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B

Bärendienst - jemandem einen Bärendienst erweisen (W3)

Diese Redewendung geht zurück auf eine Fabel "Der Bär und der Gartenfreund", "L'ours et l'amateur des jardins" von Jean de La Fontaine (1621-1695).

(E1)(L1) http://www.baerendienst.de/infos/etymologie.htm
Was hat es mit der Phrase "jemanden einen Bärendienst erweisen" eigentlich auf sich? Die Bedeutung dürfte den meisten klar sein: man will Gutes tun, erreicht aber ungewollt das Gegenteil. Aber warum spricht man in solchen Fällen von einem Bärendienst? Wer oder was hat den Bären als einen derartigen Tolpatsch so nachhaltig bekannt gemacht und damit dieses Sprichwort geprägt?
Eine einfache Suche im Internet ist wenig erfolgreich. Das Wort "Bärendienst" kommt in vielen redaktionellen Beiträgen vor und die eigentlich gesuchten Hinweise erscheinen irgendwo unter ferner liefen.
Ich bin dennoch fündig geworden und habe die Fabel "Der Bär und der Gartenfreund", "L'ours et l'amateur des jardins" von Jean de La Fontaine (1621-1695) gefunden, welche dem sprichwörtlichen Bärendienst zugrunde liegt. Doch lest selbst ...


...
"Wart nur!" so ruft er aus. "Dich werde ich schon kriegen!"
Gesagt, getan: Seht da, der Fliegenmeister schafft
'nen Pflasterstein herbei und schleudert voller Kraft,
ihn nach des Greises Haupt, die Fliege zu verjagen.
Er hat - als guter Schütze, doch höchst mangelhaft
als Denker - auf der Stell' ihn mausetot geschlagen.
...


(E1)(L1) http://faql.de/etymologie.html#baerendienst
(E1)(L1) http://www.jdlf.com/lesfables/livreviii/loursetlamateurdesjardins
Der "Bärendienst" geht wahrscheinlich auf die selben Ursprünge zurück wie unter "Bär" erläutert. Nach der Fabel "vom Einsiedler und dem gezähmten Bären" verbindet man den "unzweckmäßigen Dienst" allerdings eher mit dem "Liebesdienst" des Bären, der dem schlafenden Einsiedler eine Fliege von der Wange vertreiben möchte und dabei mit seiner Pranke diesen gleich mit erschlägt.
(Quelle: "Deutsche Redensarten")

Auf der Seite von "www.jdlf.com" findet man die Fabel auf Französisch.

(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/b.php
(E1)(L1) http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/ra-mat.htm
(E1)(L1) http://www.w-akten.de/deutsche-redewendungen-2.phtml
(E1)(L1) http://www.w-akten.de/reddeutsch2.phtml
(E?)(L?) http://www.wir-in-berlin.de/
(E1)(L1) http://www.wispor.de/wp-red-b.htm
(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-rede.htm


C

chauvinism, Chauvinismus, Chauvinist, Chauvi, male chauvinist pig (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/index.php?l=c&p=10
(E1)(L1) http://www.takeourword.com/Issue030.html
(E1)(L1) http://www.w-akten.de/terminologisch.phtml
(E?)(L?) http://perso.wanadoo.fr/anny.lario/etymologie.htm
(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/Chauvinism
(E?)(L?) http://wordcraft.infopop.cc/Archives/2002-8-Aug.htm
(E1)(L1) http://www.wordsmith.org/awad/archives/0998
(E1)(L1) http://www.yourdictionary.com/wotd/wotd.pl?date=2002-11-22
Der Rekrut "Nicolas Chauvin" ist eine extrem patriotische Figur aus dem französischen Lustspiel "La cocarde tricolore" von den Brüdern Cogniard.
Heute verwenden wir die Bezeichnung "Chauvinist", wenn jemand einen übersteigerten und blinden Patriotismus zeigt, der den Nationalismus bis zur Missachtung fremder Rechte steigert. Als "Chauvi" bezeichnen wir heute aber auch einen Mann, der Frauen bewusst unterdrückt.
© blueprints Team

Eine andere Variante besagt, dass "Nicolas Chauvin" wirklich existierte und Soldat unter Napoleon war - bis zum bitteren Ende der Grossen Armee. Er war in der Stadt des Käses, in Roquefort (F), um 1790 geboren worden. Er wurde mehrmals verwundet und fiel durch seinen Patriotismus auch Napoleon auf. Nach dem Krieg wurde er Gegenstand von Cogniard’s "Vaudeville plays" (= "Lustspiele") "La Cocarde Tricolore" (1831), die den negativen Beigeschmack hinterlassen haben.
In die englische Sprache wanderte es 1870.

copie, Kopie, copieux, copiare (W3)

Die Formen von dt. "Kopie", "kopieren", frz. "copie" gehen zurück auf ein lat. "copia" = "Überfluß" zurück.
Möglicherweise besteht eine Beziehung zum griech. "kopis" = "Festbuffet" (für einen Fremden).

