Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Sport, Sport, Sport

A

Arena (W3)

Die "Arena" bezeichnete ursprünglich einfach einen sandigen Platz (lat. "(h)arena"). Aber schon bei den Römern war es ein Ausdruck für "Kampf-Arena". Dabei diente der Sand dazu, Schweiss und Blut aufzunehmen.

Arschkarte, die Arschkarte ziehen (W3)

(E?)(L?) http://www.prosieben.de/wissen/galileo/galilexikon/
Die "Arschkarte" war die rote Karte die der Schiedsrichter beim Fußball aus der Gesäßtasche zog. Die gelbe Karte zog er aus der Brusttasche.

Dadurch waren auch die Zuschauer vor den Schwarz-Weiß-Fernsehern in der Lage, zu erkennen welche Karte vom Schiedsrichter gezogen wurde.

Diese Redewendung kommt aus der Zeit des schwarz-weiß-Fernsehens. Da sah das Publikum keine Gelben und Roten Karten. Die Gelbe war in der Brust und die Rote in der Arschtasche. Wenns eine rote gab, war das also die "Arschkarte".
(A: Christoph)

Die "Arschkarte" kommt aus dem Fußball. Der Schiedsrichter hat eine gelbe und eine rote Karte (Geld = Verwarnung, Rot= Runter vom Platz). Die rote Karte hat oder hatte er früher in der Gesäßtasche (Arschtasche). Es war also die sogenannte "Arschkarte".

Athletik (W3)

Die "Athletik" geht zurück auf griech. "athlein" = "um einen Preis kämpfen", griech. "athlos" = "Wettkampf" und beruht auf griech. "athlon" = "Preis". Ursprünglich war es also ein "Preiskampf".

(E?)(L?) http://www.shn.ch/pages/archivartikel.cfm?id=49696&b1=Etymologie&o1=&b2=&o2=&b3=&re=&ra=AM&da=&startrow=1
Woher stammt eigentlich das Wort «Leichtathletik»? Ein Hobby-Etymologe ging der Frage nach - und fand eine verblüffende Antwort.

ausstecken (W3)

Die Bezeichnung für das "Abstecken von Wegen" (z.B. auch beim Schi-Slalom) mit Stecken und Fähnchen ist vermutlich eine Wortbildung zur kurzen Bezeichnung dieser Tätigkeit; (einen etymologischen Hinweis habe ich dazu nicht gefunden).

B

Ball

der ahd. "bal" war einfach ein "geschwollener Gegenstand"; Erst mit dem Aufkommen neuer Materialien, die ein längerfristiges Einschliessen von Luft ermöglichten nahm es die heutige Bedeutung von "Fussball" oder "Luftballon" an.

Die ursprüngliche Bedeutung ist noch in "Handballen" oder in "eine Faust ballen" zu erkennen.

Ergänzung von Ulrich Lenk am 04.04.2006:

Zu dieser vielfach weitergebildeten Wurzel gehören die Wörter "bald" , "Balg" (eigentlich: "abgezogene Haut", die durch Füllung prall wird).
Zum Wortstamm aus dem außergermanischen Bereich gehört auch griechisch "Phallos" = "männliches Glied".

Ballon fahren (W3)

Die Menschen stellten sich den Luftraum und das Medium Luft wie ein Meer vor. Sie glaubten in der Anfangszeit, ein Ballon könnte über Segel oder Ruder steuerbar gemacht werden und sogar gegen den Wind, wie ein Segelschiff, kreuzen. Man übernahm für die neue Erfindung fast den gesamten in der Seefahrt gebräuchlichen Wortschatz.

Blutgrätsche, eine Blutgrätsche verüben, grätschen, Foul (W3)

Im Fussball ist die "Blutgrätsche" ein Foul, das die Verletzung des Gegenspielers bewusst in Kauf nimmt. Der unfaire Spieler "grätscht" dabei in der Regel in die Beine des Gegenspielers.

Das Verb "grätschen" geht übrigens zurück auf mhd. "greten" = "die Beine spreizen". Die weitere Herkunft ist unbekannt könnte aber eine lautmalerische Entstehung sein.

