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Aphotismen - die neue literarische Kunstform!
Der bildhafte Aphorismus hat einen Bruder bekommen: Das aphoristische Bild.
Karin Janke, Fotografin und Autorin der Bücher "KinderAugenBlicke" und "KinderMiteinander" verbindet ein denk-erweiterndes Foto mit einem Aphorismus zu einer dichten Einheit.
Das "r" in dem Wort "Aphorismen" wird zum "t". Das neue Wort "Aphotismen" ist entstanden. So macht die Autorin deutlich, welchen Stellenwert das Foto besitzt:
Bei einem echten Aphotismus ist das Bild der Gedankengeber. Es wird nicht einem bestehendem Text hinzugefügt, sondern ist durch sein Motiv der Auslöser für den Aphorismus.
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Das Wort "Aphotismen" wurde vom bekannten Journalisten, Verleger und Aphoristiker Peter Hohl kreiert. Seine Begriffsbeschreibung sowie ein paar Beispiele anhand von Bildern und Texten von Karin Janke sind »»hier«« zu sehen.
Bauern waren schon immer besonders abhängig vom Wetter und haben es deshalb genau beobachtet. Dabei fielen ihnen gewisse Regelmäßigkeiten auf, etwa in den Wetterabläufen oder in der Entwicklung von Obst und Getreide.
Bauernregeln nennt man die sich meist auf die Wettervorhersage beziehenden Sprüche des Volksmundes. Meist bei den Kulturnationen vorhanden, fehlen sie auch primitiven Völkern nicht ganz. Bald gereimt, bald ungereimt, sind die Bauernregeln, deren Kenntnis naturgemäß unter der Landbevölkerung am ausgedehntesten ist, teils auf lokale Witterungserscheinungen gegründet, teils als Traditionsgut aus der Antike übernommen. Soweit die Sprüche antikes Gut bergen, sind sie durch Vermittlung der Kirche in Deutschland verbreitet worden; bekanntlich gehörte es schon frühe zu der Tätigkeit der Mönche, Feld- und Gartenbaukultur zu pflegen. Von diesen meist astrologisch beeinflußten Regeln, die vielfach das Ergebnis eingehender meteorologischer Beobachtungen des Altertums enthalten, sind ganz jene andern Sprüche zu trennen, die aus ungeschulter, naiver Naturbeobachtung des deutschen Volkes hervorgegangen sind und in die sich teilweise noch Relikte der deutschen Mythologie gerettet haben. Heute sind beide Richtungen so stark aneinander angeglichen, daß es unmöglich scheint, die Verbreitungsgebiete einzelner Vorstellungen geographisch gegeneinander abzugrenzen.
Die Form dieser, Bauernregeln genannten, Sprüche ist stets ein Bedingungssatz.
Nach den in dem Nebensatz dieser Perioden enthaltenen Bedingungen darf man die Bauernregeln etwa in folgende vier Gruppen gliedern:...
- 1. Astrologische Sprüche.
- 2. Sprüche, in denen Aussagen für Ernte usw. gemacht werden.
- 3. An Windeswehen, Donner und Blitzerscheinungen angeknüpfte Regeln.
- 4. Weissagungen aus Erscheinungen der Tier- und Pflanzenwelt.
Ausdrücke wie beispielsweise "Aufmerksamkeit zollen", "freie Marktwirtschaft", "gut und gerne", "blinder Passagier", "etwas auf dem Kerbholz haben" oder "sich eins ins Fäustchen lachen" prägen den Wortschatz einer Sprache in hohem Maße und sind so allgegenwärtig, dass sie sowohl für Muttersprachler als auch für Nicht-Muttersprachler unverzichtbar für Sprachverstehen und Sprachverwendung sind. Es handelt sich bei diesen festen Wortverbindungen um in vielerlei Hinsicht verschiedenartige sprachliche Phänomene, die traditionell zum Gegenstand der Phraseologieforschung gehören und aufgrund ihrer besonderen semantischen, syntaktischen und distributiven Eigenschaften hohe Anforderungen an linguistische Beschreibung und lexikografische Kodifizierung stellen.
Das durch den Wolfgang-Paul-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderte Projekt „Kollokationen im Wörterbuch“ unter Leitung der Preisträgerin Christiane Fellbaum konzentrierte sich auf einen ausgewählten Bereich im weiten Spektrum der festen Wendungen, auf Verb-Nomen-Verbindungen idiomatischen Charakters, wie es z.B. "eins hinter die Löffel bekommen" oder "etwas auf die hohe Kante legen" sind. Die komplexe semantische und syntaktische Analyse einer möglichst großen Anzahl deutscher Verb-Nomen-Idiome sowie ihre lexikografische Erfassung waren das Ziel des Projekts.
Die Untersuchung wurde grundlegend gestützt durch moderne computerlexikografische Arbeitsmethoden. Die empirische Basis der Analysen bildete das DWDS, ein repräsentatives und linguistisch aufbereitetes elektronisches Korpus aus Texten des gesamten 20. Jahrhunderts, das an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften unter Leitung von Wolfgang Klein und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Sozialwissenschaften und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erstellt wurde und das mit der digitalisierten Version des Wörterbuchs der deutschen Gegenwartssprache von Ruth Klappenbach und Wolfgang Steinitz (Berlin 1961–1977) verknüpft ist.
Darüber hinaus waren Vergleiche mit anderen Sprachen vorgesehen, z.B. mit dem Englischen ("British National Corpus" - "BNC"), dem Spanischen ("Corpus de Referencia del Español Actual" - "CREA") und dem Neugriechischen ("Hellenic National Corpus" - "HNC").
Bei dem Vorhaben handelte es sich um Grundlagenforschung, von der ohne Zweifel Phraseologie, Lexikografie, Computerlinguistik, Theorie und Praxis des Übersetzens oder auch der Fremdsprachenunterricht - um nur einige Bereiche zu nennen - profitieren werden.
„Nennformen“ aller bearbeiteten Idiome / „Canonical forms“ of the analysed idioms
Nennform | weitere Angaben | Belege | Semantik | Struktur | Morphosyntax | Transformationen
- mnch. wischen sich gegenseitig eins aus
- jmd. pfeift sich eins
- jmd. grinst sich eins
- jmd. feixt sich eins
- jmd. kann nicht bis drei zählen
- jmd. wischt jmdm. eins aus
- jmd. lacht sich eins
- jmd./etw. gerät aufs Abstellgleis
- etw./jmd. führt/lockt jmdn. auf Abwege
- etw./jmd. bringt etw./jmdn. auf Abwege
- jmd./etw. gerät auf Abwege
- etw./jmd. führt jmdn. auf Abwege
- jmd. gerät auf Abwege
- jmd. befindet sich auf Abwegen
- jmd. wandelt auf Abwegen
- jmd. hat etw. im Ärmel
- jmd. schüttelt/zieht etw. aus dem Ärmel: 1. Lesart 2. Lesart
- ##im Ärmel##
- jmd. schickt jmdn. aufs Altenteil
- jmd. zieht sich aufs Altenteil zurück
- jmd. schickt etw. aufs Altenteil
- jmd. sitzt auf dem Altenteil
- jmd. lässt sich nicht aufs Altenteil schieben/schicken
- ##Amt und Brot##
- jmd. verliert Amt und Brot
- jmd. bringt jmdn. um Amt und Brot
- jmd. lässt sich nicht auf den Arm nehmen
- jmd. nimmt sich selbst auf den Arm
- jmd. fühlt sich auf den Arm genommen
- jmd. nimmt jmdn./etw. auf den Arm
- ##ohne großes Aufheben##
- jmd. macht viel Aufhebens von etw.
- jmd. macht viel Aufhebens um etw.
- ##etw. ist nicht des/keines Aufhebens wert##
- jmd. macht Ausflüchte
- ##Ausflüchte##
- ##jmd. zieht die Backenbremse##
- ## jmd. macht Backschaft ##
- ##etw. ist ein Bärendienst##
- jmd. erweist jmdm./etw. einen Bärendienst: 1. Lesart 2. Lesart
- ##Bärendienst##
- jmd. erweist sich einen Bärendienst
- jmd. legt sich auf die Bärenhaut
- jmd. liegt auf der Bärenhaut
- mnch. pinkeln sich ans Bein
- jmd. pinkelt jmdm. ans Bein
- jmd. macht sich auf die Beine: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hält mit etw. nicht hinterm Berg
- jmd. hält mit etw. nicht hinter dem Berg
- jmd. legt sich ins gemachte Bett
- jmd. geht mit jmdm. ins Bett
- jmd. legt sich/steigt/geht mit jmdm. ins Bett
- jmd. geht am Bettelstab
- jmd./etw. bringt jmdn. an den Bettelstab
- ##Bettelstab##
- jmd. kommt an den Bettelstab
- jmd. nimmt jmdm. die Binde von den Augen
- jmd. trägt die Binde vor den Augen
- jmdm. fällt die Binde von den Augen
- etw. geht in die Binsen: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart 4. Lesart
- ##Blatt vor dem Mund##
- jmd. nimmt kein Blatt vor den Mund
- jmd. sagt etw. durch die Blume
- jmd. spricht durch die Blume
- ##durch die Blume##
- das Blut ist in Wallung
- das Blut gerät/kommt in Wallung
- etw./jmd. bringt das Blut in Wallung
- etw. liegt jmdm. im Blut
- jmd. hat etw. im Blut
- jmd. hat einen Bock geschossen
- der Bock wird zum Gärtner
- ##der Bock als Gärtner##
- jmd. macht den Bock zum Gärtner
- der Bock macht sich zum Gärtner
- jmd. jagt jmdn. ins Bockshorn
- jmd. lässt sich nicht ins Bockshorn jagen
- jmd. hat den Bogen raus: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. kriegt den Bogen raus
- jmd. klebt jmdm. ein/das Bonbon ans Hemd
- jmd./etw. schlägt eine Bresche in etw.
- jmd. wirft jmdn./etw. in die Bresche
- jmd. wirft sich in die Bresche
- jmd. springt in die Bresche
- jmd. schlägt eine Bresche
- jmd. lässt sich etw. nicht vom Brot nehmen
- jmd. macht Bruch
- jmd. nimmt einen zur Brust
- jmd. nimmt jmdn. zur Brust: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. nimmt sich etw. zur Brust
- jmd. nimmt sich jmdn. zur Brust
- ##jmdm. fällt die Bude auf den Kopf##
- jmd. hält mit etw. hinterm Busch
- jmd. nimmt jmdm. die Butter vom Brot
- jmd. lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen
- mnch. nehmen sich gegenseitig die Butter vom Brot
- jmd. lässt sich vom jmdm. nicht die Butter vom Brot nehmen
- jmd. packt die Chance beim Schopf/Schopfe
- jmd. gibt jmdm. eins aufs Dach: 1. Lesart 2. Lesart
- jmdm. fällt das Dach auf den Kopf: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. kriegt/bekommt eins aufs Dach: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart 4. Lesart
- jmd. ist auf dem Damm: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd./etw. bringt jmdn. auf den Damm
- jmd. kommt auf den Damm
- jmdm. fällt die Decke auf den Kopf: 1. Lesart 2. Lesart
- etw./jmd. geht jmdm. auf den Docht
- jmd. zieht die Drähte
- jmd. ist auf Draht: 1. Lesart 2. Lesart
- ##auf Draht gezogen##
- jmd./etw. geht auf Draht
- jmd./etw. ist auf Draht
- ##Drahtzieher##
- mnch. haben etw. in den Dreck gefahren
- jmd. zieht sich (selbst) aus dem Dreck
- jmd. liegt/sitzt/steckt im Dreck
- jmd. lässt jmdn./etw. im Dreck liegen/sitzen/stecken
- jmd. zieht jmdn./etw. aus dem Dreck
- jmd. zieht jmd./etw. durch/in den Dreck
- ##jmd. findet den Dreh##
- etw. verursacht einen Drehwurm
- jmd. kriegt einen Drehwurm
- ##auf du/Du und du/Du mit jmdm./etw.##
- ##auf du und du/ auf Du und Du##
- jmd. steht/ist mit etw. auf du/Du und du/Du
- jmd. steht/ist mit jmdm. auf du/Du und du/Du
- jmd. hat keinen (blassen) Dunst von etw.
- ##über den Durst##
- jmd. trinkt (einen) über den Durst
- jmd. kennt/beherrscht etw. aus dem Effeff
- ##aus dem Effeff##
- etw./jmd. geht jmdm. auf die Eier
- jmd. holt das Eisen aus dem Feuer
- jmd. hat ein Eisen im Feuer
- jmd. hat zwei Eisen im Feuer
- ##Eisen im Feuer##
- jmd. hat (mehrere) Eisen im Feuer
- jmd. bringt jmdn. unter die Erde
- jmd. kommt unter die Erde
- jmd./etw. bringt jmdn. unter die Erde
- jmd. bringt etw. unter die Erde
- ##Extrawurst##
- jmd. brät eine Extrawurst
- jmd. brät jmdm. eine Extrawurst
- jmd. zog die/alle Fäden an sich
- jmd. zieht Fäden/die Fäden
- jmd. zieht die Fäden: 1. Lesart 2. Lesart
- ##Fädenzieher##
- jmd. lacht sich ins Fäustchen
- jmd. lacht sich eins ins Fäustchen
- jmd./etw. bringt jmdn./etw. in Fahrt
- etw. bringt jmdn. in Fahrt
- etw./jmd. bringt jmdn. in Fahrt
- jmd./etw. bringt etw./jmdn. in Fahrt
- jmd./etw. bringt jmdn. in Fahrt
- jmd./etw. bringt etw. in Fahrt
- etw. schlägt dem Faß den Boden aus
- ##das schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht##
- etw. bringt jmdn. aus der Fasson
- jmd. gerät aus der Fasson
- etw. gerät aus der Fasson
- jmd. macht (mit jmdm./etw.) nicht viel Federlesens
- ##ohne viel Federlesens##
- jmd. zieht jmdm. das Fell über die Ohren: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart 4. Lesart
- jmd. braucht ein dickes Fell
- jmd. bekommt/entwickelt/kriegt ein dickes Fell
- jmd. hat ein dickes Fell
- ##ein dickes Fell##
- jmd. legt sich ein dickes Fell zu
- jmd. gibt Fersengeld
- jmd. macht Fettlebe
- jmd. tritt in Fettnäpfchen
- jmd. lässt kein Fettnäpfchen aus
- jmd. tritt ins Fettnäpfchen
- ## Fettnäpfchen ##
- jmd. tritt in Fettnäpfe
- ## Fettnapf ##
- jmd. tritt in den Fettnapf
- etw. bringt jmdn. zwischen zwei Feuer
- jmd. hat etw. im Feuer: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. gerät zwischen zwei Feuer
- jmd. steht/sitzt zwischen zwei Feuern
- jmd. macht den Finger krumm
- jmd. macht für jmdn./etw. keinen Finger krumm
- jmd. hat Fischblut (in den Adern)
- jmd./etw. kommt/gerät unter die Fittiche
- jmd. nimmt jmdn./etw. unter seine Fittiche
- jmd. hat jmdn./etw. unter seiner Fittiche
- jmd. schlüpft/begibt sich unter die Fittiche
- ##unter den Fittichen##
- ##Flausen im Kopf##
- jmd. hat Flausen im Kopf
- jmd. setzt jmdm. Flausen in den Kopf: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. schlägt/treibt jmdm. die Flausen aus dem Kopf
- jmd. fällt vom Fleisch/Fleische
- jmd. kann keiner Fliege ein Leid tun/antun/zufügen
- jmd. (kann) keiner Fliege etwas/was zuleide tun
- jmd. bringt jmdm. (die) Flötentöne bei
- jmd. bringt jmdm. die Flötentöne bei
- jmd. bringt etw. die Flötentöne bei
- jmd. setzt jmdm. einen Floh ins Ohr
- ##Floh im Ohr##
- jmd. hat Fracksausen
- jmdn. packt das Fracksausen
- jmd. bekommt Fracksausen/das Fracksausen
- jmd. bringt jmdn. auf Friedensfuß
- jmd. bringt jmdn./etw. unter die/seine Fuchtel
- jmd. schwingt die Fuchtel
- jmd. steht unter der Fuchtel
- jmd. hat/hält jmdn./etw. unter seiner/der Fuchtel
- jmd. nimmt jmdn./etw. unter die/seine Fuchtel
- jmd. gerät unter die Fuchtel
- jmd. macht kurze Fuffzehn
- ##am Gängelband##
- jmd. befreit/löst jmdn. vom Gängelband
- jmd. führt/hält jmdn. am Gängelband
- jmd. hängt am Gängelband
- jmd. nimmt jmdn. ans Gängelband
- jmd. wirft sich in Gala
- jmd. gehört an den Galgen
- jmd. endet am Galgen
- jmd. wünscht jmdn. an den Galgen
- jmd. bringt jmdn. an den Galgen
- ##an den Galgen##
- jmd. kommt an den Galgen
- ## jmd. hat Gamaschen ##
- ##jmd. hält jmdm. eine Gardinenpredigt##
- ##Gardinenpredigt##
- jmd./etw. kommt jmdm./etw. ins Gehege
- jmd./etw. kommt mit jmdm./etw. ins Gehege
- jmd. kommt sich mit jmdm. ins Gehege
- mnch. kommen sich ins Gehege
- etw. spielt die erste Geige
- etw. spielt keine Geige
- etw. spielt die zweite Geige
- jmd. spielt die erste Geige
- jmd. spielt die zweite Geige
- jmd. packt die Gelegenheit beim Schopf/Schopfe
- die Gemüter geraten in Wallung
- etw./jmd. bringt die Gemüter in Wallung
- jmd. hat den Geschmack auf der Zunge
- jmd. wirft jmdm. etw. ins Gesicht
- jmd. schleudert jmdm. etw. ins Gesicht
- jmd. schlägt jmdm./etw. ins Gesicht
- jmd. sagt jmdm. etw. ins Gesicht
- etw. schlägt etw. ins Gesicht
- jmd. schmeißt jmdm. etw. ins Gesicht
- etw. schlägt jmdm. ins Gesicht
- jmd. bewegt sich auf Glatteis
- jmd. gerät aufs Glatteis
- jmd. begibt sich aufs Glatteis
- jmd. lässt sich nicht aufs Glatteis führen
- jmd. führt jmdn. aufs Glatteis
- jmd./etw. gerät auf ein totes Gleis
- jmd./etw. gerät auf ein falsches Gleis
- jmd./etw. bringt etw. ins richtige/rechte Gleis/Geleise
- jmd./etw. ist auf dem toten Gleis
- jmd. setzt/schiebt/bringt etw. auf ein falsches/das falsche Gleis
- jmd./etw. kehrt ins alte Gleis/Geleise zurück
- jmd./etw. schiebt jmdn./etw. auf ein totes Gleis
- jmd./etw. gerät aufs falsche Gleis
- etw. kommt ins richtige/rechte Gleis/Geleise
- jmd./etw. schiebt jmdn./etw. aufs tote Gleis (ab)
- jmd./etw. führt jmdn. auf ein falsches/das falsche Gleis
- jmd./etw. ist auf dem falschen Gleis
- jmd./etw. lenkt/bringt etw. in neue/andere Gleise
- jmd./etw. bewegt sich in den alten Gleisen/Geleisen
- jmd. hängt etw. an die große Glocke
- etw. kommt an die große Glocke
- jmd. wägt etw. auf/mit der Goldwaage
- jmd. legt etw. auf die Goldwaage
- jmd. nimmt etw. mit ins Grab: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart 4. Lesart
- etw. sinkt ins Grab
- jmd. /etw. bringt jmdn. ins Grab: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. sinkt ins Grab
- jmd. folgt jmdm. ins Grab
- jmd. nimmt jmdn. mit ins Grab
- etw. folgt jmdm. ins Grab
- jmd. hört das Gras wachsen: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. beißt ins Gras: 1. Lesart 2. Lesart
- ##etw./jmd. ist das/ein Haar in der Suppe##
- jmd. sucht das Haar in der Suppe
- jmd. sucht nach einem/dem Haar in der Suppe
- jmd. findet ein Haar in der Suppe
- ##ein/das Haar in der Suppe##
- jmd. hat Haare auf den Zähnen
- jmd. zieht sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf
- ##mit Haaren auf den Zähnen##
- jmd. schlägt die Hände vors Gesicht
- jmd. legt die Hände in den Schoß
- ##die Hände im Schoß##
- jmd. sitzt auf seinen/den Händen
- ##mit den Händen im Schoß##
- etw. bringt jmdn. aus dem Häuschen
- jmd./etw. lässt jmdn. aus dem Häuschen geraten
- jmd. ist aus dem Häuschen: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd./etw. bringt jmdn. aus dem Häuschen
- jmd. gerät aus dem Häuschen: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hat jmdn./etw. auf dem Hals/Halse
- jmd. hat jmdn. auf dem Hals
- jmd. bekommt jmdn./etw. auf den Hals
- jmd. hat etw. in den falschen Hals bekommen/gekriegt
- jmd. hetzt/schickt jmdm. jmdn. auf den Hals
- etw. gerät jmdm. in den falschen Hals
- ##mit der linken Hand##
- jmd. kommt zum Handkuss: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. nimmt jmdn./etw. mit Handkuß
- jmd. wirft/schleudert jmdm. den Handschuh ins Gesicht
- jmd. gerät in Harnisch
- jmd. bringt jmdn. in Harnisch
- etw. bringt jmdn. in Harnisch
- jmd. ergreift das Hasenpanier
- jmd. fällt mit etw. ins Haus
- jmd. legt sich auf die faule Haut: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. fährt aus der Haut
- jmd. kann sich nicht auf die faule Haut legen
- jmd. liegt auf der faulen Haut
- jmd. liegt nicht auf der faulen Haut
- das Herz rutscht jmdm. in die Hose
- jmd. trägt das/sein Herz auf der Zunge
- ##sein/das Herz ist eine/keine Mördergrube##
- ##sein/das Herz wird zur Mördergrube##
- ##Herz in der Hose##
- jmd. macht aus seinem Herzen keine Mördergrube
- jmd. stellt sich auf die Hinterbeine: 1. Lesart 2. Lesart
- ## in der Hinterhand ##
- jmd. hat etw./jmdn. in der Hinterhand
- etw./jmd. bleibt in der Hinterhand
- jmd. behält etw. im Hinterkopf
- jmd./etw. gerät ins Hintertreffen
- jmd./etw. ist im Hintertreffen
- etw./jmd. lässt etw./jmdn. ins Hintertreffen geraten
- ##aus dem Hintertreffen##
- jmd. liegt im Hintertreffen
- jmd./etw. bringt jmdn. ins Hintertreffen
- jmd. packt etw./jmdn. bei den Hörnern
- jmd. ist auf den Hund gekommen
- jmd. hat jmdn./etw. auf den Hund gebracht
- jmd./etw. ist auf dem Hund
- jmd./etw. ist auf den Hund gekommen
- jmd./etw. geht vor die Hunde
- jmd. läßt jmdn./etw. vor die Hunde gehen
- jmd. jagt jmdn. vor die Hunde
- jmd. nagt am Hungertuch
- jmdm. platzt/reißt die Hutschnur
- etw. geht jmdm. über die Hutschnur
- jmd. schickt/befördert jmdn. in die ewigen Jagdgründe
- ## die ewigen Jagdgründe ##
- jmd. hat einen im Kahn
- jmd. zieht jmdn./etw. durch den Kakao
- ##bei jmdm. liegt der Kamm bei der Butter##
- jmd. hält jmdn. an der Kandare
- jmd. nimmt sich selbst an die Kandare
- jmd. lässt sich nicht an die Kandare nehmen
- jmd. zieht/legt jmdm. die Kandare an
- jmd. nimmt jmdn. an die Kandare
- jmd. reitet jmdn. auf Kandare
- jmd. liegt an der Kandare
- jmd. nimmt etw. auf seine Kappe
- etw. geht auf seine Kappe
- ##auf eigene Kappe##
- jmd. fährt den Karren an/gegen/vor die Wand
- der Karren/die Karre steckt im Dreck
- jmd. pinkelt/pisst jmdm. an den Karren/die Karre
- der Karren/die Karre fährt in den Dreck
- jmd. fährt jmdm. an den Karren
- der Karren fährt an die Wand
- jmd. lässt den Karren an/gegen/vor die Wand fahren
- jmd. zieht den Karren aus dem Dreck
- mnch. haben den Karren in den Dreck gefahren
- jmd. macht Kassensturz/einen Kassensturz
- jmd. kriegt Kattun: 1. Lesart 2. Lesart
- ##Katzenwäsche##
- etw./jmd. geht jmdm. auf den Keks
- etw. geht jmdm. auf die Kette
- jmd. hat jmdn. auf dem Kieker: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- jmd. macht sich lieb Kind bei jmdm.
