Etymologie, Étymologie, Etymology
DE Deutschland, l'Allemagne, Germany
Zeitschriften, Revues, Magazines

A

abonnieren, borniert (W2)

Was hat "borniert" mit "abonnieren" zu tun?
Das dt. "borniert" hängt mit "Grenze" zusammen (fr. "borne" = "Grenzstein") und deutet also auf "begrenztes" Auffassungsvermögen hin.
Der Zusammenhang zu "abonnieren" wird am deutlichsten beim Abonnieren eines Theaterplatzes. Man besetzt einen bestimmten Platz und "grenzt" damit seinen Claim ab. (Selbst heute kann man noch gelegentlich Redewendungen der Form "Ich bin abonniert auf ...".) Im erweiterten Sinne bezahlt man bei einem Zeitschriften-Abonnement das Recht auf den regelmässigen (aber "zeitlich begrenzten") Erhalt eines Exemplars.

B

BDZV (W3)

"BDZV" steht für "Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.".

(E?)(L?) http://www.bdzv.de/
(E?)(L?) http://www.bdzv.de/ueber_den_bdzv.html
Der BDZV im Überblick
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e. V. ist die Spitzenorganisation der Zeitungsverlage in der Bundesrepublik Deutschland. Über seine elf Landesverbände gehören ihm 301 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 17,8 Millionen verkauften Exemplaren sowie 14 Wochenzeitungen mit über eine Million verkauften Exemplaren an. Der Verband, der seinen Sitz seit August 2000 in Berlin hat, entstand 1954 durch den Zusammenschluss des Gesamtverbands der Deutschen Zeitungsverleger (der Organisation der Lizenzträger) und des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, der die 1933 unterbrochene Tradition der 1894 gegründeten ersten großen Verlegerorganisation fortsetzte. Die Aufgaben, die die Gründer dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger aufgetragen und in der Satzung niedergelegt haben, basieren auf den Erfahrungen, Bestrebungen und Zielen seiner Vorläuferorganisationen. Der BDZV bezweckt die Wahrung und Vertretung der gemeinsamen ideellen und wirtschaftlichen Interessen der Verlage. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:
...


C

D

damals

(E5)(L3) http://www.damals.de/
(E?)(L?) http://warpsix.dva.de/sixcms/list.php?page=dms_archiv&autor=&heft_nr=&jahr=&article_id%5B%5D=&topic_id=&vt=sprache
Geschichte online
hier die Archiv-Suche zum Stichwort "Sprache"
Die "etymologische Ausbeute ist nicht allzu gross und zum Stichwort "Etymologie" wurde nichts gefunden. (22.09.2002) Ausserdem werden nur ein paar Zeilen angezeigt und dann wird auf den Erwerb des entsprechenden Heftes verwiesen.

E

Einkommende Zeitung (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
(E2)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Einkommende_Zeitungen
(E2)(L1) http://www.gutenberg-museum.de/uploads/Main&TaunusPanorama.pdf
(E2)(L1) http://www.leipziger-medienstiftung.de/leipzig/
(E2)(L1) http://www.rpl.sachsen.de/de/internet/unsere_region/gegenwart_geschichte/gegenwart.htm
...
Die erste Tageszeitung in Deutschland erschien 1650 in Leipzig und hieß "Einkommende Zeitung".
...


...
Die "Einkommenden Zeitungen" erschienen ab 1. Juli 1650 in Leipzig als Nachfolger der "Wöchentlichen Zeitung" und gelten, da sie sechs Mal in der Woche erschienen, als erste Tageszeitung der Welt.
Der Leipziger Drucker und Buchhändler Timotheus Ritzsch (1614–1678) druckte und vertrieb bereits seit 1643 in Leipzig eine "Wöchentliche Zeitung", die vier Mal in der Woche erschien. Ab 1650 ließ er sein Blatt sechs Mal in der Woche erscheinen und benannte es "Einkommende Zeitungen", wobei "Zeitungen" im damaligen Sprachgebrauch "Nachrichten" entsprach.
...


Die "Einkommende Zeitungen" enthielt also "Hereinkommende Nachrichten".

F

findarticles - Etymologie & etymology

(E?)(L?) http://www.findarticles.com/cf_0/PI/search.jhtml?magR=all+magazines&key=etymologie+etymology


fivetonine (W3)

(E?)(L?) http://www.fivetonine.de/
Der Name des Lifestyle-Magazins "five to nine" soll zum Audruck bringen, dass es sich an das schwer arbeitende Management richtet, das nach der Arbeitszeit von "09:00 to 05:00h (17:00h)" also in der Freizeit von 05:00h (17:00) bis zum morgen um 09:00h einen notwendigen und berechtigterweise etwas anspruchsvolleren Ausgleich sucht.

