Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Spiele, Spielbezeichnungen, Wortspielerisches
A
B
bingo
bingo = 'Gesellschafts-, Glücksspiel'
Die Verwendung von 'bingo' in der Bedeutung 'gut, getroffen, gewonnen' geht auf den Ausruf beim Gewinnen des Spiels zurück. Worauf der Name des Spiel zurückgeht, konnte ich nicht klären.
blinde-kuh
(E?)(L?) http://www.blinde-kuh.de/spiele/passt-nicht/
Welches Wort passt nicht zu den anderen?
C
Chance (W3)
Die "günstige Gelegenheit", die "Chance" geht zurück auf afrz. "cheance" = "Wurf im Würfelspiel" und lat. "cadere" = "fallen".
Dass die "Chance" ursprünglich wertfrei war, kann man noch an frz. "bonne chance" = "viel Glück" erkennen. Die Wertung "guter Fall (der Lebenswürfel)" kommt erst durch das davorgesetzte "bonne" ins Spiel.
Und auch im Deutschen ist nicht sichergestellt, dass sich eine "Chance" immer zum Guten wendet.
comedix - Sprachspiele und Assoziationen
(E?)(L?) http://www.comedix.de/lexikon/special/sprachspiel
D
gfds - Dreierdopplung
(E?)(L?) http://www.gfds.de/preisaufl.html
Unter der Bezeichnung "Dreierdopplung" ergab eine Preisaufgabe nach deutschen Wörtern mit drei aufeinander folgenden Doppelbuchstaben folgende Beispiele:
Alleennamen | Akkuummantelung | Augustaallee | Aussaattag | Aussaattempo | Aussaattermin | Aussaattopf | Blechhaarreif | Bootteeren | Bruttoofferte | Europaalliierte | Flussaallasagne | Flussaalliebhaber | Grippeerreger | Gänseeiinneres | Hansaallee | irreell | Kaugummiinnenpapier | Klasseessig | Laubbeettulpen | Lottooffensive | Lottoopponent | Masse | Meerrettich | Melisseessenz | Moossee | Nappaallergie | Nettoofferte | Panoramaallee | Pizzaappetit | Presseerrata | Presseessen | Rahmmeerrettich | Regattaabbruch | Rehhaarreste | Roncalliillusion | Schaummeerrettich | Seeaallake | Seeaalleber | Seeaalleckerbissen | Seeaalliebhaber | Staatssaallampe | superreell | Suppeesser | Terrakottaallergie | Vanilleessenz | Viktoriaallee | Wonneeffekt | Zimmermannsseele
Dropshadow
Durchblick
Was sieht jemand mit Durchblick?
E
Stein im Brett - Bei jemandem einen Stein im Brett haben (W3)
Die Redewendung ist schon ziemlich alt. Einen ersten Beleg findet man in Joh. Agricolas "Sprichwörtersammlung" von 1529. "Ich hab eyn guten steyn im brette".
Ursprung der Redensart ist ein Brettspiel: das "Puffspiel" oder auch "Tricktrack".
Im Spiel hat derjenige einen guten Stein im Brett, der zwei nebeneinanderliegende Felder mit seinen Steinen belegt hält, da er dem Mitpieler das Gewinnen erschwert. Ein guter Freund, der einem zur Seite steht wird metaphorisch "als guter Stein im Brett" bezeichnet.
