Etymologie, Étymologie, Etymology
FR Frankreich, La France, France
Ismen, Ismes, Isms
Gallizismen, Gallicismes, Gallicisms, ???, Francismes, ???

A

Aar (W3)

(E?)(L?) http://home.worldcom.ch/pdelacre/etymologie_aar.htm
La rivière Aar: son étymologie

Ade! (W3)

(E1)(L1) http://www20.wissen.de/xt/default.do?MENUID=40,95,4289
geht zurück auf das frz. "adieu" ("à Dieu") = "bei Gott" (= "behüt dich Gott"). Über verschiedene Zwischenstufen wie "adjüs" geht auch "tschüss!" darauf zurück.

Am 05.07.2004 erhielt ich hierzu folgenden Hinweis:

Ich kann mich natürlich irren, aber vielleicht wäre es möglich, daß es noch andere Einflüsse betreff dieses Wortes gegeben hat? Meines Wissens ist es vorrangig in Norddeutschland im alltäglichen Gebrauch. Meine Theorie sei nur dahin gestellt, dennoch möchte ich sie anbringen:
Das Schwedische Wort für "Kuß" ist "kyss", "küssen" heißt "kyssa". Ausgesprochen wird "kyss" "tschüss" und "kyssa" dementsprechend "tschüssa".
Nicht daß ich die Theorie über eine Entwicklung vom französischen "adieu" her über Zwischenstufen zum heutigen "Tschüß" als falsch erklären will, aber ich finde die Ähnlichkeit zum Schwedischen etwas zu frappierend, als darüber hinwegsehen zu wollen. Dann noch der regionale Charakter, also Norddeutsch, die Geschichte, (sowohl dreissigjähriger Krieg wie auch die Epoche der Großmacht Schweden im gesamten (!) Ostseeraum)... , das wirft für mich diese Frage auf.
So abwegig ist es nicht?
(A: Michael Rentz)

Zu diesem Erklärungsansatz gibt es in der Literatur keinen weiteren Hinweis - zumindest konnte ich keinen finden. Dennoch könnte die beschriebene Wortähnlichkeit zur Verbreitung von "Tschüss" im Norddeutschen Raum beigetragen haben. Der Hinweis ist zumindest nicht völlig abwegig.

Einen Ansatz, den man in der Literatur finden kann, ist die Verbindung zum span. "adiós", in dem das "s" bereits vorhanden ist (im Gegensatz zum frz. "A Dieu". Über die geschichtliche Verbindung der Niederlande zu Spanien dürfte sich diese Form dann im Niederdeutschen etabliert haben. - Eventuell eben mit Entwicklungshilfe durch die Assoziation zum schwedischen (Abschieds-(Kuss).

Für die Grenzregion Saarland/Rheinland-Pfalz (in der ich aufgewachsen bin) halte ich den direkten Einfuss Frankreichs am wahrscheinlichsten.

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/t.php


Am 09.01.2007 schrieb Herr Henning K. Frhr. v. Vogelsang:

... zum "Adieu" und "Tschüss" möchte ich einen Hinweis geben, der vielleicht auch etwas aussagt: Ich bin in Lübeck 1943 geboren und aufgewachsen. Dort gab es einmal französische Besatzung, ich nehme an im deutsch-französischen Krieg, es existiert auch ein Denkmal für einen Schlachtermeister, der sich den Franzosen widersetzte und dafür füsiliert wurde, ich glaube es kennt kaum noch jemand da in dem Gebüsch beim Mühlentor... Jedenfalls sind einige "lübsche" Wörter noch erhalten geblieben, die aus der Franzosenzeit stammen, und die Lübecker sagen heute noch, wohl im Bemühen, es richtig zu machen, "serwieh" statt "Service" :-). Und ich kenne aus der Zeit sowohl "tschüss" als auch "Atschüss" - für mich herrschte nie ein Zweifel daran, dass es eine Verballhornung von Adieau war ...

jeff560 - French Words

(E?)(L1) http://jeff560.tripod.com/words17.html


atelier (W3)

(E1)(L1) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/
A workshop; a studio.
"Atelier" comes from French, from Old French "astelier" = "carpenter's shop", from "astele" = "splinter", from Late Latin "astella", alteration of Latin "astula", itself an alteration of "assula" = "a shaving", "a chip", diminutive of "assis" = "board".

B

bluemerant (W3)

Bei diesem blümchenartigen Wort kommen mehrere Einflüsse zusammen. Erstmal ist "blümerant" eine Verballhornung von frz. "bleu mourant" = "sterbendes Blau" (= "mattblau"). In früher Zeiten (17.Jh.) wurde einem nicht "schwarz vor Augen" sondern "es wurde einem blau", eben "blümerant zumute", in Anlehnung an das frz. "bleumourant".
Und nun weiss der "Röhrich" zu berichten, dass es auch hierzu noch eine Erklärung gibt. "blassblau" war im 30-jährigen Krieg eigentlich eine Modefarbe. Aber wie mit jeder Mode - irgendwann kann man sie nicht mehr sehen. Und so wurde man auch dieser Farbe überdrüssig. Und wenn man sie dann dennoch sah wurde einem "blau und schwindlig".

bobo (W3)

(E?)(L?) http://www.bobo.fr/
est le néologisme né des deux premières lettres de "bourgois" et de "bohème", et désigne aujourd'hui les gens de 30 à 55 ans bien établis dans la société mais qui cultivent malgré tout une attitude bohème.

Bredouille (W3)

Die "Bredouille" ist direkt übernommen von frz: "bredouille" = "Dreck". Immerhin wurde der "Dreck" in der deutschen Redewendung etwas geadelt und wandelte sich zur Bedeutung "Verlegenheit", "Bedrängnis". Bei dem Versuch etwas zur weiteren Herkunft von "bredouille" zu erfahren gerät man jedoch arg in die "Bredouille".

