Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
IT Italien, Italia, Italie, Italia, Italy
Region, Región, Région, Regione, Region

Lombardei, Lombardie, Lombardy, Lombardia
(Mailand, Milan, Milan)

3

3d-pitoti.eu
3D acquisition, processing and presentation of prehistoric European rock-art

Im lombardischen Dialekt bezeichnet "Pitoti" eine "kleine Puppe".

(E?)(L?) http://3d-pitoti.eu/

This ambitious 3D-PITOTI project involves a multidisciplinary team of over 30 scientists from across Europe and focuses on rock art in the Valcamonica Valley, Italy. This UNESCO World Heritage site in the Lombardy region of northern Italy has the largest group of this ‘rock art’ in Europe. Tens of thousands of images span a period from many centuries BC into medieval times.

Unlike the famous prehistoric European art found protected from the elements deep in a handful of limestone caves, the simple open-air rock carvings have been left exposed to the elements for over 7000 years. They might be widespread across most European countries but they are now so badly eroded that they can only be seen when the light shines on them from a certain direction.

These "Pitoti" (meaning "little puppet" in the local dialect) are simple but beguiling carvings with extraordinary graphics and appearing in a vast range of forms and depictions. This wealth of Europe’s cultural heritage provides autobiographical stories from our ancient past. What European rock-art gives us is the world of prehistoric Europeans, as they themselves experienced it and understood it.

Project Goals

The 3D-PITOTI project will significantly advance both the state of the art in rock-art research methodology and the 3D recording of rock art in general. Moreover it will not only ‘take the rock-art to people’ for the first time but will convey Pitoti (the local term knowledge to a much wider audience in interactive and engaging ways.

The main goals of the project are:


(E?)(L?) http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140222_OTS0006/vom-stein-auf-den-schirm-bild

Sa., 22. Feb. 2014

Vom Stein auf den Schirm

Prähistorische Felskunst trifft auf Medientechnik

Eines von mehr als 50.000 Pitoti im norditalienischen Tal Valcamonica

St. Pölten (OTS/FH St. Pölten) - Im norditalienischen Tal Valcamonica haben Menschen prähistorischer Kulturen Petroglyphen, sogenannte Pitoti, in den Fels gemeißelt. Die meist Jahrtausende alten Darstellungen sind jedoch nur schwer zugänglich - und verletzlich. Das EU-Projekt 3D-Pitoti erfasst den Stand der mehr als 50.000 Figuren und Bilder und macht diese mit moderner Medientechnik für ein breites Publikum zugänglich.

Jäger und Sammler, Kämpfer und Reiter, Häuser, Tiere, Schriften in etruskischem Alphabet und abstrakte Symbole: Tausende in Stein gemeißelte Darstellungen überziehen die grauen Felsen des Tales Valcamonica in der Lombardei.

In die Flanken des Tales sind in der Zeit zwischen 4000 v.Chr. und dem Mittelalter mehr als 50.000 Petroglyphen in Stein geschlagen worden. Sie werden "Pitoti" genannt, was im lokalen Dialekt "kleine Puppen" bedeutet. Sie zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie zeigen Jagd-, Duell- und Tanzszenen, sowie Europas erste Landkarte.

Die Erforschung dieser wertvollen Artefakte gestaltet sich aufgrund schwer zugänglicher Hanglagen oft mühevoll. Durch das hohe Interesse an diesen Kunstwerken sind sie einem ständigen Besucherstrom ausgesetzt, der die anfälligen Malereien gefährdet und zerstört.

ArchäologInnen und MedientechnikerInnen aus England, Österreich, Deutschland und Italien arbeiten daran, die wertvollen Beispiele frühester Kunst dauerhaft zu erhalten. Durch Nutzung neuester Technologien werden diese digitalisiert. Dadurch können einerseits ArchäologInnen die Pitoti im Labor wetterunabhängig umfassend beforschen, ohne vor Ort sein zu müssen und die Steine weiterem Abrieb auszusetzen, und andererseits können die Pitoti der interessierten Öffentlichkeit, bspw. BesucherInnen in Ausstellungen, als Film, Animation oder Installation dauerhaft zugänglich gemacht.

Dritte Dimension der Felsgravuren

Im Rahmen des Projekts 3D-Pitoti wird erstmals die Dreidimensionalität der Petroglyphen untersucht und aufgezeichnet. In diesem Projekt arbeitet die FH St. Pölten unter der Leitung der Universität Nottingham an der Entwicklung intelligenter Datenverarbeitungstechnologien, um inhärente Strukturen in den 3D-Daten der aufgezeichneten Petroglyphen zu erkennen und nutzbar zu machen.

Aus der detaillierten Information zu den Spuren im Fels könnten Rückschlüsse auf die Produktion der Bilder geschlossen werden: etwa ob das Werkzeug aus Metall oder Stein war und auf welche Art gehämmert und gepeckt wurde. Über die Struktur der Schläge könnten sich bestimmte Stile klassifizieren und eventuell sogar einzelne KünstlerInnen identifizieren lassen.

Diese Analyse und Interpretation erfolgt durch am Projekt beteiligte ArchäologInnen. MitarbeiterInnen des Instituts für Creative/Media/Technologies (IC/M/T) der FH St. Pölten unterstützen diese dabei, indem sie die Daten und Muster zu den Figuren und Bearbeitungsspuren analysieren und klassifizieren. In den letzten Monaten wurde eine Datenbank einwickelt, auf deren Basis noch nicht erfasste Pitoti automatisch eingeordnet werden können.

"Wir haben gemeinsam mit den Archäologinnen und Archäologen als ersten Schritt eine Ground-Truth über die unterschiedlichen Formen und Pecking-Stile der Petroglyphen erhoben. Mit dieser werden wir nun Machine-Learning-Verfahren entwickeln und testen, mit denen wir in weiterer Folge jede neue 3D-Aufzeichnung eines Petroglyphen analysieren und klassifizieren können: Etwa ob diese eine anthropomorphe Gestalt zeigt, ein abstraktes Bild oder die Camunische Rose, die sich auch im Wappen der Lombardei findet, oder eines von vielen anderen Motiven", sagt Markus Seidl, stellvertretender Leiter des Instituts für Creative/Media/Technologies (IC/M/T) und Projektleiter für 3D-Pitoti an der FH St. Pölten.

Wesentlich ist auch das Aufzeigen von anderen Petroglyphen, die in Bezug auf Form, Pecking Stil und/oder Größe dem gerade aufgefunden ähneln. "Bei der Vielzahl von mindestens 50.000 Petroglyphen ist das eine unverzichtbare Unterstützung der Archäologinnen und Archäologen und eine Bereicherung des Erlebnisses von Betrachterinnen und Betrachtern der Pitoti", so Seidl.

Circa 1.500 Pitoti wurden zur Erhebung der Ground-Truth händisch erfasst und kategorisiert. Sie liefern die Typologie und die Trainingsdaten, anhand derer nun alle weiteren Steinbilder automatisch klassifiziert werden können.

Wissenschaftsvermittlung mit Medientechnik

Die Felsenkunst soll in ansprechender, interaktiver Art und Weise einem breiten Publikum vermittelt werden: Auf Touchscreens, in Multimedia-Installationen oder als dreidimensionale Strukturen sollen Menschen die Vielfalt der Felsbilder erfahren können.
...


Erstellt: 2014-02

A

Abrogans (W3)

(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm2.html

...
Das älteste bekannte Schriftwerk in deutscher Sprache ist der sogenannte deutsche "Abrogans", ein um die Mitte des 8. Jh. verdeutschtes spätlateinisches Synonymenlexikon aus dem Langobardenreich, benannt nach seinem ersten Stichwort "abrogans" (= "demütig", "bescheiden").
...


Aistulf, Aistulph
König der Langobarden (756)
King of the Lombards (d. 756) (W3)

Zur Herkunft oder zur Bedeutung des Namens "Aistulf", "Aistulph" konnte ich leider keine Informationen finden.

Aistulf sah sich im Herbst 754 zum Frieden genötigt und versprach die Herausgabe Ravennas und einer Anzahl anderer Städte zwischen dem Appenin und dem Adriatischen Meer, hielt aber seine Zusagen nicht, sondern zog gegen Rom und belagerte die Stadt. Durch einen zweiten Feldzug zwang Pippin 756 A., die fränkische Oberhoheit anzuerkennen und die eroberten Gebiete abzutreten. Diese überließ Pippin dem Papst und stellte ihm eine Schenkungsurkunde aus. Damit wurde der Grund zum Kirchenstaat gelegt.

(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/a.htm


Alboin (W3)

Zur Herkunft oder zur Bedeutung des Namens "Alboin" konnte ich leider keine Informationen finden.

