Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
weisse Schimmel, Retronyme, Pleonasmen, Pléonasme, Pleonasm

A

akkustische Gitarre

vor der elektrischen Gitarre war eine Gitarre immer nur 'akkustisch'.

Alternative

Oft wird der Ausdruck 'eine andere Alternative' gebraucht. Da Alternative aber bereits die Bedeutung 'andere Möglichkeit' trägt, ist dies eine 'andere, andere Möglichkeit'.

B

Bischof

Der griech. "epi-skopos" war ein "Aufseher"; dieser mußte natürlich immer "skeptisch" sein = auf seine Schäfchen aufpassen (griech. "sképsis" = "Prüfung", "Bedenken"')

Hier gibt es einen "weissen weissen Schimmel": den "skeptisch blickenden Aufseher" - denn griech. "sképtesthai" heißt "schauen", "spähen", "betrachten" (also "skeptisch skeptisierender Skeptiker").

C

D

deutsches Volk

da in 'deutsch' schon 'Volk' enthalten ist, spricht man also von 'völkischem Volk'

Drehwurm

Da "Wurm" auf einen Stamm ide. "*wer" = dt. "drehen" zurückgeführt wird ist der "Drehwurm" ein "Drehdreher".

Und wenn man dabei schwindlig zu werden droht ist das kein Wunder, denn auch "werden" geht auf "wenden", "drehen" zurück. Verständlich, dass man ganz "verwirrt" wird.

E

eloquent

(E?)(L?) http://www.eloquent.de/
eloquenter Sprecher = sprechender Sprecher
eloquent : überzeugend, redegewandt, wortgewandt
pronunciation: el-o-KWENT
Date: 14th century

Etymology: Middle English, from Middle French, from Latin eloquent-, eloquens, from present participle of eloqui to speak out, from e- + loqui to speak

an eloquent speaker = "speaking speaker"

Synonyms: expressive, fluent, verbally convincing

F

Fessel
Fuss (W2)

mhd. für "das Band, das Schild und Schwert am Körper hält" Da dieses oft hinderlich war, war es ein "hemmendes Band". "Fessel" ist auch verwandt mit "Fuß". Damit ist die "Fußfessel" etwa ein "Fußfuß".

vgl. auch die Bezeichnung "Fessel" für den Teil des Pferdefußes zwischen Mittelfuß und Huf; beim Menschen Teil des Beines zwischen Wade und Fußgelenk.

G

goldenes Jubiläum

= '50ster Jahrestag'.
Ein 'Jubiläum' war vor der Begriffsverwirrung schon ein 50jähriger Jahrestag.
(siehe auch: "Jubeljahr")

H

I

J

K

L

Lindwurm
lint
*lint (W3)

(E?)(L?) http://www.eichfelder.de/kulte/roseng/linde.html

...
"Lindwurm" ist eine Tautologie, denn "*lint" bedeutet nicht Linde, sondern ebenfalls Wurm. Dennoch erscheint die sprachliche Verwandtschaft zwischen dem Wurm und der Linde als sehr auffällig.
...


M

mechanische Schreibmaschine

Vor der elektrischen Schreibmaschine war diese nur 'mechanisch'.

N

O

P

Pleonasmus (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
von lat./griech. "pleonasmós" = "Überfluss", "Übermaß", "überflüssig vorhanden sein" abgeleitete Bezeichnung für Zusammensetzung sinngleicher Wörter. Der "Pleonasmus" ist eine Verbindung von Begriffen ähnlicher oder gleicher Bedeutung. Die Verbindung liefert hierbei aber keine zusätzliche Information. Diese rhetorische Figur wird eingesetzt, um etwas stärker zu verdeutlichen und mehr Nachdruck zu verleihen.

