Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Sport, Sport, Sport

A

Arena (W3)

Die "Arena" bezeichnete ursprünglich einfach einen sandigen Platz (lat. "(h)arena"). Aber schon bei den Römern war es ein Ausdruck für "Kampf-Arena". Dabei diente der Sand dazu, Schweiss und Blut aufzunehmen.

Arschkarte, die Arschkarte ziehen (W3)

(E?)(L?) http://www.prosieben.de/wissen/galileo/galilexikon/
Die "Arschkarte" war die rote Karte die der Schiedsrichter beim Fußball aus der Gesäßtasche zog. Die gelbe Karte zog er aus der Brusttasche.

Dadurch waren auch die Zuschauer vor den Schwarz-Weiß-Fernsehern in der Lage, zu erkennen welche Karte vom Schiedsrichter gezogen wurde.

Diese Redewendung kommt aus der Zeit des schwarz-weiß-Fernsehens. Da sah das Publikum keine Gelben und Roten Karten. Die Gelbe war in der Brust und die Rote in der Arschtasche. Wenns eine rote gab, war das also die "Arschkarte".
(A: Christoph)

Die "Arschkarte" kommt aus dem Fußball. Der Schiedsrichter hat eine gelbe und eine rote Karte (Geld = Verwarnung, Rot= Runter vom Platz). Die rote Karte hat oder hatte er früher in der Gesäßtasche (Arschtasche). Es war also die sogenannte "Arschkarte".

ausstecken (W3)

Die Bezeichnung für das "Abstecken von Wegen" (z.B. auch beim Schi-Slalom) mit Stecken und Fähnchen ist vermutlich eine Wortbildung zur kurzen Bezeichnung dieser Tätigkeit; (einen etymologischen Hinweis habe ich dazu nicht gefunden).

B

Ball

der ahd. "bal" war einfach ein "geschwollener Gegenstand"; Erst mit dem Aufkommen neuer Materialien, die ein längerfristiges Einschliessen von Luft ermöglichten nahm es die heutige Bedeutung von "Fussball" oder "Luftballon" an.
Die ursprüngliche Bedeutung ist noch in "Handballen" oder in "eine Faust ballen" zu erkennen.

Ergänzung von Ulrich Lenk am 04.04.2006:

Zu dieser vielfach weitergebildeten Wurzel gehören die Wörter "bald" , "Balg" (eigentlich: "abgezogene Haut", die durch Füllung prall wird).
Zum Wortstamm aus dem außergermanischen Bereich gehört auch griechisch "Phallos" = "männliches Glied".

Ballon fahren (W3)

Die Menschen stellten sich den Luftraum und das Medium Luft wie ein Meer vor. Sie glaubten in der Anfangszeit, ein Ballon könnte über Segel oder Ruder steuerbar gemacht werden und sogar gegen den Wind, wie ein Segelschiff, kreuzen. Man übernahm für die neue Erfindung fast den gesamten in der Seefahrt gebräuchlichen Wortschatz.

Borussia (W3)

Latinisierte Form von "Preußen". Meine Favoriten: Die Borussen aus Mönchengladbach in den 70-er Jahren mit Netzer, Heynckes, Simonsen und dem Vogts-terrier.
(A: roge)

Boxring

(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
Wieso heißt der Boxring, eigentlich Ring, obwohl er doch eckig ist?
Nicht weil er mal ganz früher mal rund war - nee, war er nie. 'Ring' steht für das englische 'Klingeln' (ring my bell) und die Glocke gibt´s beim Boxen schon ewig.

C

D

DGSP (W3)

"DGSP" steht für "Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention".

(E?)(L?) http://www.dgsp.de/


Doping (W3)

(E?)(L?) http://de.news.yahoo.com/040429/336/409t7.html
Der Begriff ist vom englischen "to dope" abgeleitet, das übersetzt werden kann mit "Drogen verabreichen".
...
Im Jahr 1869 erschien der Ausdruck erstmals in einem englischen Wörterbuch. Diesem Beleg zufolge waren es Pferde, deren Leistung durch eine Mischung aus Opium und Narkotika gesteigert werden sollte. Ins Deutsche wurde "Doping" 1908 entlehnt, wiederum vorerst für einen Pferdesportbericht.


E

F

fechten, fight (W3)

(E?)(L?) http://www.fechten.de/
hängt eng mit dem engl. "fight" zusammen und geht mit der Bedeutung "kämpfen" zurück auf lat. "pectere" = "kämmen" bzw. griech. "péktein" = "kämmen". Und während des langen Weges von den Zeiten, als man sich noch die "Haare raufte" bis zum zivilisierten "kämmen", spaltete sich eben auch ein Wortzweig "kämpfen" ab, in dem das "sich an den Haaren reissen" noch erkennbar ist. Im lit. "pesti" = "rupfen, zausen" ist der Zusammenhang noch erkennbar. (Dass aus "p" "f" lässt sich als allgemeines Gesetz der Lautverschiebung nachweisen.)

Fuß (W3)

"Fuß": Herkunft aus idg. "pèd" = "Fuß", griech. "podós" = "Fuß" (vgl. auch: "Podium"(!)), lat. "pedis" (auch: "Pedal"(!))
(Ulrich Lenk am 04.04.2006)

fussballlexikon - Fussball-Lexikon

(E?)(L?) http://www.fussballlexikon.de/
Leider habe ich keine Lexikon mit Erklärungen zu Fußball-Begriffen gefunden.

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G

H

Homologation, homolog (W3)

"Homologation" nennt man die Aufnahme von Serienwagen in die Zulassungsliste zur Klasseneinteilung für internationale Rennen.

Der Begriff geht zurück auf griech. "homología" = "Uebereinstimmung" und bezeichnet also die Übereinstimmung der technischen Ausstattung mit den festgelegten Spezifikationen.

