Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Soziologie, Sociología, Sociologie, Sociologia, Sociology

A

Anthropologie (W3)

Die "Anthropologie" setzt sich zusammen aus griech. "ánthropos" = dt. "Menschen" und griech. "lógos" = dt. "Wort", aber auch das "vernünftige, begründete und begründende Denken" und ist somit die "Lehre von den Menschen".

(E?)(L?) http://www.amici-online.eu/Cursor_06


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Anthropologie
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Anthropologie" taucht in der Literatur um das Jahr 1650 / 1760 auf.

Erstellt: 2012-09

asozial (W3)

(E?)(L?) http://www.wissen.de/fremdwort/asozial


B

Body (W3)

(E?)(L?) http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm


(E?)(L?) http://web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm


(E?)(L?) http://www.bodyscapes.com/
Der Körper als Landschaft

Das Fremdwort steht in Zusammenhang mit kulturellen und gesellschaftlichen Phänomenen, es sollte daher nicht nur morphosyntaktisch beschrieben werden, sondern man sollte sich die Frage stellen, wie es überhaupt zu einem Fremdwort kommt.

Das Aufwerten des Körpers ist ein gesellschaftliches Phänomen. Es ist eine Reaktion auf eine lange Tradition, auf das Denkmuster der Dualität von Leib - Seele bzw. Körper - Geist. Wie auch andere Dualitäten (Geschlecht, Klasse und Rasse: Anglo - Nicht-Anglo) ist diese in die westliche Kultur eingeschrieben. Heute brechen diese Dualitäten teilweise auf. Bei Magersucht oder Bulimie wird der Körper als etwas Fremdes empfunden. Er wird abgelehnt, als Begrenzung, Gefängnis, Feind erlebt (so auch schon ansatzweise bei Platon, Augustinus, Descartes u. a., doch wohl unter anderen Gesichtspunkten) und somit instrumentalisiert. Die Dualität Körper - Geist wird kritisiert.

Diese Tendenz lässt sich das erste Mal in der feministischen Kritik der 1970er Jahre verfolgen. Man kritisierte den Anglo, das Männliche, den Durchschnittsbürger (mittleres Aussehen und Alter). Schrodt erinnert, für wen Büromöbel, Autositze etc. konstruiert und fabriziert werden. Parallel zu dieser Strömung wird der Westen stark vom Afro-Look beeinflusst (Dread Locks u. a.), ein z. T. die Äußerlichkeit sehr betonender Trend. Der feministischen Kritik der freudschen Psychoanalyse (gegen Phallozentrismus) folgte die Wiedergewinnung des Körpers in den postmodernen Künsten (Bsp.: Body-Painting, V. Export). Auch in der Alltagskultur - die die größte Aufmerksamkeit verdient (siehe vergangene VOen) - ist eine neue Betonung des Körperlichen festzustellen; z. B. in einem Musikvideo Madonnas, bei dem sie in die Marilyn-Monroe-Rolle schlüpft. In den letzten Jahren wird auch der männliche Körper in ähnlicher Weise als Kunstobjekt behandelt.

Es fand (und findet) also eine Rekonzeptualisierung des Körpers statt, bei der v. a. die Grenzen des Körpers ausgelotet wurden. Die Haut ist zunächst in der westlichen Welt tabu (Kleidung). Sie kann jedoch (im weitesten Sinn) markiert werden und so soziale Zugehörigkeit ausdrücken. Die Haut und daher der Körper bezeichnen die Grenze des Sozialen. Vgl. The Piano (1991). Das menschliche Verhalten ist nicht nur biologisch, sondern auch soziologisch erklärbar. Am Gang eines Menschen kann oft erkannt werden, woher (sozial, nicht geographisch) dieser Mensch kommt. Der Körper unterliegt einer sozialen Gestaltung und wird so zum Ausdruck der sozialen Position. Vgl. Educating Rita (1985): Körpersymbolik, Kleidung etc. Neben den biologischen und den sozialen Körper tritt der technologisierte Körper, der Cyborg, der im Prinzip Frankensteins Monster zum Vorläufer hat. Körperwelten werden durch Virtualität geschaffen, wodurch gegen das Naturgegebene protestiert wird. Dieser Aspekt impliziert eine metaphysische und eine politische Qualität der Problematik.

C

Charakter (W3)

Manchen Menschen scheint ihr Charakter ins Gesicht geschrieben zu sein. Und so wundert es nicht, dass der Begriff auf lat./griech. "charakter" = "eingebranntes, eingeprägtes (Schrift)zeichen" zurückgeht.

D

dämlich (W3)

(E1)(L1) http://www.workpage.de/etym.php
ich wurde neulich in einer Fernsehdiskussion, welche ich verfolgt habe, durch eine Feministin auf den Zusammenhang "dämlich" - "Dame" aufmerksam gemacht. Also "dämlich" = "wie eine Dame".
(A: roge)

Bei "Workpage" findet man die Aussage, dass "dämlich" über mhd. "toum" = "Qualm", "Dunst" auf "dumm" zurück geht. "Dämlich" wäre demnach jemand, der "etwas benebelt" ist. Daraus entwickelte sich "dämelig" und "dämisch" in der Bedeutung von "dumm", "albern", "benebelt". Auch der umgs. "Dämlack" = "Blödmann" soll darauf zurckgehen

2005-10-22:
Es wurde ein neuer Eintrag im Forum Forum von http://www.etymologie.info geposted.
Betreff: dämlich
Inhalt: Hab mir neulich über die Herkunft des Wortes "dämlich" Gedanken gemacht und mir sind zwei unterschiedliche Theorien dazu in den Sinn gekommen:
Zum einen läge eine adjektivische Ableitung von "Dame" nahe (ähnlich wie "herrlich") wobei das angesichts der Bedeutung erst mal ziemlich gemein klingt. Wenn man sich allerdings darüber Gedanken gemacht, wie es um die Stellung und v.a. auch um die Bildung der Frau in früheren Zeiten bestellt war liegt diese Vermutung - wenn sie dann auch nicht mehr zeitgemäß wäre - vom etymologischen Standpunkt eigentlich nicht so fern!
Zweite Möglichkeit, die mir gekommen ist, wäre dass man über eine Lautverschiebung von "dümmlich" kommt. Dümmlich ist heutzutage zwar nicht mehr so sehr in Gebrauch war aber früher wohl populärer (das folgere ich aus der Lektüre älterer Literatur). Die phonetische Ähnlichkeit, sowie die Synonymität lässt sich ebenfalls nicht von der Hand weisen! Insofern, könnt ich mich im Moment schlecht entscheiden welche der Theorien mir wahrscheinlicher vorkommen soll.
Würde mich freuen, wenn da vielleicht jemand was konkreteres dazu weiß, sich zu meinen Gedanken äußert oder noch andere Ideen, die ich nicht bedacht habe beisteuern würde!
Der Eintrag stammt von: Saciel

2005-12-03:
Es wurde ein neuer Eintrag im Forum Forum von http://www.etymologie.info geposted.
Betreff: RE: dämlich
Inhalt: dämlich - Adjektiv zu "dämeln"; (kaum literarisch geworden) "dämeln" = "nicht ganz helle", "taumelig". Semantisch ähnlich zu beurteilen wie "taumeln".
Der Eintrag stammt von: astari

Diffamieren (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
Denn nichts anderes heißt das aus dem Lateinischen kommende Wort "diffamieren": "jemanden in seinem Ansehen schädigen", "herabsetzen" oder ihn "in Verruf bringen".
...
(lat. "diffamare" = dt. "verleumden").

E

F

Freund, Freundschaft, Mein lieber Freund und Kupferstecher, freundlich (W3)

Der "Freund" war noch als ahd. "friunt" = "der Liebende" und geht zurück auf got. "frijon" = "lieben". Daraus entwickelte sich zunächst die engere Bedeutung "Familienangehöriger" und daraus die allgemeine Bedeutung des heutigen "Freund".

Demnach war die "Freundschaft" ursprünglich eher "Verwandtschaft".

(E2)(L1) http://www.astrolink.de/p012/p01204/p01204090497.htm
"Freundlich" ist auch die Bezeichnung eines Mondobjektes, das nach "Erwin Finlay Freundlich", einem deutsch-britischen Astronomen (1885 - 1964) benannt wurde.

(E?)(L?) http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/essigsessenzen/789644/

Mein lieber Freund und Kupferstecher


(E?)(L?) http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/essigsessenzen/757994/

Mein Freund und Kupferstecher ...
Zwar stammt Freund vom gotischen "frijonds", wörtlich "Liebender" ab (Meiners), ursprünglich wurde es aber im Sinne von "Blutsverwandter", "Stammesgenosse" verwendet. Als erste benutzen die Germanen "Freund" auch für "Vertrauter", "Kamerad". Und von da an variieren die Definitionen.
...