"Pleonasmen" sind z.B. "weißer Schimmel", "kleiner Zwerg", "großer Riese", "runder Kreis", "grünes Gras" und "schwarzer Schornsteinfeger".
(© blueprints Team)

Pleonasmus, pleonasm (W3)

(E?)(L?) http://www.prismenfernglas.de/etymologie.html


(E?)(L?) http://stilmittel.gereimt.de/


(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Pleonasmus


(E?)(L?) http://www.yourdictionary.com/cgi-bin/wotdarch.cgi
"Kleine Zwerge", "alte Greise" und "weiße Schimmel" - nicht einmal im Märchen kann man solch ein bizarres Grüppchen antreffen. Doch schon rein sprachlich gesehen sind sie eine Unmöglichkeit, genauer gesagt eine überflüssige Verdopplung. Die Substantive "Zwerg", "Greis" und "Schimmel" enthalten jeweils als Bedeutungskomponente schon das, was mit den Adjektiven "klein", "alt" und "weiß" ausgedrückt wird.
Man spricht in solchen Fällen von einem "Pleonasmus" = "überflüssige Verdopplung", (zu griech. "pleonasmos" = "Überfluss", "Übermaß").
Solche Pleonasmen haben noch wesentlich abgefeimtere Methoden entwickelt, den "guten Stil" zu untergraben. So kann sich der sprachliche Überfluss häufig auch dadurch zeigen, dass die Bedeutung der Modalverben (dürfen, können, müssen, sollen und wollen) durch einen zusätzlichen Redeteil noch einmal zum Ausdruck gebracht wird: "Es könnte möglich sein, dass sie kommt" (richtig: "Es könnte sein, dass sie kommt"). "Er soll angeblich in Paris gesehen worden sein" (richtig: "Er soll in Paris gesehen worden sein"). "Sie dürfte es vermutlich erfahren haben" (richtig: "Sie dürfte es erfahren haben").
Nicht zuletzt bei Fremdwörtern ist das Spielchen mit den verdoppelnden Zusätzen beliebt. Eine "Prognose" ist bereits eine "Voraussage", eine "Thermalquelle" eine "warme Quelle" und das "Individuum" ein "Einzelwesen". Insofern sollten "Einzelindividuen" von "Zukunftsprognosen" für "warme Thermalquellen" besser absehen. Und solange Sie von "Fußpedalen" sprechen, kann wenigstens niemand auf die Idee kommen, im Handstand Fahrrad zu fahren oder Orgel zu spielen.

Late Latin "pleonasmus", Greek "pleonasmos"; the noun from "pleonazein" = "to be excessive".

(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,373614,00.html


(E?)(L?) http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,378129,00.html
Unter der Überschrift "Zweifach doppelt gemoppelt" und "Guckst du fernsehen?" findet man beim "Zwiebelfisch" viele weitere Beispiele von Pleonasmen.

Q

R

Retronym (W3)

"Retronym" ist ein Wortpaar (Adjektiv - Substantiv), das durch eine Bedeutungsänderung des Substantivs entstanden ist (oftmals durch technische Entwicklungen). Das Adjektiv wurde dann hinzugefügt, um die ursprüngliche Bedeutung wieder zum Ausdruck zu bringen.

Auf Grund technischer Weiterentwicklungen verschieben sich die Sichtweisen und so wird aus der (ursprünglich nur akustischen) "Gitarre" die "Akustische Gitarre", nachdem sie durch die "Elektrische Gitarre" (die nun "Gitarre" heißt) in den Hintergrund gedrängt wurde.

Die Bezeichnung "Retronym" gibt es seit 1980 und setzt sich zusammen aus lat. "retro-" = "rückwärts" und griech. "onoma", "onyma" = "Name", "Begriff".

Weitere Beispiele für "Retronyme" sind:

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Retronym


Erstellt: 2010-12

S

T

Tautologie (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Tautologie


U

V

W

Weisser Schimmel

Dies ist ein Ausdruck, der eine Eigenschaft doppelt bezeichnet. Auch hier gibt es ganz interessante Beispiele in unserer Alltagssprache.

X

Y

Z