online.net/buch/22.hohelied/2.html
Ich bin eine Blume in Scharon und eine "Lilie im Tal". Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Mädchen. Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Jünglingen. Unter seinem Schatten zu sitzen begehre ich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß. Er führt mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Zeichen über mir. Er erquickt mich mit Traubenkuchen und labt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank vor Liebe. Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine Rechte herzt mich. - Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hinden auf dem Felde, daß ihr die Liebe nicht aufweckt und nicht stört, bis es ihr selbst gefällt. Da ist die Stimme meines Freundes! Siehe, er kommt und hüpft über die Berge und springt über die Hügel. Mein Freund gleicht einer Gazelle oder einem jungen Hirsch. Siehe, er steht hinter unsrer Wand und sieht durchs Fenster und blickt durchs Gitter. Mein Freund antwortet und spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm her! Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist vorbei und dahin. Die Blumen sind aufgegangen im Lande, der Lenz ist herbeigekommen, und die Turteltaube läßt sich hören in unserm Lande. Der Feigenbaum hat Knoten gewonnen, und die Reben duften mit ihren Blüten. Steh auf, meine Freundin, und komm, meine Schöne, komm her! Meine Taube in den Felsklüften, im Versteck der Felswand, zeige mir deine Gestalt, laß mich hören deine Stimme; denn deine Stimme ist süß, und deine Gestalt ist lieblich. Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge haben Blüten bekommen. Mein Freund ist mein, und ich bin sein, der unter den Lilien weidet. Bis der Tag kühl wird und die Schatten schwinden, wende dich her gleich einer Gazelle, mein Freund, oder gleich einem jungen Hirsch auf den Balsambergen.
...
Die getrockneten Blüten des Maiglöckchens regen aufgrund ihres Saponingehaltes zum Niesen an und sind Bestandteil des "Schneeberger Schnupftabaks".
...
(E6)(L1) http://www.plantimag.de/dat/0207237.html
Die "stahlblaue" Farbe und die ironische Anspielung auf die "Vergänglichkeit der Blüten" haben wohl zur Namensgebung "stahlblauer Mannstreu" geführt (also etwa "Männertreue" = "Untreue").
Andere Interpretationen besagen, dass sich "Mannstreu" oder "Männertreu" auf die der Pflanze zugesprochene "manneskraft stärkende Wirkung" beziehen soll (idg. Bedeutung von "treu" = "stark", "fest wie ein Baum").
Und eine dritte - allerdings ähnliche - Interpretation besagt, dass eine mitgeführte Pflanze (oder Teile davon) einem Mann Erfolg bei Frauen verspricht, den Mann also nicht im Stich läßt, womit auf die - auch in "treu" enthaltene - Bedeutung "ergeben", "anhänglich", "wohlgeneigt" angespielt wird.
Der wissenschaftliche Name "Eryngium campestre" setzt sich (vermutlich) zusammen aus griech. "erynganein" = "rülpsen" und lat. "campus" = "Feld", "Acker" ("campestris" = "Feld..."). Es soll bei Magenblähung angewandt worden sein und entsprechende Wirkung gahebt haben.
mein-schoener-garten
Die Zauberpflanzen des Harry Potter
(E?)(L?) http://www.mein-schoener-garten.de/de/site/pflanzenlexikon/Pflanzenlexikon-Standardartikel_16803.jsp
Welche Pflanzen aus den Harry-Potter-Büchern gibt es wirklich? "Blutblasenschote", "Zitternder Ginsterbusch", "Fangzähnige Geranie" oder "Affodillwurzel" werden Sie in keinem botanischen Lexikon finden. Doch J.K. Rowling hat sich nicht alles ausgedacht: In Hogwarts wird auch mit so manchem Kraut und Gehölz aus der echten Welt gezaubert.
Alraune (Mandragora officinarum) | Baldrian (Valeriana officinalis) | Beifuß (Artemisia) | Brennessel (Urtica dioica) | Eisenhut (Aconitum) | Gänseblümchen (Bellis perennis) | Ingwer (Zingiber officinale) | Salbei (Salvia) | Eiche (Quercus)
GEHÖLZE: Für die Herstellung von Zauberstäben wurden in der Harry Potter-Welt die unterschiedlichsten Holzarten verwendet. Hier eine kleine Übersicht:
Eibenholz: Stab von Lord Voldemort
Eichenholz: Stab von Hagrid
Eschenholz: Stab von Ron Weasley, Cedric Diggory
Kirschholz: Stab von Neville Longbottom
Mahagoni: Stab von James Potter
Rosenholz: Stab von Fleur Delacour
Stechpalmenholz: Stab von Harry Potter
Weidenholz: Stab von Lily Potter
Weinrebenholz: Stab von Hermine Granger
Weißbuchenholz: Stab von Viktor Krum
Mönchspfeffer (W3)
(E?)(L?) http://www.klostermedizin.de/moenchspfeffer.htm
Vitex agnus-castus L. - der oder das Keuschlamm - Ein kulturhistorischer Essay über Mönchspfeffer von Franz-Christian Czygan und Johannes Gottfried Mayer - Erstveröffentlichung in der Zeitschrift für Phytotherapie - Zu Herkunft und Etymologie des Namens
...
