Etymologie, Étymologie, Etymology
FR Frankreich, La France, France
Politik, Politique, Politics
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Schafott (W3)
Das "Schafott" war ursprünglich nur ein "Gerüst" und nahm dann z.B. mndl. "schavot" die Bedeutung "Schaugerüst" und noch spezieller "Hinrichtungsgerüst" an.
Dabei ist ein "Gerüst" bereits eine "Zurichtung" und somit ein "Schafott" = eine "Hinrichtungszurichtung".
(E?)(L?) http://sterbekultur.uni-graz.at/
(E?)(L?) http://sterbekultur.uni-graz.at/ps/wortfeld_sterben.pdf
In der Sammlung zum Wortfeld "sterben" findet man auch "auf dem Schafott sterben".
(E?)(L?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/439761/
Deutschlandfunk / Kalenderblatt - 23.11.2005
Ein Handwerker des Kinos
Durch sein Regiedebüt "Fahrstuhl zum Schafott" wurde Louis Malle bekannt.
Ein Handwerker des Kinos
Der französische Regisseur Louis Malle starb vor 10 Jahren
Von Katja Nicodemus
"Was würden Sie tun, wenn man Ihnen eine Million Francs gäbe?", wurde er einst gefragt. Regisseur Louis Malle antwortete, er müsse darüber nicht nachdenken, er habe die Million - jetzt und jeder Zeit. Malle stammte aus einer sehr reichen Familie französischer Zuckerfabrikanten. Das Etikett "reicher Sohn" machte ihn nicht nur zum Außenseiter, sondern war auch das Leitmotiv seiner Regisseurkarriere. Es lautete: kein Ausruhen auf dem Erreichten.
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Staat - État - L’État, cèst moi - Gegenstand und Methode der Staatstheorie(W2)
(E2)(L2) http://www.fu-berlin.de/jura/veranstaltungen/lehrveranstaltungen/03ws0203/Staatstheorie_Heintzen/311002STAATGegenstand_und_Methode_derStaatstheorie.pdf
Prof. Dr. Heintzen Vorlesung Staats- und Verfassungstheorie Donnerstag, den 31.10.2002 WiSe 2002/03
In diesem Vorlesungsscript findet man auch einen Abschnitt über die Etymologie des Staatsbegriffs.
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"Staat" geht zurück auf das lateinische "status". Dieses bedeutet nichts anderes als "Zustand" und "Stand". Trotz des lateinischen Ursprungs ist das Wort in den Zeiten des Römischen Reiches nicht zur Bezeichnung politischer Verbände verwendet worden. Man mag zwar rückblickend vom römischen Staat sprechen und Bücher über römisches Staatsrecht schreiben. Die Römer selbst haben das damit Gemeinte aber nicht als "status", sondern als "res publica" oder als "imperium" bezeichnet. Auch dem Mittelalter ist eine solche politische Verwendung des Wortes "Staat" fremd. Die damaligen Herrschaftsverbände wurden als "Reich" bezeichnet, so das "Heilige Römische Reich Deutscher Nation", oder nach dem Titel des
Herrschers als "Grafschaft", "Fürstentum" usw.
Als politischer Begriff ist "Staat" ein Wort der Neuzeit. Dieses Wort kommt auf in der italienischen Renaissance. Als einer der ersten und jedenfalls als der prominenteste seiner frühen Benutzer gilt "Niccolò Macchiavelli", der in seinem Buch "Il principe" (Der Fürst) als "stati" alle Gewalten bezeichnet, die Macht über Menschen haben. Dies war im Jahr 1527.
Rasch verbreitete der so gefasste Staatsbegriff sich in Spanien, England und, vor allem, in Frankreich. Mit einiger Vereinfachung kann man sagen, dass "Staat" eine Erfindung französischer Juristen ist, die in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts gemacht worden ist. Als wichtigster Theoretiker kann "Jean Bodin" gelten, der von 1529/30 bis 1596 lebte und dessen Hauptwerk "Les six livres de la République" (1576) für die Idee des modernen Staates grundlegend ist.