König Alboin der Langobarden, König (ab etwa 560), gestorben: 28.06.0572 (Verona)

(E2)(L1) http://web.archive.org/web/20120331173214/http://www.1911encyclopedia.org/Alboin


(E?)(L?) http://www.biografiasyvidas.com/biografia/a/alboino.htm
Alboino

(E?)(L?) http://www.boglewood.com/timeline/


(E?)(L?) http://www.boglewood.com/timeline/alboin.html
Alboin's Lombard invasion 568 Mainland settlements abandoned

(E?)(L?) http://www.britannica.com/EBchecked/topic/13066/Alboin


(E?)(L?) http://www.damals.de/damals_static/zeitpunkte/dms_zeitp_nach_chr.php?suche=1&suche_volltext=Alboin

Meuchelmord am Langobardenkönig

Wäre es kein Anachronismus, man müßte die Geschichte vom Mord am Langobardenkönig "Alboin" als eine rechte Räuberpistole bezeichnen. Der König des germanischen Stammes hatte einst im Auftrag des oströmischen Kaisers aufständische Völker an den Reichsgrenzen bekämpft. So rottete sein Heer im Jahr 567 die Gepiden aus. Alboin tötete deren König und nahm dessen Tochter, Prinzessin Rosimund, zur Frau. Aus dem Schädel seines getöteten Schwiegervaters, so heißt es, ließ sich der Barbarenfürst ein Trinkgefäß fertigen. Im folgenden Jahr lenkte der Heerführer sein Volk von Südosteuropa aus nach Westen. In Oberitalien eroberte sich Alboin sein eigenes Königreich. Eines Abends soll sich der Germane zu einer brutalen Tat verstiegen haben: "Trink mit deinem Vater!", soll er seiner Gattin zugerufen und ihr den Schädelbecher voll mit Wein gereicht haben. Die stolze Prinzessin habe ihren Schmerz sprichwörtlich hinunter geschluckt - und noch in dieser Nacht ihren Plan zur Ermordung des Gatten gefaßt. Dazu versteckte sich Rosimund im Bett der Geliebten eines Höflings, des tapferen Helden Peredo. Der Nichtsahnende kam, Rosimund verführte den jungen Krieger - und hatte ihn damit in der Hand. Als Alboin eines Tages Mittagsschlaf hielt, meuchelte der Verführte den wehrlosen König. Neue Studien behaupten, an der Geschichte sei nicht viel Wahres und Alboin einer schnöden Palastintrige zum Opfer gefallen. Doch damit wäre die Geschichte um eine spannende Episode ärmer - und auch die Gebrüder Grimm hätten den Stoff wohl nicht in ihre Sagensammlung aufgenommen.


(E1)(L1) http://dictionary.reference.com/browse/Alboin


Alfa Romeo (W3)

Die Automarke "Alfa Romeo" steht für ital. "Anonima Lombarda Fabbrica Automobili" = dt. "Lombardische Autofabrik" plus dem Nachnamen des Gründers "Nicola Romeo".

(E?)(L?) http://www.canzoneitaliana.it/cantastorie-playlist.html

Siamo quelli dell'Alfa Romeo - Franco Trincale - 2:25


(E?)(L?) https://cartype.com/pages/128/alfa_romeo

"Alfa Romeo"

"ALFA" is an abbreviation for "Anonima Lombarda Fabbrica Automobili".
...


(E?)(L?) https://www.howstuffworks.com/search.php?terms=Alfa+Romeo




(E?)(L?) https://www.markenlexikon.com/produkte_a.html

"Alfa Romeo": Die heute zum Fiat-Konzern gehörende Automarke wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als "Anonima Lombarda Fabbrica Automobili" gegründet, was soviel bedeutet wie "Lombardische Automobilfabrikations-AG"; der Beitritt des Eisenbahningenieurs "Nicola Romeo" im Jahr 1914 erklärt den zweiten Teil des Namens.


(E?)(L?) https://www.markenlexikon.com/logos_a.html

"Alfa Romeo" - Die im Logo der "Anonima Lombarda Fabbrica Automobili" dargestellte Schlange ist dem Familienwappen der Visconti entliehen, einer der einflußreichsten Familien in Mailand.


(E?)(L?) https://robbreport.com/shelter/art-collectibles/frontrunners-pen-pals-235141/

FrontRunners: Pen Pals

By THE EDITORS

To commemorate its centennial on June 24, 2010, Italian carmaker "Alfa Romeo" commissioned "Montegrappa" for "Alfa Romeo" (www.montegrappa.com), a collection of writing instruments crafted by the Italian pen maker. The series of 1,910 (a reference to the year 1910) red-capped items includes pens with carbon-fiber, silver, and solid 18-karat-gold bodies, the latter of which start at $12,350. The pens are available in fountain, ballpoint, and roller-ball models; the collection also includes mechanical pencils.


(E?)(L?) https://www.supercars.net/blog/all-car-brands-a-to-z/a/

"Alfa Romeo" is an Italian car manufacturer that has been building, racing and selling cars since 1911 and is one of the most-loved car makers on the planet. "Alfa Romeo" has competed successfully in Grand Prix motor racing, Formula One, sportscar racing, touring car racing, and rallies. "Alfa Romeo" has also created some of the most iconic designs in both racing...


(E?)(L?) https://www.supercars.net/blog/all-brands/alfa-romeo/

"Alfa Romeo" Models, Reviews, Specs, Videos, Galleries, News & More

Alfa Romeo Models: A list of all the current and historical Alfa Romeo models
...


(E?)(L?) https://www.urbandictionary.com/define.php?term=Alfa%20Romeo

"Alfa Romeo"

An Italian car company that produces fun, fast sports cars and performance saloons (Sedans). Europeans like them but americans are obviously quite snobby and prefer their instant fuel tank drainers! "Alfa Romeo" is owned by "FIAT" and in the beginning AR owned Darraq, a well renowned manufacturer of now vintage cars. Post 1990 Alfa Romeos are a world away from the rusting, unreliable machines they were in the 1960's and can comfortably challenge Mercedes and BMW in europe.
...


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unternehmen_mit_Namensherkunftserkl%C3%A4rungen

"Alfa Romeo"

"Anonima Lombarda Fabbrica Automobili" (italienisch: "Lombardische Autofabrik"), ergänzt um den Namen des Gründers Nicola Romeo.


(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_eponyms_(L%E2%80%93Z)#Q

"Nicola Romeo", Italian businessman – "Alfa Romeo".

"Alfa Romeo" - the company was originally known as "ALFA", an acronym for "Anonima Lombarda Fabbrica Automobili". When "Nicola Romeo" bought "ALFA" in 1915, his surname was appended.


(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/Alfa_Romeo

Alfa Romeo Automobiles S.p.A. is an Italian premium car manufacturer and a subsidiary of Stellantis. The company was founded on June 24, 1910, in Milan, Italy. "Alfa" is an acronym of its founding name, "Anonima Lombarda Fabbrica Automobili". "Anonima" means "anonymous", which was a legal form of company at the time, as it was founded by anonymous investors. In the initial set-up phase, in order to have a building to produce cars, the company bought the Portello factory building of Darracq in Milan, which was closing up and selling all assets. The brand is known for sport-oriented vehicles and has been involved in car racing since 1911. Alfa Romeo was owned by Fiat Chrysler Automobiles, the company that was responsible for the production of Alfa Romeo cars until its operations were fully merged with those of the PSA Group to form Stellantis on 16 January 2021.

The first car produced by the company was the 1910 24 HP, designed by Giuseppe Merosi. A.L.F.A. ventured into motor racing, with drivers Franchini and Ronzoni competing in the 1911 Targa Florio with two 24-hp models. In August 1915, the company came under the direction of Neapolitan entrepreneur "Nicola Romeo", who converted the factory to produce military hardware for the Italian and Allied war efforts. In 1920, the name of the company was changed to "Alfa Romeo" with the Torpedo 20–30 HP the first car to be so badged.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=22&content=Alfa Romeo
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Ital. "Alfa Romeo" taucht in der Literatur um das Jahr 1680 / 1920 auf.

Erstellt: 2021-07

Alpine Lombard - Language of IT

(E3)(L1) http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=lmo
lmo	IT	D	Alpine Lombard


Altbairisch (W3)

(E?)(L?) http://www.ewetel.net/~lothar.ammermann/gl-b.htm

...
Baiern (Baioaren, Baiovaren, Baiwaren, Bajuwaren)
Das "Altbairische" ist offenbar mit dem Alemannischen und Langobardischen verwandt, weshalb man sie zu den Elbgermanen zählt. Zum ersten Mal wird der Name 565 genannt. Wenig später spielte Baiern seine erste politische Rolle zwischen den beiden Großmächten Westrom und Byzanz, als sich die Langobarden in Italien festsetzten und ihr König Alboin starb.
...


Arianismus (W3)

(E?)(L?) http://www.susas.de/MA3_2.htm#arianismus

Anfang des 4. Jh. in Alexandrien entstanden, vertreten von dem alexandrischen Presbyter "Arius" († 336), getragen vom hochintellektuellen Milieu des östlichen Mittelmeerraumes, erstmals verurteilt 325 in Nikäa (vgl. Reichskirche in der Spätantike - Nicaea).
Theologischer Streitpunkt ist die Christologie: Ist Christus mit Gott wesensgleich (kath. Lehre), geschaffen und daher ganz unähnlich (radikaler Arianismus) oder wenigstens ähnlich. Da die ersten Wellen der Völkerwanderung gerade zu der Zeit an das byzantinische Reich kamen, als die meisten Kaiser Arianer waren, lernten die Germanen das Christentum in dieser Form, leicht abgewandelt, kennen: die Lehre kam den Bedürfnissen und Anschauungen der Germanen stark entgegen. Der "Arianismus" verhinderte die Verschmelzung der Völkerwanderungsstämme mit den Resten spätantiker Kultur und Zivilisation. Das gelang dann erst den Franken, die von vornherein zur "reinen Lehre" übertraten. Auch die Westgoten und zuletzt die "Langobarden" folgten ihnen und wechselten das Bekenntnis.


ASL (W3)

"ASL" steht für "Archivo Storico Lombardo".