(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/sprachen/dt-neu-a.htm

"Freund" = "Mensch, den man gern hat".


(E2)(L1) http://www.nextz.de/glossen/kupferstecher.htm
Aber "Rückert" könnte damit auch schon auf das allgemeine Ansehen der Kupferstecher angespielt haben.

Auf Grund dieser Hinweise war "freundlich (gesonnen)" also eher etwa "verwandtschaftlich (zugeneigt)"

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/
"Mein lieber Freund und Kupferstecher" in die Suchmaske eingeben.

Auf der Seite der Frankfurter Rundschau findet man auch die Erklärung für den "Freund und Kupferstecher". Dieser wurde von dem Dichter Friedrich Rückert zur Welt oder besser zur Literatur gebracht. In einem Gedicht sprach er seinen Freund, Carl Barth, passenderweise so an, da dieser von Beruf Kupferstecher war.
...


(E?)(L?) http://user.cs.tu-berlin.de/~alalalal/dictionary.html
"Freunde" sind laut DDR-Wörterbuch "die Bürger des soz. Bruderlandes Sowjetunion".

(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/A

Alter Freund und Kupferstecher


(E1)(L1) http://www.wortwarte.de/
Als neofreundliche Wörter findet man hier:

Allerbeste-Freundinnen-Girlie-Körperspender | benutzerunfreundlich | Elektrobrieffreundin | feilsch-freundlich | Freunde-Suchmaschine | gehirnfreundlich | kopierfreundlich | kreationistenfreundlich | mainstreamfreundlich | Meine-Freundin-ist-zu-Hause-damit-es-mir-gut-geht-Stratege | Onlinefreundschaft | Raubkopie-freundlich | Suchmaschinen-freundlich | suchmaschinenfreundlich | WLAN-freundlich | umweltfreundlich

G

gebären (W3)

(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/Ursprache.html

...
Die Etymologie von dt. "gebären" z.B. wird sonach wie folgt gemacht: Es geht zurück auf ahd. "giberan", selbe Bedeutung. Dieses hinwiederum ist von dem gleichzeitig existenten Simplex "beran" = "tragen" (vgl. engl. "bear") abgeleitet, und zwar als terminatives Verb durch Präfigierung mit "ge-", so wie "gerinnen" = "zu Ende rinnen" von "rinnen". Seine Grundbedeutung ist also "zu Ende tragen", "austragen".
...


Genozid (W3)

Dt. "Genozid", frz. "génocide", engl. "Genocide" = dt. "Völkermord" ist eine Neubildung der zweiten Hälfte des 20. Jh. und setzt sich zusammen aus griech. "génos, lat. "genus" = "Art", "Geburt", "Geschlecht", "Abstammung", "Gattung", (griech. "gígnesthai" = "geboren werden", "entstehen"), (lat. "gignere" = "erzeugen", "hervorbringen"), und lat. "cidere" = "töten".

altfrz. "-cide" ist ein Suffix, der auf lat. "cidium" = "Tötung" zurück geht. Die Wurzel "-cid-" geht weiter zurück auf lat. "caedere" = "hauen", "schlagen", "klopfen", "stoßen", "erschlagen", "töten", "morden".

Lat. "caedere" und die reduzierte Form "caed" findet man auch mit "s" statt mit "d" als "caesura" = dt. "Zäsur" = "Einschnitt", "Ruhepunkt", "Pause", engl. "incisor" = dt. "Schneidezahn", engl. "excise" = dt. "exzidieren", "herausschneiden", "entfernen" und damit auch die übertragene Bedeutung "besteuern", engl. "decision" = "Entscheidung" (die die Diskussion abschneidet) (In der Lehnübersetzung "entscheiden" steckt ebenfalls die Konnotation "Schnitt", "Schlag").

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERG.pdf


(E?)(L1) http://www.netzine.de/category/g/

Ein Genozid (deutsch: Völkermord) ist der gewaltsame Versuch, fremde Gene auszurotten. ...


(E1)(L1) http://www.wortwarte.de/


(E?)(L?) http://www.weltalmanach.de/archiv/archiv_liste.php?all=1


(E?)(L?) http://www.weltalmanach.de/archiv/archiv_detail.php?id=699
WA 2003 S 139 Belgien: Genozid-Gesetz

Grooming (W3)

(E?)(L?) http://www.infres.enst.fr/confs/evolang/actes/_actes73.html
(der Link führt zu einer Abhandlung über "Evolution von Sprache und sozialer Intelligenz" (engl.))
Bei Affen und Menschenaffen basieren der Gruppenzusammenhalt und insbesondere das Knüpfen und Vertiefen von Freundschaften hauptsächlich auf der als "Grooming" bezeichneten sozialen Fellpflege. Die hygienische Seite dieses "Lausens" ist sekundär, denn die ist schon durch eine viel kürzere Pflege durch einen einzigen Partner gewährleistet. "Grooming" kann bei Schimpansen rund 20 Prozent der wachen Lebenszeit beanspruchen. Hochgerechnet auf eine Menschengruppe von 150 Mitgliedern würde diese "Sozialarbeit" sogar 40 Prozent des Tages erfordern. Dunbar nimmt deshalb an, dass das Kraulen durch affektive Lautäußerungen auf Distanz ersetzt wurde - eine Kontaktpflege, die es ermöglicht, mehrere Adressaten gleichzeitig anzusprechen und nebenbei etwas anderes zu tun. Dunbar ist sogar überzeugt, dass dieses verbale Grooming maßgeblich für den Ursprung der Sprache war, die sich vor allem für Klatsch und Tratsch unter- und übereinander entwickelt habe.
"Sprache ist entstanden, damit wir tratschen können" - und dies hauptsächlich dazu, soziale Beziehungen auszuloten, Beziehungen zu knüpfen, Intrigen zu spinnen sowie "Schnorrer" und "Schmarotzer" zu brandmarken, die auf Kosten anderer zu leben versuchen und ein prinzipielles Problem darstellen, weil sie die Kooperation innerhalb von Gruppen unterlaufen.
aus "bild der wissenschaft" 08/2002 "Der Intelligenzsprung"

grobschlächtig, grob, schlachten (W3)

= "von grober Art"
"grob" hängt lt. Duden wahrscheinlich mit "groß" zusammen und bedeutete ursprünglich "rau", "uneben", "massig", "schwer", "groß", später dann "nicht fein, ungelenk"
"schlachten" geht zurück auf das mhd. "slahten" = "(Vieh) töten".

H

Heirat
heiraten
Koitus
Ehe-Glossar
Heirat-Glossar
Familie-Glossar (W3)

(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/
Am 23.06.2004 erhielt ich folgenden Hinweis:


Ich wollte mal gerne das Wort "Heirat" nachsehen.

Mein Vater hatte immer die Theorie, dieses Wort müsste aus dem Hebräischen kommen - oder zumindest Yiddisch - und zwar deswegen weil bei der Trauungszeremonie der Mann der Frau in Hebräisch sagt:

"Ha'rei at me'ku'de'shet li be'ta'ba'at zu .... "

übersetzt heisst das "nun bist Du mir mit diesem Ring vertraut ... "

"Ha'rei at" = "hei-rat"

Kann das stimmen?

Ich habe noch nie eine bedachte Antwort darüber gehört. Wann immer ich gefragt habe wurde nur auf existierende, akzeptierte, deutsche Wörterbücher gezeigt.

Kann diese Theorie irgend einen tatsaechlichen Grund haben?

David Lewin, London


Leider ist es mir nicht gelungen, einen Hinweis auf diesen Zusammenhang zu finden. Vielleicht gibt es ja einen Besucher, der etwas zu dieser Frage beitragen kann.

Der Eintrag in "Grimm: Deutsches Wörterbuch" beginnt folgendermassen:


HEIRATH, m. und f. matrimonium, connubium.

I. Die formen. das wort ist nur im hochdeutschen und auszerdem im ags. sprachgebiete bezeugt: ahd. mhd. "hîrât", ags. "hîrêd", "hyrêd" mit der nebenform "hîvræden" und mit der vom oberdeutschen abweichenden bedeutung "familia". beide bedeutungen aber, sowol "connubium" als "familia" sind aus einer ursprünglicheren und allgemeineren specialisiert. "hî-rât", als compositum im ersten theile mit goth. "heiv" "familie", "haus" sowie mit ahd. "hîwo" "familiaris", "conjux", "hîwunga" "contubernium", "matrimonium" zusammenhängend, drückt zunächst die "besorgung, einrichtung, ordnung eines hausstandes aus", das ags. wendet dies auf das geordnete und gegliederte hauswesen überhaupt, das hochdeutsche auf einen bedeutsamen schritt dazu, auf die schlieszung einer ehe. das geschlecht des wortes ist (nur im hochdeutschen) schwankend geworden. das nach dem zweiten wortgliede "rât" altberechtigte masculinum, das im ahd. bei WILLIRAM bezeugt ist: sô siu hîrates scal gegruozet werdan. LXXIV, 1; eben so im mhd.:
...


