Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Wortart, Clase de Palabra, Catégorie grammaticale, Parte del Discorso, Part of Speech
Adjektiv, Adjetivo, Adjectif, Aggettivo, Adjective

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plötzlich (W3)

Das Adjektiv dt. "plötzlich" (engl. "abruptly"), spätmhdt. "plozlich" ist eine Bildung zu älterem dt. "Plotz" bzw. dt. "plotzen". Das eher seltene Verb dt. "plotzen" basiert auf dem kaum noch gebrauchten dt. "Plotz", spätmhdt. "ploz" = dt. "klatschender Schlag", "dumpfer Fall", "Stoß". Die lautmalerische Wortbildung findet man noch in dem umgangssprachlichen Verb dt. "plotzen" = dt. "rauchen", "stoßweise rauchen", aber auch als "anstossen" von Obst, das zu faulen Stellen führt. Eine dritte Bedeutung ist dt. "hart arbeiten".

Die passende "Übersetzung" für dt. "plötzlich" wäre also dt. "schlagartig".

Adelung schreibt dazu:


1. Der "Platz", des -es, plur. die -e, und Plätze, ein Wort, welches eine unmittelbare Nachahmung desjenigen Schalles ist, welchen ein platter schwerer Körper macht, wenn er auf den Boden fällt, wenn ein Körper "platzet", d. i. durch innere Gewalt zersprenget wird, wenn die mit Heftigkeit eingepreßte Luft einen plötzlichen Ausgang gewinnet, und ihn andern Fällen mehr; welchen Schall man auch als eine bloße Interjection auszudrucken pflegt. "Platz! da lag es." "Platz! da sprang es von einander." Noch häufiger aber in Gestalt eines Hauptwortes; Plur. "Platze".

Das Gewehr ging los und that einen heftigen Platz. Mit einem Platze zerspringen. Das gab einen Platz. Ich hörte einen Platz. (S. "Platzen".)

Figürlich bedeutet es auch, theils einen Schlag mit einem platten, d. i. breiten Werkzeuge, einem einen Platz auf den Hintern geben, wo es im Plural auch die Plätze hat, theils die Geschwindigkeit, weil der Schall dieser Art selbige allemahl voraus setzt; doch nur in der im gemeinen Leben üblichen R. A. "auf dem Platze", d. i. "den Augenblick", wofür auch "auf den Plotz", "auf dem Plutz" üblich sind, S. das erste.

Nach einer noch weitern Figur ist im Forstwesen, der Platz, plur. die Plätze, diejenige Stelle an einem Baume, wo die Rinde und zugleich etwas Holz von demselben ausgehauen worden, zum Zeichen, daß der Baum verkauft ist, oder daß er gefället werden soll; wo zunächst gleichfalls auf den Schall gesehen wird, welchen dieser Hieb mit der Axt verursacht. S. "Abplätzen" und "Anplätzen".

Anm. Für "Platz", so wohl wenn es einen Schall, als auch wenn es einen Schlag bedeutet, ist auch "Platzer", und von einem kleinern und schwächern Schall oder Schlage auch "Plätzer" üblich, ( S. dasselbe.) Im Nieders. lautet dieses Wort "Platz", und da bedeutet es auch einen Fall, selbst in den figürlichen R. A. "zu Plasse kommen", "zu Falle kommen", "übel anlaufen", "zu Plasse bringen", "zu Falle bringen", "stürzen". "Plautz", "Plotz", "Plutz", sind auch in den gemeinen Sprecharten gangbar, gröbere Platze auszudrucken, so wie "Plitz" zuweilen gebraucht wird, einen schwächern zu bezeichnen. Dieses unmittelbar von der Natur copirte Wort ist übrigens das Stammwort von "Blatt", "platt", "Platte", dem folgenden "Platz", und allen übrigen dieses Geschlechtes, wo es solche Dinge bezeichnet, welche wegen ihrer eigenthümlichen Beschaffenheit fähig sind, diese Art des Schalles hervor zu bringen.

2. Der "Platz", des -es, plur. die Plätze, Diminut. das Plätzchen, Oberd. Plätzlein, ein "platter, d. i. breiter, ebener und dünner Körper", und ein "breiter und ebener Theil der Erdfläche".

1. Ein platter, d. i. breiter, ebener und dünner Körper; in welchem Falle es doch nur noch in Einem Falle gebraucht wird, da in andern "Platte" und "Blatt" üblicher sind. Ein platter, d. i. breiter und ebener Kuchen, heißt in vielen Gegenden ein "Platz", und in andern ein "Fladen". Ein "Eyerplatz", ein "Eyerkuchen", "Osterplatz", "Osterkuchen" oder "Osterfladen". Die "Zuckerplätzchen" oder "Zuckerplätzlein" sind kleine dünne Kuchen dieser Art von Zucker, Mehl und Eiweiß. Im Böhmischen "Placek", im mittlern Lat. "Plaitia". Es ist mit "Fladen" und dem Lat. "Placenta" Eines Geschlechtes, ohne eben von dem letztern abzustammen.

2. Ein platter, d. i. breiter, ebener Theil der Erdfläche.

1) Eigentlich, ein breiter, ebener oder geebneter Theil der Erdfläche, so fern gewisse Handlungen darauf vorgenommen werden sollen, und welcher ehedem auch der Plan genannt wurde. Ein freyer Platz, welcher mit nichts besetzt ist, ingleichen, welcher durch nichts eingeschränkt wird. Ein schöner ebener Platz. Ein grüner Platz. Öffentliche Plätze, dergleichen z. B. die Marktplätze sind. Ein bedeckter Platz vor einem Hause. Ein Gartenplatz, so fern ein Garten auf demselben angeleget werden soll. Der Marktplatz, Spielplatz, Richtplatz, Musterplatz, Sammelplatz, Schauplatz, Schießplatz, Tanzplatz, Fechtplatz, Kirchplatz, Tummelplatz, Kampfplatz, Wahlplatz, Schlachtplatz u. s. f. welche letztern zuweilen auch nur schlechthin Platz genannt werden. Auf dem Platze bleiben, auf dem Kampfplatze, im Gefechte, in einem Handgemenge getödtet werden. Gleich auf dem Platze seyn, eigentlich, gleich auf dem Kampfplatze, und figürlich, gleich zu etwas bereit seyn. ( S. auch Plan.) Im Forstwesen einiger Gegenden ist der Platz ein bestimmter Theil der Erdfläche mit dem darauf befindlichen geschlagenen Holze. Funfzehn Schock Scheite machen alsdann einen Platz und vier Plätze einen Sechzig, d. i. sechzig Schock.

2) Ein von Menschen bewohnter Theil der Erdfläche, wo dieses Wort von Schlössern, Städten und zuweilen auch von Dörfern, doch nur in Rücksicht theils auf die Befestigung oder Festigkeit, theils auch auf die Handlung, gebraucht wird; im Franz. "Place", im mittlern Lat. "Placea".

(a) In Ansehung der Befestigung. Ein fester Platz. Ein offener Platz. Das Wort Ort wird auf eben diese Art gebraucht.

