Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Psychologie, Psicología, Psychologie, Psicologia, Psychology

A

Angst, eng, Zwang (W2)

Auf die Bedeutung "eng" bzw. "Enge" gehen sowohl "Angst" als auch "Zwang" zurück.
"Zwang" geht über das Verb "zwingen" auf die Bedeutung "zusammendrücken", "einengen" zurück.

(E1)(L1) http://www.prismenfernglas.de/etymologie.html


Archetypus (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(griech. "Urbild");
1. Geistigen Urbilder und Ideen (Philon u. Plotin)
2. In der analytischen Psychologie von C. G. Jung die im kollektiven Unterbewusstsein enthaltenen und vererbten Urbilder von menschlichen Vorstellungsmustern (z.B.: den Helden, die große Mutter, et cetera).
(© blueprints Team)

Attribution (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Attribution ist ein Begriff aus der Sozialpsychologie. Um das eigene Verhalten und das von Mitmenschen zu verstehen, vorherzusagen und kontrollieren zu können, verwenden wir unterschiedliche Erklärungsmuster bzw. kognitive Schemata.
Die Attribution ist ein Denkvorgang, um den Ursachen von beobachtbaren Ereignissen auf den Grund zu gehen, und sie in die eigenen Wahrnehmungsgewohnheiten einzuordnen. Hierzu zählt z.B., einem Menschen bestimmte Motive für sein Verhalten zuzuschreiben.
(© blueprints Team)

autogenes Training (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
"Autogenes Training" ist ein von H. J. Schulz entwickeltes psychotherapeutisches Verfahren der konzentrativen Selbstentspannung.
Durch stufenweise erlernbare autosuggestive Übungen erreicht der Trainierende die Beeinflussung von Muskelspannung, Puls, Atmung und eine allgemeine affektive und psychische Entspannung. Hierauf soll durch Selbstanalyse, innere Besinnung und Selbstfindung eine tiefere Beeinflussung der Persönlichkeit möglich werden.
(© blueprints Team)

B

Bahnung (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
ist ein vom österreichischen Physiologen S. Exner (1846 - 1926) geprägter Begriff. Er besagt, dass psychophysische Funktionen (d.h.: Gedächtnis-, Assoziations-, Wahrnehmungsleistungen, u.a.) um so flüssiger ablaufen, je häufiger sie wiederholt werden.
Wenn wir also etwas lernen, bildet sich eine Verbindung zwischen Neuronen. Wird das Gelernte immer wieder aufgerufen bzw. wiederholt, spricht man von "Bahnung". "Aus einem kleinen Pfad ist durch häufige Nutzung ein Weg entstanden, der schneller ist."
(© blueprints Team)

bbpp
Deutsche Sprache aus psychologischer Sicht

(E?)(L?) http://www.bbpp.de/aufgelesen/goldschmidt.htm
In dem Artikel "Was sich verändert, wenn Sigmund Freud in Paris ankommt - Exilsprache Deutsch: Ein Gespräch mit dem französischen Schriftsteller Georges-Arthur Goldschmidt" findet man auch einige Anmerkungen zur deutschen Sprache aus psychologischer Sicht:

...
Ein Blick auf die Etymologie der Wörter zeigt, wie viel im Deutschen vom Körper ausgeht, wie sehr gerade diese Sprache an dessen Begierden und Gebärden gebunden ist. ...


C

Choleriker (W3)

Bis zum 19. Jh. galt in der Medizin die Vier-Säfte-Lehre. Daraus wurden u.a. vier Temperamente des Hippokrates abgeleitet.

(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Choleriker
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Choleriker" taucht in der Literatur um das Jahr 1790 auf.

Erstellt: 2012-01

Chronopsychology (W3)

(E1)(L1) http://www.worldwidewords.org/


D

E

egonet
Magazin für Kommunikaton, Lebensstil und Individualität

(E?)(L?) http://www.egonet.de/

Online - Magazin für Kommunikaton, Lebensstil und Individualität

Zeichen der Persönlichkeit Typisch Frau - typisch Mann Philosophische Streifzüge egonet-Tests weitere Serien Unsere Sinne Hypnose Börsenpsychologie Rhetorik Glück Angst Archiv

Alle bisher erschienene Artikel nach Erscheinungsdatum geordnet:


Erstellt: 2012-04

Euphorie
euphorisch
Euphorion (W3)

"Euphorbos", ein Sohn des Panthoos, der sich im trojanischen Krieg einen Namen machte.

Der griechischen geflügelte Gott "Euphorion" war ein Sohn von Achilleus und Helene. Da er die Liebe von Zeus nicht erwiderte, wurde er von dessen Blitzstrahl erschlagen. Bekannt wurde er durch Goethes Faust.

"Euphorion" war auch der Name eines griech. Tragikers und eines Bibliothekars.

(E1)(L1) http://agora.qc.ca/mot.nsf/Dossiers/Euphorie


(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(grch.); Der Zustand der "Euphorie" bezeichnet eine - objektiv als unangemessen bewertete - gehobene Stimmung sowie ein gesteigerter Antrieb. Auslöser können Alkohol, Arzneimittel und Rauschgifte sein. (Gegensatz: "Dysphorie")
(© blueprints Team)

Die "Euphorie" leitet sich ab von griech. "euphoria" = "Fruchtbarkeit", ("Produktivität"). Es setzt sich zusammen aus griech. "eu" = "gut" und "pherein" = "tragen".

(E1)(L1) http://www.etymonline.com/
euphoria

F

Freudscher Fehler (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Der österreichische Psychiater Sigmund Freud (1856 - 1939) war Begründer der Psychoanalyse. Er verglich unsere Seele mit einem Eisberg, der nur zu einem kleinen Teil über der Wasseroberfläche (Bewusstsein) zu sehen ist, der weitaus größere Teil liegt aber unter der Wasseroberfläche (Unterbewusstsein) verborgen.
So ist auch der "Freudsche Fehler" oder "Freudsche Fehlleistung" zu erklären. Es ist eine Aussage, die bewusst so nicht getroffen werden sollte, aber den wahren (meist verborgenen) Wunsch erkennen lässt. Beispiel: Sie sagen bei der Begrüßung "Auf Wiedersehen" zu jemandem anstatt "Guten Tag".
(© blueprints Team)

G

Gaucherei (W3)

Die genaue Herkunft von dt. "Gaucherei" konnte ich nicht klären. Es dürfte jedoch ein Zusammenhang zu frz. "gauche" = dt. "links" bestehen, das ursprünglich auch die Bedeutung "ungeschickt", "schief", "krumm" hatte. Die weitere Herleitung auf verweist auf mfrz. "gauchir" = dt. "abwenden", "ausweichen", altfrz. "gaucher" = dt. "trampeln", "wanken", "taumeln", "schwerfällig gehen". Dem soll zu Grunde liegen fränk. "*welkan" = dt. "walken", althd. "wankon", altnoed. "vakka" = dt. "wanken", "taumeln", "torkeln".

(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

"Gaucherei" = "Narrheit"
dz es [volck] sölliche dieblich rauberey ... vor billich geacht und offt, damit es die geucherey zu kauffe hab, sich selbs geplöndert und geschätzt
1520 Hutten I 378


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/
GÄUCHEREI, f. | GAUCHEREI, f.


"gäucherei", "gaucherei", f. "gäuchisches thun", "narretei" u. ähnl., s. DWB "gäuchen".
1) mit umlaut vorherschend: uf mondag in der cruczwochen, als man .. die crucze .. drug .. (liefen böhmische frauen und männer zusammen) und liefen an die prister und spüczten in und dem crucifixe .. under die antlicze und sprachen: ja ir Dutschen dragent do uwen hulczen got! was "geuchery" tribet ir! Frankf. reichscorr. 1, 417, bericht aus Prag v. j. 1437;


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Gaucherei
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Gaucherei" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

Erstellt: 2010-11

grimmen (W3)

Das Wort "grimmen" geht auf eine alte Bedeutung "toben" zurück; es bedeutet also "innerlich toben".

Günter - der innere Schweinehund (W3)

(E?)(L?) http://www.guenter-antwortet.de/


(E?)(L?) http://www.timowuerz.com/production_design/toys/guenter_der_innere_schweinehund.php
Vermutlich ist der Name "Günter" für den "inneren Schweinehund" eine "Erfindung des Autors Stefan Frädrich.

gut, Gatte, Gut (W3)

Die älteren Formen von "gut" hatten noch die Bedeutung "passend", "trefflich". Ein wenig klingt dies noch an in dem Ausdruck "gut genug". Verbindungen gibt es auch zum griech. "agathós" = "tüchtig".
Auch in "Gatte" wird ein Verwandter von "gut" vermutet. Das scheint mir nicht zu weit hergeholt. Immerhin sollten Gatten ja "zueinander passen".
Das (substantivierte) "Gut" ist demnach dasjenige, was zu einem passt. Damit könnte z.B. das Land(stück) gemeint sein, das man in der Lage ist selbst zu bebauen und zu ernten.

H

Halo-Effekt (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/

Der "Halo-Effekt" bezeichnet in der Psychologie eine Urteilverzerrung bzw. einen Wahrnehmungseffekt.

Einzelne Eigenschaften einer Person erzeugen einen Gesamteindruck, der die weitere Wahrnehmung der Person überstrahlt.
Beispiele für den Halo-Effekt sind zum Beispiel die Einschätzung von Übergewichtigen als "gutmütig" und Brillenträgern als "intelligent".


(E?)(L1) http://www.markenlexikon.com/markenglossar.html


heucheln, Heuchelei (W3)

"Huch" was kommt denn da? - Da sollte man entweder in Deckung gehen oder "good will" vortäuschen. Vermutlich geht es über die Bedeutung "schmeicheln" auf mhd. "huchen" = "sich ducken", "kauern" zurück. Und das nennt man dann "Heuchelei".

hinterfotzig (W3)

Das Wort "hinterfotzig" soll wahrscheinlich an die hinteren "grossen Lippen" erinnern und ein Verhalten bezeichnen, das man mit diesem Ort in Verbindung bringen kann. Es könnte über die Verwandschaft von "Fotze" mit "faul" aber auch "hinterfaul" bedeuten, in Assoziation mit "hinterlistig" und "oberfaul".

I

J

K

Katharsis (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(griech., "Reinigung"), Im Allgemeinen bedeutet "Katharsis" die Läuterung bzw. das Abreagieren seelischer Konflikte. In der Psychotherapie ist es der angestrebte Effekt, seelische Konflikte durch abreagieren (z.B. durch Weinen, Worte oder symbolische Mittel) aufzulösen.
(© blueprints Team)

Koller (W3)

Der dt. "Koller" geht zurück auf lat. "cholera" = dt. "Zornausbruch". Die Römer haben die "Cholera" allerdings von den Griechen übernommen, bei denen griech. "choléra" = dt. "Gallenbrechdurchfall" zu griech. "chole" = dt. "Galle" gebildet wurde.

Der "Koller" kann aber auch einen lautmalerischen Hintergrund haben und mit dt. "kullern" in Verbindung gebracht werden. Oder es kam zu einer Vermengung verschiedener Ausgangsbezeichnungen.

Daneben gibt es auch noch ein älteres Wort "Koller" das auf lat. "collare" = dt. "Halseisen", "Halsfessel für Sklaven", "Halsband für Hunde", zurück geht, und das man als ital. "collare" = dt. "Halsband" als engl. "collar" und in anderen Sprachen mit ähnlicher Bedeutung findet. So findet man etwa auch frz. "gueule" = dt. "Schlund", "Kehle", "Rachen" zu lat. "gula" = dt. "Kehle", "Schlund".



Gerade eben - beim Bearbeiten dieses Beitrags (06.12.2015, 10:11h, SWR2) - hörte ich am Radio (den) "Wartezimmerkoller" (haben).

Bei Adelung findet man:


1. Das "Koller", des -s, plur. ut nom. sing. ein nur noch in einigen Gegenden übliches Wort.

1) Eine Bekleidung des Halses, und derjenige Theil eines Mantels, oder anderer Kleidungsstücke, welcher den Hals umgibt; im mittlern Lat. "Golerium", "Gulerum", welches von "Gula", abstammet, indem dieser Theil eines Mantels auch "Gula" heißet. Im Engl. ist "Collar" ein "Kragen", und im Ital. "Collare" ein "Halsband", welche zunächst von dem Lat. "Collare" abstammen. In der Picardie ist "Gouleron" der "Mund", die Öffnung eines Lägels. (S. "Kolk", "Gölle", "Kelle" u. s. f.)

2) Im gemeinen Leben werden verschiedene Arten der Bekleidung des Leibes unter dem Halse, oder welche von dem Halse herunter hängen, "Koller" genannt. So ist in einigen Niedersächsischen Gegenden das Koller ein halbes Oberhemd ohne Ärmel, welches den Hals und vorn die Brust bedeckt. Eine kurze Bekleidung des Leibes ohne Ärmel, ein Leibchen, führet im Oberdeutschen in manchen Gegenden den Nahmen des Kollers. Im Böhmischen ist "Kolar" ein Kleid ohne Ärmel, dergleichen das "Colobium" der Römer war. Die Spiegel, die Koller, die Borten, die Kittel, Es. 3, 23; wo im Hebr. Sadia, in der Griech. Übersetzung aber "???" stehet. Daß sie auch von seiner Haut die Schweißtüchlein und Köller (Koller) über die Kranken hielten, Apostelg. 19, 12; wo im Griech. "???" stehet. Ein kleines Tuch, welches man den Kindern unter dem Halse vor die Brust bindet, damit sie sich im Essen nicht beschmutzen, heißt in einigen Gegenden ein "Göllerlein". Besonders war es eine Art eines ledernen Harnisches ohne Ärmel, welcher nur die Brust und den Rücken bedeckte, am Halse aber zusammen hing, in welcher Bedeutung auch das Dän. "Kollert", und das Schwed. "Köller" und "Kyller", und im Deutschen schon "Culter", in dem alten Gedichte auf Carls des Großen Feldzug bey dem Schilter, vorkommen. Daher rühret es auch, daß die lederne enge Reitkleidung, ob sie gleich Ärmel hat, noch das "Koller" genannt wird; obgleich das ausländische "Collet" dafür üblicher ist, S. dasselbe. Im Oberdeutschen auch "Goller". Ohne Zweifel aus dem mittlern Lat. "Collare", welches ähnliche Kleidungsstücke bedeutete.

2. Der "Koller", des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. die Beraubung der Sinne bey den Thieren, die Wuth, besonders bey den Pferden; wo im eigentlichsten Verstande der so genannte rasende oder wüthende Koller, wobey das Pferd wüthet und tobet, diesen Nahmen führet. (S. auch "Sonnenkoller") Bey dem stillen Koller, welcher diesen Nahmen nur figürlich haben kann, ist das Thier ganz dumm und unempfindlich. Den Koller haben. Im gemeinen Leben wird auch wohl der Stand der Verrückung bey Menschen, ingleichen ein hoher, mit Toben und Lärmen verbundener Grad des Zornes, der Koller genannt. Im Nieders. "Kuller". Gewiß nicht, wie Frisch glaubt, von dem Griech. "???", sondern mit demselben aus Einer Quelle, d. i. der Natur; indem dieses Wort eine sinnliche Nachahmung des mit der Raserey verbundenen Polterns und Tobens ist. S. "Kollern".

Die "Kollerader", plur. die -n, eine Ader zwischen den Ohren eines Pferdes, welche ein kleiner Ast der Lungenader ist, und Pferden, wenn sie den Koller haben, geschlagen wird. Sie wird auch die Lichtader genannt.

"Kollerig", adj. et adv. den Koller habend. Ein kolleriges Pferd.

"Kollern", verb. reg. act. et neutr. welches im letztern Falle die Hülfswörter haben und seyn erfordert, und eine Nachahmung eines rollenden Schalles ist, aber von verschiedenen mit diesem Schalle verbundenen Veränderungen oder Handlungen gebraucht wird.

1) Von einem runden Körper, wenn er sich um seinen Schwerpunct wälzet, und sich auf solche Art fortbeweget, sagt man im gemeinen Leben er kollert oder kullert, mit dem Hülfsworte seyn; welches man in der anständigen Sprechart "rollen" nennet. Es wird alsdann auch active gebraucht. Eine Kugel fort kollern, einen Stein den Berg hinab kollern, sie in diese Bewegung setzen. Im Nieders. "kullern" und "kurreln", im Schwed. "kullra". Es druckt den Schall eines auf einer hohlen Fläche fortrollenden runden Körpers sehr eigentlich aus, und ist das in der Natur gegründete Iterativum von dem Griech. "???", "ich wälze", welches auch in dem Melkenburgischen "kuhlen", und dem Hochdeutschen "kugeln" kenntlich ist. In Preußen ist daher "Kuller" eine runde Kugel, so wie auch das Slavonische "kolo", "rund", und das Hebr. "???", "wälzen", und unser Kugel selbst mit ihrem Geschlechte, hiervon abstammen.

2) Verschiedene ähnliche Arten des Schalles werden gleichfalls durch "kollern" und "kullern", mit dem Hülfsworte haben, ausgedruckt. Die Wälschen Hähne kollern. Das Poltern der verschlossenen Winde in den Gedärmen heißt in Niedersachsen "kollern". Wenn an einem Kunstzeuge in den Bergwerken etwas schadhaft wird, so daß die Maschine solches durch den Schall verräth, indem schlottert, so sagt der Bergmann, das Kunstgezeug kollert. Das Seil kollert, wenn es zerreißt, oder sich verschlinget.

