Etymologie, Étymologie, Etymology
IL Israel, Israël, Israel
Ismen, Ismes, Isms
Hebraismen, Hebraismes, Hebraisms
Jiddismen, Jiddismes, Jiddisms, Yiddishisms
A
Adam, Mensch
"Adam" = "der Mensch" und hebr. "adamah" = "die Erde" gehen beide zurück auf uridg. "*dheghom" = "Erde", "Mensch", "Erdling". Vgl. auch lat. "homo" = "???" und lat. "humus" = "???".
(Asche zu Asche - Staub zu Staub)
alles paletti, Pleite, Pleitegeier (W2)
Der Ausdruck "alles paletti" für "alles in Ordnung" war lange Zeit ungeklärt. Nach neueren Forschungen soll er aus dem Hebräischen stammen. Dort gibt es ein ähnlich klingendes Wort für "Ordnung". Dieses soll über kaufmännische Kontakte in die deutsche Sprache eingegangen sein.
Die ebenfalls damit zusammenhängende "Pleite" hat dabei eine Bedeutungsumkehrung erfahren. War es ursprünglich die Bezeichnung für "Rettung vor der Gefängnisstrafe bei einem Konkurs", so wird heute nur noch der "Konkurs" selbst als "Pleite" verstanden.
Interessant ist auch die Umwandlung von "Pleitegeher" zu "Pleitegeier" wobei möglicherweise staatstragende Symbole wie der "Adler" auf Münzen Pate gestanden haben.
(E1)(L1) http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/essigsessenzen/
Auf meine Anfrage antwortete Herr Essig wie folgt:
(18.04.2008)
Der beliebte Spruch wirkt so südlich heiter, dass man auf Italien als Herkunftsland tippt, doch stattdessen geht er wohl aufs Hebräische zurück. Dort gibt es eine Wurzel "plt", die "retten", "in Sicherheit bringen" bedeutet und noch heute in "Ifrit" vorkommt als "pallet", was "Rettung" bedeutet. Es könnten jüdische Kaufleute gewesen sein, die den Ausdruck in Umlauf brachten. Sie verwendeten ihn, wenn sie ihren Besitz bei einer "Pleite" gerettet hatten. Die "Pleite" hängt übrigens ebenfalls damit zusammen, denn ursprünglich ging es um die Rettung vor der drohenden Gefängnisstrafe bei einem Konkurs, wenn man "Pleite" ging. Der so oft karikierte "Pleitegeier" ist auch eigentlich kein Vogel, sondern ein "Pleitegeher". Jedenfalls wurde aus "palett" oder "paletti" für "Rettung" in der Umgangssprache in der Erweiterung mit "alles" der allgemeine Begriff für "alles in Ordnung".
Hier noch ein paar Links zu weiteren Assoziationsmöglichkeiten zu "paletti":
(E?)(L1) http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Derivation/To-V/Suffixe-F/ier.html
ier(en)
(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/etymologie/palettisation
(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/lexicographie/palettisation
palettisation
(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/etymologie/palettiser
(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/lexicographie/palettiser
palettiser
(E?)(L?) http://www.fernsehserien.de/index.php?suche=alles+paletti
Alles Paletti (D 1990)
(E?)(L?) http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/detailansicht.php?Artikel=paletti&Eintrag1=800
"alles paletti" = "in Ordnung", "ohne Probleme".
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/p.php
(E?)(L1) http://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/paletti.html
paletti
B
benschen, bentschen
= "segnen"
C
Chuzpe, Chutzpe
(E?)(L?) http://www.topica.com/lists/brainemail_word/read
= "Frechheit", "Unverschämtheit";
Chutzpah means gall, nerve, supreme self confidence.
Yiddish: khutspe, from Late Hebrew: huspah 1892
D
dufte
jidd. "tof" = "gut"
E
F
G
gamm (W3)
(E6)(L1) http://masematte.susisoft.de/
(E1)(L1) http://lexicon.ff.cuni.cz/pdf/pgmc_torp/pgmc_torp.pdf
Im Masematte-Wörterbuch findet man nur die Übersetzung "gamm" = "scharf", "geil".
Als Erklärung dürfte wohl möglich sein, daß das Wort aus der Geheimsprache Münsters wohl in den Kreis um "gamana" = "Freude", "Lustigkeit", "Spiel" gehört.
gammin (W3)
(E6)(L1) http://masematte.susisoft.de/
Im Masematte-Lexikon wird "gamm" mit "scharf", "geil" und "gammin" mit "läufig" übersetzt.
Dies könnte mit "gammon" (vgl. "Backgammon"), das auf mengl. "gamen" = "Spiel" zusammenhängen und in die Wortfamilie von "gamana" n. "Freude", "Lustigkeit", "Spiel" gehören: an. "gaman" n. "Freude", "Lustigkeit", "Wollust"; as. "gaman", ags. "gamen" n. "Freude", "Vergnügen", "Spaß", "Spiel", engl. "gammon" und "game", afries. "game", "gome" f. "Freude"; ahd. "gaman" n., mhd. "gamen" n. m. f. "Spiel", "Spaß", "Lust".
H
Hals- und Beinbruch (W2)
(E2)(L1) http://www.nextz.de/glossen/woerter.html
Ist nicht die Grußformel der Orthopäden, sondern stammt aus dem Hebräischen und lautet im Original: "hazlóche un bróche" ("hazlachá" = "Glück" und "b'rache" = "Segen").
Hechtsuppe - es zieht wie Hechtsuppe
kommt wohl aus dem jiddischen: "hech supha" = "starker Wind".