C

Caderle (W3)

(E?)(L?) http://www.bsi.fr/caderle/etymologie_du_mot.htm
Etymologie du mot "Caderle"

chat (W3)

pages.infinit.net/feliweb/Sec_plume/etymo.htm
Étymologie du mot "chat", celui-ci a porté bien des noms à travers les siècles.

Clochard (W1)

Ein "Clochard" ist Stadtstreicher. Nun findet man in der Literatur eine direkte Herleitung über frz. "clocher" = "hinken" (lat. "cloppicare" von lat. "cloppus" = "hinkend"). Demnach wäre ein "Clochard" wohl ein "Hinkender".
In einem frz. Buch habe ich allerdings eine interessantere Geschichte dazu gelesen:
Im Mittelalter war es Brauch, sich nach grossen Festgelagen (nachdem sich die bessere Gesellschaft sattgegessen hatte), die Entsorgung dadurch zu ersparen, dass man ärmeren Mitbürgern, den fahrenden Künstlern und den Bettlern die Reste überliess. Zum Zeichen, dass nun die Tafel für diesen zweiten Durchgang freigegeben war wurde eine Glocke (frz. "cloche") geläutet.
Demnach wäre "clochard" in etwa mit "Glöckner" zu übersetzen; demjenigen, der auf das Glockenzeichen hin zum Resteessen kam. (Da dieser Begriff aber schon anderweitig benutzt wird, hat man "clochard" unverändert ins Deutsche übenommen.)

Gerne hätte ich ja nun noch einen Zusammenhang zwischen la "cloche" = "die Glocke" und "clocher" = "hinken" hergestellt. Schlisslich vollführt der Körper beim hinken ja auch Pendelbewegungen. Aber hier wird in der Literatur keinerlei Zusammenhang hergestellt. Sowohl in der französischen Literatur unter "cloche" als auch in der deutschen Literatur unter "Glocke" wird ein Bezug zu lat. "clocca" hergestellt. Auch das lat. "clangere" = "schallen", und damit das dt. "Klang" steht also damit in Zusammenhang. Und als idg. Wurzel wird "*kel(e)" = "rufen", "schreien", "lärmen", "klingen" angeführt. Damit hätte man auch den Zusammenhang zur "Schelle".

Aber über diesen grossen Umweg komme ich nun vielleicht doch noch zu einer Verbindung zum "Hinken". Schallwellen breiten sich schliesslich als Luftschwingungen aus. Und "schwingen" und "hinken" sind ja zumindest anschaulich nicht allzuweit auseinander.

collyres = "Augentropfen" (W3)

(E?)(L?) http://www.chez.com/ophtasurf/etymologie.htm
Un collyre est, selon la définition, un médicament destiné à être appliqué sur la conjonctive, sans préjuger de sa nature galénique (liquide ou pommade). L'étymologie grecque ("colluria") signifie "petit pain" et peut paraitre singulière.
En fait, les médecins grecs ou romains préparaient leurs "collyres" en mélangeant les ingrédients broyés à une gomme liquide avec lesquels ils façonnaient de petits pains oblongs. Un cachet de pierre gravé était ensuite apposé sur la préparation informant sur sa nature et son indication.
Après séchage, les collyres pouvaient être aisément transportés pour être délayés secondairement dans du blanc d'oeuf ou un liquide.
Die "Augentropfen" sind also eigentlich "kleine Brote"???.

compagnon (W3)

(E?)(L?) http://www.compagnon.fr/
"Compagnon" vient des termes latins "cum" et "panis" qui ont d'abord donné le mot "compain" désignant la personne avec qui on partageait son pain. Au cours des siècles, le mot a évolué pour devenir "compagnon" ou "copain".

Also: Sowohl der "Kumpan", der "kleinere" "Kumpel" als auch der "Kompagnon" sind Leute, mit denen man sein Brot teilt. Im großen Stil wurde das denn auch in der Kompanie offiziell gemacht.
Das lateinische "Brot" steckt z.B. auch in "panieren".

crayfish (W3)

(E?)(L?) http://www.linguistics.ucla.edu/people/schuh/lx001/Discussion/d06.html
"crayfish" (= "Flußkrebs", "Languste""): from French "écrevisse" (= "Krebs"), "folk-etymologized" in English by combing English words "cray" (whatever that may mean!) + "fish".

D

Dinosaurier (W3)

(E?)(L?) http://dinomania.free.fr/
setzt sich zusammen aus dem griech. "deinos" = "gewaltig", "furchtbar" und "sauros" = "Eidechse".

En Chine, "konglong" signifie à la fois "dinosaure" et "dragon terrifiant". Depuis plus de 2000 ans, les chinois collectionnent des fossiles de dinosaures, c'est-à-dire bien avant que l'on parvienne à comprendre que les fossiles sont les restes inclus dans les roches d'êtres vivants ayant vécu dans un lointain passé géologique. Ainsi, depuis le IIIème siècle ap. J.-C. et peut-être avant, la mythologie chinoise attribue les os de dinosaures à des dragons. Les dinosaures ont trouvé tout naturellement leur place dans la mythologie populaire, au milieu des dragons et autres créatures étranges et monstrueuses, célébrées tous les ans par la fête celte d'Halloween.

Die "Dino-Liste" enthält folgende 104 Dinos (dinosaures):
(Zu einigen Namen kann man im jeweiligen "Fiche descriptive" unter "Son nom signifie" etymologische Hinweise finden.)

