Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Wohnen, Habiter, Reside

A

about
Wohnungsanzeigen - Abkürzungen

(E?)(L?) http://german.about.com/library/blvoc_wohn3.htm
The following abbreviations are among those frequently found in German online and print classified ads (Kleinanzeigen) for housing and real estate (Immobilien).

B

C

D

E

F

Fenster (W3)

Das "Fenster" geht zurück auf lat. "fenestra".

Fremde (W3)

(E?)(L?) http://qualitative-research.net/fqs-texte/3-02/3-02alsop-d.htm
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Auf der Suche nach dem Ursprung des Antonyms "Fremde" findet sich eine weitere Überraschung. Das deutsche Adjektiv "fremd" wird heute als "von auswärts stammend", "nicht heimisch", "nicht zugehörig", "unbekannt" (BRAUN et al. 1993, S.373) benutzt. Darüber hinaus umfasst das Adjektiv in seinen Ursprüngen auch Bedeutungen in Richtung "tapfer", "tüchtig" und "stark". Die Person, die aus der Fremde kommt oder in die Fremde geht, ebenso wie der Gegenstand, der aus der Fremde stammt, verweisen also auf "Tapferkeit", "Stärke" und "Kompetenz". Überraschend dagegen ist, dass feindliche Reaktionen auf Fremdes nicht in den Wortursprüngen zu finden sind. [5]
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G

Geselle (W3)

Der "Geselle" ist derjenige, der mit einem den selben "Saal" ("Wohnraum") teilt.

H

Haus, house, Scheune, Hose, Hort, Hütte (W3)

Das "Haus" bedeutete im ahd. "hus" = "das Bedeckende", "Umhüllende"; (vgl. z.B. das "Schneckenhaus")
wird gemeinsam mit eng. "house" und schwedisch "hus" auf idg. "(s)keu" = "bedecken", "umhüllen" zurück geführt. Damit verwandt sind auch die Begriffe "Scheune", "Hose", "Hort", Hütte". (vgl. auch gr. "keûthos" = "Versteck", "Höhle", "Tiefe")

hausgemacht (W3)

Mit fortschreitender Arbeitsteilung wurde die Herstellung vieler Dinge außerhalb des eigenen Haushalts erledigt. Wann jedoch der Ausdruck "hausgemacht" aufkam, um darauf hinzuweisen, dass etwas doch selbst hergestellt wurde, konnte ich bisher noch nicht herausfinden.

(E?)(L1) http://www.gourmetpedia.com/menues.php/Woerterbuch/Hausgemacht
hausgemacht | home-made | ménage | fatto in casa | hecho en casa |

(E?)(L?) http://www.hausgemacht.de/
Dem Alltagsstress entfliehen, die Hektik vergessen und “hausmachern” wie in der “Guten Alten Zeit”. Nicht nur weil es preiswerter ist, sondern weil’s Spass macht, entspannt und weil Selbstgemachtes einfach besser schmeckt, - besser als das teuerste Feinkost-Produkt je schmecken kann. Habe Sie’s schon mal probiert?

(E?)(L?) http://www.hausgemacht.tv/
Haus & Garten | Essen & Trinken | Gesund & Schön | Familie & Wohnen | Sport & Fitness | Liebe & Partnerschaft | Spaß & Unterhaltung | Urlaub & Freizeit | Auto & Technik | Sparen | Recht & Gesetz | Beruf & Karriere

(E?)(L?) http://www.teamhack.de/
Hier bekommen Sie technische Hilfe, Reparaturanleitungen sowie Detailinformation zu vielen Herstellern und Marken von Hausghaltsgeräten (Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Kaffeevollautomaten, etc.).

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Heimat, Heim, home (W3)

(E?)(L?) http://qualitative-research.net/fqs-texte/3-02/3-02alsop-d.htm
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Zur Etymologie von "Heimat" und "Fremde"

Die deutsche Sprache hat zwei Begriffe für das englische "home": "Heim" und "Heimat". Die Wurzeln beider Begriffe finden sich im Alt- und Mittelhochdeutschen, im Altenglischen, Alt-Nordischen, Irischen und Russischen. Diese Wurzeln beschreiben einen Bedeutungsumfang, der "Haus und Hof" ebenso wie "das eigene Dorf", die Quelle des materiellen Einkommens ebenso wie die Anbaufläche, als auch die gesamte soziale Umwelt aus Familie und Bezugspersonen umfasst.

