(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24108
... "Alter" ist naturgemäß ein uraltes Wort, schon als ahd. "altar" bekannt, wie die Brüder Grimm freundlicherweise in ihrem Wörterbuch für die Nachwelt festhielten.
"Alt" hieß damals angeblich dasselbe wie "welt", so dass es sich bei dem Begriff "Weltalter" um eine überflüssige Häufung gleichbedeutender Wörter handele, tadelten die Grimms." ...
(Dies ist also auch ein Beispiel für "weisse Schimmel".)
Anachronismus (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Der aus dem Griechischen kommende "Anachronismus" bedeutet wörtlich "in eine andere Zeit verlegen". "Anachronismen" sind Sachen, Gegenstände, Ereignisse, Bräuche, Personen oder Denkmuster, die außerhalb ihrer natürlichen zeitlichen Ordnung stehen.
Bei William Shakespeare wird z.B. in "Antony and Cleopatra" das Billardspiel erwähnt, das es zur damaligen Zeit noch gar nicht gab. Heute werden "Anachronismen" häufig absichtlich eingesetzt, um komische oder satirische Effekte zu erzielen.
(E?)(L?) http://www.arsmundi.de/
Kunst und Kultur, die in der Zeit von 1815 - ca. 1860 zwischen Romantik und Realismus im deutschen Raum angesiedelt ist. Den Namen erhielt die Epoche durch die Zeitschrift "Fliegende Blätter". Dort erschienen von 1855 - 1857 regelmäßig Gedichte eines angeblichen schwäbischen Schullehrers Gottlieb "Biedermeier".
Die Malerei der Zeit wurde durch intime, behagliche Motive bestimmt. Meister des Biedermeier sind u.a. Carl Spitzweg, J. P. Hasenclever, G. F. Kersting. Als Illustrator tat sich Ludwig Richter hervor.
Nach der deutschen Jahrhundertausstellung 1906 in Berlin setzte sich der Begriff "Biedermeier" für Mode und Möbel von schlichten, schnörkellosen, aber handwerklich hochwertigen Möbeln durch.
Bronzezeit (W3)
(E?)(L1) http://www.geocities.com/Athens/Crete/4162/bronze_d.htm
(E?)(L1) http://www20.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&nur=1&query=Bronzezeit
Die "Bronzezeit" bezeichnet eine Epoche, in der vorwiegend "Bronze" zur Herstellung von Geräten und Waffen benutzt wurde.
Die ältesten Bronzegegenstände finden sich am Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. in ägyptischen Gräbern der 1. Dynastie, in Mesopotamien im Bereich der Dynastien von Ur, Lagasch, Umma und Uruk zu Beginn des 3. Jahrtausends v. Chr. In Indien begann die Bronzezeit nach den Funden von Harappa und Mohenjo-Daro im Industal in der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr., in China im Gebiet des Huang He in der 1. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.
In Europa umfasst die Bronzezeit hauptsächlich das 2. Jahrtausend v. Chr.: im ägäischen Raum die kretisch-mykenische Kultur, in Italien die Terramare-Kultur, auf Sardinien die Zeit der Nuraghen, in Spanien die El-Argar-Kultur, in Südost- und Osteuropa die Andronowo- und die Holzkammergrabkultur.
Der erste Link führt zu einer umfassenden Linksammlung zur Bronzezeit.
Die "Wissen-Seite" gibt weitere Auskünfte über den geschichtlichen Hintergrund.
Brotzeit
C
Chronogramm, regIna
von gr. "chronos" = "Zeit" und gr. "gramma" = "Buchstabe", "Geschriebenes".
In lateinischen Inschriften von Kirchen wird oftmals das Baujahr "verschlüsselt". So lautet die Inschrift über dem Rosenkranzportal der St.-Pauls-Kirche in Aachen: "sanCta MarIa regIna rosarII DepreCare pro nobIs" (= "Heilige Marie, Königin des Rosenkranzes, bitte für uns"). Voraus sich M+D+C+C+I+I+I+I+I = 1000+500+100+100+1+1+1+1+1 = 1705 ergibt.
D
E
Ehe, ewig (W3)
(E?)(L?) http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/559/135298/
...
Das Wort geht auf den Stamm "aiwae" (im Althochdeutschen war es "ewa" oder "ewi") zurück, der zunächst jede Art von bindender Sitte oder verbindlichem Recht beschrieb. Erst allmählich kristallisierte sich die Spezialisierung auf den Bund von Mann und Frau heraus.