(E?)(L?) http://www.intermonde.net/bourgo/Latin/Abreviations.html
...
Il peut être intéressant de savoir que "copie", dt. "Kopie" est emprunté au lat. "copia" = "abondance" = "Überfluß", "un grand nombre d'objets ou de personnes", qui a donné l'adj. "copieux" = "reichlich". "Copia" a donné le verbe lat., ital. "copiare", dt. "kopieren", span. "copiar" = "reproduire un écrit". Le sens de "grande quantité" est disparu au profit de l'expression "reproduction d'un écrit".
Y a-t-il parenté ou dérivation du mot grec "kopis" = "banquet qu'on offrait aux étrangers"?


D

E

F

Féval, Paul H.C. - La vampire

(E?)(L?) http://www.gutenberg.org/etext/10053


G

Gemeinnutz geht vor Eigennutz (W3)

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html
...
"Gemeinnutz geht vor Eigennutz" schrieb sinngemäß der französische Schriftsteller und Denker Charles Montesquieu bereits Mitte des 18. Jahrhunderts. Dieser Satz ist auch heute noch die Grundlage vieler Gesetze. Von "Gemeinnutz" abgeleitet ist der Begriff "gemeinnützig".
...


H

I

J

K

L

lire (W3)

In frz. "lire" steckt lat. "legere" = "lesen".

littérature, littéraire (W3)

Das frz. "littéraire" = dt. "literarisch" = engl. "literary", frz. "littérature" = dt. "Literatur" = engl. "literature" gehen zurück auf lat. "literatura" = "Buchstabenschrift", "Schrift", "Sprachlehre", lat. "littera" = "Buchstabe", "Aufgezeichnetes" und weiter auf lat. "linere" = "bestreichen".

(E?)(L?) http://www.zone-litteraire.com/


livre (W3)

In frz. "livre" steckt lat. "liber" = "Buch".

M

N

O

P

Q

R

renard, Fuchs, fox, vixen, fuchsen (W3)

(E?)(L?) http://www.restena.lu/lmr/vulpes.html
(E?)(L?) http://projekt.gutenberg.de/goethe/reineke/reineke.htm
Der französische Fuchs "renard" geht ausnahmsweise nicht auf den lat. "vulpes" zurück. In dem 1240 entstandenen mittelhochdeutschen Versroman "Reinhart Fuchs" = "Roman de Renart" (ein Werk des Elsässers "Heinrich der Glichesaere"), erhielt der Fuchs (altfrz. "goupil") den fränkischen Namen "Renart", was soviel wie "weisser Ratgeber" bedeutete. ("Reginhart" = germ. "ragin" = "conseil" = "Rat(schlag)" und "hart" = "dur" = "hart").
Aus dem individuellen Namen in diesem Werk wurde die allgemeine Bezeichnung für den "Fuchs".

Der deutsche "Fuchs" geht zurück auf ein idg. "*puk" = "Schwanz", "Schweif". Die Namensgebung dürfte also einleuchtend sein. Über ahd. "foha" wurde daraus der "Fuchs", engl. "fox", engl. "vixen" = "Fuechsin".

Und dass man sich statt "ärgern" auch "fuchsen" kann, liegt an dem nervösen "hin- und hergehen" (umgs. "fucken") was durchaus an die Bewegung eines Fuchsschwanzes erinnern kann (vgl. "schwänzeln").

Man kann dabei durchaus die Vermutung aufstellen, dass auch der lat. "vulpes" auf den idg. "*puk" zurückgeht. So wurde z.B. aus dem lat "pater" auch der "Vater", engl. "father". Und die Lautverschiebung von "k" zu "p" ist anscheinend auch an anderen Beispielen in einigen keltischen Sprachen zu finden.