Das Wort "Heimat" hat seinen Ursprung im indogermanischen Wort für "Wohnen", weist allerdings überraschenderweise auch in Richtung auf Einöde, Armut, Kleinod und Zierrat. An den Polen des Begriffes "Heimat" liegt folglich zum einen die eher schaurige Aussicht auf eine Wüste von Armut, von Vertrautem, von ewig Gleichem, zum anderen ein Verständnis von "Heimat" als Juwel des Besonderen, des Teuren und Liebgewonnenen. [4]
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Hempels - Wie bei Hempels unterm Bett (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Hier sieht's aus "wie bei Hempels unterm Bett (hinterm Sofa)" sagen wir, wenn etwas schmutzig, unordentlich oder unaufgeräumt ist. Die Wendung wird in übertragener Bedeutung erst seit 1991 gebraucht. Ihre Herkunft ist (noch) ungeklärt.
(© blueprints Team)

I

ins Fettnäpfchen treten (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Die Wendung nimmt darauf Bezug, dass früher in Bauernhäusern für die Eintretenden ein Topf mit Stiefelfett stand, damit man gleich die nassen Stiefel einreiben konnte. Wenn nun versehentlich jemand in den Topf mit dem Fett trat und Flecken auf den Dielen machte, verärgerte er die Hausfrau.
Wenn wir heute "ins Fettnäpfchen treten", dann haben wir es uns durch Ungeschicklichkeit oder durch eine unbedachtsame Äußerung mit jemandem verdorben bzw. seinen Unwillen erregt.
(© blueprints Team)

J

jemandem aufs Dach steigen (W2)

Diese Redewendung beruht auf einem rüden Brauch. Wenn die Nachbarn meinten, dass ein Mann nicht mehr den Haushaltsvorstand repräsentieren konnte, stiegen sie ihm aufs Dach und deckten es ab. Anscheinend war dieser Vrauch sogar rechtlich abgesichert.

K

L

M

N

Nest, Nesthäkchen, Nesthocker
Sich ins gemachte Nest zu setzen (W3)

Das "Nest" ist - was man dem kurzen Wort nicht ansieht - eine Zusammensetzung, und zwar aus "nieder" und "setzen" und bezeichnete ursprünglich eine "Stelle zum Niedersitzen".

Das "Nest" kommt u.a. vor in "Nestwärme", "Liebesnest", "Sich ein Nest bauen", "Ins Nest gehen", "im Nest bleiben", "nicht aus dem Nest kommen".

(E?)(L?) http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1158882,00.html
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"Sich ins gemachte Nest zu setzen" kommt in einer kuriosen Redewendung, die aus dem 18. Jahrhundert stammt, zum Ausdruck: "Er tut es nicht um den Vogel, er tut es um das Nest." Er, das war ein tüchtiger Handwerksgeselle, der die Witwe oder die Tochter des Handwerksmeisters heiratete und so den Betrieb übernehmen konnte, weil der Meister keinen Sohn hatte.
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"Nesthäkchen" ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Es ist die Bezeichnung für das jüngste und meist auch verwöhnteste Kind in einer Familie. Das "-häkchen" hat übrigens nichts mit "Haken" zu tun, es kommt vielmehr von "hocken".
Ein "Nesthocker" jedoch ist ein in schwachem Zustand geborenes Tier, das ganz besonderer Pflege im Nest bedarf.
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Der "Nestbeschmutzer" ist ein Mensch, der entweder über die eigene Familie oder ihre Firma herzieht und sie auf diese Weise in Misskredit bringt.
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O

P

Parkett (W3)

Das "Parkett" geht auf frz. "parquet" zurück und ist die Verkleinerungsform von "parc" = "Park". Dieser geht auf ein lat. "parricus" = "Gehege" zurück, das eine galloromanische Wortbildung ist. Im Grunde ist das "Parkett" also ein "kleiner Raum mit einem Holzzaun".

(E?)(L?) http://www.learn-line.nrw.de/angebote/geometrie/medfoy/soft/tess.zip
Download eines interaktiven Programms zur Konstruktion von Parkettierungen à la Escher.