- ##jmd. ist lieb Kind##
- jmd. macht Kippe: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd./etw. lässt die Kirche im Dorf
- jmd. lässt die Kirche im Dorf
- ##mit der Kirche ums Dorf##
- die Kirche bleibt im Dorf: 1. Lesart 2. Lesart
- mit jmdm. ist nicht gut Kirschen essen
- jmd. kriegt eins auf die Klappe: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. wirft sich in Kluft
- etw. läßt sich nicht übers Knie brechen
- jmd. bricht etw. übers Knie: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. macht sich einen Knoten ins Taschentuch
- mnch. werfen sich (gegenseitig) Knüppel zwischen die Beine
- der Knüppel bleibt im Sack
- der Knüppel kommt/fährt aus dem Sack
- jmd. holt den Knüppel aus dem Sack
- jmd. wirft jmdm. Knüppel zwischen die Beine
- jmd. bekommt Knüppel zwischen die Beine
- ##Knüppel aus dem Sack##
- ## jmd. hat/schiebt Kohldampf ##
- jmd. macht Kommissionen
- jmd. lässt sich von jmdm. nicht auf den Kopf spucken
- jmd. steckt den Kopf in den Sand
- ##Kopf in den Sand##
- jmd. kann jmdm. auf den Kopf spucken
- jmd. zieht den Kopf aus dem Sand
- ##kein Kopf und kein Arsch#
- jmd. spuckt jmdm. auf den Kopf
- ##Kopf im Sand##
- jmd. zieht etw. in den Kot
- etw. geht jmdm. auf den Kranz
- jmd. legt jmdn. aufs Kreuz: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- jmd. leiert jmdm. etw. aus dem Kreuz
- jmd. fällt aufs Kreuz
- jmd. steht mit jmdm. auf Kriegsfuß
- jmd. steht mit etw. auf Kriegsfuß
- jmd. setzt jmdn. auf Kriegsfuß
- jmd./etw. steht mit etw. auf Kriegsfuß
- jmd. hat einen in der Krone
- die Kuh ist/bleibt auf dem Eis
- die Kuh ist vom Eis
- jmd. hat die Kuh vom Eis
- jmd. holt/bringt/bekommt/kriegt die Kuh vom Eis
- jmd. lässt die Kuh fliegen
- irgw. fliegt die Kuh
- etw. geht auf keine Kuhhaut
- jmd. kriegt die Kurve
- jmd. nimmt jmdn./etw. mit Kußhand
- ##mit Kußhand##
- jmd. gießt sich einen auf die Lampe
- etw. kippt jmdn. aus den Latschen/Schuhen
- jmd. kippt aus den Latschen/Pantinen: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. kippt jmdn. aus den Latschen
- jmd. erhält/bekommt den Laufpaß
- jmd. gibt jmdm. den Laufpaß: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. bekommt den Laufpaß
- jmdm. ist eine Laus über die Leber gelaufen
- jmd. spricht frei von der Leber weg
- jmd. zieht vom Leder: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- etw. geht aus dem Leim: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. geht aus dem Leim
- jmd. lockt jmdn. auf die Leimrute
- jmd. bleibt an der Leimrute kleben
- jmd. kriecht/geht jmdm. auf die Leimrute
- jmd. legt eine Leimrute aus
- jmd. zieht Leine
- jmd. liest jmdm. die Leviten
- jmd./etw. führt jmdn. hinters Licht
- jmd. fühlt sich hinters Licht geführt
- jmd. stellt sein Licht nicht unter den Scheffel
- jmd. lässt sich hinters Licht führen
- jmd. redet jmdm. ein Loch in den Bauch
- ##ein Loch in den Bauch##
- jmd. pfeift auf/aus dem letzten Loch
- etw. pfeift auf/aus dem letzten Loch
- jmd. freut sich ein Loch in den Bauch
- jmd. bohrt sich ein Loch ins Knie
- jmd. fragt jmdm. Löcher in den Bauch
- jmd. gibt den Löffel ab: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- jmd. gibt jmdm. eins hinter die Löffel
- jmd. kriegt/bekommt eine/was hinter die Löffel
- jmd. kriegt was/eins hinter die Löffel/Ohren
- ##Lohn und Brot##
- mnch. kommen in Lohn und Brot
- jmd. hält jmdn. in Lohn und Brot
- mnch. stehen/sind in Lohn und Brot
- jmd./etw. bringt jmdn. in Lohn und Brot
- ##in Lohn und Brot##
- jmd. hat etw. in der Mache
- etw. ist in der Mache
- jmd. kriegt jmdn. in die Mache
- jmd. hat jmdn. in der Mache
- jmd. nimmt jmdn. in die Mache
- jmd. macht Männchen: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hat jmdn./etw. in der Mangel
- jmd. nimmt jmdn. in die Mangel
- jmd. ist in der Mangel
- jmd. gerät in die Mangel
- jmd. wird durch die Mangel gedreht
- jmd. hat Manschetten vor etw./vor jmdm.
- jmd. bekommt/kriegt Manschetten
- jmd. fährt jmdm. übers Maul
- jmd. hält Maulaffen feil
- jmd. bekommt/kriegt die Maulsperre
- jmd. setzt jmdm. das Messer auf die Brust
- jmd. macht jmdn. zur Minna
- jmd./etw. steht in Mißkredit
- jmd./etw. bringt jmdn./etw. in Mißkredit
- jmd./etw. bringt sich in Mißkredit
- jmd./etw. gerät in Mißkredit
- jmd. macht aus seiner Mördergrube ein/kein Herz
- ##Mördergrube##
- jmd. macht aus etw. keine Mördergrube
- jmd. ist vom Mond gefallen
- jmd. kommt vom Mond
- ##jmd. hält jmdm. eine Moralpredigt##
- ##Moralpredigt##
- ##aus einer/der Mücke wird ein Elefant##
- jmd. macht aus einer Mücke einen Elefanten
- jmd. fährt jmdm. über den Mund
- jmd. nimmt jmdm. etw. aus dem Mund/Munde
- jmd. hat etw. mit der Muttermilch eingesogen/aufgesogen
- etw. wird jmdm. mit der Muttermilch eingeflößt
- jmd. bekommt etw. mit der Muttermilch eingeflößt
- jmd. schlägt sich die Nacht/die Nächte um die Ohren
- jmdm. liegt der Name/das Wort auf der Zunge
- jmd. reibt jmdm. etw. unter die Nase
- etw. fährt/steigt jmdm. in die Nase
- etw. steigt/fährt jmdm. in die Nase
- etw. steigt jmdm. in die Nase
- jmd. zieht jmdm. etw. aus der Nase
- jmd. lässt sich etw. aus der Nase ziehen
- jmd. sitzt in den Nesseln
- jmd. setzt sich in die Nesseln
- jmd. zieht die Notbremse: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hat Oberwasser
- etw. gibt/verschafft jmdm. Oberwasser
- jmd. bekommt/gewinnt Oberwasser
- ## Öl ins Feuer ##
- jmd. gießt Öl ins Feuer
- jmd. legt sich aufs Ohr
- jmd. bekommt/kriegt eins hinter die Ohren/Löffel
- jmd. schreibt jmdm. etw. hinter die Ohren
- jmd. soll sich etw. hinter die Ohren schreiben
- jmd. gibt jmdm. eins hinter die Ohren
- jmd. kriegt/bekommt ein paar/eins hinter die Ohren
- etw./jmd. bringt jmdn. auf die Palme
- jmd. ist auf der Palme
- jmd. geht auf die Palme
- jmd. hat sich etw. aufs Panier geschrieben
- etw. steht auf dem Panier
- jmd. hat etw. auf sein Panier geschrieben
- jmd. stellt/steckt jmdn. unter den Pantoffel
- jmd. steht unter dem Pantoffel
- jmd. hat/hält jmdn. unter dem Pantoffel
- jmd. hilft jmdm. aus der Patsche
- jmd. sitzt in der Patsche
- jmd. zieht sich aus der Patsche
- jmd. hilft sich aus der Patsche
- jmd. zieht jmdn. aus der Patsche
- jmd. haut auf die Pauke: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart 4. Lesart
- jmd. hat jmdn. auf der Pelle
- jmd. sitzt/hängt jmdm. auf der Pelle
- jmd. geht jmdm. nicht von der Pelle
- jmdm. fällt keine Perle/kein Stein aus der Krone
- jmd. haut jmdn. in die Pfanne: 1. Lesart 2. Lesart
- mnch. hauen sich gegenseitig in die Pfanne
- jmd. hat etw. auf der Pfanne
- jmd. haut etw. in die Pfanne
- jmd. gibt auf/für jmdn./etw. keinen Pfifferling
- jmd. gibt/haut jmdm. eins auf die Pfoten
- jmd. haut/klopft jmdm. auf die Pfoten
- ##von Pontius zu Pilatus##
- jmd. wird von Pontius zu Pilatus geschickt
- jmd. läuft von Pontius zu Pilatus
- jmd. macht Proselyten
- jmd./etw. setzt den Punkt/das Tüpfelchen aufs/auf das i
- ##I/i-Punkt##
- jmd. macht Quartier
- jmd. betrachtet die Radieschen/das Gras von unten
- ##in Rätseln##
- jmd. spricht in Rätseln
- jmd. ist unter die Räuber gefallen
- jmd. fällt unter die Räuber
- ##auf den Ranzen##
- jmd. lässt alle Register spielen
- jmd. zieht alle Register
- jmd. spielt auf allen Registern
- jmd./etw. fährt einen heißen Reifen
- ##heiße/heißer Reifen##
- jmd. macht sich einen/seinen Reim auf etw.
- jmd. kann sich keinen Reim auf etw. machen
- jmd. schreibt etw. ins reine/Reine
- jmd. kommt mit sich (selbst) ins reine/Reine
- ##ins Reine/reine##
- jmd. kommt mit etw. ins reine/Reine
- jmd. kommt mit jmdm. (über etw.) ins reine/Reine
- jmd. bringt etw. ins reine/Reine
- jmd. zieht die Reißleine
- jmd. hat zuviel auf den Rippen: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. leiert jmdm. etw. aus den Rippen
- jmd. hat nichts auf den Rippen: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- jmd. schneidet sich etw. aus den Rippen
- jmd. kann sich etw. nicht aus den Rippen schneiden: 1. Lesart 2. Lesart
- man kann jmds. Rippen zählen: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- mnch. schauen/gucken in die Röhre: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd./etw. läßt jmdn. in die Röhre schauen/gucken
- ##Rosinen im Kopf##
- jmd. hat (große) Rosinen im Kopf
- jmd. kriegt eins auf die Rübe
- jmd. gibt jmdm. eins auf die Rübe
- etw./jmd. geht jmdm. auf den Sack
- ##jmd. schlägt den Sack und meint den Esel##
- etw. berührt in jmdm. eine verwandte Saite/verwandte Saiten
- jmd. hat den Salat
- jmd. baut auf Sand: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hat etw. auf Sand gesetzt
- jmd. streut jmdm. Sand in die Augen
- ##jmd./etw. sitzt auf dem Sand##
- jmd. reibt sich den Sand aus den Augen
- jmd. hat etw. auf Sand/auf den Sand gesetzt
- etw. ist auf Sand gebaut
- jmd./etw. setzt jmdn. auf (den) Sand
- der Sandmann/das Sandmännchen streut jmdm. Sand in die Augen
- jmd. hat seine Schäfchen im Trockenen
- jmd. bringt seine Schäfchen ins Trockene
- jmd. ist in Schale
- ##in Schale##
- ##in Schale geworfen##
- jmd. wirft sich in Schale
- jmd. schlägt Schaum
- jmd. stellt etw. nicht unter den Scheffel
- jmd. stellt etw. unter den Scheffel
- etw. liegt in Scherben
- jmd./etw. schlägt etw. in Scherben
- etw. geht/fällt in Scherben
- etw. geht in Scherben
- jmd./etw. legt etw. in Scherben
- ##bis alles in Scherben fällt##
- ##jmd. isst/frisst wie ein Scheunendrescher##
- jmd. macht Schicht
- jmd. lässt ein Schiff vom Stapel
- ein Schiff bekommt Schlagseite
- ein Schiff hat Schlagseite
- jmd. führt etw. im Schilde: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hat nicht den blassesten/leisesten Schimmer von etw.
- jmd. hat keinen blassen Schimmer von etw.
- jmd. nimmt sich selbst auf die Schippe
- jmd. nimmt jmdn./etw. auf die Schippe
- etw. hat Schlagseite: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- etw. bringt etw. auf Schlagseite
- etw. bekommt Schlagseite: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hat (eine) Schlagseite
- jmd./etw. macht Schlagzeilen
- jmd. kommt aus dem Schlamassel heraus
- jmd. holt/fährt/zieht jmdn./etw. aus dem Schlamassel
- jmd. hat den Schlamassel
- jmd./etw. stürzt/treibt/führt jmdn. in den Schlamassel
- jmd./etw. gerät in den Schlamassel
- ##Schlamassel##
- jmd. zieht sich aus dem Schlamassel
- jmd. reitet sich in den Schlamassel
- jmd. steckt/sitzt im Schlamassel
- jmd. kommt etw. auf die Schliche
- jmd. kommt jmdm. auf die Schliche
- jmd. fährt mit jmdm. Schlitten
- jmd. bringt jmdn. hinter Schloß und Riegel
- jmd. kommt hinter Schloß und Riegel
- jmd. hält jmdn./etw. hinter Schloß und Riegel: 1. Lesart 2. Lesart
- ## Schloß/Schloss und Riegel ##
- ## hinter Schloß und Riegel ##: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- jmd. sitzt/ist hinter Schloß und Riegel
- jmd. gehört hinter Schloß und Riegel
- ##im Schmollwinkel##
- jmd. zieht sich in den Schmollwinkel zurück
- jmd. verlässt den Schmollwinkel/ die Schmollecke
- ##der Schmollwinkel##
- jmd. kommt/tritt/findet aus dem Schmollwinkel/der Schmollecke heraus
- jmd./etw. treibt jmdn. in den Schmollwinkel
- jmd. macht Schmu
- jmd. zieht jmdn./etw. in den Schmutz
- jmd. gibt jmdm. eins auf die Schnauze: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. kriegt/bekommt eins auf die Schnauze: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. fällt auf die Schnauze
- jmd. liegt auf der Schnauze
- jmd. kommt aus dem/seinem Schneckenhaus heraus
- jmd. zieht sich in sein Schneckenhaus zurück
- jmd./etw. lockt/holt jmdn. aus seinem Schneckenhaus/Schneckenhäuschen
- jmd. schlägt jmdm. /etw. ein Schnippchen
- jmd. zieht jmdn. am Schopf aus dem Sumpf
- jmd. zieht sich selbst am Schopf aus dem Sumpf
- jmd. zieht sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf
- jmd. zieht sich am eigenen Schopf aus etw.
- jmd. zieht sich am eigenen Schopf irgw.
- jmd. wirft sein Schwert in die Waagschale/Wagschale
- jmd. streicht die Segel: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd./etw. hat Sendepause
- etw./jmd. geht jmdm. auf den Senkel
- jmd. macht sich auf die Socken: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. macht Späne
- jmd. hat die Spendierhosen an: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. zieht die Spendierhosen an
- jmd. zieht die Spendierhosen aus
- ##in/mit Spendierhosen##
- jmd. muss Spießruten laufen
- jmd. wirft sich in Staat
- ##jmd. hält jmdm. eine Standpauke##
- ##Standpauke##
- etw. geht vom Stapel
- jmd. lässt etw. vom Stapel: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hilft jmdm. in die Steigbügel
- jmd. hält jmdm. den/die Steigbügel
- jmd. hat bei jmdm. einen Stein im Brett
- jmd. macht keinen Stich
- jmd. macht einen Stich
- jmd. macht/bekommt Stielaugen: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. packt den Stier bei den Hörnern
- jmd. schlägt über die Stränge
- jmd. hängt an der Strippe
- jmd. hat/hält jmdn. an der Strippe
- jmd./etw. hängt an der Strippe/den Strippen
- ##an der Strippe##
- jmd. bekommt/kriegt jmdn. an die Strippe
- mnch. hängen an Strippen/den Strippen
- jmd. zieht Strippen/die Strippen
- ##Strippenzieher##
- jmd. macht sich auf die Strümpfe
- jmd. fällt zwischen Stuhl und Bank
- jmd. kommt zu Stuhle
- ##jmd. fällt jmdm. in die Suppe##
- jmd. bringt etw. aufs Tapet
- etw. ist auf dem Tapet
- etw. kommt aufs Tapet
- jmd. tut den/einen Teufel
- jmd. kommt in Teufels Küche
- jmd./etw. bringt jmdn. in Teufels Küche
- jmd. setzt sich in die Tinte: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. sitzt in der Tinte
- jmd. hat Tomaten auf den Augen
- jmd. bringt etw. aufs Trapez
- etw. kommt aufs Trapez
- jmd./etw. bringt jmdn. auf den Trichter
- jmd. kommt auf den Trichter
- jmd. bläst Trübsal
- ##das Tüpfelchen auf dem i/I##
- ##I/i-Tüpfelchen##
- jmd./etw. setzt das i/I-Tüpfelchen/den i/I-Punkt (auf etw.)