E

eau (W3)

(E?)(L?) http://pedagogie.ac-aix-marseille.fr/journal/mediter1/etymol.htm
comes from the latin "aqua", which gives in french "aquarium" or "aquarelle".
There is a second root: the latin "undo" which means the "water moving", which gives "onde" or "inonder".

en gros (W3)

im Grossen, im Ganzen

en detail (W3)

im Detail

F

Faible (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Das Wort "Faible" (das) wurde aus dem Französischen eingedeutscht. Ein "Faible" für etwas hat jemand, der eine "Vorliebe", "Schwäche" bzw. "Neigung" für etwas hat.
(© blueprints Team)

Finistere (W3)

"Finistère" (im Nordwesten Frankreichs) = "das Ende der Erde"
(siehe auch unter "Finnland")

Fisimatenten (W1)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(frz. oder lat.); Für diese Bezeichnung von "Streiche", "Flausen" oder "Dummheiten" gibt es zwei Deutungsversuche bezüglich der Herkunft.

Zum einen könnte es auf den französischen Ausruf "Visitez ma tente" ("Besuchen Sie mein Zelt") zurückgehen, mit dem zur Zeit der napoleonischen Kriege die französischen Besatzungssoldaten versucht haben, deutsche Damen einzuladen. Daher schärften vor allem deren Mütter den tugendhaften Mädchen ein: Macht ja keine "Fisimatenten".

Es könnte aber auch von "visae patentes" (literrae) kommen, was soviel wie ordnungsgemäß verdientes, schriftlich angefertigtes Patent bedeutet. So wurde das Fachwort im 16 Jh. als Verspottung der Bürokratie bzw. zum Begriff für "unnötige Schwierigkeit" und "unnütze Arbeit".
(© blueprints Team)

Am besten gefällt mir ja die folgende Geschichte:
Zu Zeiten, als die französischen revolutionstruppen Teile Deutschlands besetzt hatten, kam es natürlich auch zu persönlichen Kontaktaufnahmen. Mit den Worten "Visitez ma tente, mademoiselle" wollten die französischen Soldaten die deutschen Mädchen dazu bringen, sich ihre Briefmarkensammlung im Zelt anzusehen. Die Deutschen verstanden das natürlich falsch und so bekamen die Töchter eingetrichtert: "mach mir ja keine Fisematenten".

Leider erwähnt die "seriöse" Literatur diese Geschichte mit keinem Wort. Diese führt den Begriff für "Ausflüchte", "Winkelzüge", "Schwierigkeiten", "Scherereien" zurück auf das lat. "visae patentes" = "ordnungsgemäß geprüfte Patente" zurück. Über nhd. "visepatenten" = "dummes Zeug", "Nichtigkeiten" und "visimetent" = "Ausschmückung", "Erfindung" ist es im 15./16.Jh. wahrscheinlich zur Verspottung bürokratischen Handelns in die deutsche Sprache eingegangen.

Das Fachwort wurde in Verspottung des Bürokratischen zum Begriff für unnötige Schwierigkeiten.

Die Zusammenhänge kann man noch Weiterführen über "visamente" = "Gesicht", "Aussehen", "Wappenverzierungen" zu frz. "visage" und "visieren" = "als Ziel ins Auge fassen", "Visier" = "(komplett-) Helm mit Sehschlitzen", usw.

Wenn man berücksichtigt, dass die Gelehrten zugeben, dass auch sie sich nicht ganz sicher sind, und dass "Visage" auch mit dem "vis-à-vis", dem "Angesicht zu Angesicht" zusammenhängt, und dass es vom "vis-à-vis" zum "tête-à-tête" nicht mehr so weit ist kommt man vielleicht doch wieder auf die obige Geschichte zurück.

(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/anlag/verz/22spra.htm
(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/9sp-ecke/artikel/2005/05-05-31.htm
(E?)(L?) http://www.dw-world.de/dw/0,,2239,00.html


(E?)(L?) http://www.guntherkrauss.de/gklog.xml
...
Der Usurpator vermittelt Halbbildung Liebe Kinder. Ich hoffe, ihr konntet euer Halbwissen über die Etymologie von «Fisimatenten» verwenden und euch mit dem Monstrum «endoplasmatisches Retikulum ...
...

(E2)(L2) http://www.nextz.de/glossen/woerter.html
(E?)(L?) http://www.identitaetunddesign.com/wortmuseum/exhibition/list02.php
(E?)(L?) http://lexikon.meyers.de/meyers/Kategorie:Fremdw%C3%B6rter
(E2)(L1) http://www.nextz.de/glossen/woerter.html
(E?)(L?) http://www.prosieben.de/lifestyle_magazine/galileo/specials/galilexikon/00792/
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/f.php
(E?)(L?) http://www.schweinebildchen.de/SAHARA.html
Woher kommt der Begriff "Fisimatenten machen"?

(E1)(L1) http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/ra-mat.htm
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Fisimatenten
(E1)(L1) http://www.workpage.de/etym.php


flic (W3)

(E?)(L?) http://www.gwdg.de/~vnoll/flic.htm
Die Etymologie aus neuer Sicht

Frankreich (W3)

(E?)(L?) http://www.areion-online.de/frankreichc.html
482
Der König der salischen "Franken" (gleichbedeutend mit "Die Kühnen", also "Frankreich" = "das Reich der Kühnen"), der Merowinger Chlodwig I. (466-511; französisch: Clovis) vereint alle Frankenstämme, erobert fast ganz Gallien und dehnt das „Frankenreich“ bis zu seinem Tode im Jahre 511 schließlich bis zu den Pyrenäen aus. Im fränkischen Staat arbeiten die verbliebenen römischen Fachbeamten loyal mit, ebenso die als gesellschaftliche und wirtschaftliche Kraft bedeutsame Kirche – Chlodwig läßt sich am 25. Dezember 498 zusammen mit 3.000 seiner Krieger in Paris taufen. Durch die Annahme des Christentums kann eine Symbiose zwischen römisch-antiker Kultur christlicher Prägung und germanischen Traditionen entstehen.

französische Empfehlung (W3)