I
Israel
Das hebräische "yisrâêl" bedeutet "der mit Gott geht"
J
Jerusalem
hebr. "Jerushalajim" = "Ort des Friedens"
judaisme
(E?)(L?) http://www.sdv.fr/judaisme/dialecte/
Dialecte judeo-alsacien
K
Kohl
jidd. "kol" = "Lüge"
koscher (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(jidd. "rein"); Mit dem Wort "koscher" bezeichnen die Juden alle Speisen, die nach den Vorschriften der Thora (die zentrale Glaubensurkunde der jüdischen Religion) erlaubt sind. Mit "koscher" bezeichnen wir heute die Dinge, die "einwandfrei" sind.
(© blueprints Team)
L
Leviten - jemandem die Leviten lesen (W3)
(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
Die "Leviten" sind ein jüdischer Volksstamm. Das 3. Buch Mose wird auch "Leviticus" genannt. Es enthält fast ausschließlich "Gesetzesvorschriften". Wenn sich jemand lange Passagen daraus anhören mußte, galt das in Mönchskreisen als große Strafe.
M
mauscheln (W3)
(E?)(L?) http://www.degruyter.de/highlights/althaus.html
"Es gibt Wörter, in denen sich Kulturgeschichte in besonderer Weise verdichtet. Zu diesen Wörtern gehört auch "mauscheln", das heute umgangssprachlich nur noch in der Bedeutung "heimlich Vorteile aushandeln", "Geschäfte machen" in Gebrauch ist. Doch mauscheln war in früheren Zeiten ein zentrales Kampfwort des Antisemitismus und wurde daneben auch in innerjüdischen Assimilationsdebatten und sogar bei sprach- und literaturkritischen Auseinandersetzungen benutzt. Unter "mauscheln" wurden ganz verschiedene Sachverhalte verstanden, die vom Ausleben der jüdischen Kultur bis zum Betrug reichten.
Hans Peter Althaus zeichnet die Geschichte des ursprünglich von dem jiddischen Namen "Mausche" = "Mose" abgeleiteten Wortes auf der Grundlage einer umfangreichen Belegsammlung detailliert nach. Er zeigt, warum und wie das Wort als Waffe verwendet werden konnte. Anhand zahlreicher Beispiele aus Literatur, Musik, Lexikographie und Presse wird das Wort als Muster beschrieben, an dem Strukturen der Sprachentwicklung, aber auch Versuche der Manipulation und gesellschaftlichen Aggression sichtbar werden.
Hans Peter Althaus ist Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Trier. Seine zahlreichen Veröffentlichungen umfassen Monographien, Editionen und Aufsätze zur Linguistik, Kulturwissenschaft und zur jiddischen Sprache und Literatur.
The German word "mauscheln" is derived from the Yiddish language. It’s original meaning is "to talk like a Jewish trader" ("Mausche" = Yiddish word for "Mose"). Today the verb has a negative connotation and means "to use dishonest tricks to reach an aim", "to cheat". Althaus examines the history of the word and asks how this negative connotation has developed and how the word was (and is!) applied as a weapon and defamation among artists, politicians and scientists. In this way the author depicts a fascinating picture of cultural history, - focussed in the colourful history of a single manysided word."
Menetekel (W3)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(aramäisch "meneh tekel u pharsin"), "Menetekel" ist die Bezeichnung eines Warnungsrufes bzw. -zeichens.
Zurück geht diese Bezeichnung auf eine geisterhafte Schrift, die dem babylonischen König Belsazar bei einem Gastmahl an der Wand erschien. Als einziger Prophet konnte Daniel die Zeichen deuten. "Gott hat dein Königreich gezählt und vollendet... und man hat dich (Belsazar) in einer Waage gewogen und für zu leicht befunden".
Daniel sagte somit den Untergang des babylonischen Reiches voraus und er sollte Recht behalten, denn König Belsazar wird in derselben Nacht umgebracht und sein Reich den Medern und Persern gegeben.
Wenn jemand "ein Menetekel aufrichtet", dann gibt er ein Warnzeichen bzw. zeigt er drohendes Unheil an.
Auf dieselbe Erzählung geht auch unsere Redensart "Gewogen und zu leicht befunden" zurück.
(© blueprints Team)
meschugge (W3)
hat die Grundbedeutung "von der Stelle gerückt" und daraus "verrückt"
mies; Miese
= jidd. "schlecht"; in den Miesen sein;
miese Masche (W3)
"mies" geht zurück auf das jidd. "mis" bzw. hebr. "me'is" = "schlecht", "verächtlich".
"Masche" geht zurück auf das ahd. "masca" = "Geknüpftes" und bedeutete auch "Fangnetz", "Schlinge" (das/die zur Jagd benutzt wurde)
Die "miese Masche" ist also eine "böse Falle"; wobei zur Bildung dieses Ausdrucks auch der Stabreim beigetragen haben dürfte.
mosern
(E?)(L?) http://www.ruhrgebietssprache.de/glossar.html
geht zurück auf jidd. "massern" = "verraten", "angeben", "schwatzen". (Weitere Ableitungen führen ins Assyrische.)
(Es könnte aber auch auf "Hans Moser" zurückgehen. ;-))
N
O
P
Pharisaeer, Pharisee (W3)
(E?)(L?) http://www.mootgame.com/ansarchive/l122.html
Der "Pharisäer" war ursprünglich ein aramäischer "p'rishayya" ("p'rusim") = "Abgesonderter". Die Pharisäer waren besonders gesetzestreu, allerdings wurde ihnen auch Heuchelei nachgesagt. Dies Charaktereigenschaft des Stammes blieb in der geschichtlichen Erinnerung.