(E?)(L?) http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/redensarten/
(E?)(L?) http://www.prosieben.de/lifestyle_magazine/galileo/specials/galilexikon/00788/002/index.php
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/b.php
(E?)(L?) http://www.sr-online.de/sr1/2376/647458.html
(E1)(L1) http://www.w-akten.de/deutsche-redewendungen-3.phtml
(E2)(L?) http://www.wdr5.de/service/service_kleine_anfrage/archiv.phtml?q=2002_4&rubrik=service_kleine_anfrage
Woher kommt die Redewendung "bei Jemandem einen Stein im Brett haben"? (21.11.2002)
(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-rede.htm
F
gfds - Fünferdopplungen
(E?)(L?) http://www.gfds.de/preisaufl.html
Unter der Bezeichnung "Fünferdopplungen" ergab eine Preisaufgabe nach deutschen Wörtern mit fünf aufeinander folgenden Doppelbuchstaben folgende Beispiele:
Barbarossaalleennamengebung | Bundessaalleerräumer | Bundessaalleerräumung | Moosseeaalleerfischung | Moosseeaalleerraub | Rathaussaalleerräumung
G
Glow
Graf Zahl, count, county, Compte (W3)
(E?)(L?) http://www.fernsehwoche.de/7_irrtuemer/zoom.html?Bild=sesamstrasse
(E?)(L?) http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,SPM2592,00.html?/geschichte.html
(E?)(L?) http://www.sesameworkshop.org/
In der "Sesamstrasse" gibt es ein kleines Monstrum namens "Graf Zahl". Dieser erinnert in seinem Vampir-Umhang an den Grafen Dracula. Ins englische übersetzt heisst er "Count Count".
Das erste "count" ist die bezeichnung für einen (nichtbritischen) Grafen (auch "earl") (engl. "county" = "Grafschaft") und geht auf frz. "Compte" zurück. Im alten Rom hiessen sie lat. "comes" = "Begleiter" und waren hochrangige Beamte in kaiserlichem Dienst. Im Mittelalter wurden sie dann zu "Gefolgsleuten" des Königs.
Das zweite "count" geht auf das lat. "computare" (vgl. "Computer") zurück. (Wie erklärt sich aber der Sinn, wenn man sich die Zerlegung in "com, con" = "mit" und "putare" = "glauben" ansieht?). War die Zählkunst ursprünglich eine "Glaubensangelegenheit"?
Ich könnte mir aber vorstellen, dass engl. "count" = "zählen" auch mit lat. "comes" zusammenhängt. Entweder direkt über die "Nachfolgeschaft der Zahlen" (1, 2, 3, ...) oder indirekt über die Verwaltungstätigkeit der "comes", die über alles genau Buch führten.
Vielleicht kann eine Besucher genaueres dazu beisteueren.
H
heinzerhardt
Erhardt, Heinz
Eine Site für den Wortjongleur
(E?)(L?) http://www.heinzerhardt.com/
I
ids-mannheim - Institut für Deutsche Sprache
(E?)(L1) http://www.ids-mannheim.de/quellen/texte.html
Links zu Quellen zur deutschen Sprache:
- Wörterbücher
- Grammatiken
- Korpora, Textsammlungen
- Verschiedene Sprachspielereien
informieren
informell informieren
J
Jongleur, joke, Joker, jeu, Jux, juxen, Juwel, Juwelier, Beichte, genieren (W1)
Das frz. Wort "Jongleur" geht auf lat. "ioculator" = "Spaßmacher" zurück (zu lat. "iocus" = "Spaß"). Verwandt damit sind z.B. auch: engl. "joke" = "Spass", "Joker", frz. "jeu" = "Spiel", "Jux", "juxen", aber auch "Juwel" (hatte also ursprünglich die Bedeutung "Spielerei", "Tand") und "Juwelier" oder "Beichte" über mhd. "bigiht", "bijiht", "jiht" = "Aussage, Bekenntnis", "jehan", "jehen", "gehan", altfrz. "gehir", deutsch: "genieren"; die idg. Wurzel "*iek-" = "(feierlich) sprechen", "reden".