(E?)(L?) http://www.istitutodatini.it/biblio/riviste/a-c/asl17.htm


B

bnf.fr - Pertharite
Corneille, Pierre
Pertharite, Roy des Lombards (W3)

(E?)(L?) http://gallica.bnf.fr/


(E?)(L?) http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5458772q.r=Pertharite

Pertharite, roy des Lombards : tragédie / [par P. Corneille] - 1654

Informations détaillées


Bormio (W3)

Die Bezeichnung "Borbetomagus" teilte das alte "Worms" in Rheinland-Pfalz mit "Worbis" in Thüringen und dem alten "Bormio" in Norditalien. Damit geht die Bezeichnung "Bormio" wie bei "Worms" vermutliche auf einen Wassernamen kelt. "Borbeto" und kelt. "magos" = dt. "Feld", "Wiese". In kelt. "Borbeto" könnte kelt. "borm" stecken, vielleicht verwandt mit dt. "Born" = dt. "Bach", "Quelle", "Brunnen" und damit der Bedeutung von "Borbetomagus" = dt. "Wasserwiese".

Im hintersten Winkel des Veltlins öffnet sich ein breites Hochplateau, das die Adda und der Wildbach Frodolfo, der im Valfurva entspringt, durchfliessen.

An diesem romantischen Fleckchen am Fuss des Stilfserjochs, der Ortlergruppe und des Cevedale liessen sich zunächst Räten und Kelten nieder, dann die Römer (die wohl die unterirdischen Thermen von Bormio entdeckt hatten).

(E?)(L?) http://www.bgci.org/garden.php?id=1415&ftrCountry=IT&ftrKeyword=Bormio&ftrBGCImem=&ftrIAReg=

Giardino Botanico Alpino Rezia, Bormio
...
Plant Collections

Special Collections: Over 1,200 spp. including Linnaea borealis, Cypripedium calceolus, Cortusa matthioli, Trientalis europaea, Androsace alpina, Ranunculus glacialis, Primula glutinosa, Achillea atrata, Polemonium coeruleum, Primula daonensis, Gentiana punctata. Allium, Achi
...


(E?)(L?) http://www.bormio.it/deutsch/


(E?)(L?) http://www.columbia.edu/acis/ets/Graesse/orblatb.html




(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/

Bormio, Franz ==> Sermondi, Franz | Bormio


(E?)(L?) http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D26848.php

Sermondi, Franz, geboren um 1535 (Anton) Bormio, gestorben 23.4.1583 Altdorf (UR), kath., aus Bormio.
...


(E?)(L?) http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D7031.php

Bormio

Ortschaft in der nordital. Provinz Sondrio, mit Weilern und ausgedehnten Alpgebieten (dt. früher "Worms", rätorom. "Buorm").
...


(E?)(L?) http://encyclopedie.uchicago.edu/node/175

BORMIO, (Géog.) ville agréable & bien peuplée, au pays des Grisons; c'est la capitale du comté de ce nom, elle est située au confluent de l'Adda & de l'Issollaccia. Long. 27. 45. lat. 26. 45.


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Bormio

"Bormio" (veraltete deutsche Bezeichnung: "Worms im Veltlin", rätoromanisch: "Buorm") ist eine Gemeinde in der norditalienischen Provinz Sondrio (Region Lombardei). "Bormio" ist der Hauptort des oberen Veltlins. Er befindet sich auf 1225 m s.l.m. und bedeckt eine Fläche von 41 km². In dem Ort leben 4066 Einwohner (Stand 31. Dezember 2013).
...


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Borbetomagus

...
Der lateinische Name der Ansiedlung ist keltischen Ursprungs, wenn auch der keltische Name verloren ging und nur die lateinische Form überliefert ist. In der Endung "-magus" hat sich das latinisierte keltische Wort für "Feld", "Ebene", "Markt" erhalten. Der Ortsname wurde daher vielfach mit "Feld an der Bormita" übersetzt.

"Borbeto-" ist nach einer möglichen Deutung auf den keltischen Wortstamm für "*borvo-", "*borbo-" zurückzuführen, der sich auch im Namen des Bädergottes "Borvo" bzw. "Bormo" wiederfindet. Der Ort wäre also nach einer Heilquelle oder dem entsprechenden Gott benannt. Der Wortstamm könnte "Flüssiges" oder "warme Quelle" bedeutet haben. Im keltischen Wort "*borba", das sich in verschiedenen Sprachen erhalten hat, sind auch Bedeutungen wie "Schmutz" und "Unrat" enthalten. Hier könnte ein Hinweis auf die Lage der Stadt in dem wasserreichen und sumpfigen Gebiet zwischen den Mündungen des Eisbachs und der Pfrimm in den Rhein gegeben sein.

Eine andere Deutung von "Borbeto-" geht dahin, den Ursprung in der indogermanischen Wortwurzel "*bher-" ("aufwallen") zu suchen, zu der auch "*bherm" ("sprudelndes Wasser") gehört. So könnte mit "Borbetomagus" ursprünglich auch "Quellenfeld" gemeint gewesen sein.

Durch einen späteren Lautwandel wurde das anlautende "B" zu "W". So wandelte sich "Borbetomagus" in der Sprache der germanischen Siedler im Frühmittelalter schließlich zu "Warmazfeld", "Warmazia" / "Varmacia", "Wormazia" / "Wormatia" und am Ende zu "Worms". Dass nur die erste Silbe übrig blieb, liegt an der Betonung auf dieser ersten Silbe im Germanischen, die im Gegensatz zur lateinischen Betonung stand.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=22&content=Bormio
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Ital. "Bormio" taucht in der Literatur um das Jahr 1620 auf.

Erstellt: 2014-11

Brescia (W3)

Der Name der Stadt stammt nicht von den ligurisch-keltischen Gründern der Stadt sondern von den Römern. Diese gabe der Stadt den Namen "Brixia". Daraus wurde im Laufe der Zeit "Brescia".

Die Geschichte von Brescia durch ihre wichtigsten Bauwerke entdecken: vom Broletto zur Loggia, vom Forum Romanum zum mittelalterlichen Schloss. Und dann die Kunstwerke der Pinakothek, die zahlreichen Kirchen und die alten Türme, das hervorragende Essen und die faszinierende Welt des Museums von Santa Giulia.

(E?)(L?) http://www.boglewood.com/timeline/


(E?)(L?) http://www.boglewood.com/timeline/brescia.html
1428 Brescia and Bergamo acquired

(E?)(L1) http://www.emmeti.it/Welcome/Lombardia/ProvBrescia/Brescia/index.de.html


(E?)(L?) http://www.ferriani.info/public/bsholiday/apt/tedesco/principale.htm

Brescia: Geschichte | Das römische Brescia | Vom Hochmittelalter zur Gotik | Die Renaissance | Das Kastell | Das 17. und das 18. jahrhundert | Vom Neuklassizismus zum 20. jahrhundert | Von den Toren der Stadt.. | info
Gardasee | Valsabbia | Idrosee | Valtrompia | Brescianer Ebene | Franciacorta | Iseosee | Valcamonica


(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienF/Faustinus_von_Brescia.html
Faustinus von Brescia

(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/


(E?)(L?) http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D7034.php


(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/02760a.htm


(E2)(L1) http://dictionary.reference.com/browse/Brescia


(E?)(L?) http://www.textlog.de/8783.html
Aragonese, Sebastiano, auch Luca da Brescia

(E?)(L?) http://www.textlog.de/10274.html
Bonvicino, Alessandro, il Moretto da Brescia

(E?)(L?) http://www.textlog.de/10411.html
Brescia, Giovanni Antonio da

(E?)(L?) http://www.textlog.de/10410.html
Brescia, Giovanni Maria da

(E?)(L?) http://www.textlog.de/10422.html
Brescia, Raffelo Fra

(E?)(L?) http://www.textlog.de/10421.html
Brescianino, Andrea del

(E?)(L?) http://artfl.uchicago.edu/cgi-bin/philologic31/getobject.pl?c.11:478.encyclopedie1108


(E?)(L?) http://www.wga.hu/html/b/brescian/index.html
BRESCIANINO, Andrea del

(E?)(L?) http://www.wga.hu/html/m/moretto/index.html
MORETTO da Brescia

C

Cattaneo (W3)

(E?)(L?) http://surnames.behindthename.com/php/search.php?terms=Cattaneo


(E?)(L?) http://surnames.behindthename.com/php/search.php?terms=capitani
Der Name "Cattaneo" ist eine lombardische Variante von ital. "Capitani".

(vgl. lat. "capitaneus" = "Anführer")

Chopo lombardo (W3)

Warum diese Pflanze "Chopo lombardo" heißt konnte ich leider nicht herausfinden. Vielleicht vermutet man die Herkunft der Schwarzpappel in der Lombardei.

(E?)(L?) http://herbarivirtual.uib.es/cat-med/nom_popular/c.html
Chopo | Chopo | Chopo de hoja de peral | Chopo euroamericano | Chopo lombardo | Chopo peral | Chopo temblón

(E?)(L1) http://herbarivirtual.uib.es/cat/especie/3973.html


(E?)(L1) http://herbarivirtual.uib.es/eng/especie/3973.html
Populus nigra L.
Family: SALICACEAE
Genus: Populus
Catalan common name: Poll. Pollancre.
Spanish common name: Chopo. Chopo lombardo. Álamo negro.

Colombard
French Colombard (W3)

(E?)(L?) http://www.wein-plus.de/glossar/Colombard.htm


(E?)(L?) http://www.wein-plus.de/glossar/French+Colombard.htm
Auf Grund der weiteren Namen dieser weißen Rebsorte, wie "Colombar", "Columbard", "French Colombard", "Queue Tendre" und "Queue Vert") vermute ich, dass die Bezeichnung "Colombard" ursprünglich "Queue Lombard", also wohl etwa der "lombardische Weinstock" hieß. Möglicherweise wurde er aus der Lombardei nach Frankreich eingeführt.

