Etymologie, Étymologie, Etymology
GR Griechenland, la Grèce, Greece
Philosophie, Philosophie, Philosophy
A
Anthropologie (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
griech. 'die Wissenschaft vom Menschen', besonders biologisch, philosophisch und theologisch
(© blueprints Team)
B
C
causa finalis, cosa, chose (W3)
Die lat. "Causa finalis" = "Zweckursache" ist eine der vier Ursachen, die von Aristoteles unterschieden werden:
- "Causa finalis" = "Zweckursache" ("Finalität")
- "Causa efficiens" = "Wirkursache" ("Kausalität")
- "Causa formalis" = "Formursache" = "das, woraus ein Ding seine Eigenschaften erhält"
- "Causa materialis" = "Stoffursache" = "das, woraus ein Ding entsteht"
(E?)(L?) http://beat.doebe.li/bibliothek/w00158.html
(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/03459a.htm
Cause
CAUSE IN GREEK PHILOSOPHY
The Pre-Socratics, Plato, Aristotle
THE SCHOLASTIC ANALYSIS OF CAUSATION
- "Material Cause"
- "Formal Cause"
- "Efficient Cause"
- "Final Cause"
CAUSATION IN MODERN THOUGHT
Bacon, Descartes, Hume, Reid, Kant
LATER SPECULATIONS
Hegel and Schopenhauer, Cause in Science, Common Sense, Cause in Law
(Greek "aitía", "aítion", Latin "causa", French "cause", German "Ursache"; from the Latin both the Italian term "cosa" and the French "chose", meaning "thing", are derived).
...
(E?)(L1) http://www.phillex.de/finalis.htm
D
Diogenes in der Tonne (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Diogenes von Sinope (ca. 412 - 324 v. Chr.) war ein bedürfnisloser, griechischer Philosoph. Es wird berichtet dass Alexander der Große den in der Tonne wohnenden Diogenes besuchte und versprach, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Darauf antwortete Diogenes, er habe nur einen Wunsch, dass Alexander ihm aus der Sonne gehe.
'Ein Diogenes in der Tonne' ist ein Ausdruck für einen 'bedürfnislosen Weisen bzw. Menschen'.
(© blueprints Team)
E
Epikureer (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Die Bezeichnung "Epikureer" geht zurück auf den griechischen Philosophen Epikur (341 - 270 v. Chr.). Als Quellen für den Epikurismus dienen insbesondere die Schriften des römischen Dichters Lukrez (ca. 96 - 150) und der Dichter Vergil und Horaz.
Ein "Epikureer" ist ein Mensch, der nach dem bequemen und genussreichen Leben strebt. Gemeint ist jedoch nicht die zügellose Sinneslust, sondern das Streben nach einem schönen Leben gepaart mit Mäßigkeit, Selbstbeherrschung und Gelassenheit, um nicht nur in den Tag hinein zu leben, sondern ihn zu nutzen.
(© blueprints Team)
Ethik (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
griech. 'ethos' = 'Sitte', 'Brauch'; Die 'Ethik' ist ein Teilbereich der Philosophie bzw. die Wissenschaft vom Sittlichen und moralischen Handeln. Sie geht vorwiegend auf den griechischen Philosophen Aristoteles zurück.
Als Hauptgegenstand ihrer Betrachtungen gelten meist die menschlichen Handlungen und besonders die Gesinnung, aus der diese hervorgehen (Gesinnungsethik) oder die von ihnen erzeugte Wirkung (Erfolgsethik).
(© blueprints Team)
F
G
Gnosis (W3)
= grch. "Erkenntnis". Als "Gnosis" bezeichnet man in der Philosophie die in der Schau Gottes oder des Kosmos erfahrene Einsicht und Erkenntnis in die Weltzusammenhänge. Die Gnostiker suchen die Antworten auf elementare Fragen der Welt und des Menschseins. Als Quelle des Gnostizismus wird heute Ägypten, Indien, Iran oder auch das frühe Christentum angesehen. Zentraler Gedanke der Gnosis ist die Erlösung vom Irdischen.
griech. 'gnothi seauton' = 'Erkenne dich selbst', so lautete eine Inschrift am Apollontempel in Delphi und wird dem Weisen Chilon zugeschrieben. Sokrates hat aus diesem Spruch das Prinzip der Selbsterkenntnis im Zusammenhang mit der Tugendlehre entwickelt. Danach ist Selbsterkenntnis die Vorbedingung der philosophischen Erkenntnis und Weisheit.