FOCUS, focus, Fokus (W3)

Das engl. "focus" und der dt. "Fokus" gehen zurück auf lat. "focus" = "Feuerstätte", "Herd". Daraus wurde in der Optik der "Brennpunkt" und im Neuigkeitenkarussell die Nachricht die für ein paar Seckuinden oder Minuten im Mittelpunkt steht.

(E?)(L?) http://www.focus.de/archiv
Das Online-Archiv umfasst die Texte aller Ausgaben des FOCUS-Magazins seit dem ersten Erscheinen im Jahr 1993 – mit Ausnahme der jüngsten Ausgaben.

FTD (W3)

"FTD" steht für "Financial Times Deutschland".

(E?)(L?) http://www.ftd.de/
FTD trademark

G

H

I

J

K

karfunkel

(E?)(L?) http://www.karfunkel.de/
Zeitschrift für erlebbare Geschichte, 10. Jahrgang - Karfunkel ist Gründungsmitglied des ersten deutschen Dachverbandes für erlebbare Geschichte, VITA HISTORICA und von CARP, der Cooperativen Allianz der Zeitschriften für Re-enactment.
Kleine Namenkunde der Stoffe - Gewandungen
von Michael Wolf aus Karfunkel Nr. 27 von 1999
Woher haben Tapete, Damast und Satin ihre Namen?
Über das italienische Wort "baldacchino" kam es im 17. Jahrhundert zu uns nach Mitteleuropa und bedeutet bei uns nur noch das Produkt, das aus diesem besonderen Stoff hergestellt wurde: das "Zelt", die "Überdachung".
Woher der seit spätestens dem 16. Jahrhundert weite Verbreitung findende Damast seinen Namen hat, ist schwerlich zu verheimlichen: Damaskus war die Stadt, die zuerst diesen Stoff über das Mittelmeer ins venezianische Italien brachte.
Überhaupt ist Italien die wichtigste Zwischenstation für Stoffe, für Mode. Der Bedarf an ausgefallenen und hochwertigen, ja sogar teueren Stoffen war zur Zeit der Renaissance, der Blüte Venetiens ungeheuer. So prägte das Italienische auch den Namen des dritten Stoffes, das aus dem Vorderen Orient nach Europa kam: Musseline ist feinste Baumwolle, die am oberen Tigris angebaut und auch noch hier verarbeitet wurde.
Von der Jute, dem Sackleinen, glauben wir, daß sie besonders mittelalterlich ist. In Indien heißt die Jute "dschat" und weil die Engländer nichts so gut lassen können wie es ist, schrieben sie Jute und sprachen weiterhin so etwas ähnliches aus wie "dschat". Das war aber eben nicht im Mittelalter, sondern erst im 18. Jahrhundert, als ein britischer Kaufmann sie mit auf die Insel brachte.
Die Baumwolle ist von den Spaniern nach Europa gebracht worden. Die Briten hießen sie "cotton", aus ähnlichen Gründen wie dem vorgenannten Beispiel, denn: "King Cotton" stammt nein, nicht etwa aus Khartoum. Die Deutschen nannten die Baumwolle lange "Kattun". Englisch oder Deutsch, der Begriff leitet sich her von "el kutn" aus dem Arabischen und dem was die Spanier damit assoziierten, dem spanischen "algodon".
Auch ein anderes Baumwollgewebe, Kaliko, stammt aus den östlichen Gefilden. Die indische Stadt Calicur lieferte zuerst diesen besonderen Stoff.
Für das 6. Jahrhundert n. Chr. sind in Konstantinopel zum erstenmal Eier des Seidenspinners nachgewiesen. Freilich gab es Seide schon viel eher - selbst bei den Pharaonen wurden kürzlich Seidenfäden in Grabkammern gefunden. Um 1600 begannen die Europäer es den Chinesen - wie so häufig - nachzutun, und Seide zu produzieren. Geradezu "mittelalterlich" muß man die Römer schimpfen, denn diesen haben wir das Wort Seide für diesen feinen Faden zu verdanken. In ihrer bekannten Feinfühligkeit nannten sie den Faden "seta serica" Borste, Roßhaar. Im Laufe der etymologischen Entwicklung wurde aus Seta die Seide. Aus Seta wurde auch Satin, der Seidenatlasstoff.
Atlas ist nun wieder arabisch und bedeutet fein, glatt. Schon im 16. Jahrhundert wurde der Stoff und das Wort bei uns gebräuchlich.
Auch bei den echten Wollen, also den tierischen, gibt es interessante Namensherleitungen. Die Kaschmirwolle kommt natürlich ausschließlich von Ziegen aus Kaschmir - jedenfalls zu Zeiten der Namensbegründung - was in Nordindien liegt. Die Tibetwolle, was haben wir anderes erwartet, von einer Ziege aus dem Himalaja und die Angorawolle, die man auch Mohair nennt, aus Angora. Krimmer ist eine weniger bekannte Wolle und kommt von den grauwolligen Schafen, die auf der Krim zuhause sind. Die Merinowolle kommt von gleichnamigen Schafsbock. Ein solches spanisches Edelschaf kann für Züchtungen heute bis zu 100.000 DM kosten. Der Name merino, spanisch, stammt vom lateinischen "majorinus", was so viel wie größer bedeutet.
Loden dagegen ist ein grobes Tuch, aber sehr warmhaltend. Im Mittelhochdeutschen bezeichnete man mit "lode" ein Haarbüschel, einen Bart, eine Zottel.
Popeline hört sich noch viel spaßiger an, wenn man erst einmal weiß, daß es päpstlich bedeutet. Das Wort ist französischen Ursprungs und meint alles Wollene und Seidene, das aus dem Avignon des Papstes stammt, der hier lange Zeit residierte.
Tüll ist ebenso französisch und kommt ursprünglich aus der französischen Stadt Tulle.
Batist trägt den Namen seines Erfinders Baptist (der Getaufte) Cambray, der im 13. Jahrhundert in Frankreich lebte.
Samt stammt wiederum aus dem Mittelhochdeutschen "samit", bedeutet auch zusammen, kommt aber aus dem griech. "hexamitos" und heißt sechsfädrig.
Daß Drillich von "tri-lix", lat., herstammt und dreifädrig bedeutet ist dann schon trivial. miwo

