Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
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Rose, Rosa, Rose, Rosa, Rose
Damaszener Rosen, Rosas Damascenas, Rosier de Damas, Rosa Damascena, Damask Rose - Rosa damascena

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Rosa damascena Miller

(E1)(L1) http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Rosa_dam.html

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Die "Damaszener Rose" ist eine fertile Hybride aus "Rosa gallica" mit entweder "Rosa moschata" oder "Rosa phoenicia" und seit der Antike bekannt (siehe auch Silphion); man nimmt an, daß sie vor einigen Jahrtausenden in Anatolien erstmals auftrat. In Westasien ist die Damaszener Rose (oder zumindest Formen, die der heutigen Damaszener Rose extrem ähneln) seit der Bronzezeit bekannt; ihr Anbau verbreitete sich später nach Griechenland und Rom.
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Etymologie

Der Name "Rose" läßt sich über lateinisch "rosa" nur bis zum griechischen "rhodon" (vgl. "rhododendron" = "Rosenbaum") zurückverfolgen. Die Pflanze muß bereits im bronzezeitlichen Griechenland bekannt gewesen sein, da sie in der Odysseia auftritt (siehe Mohn über die homerischen Epen). Allerdings ist es nicht klar, welche Rosenart dem Dichter vorschwebte, als er die Farbe von Rosenblüten und Morgenröte verglich: "rhododaktylos Eos" = "rosenfingrige Eos".

Der Ursprung von "rhodon" ist wahrscheinlich eine untergegangene Sprache Kleinasiens, läßt sich aber heute nicht mehr mit Sicherheit ausmachen. In einigen östlichen Sprachen findet man verwandte Bezeichnungen, die aber nicht dem Griechischen entlehnt sind, sondern die auf unabhängigem Weg von der unbekannten Vorläufersprache entlehnt wurden: Armenisch "vart", georgisch "vardi", arabisch "al-ward", hebräisch "vered", koptisch "urt" = "Rose". Vgl. auch das slovenische "vrtnica" = "Rose" (neben "rož") und den levantinischen Frauennamen "Warda". Das Wort gelangte über das Arabische in weitere Sprachen des islâmischen Afrika und Asien.

Der griechische Name liegt den Namen der "Rose" in praktisch allen heutigen Sprachen Europas zugrunde, wobei nur geringe Variation beobachtet wird; so tritt die Form "rose" unter anderem im Deutschen, Englischen, Dänischen und Französischen auf; andere germanische Formen sind isländisch "rós", schwedisch "ros" und niederländisch "roos". In den romanischen Sprachen Italienisch, Spanisch und Portugiesisch heißt die Rose dagegen gleich wie im Lateinischen, "rosa". In den baltischen und slavischen Sprachen wurde das "S" durchwegs stimmhaft und oft auch palatalisiert, z.B. lettisch "rozes", litauisch "rožes", tschechisch "ruže", polnisch "róza" und russisch "roza". Im Baskischen findet man vokalischen Anlaut, "arrosa". Außereuropäische Beispiele sind Kannada "roja" und japanisch "rozu".

Wie in einigen anderen Fällen (Petersilie, Ingwer) findet man jedoch auch hier die paradoxe Situation, daß ein altgriechisches Wort zwar in den meisten rezenten europäischen Sprachen weiterlebt, aber ausgerechnet im Neugriechischen nicht mehr vertreten ist: Das neugriechische Wort für "Rose" lautet "triandafillo" und bezieht sich eigentlich nur auf die spezielle "dreißig­blättrige" Sorte, aus der man in Südosteuropa das Rosenöl gewinnt (altgriechisch "triakonta" = "dreißig" und "phyllon" = "Blatt"). Daher kommen auch bulgarisch "trendafil" (leicht veraltet) und albanisch "trëndafil" = "Rose".

Der botanische Artname "damascena" bezieht sich natürlich auf "Damaskus" (heute die Hauptstadt Syriens), von wo die Kreuzritter diese duftende Rosenart angeblich nach Europa brachten.

Sanskrit "shatapattra" bedeutet "hundert Blätter" (bezieht sich wohl auf gefüllte Blüten) und "vrittapushpa" heißt "runde Blume".

Die Bezeichnung "Attar" (auch "Otto" geschrieben) für "Rosenöl" geht auf persisch "atar" = "Parfum" zurück, das seinerseits eine Entlehnung von arabisch "itr" = "Parfum" ist. Vgl. auch kasachisch "ätirgül" = "Duftrose".
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Die "Rose" ist auch dabei mit Angaben zu Synonyme, Verwendeter Pflanzenteil, Pflanzenfamilie, Geruch und Geschmack, Inhaltsstoffe, Herkunft, Etymologie, vielen Bildern und

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Erstellt: 2013-12

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