- jmd./etw. setzt etw. das i/I-Tüpfelchen auf
- ##bis aufs I/i-Tüpfelchen##
- etw. fällt mit der Tür ins Haus
- jmd. schlägt jmdm. die Tür ins Gesicht
- jmd. schlägt/wirft jmdm. die Tür ins Gesicht
- jmd. fällt mit der Tür ins Haus: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. hat von Tuten und Blasen keine Ahnung: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. schreibt etw. ins unreine/Unreine
- jmd. spricht ins unreine/Unreine
- jmd. denkt ins unreine/Unreine
- jmd. spielt Vabanque/va banque
- ##Vabanquespiel/Vabanque-Spiel##
- jmd. wirft etw. in die Waagschale
- etw. fällt in die Waagschale
- etw. liegt in/auf der Waagschale
- jmd. fährt jmdm. an den Wagen
- ##der Wald - die Bäume##
- jmd. sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr)
- jmd. sieht den Wald vor lauter Bäumen
- jmd. sieht vor lauter Wald die Bäume nicht (mehr)
- jmd./etw. ist in Wallung
- jmd./etw. gerät in Wallung
- etw./jmd. bringt jmdn./etw. in Wallung
- jmd. fährt etw. an/gegen/vor die Wand
- jmd. lässt etw. an/gegen/vor die Wand fahren
- etw. fährt an/gegen/vor die Wand
- jmd. fährt an/gegen/vor die Wand
- ##mit allen Wassern gewaschen##: 1. Lesart 2. Lesart
- jmd. geht den Weg alles Irdischen: 1. Lesart 2. Lesart
- etw. geht den Weg alles Irdischen
- jmd./etw. bringt/treibt jmdn. zur Weißglut
- jmd. sticht in ein Wespennest
- jmd. wirft sich in Wichs
- ##in vollem Wichs##
- jmd. hat etw. am/beim Wickel
- etw. hat jmdn. am Wickel
- jmd. packt/nimmt jmdn. beim/am Wickel
- jmd. hat jmdn. am Wickel
- etw. ist jmdm. nicht an der Wiege gesungen worden
- etw. wurde/war jmdm. in die Wiege gelegt
- jmd./etw. nimmt jmdm. /etw. den Wind aus den Segeln
- jmd. heult mit den Wölfen
- mnch. haben sich in der Wolle
- jmd. hat sich mit jmdm. in der Wolle
- mnch. geraten/kriegen sich in die Wolle
- jmd. gerät/kriegt sich mit jmdm. in die Wolle
- jmd. legt jedes Wort auf die Waagschale
- jmd. nimmt jmdm. das Wort/die Worte aus dem Mund/Munde
- jmd. zieht jmdm. die Würmer aus der Nase
- ##jmd. setzt jmdm. Würmer in den Kopf##
- jmd. lässt sich die Würmer aus der Nase ziehen
- jmd. geht auf dem Zahnfleisch: 1. Lesart 2. Lesart
- etw. bricht vom Zaun
- jmd. bricht etw. vom Zaun: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart 4. Lesart
- jmd. gibt das Zepter aus der Hand
- jmd. hält das Zepter in der Hand
- jmd. nimmt das Zepter in die Hand
- jmd. gibt jmdm. das Zepter in die Hand/in die Hände
- jmd. schwingt das Zepter
- jmd. nimmt jmdm. das Zepter aus der Hand
- jmd. macht Zicken
- etw. hat seine Zicken
- jmd. gibt die Zügel aus der Hand
- jmd. bekommt Zunder
- jmd. bekommt/kriegt Zunder
- jmd. gibt jmdm. Zunder: 1. Lesart 2. Lesart 3. Lesart
- jmd. gibt etw. Zunder
- etw. bekommt Zunder
- jmd. hat etw. auf der Zunge
- jmdm. brennt etw. auf der Zunge
- etw. liegt auf der Zunge
- jmdm. liegt etw. auf der Zunge
- jmd. legt jmdm. etw. auf die Zunge
- jmd. trägt etw. auf der Zunge
- jmdm. kommt etw. auf die Zunge
- jmd. beißt sich (lieber/eher) die Zunge ab
- jmd. beißt sich auf die Zunge
- jmdm. liegt etw. auf der Zunge
Gute Zitate sind die Weisheit eines ganzen Buches in einem Satz!
Wir haben uns bei der Auswahl der Zitate bewusst auf eine kleine Auswahl von guten Zitaten beschränkt, die zu den Themen unserer Seite passen. Wir hoffen, die Zitate inspirieren, motivieren oder trösten Sie. Je nach dem, warum Sie hier sind.
Ausdauer und Geduld ( 19 Beiträge ) Einstellung und Verhalten ( 70 Beiträge ) Freundschaft ( 16 Beiträge ) Gehirn und Gedächtnis ( 12 Beiträge ) Geldanlage ( 11 Beiträge ) Kommunikation ( 38 Beiträge ) Kreativität ( 15 Beiträge ) Lernen lernen ( 19 Beiträge ) Menschen führen ( 18 Beiträge ) Menschenkenntnis ( 19 Beiträge ) Reden halten ( 10 Beiträge ) Ruhe und Entspannung ( 30 Beiträge ) Selbstmanagement ( 34 Beiträge ) Tipps großer Denker ( 73 Beiträge ) Wert des Lesens ( 25 Beiträge ) Wort und Tat ( 23 Beiträge ) Worte und Wortschatz ( 17 Beiträge ) Ziele ( 47 Beiträge )
Das Wort "Bonmot" kommt aus dem Französischen ("bon mot" = "gutes Wort") und bedeutet soviel wie "eine geistreiche Wendung" bzw. "ein geistreicher Ausspruch". Diese geistreiche, treffende bzw. witzige Wendung bezieht sich entweder auf einen individuellen Fall oder ist eine allgemeine Lebensweisheit.
Redensarten: Da wird der Hund in der Pfanne verrückt
Eigentlich sind Hunde doch die besten Freunde der Menschen. Aber in der Sprache haben sie es nicht leicht: Man kommt auf den Hund, ist ein Lumpenhund, und Hunde sind entweder dick, blöd, scharf, alt oder falsch. Das ist in der Tat zum Verrücktwerden - aber warum ausgerechnet in der Pfanne? [mehr]
Im Überblick - Weitere Themen:
- Redensarten: Jemanden über den grünen Klee loben
- Redensarten: Da liegt der Hund begraben
- Redensarten: Wissen, wo der Barthel den Most holt
- Redensarten: Alles in Butter?
- Redensarten: Bis in die Puppen tanzen, feiern, schlafen, ...
- Redensarten: Da liegt der Hase im Pfeffer
- Redensarten: Die Sache mit dem Hecht
- Redensarten: Wo drückt der Schuh?
- Redensarten: Einen Stein im Brett haben
- Redensarten: Heute mach ich blau!
- Redensarten: Alles für die Katz!
- Redensarten: Krokodilstränen weinen
- Redensarten: Jemandem einen Bären aufbinden
- Redensarten: Sich etwas hinter die Ohren schreiben
Dem Fass die Krone ins Gesicht... Woher kommen Redensarten?
Die Quellen unserer Sprichwörter und Redensarten sind vielfältig und bisweilen auch rätselhaft. Sie entstammen überwiegend dem natürlichen Umfeld des Volksmunds und geben daher wichtiges Zeugnis von den Lebensumständen einer bestimmten Zeit. Hatte man dereinst oft dem Alltag die Bilder entnommen ("jemandem nicht das Wasser reichen können"), so müssen heute Technik ("eine Schraube locker haben") oder Sport ("ein Eigentor schießen") herhalten. Aber die alten sprichwörtlichen Redewendungen verschwinden nicht einfach, obwohl wir ihre Bilder teilweise schon längst nicht mehr verstehen. Dichter zitieren sie, parodieren sie, und der Volksmund tut das Seinige dazu. Es entstehen so genannte Antisprichwörter, oft als kurzlebige Graffitis oder Sprüche. Und noch heute sollen Sprichwörter kurz und einprägsam eine Lebensweisheit vermitteln und mit wenigen Worten sagen, was jeder versteht.
Willkommen zu einer Sammlung von Zitaten, Sinnsprüchen, Weisheiten, Bauernregeln und Werbeslogans.
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- X-Z Teil 1 Autoren Xenophon bis Zwingli
A "chronogram" is a bit of text with a date (such as MMVII = 2007) somehow encoded into it.
...
Welche kuriosen Geschichten stecken hinter den Redewendungen und Sprichwörtern, die wir täglich verwenden? Wenn es um die Herkunft unserer Sprachbilder geht, verstehen wir meist nur Bahnhof, haben Tomaten auf den Augen oder stehen total auf dem Schlauch.
Der Literaturwissenschaftler, Historiker und Autor des Buches "Wie die Kuh aufs Eis kam. Wundersames aus der Welt der Worte" Dr. Rolf-Bernhard Essig schafft auf amüsante Weise Abhilfe: Jeden Freitag um 11:07 Uhr im Radiofeuilleton beantwortet er Fragen von Hörerinnen und Hörern rund um Kuhhäute, Deadlines. Live und kostenfrei aus dem deutschen Festnetz unter der Telefonnummer 0800-22542254 oder per E-Mail unter forum@dradio.de.
SENDUNG VOM 19.12.2008
Freunde in der Not gehen 1000 auf ein Lot …
Kuriose Geschichten zu Redewendungen und Sprichwörtern
Freunde in der Not gehen 1000 auf ein Lot, Sich nicht lumpen lassen, Die Beine in die Hand nehmen, Eselsohren machen, In die Binsen gehen u.a.
SENDUNG VOM 12.12.2008
Die Spendierhosen anhaben …
Diesmal geht es um die Redensarten: Die Spendierhosen anhaben, unchristliche Uhrzeit, Trübsal blasen, In Bausch und Bogen, Auf den letzten Drücker u.a.
SENDUNG VOM 05.12.2008
Das passt wie die Faust aufs Auge …
Diesmal geht es um die Redensarten: Das passt wie die Faust aufs Auge, Pikiert sein, An jemandes Stuhl sägen, Sich auf seine vier Buchstaben setzen, Ich lach mir nen Ast u.a.
SENDUNG VOM 14.11.2008
Matsch am Paddel haben …
Diesmal geht es um die Redensarten: Matsch am Paddel haben, Sein blaues Wunder erleben, Eine Stippvisite machen, Da beißt die Maus keinen Faden ab u.a.
Sendung vom 07.11.2008
Etwas auf die leichte Schulter nehmen …
Diesmal geht es um die Redensarten: Etwas auf die leichte Schulter nehmen, Bei jemandem einen Stein im Brett haben, Wes Brot ich ess', des Lied ich sing, Mein Name ist Hase, Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken u.a.
Sendung vom 31.10.2008
Ein Kesseltreiben veranstalten …
Diesmal geht es um die Redensarten: Ein Kesseltreiben veranstalten, Ein Brett vor dem Kopf haben, Mit allen Wassern gewaschen sein, Mit jemandem etwas am Hut haben, Da hast du mit Zitronen gehandelt u.a.
Sendung vom 24.10.2008
Tagaus, tagein ...
Diesmal geht es um die Redensarten: Tagaus, tagein, Das ist nur ein Klacks mit der Wichsbürste, Der blinde Passagier, Darauf kannst du Gift nehmen, Dem schlechten Geld kein gutes hinterherwerfen u.a.
Sendung vom 17.10.2008
Das kommt mir spanisch vor …
Diesmal geht es um die Redensarten: Das kommt mir spanisch vor, Jemand ist eine Koryphäe, Es regnet Schusterjungen, Ach du meine feldgraue Schnauze u.a.
Sendung vom 10.10.2008
Eine Nacht-und-Nebel-Aktion ...
Diesmal geht es um die Redensarten: Eine Nacht-und-Nebel-Aktion, Etwas berappen, Wie der Lump am Stecken tanzen
Sendung vom 26.09.2008
Das ist unter aller Kanone …
Diesmal geht es um die Redensarten: Das ist unter aller Kanone, Da kriegst die Motten, Nun häng dir mal keinen Wunderbeutel um, 19-Zoll-Gespräche führen u.a.
28.03.2008
Diesmal geht es um die Redensarten: "Ab nach Kassel" | "Jemanden auf die Palme bringen" | "Nu mach mal halblang" | "Mit fliegenden (wehenden) Fahnen" | "Von der Hand in den Mund leben" | "Das schlägt dem Fass den Boden aus" | "Es ist höchste Eisenbahn" | "Die Kurve kratzen" | "Auf den Mund gefallen sein" | "Was ist denn das hier für ein Saftladen" | "Senf macht blöd" | "Einen Mordsspaß (-gaudi) haben"
21.03.2008
Diesmal geht es um die Redensarten: "Etwas geht mir am Popo/Arsch vorbei" | "Mein Name ist Hase" | "Auf den Hund kommen" | "Schindluder mit jemandem treiben" | "Da wird der Hund in der Pfanne verrückt" | "Da hängt der Haussegen schief" | "Jemandem drei Kreuze wünschen/hinterherwerfen/hinter jemandem drei Kreuze machen" | "Es sieht aus wie in Kötzschenbroda auf dem Bahnhof" | "Aus dem Mustopf zu kommen" | "Pustekuchen"
14.03.2008
Diesmal geht es um die Redensarten: "Das ist, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt" | "Des heiligen römischen Reiches Streusandbüchse" | "Jemand ist ein falscher Fünfziger / Fuffzijer" | "Behämmert sein, bekloppt sein, aber beschlagen sein" | "Eine Gardinenpredigt halten, a curtain lecture" | "Etwas ist nicht ganz koscher" | "Auf den Busch klopfen" | "Mein lieber Herr Gesangverein" | "Etwas ist hanebüchen / hanebüchener Unsinn" | "Jemand ist ein falscher Fünfziger" | "Bekloppt sein" | "Etwas kommt mir spanisch vor" | "Kreide gefressen haben" | "Die Faxen dicke haben" | "Nicht alle Tassen im Schrank haben"
07.03.2008
Diesmal geht es um die Redensarten: "Mein lieber Scholli" | "Hals- und Beinbruch" | "Jemanden durch den Kakao ziehen" | "Mit dem Klammerbeutel gepudert sein" | "Hals- und Beinbruch!" | "Die Bretter, die die Welt bedeuten" | "Für jemanden die Hand ins Feuer legen" | "Mit dem nassen Lappen erschlagen" | "Holla(,) die Waldfee!" | "Oculi, da kommen sie!" | "Kräftig und deftig" | "Anhaltend gutes Wetter" | "Das langt dicke" | "Jemand gibt an wie eine Tüte Mücken" | "Jemandem einen Tort antun" | "Das Gras wachsen hören"
29.02.2008
Diesmal geht es um die Redensarten: "Eine Spritztour machen" | "Ein Brett vor dem Kopf haben" | "nur Bahnhof verstehen" | "Das kannste halten wie ein Dachdecker" | "Jemand ist ein schräger Vogel" | "Jemanden ins Bockshorn jagen" | "Mutterseelenallein" | "Jemanden über den Löffel balbieren / barbieren" | "Die Poleposition einnehmen" | "Keine Puse Ratze habe" | "Ente oder Trente"
22.02.2008
Diesmal geht es um die Redensarten: "Was hast du denn da für einen Schinken hängen" | "Politik ist eine Hure" | "Der Teufel ist ein Eichhörnchen" | "Etwas aus dem Ärmel schütteln" | "Umgekehrt wird ein Schuh daraus" | "Es zieht wie Hechtsuppe" | "Jemandem die Leviten lesen" | "Jemand stinkt wie ein Wiedehopf"
Kommt nicht in die Tüte!
Nützliche Minidialoge | wichtige Redewendungen | kommunikative Formeln der Alltagssprache (Übersichten und Aufgaben) finden Sie im Quasselbuch.
Sozusagen - Etwas durch Floskeln und Füllwörtern auszudrücken, ist nicht nur zeitgewinnend, sondern verschleiert auch die tatsächliche Aussage. Diese Taktik wird aber regelmäßig eingesetzt - das beste Beispiel ist die Politik.
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Deutsche Redewendungen
- Ach du grüne Neune!
- Alle Register ziehen
- Aller guten Dinge sind drei
- Alles für die Katz
- Alles im grünen Bereich
- Alles in Butter
- Alles über einen Kamm scheren
- Alte Zöpfe abschneiden
- Alter Schwede
- Am Pranger stehen
- Am längeren Hebel sitzen
- Ans Eingemachte gehen
- Asche auf mein Haupt
- Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn
- Auf Draht sein
- Auf Nummer sicher gehen
- Auf Schusters Rappen
- Auf Vordermann bringen
- Auf Wolke 7 schweben
- Auf dem falschen Fuß erwischt
- Auf den Hund kommen
- Auf den Keks gehen
- Auf den Lorbeeren ausruhen
- Auf den Nägeln brennen
- Auf der Nase herumtanzen
- Auf die Tube drücken
- Auf großem Fuß leben
- Auf keinen grünen Zweig kommen
- Aufpassen wie ein Schießhund
- Aus dem Nähkästchen plaudern
- Aus dem Schneider sein
- Aus dem Stegreif
- Aus den Pantinen kippen
- Aus der Haut fahren
- Aus einer Mücke einen Elefanten machen
- Außer Rand und Band sein
- Bahnhof verstehen
- Bauklötze staunen
- Beisammenhaben
- Bekannt wie ein bunter Hund
- Beleidigte Leberwurst
- Beruf: Türmer
- Bis in die Puppen
- Blau machen
- Blauer Brief
- Blaues Blut in den Adern haben
- Butter bei die Fische geben
- Da beißt die Maus keinen Faden ab
- Da brat mir einer einen Storch
- Da haben wir den Salat
- Da ist der Bär los
- Da liegt der Hase im Pfeffer
- Da liegt der Hase im Pfeffer
- Da liegt der Hund begraben
- Damoklesschwert
- Danach kräht kein Hahn
- Das Blaue vom Himmel lügen
- Das Gras wachsen hören
- Das Handtuch werfen
- Das Kind mit dem Bade ausschütten
- Das Zünglein an der Waage
- Das geht auf keine Kuhhaut
- Das hast du dir selbst eingebrockt
- Das ist Jacke wie Hose
- Das ist Kokolores
- Das ist doch zum Mäusemelken!
- Das ist mir Schnuppe!
- Das kann kein Schwein lesen!
- Das kommt mir spanisch vor
- Das schlägt dem Fass den Boden aus
- Dasselbe in Grün
- Daumen drücken
- Den Ball flach halten
- Den Bock zum Gärtner machen
- Den Faden verlieren
- Den Kopf in den Sand stecken
- Den Kürzeren ziehen
- Den Löwenanteil bekommen
- Den Nagel auf den Kopf treffen
- Den Rubikon überschreiten
- Den Teufel an die Wand malen
- Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen
- Der Groschen ist gefallen
- Der Sündenbock sein
- Der dicke Onkel
- Der hat es faustdick hinter den Ohren
- Die Arschkarte ziehen
- Die Flinte ins Korn werfen
- Die Fäden ziehen
- Die Hand ins Feuer legen
- Die Katze im Sack kaufen
- Die Kirche im Dorf lassen
- Die Löffel spitzen
- Die Ohren steif halten
- Die Ratten verlassen das sinkende Schiff
- Die Salamitaktik anwenden
- Die Segel streichen
- Die Spitze des Eisbergs
- Die Suppe auslöffeln müssen
- Die Würfel sind gefallen
- Durch den Wind sein
- Durch die Lappen gehen
- Ein Brett vor dem Kopf haben
- Ein Buch mit sieben Siegeln
- Ein Bäuerchen machen
- Ein Ritt über den Bodensee
- Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach
- Ein X für ein U vormachen
- Eine Gelegenheit beim Schopfe packen
- Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus
- Eine Leiche im Keller haben
- Eine Prinzessin auf der Erbse sein
- Eine Schlappe einstecken
- Eine schöne Stange
- Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul
- Einen Eiertanz aufführen
- Einen Floh im Ohr haben
- Einen Fuß in die Tür bekommen
- Einen Haken haben
- Einen Kater haben
- Einen Korb geben / bekommen
- Einen Ohrwurm haben
- Einen Pferdefuß haben
- Einen Stein im Brett haben
- Einen Toast aussprechen
- Einen Vogel haben
- Einen Zahn zulegen
- Einen vom Pferd erzählen
- Es geht um die Wurst
- Es ist höchste Eisenbahn
- Es zieht wie Hechtsuppe
- Eselsbrücke
- Etwas an die große Glocke hängen
- Etwas auf dem Schirm haben
- Etwas auf die hohe Kante legen
- Etwas auf die lange Bank schieben
- Etwas aufs Tapet bringen
- Etwas aus dem Effeff können
- Etwas aus dem Ärmel schütteln
- Etwas ausbaden müssen
- Etwas durch die Blume sagen
- Etwas hinter die Ohren schreiben
- Etwas im Schilde führen
- Etwas in trockenen Tüchern haben
- Etwas unter Dach und Fach bringen
- Etwas übers Knie brechen
- Eulen nach Athen tragen
- Fracksausen haben
- Frosch im Hals
- Für 'n Appel und 'n Ei
- Für jemanden die Kartoffeln aus dem Feuer holen
- Für jemanden eine Lanze brechen
- Für jemanden in die Bresche springen
- Für mich sind das böhmische Dörfer
- Gardinenpredigt
- Gegen den Strich gehen
- Geld auf den Kopf hauen
- Gesiebte Luft atmen
- Gut Wetter machen
- Hahn im Korb
- Hals- und Beinbruch
- Hand aufs Herz
- Herein, wenn's kein Schneider ist
- Hinter dem Busch halten
- Hinterherkommen wie die alte Fastnacht
- Hinz und Kunz
- Hokuspokus
- Hummeln im Hintern haben
- Ich verstehe immer nur Bahnhof!
- Im Stich lassen
- Im siebten Himmel sein
- In Hülle und Fülle
- In Saus und Braus
- In der Kreide stehen
- In der Versenkung verschwinden
- In die Binsen gehen
- In die Schranken weisen
- In petto haben
- Ins Fettnäpfchen treten
- Ins Fäustchen lachen
- Ins Gras beißen
- Jeder ist seines Glückes Schmied
- Jedes Wort auf die Goldwaage legen
- Jemandem Sand in die Augen streuen
- Jemandem auf den Zahn fühlen
- Jemandem aufs Dach steigen
- Jemandem das Handwerk legen
- Jemandem den Hof machen
- Jemandem die Hucke volllügen
- Jemandem die Leviten lesen
- Jemandem die Würmer aus der Nase ziehen
- Jemandem die Zähne zeigen
- Jemandem einen Bären aufbinden
- Jemandem einen Bärendienst erweisen
- Jemandem einen Denkzettel verpassen
- Jemandem einen Strick aus etwas drehen
- Jemandem ist eine Laus über die Leber gelaufen
- Jemandem raucht der Kopf
- Jemandem reinen Wein einschenken
- Jemanden an der Nase herumführen
- Jemanden an die Kandare nehmen
- Jemanden auf dem Kieker haben
- Jemanden ausnehmen wie eine Weihnachtsgans
- Jemanden durch den Kakao ziehen
- Jemanden ins Bockshorn jagen
- Jemanden oder etwas über den grünen Klee loben
- Jemanden zur Schnecke machen
- Jemanden übers Ohr hauen
- Kalte Füße bekommen
- Katzenwäsche machen
- Kein Blatt vor den Mund nehmen
- Kein Wässerchen trüben können
- Klappe zu, Affe tot
- Kohldampf schieben
- Kreise ziehen
- Krokodilstränen weinen
- Lampenfieber
- Man hat schon Pferde kotzen sehen
- Maulaffen feilhalten
- Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts
- Mein Schwein pfeift!