Kolumne (W3)

Auch Journalisten müssen ihr Brot verdienen. Manche machen das, indem sie eine Zeitschrift regelmässig mit einem Beitrag beliefern, der an einer festen Stelle, dh. in einer vorgegebenen Spalte erscheint (von lat. "columna" = "Säule").

(E?)(L?) http://www.janaszek.de/t/typograph-online.htm
Unter einer "Kolumne" versteht man oberhalb des eigentlichen Textes stehende Angaben zum Inhalt der Seite oder Stichwörter. Mitunter wird hier auch die Seitenzahl angegeben. Die "Kolumne" gehört mit zum Satzspiegel (vgl. Abb. ebd.).

(E?)(L?) http://www.kolumnen.de/
Berichte vom alltäglichen Wahnsinn
Ob Medienschelte oder Frontreport, bei kolumnen.de fackeln Top-Journalisten und Nachwuchsautoren nicht lange, sondern entdecken das Grenzgebiet rund um den guten Geschmack in unregelmäßigen Abständen immer wieder neu. Lesen und hören Sie aus einer bizarr anmutenden Themenauswahl.

(E2)(L1) http://www.typolexikon.de/
(E?)(L?) http://www.typolexikon.de/k/kolumne.html
Kolumne | Kolumnentitel | Kolumnenziffer | Lebender Kolumnentitel | Toter Kolumnentitel

(E1)(L1) http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/Archiv/Datum/d010209.html#w16
Sprachkolumne

(E6)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Kolumne
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Typografie
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Kolumne_%28Satz%29
Kolumne

(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Kolumnentitel
Kolumnentitel

L

M

N

O

P

pax-et-gaudium - Pax et Gaudium

(E?)(L?) http://www.pax-et-gaudium.de/
Pax et Gaudium hat sich den "Spass an der Geschichte" auf die (Druck-)Fahnen geschrieben. Es ist daher keine Zeitschrift, die sich der Etymologie verschrieben hat. Aber dennoch gibt es immer wieder einige Hinweise zu Geschichten von Wörtern. Und da die Artikel teilweise durchaus interessant geschrieben sind, lohnt sich auch die Lektüre unter etymologischen Gesichtspunkten.

fr-litera

Philologie

(E?)(L?) http://gallica.bnf.fr/scripts/ConsultationTout.exe?O=0015898
Zeitschrift für romanische Philologie
hrsg. von Dr. Gustav Gröber,... [puis] fortgef. und hrsg. von Dr. Alfons Hilka,... [puis] fortgef. und hrsg. von Dr. Walther von Wartburgh... [et al.]