Pustekuchen (W2)
= "denkste!", ist kein "windiger Kuchen" sondern der Ausdruck für einen Irrtum. jid. "kochem" bedeutete in etwa "gewitzt", was auch in "ausgekocht" = "umtriebig", "schlau" noch enthalten ist. Es hat also überhaupt nichts mit Kulinarischem zu tun.
Q
R
Raphael
ist hebräisch für "Gott hat geheilt".
Reibach, Rebbach
geht zurück auf das jiddische "rewach" = "Zins" und gelangte über die Gaunersprache ("Reibach" = "Gewinn", "Profit") im 19.Jh. in die Umgangssprache.
S
Sau - unter aller Sau
kommt von jidd. "seo" = "Maßstab". ("unterhalb des Masses") (vgl. auch: Kanone - "unter aller Kanone")
schachern
von "socher" = "herumziehender Kaufmann" (17.Jh.) und jiddisch/hebräisch "sochern" = "Handel treiben". Das Wort wurde mit dem "Schächer" in Verbindung gebracht, das mit "Räuber" und "Schach" zusammenhängt, dies aber wieder mit "Schah" = "König".
Waren die "Könige" schon immer "Räuber"?
Schickse
Das Wort stammt ursprünglich vom Hebräischen Wortstamm "schik(s)" was "Christ" bedeutet. Im Jiddischen hieß "Schickse" dann "Christenmädchen" und wurde oft als Schimpfwort verwendet. Die christlichen Deutschen übernahmen es mit der Zeit im Sinn von "aufgetakelt, eingebildet, schlampig".
(Beitrag eines Lesers vom 15.09.2002)
Schlamassel
(E?)(L?) http://www.schlamassel.de/
vermutlich aus "schlimm" und jidd. "masel" = "Glück" gebildet und über das Rotwelsche verbreitet;
Schlemihl
(E?)(L?) http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/friedtage/buch/wander.html
Schm
Die Firma CA (Computer Associates wirbt in einer Anzeige u.a. mit der Provokation "Portal, Schmortal".
Dies ist ein Beispiel für eine allgemeine in den USA gebräuchliche sprachliche Technik aus dem Yiddischen. In der "Business Spotlight" (01/2003) findet man dazu den Hinweis:
This is an exampleof Yiddish-inspired language used in the US to dismiss an idea. The technique is simple: say the word you want to dismiss, then repeat it beginning with the sound "schm" instead of the first consonant(s).
An other example: "Oh, diet, schmiet." (Also etwa "Ohje, Diät ist Schit")
Schmiere stehen, Schmiere, schmieren (W3)
(E2)(L2) http://www.redensarten-index.de/suche.php4
(E2)(L1) http://www.nextz.de/glossen/woerter.html
Schmiere, schmieren, Schmiere Stehen
geht zurück auf das altgerm. "Smer", "Schmer" = "Fett"; "schmieren" als Umschreibung von "bestechen" ist seit 14. JH in Gebrauch;
"Schmiere stehen" geht zurück auf jiddisch "Schmiro" = "Bewachung"
(siehe auch Duden-Herkunftswörterbuch)
(A: ulle)
geht nicht auf die Ausübung eines schmutzigen Geschäfts zurück. Es soll auf das jiddische "schamar" = "wachen", "aufpassen" zurückgehen.
Bei Diebstahl oder anderen Vergehen aufpassen, daß die Täter nicht überrascht werden. - Aus der Gaunersprache, dem hebräischen "schemirah" = "Bewachung", "Beaufsichtigung" entlehnt.
Schmu
= "leichter Betrug"
schmunzeln
schmusen
stammt aus yiddish "schmusen" = "etwas vormachen". Das Wort gelangte ins Rotwelsche und von dort in die Umgangssprache. Irgendwann wurde es auch zur Bezeichnung der "Liebesschwüre" verwendet und schliesslich auch für die körperlichen Begleitumstände beim Liebesgeflüster.
Schmuser
= "Gauner" - Der "Schmuser" (= "Gauner") hat sich nach vollbrachter Missetat nicht selten auch noch ein paar Zärtlichkeiten "ergaunert". Was lag näher, als diese Aktivität als "schmusen" zu bezeichnen.
Schote
"Schaute", "schote", "schojte" = "Narr"
schummeln (W2)
(E2)(L2) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/woerterbuch/?em_cnt=24711
Im "Kluge" wird auf einen unbekannten jiddischen Ursprung verwiesen, wobei "schummeln" mit "handeln" oder auch "scheuern", "schrubben" in Verbindung gebracht wird.
Eine abenteuerliche Herleitung hat mir ein älterer Bekannter mitgeteilt: Speyer, Worms und Mainz waren einst Städte mit einem hohen Anteil jiddischer Mitbürger. Die Abkürzung für das Städte-Triumphirat "SWM" muss sich in früheren Schreibweisen wie "SUM" dargestellt haben. Und da man den jüdischen Mitbürgern eine besonder Bauernschläue beim Handeln zusprach, soll sich daraus der Begriff "schummeln" mit der Bedeutung "einen übermäßigen Vorteil aus einer Sache ziehen", "betrügen" herleiten.
Sprachlich gesehen, wäre die deutsche Sprache ohne das jiddische Erbe um Einiges ärmer.