(E?)(L1) http://66.46.185.79/bdl/gabarit_bdl.asp?Al=1<r=J
Jongleur [Féminisation] | Jongleuse [Féminisation]
(E2)(L1) http://www.bartleby.com/61/20/J0062000.html
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/index.php?search=Jongleur
(E?)(L?) http://www.jongliertricks.de/
(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/
Akrobat - Jongleur | Jongleur
(E?)(L?) http://www.rabaska.com/super/chroniques.htm
jongleur( eux ), jongleuse
Die Auswahlmöglichkeit ist ganz links unten (03.07.2007)
(E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/alphabetisch/
Beteiligungsjongleur
K
Karambolage, carambole (W3)
Die "Karambolage" stammt aus Frankreich. Von dort kam sie im 19.Jh. nach Deutschland. Zunächst allerdings in Form von "Karambolagebillard". Diese Variante des Billiardspiels wird mit 2 weißen und einer roten Kugel gespielt, und die "rote Kugel" heißt "carambole". Da die drei Kugeln jedoch permanent durch "anstoßen" auf dem Billiardtisch bewegt werden, wurde frz. "caramboler" zur Bezeichnung für "zusammenstoßen". Entsprechend erhielt frz. "carambolage" die Bedeutung "Zusammenstoß" (das sich ursprünglich nur auf die Kugeln im Billardspiel bezog) und dieser kam als "Karambolage" nach Deutschland. Wenn heute zwei Autos zusammenstoßen und eine "Massenkarambolage" verursachen denkt niemand mehr an die "rote Billardkugel".
Das "Billardspiel" ("Billard") hat seinen Namen übrigens von frz. "billard" = "krummer Stab". Dies hängt zusammen mit einem ins lateinische aufgenommenen gallischen "bille" = "Pflock". Im englischen findet man z.B. auch engl. "bill" = "Spitze", "Anker", "Zirkel" oder auch "Schnabel".
Allerdings erinnert dieses "bille" = "Pflock" so schön an frz. "bille" = "Kugel". Und so hat man mit "Billard" zwei der notwendigen Spielutensilien "Stock" und "Kugel" in einem Wort vereint.
Ein anderes engl. "bill" = "Gesetz", "Urkunde" geht zurück auf lat. "bulla" = "Bulle". Und dieses wiederum verdant seine Bezeichnung dem "kugelformigen" Siegel, mit dem wichtige Dokumente verschlossen wurden.
Bleibt natürlich die Frage, warum die "rote Billardkugel" frz. "carambole" hieß. Und da hilft die folgende Seite weiter.
(E1)(L1) http://monsu.desiderio.free.fr/jardin/carambole.html
Demnach war die frz. "carambole" eine orangene oder purpurne Frucht aus Asien, deren Name um 1610 aus Portugal (port. "carambola"), über Spanien (1578) nach Frankreich kam. Das Wort soll weiter zurückgehen auf sanskrit "karmaranga", dessen Ende zu port. "bola" (= frz. "boule" = dt. "Kugel") umgedeutet wurde.
Im 17.Jh. wurde es, auf Grund von Form und Farbe der Frucht, bereits zur Bezeichnung der "roten Billardkugel" verwendet. Und in dieser Form kam das Wort 1792 auch nach Frankreich.
...
Le verbe "caramboler", d'abord "caramboller" (1792) signifie au début "toucher du même coup deux boules avec la sienne". De là vient l'un des noms du billard français ou européen, le "billard carambole", qui se joue à trois boules sur des tables sans trous, par opposition au "billard américain" ou "billard à poches" ou "snooker".
...
L'idée de heurt se retrouve en revanche dans le billard comme terrain de combat (1916), le verbe "biller" pour "frapper" (= "schlagen") (1912), d'où l'expression courante "bille en tête" à partir de faire des effets au billard.
De l'idée de heurt, on passe à celle du coup porté par violence: "caramboler" veut dire "battre" en 1862 et "carambolage" est synonyme de "lutte" en 1867. Comme il y a contact physique, on passe à l'idée de contact sexuel: "caramboler" signifie "posséder" en 1864, "se faire caramboler" renvoie au fait d'"être pris" en 1877 et "carambolage" évoque le "coït" en 1881. On peut trouver aussi d'autres motivations à cette histoire de queue et de boules.