Auf einem Seitenzweig des Wörterbaumes spross bald ein weiterer Ableger hervor: das Adjektiv "ewig". Mit der Ewigkeit verglichen ist freilich sogar eine Ehe "bis dass der Tod euch scheidet" nicht mehr als ein kurzlebiges Unterfangen auf Probe.
...
(E?)(L?) http://www.mjonet.de/referat3.htm
(E?)(L?) http://de.dir.yahoo.com/Geisteswissenschaften/Geschichte
Referat im LK Deutsch, Martin Nagel
Ein Referat zum Thema: Epochenmodell der Klassik
zu gr. "epéchein" = "Anhalten" - bezeichnet also eher einen Zeitpunkt; (z.B. in der Astronomie: "der Zeitpunkt, auf den sich astronomische Beobachtungen oder Größen beziehen"); die Bedeutung einer Zeitspanne kam erst später hinzu (etwa in der Bedeutung "Zeit einer gleichbleibenden, anhaltenden Zustandes")
Evolution
ewig
ist bereits im ahd. "ewig" eindeutig erkennbar und im mhd. "ewic" ebenso. Es gab im Ahd. und Mhd. ein Substantiv "ewa" bzw. "ewe" dazu, was beides soviel wie "Ewigkeit" bedeutet. Der Stamm dazu liegt im idg. "*aju" = "Lebensdauer" und ist verwandt auch zu finden im Griechischen "aion" = "Lebenszeit" und im Lateinischen "aevum" = "Lebensdauer".
(A: gaed)
Ewig und drei Tage
Nach einer Ewigkeit kommt es ja wohl nicht mehr auf drei Tage an. - Im Mittelalter setzte man in der Rechtssprechung einen Zeitraum fest und gab als Zugabe drei Tage. Danach war eine Frist entgültig abgelaufen. Je nach Sichtweise konnte der festgesetzte Zeitraum eine Ewigkeit bedeuten und dann mussten noch einmal drei Tage verstreichen, in denen sich z.B. durch einen Einspruch durchaus noch mal eine gravierende Änderung der Situation ergeben konnte. Also konnten die drei Tage die "Ewigkeit" nochmal entscheidend verlängern.
F
Freizeit
G
Generation, generieren (W3)
(E?)(L?) http://www.lernzeit.de/index.phtml?site=sendung&hmp=2&active=monat&detail=213236
Montag, 24. November 2003: Innerhalb der WDR 5 - Generationenwoche beschäftigt sich das "ZeitZeichen" mit der Entstehung und Verbreitung des Wortes "Generation".
Das lateinische Wort "generatio" = "Zeugungsfähigkeit", stand vor 500 Jahren Pate für den deutschen Begriff "Generation". Heute ist mit einer Generation einfach die Gesamtheit aller ungefähr zur gleichen Zeit geborenen Menschen gemeint; die ursprüngliche Bedeutung tritt völlig zurück und Anfang des 21. Jahrhunderts stellen wir im wohlhabenden Westen fest: Die Generation derjenigen, die eigentlich eine neue Generation erschaffen sollten, zeugt kaum noch Kinder.
...
Das Verb "generieren" bezeichnet nicht nur die "Fähigkeit zur Zeugung" sondern "(er)zeugen".
H
Halbzeit
Hochzeit
I
IIII - Warum IIII statt IV auf Zifferblättern? (W3)
(E?)(L?) http://www.stern.oszimt.de/ws/FAQ.HTM
(Das "I" steht hier für "1".)
Die klassischste Frage zu Uhren! Meine Standardantwort ist, dass man es nicht so genau weiss. Folgende Argumente werden im allgemeinen gebracht:
Die häufigste Antwort: Das Zifferblatt sieht ausgewogener aus, da die VIII der IIII gegenüberliegt und so beide Zahlen vier Ziffern haben. Wenn ich mir meine Armbanduhr mit einer IV anschaue, kann ich nicht so ganz feststellen, dass das besonders schlimm aussehen würde, aber naja.
In der römischen Antike wurde häufig die IIII verwendet. Erstens ist die IV eine relativ späte Erfindung, zweitens wurde IV als Abkürzung für Jupiter verwendet, so dass die sorglose Verwendung von IV ein wenig wie eine Gotteslästerung gewirkt hat. Auf jeden Fall ist die IIII nicht falsch!
Gelegentlich wird eine Geschichte erzählt zwischen einem Uhrmacher und einem König, wobei der Namen des Königs bei jeder Erzählung anders ist(Ludwig XIV., Karl V...). Der König bestand darauf, dass die IIII richtig ist und hat die Schreibweise per Gesetz durchgesetzt. Ist aber auch nicht so richtig glaubwürdig.
