Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Sicherheit, Sécurité, Security

A

Attentat (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
Dieser Begriff stammt von dem lateinischen Wort "attentatum" ab, was "versuchtes Verbrechen" bedeutet. In unserem Sprachgebrauch beinhaltet dieses Wort aber nicht nur ein geplantes oder versuchtes Verbrechen, sondern auch einen ausgeführten Anschlag oder Mord.
...


Audit (W3)

(E6)(L2) http://www.4managers.de/
Audit (im Glossary)

(E6)(L1) http://www.anglizismenindex.de/
audit manager | auditieren

(E?)(L1) http://europa.eu.int/comm/dgs/financial_control/index_de.htm
AUDIT Generaldirektion 'Finanzkontrolle' der Europäischen Kommission

(E2)(L3) http://citalatines.ifrance.com/
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/
(E?)(L?) http://citalatines.ifrance.com/citalatines/cadreexpresjudridiques.html
(E2)(L3) http://citalatines.ifrance.com/citalatines/cadreexpresusuelles.html
(E1)(L1) http://www.locutio.com/index.php3
(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/a.htm
(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_English_words_of_Latin_origin
(E1)(L1) http://www.xs4all.nl/~adcs/woordenweb/a/A.htm
von lat. "auditus" = "derjenige, der gehört wurde", "derjenige, der verhört worden ist"
(A: roge)

Wenn es um "Audit" geht es immer auch in irgendeiner Form um Sicherheit.

(E?)(L?) http://alt-usage-english.org/concordance_interface.shtml
audited

(E1)(L1) http://www.cis.uni-muenchen.de/cgi-bin/ahdeutsch/lex.pl?buchstabe=a&sprache=lat
audita

Auditing (W3)

(E?)(L?) http://alt-usage-english.org/concordance_interface.shtml
(E?)(L1) http://www.stuhenderson.com/
von lat. "audire" = "hören".

authentifizieren, authentisch (W3)

(E?)(L?) http://webopedia.com/TERM/a/authentication.html
"authentifizieren" setzt sich zusammen aus griech. "authentikós" (lat. "authenticus") = "echt", "den Tatsachen entsprechend" und lat. "facere" = "machen", "tun". Zusammen ergibt sich also "echt machen", "beglaubigen", "die Echtheit von etwas bezeugen".

B

bitkom
IT-Sicherheits-Leitfaden
Sicherheits-Glossar

(E6)(L1) http://www.bitkom.org/
(E6)(L1) http://www.bitkom.org/de/publikationen/1357.aspx
(E6)(L?) http://www.bitkom.org/de/themen_gremien/18536_2605.aspx
(E6)(L1) http://www.bitkom.org/files/documents/ACF897.pdf
BITKOM-Leitfaden zu IT-Sicherheit
Sicherheit für Systeme und Netze in Unternehmen
2. überarbeitete Auflage
Einführung in die IT-Sicherheit und Leitfaden für erste Maßnahmen


In diesem PDF-Dokument findet man auch ein kleines Glossar zur Sicherheit.

buerger-cert - Sicherheits-Glossar des BSI

(E?)(L?) http://www.buerger-cert.de/glossar.aspx


C

Code - und seine Bedeutungen, Kodex, kodieren, dekodieren, kodifizieren (W3)

(E?)(L?) http://derstandard.at/?url=/?id=1409170
Etymologie: mittelenglisch, vom Mittelfranzösischen, altlat. "caudex" = "Baumstamm". Dokument, das ursprünglich auf hölzernen Täfelchen abgebildet wurde.

Was so alles aus einem Holzstamm entstehen kann. Genau wie der "Log", der vom Holzklotz zum Logbuch aufstieg und dann zum virtuellen "Weblog", stieg auch der "caudex" in die virtuellen Sphären auf und wurde zum geheimnisvollen virtuellen Schlüssel.

Die Herkunft des Code lässt sich aber noch etwas weiter decodieren. Der lat. "caudex" geht seinerseits zurück auf lat. "cudere" = "schlagen". Und die "abgeschlagenen" Holzplatten, die Täfelchen dienten, mit Hilfe von aufgebrachtem Wachs, zur Aufnahme von Schriftzeichen. Später dienten die Holzscheite nur noch als Deckel, zum Zusammenhalten mehrerer Pergament- oder Papierblätter. Da diese "Technologie" zunächst vor allem für offizielle Dokumente wie Gesetzestexte, übertrug sich der Begriff auch auf die Inhalte und so gibt es den "Gesetzescodex" (vgl. frz. "code civil") und noch allgemeiner den "Verhaltenskodex". Und da heutige rechnergestützte Verfahren zum Verschlüsseln von Daten auch (mathematischen) Gesetzmässigkeiten folgen, spricht man auch von "kodieren" und "dekodieren".

Den Vorgang, einen Gesetzentwurf in geltendes Recht zu verwandeln nennt man "kodifizieren" von "Code" und lat. "facere" = "machen", also "zum (geltenden) Code machen".

Der schon erwähnte "Holzscheit" bzw. der "Scheit" geht auch auf lat "caudex" zurück bzw. hat zumindest die gleichen Wurzel wie dieser. Das germ. "*skida" wird weiter zurückgeführt auf idg. "*skei" = "spalten", "trennen". "Scheit"

D

Detektiv (W3)

Der dt. "Detektiv" geht über engl. "detective" = "policeman", engl. "detect" = "aufdecken", "ermitteln" zurück auf lat. "detegere" = "enthüllen".

Der dt. "Detektiv" basiert damit gemeinsam mit "Architekt" und "Tektonik" und mit der etwas antuquierten "Tektur" = "Deckstreifen" und dem Verb "tektieren" = "eine fehlerhafte Stelle in einem Buch überkleben" auf lat. "tectum" = "Dach", "Decke" und lat. "tegere" = "bedecken".