Auch in der Biologie, in der Chemie und in der Mathematik gibt es "homologe" Beziehungen, zwischen biologischen Entwicklungen, die auf die gleiche Herkunft zurückgehen (z.B.: Lunge und Schwimmblase) oder ähnliche chemische Elemente.

I

J

K

kusch, kuschen, Couch (W3)

(E?)(L?) http://www.wu-wien.ac.at/usr/h95b/h9505289/sprache.htm
Der Befehl "kusch" geht auf die Jägersprache zurück und kommt von frz. "couche!" = "leg dich!" (auch: "sei ruhig!"). Das Infinitiv "kuschen" geht entsprechend zurück auf frz. "coucher" = "niederlegen".
Auch die "Couch" geht zurück auf frz. "couche" = "Lager" (auf das man sich niederlegt).

L

M

Muskelkater, Muskel, Kater (W2)

(E6)(L1) http://www.prosieben.de/service/suche/?q=muskelkater
(E?)(L?) http://www.prosieben.de/lifestyle_magazine/galileo/specials/stimmts/00878/
Der "Muskel" kommt von lat. "musculus" = "Mäuschen". In früheren Zeiten hiess er auch auf Deutsch "Maus". Und damit könnte die Geschichte von Katz und Maus schon abgeschlossen sein: "Der Kater quält die Maus."
Aber ganz so einfach ist es nicht. Der "Kater" ist nämlich gar keiner. Er ist eine Verballhornung von "Katarrh" (lat. "katarrhus" = "Herabfliessen" und daraus "Schnupfen"). Diese Verschiebung ist eventuell dem Zustand zu verdanken, dessen Auswirkungen damit bezeichnet werden.
Nicht verschwiegen werden soll, dass "Kater" auch der Name für ein Bier gewesen sein soll - was ja durchaus zum Erklärungszusammenhang passt.

Spürt man den Muskelkater wirklich erst zwei Tage später am schlimmsten?

(E?)(L?) http://www.zeit.de/stimmts/sport/index
Saure Legende - Der Muskelkater kommt daher, dass im Körper Milchsäure abgebaut wird

N

O

olympia-lexikon
Olympia-Lexikon - IOC-Informationen

(E6)(L1) http://www.olympia-lexikon.de/
(E?)(L?) http://www.olympia-lexikon.de/Spezial:Alle_Seiten
"Sugar" Ray Leonard A-Note Abbruchsieg | Abdruck Abebe Bikila Abfahrt | Abgang Abtrainieren Abwurf | Achtelfinale Achter Achtkampf | Aeronautischer Preis Agnes Keleti Agon | Akinori Nakayama Akkreditierung Aktische Spiele | Aladár Gerevich Alain Mimoun Albert Asarjan | Alberto Tomba Albertville 1992 Albina Chamitowna Achatowa | Aldo Nadi Aleksander Karelin Alexander Ditjatin | Alexander Popow Alexander Resch Alexander Tichonow | Alfred "Al" Oerter Alfred Flatow Alfred Swahn | Alpine Kombination Alpiner Skisport Altis | Alwin Kraenzlein Alwin Schockemöhle Amateurregel | American Football Amphetamin Amsterdam 1928 | Anabolika Andras Balczó Andre Agassi | Andre Lange Andrea Ehrig Andrea Henkel | Andrea Mitscherlich Andrea Pollack Andrea Schöne | Andreas Dittmer Anfangshöhe Anja Fichtel | Anja Mauritz-Fichtel Anja Pärson Anna Christina Friesinger | Annemarie Moser-Pröll Antike Festspiele Antizipation | Anton Geesink Antwerpen 1920 Anzählen | Arbeiter-"Olympiade" Archibald Hahn Ard Schenk | Armin Hary Aschenbahn Ass | Astrid Kumbernuss Athen 1896 Athen 1906 | Athen 2004 Athlet Athleten-Kommission | Atlanta 1996 Aufwärmen Auslosung | Austragungsmodus Australian Football Auswechselspieler | Auszeit Außenseiter Avery Brundage | B-Note BMX Badminton | Bahnradsport Bakken Ballsport | Bambusstab Bananenstab Bande | Bankstrafe Bantamgewicht Barbara Niedernhuber | Barcelona 1992 Barren Baseball | Basketball Beachvolleyball Behindertensport | Beidhändiges Stoßen Beinarbeit Ben Johnson | Bergsteigerpreis Berlin 1916 Berlin 1936 | Bernd Kannenberg Bernhard Germeshausen Berufssportler | Bestenliste Bettina Overesch-Böker Biathlon | Birger Ruud Birgit Fischer Björn Daehlie | Blutdoping Bobsport Bode Miller | Bodenkampf Bodensee-Vierer Bodenturnen | Bodycheck Bogdan Musiol Bogen-Biathlon | Bogenschießen Bonnie Kathleen Blair Boris Becker | Boris Schaklin Bowling Boxen | Boykott Break Brustschwimmen | Buckelpiste Bully Bundesausschuss für Leistungssport | Bundestrainer(in) Butterfly Bärbel Wöckel-Eckert | Calgary 1988 Canadier Carl "Charley" Kaufmann | Carl Lewis Carl Osburn Carl Schuhmann | Carsten Embach Cassius Marcellus Clay Cathy Freeman | Catriona LeMay Doan Chad Hedrick Chamonix 1924 | Charles Daniels Christa Luding-Rothenburger Christl Cranz | Christoph Langen Christopher Colin Dean Clas Thunberg | Claudia Künzel Claudia Pechstein Clinch | Coach Code de Pointage Cortina d'Ampezzo 1944 | Cortina d'Ampezzo 1956 Crosscheck Curling | DDR-Olympiamannschaften Dagmar Hase Daniel Morelon | Daniela Anschütz-Thoms Daniela Hunger David George Burghley | Dawn Fraser Deborah Compagnoni Demonstrations-Sportarten | Demonstrations-Sportarten bei Sommerspielen Demonstrations-Sportarten bei Winterspielen Deutsche Olympiamannschaften | Deutsche Olympische Gesellschaft Deutscher Olympischer Ausschuss Deutscher Reichsausschuss für Leibesübungen | Deutscher Sportbund Deutschland-Achter Dezso Gyarmati | Diagonalschritt Dieter Baumann Diskuswerfen | Distanzierung Donald Arthur 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P

Q

R

Rallye, rallieren (W3)

Für manche Männer ist eine "Rallye" eine faszinierende Sportart. Seinen Namen hat die engl. "Rallye" vom frz. "rallier", das soviel bedeutet wie "re-alliieren" = wiedervereinigen". Ursprünglich bedeutete "rallieren" das Einsammeln von verstreuten Truppenteilen. Bei der "Rallye" werden die Teilnehmer wieder eingesammelt (z.B. nach jeder Tagesetappe).