(E2)(L1) http://www.mundmische.de/
abgrätschen | grätschen | Gesichtsgrätsche

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/


(E?)(L?) http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/285049?_seite=3
Wieder so ein Ding von der Insel: das "Foul". Herrje, wie hätten wir es auf Deutsch auch ausdrücken sollen? "Metzelder hat durch das Anwenden der "Blutgrätsche" den linken Oberschenkel von Elber oberhalb der Kniekehle getroffen und deshalb die rote Karte gekriegt." Viel zu umständlich? Denken wir auch. Besser ist: "Metzelder hat Elber "gefoult". Und zwar hart. Und dafür gab es Rot." Dass in der Kürze die Würze liegt, lernt man ja schon in Klasse fünf. Und dass "foul" ins Deutsche übersetzt a) "stinkend", b) "widerlich" und c) "schlecht" heißt, beinhaltet ungefähr, wie wir Metzelders Attacke gegen Elber finden. Aber: woher kommt eigentlich "Attacke"?

Borussia (W3)

Latinisierte Form von "Preußen". Meine Favoriten: Die Borussen aus Mönchengladbach in den 70-er Jahren mit Netzer, Heynckes, Simonsen und dem Vogts-terrier.
(A: roge)

Boxring

(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
Wieso heißt der Boxring, eigentlich Ring, obwohl er doch eckig ist?
Nicht weil er mal ganz früher mal rund war - nee, war er nie. 'Ring' steht für das englische 'Klingeln' (ring my bell) und die Glocke gibt´s beim Boxen schon ewig.

C

D

DGSP (W3)

"DGSP" steht für "Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention".

(E?)(L?) http://www.dgsp.de/


Doping (W3)

Der Begriff ist vom englischen "to dope" abgeleitet, das übersetzt werden kann mit "Drogen verabreichen".

Im Jahr 1869 erschien der Ausdruck erstmals in einem englischen Wörterbuch. Diesem Beleg zufolge waren es Pferde, deren Leistung durch eine Mischung aus Opium und Narkotika gesteigert werden sollte. Ins Deutsche wurde "Doping" 1908 entlehnt, wiederum vorerst für einen Pferdesportbericht.

(E?)(L?) http://de.search.yahoo.com/search?p=Doping


E

F

fechten, fight (W3)

(E?)(L?) http://www.fechten.de/
hängt eng mit dem engl. "fight" zusammen und geht mit der Bedeutung "kämpfen" zurück auf lat. "pectere" = "kämmen" bzw. griech. "péktein" = "kämmen". Und während des langen Weges von den Zeiten, als man sich noch die "Haare raufte" bis zum zivilisierten "kämmen", spaltete sich eben auch ein Wortzweig "kämpfen" ab, in dem das "sich an den Haaren reissen" noch erkennbar ist. Im lit. "pesti" = "rupfen, zausen" ist der Zusammenhang noch erkennbar. (Dass aus "p" "f" lässt sich als allgemeines Gesetz der Lautverschiebung nachweisen.)

Fuß (W3)

"Fuß": Herkunft aus idg. "pèd" = "Fuß", griech. "podós" = "Fuß" (vgl. auch: "Podium"(!)), lat. "pedis" (auch: "Pedal"(!))
(Ulrich Lenk am 04.04.2006)

fussballlexikon
Fussball-Lexikon

(E?)(L?) http://www.fussballlexikon.de/
Leider habe ich keine Lexikon mit Erklärungen zu Fußball-Begriffen gefunden.

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Vereine
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G

H

Homologation, homolog (W3)

"Homologation" nennt man die Aufnahme von Serienwagen in die Zulassungsliste zur Klasseneinteilung für internationale Rennen.

Der Begriff geht zurück auf griech. "homología" = "Uebereinstimmung" und bezeichnet also die Übereinstimmung der technischen Ausstattung mit den festgelegten Spezifikationen.

Auch in der Biologie, in der Chemie und in der Mathematik gibt es "homologe" Beziehungen, zwischen biologischen Entwicklungen, die auf die gleiche Herkunft zurückgehen (z.B.: Lunge und Schwimmblase) oder ähnliche chemische Elemente.