Wie immer wird ein schlechtes Verhalten nur den anderen nachgesagt. So bezeichnen wir das heimliche verlassen einer Gesellschaft als "sich französisch empfehlen". Auch die Engländer sagen dies den Franzosen nach: "to take a French leave". Die Franzosen rächen sich mit einem "filer à l'anglaise".

französische Ismen



G

Girouettes (W3)

(E?)(L?) http://www.autrement-dit.com/automates/bibliotheque/articles/vents ???
Etymologie vieux normand "Wire-Wite A l'exception de la "Tour des Vents" construite à Athènes par Andronic de Cyrrhe (un triton d'airain tourne sur un pivot au sommet d'une tour et tient à la main une baguette pour

Granges-Paccot (W3)

(E?)(L?) http://www.lemanoir.ch/com_gra_pac.htm
La commune de Granges-Paccot - Etymologie

Grossist (W3)

Der "Grossist" ist genaugenommen kein französischer Ismus sondern ein Germanismus. Er wurde zwar in Bezugnahme auf das frz. "gros" gebildet, entstand aber in Deutschland zu dem übernommenen "en gros (einkaufen)" mit der Spezialbedeutung "Grosshändler". Dann erst wurde er nach Frankreich reimportiert.

H

Hype (angl.) (W3)

De l’anglais "hyped up", qui qualifie un battage publicitaire. Passé la Manche et réduit à son premier terme tronqué, il désigne tout ce qui est nouveau et intéressant. Un personnage hype vous parlera sans interruption de produits qui ne sont pas encore sortis sur le marché mais que lui seul a vus ou testés. S’il est très hype, il vous aura épuisé en moins de cinq minutes.
Ex. : "Faut voir leur nouveau show! De la hype à trois boules. Suffit qu’ils mettent un peu de boom-boom et trois gogos à la retraite pour croire qu’ils vont nous faire suer"
(Leur nouveau spectacle est une catastrophe. Il imaginent à tort qu’avec un peu de musique rythmée et trois danseurs séniles, ils vont nous enthousiasmer).

I

J

jeunesse doree (W3)

= "young people of wealth and fashion"
French revolutionary leader Maximilien Robespierre and his allies, the Jacobins, gained many enemies for their role in the Reign of Terror. One of their fiercest opponents was Louis Freron, a former Jacobin who played a key role in overthrowing their government. On July 27, 1794, counter-revolutionaries toppled the Jacobin regime and had Robespierre arrested and executed. In the midst of the chaos that followed, Louis Freron organized gangs of fashionably dressed young toughs to terrorize the remaining Jacobins. French speakers called those stylish young thugs the "jeunesse doree," literally the "gilded youth".
By the time the term "jeunesse doree" was adopted into English in the 1830s, it had lost its association with violent street gangs and simply referred to any wealthy young socialites.

K

Kerlouan (W3)

(E?)(L?) http://www.ifrance.com/Frey-Roger/kerlouan.htm
son étymologie, ses monuments et sa noblesse, fait partie du canton de Lesneven, de l'arrondissement de Brest, du département du Finistère (Bretagne)

krysstal - English words of Gaulish origin

(E?)(L?) http://www.krysstal.com/borrow_gaulish.html


L

Lameng - Aus der Lameng (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(E?)(L?) http://www.duden.de/service/newsletterarchiv/archiv/2001/010209.html
Der Ausdruck bezieht sich auf das französische "la main" = "die Hand". Bekannt wurde er im und nach dem 1. Weltkrieg, als viele solche fremdsprachlichen Wendungen in die Umgangssprache gelangten und mit deutschen Wörtern versetzt wurden. Die phonetische Schreibweise ist typisch für das Zustandekommen derartiger Sprachanleihen.
Wenn jemand etwas ohne Anstrengung und ohne langes Nachdenken tut oder sagt, bzw. etwas "aus dem Ärmel schüttelt", dann tut er es "aus dem Lameng".
(© blueprints Team)

Ergänzend sei angemerkt, dass man im Saarland auch etwas "aus der Lameng" oder "aus der Lamäng" essen kann - insbesondere "Weck un Lioner" = "Brötchen und Fleischwurst (aus Lyon)".

larmoyant, Larmoyanz (W3)

Soweit ich weiß, gibt es nur "die Larmoyanz" im Singular. Etwa im Zusammenhang "... die Larmoyanz dieses Romans liegt in der berührenden Schilderung seines Hauptdarstellers...". So etwa würde ich es verwenden. Es ist das Substantiv zu "larmoyant", das wiederum bedeutet "weinerlich", "rührselig", "zu Tränen rührend". "Larmoyanz" leitet sich vom französischen Wort "larme" = "Träne" ab.
(A: gaed)

limoger = "in Ungnade fallen", "jdn. absägen" (W3)

Napoleon schickte unliebsame Generäle gerne nach Limoges, einer kleinen Stadt in den franz. Jura.
Dort waren Sie fern der Schaltstellen der Macht.

locutio - Gallicismes - Etymologie
Wort-Liste - Word List

(E?)(L?) http://www.locutio.net/
Module indépendant Citations, expressions

M

megalopole (W3)

nte37.micro-video.fr/Pedagogie/Lettres/etymologie/geo/megalo.htm
"mégalopole" - Nom formé à partir de deux racines grecques:
"méga-" (et ses variantes "megal, mégalo") qui signifie grand;
"pol-" que l'on trouve dans le grec "polis" qui désigne la ville.
D'après son étymologie, une mégalopole est donc une grande ville.
2/ DEFINITION
Une mégalopole est une agglomération urbaine très importante, comptant généralement plusieurs millions d'habitants. Une mégalopole est en fait un ensemble de grandes villes proches reliées entre elles par un réseau de communication dense.
Exemple : "Washington, New-York, Boston, Philadelphie et Baltimore forment une mégalopole. De même, au Japon; Tokyo et Osaka."

merci (W3)

bedeutete zunächst "Erbarmen, Mitleid". Daraus entwickelte sich das lat. "mercedem" = "Preis, Prämie". Der Frz. Zweig entwickelte sich zu "mercie" = "Gunst, Gefallen". Im frz. "être à la merci de" = "einer Sache ausgeliefert sein" und noch mehr in "sans merci" = "ohne Gnade" ist noch die ursprüngliche Bedeutung zu erkennen.
Das frz. "merci" = "danke" entspricht also etwa "(mein Dank/Gunst sei dein) Lohn".
Vielleicht ist es auch eine Verkürzung von "à la merci de Dieu" = "(ich wünsche dir) Gottes Erbarmen".