Rang ablaufen - den Rang ablaufen

Eigentlich sollte man meinen es geht darum z.B. im Wettlauf anderen den 1. (oder 2., ...) Rang durch schnelleres Laufen "abzulaufen". Aber angeblich geht es hier um den "Rank", die "(Weg-)Krümmung". Und somit bedeutet "den Rang ablaufen" also "eine Abkürzung nehmen".

S

Schalke 04 (W3)

(E?)(L?) http://www.100schalkerjahre.de/geschichte_1904-1924.php
4. Mai 1904
Willy Gies, Josef Ferse, Viktor Kroguhl, Johann Kessel, Heinrich Kullmann, Adolf Ötzelmann, Josef Seimetz und Willy van den Berg gründen einen eigenen Verein. Sie nennen ihn "Westfalia Schalke".
"Schalke" bezieht sich auf einen kleinen Ort in Westfalen, "04" verweist auf das Gründungsjahr 1904.

Silberpfeil (W2)

(E?)(L?) http://www.motorvision.de/cache/template/motorvision/125/2677.html
...
Der erste Renneinsatz des W 25 nach der neuen 750-kg-Formel auf dem Nürburg-ring schuf den "Mythos Silberpfeil": Trotz aufwändiger Leichtbaumassnahmen lagen die Wagen noch ein Kilogramm über dem Limit. Technische Änderungen schienen in der Nacht vor dem Rennen am 3. Juni 1934 nicht mehr realisierbar - und so war es der mutigen Entscheidung von Rennleiter Alfred Neubauer zu verdanken, dass an diesem Tage der Mythos Silberpfeil geboren wurde: Er wies seine Mechaniker an, den weissen Lack über Nacht restlos von den Aluminium-Karosserien zu schleifen. Diese ungewöhnliche Massnahme brachte nicht nur die erforderliche Gewichtsersparnis, sondern sorgte auch für das spektakuläre Erscheinungsbild der bisher stets weisslackierten Mercedes. Manfred von Brauchitsch gewann das Eifelrennen in Rekordzeit, und die deutsche Presse schuf den legendären Namen "Silberpfeil" für die Mercedes-Renner.
Die starke Konkurrenz der Auto Union Rennwagen - sie hiessen später übrigens "Silberfische" - führt schliesslich zur Weiterentwicklung des mehrmals siegreichen W 25. Der Hubraum des Achtzylinders wurde im Lauf der Jahre auf 4,0 und später 4,7 Liter erweitert, je nach Ladertyp und Kraftstoffsorte leistet er bis zu 494 PS.
...

Sport (W3)

Im späten 19. Jahrhundert und zu Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die deutsche Sprache viele Fremdwörter im Bereich des Sports auf. Der "Sport" ist z.B. eine Abkürzung des engl. "disport" = "Vergnügen" und bezeichnete ursprünglich keine verbissenen Hochleistungsaktivitäten sondern "Zeitvertreib" und "Spiel".

Aus dem Englischen kommen weiterhin der "Aufschlag" (eine Lehnübersetzung des engl. "service"), "Einstand" = engl. "deuce", "Schläger" = engl. "racket", "Vorteil" = engl. "advantage". Das engl. "offside" wurde mit "abseits" übersetzt. Sebst das einfache "Aus" ist eine Übersetzung des engl. "out". Und entsprechend engl "corner" = "Ecke", engl "halftime" wurde zu "Halbzeit", der engl. "forward" wurde zum "Stürmer", das engl. "goal" zu "Tor" und der engl. "back" zum dt. "Verteidiger". Der "Trainer" und mit ihm "trainieren" und "Training" konnten einer Eindeutschung entgehen und haben sich als Fremdwörter niedergelassen.

(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24763
(E4)(L3) http://www.goethe.de/z/50/alltag/meinung/angl07.htm
(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Sport
"Sport" war ursprünglich nur Zerstreuung ("disportare", "deportare"). Noch im Frankreich des 11.-13.Jh. war "desport" = "Erholung", "Zerstreung". Im englischen wurde dann schon Freizeitaktivitäten ausgeführt ("to disport"), die man kurz "sport" nannte. Die Deutschen machten dann im 16./17.Jh. schon "Leibesübungen" daraus.

Stadion (W3)

Das "stádion" hatte bei den Griechen anscheinend eine ganz bestimmte Grösse. Es bezeichnete ursprünglich ein Wettlauf-Längenmass von etwa 184,98 Metern.
Nach der Neudefinition ist 1 "Stadion" = 1 km.

T

Tortour de France

(ein kleines Wortspiel)

Trikot, tricot, tricoter, tricotine (W3)

(E?)(L?) http://www.stofflexikon.com/trikot/1071/trikot.html
"Trikot" geht zurück auf frz. "tricoter" = "stricken".