3) Den Koller haben, am häufigsten von Thieren, und besonders von Pferden, im gemeinen Leben aber auch von Menschen, rasend, wüthend, unsinnig seyn; gleichfalls mit haben. Das Pferd kollert. David verstellte seine Geberden und kollerte unter ihren Händen, 1 Sam. 21, 13; d. i. er stellete sich unsinnig. Gleichfalls von dem damit verbundenen polternden Lärmen. Im Engl. ist "Coil" "Lärmen", "Zank". S. "Gall" und "Gällen", welches einen schwächern, sanftern Schall ausdruckt.

Der "Sonnenkoller", des -s, plur. inus. einer Art des Kollers bey den Pferden, da selbige den Koller bekommen, wenn sie lange von er Sonne beschienen werden; der Sonnenschuß.


(E?)(L?) http://www.hagalil.com/lexikon/index.php?title=Spezial:Alle_Seiten/Kalonymus_ben_Kalonymus

Lagerkoller


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H

Höhenkoller


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/k.php

einen Koller haben / kriegen


(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/

Einen Koller kriegen


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

1. Koller | 2. Koller | KollerAder | KollerBusch | KollerLeib | KollerStock | KollerWurzel | Köllerchen | Kollerig | Kollern | Mondkoller | Schafkoller | Sonnenkoller | Stock (Koller-) | Ueberkollern


(E?)(L?) http://www.wetter.net/lexikon/tropenkoller.html

Tropenkoller


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&hitlist=&patternlist=&lemid=GK10310#XGK10310

"koller", m. "ausbrechende oder stille wut".

1) die herkunft des wortes.

a) es stammt aus der antiken medicin, zu grunde liegt gr. "???", name einer krankheit ("cholera"), durch die sprache der ärzte früh bei uns eingeführt; schon ahd. glossen geben lat. "cholera" (gespr. "kolera") lautverschoben mit hd. "choloro", und 'coli, dolores ventris' (aus colica gemacht?) mit "cholarûn" pl., s. Graff 4, 390, sodasz es schon da ganz eingebürgert erscheint, als schwaches m. "choloro", "cholaro", von denen die zweite die ältere form sein musz, in den vocalen umgedeutscht wie von einem stamme "chul" mit brechung (vergl. sp. 844 mitte), die erste mit angleichung des unbetonten vocals an den betonten (s. unter knoblauch 1, a); an dem masc. mag das -r- schuld sein (vgl. Wackernagel umdeutsch. 41).
...


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/RhWB/

Dummkoller | Elendskoller | Fuselskoller


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Koller
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Koller" taucht in der Literatur um das Jahr 1770 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2015-12

Kondolenz (W3)

Dt. "Kondolenz" = dt. "Beileid", "Beileidsbezeigung", (dt. "kondolieren" = dt. "sein Beileid ausdrücken", 17. Jh.) geht zurück auf lat. "condolere" = dt. "Mitgefühl haben", "Mitleid haben" und setzt sich zusammen aus lat. "con-", "cum" = dt. "mit-" und lat. "dolere" = "Schmerz empfinden", lat. "dolor" = dt. "Schmerz".

In der gleichen Familie findet man auch engl. "dole" = dt. "Kummer", "Trauer", frz. "doléances" = dt. "Beschwerden", "Klagen", "Jammern", "Gejammer", engl. "doleful" = dt. "traurig", "trübselig", engl. "dolefulness" = dt. "Traurigkeit", span. "dolencia" = dt. "Krankheit", "Leiden", frz. "dolent" = dt. "wehleidig", engl. "dolorous" = dt. "schmerzlich", "qualvoll", "traurig", engl. "dolor", "dolour" = dt. "Leid", "Pein", "Qual", "Schmerz".

Interessant ist auch der spanische weibliche Vorname "Dolores", ein Überbleibsel von span. "Nuestra Señora de los Dolores" = dt. "Unsere Frau der Schmerzen", lat. "Mater dolorosa" = dt. "schmerzensreiche Mutter", als ehrende Bezeichnung Marias.

(E?)(L?) http://www.duden.de/newsletter/duden-newsletter-vom-07-01-11
Duden-Newsletter vom 07.01.11 - Wissenswertes zu Dank- und Kondolenzschreiben sowie die sprachliche Gleichstellung von Männern und Frauen in der Anrede.

(E?)(L1) http://www.fremdwoerter.de/


(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-kondolenzbrief.html
Kurt Tucholsky: "Der Kondolenzbrief"

(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Kondolenz
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Kondolenz" taucht in der Literatur um das Jahr 1780 auf.

Erstellt: 2012-02

L

Libido (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(lat.), Die "Libido" bezeichnet in der Psychoanalyse die sexuelle Energie, die den Menschen zu allen Formen angenehmer sinnlicher Erfahrung treibt. Entwicklungsstufen der "Libido" sind die orale, anale, phallische und genitale Phase.
(© blueprints Team)

Liebe (W3)

Die "Liebe" wurde als ahd. "liubi", "liupa" zum Verb "lieben" (als Neuschöpfung) gebildet und bedeutete demnach zunächst "das Liebsein". Im Laufe der Zeit erhielt es eine abstraktere Bedeutung in unserem heutigen Sinn und verdrängte die gebräuchliche "Minne". Als "Liebe zu Gott" erhielt sie dann die göttlichen Weihen, während sie in der Vaterlandsliebe oft genug wieder blutend auf den Boden der Tatsachen fand. Dass man auch "Liebe machen" kann, lernte man vom engl. "to make love". Das ist zwar auch recht handfest gemeint, ist aber auf jeden Fall besser, als andere im Namen der Liebe umzubringen. Dass die "Liebe" aber nicht immer "lieb" sein muss, sieht man daran, dass die Liebe krank machen kann, was im Ernstfall bis zur Blindheit führt.

Ähnliches weiss das Wörterbuch der Frankfurter Rundschau zu berichten.

...
Aber die platonische Liebe war nicht die allein selig machende. Daher erfanden annähernd deutsch sprechende Menschen im 9. Jahrhundert heimlich ein eigenes Wort dafür, berichtet Etymologe Wolfgang Pfeifer. Es hieß ganz piepsig "liubi", wurde dann "lioba" (11. Jahrhundert) und verdrängte gegen 1600 im Namen der "Liebe" das zuvor gebräuchliche, aber ungeheuer anstößige Wort "Minne".
...


Auf der Seite des Islam-Instituts bringt Dr. (USA) Fritz Goerling unter dem Titel "Der Begriff der „Liebe Gottes“ in der Bibel und im Koran" noch weitere sprachliche Aspekte ein.


...
Doch an vielen Textstellen ist von liebendem Handeln Gottes die Rede, ohne daß der Begriff für "Liebe" ("ahava") direkt Verwendung findet. "Liebe" im Sinne von "agape" = "liebende Selbsthingabe", findet sich nicht im Alten Testament.
...
Im Vergleich zwischen alttestamentlicher "ahava" und neutestamentlicher "agape" besteht ein entscheidender Unterschied darin, daß "agape" die "Liebe der Selbsthingabe" ist.
...
Die drei Stellen im Koran, an denen Allah das Attribut "al wadud" ("der Liebende") beigelegt wird (11,90; 19,96; 85,14), sagen sehr viel weniger aus, als man annehmen könnte. In allen drei Koranstellen geht es um "bedingte Liebe".
...



Der Rubin gilt als Edelstein des Monats Juli und steht für Liebe.

Neuere Wortbildungen sind z.B. "Landliebe", "Liebeskummer", "Naechstenliebe"

Unter "liebste(r)" kann man sich kostenlos digitale Liebesbriefe erstellen lassen.

(E1)(L1) http://www.fluter.de/look/article.tpl?IdLanguage=5&IdPublication=2&NrIssue=22&NrSection=16&NrArticle=2390


(E3)(L2) http://www.islaminstitut.de/publikationen/artikel/liebe_gottes.htm


(E?)(L3) http://www.liebste.de/


(E?)(L3) http://www.liebster.de/


(E1)(L1) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/
Der "Grimm" hat der "Liebe" und den vielen Abkömmlingen mehrere Seiten gewidmet:


LIEBE | LIEBEATHMEND | LIEBEBANG | LIEBEBEDÜRFNIS | LIEBEBEFLISSEN | LIEBEBEFLÜGELT | LIEBEBEGÜNSTIGEND | LIEBEBERAUSCHT | LIEBEBETHÖRT | LIEBEBEWANDERT | LIEBEBEZWUNGEN | LIEBEBRÜNSTIG | LIEBEBRUNST | LIEBEDICHTER | LIEBEDIENER | LIEBEDIENEREI | LIEBEDIENERISCH | LIEBEDIENERN | LIEBEDÜRFTIG | LIEBEFASERND | LIEBEFLAMMEND | LIEBEFLEHEN | LIEBEFLEHEND | LIEBEFLÖTEND | LIEBEFLÜSTERN | LIEBEFLÜSTERND | LIEBEFROH | LIEBEFRUCHT | LIEBEFUNKELND | LIEBEGEFÜHL | LIEBEGLÜCK | LIEBEGLÜHEND | LIEBEGOTT | LIEBEGUNST | LIEBEHAFT | LIEBEIGEN | LIEBEJAUCHZEND | LIEBEKOSEND | LIEBEKRANK | LIEBEKRAUT | LIEBEKUNDIG | LIEBEKUSZ | LIEBELÄCHELND | LIEBELEBEN | LIEBELEER | LIEBELEI | LIEBELEIN | LIEBELISPELND | LIEBELN | LIEBELOS | LIEBEN | LIEBENSFÄHIGKEIT | LIEBENSVOLL | LIEBENSWERTH | LIEBENSWÜRDIG | LIEBENSWÜRDIGKEIT | LIEBENTFACHT | LIEBENTGLÜHEND | LIEBENTGLÜHT | LIEBENTRÜSTET | LIEBENTZÜNDET | LIEBEPAAR | LIEBER | LIEBER | LIEBEREICH | LIEBEREIF | LIEBEREIHEN | LIEBERFÜLLT | LIEBERMANN | LIEBERN | LIEBERWÄRMT | LIEBERWERDEN | LIEBES | LIEBESABENTEUER | LIEBESACH | LIEBESÄUGELN | LIEBESAMPEL | LIEBESANFALL | LIEBESANFECHTUNG | LIEBESANGELEGENHEIT | LIEBESANGST | LIEBESAPFEL | LIEBESARBEIT | LIEBESARM | LIEBESAUGE | LIEBESBAD | LIEBESBAND | LIEBESBAUM | LIEBESBEGEBENHEIT | LIEBESBEGIER | LIEBESBEWEIS | LIEBESBIRNE | LIEBESBITTE | LIEBESBLICK | LIEBESBLÜMCHEN | LIEBESBLÜTHE | LIEBESBOTE | LIEBESBOTIN | LIEBESBRAND | LIEBESBRIEF | LIEBESBRIEFCHEN | LIEBESBRIEFLEIN | LIEBESBRIEFTRÄGER | LIEBESBRUNST | LIEBESBRÜNSTIG | LIEBESBRUST | LIEBESBUCH | LIEBESBUND | LIEBESCHÄTZCHEN | LIEBESCHIMMER | LIEBESCHMACHTEND | LIEBESDIENER | LIEBESDIENST | LIEBESDRANG | LIEBESDUFT | LIEBESDURST | LIEBESEIFER | LIEBESELEMENT | LIEBESERGEBENHEIT | LIEBESERGIESZUNG | LIEBESERGUSZ | LIEBESERKLÄRUNG | LIEBESFACKEL | LIEBESFEHDE | LIEBESFEIER | LIEBESFESSEL | LIEBESFEST | LIEBESFEUER | LIEBESFIBEL | LIEBESFIEBER | LIEBESFLAMME | LIEBESFLÜGEL | LIEBESFREUDE | LIEBESFREUND | LIEBESFRUCHT | LIEBESFRÜHLING | LIEBESFÜLLE | LIEBESFUNKE | LIEBESGABE | LIEBESGEDÄCHTNIS | LIEBESGEDANKE | LIEBESGEDICHT | LIEBESGEFAHR | LIEBESGEFÜHL | LIEBESGEHEIMNIS | LIEBESGEIZ | LIEBESGENIESZ | LIEBESGENUSZ | LIEBESGESANG | LIEBESGESCHICHTE | LIEBESGESINNT | LIEBESGESPRÄCH | LIEBESGESTALT | LIEBESGESTÄNDNIS | LIEBESGESTIRN | LIEBESGESUND | LIEBESGETÄNDEL | LIEBESGEWINN | LIEBESGIFT | LIEBESGLÜCK | LIEBESGLUTH | LIEBESGOLD | LIEBESGOTT | LIEBESGÖTTIN | LIEBESGÖTZE | LIEBESGRAS | LIEBESGRILLEN | LIEBESGRUSZ | LIEBESGUNST | LIEBESHANDEL | LIEBESHARM | LIEBESHAUCH | LIEBESHEFTIGKEIT | LIEBESHELD | LIEBESHISTORIE | LIEBESHITZE | LIEBESHOF | LIEBESHORT | LIEBESHULD | LIEBESICHER | LIEBESIECH | LIEBESJAGD | LIEBESJAMMER | LIEBESJOCH | LIEBESKAUF | LIEBESKERZE | LIEBESKETTE | LIEBESKIND | LIEBESKITZEL | LIEBESKLAGE | LIEBESKLARHEIT | LIEBESKNECHT | LIEBESKNOTEN | LIEBESKÖNIGIN | LIEBESKOST | LIEBESKRAFT | LIEBESKRANK | LIEBESKRANKHEIT | LIEBESKRANZ | LIEBESKRIEG | LIEBESKÜHN | LIEBESKUSZ | LIEBESLAUNE | LIEBESLAUT | 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LIEBESSPENDE | LIEBESSPIEL | LIEBESSTARK | LIEBESSTERN | LIEBESSTÖCKEL | LIEBESSTRAHL | LIEBESSTREICH | LIEBESSTREIT | LIEBESSTÜCKCHEN | LIEBESTAGE | LIEBESTAMMELN | LIEBESTERN | LIEBESTHAT | LIEBESTHÄTIGKEIT | LIEBESTHAU | LIEBESTHORHEIT | LIEBESTHRÄNE | LIEBESTON | LIEBESTRANK | LIEBESTRAUM | LIEBESTREBEN | LIEBESTREUE | LIEBESTRIEB | LIEBESTRUG | LIEBESTRUNKEN | LIEBESTRUNKEN | LIEBESTRUNKENHEIT | LIEBESTÜCK | LIEBESÜBERFLUSZ | LIEBESÜBERSCHWANG | LIEBESUMARMUNG | LIEBESUNGLÜCK | LIEBESUNTERHALTUNG | LIEBESÜSZ | LIEBESVERDRUSZ | LIEBESVEREIN | LIEBESVERHÄLTNIS | LIEBESVERLANGEN | LIEBESVERSTÄNDNIS | LIEBESVOGEL | LIEBESVOLL | | LIEBESWÄRME | LIEBESWECHSEL | LIEBESWEG | LIEBESWEH | LIEBESWEIDE | LIEBESWEIHE | LIEBESWEISE | LIEBESWERBER | LIEBESWERBUNG | LIEBESWERK | LIEBESWIND | LIEBESWIRKUNG | LIEBESWONNE | LIEBESWORT | LIEBESWUNDE | LIEBESWUNSCH | LIEBESWUTH | LIEBESZÄHRE | LIEBESZÄNKEREI | LIEBESZAUBER | LIEBESZEICHEN | LIEBESZEIT | LIEBETOBEN | LIEBETOLL | LIEBETRAULICH | LIEBETRAUT | LIEBETREU | LIEBETRUNKEN | LIEBEVERBREITEN | LIEBEVIEL | LIEBEVOLL | LIEBEWARM | LIEBEWEHEN | LIEBEWEINEND | LIEBEWERK | LIEBEWERTH | LIEBEWONNIGLICH | LIEBEWUND | LIEBFALLEND | LIEBFRAUENMILCH | LIEBGEBANNT | LIEBGEHEGT | LIEBGEKOSE | LIEBGENEIGT | LIEBGESTALT | LIEBGEWINNEN | LIEBGEWÜNSCHT | LIEBGIERIG | LIEBHABEN | LIEBHABER | LIEBHABEREI | LIEBHABERFACH | LIEBHABERIN | LIEBHABERKOMÖDIE | LIEBHABERROLLE | LIEBHABERSCHAUSPIEL | LIEBHABERTHEATER | LIEBHABUNG | LIEBHAFT | LIEBHALTEN | LIEBHEIT | LIEBHERZEN | LIEBHERZIG | LIEBHOLD | LIEBHOLDIN | LIEBHÖLLE | LIEBIG | LIEBKALLEN | LIEBKALLER | LIEBKIND | LIEBKOSELN | LIEBKOSEN | LIEBKOSER | LIEBKÖSLER | LIEBKOSUNG | LIEBKRAUT | LIEBLEBENDIG | LIEBLEIN | LIEBLELLEN | LIEBLELLER | LIEBLICH | LIEBLICH | LIEBLICHEN | LIEBLICHFALLEND | LIEBLICHKEIT | LIEBLICHRAUCHEND | LIEBLING | LIEBLINGIN | LIEBLINGSARBEIT | LIEBLINGSARIE | LIEBLINGSBANK | LIEBLINGSBAUM | LIEBLINGSBESCHÄFTIGUNG | LIEBLINGSBILD | LIEBLINGSBILDUNG | LIEBLINGSBLUME | LIEBLINGSBUCH | LIEBLINGSDICHTER | LIEBLINGSDIRNE | LIEBLINGSESSEN | LIEBLINGSFREUDE | LIEBLINGSGEDANKE | LIEBLINGSGEFÜHL | LIEBLINGSGEGENSTAND | LIEBLINGSGERICHT | LIEBLINGSGESCHICHTE | LIEBLINGSHUND | LIEBLINGSIDEE | LIEBLINGSINSEL | LIEBLINGSINSTRUMENT | LIEBLINGSJÜNGER | LIEBLINGSKIND | LIEBLINGSLEIDENSCHAFT | LIEBLINGSLIED | LIEBLINGSMELODIE | LIEBLINGSORT | LIEBLINGSPFERD | LIEBLINGSPLATZ | LIEBLINGSROLLE | LIEBLINGSSITZ | LIEBLINGSSTELLE | LIEBLINGSSTOFF | LIEBLINGSTHEMA | LIEBLINGSTRACHT | LIEBLINGSTRANK | LIEBLINGSTRAUM | LIEBLINGSTUGEND | LIEBLINGSUNTERHALTUNG | LIEBLINGSVERGNÜGEN | LIEBLINGSWUNSCH | LIEBLOS | LIEBLOSIGKEIT | LIEBMÄCHTIG | LIEBMAL | LIEBNIS | LIEBREDE | LIEBREDEN | LIEBREDER | LIEBREICH | LIEBREIZ | LIEBREIZEN | LIEBREIZEND | LIEBREIZER | LIEBREIZUNG | LIEBRUND | LIEBRUNG | LIEBS- LIEBSACHE | LIEBSAM | LIEBSCHAFT | LIEBSCHAFTLICH | LIEBSCHLAG | LIEBSCHÖN | LIEBSELIG | LIEBSELIGKEIT | LIEBSIECH | LIEBSIEGEL | LIEBSPRECHER | LIEBSTE | LIEBSTÖCKEL | LIEBSTÖCKELKÄFER | LIEBSTRICKERIN | LIEBSUCHT | LIEBSÜCHTIG | LIEBTE | LIEBTHAT | LIEBTHÄTIGKEIT | LIEBTRANK | LIEBUMFANGEN | LIEBUNG | LIEBVERDRUSZ | LIEBVOLL | LIEBWÄRTS | LIEBWERTH | LIEBWILLIG | LIEBWILLKOMMEN | LIEBWIRKEND | LIEBWÜRDIG | LIEBWÜRDIGKEIT