(E?)(L1) http://www.3sat.de/nano/
(E?)(L?) http://www.3sat.de/nano/cstuecke/06223/index.html
Crashdetektive

(E?)(L?) http://www.3sat.de/nano/bstuecke/23544/index.html
DNA-Detektiv

(E?)(L?) http://www.3sat.de/nano/cstuecke/14156/index.html
Weltraumdetektive

(E?)(L1) http://www.br-online.de/wissen-bildung/kalenderblatt/archiv/
15.10.2004 - Emil und die Detektive veröffentlicht (15.10.1929)

(E?)(L?) http://www.djfl.de/entertainment/djfl/der.html
Der Detektiv | Emil und die Detektive | Harriet, die kleine Detektivin | Meisterdetektiv Kalle Blomquist lebt gefährlich | Sonny, der Entendetektiv

(E?)(L?) http://www.fernsehserien.de/
Anthony Dellaventura, Privatdetektiv (USA 1997) | Archibald der Detektiv (GB 1998) | Detektiv Bogey (E 1994-1995) | Detektiv Conan (J 1996) | Detektiv Hanks (USA 1994-1995) | Detektiv Loki (J 2003) | Detektiv Puntacavallo (F 1990) | Detektiv Rockford: Anruf genügt (USA 1974-1980) | Detektivbüro Roth (D 1986-1987) | Detektivbüro Argusauge (D 1971) | Diamantendetektiv Dick Donald (D/E 1971) | Dr. med. Mark Wedmann - Detektiv inbegriffen (D 1974) | Drei Dschungeldetektive (D 1991) | Droopy, der Meisterdetektiv (USA 1993) | Eisenbahndetektiv Matt Clark (USA 1954) | Früh übt sich, Detektiv zu sein (GB 1995) | Die Galerie der großen Detektive (D 1954-1955) | Hafendetektiv (D 1987-1991) | Die jungen Detektive (GB 1963) | Malican und Sohn, Detektive (F 1967) | Meisterdetektiv Dr. Martin (CSSR 1965-1966) | Meisterdetektiv Neunmalklug (D 1960) | Privatdetektivin Honey West (USA 1965-1966) | Privatdetektiv Harry McGraw (USA 1987) | Privatdetektiv Frank Kross (D 1972) | Privatdetektiv Harry Holl (D 1963) | Privatdetektiv Kémeri ermittelt (H 1985) | Privatdetektiv Pepe Carvalho (E 1986) | Richard Diamond, Privatdetektiv (USA 1957-1960) | Der singende Detektiv (GB 1986) | TKKG - Der Club der Detektive (D 1998-2002) (E?)(L1) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm8.html
...
Mit der Einführung der Gelatine-Trockenplatten (1871) wurden die Belichtungszeiten kürzer, so daß nun leichtere und handlichere Plattenkameras hergestellt wurden, mit denen man aus der Hand, d.h. ohne Stativ, photographieren konnte (Handkameras). Die erste (kastenförmige) Handkamera, auch "Detektivkamara" genannt (da man mit ihr relativ unbemerkt photographieren konnte), wurde 1881 von Thomas Bolas konstruiert und in England zum Patent angemeldet.
...


(E?)(L?) http://www.ids-mannheim.de/kt/30000wordforms.dat
Der "Detektiv" gehört zu den 30.000 häufigsten Worten.

(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/pls/elexiko/p4_module.woerterbuch
Sozialdetektiv

(E?)(L?) http://www.lesedetektive.de/
Website für Kinder: Begleitend zur Erstlesereihe "Duden-Lesedetektive" gibt es im Internet eine Plattform für Kinder ab 7 Jahren. Dort können die jungen Leser schreiben, rätseln, sich informieren und in den Büchern der Reihe "Duden-Lesedetektive" schmökern.

(E?)(L1) http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=3805
Detektive
Die Fährte aufnehmen, dem Zielobjekt unendeckt folgen, mitunter stundenlang warten, am Ende ein beweiskräftiges Foto: die Arbeit ist getan, der Privatdetektiv geht so wie er gekommen ist: unauffällig.
...


(E?)(L?) http://www.naturdetektive.de/
Die Naturdetektive sind ein "Mit-Mach-Projekt" des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) für Kinder, Jugendliche und Schulklassen.
Unter anderem findet man hier die Fluglinien von Störchen und Kranichen.

(E?)(L?) http://www.reta-vortaro.de/revo/
esperanto: "detektivo"

(E?)(L?) http://www.serienoldies.de/main/start.php
Detektiv Rockford: Anruf genügt Real-Serie Krimi 70er

(E5)(L1) http://www.teachsam.de/deutsch/glossar_deu.htm
Detektiverzählung | Detektivroman

(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-priester-detektiv.html
Kurt Tucholsky: Priester und Detektiv, Chesterton (1920)

(E?)(L?) http://www.todesursache-mord.de/
Detektivspiele

(E?)(L1) http://www.toffi.net/kiss/geschichte/g_66.htm
66. Was ist ein Kartoffeldetektiv?

Diebstahl, Dieb, Eigentum ist Diebstahl, la propriete c'est le vol (W3)

Obwohl der "Diebstahl" zum "schwedischen Stahl" und den damit hergestellten "schwedischen Gardinen" passen würde handelt es sich hierbei nicht um eine "Stahlart".
Anscheinend handelt es sich beim "Diebstahl" um einen "weissen Schimmel". Er läßt sich zurückverfolgen bis auf die Zusammensetzung ahd. "diubia" = "Diebstahl" und ahd. "stala" = "Stehlen", was also "Diebstahl stehlen" entsprechen müsste.

Der "Dieb" läßt sich verfolgen bis ahd. "diob", "thiob" (vgl. engl. "thief") und soll die Bedeutung "der Sichniederkauernde" gehabt haben.
Während das engl. "thief" dem dt. "tief" nahekommt kann man im ausgesprochenen engl. "deep" = dt. "tief" den dt. "Dieb" heraushören. Vielleicht besteht ja wirklich ein Zusammenhang zwischen dem "Dieb" und dem "sich tief Duckenden".

Schauen wir uns noch kurz an, wo sich "stehlen" davongemacht hat. Seine ursprünglichen besitzer sind heute kaum noch auszumachen. Das Verb "stehlen" wird als ein isoliertes Wort beschrieben. Der Kluge bietet als mögliche Verwandtschaft ein ig. "*tel" = "aufheben" (lat. "tollo" = "aufheben", "hochheben") an, das mit einem mittelirischen "tlenaid" = "stiehlt" zusammenpassen würde.

Zusammen ergibt sich also für "Diebstahl" die Bedeutung "sich bücken um Aufzuheben".

Eine umgangssprachliche Umschreibung von "Diebstahl" ist "Fünf-Finger-Rabatt".