Die weitere Herkunft ist unsicher. Dennoch drängen sich mir folgende Überlegungen auf:

Meines Wissens strickt man in der Regel mit drei Nadeln und so dürfte es sich hier um irgendeine "Dreiergeschichte" handelt.
Das frz. "côte" = "Küste", "Rippe" findet man z.B. in frz. "coter" = "notieren", das also "am Rand vermerken" bedeuten könnte.
Und so wie "Kot" (ahd. "quat" = "Ausscheidung") und "Scheiße" (= "Abgeschiedenes") und "Scheit" (= "abgetrenntes (Holzstück))" alle irgendwie zusammenhängen, könnte es sich beim Stricken also um "(hantieren mit) drei (Holz-)Scheiten" handeln.
Das frz. "coterie" bedeutet z.B. "exklusiver Kreis", "Clique", also "abgeschiedene (Gruppe)".
Übrigens: Die frz. "côte" und die dt. "Küste" "scheiden" Land und Wasser voneinander.

Das "Trikot" könnte also der "mit drei Holznadeln ("Holzscheiten") hergestellte Stoff" sein. Und aus diesem Stoff wurden dann, je nach Muster, "Erkennungsmerkmale zum Anziehen".

Diejenigen, denen das alles zu weit hergeholt scheint, mögen eine bessere Wortgeschichte beisteuern.

(E2)(L1) http://www.bartleby.com/61/22/T0352200.html
Bei "Bartleby" wird "tricot" auf ein idg. "*streig" zurückgeführt, das über lat. "stringo", "stringere" = ""streifen", "leicht berühren", "abstreifen", "straff anziehen" in vielen englischen Wörtern zu finden ist:
"strain", "strait", "stress", "stretto", "strict", "stringendo", "stringent"; "astringent", "constrain", "distrain", "distress", "prestige", "restrain", "restrict".

Damit ergibt sich ein direkter Zusammenhang zwischen "tricoter" aus einem ehemaligen "estrique". Daraus wurde frz. "tricoter" und dt. "stricken". Und beides hängt mit "streichen" zusammen. - Und meine schöne "Küsten-Theorie" ist dahin. - Oder gibt es dazu doch noch einen tieferen Zusammenhang? - Immerhin war ein Vorfahre von "tricot" ("trique" = "stick" = "Scheit", "Holz") ein "Holzscheit, der zum glattstreichen (zum Abmessen) von Korn benutzt wurde.

(E?)(L?) http://www.bartleby.com/61/23/T0352300.html
tricotine

(E?)(L?) http://www.bartleby.com/61/roots/IE506.html
idg. "streig-"

(E1)(L1) http://www.etymonline.com/index.php?search=tricot
tricot

(E?)(L?) http://www.ids-mannheim.de/kt/30000wordforms.dat
Dass "Trikot" und "Trikots" vielbeschäftigte Worte sind, sieht man schon daran, dass sie zu den 30.000 häufigsten Wörtern gehören.
Und dann gibt es noch eine grosse Familie von Abkömmmlingen des "Trikots".

(E?)(L2) http://www.3sat.de/nano/cstuecke/33919/
Trikottext

(E6)(L?) http://tour.ard.de/tour/allgemein/lexikon/
Bergtrikot | Gelbes Trikot | Gepunktetes Trikot | Grünes Trikot | Maillot Jaune (= Gelbes Trikot) | Regenbogentrikot | Virtuelles (Gelbes) Trikot | Weißes Trikot

(E?)(L?) http://www.eckball.de/trikot/
Kommerzielle Website mit historischen Fußballtrikots verschiedener Länder und Vereine aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren

(E6)(L?) http://www.stofflexikon.com/
Diagonaltrikot | Längstrikot | Netztrikot | Plüschtrikot | Quertrikot | Quertrikotbindungen | Trikot | Trikotagen | Trikotine | Vigognetrikot

(E?)(L1) http://www.wasistwas.de/


Und schließlich gibt es noch die interessanten "Trikots", die "Untertrikotagen" = "Dessous".

Treidelpfad, traktieren, Trailer, Traktat, Traktor, trainieren, train, Trakt, Trainee, Trainingsanzug, Kontraktion, Kontrakt, Subtraktion, Attraktion, abstrakt, Extraktion, traiter, malträtieren, trait, Porträt, traire, traite (W1)

(E?)(L?) http://www.owad.info/wav/trite.wav
Zunächst fiel mir beim "Treidelpfad" die Assoziation "treideln" / "trillern" (umgs. "drehen") ein, wonach es auf die "gedrehten" Seile zurückgehen könnte, mit denen die Schiffe vom Ufer aus gezogen wurden.
Ein Blick in die Wort-Vergangenheit lehrt uns allerdings, dass "treideln" mit engl. "trail" = "ziehen, schleppen" zusammenhängt. Demnach ist der "Treidelpfad" also der "Schlepppfad".
Damit hängt auch "traktieren" (= "schlecht behandeln, schlagen") zusammen, das auf das lat. "tractare" = "herumzerren, bearbeiten" zurückgeht.
Beim Film wird auch noch ein Stück nachgeschleppt, der "Trailer".
Und das "Traktat" ist die nachgezogene Abhandlung. Und dienten die "Traktätchen" nicht auch dazu, uns moralisch wieder nach oben zu ziehen?
In der Landwirtschaft kennt man noch den "Traktor", den "Schlepper".
Auch im Sport kommt man ohne "schleppen" nicht aus; oder warum "trainieren" die Sportler permanent? Immerhin haben sie es nicht so schwer wie der engl. "train", der schon einiges mehr zu schleppen hat. Und ausserdem können sie sich in den lang-"gezogenen" "Trakten" der "Trainingslager" erholen.
Während nun der "Trainer" andere zum "Schleppen" bringt wird der "Trainee" durch alle Abteilungen eines Unternehmens geschleppt, um die Firma kennen zu lernen.
Der "Trainingsanzug" ist mittlerweile allerdings zum Hausanzug verkommen. Dort schleppt man sich nur noch von der Couch zum Kühlschrank.
Weiter gehört hierher die "Kontraktion" = "Zusammenziehung" und der "Kontrakt", der Vertrag, der zwei "Kontrahenten" zusammenbindet.
Aber was man zusammenziehen kann kann man auch auseinanderziehen. Und so gibt es auch die "Subtraktion" (eigentlich "Herunterziehung"), die den Schulanfängern so viel Freude bereitet. Dabei gäbe es ausserhalb der Schule viel interessantere "Attraktionen", die einen magisch anziehen.
Und wenn man jetzt von all diesem absieht (und alles "abzieht"), wenn man sich nur noch auf den Kern der Sache konzentriert, dann wird es "abstrakt". (Das Gegensatzpaar "abstrakt" - "konkret" wurde übrigens von dem Römer Boethius in die Philosophie eingeführt.)
In der Marmelade möchte ich allerdings keine Kerne, da schmeckt mir die "Extraktion" (d.h. der herausgezogene und verdickte Saft) besser.
Das lat. "trahere" = "ziehen" hat aber auch im Französischen seine Spuren hinterlassen. Da gibt es z.B. "traiter" = "behandeln", das u.a. das deutsche "malträtieren" = "schlecht behandeln" nach sich zog.
In diese grosse Familie gehört auch "le trait" = "der Charaker-/Gesichtszug", der in einem "Porträt" (frz. "portrait") ans Licht der Öffentlichkeit gezogen wird.
Sicher sind noch viele Begriffe durchs Schleppnetz (lat. "tragula") gegangen; aber wir haben "treideln" nun genug gemolken (frz. "traire"), (frz. "la traite" = "das Melken").