Am 22.07.2005 erhielt ich folgenden Hinweis von Herrn Markus Bullacher:
Ich hatte 1967-69 das große Glück, in Unter- + Oberprima am altsprachlichen Rabanus-Maurus Gymnasium in Mainz bei dem äußerst gebildeten Studienrat & Pastor Petermann auch das Wahlfach Hebräisch belegen zu können. Aus diesen Zeiten weiß ich noch folgendes: Sch-U-M meln ist ein Akronym aus SCH-peyer, U-orms und M-annheim (... aber nicht Mainz!).
Zu Speyer und Mannheim muss ich wohl nichts sagen; aber das U von Worms kommt von der vokalfreien Schreibweise des Hebräischen: Der Buchstabe "Waf" kann ein W oder ein U sein, analog finden wir im Englischen ja noch das "Double-U"; auch phonetisch macht es kaum keinen Unterschied bezüglich der Verständigung, ob ich z.B. "Wasser" oder "Uasser" sage!
Schwarzfahrer
von jidd. "swarz" = "arm" ???
??? Schwarzbrenner oder Schwarzseher
Folgender Hinweis stammt von einem Besucher:
In meinem Beruf (Brauer & Mälzer) spricht man davon, dass eine Reinigung "gefahren" wird. Das kommt wohl noch aus den Zeiten, als die Reinigung der Tanks und Fässer noch von Hand von statten ging, man ist mit der Bürste / dem Schrubber darüber "gefahren". Wenn nun jemand eine Stelle im Tank nicht richtig gereinigt hatte, dann wurde diese nach kurzer Zeit schwarz. Dieser Kollege ist dann also "schwarz gefahren". Soweit damals die Erklärung meines Lehrers. Wie der Begriff dann aber in den Bereich des ÖPNV kam, kann ich mir nicht direkt erklären.
(Vielleicht Schwarzfahrer = jmd., der es nicht richtig macht?)
(A: jaro)
Stuss
Der Ausdruck für "dummes Zeug", "Unsinn" kommt aus dem Jiddischen "stus" bzw. dem hebräischen "setut" = "Unsinn". Daraus wurde dann sogar ein Verb abgeleitet. - Irgendwie "bestusst" - oder? - Ob die Reinheitsfanatiker sich dessen wohl bewusst sind?
Gehört fr. "sot", "sotte" = "dumm", "törricht" bzw. "Dummkopf", "Narr" auch hierher???
T
Tacheles, Tacheles reden (W2)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(E2)(L1) http://www.nextz.de/glossen/woerter.html
(E?)(L?) http://www.n-tv.de/3090278.html
(E5)(L1) http://www.redensarten-index.de/
(E1)(L1) http://www.w-akten.de/reddeutsch2.phtml
(E?)(L?) http://www.wired-becker.de/tacheles
(E?)(L?) http://www.tachles.ch/
(jidd. "tachles" = "Ziel, Zweck" von hebr. "taklî", Ursprünglich war die Bedeutung von "Tacheles reden" die Forderung "zweckmäßig zu reden" bzw. der Wunsch dass man "zur Sache" kommt (hebr. "tacheles" = "Klartext").
Wenn wir heute mit jemandem Tacheles reden, dann meinen wir: "jemandem unverblümt die Meinung sagen".
(© blueprints Team)
Das jiddische Wort "tacheles" heisst auf Deutsch "Ziel, Zweck".
"Tacheles reden" heisst also "direkt zum Thema kommen", "zweckmäßiges, vom Geschäft reden, zur Sache kommen".
Das jiddische "tachles" bedeutet "Zweck, zweckmäßiges Handeln". Ursprünglich redete man also "Tacheles", wenn man etwas zweckmäßiges redete bzw. wenn man gleich zur Sache kam. Heute steht "Tacheles" für "unverblümt die Meinung sagen".
Und die angegeben Internet-Site "www.wired-becker.de/tacheles" scheint zu halten, was der Name verspricht:
Warum, weshalb, wieso... ein Blog und Holzhacken?
Wir meinen:
Man streitet, diskutiert, freut und ärgert sich über so manches im Netz- und Alltagsgeschehen. Das einzige, was fehlt, ist ein Ort um alles raus zu lassen, auszuklinken, abzuschalten bzw. Holz zu hacken. Das passiert hier. Man kann sich gerne die vergangenen aufgestapelten Holzhäufchen im Archiv anschauen, selber mithacken oder per Kolumne Tacheles reden.
(Interessant: Siehe hierzu auch "Blog", das auf einen irländischen "Holzklotz" zurückgeht!)
Die Adresse "www.tachles.ch" führt zum in der Schweiz erscheinenden "Das jüdische Wochenmagazin".
Tinnef, Tinneff
= "Tand", "Schund", "nutzlose Ware"; kam im 19.Jh. aus dem hebr. "tinnuf" (jidd. "tinnef") = "Kot", "Schmutz"
U
Uni Toronto - mots français d'origine non-latine
§ 21. -- Hébreu
(E1)(L1) http://www.chass.utoronto.ca/epc/langueXIX/dg/08_t1-2.htm
Das zweite Kapitel des "Dictionnaire général (1890-1900)" enthält eine 93 Seiten lange Liste von nicht-lateinischen französischen Fremdwörtern.
Darin werden Begriffe gelistet, die aus anderen Sprachen in die französische Sprache eingegangen sind. Viele dieser Begriffe sind auch ins Deutsche oder Englische aufgenommen worden. (Dabei kann die Schreibweise in den Empfängersprachen durchaus variieren.)