(Hinweise hierzu sind willkommen.)

N

O

œil, oeil, window (W2)

(E?)(L?) http://www.chez.com/ophtasurf/etymologie.htm
En latin, "oc-ulus", "œil", est un diminutif de "oc-s".
On trouve cette racine dans "atr-ox": "à l'aspect sombre" (en français: "atroce") et "fer-ox": "à l'aspect sauvage" (en français : féroce).
En grec, cette racine a la forme "op-", d'où "optique" (de "optikos": "relatif à la vue"), "ophtalmologie" (de "ophtalmos": "oeil"), "Cyclope" (de "kuklos": le "cercle", et "op-": "œil").
Dans les langues germaniques, cette racine donne en Allemand "Auge", en anglais "eye": "œil".
Le mot anglais "window": la "fenêtre", est une déformation de "wind-oge": "œil du vent", qui désignait un trou d'aération; cette déformation est due à la superstition qui fait craindre le "mauvais œil" (mauvais sort)

oiseau (W3)

= "Vogel"
Das kürzeste französische Wort mit allen Vokalen.

Oleron (W3)

(E?)(L?) http://www.cabuzel.com/oleron/nom.html
Etymologie du du nom de l'ile d'Oleron et de ses habitants

P

partout (W3)

(E?)(L?) http://www.partout.de/
Ich möchte das partout - also: ganz und gar - nicht.

Plume - La Plume (W3)

(E?)(L?) http://members.aol.com/rlevaillan/etym.html
Étymologie

Q

Ouessant (W3)

(E?)(L?) http://www.ifrance.com/frey-roger/ouessant.htm


chef-lieu de canton, son étymologie, ses monuments et sa noblesse ancienne, fait partie de l'arrondissement de Brest (Bretagne - Finistère)

Quivive - Auf dem Quivive sein (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Entstanden ist diese Redensart im 17. Jahrhundert und wurde von den Franzosen entlehnt. "Qui vive?" = "Wer da?" fragten die französischen Wachen am Stadttor, wenn sie ein Lebenszeichen wahrnahmen, das ihre Aufmerksamkeit weckte. Erst Ende des 18. Jahrhunderts ist die Redensart ins Schrifttum eingedrungen.
Wenn heute jemand "auf dem Quivive" ist, dann ist diese Person besonders gut informiert bzw. passt scharf auf. Wenn Sie jemandem auf dem "Quivive" haben, dann haben Sie es auf ihn abgesehen, was selten positiv gemeint ist.
(© blueprints Team)

R

Räson - jemanden zur Räson bringen (W3)

Die "Räson" ist eine Entlehnung aus dem franz. "raison" = "Vernunft". Und somit erklärt sich "jemanden zur Räson bringen" als "jemanden zur Vernunft bringen".

rencontres - Frankophonie

(E?)(L?) http://www.rencontres.de/Frankophonie_Ge.191.0.html?&L=2------------------------------------------------------------#7581


S

sautoir (W3)

Eine lange Halskette heisst auf frz. "sautoir". Das zeigt die Unverkrampftheit der Franzosen, die den Gegenstand, der am Busen einer Frau "wippen" darf, als "Hüpfer" bezeichnen.

Savoir-vivre (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Zurück geht dieses Sprichwort auf unsere Freunde in Frankreich. Besonders den Franzosen wird ein hoher Lebensstil nachgesagt, nicht zuletzt aufgrund der prunkvollen Regierungszeit Ludwigs XIV. in Versailles; übersetzt heißt die Redensart " Savoir-vivre" auf deutsch "zu leben wissen".
Wenn wir heute sagen jemand besitze das "Savoir-vivre", dann meinen wir jemand wisse, wie man sich sein Leben auf angenehme Art einrichtet.
(© blueprints Team)

Simiane-la-Rotonde (W3)

(E?)(L?) http://www.simiane.free.fr/village/historique/etymologie.htm
Le Village - Vivre à Simiane - Animation culturelle et sportive - Sauvegarde et mise en valeur des richesses humaines, naturelles et architecturales de la commune de Simiane-la-Rotonde - Intégration harmonieuse du tourisme à la vie rurale.

skynet - Mots d'origine gauloise

(E?)(L?) http://users.skynet.be/sky37816/Mots_gaulois.html
liste d'environ 150 mots

T

Technologie (W3)

(E?)(L?) http://www.info.unicaen.fr/bnum/jelec/Solaris/d04/4charpin.html
Étymologie et histoire du mot "technologie" - François CHARPIN Professeur de linguistique, UFR linguistique, Jussieu, Paris Introduit dans la langue savante vers 1800, le mot technologie se réfère aux machines, aux matériaux, aux outils, aux modes

Trottoir (W3)

warin meiner Jugend (im Saarland) noch eine oft gehörte Bezeichnung für "Bürgersteig". Dieses ist natürlich eine französische Entlehnung. Das frz. "trottoir" geht seinerseits zurück auf frz. "trotter" = "traben", "trippeln". Im Deutschen kennt man ja auch "trotteln" = "(sehr) langsam gehen".

