Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Sehen, Ver, Voir, Vedere, Seeing - Gesichtssinn, Sentido de la Vista, Sens de la Vue, Senso della Vista, Sense of Sight - Auge, Ojo, L'Oeil, Occhio, Eye

Fünf Sinne

Die fünf Sinne des Aristoteles (Tastsinn, Gehörsinn, Geruchssinn, Geschmackssinn, Gesichtssinn) ordnete Hermann von Helmholtz den Modalitäten Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken, Sehen zu, die unterschiedliche Qualitäten, wie rot, gelb, grün besitzen können. Die entsprechenden Sinnesorgane sind Haut, Ohr, Nase, Zunge, Auge.

Auch wenn die Physiologie mittlerweile weitere Sinneszellarten aufspürten besitzt die Kategorisierung des Aristoteles weiterhin einen gewissen Charme in der täglichen Zuordnung von Wahrnehmungen.

Und so spricht man auch vom "sechsten Sinn" ("sixth sense", "sixième sens"), wenn eine Erscheinung keine Entsprechung in den Sinnesorganen findet. Eine solche "außersinnliche / übersinnliche Wahrnehmung" wird als Intuition, l'intuition, intuition bezeichnet.

A

absv
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Sehbehinderten-Simulator

"ABSV" steht für "Allgemeiner Blinden- und SehbehindertenVerein".

(E?)(L?) http://www.absv.de/sbs/sbs_intro.html

des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin. Mit dem Sehbehinderungs-Simulator können Sie online erleben, wie sich die fünf häufigsten Sehbehinderungen auf die Wahrnehmung auswirken. Wir zeigen Ihnen vereinfachende Darstellungen, das heißt Varianten und Kombinationseffekte wurden nicht berücksichtigt. Bei den simulierten Sehbehinderungen handelt es sich um Für drei weitere Sehbehinderungen, nämlich können wir Ihnen zwar leider keine Simulation, aber immerhin Textinformationen anbieten. Klicken Sie dazu bitte auf den Namen der jeweiligen Sehbehinderung.

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Auge (W3)

Dt. "Auge", mhdt. "ouge", althdt. "ouga", got. "augo", engl. "eye", schwed. "öga", russ. "oko", lat. "oculus", geht zurück auf die postulierte Wurzel ide. "*oku-" = dt. "sehen", "Auge". Darauf basierend kann für "Auge" die ursprüngliche Bedeutung "Seher" angenommen werden.

Dem lat. "oculus" = dt. "Auge" verdanken wir dt. "okulieren" und "Okular". Dem griech. "ómma" = dt. "Auge" bzw. griech. "ópsesthai" = dt. "sehen werden" und griech. "optikós" = dt. "zum Sehen gehörig" verdanken wir dt. "Optik".

Bei Adelung findet man dazu:


Das "Auge", des -s, plur. die -n, Diminutivum das "Äuglein", vulg. "Äugelchen", das Werkzeug des Sehens in den menschlichen und thierischen Körpern.