I

J

K

kusch, kuschen, Couch (W3)

(E?)(L?) http://www.wu-wien.ac.at/usr/h95b/h9505289/sprache.htm
Der Befehl "kusch" geht auf die Jägersprache zurück und kommt von frz. "couche!" = "leg dich!" (auch: "sei ruhig!"). Das Infinitiv "kuschen" geht entsprechend zurück auf frz. "coucher" = "niederlegen".
Auch die "Couch" geht zurück auf frz. "couche" = "Lager" (auf das man sich niederlegt).

L

M

  • Mexi
  • Mäxle
    Mexi (W3)

    "Mäxle" scheint es in mehreren Sportarten zu geben. Beim Tischtennis bezeichnet es jedenfalls eine bei Kindern beliebte Rundlaufvariante. Als weitere Bezeichnungen findet man "Chinesisch", "Mexi", "Rundlauf", "Ringelpietz", "Runde", "Mühle", österr. "Rundgangerl", "Lauferl", "Raser", "Rennerts", "Ringerl".

    Im Zusammenhang mit Würfelspielen findet man die Bezeichnungen "Mäxchen", "Mäxle", "Lügenmax", "Lügenmäx", "Schummelmax", "Mexican", "Meiern", "Meterpeter", "Mäxchen Meier", "Lügen", "Einundzwanzig". Und bei Wikipedia: "Meiern", "Mäxchen", "Meier", "Mäx", "Mäxle, "Lügenmax", "Lügenmäx", "Schummelmax", "Mexican", "Mexico", "Meterpeter", "Mäxchen Meier", "Lügen", "Riegen", "Einundzwanzig".

    Leider läßt sich keine der vielen Seiten auf denen "Mäxle" und "Mäxchen" vorkommt darauf ein, woher die Bezeichnung im Zusammenhang mit Spielen kommt. Vielleicht liegt die Erklärung ganz nahe und entstand einfach aus "ein Spiel für Kinder" und "Mäxchen" als Vertreter für alle Kinder, Also "Kinder-Spiel" = "Mäxchen-Spiel".

    Interessant ist immerhin, dass das Würfelspiel in den USA auch als "Mexican" bezeichnet wird. Dies scheint jedoch - laut Wikipedia - eine korrupte Übernahme des dt. "Mäxchen" zu sein.

    (E?)(L?) http://www.gruppenspiele-hits.de/sonstige-spiele/maexxle-tischtennis.html
    (E?)(L?) http://www.juz-heidstock.de/forumSOS/thread.php?postid=913
    (E?)(L?) http://www.tsv-schnait.net/tischtennis/aktuell.php
    ...
    Tischtennis bei der "Laufbahn der Spiele" (Nachricht vom 04.07.2010)
    Bei der 2. Laufbahn der Spiele im Stadion war auch Tischtennis angesagt. Kleine Tische, große Tische, normale und Jumbo-Bälle und kleine Männchen zum Abschießen. Freude bereitete vielen auch das "Riesen-Mexi", der Rundlauf um drei aneinander gestellte Tische.
    ...


    (E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Meiern
    (E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/Liar's_dice
    ...
    Versions of the game are known as "Dudo" or "Cachito" in South America. The equivalent drinking game is sometimes called "Mexicali" or "Mexican" in the United States; the latter term may be a corruption of "Mäxchen" ("Little Max"), the name by which a similar game, called "Mia", is known in Germany, while "Liar's dice" is known in Germany as "Bluff".
    ...




    Erstellt: 2010-07

    Muskelkater, Muskel, Kater (W2)

    (E6)(L1) http://www.prosieben.de/service/suche/?q=muskelkater
    (E?)(L?) http://www.prosieben.de/lifestyle_magazine/galileo/specials/stimmts/00878/
    Der "Muskel" kommt von lat. "musculus" = "Mäuschen". In früheren Zeiten hiess er auch auf Deutsch "Maus". Und damit könnte die Geschichte von Katz und Maus schon abgeschlossen sein: "Der Kater quält die Maus."
    Aber ganz so einfach ist es nicht. Der "Kater" ist nämlich gar keiner. Er ist eine Verballhornung von "Katarrh" (lat. "katarrhus" = "Herabfliessen" und daraus "Schnupfen"). Diese Verschiebung ist eventuell dem Zustand zu verdanken, dessen Auswirkungen damit bezeichnet werden.
    Nicht verschwiegen werden soll, dass "Kater" auch der Name für ein Bier gewesen sein soll - was ja durchaus zum Erklärungszusammenhang passt.