U

Uni Wien - französische Einflüsse

(E?)(L?) http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm
(E?)(L?) http://web.archive.org/web/*/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm
Französische Einflüsse während der höfischen Zeit (1150 - 1250)

Das ständige Bestreben der deutschen Höfe, dem französischen Ideal zu entsprechen, evoziert auch viele sprachliche Entlehnungen. Das ideale Rittertum bzw. die Idee vom idealen Rittertum wird zuerst im altprovenzalischen Minnesang betont. Über das nördliche Altfranzösisch gelangt die neue Vorstellung von Gesellschaft in den deutschsprachigen Raum. Der rege Kulturaustausch passiert durch Reisen, Festlichkeiten etc.

Wieder lassen sich verschiedene Bereiche unterscheiden, denen besonders viele Entlehnungen zugeordnet werden können (siehe wieder Internet) (Link suchen ???): Nachdem während der Frühbürgerlichen Zeit kaum frz. Entlehnungen zu verzeichnen waren, kommt es ab 1500 und verstärkt ab 1560 wieder zu mehr frz. Lehnwörtern im Deutschen: Manche Entlehnungen werden durch die Dominanz des Lateins latinisiert: frz. formel > formell > Formalität, nervös > Nervosität; die Suffixe der Substantive sollen ans Latein erinnern. Aus dem Französischen stammt außerdem die Endbetonung der Wörter Herodót, Homér, Kritík und Politík.

Absolutismus, bildungsbürgerliche Sprachkultivierung (17., 18. Jh.)

Französisch wird wieder Hofsprache, dementsprechend viele Lehnwörter stellen sich ein. Das Deutsche wird sogar vom Preußenkönig Friedrich II. in seinem Buch De la litterature allemande verspottet. Latein bleibt weiterhin die (amtliche) Wissenschafts- und Rechtssprache. Es herrscht eine alamodische Vielsprachigkeit der Oberschicht, die sich aus Deutsch, Latein, Französisch, Spanisch, Italienisch und im NW Europas auch aus Niederländisch zusammensetzt. Je nach Situation und Absicht wird eine andere Sprache verwendet. Zudem entsteht eine oberschichtliche Dreisprachigkeit, welche die drei Hauptsprachen Französisch, Deutsch und Latein umfasst. Durch das Reichssprachenrecht sind Deutsch und Latein seit dem Mittelalter die offiziellen Reichssprachen. Auf Reichstagen wird daher verlangt, dass anderssprachige Texte (so auch franz.) ins Lateinische oder ins Deutsche übersetzt werden. Bei zwei Reichstagen im 17. Jh. führt dies zu Streitigkeiten und Konflikten. Später nehmen die Bemühungen um die dt. Sprache zu: Von allen dt. Beamten wird gefordert, Deutsch zu beherrschen und 1687 wird die erste dt. Vorlesung angekündigt. Darin werden die Deutschen u. a. dazu ermahnt, die eigene Sprache besser zu erlernen; eine ähnliche Forderung formuliert Leibnitz (der selbst alle seine Werke in lat. oder franz. Sprache abfasst).

Trotzdem bleibt vorerst Französisch die bestimmende Sprache; Voltaire (um 1750 in Potsdam): "Ich bin in Frankreich. Man spricht nur unsere Sprache. Das Deutsche ist nur für die Soldaten und die Pferde."

Der Einfluss des Französischen wird ebenfalls bestärkt durch die Hugenotten, die in Brandenburg leben (20000, 7000 allein in Berlin; ein Fünftel der Bevölkerung). Es entsteht generell ein partieller Bilingualismus, je nach Situation wird eine andere Sprache verwendet. Französisch nimmt insbesondere eine bedeutende Rolle in der Diplomatie ein. Erst in heutiger Zeit wird es aus dieser Position langsam aber doch vom Englischen verdrängt.

Funktionale Felder der französischen Lehnwörter

Lehnwörter sind also oft der eher wertende Terminus im Gegensatz zu den meist relativ neutralen dt. Entsprechungen. Ergo: Es gibt keine nicht notwendigen Fremdwörter! Die Funktion des Fremdworts kann unterschiedlicher Natur sein. Beispielsweise kann es der sozialen Maskierung dienen: Desert zu Nachspeise, Service zu Geschirr. Manchmal fällt es schwer, den Unterschied in Worte zu fassen: flanieren zu bummeln (während flanieren eher Freizeitverhalten, Relaxing, Auszeit, Zeitverschwendung impliziert, wird bummeln mit trödeln assoziiert; meint Schrodt).

Ebenfalls der sozialen Maskierung könnte man das Paar Parterre (in Bürgerhäusern, Universität usf.) - Erdgeschoß zuordnen. Warum überhaupt nicht 1. Stock statt Erdgeschoß oder Parterre gesetzt wird, erklärt sich (vermutlich) aus Bauvorschriften früherer Zeiten: Häuser in der Innenstadt sollten nicht mehr als drei oder vier Stockwerke hoch sein. Bsp.: Tiefparterre - Parterre - Mezzanin - Hochparterre usf. > kein Stockwerk statt vier Stockwerke.

Bedeutungsveränderungen bei der Entlehnung

Eine Statistik gibt 726 Entlehnungen (frz.???) für das 17. oder 18. ??? Jh. an. Nur bei 190 bleibt die ursprüngliche Wortbedeutung erhalten. Bsp.: Adresse (eigentl. "Richtung", als FW nur "Anschrift" u. a.), "adrett" ("gefällig", eigentl. "adroit" "passend"), Karriere (eigentl. "Rennbahn"; "Fahrt"; < frz. carrière < it. carriera "Fahrstraße" < mlat. carraria "Fahrstraße" < gallolat. [Kluge: lat.] carrus "Wagen", "Karre"), Etüde (eigentl. "Studie"), Tournee (< frz. tour "Drehung"; "Wendung"), blond, Esprit (eigentl. "Geist", als FW mit intellektuellem Konnotat), Liaison (eigentl. "Verbindung", als FW "erotische Verbindung").