(Da es jedoch viele italienische und französische Begriffe gibt, in denen "colomb" vorkommt, wie etwa "colomba" = "Taube" oder ital. "colombario" = "Urnenhalle", kann ich dies nur als eine Vermutung anfügen. - Vielleicht kennt ja jemand die "wahre" Geschichte dieser Rebsorte.)

D

duke, duchy, put up your dukes, Duke of York, Duke of Exeter’s daughter, dine with Duke Humphrey (W3)

(E?)(L?) http://www.takeourword.com/TOW121/page1.html
Das engl. "duke" = "Herzog" geht zurück auf lat. "dux" = "Führer" = "leader". Die ersten Herzöge waren Führer der Lombarden, einem teutonischen Stamm, der sich im frühen Mittelalter, im Zeitalter der Völkerwanderung (4. - 6. Jahrhundert), in Norditalien niederließ. Diese übernahmen lat. "dux" als Übersetzung des alt-teutonischen "herizogo" = "war leader".
Das Herrschaftsgebiet eines "Herzogs" heißt engl. "duchy". Die "Herzogin" heißt engl. "duchess".

Der amerikanische Slang-Ausdruck "put up your dukes" bedeutet "raise your fists" = "erhebe deine Faust".
Als Erklärung findet man, dass "Duke of York" einst ein Slang-Ausdruck für "Gabel" war und "fork" wiederum ein Slang-Ausdruck für "Hand". Und so erhielt 1874 der Ausdruck "put up your dukes", also Abkürzung für "put up your Duke of Yorks" die Bedeutung "put up your hands".

Weitere Ableger von "duke" sind engl. "the Duke of Exeter’s daughter" für eine Foltermaschine.
Dazu habe ich jedoch keine Erklärung gefunden.
Es gab jedoch einen Henry of Bratton, der im 13. Jh. als englischer Geistlicher und Jurist in Exeter 1268 wirkte und der unter König Heinrich III. Richter und Mitglied des Königlichen Rats war. Eventuell könnte er - zum "Duke" geadelt - der Namensgeber für diese Instrumente gewesen sein.

Und dann gibt es noch den Ausdruck engl. "to dine with Duke Humphrey" = "go without dinner".

Auch dafür fand ich keine Erklärung. Es gab jedoch seit 1385 einen englische Earls- und Herzogswürde "Gloucester", die an Mitglieder der königlichen Familie verliehen wurde. Eines dieser Familienmitglieder, der jüngste Sohn König Heinrichs IV., war "Humphrey, Herzog von Gloucester", also "Duke Humphrey" (1391 - 1447).

Vielleicht ließ er seine Gäste ja immer gehen, ohne ihnen etwas zu essen anzubieten.


(E?)(L?) http://www.cmgww.com/music/ellington/
Und dann gibt es da noch einen inoffiziellen "Duke", Edward "Duke" Ellington. Der amerikanischer Jazzmusiker (1899 - 1974) war Mitbegründer des modernen Bigbandstils. Er schuf einen eigenen, oft kopierten "Ellington-Klang".

E

Eastern Lombard - Language of IT

(E3)(L1) http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=lmo
lmo	IT	D	Eastern Lombard


F

G

Galloitaliener (W3)


Die Galloitaliener leben in "Norditalien". Sprecher von Dialekten, die sich vom Italienischen unterscheiden. Zu den Galloitaliener gehören die "Bergamasker", "Genuesen", "Piemontesen", "Lombarden", "Romagnolen" (oder "Emilianer").
Hérault 1966: 239
Bibliographie: Hérault, Guy: Peuples et langues d'Europe
Editions Denoel 1966.


Ganza (W3)

Der ital. Name "Ganza" geht auf einen mittelalterlichen weiblichen Vornamen "Allegranza" oder "Alleganza" zurück und stammt aus der nördlichen Lombardei.

(Ob er mit ital. "allegare" = "anführen" zusammenhängt?)

Germanic Languages (W3)

(E?)(L?) http://www.loc.gov/marc/languages/lang_c2g.html

Germanic (Other) [gem] - Collective code for:


get cold feet, kalte Füsse bekommen, Aver freddo ai piedi (W3)

(E?)(L?) http://slate.msn.com/id/2117944/


(E?)(L?) https://www.bartleby.com/65/re/Reuter-F.html
Die ersten "cold feet" (entsprechend dem dt. "kalte Füße bekommen") findet man 1896 bei dem Schriftsteller Stephen Crane. Ab 1900 war es dann an allen Universitäten zu hören. Bald angewendet auf Soldaten, die nicht an die Front mussten, führte man es auf real erfrorene Zehen zurück, die diese Soldaten vor weiterem Fronteinsatz bewahrte.

Allerdings kommt der Ausdruck bereits in einer deutschen Novelle von Fritz Reuter, aus dem Jahre 1862, vor. Dort befürchtet ein Kartenspieler, dass sich sein Glücksträhne wendet und zieht sich mit dem Hinweis auf seine "kalten Füsse" zurück.

(E?)(L?) http://www.takeourword.com/Issue077.html


(E?)(L?) http://www.takeourword.com/Issue078.html
Andere Quellen besagen, dass das engl. "get cold feet" bereits bei "Ben Jonson" in seinem Schauspiel "Volpone" aus dem Jahre 1605 vorkommt: "Let me tell you: I am not, as your Lombard proverb saith, cold on my feet; or content to part with my commodities at a cheaper rate than I am accustomed."

McKenzie (Italienisch-Professor in Princeton) führt es in einer 1912 geschriebenen Abhandlung auf eine lombardische / italienische Redewendung "Aver freddo ai piedi" = "to be cold in the feet" zurück, im übertragenen Sinn "kein Geld haben" = "to have no money". Im Spielermilieu kann daraus die heutige Bedeutung "Angst haben" (vor einer schwierigen (Spiel-)Situation) entstanden sein.

Gegen die letztere Annahme spricht allerdings, dass es in den Jahren 1605 bis 1800 äußerst wenige Referenzen darauf gibt.

(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/reuter/stromtid/stromtid.htm
In einem Beitrag zur ADS-Mailingliste vom 04.05.2005 zitiert Ben Zimmer aus "Seedtime and Harvest", einer Übersetzung von Fritz Reuters "Ut mine Stromtid" (1862-64).

"Children, my feet are getting cold," said Bank, the shoemaker, "I am going home."
"What? You may as well wait till the business comes to a head," said Thiel, the cabinet-maker.
"What do you know about it?" said Bank. "It seems to me as if there was'nt a word of truth in the whole story."
"What? You told me the story, yourself, this morning," said Thiel.
"Yes, that is so, but morning talk is not evening talk. I have considered the matter since then."
"That is to say, you have got cold feet over it," said the tailor. All laughed.

Grappa (W3)

(E?)(L?) http://www.suntimes.co.za/2000/01/09/insight/in07.htm

...
It's a charge worth keeping in mind when one notes the lofty comments by one Luigi Odello, national secretary of Italy's National Grappa Institute. "Grappa," he reportedly pronounced, "is only Italian, both by tradition and etymology." Regarding the latter, he further stated the word is derived from "krappa", used by the medieval Lombard people of northern Italy.
...


H

I

J

K

Kauderwelsch, kauderwelsche Lamparter (W3)

(E?)(L1) http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,1897308,00.html

"Kauderwelsch" sagen wir heute noch, wenn jemand unverständliches Zeugs redet. Das Wort stammt aus dem rotwelschen "kaudern", was so viel wie "Zwischenhandel treiben" bedeutet. "Welsche" Geldwechsler und Zwischenhändler - beispielsweise aus der "Lombardei" - wurden im Mittelalter als "kauderwelsche Lamparter" bezeichnet. Ihre Sprache war "Kauderwelsch".


koeblergerhard.de - LO
Bigazzi, Giovanni
Lombardische Lehnwörter im Italienischen

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/BigazziGiovanniLombardischeLehnwoerterimItalienischen2015.htm

Bigazzi, Giovanni, Lombardische Lehnwörter im Italienischen, 2015 [a] [b] [c] [d] [e] [f] [g] [i] [l] [m] [n] [p] [r] [s] [t] [u] [v] [z]


Erstellt: 2021-07

L

Langobard (W3)

Ein "Langobarde" war entweder ein "Langbart" oder einer mit einer "langbärtigen Waffe".
(Vgl. "Hellebarde" = "mhd. "helmbarte" = "Hiebwaffe", "langebarte" = "lange Hiebwaffe". Die "Waffen-Barte" verdankt ihre Bezeichnung allerdings wiederum der Ähnlichkeit mit einem "Bart".)

(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/


Langobarden
Bardowick (W3)

Der Name des germanisches Stammes der "Langobarden" kennzeichnet sie als "Langbärte".

Eine mythologische Erklärung, wie die "Langobarden" zu ihrem Namen kamen findet man in dem Werk "Historia Langobardorum" (1,8) von Paulus Diaconus.