(b) In Ansehung der Handlung. Ein Handelsplatz, eine Stadt, ein Flecken, ein Dorf, wo Handlung getrieben wird. In einem Handelsplatze, welcher eine blühende Großhandlung und ein beträchtliches Wechselgeschäft hat, pflegen die daselbst befindlichen Kaufleute diesen Ort und der Kürze willen nur schlechthin den Platz zu nennen. Es sind keine Kaffehbohnen auf dem Platze, d. i. in dieser Stadt. Es sind jetzt viele Englische Briefe auf dem Platze. Jede Waare, welche in dieser Stadt selbst verfertiget wird, heißt alsdann eine Waare vom Platze, um sie von auswärtigen zu unterscheiden. Das Leder vom Platze gilt so viel, d. i. das hiesige Leder.

3) Derjenige Raum, welchen ein Körper mit seiner Grundfläche einnimmt, weil derselbe gemeiniglich als eine platte, d. i. breite und ebene Fläche voraus gesetzet wird, das bestimmte Verhältniß in der Reihe und Folge der auf und neben einander kommenden Dinge.

(a) Eigentlich. Vielen Platz einnehmen, eine Fläche von beträchtlichem Umfange einnehmen. Das ist mein Platz. Sich an seinem Platze setzen, stellen. Jemanden von seinem Platze vertreiben. Nehmen sie Platz, sagt man in der höflichen Sprechart, für das niedrigere, setzen sie sich nieder. Als die Zuschauer Platz genommen hatten, sich jeder auf seinen Platz gesetzet hatte. Von seinem Platze aufstehen. In andern Fällen ist Stelle, und von leblosen Dingen das sich weiter erstreckende Ort üblicher. Der Stuhl steht nicht an seinem rechten Orte, für auf seinem rechten Platze. Stolz tritt an die Stelle der Demuth und Fühllosigkeit, nimmt den Platz der Menschenliebe ein.

(b) Figürlich, die Würde, das Amt, welches jemand bekleidet, die ihm aufgetragene Verrichtung; doch nur in einigen Fällen, in welchen in der anständigen Sprechart doch auch Stelle üblicher ist. Eines andern Platz einnehmen, dessen Verrichtungen, dessen Amt übernehmen. An einen Platz kommen, an dessen Stelle. Jemanden von seinem Platze vertreiben, aus seinem Amte. Wäre ich an deinem Platze gewesen, besser, an deiner Stelle. Daher man für Platzhalter auch lieber Statthalter oder Stellvertreter sagt.

4) In weiterer Bedeutung, derjenige Theil des Raumes, welchen ein Körper mit seiner Grundfläche einnehmen kann oder soll, und in weiterer Bedeutung, derjenige Raum, welchen ein Ding einnehmen kann, oder einnehmen soll.

(a) Eigentlich. Es ist hier nur für zwey Personen Platz. Es ist kein Platz mehr da. Alle Plätze sind besetzt. Einem Platz machen, so wohl überhaupt, ihm so vielen Raum verschaffen, als er bedarf, als auch ihm weichen. Platz gemacht! Die vorige Welt, die nun der unsrigen Platz macht. Platz zu etwas lassen. In einem Briefe, in einer Schrift zu etwas Platz lassen. Ein leerer Platz, so fern er von einem andern Dinge eingenommen werden kann oder soll. Jemanden einen Platz bestellen, einen Ort, wohin er sich setzen oder stellen könne. Das nimmt mir zu vielen Platz weg.

(b) Figürlich, doch nur in einigen R. A. Eines Bitte Platz geben, sie bewilligen. Der Gnade Gottes Platz geben, sich ihren Wirkungen überlassen. So auch der Billigkeit, der Wahrheit, eines Vorstellungen u. s. f. Platz geben. Die Wahrheit findet selten Platz, wird selten angenommen und befolget. Eines Bitte Platz finden lassen, sie bewilligen. Die Wahrheit, die Vorstellungen, eines Bitte u. s. f. Platz greifen lassen, in den Kanzelleyen. Die Wörter Raum und Statt werden auf eben diese Art gebraucht.

Anm. Im Nieders. "Platz", im Holländ. "Plaats", im Schwed. "Plats", im Engl. "Place", im Franz. "Place", im Ital. "Piazza", im Pohln. und Böhm. "Plac". Es ist, wie schon oben bemerkt worden, eine bloße Figur von "1 Platz", und druckt zunächst den Begriff der Fläche und der Grundfläche aus. Das Lat. "Platea", die "Gasse", im Angels. "Plaets", ist genau damit verwandt. S. auch "Platt", "Platte", "Pflaster", "Blatt", "Breit", "Flötz" u. s. f.

1. eigentlich, den Schall nachahmet, welcher entstehet, wenn z. B. ein breiter platter Körper auf einen andern geschlagen wird, wenn ein heftiger und starker Regen schnell auf harte Körper fällt, wenn ein Körper durch eine innere Gewalt heftig ausgedehnet und plötzlich zersprenget wird, wenn die in einen engen Raum zusammen gepreßte Luft auf einmahl eine völlige Öffnung gewinnet u. s. f. diesen Schall von sich geben, verursachen, da es denn das Hülfswort haben bekommt. Ich höre etwas platzen. Es regnet, daß es platzt; Nieders. "plastern", (S. "Platzregen".) Das Holz, platzt im Feuer, wenn es im Brennen diesen Schall von sich gibt. Pulver, welches nicht platzt, nicht knallt.

2. Figürlich, da es zugleich das Hülfswort seyn bekommt.

1) Durch innere Gewalt ausgedehnet werden und plötzlich zerspringen oder zerreißen; springen, aufspringen. Es sind drey Bouteillen geplatzt. Die starken Nelkenblumen pflegen im Aufblühen gern zu platzen, wo man es auch prassen nennet. Die Blase platzt, wenn sie zu sehr ausgedehnet wird. Die Kastanien platzen auf den Kohlen, wenn sie nicht eingekerbet worden. So viel essen, daß man platzen möchte, im gemeinen Leben.

2) Mit einem dem Platzen ähnlichen Schalle in oder auf etwas treten, fallen, und nach einer noch weitern Figur, plötzlich und ungestüm zum Vorschein kommen. In den Dreck platzen. Er platzte hin, so lang er war. Er platzte, ohne sich anmelden zu lassen, in das Zimmer herein. Ingleichen unbesonnen mit etwas heraus fahren. Mit etwas heraus platzen, es plötzlich heraus sagen. Es hätte nicht viel gefehlet, daß ich losgeplatzt wäre, Weiße.

3) In einigen Gegenden ist "platzen" "prahlen", und ein "Platzer" ein "Prahler". So auch das "Platzen".

Anm. Im Nieders. "plassen", im Engl. to "plash", im Pohln. "plask". S. 1 "Platz" und "Plötzlich".