Die Familie hat über 2.000 Arten, davon viele alte Bekannte wie Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Chili und Auberginen. Doch keine dieser Pflanzen hat eine besondere Vorliebe für Schatten oder gar für "Nachtschatten".
Also warum "Nachtschattengewächse"? Die Spur führt zu äußerst giftigen Vertretern der Familie, hin zu mystisch umwobenen Zauberpflanzen vergangener Zeiten wie der Tollkirsche, dem Bilsenkraut und eben dem bittersüßen und schwarzen "Nachtschatten", den unsere dämonengeplagten Ahnen für Heil- und Zaubermixturen nutzten, um den "Nachtschaden" - also die nächtlichen Alpträume - zu vertreiben. Und aus Respekt vor des Nachschattens Wirkung haben dann Botaniker und Systematiker die ganze Pflanzenfamilie nach dem "Nachtschatten" benannt.
Ein Leser gab mir den Hinweis, auf die Erklärung:
«Der Name "Nachtschattengewächs" kommt von dem alten Wort "Schade", was für "Feind" stand. Man hat den Pflanzen diesen Namen gegeben, weil sie das giftige Alkaloid Solanin enthalten, und so zu einem "Feind" werden können.»
Am 12.07.2004 wurde ein Eintrag im Etymologie-Forum geposted:
Ihr Bericht über das "Nachtschattengewächs" ist falsch. "Nachtschattengewächs" leitet sich aus dem Wort "Nachtschaden" ab. Das heißt, dass diese Pflanzen wenn sie nachts Frost abbekommen einen Schaden bekommen, sprich sie gehen kaputt.
(A: Tom Schiedeck)
Beim "botanikus" findet man:
Name:
Der wissenschaftliche Gattungsname "Solanum" entstammt dem lateinischen Wort "solumen" für "Trost" und "Beruhigung", da die Pflanze zum Schmerzstillen eingesetzt wurde. Auch der deutsche Name nimmt darauf Bezug, er stammt nämlich von "Nachtschaden" was soviel wie "Alptraum" im Mittelalter bedeutete. Durch die teils berauschende Wirkung der Nachtschattengewächse wie dem Bittersüßen Nachtschatten, der Tollkirsche und dem Bilsenkraut, sollte also der "Nachtschaden" vertrieben werden.
Der Artname "nigrum" heißt "schwarz" und bezieht sich, ebenfalls wie der deutsche, auf die schwarzen Beeren. "Dulcamara" bedeutet bittersüß.
Weitere Bezeichnungen für den Bittersüßen Nachtschatten waren "Jelängerjelieber", "Saureben", "Teufelsklatten", "Mausholz" und auch "Zaunreben".
O
P
Pappel (W3)
(E?)(L?) http://www.baum-des-jahres.de/pappel/wissenswertes1.html
Den wissenschaftlichen Name "Populus" (mit langem o) hat die "Pappel" von den Römern erhalten. In der Antike galt die "Pappel" als Baum der Trauer und der Unterwelt. Nach altem Aberglauben können Pappeln Fieber abwehren.
(E6)(L3) http://www.physiologus.de/purzelb.htm
Im Saarländischen heisst der Hintern auch "Berzel". In anderen Landesteilen sagt man statt dessen "Burzel" oder "Purzel". Daher sagt man auch "purzeln" wenn der Hintern massgeblich an einer Bewegung teilhat und womöglich voraus stürmt.
Der zweite Teil "Baum" kommt auch in "aufbäumen" zum tragen. Der Hintergrund dazu ist nicht klar erschlossen. So spricht man in der Jägersprache vom "Aufrichten eines Bären" (oder eines anderen Vierbeiners), um einen Baum zu erklettern. Man kann sich auch einen Betrunkenen vorstellen, der sich an einem Baum wieder aufrichtet. Oder aber auch ein Baum selbst, der vom Sturm gebeutelt, sich wieder aufrichtet. (Möglich wären auch andere Deutungen wie die Nutzung eines Baumes als Schleuderwerkzeug.)