I. In eigentlicher Bedeutung, da es wohl dieses Werkzeug selbst, als auch das Sehen, welches dadurch verrichtet wird, ausdrücket. Scharfe, gute, blöde Augen haben. Ein schmachtendes Auge, das halb geschlossen ist und Sehnsucht, Verlangen, oder eine andere sanfte Empfindung verräth. Auf einem Auge nicht wohl sehen können. Auf beyden Augen blind seyn. Er ist bey dieser Gelegenheit um seyn rechtes Auge gekommen. Sie betrachtet ihn, ohne ein Auge zu verwenden. Etwas mit unverwandten Augen ansehen. Die Augen auf etwas werfen. Die Augen auf etwas heften, lange und aufmerksam darauf sehen. Die Sache liegt vor Augen, ist unläugbar. Das fiel uns sogleich in die Augen. Das fällt schön in die Augen, hat eine gute Gestalt. Wer nicht sehr ins Auge fällt, Den beneidet nicht die Welt, Weiße. Jemanden in die Augen fassen, ihn aufmerksam ansehen. Er hat mich nicht eine Minute aus den Augen gelassen, beständig angesehen. Es ist mir aus den Augen gekommen, vor meinen Augen verschwunden. Ein wachsames Auge auf etwas haben, es sorgfältig beobachten, in Acht nehmen. Thue die Augen auf, im gemeinen Leben, gebrauche dich deiner Augen mit Aufmerksamkeit und Bewußtseyn. Rollende Augen, die sich wegen einer heftigen Leidenschaft schnell hin und her bewegen. Mein Auge rollt verwirrt und sieht ihn schüchtern an, Schleg. Große Augen machen, eine lebhafte Verwunderung äußern. Ich denke noch daran, was er für Augen machte, Als deine Mutter ihn in unsere Reihen brachte, Rost. Die Augen laufen mir über, werden mit Wasser angefüllet, wiez. B. bey Erblickung eines allzu starken Lichtes. Der Diamant blendet mich ganz und macht, daß mir die Augen überlaufen, Gell. Die Augen gingen ihm über, er fing an zu weinen. Mit nassen, thränenden Augen. Es wird nasse Augen setzen. Ich kann es nicht mit trockenen Augen, nicht ohne Thränen, ansehen. Die Augen standen ihm voll Wasser, voll Thränen. Die Augen fingen ihm an zu brechen, wenn sie halb geschlossen sind, entweder bey einer heftigen Sehnsucht, oder auch kurz vor dem Tode. Einem die Augen zudrücken, bey dem Sterben.Im gesellschaftlichen Umgange wird dieses Wort oft überflüssig gesetzt, um den ganzen Ausdrucke einen größern Nachdruck zu geben. Ich habe es mit meinen Augen gesehen, sehr deutlich und zuverlässig. Ich habe ihn mit keinem Auge gesehen, gar nicht. Man siehts mit Augen, deutlich genug. Die Absicht und Wichtigkeit dieses Werkzeuges hat im gemeinen Leben viele figürliche Arten zu reden veranlasset, wovon hier nur ein Paar zur Probe angeführet werden sollen. Einem ein Dorn, oder Stachel in dem Auge seyn, nicht gerne von ihm gesehen werden. Mit einem blauen Auge, mit einem erträglichen Verluste, davon kommen. + Das Kalb in die Augen schlagen, nach einer niedrigen Figur, jemandem auf der empfindlichsten Seite beleidigen. Man muß ein Auge zudrücken, die Sache geschehen lassen, thun, als wenn man sie nicht sähe. Einem ein Auge verkleistern, ihm die wahre Beschaffenheit einer Sache verhehlen. Einem Staub in die Augen streuen, ihn verblenden, eine ungegründete Sache als Wahrscheinlich vorstellen. Es schickt sich, wie eine Faust auf das Auge, gar nicht. Einem den Daumen auf das Auge setzen, ihn in den gehörigen Schranken, in seiner Gewalt halten. In Niedersachsen bedeutet, einem etwas auf das Auge drücken, ihn bestechen. Einem nicht die Augen im Kopfe gönnen, ihm nichts gönnen. So lange mir noch die Augen offen stehen, so lange ich lebe. Die Augen zuthun, schlafen. Ich habe diese Nacht kein Auge zugethan, edler geschlossen. Ingleichen, sterben. Wenn dein Vater die Augen zuthun wird. Er mußte die Augen darüber zudrücken, sterben. Keine Krähe hackt der andern die Augen aus u. s. f.Folgende Arten des Ausdruckes sind in der höhern Schreibart der Neuern seit einiger Zeit üblich geworden. Seine Augen zerfließen in Thränen. Ihr Auge floß von Zähren, Weiße. Dein Aug wird jetzt um mich in Thränen schwimmen, Dusch. Deine Augen schwommen in zärtlichen Freudenthränen, ebend. Wobey man aber nicht an die lumina natantia der Römer denken muß, welche einen andern Begriff ausdruckten. Mein nasses Auge hing starr auf deinem Gesichte, wenn du so redetest, ebend. Mit was für sehnsuchtsvollem Blick Ihr Aug an seinem Auge hing! Gell.- - O welch Entzücken Trinkt mein erloschnes Herz aus diesen sanften Blicken! Weiße. Die offnen Augen kleben An allem starr, Kleist.

II. Außer der bereits bemerkten Empfindung des Sehens wird dieses Wort noch in einigen andern figürlichen Bedeutungen gebraucht. So bezeichnet es,

1. Jemandes Mienen und Geberdern, so fern sie Dollmetscher der innern Empfindungen sind. Es wird schele Augen setzen, im gemeinen Leben. Ich that alles, was ich ihm nur an den Augen ansehen konnte. Ich sah es ihm sogleich an seinen Augen an, Daß du ihm wohl gefielst, Rost. Er las meinen Willen in meinen Augen, in der höhern Schreibart. Wie zitterte ich, wenn dein Auge einen geheimen Gram verrieth! Aber auch so fern sich der ganze Charakter des Herzens und des Geistes in ihnen schildert. Der Schalk siehet ihm aus den Augen. Es siehet ihm nichts Gutes aus den Augen. Nun sehen sie aus andern Augen, sie sehen jetzt weit besser aus.

2. Bedeutet es auch so viel als den Anblick, die Gegenwart einer Person. Komm mir aber nicht vor meine Augen. Einem unter die Augen gehen, treten oder kommen. Einem aus den Augen gehen. Ich kann ihn nicht vor Augen leiden. Er siehet mein Unglück vor Augen. Einem die größten Grobheiten unter die Augen sagen. Vor den Augen der ganzen Welt. Sich eines Augen entziehen. Wache über jeden seiner Schritte und laß ihn nicht aus den Augen. Dem Tode, der Gefahr unerschrocken unter die Augen gehen, entgegen gehen. Unter vier Augen, bloß in Gegenwart der andern Person.

3. Noch öfter wird es für die Folgen und Wirkungen des Sehens gesetzt, und da bezeichnet es,

1) Die Einbildungskraft und das Gedächtniß. Die Sache schwebt mir vor den Augen. Gott vor Augen haben. Etwas aus den Augen setzen, zur Ungebühr vergessen, oder zu vergessen scheinen; so daß dieser Ausdruck alle Mahl einen nachtheiligen Nebenbegriff hat. Ehedem wurde er auch im guten Verstande für vergessen überhaupt gebraucht; z. B. Der alle Schuld, damit du ihn verletzet, Dir herzlich schenkt, und aus den Augen setzet, Opitz, Ps. 103.

2) Das Begehrungsvermögen. Ein Auge auf etwas werfen, die Sache lieb gewinnen, heimlich darnach trachten. Ein Auge auf etwas haben, insgeheim darnach streben. Das sticht ihm in die Augen, im gemeinen Leben, reitzet sein Verlangen. Die Augen an etwas weiden, es mit Vergnügen sehen, sich daran belustigen. Wie würde sich ihr Auge an meiner Verwirrung weiden! Ihr seht, wir haben Wein, Und was die Augen nur verlangen, Wiel.