Mehrere frz. Entlehnungen bekommen ein Konnotat, das auf die Oberschicht (die Französisch spricht) verweist; Französisch als Prestigesprache: Bonvivant, Affaire, Etablissement, frivol. Eine Bedeutungsverbesserung ist festzustellen bei Collier (nicht irgendeine Kette), Restaurant (nicht irgendein Gasthaus, sondern ein gehobenes), Malheur, Filou (beide verharmlosend).

Eine eigenartige Bedeutungsverschiebung ist bei folgenden Wörtern zu beobachten: Souterrain (eigentl. "unter der Erde", im Frz. als "Stollen", "Tunnel", "Durchstich"; als FW "Kellergeschoß"), prägnant (eigentl. "schwanger", "befruchtet", "trächtig"), Vatermörder (frz. parasite "Mitesser", auch verwendet für steifen Stehkragen mit Ecke (Essen kann hineinfallen oder hängen bleiben) > Misserverständnis > parricide > Lehnübersetzung zu Vatermörder).

Aussprache - Grad der Integration von Fremdwörtern, Betonungsverhältnisse

An der Aussprache der Fremdwörter ist im Allgemeinen der Grad der Integration ablesbar. Ein Beispiel wäre die frz. Nasalierung, die in Österreich kein Problem für den Sprecher darstellt. Deutsche Bundesbürger hingegen haben mit diesem für sie unüblichen Sprachgebrauch zu kämpfen. Man unterscheidet bzgl. der Integration in Nicht-, teilweise und totale Integration. Beispiele für totale Integration wären: blond, Tampon, Rampe, Balkon. Partiell integriert ist Gage als; der stimmhafte Sibilant entspricht nicht der korrekten frz. Aussprache.

Die Betonungsverhältnisse in Fremdwörtern stellen oft Ausnahmen zu den Betonungsnormen im Deutschen dar. Es gilt: Die letzte schwere Silbe erhält den Hauptton, wobei eine schwere Silbe entweder sein kann ein Langvokal, ein Diphthong oder ein Kurzvokal mit zwei Konsonanten. Man erhält daher: Amnestíe, Horizónt, Álibi. Ein etwas komplizierterer Fall ist das Wort Ingenieuer. Das aus it. ingegnere "Kriegsbaumeister" stammende Wort lautet im Französischen ingénieur (vgl. lat. ingenium "Fähigkeit", "Talent", "geistreiche Erfindung" usf. < ingignere "hervorbringen"). Trotzdem ist die frz. Aussprache unüblich. Der Duden schlägt vor, das Österreichische Wörterbuch "scheniör" (doch das apikale r scheint eher unwahrscheinlich).

Sprachpuristische Haltung zu den frz. Einflüssen

Besonders kritisiert wurden (und werden) die hybriden Bildungen bei Fremdwörtern, die als unrechtmäßig abgetan werden. Hybride Bildungen sind Zusammensetzungen, deren Einzelteile aus verschiedenen Sprachen stammen. Diese Kritik wirkt aber wenig sinnvoll, weil hybride Bildungen zum Wesen einer jeden Sprache gehören. Bsp.: unmodern, übersensibel, Exgatte, entmilitarisieren, Abendtoilette, Nationalgefühl ("das Nationalgefühl ist eine hybride Bildung"); besonders beliebter Verbsuffix "ier": hofieren, hausieren, integrieren, parlieren usf., wobei durch weitere Suffixe wieder neue Wörter entstehen können. Bsp.: Hausierer.

Ebenfalls ein sprachpuristischer Begriff ist der der Scheinentlehnung. Bsp.: (heutiges Deutsch) Handy; (damals) Blamage, Exporteur, Installation, Raffinesse, Adressat, bandagieren, Dressur. Das Vorbild für die Entlehnung ist in der anderen Sprache nicht existent. Ein etwas komplizierter Fall ist der Friseur: coiffeur ist das frz. Wort für diesen Beruf. Frz. friser hingegen meint "kräuseln", "eine Kleidung mit Rüschchen oder Krausen versehen". Diese Bedeutung erinnert an eine Bilanz frisieren im Sinn von "beschönigen". Die übliche Etymologie für frisieren (von Haaren) verweist über nndl. friseren auf frz. friser [so auch im Kluge]. Vom frz. Wort aus kann eine germ. Wurzel angenommen werden. Auch coiffeur stammt vielleicht aus dem Germanischen. Weiters gibt es gewissermaßen ein mögliches lat. Vergleichswort in lat. frigere "backen", "braten" (Fleisch "kräuselt" sich möglicherweise beim Backen). Jedenfalls gibt es Ende 17. Jh. zwei Formen: Friseur und Frisierer; die frz. setzt sich durch. Friseur könnte auch mit Fries "krauses Wollzeug", auch "Wandverputz" etymologisch verwandt sein. Sogar ein Zusammenhang mit den Friesen (Haben Friesen gekräuseltes Haar?) kann nicht ausgeschlossen werden, scheint aber doch eher sehr unwahrscheinlich.

Kritik am Alamode-Wesen kommt auf jeden Fall von verschiedenen Seiten und auf verschiedene Arten. Johann Rist beschwert sich über die Fremdwörter, die sogar von Spinnmägden und Knechten statt dem Deutschen verwendet würden. Christian Thomasius argumentiert ähnlich: Das ganze niedere Volk, Schuster, Schneider, Kinder, Gesinde, spricht bereits französisch. Herder äußert sich 1793 in seinen Briefen zur Beförderung deutscher Humanität etwas differenzierter zur Problematik: Nicht die Sprache ist für die politischen Verhältnisse verantwortlich, sondern sie ist nur eine Folge (nicht die Ursache!) der kulturellen Zustände.