"Plätzen", verb. reg. act. welches das Activum des vorigen ist, "platzen machen", denjenigen Schall, welchen man mit "Platz" ausdruckt, hervor bringen. Wenn man mit einem Feuergewehre schießet, nicht so wohl um zu treffen, als vielmehr um diesen Knall hervor zu bringen, so plätzet man; in welchem Falle manche platzen sagen, welches doch wider die Analogie der meisten Activorum dieser Art ist. Mit der Flinte unnöthig plätzen. Ein Kind auf den Hintern plätzen, es mit der flachen Hand, oder einem breiten Werkzeuge auf dem Hintern züchtigen, gleichfalls wegen des damit verbundenen Schalles. S. "Platzer".

Der "Platzer", des -s, plur. ut nom. sing. ein oft für "1 Platz" übliches Wort, S. dasselbe.

Der "Plätzer", des -s, plur. ut nom. sing. von dem Zeitworte "plätzen", ein Schlag mit der flachen Hand, noch mehr aber mit einem platten, d. i. breiten und flachen Werkzeuge. Einem Kinde Plätzer geben, es mit einem solchen Werkzeuge, welches in Niedersachsen die "Handpatsche" heißt, auf die flache Hand schlagen. S. auch "1 Platz".

Der "Plotz", des -es, plur. inus. ein Wort, welches den Schall nachahmet, welchen ein "schwerer, platter Körper" durch einen schnellen Fall macht, und zwar einen Schall gröberer Art, als man sonst durch "Platz" ausdruckt. Am häufigsten gebraucht man es von einer großen Geschwindigkeit, doch nur in der R. A. "auf den Plotz", d. i. "den Augenblick", "sogleich", "alsobald", welche aber nur in den gemeinen Sprecharten gangbar ist. "Auf den Plotz" kann ich es nicht schaffen. In einigen Gegenden sagt man auch "auf den Plutz", in Niedersachsen "auf den Stutz". S. 1 "Platz" und "Plötzlich", welches letztere davon abstammet.

Die "Plötze", plur. die -n, eine Art Weißfische, welche sich in Flüssen, Seen und Teichen aufhalten, ungefähr eine Spanne lang werden, einen "platten, breiten Leib", weiß glänzende Schuppen und hellrothe Floßfedern haben, daher sie auch "Rothfedern" genannt werden. Sie haben ein gräthiges und weiches Fleisch. In einigen Gegenden ist es männlichen Geschlechtes, der "Plötz", des -es, plur. die -e, in andern lautet es "Bletz" und "Blötz", im mittlern Lat. "Flota". Der Nahme rühret vermuthlich von der "platten" Beschaffenheit des Körpers her, daher er zu 2 "Platz", ein "platter Kuchen", "Flötz", "Platte", "platt" u. s. f. gehöret.

"Plötzlich", -er, -ste, adj. et adv. "was auf dem Plotze ist oder geschiehet", d. i. "was unvermuthet und auf einmahl ist oder geschiehet".

Plötzlich müssen die Leute sterben, Hiob 34, 20. Ich will sie plötzlich vertilgen, 4 Mos. 16, 44. Um und um wird ihn schrecken plötzliche Furcht, Hiob 18, 11. Ein plötzlicher Fall, plötzlicher Schrecken, plötzlicher Knall, plötzlicher Sturm. Die plötzliche Erröthung ihrer Wangen. S. auch "Urplötzlich".

Anm. Im Schwed. "plötslig", im Holländ. "plotselyk". Es ist von dem vorigen "Plotz", und druckt eigentlich etwas aus, was mit einem "Platze" oder "Plotze", d. i. einem schnellen unvermuthet und auf einmahl aufbrechenden heftigen Schalle ist oder geschiehet, und daher kommt es auch, daß es häufiger von unangenehmen und gleichgültigen, als von angenehmen Veränderungen gebraucht wird, ungeachtet die letztern dieses Wort keines Wegs ausschließen. Nun aber ist ein wenig und plötzlich Gnade von dem Herrn geschehen, Esr. 9, 8. Eine plötzliche Freude. In dem 1523 zu Basel gedruckten neuen Testamente Luthers wird "blotzling" durch "gehling", "schnelliglich" erkläret. Im Nieders. ist dafür "murz" üblich, S. "Morsch".

"Urplötzlich", adj. et adv. "sehr plötzlich", "im höchsten Grade plötzlich", "so plötzlich, als man sich nur denken kann"; ein eigentlich Oberdeutsches Wort, welches aber in den neuern Zeiten auch in der höhern und dichterischen Schreibart der Hochdeutschen Platz gefunden. Urplötzlich sind der Felsen graue Rücken Zu Tempeln und Palästen ausgehöhlt, Raml. Doch ein Geräusch entsteht, die Thür wird aufgerissen, So daß sich Wirth und Gast urplötzlich trollen müssen, Haged.

Anm. "Ur" hat hier unstreitig eine intensive Bedeutung, welche es in vielen Fällen mit der Vorsylbe "er", aus welcher es entstanden ist, gemein hat. Im sechzehenten Jahrhunderte kommt im Oberdeutschen "urberdig", "urbering", in eben diesem Verstande vor.


(E?)(L?) http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/fragen.ansicht?v_kat=22&v_id=3062

"Schorn" in "Schornstein", "plötz" in "plötzlich" — Unikale Einheiten
...
"Unikale Einheiten" sind überkommene Relikte aus früheren Sprachepochen. Ehemals Wörter (mhd. "lind" "Schlange") sind sie heute als selbständige Einheiten vergessen, haben sich aber noch unikal, also vereinzelt, in Wortbildungsprodukten erhalten ("Lindwurm"). Unikale Einheiten gelten als totes Material; man kann mit ihnen eigentlich keine weiteren Wörter bilden. Im Prinzip können unikale Einheiten aber wiederbelebt werden: Dass die unikal gebundene Einheit "gall" zu german. "galen" "singen" gehört (heute noch in "gellen"), weiß nur noch der Sprachhistoriker; aber aus dem Wissen heraus, dass eine "Nachtigall" ein Vogel ist, könnte jeder Sprecherschreiber z.B. "Tagigall" bilden.

Hier eine kleine Liste unikaler Einheiten: ...


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/ahd-as-anfrk-mhd-mnd-HP/ahd+as+anfrk+mhd+mnd20140502.htm

"plots", "plotzs", mnd., Sb.: nhd. eine Bezeichnung einer Biersorte; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1598f. ("plots"); Son.: örtlich beschränkt

"plotse", "plotsze", mnd., sw. M.: nhd. breiter kurzer Degen (M.) (2), Messer (N.), Dolch; Vw.: s. suver-; Hw.: s. "plötser"; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotse"), Lü 280a ("plotze"); Son.: langes ö

"plötse", "plotze", "plottze", "plösse", "ploscze", "pletse", "pleze", "pletse", mnd., F.: nhd. "Plötze", ein Speisefisch aus der Familie der Karpfen, Rotauge, Rotfeder; ÜG.: lat. leuciscus rutilus?, leuciscus erytrophthalmus?, gobia?, albea?, gubra?; I.: Lw. obersorb. "plocica"; E.: s. obsorb. "plocica", Sb., "Plötze"?, Plattfisch; s. Kluge s. v. "Plötze"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötse"), Lü 280a ("plotze")

"plotsen"* (1), "plotzen", mnd.?, sw. V.: nhd. mit einem Degen (M.) (2) schneiden; E.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotsen"*** (2), mnd., sw. V.: nhd. "plotzen", "aufprallen"; Hw.: s. "plotslik", vgl. mhd. "plotzen"; E.: s. mhd. "plotzen", sw. V., "plotzen", "blotschen"; lautmalerisch; s. Kluge s. v. "plotzen"

"plötsenette"*, "plötsnette", mnd., N.: nhd. ein besonderes Fischnetz zum Fang von Plötzen; E.: s. "plötse", nette (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt, "plötsenetten" (Pl.)