3) Das ganze Vermögen zu erkennen und zu beurtheilen. Die Sache liegt vor Augen, ist deutlich, unläugbar. Einem die Augen verblenden, den richtigen Gebrauch seines Verstandes und seiner Vernunft hindern. Einem die Augen öffnen, ihm klare Erkenntniß einer Sache verschaffen. Die Augen gehen ihm auf, er bekommt eine deutliche Erkenntniß, lernet die Sache nach ihrer wahren Beschaffenheit kennen. Ich hoffe, daß ihnen endlich die Augen zu ihrem Besten aufgehen werden. Es ist, als ob mir die Augen auf einmahl aufgingen. Wie vieles verbirgt nicht eine Stunde den Augen der Menschen! In seinen Augen, nach seinem Urtheile, ist ein Reicher ohne Unterschied ein ungerechter Mann. Muß er nur darum ein Betrieger seyn, weil ich in ihren Augen so liebenswürdig bin? Gell. Eine Sache mit einem kritischen Auge, mit dem Auge eines Kenners ansehen. Ich sehe sie seit einiger Zeit mit ganz andern Augen an. Hierher gehöret auch der biblische Gebrauch des Wortes Auge, wo durch das Auge Gottes dessen Allwissenheit und Allgegenwart, durch Augen des Verstandes aber die Einsicht und Beurtheilungskraft angedeutet wird.

III. Endlich wird dieses Wort auch häufig gebraucht, verschiedene andere Dinge damit zu benennen, welche in ihrer äußern Gestalt einige Ähnlichkeit mit dem Auge haben. So führen den Nahmen des Auges, oder der Augen:

1. Die Puncte auf den Wünschen, welche den Werth einer jeden Fläche andeuten. Auf die meisten Augen spielen. Vier, fünf u. s. f. Augen werfen. In den Spielkarten werden diejenigen Karten, welche keine Bilder haben, Augen genannt. Eben daselbst führet auch die Zahl des Werthes der Blätter diesen Nahmen. Ich habe kein Auge in meiner Karte. Er hat die meisten Augen. + Auf seinen fünf Augen bestehen, hartnäckig bey seiner Meinung beharren; von den Augen auf den Würfeln.

2. An den Bäumen und Pflanzen, die aus der Schale hervor brechenden Keime, unentwickelte Blüthen und Zweige; die Knospen, in Oberdeutschland Butzen und Brossen, in Niedersachsen Bollen. An den Weinstöcken werden sie auch Palmen genannt. Daher Augen bekommen, gewinnen, setzen oder schießen.

3. In den Schmelzhütten führet diesen Nahmen auch der so genannte Leimpotzen, der bey dem großen Garmachen des Kupfers, bey der Form auf die Herdsohle gelegt wird, damit das Gebläse etwas daran stoße. An andern Orten heißt er auch die Tasche.

4. In den Küchen führet der kleine Punct in dem hellesten Theile des Weißen eines Eyes, welcher für den Anfang des Thieres gehalten wird, ingleichen ein Tropfen Fett auf den Brühen, den Nahmen eines Auges.

5. Ein gediegenes Körnlein an den Erzstufen wird in den Bergwerken gleichfalls ein Auge genannt, und

6. An dem Reitgeschirre hat diesen Nahmen der höchste Theil an den Stangen, der platt und durchbrochen ist, das Hauptgestell darein zu schnallen.

7. Das Auge der Zeuge in den Manufacturen bedeutet den Glanz und das äußere Ansehen der Zeuge, so wie eben dieser Ausdruck an den Perlen, Diamanten und andern Edelsteinen ihr Feuer und ihr Glanz ausdruckt, welcher man auch ihr Wasser nennet. So sagt man z. B. dieser Diamant hat ein schwärzliches Auge, wenn seyn Glanz in das Schwärzliche spielet.

8. Endlich hat man diesen Nahmen auch auf mancherley Arten von Öffnungen und Löchern in andern Körpern angewandt. So werden die Schleifen oder Ringe in den Schäften eines Weberstuhles, wodurch die Kettenfäden gehen, Augen genannt. Dahin gehöret das Auge der Schnecke in der Baukunst, welches in einer kleinen Zirkelfläche mitten in den Schnecken der Capitäler bestehet; das Auge an dem Kernobste, derjenige Theil, welcher aus dem verdorrten Blumenkelche entstehet; das Auge der Feuerwerker, eine kleine hölzerne Rinne, durch welche die Pulverwurst in die Minenkammer gehet; das Auge in den Schmelzöfen, dasjenige Loch, durch welches das flüssige Metall abgelassen wird; das Auge an den Werkzeugen der Bergleute, dasjenige Loch, durch welches der Stiel gestecket wird; das Auge einer Nähnadel, das Öhr in derselben; die Augen in einem Käse, die Löcher in demselben u. s. f. Hühneraugen, Krebsaugen und andere eben so uneigentliche Benennungen kommen an ihrem Orte vor.

Anm. Die Benennungen dieses Werkzeuges des Sehens haben in den Europäischen Sprachen eine merkwürdige Übereinstimmung mit einander. Aus dem Hesychius erhellet, das die Griechen das Auge auch "???" genannt haben. Aber auch die Benennung "???" gehöret hierher, weil sie ehedem gleichfalls die Augen bedeutete. Von dem erstern Ausdrucke haben die Lateiner vermuthlich ihr "oculus", welches das Diminutivum von einem veralteten "occus" ist. Das Angelsächsische "Eage", das Engl. "Eye", das Schwedische "Öga", das Dänische "Oye", und das Holländische "Ooghe" kommen dem Hochdeutschen "Auge" und Niedersächsischen "Oge" noch näher. So gar in den Slavonischen Mundarten heißt es "Oko", und die Krimmischen Tatarn sollen es "Oge" nennen. S. auch "Eiland" und "Ey".