Le "vol à la carambole" (1878) concerne "le vol à l'étalage", par comparaison avec le mouvement des boules de billard et celui des marchandises qui passent de complice à complice. Ce terme est altéré alors en "carambouillage" (1899), "carambouille" (1912) et au fait de "carambouiller" (1928) pour "l'escroquerie consistant à revendre une marchandise non payée". De là, on étend la "carambouille" ou le "carambouillage" à la faillite (1936) et l'action de "carambouiller" au fait de dévaliser (1935). La finale s'explique par la synonymie entre la "boule" et la "bouille", mais aussi par le suffixe péjoratif "-ouille" (fripouille, tripatouille). L'escroc ou "carambouilleur" est nommé en 1926. Le "caramboleur" était le joueur qui faisait des "carambolages" à l'origine. L'évolution du mot est indépendante de la "carabistouille" belge, sottise ou petite escroquerie qui n'apparaît en français hexagonal que bien plus tard (1955).
...
(E?)(L?) http://lexikon.meyers.de/meyers/Kategorie:Fremdw%C3%B6rter
(E?)(L?) http://www.rohner.org/billard/k1-inhal.htm
(E?)(L?) http://www.rohner.org/billard/k1-stich.htm
(E?)(L?) http://www.tus-kaltehardt.de/billard/dokumente/Regeln_Carambol.pdf
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Carambolage
Bleiben noch folgende französische Ausdrücke zu verifizieren:
- "caramboler"
- "caramboller"
- "biller" pour "frapper"
- "bille en tête"
- "caramboler" veut dire "battre" en 1862
- "carambolage" est synonyme de "lutte" en 1867
- contact sexuel: "caramboler" signifie "posséder" en 1864
- "se faire caramboler" renvoie au fait d'"être pris" en 1877
- "carambolage" évoque le "coït" en 1881
- "vol à la carambole" (1878) concerne "le vol à l'étalage"
- "carambouillage" (1899), "carambouille" (1912) et au fait de "carambouiller" (1928) pour "l'escroquerie consistant à revendre une marchandise non payée"
- "carambouille" ou "carambouillage" à la faillite (1936)
- "carambouiller" au fait de dévaliser (1935)
- synonymie entre la "boule" et la "bouille"
- suffixe péjoratif "-ouille" (fripouille, tripatouille)
- "carambouilleur" est nommé en 1926
- "caramboleur" était le joueur qui faisait des "carambolages" à l'origine
- "carabistouille" belge
kindernetz
(E?)(L?) http://www.kindernetz.de/spielplatz/raten.html
Ratespiele um Tiere, Fussball und anderes
L
Legende
Das goldene Eier legende Huhn ist nur eine Legende.
Los, losen, Losung, Lotto, los, lösen, verlieren, Verlies, Verlust, Löschen, Löss, lose(W1)
Das Schicksal der Buchstabenfolge "los" ist etwas verworren. Aber ich möchte wenigstens den Versuch wagen, es etwas zu beleuchten. Damit habe ich sicherlich nicht das grosse "Los" gezogen, aber das soll mich nicht daran hindern, jetzt los zu legen.
Was ist los mit "los"?
"Los" dürfte eines der meist gebrauchten Wörter sein. Es kommt in einem der weltweit am meisten verkauften und gespielten Brettspiele vor, dem "Monopoly". (Allerdings weiss ich nicht, ob die Spieler auch in anderen Ländern zurück zu "Los" gehen müssen.) Auch in vielen Suchmaschinen kommt "Los" vor, um die Suchanfrage abzuschicken. Und dann kommt es in unzähligen Wörtern als Vor- oder Nachsilbe vor.