- Mein lieber Scholli!
- Milchmädchenrechnung
- Mit Argusaugen bewachen
- Mit Kanonen auf Spatzen schießen
- Mit Kind und Kegel
- Mit Schmackes
- Mit allen Wassern gewaschen
- Mit dem Klammerbeutel gepudert
- Mit dem ist nicht gut Kirschen essen
- Mit einem lachenden und einem weinenden Auge
- Mit jemandem Pferde stehlen können
- Mit jemandem durch dick und dünn gehen
- Mit jemandem spinnefeind sein
- Mit offenem Visier kämpfen
- Morgenstund hat Gold im Mund
- Murphys Gesetz
- Nach Adam Riese
- Nach Schema F
- Nach Strich und Faden
- Nach jemandes Pfeife tanzen
- Nachtigall, ick hör dir trapsen
- Nachts ist es kälter als draußen
- Nah am Wasser gebaut haben
- Nicht ganz koscher
- Noch ist nicht aller Tage Abend
- Nägel mit Köpfen machen
- Oberwasser haben
- Olle Kamellen
- Paroli bieten
- Pi mal Daumen
- Possen reißen
- Rom wurde nicht an einem Tag erbaut
- Schlafen wie ein Murmeltier
- Schmetterlinge im Bauch
- Schmiere stehen
- Schuster, bleib bei deinem Leisten!
- Schwedische Gardinen
- Schwein haben
- Sei kein Frosch!
- Sein Licht unter den Scheffel stellen
- Sein Waterloo erleben
- Sein blaues Wunder erleben
- Seine Felle davonschwimmen sehen
- Seine Pappenheimer kennen
- Seine Schäfchen ins Trockene bringen
- Seinen Friedrich Wilhelm unter etwas setzen
- Seinen Senf dazugeben
- Sich am Riemen reißen
- Sich auf den Schlips getreten fühlen
- Sich auf seinen Lorbeeren ausruhen
- Sich aus dem Staub machen
- Sich einen Ast lachen
- Sich einen Klotz ans Bein binden
- Sich etwas auf die Fahne schreiben
- Sich etwas aus den Fingern saugen
- Sich freuen wie ein Schneekönig
- Sich grün und blau ärgern
- Sich in die Höhle des Löwen wagen
- Sich ins Hemd machen
- Sich ins Zeug legen
- Sich mit fremden Federn schmücken
- Sich wie gerädert fühlen
- Sisyphusarbeit
- So ein Affentheater!
- Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen
- Spitz auf Knopf stehen
- Starker Tobak
- Stille Wasser sind tief
- Sturm im Wasserglas
- Tabula rasa machen
- Toi toi toi
- Tomaten auf den Augen haben
- Um die Ecke bringen
- Unter aller Kanone
- Unter dem Pantoffel stehen
- Unter die Haube kommen
- Unter einer Decke stecken
- Vernagelt sein
- Versessen sein
- Viele Wege führen nach Rom
- Vom Regen in die Traufe
- Von Tuten und Blasen keine Ahnung haben
- Von etwas Wind bekommen
- Vor Neid platzen
- Was für ein Tohuwabohu
- Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen
- Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
- Wermutstropfen
- Wie Gott in Frankreich leben
- Wie Pech und Schwefel
- Wie bei Hempels unterm Sofa
- Wie ein Lauffeuer
- Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus
- Wo der Pfeffer wächst
- Wo drückt denn der Schuh?
- Zeigen, wo der Barthel den Most holt
- Zieh Leine!
- Zur Salzsäule erstarren
- Zur Strecke bringen
- Über seinen Schatten springen
In der griechischen Antike zählte man Staatsmänner, Philosophen und andere Denker zu den "Sieben Weisen", denen besondere Lebensweisheit nachgesagt wurde.
Gnome sind Meinungen und Aussprüche berühmter Frauen und Männer in besonders präzisierter Form.
Heißt: es passt auf kein noch so großes Pergament. Pergament wurde normalerweise aus Schafs- oder Kalbshäuten gemacht. Wenn etwas zu lang wurde passte es nicht einmal mehr auf eine (viel größere) Kuhhaut. Der erste Beleg für die Redewendung sind die "sermones vulgares" von Jaques de Vitry (vor 1240).
Die Redewendung hat mit der Geschichte um Königin Dido, die mit einer aus Kuhleder geschnittenen Leine das Gebiet der zukünftigen Stadt Karthago umspannte, nichts zu tun.
Jan Wohlgemuth
4. Semester, Magisterstudiengang (Allgemeine Sprachwissenschaft, Deutsche Philologie, Geographie)
Inhalt
- 1. Einleitung
- 2. Vorüberlegungen zur Terminologie
- 2.1 Definitionen sprachlicher Formeln
- 2.2 Definitionen der Parodie und verwandter Begriffe
- 3.1 Klassifikation nach Koller
- 3.1.1 Das Syntagma–interne Sprachspiel
- 3.1.2 Das Syntagma–externe Sprachspiel
- 3.1.3 Anzeige der wörtlichen Bedeutung des Redensart–Syntagmas...
- 3.1.4 Redensartenspiel in kritischer Form
- 3.2 Phänomenologische Klassifikation
- 3.2.1 Addition
- 3.2.2 Omission
- 3.2.3 Substitution
- 3.2.4 Inversion
- 3.2.5 Kontamination
- 3.2.6 Einfügen in einen besonderen Kontext / Kotext
- 3.3 Semantische Klassifikation
- 3.3.1 Veränderungen im sprachlichen Bildbereich
- 3.3.2 Veränderungen im Bereich des Lexikons
- 4. Motiviertheit der Parodien
- 5. Zusammenfassung
- 6. Anhang: Beispiele parodierter Sprichwörter
- 7. Verzeichnis verwendeter und weiterführender Literatur
- Fußnoten
Die Killer-Applikation für Prosa-Verbrechen
Nichts sagen und trotzdem intelligente Sprüche ablassen?? Hier ist die Lösung! Das ultimative Managementtool für den Laber-Supergau gibts hier gleich in zwei Versionen, einer vollautomatischen Light-Version für rhetorische oder artikulative Formtiefs und einer manuellen Comfort-Version, geeignet komplette Diplomarbeiten und Promotionsschriften mit fragwürdigem Inhalt zu füllen.
Zitieren von Quellen aus dem Internet ist insbesondere bei wissenschaftlichen Dokumenten nicht unproblematisch. Dies wird umso schwieriger, je mehr Standarddaten fehlen. Diese Seiten bieten Ihnen einige Beispiele für Standard-Formate, die dem Electronic Style Guide "Das Zitat im Internet" entnommen worden sind. Entscheidend allerdings ist, dass das Zitieren nicht isoliert betrachtet wird, sondern im Zusammenhang mit dem Publizieren. Tipps und Informationen hierzu finden Sie ebenfalls auf diesen Seiten.
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Karl Valentin zum 125. Geburtstag am 4. Juni 2007 ...
München (ots) - Karl Valentin, geb. am 4. Juni 1882, war ein Wort-Künstler mit einer ganz besonderen, eigenartigen Ausdrucksweise. Der Humor der Sketche und Stücke des Komikers beruhte insbesondere auf seiner Sprachkunst bzw. seinem "Sprach-Anarchismus". Viele seiner Zitate und Sprüche sind immer noch in aller Munde und werden gerne zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen zitiert. Solch herrliche Aussprüche sind z.B. "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde" oder "Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut". So werden bürgerlicher Wertekosmos und Lachmuskeln gleichermaßen erschüttert. 1911 beginnt die ungemein erfolgreiche Bühnenpartnerschaft mit Liesl Karlstadt, die über 26 Jahre lang bestehen wird.
Anlässlich des 125. Geburtstags von Karl Valentin sendet der Bayerische Rundfunk verschiedene Specials: ...
...
Jeder kennt sie, jeder nutzt sie - Sprichwörter und Redensarten. Doch kaum jemand weiß, was es eigentlich heißt, in ein Fettnäpfchen zu treten oder ein Brett vor dem Kopf zu haben ... So richtig spannend wird es, wenn man sich auf die Spur der Entstehung von Sprichwörtern begibt.
Das Galilexikon forscht nach - und zu entdecken gibt es manche Überraschung ...
| Auf die Pelle rücken | Auftakeln | Die Arschkarte ziehen | Auf den Nägeln brennen | Auf Tuchfühlung gehen | Abstauben | Abknöpfen - Jemandem etwas abknöpfen | Alles in Butter | Am Riemen reißen | An den Hut stecken | An der Nase herumführen | Arschkarte ziehen | Aus dem Stehgreif sprechen | Ausgepowert
Auf den Hund gekommen | Auf den Zahn fühlen | Auf großem Fuß leben | Auf jemandem herumhacken | Aufdonnern | Aufs Korn nehmen
Aus dem Schneider sein | Aus dem Nähkästchen plaudern | Ausbaden
Bahnhof verstehen | Baff sein | Bauklötze staunen | Beleidigte Leberwurst | Blau machen | Blechen | Blut lecken | Brett vor dem Kopf
Das Handtuch werfen | Das hast du dir selbst eingebrockt | Das schlägt dem Fass den Boden aus | Der Groschen ist gefallen | Durch die Bank | Durch die Blume | Durch die Lappen gehen | Durchfallen (durch eine Prüfung o.ä.) | Einen Knall haben
Einen Toast aussprechen | Einen Vogel haben | Etwas springen lassen | Etwas auf der Pfanne haben | Jemanden etwas aus der Nase ziehen
Flitterwochen | Fettnäpfchen | Gardinenpredigt halten | Geld auf den Kopf hauen | Geldschneiderei | Haare auf den Zähnen
Heft in der Hand haben | Im Stich lassen | In der Kreide stehen | In die Schuhe schieben | Jammerlappen | Jemandem die Stange halten | Jemandem Paroli bieten | Jemandem Sand ins Auge streuen
Jemanden festnageln | Jemanden übers Ohr hauen
Kalte Füße bekommen | Kein Blatt vor den Mund nehmen | Kirschen essen | Klein bei geben | Korb bekommen | Laufpass | Löffel abgeben | Luder | Manschetten haben
Mein Name ist Hase | Mit allen Wassern gewaschen | Mit Kind und Kegel | Den Nagel auf den Kopf treffen | Naseweis | Nicht die Bohne | Nicht von Pappe sein | Oberhand gewinnen | Olle Kamellen
Rock 'n Roll | Springende Punkt | Schema "f" | Schnuppe - Das ist mir Schnuppe | Schrot und Korn | Schwedische Gardinen | Senf dazugeben | Sich auf den Schlips getreten fühlen | Sich einen zwitschern | Spanisch vorkommen | Nach Strich und Faden
Torschlusspanik | Treulose Tomate | Tuten und Blasen
Sich Verpissen | Unter die Haube bringen | Verflucht und zugenäht | Das Victory-Zeichen | Vom Leder ziehen | Wink mit dem Zaunpfahl | Zur Minna machen | Zur Strecke bringen
Sonderausgabe zum deutsch-französischen Tag - 22. Januar 2008
Aus unserer neuen Reihe »Alte Socke«
von Céline Maurice, Übersetzung Christina Felschen
Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages bietet rencontres unter dem Titel »Alte Socke« eine neue Reihe, in der wir Ihnen jeden Monat eine burleske Redewendung von außen betrachtet vorstellen.
Jemanden »durch den Kakao ziehen«, eine »Kirchenmaus« oder eine »beleidigte Leberwurst« sein, sich »einen Keks freuen« - was wären die deutsche und die französische Sprache ohne ihre Redewendungen, »ohne Hand und Fuß«, an die man sich komischerweise oft viel besser erinnert als an die Konjugation unregelmäßiger Verben? Ihre Extravaganz macht sie unvergesslich, und das hervorgerufene Bild prägt sich in unser Gedächtnis ein. Jeder Sprachwissenschaftler schwärmt von diesen irrsinnigen Wendungen, die ebenfalls auf ihre Weise die Fremdsprache wiedergeben, die wir uns zu lernen bemühen. Sie ahnen es bereits, das Thema ist spannend, witzig und wert, ganz allein eine neue Rubrik zu füllen. Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages gründete rencontres die neue Serie »Alte Socke« , die ein Jahr lang am 22. eines jeden Monats im Ressort Lebensart/Momentaufnahme erscheinen wird. Der Titel lehnt sich an die nette kleine Beleidigung »du alte Socke« an, Lieblingsausdruck von Céline Moison, der Initiatorin dieser neuen Reihe.
»Hüte dich vor falschen Freunden!«
von Larissa Beutin, erschienen am 22.10.2008, Reihe Alte Socke
Was hat ein Staubwedel mit einem Federbett gemeinsam, und wieso ist deutsches Feingefühl käuflich? Larissa Beutin ist dem linguistischen Phänomen der »falschen Freunde« nachgegangen und hat entdeckt, dass sie nicht nur lustig, spannend und unterhaltsam, sondern auch eine große Bereicherung für die deutsch-französischen Beziehungen sind.
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Eine Frage der Vornamen
von Odile Zeller, Übersetzung Berit Reimann, erschienen am 22.09.2008, Reihe Alte Socke
Gängige Vornamen spielen in der Alltagssprache eine besondere Rolle. Odile Zeller kommt Gegenständen und Kleidungsstücken auf die Spur, deren Bezeichnungen uns als Vornamen vertraut sind. Im Deutschen wie im Französischen eine originelle, manchmal etymologische Reise, auf der uns Marie, Gretchen, Marcel und Dietrich begegnen.
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Französisch - Sprache der Puristen?
von Céline Moison, Übersetzung Saskia Schuster, erschienen am 22.08.2008, Reihe Alte Socke
»Ein Schuft, wer in Klischees denkt.« Weltweit kursiert das Gerücht, dass Franzosen es kategorisch ablehnten, in einer Unterhaltung Fremdwörter zu gebrauchen oder überhaupt eine Fremdsprache zu sprechen - besonders Englisch. Aber nicht doch! Fremdsprachliche Entlehnungen florieren im Französischen, die Sprache ist weit davon entfernt, genauso verstaubt, starr und steif zu sein, wie böse Zungen immer wieder behaupten.
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Knuspriger Wortschatz
von Odile Zeller, Übersetzung Sina Lebert, erschienen am 22.07.2008, Reihe Alte Socke
»Zu trocken Brot verdonnert werden«, »sein Brot verdienen«, »nicht mehr wert sein als ein Happen Brot«. Das Baguette findet man nicht nur auf dem Esstisch eines jeden Franzosen, es ist auch in aller Munde, sowohl in Frankreich als auch in Deutschland. Entdecken Sie in dieser Sommerausgabe der »Alten Socke« die vielfältigen französischen Redewendungen rund um das Wort »Brot« sowie die zahlreichen Entsprechungen im Deutschen. Guten Appetit.
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Rezept zum 14. Juli
Von Anne-Laure Edoh, Übersetzung Helene Greubel, erschienen am 14.07.2008
Wenn Ihnen Ihr ganz persönlicher 14. Juli einwandfrei gelingen soll, dann ziehen Sie das traditionelle Rezept zu Rate, das Ihnen Anne-Laure Edoh, eine Expertin auf diesem Gebiet, anvertraut.
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»Die Leviten lesen« oder: Die guten alten Strafen aus dem Mittelalter
von Céline Moison, Übersetzung Britta Nelskamp, erschienen am 22.06.2008, Reihe Alte Socke
Entdecken Sie in der Juni-Ausgabe der »Alten Socke« eine geschichtsträchtige deutsche Redewendung mit religiösem Hintergrund: »jemandem die Leviten lesen.« Um herauszufinden, was Bibel, Hosenträger und Red-Bull-Werbung gemeinsam haben, klicken Sie hier:
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»Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei«
von Ariane Kujawski, Übersetzung Britta Nelskamp, erschienen am 22.05.2008, Reihe Alte Socke
Wer die Wurst nicht kennt, kennt Deutschland nicht: Die Wurst ist nicht nur ein unentbehrlicher Bestandteil des deutschen gastronomischen Alltags, sie hat auch ein Plätzchen in der Sprache Goethes finden können - manchmal zur enormen Verwirrung der Franzosen, die überrascht sind, sie in Ausdrücken wieder zu finden, wo sie sie nicht erwartet hätten.
-------------------------------------------------------------------------------- Die Ribisel - eine Beere made in Austria
von Aurélie Daoulas, Übersetzung Britta Nelskamp, erschienen am 22.04.2008, Reihe Alte Socke
Am 22. jeden Monats bietet Ihnen rencontres.de im Rahmen der Serie « Alte Socke » eine mehr oder weniger ernste sprachwissenschaftliche Analyse, die eine von außen betrachtet ungewöhnliche Redewendung vorstellt. Heute konzentrieren wir uns auf ein Wort, das sogar in Deutschland viele nicht kennen: die Ribisel, made in Austria…
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Von Polen, Holland und alten Socken
von Céline Moison, Übersetzung Britta Nelskamp, erschienen am 22.02.2008. Reihe Alte Socke
Am 22. eines jeden Monats bietet Ihnen rencontres im Rahmen der Serie »Alte Socke« eine mehr oder weniger ernsthafte sprachwissenschaftliche Analyse, die eine, von außen betrachtet, komische Redewendung vorstellt. Heute die vermeintlich politisch brisante Diskussion um die deutschen Ausdrücke »Jetzt ist Polen offen« und »Holland in Not«.
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Durch den Kakao ziehen
von Céline Maurice, Übersetzung Christina Felschen, erschienen am 22.01.2008, Reihe Alte Socke
Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages bietet rencontres unter dem Titel »Alte Socke« eine neue Reihe, in der wir Ihnen jeden Monat eine burleske Redewendung von außen betrachtet vorstellen. Heute erzählt uns Céline Maurice ihre Begegnung mit der deutschen Redewendung »jemanden durch den Kakao ziehen«.
»Hüte dich vor falschen Freunden!«
von Larissa Beutin, erschienen am 22.10.2008, Reihe Alte Socke
Als ich in meinem Freundeskreis das Thema falsche Freunde ansprach, erntete ich böse Gesichter und ziemlich negative Kommentare: »Das sind »Freunde«, die nur da sind, wenn man ihnen von Nutzen ist.« »Oh ja, wenn’s darauf ankommt, lassen sie einen schnell im Stich.« Sie schienen alle bereits sehr schlechte Erfahrungen mit falschen Freunden gemacht zu haben. Doch dass »falsche Freunde« auch gut sein können und lustig, davon sprach keiner. Ich behaupte sogar, dass mit Hilfe von »falschen Freunden« Freundschaften entstehen können.
Besonders geprägt von »falschen Freunden«, auch »faux amis« genannt, sind die deutsch-französischen Beziehungen. Mit dem Elysée-Vertrag besiegelten Charles de Gaulle und Konrad Adenauer die deutsch-französische Freundschaft am 22. Januar 1963 und seither wachsen beide Seiten des Rheins immer enger zusammen. Austausche zwischen Deutschland und Frankreich florieren, immer mehr deutsch-französische Paare entstehen, es gibt einen deutsch-französischen Tag, deutsch-französische Schulen und noch viel mehr, um die deutsch-französischen Beziehungen zu stärken. Doch je näher sich die zwei Nationen kommen, desto mehr treten auch die »falschen Freunde« ans Licht. Die »falschen Freunde«, von denen ich spreche, verstecken sich in der Sprache. Es sind trügerische Wörter, die sich äußerlich und vom Klang zum verwechseln ähnlich sind, sich in ihrer Bedeutung jedoch sehr unterscheiden. Im Gegensatz zu den echten falschen Freunden lösen sie (meist) keine bösen Gesichter aus, sondern sorgen für verwirrte, belustigte Reaktionen - sofern sie überhaupt bemerkt werden. Oft decken sie einfach nur den deutsch-französischen Unterschied auf und zeigen uns, dass - obwohl wir uns so nahe sind - immer noch kleine kulturelle Unterschiede bestehen.
Gerade neulich in der Bäckerei wurde ich Zeuge dieses witzigen Kommunikationsproblems: »Was ist das?«, fragte eine junge Französin in gebrochenem Deutsch ihre Begleitung und zeigte auf ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. »C’est une délicatesse allemande« antwortete die Frau mit unverkennbar deutschem Akzent. Verduzt runzelte die kleine Französin die Stirn. Wie kann eine Torte ein deutsches Feingefühl sein? Ein kurzer Moment der Verwirrung, der auf der einen Seite ein kurzes Stirnrunzeln über die Eigenheit der Deutschen auslöste und auf der anderen Seite nicht einmal richtig bemerkt wurde. Auch meine Mutter wurde Opfer eines weiteren »falschen Freundes«, als sie in jungen Jahren meinen Vater kennenlernte und von Paris nach Berlin zog. Freundlich erinnerte sie meinen Vater daran, dass er seinen »Sack« im Auto vergessen habe und erntete unter den Freunden meines Vaters begeistertes Gelächter. Als wir meine französische Großmutter nach langer Zeit wieder besuchten sagte sie zu meinem kleinen Bruder: »Tu es devenu très grand.« Verlegen witzelte er zurück: »Toi aussi, tu es devenue grosse.« Ohne sie beleidigen zu wollen hatte er versehentlich das deutsche »groß« mit dem französischen Wort für dick »grosse« verwechselt. Nun ja, er wird wohl doch einen bösen Blick geerntet haben.