H
I
J
K
Kategorie, kategorisch (W2)
(E?)(L?) http://www.aristoteles.de/
Etymologisch leitet sich der Begriff "Kategorie" her von "catégoria", bzw. "katégoria" = "Tadel", "Beschwerde", "Klage". Das griech. "katégoreín" für "aussagen", "anklagen" setzt sich zusammen aus "kata" = "herab", "hinab" und "agorá" = "öffentliche Rede", "Versammlung", "öffentlicher Markt".
als philosophischer Terminus wurde der Begriff von Aristoteles eingeführt, der ohne Anspruch auf Vollständigkeit 10 Kategorien unterschied:
- Substanz
- Quantität
- Qualität
- Relation
- Ort
- Zeit
- Lage
- Zustand
- Tun
- Leiden
Die Stoa untersuchte nur die vier Kategorien:
- Substanz
- Qualität
- Zustand
- Relation
Der Kategorie-Begriff wird auch in der Sprachwissenschaft benutzt, wo er für Einteilungs- bzw. Zuordnungsbegriff steht.
Die Mathematik definiert den Begriff "Kategorie" in der ihr eigenen Formelsprache als Klasse von Objekten A, B, C, ..., wenn jedem Paar (X,Y) dieser Objekte eine Menge Mor(X,Y) von Morphismen f(X,Y) zugeordnet ist mit bestimmten Eigenschaften, die ich mir jetzt erspare.
Der Zusammenhang zu "kategorisch" wie im "kategorischen Imperativ" ergibt sich durch die Bedeutung "von den Kategorien bestimmt und deshalb unbedingt gültig".
entnommen aus "Meyers grosses Universallexikon"
und "Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache"
L
M
N
O
Ontologie (W3)
(E?)(L1) http://www.phillex.de/
altgriech. "ous, ontos" = "seiend", Partizipium Präsens Aktiv zu "eimi" = "sein", also die "Wissenschaft vom Seienden".
(A: roge)
In der arestotelischen Metaphysik geht es hierbei um die Ergründung der Ursprünge des Seienden:
- Ontologie: das sein selbst
- Theologie: das göttliche Sein
- Psychologie: die Seele
- Kosmologie: die zusammenfassende Schau alles Seienden
Die Bezeichnung "Ontologie" ist allerdings erst im 17.Jahrhundert entstanden. Sie geht inhaltlich auf die Seinslehre des Parmenides zurück. Platon und Aristoteles haben diese Anschauungen weiter ausgeführt und damit die Scholastik beeinflusst. Höhepunkt und Abschluss fand die "Ontologie" in der Monadenlehre von Leibniz. Für Kant war sie eine nicht haltbare Metaphysik. Im 20.Jh. gab es allerdings wieder Philosophen, die sich dafür begeistern konnten.
P
phílos (W3)
(E1)(L1) http://www.uni-erfurt.de/sprachwissenschaft/personal/lehmann/CL_Lehr/Wandel/Wandel_Rekonstruktion.html
Dasselbe methodische Prinzip kann auch aus der Morphologie illustriert werden. Von dem altgriechischen "phílos" = "eigen", "lieb" wird folgende Etymologie angeboten (Ramat 1992:552f):
Für das Urindogermanische ist eine Kasusform des Possessivpronomens "*swe-bhi" = "sich" (dat.) rekonstruiert, welche durch Adjektivierung auf "-l" und nachfolgende Lautwandel griech. "phílos" ergibt. Abgesehen von der morphologischen Schwierigkeit, ein Adjektiv von einer Kasusform abzuleiten, läge in dem angenommenen Wandel vom Possessivpronomen zum Adjektiv ein Fall von Degrammatikalisierung vor. Degrammatikalisierung (die logische Konverse von Grammatikalisierung) ist aber historisch nicht bezeugt.