Ursprünglich hießen die "Langobarden" "Winniler" und sie lagen gerade im Kampf mit den Vandalen. Der Gott der Germanen Wodan versprach denen den Sieg, die er bei Sonnenaufgang zuerst sehen würde. Die Gattin Wodans stand anscheinend auf Seiten der Winniler. Jedenfalls gab sie den Frauen einen Rat. Da die Männer anscheinend keine Frühaufsteher waren sollten sich die Frauen die langen Haare so zurechtmachen, dass sie wie Bärte aussahen. Derart verwandelt sollten sie sich an einem nach Osten gewandten Ort (Fenster) aufstellen. Die List hatte Erfolg. Wodan sah die (als Männer verkleideten) Frauen als erstes und sprach den Winnilern den Sieg zu. Dabei stellte er sich jedoch die Frage: "Wer sind diese Langbärte?". Und so wurde aus den "Winnilern" die "Langobarden", die "Langbärtigen".

Nachdem die "Winniler" / "Langobarden" Skandinavien verlassen hatten siedelten sie zunächst an der Unterelbe um dann weiter zu ziehen und 167/168 in Pannonien (heute Ungarn, Slowenien, Teile von Österreich) ein Reich zu gründen.

Um 400 wanderten Teile des Stammes von der Unterelbe in Richtung Südosten. Seit dem Beginn des 5. Jahrhunderts gewann das Christentum in Form des Arianismus mehr und mehr an Boden. 425 wehrten sie die Hunnen ab; 489 vernichteten sie die Rugier in Noricum. Die Masse des Stammes wanderte nun nach Südosten ab. 526/27 gewannen sie Pannonien und gerieten damit in Konflikt mit dem Gepidenreich. 567 riefen sie die Awaren gegen die Gepiden zu Hilfe. Nach der Zerschlagung des Gepidenreiches verließen sie, einem Abkommen mit den Awaren gemäß, 568 Pannonien und eroberten zusammen mit Sachsen, Gepiden und anderen Volksteilen den größten Teil Italiens. (Es gelang ihnen aber nie, Rom einzunehmen.)

Dort gründeten sie um 568/569 unter König Alboin erneut ein Reich. Von diesem - einen Großteil Italiens umfassenden - Gebiet ist schließlich die heutige Lombardei übrig geblieben. In den Jahren 773/774 wurde das Langobardenreich von Karl dem Großen erobert, der sich daraufhin "Rex Francorum et Langobadorum" (König der Franken und Langobarden) nannte.

Anfang des 7. Jahrhunderts traten die Langobarden vom Arianismus zur katholischen Kirche über. 773 rief der Papst Karl d. Gr. (768-814) zu Hilfe, weil er den Verlust Roms an die Langobarden fürchtete. Im folgenden Jahr eroberte Karl die Königstadt Pavia und machte der Langobardenherrschaft ein Ende, indem er sich selbst die "eiserne Krone" des Langobardenreiches aufsetzte. Die Kernlandschaft der Langobarden trägt heute noch ihren Namen: "Lombardei". Reste der Langobarden in der alten Heimat haben sich den Sachsen angeschlossen. An sie erinnert der Ort "Bardowick" bei Lüneburg.

Das Langobardenreich überlebte in der "Lombardei" bis ins IX. Jhd.
Pounds 1973: 187; Bónq 1976

König Alboin der Langobarden, König (ab etwa 560), gestorben: 28.06.0572 (Verona)

Kaiser Karl des Heiligen Römischen Reiches (der Große (lateinisch: Carolus magnus; französisch: Charlemagne)), König der Franken (seit 768), König der Langobarden (seit 771), Kaiser (800-14), geboren: 02.04.0747, gestorben: 28.01.0814 (Aachen)

Um das Jahr 0 waren sie noch an der Unterelbe ansässig. Im 5. Jh. wanderten sie in den nördlichen Donauraum aus und nach einigen Umwegen entschlossen sie sich, in der "Lombardei" in Norditalien seßhaft zu werden.

Später zog es sie wieder als Finanzfachkräfte ins europäische Ausland. Dass sie sogar bis nach London kamen zeigt sich an der "Lombard Street", dem Bankenviertel Londons.

Die "Lombard Street" ist also die "Strasse der Langbärte".

Aistulf, König der Langobarden (756)

Ratchis (Rachis) König der Langobarden (744-757)

RATCHIS (Rachis), König der Langobarden (744-749, 756/7), * um 710?, Sohn Herzog Pemmos von Friaul, + nach März 757. - R. wurde nach der Absetzung seines Vaters Pemmo durch König Liutprand in der zweiten Hälfte der 30er Jahre des 8. Jahrhunderts Herzog von Friaul und unterstützte den König 742 im Kampf gegen Spoleto, war aber eher den Gegnern der Dynastie zuzuordnen.

Theodelinde, Königin der Langobarden († 627)

(E?)(L?) http://www.damals.de/de/27/Zeitpunkte-Archiv.html


(E?)(L?) http://www.geschichte-online.info/
Ostgoten/Langobarden

(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/
Langobarden | Langobardisches Recht

(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm2.html

Aufgrund literarischer Quellen hat es schon im 4. Jh. reich mit Edelsteinen, Gold, Silber und Elfenbeinschnitzereien oder mit Emailschmelzarbeiten geschmückte Bucheinbände, sogenannte Prachteinbände, gegeben, die bei gottesdienstlichen Handlungen verwendet wurden.

Das älteste überlieferte Beispiel ist der Einband für das im Dom zu Monza aufbewahrte Evangeliar der Langobardenkönigin Theodelinde († um 626) vom Anfang des 7. Jh.


(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/
Langobarden | Stämme (german.) - Alamannen, Bayern, Franken, Friesen, Hessen, Langobarden, Sachsen, Thüringen | (slaw.) - Heveller, Lusizen, Lutizen, Obotriten, Ranen, Tschechen, Wenden, Wilzen

(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Langobarden
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Langobarden" taucht in der Literatur um das Jahr 1650 / 1760 auf.

(E?)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Langobarden


(E?)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Völkerwanderung

Etwa zur gleichen Zeit wie die Goten wanderten die Langobarden von der Unterelbe nach Mähren (heute Tschechien) und Pannonien (heute östl. Österreich.
...
568 fielen die Langobarden von Pannonien aus unter König Alboin in Norditalien ein und errichteten das "Langobardenreich", das bis zur Eroberung durch Karl den Großen bestand. Erst die neu entstandenen Staatswesen der Franken, Langobarden und Angelsachsen hatten Bestand und stabilisierten die Verhältnisse in Mitteleuropa wieder.


Erstellt: 2011-11

Langobardia (W3)

Die Bezeichnung der Region dt. "Lombardei" (frz. "Lombardie", ital. "Lombardia") erscheint als "Langobardia" erstmals im Jahr 629. Es umfasste das Kernland des Reichs der "Langobarden", die im späten 6. Jh. - nach dem Zerfall des weströmischen Reiches - große Teile Italiens erobert und ihre Hauptstadt in "Pavia" eingerichtet hatten.

(E?)(L?) http://www.columbia.edu/acis/ets/Graesse/orblatl.html

"Langobardia", "Longobardia", "Lombardia", "Bojus ager", "Lombardei", Landschaft, Oberitalien


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/HELD-HP/held8.htm

"Lombardei" (Landschaft). Das Gebiet der nordwestlichen Poebene war ursprünglich von Kelten besiedelt, die seit 222 v. Chr. allmählich in das römische Reich eingegliedert wurden. Nach dessen Zerfall wurden Norditalien und Mittelitalien (einschließlich der nordwestlichen Poebene) von den Langobarden erobert und erstmals 629 als "Langobardia" im geographischen Sinn bezeichnet. 774 fiel das Gebiet der Langobarden an die Franken. Am Ende des 11. Jahrhunderts erlangten die Städte der nordwestlichen Poebene wie Pavia, Mailand, Como oder Cremona Selbständigkeit. In Städtebünden wandten sie sich gegen die Staufer. Nach langen Kämpfen traten Signorien an die Stelle der Städte. Die Vormachtstellung gewann Mailand. Den Osten erlangte Venedig. 1535 kam das 1395 zum Herzogtum erhobene Mailand als Reichslehen an Spanien. 1714 fiel die Lombardei nach dem spanischen Erbfolgekrieg an Österreich. 1797 wurde sie von Frankreich besetzt (Teil der Zisalpinischen Republik, seit 1805 des napoleonischen Königreiches Italien). 1815 wurde das Gebiet mit Venetien zum "Lombardisch-Venezianischen Königreich" ("Lombardo-Venetien") Österreichs vereinigt. 1859 verlor Österreich die Lombardei an Sardinien, 1866 Venetien an das neue Königreich Italien (1861).

L.: Großer Historischer Weltatlas II 34 (1138-1254) F4; Rota, E., L'Austria in Lombardia, 1911; Hochholzer, H., Das geschichtliche Raumgefüge der Kulturlandschaft Oberitaliens, 1956; Arbinger, N., Komitat, Adel und städtische Kommune in der Lombardei während des 11. und 12. Jahrhunderts, Diss. phil. Wien 1967; Dilcher, G., Die Entstehung der lombardischen Stadtkommune, 1967; Margaroli, P., Lombardei, LexMA 5 1991, 2094; Mazohl-Wallnig, B., Österreichischer Verwaltungsstaat, 1993; Longobardia e longobardi nell’Italia meridionale, hg. v. Andenna, G. u. a., 1996.