Ich habe die entsprechenden Abschnitte und die zugehörigen Kommentare des Anhangs als "Ismen" den jeweiligen Herkunftsländern / -kontinenten zugeordnet.
§ 21. -- Hébreu.
La plupart des mots hébreux (134) qui ont passé en français (et ils sont bien peu nombreux) remontent à la traduction latine de la Bible faite par saint Jérôme, dans laquelle un certain nombre de termes, pour lesquels le latin ne semblait pas offrir de correspondants exacts, furent conservés sous leur forme originale (135). Nous citerons comme ayant cette provenance :
alléluia | amen | chérubin | éden | éphod | géhenne | hosanna | hysope | jubilé | manne | Messie | pâque | pharisien | sabbat (136) | séraphin | sicle | zizanie.
A la littérature juive postérieure se rattachent : cabale, rabbin, sanhédrin, et un terme de droit civil français, cheptel de fer (137). A une époque récente, on a emprunté tohu-bohu au texte hébreu de la Genèse (138).
Notes
- 134. A l'hébreu proprement dit se trouvent souvent mêlés des éléments des idiomes sémitiques voisins, comme le chaldéen et le syriaque : il n'y a pas lieu de les distinguer ici.
- 135. L'Académie a admis Aramésn, Essénien, Chaldéen, Chaldaïque, Hébreu, Israélite, Jéhovah, Léviathan, Machabée, Sabéen, Saducéen, Satan, Syriaque, qui sont des noms propres. A Jérémie se rattache jérémiade ; à Jacob ; jacobée, jacobin, jacquerie, jacques, jacquet, jaque (habit), jaquemart, jaquette ; à Jésus, jésuite ; à Judée, judaïque ; à Satan, satané, satanique ; à Lévi, lévite ; à Simon, simoniaque, simonie.
- 136. A sabbat se rattache samedi, issu d'une forme secondaire *sambatum, au lieu de sabbatum. Quelques noms propres d'origine biblique ont aussi passé en français comme noms communs : Adam, Benjamin, Calvaire, Capharnaum, Judas, Juif, Philistin.
- 137. A cette littérature se rattachent aussi un grand nombre de mots familiers à ceux qui s'adonnent aux études hébraïques, mais qui ne font pas partie de la langue générale. Nous citerons à titre de curiosité : amora, discoureur ; caraïte, celui qui ne reconnaît que le texte de l'Écriture sainte ; ghemara, commentaire ; haggada, légende ; halacha, règle ; kadoche, grade de la franc-maçonnerie ; laaz, glose ; massore, tradition ; midrasch, explication ; mischna, alinéa ; nasi, président du sanhédrin ; purim, nom d'une fête ; selicha, élégie ; taled, voile ; talmud, recueil ; targum, commentaire ; thana, répétiteur. L'Académie a admis caraïte, massore ou massorah, mischna, nasi, taled, talmud et targum.
- 138. Dans le Livre des Juges, XII, 6, on raconte que ceux qui ne prononçaient pas correctement le ch du mot hébreu chibboleth, épi, étaient mis à mort. On emploie quelquefois en français le mot chibboleth (orthographié chibboleth à l'allemande) dans le sens de " signe de ralliement ", par allusion à ce passage ; mais cet usage est si restreint que le mot n'a pas été admis dans le Dictionnaire de l'Académie française.
Uni Wien
(E?)(L?) http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm
(E?)(L?) http://web.archive.org/web/*/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm
Im 17., 18., auch noch 19. und 20. Jh. werden Wörter aus dem Hebräischen (über das Jiddische) entlehnt. Sie finden v. a. Eingang in die Sprache der Landstreicher, Hausierer, Rechtlosen und der Kriminellen. Die Gaunersprache Rotwelsch besteht z.T. aus hebr. Wörtern. Bsp.: "chuzbe" = "Dreistigkeit", "flöten gehen", "meschugge", "mies", "schäkern", "Schlamassel".
V
W
wikipedia - Hebrew loanwords
(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/Hebrew_language
Many Hebrew loanwords have been incorporated into English, including:
"amen" (ah-MEN), "behemoth", "Goliath" (gol-YAHT), "jeremiad", "jubilee" (yo-VEL), "leviathan" (lev-yah-TAHN [=whale]), "shalom",
"shibboleth",
"hallelujah"(ha-le-LOO-yah),
"messiah" (mah-SHEE-ah),
"cherub",
"seraphim"(se-rahf-IM),
"Sabbath" (sha-BAHT), "hosanna" (ho-shah-nah),
"Armageddon" (har meggido),
"Israel", "kibbutz", "golem",
"Satan" (sah-TAHN),
"cabal" (from "Kabbalah"), "chutzpah", "Bar/Bat Mitzvah"
wikipedia - List of English words of Hebrew origin
(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_English_words_of_Hebrew_origin
From Wikipedia, the free encyclopedia.
Am 02.09.2004 waren folgende (verlinkte) Begriffe aufgeführt:
Ashkenazim | bar mitzvah | bris | cherub, cherubim | Israel | Jerusalem | kibbutz | kippah | kosher | Messiah | mohel | rabbi | schwa | Sephardim | seraph, seraphim
wikipedia - List of English words of Yiddish origin
(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_English_words_of_Yiddish_origin
From Wikipedia, the free encyclopedia.
This is a list of English language words of Yiddish language origin, many of which have entered the language by way of American English. Spelling of some of these words may be variable (sch or sh, for example).