Meine Freunde lachten, denn nun verstanden sie, was ich mit »falschen Freunden« meinte. »So einem »falschen Freund« bin ich auch schon begegnet«, erzählte Isabelle, die während ihres ersten Deutschlandaufenthaltes bei einer deutschen Bekannten lebte, welche Isabelle nicht sonderlich mochte und ihr dies auch deutlich zu verstehen gab. Meine Freundin bemühte sich dennoch um ihre Freundschaft, da sie noch eine Weile miteinander auskommen mussten. Als sie zufällig in einem Gespräch aufschnappte, dass sich die fiese Bekannte ein neues »plumeau« zulegen wollte, kam sie ihr zuvor, indem sie es ihr netterweise als Geschenk verpackt überreichte. Als die Gastgeberin den Staubwedel erblickte, stieg in ihr die Wut auf und sie fragte meine Freundin in einem giftigen Ton, ob sie die Wohnung nicht sauber genug fände. Erst nach einer Weile löste sich das Missverständnis und beide mussten herzlich lachen. Keinen neuen Staubwedel hatte sie gemeint, sondern ein neues Federbett. Wenigstens hatte dieser »falsche Freund« zwischen beiden das Eis gebrochen. Denn so peinlich diese kleinen Verwechslungen auch sein mögen, sie sind eine große Bereicherung für den deutsch-französischen Austausch, weil sie die ohnehin oft schwierige Kommunikation zwischen Deutschen und Franzosen lockern und ihnen unvergessliche Anekdoten über das andere Land mit auf den Weg geben.
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Eine Frage der Vornamen
von Odile Zeller, Übersetzung von Berit Reimann, erschienen am 22.09.2008, Reihe Alte Socke
Kennen Sie Marianne? Kommen Sie schon, in jedem französischen Rathaus steht doch eine. Der Michel, ihr deutsches Pendant, taucht in Karikaturen auf. Diese sinnbildliche Figur - Pfeife rauchend und mit einer Zipfelmütze auf dem Kopf - kennt man in Frankreich nicht. Marianne kommt eher sexy daher, während Michel nur ein etwas einfältiger Bauer ist.
Vornamen nehmen in der Sprache einen besonderen Platz ein. Wüssten Sie vielleicht, wie man eine Madeleine mit einem Dietrich trauen sollte? Das ist doch unmöglich. Was würde Prousts Lieblingsbiskuit mit einem Hauptschlüssel anfangen, mit dem sich allerhand Schlösser öffnen lassen? Und wie sieht es mit diesen Gegenständen aus: Berthe, Charlotte, Marise - eine harte Nuss für Nichtfrankophone?
Die Charlotte aux pommes (Charlotte mit Äpfeln) ist bei den Gastronomen bekannt, ihre glockenartige Form erinnert an die Kopfbedeckung der unglückseligen Charlotte Corday, einer Figur der französischen Revolution. Mit der marise kratzt man den Kuchenteig zusammen, bevor sich Kinderfinger darüber hermachen und mit einer berthe aus Aluminium ging man frische Milch vom benachbarten Hof holen.
Männliche Vornamen können auch zur Beleidigung werden: Der Jules bei Edith Piaf beispielsweise, ein wahrer Schuft, der Julot, ein Zuhälter von Beruf, und der Jean-foutre, ein Nichtsnutz, sind keine gute Gesellschaft. Und faire le Jacques oder le Mariolle, also herumzukaspern, ist in der Schule verboten.
Die Mode hat den Marcel hervorgebracht, das Unterhemd jener starken Männer, die in Lager- und Markthallen die Fracht von LKWs entluden. Die deutschen Arbeiter tragen einen Blaumann, auch blauer Anton genannt.
Die Philippine, eine doppelkernige Frucht, die Anlass für ein Spiel ist, hat nichts mit Philippe zu tun. Ihr Ursprung liegt im deutschen »Vielliebchen«, und so bezeichnet Philippine beispielsweise eine Mandel, in deren Schale zwei Kerne wohnen.
Ein Rémy ist für Jugendliche ein Spielverderber, der keine Freunde hat. Ein Jacky fährt in einer kleinen Limousine umher, mit offenen Fenstern und voll aufgedrehter Musik. Ist das Lenkrad obendrein mit Plüsch überzogen, so ist der Fahrer ein Jean-Michel. In Deutschland ist Werner also etwa eine Art Jacky.
Zudem bringen gängige Rufnamen weitverbreitete Redewendungen hervor.
Monsieur tout le monde ist der Otto-Normalverbraucher; Germanisten stehen der »Gretchenfrage« ratlos gegenüber.
Jean qui rit hat sein Pendant auch östlich des Rheins: Hans im Glück, eine Art Candide. Jean qui pleure ändert in Deutschland das Geschlecht und wird zur Heulsuse. Ihr ähnelt die Meckerliese - im Französischen »râleuse« genannt. Ein August ist jedoch beiderseits des Rheins ein Weißclown.
Wenn bei jemand »Matthäi am letzten« ist, steht ein Mensch kurz vor dem Ende seines Lebens, weisen diese Redewendungen doch auf die Passage der Bibel hin, welche Sterbenden vorgelesen wird.
Um nicht mit dieser traurigen Anmerkung zu schließen, bieten wir Ihnen nun ein kleines Rätsel an. Finden Sie die Bedeutung dieser Vornamen, die in die Alltagssprache eingegangen sind. Viel Glück.
Quiz 1. Die »dame-jeanne« ist a) eine Korbflasche b) ein schönes Kleid c) ein Briefkasten 2. Der »jéroboam« ist a) ein alter Mann b) ein Möbelstück c) eine Weinflasche, die mehrere Liter fasst 3. Der Name Claudine steht für a) eine Korsage b) einen Rock c) einen Rundkragen (Bubikragen) 4. Eine Marie-Louise umrandet a) einen Garten b) ein Bild c) ein Fenster 5. Die Jeannette dient zum a) Bügeln von Hemdsärmeln b) Fenster putzen c) Feuer machen 6. Mit der Berthe transportiert man a) Milch b) Wasser c) Butter 7. Ist Marcel a) ein Blaumann b) ein Walkman c) ein Unterhemd? 8. Dietrich ist ein Diminutiv und bezeichnet a) einen Deutschen b) einen Hauptschlüssel c) eine Nachtigall 10. Der Name einer Figur in deutschen Puppentheatern leitet sich vom Namen eines der Drei Heiligen Könige ab. Welchem? a) Melchior b) Balthasar c) Kaspar
Lösungen: 1a, 2c, 3c, 4b, 5a, 6a, 7c, 8b, 9a,b und c, 10c
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Französisch - Sprache der Puristen?
von Céline Moison, Übersetzung Saskia Schuster, erschienen am 22.08.2008, Reihe Alte Socke
Oft ertappe ich Freunde aus Deutschland oder anderen Ländern bei einem Lächeln, wenn Franzosen zu einem englischen Wort ansetzen, leider tatsächlich oft mit miserablem Akzent. Und dann läuft die Unterhaltung unweigerlich auf den Sprachpurismus der Franzosen hinaus, die besorgt darum seien, ihre edle Sprache, die Sprache Molières von Einflüssen derjenigen Shakespeares, Goethes oder Cervantes’ reinzuhalten. Schließlich beruft man sich auf die wohlbekannte Loi Toubon von 1994, ein Gesetz, das den obligatorischen Gebrauch des Französischen insbesondere im öffentlichen Dienst, in Rundfunk und Fernsehen regelt. Dieses Argument ist unfehlbar. Lieber Herr Toubon, wissen Sie eigentlich, dass Sie in der ganzen Welt berühmt sind? Nicht etwa, weil Sie Justizminister waren oder derzeit Abgeordneter des Europäischen Parlaments sind. Nein, Ihr internationaler Erfolg beruht auf diesem Gesetz, das auf so einfache Weise das Klischee des typischen Franzosen bedient, der sich ausschließlich auf seine eigene Kultur, seine Sprache und seine jahrhundertelangen Traditionen berufe. Auch wenn es wahr ist, dass Franzosen ein wenig dazu neigen, einen Nationalstolz zu pflegen, der, wäre er auf der anderen Seite des Rheins zu finden, jedermann erschaudern ließe, sollten wir uns durch solch eine Vereinfachung nicht in Versuchung führen lassen. Angesichts dieses Schubladendenkens möchte ich das Ganze etwas nuancieren.
In den Brasserien (Gaststätten) bestellt man eher ein »sandwich« als ein »casse-croûte«. Die Jugendlichen fahren mit dem »scooter« oder »roller« zum »club de foot« (Fußballverein). Am »Week-end« feiert man bei einem der »raves«, bei denen der »DJ« an den »turntables« steht.
Man isst »cakes«, »brownies«, »cookies« (übrigens sehr lecker) und »muffins«. Der nicht mehr ganz so hippe »walkman« wurde inzwischen durch einen »player mp3« ersetzt. Man schaut eine »DVD« (manchmal sogar auf Englisch).
Aber die französische Sprache entlehnt nicht nur Worte aus der Sprache jenseits des Ärmelkanals. Was ist eigentlich mit »wagon«? Hört sich nicht sehr französisch an. Oder mit dem kleinen »schnaps«, den man nach dem Essen genießt? Ohne die schönen »edelweiss« zu vergessen, die in den Bergen blühen, oder das »leitmotiv« im Literaturunterricht.
Setzen wir die Reihe mit Einflüssen aus dem Arabischen fort, kennt die französische Sprache außerhalb des Hexagons keine Grenzen mehr. So sagt man auch: »Es war einmal in einem kleinen ‚bled’ (Kaff) in der Normandie. Dort hielt sich der Sohn des ‚toubib’ (Arzt) für einen ‚caïd’ (Gangster).« Man könnte Stunden damit verbringen, alle Entlehnungen in der französischen Sprache aufzulisten. Denn wie für jede andere Sprache gilt auch für das Französische: Die Sprache ist ein getreuer Spiegel der Geschichte, wird aber gleichzeitig von zeitgenössischen Einflüssen durchdrungen und verändert sich ständig - heute vor allem im Zug der Globalisierung.
Also, liebe Freunde, auch wenn wir Franzosen »kek« sagen, »möfin«, »sandouidsch« und »Mikael Dschacksonn« - erzählt mir nicht, dass die Sprache, die wir in Frankreich sprechen, völlig veraltet ist, »saperlipopette« (zum Donnerwetter noch mal)!
Gesetzestext der Loi Toubon auf: www.culture.gouv.fr (auf Deutsch)
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»Die Leviten lesen« oder: Die guten alten Strafen aus dem Mittelalter
von Céline Moison, Übersetzung Britta Nelskamp, erschienen am 22.06.2008, Reihe Alte Socke
Als ich an der Uni Deutsch studierte, habe ich mir eines Tages ein Buch über deutsche Redewendungen gekauft, in dem ich den merkwürdigen Ausdruck »jemandem die Leviten lesen« gefunden habe, übersetzt mit »sermonner, remonter les bretelles à quelqu’un« (wortwörtlich: jemandem die Hosenträger hochziehen, sprichwörtlich: jemandem eine Strafpredigt halten). Damals sagte ich mir, dass es sich nicht lohnt, ihn mir zu merken, ich dachte, es sei eine jener Redewendungen, die man in der Schule lernt, die sowieso total veraltet sind und die - schafft man es, sich an sie zu erinnern und sie voller Stolz in eine Unterhaltung einfließen zu lassen - ein kurzes Schweigen hervorrufen, dem ein allgemeiner Lachanfall folgt. Beispielsweise würde auch niemand sagen: »Ja, genau, du hast ganz Recht. Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.« (Regel Nummer eins für Unterhaltungen: Sprichwörter vermeiden!) Außerdem hat mich »jemandem die Leviten lesen« an Levitation, also Schwerelosigkeit erinnert, so dass ich mir jedes Mal die getadelte Person vorstellte, wie sie durch die Lüfte schwebt wie in der Red-Bull-Werbung.
Aber nach mehreren Jahren in Deutschland musste ich mich eines Besseren belehren lassen. Der Ausdruck ist zwar nicht der meist verwendete, aber geläufig ist er schon noch. Sein Ursprung geht zurück ins Mittelalter - und jetzt wird es wirklich interessant.
Damals waren die Mönche nicht gerade berühmt für ihren exemplarischen Lebensstil, da sie es mit Gebeten, Arbeit und Sittenstrenge nicht allzu genau nahmen. Chrodegang, Bischof von Metz und eine hohe politische und religiöse Persönlichkeit des achten Jahrhunderts war empört über dieses den Grundsätzen der Kirche kaum angemessene Verhalten und setzte eine Reform des Klosterlebens in Gang. Dabei ließ er sich von den religiösen Regeln der Benediktiner inspirieren, die unter anderem besondere Andachtsübungen und Strafpraktiken vorsahen. Insbesondere ließ Chrodegang seinen Mönchen einen Auszug aus dem Dritten Buch Mose, Levitikus, vorlesen. Nun ist aber Levitikus nicht gerade das witzigste Buch der Reihe: seitenweise religiöse Vorschriften über die verschiedenen Arten von Opfern, die ein Priester darbringen muss. So ist verständlich, warum es für die getadelten Mönche eine Tortur war, die Leviten zu lesen.
Im Laufe der Jahrhunderte ist daraus die Redewendung »Dem werde ich die Leviten lesen« entstanden und 1200 Jahre später sind die Torturen von Chrodegangs Mönchen genauso präsent wie damals.
Hat man den tieferen Sinn und die Herkunft eines Ausdrucks einmal verstanden, sei es einfacher - so sagt man -, diesen zu verwenden. Die Bilder, die ich jedoch mit »jemandem die Leviten lesen« assoziiere, sind einfach nur lächerlich: Ich sehe einen strengen Bischof, ein altes verstaubtes Buch und jemanden mit hochgezogenen Hosenträgern, der in der Luft schwebt. Na, dann sagen Sie mir einmal, in welcher Situation ich diese Mischung wohl verwenden könnte.
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»Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei«
von Ariane Kujawski, Übersetzung Britta Nelskamp, erschienen am 22.05.2008, Reihe Alte Socke
»Das ist schon seltsam, diese Leidenschaft der Deutschen für die Wurst«, sagte vor Kurzem eine französische Freundin zu mir. Auch wenn ich sie darauf aufmerksam machte, dass das Wort »Leidenschaft« hier vielleicht etwas übertrieben sei, muss ich zugeben, dass sie im Grunde nicht ganz Unrecht hat. Die Wurst, zubereitet auf der Grundlage von Fleisch, Speck, Salz und Gewürzen, begleitet die Deutschen durch ihren Alltag. Es gibt sie in allen Formen und Größen, von der Wurst als Aufschnitt zum Frühstück bis zur Bratwurst oder Currywurst als kleiner Snack im Laufe des Tages, nicht zu vergessen die Leberwurst. Und der letzte Schrei: die Wurst für Kinder, geschnitten in der Form kleiner, lächelnder Tiere, um sie appetitlicher zu machen.
Mit weltweit mehr als 1500 Sorten gibt es also nicht eine sondern viele Würste; in Deutschland finden sich etwa 50 verschiedene. Jede Region hat eine eigene Spezialität, wobei die berühmtesten aus Thüringen und Nürnberg stammen. Die Wurst ist ganz und gar Teil des deutschen gastronomischen Erbes: vom Abendbrot bis zum Weihnachtsessen hat sie östlich des Rheins eine unbestreitbare Tradition.
So ist es überhaupt nicht erstaunlich, dass man das, was schon beinahe ein Markenzeichen von Deutschland ist, im alltäglichen Wortschatz wieder findet. Dennoch muss ich jedes Mal schmunzeln, wenn ich ihr in einer Unterhaltung begegne. Fragen Sie einen Deutschen, ob er lieber Nudeln oder Reis zum Abendessen möchte, dann antwortet er vielleicht »Das ist mir Wurst« (gesprochen Wurscht), was auf Französisch « ça m’est égal » bedeutet. Sie verlassen eine Stadt, die Sie mögen, Ihre Freunde und Ihre Arbeit, und man wird mit Mitgefühl für sie summen: »Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.« Dieses Sprichwort ist 1987 sogar Titel eines Liedes von Stephan Remmler geworden. Man macht sich über Sie lustig, Sie sind beleidigt? Sie sind also eine »beleidigte Leberwurst«. Dieses alte Sprichwort stammt aus der Zeit, als man dachte, dass jedes Gefühl von der Leber herrührt.
Es ist unbestreitbar: Die Wurst hat ein sicheres Plätzchen im deutschen Alltag jenseits des schlichten gastronomischen Bereichs ergattert. Was die genauen Zutaten der besagten Würste angeht, so bleibt die Frage offen. Und manchmal ist es besser, nicht zu wissen, woraus sie gemacht sind, damit man nicht um den Appetit gebracht wird - oder sogar um den Schlaf. Selbst Bismarck hat einmal gesagt: »Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.«
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Die Ribisel - eine Beere made in Austria
von Aurélie Daoulas, Übersetzung Britta Nelskamp, erschienen am 22.04.2008, Reihe Alte Socke
Im Deutschen mag ich das Wort »Ribisel«. Ich finde es lustig, niedlich, farbenfroh und süß. Im Grunde genommen ist es Österreichisch oder Deutsch, das man in Österreich spricht, wenn Ihnen das lieber ist. Und auf Französisch bedeutet es »groseille«. Dieses Wort hat den Vorteil, dass es sehr praktisch ist, wenn Sie in Österreich einkaufen gehen. Sie müssen zugeben, dass man sich »Ribisel« (wissenschaftlicher Name Ribes) viel einfacher merken kann als … Wie hieß doch gleich »groseille« auf Hochdeutsch?
Die Erdbeere ist »la fraise«. Himbeere? Nein, das ist »la framboise«. Brombeere ? Das ist »la mûre«. Bleibt uns also nur die Johannisbeere. Da die schwarze Johannisbeere bereits mit dem Wort »cassis« belegt ist, bleibt also nur die rote Johannisbeere, die - endlich haben wir’s - »la groseille« ist! Und wenn Sie auf der Durchreise in Wien sind, werden die Österreicher Ihnen mit Sicherheit ihren Ribiselwein empfehlen, den man sehr gut an einem Sommerabend auf einer Terrasse trinken kann. In Maßen natürlich…
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Von Polen, Holland und alten Socken
von Céline Moison, Übersetzung Britta Nelskamp, erschienen am 22.02.2008, Reihe Alte Socke
Wie sehr ich diese kleinen, witzigen Redewendungen im Deutschen doch liebe. Jeden Monat suche ich mir eine besonders schöne aus und stelle mich der Herausforderung, sie mindestens einmal täglich zu benutzen. Von »du alte Socke« bis »treulose Tomate« - es ist eine wahre Wonne. Dieses Wochenende hat mich jedoch ein Ausdruck, vielmehr gleich zwei, in Erstaunen versetzt. Zuerst einer von Kathrin: »Oh nein, mein Lieber. Ich sag dir, wenn du das machst, dann ist Polen offen.« Bitte? »Dann ist Polen offen« - wäre das nicht schon fast an der Grenze des politisch Korrekten, wenn man sich auf die Öffnung der Grenzen im Rahmen des Schengener Abkommens bezieht oder auf den Einmarsch der Nazis in Polen? Wegen meines Stirnrunzelns setzt Jan noch eins drauf: »Wenn dir Ausdrücke dieser Art gefallen, habe ich hier noch etwas für dich: Dann ist Holland in Not.« Und dennoch, obwohl es so scheint, ist keine dieser Redewendungen Überbleibsel eines alten SS-Witzes.
»Jetzt ist Polen offen« geht nämlich viel weiter zurück, nämlich bis in die Zeit, in der Polen, eines der mächtigsten Reiche Europas war, vor allem durch die Kriege zwischen seinen kleinen Herzogtümern in viele Teile zersplitterte, bis das Gebiet schließlich zwischen Preußen, Österreich und Russland aufgeteilt wurde. Das große und mächtige Polen wurde somit eine Region ohne wirkliche Grenze, »offen« für Invasionen. Daher rührt die Verwendung des Ausdrucks »Jetzt ist Polen offen« im Sinne von »Wenn das so ist, dann kann wirklich alles Mögliche passieren«, dann »Wenn das wirklich so ist, dann knallt’s«.
Was Holland in Not betrifft, so sind die Spuren undeutlicher, aber man vermutet, dass der Ausdruck von der geographischen Lage der Region und den schweren Naturkatastrophen, die diese erlebt hat, herrührt. Das Bild von Holland oder den Niederlanden im Allgemeinen in Not drückt im Deutschen ein extremes Bedrängnis aus und ähnelt damit der heutigen Bedeutung von »Polen ist offen«. Ich hätte gern einen solchen Ausdruck im Französischen, etwas in der Art wie « Si tu ne me rends pas mes chaussettes, ça va être la Belgique sans frites ». (»Wenn du mir meine Socken nicht zurückgibst, dann gibt’s in Belgien keine Pommes mehr.«). Das wär’ doch was, oder?
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Sonderausgabe zum deutsch-französischen Tag
Unsere Reihe Alte Socke
Jemanden »durch den Kakao ziehen«, eine »Kirchenmaus« oder eine »beleidigte Leberwurst« sein, sich »einen Keks freuen« - was wären die deutsche und die französische Sprache ohne ihre Redewendungen, »ohne Hand und Fuß«, an die man sich komischerweise oft viel besser erinnert als an die Konjugation unregelmäßiger Verben? Ihre Extravaganz macht sie unvergesslich, und das hervorgerufene Bild prägt sich in unser Gedächtnis ein. Jeder Sprachwissenschaftler schwärmt von diesen irrsinnigen Wendungen, die ebenfalls auf ihre Weise die Fremdsprache wiedergeben, die wir uns zu lernen bemühen. Sie ahnen es bereits, das Thema ist spannend, witzig und wert, ganz allein eine neue Rubrik zu füllen.
Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages 2008 hat rencontres die neue Serie »Alte Socke« ins Leben gerufen, die am 22. eines jeden Monats im Ressort Lebensart/Momentaufnahme erscheinen und burleske oder ungewöhnliche Redewendungen der deutschen Sprache vorstellen wird. Der Titel lehnt sich an die nette kleine Beleidigung »du alte Socke« an, Lieblingsausdruck von Céline Moison, der Initiatorin dieser neuen Reihe.
