Etymologie-Newsletter 2017-10-22
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Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2017-10-15 - 2017-10-22

Diese Woche:
Das Jahr 1066 war nicht nur militärisch sondern auch sprachgeschichtlich ein einschneidendes Jahr. Nachdem die Thronfolge beim Tod des englischen Herrschers ungeklärt war, erhoben sowohl Harald II. Godwinson (schon am 05. Januar 1066 zum neuen König gewählt), König Harald III. Hardrada von Norwegen, und der Normannenherzog Wilhelm, Ansprüche auf den englischen Thron. Mit dem Projektleiter "William the Conqueror" eroberten die Normannen, aus der nach ihnen benannten französischen Normandie, England und stellten dort nicht nur neue Besitz- und Herrschaftsverhältnisse her, sondern auch neue Sprachverhältnisse.

Die Eroberer aus der Normandie brachten nicht nur Reste skandinavischer Sprachelemente mit. Sie hatten in 150 Jahren in Nordfrankreich die altfranzösische Sprache übernommen, die sie nun als Herrschaftssprache in den neuen englischen Adelskreisen, zur Verwendung in politischen Dokumenten, in der Administration und in der Literatur, etablierten. Und sie förderten Latein als Sprache in Kirche und Lehre. Dieser Einfluss dauerte drei Jahrhunderte bis sich die "volkstümliche" alt-/mittelenglische Sprache wieder stärkeren Raum verschaffte, als das Parlament im Jahr 1362 mit einer Rede in (mittel)englischer Srache eröffnet wurde. Diese vielfältigen Sprachschichten und ihre gegenseitige Beeinflussung schufen das heutige Englisch und nahmen damit Einfluss auf die Sprachlandschaft nicht nur in England sondern auch in ganz Europa und der ganzen Welt. Und so ergibt sich auch, dass sich viele Anglizismen, bei näherem Hinsehen, als reimportierte Germanismen, Gallizismen und Latinismen entpuppen. Und auch einige keltische Wörter finden sich im heutigen Englisch. Ja sogar ein paar altenglische, nach Nordfrankreich ausgewanderte, Worte, hauptsächlich aus der Seefahrt, kamen 1066 - in veränderter Form - wieder zurück nach England.



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Impressum

Erscheinungsdatum2017-10-22
TitelEtymologie-Newsletter
ISSN
International Standard Serial Number
- ISSN 1610-2320 (2002-07-10) (E-Mail-Version)
- ISSN 1610-3165 (2002-07-22) (Internet-Archiv-Version)
Die Deutsche Nationalbibliothek
Herausgeber
Postanschrift
Horst Conrad
Kneippstr.6
D-66482 Zweibrücken
E-Mailmailto:conrad-horst@etymologie.info
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Cuiusvis hominis est errare, nisi insipientis in errore perseverare.
Jeder Mansch kann irren, im Irrtum verharren wird nur der Unkluge.

(Cicero (- 0106 - -0043), römischer Staatsmann und Schriftsteller, (Phillipische Reden) Philippica 12,2,5)

oder

Quia et erasse humanum est et confiteri errorem prudentis.
Weil es sowohl menschlich ist, geirrt zu haben, als auch klug, den Irrtum einzugestehen.

Hieronymus, 347-420, lateinischer Kirchenlehrer, Epistulae 57,12

oder

Humanum fuit errare, diabolicum est per animositatem in errore manere.
Menschlich ist es zu irren, teuflisch ist es, leidenschaftlich im Irrtum zu verharren.

(Aurelius Augustinus, 353-430 n. Chr., Bischof von Hippo in Nordafrika) Sermons (164, 14)

(E?)(L?) http://fr.wikipedia.org/wiki/Errare_humanum_est,_perseverare_diabolicum


oder

Errare humanum est, perseverare diabolicum, corrigere divinum!
Irren ist menschlich, am Irrtum festhalten teuflisch, (sich) korrigieren (können) göttlich!

(E?)(L?) http://www.tantalosz.de/latinum/e.php