J
Jubiläum - Codenamen
Und hier die "Codenamen" der verschiedenen Ehejubiläen:
1 Jahr Baumwollene Hochzeit
5 Jahre Hölzerne Hochzeit
6 1/2 Jahre Zinnerne Hochzeit
7 Jahre Kupferne Hochzeit
8 Jahre Blecherne Hochzeit
10 Jahre Rosenhochzeit
12 1/2 Jahre Nickelhochzeit
15 Jahre Gläserne Hochzeit
20 Jahre Porzellanhochzeit
25 Jahre Silberne Hochzeit
30 Jahre Perlenhochzeit
35 Jahre Leinwandhochzeit
37 1/2 Jahre Aluminiumhochzeit
40 Jahre Rubinhochzeit
50 Jahre Goldene Hochzeit
60 Jahre Diamantene Hochzeit
65 Jahre Eiserne Hochzeit
67 1/2 Jahre Steinerne Hochzeit
70 Jahre Gnadenhochzeit
75 Jahre Kronjuwelenhochzeit
Jugend
K
Kindheit
Klassik
L
M
Minute
Mittag
Moderne (W3)
(E?)(L?) http://www.iaslonline.lmu.de/index.php?vorgang_id=2052
...
Sofern die Etymologie des "Moderne"-Begriffs (von lat. "modo" = "eben", "gerade", "gleich", "jetzt", "nur") den Bezug auf die eigene aktuelle Gegenwart nahelegt, hat jede Verwendung von "Moderne" zur Bezeichnung einer abgeschlossenen historischen Epoche (ein Sprachgebrauch, wie er sich etwa in Prägungen wie "Berliner Moderne" oder "Wiener Moderne" oder in einer undialektischen Opposition von "Moderne" und "Postmoderne" zeigt) zweifellos etwas Mißliches. Benutzt man dagegen den Begriff zur Selbstbeschreibung der eigenen Gegenwart, entsteht das Problem, wo und wann man diese Gegenwart einsetzen lassen will. Beginnt auch unsere Moderne "um 1900"? Geht man besser zurück bis zur Romantik? Ist "Moderne" womöglich deckungsgleich mit "Neuzeit"? Oder muß man den Anfang der Moderne gar noch weiter zurückverlegen?
...
Wer früh aufsteht kann lange arbeiten, was sich (hoffentlich) in barer Münze auszahlt. Dahinter steht möglicherweise schon eine Weisheit der alten Römer, die es etwas blumiger ausdrückten und die goldbehaarte Göttin ins Spiel brachten "aurora habet aurum in ore" ("Aurora" = "Morgenröte").
Morgens soll man nicht nur gut arbeiten sondern auch gut studieren können, was die Römer wiederum in die Worte "aurora musis amica" = "die Morgenstunde ist die Freundin der Musen" = "morgens studiert man gut" fassten.
Es gibt aber auch Verballhornungen dieser Lebensweisheit, wie etwa "Morgenstund ist aller Laster Anfang" oder "Morgenstund hat Blei im Hintern".
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/
(E1)(L1) http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/ra-mat.htm
Hier findet man die Ansicht, dass sich "Mund" in "Morgenstund hat Gold im Mund" auf altdt. "munt" = "Hand" (vgl. auch "manuell", frz. "main" = "Hand") bezieht. Damit könnte "Morgenstund hat Gold im Mund" auch gelesen werden als "wer morgens früh schon zupackt hat mehr vom Leben". Beide Interpretationen führen aber zum selben Ergebnis.
(E?)(L?) http://www.owad.info/wav/posthumous.wav
"Postum" ist alles, was nach dem Tod erfolgt. Jemand, der nach seinem Tod eine Auszeichnung erhält, wird "postum" geehrt. Dies geht zunächst zurück auf lat. "postumus" = "nachgeboren" (so kann jemand also auch "postum" ein Kind bekommen). Im englischen heisst es "posthumous" = "happening after someone's death" = "nach dem Tode". Und darüber kommt man auch der Herkunft etwas näher. In der Bibel kann man schon lesen, dass der Mensch aus einem Klumpen Lehm entstand. Und so ist es nicht verwunderlich, dass lat. "homo" = "Mann", "Mensch" auf die gleichen Wurzeln zurückgeht wie "Humus" = "Erde", "Boden".
Unlogisch ist allerdings, dass der Mensch nach seinem Ableben, also im "postumen", im "nacherdigen" Zustand, gerade wieder zur Erde zurückkehrt und wieder ein Teil davon wird. Eigentlich müsste es also gerade dann "im (h)umen Zustand" heissen. Übrigens heisst das lat. "humre" = "to bury" = "beerdigen", d.h. mit "postum" ist vielleicht die "Zeit nach der Beerdigung" gemeint.