In "Hermann Paul: Deutsches Wörterbuch" findet man die Hinweise mhd. "hirat" = "Hausbesorgung" und "Ehestand" aus "hi", "hi(w)en" = "sich verheiraten" und "hi(w)e" = "Hausgenosse", "Gatte", "Gattin", "Knecht"; und "rat" = "Rat" in seiner älteren Bedeutung agerm. "das, was jemandem an Mitteln zur Befriedigung seiner Bedürfnisse zu Gebote steht" (vgl. "Hausrat", "Heirat", "Unrat", "Gerät"); aber auch "die Beschaffung von solchen Mitteln".

Man könnte es also auch als "Beschaffung eines Hausgenossen" oder etwas freundlicher "das Anvertrauen eines "Hausgenossen" verstehen. Damit wäre zumindest von der Bedeutung eine Verbindung zum Hinweis von Herrn Lewin hergestellt. Ob dies aber wirklich einen etymologischen Zusammenhang darstellt kann ich nicht beurteilen.

Auch im Kluge findet man diesen Zusammenhang.

Zusätzlich stellt der Kluge auch einen Zusammenhang zu der Wurzel ide. "*kei" = "liegen" her. Er verweist dabei auch auf das griech. "koite" = "Lager", griech. "akoitis" = "Gemahlin", "koimema" = "Schlaf", "Beischlaf", wozu auch "Koitus" = "Beischlaf" gehört (griech. "kineo" = "Geschlechtsverkehr haben").

In diesem Zusammenhang ist auch die Verbindung von ide. "*kpei" = "wohnen" und dt. "beiwohnen" für "Geschlechtsverkehr haben" interessant (vgl. ide. "*kei-wo" = "zusammen liegend", "zusammen wohnend").

Damit meine Suche zur "Heirat" nicht ganz umsonst war, habe ich hier ein paar mehr oder weniger interessante Fundstellen angefügt. Allerdings enthalten diese keine etymologischen Hinweise!

(E?)(L1) http://www.aphorismen.de/
Aphorismen u.a. zu "Heirat"

(E?)(L?) http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-kalenderblatt.shtml
Im Kalenderblatt-Archiv des Bayrischen Rundfunks findet man die folgenden Beiträge:

(E6)(L1) http://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/cometh/glossar/heirat/


(E6)(L1) http://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/cometh/glossar/heirat/e.htm
Bei der Uni Wien findet man ein Online-Glossar zu "Ehe, Heirat und Familie" - (H. Lukas, V. Schindler, J. Stockinger).

(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/anlag/verz/22spra.htm


(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/sprachen/noah/japhet/germ/dt-neu-e.htm


(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/9sp-ecke/artikel/2006/06-03-06.htm
γάμος gámos "Heirat"

(E?)(L?) http://www.physiologus.de/einhei.htm
Einheirat
Karl Kraus, Die Weiße Kultur oder Warum in die Ferne schweifen?
In: Die chinesische Mauer. Frankfurt am Main 1967 (zuerst 1909)

(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienG/Gurias_von_Edessa.html
Gurias von Edessa

(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Samonas_Shamuma.htm
Samonas

(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienT/Thomas.html
Thomas

(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienV/Valentin_von_Terni.htm
Valentin von Terni

(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienV/Vinzenz_Ferrer.htm
Vinzenz Ferrer

Heilige für die "gute Heirat".

(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Anna.htm
Anna

(E?)(L?) http://w210.ub.uni-tuebingen.de/dbt/volltexte/2002/505/pdf/Rel_complete.pdf
Waldmann, Helmut: Aufsätze zu Religionsgeschichte und Theologie / von Helmut Waldmann, - Tübingen
Verlag der Tübinger Gesellschaft, 1996
(Wissenschaftliche Reihe / Tübinger Gesellschaft; Bd.6)
ISBN 3-928096-10-9
NE: Tübinger Gesellschaft: Wissenschaftliche Reihe
Inhalt (239 Seiten)

I

in keinem guten Geruch stehen
Gerücht (W3)

(E1)(L1) http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/ra-mat.htm
Hier ist eigentlich der gute "Ruf" gemeint. Zugrunde liegt "gerüft" = "Ruf".

Diese Redewendung geht wahrscheinlich auf eine Lautverschiebung von "f" zu "ch" zurück und heisst somit "in schlechtem Ruf" stehen.

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/g.php
in keinem guten Geruch stehen

Entsprechend geht auch "Gerücht" auf ndt. "geruchte" und weiter auf "Gerufe", "Geschrei" zurück.

Integrität, Integrity, Integer, Integralität (W3)

Dieser Begriff geht zurück auf lat. "integritas", lat. "integer" = "unberührt", "unversehrt".
Und nicht umsonst heissen die "ganzen Zahlen" im Englischen "Integer".

Ob in der Politik, ob in der Wirtschaft oder im Privatleben: man spricht immer am meisten über das, was man nicht hat. Und so hat auch die "Integrität" im Sinne von "Ehrlichkeit", "Unbestechlichkeit" immer mal wieder Hochkonjunktur. Seine Wurzel hat es im lat. "integer" = "unberührt", "unversehrt". Insofern müsste man eigentlich von "Integralität" sprechen, das geht auf lat. "integrare" = "wieder herstellen" zurück.
Es wäre wirklich schön, wenn die Integrität wieder integraler Bestandteil unserer Gesellschaft würde - wenn es das überhaupt jemals gab.

J

K

Konsens (W2)

Der "Konsens" stammt aus lat. "Consensus", "consentire"; lat. "sentire" = "fühlen", "wahrnehmen", "Gesinnung haben".
vgl. "Koalition", "Kompromiss", "Kompanie", "Concordia", "Container".
"Konsens" bedeutet, dass einige Leute "gemeinsamen Sinnes" sind, dasselbe als richtig oder gerecht empfinden.

L

M

mondän (W3)

Dt. "mondän" geht über frz. "mondain" zurück auf lat. "mundanus" = "weltlich" (lat. "mundus" = "Welt").

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/

(frz. "mondain" = "weltlich"), als "mondän" bezeichnet man jemanden, der sehr elegant, sowie sehr gewandt ist und dabei trotzdem lässig und überlegen agiert. Man könnte auch sagen "im Stil der großen Welt".

(© blueprints Team)


Mores, Mores lehren, Mores haben, moreschchójre, moreschchójredik (W3)

(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/
lat. "mos, -ris" = "Sitte", "mores" (Nominativ Plural); bekanntes Zitat von Cicero:`"O tempora, o mores!" (Reden gegen Catilina) also "Welche Zeiten, welche Sitten!"
(A: roge)

Hieraus leitet sich auch die Redewendung "jmd. Mores lehren" = "die Sitten (und Gebräuche) lehren", was oftmals mit rüden oder oder gar handgreiflichen Mitteln unterstützt wird. Kein Wunder, dass die so Belehrten manchmal auch "Mores haben" können. Dieses "Mores haben" = "sich fürchten" kommt laut "Kluge" allerdings aud dem rotwelschen/westjiddischen "mora" von hebr. "mora" = "Furcht". Im Duden "Jiddisches Wörterbuch" findet man auch "moreschchójre" = "Melancholie" und "moreschchójredik" = "melancholisch".

N

O

P

Philanthrop (W3)

Der "Philanthrop" setzt sich zusammen aus griech. "phílos" = dt. "Freund" (griech. "phileín"= dt. "lieben") und griech. "ánthropoi" = dt. "Menschen" und ist somit der "Liebhaber der Menschen", "Freund der Menschheit".

(E?)(L?) http://www.amici-online.eu/Cursor_06


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Philanthrop
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Philanthrop" taucht in der Literatur um das Jahr 1770 auf.

Erstellt: 2012-09

privat (W2)

"Privat" ist, was nicht "öffentlich ist" was (vom Allgemeinwesen) abgesondert ist (lat. "privare" = "berauben", "absondern").

Q

R

Respekt
Rücksicht
spekulieren
Spekulation
Spekulatius (W3)

"Respekt" geht über frz. "respect" auf lat. "respectus" = "Zurück-blicken", "Rück-sicht" ("re-spicere" = "zurück-schauen") zurück, das auch die Basis für die dt. Lehnübersetzung "Rücksicht" lieferte.