(E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/alphabetisch/
Zu den "Diebstahl-Neologismen" aus dem Internet-Umfeld gehören Wörter wie:
Bandbreitendiebstahl | Content-Diebstahl | Hirndiebstahl | Identitätsdiebstahl | Informationsdiebstahl | Namendiebstahl | Online-Identitätsdiebstahl

(E6)(L1) http://www.textlog.de/kirchner.html
Die Redewendung "Eigentum ist Diebstahl" soll schon im 18. Jh. geprägt worden sein.
Eigentum ist Diebstahl ("la propriete c'est le vol") behauptete Proudhon (1809-1865) in seinem Buche "Qu'est-ce que la propriete?" 1840. Doch hat Ähnliches schon Brissot 1780 gesagt.

E

F

forensisch (W2)

Obwohl der Begriff "forensisch" in den Lexikas als veraltet bezeichnet wird, ist er mir gerade in der Bezeichnung "Forensische Analysen" über den Weg gelaufen.

Das lat. "forensis" bedeutet "zum Forum gehörend". Aus der politisch, gesetzgebenden Bedeutung des Forums leitet sich die heutige Bedeutung als "gerichtlichen oder kriminologischen Zwecken dienend" ab. Und so gibt es denn noch in vielen Disziplinen "forensische" Teildisziplinen. Zum Beispiel behandelt die "forensische Chemie" die "Chemie im Bereich der Gerichtsmedizin"; entsprechend dann auch die "forensische" Medizin, die alles einschliesst, was mit dem Nachweis von Vergiftungen zu tun hat. Der Jugendstrafvollzug und damit zusammenhängende Massnahmen werden gerne als "forensische" Pädagogik umschrieben. Und dass es entsprechend auch eine "forensische" Psychologie gibt, ist nun kaum noch sprachlich interessant.

Interessanter dürfte noch die Entwicklung von "Forum" sein. Hervorgegangen aus lat. "forum" der Bezeichnung für den altrömischen Marktplatz, der üblicherweise auch als öffentlicher Gerichtsort genutzt wurde. Aus der allgemeinen Bedeutung "etwas in der Öffentlichkeit erörtern" wurde es zunehmend eingeengt und hat heute eher die Bedeutung "etwas in einem kleinen Kreis von Spezialisten erörtern".

Und sowohl die sprachliche Bedeutung von "forensisch" als auch die Inhalte der o.g. "forensischen" Spezialdisziplinen dürften nur einem kleinen Kreis von Spezialisten bekannt bzw. zugänglich sein. Und so wurde aus dem marktschreierischen, aber demokratischen "Forum" eine disziplinierte, aber eher undemokratische - um nicht zu sagen "forensische" - Veranstaltung.

Bleiben noch die zu Beginn genannten "Forensischen Analysen". Diese habe ich kennengelernt im Zusammenhang mit Computersystemen und -netzen, die im Hinblick auf ihre Angreifbarkeit untersucht, also einer Analyse unter Security-Gesichtspunkten unterzogen werden; mit dem Ziel gerichtsverwertbare Hinweise zu finden und zu dokumentieren.

G

GAU (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
Diese Abkürzung "GAU" steht für "größter anzunehmender Unfall".
...


Gauner (W3)

(E?)(L?) http://home.foni.net/~herumstreifer/repertorium.htm#k
...
Neben der notwendigen Unterscheidung zwischen damaligen und heutigen Begriffen sowie zeitgenössischen Fehlbezeichnungen tritt schließlich noch der Modifikationsfaktor auf. Im Untersuchungszeitraum, der vom 17. bis späten 19.Jahrhundert reicht, wandelten sich diese Begriffe zum Teil erheblich.
Wie sehr dies der Fall ist, läßt sich beispielsweise an der Definition und der Bedeutung des Wortes "Gauner" gut ablesen:

In Zedlers barockem Universallexikon des 18.Jahrhunderts fehlt der Begriff "Gauner" noch vollständig, findet aber entsprechenden Niederschlag unter seiner etymologischen Wurzel "Jauner" / "Joner" (abgeleitet aus dem hebräischen Wort "jana" = "betrügen"):
"Jauner-Gesindel, ist in Schwaben ein herumschweifendes Gesinde, welches den Zigeunern nicht ungleich, aber doch von denenselben unterschieden ist, machen unter sich eine besondere Zunfft, und haben ihre eigene Sprache".

Zedler beschränkt also diesen Begriff neben einem Verweis auf das Rotwelsch noch lokal auf Süddeutschland. Zu Beginn des 19.Jahrhunderts dann hat sich die Begrifflichkeit bereits deutlich territorial ausgeweitet und wird darunter im Jahre 1808 allgemein nur noch "in den gemeinen Sprecharten ein Spitzbube, ein listiger geübter Betrieger" verstanden.
Gegen Ende des 19.Jahrhunderts dann verstand man unter einem "Gauner" dann aber "den gewerbsmäßigen Verbrecher, Dieb, Räuber, Betrüger im weiter[e]n Sinne ... Aus den wüsten Zuständen des Dreißigjährigen Krieges entwickelte sich das Gaunertum zu einem numerisch und örtlich weit ausgebreiteten Räubertum, dessen Banden das 18.Jahrhundert hindurch von der sich allmählich aufraffenden Polizei mit Erfolg bekämpft wurden ... Aus der modernen Gaunerwelt ist das gewerbsmäßige, gewaltsame Räubertum verschwunden. An seine Stelle sind zahlreiche andere Specialitäten getreten. Neben dem Diebe mit seinen mannigfachen Unterarten ... erscheint der Hochstapler (Stabuler des "Liber Vagatorum", von Stab, Stecken), Bauernfänger, Kautionssschwindler, Leichenfledderer (der die auf Promenaden u.s.w. in Schlaf Versunkenen ausplündert) und die Prostitution ..."

In der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wurde "der Gauner" wieder unter Verzicht auf die Unterscheidung von Vergehen und Verbrechen nur als "ursprünglich heimatloser Strolch, dann gewerbsmäßiger Eigentumsverbrecher" bezeichnet.

In der modernen Definition des 21.Jahrhunderts wird aus diesem "Gauner" schließlich lediglich im allgemeineren Sinne eine "Person, deren Handlungsweise als in verachtenswerter Weise betrügerisch, hinterhältig oder Ähnliches angesehen wird".