(E6)(L1) http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/GermLat/Acta/Boehm.htm
(E6)(L1) http://www.dada.at/wohngemeinschaft/stories/storyReader$444
(E6)(L1) http://www.inst-euro-history.uni-mainz.de/08-Berichte/083-FbEliten/083-02-Gesamtprojekt.htm
...
In der noch alteuropäisch geprägten "Sattelzeit" für das 19. Jahrhundert wirkte "Wilhelm von Humboldt" (+1835) einerseits als Pionier neuhumanistischer Hermeneutik und eines daraus entfaltenen Verständnisses von Bildung als individueller Selbstbildung , andererseits als Wissenschaftstheoretiker zur Förderung eines neuzeitlichen Forschungbegriffs, nicht zuletzt aber als Kultur-Philosoph und Sprachhistoriker.
...
"Sattelzeit" (1750-1850)
Ein wichtiger Ankerpunkt der Theorie und wohl entscheidende Grundlage des praktischen Lexikon-Unternehmens beruht nun auf der Fragestellung, "die Auflösung der alten und die Entstehung der modernen Welt in der Geschichte ihrer begrifflichen Erfassung zu untersuchen. [...] Der heuristische Vorgriff der Lexikonarbeit besteht in der Vermutung, dass sich seit der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts ein tiefgreifender Bedeutungswandel klassischer topoi vollzogen, dass alte Worte neue Sinngehalte gewonnen haben, die mit Annäherung an unsere Gegenwart keiner Übersetzung mehr bedürftig sind. Der heuristische Vorgriff führt sozusagen eine "Sattelzeit" ein, in der sich die Herkunft zu unserer Präsenz wandelt."
...
Schonzeit
Sekunde
von "secundus" = "folgend", "an zweiter Stelle" (vgl. "sekundaer" = "nachfolgend", "zweiter", "Sekundaerliteratur") war zunächst einfach die "nachfolgende Ordnungseinheit", "Teil zweiter Ordnung".
Es diente ursprünglich dazu, einen Teil des Kreises bzw. Wnkels zu bezeichnen und zwar als zweite Ordnung nach der "Minute".
Ptolemäus benutzte die babylonische Bezeichnung, um die "Himmelskugel" (= "sphaira") auf der 60er-Basis in "Minuten" und in zweiter Ordnung in "Sekunden" aufzuteilen, zu messen.
Diese Einteilung übernahm man auch um die Zeitanzeige einzuteilen. Im 15.Jh. war man dann soweit, die Stunde nicht nur in Minuten sondern noch feiner zu messen - in Sekunden. Dabei hielt man das Sexagesimalsystem bei.
Stunde
Das altgermanische Wort geht wahrscheinlich auf die Abwandlung des germanischen Wortes für "stehen" zurück. Die mhd. "stunde" oder "stunt" bedeutet eigentlich "Zeitabschnitt", "Zeitpunkt", "Frist". Es dürfte also übertragen der "Zeitabschnitt des Stehens", also eine Rast oder Pause sein. Die Stunde als 60-Minuten-Einheit gibt es erst seit etwa dem 15. Jh.
(A: gaed)
Diese Bedeutung kommt meines Erachtens in "etwas stunden" = "eine Frist setzen", "eine Reaktion eine Zeit lang aussetzen" noch ganz gut zum Ausdruck.
T
Tageszeit
Tod, Tier, Dunst (W1)
(E?)(L?) http://www.dwb.uni-trier.de/
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3411040734/etymologety0f-21
Mit dem Tod endet auch die Zeit - zumindest für die Betroffenen.
Es ist zu vermuten, dass dieses Wort (bzw. seine früheren Formen) schon lange existiert. Der "Kluge" verweist auch auf viele (mögliche) Zusammenhänge im Altnordischen, Germanischen, Griechischen; z.B. air. "duine" = "Mensch" im Sinne von "Sterblicher". Vermutet wird, dass es auf ein idg. "*deu" = "atmen, leben" zurückgeht, worauf auch "Tier" zurückgeführt wird. Der Zusammenhang zu "sterben" ist noch unklar. Durch Vergleich mit litauischen ("dvesti" = "verenden", "dvesuoti" = "atmen, keuchen") und altkirchenslavischen ("daviti" = "würgen") Begriffen wird ein Zusammenhang zu der Redewendung "das Leben aushauchen" gesehen. Entsprechend wird (wie auch für engl. "die" = "sterben") ein Zusammenhang zu "Dunst" (idg. "*dheu") gesehen, wie das "Duden Herkunftswörterbuch" weiter ausführt.