(E?)(L?) https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Lombardei

"Lombardei" (ital. "Lombardia"). Norditalienische Region zwischen der Po-Ebene und den Zentralalpen. Der Name "Langobardia" erscheint erstmals 629 für das Kernland des Reichs der "Langobarden", die im späten 6. Jh. große Teile Italiens erobert und ihre Hauptstadt in "Pavia" eingerichtet hatten. Im 7. und 8. Jh. umfasste "Langobardia" diejenigen Teile Nord- und Mittelitaliens, die direkt vom König der Langobarden beherrscht wurden. 774 wurde "Langobardia" von Karl d. Gr. unterworfen und dem fränk. Reich einverleibt. 951 nahm Otto I. den Titel "König der Langobarden" an. Die Stadtbürgerschaften der Region konnten im 11. Jh. die Herrschaft der Bischöfe und der kleinen Lehnsträger abschütteln, 1167 schloss sich der "Lombardische Städtebund" (ital. "lega lombarda") – unterstützt durch Papst Alexander III. – gegen den Machtanspruch Kaiser Friedrichs I. zusammen, 1208 wurde die "lega" gegen Otto IV. und 1226 gegen Friedrich II. erneuert. Seit dem 15. Jh. war die Geschichte der "Lombardei" identisch mit der des Herzogtums Mailand.


(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_etymologies_of_country_subdivision_names

"Lombardy": from the medioeval Latin "Langobardia", "Land of the Lombards", a germanic population that invaded the Italian peninsula in 568, making Pavia its own reign capital.

"Lombardy": from the Germanic tribe of the "Lombards" (literally "long-beards" or "long-bearded axe people", or, according to another theory, "long-halberds"), who invaded Italy in the 6th century.

Note: After the Lombard invasion, the name "Longobardia" or "Langobardia" applied to the whole of Italy for about two centuries, throughout Europe and also in Arabic ("al-Ankubardiya"). The name "Italia" did not return into wide use until the late 8th century.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=22&content=Langobardia
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Ital. "Langobardia" taucht in der Literatur um das Jahr 1720 auf.

Erstellt: 2021-07

Langobardische Kunst (W3)

(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_5343.html

...
Der germanische Volksstamm der Langobarden soll dem Ursprung nach aus Südschweden (Schone) oder Gotland stammen, ließ sich dann aber in Pannonien nieder.
...


Langobardo
Longobardo (W3)

Der Nachname ital. "Langobardo", "Longobardo" dürfte auf die Herkunft aus der Lombardei und auf die Abstammung von den Langobarden hinweisen.

(E?)(L?) http://www.bdcconline.net/en/stories/l/longobardo-nicolo.php


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Longobardo

Longobardo ist der Familienname folgender Personen:


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Niccol%C3%B2_Longobardo

Niccolò "Longobardo" (manchmal auch "Longobardi" oder "Langobardo"; chinesischer Name: "Lóng Huámín", Großjährigkeitsname: "Jinghuá"; * 1565; † 1654) war einer der ersten Jesuiten der Chinamission des 16. und 17. Jahrhunderts. Bekannt ist der gebürtige Sizilianer vor allem aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber der Akkommodationsmethode Matteo Riccis, dem wohl berühmtesten Oberen der Jesuiten in China.
...


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Longobardo
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

"Longobardo" taucht in der Literatur um 1840 auf.

Erstellt: 2011-01

Lombard, LMO - Language of IT

Middle English "Lumbarde", from Old French "lombard", from Old Italian "lombardo", from Medieval Latin "lombardus", from Latin "Langobardus", "Longobardus".

(E3)(L1) http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=lmo


(E3)(L1) http://www.ethnologue.com/codes/LanguageCodes.tab


(E3)(L1) http://www.ethnologue.org/show_language.asp?code=LMO
"LMO" = Language Code for "IT, Lombard"
lmo	CH	L	Lombard
lmo	IT	L	Lombard
lmo	US	L	Lombard


(E1)(L1) http://www.etymonline.com/index.php?search=Lombard


(E?)(L?) http://www.language-museum.com/l/index.php


(E?)(L?) http://www.language-museum.com/l/lombard.htm


(E?)(L?) http://www.language-museum.com/l/lombard-milanese.htm


(E?)(L2) http://www.orbilat.com/Languages/Lombard/
Lombard is a Western Romance language spoken by 8,670,000 in northern Italy (the region of Lombardy) and various places in Sicily (1976), and some other 303,000 in the cantons of Ticino and Grigioni (Graubünden) in Switzerland (1995).

According to H. Lausberg and G. Hull etc. there was a specific variety of Vulgar Latin from which the Gallo-Italic idioms (including Lombard), Venetan and Istriot evolved. In his study on "The Linguistic Unity of Northern Italy and Rhaetia" (published in 1982) Prof. G. Hull considered this ancestral protolanguage in the frames of the Gallo-Romance linguistic subgroup and gave it the techical name of "Padanian".

The numerous Lombard dialects are classified in two main groups:

CityId	CountryID	RegionID	City	Latitude	Longitude	TimeZone	DmaId	Code
8263	254		135		Lombard	41.8742		-88.0172	-06:00		602	LOMB


(E6)(L?) http://www.omniglot.com/writing/lombard.htm


(E?)(L?) http://www.logoslibrary.eu/pls/wordtc/new_wordtheque.wcom_literature.literaturea_page?lang=LM&letter=A&source=search&page=1
LOMBARD Languages - 200 documents online

(E2)(L1) http://www.epodunk.com/cgi-bin/genInfo.php?locIndex=6361
"Lombard" heißt auch ein Ort in Illinois, USA (Lombard (village) DuPage County).

(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/


Lombard... (W1)

(E?)(L1) https://www.bartleby.com/65/lo/Lombards.html
Die Nachfahren der "Langobarden", die norditalienischen "Lombarden" hatten schon früh den Sinn für Geldgeschäfte entwickelt. Sie handelten europaweit mit Geld, das sie gegen Zins ausliehen. Seit dem 13. Jh. wurde der Begriff "Lombarden" allerdings bereits allgemein für "Kaufleute" (aus der Lombardei, aber auch allgemein aus Italien) benutzt.

An ihre große Zeit im Geldgeschäft erinnern aber immer noch viele Begriffe wie "Lombardkredit", "Lombard rate", "Lombardsatz", "Lombarddarlehen", "lombardfähig", "Lombardfenster", "Lombardgeschäft", "lombardieren", "Lombardierung", "Lombardkasse", "Lombardkredit", "Lombardliste", "Lombardsatz" = "Lombard rate", "Lombard Street" = "Strasse der Langbärte", die Strasse des Geldmarkts in London, "Lombardzinsfuß".

Der "Kredit gegen Verpfändung", der "Lombard" entstand in Frankreich als Verkürzung von frz. "Maison de Lombard" = "Leihhaus". Dort hatten im 13.-15. Jh. Kaufleute aus der Lombardei eine entsprechende Marktlücke entdeckt und zu einem Geschäft ausgebaut.

In Folge wurde "Lombarde" zum Inbegriff für "Geldwechsler" und "Lombardgeschäft" zum Begriff für "Kreditgeschäfte", "Lombardkredit" für "Kredit gegen Verpfändung" und "Lombardsatz" zur Bezeichnung für den "Zinsfuß für Lombardgeschäfte, der von der Notenbank festgesetzt wird".

Erstellt: 2006-03

Lombard, Peter (W3)

Der Familienname "Lombard" verweist auf die herkunft aus der Lombardei.

(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/09336a.htm
Lombard, Peter - Theologian (1100-1160)
Lombard, Peter - Archbishop (1555-1625)

(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/11768d.htm
Peter Lombard

(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/


(E?)(L1) http://www.iep.utm.edu/l/lombard.htm


Lombard Renaissance (W3)

Eine Quelle in der für die "Lombardische Renaissance", "The Lombard Renaissance", "6th century to 774 A.D." ist nicht mehr erreichbar.

(E?)(L?) http://www.google.de/search?hl=de&q=%22The+Lombard+Renaissance


Lombard Street (W3)

Der Name des germanisches Stammes der "Langobarden" kennzeichnet sie als "Langbärte".

Um das Jahr 0 waren sie noch an der Unterelbe ansässig. Im 5. Jh. wanderten sie in den nördlichen Donauraum aus und nach einigen Umwegen entschlossen sie sich, in der "Lombardei" in Norditalien seßhaft zu werden.

Später zog es sie wieder als Finanzfachkräfte ins europäische Ausland. Dass sie sogar bis nach London kamen zeigt sich an der "Lombard Street", dem Bankenviertel Londons.

Die "Lombard Street" ist also die "Strasse der Langbärte".

Venezianer erobern im MA Stützpunkte in der Ägäis; Nur auf Kreta kommt es aber zu italienischer Besiedlung: Seit 1212 wurden 500 Militärlehen für italienische Söldner - meist aus Venedig und der Lombardei - auf Kreta geschaffen [Ploetz III: 42].

In verschiedenen Zuwanderungswellen kamen Italiener in der Frühen Neuzeit nach Deutschland [Schindling 1992: 289-290]:

Im 19. Jahrhundert kamen Italiener als Steinmetze und Ingenieure nach Großbritannien

... they have vanished into the general population through assimilation, migration und intermarriage"

[Coleman/Salt 1992: 474].

Vom Antirassismus inspiriert, förderte das "Urban Programme" der britischen Regierung die Identität von Gruppen wie den Italienern, die sich in Großbritannien schon weitgehend assimiliert hatten [Coleman/Salt 1992: 473ff].