Als Präfix erscheint es z.B. in "losarbeiten", "losbinden" (eigentlich ein Widerspruch), "losdrehen", "Loseblattsammlung", "losfahren", "losgelöst" (doppeltgemoppelt), "losheulen", in vielen Endungen auf "-losigkeit", "loskommen" (eigentlich auch ein Widerspruch), "loslassen", "losmachen", "Losnummer", "Losordal" = "Gottesurteil, "lospoltern", "los", "losquatschen", "losrennen", "Lossagung", "lostrennen", "Losung", "Losverkauf", "loswerden", "losziehen", um nur einige zu nennen.
Nicht zu vergessen auch in "Los Angeles", aber das dürfte eine andere Geschichte sein.
Als Suffix erscheint es z.B. in "arbeitslos" (ganz aktuell), "beschäftigungslos", "chancenlos", "endlos", "furchtlos", "gedankenlos", "hoffnungslos", "kinderlos" oder "Kinderlos", "machtlos", "rechtlos", "schamlos", "tadellos", "umstandslos", "wortlos", um nur einige zu nennen.
Dies zeigt schon, dass es notwendig ist, sich auf die Grundbedeutung zu konzentrieren, um nicht ins Uferlose zu geraten. Da gibt es zunächst das grossgeschriebene "Los". Dieses geht auf ein untergegangenes germ. "hliozan" zurück, mit der Bedeutung "wahrsagen", "zaubern". Dazu gehörte auch die Schicksalsbefragung. Dies erkennt man heute noch in dem Ausspruch "ein schweres Los (= "Schicksal") zu tragen haben". Auch in der Rechtssprechung wurde in germanischer Zeit das Schicksal befragt. (Im Mittelalter mussten Beschuldigte sogar noch "die Hand ins Feuer legen", um der Inquisition zu entgehen. Aber wehe die Brandwunde heilte nicht in einer gewissen Zeit, dann hatte man "geloost".) Schliesslich nahm es dann etwas humanere Formen an und man benutzte das "Los" in Glücksspielen.
Das entsprechende Verb "losen" bedeutete also ursprünglich "das Schicksal befragen". Heute bedeutet es "ein Los ziehen" bzw. "den Zufall entscheiden lassen".
Die "Losung" (die man heute kaum noch kennt) ist demnach wohl das zufällig gewählte "Erkennungswort".
Und meines Wissens gibt es das "Los" auch zur Bezeichnung eines Ackers. Ursprünglich war es wohl ein Stück Land, das einem durch "Los" zugefallen ist. (Leider konnte ich hierzu nichts genaues finden, aber ich meine "Los" dient hier auch zur Bezeichnung einer bestimmten Grösse.)
Auch grosse "Ausschreibungen" werden oftmals in sogenannte "Lose" aufgeteilt. Anbieter entscheiden sich dann für ein bestimmtes "Los". Ursprünglich wurden die verschiedenen Teilarbeitsaufträge aber wohl verlost. Auch in der Fertigungsproduktion und beim Einkauf der Bundeswehr spricht man von "Losen", um bestimmte Mengeneinheiten zu bezeichnen.
Zur Verwandtschaft von "Los" gehören auch "Lotterie" und "Lotto".
Nachzutragen bleibt noch, dass der "Kluge" auch noch erwähnt, dass es vor langer Zeit zu einer Annäherung mit einem Begriff gekommen sein soll, der "(Opfer)Blut" bedeutet hat. Dies verwundert allerdings nicht allzusehr, wenn man von der ürsprünglichen Bedeutung "Schicksal befragen" ausgeht. Den Göttern wurde geopfert, um sie gnädig zu stimmen.
Aber machen wir uns "los" vom "Los" und wenden wir uns dem Adjektiv "los" zu. Dieses scheint mit dem besprochenen "Los" nichts zu tun zu haben. Es geht auf ein idg. "*leu" = "(ab)schneiden", "(ab)reissen" zurück. Dies ist noch in "lösen" zu erkennen. Es ist verwandt mit "verlieren" und stand Pate für "Verlies" und "Verlust".
Interessant ist auch, dass es sich im "Löschen" (= "Entladen") einer Schiffsladung erhalten hat.