    Spürt man den Muskelkater wirklich erst zwei Tage später am schlimmsten?

    (E?)(L?) http://www.zeit.de/stimmts/sport/index
    Saure Legende - Der Muskelkater kommt daher, dass im Körper Milchsäure abgebaut wird

    N

    O

    olympia-lexikon
    Olympia-Lexikon - IOC-Informationen

    (E6)(L1) http://www.olympia-lexikon.de/
    (E?)(L?) http://www.olympia-lexikon.de/Spezial:Alle_Seiten
    "Sugar" Ray Leonard A-Note Abbruchsieg | Abdruck Abebe Bikila Abfahrt | Abgang Abtrainieren Abwurf | Achtelfinale Achter Achtkampf | Aeronautischer Preis Agnes Keleti Agon | Akinori Nakayama Akkreditierung Aktische Spiele | Aladár Gerevich Alain Mimoun Albert Asarjan | Alberto Tomba Albertville 1992 Albina Chamitowna Achatowa | Aldo Nadi Aleksander Karelin Alexander Ditjatin | Alexander Popow Alexander Resch Alexander Tichonow | Alfred "Al" Oerter Alfred Flatow Alfred Swahn | Alpine Kombination Alpiner Skisport Altis | Alwin Kraenzlein Alwin Schockemöhle Amateurregel | American Football Amphetamin Amsterdam 1928 | Anabolika Andras Balczó Andre Agassi | Andre Lange Andrea Ehrig Andrea Henkel | Andrea Mitscherlich Andrea Pollack Andrea Schöne | Andreas Dittmer Anfangshöhe Anja Fichtel | Anja Mauritz-Fichtel Anja Pärson Anna Christina Friesinger | Annemarie Moser-Pröll Antike Festspiele Antizipation | Anton Geesink Antwerpen 1920 Anzählen | Arbeiter-"Olympiade" Archibald Hahn Ard 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John Jesus Flanagan John Naber | Jolanda Balas Josef Neckermann Juan Antonio Samaranch | Judo Jugend trainiert für Olympia Jury | Jutta Heine K.o.-System Kampfgericht | Kampfsport Kanadische Wertung Kanurennsport | Kanuslalom Karin Balzer Karin Enke | Karin Janz Karin Richert-Balzer Karl-Alfred Schwarzmann | Karl Adam Karl August Willibald Gebhardt Karl Schranz | Katamaran Katarina Witt Kathrin Boron | Kati Wilhelm Katja Seizinger Katrin Apel | Kay Bluhm Keulenschwingen Kevin Kuske | Kipchoge Keino Kippstange Kjetil-Andre Aamodt | Klassischer Fünfkampf Klassischer Stil Klaus Dibiasi | Kombination Konrad Frey Kopfweitsprung | Kornelia Ender Kraftsport Kraulschwimmen | Kricket Kriegsbarken Kristin Otto | Krisztina Egerszegi Kritischer Punkt Krocket | Kugelstoßen Kunstreiten Kunstspringen | Kunstturnen Kunstwettbewerbe, Olympische Kurvenvorgabe | Kurzbahnrennen Kurzkür/Kurzprogramm Kurzstreckenlauf | Königsdisziplin Kür Lacrosse | Lagenschwimmen Lake Placid 1932 Lake Placid 1980 | 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    P

    Q

    R

    Rallye, rallieren (W3)

    Für manche Männer ist eine "Rallye" eine faszinierende Sportart. Seinen Namen hat die engl. "Rallye" vom frz. "rallier", das soviel bedeutet wie "re-alliieren" = wiedervereinigen". Ursprünglich bedeutete "rallieren" das Einsammeln von verstreuten Truppenteilen. Bei der "Rallye" werden die Teilnehmer wieder eingesammelt (z.B. nach jeder Tagesetappe).

    Rang ablaufen - den Rang ablaufen

    Eigentlich sollte man meinen es geht darum z.B. im Wettlauf anderen den 1. (oder 2., ...) Rang durch schnelleres Laufen "abzulaufen". Aber angeblich geht es hier um den "Rank", die "(Weg-)Krümmung". Und somit bedeutet "den Rang ablaufen" also "eine Abkürzung nehmen".