Ähnliches gilt auch für die Worte "Vergehen" und "Verbrechen".

Heute versteht man unter einem Vergehen eine "gegen Bestimmungen, Vorschriften oder Gesetze verstoßende strafbare Handlung", unter einem Verbrechen eine "Handlung, die so schwer gegen das Gesetz verstößt, daß sie sehr hoch bestraft wird".

Zu Beginn des 19.Jahrhunderts aber wurden Personen ohne weiteres beispielsweise in schleswig-holsteinischen "Verbrecherlisten" geführt, die für ein geringfügiges Vergehen eine nur fünftägige Gefängnisstrafen erhalten hatten.

Bei Beachtung dieser Wandlungen der zahlreichen alten Termini sollten daher die vorerwähnten Überlegungen nie außer acht gelassen werden und in eine Beurteilung der Eigenschaft oder in eine Kategorisierung einer Person als "Verbrecher" oder "Gauner" unabhängig von den zeitgenössischen Definitionen (und Bewertungen!) mit einfließen. Nur unter diesen Umstämden soll und darf das Deutsche Gauner-Repertorium gewinnbringend für die Forschung angewendet und benutzt werden.
...


H

I

J

K

Katastrophe (W3)

Die "Strophe" ist eine griech. "Drehung", "Wendung". Der Chor vollführte eine Wendung, um den Abschluss eines Liedteils anzuzeigen. Diese Bezeichnung übertrug sich auf die einzelnen Liedabschnitte, die Strophen.

Die "Katastrophe" ist auch eine Wendung; allerdings "nach unten" (griech. "kata-" = "herab", "hinab"). An diesem Punkt wendete sich im Schauspiel die Handlung zur Tragödie.

(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=184555
...
Ins Deutsche gekommen ist das Wort etwa um 1600, entlehnt von der lateinischen "catastropha" und der "katastrophé" der Griechen. Deren "kata" hieß "herab" und "hinab", und zusammen mit dem Verb "strephein" für "wenden" und "drehen" war die "Katastrophe" perfekt - zunächst wohl nur als Bezeichnung von "Umkehr" und "Wendung" in der Tragödie auf einer Theaterbühne, wo der Chor die "strophé" vorführte. Das war, klärt uns der Duden auf, zunächst die "schnelle Tanzwendung" und dann auch das "Chorlied".
...


(E1)(L1) http://www.3sat.de/
(E?)(L?) http://www.3sat.de/kulturzeit/specials/00394/
Die "Klimakatastrophe" gehört zu den "100 Wörter des Jahrhunderts".

Durch Eingabe von "Wörter des Jahrhunderts" in die interne Suche bei "3sat" erhält man die 100 Links zu den entsprechenden Wortgeschichten. (Hinweis: "Alle Rubriken" auswählen.)
Das Suchfeld it ganz klein - links oben unter dem Logo "3sat".

(E?)(L2) http://www.3sat.de/nano/
Columbia-Katastrophe | Katastrophendeklaration | Katastrophenforscher | Katastrophenübung | Klimakatastrophe/Sonne

Das Suchfeld ist ganz klein links oben unter dem Logo "3sat".

(E?)(L1) http://www.aphorismen.de/
Katastrophe

(E?)(L1) http://www.br-online.de/wissen-bildung/kalenderblatt/februar/kb20000207.html
07.02.2000 - Smogkatastrophe in London (07.02.1880)

(E6)(L1) http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/wetter/index.xml
Unter der Überschrift "Faszination Wetter" gibt es ein paar interessante Seiten rund ums Wetter. Dabei geht es auch um Wetter-Spiele, Kapriolen und Katastrophen.


(E?)(L?) http://www.daserste.de/wort/archiv_dyn~jahr,2005~cm.asp
03.09.2005 Propst Ralf Meister - Die Hurrikan-Katastrophe in den USA

(E?)(L?) http://www.daserste.de/wort/archiv_dyn~jahr,2000~cm.asp
29.07.2000 Oda-Gebbine Holze Stäblein - Concorde-Katastrophe

(E?)(L?) http://www.donnerwetter.de/ecke/lexikon/index.htm?action=show&id=2404
Klimakatastrophe

(E?)(L?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/532547/
Explosion unter Wasser
Vor 20 Jahren strömte tödliches Kohlendioxid aus dem Nyos-See in Kamerun
Von Anne Preger
Es war eine Naturkatastrophe, wie sie die Öffentlichkeit vorher nicht gekannt hatte: Aus dem Nyos-See im Nordwesten Kameruns entwich 1986 eine tödliche Gaswolke. Sie erstickte über Nacht mehr als 1700 Menschen.
...
(E?)(L?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/431593/
Die Mutter aller Katastrophen
Das Erdbeben in Lissabon vor 250 Jahren
Von Mirko Smiljanic
Am 1. November 1755 erschütterte ein Beben der Stärke 8,9 auf der Richter-Skala die Erde vor der portugiesischen Küste, in den nächsten zehn Minuten folgten zwei weitere Stöße. Die Erschütterungen spürte man über den ganzen Kontinent, selbst in den marokkanischen Städten Fez und Meknes starben Menschen. Die schlimmsten Schäden aber erlitt Lissabon mit seinen prächtigen Gebäuden aus der Zeit der Maurischen Herrschaft. Lissabon zählte damals mit 275.000 Einwohnern zu den größten und schönsten Städten Europas.
...


(E?)(L2) http://www.dumag.ch/bisher.php?id=88
Heft Nr. 2 - Februar 1994 - TROTZDEM. KUNST UND KATASTROPHE

(E6)(L1) http://www.dwd.de/
(E?)(L?) http://www.dwd.de/de/Zusatzmenues/Suche/
Deutscher Wetterdienst: 132 Einträge zu Katastrophenschutz gefunden.