"spekulieren" kann man indem man etwas in Betrachtung zieht (lat. "speculatio" = "Betrachtung"). Während jedoch die "Spekulation" eher darauf ausgerichtet ist, einen eigenen Vorteil zu erhalten, ist die rückwärtsbezogene Betrachtung, der "Respekt", die "Rücksicht(nahme)" eher "beschaulicher" Natur (lat. "respectus" von lat. "respicere" = "zurückschauen", "Rücksicht nehmen").

Warum der "Spekulatius" aus gewürztem Mürbeteig so heisst, wissen auch die Experten nicht. Es gibt zwar Vermutungen auf eine ostfriesische Herkunft, aber da deren Herkunft selbst unsicher ist, bricht die Kette dann doch spätestens dort ab.

Vielleicht hat man in früheren Zeiten nicht immer genau gewusst, was beim Backvorgang herauskommt und hat auf ein gutes Ergebnis "spekuliert".

Oder aber die Kinder haben in der Vorweihnachtszeit immer darauf "spekuliert" schon etwas davon aus der Gebäckdose zu fischen.

Vielleicht war es auch das "Abfallprodukt", das beim Backen anderer Gebäcksorten aus Mürbeteig entstand und alle haben darauf "spekuliert", dass noch etwas vom grossen Teig dafür übrig blieb.

Das wären zwar schöne Erklärungen, aber leider habe ich dafür keinen Beleg gefunden.

Adelung schreibt dazu:


Die "Rücksicht", plur. die -en, für das ungewöhnliche "Zurücksicht"; doch nur im figürlichen Verstande. 1) Derjenige Zustand, da man bey einer Handlung auf etwas zurück siehet, dasselbe in Betrachtung ziehet, es zum Bewegungsgrund eines Urtheiles oder einer Handlung gebraucht. Die Sache kann in gewisser Rücksicht neu scheinen, in gewissen Betrachtungen, wenn man sie von gewissen Seiten ansiehet. Jemanden in Rücksicht seiner ehedem geleisteten Dienste vergeben. Rücksicht auf etwas nehmen, haben, es dabey mit in Betrachtung, in Erwägung ziehen. Ich habe bey meinen Diensten keine Rücksicht auf eine Vergeltung gehabt. Sich einem Eindrucke ohne weitere Rücksicht ganz überlassen, Less. Andere werden von den Gefahren der Rücksicht auf sich selbst gezwungen, von sich weg in die Welt zu fliehen, Zimmerm. Menschen leben ohne Rücksicht, an den Tod wird nie gedacht, Log. Gottsched tadelte es in dieser Bedeutung ohne Noth, und glaubte, daß man Absicht dafür setzen müsse, welches doch unrichtig ist, indem beyde Wörter zwar zuweilen, aber nicht in allen Fällen gebraucht werden können, wovon der Grund in den verschiedenen Bedeutungen der Partikeln rück, zurück, und ab, liegt. Über dieß ist auch da, wo beyde Statt finden, Rücksicht edler, als das gemeiner gewordene Absicht. 2) Ehrerbiethung, Achtung; eine Bedeutung, welche im Oberdeutschen am gangbarsten ist. Jemanden die schuldige Rücksicht versagen. 3) Nachsicht; auch nur im Oberdeutschen. Keine weitere Rücksicht gebrauchen.


(E1)(L1) http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm


(E?)(L?) http://web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Rücksicht" ist eine Lehnübersetzung von lat. "respectus" ("re" = "Rück", "spectus" = "Sicht")


Ring, Runge, rang (W3)

(E?)(L?) http://www.ring.de/


(E?)(L?) http://www.bayreuther-festspiele.de/


(E?)(L?) http://www.bayreuther-festspiele.de/Anfangsseite/deutsch.htm
kommt zwar in vielen alten Varianten vor (z.B. altfr. "hring") , aber zur weiteren Herkunft gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse.
Eine mögliche Verbindung könnte - laut "Kluge" - zum umbrischen "cringatro" = "Schulterband" bestehen.

Im "Duden" findet man etwas mehr. Dort findet man Vermutungen zum Zusammenhang mit "Runge", das als "Rundstab" am Wagen und an der Leiter (Sprosse) vorkommt. Ausserdem wird eine Verbindung zu russ. "krug" = "Kreis, Scheibe" hergestellt.
Interessant ist der Hinweis auf die Menschenmenge, die Versammlung, die man ahd. auch als "hring" bezeichnete. Dazu gehört auch das frz. "rang" = "Reihe", "Folge", das ursprünglich "ringförmige Versammlung" bedeutete. (Die "kreisförmige Versammlung" ergab sich dabei von allein. Ohne Mikrofon und Lautsprecher bildete man automatisch einen Kreis um den Sprecher "der Runde". Dabei fällt mir auf, dass es auch die "gemütliche Runde", also die "gemütliche Versammlung" gibt.

S

Schlomping
Schlomper
schlompen (W3)

(E?)(L?) http://www.madame.de/


(E?)(L?) http://www.gay-tip.com/de/100121/view/499/schlomping_lifestyle_trend_gay_trendsetter_barfuss.html


(E?)(L?) http://www.usemod.com/cgi-bin/mb.pl?ParableOfTheTable
"Cocooning" war gestern. Der neue Lifestyle-Trend heißt "Schlomping". Die Frauenzeitschrift MADAME stellt in ihrer Ausgabe (11/2003) den Wohlfühl-Trend aus England erstmals in Deutschland vor: Verkroch der "Cocooner" sich in die eigenen vier Wände, öffnet der "Schlomper" sein Haus, um gemeinsam mit Freunden zu feiern. Bei Fingerfood auf dem Sofa ist stilvolles Lümmeln angesagt. Wichtig ist der Dresscode, denn er trennt das "Schlompen" vom "Schlampen": Sneakers und T-Shirts sind tabu. Im tadellosen Zwirn zelebriert der Schlomper Wohlfühlen auf höchstem Niveau.
Im Restaurant speist der "Schlomper" gern barfuß. Trend-Locations wie das Restaurant "Bed" in Miami oder das "Nektar" in München, verwandeln ihre Räume in Genusstempel, wo der "Schlomper", bequem auf einem Sofa liegend, verköstigt wird. Im "Nektar" kommt darüber hinaus gelegentlich Masseur Ricky vorbei, um den Alltagsstress wegzukneten.
Corinna Mühlhausen vom Zukunftsinstitut bestätigt den neuen Trend gegenüber MADAME: "Sicherheit und Komfort haben zwar immer noch einen hohen Stellenwert, aber die Sehnsucht nach menschlicher Nähe statt Kommunikation via Technik wächst."

(Leider ist auf der Site von "Madame" kein Archiv zu finden.)

Möglicherweise ist der Begriff durch die Werbeabteilung von IKEA kreiert worden. Zumindest wurde er durch IKEA 2002 durch eine Werbekampagne salonfähig gemacht.
...
Great story, and a wise one. However, Swedish furniture manufacturer IKEA recently conducted a survey in people's living habits, and found: a) people eat fewer meals at tables and b) people like to slouch on soft, comfortable things rather than straight chairs. With that in mind, in late 2002 they launched an advertizing campaign in the UK, focussing on "new livings trends", which they have labelled, respectively, "Noshing" and "Schlomping".
...

schmutzige Wäsche waschen (W3)

Im 17.Jh. wurde die Wäsche unter freiem Himmel an gemeinsamen Waschplätzen gewaschen. Bei dieser Knochenarbeit war reichlich Zeit zur Unterhaltung. Dabei wurden dann natürlich auch verräterische Flecken in den Laken gerne besprochen und alle Facetten mit dem klatschen der Wäsche auf die Steine auch ausführlich "beklatscht".
Welches Mädchen hat zum ersten Mal seine Regel? Wer ist schwanger? Von wem? Wer mit wem? Wer geht fremd? Die Inhalte von Klatsch und Tratsch sind über die Jahrhunderte gleich geblieben. Es geht um die soziale Kontrolle, das erörtern gemeinsamer Verhaltensregeln und um die schiere Freude am Waschen schmutziger Wäsche.
(Teilweise zitiert aus bdw 11/2001)

Skandal (W2)

vom griech. "skándalon" = "Fallstrick". - Und auch heute ist ein "Skandal" für viele ein "Fallstrick".

sowiport
Sozialwissenschaftliches Fachportal
Etymologie-Suche - Etymology-Search

(E?)(L?) http://www.sowiport.de/


(E?)(L?) http://www.sowiport.de/suche/einfache-suche.html?id=35&tx=etymologie


(E?)(L?) http://www.sowiport.de/suche/einfache-suche.html?id=35&tx=etymology


sozial (W2)

Lat. "socius" = "(Bundes)genosse", adj. "verbunden", "gemeinsam"; vgl. auch lat. "sequor" = "folgen" und ai. "sacate" = "begleitet", altgriech. "hepomai" (Aorist: "hespomen" => Stamm "sep") got. "saihwan" = "sehen", "mit den Augen folgen". Dazu auch: "Soziologie", "asozial" usw.
(A: roge)

Soziologie (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Soziologie


stolpersteine
Stolpersteine

(E?)(L?) http://www.stolpersteine.com/


(E?)(L?) http://www.carl-von-ossietzky-oberschule.de/stolpersteine.htm

Stolpersteine sind in den Bürgersteig eingelassene Pflas=tersteine mit Messingtafeln, die an den früheren Wohnorten der von den Nazis ermordeten Friedrichshainer und Kreuzberger Nachbarn über deren Schicksal informieren. Als Nachbarschaftsprojekt mit pädagogischen, künstlerischen und historisch-forschenden Bezügen verfolgt es das Ziel, Erinnerungsarbeit als Kommunikationsprozess zwischen Archiven, Künstlern, Schulen und Bürgern des Stadtteils zu organisieren.