M

Marotte (W3)

Manche Menschen wippen ständig mit dem Fuß, andere klatschen sich beim Reden immer auf den Oberschenkel, wieder andere sagen ständig ein bestimmtes Wort - auch, wenn es gerade gar nicht passt. So etwas nennt man "Marotte".

Vor einigen 100 Jahren gab es am Königshof sogenannte Hofnarren. Die hatten einen bestimmten Stab mit vielen Verzierungen und Glöckchen dran. Und am oberen Ende des Stabs war ein Puppenkopf. Damals sagt man zu Puppe auf Französisch noch "Marionette". Aus "Marionette" wurde das Wort "Marotte". Und weil die Hofnarren berühmt dafür waren, dass sie allerhand Schmarrn machten, bedeutete "Marotte" dann irgendwann "komischer Einfall" und "seltsame Liebhaberei".

Die dt. "Marotte" ( 18. Jh.) = dt. "Schrulle", "wunderliche Neigung" wurde von frz." marotte" = dt. "Narrenkappe", "Narrenzepter mit Puppenkopf", "Narrheit", "Marotte" übernommen.

Frz. "marotte" (15. Jh., 1468 "image de la Vierge", 1470 "attribut donné à la folie, sceptre que surmonte une tête à capuchon bigarré, garni de grelots"), auch mfrz. "mariotte" (16. Jh.), "marrot" (18. Jh., (engl. "Virgin Mary" (1468), "object of a ridiculous and exaggerated affection" (1639)), "foolish idea" (1618)), ist eine Verkleinerungsform zu frz. "Marie" = dt. "Maria" und bezeichnete ursprünglich eine kleine Heiligenfigur. Kleine Marienfiguren nannte man auch frz. "Mariole" = dt. "Mariechen".

Da die Marienfigur oftmals an einem Stab befestigt war entwickelte sich daraus auch der "Narrenstab mit Puppenkopf", der auch vereinfachend als "Marotte" bezeichnet wurde. Der Träger dieses Narrenstabs hieß einst auch der dt. "Stocknarr".

Die Narren des Mittelalters hatten eine Art Zepter mit einem Puppenkopf, der oft dem seines Besitzers nachgebildet war. Mit dieser "Marotte" hielt er als Teil seiner Vorstellung oft Zwiegespräche.

Die "Marotte" entstand also aus der übertriebenen Heiligenverehrung in Form kleiner Marienfiguren, die sich teilweise zu szepterartigen Holzstöcken entwickelten.

Die Entwicklung der "Marotte" verlief vermutlich über Mysterienspiele, über Puppentheater zu den Puppen selbst und den Puppenköpfen auf den Narrenstäben.

Weitere Abkömmlinge von frz. "Marie" sind frz. "marionnette" (wörtlich dt. "Mariechen"), frz. "mariolle" = dt. "Schlaukopf".

Als Redewendungen findet man engl. "to crown with a marotte" = engl. "to make a fool of" und frz. "coiffer d'une marotte" (1620), frz. "avoir une marotte".

Bei Adelung ist zu lesen:


Der "Stocknarr", des -en, plur. die -en, derjenige, welcher ein Geschäft daraus macht, andere durch seine Narrheit zu belustigen, in welchem Verstande die Hofnarren ehedem sehr häufig Stocknarren genannt wurden. Frisch erklärt den Nahmen von dem hölzernen auf einem Stocke befindlichen Narrenbilde, Franz. "Marotte", welches sie ehedem zum Zeichen ihres Berufes in den Händen führten.

Allein "Stock" kann hier auch eine bloße Intension bezeichnen, und so viel wie "Erz" bedeuten. (S. Stock 3 (4)). Ehedem sagte man auch "Stockerey treiben", für "Possen machen"; woraus man beynahe schließen sollte, daß "Stock" ehedem auch einen "Narren" oder "stockdummen Menschen" bedeutet habe, so wie sich das Lat. "Stultus", zu dem Geschlechte des Wortes "Stelze" rechnen lässet, so fern es mit seinen Verwandten ehedem auch einen "Stock", "Stamm", "Stumpfen", bedeutet hat.


(E?)(L?) http://german.about.com/library/blwort_wtINDEX.htm

Marotte


(E?)(L?) http://www.fremdwort.de/suchen/woerterbuch/marotte/

Marotte


(E?)(L?) http://www.rhetorik.ch/Marotten/Marotten.html

Sprechmarotten


(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/index.php

Marotte


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Redewendungen

Da hat er eine "Marotte" — da ist er eigenartig, komisch. "Marotte", frz., war ein vom Wort "Maria" abgeleitetes Heiligenbild oder eine Handpuppe, später ein Narrenszepter mit Puppenkopf, das u. a. der Hofnarr trug.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/

schauspielermarotte, f.


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/Wander

Wander, Karl Friedrich Wilhelm - Deutsches Sprichwörter-Lexikon

Marotte


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Marotte
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Marotte" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#Marotte

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2016-10

Meditation, Mitte, Mal, *me(d), Mass, Musse, müssen, Medizin, Mond, Mahl, Mahlzeit (W1)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
kommt von lat. "medias" = "Mitte" bzw. lat. "meditatio" = "Nachsinnen", "in Gedanken vertieft sein".
"Meditation" bezeichnet verschiedene Arten der Bewusstseinserweiterung, der Innenschau und der Ausübung der Mystik. Voraussetzung ist, dass der Verstand, das Gefühl und der Körper völlig zur Ruhe kommen. Durch Messung der Gehirnwellen ließ sich die positive Wirkung der Meditation eindeutig nachweisen.
(© blueprints Team)

von lat. "meditatio" = "Nachdenken" ("meditari" = "meditieren") steht für sinnende Betrachtung, auch mystische oder religiöse Versenkung;
Genau genommen geht es hier um ein (geistiges) Ermessen (einer Sache) um ein "Ausmessen" der "Mitte" (lat. "medium" = "Mitte") einer Sache oder der eigenen Person.
Auf einer etwas banaleren Ebene spricht man auch von Steak-"medium", dem "halb", "mittig" durchgebratenen Steak.
Trotz seiner Banalität eröffnet sich aber mit diesem Hinweis eine grosse Fülle von Wortverwandschaften. Geht doch "medium" genau wie "Mal" und "Mahl(zeit)" auf einen Stamm ide. "*me", "*med" zurück. - Aber nun etwas der Reihe nach.
Aus dem ide. "*me", "*med" = "wandern", "(ab)schreiten", "abstecken", "messen" ist nicht nur "Meditation" sondern sind ganze Wortgruppen hervorgegangen.
So gehören alle Wortbildungen mit "Maß", "Muße" und "müssen" hierher. "Müssen" tut man das "was einem (als Aufgabe, als Tagewerk) zugemessen" wurde. Der "Medicus" (der Arzt) ist der kluge, der abwägende, der "abmessende" Ratgeber. Und die "Medizin" ist demnach die Wissenschaft des rechten "Abmessens" (hier ist noch der Anspruch der präventiven Medizin zu erkennen).
Aber es wird noch interessanter:
Die Bezeichnung für den "Mond", der seine ihm "zugemessene" Bahn am Himmelszelt zieht geht auf den Bedeutungsinhalt "wandern" zurück.
Und eine weitere Linie eröffnet sich über "Mal". Der "Mond" der täglich sein "Muss" erfüllt, wandert viele "Male" um die Erde. Mit Hilfe des "Einmaleins" kann man "ermessen" wieviel "Mal" eine Sache ausgemessen und hinzugenommen wurde. Das "Mahl" (die "Mahlzeit") findet zu einem festen, einem "abgemessenen" (oder auch "angemessenen") Zeitpunkt statt, an dem jeder das ihm "Zugemessene" zu essen bekommt - und zwar "mehrmals" am Tag.
Und um jetzt "nochmal" den grossen Bogen zum Ausgangspunkt zu schlagen. Den Zusammenhang von "wandern" und "messen" kann man noch in dem Brauch erkennen, an einem bestimmten Tag im Jahr die Grundstücksgrenzen oder Gemeindegrenzen "abzuwandern" und damit immer wieder neu "abzumessen" und erkennbar "abzustecken".
Dass auf diesen Brauch auch der Ausdruck "sich etwas hinter die Ohren schreiben" zurückgeht, ist wieder eine andere (Wort)geschichte.
Und wenn Ihnen all diese Wort-Zusammenhänge keinen Anlass zu "Muße" und "Meditation" geben, dann weiss ich auch nicht mehr weiter - das "müssen" Sie sich dann selbst zu"messen".

Erstellt: 2003-03

Melancholiker (W3)

Bis zum 19. Jh. galt in der Medizin die Vier-Säfte-Lehre. Daraus wurden u.a. vier Temperamente des Hippokrates abgeleitet.

(E?)(L?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1225599/

24.07.2010
Draufgänger und Melancholiker
Vor 50 Jahren starb der Schauspieler und Sänger Hans Albers
Von Vanessa Loewel
Er war einer der ersten großen Stars, die das deutsche Kino hatte: Hans Albers. Noch heute laufen seine Filme im Fernsehen und die Lieder, die er gesungen hat, sind noch immer Ohrwürmer. Bereits zu Lebzeiten war der Schauspieler und Sänger ein Mythos: ein Synonym für Hamburg und St. Pauli, Heimat und Fernweh.
...


(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/
Melancholiker - Temperamente

(E?)(L?) http://u01151612502.user.hosting-agency.de/malexwiki/index.php/Temperamente

Temperamente (v. lat. "temperamentum" = "rechtes Maß"). Entsprechend der Ansichten von Aristoteles, Hippokrates und Galenus nahmen ma. Gelehrte an, dass die menschliche Grundgestimmtheit von dem Mischungsverhältnis der im Körper wirksamen Säften abhinge.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Melancholiker
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Melancholiker" taucht in der Literatur um das Jahr 1760 auf.

Erstellt: 2012-01

mental (W3)

Das dt. "mental" beruht auf lat. "mens" = "Geist".

N

Neurose (W3)

Kaum ein anderer psychologischer Begriff taucht in der Alltagssprache so häufig auf wie der Begriff "Neurose": Wenn jemand ungewöhnlich oder übertrieben reagiert, bezeichnet man sein Verhalten schnell als "neurotisch". Mit der Bedeutung dessen, was Mediziner als neurotische Störung bezeichnen, hat dies aber meist wenig zu tun.

Dt. "Neurose" setzt sich zusammen aus

griech. "neuro-", "Neuro-", "neur-", "Neur-" = dt. "Nerv-", "Nervengewebe-", "Nervensystem-" dem Präfix der zurück geht auf griech. "neuron" = dt. "Sehne", "Flechse", "Band", "Nerv", mit dem lat. "nervus" und dt. "Nerv" verwandt ist, und

dem Suffix griech., nlat. "-osis" mit dem weibliche Substantive aus Medizin und Biologie als krankhafter Vorgang, krankhafter Zustand, eben als Erkrankung gekennzeichnet werden.

Die Bezeichnung "Neurose" (engl. "neurosis", plur. (engl. "neuroses") und das Adjektiv dt. "neurotisch" für eine psychische Störung bzw. etwas damit in Zusammenhang stehendes, wurden allerdings erst im 19. Jh. bzw. 20. Jh. geprägt bzw. aus dem Englischen übernommen. Auch der "Neurotiker" erblickte erst im 20. Jh. das Licht der medizinischen Welt.



(E?)(L1) http://www.aphorismen.de/suche?text=Neurose


(E?)(L?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1732455/

21.04.2012

Neurosen in aller Öffentlichkeit bloßstellen

Woody Allens Film "Der Stadtneurotiker" feierte vor 35 Jahren Premiere

Von Marli Feldvoß

"Der Stadtneurotiker" gehört zu den Ausnahmefilmen Woody Allens, denn er war nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika sehr erfolgreich. Am 21. April 1977 feierte er in New York Premiere.
...


(E?)(L?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1416678/

26.03.2011

Der Spezialist der amerikanischen Neurose

Der amerikanische Dramatiker Tennessee Williams wurde vor 100 Jahren geboren

Von Hildegard Wenner

1944 feierte er mit "Die Glasmenagerie" seinen ersten großen Bühnenerfolg - auch Hollywood war vernarrt in die Dramen des gelernten Theaterwissenschaftlers, Schuhfabrikarbeiters, Hotelportiers und Kellners Tennessee Williams.
...


(E2)(L1) http://www.mundmische.de/

Teppichfaltenneurose | Trollinger Gesichtsneurose


(E?)(L?) http://www.onmeda.de/krankheiten/a-z.html

Neurosen


(E?)(L?) http://medikamente.onmeda.de/glossar.html

Palmaraponeurose


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=H

Herzneurose | Herzneurotiker


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S

Sexualneurose


(E3)(L1) http://www.textlog.de/dornblueth.html

Akroneurosen | Angioneurose | Beschaftigungskrämpfe, -neurosen | Enteroneurose | FREUDsche Theorie der Neurosen | Herzneurose | Idioneurosen | Kerauno-neurosen | Kommotionsneurosen | Krampfneurosen | Kriegsneurosen | Neuralgia, Neuralgie | Neurasthenie | Neuraxon, Neurilemma | Neurektomie | Neurexairese | Neuridin, Neurin | Neurit | Neuritis | Neurodermatosen | Neurodermitis | Neuroepithel, Neurogên | Neurologie, Neurologe | Neurolysis, Neurolipomatosis | Neurom | Neuromimesis | Neuromuskuläre Schwäche | Neuromyositis | Neuron, Neural | Neuronophagie | Neuroparalyse | Neuropathie, Neuropathisch | Neuropathologie, Neuropil | Neurosen, Neurotisch | Neurosis electrica | Neurotabes peripherica | Neurotisation | Neurotomie, Neurotonie | Neurotoxikosen, Neurotoxine | Pathoneurosen | Psychoneurose | Rentenneurose, Rentensucht | Schreckneurose | Tätigkeitsneurosen | Trophoneurosen | Unfallneurosen, -psychosen | Vaguslähmung, Vagusneurosen | Zwangsneurose


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Tripperneurosen


(E?)(L?) http://digitalcommons.unl.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&context=onlinedictinvertzoology

engl. "aneurose" a. [Gr. "an", "without"; "neuron", "nerve"] 1. "Without nerves". 2. (ARTHRO: Insecta) Term used for a wing with veins near the costa only.


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Neurose

Unter Neurosen (wörtlich etwa Nervenkrankheit, aus griechisch "neuron" "Nerv" und "-ose" für "Krankheit") wurden seit William Cullen (1776) nervlich bedingte rein funktionelle Erkrankungen verstanden, d. h. ohne Nachweis einer organischen Läsion. So sprach man z. B. von Herzneurosen. Seit der Zeit Sigmund Freuds wurde hierunter eine leichtgradige psychische Störung verstanden, die durch einen Konflikt verursacht wird. Neurosen wurden damals den Psychosen, schwereren seelischen Störungen, gegenübergestellt. Inzwischen wurde der Begriff zugunsten einer differenzierteren Aufteilung in verschiedene Störungsgruppen weitestgehend aufgegeben, weil man so den verschiedenen unter "Neurosen" zusammengefassten Störungsbildern besser gerecht werden konnte und sich die damit verbundenen theoretischen Annahmen, vor allem in Hinsicht auf psychische und körperliche Verursachung, in dieser Form nicht halten ließen.