Abruzzese | Apulisch | Bergamasker | Bourguignons | Carlofortino | Calabrisch | Emilianisch | Florentinisch | Francocomtois | Galloitaliener | Genovesisch | Genuesen | Istrisch | Ilatoschweizer | Korsen | Korsisch | Levantiner | Ligurisch | Lombarden | Lombardisch | Lukanisch | Marchigiano | Modern Roman | Neapolitanisch-Calabresisch | Norditalienisch | Nordlatinisch | Piemontese | Piemontesen | Pisaner | Savoyarden | Sizilianisch | Süditalienisch | Südtoskanisch | Ticinese | Toskanisch-Korsisch | Trentinisch | Umbrisch | Veneter | Veneti | Venetisch | Westtoskanisch | Zentralitalienisch

Auch in San Francisco gibt es eine "Lombard Street", die wohl eine der bekanntesten in San Francisco sein dürfte.

(E?)(L?) https://www.allwords.com/word-lombard+street.html

"Lombard Street" (London) a road in the City of London, near the Bank of England, that runs from Gracechurch Street to the junction of Poultry and Cornhill

Etymology: The site of a colony of Lombard jewish merchants and moneylenders who settled there in the 13th century


(E?)(L?) https://www.atlasobscura.com/places/signs-of-old-lombard-street

Signs of Old Lombard Street

London, England

The last four extravagant street signs of London's historic banking street.

LONDON’S VERSION OF WALL STREET has a long, historic past. Alexander Pope was born there. Karl Marx name-drops it in “Das Kapital.” And an old-fashioned idiom, “Lombard-street to a China orange,” remarks on heavily weighted odds. But one of it’s most notable characteristics is its distinct street signs, which wound up influencing the logos of modern corporations.
...


(E?)(L?) https://www.bartleby.com/81/10471.html

Lombard Street to a China Orange.

Long odds. "Lombard Street", London, is the centre of great banking and mercantile transactions. To stake the Bank of England against a common orange is to stake what is of untold value against a mere trifle. 1

“‘It is Lombard Street to a China orange,’ quoth Uncle Jack.” — Bulwer Lytton: The Caxtons.


(E?)(L?) https://www.british-history.ac.uk/no-series/dictionary-of-london/plasterers-hall-plow-court-lombard-street

Plasterers' Hall - Plow Court, Lombard Street


(E?)(L?) https://www.etymonline.com/search?q=Lombard

...
London's "Lombard Street" (c. 1200) originally was the site of the houses of Lombard (and other Italian) bankers, who dominated the London money-market into Elizabethan times. An old expression for "long odds, much against little" was Lombard Street to a China orange (1815, earlier to an egg-shell, 1763).
...


(E?)(L?) http://www.sacklunch.net/placenames/L/LombardStreet.html

"Lombard Street": The name of a street in the city of London, often used figuratively to mean the banking or financial world. It is the quarter wherein the money-lenders from Lombardy settled. The Lombards were an eminently commercial and financial people.


(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/Lombard_Street%2C_London

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History

"Lombard Street" has its origins in one of the main Roman roads of Londinium. It later formed a plot of land granted by King Edward I (1272–1307) to goldsmiths from the part of northern Italy known as "Lombardy" (larger than the modern Lombardy region).

In 1537 Sir Richard Gresham suggested to Lord Privy Seal, Thomas Cromwell that they "make a goodely Bursse in Lombert-streete, for marchuants to repayer unto". From this originated the Royal Exchange built by Sir Richard's son, Thomas.
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(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/Lombard_Street_(San_Francisco)

"Lombard Street" (San Francisco)

"Lombard Street" is an east–west street in San Francisco, California that is famous for a steep, one-block section with eight hairpin turns. Stretching from The Presidio east to The Embarcadero (with a gap on Telegraph Hill), most of the street's western segment is a major thoroughfare designated as part of U.S. Route 101. The famous one-block section, claimed to be "the crookedest street in the world", is located along the eastern segment in the Russian Hill neighborhood. It is a major tourist attraction, receiving around two million visitors per year and up to 17,000 per day on busy summer weekends, as of 2015.

San Francisco surveyor Jasper O'Farrell named the road after "Lombard Street" in Philadelphia.
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(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#3

Lombard Street (spr. lómberd strit), Straße in der City von London, Sitz zahlreicher Banken; so benannt nach den lombardischen Geldhändlern, die sich hier niederließen, und figürlich gebraucht für den Weltgeldhandel Londons, z. B. als Titel einer auch ins Deutsche übersetzten Schrift von W. Meyers Bagehot (s. d.).


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=Lombard Street
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "Lombard Street" taucht in der Literatur um das Jahr 1660 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-07

Lombardei, IT, LO (W3)

Die Bezeichnung der Region dt. "Lombardei" (frz. "Lombardie", ital. "Lombardia") erscheint als "Langobardia" erstmals im Jahr 629. Es umfasste das Kernland des Reichs der "Langobarden", die im späten 6. Jh. - nach dem Zerfall des weströmischen Reiches - große Teile Italiens erobert und ihre Hauptstadt in "Pavia" eingerichtet hatten.

(E?)(L?) https://www.ardmediathek.de/video/schaetze-der-welt/heilige-berge-in-piemont-italien-folge-396/3sat/Y3JpZDovL3N3ci5kZS84ODgxMzc2/

Heilige Berge - Die Sacri Monti in Oberitalien

06.05.2018 · Schätze der Welt · 3sat

Die neun Heiligen Berge - acht im Piemont, einer in der Lombardei - sind Pilgerstätten, die an die Stelle des verlorenen Jerusalem treten sollten. Seit Jahrhunderten suchen Menschen hier Trost und Hilfe bei der als wundertätig verehrten Schwarzen Madonna von Oropa. Video und Infos


(E?)(L?) http://www.columbia.edu/acis/ets/Graesse/orblatl.html

"Langobardia", "Longobardia", "Lombardia", "Bojus ager", "Lombardei", Landschaft, Oberitalien


(E?)(L?) https://www.emmeti.it/Welcome/Lombardia/index.de.html

Spricht man von den Regionen Italiens, denkt man bei der "Lombardei" oft an ihre wirtschaftliche Vorrangstellung. Keineswegs zweitrangig sind jedoch ihre touristischen Sehenswürdigkeiten. Außer der weiten und regen Poebene urmfaßt das lombardische Territorium nämlich schoenes Hügelland, große Voralpenseen und verschiedenartige Berggebiete, die von den waldigen Voralpentälern zu den Gletschern des Bernina, des Ortlers-Cevedale sowie des Adamello reichen. Sehr bedeutend sind weiterhin die geschichtlichen und künstlerischen Zeugnisse, die auf die Vorgeschichte zurückgehen, wie die großartigen Felsengravierungen des Valcamonica, und bis zu den grandiosen Werken wie dem weltberühmten Mailänder Dom reichen.
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(E?)(L?) https://www.feiertagskalender.ch/index.php?geo=3423&jahr=2021&klasse=5&hl=de

Region Lombardei - Ereignis- und Feiertage 2021


(E?)(L?) https://www.flaggenlexikon.de/flombard_dt.htm

Lombardei - Flaggen


(E?)(L?) https://www.hawesko.de/italienische-weine?filters=Region:Lombardei#filter-bar

Weine aus der Lombardei


(E?)(L?) https://www.heraldik-wiki.de/wiki/Wolkenkreuz

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Besonderes Wolkenkreuz / Wolkenschrägkreuz

Ein "Wolkenkreuz" (bzw. ein "Wolkenschrägkreuz") kann „verdreht“ in einem Wappen erscheinen oder einen Eigennamen besitzen. Zum Beispiel wird die Figur im Wappen / Logo der "Lombardei" (entworfen von Pino Tovaglia, Bob Noorda, Roberto Sambonet und Bruno Munari) in der Wappenbeschreibung von 1972 als "Camunische Rose" ("rosa camuna") bezeichnet (das ist ein prähistorisches Sonnensymbol, das einigen protokeltischen Völkern gemeinsam ist und in 94 der rund 140.000 Felszeichnungen des "Val Camonica" in der Provinz Brescia dargestellt wird). Besondere Wolkenkreuze / Wolkenschrägkreuze sollten stets mit ihren speziellen Merkmalen beziehungsweise mit ihrem Eigennamen in einer Wappenbeschreibung gemeldet werden (zum Beispiel: "Di verde, alla Rosa camuna d'argento".
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(E?)(L?) https://historischerverein.li/dateien/PNB%20Band%204.pdf

Lampert
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FamB-Tb 6, 125ff.: "Lampert". Stammbaum der Familien Lampert von Triesenberg. Gemäss Paul Zinsli (Walser Volkstum, S. 206) dürfen die zu Triesenberg ansässigen «Claus und Hans die Lamperten» als walserische Südkolonisten angesehen werden; als Leute aus "Lamperten", eigentlich der "Lombardei", wozu aber ebenfalls noch südalpine Aussenorte gezählt werden konnten. "Lamparten" gab es auch in Davos und Churwalden.
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Deutung

a) Zur Variante "Lampert" des deutschen RuN "Landebert". Vgl. Brechenmacher 2, 145; Duden FamN 409. Typ: Rufnamen

b) Oder aus mhd. "lamparter" m. "Lombarde", "Italiener", bzw. "südalpiner Walser"; später "Geldwechsler aus der Lombardei" nach der Herkunft und der Tätigkeit. Vgl. RN 3, 589f.; Brechenmacher 2, 146; Duden FamN 410.

Typ: Wohnstättennamen; Soziale Gruppen

"Lamperter"

Bezeugt in: Tb, S

1396 "lamperter" (LUB I/1; 387): «... ~ ...»

Mitte 15. Jh. "Lamperter" (LUB I/2; 312): «... Burckartt ~ ...»