Q

R

S

T

Tür, Tor (W3)

Die "Tür" hat zwar schon ein paar Umformungen durchgemacht (u.a. vom Pluralgebrauch zum Singualrgebrauch), hat aber außer dem Bedeutungsinhalt "Tür", "Torflügel", "Pforte" und der Verwandtschaft mit "Tor" nicht viel zu bieten.

(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=300202


(E3)(L1) http://www.textlog.de/3009.html
(E?)(L1) http://www.wasistwas.de/
"Draußen vor der Tür": Ein Stück Trümmerliteratur

U

V

W

wohnen, gewöhnen, gewohnt sein, gewinnen (W3)

(E?)(L1) http://margarete.meggle-freund.de/diss/
(E?)(L1) http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-4131/diss-meggle.pdf
a) Wissenschaftliche Wohndefinitionen

Schon im Wort "Wohnen" ist ein breites Bedeutungsfeld angelegt. Es leitet sich aus dem althochdeutschen "wonên" ab. Seine Urbedeutung ist laut Deutschem Wörterbuch "gern haben", "wünschen". In Bedeutung und Gebrauch kommen dann noch die Elemente des Behaglichen / Geruhsamen hinzu. Mit "zufrieden sein" hat der Ablaut "sich gewöhnen" und "gewohnt sein" zu tun. Und auch die Bedeutungen "verweilen", "bleiben", "sein" und eine Ortsbindung in der Bedeutung "seinen Wohnsitz haben" kommt dem Wort "wohnen" in seiner Bedeutungsgeschichte zu.

- Martin Heideggers philosophischer Wohnbegriff

Auf die Etymologie stützt auch Martin Heidegger 1951 seine philosophischen Überlegungen zum Wohnen und Bauen. Dabei geht er vom Begriff "Bauen" aus. Er bedeutet ursprünglich "Wohnen". Von daher kommt er zu einer weiten Definition von "Wohnen", die das Wesen des Menschen in seinem Sein umfasst:
„Die Art, wie du bist und ich bin, die Weise, nach der wir Menschen auf der Erde sind, ist das "Buan", das "Wohnen". Mensch sein heißt: als Sterblicher auf der Erde sein, heißt: "wohnen". ... Beide Weisen des Bauens - "bauen" als "pflegen", lateinisch "colere", "cultura", und "bauen" als "Errichten von Bauten", "aedificare" - sind in das eigentliche "Bauen", das "Wohnen", einbehalten.

Wohnen, in diesem Sinne verstanden als das "schonende" Sich-Einordnen des Menschen in eine größere Ordnung (das "Geviert aus Erde, Himmel, Göttlichen und Sterblichen"), lässt sich einbeziehen in den oben beschriebenen Kultivationsprozess. "Wohnen" als "Sein" fasst das Totalphänomen. Martin Heidegger gibt dem "Wohnen" damit einen ganz zentralen Stellenwert: Er sieht es als Kernpunkt des "Seins". Sein Vortrag schließt mit der Forderung "aus dem Wohnen [zu] bauen und für das Wohnen [zu] denken." Das kann einen Bezugsrahmen für die empirischen Analysen abgeben, sich vom Wohnen her menschlichem Sein zu nähern.

aus:

Zwischen Altbau und Platte: Erfahrungsgeschichte(n) vom Wohnen.
Alltagskonstruktion in der Spätzeit der DDR, am Beispiel der Sächsischen Kleinstadt Reichenbach im Vogtland
Dissertation
Margarete Meggle
541 PDF-Seiten


(E?)(L?) http://home.arcor.de/sc/schumacher-joern/fenster/wohnen.htm
Mhd. "wonen", ahd. "wonen" = "sich aufhalten", "bleiben", "wohnen", "gewohnt sein", got. "unwunands" = "sich nicht freuend" (verneintes erstes Partizip), aengl. "wunian" = "bleiben", "wohnen", "gewohnt sein", aisl. "una" = "Behagen empfinden", "zufrieden sein", "bleiben" gehören zu der unter "gewinnen" dargestellten idg. Wurzel. Die eigentliche Bedeutung des Verbs ist demnach "nach etwas trachten", "gern haben", woraus sich die Bedeutungen "Gefallen finden", "zufrieden sein", "sich gewöhnen" (vgl. "gewohnt") und schließlich die heute allein bestehende Bedeutung "wohnen", "sich aufhalten" entwickelt haben.

Demnach haben "wohnen", "gewöhnen" und "gewinnen" alle eine gemeinsame Wurzel.

X

Y

Z