(E?)(L?) http://www.auge-online.de/

Allgemeinverständliche Informationen zu den Augen:

Die derzeit 176 folgenden Seiten (Stand 07.08.2017) sind zur Information für den medizinischen Laien gedacht. Sie können nicht eine augenfachärztliche Beratung und Untersuchung ersetzen, werden jedoch dem steigenden Interesse nach zusätzlicher seriöser Information im Internet gerecht. Möglichst fachausdruck- und fremdwortarm sollen hier Zusammenhänge erläutert werden. Manches ist daher etwas vereinfacht, aber wie ich hoffe verständlicher, als eine Erklärung in “Fachchinesisch”. Diese Seiten werden privat betrieben und sind nicht konzern- oder firmengebunden und dadurch nicht von irgend jemand anders finanziell abhängig und inhaltlich beeinflussbar. Die Themen haben sich aus den in der täglichen augenärztlichen Sprechstunde auftretenden Fragen der Patienten ergeben und die Inhalte werden laufend aktualisiert.

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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Auge
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Auge" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 / 1710 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#Auge

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2016-01

B

betrachten (W3)

Das Verb dt. "betrachten" geht zurück auf mhd. "betrahten" = dt. "betrachten", "bedenken", "erwägen", "abschätzen", ahd. "bitrahton" (9. Jh.), "bitrahten" (765), "betrachten", "erstreben", "erwägen". Es liegt also die Bedeutung dt. "tragen" zu Grunde und die Vorstellung, dass man "etwas in der Hand wägt", um sein Gewicht zu erforschen.



Bei Adelung findet man:


Der "Betracht", des -es, plur. car. ein Oberdeutsches Hauptwort von "betrachten", welches auch in einigen Hochdeutschen Kanzelleyen für "Betrachtung" üblich ist. In diesem, in jenem Betracht. Etwas in Betracht ziehen. Den Betracht auf etwas nehmen. Alle diese und andere ähnliche Redensarten werden in der reinen Schreibart billig vermieden.

"Betrachten", verb. reg. act. genau ansehen, um das Mannigfaltige an einer Sache zu erkennen.

1. Eigentlich, mit den Augen des Körpers. Einen Menschen genau betrachten. Die Größe einer Stadt von weiten betrachten. Eine anmuthige Gegend mit aufmerksamen Augen betrachten. Ein Gemählde betrachten. Den Lauf der Sterne betrachten.

2. Figürlich.

1) Mit den Augen des Geistes, an einer unvollkommen erkannten Sache noch mehr zu erkennen suchen. Wer den Zustand der jetzigen Zeit genau betrachtet, der, u. s. f. Die Folgen einer gefährlichen Unternehmung betrachten. Betrachte, was er gethan hat, an den alten Vätern, 5. Mos. 32, 7. Und er betrachtets vor (zuvor) bey sich selbst, darnach sagt er seinen Rath, Sir. 39, 11. In dieser Bedeutung, die zwar im Hochdeutschen weder selten noch tadelhaft ist, sind doch "erwägen", "überdenken" u. s. f. beynahe üblicher.

2) Mit verschiedenen Nebenbegriffen; betrachten, um ein Urtheil zu fällen. Betrachtet man ihn als einen Bürger, so verdienet er unser ganzen Beyfall. Als ihr Vater betrachtet, (so ferne du ihr Vater bist) kann dich nichts von der Verbindlichkeit los machen, sie zu ernähren, Dusch. Ich betrachte ihn als einen Menschen, der zu nichts taugt. Ingleichen, betrachtet, um seine Handlungen darnach einzurichten, mit Einfluß auf den Willen betrachten. Die Person betrachten. Ich betrachte seine Jugend. Betrachte doch seine Armuth. In welcher Bedeutung aber im Hochdeutschen ansehen üblicher ist. S. auch Betrachtung.

Anm. Schon Ottfried gebraucht "drahton" und "bidrahton" für "überdenken", "gidrahton", für "mit dem Verstande begreifen", und Hornegk "biträchtig" für "betrachtend", und "Trachter" für "einen, der eine Sache wohl betrachtet". Wachter leitet dieses Wort von dem Latein. "tractare" ab. Frisch scheinet es nicht zu "trachten" zu rechnen, ob er gleich auch keine andere Abstammung angibt. In den Monseeischen Glossen bey dem Pez wird "Pitrahtari" durch "Ponderator" gegeben, und dieß führet auf eine gute Erklärung der eigentlichen Bedeutung dieses Zeitwortes. "Betrachten" ist das Frequentativum von "tragen", und bedeutet ursprünglich, "eine Sache in der Hand wägen", um ihr Gewicht zu erforschen. Die Beschäftigungen des Geistes sind im Deutschen, so wie in allen Sprachen von körperlichen Handlungen hergenommen.

"Beträchtlich", -er, -ste, adj. et adv. werth in Betrachtung gezogen zu werden, doch nur in weiterer Bedeutung, für nicht geringe, erheblich; im Gegensatze des "unbeträchtlich". Ein beträchtlicher Vortheil. Eine beträchtliche Kraft anwenden. Er verlor beträchtlich. Daher die "Beträchtlichkeit".

