Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
GR Griechenland, Grecia, Grèce, Grecia, Greece
Recht (Rechtssprache), Derecho, Droit, Diritto, Law

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koeblergerhard.de
Köbler, Gerhard
Rechtsgriechisch, 2004

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/publikat.html


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/Rechtsgriechisch.htm

Deutsch-griechisches und griechisch-deutsches Rechtswörterbuch, 2004. Arbeiten zur Rechts- und Sprachwissenschaft Verlag, Postfach 110109, D 35346 Gießen, 344 S.

Mit der Globalisierung der modernen Welt wird auch für den Juristen das Leben immer stärker international geprägt. Das bedeutet die gedankliche Auseinandersetzung mit fremden Staaten, Völkern und Kulturen. Kommunikatorisch erfordert sie die Kenntnis fremder Sprachen. Um sie auch für das Fachgebiet des Rechts zu erleichtern, bietet das Zentrum integrativer europäischer Legistik auf der Grundlage von Köbler, Gerhard, Juristisches Wörterbuch, 12. A. 2003 (Rechtsdeutsch für jedermann) in seiner Interlexserie zweisprachige Übersichten über den gegenwärtigen Grundwortschatz wichtiger Fremdsprachen. Sie sollen jedermann grundsätzlich in den Stand versetzen, im Rechtskernbereich fremde Rechtswörter in der eigenen Sprache zu verstehen und eigene Rechtswörter in der fremden Sprache zum Ausdruck zu bringen. Eine einführende Übersicht und zahlreiche Literaturhinweise wollen die eigenständige Vertiefung ermöglichen. Wegen der Mitgliedschaft Griechenlands in der Europäischen Union kommt dabei dem Griechischen ein wichtiger Platz zu. Für dieses sind rund 11800 deutschen Stichwörtern etwa 11800 griechische Gegenstücke in ungefähr 19000 beidseitig begehbaren Übersetzungsgleichungen gegenüberstellt. Dadurch wird jedermann der Einstieg in den gräkophonen Teil der globalen modernen Welt der internationalen Jurisprudenz in praktischer und preiswerter Art und Weise eröffnet.

Vorwort | Einführung | Deutsch-griechisch | Griechisch-deutsch


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/Rechtsgriechisch/EinfuehrungGriechisch.pdf

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B) Sprache

Literatur: Browning, R., Medieval and modern Greek, 2. A. 1983; Palmer, L.

Einfuhrung XII
Das Griechische ist eine indogermanische, viele indogermanische Sprachstrukturen (morphologisches und lexikalisches System) uber mehr als dreitausend Jahre (dokumentiert uber rund dreitausend) Jahre im Wesentlichen bewahrende, aber ein Drittel ihres Wortschatzes aus (einer) vorindogermanischen, altagaischen Sprache(n) ubernehmende Sprache. 403/402 v. Chr. wurden in Athen das ionische Alphabet (Milets) mit 24 Buchstaben und die Schriftrichtung von links nach rechts eingefuhrt und danach von den anderen griechischen Gebieten ubernommen. Die dialektale Verschiedenheit (ionisch [Homer], attisch [Attika mit Athen], aolisch, thessalisch, arkadisch, kyprisch, dorisch, kretisch) wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. so weit uberwunden, dass im romischen Reich das Griechische zur allgemeinen Umgangssprache (Koine, z. B. auch im neuen Testament) der ostlichen Reichshalfte aufsteigen konnte.

Um 200 v. Chr. wurden von Grammatikern in Alexandria (Aristophanes von Byzanz 260-180 v. Chr.) Hilfszeichen eingefuhrt, die sich seit dem 3. Jh. n. Chr. durchsetzten und im 9. Jh. n. Chr. bindend wurden (Spiritus asper fur h vor Vokalen und r, Spiritus lenis fur fehlendes h vor Vokalen, Akut für Hochton, Gravis fur Tiefton, Zirkumflex fur Steigton und Fallton, Apostroph und Trema). Vom 2. Jh. v. Chr. an kam neben der alteren Schrift in Grosbuchstaben (Majuskeln) fur den alltaglichen Gebrauch eine Kursivschrift fur diese Zeichen auf, die im 8. Jh. n. Chr. zu einer Schrift mit Kleinbuchstaben (Minuskeln) führte. Aus ihr entwickelte sich im 17. Jh. n. Chr. die gegenwartige Schreibschrift.

Altgriechisch (einschlieslich des Fruhgriechischen und des archaischen Griechischen) ist das in den Anfangen in Silbenschriften in Knossos auf Kreta und in Pylos in der Peloponnes uberlieferte Griechische bis zum 5. Jh. n. Chr. Ihm folgt das schon Hochsprache (Katharevussa, Reinsprache) und Volkssprache (Demotiki) unterscheidende Mittelgriechische. Seit dem 15. Jh. n. Chr. (1453) entsteht hieraus das Neugriechische, das in der Gegenwart vor allem durch den Verlust des Infinitivs unter wohl semitischem Einfluss und seit September 1982 das Einakzentsystem (Akut) gekennzeichnet ist.

Umgeschrieben in lateinischen Buchstaben wird das seit dem Sprachengesetz vom April 1976 auf die Volkssprache (Demotiki) als alleinige Schriftnorm im offentlichen Leben festgelegte Neugriechische ublicherweise folgendermasen:
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