Der Zusammenhang könnte in uralten Vorstellungen bestehen, dass mit dem letzten "Atemzug" (der auch ein letztes Röcheln sein kann) eine Art Seele (also ein dunstartiges Etwas) den Körper verlässt.
Interessant ist die wirklich lange Liste an zusammenhängenden Begriffen, die im "Duden" unter dem Stichwort "Dunst" angegeben werden: engl. "dust" (= "Staub"), "dösen", "Dusel" und "Tor" wegen des "vernebelten Sinnes", das atmende "Tier", ahd. "toum" = "Dampf, Rauch", ahd. "tumon" = "sich im Kreise drehen", "Daune" (= "Aufgewirbeltes"), "Düne" (= "Aufgeschüttetes), der "Tau" (= "Luft-Niederschlag"), "Duft", toll, Tod, tot, "Taub", "toben", "dumm", die "Taube" (nach dem "rauchfarbenen" Gefieder), "verdutzt", "verwirrt" (= "vernebelt"), "Dotter" (= das "Zitternde").
Im Grimm'schen Wörterbuch findet man 7 Seiten zum Stichwort "Tod".
U
Uhr
Uni Rostock - Etymologie von Zeit-Wörtern
(E2)(L2) http://www.physik.uni-rostock.de/aktuell/Ring/etym_zeit.html
bearbeitet von Prof. Dr. P. Heidrich u. PD Dr. J. Einfeldt:
Chaos | determiniert | Dauer | Epoche | Gegenwart | Immer | Jetzt | Moment | Monat | Minute | Nacht | ordnen | Ort | Länge | Raum | reversibel | Sekunde | Stunde | Tag | Rhythmus | Woche | Zeit | Zeitwort | Wochentage | Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag / Sonnabend | Monatsnamen | Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember
de-zeit__
V
vossyline - Zeitmacher
(E?)(L?) http://www.vossyline.de/htms/texte/kultur/zeit.htm
"Mensch und Federvieh in grauer Vorzeit lenkten ihr Tagwerk nach dem Stand der Sonne. Huhn und Hahn gehorchen diesem Gesetz noch heut'; der Mensch hingegen schuf sich sein eigenes. Denn die Astronomen unter ihnen starrten nachts ans Firmament, rechneten mit komplizierten Formeln und zeichneten ovale Bahnen auf Papier. Sie bestimmten die Zeit. ... "
(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Zeit
Die ahd. "zit" bezeichnete ursprünglich etwas "Abgeteiltes" und geht auf eine idg. Wurzel "*dai" = "teilen", "zereissen", "zerschneiden" zurück. (Der Begriff "Zeitabschnitt" ist demnach ein "weisser Schimmel".) In das selbe Umfeld gehören auch "Tide" = "Gezeiten", engl. "time" = "Zeit". Auch in anderen germ. Sprachen sind Abkömmlinge davon zu finden.
Interessant ist aber, in welchen Begriffen dieses "*dai" noch zu finden ist.
So enthält auch unsere "Demokratie" die "Trennung". Das griech. "demos" bedeutet etwa "Volksabteilung". Die "Zeile" ist eine "abgeteilte" Reihe. Das "Ziel" ist nichts anderes als der Endpunkt eines "Abschnitts". Das engl. "till" = "bis (dahin)" setzt ebenfalls einen "zeitlichen" "Trennpunkt". Und ist nicht auch die "Zelle" (mit seinen vielen verschiedenen Bedeutungen) immer etwas (klar) "Abgegrenztes" (in der Bilogogie, die Klosterzelle, Telefonzelle, ganz besonders die Gefängniszelle und auch der "Keller").
Zeit - alles hat seine Zeit (W3)
(E?)(L1) http://www.biblemap.org/
(E?)(L?) http://www.bibel-online.net/buch/21.prediger/3.html#3,1#3,1
Diese Formel wird gerne verwendet, um auszudrücken, dass man nicht zu jeder Zeit zu allen Schandtaten bereit sein muss. Man kann nicht immer lustig sein sollte aber auch nicht immer traurig sein. Auch auf Beerdigungen wird es gerne zitiert, wobei es durchaus eine lange Aufzählung mit vielen Beispielen werden kann. Diese bezieht sich dann auf dir "Prediger 3,1-8".
Zeitalter
zeitig
Zeitlimit
zeitlos
Zeitmanagement
Zeitparadox
nennt man das Phänomen, dass bewegte Zeiten schnell vergehen, im Rückblick aber als lang erscheinen.
"Langweilige" Zeiten scheinen im Rückblick auf Grund ihrer Ereignislosigkeit schnell vergangen zu sein.