Hier könnte auch das engl. "trite" passen: "trite" means "lacking power to evoke interest through overuse or repetition"; "boring"; "not fresh or original" = "abgedroschen", "banal", from lat. "tritus", from past participle of "terere" = "to rub", "wear away" (Date: 1548).

Auch "Tantra" könnte hierher passen.

tsz-salzgitter - Das Tanzsportlexikon - Lexikon der Tänze

(E?)(L?) http://www.tsz-salzgitter.de/
(E?)(L?) http://www.tanzsportzentrum-braunschweig.de/tsz/Tanzsportlexikon/Lexikon1.htm
Was verbirgt sich hinter Letkiss, Polka, Quadrille, Soca und Walzer?

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A

Augustin, Eduard / Keisenberg, Philipp von / Zaschke, Christian
Fussball unser

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Ledereinband: 192 Seiten
Verlag: Süddeutsche Zeitung; Auflage: 1 (Oktober 2005)
Sprache: Deutsch

Aus der Amazon.de-Redaktion
Wer während der Zugfahrt diese Schrift aufschlägt, wird von anderen Reisenden wie ein Gläubiger angeblickt. Denn das Fußball unser sieht wie ein edles Gebetsbuch aus. Tatsächlich geht es in dieser fabelhaften Fußball-Bibel um heilige Rasen, mehr oder weniger entrückte Spieler, Glaubensbekenntnisse von und zu Vereinen sowie himmlische Tore. Lediglich Maradonas Hand Gottes fehlt.

„I hope we have a little bit lucky“, offenbarte Lothar Matthäus bei seinem Antritt bei den New York Metro Stars. Doch wahrhaft glücklich sei, wer diese Schrift studiert. Denn Leser erfahren darin, warum im Jahr 2042 ein neuer WM-Pokal her muss, was Kondome mit Fußball zu tun haben, wie eine Möwe ein reguläres Tor schoss - und wann die Bayern einmal Milchkalbrücken mit Salbei serviert bekamen. Von welchen Marken die Ausgeh-Anzüge der Bundesliga-Spieler stammen, interessiert eingefleischte Anhänger womöglich weniger.

Sportreporter sollten sich auf alle Fälle das Torhüter-Schaubild zum Thema „Winkel verkürzen“ ansehen. Denn dann würden Kommentatoren nach Toren per Heber nicht fälschlicherweise behaupten, der Torwart stünde zu weit vor dem Kasten. Was viele Heber wiederum gefährlich macht - dahinter verbirgt sich die Magie des erklärten Magnus-Effekts.

Inhaltlich erinnert dieses Sammelsurium von teils seriösen, teils verrückten Fakten und Sprüchen an das zwei Monate früher erschienene Taschenbuch "Fast alles über Fußball". Einige Parallelen zeugen davon, dass das Reich des getretenen Leders nicht unendlich viel Substanz besitzt. Im Vergleich unschlagbar macht Fußball unser der kreative Einband samt Titel, den man nur ungläubig bestaunen kann. Auch deshalb ist diese Fußball-Bibel ein Schuss ins Kreuzeck. Und als Geschenk erweist sich das schwarze Buch mit Goldrand ebenso als göttlicher Volltreffer.
Herwig Slezak

Kurzbeschreibung
Nach einem recht oft hervorgekramten Zitat des Fußballers Adi Preißler ist alle Theorie grau, „maßgeblich ist auf dem Platz“. Das stimmt natürlich nicht. Auf dem Platz ist das eine, aber der Fußball entfaltet seinen Zauber erst, wenn man von ihm erzählt. Von Torhütern, die erstaunlich viele Tore geschossen haben. Von Spielern, die den Verstand verloren haben. Von der genauen Zusammensetzung einer Stadionwurst, von den Zeiten, als mit Schädeln gespielt wurde und von der mittlerweile unüblichen Praxis der Ballgewinnung durch Enthauptung. Dabei ist die Anekdote dem Fußball ebenso nah wie die Liste, sei es eine Aufzählung rauchender Profis oder der Frauen, die George Best verlassen haben, seien es kirgisische Rekordmeister aus der Stadt Frunze oder die erstaunlichen "Beinamen türkischer Klubs", oder sei es ein sehr genauer Überblick über die Mannschaftsbusse der Bundesligisten, inklusive PS-Zahl und vor allen Dingen Länge. Es gibt so viel wunderbares Wissen, das den Fußball umgibt; Wissen, das arg verstreut an den Rändern des Spiels liegt, Wissen, das unentdeckt im seinem Innern schlummert, Wissen, das es zu einer Freude macht, an dieses im Grunde so einfache Spiel zu glauben. Und wie das so ist, mit dem Wissen, von dem man nichts wusste: Es ließ sich prima ohne leben, aber mit lebt es sich sogar noch besser.