"plötser", "plotzer", mnd., M.: nhd. kurzer Degen (M.) (2), Dolch, Messer; Hw.: s. "plotse"; E.: s. "plotse"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötser"); Son.: örtlich beschränkt, nach MndHwb 2, 1599 oder als Pl. zu "plotse"?

"plotsich"*, "plutsich", "plutsig", "plutzich", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich"; Hw.: s. "plotslik"; E.: s. "plotsen" (2), ich (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plutsich")

"plotslik", "ploslik", "plötslik, "plotzlyk", "plotslich", "ploslik", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich", "unvorhersehbar", "unvermittelt"; Hw.: s. "plotsich", vgl. mhd. "plozlich"; E.: s. "plotsen" (2), lik (3); s. Kluge s. v. "plötzlich"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik2)

"plotslike"*, "plötslik", "plutslik", "plutzlick", "pluslik", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", "unvermittelt", "unvorhersehbar"; Hw.: s. "plotsliken"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "like"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plotsliken"*, "plötsliken", "plotzliken", "plotslichen", "plotzlichen", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", "unvermittelt", "unvorhersehbar"; Hw.: s. "plotslike"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "liken" (1); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plötsnette", mnd., N.: Vw.: s. "plötsenette"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt

"plotze", mnd.?, sw. M.: Vw.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotze")

"plotzen", mnd.?, sw. V.: Vw.: s. "plotsen"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotzen", mhd., sw. V.: nhd. "plotzen", "blotschen"; Hw.: vgl. mnd. "plotsen" (2); E.: lautmalerisch?; W.: nhd. (ält.) "plotzen", V., "plotzen", schwer mit Geräusch fallen, aufstoßen, stoßen, schlagen, hauen. DW 13, 1937, vgl. DW 2, 153 ("blotzen"); L.: Lexer 376b ("plotzen")

"plotzliken", mnd.?, Adv.: Vw.: s. "plotsliken"; L.: Lü 280a ("plotzliken")

"ploz", mhd., Adj.: Vw.: s. "bloz"

"plozlich", mhd., Adj.: nhd. "plötzlich" (?); Hw.: vgl. mnd. "plotslik"; Q.: Cranc (FB "plozlich"), Köditz (1315/23); E.: s. "plotzen"; W.: s. nhd. "plötzlich", Adj., "plötzlich", DW 13, 1937


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/ahd-mhd-HP/ahd+mhd20140502.htm

"orplutslik", mnd., Adv.: nhd. "urplötzlich", "unerwartet", "ganz plötzlich"; Q.: Kantzow 102; E.: s. or (4), "plutslik"; L.: MndHwb 3=2, 1184 ("orplutslik"); Son.: örtlich beschränkt, jünger, Fremdwort in mnd. Form

"pletse" (1), mnd., F.: nhd. Versammlung der Bruderschaft der Braunschweiger Wollenwebergesellen; Q.: Brinckmeier 2 440; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse"); Son.: örtlich beschränkt

"pletse" (2), mnd., F.: nhd. eine Schlagwaffe, schmales Holzbrett, Pritsche; Hw.: vgl. mhd. "britze"?; Q.: Narrenschyp 119 (um 1494), Narrenschyp ed. Schröder LXXXIXv; E.: s. mhd. "britze"?, F., "Pritsche"; s. ahd. "britissa", F., Gitter; s. "bret", N., "Brett"; s. germ. "*breda-", "*bredam", st. N. (a), Brett, Tisch, idg. "*bhr?dho-", Sb., Brett, Pokorny 138; s. idg. "*bheredh-", V., schneiden, Pokorny 138, vgl. idg. "*bher-" (3), V., ritzen, schneiden, spalten, reiben, Pokorny 133, EWAhd 2, 323; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse"); Son.: örtlich beschränkt

"pletse" (3), mnd., F.: Vw.: s. "plötse"; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse")

"pletsen", mnd., sw. V.: nhd. flicken, zusammenfügen; Q.: Fastnachtsp. 78, Petreus 165 (vor 1603); E.: s. mhd. "bletzen", sw. V., flicken, vgl. "blez", M., N., Lappen (M.), ahd. "blez" 10, st. M. (a?, i?), Stück, Flicken (M.), Stücklein, Stückchen; germ. "*platja", M., Lappen (M.), Fetzen (M.); L.: MndHwb 2, 1580 ("pletsen"); Son.: Fremdwort in mnd. Form, jünger

"ploslik", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotslik"; L.: MndHwb 2, 1598 ("ploslik")

"plösse", mnd., F.: Vw.: s. "plötse"; L.: MndHwb 2, 1598 ("plösse")

"plots", "plotzs", mnd., Sb.: nhd. eine Bezeichnung einer Biersorte; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1598f. ("plots"); Son.: örtlich beschränkt

"plotse", "plotsze", mnd., sw. M.: nhd. breiter kurzer Degen (M.) (2), Messer (N.), Dolch; Vw.: s. suver-; Hw.: s. "plötser"; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotse"), Lü 280a ("plotze"); Son.: langes ö

"plötse", "plotze", "plottze", "plösse", "ploscze", "pletse", "pleze", "pletse", mnd., F.: nhd. "Plötze", ein Speisefisch aus der Familie der Karpfen, Rotauge, Rotfeder; ÜG.: lat. leuciscus rutilus?, leuciscus erytrophthalmus?, gobia?, albea?, gubra?; I.: Lw. obersorb. "plocica"; E.: s. obsorb. "plocica", Sb., "Plötze"?, Plattfisch; s. Kluge s. v. "Plötze"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötse"), Lü 280a ("plotze")

"plotsen"* (1), "plotzen", mnd.?, sw. V.: nhd. mit einem Degen (M.) (2) schneiden; E.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotsen"*** (2), mnd., sw. V.: nhd. "plotzen", "aufprallen"; Hw.: s. "plotslik", vgl. mhd. "plotzen"; E.: s. mhd. "plotzen", sw. V., "plotzen", "blotschen"; lautmalerisch; s. Kluge s. v. "plotzen"

"plötsenette"*, "plötsnette", mnd., N.: nhd. ein besonderes Fischnetz zum Fang von Plötzen; E.: s. "plötse", "nette" (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt, "plötsenetten" (Pl.)

"plötser", "plotzer", mnd., M.: nhd. kurzer Degen (M.) (2), Dolch, Messer; Hw.: s. "plotse"; E.: s. "plotse"; L.: MndHwb 2, 1599 (plötser); Son.: örtlich beschränkt, nach MndHwb 2, 1599 oder als Pl. zu "plotse"?