Die "Betrachtung", plur. die -en.

1) Die Handlung des Betrachtens; ohne Plural. Die Betrachtung eines Gemähldes, eines Haufes, eines Gartens. Ingleichen, von dem Betrachten mit den Kräften des Berstandes. Die Betrachtung der Größe Gottes. Etwas in Betrachtung ziehen, es betrachten. Denken ist das Leben der Seele, und ihre höchste Freude bestehet in der Betrachtung, Dusch. Die Güte Gottes in Betrachtung seiner Geschöpfe, in so fern man sie im Verhältnisse gegen seine Geschöpfe betrachtet. So fern das Verbum betrachtet und urtheilen bedeutet, wird in Betrachtung oft adverbialiter gebraucht, die Ursache einer Handlung auszudrucken. Ich habe es in Betrachtung seiner Jugend, seines blöden Verstandes, seines rechtschaffenen Vaters gethan. S. "Betracht".

2) Die Reihe von Vorstellungen, welche durch das Betrachten in der Seele hervor gebracht werden. Allerley Betrachtungen anstellen. In gottseligen Betrachtungen begriffen seyn. Ingleichen die Mittheilung derselben an andere, so wohl mündlich als schriftlich, daher so viele Schriften den Titel Betrachtungen führen.

"Vorbetrachten", verb. reg. welches noch zuweilen für das üblichere "vorher betrachten" vorkommt.


(E?)(L?) http://conjd.cactus2000.de/index.php?begin=a&end=zzzzz


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERB.pdf


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

betrachten "erwägen"
"nach etwas trachten", "auf etwas sehen"

"dawidertrachten" - mit rechtlicher aufhaltung dawider getracht

ertrachten I streben nach
II etwas in Erfahrung bringen

nachtrachten, v. I jm. nacheilen (I)
II etwas weiter verfolgen


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

AUSBETRACHTEN | BETRACHT, m. | BETRACHT | BETRACHTEN | BETRACHTENSWERTH | BETRACHTER, m. | BETRACHTERIN, f. | BETRACHTLICH | BETRÄCHTLICH | BETRACHTLICHKEIT, f. | BETRÄCHTLICHKEIT, f. | BETRACHTUNG, f. | BETRACHTUNGSART, f. | BETRACHTUNGSWEISE, f. | BETRACHTUNGSWEISE, adv. | ERTRACHTEN | FÜRTRACHTEN | HINTRACHTEN, v.


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/GWB/

Betracht | betrachten | betrachtenswert | Betrachter | betrachtlich | beträchtlich | Beträchtlichkeit | Betrachtung | Betrachtungsart | Betrachtungsfolge | betrachtungslustig | *Betrachtungsstoff | betrachtungsweise | Betrachtungsweise | betrachtungswert | betrachtungswürdig | durchbetrachten | fortbetrachten


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=betrachten
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "betrachten" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 / 1740 auf.

Erstellt: 2012-11

C

D

E

F

Fenster (W3)

Dt. "Fenster" geht zurück auf lat. "fenestra".

(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Fenster
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Fenster" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 / 1650 auf.

Erstellt: 2011-06

G

H

I

J

K

kelsen
Wahrnehmungstäuschungen
Optische Täuschungen

(E6)(L2) http://www.kelsen.de/jovalli/jovalli.html
Hier findest du viel Lustiges, etwas Zauberei, ein wenig Nützliches und vielleicht Interessantes.

(E?)(L?) http://www.kelsen.de/jovalli/zauber_10.html
Unter der Rubrik "Zauberei, optische Täuschungen und Rätsel" gibt es ein paar schöne Beispiele von Sinnestäuschungen.

L

LBZB (W3)

"LBZB" steht für "Landesbildungszentrum für Blinde".

(E?)(L?) http://www.lbzb.de/

Als soziale Einrichtung des Landes Niedersachsen und einziges Landeszentrum für die Bildung, Ausbildung und Rehabilitation blinder und sehbehinderter Menschen versuchen die Mitarbeiter im Landesbildungszentrum für Blinde für die schwieriger werdenden Lebenssituationen sehgeschädigter, oft mehrfach behinderter junger Menschen Lösungen und eine Antwort auf die Herausforderungen einer neuen Zeit mit unvorhersehbaren gesellschaftlichen Veränderungen zu finden.
...


M

michaelbach.de
Optische Täuschungen & Sehphänomene

(E?)(L?) http://www.michaelbach.de/ot/index-de.html

58 Optische Täuschungen & Sehphänomene

von Michael Bach

Das Kleiderfarbenrätsel

Diese Sammlung optischer Täuschungen und visueller Phänomene erlaubt kleine Experimente und gibt Erklärungen, soweit von der aktuellen Sehforschung verstanden.
...
[»Optische Illusionen« halte ich für eine Fehlübersetzung aus dem Englischen, aber ich mache mir keine Illusionen [sic], dass der etwas treffendere Begriff »Täuschung« sich durchsetzen könne… ;-)]

Bewegung & Zeit Helligkeit & Kontrast Farbe Geometrische- & Winkel-Täuschungen Raum (Dreidimensionalität) & Größenkonstanz Gestalt


Erstellt: 2016-02

N

Nasenfahrrad (W3)

Am 18.01.2007 fragte Anina Jansen:
... im Rahmen meines Studiums habe ich mich u.a. mit der Geschichte der Brille befasst und bin immer wieder auf den Begriff Nasenfahrrad gestoßen. Können Sie mir sagen wie die Brille zu diesem Namen kam?