B

Biermann, Christoph
Fast alles über Fußball

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3462036394/etymologetymo-20
Broschiert: 200 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1 (September 2005)
Sprache: Deutsch

Aus der Amazon.de-Redaktion
"Das war eine Schutzschwalbe", erklärte Andi Möller, als er sich im Strafraum fallen ließ. Geschichten wie diese erfahren Fans in Fast alles über Fußball. Dort wartet ein Sammelsurium von verrückten Fakten, starken Statistiken und tollen Tabellen. Bekanntes wie „Die höchsten Niederlagen der Nationalmannschaft“ begegnet dem Leser genauso wie das ungewöhnliche Manifest der Ultras. Da die besten Bundesliga-Aufsteiger neben den WM-Sponsoren von 2006 stehen, helfen beim Rauspicken der Infos Sportskamerad Zufall und das Glossar.

Christoph Biermann präsentiert sich als wahrer Fußball-Kenner. Sein Buch ist genau das richtige für Fans, die ins Detail vorstoßen wollen. Oder wussten Sie, dass Ex-HSV-Torwart Rudi Kargus nach seiner Fußball-Karriere Kunstmaler wurde? Und welche Verletzungsserie Mehmet Scholl genau hinlegte? Oder dass in Buenos Aires 37 Profivereine auflaufen? Und wie die FIFA-Weltrangliste ermittelt wird? Neben Wissenswertem begegnet dem Fan auch manch weniger wichtige Info, beispielsweise eine Liste mit Fußballern, die Tiernamen tragen.

In diesem handlichen Taschenbuch steht alles schwarz auf weiß. Auf über 200 Seiten präsentiert Sportjournalist Biermann ein ungeheuer fleißig zusammengetragenes, kunterbuntes Allerlei. Naturgemäß muss man viele Fakten nicht wirklich wissen. Aber wer Fußball für die schönste Nebensache der Welt hält - auf den üben diese wundersamen Details einen magischen Reiz aus. Und wenn das WM-Fieber ausbricht, gilt das erst recht.
Herwig Slezak

Kurzbeschreibung
Die Fußballtabelle ist die Mutter aller Listen. In der Kindheit hilft sie uns, die Welt zu ordnen. Danach wollen wir immer noch mehr davon: Torjägerlisten, Spielerstatistiken und all das andere wunderbar überflüssige Fußballwissen, das seine Schönheit weitgehend aus sich selbst bezieht. »Fast alles über Fußball« ist ein Fest dieser Schönheit. Niemand muss die Trainer mit mehr als 100 Länderspielen kennen oder die Namen der WM-Bälle. Im Gegenteil, der Zauber ergibt sich erst aus der Zwecklosigkeit dieses Wissens. Schnellste Tore, Platzverweise und Hattricks, längste Siegesserien und meiste Tore von Defensivspielern findet man hier neben einer Fülle von Rekorden und historischen Fehlleistungen. Schön, dass man auch wissen darf, "welche Fußballklubs nach Personen benannt" sind und "welche Vereine Tiere im Wappen haben". Man erfährt von den am höchsten gelegenen Stadien und solchen am Fluss. Luxemburgs langes Leiden wird so wenig verschwiegen wie die Erfolge der baskischen Nationalmannschaft 1939 in Mexikos Fußballliga. Endlich werden die Rekordmeister aus Aruba und Bangladesh genannt so wie alle Nationalspieler aus Gelsenkirchen. Seltsame Elfmeterschießen und eigenwillige Fußballlieder sind neben der legendären Rede von Giovanni Trapattoni dokumentiert. Man kann es weit treiben mit solchen Erforschungen. Hier wird es sehr weit getrieben, und das liefert den Stoff für lange Fußballabende unter Freunden.


Brucker, Bernd
Die besten Fußballersprüche

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(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3809418285/etymologety0f-21
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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3809418285/etymologetymo-20
Gebundene Ausgabe: 143 Seiten
Verlag: Bassermann (September 2005)
Sprache: Deutsch

Kurzbeschreibung
Unser Beitrag zur WM 2006 in Deutschland!
Ob Sportschau, Live-Übertragung eines Fußballspiels im Fernsehen oder Sportnachrichten - die oftmals witzigen Kommentare der Moderatoren, die flotten Sprüche der Trainer oder die ach so intelligenten Aussprüche der Spieler selbst erheitern die Nation. In diesem Band sind nun endlich einmal alle geistreichen Ergüsse aus der Welt des beliebtesten Sports der Deutschen zusammengetragen.

Über den Autor
Bernd Brucker ist Jahrgang 1969. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik in Augsburg und Kunstgeschichte in Vancouver, Kanada, arbeitete er in einer Werbeagentur im Allgäu. Seit 2002 ist er freier Autor und Texter in Augsburg.


C

D

E

Eisenhuber, Günther
Sprechen Sie Fußball?
Die schönsten Sprachfouls

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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3701714495/etymologetymo-20
Broschiert: 62 Seiten
Verlag: Residenz; Auflage: 1 (Februar 2006)
Sprache: Deutsch

F

G

Geyersbach, Ulf
Fußballdeutsch

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3548372015/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548372015/etymologety0f-21
(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3548372015/etymologetymo-21
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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3548372015/etymologetymo-20
Broschiert: 240 Seiten
Verlag: Ullstein Tb (Mai 2008)
Sprache: Deutsch

Aus der Amazon.de-Redaktion
Die WM naht, und wer jetzt kein Buch schreibt, wird lange keins mehr schreiben. Das wird sich auch Ulf Geyersbach gedacht haben, und so hat er dem Ullstein-Verlag ein Buch zum Thema Fußballdeutsch vorgeschlagen. Leider „eröffnet“ dieses nicht, was der Klappentext verspricht: nämlich „ein unverhofft komisches Seitenkabinett unserer Arbeitssprache“.