"plotsich"*, "plutsich", "plutsig", "plutzich", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich"; Hw.: s. "plotslik"; E.: s. "plotsen" (2), ich (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plutsich")

"plotslik", "ploslik", "plötslik", "plotzlyk", "plotslich", "ploslik", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich", "unvorhersehbar", "unvermittelt"; Hw.: s. "plotsich", vgl. mhd. "plozlich"; E.: s. "plotsen" (2), lik (3); s. Kluge s. v. "plötzlich"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik")

"plotslike"*, "plötslik", "plutslik", "plutzlick", "pluslik", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", "unvermittelt", "unvorhersehbar"; Hw.: s. "plotsliken"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "like"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plotsliken"*, "plötsliken", "plotzliken", "plotslichen", "plotzlichen", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", "unvermittelt", "unvorhersehbar"; Hw.: s. "plotslike"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "liken" (1); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plötsnette", mnd., N.: Vw.: s. "plötsenette"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt

"plotze", mnd.?, sw. M.: Vw.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotze")

"plotzen", mnd.?, sw. V.: Vw.: s. "plotsen"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotzliken", mnd.?, Adv.: Vw.: s. "plotsliken"; L.: Lü 280a ("plotzliken")

"suverplotse"*, "suverplötse", "suverplotze", mnd., N.: nhd. Messer (N.) zum Säubern von Zweigen, Messer (N.) zum Beschneiden der Bäume?; E.: s. "suver", "plotse"; L.: MndHwb 3, 631 ("suverplötse"), Lü 396b ("suverplotze"); Son.: langes ü, örtlich beschränkt


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/as-anfrk-mnd-HP/as+anfrk+mnd20140502.htm

"orplutslik", mnd., Adv.: nhd. "urplötzlich", unerwartet, ganz plötzlich; Q.: Kantzow 102; E.: s. or (4), "plutslik"; L.: MndHwb 3=2, 1184 ("orplutslik"); Son.: örtlich beschränkt, jünger, Fremdwort in mnd. Form

"pletse" (1), mnd., F.: nhd. Versammlung der Bruderschaft der Braunschweiger Wollenwebergesellen; Q.: Brinckmeier 2 440; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse"); Son.: örtlich beschränkt

"pletse" (2), mnd., F.: nhd. eine Schlagwaffe, schmales Holzbrett, Pritsche; Hw.: vgl. mhd. "britze"?; Q.: Narrenschyp 119 (um 1494), Narrenschyp ed. Schröder LXXXIXv; E.: s. mhd. "britze"?, F., Pritsche; s. ahd. "britissa", F., Gitter; s. bret, N., Brett; s. germ. "*breda-", "*bredam", st. N. (a), Brett, Tisch, idg. "*bhr?dho-", Sb., Brett, Pokorny 138; s. idg. "*bheredh-", V., schneiden, Pokorny 138, vgl. idg. "*bher-" (3), V., ritzen, schneiden, spalten, reiben, Pokorny 133, EWAhd 2, 323; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse"); Son.: örtlich beschränkt

"pletse" (3), mnd., F.: Vw.: s. "plötse"; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse")

"pletsen", mnd., sw. V.: nhd. flicken, zusammenfügen; Q.: Fastnachtsp. 78, Petreus 165 (vor 1603); E.: s. mhd. "bletzen", sw. V., flicken, vgl. "blez", M., N., Lappen (M.), ahd. "blez" 10, st. M. (a?, i?), Stück, Flicken (M.), Stücklein, Stückchen; germ. "*platja", M., Lappen (M.), Fetzen (M.); L.: MndHwb 2, 1580 ("pletsen"); Son.: Fremdwort in mnd. Form, jünger

"ploslik", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotslik"; L.: MndHwb 2, 1598 ("ploslik")

"plösse", mnd., F.: Vw.: s. "plötse"; L.: MndHwb 2, 1598 ("plösse")

"plots", "plotzs", mnd., Sb.: nhd. eine Bezeichnung einer Biersorte; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1598f. ("plots"); Son.: örtlich beschränkt

"plotse", "plotsze", mnd., sw. M.: nhd. breiter kurzer Degen (M.) (2), Messer (N.), Dolch; Vw.: s. "suverplotse"; Hw.: s. "plötser"; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotse"), Lü 280a ("plotze"); Son.: langes ö

"plötse", "plotze", "plottze", "plösse", "ploscze", "pletse", "pleze", "pletse", mnd., F.: nhd. "Plötze", ein Speisefisch aus der Familie der Karpfen, Rotauge, Rotfeder; ÜG.: lat. leuciscus rutilus?, leuciscus erytrophthalmus?, gobia?, albea?, gubra?; I.: Lw. obersorb. "plocica"; E.: s. obsorb. "plocica", Sb., "Plötze"?, Plattfisch; s. Kluge s. v. "Plötze"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötse"), Lü 280a ("plotze")

"plotsen"* (1), "plotzen", mnd.?, sw. V.: nhd. mit einem Degen (M.) (2) schneiden; E.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotsen"*** (2), mnd., sw. V.: nhd. "plotzen", aufprallen; Hw.: s. "plotslik", vgl. mhd. "plotzen"; E.: s. mhd. "plotzen", sw. V., "plotzen", "blotschen"; lautmalerisch; s. Kluge s. v. "plotzen"

"plötsenette"*, "plötsnette", mnd., N.: nhd. ein besonderes Fischnetz zum Fang von Plötzen; E.: s. "plötse", "nette" (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt, "plötsenetten" (Pl.)

"plötser", "plotzer", mnd., M.: nhd. kurzer Degen (M.) (2), Dolch, Messer; Hw.: s. "plotse"; E.: s. "plotse"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötser"); Son.: örtlich beschränkt, nach MndHwb 2, 1599 oder als Pl. zu "plotse"?

"plotsich"*, "plutsich", "plutsig", "plutzich", mnd., Adj.: nhd. plötzlich; Hw.: s. "plotslik"; E.: s. "plotsen" (2), ich (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plutsich")

"plotslik", "ploslik", "plötslik", "plotzlyk", "plotslich", "ploslik", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich", unvorhersehbar, unvermittelt; Hw.: s. "plotsich", vgl. mhd. "plozlich"; E.: s. "plotsen" (2), lik (3); s. Kluge s. v. "plötzlich"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik")

"plotslike"*, "plötslik", "plutslik", "plutzlick", "pluslik", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", unvermittelt, unvorhersehbar; Hw.: s. "plotsliken"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "like"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plotsliken"*, "plötsliken", "plotzliken", "plotslichen", "plotzlichen", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", unvermittelt, unvorhersehbar; Hw.: s. "plotslike"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "liken" (1); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plötsnette", mnd., N.: Vw.: s. "plötsenette"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt

"plotze", mnd.?, sw. M.: Vw.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotze")