Leider konnte ich keine expliziten Hinweise finden. Aus Hinweisen im "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache" von Küpper schließe ich jedoch (ohne Gewähr), dass die umgangssprachliche Bezeichnung "Nasenfahrrad" für "Brille" um 1900 aufkam - wegen der Ähnlichkeit der äußeren Form. (Das "Fahrrad" wurde 1861 erfunden. Und nachdem es vorher bereits ein "Laufrad" gab dürfte Mitte des 1900 Jh. auch der Begriff "Fahrrad" entstanden sein.)

Im Jahr 1930 ist dann sogar nur noch kurz von "Fahrrad" die Rede, wenn von der "Brille" gesprochen wird.

Und ab 1950 ist umgangssprachlich "Drahtfahrrad" anzutreffen, als Bezeichnung für eine "Nickelbrille".

(E?)(L?) http://www.publicis-berlin.de/data/pool/d626918499.pdf
Das "Nasenfahrrad" wird auf mehreren Internetseiten der "berliner Schnauze" zugeschrieben - aber eine Angabe zur Entstehung dieses Begriffes ist nicht zu finden.

(E2)(L1) http://www.mundmische.de/


(E?)(L?) http://www.digitale-bibliothek.de/band36.htm
[Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, S. 6347 (vgl. Küpper-WddU, S. 173) (c) Marianne Küpper]


"Drahtfahrrad", "Nickelbrille", "Nasenfahrrad" 1950 ff.

"Fahrrad", "Brille", "Kneifer". Verkürzt aus "Nasenfahrrad". 1930 ff.

"Nasenfahrrad", "Brille", "Kneifer". Wegen der Formähnlichkeit angesichts der runden Gläser. 1900 ff.


(E?)(L?) http://www.digitale-bibliothek.de/band84.htm
[Wörterbuch Synonyme]


"Brille", die: 1. Doppelglas für die Augen mit Ohrenbügeln Augengläser · Gläser · Glas + Lorgnette salopp: "Nasenfahrrad" · "Intelligenzprothese" · "Spekuliereisen" (scherzh); auch "Kneifer" (1), "Einglas" - 2. alles durch eine rosa[rote] B. sehen: optimistisch (2); durch eine schwarze B. [an]sehen / betrachten: schwarz (6)

"Nasenfahrrad", das: "Brille" (1)


(E?)(L?) http://www.digitale-bibliothek.de/band119.htm
[Fischer Weltgeschichte]


1861: März: Michaux erfindet das Fahrrad


O

P

panoptikum
Wahrnehmungstäuschungen
Optische Täuschungen

(E6)(L2) http://www.panoptikum.net/optischetaeuschungen/
mit einigen schönen Beispielen

pcwelt.de
Optische Täuschungen im Internet

(E?)(L?) http://www.pcwelt.de/tipps/Internet-Optische-Taeuschungen-im-Internet-6763917.html

Optische Täuschungen sind unter wahrnehmungstheoretischen und philosophischen Gesichtspunkten hochinteressant.
...


Erstellt: 2013-02

Q

R

S

Sehepunkt (W3)

Der dt. "Sehepunkt" stammt ursprünglich aus der Optik. Der Theologe und Historiker Johann Martin Chladenius (1710 - 1759) übertrug den Begriff "Sehepunkt" in seiner 1742 erschienenen "Einleitung zur richtigen Auslegung vernünftiger Reden und Schriften" auf die Geschichtsschreibung.

(E?)(L?) http://knb.mpiwg-berlin.mpg.de/datasheets/begriff?categ=begriffe&result_nav=browse&searchtype=begriffe&hauptbegr=on&begriff_t=&zitate_t=&glossar_t=&iid=2474&glossar=&begriff=&gebiet=&gebiet_t=&zitate=

Sehen - Sehpunkt (focus imaginarius)

Begriff: Sehen

Spezifikation 1: Sehpunkt (focus imaginarius)

Zitate: (1766 Träume) II/344:22-25:

Dieser Punkt, welchen man den "Sehepunkt" nennt, ist zwar in der Wirkung der Zerstreuungspunkt, aber in der Vorstellung der Sammlungspunkt der Directionslinien, nach welchen die Empfindung eingedrückt wird (focus imaginarius).

Glossar:

Es ist bisher nicht gelungen, den terminus "focus imaginarius" in der zeitgenössischen Literatur aufzufinden. Gemeint ist wahrscheinlich der tatsächliche oder - bei dazwischen liegender Reflexion - der vermeintliche (vgl. z.B. Newton [1704] Axiom 8) Objektpunkt in der Sehpyramide der geometrischen Optik. Chr. Wolff [AMW2] III - Teil Optick - § 98: "Wir sehen einen jeden Punct in dem Orte, wo die Strahlen des Lichts, welche von ihm in das Auge gefallen sind, und durch die Refraction in der crystallenen Feuchtigkeit [= Linse des Auges] wieder mit einander vereiniget worden sind, zusammenstoßen würden, wenn sie von dem Puncte des Bildleins in dem Auge ausfliessen solten, und nach geschehener Refraction außerhalb des Auges vereiniget würden."
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(E?)(L?) http://www.sehepunkte.de/ueber-uns/

Über uns

Der Name "sehepunkte" für dieses Rezensionsjournal ist Programm:

Als der Theologe und Historiker Johann Martin Chladenius (1710 - 1759) den - ursprünglich aus der Optik stammenden - Begriff ["Sehepunkt"] in seiner 1742 erschienenen "Einleitung zur richtigen Auslegung vernünftiger Reden und Schriften" auf die Geschichtsschreibung übertrug, vollzog er einen bemerkenswerten Schritt. Eine objektive Wahrheit, so Chladenius, gibt es nicht. In jeder Wahrnehmung und Deutung historischer Ereignisse kommt vielmehr immer auch und vor allem der individuelle Standort des Betrachters zum Ausdruck - dessen spezifischer "Sehepunckt": "Ebenso ist es mit allen Geschichten beschaffen; eine Rebellion wird anders von einem getreuen Untertanen, anders von einem Rebellen, anders von einem Ausländer, anders von einem Hofmann, anders von einem Bürger oder Bauern angesehen."

