Etymologie-Newsletter 2005-03

Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
Die Lehre von der Wortherkunft

Etymologie-Portal - Newsletter

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Die HTML-Version finden Sie auf dem Etymologie-Portal in der Rubrik "Newsletter".

Inhalt



Begrüssung / Feedback / Korrekturen / Vorwort

Liebe Etymologie-Amateure (und Profis),

ich begrüsse Sie zum neuen Etymologie-Newsletter



Das Wort des Monats März ist "Fug und Recht"

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Die Wortgeschichte von Christoph Gutknecht ist auf dem Etymologie-Portal in der linken Navigationsleiste unter "Das Wort des Monats auf http://www.etymologie.info/" aufzurufen.

Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Falls Sie ganz erpicht sind auf die heutigen Wortgeschichten, aber dann feststellen müssen, dass Sie deren Erörterung bereits kennen, dann haben Sie Pech gehabt.

erpicht - auf etwas erpicht sein, Pech haben (W3)

Vögel fing man in früheren Zeiten mit "Pechruten" = "Stöcken, die mit Pech bestrichen waren". Die Vögel, die das "Pech" hatten, sich darauf zu setzen, waren so "erpicht" von diesem Gerät, dass Sie sich gar nicht mehr loslösen konnten.
Seit dem 16.Jh. wurde der Ausdruck auch im übertragenen Sinn verwendet.
Pech wurde auch zum Abdichten von Booten benutzt. (Wer da kein Pech hatte, hatte wirklich Pech.)

Erstellt: 2005-03

Ort, orten, erörtern (W1)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Ort


(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Ortsname
Der "Ort" hat ein ähnliches Schicksal wie der Punkt. Mathematisch gesehen ist der Punkt ein Nichts, obwohl er zu den wesentlichen Begriffen in der Mathematik gehört. Und so ist auch der "Ort" eigentlich ein Nichts. Er bedeutete ursprünglich die "Spitze" (insbesondere soll er die "Spitze" einer (Stich-)Waffe bezeichnet haben. (Und welcher Teil gehört wirklich noch zur Spitze? -Je nach Wahl des Massstabs wird die Spitze immer kleiner, bis sie in einem virtuellen Punkt verschwindet.)
Das altengl. "ord" jedenfalls bezeichnete einen "Speer" (auch "Spitze"). In der Bergmannssprache ist der "Ort" auch heute noch das Ende einer Abbaustrecke.
Ganz interessant wird es in dem Begriff "erörtern" = "ausführlich besprechen". Gebildet wurde es im 16.Jh. als Lehnübertragung des lat. "determinare" = "abgrenzen", "festlegen". Bei der Suche nach einer deutschen Entsprechung, hatte man sicherlich die Vorstellung, dass die Erörterung einer Sachlage dazu dienen sollte, eine Sache auf den Punkt zu bringen, oder auch "bis ans Ende zu gehen".
Heute ist ein Ort meist etwas Grösseres. Ganze Ortschaften passen auf die alte "Spitze".
Nur in bestimmten Situationen versucht man den Ort wieder möglichst klein zu wählen - dann wenn man dringend auf's stille "Oertchen" muss.

Erstellt: 2005-03

Uni Erfurt - 'Etymologie'

(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/Ursprache.html

...
Etymologie genießt in der gebildeten Welt außerhalb und sogar innerhalb der Sprachwissenschaft einen ambivalenten Status. Einerseits wird sie als unterhaltsam und aha-erlebnisträchtig empfunden. Andererseits spielt sie in der heutigen (historischen Sprach-)Wissenschaft keine prominente Rolle, und viele Gebildete (ob Linguisten oder nicht) halten sie für nicht ganz seriös.
...


In dem 3-seitige Artikel zur Etymologie finden immerhin noch einige interessante Wort-Beispiele Platz.

Erstellt: 2005-03

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Duden - Band 05 - Duden Fremdwörterbuch

(E?)(L?) http://www.duden.de/fremdwoerterduden/


(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=651782


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(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3411716320/etymologety0d-21


(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3411716320/etymologpor09-20
Der erste Schritt auf der Suche nach interessanten Wortgeschichten ist ja schon getan, wenn man weiss, aus welcher Sprache es in die deutsche Sprache eingewandert ist. Wie viele Wörter dies sind, ahnt man erst, wenn man eines der bekannten Fremdwörterbücher zur Hand nimmt. Und dazu gehört sicherlich auch der Band 5 der "Zwölf Duden-Bände".
Im Februar 2005 hat die Dudenredaktion die 8. überarbeitet Auflage (mit CD-ROM) herausgebracht. Aus diesem Anlass sei im Etymologie-Newsletter darauf hingewiesen.


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Mit 55.000 Stichwörtern, darunter 2.000 Neuaufnahmen, so umfangreich wie nie. (Auch als CD-ROM für Windows, Mac OS X und Linux sowie als Software für Handhelds und Smartphones. ) Digital mit über 9.000 akustischen Ausspracheangaben.
125 Jahre Duden: Zum Jubiläumsauftakt ist jetzt das "Fremdwörterbuch" von Duden in 8., neu bearbeiteter und erweiterter Auflage erschienen. (2005-02-25)
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Rund 2.000 neue Wörter wie "Biochip", "Softskill", "Tomogramm", "verlinken" und "Zipdatei" sind in die Neuauflage eingegangen. Den Stichwortbestand der Vorgängerauflage hat die Dudenredaktion sorgfältig überarbeitet und aktualisiert.
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Der Duden, Bd.5 : Duden Das Fremdwörterbuch, m. CD-ROM
Gebundene Ausgabe - 1056 Seiten - Bibliographisches Institut, Mannheim
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3411716312

Der Duden, Bd.5 : Duden Das Fremdwörterbuch, m. CD-ROM
Sondereinband - Bibliographisches Institut, Mannheim
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3411716320

Erstellt: 2005-03

Impressum

Erscheinungsdatum2005-03
TitelEtymologie-Newsletter
ISSN
International Standard Serial Number
- ISSN 1610-2320 (2002-07-10) (E-Mail-Version)
- ISSN 1610-3165 (2002-07-22) (Internet-Archiv-Version)
Die Deutsche Nationalbibliothek


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Herausgeber
Postanschrift
Horst Conrad
Kneippstr.6
D-66482 Zweibrücken
E-Mail mailto:conrad-horst@etymologie.info
Erscheinungsweisewöchentlich die Liste der gesuchten Begriffe auf "http://www.etymologie.info/"
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(E?)(L?) http://www.tantalosz.de/latinum/e.php
Errare humanum est, perseverare diabolicum, corrigere divinum!
Irren ist menschlich, am Irrtum festhalten teuflisch, (sich) korrigieren (können) göttlich!

oder

(E?)(L?) http://fr.wikipedia.org/wiki/Errare_humanum_est,_perseverare_diabolicum
Humanum fuit errare, diabolicum est per animositatem in errore manere.
(Aurelius Augustinus, 353-430 n. Chr., Bischof von Hippo in Nordafrika) Sermons (164, 14)
Menschlich ist es zu irren, teuflisch ist es, leidenschaftlich im Irrtum zu verharren.