"plotzen", mnd.?, sw. V.: Vw.: s. "plotsen"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotzliken", mnd.?, Adv.: Vw.: s. "plotsliken"; L.: Lü 280a ("plotzliken")

"suverplotse"*, "suverplötse", "suverplotze", mnd., N.: nhd. Messer (N.) zum Säubern von Zweigen, Messer (N.) zum Beschneiden der Bäume?; E.: s. "suver", "plotse"; L.: MndHwb 3, 631 ("suverplötse"), Lü 396b ("suverplotze"); Son.: langes ü, örtlich beschränkt


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERP.pdf

"plötzlich", Adj., "sehr schnell", "unerwartet", (um 1320 "unplozlich") zu mhd. "blaz", "plaz", Sb., "klatschender Schlag", s. "lich"


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mhd/mhd.html

"blotschen", "plotzen", mhd., sw. V.: nhd. mit Lärm hinfallen, platschen; Q.: Minneb (um 1340) (FB "blotschen"); E.: ?; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 376b ("blotschen"), MWB 1, 889 ("blotschen")

"plotzen", mhd., sw. V.: nhd. "plotzen", "blotschen"; Hw.: vgl. mnd. "plotsen" (2); E.: lautmalerisch?; W.: nhd. (ält.) "plotzen", V., "plotzen", schwer mit Geräusch fallen, aufstoßen, stoßen, schlagen, hauen. DW 13, 1937, vgl. DW 2, 153 ("blotzen"); L.: Lexer 376b ("plotzen")

"ploz", mhd., Adj.: Vw.: s. "bloz"

"plozlich", mhd., Adj.: nhd. "plötzlich" (?); Hw.: vgl. mnd. "plotslik"; Q.: Cranc (FB "plozlich"), Köditz (1315/23); E.: s. "plotzen"; W.: s. nhd. "plötzlich", Adj., "plötzlich", DW 13, 1937


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mhd-mnd-(mitteldeutsch)-HP/mhd+mnd-14834S-5907227Woe-sort_zgw_20140506.htm

"blotschen", "plotzen", mhd., sw. V.: nhd. mit Lärm hinfallen, "platschen"; Q.: Minneb (um 1340) (FB "blotschen"); E.: ?; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 376b ("blotschen"), MWB 1, 889 ("blotschen")

"orplutslik", mnd., Adv.: nhd. "urplötzlich", unerwartet, ganz plötzlich; Q.: Kantzow 102; E.: s. or (4), "plutslik"; L.: MndHwb 3=2, 1184 ("orplutslik"); Son.: örtlich beschränkt, jünger, Fremdwort in mnd. Form

"pletse" (1), mnd., F.: nhd. Versammlung der Bruderschaft der Braunschweiger Wollenwebergesellen; Q.: Brinckmeier 2 440; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse"); Son.: örtlich beschränkt

"pletse" (2), mnd., F.: nhd. eine Schlagwaffe, schmales Holzbrett, "Pritsche"; Hw.: vgl. mhd. "britze"?; Q.: Narrenschyp 119 (um 1494), Narrenschyp ed. Schröder LXXXIXV; E.: s. mhd. "britze"?, F., "Pritsche"; s. ahd. "britissa", F., Gitter; s. "bret", N., "Brett"; s. germ. "*breda-", "*bredam", st. N. (a), "Brett", Tisch, idg. "*bhr?dho-", Sb., "Brett", Pokorny 138; s. idg. "*bheredh-", V., schneiden, Pokorny 138, vgl. idg. "*bher-" (3), V., ritzen, schneiden, spalten, reiben, Pokorny 133, EWAhd 2, 323; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse"); Son.: örtlich beschränkt

"pletse" (3), mnd., F.: Vw.: s. "plötse"; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse")

"pletsen", mnd., sw. V.: nhd. flicken, zusammenfügen; Q.: Fastnachtsp. 78, Petreus 165 (vor 1603); E.: s. mhd. "bletzen", sw. V., flicken, vgl. "blez", M., N., Lappen (M.), ahd. "blez" 10, st. M. (a?, i?), Stück, Flicken (M.), Stücklein, Stückchen; germ. "*platja", M., Lappen (M.), Fetzen (M.); L.: MndHwb 2, 1580 ("pletsen"); Son.: Fremdwort in mnd. Form, jünger

"ploslik", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotslik"; L.: MndHwb 2, 1598 ("ploslik")

"plösse", mnd., F.: Vw.: s. "plötse"; L.: MndHwb 2, 1598 ("plösse")

"plostnek", mnd., M.: nhd. "Flößer"; ÜG.: lett. "pluostniks"; I.: Lw. lett. "pluostniks"; E.: s. lett. "pluostniks"; L.: MndHwb 2, 1598 ("plôstnêk"); Son.: Fremdwort in mnd. Form, örtlich beschränkt

"ploteren"*, "plotern", "plotern", mnd., Adj.: nhd. armselig, schlecht; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1598 ("plotern"), Lü 280a ("plotern"); Son.: langes ö, örtlich beschränkt, jünger

"ploterener"*, "ploterner", mnd., subst. Adj. Komp., Sb.: nhd. Armseliger; E.: s. "ploteren"; L.: MndHwb 2, 1598 ("plotern" / "ploterner"); Son.: langes ö

"plots", "plotzs", mnd., Sb.: nhd. eine Bezeichnung einer Biersorte; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1598f. ("plots"); Son.: örtlich beschränkt

"plotse", "plotsze", mnd., sw. M.: nhd. breiter kurzer Degen (M.) (2), Messer (N.), Dolch; Vw.: s. "suverplotse"; Hw.: s. "plötser"; E.: ?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotse"), Lü 280a ("plotze"); Son.: langes ö

"plötse", "plotze", "plottze", "plösse", "ploscze", "pletse", "pleze", "pletse", mnd., F.: nhd. "Plötze", ein Speisefisch aus der Familie der Karpfen, Rotauge, Rotfeder; ÜG.: lat. leuciscus rutilus?, leuciscus erytrophthalmus?, gobia?, albea?, gubra?; I.: Lw. obersorb. "plocica"; E.: s. obsorb. "plocica", Sb., "Plötze"?, Plattfisch; s. Kluge s. v. "Plötze"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötse"), Lü 280a ("plotze")

"plotsen"* (1), "plotzen", mnd.?, sw. V.: nhd. mit einem Degen (M.) (2) schneiden; E.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotsen"*** (2), mnd., sw. V.: nhd. "plotzen", aufprallen; Hw.: s. "plotslik", vgl. mhd. "plotzen"; E.: s. mhd. "plotzen", sw. V., "plotzen", "blotschen"; lautmalerisch; s. Kluge s. v. "plotzen"

"plötsenette"*, "plötsnette", mnd., N.: nhd. ein besonderes Fischnetz zum Fang von Plötzen; E.: s. "plötse", "nette" (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt, "plötsenetten" (Pl.)

"plötser", "plotzer", mnd., M.: nhd. kurzer Degen (M.) (2), Dolch, Messer; Hw.: s. "plotse"; E.: s. "plotse"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötser"); Son.: örtlich beschränkt, nach MndHwb 2, 1599 oder als Pl. zu "plotse"?