Der daraus zusammengesetzte "Purzelbaum" ist also ein "aufgebäumter Hintern", ein Hintern, der sich zumindest zeitweise nach oben richtet.
Bei "www.physiologus.de" findet man zum Stichwort "Purzelbaum" verweise auf "Brunft", "Luftnummer" und "Salto mortale".
(E2)(L1) http://www.quattrofolium.com/de/oxalis.html
"Oxalis" verdanken Ihren Namen den eingelagerten "Calciumoxalat-Kristallen" ("Oxalsäure" bzw. "Kleesäure") z.B. in Sellerie, Spinat, Rhabarber und Sauerampfer enthalten.
(E2)(L1) http://www.quattrofolium.com/eng/oxalis.html
The term "oxalis" is derived from the embedded "calcium oxalate crystals" ("oxalic acid" or rather "clover acid") to be found in celery, spinach, rhubarb and sorrel.
Die "Ringelblume" verdankt ihren Namen ihren geringelten Früchten. Für die lateinische Bezeichnung "Calendula" gibt es allerdings unterschiedliche Erklärungsversuche.
(E?)(L?) http://www.camerabotanica.de/pflanzen/compositae/compositae01.htm
...
"Korbblütler", oder "Compositae" wird diese Pflanzenfamilie genannt und das nicht ohne Grund:
"Compositae" kommt von "compositio", das ist lateinisch und bedeutet "Zusammenstellung", "Anordnung", "Gestaltung". Was wird da in einem Korb zusammengestellt und gestaltet?
...
(E?)(L?) http://www.gesundheitpro.de/Ringelblume-Calendula-Heilpflanzen-Heilpflanzen-A050805ANOND100564.html
Ringelblume (Calendula officinalis) Heilpflanzen
Ringelblumen sind beliebte Gartenzierpflanzen. Die aus den Blüten hergestellte Salbe fördert den Heilungsprozess bei schlecht heilenden Wunden, aber auch bei Zerrungen und Blutergüssen. Weniger bekannt, aber ebenfalls wirksam ist der Tee der Blüten gegen Mund-und Rachenraumentzündungen.
Merkmale | Standort, Verbreitung | Heilkräftige Pflanzenteile & Hauptwirkstoffe | Heilwirkung | Anwendung | Teezubereitung | Besondere Anwendung
..., wie auch die Etymologie von "Calendula": "die Blume jeden Monats" ("flos omne menses") bzw. "calendula quia omni mense floret", "Calendula", "die jeden Monat blüht", der Name spielt eigentlich auf die "Kalenden" an, also auf den "Monatsbeginn". Die Bezeichnung "rauciti" geht auf "raucidus", "raucus" zurück, was so viel wie "heiser" oder "rauh" heißt, wobei die Benennungsmotivation wohl durch die haarigen Blätter gegeben ist. ...
...
Name und Etymologie
Die lateinischen sowie auch die deutschen Namen weisen zum einen auf die gekrümmten Früchte ("Karyopsen") hin, wie etwa auch "Caput monachi", weil die Blumenköpfe nach der Fruchtreife von oben betrachtet an einen "Mönchskopf" mit Tonsur erinnern. Zum anderen benennen sie die ihr zugeschriebene Fähigkeit, dem Lauf des Sonnengestirns innerhalb eines Tages zu folgen: "Solsequium", woraus "Sonnenwende" und französisch "Souci" gebildet wurde, oder ihre einem Sonnenrad vergleichbaren Blüten: "Sponsa solis", dt. "Sonnenfriedel", "Sonnenbraut".
Der deutsche Name "Ringelblume" ist wahrscheinlich auf die teilweise geringelten Früchte der Pflanze zurückzuführen. In den Blütenkörbchen entwickeln sich bei der Reife verschiedene Fruchtformen ("Heterokarie"); vor allem die inneren sind einer zusammengerollten Raupe ähnlich.
Unklar ist jedoch Herkunft und genaue Bedeutung des wissenschaftlichen Gattungsnamens "Calendula", der in den wenigen uns überlieferten Texten der Antike nicht zu finden ist, während das Mittelalter spätestens ab dem 13. Jh. den Namen für unsere Pflanze recht konstant beibehält.