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»Durch den Kakao ziehen«
von Céline Maurice, Übersetzung Christina Felschen, erschienen am 22.01.2008, Reihe Alte Socke
Ein französischer Freund hat mich eines Tages damit beauftragt, einen Artikel aus einer deutschen Musikzeitschrift für ihn zu übersetzen. Ich habe mich mit Begeisterung an die Aufgabe gemacht und tapfer mit der sehr speziellen Sprache der Fachpresse gekämpft. Am Ende dieses erbitterten Kampfes blieb ein Satz mysteriös: Beim Kommentieren der Liedtexte wies der Journalist darauf hin, dass die amerikanische Gruppe nicht zögere »den Präsidenten George Bush durch den Kakao zu ziehen«. Wie bitte? Warum um alles in der Welt würde eine Hardcore-Band aus New York, die man zuvor kaum einer konservativen Regung hätte verdächtigen können, »Double U« mit einer so sympathischen Sache wie einem Weihnachtstrüffel vergleichen? Und dann hüllte sich mein Langenscheidt auch noch in unbarmherziges Schweigen über das Thema. Ich habe mir also das Hirn zerbrochen, um mit viel Kreativität eine nicht allzu widersprüchliche Übersetzung zu basteln.
Kurz bevor ich meine Arbeit abgab, eröffnete ich meine gastronomisch-politische Sorge dennoch meinem freundlichen Mitbewohner. Ich muss gestehen, dass es immer eine Freude ist, seinen Freunden eine gute Gelegenheit zum Lachen zu bieten. Zumal das diesen hilfsbereiten, jungen Mann nicht davon abhielt, mich, nachdem er seine Freudentränen abgewischt hatte, von meinen linguistischen Kopfzerbrechen zu befreien: jemanden durch den Kakao ziehen bedeutet jemanden verspotten, auf Französisch casser du sucre sur le dos de quelqu’un, (wortwörtlich Zucker auf dem Rücken von jemandem brechen) was schließlich im gleichen süßen Register bleibt.
Ohne diese rettende Erklärung wäre ich Schokolade gewesen (être chocolat), wie der französische Sänger Bobby Lapointe sagen würde - das heißt, ich hätte mich geirrt.
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- Die dümmsten Bauern sind unergründlich.
- Wenn der Fuchs predigt, fallen Späne.
- Hochmut hat keine Moral.
- Schlafende Hunde wachsen auf einem Holz.
- Ausnahmen sagen die Wahrheit.
- Der Ton heilt alle Wunden.
- Auf alten Pferden bewahr' man die Gänse.
- Lange Rede, Glück in der Liebe.
- ...
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Redewendungen machen unser Leben leichter. Im großen Baumarkt der deutschen Sprache sind es gewissermaßen die Fertigbauteile. Und wie beim echten Plattenbau weiß meist keiner, was so im Einzelnen dahintersteckt. Schluss damit.
Was ist überhaupt der Unterschied zwischen Redewendung und Sprichwort?
- "Redewendungen" sind feste Wortverbindungen. Ihre Bestandteile können nur schlecht oder gar nicht ausgetauscht werden. Beispiel: "Fettnäpfchen" und "hineintreten".
- "Sprichwörter" sind ganze Sätze, die meist eine Lebenserfahrung ausdrücken. Also "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht." und so.
Das Wort "Zitat" kommt aus dem Lateinischen und heißt "das Aufgerufene". Es bedeutet, einen Ausdruck zu wiederholen, den jemand anders geprägt hat. Ein Zitat kann motivieren oder auch zum Nachdenken oder zur Kritik anregen, oder sogar zu einem Leitsatz für das eigene Leben werden. Deswegen sollte man es nicht nur kurz überfliegen, sondern sich damit auseinandersetzen.
Ein "Zitat" (lat. "Das Aufgerufene") ist eine wörtlich genau wiedergegebene Stelle aus einer Schrift oder Rede.
(© blueprints Team)
Meine Sammlung umfaßt eine Vielzahl von Aphorismen, Zitaten, Sinnsprüchen, Epigrammen und sonstigen Kurztexten. Diese werde ich nach und nach in die Datenbank einpflegen. Vorrangig habe ich die Gegenwartsautoren mit ihren Texten erfaßt; im Laufe der Zeit werden sich mehr und mehr Klassiker dazugesellen.
Auf der Seite "Spruch des Tages" gibt es im täglichen Wechsel eine sorgfältig ausgewählte Weisheit für den Tag. Wer diesen "Spruch des Tages" in Form eines Newsletters erhalten möchte, melde sich bitte hier.
Hinstorff Verlag fördert Spaß an der Sprache
"Bärenstarkes" Bilderbuch zeigt den wahren "krummen Hund"
Rostock (ots) - "Schräger Vogel, krummer Hund" ist vieles in einem: ein Bilderbuch, ein Rätselbuch, eine erste und zudem äußerst unterhaltsame Einführung in Besonderheiten der deutschen Sprache. Denn hinter jedem der zahlreichen Motive verbirgt sich eine Redewendung, die mit Tieren zu tun hat.
Hier "husten die Flöhe", "steppt der Bär", "klaut der Wolf dem Schaf seinen alten Pelz" und wer will, kann in einem "Affenzahn" durch die Gegend fahren. Wer nicht, lässt sich "vom Elch knutschen" oder muss ansonsten "heulen wie ein Schlosshund". Kurzum - das erste Kinderbuch des Berliner Illustrators Jens Bonnke ist eines der tierischen Art. Bonnke zeigt in seinen Bildern, wie es ganz konkret aussieht, wenn man "mit den Hühnern zu Bett geht" oder eben auch mal "die Sau rauslässt". Und lädt somit ein zu einem großen Sprach- und Ratespaß, nicht nur für Kinder. Mag der "Elefant im Porzellanladen" noch schnell erkannt sein, so dürfte dies beim "Kleinvieh, das auch Mist macht", schon schwerer fallen. Die Lösung des Bilderrätsels wird unauffällig mitgeliefert und außerdem erklärt, was es mit der inhaltlichen Bedeutung der jeweiligen Redewendung auf sich hat.
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Illustrator: Jens Bonnke, 1963 in Paris geboren, studierte Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Trier sowie an der Hochschule der Künste Berlin bei Jürgen Spohn und Jan Lenica. Seit 1992 ist er als freiberuflicher Illustrator tätig, u. a. für Stern, Berliner Zeitung, Spiegel, Le Monde Diplomatique und "Die Sendung mit der Maus". Für das Magazin der Süddeutschen Zeitung illustriert er wöchentlich "Die Gewissensfrage". Jens Bonnke lebt und arbeit in Berlin.
Verlag: Mit mehr als 300 lieferbaren Titeln und jährlich rund 40 Novitäten bietet der traditionsreiche Hinstorff Verlag in Rostock ein anspruchsvolles Programm in den Bereichen Bildband, Sachbuch, Maritimes, Belletristik, Kochbuch, Kinder- und Hörbuch sowie Niederdeutsch. Im Jahr 2006 feierte Hinstorff sein 175-jähriges Jubiläum.
Kurzbeschreibung
»Schwimmen nach dem Essen ist gefährlich« oder »Frühstückseier köpft man nicht« - viele solche Sprüche werden von Generation zu Generation weitergegeben. Doch wie verhält es sich mit ihrem Wahrheitsgehalt? Jürgen Brater hat zahlreiche Volksweisheiten untersucht und festgestellt: Die meisten sind zum Glück nichts als Ammenmärchen.
Über den Autor
Jürgen Brater, geboren 1948, schloß sein Studium der Medizin und Zahnmedizin mit der Promotion ab und praktizierte bis 1996 in eigener Niederlassung. Seitdem ist er als Seminarleiter in der Aus- und Weiterbildung medizinischer Fachkräfte sowie als Fachautor tätig und schreibt unter anderem populäre medizinische Bücher. Von ihm erschienen unter anderem »Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge«, »Generation Käfer«, »Bier auf Wein, das lass sein« und »Kuriose Welt in Zahlen«.
Kurzbeschreibung
"Kein Blatt vorm Mund, aber Dreck am Stecken" ist ein Buch über Redewendungen. Es befasst sich mit solchen Redewendungen, deren Herkunft wenig bekannt ist - und Unterhaltungswert besitzt. Um das Buch lesbarer zu machen, hat es der Verfasser nach Herkunftsbereichen der Redewendungen (Militär, Handwerk, Juristerei, Medizin etc.) strukturiert. Und er hat die Redewendungen, wo möglich, chronologisch geordnet, um sie in logischen Zusammenhängen präsentieren zu können. Die meisten Kapitel gerieten so zu unterhaltsamen Geschichten, die auch das Verständnis der Herkunft und der heutigen Bedeutung der Redewendungen erleichtern. Es ist ein vergnügliches Buch geworden - und ein Novum in seiner Art.
Über den Autor
Professor Dr. phil. habil. Hans-Gert Braun, geboren 1942 in Waldbröl im Rheinland, ist der Chefvolkswirt einer internationalen Finanzinstitution in Köln, lehrt Volkswirtschaftslehre an der Universität Stuttgart und war Berater zahlreicher Institutionen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Er ist Mitherausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift "Internationales Afrikaforum" und hat unter anderem Bücher über "Nutzentheorie", Programmierte Instruktion" oder "Auslandsdirektinvestitionen" sowie ein Klett-Sachbuch über "Mikroökonomie" (mit-)verfasst. "Wenn die Wörter wandern" ist das Ergebnis eines seiner Hobbys, der Etymologie.
Kurzbeschreibung
Die Bedeutung kennt man, aber die Herkunft vieler deutscher Redewendungen ganz selten. Warum macht BLAU, wer unentschuldigt im Büro fehlt? Wieso hat man nach der Party einen KATER? Unternehmen Sie mit diesem Buch eine amüsante Reise durch die erstaunlichen Hintergründe unserer Sprache - und wenn Sie sich das nächste Mal verFRANZen, dann können Sie Wegbegleiter mit dem Wissen über die Herkunft dieses Ausdrucks besänftigen.
Über den Autor
Bernd Brucker ist Jahrgang 1969. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik in Augsburg und Kunstgeschichte in Vancouver, Kanada arbeitete er in einer Werbeagentur im Allgäu. Seit 2002 ist er freier Autor und Texter in Augsburg.
Kurzbeschreibung
Täglich benutzen wir eine Vielzahl von Redewendungen - was uns gar nicht so auffällt. Diese Hilfsmittel der deutschen Sprache sind längst in unseren Alltag eingebunden, weil sie oft in schönen oder humorvollen, meist aber in treffenden Bildern einen Sachverhalt erklären.
Die 600 gebräuchlichsten Redewendungen werden in diesem Band präsentiert. Nach dem Alphabet geordnet werden sie kurz und knapp erklärt und, wo möglich, ihre Herkunft beschrieben.
So sind Sie "immer am Ball", keiner kann Ihnen "einen Bären aufbinden" und Sie werden jederzeit "den Nagel auf den Kopf treffen".
Mit dem »Wörterbuch der hochdeutschen Mundart« schuf Johann Christoph Adelung (1732-1806) das erste Großwörterbuch der deutschen Sprache. Das legendäre Nachschlagewerk, dessen erste Auflage zwischen 1774 und 1786 im Leipziger Verlag Breitkopf & Sohn erschien, beschreibt in rund 60.000 Artikeln detailliert die Herkunft, die Bedeutung und die Verwendung des deutschen Wort- und Sprachschatzes in der Mitte und am Ende des 18. Jahrhunderts und dokumentiert damit in einzigartiger Weise den Entwicklungsstand der Sprache im klassischen Zeitalter der deutschen Literatur. Anders als das Grimmsche Wörterbuch berücksichtigt es dabei auch Fremdwörter, grenzt dafür aber auf der anderen Seite allzu »pöbelhafte« Begriffe aus. Seine detaillierten Erläuterungen untermauerte Adelung durch unzählige Anwendungsbeispiele aus der gesprochenen und geschriebenen Sprache, die das Wörterbuch heute zu einer Quelle von unschätzbarem Wert machen.
Die vorliegende CD-ROM enthält den vollständigen Text der zwischen 1793 und 1801 in vier Quartbänden erschienenen zweiten, »vermehrten und verbesserten Auflage«, die im Gegensatz zu allen späteren Ausgaben noch von Adelung selbst besorgt wurde. Sie ist wesentlich umfangreicher als die Erstauflage und zeichnet sich sowohl durch eine stringentere Form der Artikel als auch durch eine aktualisierte Zitatauswahl aus.
Das Grammatisch-kritische Wörterbuch der hochdeutschen Mundart von Johann Christoph Adelung. "Eine Quelle von unschätzbarem Wert (Literaturkritik). Erstes Großwörterbuch der deutschen Sprache. "Der Adelung adelt die Digitale Bibliothek" (FAZ). "Wer an Wörtern seinen Spaß hat, muss sich neben den Grimm auch den Adelung stellen - oder ins Laufwerk schieben" (Stuttgarter Zeitung), denn wer richtig, kräftig und deftig mit der deutschen Sprache umgehen will, der braucht das Wörterbuch der hochdeutschen Mundart.
Das von Johann Christoph Adelung war das erste Großwörterbuch der deutschen Sprache. Das legendäre Nachschlagewerk beschreibt in rund 60.000 Artikeln detailliert die Herkunft, die Bedeutung und die Verwendung des deutschen Wort- und Sprachschatzes zur Mitte des 18. Jahrhunderts, dem klassischen Zeitalter der deutschen Literatur.
Dies ist der vollständige Text der zwischen 1793 und 1801 in vier Quartbänden erschienenen, von Adelung noch selbst besorgten und wesentlich erweiterten zweiten Auflage. "Die Lektüre des Lexikons macht dieblichen (mod.: diebischen) Spaß, seitdem das Werk in digitaler Form vorliegt" (DM). "Selten war die Lektüre eines historischen Nachschlagewerkes spannender" (Thüringer Allgemeine). 63.840 Seiten.
Das »Deutsche Sprichwörter-Lexikon« wurde zwischen 1830 und 1880 von dem bekannten Pädagogen und Revolutionär Karl Friedrich Wilhelm Wander erarbeitet. Es umfaßt in der von 1867 bis 1880 erschienenen Erstausgabe fünf Quartbände und enthält nicht weniger als 250.000 Sprichwörter. Das Lexikon hat seinen Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum, verzeichnet aber nicht nur deutsche Sprichwörter. Da es stets auch auf parallele Wendungen in anderen europäischen und außereuropäischen Sprachen hinweist, ist es eine der universellsten und vollständigsten Sprichwörtersammlungen überhaupt und in seinem Rang nur mit dem Grimmschen Wörterbuch zu vergleichen.
Karl Friedrich Wilhelm Wander (1803 bis 1879) war Mitbegründer des »Allgemeinen Deutschen Lehrervereins«. Er wurde 1849 wegen revolutionärer Umtriebe seines Amtes enthoben und mit Berufsverbot belegt. Im Jahre 2003 jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal.
Das Deutsche Sprichwörter-Lexikon. Über 50 Jahre arbeitete Karl Friedrich Wilhelm Wander am deutschen Sprichwörter-Lexikon mit seinen über 275.000 Sprichwörtern und Redewendungen. Von A ("De A seggt, mut ok B seggen") bis Z ("Drei Z sind gern beieinander: Zechen, Zänker, Zungenschmied") liefert es Lebensweisheiten aus dem deutschsprachigen Raum, dazu parallele Wendungen in anderen Sprachen. Es gilt "bis heute als die vollständigste Sprichwörtersammlung aller Sprachen" (Killy, Literaturlexikon), wird immer wieder in einem Atemzug mit dem Grimm'schen Wörterbuch genannt. "Wenn man nicht aufpasst, wird man von der Lust am Bildschirmschmökern stundenlang in den Bann gezogen" (Deutsche Welle). Über 250.000 Sprichwörter auf 55.600 Seiten.
Über den Autor
Martin Luther (1483-1546) war Theologieprofessor an der Wittenberger Universität. Die Veröffentlichung seiner 95 Thesen zur Kritik gegen den Missbrauch des Ablasses markiert den Beginn der protestantischen Reformation. Durch seine Übersetzung der Heiligen Schrift in die deutsche Sprache wurde die Bibel erstmals auch für Laien verständlich.
Reinhard Dithmar, Jahrgang 1934, studierte evangelische Theologie, Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Marburg, Freiburg, Berlin und Heidelberg. Seit 1981 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Literaturdidaktik an der Freien Universität Berlin.
Aus der Amazon.de-Redaktion
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Kein Schreiber oder Texter möchte "wie der Ochs vorm Berg dastehen" und das Gefühl haben, "dieser Kelch möge an ihm vorübergehen". Doch "im Eifer des Gefechts" kann man schon einmal "unter die Räder kommen" oder gar "aus dem Anzug kippen". Manche wünschen sich, sie könnten mal eben "mit einem Wuppdich" "etwas aus dem Boden stampfen" oder es gelänge ihnen gar "die Quadratur des Kreises". Doch eher "geht ein Kamel durch ein Nadelöhr", als dass einem alles "in den Schoß fällt", und es heißt ja auch nicht umsonst: "Arbeit macht das Leben süß". Erst nach der Vollendung des Werks lässt sich "auf den Lorbeeren ausruhen" und mit Giovanni Trapattoni schließen: "Ich habe fertig!"
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Außerdem werden alle Zitate und Redewendungen hinsichtlich des volkskundlichen und kulturhistorischen Hintergrunds ihrer Entstehung erklärt. Damit lädt das Buch auch schlicht zum Schmökern ein. Und mithilfe dieser reichen Zitate-Fundgrube wird es garantiert niemandem mehr die Sprache verschlagen.
Christoph Reudenbach
Über das Produkt
Über 15.000 klassische und moderne Zitate sowie feste Redewendungen mit Erläuterungen zur Herkunft und Bedeutung. Ideal für alle, die viel und häufig schreiben, und eine Fundgrube für all diejenigen, die kultur- und literaturhistorisch interessiert sind und die auf der Suche nach schmückenden Textbausteinen "aus dem Vollen schöpfen" wollen.
Über das Produkt
"Von den Chinesen könnten wir einiges lernen. Man hat mir gesagt, sie hätten ein und dasselbe Schriftzeichen für die Krise und die Chance." (Richard von Weizsäcker)
Prominente aus Wirtschaft, Politik, Sport, Literatur, Kunst und Wissenschaft liefern Kluges und Humorvolles für dieses praktische Nachschlagewerk. Auch Klassiker kommen zu Wort, deren Erkenntnisse bis heute erstaunlich 'frisch' geblieben sind. Selbst wer keine Rede halten muss, kommt voll auf seine Kosten. In sechzehn Kapiteln erfährt der Leser allerhand Nützliches ('Vom Mut, es einmal ganz anders zu probieren'), Wissenswertes ('Kleiner Leitfaden zum beruflichen Erfolg') und Ermunterndes ('Immer schön nach vorne schauen'). Ergänzt wird die Sammlung durch ein Stichwort- und Personenverzeichnis.
28.02.07 Die Zwei
»Susanne Rick und Peter W. Engelmeier gelingt es mit ihrem wissenden "Zitatenschatz" ein paar Facetten aufzuzeigen, die der Leser und Sucher so noch nicht finden konnte. Nicht einmal der Untertitel zu diesen richtigen Worten wirkt übertrieben: "Für alle, die etwas zu sagen haben.«
Kurzbeschreibung
Schon als Kinder staunen wir Bauklötze oder führen einen Eiertanz auf. Als Jugendliche verstehen wir oft nur Bahnhof, haben eine lange Leitung oder gar keinen Bock. Und später packen wir entweder die Gelegenheit beim Schopf oder werfen die Flinte ins Korn. Ein Sprichwort begleitet uns durchs Leben, es macht unsere Sprache lebendig, bunter und anschaulicher. Rund 500 Redensarten und Floskeln benutzt jeder im Alltag, doch nur selten wissen wir, woher die Sprüche eigentlich kommen, die wir klopfen. Rolf-Bernhard Essig hat sich auf die Suche nach den Ursprüngen der bekanntesten Sprichwörter gemacht. Virtuos und witzig illustriert, weckt sein Buch den Spaß an der Sprache.
Kurzbeschreibung
Sprichwörter können trösten, Rat geben oder einer Auseinandersetzung die Schärfe nehmen, und sie bringen uns zum Lachen. Hier werden spannende und komische Geschichten erzählt, die sich hinter unserer Sprache verbergen: warum es Erasmus von Rotterdam - und nicht in die Jahre gekommenen Rockstars - zu verdanken ist, dass so mancher Stein ins Rollen gebracht wurde; was erfolgreich geführte Verhandlungen mit trockenen Babypopos gemeinsam haben; inwiefern das Werfen von Gegenständen Hochzeiten und Boxkämpfe verbindet; weshalb es am Bergbau liegt, wenn endlich mal alles geritzt ist; wie die Vandalen völlig zu Unrecht in Verruf gerieten; wieso nicht der Alkohol schuld sein muss, wenn man etwas volle Pulle tut; und was die braunen Augen von Regina Halmich mit dem Faustrecht zu tun haben.
Über das Produkt
Welche kuriosen und manchmal unglaublichen Geschichten stecken hinter den Begriffen und Redewendungen, die wir benutzen? Und wie verwendet man sie richtig? Das perfekte Geschenk für Wortkrämer und Maulhelden.
Wir wandern täglich im Gebiet der Sprache und haben dennoch oft "null Peilung". Erst wenn wir nur noch "Bahnhof verstehen" und "auf dem Schlauch stehen", heißt es: "Ende im Gelände" und "die Kuh ist auf dem Eis". Aber wie kriegt man sich - und die arme Kuh - da wieder runter? Dieses Buch erklärt, warum uns aufgrund blutiger Ereignisse des Amerikanischen Bürgerkriegs bis heute "Deadlines" verfolgen und wieso wir den stinkenden Stiefeln eines unzufriedenen Arbeiters die "Sabotage" zu verdanken haben. Ein amüsanter Sprachführer, der Orientierung gibt und wieder Spaß an der Sprache vermittelt.