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Digitale Bibl. DB000105
Jules Verne
Bekannte und unbekannte Welten
Das erzählerische Werk
Herausgegeben von Wolfgang Thadewald

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Plattform: Windows 98 / Me / 2000 / XP
Medium: CD-ROM

(E?)(L1) http://www.digitale-bibliothek.de/band105.htm
Jules Vernes Abenteuerromane zählen zu den meistgelesenen Werken der Weltliteratur. Auch die Verfilmungen seiner Romane »In 80 Tagen um die Welt«, »Reise zum Mittelpunkt der Erde«, »20.000 Meilen unter dem Meer« und »Der Kurier des Zaren« haben ein weltweites Publikum begeistert.

Die über 39.000 Bildschirmseiten umfassende digitale Ausgabe enthält das gesamte jemals deutschsprachig veröffentlichte Werk Jules Vernes. Grundlage bilden die 98 Bände der Buchreihe »Bekannte und unbekannte Welten. Abenteuerliche Reisen«, die der A. Hartleben’s Verlag in Wien von 1874 bis 1911 herausgegeben hat. Sie stellt die bis heute vollständigste Ausgabe der Werke Jules Vernes in deutscher Sprache dar und enthält zudem sämtliche französischen Originalillustrationen. Die CD-ROM ist um die wenigen in der Hartleben-Ausgabe fehlenden Romane und Erzählungen ergänzt. Sie wird durch zeitgenössische Studien zu Leben und Werk, frühe deutschsprachige Rezensionen sowie ein Personenlexikon und eine kenntnisreiche Biographie von Volker Dehs abgerundet.


Digitale Bibl. DB000128
Émile Zola
Die Rougon-Macquart
Natur- und Sozialgeschichte einer Familie unter dem zweiten Kaiserreich

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(E?)(L1) http://www.digitale-bibliothek.de/band128.htm
Das Hauptwerk des bedeutendsten französischen Naturalisten.

In dem 20-bändigen Romanzyklus »Die Rougon-Macquart« beschreibt Zola die Geschichte einer französischen Familie und ihre Auseinandersetzung mit den sozialen und technischen Neuerungen der damaligen Zeit. Er verschafft dem Leser ein umfassendes Bild von dem Zustand der französischen Gesellschaft im letzten Drittel des 19 Jahrhunderts. Der Zyklus enthält u.a. Zolas wichtigste Romane »Germinal« und »Nana«.

Mit der über 12.000 Bildschirmseiten umfassenden CD-ROM-Ausgabe des Romanzyklus liegt nun das Hauptwerk von Zola im elektronischen Neusatz vor. Neben der Möglichkeit der Volltext- und Zitatsuche bietet sie dem Leser zusätzliche Hintergrundinformationen in Form von Anmerkungen der Herausgeberin Rita Schober.

Die CD-ROM basiert auf der Buchausgabe:

Émile Zola: Die Rougon-Macquart. Natur- und Sozialgeschichte einer Familie unter dem zweiten Kaiserreich. Herausgegeben von Rita Schober, 20 Bände, Berlin: Rütten & Loening, 1952–1974.

Sie enthält die Romane:

Das Glück der Familie Rougon; Die Beute; Der Bauch von Paris; Die Eroberung von Plassans; Die Sünde des Abbé Mouret; Seine Exzellenz Eugène Rougon; Der Totschläger; Ein Blatt Liebe; Nana; Ein feines Haus; Paradies der Damen; Die Freude am Leben; Germinal; Das Werk; Die Erde; Der Traum; Das Tier im Menschen; Das Geld; Der Zusammenbruch; Doktor Pascal


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HS Augsburg
BIBLIOTHECA AUGUSTANA
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Bibliotheca Augustana
Ausgewählte lateinische, griechische, deutsche, englische, französche, italienische und spanische Texte, grafisch ganz exquisit dargeboten von Microsoft-Hasser Ulrich Harsch, Professor für Kommunikationsdesign und elektronisches Publizieren an der Fachhochschule Augsburg.
Der Witz dieser bibliotheca besteht darin, dass sie und auch ihr schmaler erklärender Rahmen vollständig in Latein daherkommen, eingeschlossen gute Ratschläge wie cave Gatem et Exploratorem! Wer Billem Gatem weniger cavet als der Internet-Anthologist dieses Site, hat übrigens nicht weniger davon. Die Texte sehen in Harschs Präsentation so schön aus, dass man fast denkt, der Bildschirm könnte dem gedruckten Buch vielleicht doch das Wasser abgraben.


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Chronologie

L'ancien français Le moyen français Le français classique Le français moderne


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02.11.2008:

Auteurs et œuvres anonymes
date: le 18 septembre, 2008



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