An Sammlungen lustiger Kickersprüche herrscht wahrlich kein Mangel: Sie heißen "Fußball-Deutsch / Deutsch-Fußball", "Vom Feeling her ein gutes Gefühl" oder "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs". Doch Geyersbach begnügt sich nicht mit der Ausstellung hohler Reporterphrasen und atemlosen Nach-Abpfiff-Gestammels - nein, er ist in sprachkritischer Absicht unterwegs. Der Leser soll sich nicht nur delektieren, sondern auch noch was lernen über die Verhunzung der deutschen Sprache: Der Autor lässt tief blicken.

Und das klingt dann so: „Feinmechaniker: Ein solcher zu sein ist geschenkt laut DER SPIEGEL Zinedine Zidane, ihm ‚der den Ball behandelt wie der Vogelfreund das rohe Storchenei’. Was, wenn wir das volltönige Bild recht verstehen, heißen soll, daß Herr Zidane ein Vogelfreund ist; und als solcher Liebhaber roher Storcheneier. Und nebenher einer, der den Ball, das Runde, handhabt wie andere das Ei, das Elliptische. Werter SPIEGEL, hast uns ein höchst feinmechanisches Storchenei ins Fußballnest gelegt.“

Leider sind auch die anderen Einträge nicht witziger. Dabei ist die Idee, Formulierungen wie „ein Spiel lesen“, „etatmäßige Sturmspitze“ oder „ein kompletter Fußballer“ mal nach allen Regeln der Kunst auseinanderzunehmen, ja durchaus gut. Nur sollte man das entweder demonstrativ humorlos tun (der komische Effekt stellte sich dann nämlich von alleine ein) - oder aber: mit leichter Hand lustig vom Leder ziehen. Das hier ist leider ziemlich bemüht gelehrt-originell: Ein Eigentor: „Sprachlich schöner als dieses egomanisch befärbte Selbsteln klingt im -> Umfeld inflationärer Selbstverwirklichung, gar Selbstverliebtheit - und erst Selbstidentität, ja Selbstmörderei - das Selbsttor; das eigens geschossene sowieso.“
Axel Henrici

Kurzbeschreibung
Fußball ist einfach: Der Ball ist rund und muß ins Eckige. Anders das Fußballdeutsche, ein unverschuldet komisches Seitenkabinett unserer Alltagssprache, das dringend einer Besichtigung bedarf. Pünktlich zur Weltmeisterschaft 2006 erscheint das maßgebliche Lesebuch und Nachschlagewerk rhetorischer Spitzenleistungen, das Ballkompendium für Anfänger und Fortgeschrittene.

Die Sprechblasen der Kicker, die Phrasen der Kommentatoren, die Wortblößen der Analysten und Literaten – sie alle drücken, dribbeln, drängen in den Wortschatz des Fußballdeutschen. Aus dem Fundus der Wortblüten und Verbalexzesse, aus den lieblichsten Sprachverzierungen und scheußlichsten Satzverhunzungen wird das Wörterbuch neudeutscher Fußballhöhen und -niederungen. Paßgenaue Maßarbeit – ein spaßiges Lesevergnügen für alle Freunde intelligenter Sprachkritik, für neugierige Ballartisten und fußballnärrische Sprachlaien gleichermaßen.


H

I

J

K

Kauderwelsch Dictionary
Yildirim, Kaya
Fußball-Wörterbuch in 7 Sprachen

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3894163720/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3894163720/etymologety0f-21
(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3894163720/etymologetymo-21
(E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3894163720/etymologety0d-21
(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3894163720/etymologetymo-20
Broschiert: 158 Seiten
Verlag: Reise Know-How Verlag Rump; Auflage: 1 (Februar 2006)
Sprache: Deutsch

Über das Produkt
Wer weiß schon, was "Arbeitsfalle" auf Spanisch heißt? Oder warum der "Torraum" bei uns "5-Meter-Raum" heißt, bei den Franzosen aber "6-Meter-Raum"?

Viele Fußball-Begriffe lassen sich nicht 1:1 übersetzen. Wer auf der Tribüne gemeinsam mit unseren Gästen feiern, lästern, lachen und weinen will, braucht dieses Buch!


(E?)(L1) https://www.reise-know-how.de/buecher/kauderwelsch/fussball-buch-inhalt.html
220 Fußball-Begriffe in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Türkisch

Die Fußball-Weltmeisterschaft lockt 2006 Tausende europäischer Fußballfans in deutsche Stadien.
Wer weiß schon, was „Abseitsfalle“ auf Spanisch heißt? Oder warum der Torraum bei uns 5-Meter-Raum heißt, bei den Franzosen aber 6-Meter-Raum? Was meint der britische Fan mit „bicycle kick“ oder „nutmeg“?
Die weltweite Fangemeinde ist regional eben überaus kreativ: Viele Fußball-Begriffe lassen sich daher nicht 1:1 übersetzen.
Wer auf der Tribüne gemeinsam mit unseren Gästen feiern, lästern, lachen und weinen will, braucht dieses Buch: die 220 wichtigsten Begriffe aus dem Fußball in 7 Sprachen.
220 Stichwörter in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Türkisch, jeweils alphabetisch geordnet nach Ausgangssprache
gleichberechtigte Beteiligung von 7 Sprachen
sinngemäße Übersetzung


L

Langenscheidt
UEFA Praxiswörterbuch Fußball
Deutsch-Englisch-Französisch

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3861172909/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3861172909/etymologety0f-21
(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3861172909/etymologetymo-21
(E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3861172909/etymologety0d-21
(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3861172909/etymologetymo-20
Broschiert: 524 Seiten
Verlag: Langenscheidt Fachverlag; Auflage: 1 (1. April 2008)
Sprache: Deutsch

Über das Produkt
Das umfassende Definitionsbuch rund um den Fußball. Insgesamt rund 5.200 Fachbegriffe in den 3 offiziellen Sprachen der UEFA. Leitsprache Deutsch mit übersichtlichen alphabetischen Sprachregistern in Deutsch, Englisch und Französisch.