Kurzbeschreibung
Mit über 2.500 Eintragungen - Zitate, Definitionen, Weisheiten, Bonmots und Sprüche - ist dieses uch ein Grundlagenwerk für den witzigen und treffsicheren Umgang mit Sprache. Es wird jedem Leser reude bereiten, der nicht gezielt nach einem Zitat sucht, sondern eine beliebige Seite aufschlägt nd zu lesen beginnt. Amüsieren Sie sich über den Witz von gestern und heute, bewundern Sie die Pägnanz, mit der in wenigen Worten ausgedrückt werden kann, wofür andere viele Sätze und ganze Bücher benötigen. Als Nachschlagewerk enthält das Buch nicht nur Weisheiten und Zitate aus drei Jahrhunderten, sondern auch Aussprüche von Persönlichkeiten unserer Zeit. Die Zitate und Aphorismen sind in alphabetischer Reihenfolge nach Schlagwörtern geordnet und bieten eine unerschöpfliche Fundgrube für alle Gelegenheiten, in denen es auf Schlagfertigkeit, starke Sprüche und zündende Ideen ankommt.
Redensarten, Sprichwörter und andere feste Wortverbindungen in Texten von 1050-1350
Das "Phraseologische Wörterbuch des Mittelhochdeutschen" enthält Phraseme, also Sprichwörter, Redensarten, Gruß-, Abschieds- und Verwünschungsformen, Paarformeln und andere feste Wortverbindungen, geordnet nach Stichwörtern in alphabetischer Reihenfolge. Ausgewertet wurden einige hundert Texte aus dem Zeitraum von 1050-1350, u.a. aus den Bereichen Minnesang, Heldenepik, Artusroman und Sachliteratur. Dem Wörterbuch vorangestellt ist eine Untersuchung über die Identifizierung, Klassifizierung und lexikographische Darstellung von festen Wortverbindungen in historischen Texten.
ISBN : 3-484-31264-5
2006. IX, 490 Seiten. Kartoniert
Reihe Germanist. Ling. 264
Geb. Format 9,6 x 15,2 cm. 245 S. 8 Abb.
ISBN: 978-3-15-010579-5
EUR (D): 12,00
Sprichwörter gehören ganz selbstverständlich zu unserem Sprachschatz. Sie vereinfachen gnadenlos und sind die "Allzweckwaffe", wenn’s in einer verbalen Auseinandersetzung kompliziert wird. Karl-Heinz Göttert erklärt den Sinn der gebräuchlichsten Sprichwörter, beleuchtet ihre Herkunft und Machart und erzählt von Sammlern und Forschern, die sich mit dem Sprichwort befasst haben.
Autorinformation
Karl-Heinz Göttert ist Germanistikprofessor an der Universität Köln. Der Schwerpunkt seiner Forschungen liegt im Bereich der Kulturgeschichte, speziell der Rhetorik (besonders: Geschichte der Stimme, München 1998) und Konversationstheorie (besonders: Kommunikationsideale. Untersuchungen zur europäischen Konversationstheorie, München, 1988).
Der Verlag über das Buch
Churchill dachte über den Tod britisch-kühl: "Ich bin bereit, meinen Schöpfer zu treffen; ob Gott allerdings vorbereitet ist, mich zu treffen, ist eine andere Frage." Als es dann fast so weit war, fand er "alles so langweilig". Der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. gab sich kämpferisch: "Tod! Ick graule mir nich vor dir!" Einstein meinte, er habe seine "Sache hier getan". Und während er vom Balkon in den Tod sprang, rief der Schriftsteller Egon Friedell den Nazi-Gaffern zu: "Vorsicht, bitte!" Von Marlene Dietrich bis Che Guevara, von Karl May bis van Gogh - in kurzweiligen und erhellenden Porträts beschreibt Hans Halter das Leben berühmter (und weniger berühmter) Persönlichkeiten und zeigt zugleich, dass die letzten Worte eines Menschen oft ein ganzes Leben auf den Punkt bringen. Dieses Buch ist nicht bloß eine Fundgrube anekdotischen Wissens, sondern ein erstaunliches Panoptikum des Menschlich-Allzumenschlichen.
Über den Autor
Hans Halter, Jahrgang 1938, arbeitete zunächst als Arzt, ehe er dreißig Jahre lang als Autor und Reporter für den Spiegel tätig war. Hans Halter ist Autor von rund zwanzig Büchern, darunter dünnen (über die Haare), abseitigen (über Alkohol), ganz dicken (dem ADAC-Gesundheitsbuch) und polemischen (Krieg der Gaukler). Hans Halter lebt in Berlin.
Sind Anekdoten nebensächlich? Vielleicht lässt sich mit Fontane sagen: "Das Nebensächliche, so ist richtig, gilt nichts, wenn es bloß nebensächlich ist, wenn nichts drinsteckt. Steckt aber was drin, dann ist es die Hauptsache, denn es gibt einem dann immer das eigentlich Menschliche."
Kurzbeschreibung
Ein Satz sagt mehr als tausend Worte: Wer die Hintergründe dieser achtzig berühmten Zitate von der Antike bis heute kennt, der versteht die Weltgeschichte.
»Wissen ist Macht«, wusste schon Francis Bacon. »Nutze den Tag«, rät uns Horaz. »Nach uns die Sintflut«, behauptete die Marquise de Pompadour. »Wollt ihr den totalen Krieg?«, fragte Goebbels. »Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben«, sagte Gorbatschow.
Dieses Buch lädt ein zu einer etwas anderen Reise durch die Weltgeschichte. Anhand der achtzig bekanntesten Sätze aus 2600 Jahren führt es zu Orten, Menschen und Schlüsselmomenten der Geschichte und lässt die einzelnen Epochen von der Antike bis heute wieder lebendig werden. Was Caesars gefallene Würfel über das Römische Reich, Luthers Ausspruch über die Reformation, Kants Worte über die Aufklärung oder Kennedys Berlin-Statement über den Kalten Krieg verraten, erzählt Helge Hesse in diesem Buch. Jeder dieser berühmten Sätze steht für eine Epoche der Weltgeschichte, die man in achtzig unterhaltsamen Kapiteln durchschreiten kann!
Verlag: Eichborn; 1. Auflage (September 2006)
Gebundene Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag | 368 Seiten
19.90 Euro, 34.90 sFr
September 2006
Kurzbeschreibung
Ob rhetorisch gelungener Schlusspunkt in einer Diskussion, schlagfertige Erwiderung oder auch Garnierung für eine schöne Rede: Die in diesem Kompass versammelten deutschen Sprichwörter und Redewendungen lassen sich vielfältig einsetzen.
Interessant sind auch die Herleitungen der Wendungen - oder hätten Sie gewusst, wieso man sagt: Er ist ein "Schlitzohr". oder "Das geht auf keine Kuhhaut". Abgerundet wird das Buch durch eine Sammlung der schönsten internationalen Sprichwörter mit deutscher Übersetzung.
Kurzbeschreibung
Das richtige Wort zur richtigen Zeit
Wann wird aus einem ganz normalen Ausspruch ein "richtiges" Zitat? Spätestens dann, wenn er in "Reclams Zitatenlexikon" zu finden ist! Die neue Ausgabe enthält neue Zitate und noch viel mehr Klassiker ihrer Art, in bewährter Manier nach signifikanten Stichwörtern alphabetisch zusammengestellt. Mit einem ausführlichen Autorenregister im Anhang.
6. Aufl. Geb. Format 9,6 x 15,2 cm. 592 S.
EUR (D): 16,90
"Alles Gescheite ist schon gedacht worden; man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken" - Goethes Maxime steht am Eingang dieses bewährten Nachschlagewerks für alle literarisch Interessierten, die zur rechten Zeit das richtige Zitat suchen - und finden. Über 5000 Zitate wurden nach signifikanten Ordnungswörtern alphabetisch zusammengestellt, ein ausführliches Autorenregister verweist auf alle im Buch aufgeführten Zitate der einzelnen Autoren.
Kurzbeschreibung
In diesem Band sind rund 4000 Lebensweisheiten und Aphorismen von etwa 100 Philosophen zusammengestellt. Sie stammen aus allen historischen Epochen sowie dem westlichen und östlichen Kulturkreis, so unter anderem von Platon und Seneca, Laotse und Konfuzius, Kant und Fichte, Thomas von Aquin und Spinoza, sartre und Hannah Arendt. Die Zitate sind nach Themenbereichen geordnet.
Stefan Knischek hat Volkswirtschaft studiert und ist als wissenschaftlicher Referent an einem Wirtschaftsinstitut tätig. Seine Leidenschaft gilt jedoch der Philosophie. Im Laufe der Zeit hat er Tausende von philosophischen Zitaten aus den unterschiedlichsten Primär- und Sekundärquellen zusammen getragen.
Aus der Amazon.de-Redaktion
Die persische Weisheit "Sprichwörter sind der Schmuck der Sprache" könnte man dahingehend ergänzen, daß Redensarten "das Salz in der Suppe" sind. Mit derlei Ausdrücken würzen wir unsere Sprache. Oft enthalten sie eine Prise Humor und machen anderen unsere Aussagen schmackhaft. Dies geschieht durch einen konkreten Vergleich (Salz) oder durch eine geschichtliche Anspielung. Statt jemanden einfach zu ermahnen, lesen wir ihm die "Leviten", halten ihm eine "Standpauke" oder eine "Gardinenpredigt". Während sich einige der blumigen Ausdrücke von selbst erklären, weiß kaum jemand, was "Leviten" sind und was eine Strafpredigt mit der Gardine zu tun hat.
Auch die "Pappenheimer", die viele so genau zu kennen glauben, sind nur wenigen wirklich bekannt. So transportieren Redensarten kulturgeschichtliches Wissen, das heute großenteils nicht mehr präsent ist. Auf der anderen Seite gehört lebendige und ausdrucksstarke Kommunikation durchaus zu den hochaktuellen Erfordernissen der modernen Informationsgesellschaft. Hier bietet das Taschenbuch willkommene praktische Hilfe für alle, die schon immer einmal wissen wollten, warum eine erfolglose Sache ausgegangen ist "wie das Hornberger Schießen".
Dabei ist es nicht nur unterhaltsam und vergnüglich, etwas über die Herkunft solcher Formulierungen zu erfahren. Mitunter dürfte es wirklich nützlich sein, die genaue Bedeutung der "Gretchenfrage" zu kennen, damit man beim "Reden schwingen" "alle Register ziehen" kann ohne dabei "ins Fettnäpfchen zu treten" oder gar den "Gang nach Canossa" antreten zu müssen. --Stephan Schmidt -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Die Bedeutung und der kulturhistorische Hintergrund von rund 1 000 alltagssprachlich geläufigen Redensarten werden in diesem neuen Taschenbuch ausführlich erklärt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Redensarten spielen in unserer Sprache eine große Rolle - ihre Herkunft ist uns jedoch meist unbekannt: Wer weiß schon, weshalb wir für jemanden in die Bresche springen und was es mit der legendären Kuhhaut auf sich hat? Dieser Führer beleuchtet die Wurzeln der deutschen Redewendungen und ist bis heute das unübertroffene Standardwerk zum Thema!
Kurzbeschreibung
Sind "Blindschleichen" blind und Lemminge lebensmüde? In welcher Pfanne wird der Hund verrückt?
Dieses Buch erklärt den Ursprung und die Hintergründe tierischer Redensarten, Sprichwörter und Begriffe - informativ, witzig und präzise.
Hier erfahren Sie, warum ein "Pleitegeier" nicht fliegen kann, warum es eigentlich Dechse statt Echse heißen müsste und der "Maulwurf" ein furchtbares Raubtier ist.
Die bunte Welt der Tiere im Sprachgebrauch: für alle, die sich auf unterhaltsame Weise mit Sprache beschäftigen wollen.
Kurzbeschreibung
Wenn jemandem das "Wasser bis zum Halse steht", vergnügt er sich bestimmt nicht im Baggersee. Bei einem "Lippenbekenntnis" werden auch keine Küsse ausgetauscht. Was aber verbirgt sich hinter diesen sprichwörtlichen Redensarten? Die Historikerin Sigi Kube hat unsere Redewendungen "unter ihre Fittiche genommen". Entstanden ist ein spannendes und informatives Buch, das dem "Tohuwabohu" der deutschen Sprache garantiert den "Garaus macht".
Über den Autor
Sigi Kube lebt in München. Als freie Redakteurin und Journalistin schreibt sie für Printmedien und den Hörfunk. Dabei faszinieren sie am meisten Themen, bei denen es Rätsel zu lösen gilt und längst Vergangenem nachgeforscht werden muss.
In dieser kompakten Sprichwörter-Sammlung finden sowohl Manager wie Redner ein passendes Bonmot. Das Durchstöbern des Buches ist ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Kurzbeschreibung
Woher kommen die Sprichwörter, die wir täglich verwenden? Wie kann ich dieses Wissen in Reden und Ansprachen einsetzen? Dieses Buch hilft Ihnen, Ansprachen und Unterhaltungen mit fundiertem Wissen aufzuwerten. Es präsentiert sortiert nach Situationen im Arbeitsleben eine Auswahl von Sprichwörtern mit Kommentierung und Vorschlägen für die Verwendung.
Sprichwörter wie "Das ist des Pudels Kern", "Je später der Abend umso schöner die Gäste", "Die Gelegenheit beim Schopfe fassen" usw. werden erklärt.
Wo kommt das Sprichwort her, welche Bedeutung hat es und wie kann ich es einsetzen?
Kurzbeschreibung
Eine unerschöpfliche Fundgrube für alle, die eine Rede halten wollen und dafür nach Anregungen suchen!
Wer interessante und lebendige Reden hält, hat die Zuhörer schnell auf seiner Seite. Wem es aber gelingt, sein Publikum auch noch gut zu unterhalten, dem ist der Applaus sicher. »Gut gesagt ist halb gewonnen« ist eine unerschöpfliche Fundgrube für alle, die gelegentlich oder auch öfter eine Rede halten und dafür nach Anregungen suchen.
Dieses Buch enthält für jeden Anlass den passenden Vers und das treffende Zitat. Ob Geburtstag, Jubiläum, Beförderung oder Betriebsausflug, ob Berufliches oder Privates - dieses Buch bietet eindrucksvolle Zitate und geistreiche Bonmots. Und wer lieber selber reimen möchte, findet Anregungen dazu im »Kleinen Reimlexikon«.
Über den Autor
Roland Leonhardt, Inhaber eines Literaturbüros, war viele Jahre in der Wirtschaft tätig. Seine Leidenschaft gilt der literarischen Kurzform. Er ist Herausgeber und Autor von zahlreichen Geschenkbüchern.
Kurzbeschreibung
Zum ersten Mal im Taschenbuch: Die Gesamtausgabe der berühmten »Sudelbücher« von Georg Christoph Lichtenberg, mit den Materialheften und Tagebüchern sowie dem umfangreichen Wortregister, das zum Erschließen und Nachschlagen unentbehrlich ist. Die Edition ist text- und seitenidentisch mit der beim C. Hanser Verlag, München erschienenen kritischen Ausgabe von Wolfgang Promies.
»Sudelbücher« nannte Georg Christoph Lichtenberg seine von 1765 bis kurz vor seinem Tod 1799 geführten Hefte, in denen er täglich seine Einfälle und Beobachtungen notierte: »Schmierbuch-Methode bestens zu empfehlen. Keine Wendung, keinen Ausdruck unaufgeschrieben lassen.« Das Ergebnis dieses ungewöhnlichen Unterfangens ist die berühmteste Aphorismensammlung der deutschen Literatur.
Nietzsche las sie mit Begeisterung und Tucholsky meinte: »Von dem, was in den Sudelbüchern an Witz verschüttet liegt, leben andere Leute ihr ganzes Leben.« Der gelehrte Aufklärer aus Göttingen wirft »Blicke durch die alten Löcher« und kommt zu so wunderbaren Feststellungen wie: »Der Mann hatte so viel Verstand, daß er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.« - »Ein Bedienter schreibt: Papstdumm.« - »Die goldene Regel: Wenn dein bißchen an sich nichts Sonderbares ist, so sage es wenigstens ein bißchen sonderbar«.
In über 8000 Einträgen sammelt er seine »Pfennigs-Wahrheiten« über sich selbst und andere: Philosophie, Wissenschaft, Literatur und Leben werden von seinem scharfen Verstand unter die Lupe genommen und aufgespießt, allen voran der Bereich der Theologie und der Sexualität: »Die eine Schwester ergriff den Schleier und die andere den Hosen-Schlitz.«. Eine besondere Köstlichkeit ist das »Fragment von Schwänzen. Ein Beitrag zu den Physiognomischen Fragmenten« in denen er sich über die wissenschaftlichen Bemühungen seiner Zeit lustig macht.
Über den Autor
Georg Christoph Lichtenberg kam am 1.7.1742 in Oberramstadt bei Darmstadt als 18. Kind eines Generalsuperintendanten zur Welt. Nach dem Studium der Mathematik und Naturwissenschaften wurde er 1770 Professor für Experimentalphysik und Naturwissenschaften in Göttingen. Wegen einer Rückgratverkrümmung nach einem Sturz in der Kindheit führte er bis zu seinem Tod ein zurückgezogenes Leben. Er zählt zu den geistreichsten Prosaschriftstellern der Aufklärung. Lichtenberg starb am 24.2.1799 in Göttingen.
Kurzbeschreibung
Wer dauernd „von Pontius zu Pilatus“ geschickt wird und irgendwann merkt, dass das nun auch nicht „der wahre Jakob“ ist, der schimpft auf das ganze „Tohuwabohu“ und hat schon drei Redewendungen aus der Bibel gebraucht, vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein.
„Auf Sand gebaut?“ ist das Buch zu der erfolgreichen Radiosendereihe „Am Anfang war das Wort“ von NDR 1 Niedersachsen (jeden Sonnabend um 17.40 Uhr). Es enthält 52 Geschichten zu und über Bibelzitate im Alltag. Diese Zitate zeigen, wie allgegenwärtig und aussagekräftig das „Buch der Bücher“ auch heute noch ist, obwohl die darin gesammelten Erzählungen, Gleichnisse und Lebenshilfen mehrere tausend Jahre alt sind. Wer die Bibel aufschlägt, wird sich wundern, wie bekannt, vertraut und spannend viele der Geschichten sind. Die vielen Bibelzitate in unserer Umgangssprache sind ein sicheres Indiz dafür, dass die Bibel keineswegs an Aktualität eingebüßt hat.
Über den Autor
Thomas Martin ist der Korrespondent des NDR für Ostfriesland. Als „Mann des gesprochenen Wortes“ ist ihm schon lange aufgefallen, wie bibelfest die Menschen hierzulande sind – ohne es eigentlich zu wissen! Diese Beobachtung veranlasste ihn, einmal nach den Ursprüngen dieser „Bibelzitate im Alltag“ zu suchen.
Über den Autor
Wolfgang Mieder ist Professor für Germanistik und Volkskunde an der University of Vermont (USA). Neben zahlreichen Buchveröffentlichungen in deutscher und englischer Sprache ist er seit 1984 auch der Herausgeber des internationalen Jahrbuchs Proverbium.
Autorenporträt
Wolfgang Mieder ist Professor für Germanistik und Volkskunde an der University of Vermont (USA). Neben zahlreichen Buchveröffentlichungen in deutscher und englischer Sprache ist er seit 1984 auch der Herausgeber des internationalen Jahrbuchs Proverbium.
Autorenporträt
Wolfgang Mieder ist Professor für Germanistik und Volkskunde an der University of Vermont (USA). Neben zahlreichen Buchveröffentlichungen in deutscher und englischer Sprache ist er seit 1984 auch der Herausgeber des internationalen Jahrbuchs Proverbium.
Kurzbeschreibung
Der Blick dahinter - was Redensarten wirklich bedeuten
Redewendungen gebrauchen wir täglich, sie erleichtern die Verständigung untereinander enorm. Dem Deutschlernenden muss ihre Bedeutung erklärt werden. Der Muttersprachler wird sich manchmal fragen, woher eine Redewendung stammt, wie sie aufgebaut ist, ob es ähnliche gibt. Beide Leserkreise werden in diesem Lexikon fündig. "Mit Fug und Recht", "Jemandem die Stange halten", "Auf Zack sein". Diese und andere Redensarten, insgesamt 4000, sind in diesem Buch gesammelt, alphabetisch nach Leitbegriffen geordnet und in ihrer Bedeutung und Herkunft ausführlich erläutert. Der Sprachwitz vieler Wendungen, die treffende, häufig salopp oder ironisch umschriebene Pointe machen das Buch zur amüsanten Lektüre.
4.000 deutsche Redensarten, nach Leitbegriffen geordnet. Ausführliche Erläuterung von Bedeutung, Herkunft und Anwendung.
Über den Autor
Klaus Müller lehrt an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Kurzbeschreibung
Nach zwei Jahrzehnten Bundesrepublik erfährt der Slogan "Mehr Demokratie wagen" nachhaltig Resonanz und führt zu einem politischen Wandel nach 1969. "Jedem das Seine" hingegen erinnert an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Während Mitte der 1980er Jahre Heinz Rudolf Kunze mit "Wir Wunderkinder" einen Hit landet, wird jenseits der Mauer "Die Partei hat immer Recht" verkündet. Und wer weiß heute noch, wem wir die tröstenden Worte "Davon geht die Welt nicht unter" zu verdanken haben. Beinahe täglich begegnen uns Parolen, Losungen und andere Sprüche, mit denen politische Kräfte Zustimmung erheischen, um Gefolgschaft werben, zu einer Haltung oder einer Handlung aufrufen und sich gegenüber Konkurrenten und Kontrahenten kenntlich machen. "Aufstand der Anständigen", "Krieg dem Terrorismus", "Kein Blut für Öl" Schlachtrufe aus unseren Tagen. "Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern", "Wacht auf, Verdammte dieser Erde", "Der deutsche Michel" und "Juda verrecke" sind Beispiele aus ferner und naher Geschichte. Von ihnen, ihrer Herkunft, ihrer Verbreitung, den sich daran knüpfenden Absichten ist hier die Rede. Dargestellt wird weiterhin, in welchem historischen Konnex das Schlagwort aufgegriffen und verwendet wurde und welche Bedeutungsänderungen es erfuhr. Renommierte Historiker, Philosophen und Theologen, Juristen und Soziologen, Literatur- und Kunstwissenschaftler haben sich auf die Spur von Schlagwörtern und Schlachtrufen begeben. Entstanden ist ein Nachschlagewerk, das sowohl Einsteigern Antworten zu geben vermag als auch für Fortgeschrittene manche Überraschung bereit hält.