Zu dieser Frage zitieren wir Auszüge aus dem Standardwerk zur Etymologie der Pflanzennamen von H. Genaust: Die Herleitung des Namens als Verkleinerungsform von lateinisch "Kalendae", der "Monatserste", befriedigt nicht. So findet sich bei (Albertus Magnus) der Hinweis, dass sich die Blüte am Morgen öffnet, dem Tag über dem Lauf der Sonne folgt und sich zur Nacht wieder schließt. Dem Bauern soll sie als Barometer dienen. Ist sie am Morgen geschlossen, ist Regen zu erwarten. Diese vermeintlichen photonastischen Bewegungen der Ringelblume reichen jedoch für eine meteorologische oder kalendarische Prognose einfach nicht aus. Vermutlich handelt es sich bei der Namensgebung um eine für das Mittelalter typische Umgestaltung [vgl. unsere Ausführungen zu Vitex agnus-castus L.] eines bisher unbekannten älteren Pflanzennamens. Aufgrund der diversen Hinweise bei Genaust ergeben sich für die Deutung mehrere semantische Ansatzpunkte:
1. Nach Art der gelben Kronblätter: Im Lateinischen ist "calt(h)ula" ein Frauenkleid von gelber Farbe (in diese Richtung dachte möglicherweise Lonitzer bzw. sein Überarbeiter Petrus Uffenbach, als er bei den Namen zu "Calendula" die seltsame Angabe "Caltha, C l-/hula" drucken ließ). Hier besteht möglicherweise ein Zusammenhang mit dem indogermanischen "ghldha" = "gelb", das auch im deutschen "Gold" zu erkennen ist.
2. Nach der Verwendung der Blüten zum Schmücken von Kränzen und Körben (lateinisch "calathus", griechisch "kalathos" = "geflochtener Korb" oder
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/
(E1)(L1) http://www.takeourword.com/arc_logi.html
Der griech. "Rhododendron" ist ein dt. "Rosenbaum" (griech. "rhódon" = "Rose", "déndron" = "Baum"). Die sehr alte Pflanzengattung mit 1.000 bekannten Wildarten kommt vor allem in Asien vor. Trotz seines Namens handelt es sich jedoch nicht um eine Rose sondern um ein Erikagewächs. Einer der vertreter ist die "Alpenrose".
Auf den griech. "déndron" geht auch "Dendrit" zurück, das in der Geologie für "baumförmige" Eisen- und Manganstrukturen auf Gesteinsflächen und in der Medizin für baumartige Nervebnfortsätze benutzt wird.
Rhododendron ferrugineum Famille: Ericacaes. Noms vulgaires: "Laurier-rose des Alpes", "Romarin sauvage".
Etymologie: "Rhododendron", en grec, "désigne le laurier rose" (de "Rhos" "rhodos", "rose" et "dendron", "arbre").
(E?)(L?) http://www.rosenleben.de/phpkit/include.php?src=http://rosenleben.gu1.info/rosen/name.htm
(E1)(L1) http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Rosa_dam.html
Die "Rose" geht zurück auf griech. "Rhódon" = "rot". Eine weiterere Verbindung gibt es zu pers. "vareda".
Die älteste Sorte, die "Rosa gallica", war wirklich eine "rote Rose". Die ersten Rosensorten, die nach Europa gelangten, dienten der Essenzgewinnung und nicht der Dekoration und hatten daher ein sehr köstliches, süßes Aroma. Schaut man in die klassische japanische Literatur, findet man in den "Liebesgeschichten des Prinzen Genji" immer wieder eine rote Rose mit flacher Form. Diese wahrscheinlich aus China eingeführte Rose ("Koshin" genannt) war bei japanischen Aristokraten sehr beliebt und wurde kultiviert, um mit ihr den königlichen Palast zu schmücken.
...
Russula cyanoxantha, Täubling (W3)
"Russula" wird in den wenigen Quellen immer nur als "Täubling" widergegeben. Eine weitergebende Herleitung konnte ich nicht finden. Der zweite Namensteil des Pilzes setzt sich (vermutlich) zusammen aus griech. "kyáneos" = "dunkelblau", "schwarzblau" und griech. "xanthós" = "gelb".
Der dt. Name "Täubling" wird in einem Wörterbuch mit "Taube" in Verbindung gebracht, wegen der graublauen Farbe mancher Arten. Die "Taube" wird ihrerseits aber auch mit "Dunst" und dieser wieder mit "Staub" in Verbindung gebracht. Und da Täublinge die Eigenschaft haben, dass ihre Lamellen beim Darüberfahren mit dem Fingernagel splittern, liegt ein Bezug zu "Staub" eigentlich nahe.
Der dt. Name "Salbei" beruht auf dem lat. "Salvia", das über mhd. "salbeie" und ahd. "salbeia", "salveia" auf lat. "salvia" und lat. "salvus" = "gesund" zurück geht.