Inhaltsverzeichnis


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Neurose
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Neurose" taucht in der Literatur um das Jahr 1820 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-06

O

Osborn-Methode (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Diese Kreativtätstechnik ist benannt nach dem amerikanischen Werbefachmann "Alexander Osborn" der diese Technik in den 50er Jahren entwickelte. Durch die Umstrukturierung eines Problems durch bestimmte Fragen sollen andere Lösungen gefunden werden. Sein Fragenkatalog umfasst neun Komplexe.
Diese Technik eignet sich besonders dann, wenn es um die Weiterentwicklung bestehender Ideen, Produkte, Projekte etc. geht.
Die Fragenliste kann beliebig ergänzt werden. Ziel der "Osborn-Methode" ist es, andere Aspekte zu gewinnen und gemeinsam neue Möglichkeiten zu entwickeln.
Entscheidend ist, dass jede Frage der Liste beantwortet und bis zum Ende durchdacht wird. Erst wenn Ihnen nichts mehr zu einer Frage einfällt, sollte zur nächsten Frage gewechselt werden.
Vorgehensweise
(© blueprints Team)

P

phlegmatic (W3)

(E?)(L1) http://www.wordsmith.org/awad


Phlegmatiker (W3)

Bis zum 19. Jh. galt in der Medizin die Vier-Säfte-Lehre. Daraus wurden u.a. vier Temperamente des Hippokrates abgeleitet.

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/


(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/

(griech. "phlegma"); Der "Phlegmatiker" ist eine der vier Persönlichkeitstypen der antiken Temperamentenlehre.

Diese "typischen" Temperamente bezeichnete der griechischer Arzt und Philosoph Hippokrates (460 - 377 v. Chr) als "Choleriker", "Melancholiker", "Phlegmatiker" und "Sanguiniker".

Der Ausdruck bezeichnet den langsam und bedächtig reagierenden bzw. zur Gleichgültigkeit neigenden Menschen.

Wenn wir heute das Adjektiv "phlegmatisch" benutzen, dann bedeutet es sinngemäß "träge", "schwerfällig" bzw. "nicht leicht erregbar".
(© blueprints Team)


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Phlegmatiker
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Phlegmatiker" taucht in der Literatur um das Jahr 1760 auf.

Erstellt: 2012-01

Primacy-Effekt (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
1.) In der Sozialpsychologie bezeichnet der "Primacy-Effekt" das Phänomen, dass die erste Information über einen Menschen einen stärkeren Eindruck hinterlassen als die folgenden.
2.) In der Lernpsychologie hingegen bezeichnet man so den Effekt, dass zuerst dargebotene Inhalte besser gelernt und behalten werden.
(© blueprints Team)

Psyche, Psychotherapie, Therapie (W3)

(E?)(L?) http://psyche-therapie.ch/etymologie.html

Das Wort "Psyche" stammt vom Griechischen "psychein" ("hauchen") und bedeutet soviel wie "Hauch", "Atem". Da der "Atem" Kennzeichen des Lebens ist, wurde "Psyche" gleich bedeutend mit dem "Leben" und zuletzt mit der "Seele" als dem Prinzip des Lebens.
"Therapie" geht auf das griechische Stammwort "therapon" zurück, deutsch etwa der "Gefährte", "Diener".
"a.c.t." ist ein Kürzel für "acting character technique".


(E?)(L?) http://psyche-therapie.ch/etymologie.html
Kleine Etymologie zum Wort "Psyche".

Psychedelik (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(griech. "delosis" = "Offenbarung"), "Psychedelik" ist die Bezeichnung für die Lehre vom Zustand gesteigerter Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit, hervorgerufen durch Halluzinogene ("Psychedelika") oder durch Meditation. Psychedelische Zustände können mit Gesichts-, Gehörs-, Berührungs- und Geschmackshalluzinationen verbunden sein oder auch mit dem Gefühl der Schwerelosigkeit und dem Verlust des Zeitgefühls.
(© blueprints Team)

Psychoanalyse (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Die "Psychoanalyse" ist eine Persönlichkeitstheorie, die Sigmund Freud (1856 - 1939) aufbauend auf seiner psychiatrischen Arbeit und einer jahrelang durchgeführten Selbstanalyse entwickelt hat. Die Theorie enthält Angaben über die Struktur der menschlichen Persönlichkeit, deren Dynamik und Entwicklung, sowie zur Entstehung und Behandlung seelischer Störungen.
(© blueprints Team)

Psychologie (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
griech. "Psychologie" war ursprünglich die Lehre von den seelischen Erscheinungen. Heute untersucht sie als Wissenschaft das Verhalten der Menschen in bezug auf seine inneren Steuerungsmechanismen in Abhängigkeit von seinen biologischen, kulturellen und gesellschaftlichen Determinanten.
(© blueprints Team)

Q

R

S

Sanguiniker (W3)

Bis zum 19. Jh. galt in der Medizin die Vier-Säfte-Lehre. Daraus wurden die vier Temperamente des altgriechischen Arztes Hippokrates abgeleitet.

Der griechische Arzt Hippokrates sprach in seiner Typenlehre dem "Sanguiniker" die Rolle des lebhaften, temperamentvollen, lebensbejahenden Menschen zu. Diese Typisierung beruht darauf, dass der lebensbejahende Mensch als "Vollblutmensch" gesehen wurde. Der Begriff "Sanguiniker" geht zurück auf lat. "sanguineus" = "aus Blut bestehend", "blutvoll", lat. "sanguis" = "Blut".

Lat. "sanguis" = "Blut" findet man auch in weiteren Wörtern wie engl., frz. "sangfroid" = "Kaltblütigkeit", span. "Sangria", wörtlich "Aderlass", span.-mex. "sangría", engl. "sanguinary" = "blutig", "mörderisch", engl. "sanguine" = "heiter", "lebhaft", "leichtblütig".



(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Sanguiniker
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Sanguiniker" taucht in der Literatur um das Jahr 1780 auf.

Erstellt: 2012-01

Schadenfreude
Schaden
Freude (W3)

"Schadenfreude" ist eines der Worte, das den Weg auch nach England gefunden hat.

Wenn man in der Lage ist "Monty Python" hervorzubringen, sollte man auch ein eigenes Wort für Schadenfreude haben.

Die "Schadenfreude" kam schon 1852 nach England.

(E?)(L?) http://www.bbc.co.uk/dna/h2g2/alabaster/Search?searchstring=schadenfreude&searchtype=goosearch


(E?)(L?) http://www.cafe-philosophique.de/review/20011102.htm


(E1)(L1) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/2000/05/10.html


(E1)(L1) http://www.etymonline.com/s2etym.htm


(E?)(L?) http://www.bbc.co.uk/h2g2/guide/Search?searchstring=schadenfreude&searchtype=goosearch&go.x=28&go.y=9


(E?)(L?) http://home.earthlink.net/~ruthpett/safari/wordlist.htm


(E1)(L1) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/


(E1)(L1) http://www.wordsmith.org/awad/archives/0898


(E1)(L1) http://www.yourdictionary.com/cgi-bin/wotd.cgi?word=schadenfreude
Im Newsletter von "www.yourdictionary.com" vom 01.10.2001 ist zu lesen:


German "schaden" = "to hurt" + "Freude" = "joy". "Schaden" comes from Old High German "skado", which also devolved into English "scathe" = "harm", "hurt" via Old Norse "skaða". "Freude" comes from Old High German "frewida", akin to the same "fro" = "happy" found in contemporary German "fröhlich" = "happy".

Greek is one of the few other Indo-European languages with a native word expressing this unsavory emotional reaction: "epichaikakia" from "epi-" = "on, over" + "chai-" = "joy" + "kakia" = "hurt", "vice".


Schizophrenie (W3)

Der Begriff dt. "Schizophrenie" = dt. "Bewußtseinsspaltung", wurde im Jahr 1911 (1908, 1923) von dem schweizer Psychiater "E. Bleuler" in die Psychologie eingeführt. "Schizophrenie" bezeichnet dabei eine extreme Verhaltensstörung, die sich in Formen von Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Wahrnehmungsstörungen, motorischen und affektiven Störungen äußert. Sie wird auch allgemein mit ambivalentem Verhalten assoziiert. Diese Art von Erkrankungen wurden ursprünglich von E. Kraepelin als "Dementia praecox" bezeichnet.

Sprachlich gesehen kann sich "Schizophrenie" auch in Wortaneinanderreihungen und Wortneubildungen (Neologismen) äußern. Demnach wäre Bleuler auch schizophreniegefährdet.

Sprachlich setzt sich dt. "Schizophrenie" zusammen aus griech. "schízein" = dt. "spalten", "durchschneiden", "trennen", "zersplittern" und griech. "phren" = dt. "Zwerchfell", "Brust", "Herz", "Verstand", "Geist", "Gemüt", "Seele".

Geht man ganz weit zurück, so findet man ein ide. "*skei-". Es bedeutete soviel wie "schneiden", "teilen", "scheiden". Neben der dt. "Schizophrenie" und engl. "science" = dt. "Wissenschaft" (auch dt. "gescheit" = dt. "unterscheidungsfähig") findet man auch etwas anrüchigere Abkömmlinge. Nicht zufällig sagen wir ja heute auch noch, "dass etwas mit dem Stuhlgang ausgeschieden wird". Und so findet man als Abkömmlinge auch das engl. "shit" und die deutsche Entsprechung.

In der Botanik findet man auch die Bezeichnung bot. "Schizanthus" = dt. "Schlitzblume", "Spaltblume" für eine südamerikanische Gattung der Nachtschattengewächse.

In der Biologie findet man den Begriff der "Schizogonie" als Bezeichnung der ungeschlechtliche Fortpflanzung (bei Einzellern) durch mehrfache Zellteilung (mit griech. "gone" = dt. "Fortpflanzung"). Bei Bakterien und Pilzen heißt dieser Teilungsvorgang "Schizomyzet" (mit griech. "mýkes" = dt. "Pilz").

(E?)(L1) http://www.3sat.de/nano/

Schizophrenie | Schizophrenie-Diagnose | Schizophrenie, Immuns. | Schizophrenie, Therapie


(E?)(L?) http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/schizophrenie/default.aspx


(E?)(L?) http://www.apotheken-umschau.de/schizophrenie


(E?)(L?) http://beat.doebe.li/bibliothek/w00319.html

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(E?)(L?) http://www.gleichsatz.de/b-u-t/trad/hofm2.html

GOTTHART WUNBERG
Der frühe Hofmannsthal
Schizophrenie als dichterische Struktur
...


(E?)(L?) http://www.g-netz.de/Gesundheit_A-Z/Index_O-S/Schizophrenie/schizophrenie.shtml


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERS.pdf


(E?)(L?) http://www.lifeline.de/krankheiten/schizophrenie-id45409.html


(E?)(L?) http://www.omnisophie.com/day_archiv.html

Daily Dueck #92 - 'Wie erzeuge ich Schizophrenie?'


(E?)(L?) http://www.onmeda.de/krankheiten/schizophrenie.html


(E?)(L?) http://medikamente.onmeda.de/glossar/S/Schizophrenie.html#glossar9


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S


(E?)(L?) http://www.parasearch.de/mysteria/x/x1702.htm


(E?)(L?) http://www.psychiatrie.de/krankheitsbilder/schizophrenie/

Schizophrenien


(E3)(L1) http://www.textlog.de/31478.html


(E?)(L?) http://www.wissenschaft-im-dialog.de/aus-der-forschung/wieso/detail/browse/2/article/wie-kommt-es-dazu-dass-ein-mensch-schizophren-wird.html

Wie kommt es dazu, dass ein Mensch schizophren wird?

Die Schizophrenie ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung aus der Gruppe der Psychosen. Es kommt zu Störungen im Denken, der Wahrnehmung und des Bewusstseins von sich selbst ("Ich-Funktion"), des Gefühlslebens sowie des Antriebs und zu Bewegungsstörungen. Es können Sinnestäuschungen (Halluzinationen) und Wahnphänomene auftreten.
...


(E?)(L?) http://www.wissenschaft-im-dialog.de/de/aus-der-forschung/wieso/detail/browse/3/article/was-ist-die-ursache-fuer-schizophrenie.html

Was ist die Ursache für Schizophrenie?

Der Begriff Schizophrenie ist aus dem Griechischen abgeleitet und kann mit „Bewusstseinsspaltung“ übersetzt werden. Diese Übersetzung ist jedoch irreführend. Vielmehr bezeichnet Schizophrenie psychische Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und des Gemütszustandes mit einem Auseinanderklaffen von selbst erlebter und tatsächlicher Realität.
...


(E1)(L1) http://www.wortwarte.de/

Cyberschizophrenie


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Schizophrenie
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Schizophrenie" taucht in der Literatur um das Jahr 1880 auf.

Erstellt: 2012-11

Selbstmord (W3)

Dt. "Selbstmord" geht als Lehnübersetzung zurück auf neulat. "suicidium".

Bei Adelung findet man:


Der "Selbstmord", des -es, plur. die -e, der Mord, das ist, die Tödtung seiner selbst. In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, ein vorsetzlicher Mord, welchen man an sich selbst begehet. Einen Selbstmord begehen.

Der "Selbstmörder", des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Selbstmörderinn, eine Person, welche einen Selbstmord begehet, oder begangen hat.


(E?)(L?) http://www.europeana.eu/portal/record/03486/urn_resolver_pl_urn_urn_nbn_de_bvb_12_bsb00043364_7.html

Pisani, Vittore: Die Etymologie: Geschichte, Fragen, Methode

S.79


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Selbstmord
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Selbstmord" taucht in der Literatur um das Jahr 1720 auf.

Erstellt: 2013-10

Skrupel, scruple, skrupellos (W3)

Der "Skrupel", engl. "scruple" kommt von lat. "scrupulus" = "kleiner scharfer Stein" (lat. "scrupus" = "scharfer Stein"); dieser sorgte evtl. als "Quelle der Besorgnis" für "Hemmung" und dann im übertragenen Sinne für "Gewissensbisse". (Ein "scharfer Stein" auf dem Weg konnte sich schmerzhaft auswirken, so dass durchaus "Vorsicht" geboten war.)

"skrupellos" ist man entsprechend, wenn man keine spitzen Steine zu befürchten hat.

Der "kleine scharfe Stein" diente wohl auch zum Messen von Gewichten und hat sich noch lange als Apothekergewicht erhalten (etwa 1,2 g).

(E?)(L?) http://www.fernsehserien.de/index.php?serie=4362
Die keine Skrupel kennen (USA 1980)

(E3)(L1) http://www.textlog.de/31823.html


T

toll, Tier (W3)

"Toll" kommt von ahd. "tol" = "dumm", "töricht" und griech. "tholerós" = "trübe", "verwirrt"; gehört in den Dunstkreis von "Dunst", "dösen", "Dusel", "Tor" ("Dummkopf"). Geht man noch weiter zurück, stößt man auf die Wurzel ide. "*dheu" = "wirbeln", "blasen", "rauchen", "dampfen". Auf diese Wurzel wird auch "Tier" in der ursprünglichen Bedeutung "hauchen", "atmen", "Lebewesen".

Etymologisch gesehen bezeichnete das gemeingermanische Wort "Tier" (althochdeutsch "tior", englisch "deer") ursprünglich das wild lebende Tier im Gegensatz zum Haustier ("Vieh"). Das Wort sei eine Bildung zu der unter "Dunst" dargestellten indogermanischen Wurzel "*dheu-" = "stieben", "blasen".


Die Gebrüder Grimm leiten "toll" vom altsächsischen "dol" und der germanischen Wurzel "dul" her und nehmen als Grundbedeutung "betäubt", "bewusztlos" an.
...
Insofern fügen sich die Verwandten von "toll" ins Bild, als da laut ethymologischem Wörterbuch sind: das Versäumen im angelsächsischen "fardwelan" oder Überdruss im althochdeutschen "twala". Außergermanisch vergleicht sich trefflich das griechische "tholos" wie Schlamm - der dunkle Saft des Tintenfischs.


Ein Wort, drei Bedeutungen.
Erstens: Das "Tor" = "zwei durch eine Querstange verbundene Pfosten", zwischen die ein Netz gespannt wird.
Zweitens: der "Tor" = "Irrsinniger", "Schwachkopf". Das Wort, ein substantiviertes Adjektiv, dessen "r" auf grammatischem Wechsel gegenüber "s" in den unter verwandtem "dösig" und "Dusel" angeführten Wortformen beruht.
Drittens: "Tor" = "Tür", "große Einfahrt"


trauen, treu, Trauer, trauern, Traufe (W2)

(E?)(L?) http://segert.net/home/
Nicht jeder "Trauer" kann man "trauen" - zumal sie anscheinend nichts miteinander zu tun haben.
Das Verb "trauen" ist eng vertraut mit der "Treue". Das Grundwort "treu" hatte im ahd. "gitriuwi" die Bedeutung "stark wie ein Baum". Daran erkennt man, dass "Treue" auch etwas mit "Stärke" zu tun hat.