(E?)(L?) http://www.fernsehserien.de/index.php?abc=K=K
Kunden und andere Katastrophen (D 2003)

(E?)(L?) http://www.fernsehserien.de/index.php?abc=K
Liebe und weitere Katastrophen (D 1999)

(E?)(L?) http://www.fernsehwoche.de/7_irrtuemer/zoom.html?Bild=naturkatastrophen
Naturkatastrophen

(E?)(L1) http://www.hanisauland.de/lexikon/k/katastrophenschutz.html
Katastrophenschutz

(E?)(L?) http://www.hanisauland.de/lexikon/n/naturkatastrophe.html
Naturkatastrophe

(E?)(L1) http://www.isaca.ch/files/Newsletter/NL_2003/NL_Juni_2003.pdf
Katastrophenfallplan (2003)

(E2)(L1) http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=804
Schiffskatastrophen

(E?)(L?) http://www.wdr.de/tv/menschen-hautnah/archiv/2003/04/16.phtml
16.04.2003 Albtraum Absturz - Überlebende von Flugzeugkatastrophen berichten

(E?)(L?) http://lexikon.meyers.de/meyers/Katastrophentheorie
Katastrophentheorie

(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/


(E?)(L?) http://www.moviemaze.de/media/trailer/282/beziehungen-und-andere-katastrophen.html
Beziehungen und andere Katastrophen

(E?)(L?) http://www.moviemaze.de/media/trailer/616/turbulenzen-und-andere-katastrophen.html
Turbulenzen - und andere Katastrophen

(E2)(L1) http://www.mundmische.de/
Katastrophenjimmy

(E?)(L?) http://www.naturgefahren.de/
Mit über 6.000 Links zu Naturkatastrophen wie Hurrikane, Tornados, Vulkanausbrüche, Erdbeben, Lawinen, Meteoriteneinschläge, ...

(E?)(L1) http://www.oekologische-forschung.de/archiv/archfram.htm
(E?)(L?) http://www.oekologische-forschung.de/archiv/naka/nakafram.htm
Beispiele zum Thema NATURKATASTROPHEN

(E1)(L1) http://www.polixea-portal.de/index.php/Lexikon/Index/char/A
Challenger-Katastrophe

(E1)(L1) http://www.polixea-portal.de/index.php/Lexikon/Index/char/A
Katastrophenschutz

(E?)(L1) http://www.schlaufuchs.at/
(E?)(L?) http://web.archive.org/web/20050307131209/www.schlaufuchs.at/index.php?cont=main.php
Flugzeugkatastrophen, Chronik

(E?)(L1) http://www.schuelerlexikon.de/
Geographie-Lexikon: 6.3.1 Naturkatastrophen

(E?)(L?) http://www.seismologie.bgr.de/
Erdbeben: Weltweite Katastrophenbeben | Liste: Weltweite Katastrophenbeben

(E5)(L1) http://www.teachsam.de/deutsch/glossar_deu_k.htm#Katastrophe
Katastrophe

(E6)(L?) http://www.tecchannel.de/sicherheit/grundlagen.html
Katastrophenschutz mit Plan

(E3)(L1) http://www.textlog.de/15308.html
Katastrophe, Katastrophal

(E?)(L?) http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Lexikon%20der%20Linguistik/k/KATASTROPHENTHEORIE.htm
KATASTROPHENTHEORIE

(E?)(L?) http://www.uni-erfurt.de/sprachwissenschaft/proxy.php?port=8080&file=lido/servlet/Lido_Servlet
Katastrophentheorie

(E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/alphabetisch/
Biokatastrophe | Echtzeit-Katastrophe | katastrophenaffin | Quotenkatastrophe

(E?)(L?) http://www.unwetter.de/
Volkswirtschaftliche Auswirkungen von Naturkatastrophen | Katastrophenmanagement nach Naturkatastrophen

(E?)(L1) http://www.wasistwas.de/


(E3)(L1) http://www.wein-plus.de/glossar/Katastrophen-Achterl.htm
Katastrophen-Achterl - das letzte Glas Wein vor dem nach Hause gehen.

(E3)(L1) http://www.wein-plus.de/glossar/Reblaus-Katastrophe.htm
Reblaus-Katastrophe

(E?)(L?) http://www.weltalmanach.de/archiv/archiv_liste.php?all=1


(E6)(L?) http://www.welt-des-wissens.com/wissen/katastrophen.htm
Katastrophen

(E?)(L1) http://www.weltspiegel.de/


(E?)(L?) http://de.news.yahoo.com/katastrophen.html
Naturkatastrophen

KES - Zeitschrift für Informations-Sicherheit

(E?)(L?) http://www.kes.info/
Die Abkürzung "KES" ist nur aus der Historie zu verstehen:
Die "kes" wurde im Jahre 1985 als "KES - Zeitschrift für Kommunikations- und EDV-Sicherheit" gegründet. Der 2003 eingeführte neue Untertitel reflektiert die begrifflichen Veränderungen in der Computertechnik und den Paradigmenwechsel von EDV-/IT-Sicherheit (Sicherheit der Informations-Technik) hin zur Informations-Sicherheit: Vorrangiges Schutzziel sind die Informationen als unternehmenskritische Ressourcen, egal wo und in welchem Zustand sie sich gerade befinden.

Kripo (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
Die Abkürzung "Kripo" steht für "Kriminalpolizei".

Kryptographie, Krypta, Gruft, logie, Kryptologie, Demographie, Kardiographie, Mammographie, Pornographie, Graphik, Graphit, Griffel, Graphologie, Graf (W2)

(E?)(L?) http://www.cryptool.de/
Als "Krypta" wurde "eine Gruft, ein unterirdischer gewölbter Raum (z.B. einer Kirche)" bezeichnet. "crypta" die lat. Entlehnung im 18.Jh. bezeichnete einen "gedeckten Gang", "unterirdische Grotte", "Gruft" (für die - eventuell in Tateinheit mit "graben" vermutlich auch "crypta" Pate gestanden hat). Diese geht wiederum zurück auf die gr. "krýpté" für "gedeckter Gang", "Gewölbe", "Gruft". Diese ist wiederum abgeleite von "krýptein" "verbergen", "verstecken", "verhüllen".
Die Endung "logie" bezeichnet allgemein eine "wissenschaftliche Disziplin", "Fachwissenschaft". Es läßt sich zurückführen auf gr. "légein" "sammeln", "sagen", "vortragen".
Die Kryptologie ("Geheimschrift") ist also die Wissenschaft der Verhüllung.
Die "-graphie" geht zurück auf gr. "gráphein" "einritzen", "zeichnen", "schreiben", heißt also in den vielen ins Deutsche eingegangenen Zusammensetzungen soviel wie "-beschreibung" ("Demographie", "Kardiographie", "Mammographie" aber auch "Pornographie").
Das griechiesche "gráphein" steckt aber auch in "Graphik", zunächst die "Schreibekunst" und dann die "Zeichenmalkunst"; oder in "Graphit" der 1789 vom deutschen Geologen Werner gebildeten Bezeichnung für das zum Schreiben benutzte grauschwarze Mineral (eigentlich etwa "Ritzgriffel" im "Griffel" steckt ja auch schon gr. "gráphein" und gehört damit schon in die Kategorie "weißer Schimmel" als "Ritz-Ritzer").
Die Zusammensetzung der beiden Endungen "-graph" und "-logie" zu "Graphologie" bezeichnet die "Handschriftendeutung".
Der Herr "Graf" hat seine Bezeichnung übrigens vom "grapheús" dem "(Hof)Schreiber", der als verwaltender und richtender Beamter des Königs, Zahlen und Gesetze in Tontafel ritzte.