T

U

V

vornehm (W3)

Dt. "vornehm" geht als Lehnübersetzung zurück auf lat. "praecipuus".

Adelung schreibt dazu:


"Vornehm", -er, -ste, adj. et adv. 1. Im weitern Verstande, was unter mehrern seiner Art einen vorzüglichen Werth, eine vorzügliche Wichtigkeit und Würde besitzet. In dieser Bedeutung wird es nur noch im Superlativ gebraucht, doch auch nur als Beywort, von welchem die adverbische Form nicht üblich ist. Und die Zahl der vornehmsten Väter unter den starken Kriegern war, u. s. f. 2 Chron. 26, 12. Er hielt ihn vor (für) seinen vornehmsten Freund, 1 Marc. 11, 27. Dieß ist das vornehmste und größte Geboth, Matth. 22, 38. Der vornehmste Beweisgrund, der wichtigste. Was dabey das vornehmste ist, das wichtigste. Die vornehmste Stadt im Lande, die größte, wichtigste, reichste. 2. In engerer Bedeutung, von dem Stande, oder dem äußern Range in der bürgerlichen Gesellschaft, von einem vorzüglichen Range in derselben, ohne doch denselben näher zu bestimmen, bloß in Rücksicht auf geringere. Ein vornehmer Mann. Er ist vornehm. Vornehm thun, als wenn man vornehm wäre, Ein Graf ist vornehmer, als ein Edelmann. Die vornehmsten in der Stadt. Ein Vornehmer des Raths, in einigen Städten, ein Rathsherr. Es ist nichts vornehmes, es ist keine vornehme Person.

Anm. Das Wort ist im Deutschen nicht alt, und scheint eine buchstäbliche Übersetzung des Lat. "praecipuus" zu seyn, gleichsam "dasjenige" zu bezeichnen, "welches man vor andern nimmt", "wornach man vor andern greift"; woraus zugleich die Unrichtigkeit der Schreibart "fürnehm" erhellet.


(E?)(L?) http://www.europeana.eu/portal/record/03486/urn_resolver_pl_urn_urn_nbn_de_bvb_12_bsb00043364_7.html

Pisani, Vittore: Die Etymologie: Geschichte, Fragen, Methode

S.79


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=vornehm
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "vornehm" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 / 1720 auf.

Erstellt: 2013-10

W

wissenschaft-aktuell
Newsticker Wissenschaft Mensch

(E?)(L?) http://www.wissenschaft-aktuell.de/


(E?)(L?) http://www.wissenschaft-aktuell.de/newsticker.html




Erstellt: 2011-02

Wohltat (W3)

Dt. "Wohltat" (engl. "benefaction") geht als Lehnübersetzung zurück auf lat. "beneficium".

Die "Wahl" kommt von "wählen" und "wählen" von "wollen".

Interessant ist, dass auch "wohl" auf "wollen" zurück geht. Und damit steckt "wollen" in vielen Kombinationen wie "Wohlklang", "Wohlfahrt", "Wohlstand", "Wohltat", "Wohlwollen", "wohlauf", "wohlfeil", "wohlgemut".

Interessant ist dabei, der weisse Schimmel "Wohlwollen", das "gewollte Wollen". Und das Trinken auf jemandes "Wohl" ist demanch zu verstehen als "dass jemandes Wünsche in Erfüllung gehen".

Bei Adelung findet man:


"Aufdienen", verb. reg. act. welches nur in Oberdeutschland üblich, im Hochdeutschen aber fremd ist. 1) Für "aufwarten". Der dient so Fürsten auf; den andern hat besessen Ein Hur und ärgers noch, (Opitz. 2).

Auf jemandes Befehl oder "Wohltaten" warten.

Es dient dir (alles) auf, mit gläubigem Verlangen Und will die Kost zu rechter Zeit empfangen, Opitz. Pf. 104, 13.Es dient dir (alles) sehnlich auf, und hoffet zu empfangen Die Speise, ebend. 3) Die Speisen auf die Tafel tragen, im Gegensatze des Abdienens, S. dieses Wort. 4) durch Dienste höher steigen. Er hat sich bey der Cavallerie aufgedienet, er hat daselbst von unten auf gedienet. So auch die Aufdienung.

"Erkennen", verb. irreg. act. (S. "Kennen") welches die Bedeutungen der Lateinischen Zeitwörter "cognoscere" und "agnoscere" in sich vereiniget, und auch nach denselben gebildet zu seyn scheinet. 1) * Durch die Sinne empfinden, wahrnehmen, in welcher jetzt ungewöhnlichen Bedeutung es einige Mahl in der Deutschen Bibel vorkommt. Mein Herr, du erkennest, daß ich zarte Kinder habe, 1 Mos. 33, 13; für, du siehest. Daß das Volk nicht erkannte das Tönen mit Freude vor dem Geschrey, Esr. 3, 13; für, hörete. Ein groß Volk, die Kinder Enak, die du erkannt hast, 5 Mos. 9, 2; für, gesehen, erfahren hast. Ich habe gesehen das Elend meines Volks, - und hab ihr Geschrey gehöret, - ich hab ihr Leid erkannt, 3 Mos. 3, 7. 2) Sich eine Sache vorstellen, wir mögen sie uns nun klar oder dunkel, deutlich oder undeutlich vorstellen; in welcher weitesten Bedeutung es bey den neuern Philosophen sehr häufig ist. Eine Sache dunkel, klar, deutlich erkennen. Eine nur dunkel erkannte Wahrheit. Einem etwas zu erkennen geben, eine Vorstellung davon in ihm erwecken, es geschehe durch Worte oder auf andere Art. Die Heiden erkannten Gott auf eine sehr verworrene Art. In dem gemeinen Sprachgebrauche, auch in den Wissenschaften, gebraucht man es am häufigsten, 3) in engerer Bedeutung, eine klare Vorstellung von einem Dinge bekommen, so daß man es von andern Dingen unterscheiden kann, und zwar so wohl vermittelst der Sinne, als auch vermittelst des Verstandes. Siehest du nicht den Baum dort? - Er ist mir zu weit, ich kann ihn nicht erkennen. Die Schrift ist mir zu klein, ich kann sie nicht erkennen. Gott aus seinen Werken erkennen. Sich selbst erkennen lernen. Einer erkannten Wahrheit widerstreben. Gott erkennet alle Dinge, in dem höchsten Verstande. Auf daß sie es sehen, und nicht erkennen, und - hören und doch nicht verstehen, Marc. 4, 12. Mit den Augen werdet ihrs sehen und nicht erkennen, Apostelg. 28, 26. Das Merkmahl der klaren Vorstellung bekommt die Vorwörter an und aus. Ich erkenne den Baum an seinen Ästen. Daran sollte ihr den Willen Gottes erkennen, 1 Joh. 4, 2. Woraus erkennest du das? Ehedem gebrauchte man statt dessen auch das Vorwort bey. Der Feind wird erkannt bey seiner Rede, Sprichw. 26, 24. Wobey soll ich das erkennen? Luc. 1, 18. Welcher Gebrauch aber im Hochdeutschen veraltet ist. 4) In noch engerer Bedeutung, eine klare Vorstellung bekommen, daß ein Ding eben dasselbe sey, welches man vorher schon gekannt hat. Ich erkannte meinen Freund von weiten. Saul erkannte die Stimme Davids, 1 Sam. 26, 17. Sich jemanden zu erkennen geben, ihm Merkmahle an die Hand geben, woran er uns erkennen kann. Joseph gab sich seinen Brüdern zu erkennen. Das Merkmahl bekommt auch hier das Vorwort an. Ich erkannte ihn sogleich an seiner Stimme, an seinem Gange, an seiner Kleidung. 5) Prüfen, untersuchen und erkennen; welche Bedeutung doch wenig mehr vorkommt. Er ist kommen, - daß er erkennete deinen Ausgang und Eingang, und erführe alles, was du thust, 2 Sam. 3, 25. Vertraue keinem Freunde, du habest ihn denn erkannt in der Noth, Sir. 6, 7. 6) Mit Überzeugung erkennen; von einer Sache überzeuget werden, wissen; doch größten Theils nur in der Deutschen Bibel und biblischen Schreibart. Bis er erkannte, ob der Herr zu seiner Reise Gnade gegeben hätte, 1 Mos. 24, 21. Heute erkennen wir, daß der Herr unter uns ist, Jos. 22, 31. Da erkannte Manoah, daß es ein Engel des Herren war, Richt. 13, 21. 7) Mit einem Urtheile erkennen, mit dem Vorworte für. Ich erkenne dich für einen ehrlichen Mann. Ich erkenne dich für meinen besten Freund. Ich erkenne ihn für einen gelehrten tugendhaften Mann. Ingleichen, erkennen und annehmen. Jemanden für sein Kind erkennen. Ich will dich nicht mehr für meinen Sohn erkennen. Einen Contract für gültig, eine Unterschrift für die seinige erkennen. Ich erkenne deinen Schmerz für meinen. Der kein Gesetz erkennt, als das er selbst gemacht, Gell. 8) Mit Einfluß auf den Willen erkennen, eine Sache lebendig erkennen. Erkenne doch dein Glück, erkenne es und mache dir dasselbe zu Nutze. Sein Unrecht, seine Sünden erkennen, erkennen und bereuen. Ich habe Unrecht gethan, ich erkenne es wohl.