Und wenn man diese Stärke nicht besitzt kann man schon eine gewisse "Trauer" verspüren. Diese bezieht sich auf das Verb "trauern", das im ahd. "truren" soviel wie "(den Kopf) hängen lassen". Von dem äußeren Verhalten schloss man auf den inneren Zustand und übertrug auch die Bezeichnung.
Ein Zusammenhang könnte dabei zu "triefen" (= "in Tropfen fallen") und "Traufe" (= "die Triefende") bestehen. Und wenn man dann noch vom Regen unter die tropfende Traufe gerät, dann ist man wirklich ein trauriger Tropf.

Als indoeuropäische Wurzel der "Trauer" wird ein Wort mit der Bedeutung "zerbrechen", "zerbröckeln" angenommen.
Dies ist ja auch im heutigen Sprachgebrauch noch erkennbar, wenn jemand "vor Trauer zusammenbricht", oder "von Trauer erschlagen" wird.

trauerspruch
Trauersprüche

(E?)(L?) http://www.trauerspruch.de/




(E?)(L?) http://www.trauerspruch.de/danke.htm

Über Trauerspruch.de
Wie Trauer, Beileid und Mitgefühl in Worten ausdrücken? Nutzen Sie die Formulierungs-Vorschläge für Ihre schriftliche Kondolenz.
Hilfreich: Trauersprüche mit weltlichem oder religiösem Inhalt. Zusätzlich finden Sie Zitate von historischen Persönlichkeiten, die gerne zum Kondolieren genutzt werden.


(E?)(L?) http://www.trauerspruch.de/trauergedicht.htm
Ein Trauerspruch, der mir gut gefällt:


Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von unserm Leben.
Drum wird dies eine Blatt allein
uns immer wieder fehlen.



Erstellt: 2012-05

Traum (W3)

Die Herkunft von "Traum" ist - wie im wirklichen Leben - unklar.

U

Uni Hamburg
Fachgebäden-Lexikon der Psychologie

(E?)(L?) http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/Projekte/PLEX/Start.htm
Psychologisches Fachgebärden-Lexikon; Begriffserklärungen und die dazugehörigen Gebärden.
Das "Fachgebärdenlexikon Psychologie" wurde im Rahmen eines zweijährigen Projekts vom Bundesarbeitsministerium gefördert. Für über 900 Begriffe aus sieben Grundlagenfächern der Psychologie wurden über 1200 Gebärden aufgenommen, mehr als zwei Drittel wurden empirisch erhoben, für knapp ein Drittel der Begriffe wurden neue Gebärden entwickelt.

Uni Köln
Differentielle Psychologie

(E?)(L?) http://www.uni-koeln.de/phil-fak/fs-psych/serv_pro/skripte/diff/diffborch.pdf
Skript zur Differentiellen Psychologie - Frank Borchard


...
4.6 Forschungsmethoden: klinische und experimentelle Forschung
(WAT (s.o.) zur Erforschung der Komplexe), aber keine Fallstudien, so wie Freud sie veröffentlicht hat, stattdessen Komparative Studien unter Einbeziehung von Geschichte, Mythos, Religion und Etymologie zur Erforschung der archetypischen Grundlage von Träumen und Phantasien. Jung beschäftigte sich in diesem Rahmen u.a. mit Hinduismus, Taoismus, Yoga, Konfuzianismus, Yoga, der christlichen Messe, Astrologie, Parapsychologie, dem Denken von Naturvölkern und Alchemie.
...

...
Er ordnet sie nach 1) Etymologie 2) theologische Bedeutung 3) philosophische b: 4) juristische B. 5) soziologische B. 6) äußere Erscheinung = biosoziale B. 7) psychologische B. Anschließend gibt er als Quintessenz seiner Arbeit die Persönlichkeit definiert als die dynamische Ordnung derjenigen psychophysischen Systeme im Individuum, die seine einzigartigen Anpassungen an die Umwelt bestimmen.
...


Uni München
Satzergänzungstest der Psychologischen Abteilung der Psychiatrischen Klinik der LMU München

(E?)(L?) http://psytest.psy.med.uni-muenchen.de/setest


V

veräppeln (W3)

Die Herkunft von dt. "veräppeln" (1900, 20. Jh.) = dt. "veralbern", "anführen", "veralbern", "zum Besten halten", "aufziehen", "jemanden zum Narren halten", ist nicht bekannt. Man nimmt zumindest an, dass der umgangssprachliche Ausdruck im Niederdeutschen, insbesondere in Berlin, seinen Ausgangsort hat.

Möglich wäre natürlich der Bezug zu umgangssprachlich "Appel" = dt. "Apfel" und könnte demnach interpretiert werden als dt. "mit Äpfeln bewerfen" (mit faulen Äpfeln, mit Pferdeäpfeln). In diesem Zusammenhang findet man auch die Audrücke "jemanden anpflaumen" oder "mit Tomaten bewerfen".

Da diese Sitte jedoch vor allem aus dem 16. Jh. in Wirtshäusern und Theatern bekannt ist, der umgangssprachliche Ausdruck aber erst Anfang des 20. Jh. aufkam, könnte vielleicht doch eine andere Erklärung die bessere sein.

Eine weiter Möglichkeit wird in dem Bezug zu jidd. "ewil" = dt. "Narr", "Tor" gesehen. Auch gibt es einen Hinweis auf jidd. "eppel" = dt. "nichts". Diese Erklärung läßt Raum für die genaue Erklärung von "jemandem Nichtigkeiten erzählen oder verkaufen" bis zu "etwas oder jemanden vernichten".

Dann gibt es noch die Interpretation mit ndt. "ape" = dt. "Affe" und somit die Bedeutung "Jemanden zum Affen machen".

Ich möchte auch eine persönliche Variante beisteuern: Es könnte - meines Erachtens - auch ein Bezug zu frz. "appell" = dt. "Ruf", "Anruf", "Aufruf", "Einberufung", "Berufung" vorliegen. Gerade der Hinweis, dass der Ursprung evtl. in Berlin Anfang des 20. Jh. zu sehen ist, könnte auf einen militärischen Hintergrund deuten. Eventuell war es unter Soldaten ein beliebtes Spiel, Kameraden mit nicht vorhandenen oder irreführenden (militärischen) Appellen in die Irre zu leiten. Aber dies ist lediglich eine persönliche Überlegung, um die Entstehung dieses Ausdrucks zu erklären.

Und wenn ich meiner Phantasie freien Lauf lasse, fällt mir auch noch der Apfel ein, den Eva dem Adam übergab.

(E?)(L?) http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article2086979/Sprechen-Sie-Hamburgisch.html

Sprechen Sie Hamburgisch? veräppeln Das ist keineswegs nur hamburgisch, aber die Lust, andere Leute reinzulegen, also zu veräppeln, findet man bei einigen Hamburgern recht ausgeprägt. Hier zwei Beispiele: Auf dem Dom, dem Hamburger Jahrmarkt, konnte man eine Tür finden ...


(E?)(L?) http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article2331289/Sprechen-Sie-Hamburgisch.html

Sprechen Sie Hamburgisch? Undöög bedeutet: Unfug machen, andere veräppeln, aus Spaß etwas Ungewöhnliches anstellen, auch um sich zu amüsieren, einen anderen necken: De Jung sitt vull Undöög un kann sik in sien Fell nich bargen, loot em doch! Hans-Hermann Wölfert


(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/index.php?begin=a&end=zzzzz

veräppeln


(E?)(L?) http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/lesen.php?Bereich=uz

veräppeln


(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/

Veräppeln


(E?)(L?) http://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/nahrung/belegdatenbank/v/veraeppeln/


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=veräppeln
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "veräppeln" taucht in der Literatur um das Jahr 1910 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2015-08

W

Wahn
Wahnsinn
wahnsinnig
Wahnwitz
wahnwitzig
*wan
Wüste
*wen-
Argwohn
win
Wunsch
Winfried
Erwin
venus
gewinnen (W2)

Bei der Buchstabenfolge "wahn" handelt es sich um zwei unterschiedliche Wortstämme.

Das Substantiv "Wahn" geht zurück auf eine Wurzel mit der Bedeutung dt. "Meinung", "Hoffnung", "Verdacht" und ist verwandt mit dt. "gewinnen".

In Zusammensetzungen wie "Wahnsinn" handelt es sich um ein Adjektiv mit der Bedeutung dt. "leer" und ist verwandt mit dt. "Wüste".

Dt. "Wahn" geht zurück auf mhd., ahd. "wan" = dt. "Meinung", "Hoffnung", "Verdacht", got. "wens", aengl. "wn", aisl. "van" = dt. "Hoffnung". Dt. "Wahn" ist verwandt mit dt. "gewinnen". Sowohl dt. "Wahn" als auch dt. "Gewinn" (und weitere verwandte Wörter in anderen indoeuropäischen Sprachen) gehen zurück auf die Wurzel ide. "*uen-" = dt. "umherziehen", "streifen", "nach etwas suchen".

Die Bedeutung von "Wahn" = dt. "krankhafte Einbildung" hat sich erst in neuester Zeit entwickelt.

In Zusammensetzungen wie "Wahnwitz" oder "Wahsinn" = dt. "Unsinn", wörtlich "leerer Sinn", "ohne Sinn", handelt es sich allerdings um ein nicht verwandtes Kompositionsglied "wahn-" mit der Bedeutung dt. "leer" (mhdt., ahdt. "wan" = dt. "leer", got. "wans" = dt. "mangelnd"). Dt. "Wahnwitz" (16. Jh.) ist eine Substantivbildung zu frühnhdt. "wahnwitz", "wahnwitzig" (mhdt. "wanwiz", ahdt. "wanawizzi") = wörtlich "ohne Verstand". Verwandt ist dt. "wahn-" mit griech. "eunis" = dt. "ermangelnd", lat. "vanus" = dt. "leer" und mit dt. "wüst", "Wüste".

Bei Adelung findet man:


Der "Argwohn", des -es, plur. doch nur selten, die -e, die nachtheilige, mit Ungewißheit verbundene Meinung von den Gesinnungen einer Person, besonders so fern diese Meinung ungegründet ist, wodurch sie sich von dem Verdachte unterscheidet. Einen Argwohn auf jemanden haben. In dem Argwohne seyn, oder stehen. In Argwohn gerathen, fallen, kommen. Einen Argwohn wider jemanden fassen, bekommen, schöpfen. Argwohn erwecken, verursachen. Argwohn auf einen werfen. Einem den Argwohn benehmen. Wie können sie einen solchen Argwohn bey sich aufsteigen lassen? v. Brawe. Der Blick, in welchem schlau Der Argwohn gleich der finstern Spinne lauscht, Weiße.

Anm. "Argwohn", ist aus "Arg" und "Wahn" zusammen gesetzt, S. "Wahn". Statt dessen kommt bey dem Kero "Urtriue" und für "argwöhnig", "urtriuuer" vor. In Niedersachsen ist dafür auch "Achterdanken" und "Misdunken" üblich. "Argwohn" bedeutete ehedem auch einen jeden "Irrthum", eine jede "ungegründete Einbildung". Unfallo zu eim narren sprach Der sich hielt in einem argkwan Als solt mit dem geschütz vmbgan Sonnst gar nyemandts denn allein er, Theuerd. Kap. 60.

2. "Erwinden", verb. irreg. neutr. welches mit dem vorigen gleichförmig abgewandelt wird, "mangeln", "fehlen"; doch nur in der am häufigsten in den Kanzelleyen üblichen R. A. es an nichts erwinden lassen, ich werde es an allem möglichen Fleiße, an den nöthigen Kosten u. s. f. nicht erwinden lassen. Ältere Oberdeutsche Schriftsteller gebrauchen es für "aufhören", "mangeln", überhaupt. Wan der Nutz an eym irwant, wenn der Nutzen an einem fehlete, Jerosch. Er erwand, es hörete auf, Kaisersb. Da erwindet der Rhätier Landmarch, höret auf, Stumpf. S. "Schwinden", welches bloß durch den voran gesetzten Zischlaut aus "winden", "mangeln", geworden, ingleichen "Winden", "Wahn", "Mangel", und "Gewinnen".

Der "Irrwahn", des -es, plur. die -e, ein "irriger Wahn", eine "irrige Meinung", mit einem harten Ausdrucke. S. "Wahn". Im Irrwahne stecken. Einen Irrwahn behaupten.

"Nothwendig", -er, -ste, adj. et adv. was dergestalt ist, oder geschiehet, daß es nicht anders seyn oder geschehen kann, da denn dieses Wort so viele Stufen leidet, als das Zeitwort können Bedeutungen verstattet. 1. In dem schärfsten, aber freylich nur in der Philosophie üblichen Verstande ist nothwendig, und bestimmter schlechterdings nothwendig, absolute necessarium, was den Grund seines Daseyns in sich selbst hat, oder dessen Gegentheil einen Widerspruch enthält; im Gegensatze des zufällig. Auf diese Art ist Gott nothwendig oder ein nothwendiges Wesen. Zwey Mahl zwey ist nothwendig vier, weil der Gegensatz einen Widerspruch enthalten würde. In dieser Bedeutung fällt die Comparation von sich selbst weg. 2. In weiterer und gewöhnlicherer Bedeutung, was in Ansehung der Umstände nicht anders seyn oder geschehen kann, welches vollständig bedingungsweise nothwendig genannt wird, hypothetice necessarium; wo es wieder mehrere Stufen gibt. 1) Physisch nothwendig, oder auch nur schlechthin nothwendig, in dem Wesen eines Dinges gegründet; natürlich. Das Feuer muß nothwendig brennen, weil es sonst nicht das seyn würde, was wir unter dem Worte Feuer verstehen. Das Ganze setzt die Vielheit der Theile nothwendig voraus. Unser Herz hat einen nothwendigen Hang sich von jeder Art der Schönheit rühren zu lassen. Wer tugendhaft leben will, muß nothwendig seine Neigungen bezähmen lernen. 2) Moralisch nothwendig, oder auch nur nothwendig schlechthin, was unter gewissen Umständen nicht anders seyn kann, was nur auf Eine Art gethan werden kann, dessen Gegensatz einen Widerspruch wider eine Pflicht, wider eine Absicht, oder auch nur wider einen Umstand enthalten würde, was man nicht vermeiden, nicht unterlassen kann. Auf diese Art ist alles nothwendig, was in einem Gesetze befohlen ist, was man unbeschadet seiner Wohlfahrt nicht entbehren kann, und in der weitesten Bedeutung auch, was man nicht entbehren zu können glaubt; daher einer oft ein Ding für nothwendig hält, welches bey dem andern nur nöthig und dem dritten gar unnöthig und überflüssig ist. Der heutige Tag ist nicht nothwendig ihr Brauttag, Gell. Müssen sie mich den nothwendig stören? ebend. Wenn man mir dem Nachruhme kommt, so muß ich nothwendig lachen; ebend. Ich muß heute nothwendig schreiben. Nothwendige Arbeit haben, welche ohne Übertretung einer Pflicht nicht unterbleiben kann. Ein nothwendiger Mensch, welchen man nicht entbehren, ohne welchen man nicht leben kann. Er weiß sich sehr nothwendig zu machen. Mangel an dem Nothwendigen leiden, an dem was zur Erhaltung des natürlichen Lebens unentbehrlich ist.

Anm. Im Schwed. gleichfalls "nödvändig". Dieses Wort sagt in seinen schärfern Bedeutungen weit mehr als das bloße "nöthig", und diese erhöhete Bedeutung rühret von der letzten Hälfte "wendig" her, deren eigentlicher Sinn aber so ausgemacht noch nicht ist, indem dieses Wort bey keinem unserer ältesten Schriftsteller angetroffen wird, ob es gleich alles Ansehen eines alten Wortes hat. Wachter lässet die letzte Hälfte auf einer sehr gezwungene Art von "wenden", "stehen", abstammen. Schilter mit mehrerer Wahrscheinlichkeit von "wenden", "abwenden", und erkläret es durch "dasjenige, was die Noth abwendet". Da aber auch diese Ableitung den Begriff des Wortes nur halb erschöpfet, so fällt Ihre auf das alte "Wahn", "Mangel", und "wahnen", Engl. "to want", "mangeln", "fehlen"; und da ist denn nothwendig, was man nicht ohne Noth entbehren kann, was höchst nöthig ist.

* "Schwanen", verb. reg. neutr. welches nur in den gemeinen Sprecharten, besonders Niederdeutschlandes, für "ahnden", eine dunkele Empfindung von einer zukünftigen Begebenheit haben, üblich ist, und unpersönlich mit der dritten Endung der Person gebraucht wird. Es hat mir geschwanet. Mir schwanet nichts Gutes.

Anm. Im Nieders. "swanen", "swanden". Es ist ein altes, auch im Oberdeutschen nicht unbekanntes Wort, welches aber, so wie alle von den Wirkungen der Seele üblichen Wörter, in mehrern Bedeutungen vorkommt. Bey dem Kero ist "suanan" "glauben", "wollen", ingleichen, "urtheilen", "Suusnar" der "Richter", und "Selbsuana" die "Willkühr". Ohne Zweifel ist es vermittelst des Zischlautes von "Wahn", "wähnen", in der ehemaligen weitern Bedeutung, für "glauben", "urtheilen", "muthmaßen", gebildet. Schon bey dem Ulphilas ist "venan" "dafür halten". S. "Wähnen".