Das Plädoyer des Chladenius für eine pluralistische Geschichtswissenschaft gilt bis heute. Auch unser Journal fühlt sich diesem Ansatz explizit verpflichtet. Die sehepunkte sind daher epochenübergreifend, interdisziplinär und international ausgerichtet. Neben deutschsprachigen Publikationen wird in stetig wachsendem Ausmaß die europäische und außereuropäische Fachliteratur berücksichtigt. Zum Beispiel bieten die sehepunkte in regelmäßigen Abständen ein FORUM zu den "Islamischen Welten" (seit 2006) oder zur "Atlantischen Geschichte" (seit 2012) an. Die Rezensionen selbst erscheinen vorwiegend auf Deutsch, Englisch und Französisch.

Ganz bewusst sind die sehepunkte als Internetrezensionsjournal konzipiert. Sie erscheinen jeweils zur Monatsmitte und sind als Open-Access-Publikation kostenfrei zugänglich. Dieser Erscheinungsrhythmus ermöglicht es der Redaktion auch, durch thematische FOREN, Beiträge zu einzelnen Themengebieten in besonderer Weise zu bündeln.

Im Vergleich zu anderen Textsorten unterliegen Buchbesprechungen in besonderer Weise dem Postulat einer schnellen Veröffentlichung, wenn sie das Fachpublikum rasch und umfassend über neue Forschungstendenzen oder -kontroversen informieren sollen. Während die gedruckten Fachzeitschriften dieser Forderung aufgrund langer Vorlaufzeiten und begrenzter Platzkapazitäten häufig nur eingeschränkt gerecht zu werden vermögen, besitzen Online-Rezensionen den Vorzug einer außerordentlichen Aktualität, können sie doch schon kurz nach der Auslieferung eines Werkes publiziert werden.

Diese Beschleunigung des Publikationsweges geht jedoch mit keinem Verzicht wissenschaftlicher Qualitätsstandards einher, die vielmehr durch ein ganzes Maßnahmenbündel sichergestellt werden: Die sehepunkte sind im Jahr 2001 aus einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Kooperation des Historischen Seminars der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Bayerischen Staatsbibliothek hervorgegangen. Sie werden inzwischen überwiegend vom Freistaat Bayern finanziert und sind redaktionell an den Universitäten München und Mainz angesiedelt.

München, im Januar 2013

Andreas Fahrmeir / Peter Helmberger / Hubertus Kohle / Mischa Meier / Matthias Schnettger / Claudia Zey


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Sehepunkte

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Name

Der ursprünglich aus der Optik stammende Name "sehepunkte" wurde von den Herausgebern in programmatischer Absicht vom Theologen und Historiker Johann Martin Chladni (1710–1759) entlehnt, einem Vertreter der Auslegungskunst um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Chladenius hatte in seiner 1742 veröffentlichten Einleitung zur richtigen Auslegung vernünftiger Reden und Schriften mit dem "Sehepunckt" die subjektive Perspektive des Historikers charakterisiert: Da jede Wahrnehmung vom Standpunkt der wahrnehmenden Person bedingt sei, hänge auch die Deutung historischer Ereignisse maßgeblich vom Wissen und von der Haltung des Urteilenden ab. In einer Zeit, deren Geschichtsverständnis noch weitgehend den starren Auffassungen des Rokoko verpflichtet war, trat mit Chladenius somit ein kritischer und innovativer Erkenntnistheoretiker hervor. Er hob die Relativität des menschlichen Urteilsvermögen im Allgemeinen hervor und verwies damit auch die Geschichtsschreibung auf das Problem des später so genannten Hermeneutischen Zirkels.
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(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Martin_Chladni

Johann Martin Chladni, auch: Johann Martin Chladenius (* 17. April 1710 in Wittenberg; † 10. September 1759 in Erlangen) war ein deutscher evangelischer Theologe und Historiker.
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Leben

Geboren als Sohn des Martin Chladni, besuchte er das Gymnasium Casimirianum in Coburg, immatrikulierte sich am 17. Oktober 1731 an der Universität Wittenberg, wo er im Anschluss an seine Studien mit dem Erhalt des philosophischen Magistergrades am 17. Oktober 1731 auch lehrte. Er ging an die Universität Leipzig, wo er 1742 außerordentlicher Professor für Kirchenaltertümer wurde.

1743 übernahm er die Leitung des Casimirianums in Coburg und wurde 1747 als ordentlicher Professor für Theologie, Rhetorik und Dichtkunst an die Universität Erlangen berufen, wo er im selben Jahr zum Doktor der Theologie promoviert wurde. Obwohl er ursprünglich nicht zum Historiker ausgebildet war, machte er sich dennoch durch seine philosophisch fundierte und pragmatisch lehrhafte Geschichtstheorie einen Namen.