Hier noch eine Bemerkung zum angegebenen Link:
Was bietet CrypTool
CrypTool ist ein kostenloses Programm, mit dessen Hilfe Sie kryptographische Verfahren anwenden und analysieren können. So können Sie neue Dokumente erstellen und bestehende Dokumente öffnen und weiter bearbeiten. Ein Dokument kann mittels verschiedener Verschlüsselungsverfahren ver- und entschlüsselt werden. Es stehen sowohl klassische (zum Beispiel das Caesar-Verschlüsselungsverfahren) als auch moderne Kryptoverfahren (beispielsweise das RSA- und das DES-Verfahren, sowie auf Elliptischen Kurven basierende Verfahren) zur Verfügung.

(E?)(L?) http://www.kryptologie.de/


(E?)(L?) http://www.wiwo.de/krypto/
(E?)(L?) http://www.wiwo.de/krypto.htm
Methoden, Hintergründe und Aussichten der Kryptologie.

Kryptologie (W3)

(E?)(L?) http://www.mystery-twister.com/know_history.php
Die Geschichte der Kryptologie
Der Begriff "Kryptologie" leitet sich vom griech. "kryptein" = "verborgen" und "logos" = "Wissenschaft" ab. Kryptologie befasst sich damit, Nachrichten durch Verschlüsselung vor unbefugtem Zugriff zu schützen oder Informationen über unsichere Kanäle so zu übertragen, dass nur der rechtmäßige Empfänger die Nachricht lesen kann. Folglich befasst sich die Kryptologie auch mit der Untersuchung, wie eine verschlüsselte Nachricht durch Unbefugte entziffert werden kann und wie diese unbefugte Entzifferung erschwert respektive verhindert werden kann.
Neben den beiden genannten Teilbereichen umfasst Kryptologie auch noch die folgenden Gebiete:
...

Die Site gibt einen interessanten Abriss zum Thema Kryptologie. Die Startseite bietet eine schöne Animation dazu.

Kryptonym (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Als "Kryptonym" (griech. "verborgen" und "Name") bezeichnet man die Buchstaben, die aus den Anfangsbuchstaben oder -silben eines Autorennamens gebildet werden.
(© blueprints Team)

L

M

MCERT (W3)

(E?)(L?) http://www.mcert.de/
"MCERT" steht für "Mittelstand Computer Emergency Response Team".

IT-Sicherheit für den Mittelstand - Sicherheit im Internet

Der Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neueMedien) e.V. hat gemeinsam mit dem Bundesinnen und -wirtschaftsministerium ein IT-Notfallzentrum für den Mittelstand gegründet.

Anfang Dezember 2003 wurde der neue Informationsdienst "Mcert" ins Leben gerufen. Über einen E-Mail-Newsletter können sich kleine und mittelständische Unternehmen über Gefahren aus dem Netz und mögliche Schutzmassnahmen informieren.

Das "MCERT" soll Informationen zu neuen Viren und Hacker-Bedrohungen sowie Gegenmitteln (Software-Updates und -Patches) bereitstellen und spezielle Beratungsleistungen anbieten und dabei mit den entsprechenden Netzwerken von Bund, Wirtschaft und Hochschulen kooperieren. Die Trägergesellschaft Mcert - Deutsche Gesellschaft für IT-Sicherheit mbH ist eine 100-prozentige Bitkom-Tochter. Der Praxisbetrieb soll noch im Sommer beginnen. (tc)

Mcert ist eine Initiative unter der Federführung von BITKOM in Form einer Public Private Partnership mit dem Bundesministerium des Innern und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie kompetenten Industriepartnern. Partner sind Datev, Deutsche Telekom, Giesecke & Devrient, Microsoft, PSINet, SAP und Symantec. Mcert ist ein neutrales und herstellerunabhängiges Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit. Die Leistungen sind speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen abgestimmt.

N

O

P

Polizei (W2)

(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24602
(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
Der Ursprung des Namens "Polizei" kommt vom griechischen Wort "Politeia", das heißt "Staatsgewalt".
...


(E?)(L?) http://www.Polizeipresse.de/
"Politik" kam nach Deutschland als frz. "politique"; wohin es als lat. "politice" = "Staatskunst" kam. Die Griechen nannten es "politiké" = "Kunst der Staatsverwaltung". Der "polites" = Stadt-, Staatsbürger" steckt auch noch in unserer "Polizei", den Bürgern, die über die Staatsverwaltung ("politeia") wachen.

Q

R

Risiko, riskieren, riskant, Rhizom (W2)

Die Wurzel von "Risiko" ist das griech. "rhíza" = "Wurzel". Diese kam über das ital. "risico" = "Klippe" nach Deutschland. Dass eine zu umschiffende "Klippe" ein Risiko darstellt ist ja noch einzusehen. Was aber hat die "Klippe" mit der "Wurzel" zu tun? Mit Phantasie kann man sich ja eine aus dem Boden herausragende "Wurzel" auch als "Klippe" vorstellen (die man umgehen muss).
Und was der "Horizont" in horizontaler Sicht ist, ist die "Klippe" in vertikaler Sicht. Dahinter kann sich immer etwas Unbekanntes verbergen.
Die Verbbildung "riskieren" und das Adj. "riskant" wurden vom frz. "risquer" bzw. "risquant" beeinflusst.
Auf jeden Fall ist das griech. "rhíza" auch im "Rhizom", dem "Wurzelstock" zu erkennen (griech. "rhízoma" = das "Eingewurzelte"). Und da ein Wurzelstock meist - zumindest teilweise - aus der Erde herausragt, stellt er durchaus ein Stolper-Risiko dar.