Am 02.09.2004 waren folgende (teilweise verlinkte) Begriffe aufgelistet:
Ai-ai-ai | Bagel | Blintz | Bris | Bubkes | Chutzpah | Dreck | Genug | Gonef | Goy | Kibosh | Klutz | Kosher | Kvell | Kvetch | Lox | Macher | Maven | Mazel | Mazel tov! | Megillah | Mensch | Meshuga | Mishegoss | Mishmosh | Mishpucha | Mo'el | Nachas | Nosh | Nudnik | Oy vey | Oy gevalt | Plotz | Putz | Schlock | Sheygetz | Schmaltz | Schmo | Shiksa | Shiksl | Shlemiel | Shlemazl | Shlep | Shlong | Shmatte | Shmeer | Shmuck | Shnorrer | Shnoz | Shtick | Shpiel | Shtick | Shtum | Shtup | Shvartzer | Tchotchke | Tochis, Tush | Tsuris | Verklempt
X
Y
yiddish
(E?)(L?) http://acadprojwww.wlu.edu/vol4/BlackmerH/public_html/xliberty/oed/yiddish.html
123 entries of "yiddish in etymology field" in "Oxford English Dictionary"
Folgende Begriffe haben meines Wissens auch Eingang in die deutsche Sprache gefunden:
- chutzpah
- kibbutznik
- kibitz
- kibitzer
- kittel
- koppel
- kvetch
- link
- macher
- meshuga; meshugga
- nebbich
- rebbe
- schlepper
- schlimazel
- schmaltz
- schmeer
- schmooze
- schmuck
- schmutz
- schnorrer
- shiksa
- shtetl
- shtibl
- stuss
- tsores
Z
Zoff
= "Ende", "Abschluss" von hebr. "sof" = "Ende"; über "mieser Zoff" = "böses Ende" erhielt "Zoff" die heute gebräuchliche eher negative Bedeutung "Ärger"
Zionismus
leitet sich ab von "Zion", dem jüdischen Synonym für das von Gott verheissene "gelobte Land" (Palästina).
Zores
von hebr. "Zarah" = "Sorge"; auch "zaroth", "zoro", "zore", "zoros", "zores"
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A
Althaus, Hans Peter
Chuzpe, Schmus & Tacheles
Jiddische Wortgeschichten
(E?)(L?) http://www.perlentaucher.de/autoren/12214.html
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3406510655/etymologety01-20
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406510655/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3406510655/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3406510655/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3406510655/etymologetymo-20
Broschiert - 176 Seiten - Beck
Erscheinungsdatum: April 2004
ISBN: 3406510655
Der Begleittext auf der Rückseite:
Hans Peter Althaus erzählt ebenso prägnant wie unterhaltsam mehr als hundert Wortgeschichten von Ausdrücken wie "Reibach" und "Pleite", "Massel" und "Schlamassel", "Macke" und "Maloche", "Schtetl" und "Schul". Er erläutert, was diese Wörter im Jiddischen bedeuteten, welchen Nebensinn man oft aus ihnen heraushörte und wie sie Eingang in die deutsche Sprache gefunden haben. Dabei zeigen sich oftmals Polemik und Diffamierung, mehr noch aber überlegener Witz und feine Ironie.
Im Register findet man die Wörter:
Arbekanfes | auf Nile gehen | aus Daffke | Barthel | Barmizwe | benebbicht | beschickert | betucht | bleede gehen | Bonames | Bonum | Brismile | Broche | Bruch und Dalles | Bruch, Dalles & Co. | Chanukka | Chawwer | Chochem | Chuzpe | Cochem | Daffke | D.L.G. | Dalles | damit ist's Essig | Der Narr hot's Massel | Dietrich Schofelschreck | dufte | dufte Düfte | Eeljes Rachmones | Eezes, Eizes, Ezzes | Egel | Ehme, Eime | eine Meise haben | es zieht wie Hechtsuppe | Essig | flöten gehen | frisch, gesund und meschugge | für lau | G.m.b.H. | G.N. | Gasse | Gedibber | Geschäker | Geschichtelach | Geschmuse | Golus | Gut Pessach | Gut Schabbes | Guten Rutsch | Hals- und Beinbruch | Hechtsuppe | hoch | ja kuchen | ja Kuchen, nicht London | Judenschul | jüdische Chutzpe | kapores | kess | Kippe | knorke ist dreimal so dufte wie schnafte | kochem | kodesch, kaudesch | kommen wie die Srores und gehen wie die Maurer | könnt man den Schabbes anbinden | koscher, kauscher | koscher gekochter Kitsch | koscher Küche | koschere Redensarten | koschern | Koscherwurst | Kuchen | Laotselachs | lau | leschono tauwo | Levkoie | London | Lozelach | Lozelach-Stiftsdame | mach Schabbes davon | Macke | Maisse, Maase, Masse, Meiße | Maloche, Meloche | Massel | Massel tow | Massel und Broche | Massematten | mechulle, machulle | Mechulle | Medinegeier | meschugge | meschuggener Fisch | Mesummen | Mezie | mies, miese Sachen | mieser Baldower | mieses Schwein | Miesmacher | mit die Juden ist gut nach Schul gehn | Mitte | Moos | More, Maure, Moire | Mores | Moschel | Moser | Most | naß | Nassauer | nebbich | Nebbich | Nebbich - Mein Kampf | nicht ganz koscher | Nile | Oser sagt Schiller | pattersch | Pejes, Pajes | Peschore | Pg. | plete, pleite | pleite machen | pleite gehen | pleitene Drecksau | Pleite | Pleitegeier | Purim | Rachmones | Rebbach | Rebbes | Reibach | Sasserer | Saures geben | Schabbes | Schabbesdeckel | Schacher | schautig | Scheitel | schicker | schicker ist der Goi | Schlamassel | Schlamassel auf Wachstuch | Schmiere stehen | Schmu | Schmue | Schmus | schofel | Schofel | Schofelarchiv | Schofelschreck | Schofeltat | Schofelwerke | Schore | Schote | Schtetl | Schul | Schulklopfer | Schuttef | Sechel, Seichel | Srores | stikum | Stuss | supermies | Tacheles | Tachlis, Tachles | taff | Tallis, Talles | Tefillen | Tinnef | toff | toffte | trefe, treeif | trefe fallen | treifener Hals | Trefe, der Gerichtsdiener | trübe Tasse | Weihnukka | wissen, wo Barthel den Most holt | zeigen, was eine Harke ist | Zizzes | zureden wie einem lahmen Gaul
Althaus, Hans Peter - Zocker, Zoff & Zores
Jiddische Wörter im Deutschen
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beck'sche reihe
159 Seiten
Ein grosser Teil der im Index aufgeführten Begriffe kenne ich aus meinem persönlichen Alltag (Wovon ich einen kleineren Teil sogar selbst gelegentlich aktiv benutze). Einen anderen Teil kenne ich, ohne ihre wahre Bedeutung wahrzunehmen, wie etwas "Hals und Beinbruch" oder "einen guten Rutsch ins neue Jahr" (was allerdings in diesem Buch nicht aufgeführt ist). Ein letztes Drittel der aufgeführten Begriffe ist mir bisher unbekannt geblieben und empfinde ich nicht als Teil meines aktiven oder passiven Wortschatzes.
Einigen der im Index aufgeführten Begriffe ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Darin geht der Autor genauer auf die Verbreitungsgeschichte einzelner Begriffe ein und leuchtet mit Hilfe vieler Literatur- bzw. Zeitschriftenhinweise die Nuancen aus. Dabei wird deutlich, dass die Begriffe sowohl in den zurückliegenden Jahren einen Bedeutungswandel erfahren haben können, als auch dass sie heute in ganz unterschiedlichen Situationen eine grosse Bedeutungsverschiebung erfahren haben.
Interessant sind z.B. auch die Hinweise auf die geschichtlichen Hintergründe unter der Überschrift "Erklärung der Jiddismen". Demnach sind viele Jiddismen im 18.Jh. ins Deutsche übernommen wurden, um den Handel zu vereinfachen. Einerseits auf dem Weg der steuerlichen Wirtschaftsprüfung, andererseits zur Verständigung auf den Viehmärkten, an dem wohl viele jüdische Händler beteiligt waren.
An einem Beispiel sei auch ein Hinweis auf die "Produktivität" von Jiddismen erwähnt:
Aus "zocken" und "Zocker" sind abgeleitet: Zockerin | Zocken | Zockerei | Abzockerei | Freizeitzocker | Profizocker | Zocker-Kundschaft | Zocker-Maschinen | Zockermentalität | Zockermilieu | Zockerqualitäten
Man findet auch Beispiele ("mies") für Jiddismen, die von Nationalsozialisten - in sprachlicher Unkenntnis - in offiziellen Verlautbrungen benutzt wurden.
Und hier nun die Begriffe, die in dem Buch mehr (mit einem eigenen Artikel) oder weniger (mit einem kurzen Hinweis auf die Bedeutung) erklärt werden.
- "abzocken"
- "acheln" = "essen"
- "arbet" = "Arbeit"
- "bajes" = "Haus"
- "battersch", "pattersch" = "trächtig"
- "benschen", "bentschen" = "segnen"
- "bestußt"
- "betucht" (westjidd. "betuach" = "sicher", "wohlhabend", ostjidd. "betuech" = "vertrauenswürdig")
- "Bocher" = "Schüler", "Talmudschüler")
- "broche" = "Segen"
- "chalas" = "Krankheit"
- "chetzje" = "halb"
- "chosen" = "Bräutigam"
- "choze" = "halb"
- "Chuzpe", "Chutzpe" = "Frechheit", "Unverschämtheit"
- "Dalles" = "Unglück"
- "Datschen" = "Deutsche"
- "Doches", "Dokes" = "Gesäß"
- "dufte" von "tow" = "gut"
- "Eize" = "Rat", "Ratschlag"
- "galach" = "Pfarrer"
- "Galach malochen" = "Geistlichen plündern"
- "Ganeff" = "Dieb" (Ganove)
- "ganwenen" = "stehlen"
- "Geseires" = "Geschwätz"
- "Goi", "Goj", "Gojim" = "Nichtjude"
- "gütlach" = "gütlich"
- "Jid", "Jüd" = "Jude"
- "Kangeri malochen" = "Kirche bestehlen"
- "kapore" = "Sühne"
- "kapores" = "kaputt"
- "kazzow" = "Fleischer"
- "kippe" = "Teilhaberschaft"
- "kippe machen" = "Gewinn teilen"
- "koscher" = "rituell zulässig"
- "Kowed" = "Ehre"
- "lebedigkeit" = "Lebendigkeit"
- "lomir" = "lasst uns"