Zur weiteren Verwandtschaft gehören auch "löschen" einer Kerze (= "Flamme beseitigen"), der "Löss", die "lose" ("locker") Erde, die "Losung" = "Kot des Wildes" = "Ausgeschiedenes", "Abgelöstes".
Bevor wir uns nun losreissen, sei noch das engl. "to lose" = "verlieren" erwähnt, dem man die "Loslösung" direkt ansehen kann.
In manchen Fällen ist es allerdings durchaus fraglich, welche Wurzeln ein Wort hat. Geht die "Lösung" (eines Problems) nun auf die Bedeutung "Zauberspruch" oder auf die Bedeutung "abtrennen" (sich von einem Problem befreien" zurück?
M
manager-magazin - Netquiz
(E?)(L?) http://www.manager-magazin.de/ebusiness/netquiz/
In der Ausgabe 07/2003 des "manager magazin" wurde in einem Artikel "Was Manager wissen müssen" erörtert, was wohl zum Allgemeinwissen eines Managers gehört. Diesem Artikel konnte ich Anregungen für folgende Begriffe entnehmen: 'Rapallovertrag - der Geist von Rapallo', Monroe-Doktrin', 'Dow Jones', 'Six Sigma', 'Manga', 'Tamagotchi'. Auch wenn keine direkten Wortgeschichten zu finden waren, so gaben mir diese Stichwörter doch Anregungen für weitere Untersuchungen nach der Geschichte dahinter.
Der angegebene Link führt zu einer "Quiz-Seite", die laut manager-magazin täglich mit 3 frischen Fragen bestückt weden soll. Auch wenn diese nicht immer zu einer etymologischen Ausbeute führen, sollten sie zumindest zur "Bildung der Allgemeinbildung" beitragen.
Und zu gewinnen gibt es auch etwas.
Minibikini (W3)
(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
ist das Wort mit fünf "i" (und sonst keinem anderem Vokal) im Duden. Es hat 10 Buchstaben - und jeder Zweite ist ein "i"?
Mummenschanz treiben (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
"Mummenschanz" steht für vermummt tanzende Gestalten. "Mumman" war vom 14. bis zum 16. Jahrhundert ein beliebtes Glücksspiel mit Würfeln; einen Glückswurf nannte man "Schanz".
Zur Fastnachtszeit gingen herumziehende maskierte Gruppen in die einzelnen Häuser, forderten die Anwesenden stumm zu einem Mummenschanzspiel auf und zogen weiter.
Wenn wir "Mummenschanz treiben", dann steht das auch für "sich amüsieren" bzw. "Unsinn treiben".
(© blueprints Team)
N
na-bibb - Eurospiel der Sprachen
(E?)(L?) http://www.na-bibb.de/ejs/Eurospiel/ejs_flash.html
(Flash) - (leider mit langen Ladezeiten)
O
P
Poker, pokern (W3)
(E?)(L?) http://www.vds-ev.de/forum/viewtopic.php?TopicID=819&page=1#9673
(E?)(L?) http://pokermag.com/managearticle.asp?C=140&A=30
auf dieser Seite streiten sich die Gelehrten über die Herkunft von "Poker". Ist es tatsächlich ein usprünglich deutsches Lehnwort?
(A: quakki, im Etymologie-Forum, 08.09.2003)
Der "Kluge" führt "Poker" als Entlehnung von frz. "poque" (Variante von "poche" = "Tasche") = "Einsatz" an.
Und da man lieber mit einer gefüllten "Tasche" nach Hause geht entwickelte sich daraus das Verb "pokern" im Sinne von "(geschickt) taktieren".
Der zweite Link führt ebenfalls ein paar mögliche Erklärungen auf.
Puff (W3)
(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,288049,00.html
Das "Puff"-Spiel hatte seinen Namen nach den Geräuschen beim Würfeln. In Zeiten, als man in Bordellen auch noch Zeit für andere Dinge hatte, spielte man es entweder zum Zeitvertreib, als Vorspiel oder zur Legitimation des Besuches. Später wurde der Name als umschreibende Bezeichnung auf die Institution übertragen.