Besonders von "Wohltaten", empfinden, daß man Dank dafür schuldig sey. Ich erkenne deine Höflichkeit. Etwas mit Dank erkennen. Die "Wohlthaten" werden nicht erkannt.

Er ist nicht werth, daß man ihm diene, denn er erkennet es nicht. Wir haben ihm viele Wohlthaten erwiesen, allein er hat sie nicht erkannt. S. Erkenntlich und Erkenntlichkeit. 9) Ein Urtheil fällen. Ich erkenne es für recht, für unrecht, für billig, für unbillig. Besonders von einem gerichtlichen Urtheile, in der Sprache der Gerichtshöfe. Ich will darüber erkennen lassen; im gemeinen Leben, ich wills erkennen lassen. In einer Sache erkennen. Auf die Ehescheidung, auf die Bezahlung erkennen, in dem gerichtlichen Urtheile auf die Ehescheidung, auf die Bezahlung dringen. S. Aberkennen, Zuerkennen. 10) Beyschlafen, sich mit einer Person fleischlich vermischen; eine Bedeutung, welche nur noch allein der Deutschen Bibel, von beyden Geschlechtern vorkommt. Adam erkannte sein Weib Heva, und sie ward schwanger u. s. f. 1 Mos. 4, 1. Führe sie (die Männer) heraus zu uns, daß wir sie erkennen, Kap. 19, 5. Ich habe zwo Töchter, die haben noch keinen Mann erkannt, V. 8. Man könnte in Versuchung gerathen, erkennen in dieser Bedeutung von dem alten kennan, zeugen, Griech. "???", Lat. "geno", "genui", herzuleiten; wenn nicht glaublicher wäre, daß es eine bloße buchstäbliche Übersetzung des mittlern Lateinischen "cognoscere" ist, welches in eben dieser Bedeutung nicht bloß in der Vulgata, sondern schon bey dem Lampridius und andern vorkommt.

Anm. In den meisten der jetzt angeführten Bedeutungen lautet dieses Wort, bey dem Kero "erchennan", bey dem Isidor "archennan", bey dem Ottfried "yrkennan" und "irkennan". Kero gebraucht es auch für "hersagen", "herlesen". In der Deutschen Bibel stehet es mehrmahls für das einfache "kennen". Ich erkenne die meinen, und bin bekannt den meinen, Joh. 10, 14. Kein Prophet wie Mose, den der Herr erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht, 5 Mos. 34. Dagegen gebrauchten die alten und mittlern Deutschen das einfache kennen sehr häufig für unser erkennen, welche Bedeutung auch noch das Engl. to ken und das Schwed. kaenna hat. S. auch "Bekennen".

Die "Gnade", plur. inus. in einigen Fällen, besonders im gemeinen Leben, plur. die Gnaden, sing. inus. ein Wort, welches von "nahe", "nahen", "nieder" und "neigen" abstammet, und ehedem die "Neigung" im eigentlichen Verstande bedeutete. Daher sagte man ehedem, die Sonne geht zu Gnaden, oder wie es bey dem Kaisersberg lautet, zu Naden, d. i. gehet unter, der Tag neiget sich. In dieser Bedeutung ist es im Hochdeutschen völlig veraltet, wo man es nur im figürlichen beybehalten wird.

1. Die "Neigung", jemanden "Wohlthaten" zu erweisen, die Geneigtheit, Gewogenheit, Freundschaft, und eine in dieser Gesinnung gegründete Handlung, ohne Unterschied des Standes, Vf genade, auf Freundschaft, Chriemhild Rache. Das ich urlub nam und mich in ir genade bot, daß ich Abschied nahm und mich ihrer Gewogenheit empfahl, Graf Otto von Bottenloube. Ob sie genade an mir begat, ob sie mir günstig ist, ebend. Bey den Schwäbischen Dichtern ist es in dieser Bedeutung sehr häufig, wie es denn auch im Oberdeutschen in derselben noch völlig gänge und gebe ist, und in der gesellschaftlichen Höflichkeit unter Personen gleiches Standes täglich gebraucht wird. in der Deutschen Bibel kommt es in derselben gleichfalls vor; ja selbst im Hochdeutschen sagt man in der vertraulichen Sprechart, wie stehe ich in ihrer Gnade? Sie stehet bey ihm in großer Gnade, d. i. Gunst, Gewogenheit. Eines Gnade leben, in engerer Bedeutung, von seiner Barmherzigkeit leben. S. Gnadenbrot. Auf Gnade arbeiten, heißt bey den Handwerkern, wenn ein Geselle nicht auf einen gewissen Lohn arbeitet, sondern mit demjenigen zufrieden ist, was ihm der Meister aus guten Willen gibt. Ja noch in weiterer Bedeutung wurde es ehedem für Neigung, Andacht, Danksagung, Frömmigkeit u. s. f. gebraucht. Das Volk hette große Gnode und Andacht zu der Kirchen zum Alten S. Peter, Königshov. Kero gebraucht es für Frömmigkeit, und bey dem Siryker bedeutet Got gnaden ihm danken.