- "Macke" = "Fehler"
- "mackes", "macken" = "Schlag", "Unglück", "Fehler", "Gebrechen", "teure Ware", "Ausschlag", "Plage"
- "Maloche" = "Arbeit" (mit vielen verschiedenen Ableitungen)
- "malochen" = "(hart) arbeiten"
- "linker" = "Passfälscher"
- "Mameloschn" = "Muttersprache", "Jiddisch"
- "massel und broche" = "Glück und Segen"
- "masseltoff", "maseltow" = "Glückwunsch", "gut Glück"
- "Matof malochen" = "in einen Keller einbrechen"
- "mauscheln" = "jüdisch reden"
- "Melech" = "König"
- "Melochebajes" = "Zuchthaus"
- "Melochener" = "Handwerker"
- "Melochestift" = "Handwerksbursche"
- "meschugas", "Meschuggenheit" = "Verrücktheit"
- "meschugge" = "verrückt"
- "Mezzie" = "günstiger Kauf", "Gelegenheit", "Fund"
- "mies" = "Schlecht", "hässlich", "schlecht", "schmutzig"
- "Miese" = "Verlust(punkte beim Skatspiel"
- "Miesmacher" = "Anschwärzer"
- "Miesmacherei"
- "Mischboge", "Mischpoche", "Mischpoke" = "Familie", "Verwandtschaft"
- "nekome" = "Genugtuung", "Schadenfreude", "Nachtragen", "Rache"
- "pattersch", "battersch" = "trächtig"
- "pleite" = "fliehen", "entkommen"
- "Pleite" = "Bankrott"
- "ponim", "ponem", "punim" = "Gesicht"
- "rat" = "Sowjet"
- "Rattenverband (ratnfarband)" = "Sowjetunion"
- "Reibach (rebach)" = "Gewinn", "Profit"
- "Risches" = "Antisemitismus"
- "Schabbes" = "Sabbat"
- "Schadchen" = "Heiratsvermittler"
- "Schaute", "schote", "schojte" = "Narr"
- "Schlamassel", "schlimasel" = "Unglück", "Pech", "Durcheinander"
- "schlimasel" = "unglückliche Person"
- "schlimaselnik" = "Unglücksrabe"
- "schlimschlimasel" = "ganz grosses Unglück"
- "Schmonzes", "Berjonzes" = "Unsinn"
- "Schmu", "schmue" = "Betrug", "Gerücht", "Nachricht"
- "Schmus", "schmues" = "Lohn für eine Ehevermittlung"
- "schmusen", "schmuesen" = "reden"
- "Schmuser" = "Heiratsvermittler"
- "Schmusgeld" = "Lohn für eine Heiratsvermittlung"
- "schprach" = "Sprache"
- "Schtetl", "Stetl", "Shtetl" = "kleine Stadt"
- "Schtilkeit" = "Stille"
- "sof", "soff", "zoff" = "Ende"
- "Sonef", "Zonef" = "Schwanz"
- "Stuss", "schtus" = "Unsinn", "Narretei"
- "Suss", "Zus", "sus" = "Pferd"
- "Tacheles reden" = "zweckmäßiges", "vom Geschäft reden", "zur Sache kommen"
- "Toches", "Doches", "Dokes" = "Gesäss"
- "vermasseln"
- "wesch" = "Wäsche"
- "wirdigkeit", "wirde" = "Würde"
- "yiddisch"
- "zachkan" = "Spieler"
- "zachkenen", "mezachek sein", "zchoken" = "spielen", "scherzen"
- "zaufen", "zoffen" = "zurückgehen", "zurücktreten"
- "zocken" = "rupfen", "zupfen", "schröpfen"
- "zocken" = "spielen"
- "Zoff" = "Ärger", "Streit"
- "zoir" = "Geringer", "Niedriger", "Kleiner"
- "Zores", "zore", "zuru", "zurojs" = "Sorge", "Leid", "Ärger"
B
Baader, Fritz Henning - Wortkunde der Bibel
und Etymologie über die hebräische Herkunft der europäischen Sprachen
(E?)(L?) http://www.grieser-verlag.com/begriffserklaerung_bibel.html
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2000, 1163 Seiten, 21,5 × 15 cm, 1428g, gebunden
€ 45,- [D] CHF 70,- ISBN 3-933455-04-9
Erscheinungsdatum: 2. Februar 2002
Auflage: 1. Aufl.
ISBN: 3933455049
Kurzbeschreibung
Begriffserklärungen biblischer Wörter mit theologisch, etymologisch, semantisch und philologisch begründeten Definitionen; alphabetisch geordnet.
Dabei wird zusätzlich die Sprachverwandtschaft zwischen Hebräisch, Griechisch und den übrigen europäischen Sprachen bzw. ihre Herkunft aus der hebräischen Sprache aufgezeigt.
Ausführliche Stichwortverzeichnisse über die erklärten Begriffe, die hebräischen, aramäischen, hellenischen und lateinischen Wörter, die indogermanischen Wortwurzeln und über die Sprachbegriffe bzw. Sprachentwicklungen.
Biblische Wörter und Begriffe, allgemein verständlich erklärt:
- biblisch-theologisch
- philologisch (sprachwissenschaftlich)
- semantisch (durch Deutung sprachlicher Zeichen)
- etymologisch begründete Begriffs-Definitionen
- alphabetisch geordnet
Aufzeigen der Sprachverwandtschaft
- zwischen Hebräisch
- Griechisch und den übrigen
- europäischen Sprachen mit Aufzeigen ihrer
- Herkunft von der hebräischen Sprache
Ausführliche Stichwortverzeichnisse:
- erklärte Wörter
- hebräische / aramäische Wörter
- hellenische und
- lateinische Wörter
- indogermanische Wortwurzeln und Sprachbegriffe bzw. Sprachentwicklungen
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z