Q
R
R
(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
Es gibt nur drei Handwerksberufe, in denen der Buchstabe 'r' nicht vorkommt: 'Schmied', 'Koch', 'Steinmetz', evtl. noch 'Modist' als Vierten.
Rebus (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(lat. "Bilderrätsel"); Als 'Rebus' werden grafisch dargestellte Bilderrätsel bezeichnet, bei denen ein Wort, ein Begriff oder ein Sprichwort aus Zeichen, Buchstaben und Symbolen ermittelt werden soll. Beispiele für Zeichenkombinationen sind: KC (= Katze), ZL (= Zettel), ND (= Ende) oder H& (= Hund).
(© blueprints Team)
S
Saarbotage
Sprayer auf einem Wagen der Deutschen Bahn in Homburg/Saar
Shadow
Sitzung
Und was ist mit 'Stehung'?
Spiel (W3)
(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Spiel
Spiele (W3)
(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24760
spachteln (als Spielbegriff), Spatel, Spalier, spalten, Span, Spat, spoon, Spaten, Spule, Spelze (W1)
(E?)(L?) http://www.ruhrgebietssprache.de/glossar.html
Am 21.092003 erhielt ich die Anfrage zum Spielbegriff "Spachteln".
Es ist ein altes Spiel mit angespitzten Holzpflöcken, wobei man die Spachteln so in den Boden rammen muss, dass die Spachtel des Gegners umfällt.
Ich selbst kenne dieses Spiel nicht. Spontan ist mir lediglich das im Saarland umgangssprachliche "spachteln" für "essen" eingefallen.
Beim Suchen nach "spachteln" als Spielbezeichnung bin ich dann allerdings auf eine kleine Fundgrube gestossen.
Als erstes lernt man, dass der Spachtel ursprünglich ein "Spatel" war. (Ähnlich wie auch die lat. "scatula" zur "Schatulle" und zur "Schachtel" wurde.)
Jedenfalls war die lat. "spatula" ein "Rührlöffel", bezeichnete aber auch das "Schulterblatt". Nun kann man sich von einem Wort zum anderen durcharbeiten. Und es gibt auch unterschiedliche lateinische Ursprungsworte. Zusamenfassend kann man jedoch feststellen, dass "Spalier", "spalten", "Span", "Spat" und "Spaten" zumindest entfernt miteinander verwandt sind.
In alphabetischer Reihenfolge ist da also zunächst das "Spalier". Hier stehen Menschen "Schulter" an "Schulter" um z.B. dem Hochzeitspaar einen ehrenvollen Zugang zur Kirche zu bilden. Im eigentlichen Sinne bedeutet "Spalier" allerdings die Rückenlehne (die Schulterstütze), woraus sich die Pflanzenstütze entwickelt hat.
Beim "Spalten" von Holz oder Steinen können dann ebenfalls plattenförmige Teile entstehen. Beim Holz nennt man dies "Span" (Feuerspäne) und beim Steinespalten nennt man dies "Spat" (vgl. Kalkspat).
Interessant ist, dass der engl. Löffel heute noch seine Herkunft vom "(Holz)span" erkennen lässt: "spoon" = "Löffel".
Ja und dann bleibt eigentlich nur noch der "Spaten", der ursprünglich auch aus einem Holzstil bestand, an dem eine "(Holz)platte" befestigt war.
Neben den aufgeführten Begriffen kann man dann natürlich noch weitere Zusammenhänge zu "Spalt" und "Zwiespalt" und etwas entfernter noch zu "Spule" (ursprünglich ein flaches Holzstück, auf dem der Faden aufgewickelt wurde) und "Spelze" (Getreidehülse, die beim Dreschen "abgespaltet" wird) herstellen.