S

Schreckschraube, Schraube, Schreck, Schraubenmutter, Grube, schrecken, Heuschrecke, scherzen, Scherz (W3)

Eine Kollegin wollte sie wissen, woher das Wort "Schreckschraube" stamme.
Ich fand was zu "Schraube" und zu "Schreck", und vermute, dass es zusammengehört. Interessant war für mich, dass "Schraube" ursprünglich von lateinisch "scrofa" = "Sau", "Mutterschwein", abstammen soll, woraus die Bedeutung "weibliche Scham" wurde und dann abgeleitet das Wort "Schraubenmutter", "scrofa" ist verwandt auch mit "scroba", "Grube".
Ich nehme an, dass "Schreckschraube" damit zu erklären ist.
(A: Bernd H., 30.01.2004)

Warum eine schreckhafte Frau mit "Schreckschraube" bezeichnet wird, kann man zwar nun nachvollziehen; aber der freundliche Besucher hat vergessen, den "Schreck" zu erläutern. Das möchte ich noch nachholen:
Der "Schreck" ist eine Substantivierung des Verbs "schrecken" und kommt z.B. auch in der Tierbezeichnung "Heuschrecke" vor. Im Saarland sagt man dazu auch "Heihupser" = "Heuspringer". Die "Heuschrecke" springt also. Und das ist auch die ursprüngliche Bedeutung von "schrecken". Jemanden "erschrecken" bedeutet ihn "aufspringen machen". Gemeinsam mit "scherzen" (und daraus "Scherz") geht "schrecken" auf ein idg. "*sker" = "springen" zurück.
Eine "Schreckschraube ist also eine "springende Frau" bzw. eine Frau, die dauernd "auf dem Sprung" ist (um einer möglichen Gefahr zu entgehen).

Securis (W3)

(E1)(L1) http://www.reppa.de/lex.asp?ordner=s&link=Securis.htm
Auf dieser (hervorragenden) Site findet man zwar die Definition von "Securis" als dem Liktorenbeil im alten Rom, mit dem zur Republikzeit die Strafe der Enthauptung vollzogen wurde, aber eine etymologische Erklärung fehlt in diesem Fall leider.

Möglicherweise hatten die Römer ja schon damals eine satirische Ader und bezeichneten dieses Richtschwert als "Sorglosmacher".

Eine bessere Erklärung nehme ich gerne entgegen.

Securitas - (röm.) Göttin (W3)

(E1)(L1) http://www.reppa.de/lex.asp?ordner=s&link=Securitas.htm
"Securitas" bezeichnete die "Sicherheit des römischen Volkes". Sie wurde auf Münzen der Kaiserzeit als Peron dargestellt.

(E2)(L1) http://www.sungaya.de/schwarz/romer/securitas.htm
Auch heute noch findet man die personifizierte Sicherheit in Namen von "Sicherheitsorganisationen" verschiedenster Art, beispielsweise dem rumänischen Inlandsgeheimdienst Securitate.

(E?)(L?) http://lexikon.svhfi.securitas.net/start_ai.php


Security (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Security


Sicherheit, sicher, Security, secure, Kur, sure, Kurort, se(d), se-, separieren (W3)

"Sicherheit" ist eine Bildung zu lat. "securus" = "sorglos", "sicher".

Das dt. "Sicherheit" hat mehrere englische Entsprechungen. Im Umfeld der Datensicherheit werden vor allem die Anglizismen "Safety" = "Verlässlichkeit" und "Security" = "Sicherheit(sleistung)" benutzt.

Das dt. "Sicherheit" geht zurück auf ein ahd. "sichurheit". Gemeinsam mit dem engl. "Security" gehen dt. "sicher" und engl. "secure" auf lat. "securus" = "sorglos", "unbekümmert", "sicher" zurück. Sie hängen mit der "Kur" und dem engl. "sure" = "gewiss", "sicher" zusammen und gehen zurück auf lat. "cura" = "Sorge", "Fürsorge", "Pflege". Ein "Kurort" ist also ein "Pflegeort".

Genau genommen heisst "Security" und "Sicherheit" eigentlich "ohne Sorge". Es setzt sich zusammen aus lat. "se(d)" = "ohne", "weg" und lat. "cure" = "Sorge". (Entsprechend heisst z.B. "separieren" = "weg-machen", von lat. "se" und "parare" = "bereiten".)

Somit müssten engl. "sure" und "se-cure" eigentlich etwas gegensätzliches Ausdrücken, aber beide bedeuten "sicher". Dieser Widerspruch kommt auch zu Tage in den Begriffen "Sorge" und "Kummer". - Sich um etwas "sorgen" kann "Sorgen" verhindern. Und sich um etwas "kümmern" kann "Kummer" verhindern.

(E6)(L?) http://www.gi-fb-sicherheit.de/
(E6)(L?) http://www.gi-fb-sicherheit.de/fg/secmgt/
Gesellschaft für Informatik e.V.
Fachbereich 'Sicherheit - Schutz und Zuverlässigkeit'
Fachgruppe SECMGT - Praxisworkshops und Fachgespräche zum Management von Informationssicherheit

(E6)(L2) http://www.internet-und-sicherheit.de/


(E?)(L?) http://www.kindersicherheit.de/
Eine Aktion der Bundesarbeitsgemeinschaft "Kindersicherheit" - auf Initiative und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, koordiniert von der Bundesvereinigung für Gesundheit e.V.

(E?)(L?) http://www.sicherheit.de/
(E?)(L?) http://www.s-wie-sicherheit.de/


(E?)(L?) http://www.wdr.de/tv/aks/index.jhtml


Streifenwagen (W3)

Der "Streifenwagen" verdankt seine Bezeichnung nicht etwa (bunten) Streifen, sondern der Tatsache, dass damit "Streifen" gefahren werden. Möglicherweise hat er seinen Ursprung im militärischen Bereich, wo im wörtlichen Sinne (Land-)Streifen wie z.B. "Grenzstreifen" abgefahren wurden. Im Polizeijargon findet man allerdings auch die Redewendung "auf Streife gehen".