Als Theologe orientierte er sich an der lutherischen Orthodoxie, die er mit dem Rationalismus von Christian Wolff und dem Empirismus zu verbinden suchte. In der Geschichtsschreibung war er seiner Zeit weit voraus und legte als erster Geschichtsquellen nach einer hermeneutischen Methode aus. Er trat dabei gegen die Vertreter des historischen Pyrrhonismus auf, führte den Begriff der "Sehepunkte" ein, von denen aus man multiperspektiv die historische Wirklichkeit betrachten könne.

Chladni gilt mit seiner Auslegung als einer der ersten Methodologen der modernen Geschichtswissenschaft.
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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Sehepunkt
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Sehepunkt" taucht in der Literatur um das Jahr 1770 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#Sehepunkt

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2017-09

sehtestbilder.de
Sehtestbilder

(E?)(L?) http://www.sehtestbilder.de/

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Informationen rund ums Sehen, Sehtests, allerlei optische Illusionen sowie künstlerische Bilder. Bitte besuchen Sie auch den Sehtestbilder-youTube-Channel.

Interessante Unterseiten:


Erstellt: 2013-02

Stroboskop (W3)

Dt. "Stroboskop", span. "estroboscopio", frz. "Stroboskop", engl. "stroboscope", setzt sich zusammen aus griech. "strobos" = "Kreislauf", "Kreisbewegung", "Drehung" und griech. "skopein" = "beobachten". Allgemein ist es ein Gerät zur optischen Messung von Drehzahlen. Allerdings gibt es durchaus verschiedene Geräte mit unterschiedlichem Einsatzzweck. So gibt es Stroboskope zur Messung von Drehgeschwindigkeiten von Motoren. Auch in der Geschichte des Kinos stößt man auf "Stroboskope" als Vorläufer der Filmprojektoren. Und in der Akkustik, bzw. bei der Stimmenausbildung findet man "Stroboskope".

(E?)(L?) http://www.bessersprechen.de/wasistdas.htm

Stroboskopie


(E3)(L1) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm7.html

Eine erste solche Vorrichtung war das von dem belgischen Anatomen und Physiker Joseph Antoine Ferdinand Plateau (* 1801, † 1883) 1832 gebaute "Phenakistiskop" oder "Phantaskop". (Ihm folgten ebenfalls als Vorläufer des heutigen Filmprojektors fast zur gleichen Zeit der von dem österreichischen Mathematiker Simon Ritter von Stampfer [* 1792, † 1864] erfundene ähnliche Apparat ["Stroboskop" oder "Kreisdreher"] und von dem britischen Mathematiker William George Horner [* 1786, † 1837 ] das "Zoetrop" ["Lebensdreher", "Lebensrad" oder "Wundertrommel"]; schließlich brachte der Franzose Emile Reynaud [* 1844, † 1918] 1877 ein verbessertes "Zoetrop" ["Praxinoskop"] heraus.)


(E?)(L?) http://www.kfz-tech.de/WerkstattDrehzahlmesser.htm

Drehzahlmesser Stroboskop


(E?)(L?) http://www.kfz-tech.de/Hersteller/BMW/BMWG.htm

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Popp ist verantwortlich für die Wende beim Geschäftsverlauf der Rapp-Werke, die er wegen deren schlechten Rufs 1917 in Bayerische Motorenwerke GmbH mit Castiglionis Zustimmung umtauft, bleibt selbst aber beteiligungsloser Geschäftsführer.

Übrigens stammt aus dieser Zeit das weißblaue Emblem, entnommen aus dem Stroboskop eines Propellers. Popp kauft ein Gelände am nördlichen Rand des Oberwiesenfelds. Im Laufe des Krieges scheidet Karl Rapp aus.
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(E?)(L?) http://depot.knaw.nl/10253/1/Nww_compleet_archief.pdf

ndl. "stroboscoop" = ndl. "toestel dat snel beelden toont" - Indonesisch "stroboskop".


(E?)(L?) http://www.owid.de/pls/db/p4_suche_elex.Stichw_alpha?v_Buchst=S

Stroboskop | Stroboskopblitz | Stroboskopgewitter | stroboskopisch | Stroboskoplicht


(E3)(L1) http://www.textlog.de/dornblueth.html

Stroboskop


(E?)(L?) http://filmlexikon.uni-kiel.de/

Stroboskop | Stroboskopische Erscheinungen | Stroboskopische Scheiben


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Stroboskop
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Stroboskop" taucht in der Literatur um das Jahr 1860 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-09

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Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Dorling Kindersley (25. Januar 2013)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung

Ich glaub, ich seh’ nicht richtig! Schiefe oder gerade Linien? Punkte, die tanzen, oder scheinbar absurde Perspektiven? Kann man dem Augenschein trauen? Über 50 verblüffende optische Täuschungen in diesem Buch beweisen, dass der erste Eindruck nicht immer der richtige ist. Pop-ups, Drehscheiben, Klappen und eine Wunderscheibe zeigen faszinierende Effekte und bringen Kinder (und auch Erwachsene!) zum Staunen! Die verschiedenen Illusionen auszuprobieren macht nicht nur Spaß, es ist genauso spannend, nachzulesen, was genau dabei im Gehirn passiert. Alle Täuschungen werden genau erklärt, sodass der Trick leicht nachvollziehbar ist. Ein spezieller beigelegter Decoder hilft, einige der Illusionen aufzudecken und nachzuprüfen.


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Musterseite 2 (pdf; 534.1 KB)


Erstellt: 2013-02

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