Und nun kann man sicherlich auch den Zusammenhang zum "Spachtel-Spiel" erkennen. Hier hat ein "Holzspan" seinen Auftritt, der selbst noch in einer ursprünglichen Bedeutung als "Grab-Werkzeug" in Erscheinung tritt.
Und auch das umgangssprachliche "spachteln" für "essen" findet eine legitime Erklärung: als Essen mit dem Holzspan, dem Löffel ("spoon"). Und daraus hat sich dann über "grosser Löffel" die Bedeutung "schnell bzw. viel essen" herausgebildet (im Gegensatz zum Essen mit grazileren Löffeln aus Metall).
T
Taktierer
taktloser Taktierer
werstler - Textzwirbler
(E?)(L1) http://www.werstler.de/zwirbler.html
(E?)(L1) http://www.werstler.de/texttwirler.html
Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid. Das ezniige was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ttoaelr Bsinoldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen.
Wir leesn nciht jeedn Bstachuebn enzelin, snderon das Wrot als geznas.
Es steht auch ein kleines Tool zum Ausprobieren zur Verfügung: Text eintragen und schütteln.
Tiefgang
Kann jemand mit Tiefgang den Überblick behalten?
U
Unmenge
Ist eine Unmenge nun mehr oder weniger als eine Menge?
Untiefe
Ist eine Untiefe nun mehr oder weniger als eine Tiefe?
V
Verdoppelungen, reduplication (W3)
- krasse Tasse
- lasche Flasche
- linke Tinte
- rechte Flechte
- das ist mein Motto, Otto
gfds - Viererdoppler
(E?)(L?) http://www.gfds.de/preisaufl.html
Unter der Bezeichnung "Viererdoppler" ergab eine Preisaufgabe nach deutschen Wörtern mit vier aufeinander folgenden Doppelbuchstaben folgende Beispiele:
Barbarossaallee | Eisseeaalliebhaber | Moosseeaal | Nizzaallee | Ratssaalleerstand | Yuccaallee
W
X
Y
Z
Zauberwürfel (W3)
(E?)(L?) http://www.eviltron.com/modules/esp/esp.html
Online-Würfel (Achteulange Ladezeit, aber funktioniert gut und kann danach offline weitergedreht werden.)
(E?)(L?) http://www.mjasmund.de/verschiedenes_zauberwuerfel_loesung.html
(E?)(L?) http://www.recordholders.org/de/list/rubik.html
(E?)(L?) http://dev.rubiks.com/
(E?)(L?) http://dev.rubiks.com/lvl3/index_lvl3.cfm?lan=eng&lvl1=inform&lvl2=medrel&lvl3=histry
(E?)(L?) http://www.speedcubing.de/
(E?)(L?) http://www.wdr.de/tv/aks/sowars/20050129_zauberwuerfel.jhtml
...
Every invention has an official birth date. For the Cube this date is 1974 when the first working prototype came into being and a patent application was drafted. The place was Budapest, the capital of Hungary. The inventor's name is now a household word. At the time, Erno Rubik was a lecturer in the Department of Interior Design at the Academy of Applied Arts and Crafts in Budapest.
...
The first Rubik's Cubes were exported from Hungary in May 1980.
...
Mit dem Markterfolg des Wurfels, den der ungarische Design-Professor Ernö Rubik als Anschauungsobjekt für seine Studenten entwickelt hatte, kam auch der neue deutsche Begiff "Zauberwürfel" in die Medien und Münder.
...
Ab 1981 ist ganz Deutschland im Würfelfieber. 2,5 Millionen Stück werden in Deutschland im ersten Jahr verkauft. Weltweit sind es sogar zehn Millionen. Die ungarischen Hersteller kommen mit der Produktion kaum noch nach. Und innerhalb kürzester Zeit überschwemmen billige Imitate aus Fernost den weltweiten Markt. Nur wie der Würfel zu lösen ist, wissen immer noch die Wenigsten.
...
(Siehe auch "Rubik Cube")