Q

R

redigieren (W3)

von "redigere" = "in Ordnung bringen", "eintreiben", "wieder zurückbringen". Und dies macht ein Redakteur, wenn er in der Redaktion ein Manuskript druckfertig macht.

Manchmal kann er damit aber auch die Dinge erst die Unordnung bringen.

(E3)(L1) http://www.deutsches-rechtswoerterbuch.de/


S

Schriftleiter (W3)

Nach "chrismon 09/2006" wurden der "Zeitungsredakteur" von den Nazis zum "Schriftleiter" gemacht

Spektrum der Wissenschaft - Dossier: Die Evolution der Sprachen

(E?)(L?) http://www.spektrum.de/
Nachdruck 4/2001

sueddeutsche
Wortwörtlich - Koydls kleines Lexikon

(E?)(L?) http://www.sueddeutsche.de/ausland/kolumne/786/129566/
27.07.2008:

SZ-Korrespondent Wolfgang Koydl will es genau wissen und geht dem Ursprung der Wörter auf den Grund - jeden Freitag im etymologischen Wochenrückblick.



T

tecchannel - Etymologie-Suche

(E?)(L?) http://www.tecchannel.de/cgi-bin/overture/extended_search.pl?Keywords=etymologie


U

de-fremdw

Uni Essen - Fremdsprachenforschung

(E?)(L?) http://www.zff.uni-essen.de/
Zeitschrift für Fremdsprachenforschung
(u.a. Inhaltsverzeichnis aller erschienen Hefte und alphabetische Liste aller zitierten Literatur)

V

W

X

Y

Z

zeit - ZEIT - Online-Archiv

(E?)(L?) http://www.zeit.de/archiv/
ZEITonline erweitert das kostenlose Online-Archiv der ZEIT um ueber 250.000 Artikel. Seit Juni 2007 sind unter www.zeit.de/archiv alle seit 1995 in der ZEIT erschienenen Texte frei zugaenglich - nun kommt auch ein Grossteil des Archivs seit 1946 dazu. In der Fuelle der verfuegbaren Artikel koennen sich die Nutzer ueber eine Schlagwortsuche zurechtfinden: So laesst sich zum Beispiel anhand des Schlagwortes "Atomkraft" die gesamte Diskussion seit den 60ger Jahren in der Wochenzeitung nachverfolgen.
Entdecken Sie die juengere Zeitgeschichte neu.


(E?)(L?) http://www.zeit.de/suche/index?q=Etymologie&submit.x=0&submit.y=0&sort=relevanz
Am 04.01.2008 waren 56 "Etymologie-Treffer" zu finden:



Zeitschrift (W2)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitschrift
Die "Zeitschrift" kam als Neubildung im 17.Jh. auf, um "Chronik" (griech. "chronikós" = "die Zeit betreffend") zu ersetzen. Im 18.Jh. wurden damit dann eher (gelehrte) Periodika bezeichnet (auch "Journal"). Heute passt die Bezeichnung "Journal" wohl besser, reichen doch die Beiträge meist kaum über den Tag hinaus.

Zeitung (W2)

(E?)(L?) http://www.klassikerwortschatz.uni-freiburg.de/Beispiel/Zeitung.htm
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitung
...
Zwar gab es auch im 18. Jahrhundert schon Zeitungen in unserem heutigen Sinn, man nannte sie aber nicht durchwegs so, und wenn das Wort "Zeitung" verwendet wurde, war damit oft gar nicht das Papiererzeugnis selbst gemeint.
...



Man sollte es kaum glauben, aber "Zeitung" gibt es schon seit einigen Jahrhunderten.
Sicherlich hängt es auch mit "tidi" = "Zeit" auch "Gezeiten", "Flut", "Alter", "Tag" zusammen. Und wenn man heute von "Tageszeitung" spricht handelt es sich also auch um einen (kleinen) "weissen Schimmel".

Aber in der näheren Verwandtschaft findet sich "tidan" = "sich ereignen" aus dem bereits im 13.Jh. Bildungen wie "tidung" für "Botschaft", "Nachricht", "Meldung" hervorgingen. Diese wurden zu jener Zeit noch überwiegend mündlich weiter gegeben. Aber bereits im 15.Jh. wurden erste Drucke als "zeytung" bezeichnet. Und als die Drucktechnik die Voraussetzungen bot grössere Auflagen herauszugeben, sprach man dann im 17.Jh. von "Zeitung" im heutigen Sinn.