Kurzbeschreibung
Die bekanntesten und gebräuchlichsten Redensarten mit prägnanten Erläuterungen hinsichtlich ihrer Entstehung und Verwendung und Informationen über den Urheber. Egal ob alltägliche Aussprüche ("Ach, du meine Güte"), ausgefallenere Wendungen ("Das geht auf keine Kuhhaut") oder Lebensweisheiten ("In der Kürze liegt die Würze"), in diesem Buch findet man die bekanntesten und gebräuchlichsten Redensarten mit prägnanten Erläuterungen hinsichtlich ihrer Entstehung und Verwendung und Informatioenen über den Urheber.
Kurzbeschreibung
Die große Sammlung mit ca. 1000 Alltagsweisheiten, auf Herz und Nieren geprüft! Alltagswissen auf dem Prüfstand: Reden Frauen mehr als Männer? Hilft Salz wirklich bei Rotweinflecken? Macht abends essen dick? Die große Sammlung mit ca. 1000 Alltagsweisheiten, auf Herz und Nieren geprüft!
Über das Produkt
Mehr als eine übliche Zitatensammlung: Neben den ca. 1000 bekanntesten Zitaten und Aussprüchen von der Antike bis zur Gegenwart findet der Leser in "Wer sagte was?" alle wichtigen Informationen über den Urheber, den Zusammenhang in dem das Zitat entstanden ist, sowie die Verwendung und die heutige Bedeutung. Nicht nur klassische Zitate wie Ich kam, ich sah, ich siegte oder Das also war des Pudels Kern sind vertreten. Auch moderne Aussprüche von Personen des öffentlichen Lebens (z.B. Giovanni Trappatonis "Ich habe fertig"), Werbesprüche (Clausthaler: "Nicht immer, aber immer öfter") oder Filmzitate ("Ich schau dir in die Augen, Kleines" aus Casablanca) finden Beachtung.
Vorsicht - dieses Buch mag man gar nicht mehr aus der Hand legen, wenn man erst einmal angefangen hat, sich auf die Erkundungsreise durch rund 1.000 altbekannte und neuentdeckte Zitate und geflügelte Sprüche zu begeben. Sie finden hierbei nämlich nicht nur die Namen der Urheber mit Lebensdaten, sondern, und das ist das Besondere, die historische »Story« eines jeden einzelnen Ausspruchs! Der Aufbau ist alphabetisch. Ein umfangreiches Stichwortverzeichnis führt Sie zu passenden Zitaten und ein Personenregister eröffnet den Zugang nach Autoren. Vieles sagt sich leichter mit schönen Worten bedeutender Männer und Frauen. Ob antike Philosophen, römische Feldherren, Schriftsteller und Staatslenker - oder Größen aus Film und Werbung: hier ist die Quelle! 2007. 288 S., vierfarbig, geb. Compact.
Bestell-Nr.:65002679
Über das Produkt
Dieser Kalender präsentiert jeden Tag ein berühmtes Zitat oder einen beliebten Ausspruch von der Antike bis zur Gegenwart und gibt Hinweise zum Urheber sowie prägnante Erläuterungen hinsichtlich der Entstehung bzw. Verwendung.
Neben den klassischen Zitaten (z. B. "Ich kam, ich sah, ich siegte"; "Das also war des Pudels Kern") findet man hier auch moderne Aussprüche von Personen des öffentlichen Lebens (z. B. Giovanni Trapattoni: "Ich habe fertig"; Neil Armstrong: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen") sowie Werbesprüche, die in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen sind (z. B. "Nicht immer, aber immer öfter"; "Nichts ist unmöglich") oder Filmzitate (z. B. "Ich schau dir in die Augen, Kleines").
Kurzbeschreibung
Viele Redensarten sind fest im deutschen Sprachschatz verankert. Doch bei genauerer Betrachtung "kommt einem manches spanisch vor", was man da sagt. Karl Hugo Pruys nimmt "kein Blatt vor den Mund", sondern zeigt dem interessierten Leser, "wo der Hund begraben liegt": Ursprung und Bedeutung der hundert populärsten Redensarten auf kurzweilige und verständliche Art erklärt. Damit Sie beim nächsten Small Talk nicht "auf dem Schlauch stehen"!
Über den Autor
Karl Hugo Pruys, geboren 1938, war in den 1970er Jahren Sprecher des CDU-Bundesvorstands und verfasste 1995 eine Helmut-Kohl-Biografie, die vom "Economist" als Standard-Werk gepriesen wurde. Pruys ist Mitherausgeber des "Handbuchs der Massenkommunikation" sowie Autor sprach- und Literaturkritischer Bücher, zuletzt erschienen "Die Bibliothek. 44 Bücher, die man gelesen haben muss" und "Christian Wulff. Deutschland kommt voran".
Über den Autor
Geboren 1926 in Dresden. 1944 Einberufung zum Kriegsdienst. Humanistischer Gymnasialabschluß 1946 in Dresden und Eintritt in die Liberaldemokratische Partei. Internierung bis 1948 in Mühlberg/Elbe. Übersiedelung nach Wuppertal. Volontär und Redakteur der Westdeutschen Rundschau (FDP). 1951 bis 1956 Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in München. Promotion über 'Das Verhältnis von Dichtung und Existenz bei Clemens Brentano'. 1952 Heirat. 1958 Übersiedelung nach Herrsching am Ammersee.
Schriftsteller: Betriebs- und Verkaufspsychologisches, Arbeiten zur Mitarbeiterführung und Vorgesetztenschulung, Übersetzungen amerikanischer und australischer Literatur, 1965 Zitatenhandbuch Band I, 1968 Handbuch der Witze, Fabeln und Anekdoten, 1985 Zitatenhandbuch Band II und 'Politik und Menschenwürde', eine Darstellung der Grundzüge des Liberalismus, 1994 'Der Links-Mitte-Rechts-Unfug', eine Topographie der politischen Richtungen, 2001 'Ein gern gelebtes Leben', Roman. Von 1978 bis 1982 Abgeordneter des Bayerischen Landtags (FDP), von 1991 bis 1999 Vorstandsmitglied und Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung, München.
Aus der Amazon.de-Redaktion
Scharfe Feder, spitze Zunge, eine gehörige Portion Ironie und Zynismus - und ab geht's einmal quer durchs Alphabet: von A wie "Abfackeln" bis Z wie "Zündelfrieder". Wenn dann rhetorische Raffinesse und fundierter politischer Erfahrungsschatz zusammenprallen mit alphabetisch aufgelistetem Wortmüll, dann ist das schon zunächst einmal ein pures Vergnügen. Phrasen, Phrasen und nochmals Phrasen, ob aus dem "Toskanadeutsch", dem "Weizsäckerdeutsch", dem "Kirchentagsdeutsch" oder dem "Feministendeutsch", ganz egal, alles "Hohl- und Nebelwörter", eben "Scheißdeutsch".
Röhl nimmt alles und jeden auf die Schippe, vorzugsweise jedoch im rot-grünen Lager. Wen wundert's, hat gerade er doch eine politische Laufbahn hinter sich, die nahezu ebenfalls von A bis Z ging. Ehemals "Konkret"-Herausgeber, Ehemann der RAF-Terroristin Meinhof, lange Jahre KPD-Mitglied, dann SPD, schließlich FDP. Der Journalist und Autor zählt sich heute zu den "Demokratischen Rechten".
"Erst mal ablachen", empfiehlt Röhl dem Leser im Vorwort. Dieser Aufforderung kommt man nicht selten nach, manchmal allerdings mit etwas Verzögerung, womit klar wird, wie sehr wir alle dem Wortmüll, dem Phrasendreschen oft schon erlegen sind. So ist es denn auch ein Spiegel, den Röhl da vorhält und in dem auch deutlich wird, dass mit Phrasen nicht nur schlichtweg dummes Zeug geredet, sondern auch manipuliert werden kann, es wird etwas vorgegaukelt. Beispiel: die vorgeschlagene Umbenennung der Krankenkasse in "Gesundheitskasse".
Provozierend und sicher diskussionswürdig dagegen aber auch viele andere Begriffe, die für Röhl in die Kategorie "Phrase" fallen. Der "Treibhauseffekt" ist für ihn eine "unbewiesene Behauptung", "erneuerbare Energien" gar "Bockmist" und mit "Stadtteilkultur" beschreibt Röhl "das Auftreten von Dilettanten und Möchtegernkünstlern".
So macht Röhl aus seinem politischen Standort alles andere als ein Geheimnis. Und gerade diese Beharrlichkeit und Penetranz sind es, die letztlich auf rund 230 Seiten dann doch etwas mürbe und überdrüssig machen. Da helfen auch pointierter Stil, verbale Treffer und durchaus gelungene Wort-Entlarvungen nicht.
Barbara Wegmann
Kurzbeschreibung
In einer aktualisierten Neuauflage gibt das Lexikon wieder eine humorvolle und präzise Übersicht der wichtigsten Worte und Redewendungen des politisch korrekten Jargons ("political correctness"), also: der Sprache der Betroffenheit (Weizsäckerdeutsch), des Jargons der post-68er Politiker- und Medienvertreter (Toskanadeutsch) sowie des Feministenslangs, des Autonomen-Rotwelschs und verschiedener alternativer Dialekte (wie Hypochonderdeutsch, früher Müslideutsch).
Kurzbeschreibung
"Schriften, Schulen und Universitäten thun vieles und manchmal mit nicht kleinem Geräusch. Aber es geht, ungesehen und ungeachtet, viel Weisheit und Klugheit im Lande umher, von Mund zu Mund." Diese Weisheit brachte der katholische Kirchenmann Johann Michael Sailer (1751-1832) in Form seiner Sprichwörtersammlung unters Volk, die er "ein Lehrbuch für uns Deutsche, mitunter auch eine Ruhebank für Gelehrte, die von ihren Forschungen ausruhen möchten", nannte.
Kurzbeschreibung
Die witzigsten Sprüche, die stärksten Bosheiten, die schärfsten Zitate aller Zeiten: Ein Feuerwerk brillanter Einfälle, das an intellektuellem Witz nicht zu überbieten ist. Ein Muß für alle, die ihre Schlagfertigkeit verbessern wollen.
Über den Autor
Tania Schlie, geboren 1961, war lange Jahre Verlagslektorin. Nach Veröffentlichung von Anthologien und wissenschaftlichen Beiträgen erschien 2001 ihr erster Roman. Sie ist heute freie Lektorin und Autorin und lebt mit ihrer Familie in Glückstadt. Johannes Thiele, geboren 1954. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Paderborn. Seit 1983 in verschiedenen deutschen Verlagshäusern tätig. Seit 2005 freier Autor und Publizist, seit 2007 Verleger des Thiele-Verlages.
Kurzbeschreibung
Redewendungen machen die Sprache bunt: Sie helfen uns, "die Dinge auf den Punkt zu bringen" - "ohne zu fackeln". Dabei ist uns oft rätselhaft, woher die Wendungen kommen - und die Erklärung sorgt für Aha-Erlebnisse. So taugt diese Sammlung nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch zum kurzweiligen Schmökern.
Kurzbeschreibung
Für wen war »der Wunsch der Vater des Gedankens«? Wo fiel der »Schnee von gestern«? Über wen sagte man erstmals »Er war nur noch ein Schatten seiner selbst« und was war »Noch nie so wertvoll wie heute«? Wolfgang Seidel hat sich auf die Spurensuche begeben in Literatur und Philosophie, Politik und Wirtschaft, Film, Schlagern, Opern, Märchen und Fabeln – sogar in der Werbung ist er fündig geworden. So anschaulich und lebendig wie die Redewendungen selbst ist auch ihre Entstehungsgeschichte.
»Noch einmal mit Gefühl«
Wolfgang Seidel, geb. 1953, studierte Jura. Als Lektor arbeitete er in Stuttgarter und Frankfurter Verlagen. Seit 2001 lebt er als...
Kurzbeschreibung
Bestsellerautor Wolfgang Seidel hat diesmal Begriffe aus der Geschichte unter die Lupe genommen: Schlagwörter wie "Kirchturmpolitik" und "Reptilienfonds", geflügelte Wörter, Redewendungen und Begriffe, die mit historischen Ereignissen verknüpft sind. Woher kommt der "unsichere Kantonist", was ist ein "Augurenlächeln", wer musste nach "Canossa" gehen, was wurde in der "Goldenen Bulle" festgelegt und warum nennt man diese Urkunde überhaupt "Bulle"? Wem war es egal, ob "nach uns die Sintflut" kommt, warum nannte man Jeanne d'Arc "Jungfrau von Orléans", wer prägte den Begriff "Eiserner Vorhang" und was ist ein "Potemkin'sches Dorf"?
Über den Autor
Dipl.-Kfm. Wolfgang Seidel ist Inhaber der servmark Unternehmensberatung für Servicemarketing und Customer Relationship Management mit Sitz in Ingolstadt.
Kurzbeschreibung
Karl Simrocks Sammlung der deutschen Sprichwörter erschien zuerst 1846, ist aber noch heute eine Fundgrube gereimter und ungereimter Regeln, Weisheiten, Handlungsanweisungen, auch bisweilen Tröstlichkeiten. Nicht alles ist heute noch verständlich, glaubwürdig, nachvollziehbar, die gesellschaftlichen Lebenswelten haben sich doch beträchtlich verändert. Vieles aber lebt heute noch im sogenannten Volksmund, also in uns allen, und manches ist so überraschend und schlagend, daß es eine auffrischende Erinnerung sehr gut verträgt. Nikolaus Heidelbach hat sich der sysiphos-artigen Mühe unterzogen, die über 12.000 Sprichwörter zu sichten und das in diesem oder jenem Sinn heute noch Relevante und Interessante herauszuziehen. Vor allem aber hat er nicht nur zu jedem Buchstaben des Alphabets eine Vignette gemalt, sondern auch eine großartige ganzseitige Sprichwort-Illustration geschaffen, die auf komische, phantastische, nicht immer unbösartige Weise den Sinn oder Hintersinn des jeweiligen Sprichworts in Szene setzt.
Über den Autor
Nikolaus Heidelbach, geboren 1955, lebt als freischaffender Künstler in Köln. Seit 1982 illustriert er Kinderbücher, für die er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Für sein Gesamtwerk erhielt er 2000 den 'Deutschen Jugendliteraturpreis', außerdem den international begehrten 'Bologna Ragazzi Award'.Neben Kinderliteratur illustriert Heidelbach auch Bücher für Erwachsene, unter anderem Texte von Wiglaf Droste und Vincent Klink.
631 S.
ISBN: 978-3-15-008453-3
EUR (D): 12,80
Die deutschen Sprichwörter
"Dem Volk zu geben, was des Volkes ist, durfte man ihm seine Sprichwörter am wenigsten vorenthalten, diesen seit tausend Jahren gehäuften Schatz, zu welchem es selbst seinen gesunden Verstand, seine Sinnes- und Anschauungsweise, seine Rechtsgewohnheiten und Lebenserfahrungen, ja einen Teil seiner Lebensschicksale in goldenen Sprüchen ausgeprägt hat" - so schreibt Simrock im Vorwort zu seiner großen Sammlung Deutsche Sprichwörter.
Kurzbeschreibung
"Lieber krank feiern als gesund arbeiten" Die 80er - das war die große Zeit der Sponti-Sprüche. Auf Kneipenklos, an Häuserwänden und in hunderttausendfach verkauften Eichborn-Büchlein feierte die Phantasie ein Feuerwerk. Klassiker des Unernstes wie die Forderung "Legalize Erdbeereis" waren ebenso in aller Munde wie Nachdenkliches à la "Marx ist tot, Einstein ist tot und mir ist auch schon ganz schlecht" und die Parole "Weg mit den Alpen - freie Sicht aufs Mittelmeer!" Die kostbarsten Fundstücke aus einer Zeit, in der das Leben noch lustig war.
»Ich geh kaputt - gehst du mit?«. Die 80er-Jahre - das war die große Zeit der Sponti-Sprüche. Auf Kneipenklos, an Häuserwänden, auf dem Campus und in den WGs zündete ein Feuerwerk der Fantasie. Dieses Büchlein - quadratisch, hektisch, gut - versammelt die Klassiker der Sponti-Kultur: Von »Legalize Erdbeereis«, über »Marx ist tot, Einstein ist tot und mir ist auch schon ganz schlecht« bis hin zu »Weg mit den Alpen - freie Sicht aufs Mittelmeer!«. Fundstücke aus einer Zeit, in der das Leben noch lustiger erschien.
320 S., einige s/w-Abbildungen, 11 x 15 cm, Tb.
Eichborn Verlag
Bearb.: Fabig, Angelika.
Geb. Format 9,6 x 15,2 cm. 398 S.
ISBN: 978-3-15-029620-2
EUR (D): 14,90
Pressestimmen
Wer mit Reimen Probleme hat, findet in Willy Steputats "Reimlexikon" nun einen profunden Ratgeber.
Donaukurier
So haben Sie jetzt immer eine schlagfertige Antwort im Ärmel. 4.509 bissige Definitionen, charmante Gemeinheiten und treffende Bonmots für alle Gelegenheiten. Zu allem, finden Sie hier etwas und die großen Menschheitsfragen bleiben nicht ausgeklammert: "Frauen", "Männer", "Ehe", "Liebe", "Junggeselle" . Aber auch "Geld", "Demokratie" und selbst "Paradies" oder "Pornografie" sind vertreten. Bei, wen wundert es, "Zyniker/Zynismus" ist Schluss.Ein Partybuch. Denn nicht alles bleibt klug, wenn man es still für sich liest. Auch wirkt Bosheit in Kübeln genossen, nun, sagen wir einmal, betäubend. Leseprobe: Zu Kredit:- ein Regenschirm, den man bei Sonnenschein leicht bekommt, aber beim ersten Regentropfen zurückgeben muß.- eine merkwürdige Sache. Sofort bekommt man ihn nur dann, wenn man nachweisen kann, daß man ihn gar nicht braucht.- etwas, wovon man viel haben muß, aber nur wenig benutzen darf.- ein Regenschirm, den man bei Sonnenschein leicht bekommt, aber beim ersten Regentropfen zurückgeben muß.- eine merkwürdige Sache. Sofort bekommt man ihn nur dann, wenn man nachweisen kann, daß man ihn gar nicht braucht.- etwas, wovon man viel haben muß, aber nur wenig benutzen darf.So haben Sie jetzt immer eine schlagfertige Antwort im Ärmel.
4.509 bissige Definitionen, charmante Gemeinheiten und treffende Bonmots für alle Gelegenheiten.
Zu allem, finden Sie hier etwas und die großen Menschheitsfragen bleiben nicht ausgeklammert: "Frauen", "Männer", "Ehe", "Liebe", "Junggeselle" . Aber auch "Geld", "Demokratie" und selbst "Paradies" oder "Pornografie" sind vertreten. Bei, wen wundert es, "Zyniker/Zynismus" ist Schluss.
Ein Partybuch. Denn nicht alles bleibt klug, wenn man es still für sich liest. Auch wirkt Bosheit in Kübeln genossen, nun, sagen wir einmal, betäubend.
Leseprobe:
Zu Kredit:
- - ein Regenschirm, den man bei Sonnenschein leicht bekommt, aber beim ersten Regentropfen zurückgeben muß.
- - eine merkwürdige Sache. Sofort bekommt man ihn nur dann, wenn man nachweisen kann, daß man ihn gar nicht braucht.
- - etwas, wovon man viel haben muß, aber nur wenig benutzen darf.
- - ein Regenschirm, den man bei Sonnenschein leicht bekommt, aber beim ersten Regentropfen zurückgeben muß.
- - eine merkwürdige Sache. Sofort bekommt man ihn nur dann, wenn man nachweisen kann, daß man ihn gar nicht braucht.
- - etwas, wovon man viel haben muß, aber nur wenig benutzen darf.
Kurzbeschreibung
Aber hallo! Geht's noch? Ein Strauß fröhlicher Wendungen und Redensarten aus dem gemeinen Wortschatz der Deutschen in einem Buch übersichtlich gegliedert und säuberlich geordnet. Da beißt die Maus keinen Faden ab: Dieser moderne Sprach- und Sprücheführer ist ein unentbehrlicher Begleiter auf dem Trampelpfad durch die wunderbare Welt der Phrasen, Kalauer und Floskeln von der Wiege bis zur Bahre.
Über den Autor
Günther Willem, geboren 1954 in Löningen, studierte in Köln und Hamburg. Nach Jobs als Erntehelfer, Jäger und Sammler begann er mit 32 Jahren zu schreiben. Er schrieb für 'Titanic' und 'taz', arbeitete für die Werbung und das Fernsehen und war von 1988 bis 1993 Redakteur beim Humormagazin 'Kowalski'. Zusammen mit Gerhard Henschel schrieb er zwei Bücher über Fußball. Günther Willem lebt als Filmemacher, Herausgeber, Autor und Bibliothekar in Oldenburg.
Kurzbeschreibung
Das richtige Wort für jede Situation
Manchmal ist es schwer, eigene Worte zu finden. Wer dann nicht auf Allgemeinplätze zurückgreifen möchte, der hat mit diesem Buch einen Schatz zur Hand. Egal ob frech, witzig oder ernst, ob philosophisch oder humoristisch, ob aus Europa, Asien oder Amerika, hier werden Lebenssituationen in passende Worte gefasst und man ist für alle Situationen gewappnet.