    S

    Salto (W3)

    Dt. "Salto" geht zurück auf lat. "saltare" = "tanzen", "springen".

    Schalke 04 (W3)

    (E?)(L?) http://www.100schalkerjahre.de/geschichte_1904-1924.php
    4. Mai 1904
    Willy Gies, Josef Ferse, Viktor Kroguhl, Johann Kessel, Heinrich Kullmann, Adolf Ötzelmann, Josef Seimetz und Willy van den Berg gründen einen eigenen Verein. Sie nennen ihn "Westfalia Schalke".
    "Schalke" bezieht sich auf einen kleinen Ort in Westfalen, "04" verweist auf das Gründungsjahr 1904.

    Schwanentanz - Rose

    (E?)(L1) http://www.rosenberatung.de/html/rosenbilder-galerie.html


    Silberpfeil (W2)

    (E?)(L?) http://www.motorvision.de/cache/template/motorvision/125/2677.html
    ...
    Der erste Renneinsatz des W 25 nach der neuen 750-kg-Formel auf dem Nürburg-ring schuf den "Mythos Silberpfeil": Trotz aufwändiger Leichtbaumassnahmen lagen die Wagen noch ein Kilogramm über dem Limit. Technische Änderungen schienen in der Nacht vor dem Rennen am 3. Juni 1934 nicht mehr realisierbar - und so war es der mutigen Entscheidung von Rennleiter Alfred Neubauer zu verdanken, dass an diesem Tage der Mythos Silberpfeil geboren wurde: Er wies seine Mechaniker an, den weissen Lack über Nacht restlos von den Aluminium-Karosserien zu schleifen. Diese ungewöhnliche Massnahme brachte nicht nur die erforderliche Gewichtsersparnis, sondern sorgte auch für das spektakuläre Erscheinungsbild der bisher stets weisslackierten Mercedes. Manfred von Brauchitsch gewann das Eifelrennen in Rekordzeit, und die deutsche Presse schuf den legendären Namen "Silberpfeil" für die Mercedes-Renner.
    Die starke Konkurrenz der Auto Union Rennwagen - sie hiessen später übrigens "Silberfische" - führt schliesslich zur Weiterentwicklung des mehrmals siegreichen W 25. Der Hubraum des Achtzylinders wurde im Lauf der Jahre auf 4,0 und später 4,7 Liter erweitert, je nach Ladertyp und Kraftstoffsorte leistet er bis zu 494 PS.
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    Sport (W3)

    Im späten 19. Jahrhundert und zu Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die deutsche Sprache viele Fremdwörter im Bereich des Sports auf. Der "Sport" ist z.B. eine Abkürzung des engl. "disport" = "Vergnügen" und bezeichnete ursprünglich keine verbissenen Hochleistungsaktivitäten sondern "Zeitvertreib" und "Spiel".

    Aus dem Englischen kommen weiterhin der "Aufschlag" (eine Lehnübersetzung des engl. "service"), "Einstand" = engl. "deuce", "Schläger" = engl. "racket", "Vorteil" = engl. "advantage". Das engl. "offside" wurde mit "abseits" übersetzt. Sebst das einfache "Aus" ist eine Übersetzung des engl. "out". Und entsprechend engl "corner" = "Ecke", engl "halftime" wurde zu "Halbzeit", der engl. "forward" wurde zum "Stürmer", das engl. "goal" zu "Tor" und der engl. "back" zum dt. "Verteidiger". Der "Trainer" und mit ihm "trainieren" und "Training" konnten einer Eindeutschung entgehen und haben sich als Fremdwörter niedergelassen.

    (E4)(L3) http://www.goethe.de/z/50/alltag/meinung/angl07.htm
    (E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Sport
    "Sport" war ursprünglich nur Zerstreuung ("disportare", "deportare"). Noch im Frankreich des 11.-13.Jh. war "desport" = "Erholung", "Zerstreung". Im englischen wurde dann schon Freizeitaktivitäten ausgeführt ("to disport"), die man kurz "sport" nannte. Die Deutschen machten dann im 16./17.Jh. schon "Leibesübungen" daraus.

    sportschau
    Tour de France-Lexikon

    (E?)(L?) http://www.sportschau.de/sp/tour2009/lexikon/