* "Wahn", adj. et adv. welches im Hochdeutschen längst veraltet ist, und nur noch hin und wieder in einigen Zusammensetzungen lebt. Es bedeutete: 1. "Leer"; eine sehr alte Bedeutung, welche noch in einigen gemeinen Mundarten so wohl Ober- als Niederdeutschlandes angetroffen wird. Das Faß ist wahn, nicht ganz voll. Ein wahnes Faß, ein leeres, nicht ganz volles Faß. 2. "Abwesend", "fehlend" und "Mangel an etwas leidend"; ein wenigstens eben so alter Gebraucht. Ains thus wan ist, eines fehlet dir, im Ulphilas, wo es im Angelsächsischen heißt; "an thing the is wana". Meisterlicher Künste wahn, derselben beraubt, daran Mangel leidend, im Jeroschin "Wan uuesan", "fehlen", im Kero. 3. "Thöricht", "ungereimt". Ein wahner Mensch, noch in einigen Gegenden, ein Narr. 4. "Einen Fehler habend", er sey von welcher Art er wolle; eine sehr weit ausgebreitete Bedeutung, welche vornehmlich in vielen Zusammensetzungen lebt, welcher doch in den Provinzen gangbarer sind, als im Hochdeutschen, wo man dafür in vielen Fällen die Zusammensetzungen mit "Miß-" oder "Un-" hat. (Siehe viele dieser Wörter, im folgenden.) Andere Wörter dieser Art sind: "wahnartig", "unartig", "Wahnart", "Unart", "Wahnmaß", "ein falsches, allzukleines Maß", "Wahnhoffnung", "Verzweifelung", "Wahnorder", "Unordnung", "Wahnsprache", "fehlerhafte Aussprache", "Wahnkauf", ein "ungültiger Kauf", "Wahnwaare", "falsche oder auch verdorbene Waare", "wahngläubig", "ungläubig", "wahngönnen", "mißgönnen", "wahnmüthig", "mißmüthig", ingleichen "wahnsinnig" oder "unsinnig", "Wahntrauen", "Mißtrauen", "Wahnmacht", "Schwachheit", "Ohnmacht", "Wahnehre", "Schande" u. s. f. welche wieder aufzunehmen wenigstens sehr unnöthig seyn würde, indem wir andere gangbare, und theils bestimmtere Ausdrücke haben, jeden der obigen Begriffe auszudrücken. Da dieses "wahn" seiner ersten ursprünglichen Bedeutung nach so dunkel, und folglich in allen Arten des Gebrauches so schwankend ist, so ist dieß wohl die vornehmste Ursache, warum man es im Hochdeutschen in denjenigen Fällen hat veralten lassen, wo man bestimmtere Ausdrücke dafür hatte. So konnte "wahngläubig", so wohl "schwachgläubig", als "schwergläubig", als "ungläubig", als endlich auch "einen irrigen Glauben habend", bedeuten, und bedeutete alles dieses wirklich. "Wahnhoffnung" bedeutete nicht allein "Verzweifelung", sondern auch "eine ungegründete, ferner eine fehlerhafte Hoffnung". Wörter dieser Art, welche in jeder Sprache ein Fehler sind, entledigt sich jede derselben, so bald sie kann.

Anm. Die Kürze dieses Wortes und die Abwesenheit eines sichtbaren Ableitungslautes ist ein Beweis, daß dieses Wort ein wahres Wurzelwort ist; es ist daher auch eins der ältesten, nicht allein in der Deutschen, sondern auch in allen verwandten, und selbst in vielen fremden Sprachen. Was die Deutsche betrifft, so ist es die Wurzel von "wenig", und vermuthlich auch von "Wandel", "ein Fehler", und ein Verwandter von "ohne" und "un". Im Englischen ist "to wane" "abnehmen", und "want", der "Mangel". Das Lateinische "vanus" ist genau damit verwandt. Man hatte davon ehedem auch ein Substantivum, der "Wahn", der "Mangel", "Abgang", "Fehler" u. s. f. Tausend Gulden ohne Wahn, genau tausend Gulden.

Der "Wahn", des -es, plur. inus. 1. * Eine jede "Meinung", d. i. Urtheil nach bloß wahrscheinlichen Gründen, ohne Rücksicht auf die Richtigkeit oder Unrichtigkeit, daher es ehedem auch im guten Verstande gebraucht wurde, in welchem es schon im Ottfried vorkommt. So verdirbet mir min lieber wan Der mir volleclich ab die minneclichen riet, Gr. Conrad von Kirchberg. Selbst Opitz sagt noch Ps. 119. Wenn du dein Wort beginnest aufzuschließen, Es bringet viel auf einen rechten Wahn, Und macht die klug, so nur von Einfalt wissen. In den Provinzial-Rechten mancher Gegenden ist daher "Wahn" noch so viel als "Vermuthung". In dieser allgemeinen Bedeutung ist es im Hochdeutschen veraltet, wo die Ausdrücke, ein falscher, ein irriger Wahn, noch ein Zeuge davon sind, indem dergleichen Beysätze jetzt überflüßig sind; da 2. dieses Wort jetzt nur noch im nachtheiligen Verstande von einer ungegründeten, irrigen Meinung gebraucht wird. Es ist der gemeine Wahn. In dem Wahne stehen. Einen Wahn hegen. Einem seinen Wahn benehmen. Der größte Theil unserer Unzufriedenheit entspringet aus dem stolzen Wahne, daß wir nicht so glücklich sind, als wir es zu seyn verdienen, Gell.

Anm. Schon bey dem Kero "Vuan", im Schwedischen "van". Im Ulphilas ist "venjan", und im Angelsächsischen "venan", "meinen", "wähnen". Das Wort ist mit seinem Verbo, "wähnen", so alt, daß sich dessen erste eigentliche Bedeutung nicht mit Gewißheit bestimmen läßt, (Siehe "Wähnen".) Zu den jetzt veralteten Bedeutung desselben gehören noch: 1. die "Absicht", der "Vorsatz". Nun hat Neydelhart vorhin bestelt Etlich fußknecht mit argem wan Die auf den Helden solten gan, Theuerd. Kap. 87. "Argwohn" bedeutet jetzt bey uns etwas anders, (Siehe dasselbe.) 2. "Verdacht", "Argwohn", im Ottfried, so wie noch das Schwedische "Vän". 3. Die "Hoffnung", in welcher Bedeutung schon Kero es gebraucht. Auch bey dem Ulphilas ist "vena", "Hoffnung". 4. "Wille", "Begierde", "Lust"; mehrmahls im Hornegk. 5. "Treue", "Glaube"; auch im Hornegk.

Das "Wahnbett", des -es, plur. die -e, ein "leeres Bett", von "wahn", "leer"; ein nur im Jagdwesen übliches Wort, wo es ein leeres, von dem Hirsche verlassenes Bett oder Lager bedeutet.

* "Wahnbürtig", adj. et adv. welches nur im Niedersächsischen üblich ist, "unehelich geboren", "unehelich", wo auch "Wahnburt", "uneheliche Geburt" ist; von dem veralteten Adverbio "wahn".

"Wähnen", verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben bekommt. 1. * "Dafür halten", "meinen", "glauben", im weitesten Verstande; eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung, worin es aber in den ältern Oberdeutschen Schriften häufig vorkommt. Ih uuan, ich glaube, halte dafür, heißt es mehrmahls im Ottfried. 2. Auf eine irrige, ungegründete Art dafür halten, aus irrigen Gründen muthmaßlich schließen; in welcher Bedeutung es nur noch allein üblich ist. Ihr sollt nicht wähnen, daß ich kommen bin, das Gesetz aufzulosen, Matth. 5, 17. Daß nicht jemand wähne, ich sey thöricht, 2 Cor. 11, 16. Indessen fängt es auch in dieser Bedeutung an, weniger gebraucht zu werden, indem in den meisten Fällen, wo das ungegründete zugleich mit bezeichnet werden soll, "sich einbilden" gebraucht wird. So auch das "Wähnen".

Anm. Bey dem Kero "uuanan", bey dem Ulphilas "wenjan", im Angelsächsischen "wenen", im Engl. "to ween", im Niedersächsischen "wanen", im Schwedischen "vänta". Aus der Endsylbe "nen" erhellet, daß dieses Verbum ein Intensivum oder vielmehr Iterativum ist, wie "sehnen", "gähnen", "dehnen" u. s. f. Die einfachere Form, wovon jenes abgeleitet ist, kommt noch im Ottfried vor, wo "wahen", "Meldung thun", "erzählen", "erwähnen" bedeutet. Noh in themo uuahen thiu uuort ni milsi fallen; und so in andern Stellen mehr, S. Schilters Gloss. v. "wahen". Mit dieser Bedeutung des Verbi "wahen" sind die Lateinischen "fari", "vates", u. s. f. verwandt.

Der "Wahnglaube", des -ns, plur. inus. in der Theologie, von "wahn", "irrig", "unecht", ein "irriger, falscher Glaube". Ingleichen von "Wahn", "irrige Meinung", ein "eingebildeter Glaube", ein "Glaube, welchen man zu haben sich einbildet", ohne ihn wirklich zu besitzen, welche schwankende Bedeutung schon allein dieses Wort vorwerflich machen kann.

Die "Wahnkante", plur. die -n, im gemeinen Leben, besonders bey den Zimmerleuten, eine nicht scharf genug, folglich fehlerhaft behauene Kante oder Ecke an dem Bauholze; die "Wahnecke". Von "wahn", "fehlerhaft". Daher "wahnkantig", "Wahnkanten habend".

Das "Wahnkorn", des -es, plur. die -körner, in der Landwirthschaft einiger Gegenden, "leere oder taube Körner" in dem Getreide, von "wahn", "leer". Ingleichen ein ungestalt gewachsenes Getreidekorn, von "wahn", "fehlerhaft".

"Wahnsauer", adj. et adv. auch nur in einigen Gegenden, "auf eine fehlerhafte Art sauer". So werden Bier und Wein wahnsauer genannt, wenn sie kahmig werden.

"Wahnschaffen", adj. et adv. "ungestaltet", "unförmig", "übel gebildet"; im gemeinen Leben. Niedersächs. "wanschapen", Schwed. "vanskapa"; von "wahn", "fehlerhaft".

Der "Wahnscheffel", des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, der letzte Scheffel von einem Haufen Getreide, wenn er nicht voll wird; von "wahn", "leer".

* Der "Wahnschluß", des -es, plur. die -schlüsse, ein um seiner Zweydeutigkeit willen veraltetes Wort. Es bezeichnet, 1. einen Schluß aus bloß wahrscheinlichen Vordersätzen, von "Wahn", "Meinung", einen wahrscheinlichen Schluß. 2. Einen falschen, irrigen Schluß, einen "Trugschluß", von "wahn", "irrig", "unecht".

Der "Wahnsinn", des -es, plur. car. so wohl "Verrückung als auch Beraubung des gesunden Verstandes", so fern Sinn ehedem mit "Verstand" gleich bedeutend war, wie "Wahnwitz", ( S. dasselbe.) Da "wahn" so wohl "leer", "eines Dinges beraubt", als auch "unecht", "irrig", bedeutete, so fließen beyde Bedeutungen in diesem und andern ähnlichen Wörtern zusammen, und diese Milderung der ersten Bedeutung durch die zweyte, macht, daß Wahnsinn nicht den Grad der Härte hat, als Unsinn, welches einen gänzlichen Mangel ohne alle Milderung bezeichnet.

"Wahnsinnig", -er, -ste, adj. et adv. "am Verstande verrückt", desselben beraubt, und in diesem Zustande gegründet. Wahnsinnig seyn. Ein wahnsinniger Mensch. Ein wahnsinniges Vorgeben. Daher die "Wahnsinnigkeit", der Wahnsinn als ein Zustand betrachtet.

* Die "Wahnsonne", plur. die -n, von "wahn", "unecht", ein veraltetes Wort, wofür jetzt "Nebensonne" üblicher ist.

Der "Wahnwitz", des -es, plur. die -e, von "Witz", so fern es ehedem "Verstand" überhaupt bedeutete, ist "Wahnwitz" so viel als "Wahnsinn", und beyde werden auch noch häufig als gleich bedeutend gebraucht, obgleich letzteres üblicher ist, als ersteres, vermuthlich um die Zweydeutigkeit mit der heutigen gangbaren Bedeutung des Wortes "Witz" zu vermeiden. So auch "Wahnwitzig" und "Wahnwitzigkeit". Ottfried gebraucht "Unuuizzi" für "Wahnwitz".

"Wenig", Compar. weniger, Superl. wenigste, ein allgemeines Zahlwort, welches überhaupt eine "kleine, aber unbestimmte Zahl und Quantität" bedeutet, und in so fern dem "viel", "mehr" und "meist" entgegen gesetzet ist. Es wird auf gedoppelte Art gebraucht.

I. Als ein eigentliches Zahlwort.

1. Eigentlich, eine kleine unbestimmte Zahl und Menge zu bezeichnen. So wohl collective, und nur allein im Singular. Wenig Geld haben. Trinke ein wenig Wein, ehedem mit dem Genitive, ein wenig Weins. Ich habe wenig Nutzen davon. Es bleibt mir wenig Zeit übrig. Ich sehe noch wenig Anstalt dazu. Als auch distributive, da es denn der Natur der Sache nach nur im Plural gebraucht werden kann. In wenig Tagen, in wenig Wochen, in wenig Jahren. Wenig Worte von etwas machen. Hier ist der Genitiv üblicher, doch nur, das ausgelassene von oder unter zu vertreten. Wenige derselben, d. i. von ihnen. Es kamen ihrer nur wenige; es waren unser wenige. Wenige unsers Standes, von unserm Stande. Es sind ihrer zu wenig. So auch im Comparative und Superlative. Weniger Geld und mehr Gelehrsamkeit. Der wenigste Theil, wofür doch der kleinste, der geringste Theil üblicher sind. Das ist meine wenigste (geringste) Sorge. Da alle Zahlwörter so wohl in der Biegung, als in ihrem Gebrauche, so viel Abweichendes haben, indem sie in der Mitte zwischen den biegsamen und unbiegsamen Bestimmungswörtern stehen, und daher bald diesen, bald jenen gleichen; so gilt solches auch von diesem Worte. Wenn es ein Substantivum nach sich hat, und kein Pronomen oder bestimmter Artikel vorher gehet, so ist es völlig unbiegsam. Wenig Verdienste haben. Wenig Fleiß anwenden. An wenig Orten. Denn wenn man gleich zuweilen höret, mit wenigen Worten, in wenigen Tagen, so ist dieß doch bey weiten nicht die üblichste Form. Gehet aber ein biegsames Bestimmungswort, besonders ein Pronomen und der bestimmte Artikel vorher, so muß auch wenig die Biegung annehmen. Die wenigen Verdienste, welche er etwa hat. Seiner wenigen Verdienste wegen. Des wenigen Guten wegen. Der wenige Vorrath. Welches auch gilt, theils, wenn wenig in der dritten Declination der Adjective gebraucht wird, welcher Fall doch seltener ist. Weniger Menschen Wohl befördern. Weniges Geld ist dazu hinlänglich. Theils, wenn es ohne Substantiv stehet, sich aber doch auf eines beziehet; in beyden Fällen, weil doch der Casus an Einem Worte bezeichnet werden muß. Mit wenigem zufrieden seyn. Wenn der Artikel der Einheit vorher gehet, so bleiben beyde unverändert. Ein wenig Wein, mit ein wenig Wein vermischt. Butter auf ein wenig Brot gestrichen. Eben dieses gilt von der Declination des Comparatives. Mit weniger Fleiß als Glück. Die zusammen gesetzten Maschinen entstehen aus der Verbindung mehrerer oder wenigerer einfacher Maschinen, weit hier die dritte Declination der Adjectiven Statt findet wo die Biegung, um der Bezeichnung der Casus Willen, nothwendig ist. Wollte man sagen, aus der Verbindung mehr oder weniger einfacher Maschinen, so würden mehr und weniger hier das folgende Adverbium seyn, und zunächst das einfach bestimmen. Ingleichen absolute und als ein Adverbium, da es denn völlig unbiegsam bleibt. Es ist wenig daran gelegen. So wenig als nichts. Wenig haben, wenig geben, wenig essen, wenig trinken. Er hat weniger als ich. Weniger konnte ich ihm nicht geben. Sieben Mahl weniger. Es ist um die Hälfte weniger. Ein Auge weniger haben, als andere. In weniger als drey Tagen. Dasjenige, um wie viel etwas weniger ist, wird hinter dem Adverbio weniger gesetzt. Drey Thaler weniger vier Groschen. Ein Schock weniger sechs. Drey Eimer weniger drey Viertel. Auch als ein Substantivum. Das Wenige, was ich habe. Sein Weniges mit beytragen. Ein Weniges. In Wenigem getreu seyn. Sich mit Wenigem begnügen.