Folglich ist diese Etymologie sehr unwahrscheinlich.
pompeion - Ethik - Philosophie - Staatsgebiet
(E2)(L1) http://www.pompeion.de/pompeion.htm
Mythos | Humanismus | Vorsokratische Naturphilosophie | Staatsphilosophie | Existentialismus | Religionskritik | Moralentwicklung | Antike Philosophie (Tab.) | Hegels Dialektik
Inhalt
- Der Mythos: (Mythos als Weltdeutung)
- Naturwftl. Denken - Vorsokratiker - Atomistik - Gadamer / Heisenberg
- Humanismus: Begriff u. Formen - Heidegger - Sartre
- Staatsphilos.: Definitionen, Theorien - Marxismus - Leninismus
- Philosophiegesch. Tabellen zur Antike: Vorsokratiker - Sokrates und die Sokratiker - Platon und die Akademie - Aristoteles und der Peripatos - Hellenismus - Neuplatonismus und Vorläufer
- Existentialismus: Zitate - Deutungen
- Religionskritik: Protagoras - Feuerbach - Textauszüge
- Kohlbergs Stufenschema der Moralentwicklung
Informationen zur Staatstheorie mit Definitionsversuchen von "Staat".
Q
R
S
Sophia (W3)
(E?)(L?) http://www.netzstilus.at/sophia/weisheit.html
Philosophia: Liebe und Streben nach Weisheit
Sophia ist ein Begriff für den weiblichen Logos. Sie ist der Geist weiblicher Weisheit. Es ist ein Wissen, das "weisen" kann, d.h. Weisheit wurde, auch unmittelbar als praktisches ...
Stoiker, stoisch, Stoische Ruhe (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
Die "Stoa" war eine griechische Philosophenschule, die um 300 v. Chr. von Zeno von Kition in Athen gegründet wurde.
In der Gründungszeit wurde eine öffentliche Säulenhalle ("stoa poikile") als Versammlungsraum benutzt. Nach dieser bekam die neue Schule ihren Namen. Die "Stoa" geht von einer Einheit von Geist und Stoff und nur von einem einzigen wirksamen Prinzip aus: "Alles Wirkliche ist durchdrungen vom Urfeuer, das als Kraft die Dinge zusammenhält und als organisierende Seele Pflanzen, Tiere und Menschen belebt."
Zu den Idealen der "Stoiker" zählte vor allem die Gelassenheit, die wir heute noch in dem Begriff der "stoische Ruhe" (grch. "apathe") wieder finden.
Beispiel: "Auf die harten verbalen Angriffe reagierte er mit stoischer Ruhe und legte im Anschluss ruhig seine Argumente dar."
(© blueprints Team)
T
U
Utopia (W3)
(E?)(L?) http://www.luminarium.org/renlit/tmore.htm
(E?)(L?) http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/more/utopia/
(E?)(L?) http://www.new-utopia.com/
altgriech. "ou" = "nicht, kein" und "topos, -ou" = "Ort, Stelle" also "an keinem Ort", "Nirgendwo". Bezeichnung des idealen Staates in Platos Politeia.
(A: roge)
Bei "luminarium" findet man Werke von Thomas More, Arbeiten über ihn und seine Zeit und weiterführende Links
Die Uni Bielefeld bietet Thomas Mores "Utopia" in digitaler Rekonstruktion online an.
"New-Utopia ist eine virtuelle Nation in der Karibik. Die "Regierung" sitzt allerdings in Monaco.
V
W
X
Xanthippe (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(griech. 'blondes Pferd'); 'Xanthippe' war die Frau des griechischen Philosophen Sokrates (469 - 399 v. Chr.). Sie wurde auf Grund der Verleumdungen der frauenfeindlichen Kyniker zum Inbegriff der Zanksucht.
Somit ist heute fälschlicherweise 'Xanthippe' das Synonym für eine zank- und launenhafte Frau bzw. Eheweib.
(© blueprints Team)
Y
Z