Exkurs: Integration von Fremdwörtern

Diese nimmt im Lauf der Zeit zu. Während im 17. Jh. etwa noch piquant geschrieben wird, heißt es heute pikant. Ähnlich: süffisant, schikanieren. Die originale Schreibung hat sich aber bewahrt in beispielsweise Voyeur, Redactrice und OEvre. Verschiedene Möglichkeiten der Realisierung bieten Parvenü oder (österr.) Parvenu und die Konfitüre. Vor der Rechtschreibreform standen Dekolleté und Komitee einander widersprechend gegenüber. Zuletzt wird noch Belletristik erwähnt; ein Wort, das eigentlich falsch geschrieben wird (frz. lettres).

V

Vaudeville (W3)

Hierzu kenne ich zwei Deutungen:
Eine inoffizielle besagt, dass Vaudeville von "veau de ville" = "das Kalb in der Stadt" kommt.
Eine offizielle (Duden) besagt, dass es zurückgeht auf "Vau-de-Vire", einem Tal in der Normandie, das aus franz. Lidern bekannt war. Jedenfalls wurde es im 17.Jh. zur Bezeichnung von Liedeinlagen benutzt. wurde dann etwas später einerseits etwas unseriöser in franz. Burlesken, aber auch seriöser in der Opéra Comique und sogar in deutschen Singspielen eingesetzt.
Nach Amerika kam es schliesslich zur Bezeichnung kabarettistischer Darbietungen mit Chansons und Tänzen.

Visage (W3)

Die frz. "visage" ist sowohl ins Englische als auch ins Deutsche übergegangen. Im Deutschen hat es jedoch eine deutliche Abwertung erfahren. Das altfrz. "vis" = "Gesicht", "face" geht zurück auf lat. "visus" = "Sicht", "Erscheinung" und lat. "videre" = "sehen".

voir (W3)

(E?)(L?) http://www.chez.com/ophtasurf/etymologie.htm
"Video", je vois, vient d'une racine indo-européenne signifiant "voir" ou "savoir". Les composés de ce verbe donnent en français "évident" (e-videns), prudent et providence (pro-videns donne pru-dens en latin) et envier (in-videre signifie "frapper du mauvais oeil"). Le supin visum donne "vision" et "visuel".
Le mot sanscrit "Véda", qui signifie vision, est le titre des livres sacrés de l'Inde.
En grec, on trouve cette racine dans "oïda", je sais et dans "idein", voir, qui a donné en français idée.
Dans les langues germaniques, on trouve l'allemand "wissen" (de "wit-sen"), "savoir", et l'anglais "witness" ("wit-ness"), le témoin.

W

wikipedia - French phrases used by English speakers

(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/French_phrases_used_by_English_speakers
From Wikipedia, the free encyclopedia.
Here are some examples of French words and phrases used by English speakers.
There are many words of French origin in English, such as "croissant", "baguette", "déjà vu", "naive" (sometimes spelled "naïve" with a diaeresis for the i), "police", "role" (or "rôle"), "routine", "machine", and "hors d'œuvres", but this article covers only words and phrases that remain identifiably French. That said, the phrases are given as used in English, and may seem more French to English speakers than they do to French speakers. The general rule is that if the word or phrase looks better in italics, it has retained its French identity, but if it doesn't need italics, it has probably passed over into English.

Am 05.09.2004 waren folgende Begriffe aufgeführt:
Words and phrases
à bientôt! | à la | Adieu! | agent provocateur | Au revoir! | bête noire | Bon appétit! | Bonne chance! | Bon voyage! | Bonjour! | carte blanche | cause célèbre | c'est la vie! | c'est magnifique! | comment allez-vous? | d'accord | déjà vu | de rigueur | douceur de vivre | escargots | l'esprit d'escalier | fait accompli | faux amis | faux pas | fin de siècle | je ne sais quoi | joie de vivre | la crème de la crème | Liberté, Égalité, Fraternité | merci beaucoup! | mirepoix

(E?)(L?) http://www.foodreference.com/html/fmirepoix.html
moi | né (or) née | n'est-ce pas? | non | oui | répondez s'il vous plaît (R.S.V.P.) | Le roi est mort. Vive le roi! | savoir faire | s'il vous plaît (S.V.P.) | soupe du jour | succès de scandale | tour de force | vive la différence | Vive la France | voilà!

Seemingly French phrases used in English, but not in French
auteur | crème de la crème | cul-de-sac | double entendre (pronounced dubble ontondr' or dooble ontond) | encore | le mot juste | nom de plume | venue

French phrases in international air-sea rescue
International authorities have adopted a number of words and phrases from French for use by speakers of all languages in voice communications during air-sea rescues. Note that the "phonetic" versions are presented as shown and not in SAMPA.
SECURATE (securité, "safety") | PAN PAN (panne, "breakdown") | MAYDAY (m'aidez, "help me") | SEELONCE (silence, "silence") | SEELONCE FEE NEE (silence fini, "silence is over") | PRU DONCE (prudence, "prudence") | MAY DEE CAL (médical, "medical")

wikipedia - List of English words of French origin
French phrases used by English speakers

(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_English_words_of_French_origin
(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/French_phrases_used_by_English_speakers
From Wikipedia, the free encyclopedia.
This is a partial list of words in the English language which have their origins in French. For French which may be used by English speakers, but which is not (yet) considered to be part of the English language, see French phrases used by English speakers. The origins of many of the words on this list can be traced further back, frequently to Latin, however it was from the French that English gained these words.

Am 02.09.2004 waren folgende (teilweise verlinkte) Begriffe aufgelistet:



X

Y

Z