2. In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, die unverdiente Neigung eines Höhern, einem Geringern "Wohltathen" zu erweisen, wo es am häufigsten gegen sehr hohe Personen, aus Höflichkeit aber auch gegen geringere, wenn sie nur beträchtlich über uns erhaben sind, gebraucht wird. 1) Überhaupt. (a) Diese unverdiente Neigung selbst, sie mag nun wirklich unverdient seyn, oder aus Herablassung als unverdient betrachtet werden. Durch Gottes Gnade. Gott gebe seine Gnade dazu. Wir von Gottes Gnaden u. s. f. Bey den Landesherren in großer Gnade (im gemeinen Leben, in großen Gnaden, oder in hohen Gnaden) stehen; dessen Gnade verlieren, verscherzen; wieder bey ihm in Gnade, oder in Gnaden kommen; dessen Gnade erlangen; aus dessen Gnade fallen. Jemanden zu Gnaden helfen, ihn bey einem Höhern in Gnade bringen. Wollen Ew. Durchl. die Gnade haben, mir ihre Befehle mündlich zu ertheilen? Halten sie mirs zu Gnaden, nehmen sie es nicht ungnädig auf. Die biblischen Redensarten, Gnade vor einem finden, einem Gnade geben, einem Gnade thun, mit Gnaden ansehen u. s. f. sind im Hochdeutschen ungewöhnlich. (b) Eine darin gegründete Handlung, Erweisung dieser Gnade in einzelnen Fällen. Einem eine Gnade erweisen, erzeigen. Der Fürst hatte die Gnade für ihn, oder erwies ihm die Gnade, ihn persönlich zu besuchen. Um eine Gnade bitten. Sich eine Gnade ausbitten. Statt des Plurals gebraucht man hier lieber den Plural des Wortes Gnadenbezeigung. Besonders so fern sich diese Neigung durch Erlassung oder Milderung der verdienten Strafe äußert, wo es am häufigsten ohne Artikel gebraucht wird. Einem Missethäter Gnade widerfahren, ihm Gnade angedeihen lassen, ihn begnadigen. Um Gnade bitten. Gnade erlangen, bekommen. Gnade für Recht ergehen lassen. Es ist keine Gnade zu hoffen. Auf Gnade sündigen, in Hoffning, daß die Sünde werde vergeben werden. Es ist ihm alle Gnade abgesprochen worden. (c) Als ein Ehrentitel gewisser Personen; im Abstracto Ew. Gnaden. Se, Gnaden, Ihre Gnaden. Ehedem gab man diesen Titel den Kaisern, Königen und weltlichen Fürsten. Seitdem aber Majestät und Durchlaucht üblich geworden sind, bekommen ihn die geistlichen Churfürsten, ingleichen die gefürsteten Bischöfe und Äbte, wenn sie nicht geborne Fürsten sind, in manchen Fällen auch die neufürstlichen Häuser, ferner die Reichsgrafen und alten Freyherren, mit Beyfügung ihrer andern Unterscheidungswürde. Ew. Churfürstliche, Hochfürstliche, Fürstliche, Bischöfliche, Hochgräfliche, Freyherrliche Gnaden. Ja es verlangen diesen Titel alle geringere Edelleute von ihren Bedienten und Unterthanen; wie ihn denn adeliges, besonders verheirathetes, Frauenzimmer nicht nur von bürgerlichen, sondern selbst von adeligen Personen bekommt. Statt des Plurals ist es im Oberdeutschen auch nur im Singular üblich. Was sein Gnad dazu helfen möge. Wenn ihrer Gnad nun werden kundt solche Sachen, Theuerd. 2) In engerer theologischer und biblischer Bedeutung, die unverdiente Geneigtheit Gottes zur geistlichen ewigen Wohlfahrt der Menschen. (a) Eigentlich, wo es zuweilen im Plural, ohne Singular gebraucht wird. Aus Gnaden seyd ihr selig worden, durch den Glauben, Ephes. 4, 8. Ists aber aus Gnaden, si ists nicht aus Verdienst der Werke, sonst würde. Gnade nicht Gnade seyn, Röm. 11, 16. (b) Figürlich. (1) Jede Erweisung und Wirkung derselben in Verschaffung der geistlichen und ewigen Wohlfahrt. Das Reich der Gnade, oder das Gnadenreich der ganze Zusammenhang der zur Wiederherstellung der rechtmäßigen Beschaffenheit des Menschen verordneten Endzwecke und Mittel, im Gegensatze des Reiches der Natur und des Reiches der Herrlichkeit. (2) Die durch derselben Erkenntniß und Annehmung im Menschen vorgehenden Wirkungen und Veränderungen. Dahin die zuvorkommende, die heiligende, die bessernde, die rechtfertigende Gnade gehöret. Die Zeit der Gnade oder die Gnadenzeit, diejenige Zeit, in welcher diese Veränderungen noch Statt finden. (3) Die daraus entstehende und besonders in der Wiedergeburt angerichtete neue Fertigkeit der Gläubigen, welche auch der Geist genannt wird, im Gegensatze der Natur oder des Fleisches. Der Stand der Gnade oder der Gnadenstand, der Stand dieser Fertigkeit.

Anm. Bey dem Kero "Gnada", bey dem Ottfried "Ginada", bey dem Willeram "Gnada", im Schwabensp. wo es auch für Danksagung gebraucht wird, "Genaude", im Dänischen nur "Naade", im Schwed. "Nad", wo es aber auch Ruhe bedeutet. Diejenigen Fälle, worin der plural "Gnaden", der sich auch der folgenden Zusammensetzungen bemächtiget hat, statt des Singulars gebraucht wird, sind, wenigstens in dem gemeinen Sprachgebrauche, bereits allgemein und rechtskräftig geworden. Aus der R. A. bey einem in großen Gnaden stehen, erhellet, daß es wirklich der Plural, und nicht etwa nur eine veraltete Declination des Singular ist. Das "G" zu Anfange ist die Vorsylbe "Ge", welche nochmals, wie in mehrern Fällen vor dem "l", "n", und "r", ihr "e" verloren hat, welches man ihr ohne Mißklang jetzt nicht wieder geben kann.


(E?)(L?) http://www.europeana.eu/portal/record/03486/urn_resolver_pl_urn_urn_nbn_de_bvb_12_bsb00043364_7.html

Pisani, Vittore: Die Etymologie: Geschichte, Fragen, Methode

S.79


(E?)(L?) http://www.deutschlandfunk.de/gerechtigkeit-statt-wohltaten.871.de.html?dram:article_id=125743

Kalenderblatt / Archiv / Beitrag vom 03.01.2007

Gerechtigkeit statt Wohltaten

Vor 150 Jahren wurde die Frauenrechtlerin Emma Ihrer geboren

Von Eva Pfister

Noch heute stehen Frauen im Arbeitsleben oft im Abseits.

"Zu Wirken für andere war ihres Lebens ergiebigster Quell", steht auf dem Grabstein Emma Ihrers in der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Lichtenberg. Sie kämpfte für die Rechte der Arbeiterinnen, als den Frauen noch jede politische Betätigung verboten war.
...


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

handwerkswohltat | handwerkwohltat | invalidenwohltat | jurisdiktionswohltat | jurisdiktionwohltat | rechtswohltat | rechtwohltat | revisionrechtwohltat | revisionsrechtswohltat


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERR.pdf

"Rechtswohltat", F., "vom Recht vorgesehene günstige Möglichkeit", 19. Jh. Lüs. lat. "beneficium iuris", N., "Rechtswohltat", s. "Recht", "wohl", "Tat"


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Wohltat
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Wohltat" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 / 1770 auf.

Erstellt: 2013-10

Würde (W3)

(E1)(L1) http://etymologie-forum.isthier.de/
Die "Würde" geht zurück auf mhd. Bildungen wie "wirde", "werde" bzw. ahd. "wirda" mit der ursprünglichen Bedeutung "Wert", "Wertsein" (d.h. also "einer Sache würdig sein" / "einer Sache wert sein").

Folgender Hinweis wurde im Etymologie-Forum eingetragen:

Das Wort "Würde" stammt aus dem Urgermanischen und ist arabischen Ursprungs. Im Arabischen ist es zwar bis heute erhalten geblieben, jedoch nur noch in mystischen Kreisen (Sufismus). Zu Grunde liegt das Wort "warida", welches eine komplizierte Bedeutung hat:

Es bezeichnet das verborgene Wissen, das der Mystiker direkt von seinem Schöpfer erlangt.

Insofern ist es plausibel, wenn man diese Bedeutung auf die esoterische Glaubenswelt der alten Germanen anwendet. Das lange "a" wurde von dem kurzen "i" in der zweiten Silbe beeinflusst und wurde somit zu "ü". Die Würde ist also so etwas wie der "erste Eindruck", den man von seinem Gegenüber gewinnt."
(A: m?he)

X

Y

Yettie (W3)

Sie kennen den "Yettie" nicht? Nein, das ist nicht der "Yeti", der "Schneemensch", mit dem Reinhold Messner auf den Mount Everest gelaufen ist. Nein - der "YETti" ist "Young Entrepreneurial Tech-based" also "jung, unternehmerisch, technisch orientiert". Er ist somit der Nachwuchs des Old Economisten "Yuppie".

Z

Zivil, Zivilcourage (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
"Zivil" stammt von dem lateinischen Wort "civis" ab und heißt "Bürger",
"courage" ist französisch und bedeutet "Mut" oder "Beherztheit".
Es hat also auch etwas mit dem Herzen zu tun, wenn man für seine Überzeugung öffentlich eintritt.
...


"(Zivil)courage" zeigt sich auch, wenn sich jemand "ein Herz fasst".

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Farzin, Sina (Herausgeber)
Jordan, Stefan (Herausgeber)
Lexikon Soziologie und Sozialtheorie: Hundert Grundbegriffe

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Gebundene Ausgabe: 359 Seiten
Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (Juni 2008)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Die wichtigsten Begriffe aus Soziologie und Sozialtheorie werden in diesem Band von ausgewiesenen Fachleuten erläutert: von "Akteur" über "Arbeit", "Familie", "Klasse" oder "Politik" bis hin zu "Umwelt" und "Zivilisation". Jeder Artikel beginnt mit einer Kurzdefinition, an die sich ein meist begriffsgeschichtlicher, oft systematisch strukturierter Darstellungsteil anschließt. Eine kurze Liste mit Überblicksliteratur ermöglicht den tieferen Einstieg in die Thematik und eine weiterführende Lektüre.