"plotsich"*, "plutsich", "plutsig", "plutzich", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich"; Hw.: s. "plotslik"; E.: s. "plotsen" (2), "ich" (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plutsich")

"plotslik", "ploslik", "plötslik", "plotzlyk", "plotslich", "ploslik", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich", unvorhersehbar, unvermittelt; Hw.: s. "plotsich", vgl. mhd. "plozlich"; E.: s. "plotsen" (2), lik (3); s. Kluge s. v. "plötzlich"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik")

"plotslike"*, "plötslik", "plutslik", "plutzlick", "pluslik", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", unvermittelt, unvorhersehbar; Hw.: s. "plotsliken"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "like"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plotsliken"*, "plötsliken", "plotzliken", "plotslichen", "plotzlichen", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", unvermittelt, unvorhersehbar; Hw.: s. "plotslike"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "liken" (1); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plötsnette", mnd., N.: Vw.: s. "plötsenette"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt

"plotze", mnd.?, sw. M.: Vw.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotze")

"plotzen", mnd.?, sw. V.: Vw.: s. "plotsen"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotzen", mhd., sw. V.: nhd. "plotzen", "blotschen"; Hw.: vgl. mnd. "plotsen" (2); E.: lautmalerisch?; W.: nhd. (ält.) "plotzen", V., "plotzen", schwer mit Geräusch fallen, aufstoßen, stoßen, schlagen, hauen. DW 13, 1937, vgl. DW 2, 153 ("blotzen"); L.: Lexer 376b ("plotzen")

"plotzliken", mnd.?, Adv.: Vw.: s. "plotsliken"; L.: Lü 280a ("plotzliken")

"ploz", mhd., Adj.: Vw.: s. "bloz"

"plozlich", mhd., Adj.: nhd. "plötzlich" (?); Hw.: vgl. mnd. "plotslik"; Q.: Cranc (FB "plozlich"), Köditz (1315/23); E.: s. "plotzen"; W.: s. nhd. "plötzlich", Adj., "plötzlich", DW 13, 1937

"suverplotse"*, "suverplötse", "suverplotze", mnd., N.: nhd. Messer (N.) zum Säubern von Zweigen, Messer (N.) zum Beschneiden der Bäume?; E.: s. "suver", "plotse"; L.: MndHwb 3, 631 ("suverplötse"), Lü 396b ("suverplotze"); Son.: langes ü, örtlich beschränkt


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mnd/mnd.html

"orplutslik", mnd., Adv.: nhd. "urplötzlich", unerwartet, ganz plötzlich; Q.: Kantzow 102; E.: s. or (4), "plutslik"; W.: s. nhd. "urplötzlich", Adv., "urplötzlich", DW 24, 2494?; L.: MndHwb 3=2, 1184 ("orplutslik"); Son.: örtlich beschränkt, jünger, Fremdwort in mnd. Form

"pletse" (1), mnd., F.: nhd. Versammlung der Bruderschaft der Braunschweiger Wollenwebergesellen; Q.: Brinckmeier 2 440; E.: Herkunft ungeklärt?; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse"); Son.: örtlich beschränkt

"pletse" (2), mnd., F.: nhd. eine Schlagwaffe, schmales Holzbrett, Pritsche; Hw.: vgl. mhd. "britze"?; Q.: Narrenschyp 119 (um 1494), Narrenschyp ed. Schröder LXXXIXV; E.: s. mhd. "britze"?, F., "Pritsche"; s. ahd. "britissa", F., Gitter; s. ahd. "bret", N., "Brett"; s. germ. "*breda-", "*bredam", st. N. (a), "Brett", Tisch; idg. "*b?r?d?o-", Sb., "Brett", Pokorny 138; s. idg. "*b?ered?-", V., schneiden, Pokorny 138; vgl. idg. "*b?er-" (3), V., ritzen, schneiden, spalten, reiben, Pokorny 133, EWAhd 2, 323; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse"); Son.: örtlich beschränkt

"pletse" (3), mnd., F.: Vw.: s. "plötse"; L.: MndHwb 2, 1580 ("pletse")

"pleze", mnd., F.: Vw.: s. "plötse"

"ploslik", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotslik"; L.: MndHwb 2, 1598 ("ploslik")

"plösse", mnd., F.: Vw.: s. "plötse"; L.: MndHwb 2, 1598 ("plösse")

"plostnek", mnd., M.: nhd. "Flößer"; ÜG.: lett. "pluostni?ks"; I.: Lw. lett. "pluostni?ks"?; E.: s. lett. "pluostni?ks"; L.: MndHwb 2, 1598 ("plôstnêk"); Son.: Fremdwort in mnd. Form, örtlich beschränkt

"ploscze", mnd., F.: Vw.: s. "plötse"

"pl?teren"*, "pl?tern", "plotern", mnd., Adj.: nhd. armselig, schlecht; E.: Herkunft ungeklärt?; L.: MndHwb 2, 1598 ("pl?tern"), Lü 280a ("plotern"); Son.: langes ö, örtlich beschränkt, jünger

"pl?terener"*, "pl?terner", mnd., subst. Adj. Komp., Sb.: nhd. Armseliger; E.: s. "pl?teren"; L.: MndHwb 2, 1598 ("pl?tern" / "pl?terner"); Son.: langes ö

"plotern", mnd., Adj.: Vw.: s. "pl?teren"*

"pl?tern", mnd., Adj.: Vw.: s. "pl?teren"*

"pl?terner", mnd., subst. Adj. Komp., Sb.: Vw.: s. "pl?terener"*

"plots", "plotzs", mnd., Sb.: nhd. eine Bezeichnung einer Biersorte; E.: Herkunft ungeklärt?; L.: MndHwb 2, 1598f. ("plots"); Son.: örtlich beschränkt

"plotse", "plotsze", "plotze", mnd., sw. M.: nhd. breiter kurzer Degen (M.) (2), Messer (N.), Dolch; Vw.: s. "suverplotse"; Hw.: s. "plötser"; E.: Herkunft ungeklärt?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotse"), Lü 280a ("plotze"); Son.: langes ö

"plötse", "plo?tze", "plottze", "plösse", "ploscze", "pletse", "pleze", mnd., F.: nhd. "Plötze", ein Speisefisch aus der Familie der Karpfen, Rotauge, Rotfeder; ÜG.: lat. leuciscus rutilus?, leuciscus erytrophthalmus?, gobia?, albea?, gubra?; I.: Lw. obersorb. "plocica"; E.: s. obsorb. "plocica", Sb., "Plötze"?, Plattfisch; Kluge s. u. "Plötze"; W.: s. nhd. "Plötze", F., "Plötze", ein karpfenartiger Fisch, DW 13, 1937?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötse"), Lü 280a ("plotze")

"plotsen"* (1), "plotzen", mnd.?, sw. V.: nhd. mit einem Degen (M.) (2) schneiden; E.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"*plotsen"? (2), mnd., sw. V.: nhd. "plotzen", aufprallen; Hw.: s. "plotslik"; vgl. mhd. "plotzen"; E.: s. mhd. "plotzen", sw. V., "plotzen", "blotschen"; lautmalerisch, Kluge s. u. "plotzen"; W.: s. nhd. (ält.) "plotzen", V., "plotzen", schwer mit Geräusch fallen, aufstoßen, stoßen, schlagen, hauen, DW 13, 1937, vgl. DW 2, 153 ("blotzen")?