T

Trojaner, Trojanisches Pferd (W2)

(E?)(L?) http://www.trojaner-board.de/
Als "Trojaner" wird ein selbstständiges Programm mit einer verdeckten Schadensfunktion bezeichnet. Der virenähnliche Code (virus), tritt in harmloser "Verkleidung" auf (z.B. in einem Packprogramm, Spiel oder sogar in einem Programm, das Viren finden und zerstören soll). "Trojanische Pferde" sind in erster Linie auf Datenspionage "spezialisiert", können aber auch ähnliche Schäden wie Viren anrichten. Sie vermehren sich in der Regel jedoch nicht selbsttätig.

Korrekterweise müsste man also bei dem Wirtsprogramm von einem "Trojanischen Pferd" sprechen. Und das eigentliche Virenprogramm, das sich darin eingenistet hat müsste man korrekterweise als "Griechen" bezeichnen. Denn das "Trojanische Pferd" war die Hülle, in dem die "Griechen" in die Stadt Troja gelangten und so die Stadt bezwangen.

U

Uni Ulm
Kleine Anleitung für das Ausdenken sicherer Passwörter

(E?)(L?) http://www.mathematik.uni-ulm.de/admin/passwd.html
Sichere Passwörter erstellen

V

Virus, Computer-Virus (W3)

(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24882
(E?)(L1) http://www.zdnet.de/enterprise/security/0,39023272,39118176,00.htm
(E?)(L1) http://www.zdnet.de/enterprise/security/0,39023272,39118967,00.htm
Die Bezeichnung "Virus" geht zurück lat. "virus" = "Schleim", "Saft", "Gift" und weiter auf griech. "iós" = "Gift" und aind. "visám" = "Gift". Wahrscheinlich nahm man früher an, dass das Übel im Schleim steckt, was ja eigentlich gar nicht so verkehrt ist. Heute weiss man jedenfalls, dass es sich im Grunde um kleine krankheitserregende Eiweiss-Zellen handelt, die nur auf / in lebendem Gewebe existieren können.
Auch "Computer-Viren" benötigen für ihre Existenz und Weiterverbreitung einen "lebenden Computer". In Verbindung mit der Selbstreproduzierbarkeit ist er damit mit einem biologischen Virus durchaus vergleichbar.

Auf der angegebenen Seite finden Sie einen Beitrag mit dem Titel:
"Geschichte der Computerviren: Eine Plage wird 20 Jahre alt"
Seit 20 Jahren gibt es jetzt Computerviren. Sie sind aus der Faszination einiger Wissenschaftler und Hacker mit sich selbst reproduzierenden Programmen hervorgegangen - und dennoch bis heute nicht gründlich erforscht worden.
Und Links zu: und die Definition von Fred Cohen, 1984:
"Virus": Ein Programm, das andere Programme "infizieren" kann, indem es sie derart verändert, dass sie eine möglicherweise weiterentwickelte Kopie seiner selbst enthalten.

Der zweite Link führt zu einem Artikel:
"Wieder ein Jahr voller Computerviren"
Traurig, aber wahr: Auch 2004 wird es wieder eine Menge E-Mail-Viren geben, obwohl schon 2003 mit deren Aussterben gerechnet wurde... Hier die Gründe für deren Beharrlichkeit und wie man sich gegen sie schützen kann.

W

X

Y

Z

Zertifikat, zertifizieren (W3)

Das "Zertifikat" und das Verb "zertifizieren" gehen zurück auf frz. "certificat" bzw. "certifier" und weiter auf lat. "certificatum" = "Beglaubigtes" bzw. lat. "certificare" = "beglaubigen". Das zu Grunde liegende lat. "certus" bedeutet "sicher", "gewiss". Damit ergibt sich für "Zertifikat" = "Sicher-Machung" und für "zertifizieren" = "sicher machen" (lat. "facere" = "machen").

Dennoch weiss jeder, dass ein Zertifikat kein Freibrief für Sicherheit ist, genauso wenig wie der TÜV-Stempel garantiert, dass das Auto die nächsten zwei Jahre ohne Probleme fährt. Aber dass Zertifikate Hochkonjunktur haben zeigt die folgende "Liste der IT-Zertifikate".

(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IT-Zertifikate


Bücher zur Kategorie:

Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Sicherheit, Sécurité, Security

amazon - Sicherheit, Sécurité, Security

       

A

Ave-Lallemant, Friedrich Christian Benedict - Das deutsche Gaunertum

(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3925037950/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3925037950/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3925037950/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3925037950/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3925037950/etymologetymo-20
Gebundene Ausgabe: 301 Seiten
Verlag: Fourier Verlag (Juni 1999)

Kurzbeschreibung
Kriminal-historische Untersuchung aus dem 19. Jahrhundert. Das deutsche Gaunertum in seiner sozialpolitischen, literarischen und linguistischen Ausbildung zu seinem heutigen Bestande. Reprint der Schrift von 1858-1862 nach der überarbeiteten Ausgabe von 1914. Der Jurist Avé-Lallemant beschreibt das historische Gaunertums und das seiner Gegenwart, befaßt sich mit Literatur über das Gaunertum und mit der Gaunerpraxis, d.h. mit damals üblichen Verbrechensmethoden, Geheimzeichen und Geheimsprache etc. Avé-Lallemant, Das deutsche Gaunertum in seiner sozialpolitischen, literarischen und linguistischen Ausbildung zu seinem heutigen Bestande.


B

Beutelspacher, Albrecht - Geheimsprachen
Geschichte und Techniken

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3406490468/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406490468/etymologety0f-21
(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3406490468/etymologetymo-21
(E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3406490468/etymologety0d-21
(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3406490468/etymologetymo-20
Beck Wissen
127 Seiten

C

D

Davis, Lee
Das große Lexikon der Naturkatastrophen

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3853651992/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3853651992/etymologety0f-21
(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3853651992/etymologetymo-21
(E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3853651992/etymologety0d-21
(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3853651992/etymologetymo-20
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Leopold Stocker
Auflage: 1 (Oktober 2003) 424 Seiten
18. Januar 2005
Wissen

Erdbeben, Überschwemmungen, Stürme, Vulkanausbrüche, Dürren, Meteoriteneinschläge, Seuchen - das reich bebilderte "Große Lexikon der Naturkatastrophen" erklärt die Ursachen dieser Phänomene und enthält alle bedeutenden Katastrophen der Geschichte.

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Y

Z