2. Figürlich. (a) Von dem Grade der innern Stärke, für geringe, nur allein im Singular. So wohl mit dem Substantive, wo von der Declination wieder das vorige gilt. Wenig Geduld haben. Wenig Sorge tragen. Er kann ein wenig Latein. Wenig Andacht spüren lassen. Als auch absolute, und als ein Adverbium. So wohl vor Verbis. Einer Sache wenig kundig seyn, ingleichen wenig erfahren seyn. Wenn er sich nur ein wenig bewegt. Der Sache zu wenig thun. Das hat ihn ein wenig verdrossen. Tretet ein wenig auf die Seite! Diese Abnahme heißt wenig, ist von keiner Erheblichkeit. Ich habe wenig darauf geachtet. Wie wenig müssen sie mich kennen! Ich erschrak nicht wenig, d. i. sehr. Wie gut wäre es für mich, wenn ich sie weniger liebte! Gell. Als auch vor Substantiven. Ich bin zu wenig Kennerinn, als daß ich sagen könnte, ob seine Stimme Alt oder Tenor ist. Noch häufiger vor andern Adverbiis, besonders mit ein. Ein wenig reich, groß, bitter, süß u. s. f. ein wenig zu viel, zu groß, zu klein, zu sauer. Wenig reich, wenig gelehrt, u. s. f. für nicht sehr ist nicht so üblich. Ich weiß wenig willkommen guter Rath gemeiniglich ist. Mit dem Comparativ, er ist weniger reich als du, für nicht so, ist ursprünglich ein Gallicismus. Zwar hatte er ein Rittergut, darum war er aber nicht weniger bürgerlich in den Augen des Adels. Noch üblicher ist derselbe besonders in der edlern Schreibart vor Substantiven. Bin ich weniger ein Mensch, als du? d. i. bin ich nicht so gut, nicht eben so wohl ein Mensch. als du? (b) Von dem Grade des Werthes, für geringe; eine veraltete, und nur noch im gemeinen Leben und der vertraulichen Sprechart übliche Bedeutung. Meine wenige Person. Ich bin zu wenig dazu, zu geringe.

II. Als eine Partikel allein, besonders als eine Conjugation, auf welche Art es in allen drey Gradibus gebraucht wird.

1. Im Positivo. (1) So wenig., oder eben so wenig - als, eine Art vergleichender Conjunction. Ich verlange den Reichthum eben so wenig, als die Armuth, Gell. (2) So wenig - daß, im Vordersatze mancher adverbischen Sätze. Er ist so wenig geitzig, daß er vielmehr u. s. f. Freylich nicht die beste Art der Verbindung. (3) Es fehlte wenig, daß er den Hals gebrochen hätte, oder, so hätte er den Hals gebrochen. Eigentlich eine ausländische Form, welche sich durch bey nahe klärer und kürzer geben läßt: bey nahe hätte er den Hals gebrochen.

2. Im Comparativ. (1) Als eine verbindende Partikel, mit nicht, wo es besonders um der Mannigfaltigkeit Willen, wenn mehrere Begriffe und Sätze ganz einfach verbunden werden sollen: so wohl - als auch - nicht weniger - wie auch, gebraucht wird. Im Oberdeutschen setzt man das "nicht" hinten, "weniger nicht". (2) Als eine Conjunctiv proportionalis. Je weniger - desto, nicht um so. Je weniger ich ihn leiden kann, desto mehr schmeichelt er mir. (3) Eine Art der abnehmenden Steigerung zu bezeichnen. Ich konnte kaum den Ofen, und also noch viel weniger die Winkel hinter demselben, sehen. (4) Nichts desto weniger, eine concessive Partikel.

3. Im Superlativo, wo zum wenigsten oder aufs wenigste, als nachlassende Partikeln gebraucht werden. Wollen sie mir nicht alles geben, so werden sie mir doch zum wenigsten die Hälfte geben, so werden sie mir doch nicht weniger als die Hälfte geben können. S. auch "Wenigstens".

Anm. Dieses Wort lautet schon im Kero, Ottfried u. s. f. "weneck", "weneg", allein es bedeutet daselbst in den meisten Fällen entweder "klein", oder "arm" und "elend". Wir wenegon weison, wir armen Waisen, Ottfr. In der heutigen Bedeutung sind bey ihnen "lutzel" und "fohe" üblicher. Von dem 13ten Jahrhunderte an kommt es indessen in der heutigen Bedeutung schon vor. Es ist vermittelst der Ableitungssylbe "ig" von dem alten "wahn" gebildet, welches ehedem überhaupt "Mangel" und "mangelnd" bedeutete. S. "Wahn".

Der "Witz", des -es, plur. car. 1. * "Wissenschaft" im weitestem Verstande, der Vorrath von Begriffen, welchen ein Mensch hat; eine jetzt veraltete Bedeutung, in welcher das Wort noch im "Mutterwitz" und "Schulwitz" gebraucht wird. 2. Der "Verstand" überhaupt; eine alte, noch im gemeinen Leben hin und wieder übliche Bedeutung. So sagt man, ein Kind habe vielen Witz, wenn es einen für sein Alter ungewöhnlichen Verstand äußert. Daher "Aberwitz", "Wahnwitz", "Verrückung des Verstandes". 3. In der engsten, jetzt noch allein üblichen Bedeutung ist der "Witz", das Vermögen der Seele, Ähnlichkeiten, und besonders verborgene Ähnlichkeiten, zu entdecken, so wie "Scharfsinn" das Vermögen ist, verborgene Unterschiede aufzufinden.

Anm. Das Wort ist alt, und lautet schon von bey frühesten Zeiten an "Wizzi", ist aber, so wie alle Abstracta, in der Bedeutung sehr schwankend, indem es bald für "notitia", bald für "intelligentia", bald aber auch für "ratio" gebraucht wurde, Ratio wizze, unde intellectus, fernumest, diu ouh mens, muot keheizzen sint, heißt es im Notker. Es ist, wie das Engl. "Wit", welches auch noch "Verstand", "Scharfsinn" u. s. f. bedeutet mit "weise" und "wissen" Eines Geschlechtes, obgleich nicht unmittelbar von denselben abgeleitet. Bey dem Kero ist "Hwassi", "Scharfsinn", und "wizzen", "weise werden".


(E?)(L?) http://egonet.de/ego/0399/art1.htm

Schluß mit dem Gesundheitswahn! Eine Glosse


(E?)(L1) http://www.pcwelt.de/news/online/122085/index.html?NLC-Newsletter&id=122085

Wikipedia Schreibwettbewerb: Wahnsinn siegt
Der dritte Schreibwettbewerb der deutschsprachigen Wikipedia ist am Wochenende zu Ende gegangenen. Bei reger Teilnahme siegte diesmal der "Wahnsinn".
...


(E?)(L?) http://www.rolf-wolle.de/biblio/biblio/alteworte.html

Wahnsinn


(E?)(L?) http://www.sgipt.de/gipt/psypath/et_wahn0.htm

Zur Etymologie der Worte von Wahn und Wahnsinn

Der Begriff "Wahnsinn" und "Wahn" wird sprachgeschichtlich sehr ausführlich von Scharfetter in seiner "Allgemeinen Psychopathologie", Stuttgart: Thieme 1976, S.168-169 abgeleitet:

"13.4 Die Etymologie von "Wahnsinn" und "Wahn" - Was weiss die Sprache vom Wesen des Wahns? Die Wörter Wahnsinn und Wahn haben nach Auffassung der Etymologen verschiedene Herkunft (s. Duden 1963, Hofer 1953, Wasserzieher 1963).

13.4.1 "Wahnsinn" ("Wahnwitz", vgl. "De-menz") "Wahn" ist alt- und mittelhochdeutsch "*wan" = "leer", urverwandt mit gotisch "vans" = "mangelnd", "leer", lateinisch "vanus", "vastus" = "leer". Aus dem gleichen indoeuropäischen Stamm ist das Wort "Wüste" abgeleitet. Sinn ist ursprünglich "Gang der Gedanken", "Weg der Gedanken". "Wahnsinnig" heisst also: "leer von Sinnen", "des Verstandes (Witz) ermangelnd".

13.4.2 "Wahn". Das Wort stammt aus der Wurzel ide. "*wen-" (das auch in unserem neuhochdeutschen "gewinnen" steckt), d.h. "nach etwas suchen", "nach etwas trachten", "etwas wünschen", "verlangen", "erhoffen", "begehren", "erwarten", "annehmen" im Sinne von "vermuten". Dazu gehört germanisch, mittel- und althochdeutsch "wan" = "Erwartung", "Vermutung", "Meinung", "Verdacht", (vgl. "Argwohn"). Aus derselben indoeuropäischen Wurzel stammt englisch "to win", germanisch "wunsch", "wine", d.i. "Freude" (vgl. die Namen "Winfried", "Erwin"), lat. "venus" = "Liebe", altindisch "vanas" = "Verlangen", "Lust" und "vanati" = "Liebe". Die Herkunft des Wortes "Wahn" weist also schon darauf hin, dass dabei ein Streben wirkt (Motivation), ein Wunsch, dass etwas "gewonnen", angenommen wird."


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

LIEBESWAHN | LIEBESWAHNSINN


(E1)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Wahnsinn

...
Wortgeschichte

Das Wort "Wahnsinn" ist eine Rückbildung des 18. Jahrhunderts aus dem Adjektiv "wahnsinnig", das schon im 15. Jahrhundert nachweisbar ist. Vorbild war das Wort "wahnwitzig", welches auf das althochdeutsche "wanwizzi" zurückgeht. Dabei bedeutet im Althochdeutschen "wan" (ie. "*(e)u?-no" "leer") ursprünglich "leer", "mangelhaft" (vgl. engl. "waning"). "Wahnwitz" bzw. "Wahnsinn" meinten also etwa soviel wie "ohne Sinn und Verstand". Dadurch, dass "wan" und "Wahn" (ahd. "wân" = "Hoffnung", "Erwartung") sprachgeschichtlich zusammengefallen sind, haben sich die Bedeutungen gegenseitig beeinflusst: "Wahn" wurde zur "falschen, eingebildeten Hoffnung", der alte Wortbestandteil "wan" wird heute als das etymologisch nicht verwandte "Wahn" wahrgenommen.

Das Althochdeutsche kennt drei Substantive, die markante Zustände der Verstandestrübung und des Wahnsinns beschreiben: "sinnelosi", "tobunga" und "unsinnigi". Diesen Begriffen ist eventuell noch das pathologische "uuotnissa" zur Seite zu stellen, es übersetzt das lateinische "dementia". Die Bedeutung von "Wahnsinn durch Besessenheit" hat "unuuizzi". All diese Begriffe tragen ihren Ursprung im Lateinischen ("dementia", "alienatio" und "insipienta") und sind nur sehr schwer voneinander abzugrenzen.

Im Mittelhochdeutschen gibt es eine ganze Reihe anderer Begriffe, um Wahnsinn(ige) zu bezeichnen; zuerst einmal "tôr" und "narre", aber auch ein großes Wortfeld mit Komposita der Stammsilbe "sin(n)", wie zum Beispiel "unsin", "unsinheit", "unsinne", "unsinnec", "unsinnecheit", "unsinneclîchen" und "unsinnen". Dazu kommen noch die bereits erwähnten Komposita der Stammsilbe "wan" wie "wanwiz", "wanwizze" und "wanwitzic" und Komposita der Stammsilbe "toben" wie "Tobesuht", "tobesite", "toben", "tobesühtig" und "tobic" oder auch "töbic". Bei Hartmann von Aue finden sich noch "hirnsühte" und "hirnwüetecheit". Eher umgangssprachlich waren die Worte "tumb" und "tumbheit", die auf "Stummheit" verweisen, aber für eine Vielzahl psychischer Defekte verwendet wurden.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Wahn
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Wahn" taucht in der Literatur um das Jahr 1650 / 1730 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-07

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Erstellt: 2011-06

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Irren ist menschlich; sich von erkannten Irrtümern abzuwenden, jedoch erst recht... hofft zumindest Rolf Degen und listet in seinem Buch vierzehn seiner Ansicht nach ebenso populäre wie falsche Gemeinplätze über Psyche und Verhalten auf: von der vermeintlichen Effektivität von Psychotherapie, über den Einfluss von Kindererziehung oder Massenmedien bis hin zu den Auswirkungen von Intelligenztraining, Meditation oder Hypnose.

Degen (nomen est omen) führt dabei eine ziemlich scharfe Klinge, vor allem an den Psychotherapeuten lässt er kein gutes Haar. Trotz ihres Standesdünkels reiche die Wirksamkeit psychotherapeutischer Techniken "nicht über jene von Aderlass, Geisterbeschwörung und Gesundbeten hinaus." Umso schlimmer, als das neue Psychotherapiegesetz die Allgemeinheit für solchen Humbug verstärkt zur Kasse bäte.

Weil Herr Degen so schön in Fahrt ist (was dem Lesevergnügen durchaus zugute kommt), schießt er bisweilen über das Ziel hinaus. So wirft er Psychotherapie und akademische Psychologie grundsätzlich in einen Topf, obwohl Psychotherapeuten gar nicht von den Universitäten ausgebildet werden und ein großer Teil dieser "Pseudoexperten" nicht Psychologen sind, sondern Mediziner, Pädagogen, Theologen etc.; einerseits attestiert er der Psychologie "Unfähigkeit" und "atemberaubende Ahnungslosigkeit" gegenüber ihrem Forschungsgegenstand, andererseits stützt er sich im Kampf gegen Psycho-Mythen und "kollektiven Selbstbetrug" vor allem auf wissenschaftliche Studien von Psychologen.

Mit schadenfroher Genugtuung verfolgt man zwar, wie da heilige Kühe der esoterischen Psychoszene geschlachtet werden, wie z.B. Meditation, Nahtod-Erfahrungen oder die Spezialisierung der Gehirnhälften (Logik versus Gefühl). Aber manchmal wirkt Degens Argumentation doch etwas effekthascherisch und einseitig. Bezüglich der Machtlosigkeit des elterlichen Einflusses werden z.B. aussagekräftige Langzeitstudien der entwicklungspsychologischen Bindungsforschung einfach ignoriert, weil sie dem Autor wohl nicht ins Konzept passen.

Dennoch liefert dieses Lexikon der Psycho-Irrtümer (das mit vierzehn, bis zu 45-seitigen Kapiteln allerdings keineswegs ein Lexikon ist) interessante Beiträge zu einer Debatte, die zwar nicht neu, aber nach wie vor spannend und unerlässlich ist.
Christian Stahl


Digitale Bibl. DB000023
Handwörterbuch Psychologie

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3898534235/etymologpor09-20


(E?)(L1) http://www.digitale-bibliothek.de/band23.htm

Das »Handwörterbuch Psychologie« ist ein bewährtes Nachschlagewerk für alle, die sich im Studium, beruflich oder aus privatem Interesse mit Psychologie beschäftigen. Mit insgesamt 159 Beiträgen von A wie Aggression bis Z wie Zeiterleben, geschrieben von 147 namhaften Fachwissenschaftlern aus dem In- und Ausland, gehört das Werk zu den bedeutendsten Gesamtdarstellungen der modernen Psychologie. Als Kombination von Handbuch und lexikalischem Nachschlagewerk stellt es darüber hinaus eine benutzerfreundliche Alternative zu voluminösen Enzyklopädien und allzu knapp gefaßten Wörterbüchern dar.

Im Gegensatz zu vielen anderen Nachschlagewerken versteht sich das Handwörterbuch als eine kritische Bestandsaufnahme der Disziplin. Nicht Scheingewißheit soll nach dem Willen der Herausgeber erreicht werden, sondern Problembewußtsein. Neben dem allgemein anerkannten Wissensstand dokumentiert das Handbuch deshalb auch die Kontroversen und Schwachstellen und nennt die Gefahren, die mit der Anwendung psychologischen Wissens verbunden sein können.

Außerdem erhält der Benutzer Gelegenheit, neben den klassischen Theorien und Methoden auch außerhalb des Mainstreams der akademischen Psychologie angesiedelte Konzepte kennenzulernen und sich so ein eigenständiges Urteil zu bilden. Damit wird ein Blick auf die Entwicklungslinien und Zukunftschancen der Psychologie ermöglicht.

Zahlreiche Tabellen und Graphiken veranschaulichen komplexe Zusammenhänge. Jeder Artikel ist mit einer umfangreichen Bibliographie der internationalen Forschungsliteratur versehen, die eine systematische Vertiefung des Gelesenen ermöglicht.

Der digitalen Ausgabe liegt die vollständig neu bearbeitete Fassung des »Handwörterbuchs Psychologie« von 1988 zugrunde.


Digitale Bibl. DB000083
Digitale Bibl. KDB00058
Wörterbuch Psychologie
Von Werner D. Fröhlich

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3898534839/etymologpor09-20


(E?)(L1) http://www.digitale-bibliothek.de/band83.htm

Die moderne Psychologie ist eine Wissenschaft mit einer hochentwickelten Fachsprache. Im »Wörterbuch Psychologie« des Deutschen Taschenbuch Verlags (dtv) werden rund 4.000 Stichwörter erläutert und - wo immer es der Verdeutlichung dient - durch weiterführende Hinweise und Literaturangaben ergänzt. Da die Psychologie in ihrer Grundlagenforschung und in ihren Anwendungsfeldern fachübergreifend orientiert ist, sind auch Grundbegriffe aus biologisch-medizinischen und sozialwissenschaftlichen Nachbargebieten berücksichtigt. Die Einführung gibt zudem einen hervorragenden Überblick über Geschichte, Gegenstandsbereiche und Studienaufbau der Psychologie. Das »Wörterbuch Psychologie« hat sich als vielseitiges Nachschlagewerk sowohl für Studierende der Psychologie und verwandter Wissenschaftsgebiete als auch für alle Leser bewährt, die sich für Erkenntnisse der Psychologie und deren Fachsprache interessieren.

Die CD-ROM-Ausgabe basiert auf der 24., durchgesehenen Auflage der Buchausgabe vom November 2002.