Erstellt: 2012-02

G

Göttert, Karl-Heinz - Z
Zeiten und Sitten
Eine Geschichte des Anstands

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Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
Verlag: Reclam jun. , Philipp, Verlag GmbH (9. Februar 2009)
Sprache: Deutsch


Anstand, Manieren und Höflichkeit haben gerade wieder Konjunktur. Aber mit dem Anstand ist das so ein Problem: Er lässt sich einfach nicht absolut begründen. Anders als Recht und Moral bleibt er wandelbar, ähnlich wie die Mode gibt er dem Zusammenleben immer wieder neu eine Form. Karl-Heinz Göttert erzählt in der ersten Geschichte des Anstands - von der Antike bis heute - auf unterhaltsame und lehrreiche Weise von diesem wandelbaren Miteinander und plädiert für formbewusste Toleranz.


(E?)(L?) http://www.histo-couch.de/karl-heinz-goettert.html

Der Germanistikprofessor Karl-Heinz Göttert wurde 1943 in Koblenz geboren und studierte Germanistik und Geschichte in Köln, wo er auch sein Erstes Staatsexamen machte und promovierte. Ab 1970 war Akademischer Rat und Oberrat. 1985 habilitierte er sich und ist seit 1990 außerplanmäßiger Professor für Ältere Deutsche Literatur an der Universität zu Köln. Seine Forschungen liegen hauptsächlich im Bereich der Kulturgeschichte, speziell in der Rhetorik und in der Konversationstheorie.
...


Erstellt: 2010-06

Gräfin von Brühl, Christine
Noblesse oblige
Die Kunst, ein adliges Leben zu führen

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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Eichborn; Auflage: 1 (März 2009)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Alles, was Sie schon immer über den Adel wissen wollten, aber eigentlich nie erfahren sollten Strenge Sitten, klare Etikette, alte Werte und Traditionen: Christine Gräfin von Brühl erzählt mit Tempo und Selbstironie vom Leben in einer Welt, die sich immer treu geblieben ist - in guten wie in schlechten Zeiten. Er lebt unter uns und ist doch ganz anders - der Adel. Ob reich auf dem Schloss oder verarmt in der Mietwohnung, das Zugehörigkeitsgefühl zu dieser exklusiven Klasse ist bis heute ungebrochen. Mit allen Konsequenzen, egal ob Heirat, Verwandtschaft, Erziehung der Kinder oder Lebensstil. So wird der Heiratspartner für den Nachwuchs im Gotha ausgesucht, denn es gilt: Keiner heirate unter seinem Stand, und Liebe hat nichts mit der Ehe zu tun. Der Jagdschein ist auch heute noch wichtiger als der Führerschein, und Walzer lernt man nicht in der Tanzschule, sondern beim Séjour mit anderen jungen Adligen auf einem Schloss. Was romantisch klingt, entbehrt nicht gewissen Eigenheiten: Schlösser sind sommers wie winters kalt, die Toiletten befinden sich mitunter nachträglich eingebaut in Schränken auf einsamen Gängen. Die notorische Technikfeindschaft ist seit der Erfindung des Mobiltelefons allerdings passé: Wer auf einem Schloss lebt, ist froh, wenn er nicht mehrere Kilometer zurücklegen muss, um rechtzeitig ans Telefon zu gelangen.


(E?)(L?) http://www.eichborn.de/_isbn/9783821856957

Christine Gräfin von Brühl
Noblesse oblige
Die Kunst, ein adliges Leben zu führen
17.95 Euro, 29.90 sFr
März 2009
256 Seiten

Alles, was Sie schon immer über den Adel wissen wollten, aber eigentlich nie erfahren sollten

Strenge Sitten, klare Etikette, alte Werte und Traditionen: Christine Gräfin von Brühl erzählt mit Tempo und Selbstironie vom Leben in einer Welt, die sich immer treu geblieben ist - in guten wie in schlechten Zeiten.

Er lebt unter uns und ist doch ganz anders - der Adel. Ob reich auf dem Schloss oder verarmt in der Mietwohnung, das Zugehörigkeitsgefühl zu dieser exklusiven Klasse ist bis heute ungebrochen. Mit allen Konsequenzen, egal ob Heirat, Verwandtschaft, Erziehung der Kinder oder Lebensstil. So wird der Heiratspartner für den Nachwuchs im Gotha ausgesucht, denn es gilt: Keiner heirate unter seinem Stand, und Liebe hat nichts mit der Ehe zu tun. Der Jagdschein ist auch heute noch wichtiger als der Führerschein, und Walzer lernt man nicht in der Tanzschule, sondern beim Séjour mit anderen jungen Adligen auf einem Schloss.

Was romantisch klingt, entbehrt nicht gewissen Eigenheiten: Schlösser sind sommers wie winters kalt, die Toiletten befinden sich mitunter nachträglich eingebaut in Schränken auf einsamen Gängen. Die notorische Technikfeindschaft ist seit der Erfindung des Mobiltelefons allerdings passé: Wer auf einem Schloss lebt, ist froh, wenn er nicht mehrere Kilometer zurücklegen muss, um rechtzeitig ans Telefon zu gelangen.


H

I

J

Jordan, Stefan (Hrsg.)
Farzin, Sina (Hrsg.)
Lexikon Soziologie und Sozialtheorie
Hundert Grundbegriffe

(E?)(L?) http://www.reclam.de/detail/978-3-15-960698-9

In diesem Band werden die wichtigsten Begriffe aus Soziologie und Sozialtheorie von ausgewiesenen Fachleuten erläutert: von "Akteur" über "Arbeit"/"Freizeit", "Familie", "Klasse"/"Schicht" oder "Politik" bis hin zu "Umwelt", "Verhalten" und "Zivilisation". Jeder Artikel beginnt mit einer Kurzdefinition, an die sich ein meist begriffsgeschichtlicher, oft systematisch strukturierter Darstellungsteil anschließt. Eine kurze Liste mit Überblicksliteratur am Ende eines jeden Artikels ermöglicht den tieferen Einstieg in die Thematik.

Inhaltsverzeichnis


Erstellt: 2015-03

Joule, Robert-Vincent
Kurzer Leitfaden der Manipulation zum Gebrauch für ehrbare Leute

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AtV
196 Seiten


Kurzbeschreibung
Dieses heitere Lehrbuch über das Phänomen Manipulation im Alltag führt anhand vieler Fallbeispiele aus Geschichte und Gegenwart vor, wie wir alle in unserem Leben manipuliert werden und auch selbst gern manipulieren.


Erstellt: 2011-03

K

Kern, Enrico A.
Das Leben ist Scheiße!
Ein unbarmherziges Lebens-Hilfe-Buch

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Broschiert - 163 Seiten - BoD GmbH, Norderstedt
Erscheinungsdatum: Dezember 2003
ISBN: 3831148414


Entdecken Sie die Geheimnisse unserer Sprache, die sich hinter den Worten und Symbolen verbergen. Erforschen Sie deren Bedeutungen auch in Ihrem Leben.



Das Buch will mit einer Technik der Etymologie, (aus dem Griechischen: Etymos = Wahrhaft oder Wirklich) die Hintergründe der menschlichen Sprache, ihre Entwicklung und ihre Verwicklungen aufdecken.


L

M

N

O

P

Q

R

S

Sommer, Ariane
Die Benimm-Bibel
Ultimatives für moderne Menschen

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Gebundene Ausgabe
Verlag: Argon Verlag (2001)
Sprache: Deutsch

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Taschenbuch
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (2002)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Ja, man benimmt sich wieder. Aber keine Angst, nicht mehr so verkrampft wie zu Knigges Zeiten. Ariane Sommer erklärt nicht den Unterschied zwischen verschiedenen Weingläsern, ihr geht es um die wesentlichen Dinge des Lebens: wie Sie mit Stil und gutem Benehmen jede Lebenssituation meistern können!


T

Thiele-Dohrmann, Klaus
Eine kleine Geschichte des Klatsches
Der Charme des Indiskreten

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3933366631/etymologpor09-20
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: KOMET
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Kein Thema ist interessanter als das Privatleben der anderen. Keine gesellschaftliche Gruppe kann auf das Vergnügen verzichten, Abwesende zum Gegenstand des Klatsches zu machen. Klatsch ist universell. Er ist nicht an Zeiten, Orte, Altersgruppen, Beruf oder Geschlecht gebunden. Vor der Sucht nach Klatsch und Tratsch ist niemand wirklich sicher. Und die Lust an Enthüllung ist wirklich grenzenlos.


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