Bei Macchiavelli ist "Staat" noch eine "Machtlage", die heute so und morgen anders sein kann, so wie die Cesare Borgias und Savonarolas in den italienischen Kleinstaaten kamen und gingen. Bei Bodin wird die Machtlage institutionalisiert. Ein "Staat" zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Institution gibt, die allein und dauerhaft die Macht besitzt und alle anderen Personen und gesellschaftlichen Kräfte davon ausschließt. Diese Institution war in Frankreich das Königtum, das die Wirren der konfessionellen Bürgerkriege, in Frankreich der Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Hugenotten, zu beenden und sich als zentrale Herrschaftsinstanz gegen den Widerstand anderer Instanzen, wie Adel und Klerus, zu behaupten vermochte. Eine solche Instanz hat es in Deutschland nicht gegeben, was erklärt, warum Deutschland sich föderal entwickelt hat, Frankreich dagegen zentralistisch.
Ich ziehe eine Zwischenbilanz. Als politischer Begriff lässt "Staat" sich bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts zurückdatieren, nicht aber darüber hinaus. Zunächst bezeichnete "Staat" eine "faktische Machtlage", wie sie in einer der kleinräumigen italienischen Renaissance-Republiken bestanden haben mag und kraft derer ein Adelsgeschlecht die Gewalt über diese Republik ausüben konnte. Die nächste Entwicklungsstufe ist die Verfestigung dieser Machtlage und ihre Zuschreibung zu einer Institution. Diese Entwicklungsstufe ist Ende des 16. Jahrhunderts in Frankreich vollzogen worden.
Die nächste Entwicklungsstufe von „Staat“ und die Herausbildung dessen, was wir heute in einem organisationsrechtlichen Sinne unter Staat verstehen, erfolgte ebenfalls in Frankreich, und zwar Ende des 18. Jahrhunderts, kulminierend in der Französischen Revolution. Bis dahin wurde zwischen Staat und Monarch nicht unterschieden. Der Ludwig XIV. zugeschriebene Satz "L’Etat, cèst moi". war keineswegs Ausdruck persönlicher Anmaßung, sondern staatsrechtlich in seiner Zeit genauso korrekt wie heute die Feststellung, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgehe. Der Staat wurde mit dem Monarchen als Inhaber der Souveränität identifiziert. Die Auflösung dieser Identifikation, die Verselbstständigung der Staatsgewalt gegenüber dem Monarchen und ihre Legitimation vom Volke her, waren Hauptergebnisse der Französischen Revolution.
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Die Ergebnisse der Überlegungen fasse ich in den folgenden Thesen zusammen.
- 1. "Staat" ist ein konkreter, an eine geschichtliche Epoche gebundener Begriff. So lautet der Titel eines bekannten Essays von Carl Schmitt. Diese Epoche ist die europäische Neuzeit. Zwar kann man von einem Staat des Hohen Mittelalters oder dem Staat der Inkas sprechen, doch muss dann klar sein, dass das Wort "Staat" dabei seiner spezifischen Bedeutung entkleidet und in irreführender Abstraktheit gänzlich verschiedene Zeiten und Völker zusammenbringt.
- 2. Das Wort "Staat" ist als politischer Begriff erstmals in der italienischen Renaissance verwendet worden und bezeichnete damals den Parteianhang und damit die Machtbasis eines Renaissanceherrschers.
- 3. Der Sinngehalt wechselte im Frankreich des 16. Jahrhunderts, als "Staat" mit Souveränität verbunden und dem Monarchen zugeordnet wurde. Die Sinnperspektive wechselte allmählich vom Inhaber der Macht, zur Macht als Sache in der Hand des Monarchen und weiter zur Sache der Macht, zu Staatsgewalt und Staatsraison.
- 4. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Verbindung von Staat, Souveränität und Monarch aufgelöst. Die Souveränität wurde dem Volk zugeordnet. Der Staat wandelte sich darüber zu einer juristischen Person.
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UMP (W3)
"UMP" steht für "Union pour un Mouvement Populaire", der Regierungspartei von Sarkozy.
(E?)(L?) http://www.u-m-p.org/
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