E

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Flashar, Hellmut (Autor)
Melancholie und Melancholiker in den medizinischen Theorien der Antike

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Taschenbuch: 145 Seiten
Verlag: De Gruyter; Auflage: 1 (1. Mai 1966)
Sprache: Englisch

Erstellt: 2012-01

Frädrich, Stefan
Günter, der innere Schweinehund

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Günter, der innere Schweinehund. Ein tierisches Motivationsbuch
Sprache: Deutsch
Broschiert - 221 Seiten - Gabal
Erscheinungsdatum: September 2004
Auflage: 1


Kurzbeschreibung
Wer ist Günter? Nun, wir alle kennen ihn. Günter lebt in jedem von uns, von frühester Kindheit an hat er es sich in unseren Köpfen gemütlich gemacht. Günter bewahrt uns vor allem Übel dieser Welt. Jedes Mal, wenn wir etwas Neues lernen wollen, ist Günter zur Stelle: „Lass das sein!" sagt er dann oder: „Das schaffst du nicht!" Günter ist um unser kurzfristiges Wohl bemüht. Was uns langfristig gut tut, interessiert ihn nicht. Wenn wir vor der Wahl stehen, aufzuräumen oder es uns auf der Couch gemütlich zu machen: Günter rät dringend zur Couch. Keine Frage! Günter gehört zu den faulsten Geschöpfen dieser Welt und vergöttert die Bequemlichkeit. Und wer ist mit von der Partie , wenn wir „eigentlich" unsere Steuererklärung, „eigentlich" mehr Sport oder „eigentlich mal" einen Ausflug ins Grüne machen wollen? Richtig, Günter! Günter ist unser innerer Schweinehund. Das amüsante Buch zeigt, wo und wie Günter in unser Leben pfuscht und wie wir damit am besten umgehen.
Timo Würz hat jeden der 100 Tipps mit lustigen Illustrationen versehen.
AUTHORBIO: Dr. med. Stefan Frädrich, Köln, ist Autor und Motivations-Trainer. Während seines Medizinstudiums arbeitete er als freier Moderator und promovierte mit einer Arbeit zu Persönlichkeitsstörungen von Straftätern. Stefan Frädrich führt sehr erfolgreich Nichtraucherseminare durch und übt sich ab und zu als Schauspieler.


Aber warum heißt der "innere Schweinehund" "Günter"?

Frädrich, Stefan
Günter, der innere Schweinehund, wird schlank

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Günter, der innere Schweinehund, wird schlank. Ein tierisches Diätbuch
Sprache: Deutsch
Broschiert - 211 Seiten - Gabal
Erscheinungsdatum: Februar 2006
Auflage: 1


Kurzbeschreibung
Eigentlich wissen wir ganz genau, warum wir zu dick sind: Wir essen zuviel, trinken zu wenig und treiben kaum Sport. Ja, eigentlich … Aber wir kennen auch diese lästige Stimme in uns. Sie sagt: „Einmal ist keinmal!“, „Man gönnt sich ja sonst nichts!“ oder „Sport ist Mord!“. Diese Stimme kommt von Günter. Günter ist unser innerer Schweinehund. Günter hat zwar keine Ahnung, gibt uns aber trotzdem ständig Ratschläge. Besser also, wir erklären Günter erst einmal, wie Ernährung wirklich funktioniert. Dann purzeln ueberflüssige Pfunde nämlich wie von selbst - ganz ohne Verzicht, Hunger oder schlechte Laune. Versprochen!


Aber warum heißt der "innere Schweinehund" "Günter"?

Furnham, Adrian (Autor) / Petersen, Karsten (Übersetzer)
50 Schlüsselideen Psychologie

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3827423783/etymologpor09-20
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Spektrum Akademischer Verlag; Auflage: 1., st Edition. (22. Januar 2010)
Sprache: Deutsch


Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Konzept ist so einfach wie bestechend: 50 zentrale Ideen der Psychologie werden auf je vier bis sechs Seiten klar und gehaltvoll erklärt: Seien es der sogenannte "Placebo-Effekt", "Halluzinationen", "Psychopathen", "Suchterkrankungen" und ihre Behandlung oder psychosexuelle Entwicklungsphasen. Geordnet nach Kapiteln wie „Ein kranker Geist“, „Persönlichkeit und Gesellschaft“ oder „Das Gehirn“, hält der Band für psychologisch interessierte Leser eine durchaus anspruchsvolle Überblicksdarstellung über die thematische Vielfalt der Psychologie bereit - ohne gewaltige Fußnotenapparate und akademische Lehrformeln.

Der Autor, Professor für Psychologie an der Universität London, ergänzt seine griffigen Texte um Zitate renommierter Psychologen, Forscher und Schriftsteller. Beispielsweise lässt er den Evolutionspsychologen Haldane mit folgender hintergründiger Aussage zu Wort kommen: „Ich würde mein Leben geben, um zwei Brüder oder acht Vettern zu retten.“ So schafft er mit kurzen, klugen Texten und leichter Hand ein plastisches Bild der jeweiligen psychologischen Konzepte und Erkenntnisse.

Das alles liest sich nicht nur spannend, sondern trägt auch zum Erkenntnisgewinn nicht zuletzt für die Fachkollegen bei, die ihre unter Umständen veralteten Vorstellungen von benachbarten und oder neu entstandenen Fachgebieten auffrischen wollen. Eine Zeitleiste mit den wichtigsten Personen und Erkenntnissen der jeweiligen psychologischen Fächer ergänzt die intelligent gestalteten Texte. Und so fragt man sich als Leser nach der Lektüre ganz unwillkürlich: Warum ist eigentlich vorher kein Psychologe auf die ebenso naheliegende wie gute Idee gekommen, ein solches Buch zu schreiben? --Dr. Stefan Rusche, Literaturtest


Erstellt: 2011-07

G

Giordano, Mario
1000 Gefühle - für die es keinen Namen gibt

(E?)(L?) http://www.kohlibri.de/xtcommerce/product_info.php/info/p311546_1000-Gefuehle---fuer-die-es-keinen-Namen-gibt.html

Berlin Verlag
2013
240 Seiten
Gebunden mit Prägung und Lesebändchen

Die Freude über den ersten Schnee, die Wut auf den frühen Vogel, die Sehnsucht nach einem Knutschfleck.

Schon mal gespürt: den Tatendurst nach dem neuen Haarschnitt? Oder die Eifersucht auf den gesegneten Schlaf des Lebenspartners? Die Lust beim Aufploppen der Knisterfolie? Die Erleichterung, endlich mal Nein gesagt zu haben? Oder das Glück beim ersten Blick aufs Meer? Mario Giordano öffnet ein Kabinett der 1000 Gefühle, für die es keinen Namen gibt - magisch, melancholisch und ein bisschen weise.

Sie rühren uns zu Tränen und rauben uns den Schlaf, manchmal überwältigen sie uns oder lassen uns, für Momente, einfach nur glücklich sein: all jene Gefühle, die wir allzu genau kennen, für die es aber keinen Namen gibt. Mario Giordano hat sie alle in diesem Buch versammelt: vom Glück, ohne Gepäck zu reisen, und der Ohnmacht bei lustigen Hochzeitsspielen bis hin zum flammenden Zorn beim Warten in der Hotline.

Es sind die großen und die erhabenen Gefühle dabei, die kleinen und die fiesen, Kindergefühle und Elterngefühle, italienische Gefühle und katholische Gefühle, Männergefühle und Mädchengefühle, Fußballgefühle und Vespagefühle, berühmte Gefühle und Friseurgefühle, Triumphgefühle und gemischte Gefühle, Sommergefühle und Nachtgefühle: ein Buch wie ein kleines Wunder!

Mario Giordano, geboren 1963, schreibt Romane, Kurzgeschichten, Hörspiele, Kinder- und Drehbücher. Zahlreiche Preise, Stipendien und Auszeichnungen (u. a. Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis). Der Autor lebt und arbeitet in Hamburg.


Erstellt: 2013-12

H

I

J

Jordan, Stefan (Herausgeber)
Wendt, Gunna (Herausgeber)
Lexikon Psychologie: Hundert Grundbegriffe

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3150187737/etymologporta-20


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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3150187737/etymologpor09-20
Broschiert: 380 Seiten
Verlag: Reclam, Ditzingen (1. August 2010)
Sprache: Deutsch


Über den Autor
Gunna Wendt, geboren 1953, studierte Soziologie und Psychologie in Hannover, Magisterarbeit über Paula Modersohn-Becker. Seit 1981 freie Autorin und Ausstellungsmacherin in München. Neben ihren Arbeiten für Rundfunk und Theater mehrere Buchveröffentlichungen, darunter Biografien über Liesl Karlstadt und Helmut Qualtinger.


(E?)(L?) http://www.reclam.de/

Wie wirkt sich die körperliche und seelische Grundausstattung eines Menschen auf sein Fühlen, Denken, Erleben und Handeln aus? Die Fragestellungen der Psychologie bewegen jeden. Das Lexikon Psychologie liefert hundert Artikel zu den zentralen Bereichen der Psychologie, zu den wichtigsten Grundbegriffen, Krankheitsformen und aktuellen Themen. Was also genau ist gemeint, wenn von "Angst", "Emotion", "Trauma" oder "Zwang" gesprochen wird? Renommierte Fachvertreter geben in einlässlichen, speziell für diesen Band verfassten Beiträgen Antwort.


(E?)(L?) http://www.reclam.de/detail/978-3-15-018773-9

»Es ist das unerschrockenste unter den Lexika: das Lexikon der Psychologie, auf handliche hundert Begriffe gebracht. Hier hat man es schwarz und weiß, was der Mensch im Laufe seiner Geschichte über sich selbst herausgefunden hat. Hinter jedem Stichwort eine Welt: "Borderline", "Déjà vu", "dissoziative Identitätsstörung", "Frustration", "Schlaf", "Sucht".« FAZ

»Das Lexikon Psychologie ist kompakt und elegant, passt also in jede Tasche. Und mit seinen hundert gut und prägnant erklärten und mit Querverweisen ausgestatteten Begriffen ist man jederzeit bestens informiert.« www.netzmagazin.ch




Erstellt: 2010-08

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Nyberg, David
Lob der Halbwahrheit
Warum wir so manches verschweigen

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3885062410/etymologporta-20


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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3885062410/etymologpor09-20
Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
Verlag: Junius Verlag GmbH (1994)


Kurzbeschreibung
"Die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit": Wir alle erwarten im täglichen Leben und Umgang Wahrhaftigkeit - und schließen doch regelmäßig Kompromisse mit der Lüge. David Nybergs spannende und hintersinnige Reflexionen über die Kulissenwelt der Ehrlichkeit sammeln Halbwahrheiten aus den Arztpraxen und Anwaltskanzleien, aus Gerichtshöfen, Kinderzimmern und von der Couch des Psychotherapeuten. Die Schlußfolgerung seines fundierten und doch amüsanten Buches bricht verkrustete Moralvorstellungen auf. Die Halbwahrheit - nicht die vorsätzliche, egoistische Lüge - ist selten eine verachtenswerte Klitterung der Wirklichkeit, sondern meist eine zutiefst menschliche und menschenfreundliche Rücksichtnahme auf die Verletzbarkeit der eigenen und der fremden Person.


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Scarvaglieri, Claudio
Nichts anderes als ein Austausch von Worten
Sprachliches Handeln in der Psychotherapie
Reihe Germanistische Linguistik 298

(E?)(L?) http://www.degruyter.com/view/product/208034

Produktinfo

Sigmund Freud zufolge geht in der Psychotherapie „nichts anderes vor als ein Austausch von Worten“. Diese Arbeit untersucht mit linguistischen Mitteln, wie allein ein Austausch von Worten so weitgehend in psychische Prozesse eingreifen kann, dass schwere seelische Erkrankungen geheilt werden. Rekonstruiert wird die heilende Wirkung von Sprache in detaillierten Gesprächsanalysen von zentralen Passagen authentischer Therapien. Diese zeigen mikroanalytisch, wie mentale Prozesse durch einzelne sprachliche Mittel bearbeitet werden. Erkennbar wird, dass das Wissen des Patienten mit buchstäblich ‚allen Mitteln‘ elizitiert und aktiviert wird. Auf einer mesoanalytischen Ebene werden Muster sprachlichen Handelns rekonstruiert, so dass die Strukturen, die das therapeutische Handeln an entscheidenden Punkten prägen, sichtbar werden. Makroperspektivisch erarbeitet die Studie einen linguistischen konzeptionellen Zugriff auf den therapeutischen Prozess, der ein globales Verständnis der Institution Psychotherapie ermöglicht. Insgesamt trägt die Arbeit so zu einer erweiterten Perspektive auf das Verhältnis von Sprache und Psyche bei.


Erstellt: 2013-09

Schuster, Britt-Marie (Autor)
Auf dem Weg zur Fachsprache
Sprachliche Professionalisierung in der psychiatrischen Schreibpraxis (1800-1939)
(Reihe Germanistische Linguistik 286)

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3110231174/etymologpor09-20
Gebundene Ausgabe: 510 Seiten
Verlag: Niemeyer, Tübingen; Auflage: 1., Auflage (30. März 2010)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Diese Monographie beleuchtet die Entstehung und Entwicklung der psychiatrischen Fachsprache aus sprachwissenschaftlicher Perspektive. Thematisiert wird der Zeitraum von der Gründung der ersten Psychiatrien um 1800 über die Konsolidierung der akademischen Psychiatrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum psychiatrischen Sprachgebrauch in der Zeit des Nationalsozialismus. Anhand von Fallstudien, die auf der Auswertung eines umfangreichen Quellenmaterials basieren, wird die Entwicklung des Fachwortschatzes, der Fachtextsorten sowie des fachspezifischen Stils dargestellt.

Über den Autor
Britt-Marie Schuster, Universität Paderborn.


(E?)(L?) http://www.degruyter.de/cont/fb/sk/detail.cfm?id=IS-9783110231175-1&ad=nld

Produktinfo Die Untersuchung thematisiert die Entstehung eines Fachwortschatzes, von Fachtextsorten und eines Kollektivstils und beleuchtet die sprachliche Konstruktion eines Faches. Als Beispiel wird die Psychiatrie gewählt, die sich in einem kurzen Zeitraum von hundert Jahren als akademische Disziplin etabliert. Obwohl der Wortschatz lange vage, metaphernreich und variabel bleibt, was von Psychiatern immer wieder als „babylonische Sprachverwirrung“ beklagt wird, und obwohl sich Textmuster nur langsam durchsetzen, gelingt eine Abgrenzung von anderen Disziplinen. Diese Entwicklung wird in kritischer Diskussion mit der Fachsprachenforschung als ein Weg sprachlicher Professionalisierung gedeutet. Nach der theoretischen Auseinandersetzung wird auf der Basis umfangreicher Korpora und ihrer textanalytischen Auswertung gezeigt, wie sich durch die Nivellierung von Traditionsbeständen, den Aufbau lexikalischer Demarkationslinien und durch die Nutzung von Textsortenallianzen eine besondere Schreibpraxis entwickelt. Drei Fallstudien zeigen im Einzelnen, wie sich Psychiater zunächst vom Traditionsbestand ablösen, wie sich nachfolgend Muster für Fachtextsorten herausbilden und wie Psychiater im 20. Jahrhundert schließlich sogar andere gesellschaftliche Diskurse prägen.


Erstellt: 2010-04

Speitkamp, Winfried (Autor)
Ohrfeige, Duell und Ehrenmord
Eine Geschichte der Ehre

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3150107806/etymologporta-20


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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3150107806/etymologpor09-20
Gebundene Ausgabe: 366 Seiten
Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Alles im Namen der Ehre: Duelle mit tödlichem Ausgang, heilige Eide und schmähliche Selbstmorde in Hotelbadewannen, öffentliche Ohrfeigen, nationale Mobilmachung, erdolchte Töchter, blutig gerächte Brüder und Väter, Frauenstreit auf der Domtreppe, geraunte Beleidigungen, Kopfstoß und Abgang eines Fußballidols.

Dabei ist die Ehre weniger ein Gefühl als eine Sprache für Gefühle, die in Konflikten um Rang, Status und Hierarchie heraufbeschworen werden: Jeder empfindet etwas anderes als Schmach, Schande oder eben Ehrung, der auf dem Spiel stehende Wert erscheint dem einen für jedes Opfer gut, dem anderen aber nur lächerlich. Deshalb gibt es in jeder Kultur Ehrbegriffe und Ehrkonflikte, deren Wandelbarkeit der Historiker Winfried Speitkamp umfassend darstellt: von altgriechischer Krieger- und altrömischer Amts- und Tugendehre bis zur mediterranen Ehre, japanischem Bushido und dem Stolz junger Männer im heutigen Kenia. Zu einer friedlichen Verhandlung von Ehrkonflikten gehört das Wissen um die Geschichtlichkeit und die Nichtübertragbarkeit der eigenen Ehrvorstellungen auf andere. Gerade dies leistet diese Geschichte der Ehre: Aufklärung über Fremde und uns selbst.

Über den Autor
Winfried Speitkamp, geb. 1958, ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Kassel.


Erstellt: 2011-10

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Zipf, George Kingsley / Altmann, Georg (Übersetzer)
Die Psychobiologie der Sprache

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3706902419/etymologporta-20


(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3706902419/etymologety0f-21


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(E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3706902419/etymologety0d-21


(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3706902419/etymologpor09-20
Gebundene Ausgabe: 450 Seiten
Verlag: Praesens Verlag; Auflage: 1 (Juni 2008)
Sprache: Deutsch