Ludwig, Egon
Tango-Lexikon

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3896022946/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896022946/etymologety0f-21
(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3896022946/etymologetymo-21
(E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3896022946/etymologety0d-21
(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3896022946/etymologetymo-20
Gebundene Ausgabe: 701 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (2002)

(E?)(L?) http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=944288
Der Musikjournalist Egon Ludwig geht dem Phänomen Tango mit dem gewichtigen 700-seitigen "Tango-Lexikon" (Imprint-Verlag, Berlin) auf den Grund.

(Leider ist das Lexikon nicht online abrufbar.)

M

N

Noelle, Oliver
Das runde Lexikon des Fußballs

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3426781018/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426781018/etymologety0f-21
(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3426781018/etymologetymo-21
(E?)(L1) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3426781018/etymologety0d-21
(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3426781018/etymologetymo-20
Broschiert: 240 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 1 (Mai 2008)
Sprache: Deutsch

Kurzbeschreibung
Wie hoch war der höchste EM-Sieg aller Zeiten? Wer verursachte die »Schande von Gijon«? Und wer sagte: »Ich verspreche, an die Kotzgrenze zu gehen«? Hier sind sie: · Die großen Stars und ihre besten Spiele · Die Skandale, Sensationen, Peinlichkeiten · Die witzigsten Anekdoten und die besten Sprüche Kurz, knackig und umfassend. Mit einem satten Schuss Humor - und in jedem Fall immer »ganz nah am Ball«.«

Über den Autor
Oliver Noelle, geboren 1967, arbeitet als Sportreporter und freier Journalist in Hamburg. Er hat "ein bisschen studiert" (Indologie, Jura, Philosophie), verweigerte aber standhaft das Examen, denn: "Entscheidend ist auf'm Platz". Seine Kicker-Karriere begann als Mini-Bub beim SV Henstedt-Rhen und ist noch lange nicht zu Ende: Er pflügt die linke Außenbahn bei den alten Haudegen des FC Alsterbrüder. Anders ausgedrückt: Er hat seit 30 Jahren "nix anderes im Kopp" als Fußball.


O

P

Q

R

Redelings, Ben
Ein Tor würde dem Spiel gut tun
Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten

(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3895335150/etymologety01-20
(E?)(L1) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3895335150/etymologety0f-21
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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3895335150/etymologetymo-20
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Die Werkstatt; Auflage: 1 (April 2006)
Sprache: Deutsch

Über das Produkt
"Erfolg tut nur der haben, der hart arbeiten tut." Diese Weisheit von Trainer Klaus Toppmöller nahm Herausgeber Ben Redelings wörtlich, sammelte eisern und präsentiert nun mit nicht weniger als 3.500 Zitaten die wirklich ultimative Fußball-Sprüchesammlung. Philosophisches und Klassisches von Sepp Herberger findet sich darin ebenso wie Lyrisches von Waldemar Hartmann. Und als Dreingabe legendäre Radioreportagen: beispielsweise die preiswürdige Moderation zwischen Günther Jauch und Marcel Reif bei einem Europapokalspiel, als ein Tor vor Spielbeginn zusammenbrach und der Anpfiff sich um eine Stunde verzögerte (woraus der Titel des Buches resultiert). Auch das ist einmalig: Die Zitate sind von A bis Z nach Personen geordnet. Allein Franz Beckenbauer ist zwanzig Mal vertreten u.a. mit der Erkenntnis: Die halbe Nation hat hinter dem Fernseher gestanden.


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Stemmler, Theo
Kleine Geschichte des Fußballspiels

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Gebundene Ausgabe: 138 Seiten
Verlag: Insel, Frankfurt; Auflage: 3., Aufl. (April 1998)
Sprache: Deutsch

Neue Zürcher Zeitung
Im Gegenwind
Eine kleine Fussball-Geschichte

Wer in intellektuellen Fussball-Zirkeln die Runde mit überraschenden Sätzen wie «Nicht die Azteken, sondern die Chinesen haben den Fussball erfunden» oder mit der Rezitation von Alexander Barclays Fussball-Ekloge von 1514 überraschen will, der ist mit Theo Stemmlers «Kleiner Geschichte des Fussballspiels» gut beraten. Ledig aller Skrupel methodologischer Art und nicht berührt von Zweifeln an den grossen Erzählungen, hat Stemmler einen kurzweiligen Essay vorgelegt, der die Entwicklung des Weltsports von seinen mythischen Urformen bis ins beginnende 20. Jahrhundert umreisst.

Es ist sein Verdienst, die Erkenntnisse zahlreicher Einzelstudien zum Thema zu einer Überblicksdarstellung vereinigt zu haben, ohne die anekdotische Würze, die in der Geschichte der Fussball-Vorformen so reichlich vorhanden ist, in seinem Text getilgt zu haben. Beispielsweise werden wiederholt die Bedenken gesundheitlicher Art ausgebreitet, die über Jahrhunderte hinweg das Spiel mit Ball und Fuss begleitet haben, so auch die etwas kurios anmutende Bestimmung des Braunschweiger Gründervaters Konrad Koch, der 1874 für das Wohlergehen seiner Eleven alle erdenklichen Vorkehrungen traf: «Es wird bei der Einrichtung des Spielplatzes dafür Sorge getragen, dass kein Spieler gegen den Ostwind anzulaufen hat.»

Kurzbeschreibung
Theo Stemmler erzählt die Geschichte des heute wohl populärsten Ballspiels von dessen kultischen Ursprüngen bis zur Geburt des modernen Fußballs. Er führt einen kulturhistorisch erstaunlichen Zivilisationsprozeß vor, in dem Kampflust, Spieltrieb und soziale Rivalitäten für Spannung sorgen.


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