"plötsenette"*, "plötsnette", mnd., N.: nhd. ein besonderes Fischnetz zum Fang von "Plötzen"; E.: s. "plötse", "nette" (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plötsnette"); Son.: örtlich beschränkt, "plötsenetten" (Pl.)

"plötser", "plotzer", mnd., M.: nhd. kurzer Degen (M.) (2), Dolch, Messer; Hw.: s. "plotse"; E.: s. "plotse"; L.: MndHwb 2, 1599 ("plötser"); Son.: örtlich beschränkt, nach MndHwb 2, 1599 oder als Pl. zu "plotse"?

"plotsich"*, "plutsich", "plutsig", "plutzich", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich"; Hw.: s. "plotslik"; E.: s. "plotsen" (2), ich (2); L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plutsich")

"plotslich", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotslik"

"plotslichen", mnd.?, Adv.: Vw.: s. "plotsliken"*

"plotslik", "ploslik", "plötslik", "plo?tzlyk", "plotslich", mnd., Adj.: nhd. "plötzlich", unvorhersehbar, unvermittelt; Hw.: s. "plotsich"; vgl. mhd. "plozlich"; E.: s. "plotsen" (2), lik (3); W.: s. nhd. "plötzlich", Adj., "plötzlich", DW 13, 1937?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik")

"plötslik" (1), mnd., Adj.: Vw.: s. "plotslik"

"plötslik" (2), mnd., Adv.: Vw.: s. "plotslike"*

"plotslike"*, "plötslik", "plutslik", "plutzlick", "pluslik", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", unvermittelt, unvorhersehbar; Hw.: s. "plotsliken"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), like; W.: s. nhd. "plötzlich", Adv., "plötzlich", DW 13, 1937?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plotsliken"*, "plötsliken", "plotzliken", "plotslichen", "plotzlichen", mnd., Adv.: nhd. "plötzlich", unvermittelt, unvorhersehbar; Hw.: s. "plotslike"; Q.: (16. Jh.); E.: s. "plotsen" (2), "liken" (1); W.: vgl. nhd. "plötzlich", Adv., "plötzlich", DW 13, 1937?; L.: MndHwb 2, 1599 ("plotslik" / "plötslik[en]"); Son.: Belege erst 16. Jahrhundert

"plötsliken", mnd.?, Adv.: Vw.: s. "plotsliken"*

"plötsnette", mnd., N.: Vw.: s. "plötsenette"*

"plotsze", mnd., sw. M.: Vw.: s. "plotse"

"plottze", mnd., F.: Vw.: s. "plötse"

"plotze", mnd.?, sw. M.: Vw.: s. "plotse"; L.: Lü 280a ("plotze")

"plo?tze", mnd., F.: Vw.: s. "plötse"

"plotzen", mnd.?, sw. V.: Vw.: s. "plotsen"; L.: Lü 280a ("plotzen")

"plotzer", mnd., M.: Vw.: s. "plötser"

"plotzlichen", mnd.?, Adv.: Vw.: s. "plotsliken"*

"plotzliken", mnd.?, Adv.: Vw.: s. "plotsliken"*; L.: Lü 280a ("plotzliken")

"plo?tzlyk", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotslik"

"plotzs", mnd., Sb.: Vw.: s. "plots"

"pluslik", mnd., Adv.: Vw.: s. "plotslike"

"plutsich", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotsich"*

"plutsig", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotsich"*

"plutslik", mnd., Adv.: Vw.: s. "plotslike"*

"plutzich", mnd., Adj.: Vw.: s. "plotsich"*

"plutzlick", mnd., Adv.: Vw.: s. "plotslike"*

"suverplotse"*, "suverplötse", "suverplotze", mnd., N.: nhd. Messer (N.) zum Säubern von Zweigen, Messer (N.) zum Beschneiden der Bäume?; E.: s. "suver", "plotse"; L.: MndHwb 3, 631 ("suverplötse"), Lü 396b ("suverplotze"); Son.: langes ü, örtlich beschränkt

"suverplötse", mnd., N.: Vw.: s. "suverplotse"*

"suverplotze", mnd., N.: Vw.: s. "suverplotse"*


(E?)(L?) http://www.owid.de/artikel/281300

...
Wortbildung: Die Bildung "plötzlich" ist gegenwartssprachlich nicht (völlig) durchsichtig.
...


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Urplötzlich", Beiwort und Nebenwort, "sehr plötzlich", "im höchsten Grade plötzlich". Urplötzlich eintreten, mit hastiger Schnelligkeit. Ein urplötzlicher Schlag erfolgte auf den Blitzstrahl.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/

"plötzlich", adv. und adj., früher auch "plotzlich", "plutzlich", "plützlich" (s. DWB "plutz") und mit anlehnung an "blitz" "blitzlich" (s. dasselbe und "urblitzlich" Dief. 493a. Polychorius Suet. 62b. 64b neben "urblützlich" 79a); mnd. "plutzlik", "pluslik" Schiller-Lübben 3, 357a.

1) adv. mit der bedeutung von "plotz" 2 ("auf den plotz") und 3, "am frühesten" (um 1320) md. mit verst irkendem un: da? si mit disen klegelichen nûwen mêren gêchlich unde "unplozlich" ("allzu plötzlich", var. "plutzlich") icht erschreckit werde. Ködiz leben des heil. Ludwig 61, 25 u. anm.; und furcht hat dich plötzlich erschrecket. Hiob 22, 10; und sollen plötzlich erschrecken, das inen das hertz entfallen wird, uber deinem fall. Hos. 32, 10; ich wüste plötzlich ("gleich auf der stelle") nicht wol einen geweltigern spruch aus der schrift zu f?ren. Luther 8, 236a; fellt sie alsdann plötzlich in brunnen. Kirchhof wendunm. 1, 207 (1, 171) Öst.; und wie er plützlich erwachte. 1, 293 (1, 240); dasz er .. plützlich anhebt unsinnig zu werden. 475 (1, 2, 23);

... "plützlich" ...

2) die adjectivische verwendung ist erst seit Luther nachweisbar (vgl. "plotzig"): umb und umb wird in schrecken plötzliche furcht. Hiob 18, 11;
...

"plötzlichkeit", f. "das plötzliche geschehen", "ein plötzliches ereignis": die sinnliche plötzlichkeit des widerspruchs zwischen mittel und zweck. J. Paul vorsch. 1, 146; ohne plötzlichkeit. C. F. Meyer nov. 2, 200.

"überplötzlich", adv.

"urplötzlich", adv. adj.

"urplötzlichschnell", adv.

"vorplötzlich", adv.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=plötzlich
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "plötzlich" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 / 1700 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#plötzlich

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2017-12

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