1616 "Lamparter" (GATb U 16; Z 5): «... Peter ~n am Wagnerberg ...» (Tb)

1620 "Lamperter" (Pfäf 21/8; fol. 1v, Z 1): «Burchart ~ ...»

1703 "Lampter" (PfAS KR; Nr 48, fol. 6v, Z 4): «... [von] Melch ~ tochter [empfangen] ...»

Deutung

Vorbemerkung: Der Name fehlt in FamNB-CH.

In der Form "Lamparter" vereinzelt jünger eingebürgert aus Deutschland (siehe FamNB-CH 2, 1062).

Mhd. "lamparter" m. "Lombarde", "Italiener", bzw. "südalpiner Walser"; später "Geldwechsler aus der Lombardei" nach der Herkunft und der Tätigkeit. Vgl. RN 3, 589f.; Brechenmacher 2, 146; Duden FamN 410.

Typ: Wohnstättennamen; Soziale Gruppen


(E?)(L?) https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007079/2015-05-07/

Lombardei

Region Italiens, die im Norden an die Kt. Graubünden und Tessin grenzt und bis 1743 durch das Eschental (Val d' Ossola) auch mit dem Wallis eine gemeinsame Grenze hatte. Der Name leitet sich vom Volk der "Langobarden" ab. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde die Lombardei ins Lombardo-Venezianische Königreich und 1861 ins Königreich Italien eingegliedert. Seit 1946 ist sie Teil der Ital. Republik. Sie unterhielt stets enge Beziehungen zur Eidgenossenschaft, insbesondere zur ital. Schweiz.
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(E?)(L?) https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/vaganten

"Galangger", "Venediger" und andere "Zigüüner"

This Fetzer Donnerstag, 06. Februar 2020

Illustration: Tizian Merletti

Am 9. Februar 2020 wird im Kanton Bern über einen Transitplatz für ausländische Fahrende abgestimmt, und die Emotionen gehen hoch: Hier die rechtliche Verpflichtung, genügend Stellplätze zur Verfügung zu stellen, auch mit der Absicht, «wildes Campieren» von Fahrenden zu verhindern. Dort Vorbehalte in weiten Teilen der Bevölkerung, die auf Erfahrungen mit zurückgelassenem Abfall beruhen und auch auf antiziganistischen Vorurteilen.

Solche Vorurteile gibt es wohl, seit Fahrende durch die Schweiz und Europa ziehen. Zu den tief verwurzelten Klischees gehört etwa die Vorstellung, wer bald weiterziehe, stehle auch Kinder (s. auch Wortgeschichte «Babau, Stübimaa, Nachtfrau und Holzmieteren»). Zwangseinbürgerungen im 19. Jahrhundert und die Kindeswegnahme als administrative Zwangsmassnahme im 20. Jahrhundert sind bekannte und schlimme Auswüchse dieser Vorurteile.

Bei aller Abneigung der sesshaften Bevölkerung gegen Fremde und Fahrende unterhielten diese Gruppen immer Geschäftsbeziehungen; die einen profitierten und profitieren vom Handwerk und den Dienstleistungen der andern. Entsprechend zahlreich sind die Einträge für fremde Händler im Schweizerischen Idiotikon. Diese waren teils nur saisonal unterwegs und kehrten immer wieder an ihren Herkunftsort zurück: Der "Augsttaler" = "Krämer", "Hausierer" war zuerst ein «Bewohner des Aostatals», das deutsch "Augsttal" heisst, die "Galangger" = "herumziehende Leute, die sich mit allerlei Gewerbe oder auch mit Bettel ernährten", kamen zumindest ursprünglich aus dem "Calancatal", und die Bezeichnung "Grischeneier" für "Krämer mit Südfrüchten und Spezereien" geht auf "Gressoney" im Aostatal zurück. Schon beim "Galangger" zeigt sich die Ablehnung dieser Lebensweise und die Verknüpfung von «(handelnd) herumziehen» mit «(ziel- und sittenlos) vagabundieren»: Er ist eben nicht nur ein «Gewerbetreibender (aus dem Calancatal)», sondern auch ein «Schlendrian (egal woher)».

Aus dem südfranzösischen Cahors, einem Bankenzentrum des 13. Jahrhunderts, stammt der im Dialekt längst ausgestorbene "Gawertschi" = "Geldwechsler", "Bankier", aus der "Lombardei", dem Ursprungsgebiet des modernen Bankwesens, der "Lamparter" = "Geldwechsler", auch "Steinarbeiter" und "Metzger", der in der Deutschschweiz Vieh aufkauft. Der "Gawertschi" ist aber nicht nur ein "Geldwechsler", sondern auch ein "Wucherer". Hier berühren sich Vorurteile gegen aus der Fremde Zugezogene mit Vorurteilen gegen Juden, die ebenfalls im Geldverleihgeschäft tätig und als Wucherer verschrien waren.

Weniger auf konkreten Personen als auf dem norditalienischen Reichtum am Ende des Mittelalters beruht wohl die Sagenfigur des "Venedigers" = "Schatzgräber"; "Metallarbeiter", der in geheimnisvoller Weise das Gebirge nach Gold durchsucht und dann wieder verschwindet, nachdem er Einheimische als Führer benutzt und reichlich belohnt hat». Der "Venediger" ist aber in Amden auch ein "Tausendkünstler", "fahrender Quacksalber", "Kräuterhändler", "Kleinkrämer aus Italien" – vielleicht spielt hier auch der Neid auf dessen (mehr geschäftliche als fachliche) Fähigkeiten hinein?

Ein "Walch" ist ein "Romane" und spricht je nach Herkunftsregion französisch (oder frankoprovenzalisches Patois), italienisch (oder lombardischen Dialekt) oder rätoromanisch. So heisst aber auch eine «Arbeitskraft in Handwerk und Landwirtschaft» (so in Nufenen und Issime) oder ein «fahrender Händler». Wie es um sein Prestige steht, zeigt sich am Spruch "bist an grobbe Walch", mit dem man in Issime jemanden beschimpfen kann. Keine genauere Angabe zur Herkunft gibt es beim "Granitzler" «mit Kleinwaren, Nippsachen hausierender Krämer; Schmuggler». Die Bezeichnung ist verwandt mit dem Wort "Grenze", das einer slawischen Sprache entstammt.

Schliesslich ist eine generelle und undifferenzierte (Fremd-)Bezeichnung für «Angehörige fremder, meist nicht sesshafter Volksgruppen» "Zigüüner". Vorurteilsbehaftet wird das Wort auch für einen «unsteten, unordentlichen Menschen; Herumtreiber» verwendet. Wie sehr man Fahrenden unangemessenes Verhalten unterstellt, zeigen Aussprüche wie "Chunst derthär wie-n-e Zigüüneri!" (Rüdlingen) und "Suuberi Gwandig und kei Zigüünerzüglete wil i ha, verstande?" als Befehl eines Truppenkommandanten (Flums). In einem Text aus dem 17. Jahrhundert heisst es gar: "Es siga a Schar wiesti uflätigi, rotzigi garstigi Jüdli uß Befelch deß stoltza Junchern Königs Herodis daher cho mit Knebelbärta as wie Türgga, schwartzruossige Angsichter wie d Kemifäger, langi Hor wie Ziginer und Heida, asa grosse Diebs-Händ wie d Schwartzwälder, Nägel wie d Rotgerber, Auga wie Pfluogrädli, mit eim Wort a böß verfluocht beltzibuobisch Gschlächt" – hier werden von Angehörigen bestimmter Berufe über Andersgläubige bis zu Fremden diverse Bevölkerungsgruppen in einem einzigen grossen Vorurteil vereint.

Vorurteile gegen «Fremdes» treten in jeder Gesellschaft und Sprache auf. Gut, sich zwischendurch ein paar Gedanken dazu zu machen!

Markiert in: Personen geografische Namen Schimpfwörter Romanismen Lehnwörter


(E?)(L?) https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/italienisches-im-schweizerdeutschen

"tschau", "Binätsch", "Fazeneetli" und anderes Italienisches im Schweizerdeutschen

Christoph Landolt Mittwoch, 21. November 2012

Heute kommen wir zu einigen italienischen Lehnwörtern im Schweizerdeutschen. Wir können hier zwei Gruppen unterscheiden: Jüngere, die über Gastarbeiter in die Schweiz gekommen sind, und ältere, die auf Handelsbeziehungen mit der "Lombardei" verweisen.

Zur ersten Gruppen gehört der Abschiedsgruss (oder das Begrüssungswort) "tschau". Es geht auf eine Dialektvariante von italienisch "schiavo" = "Sklave", zurück und ist eigentlich eine Verkürzung der Wendung "(ich bin Ihr) Sklave/Diener", wie übrigens auch das gleichbedeutende, in Österreich übliche "Servus".

Ein anderes jüngeres Lehnwort hat in der Deutschschweiz eine neue Bedeutung bekommen: Ausgehend vom Spielruf "cinque la mora" – "mora" oder "morra" ist ein Fingerspiel, bei dem die Anzahl gestreckter Finger zu erraten ist – entstanden hierzulande die abwertend verwendeten Wörter "Tschinggelemoore" und "Tschingg" für "Italiener(in)".

Zu der Gruppe der alten Lehnwörter gehört etwa das Innerschweizer, Zürcher und Ostschweizer Wort für "Spinat", nämlich der "Binätsch", dem italienisch "spinacio" zugrunde liegt.

Auf die Innerschweiz beschränkt ist "Kantrum" für "Kommode", das von italienisch "cantarone" stammt.

Wohl fast überall veraltet ist das einst weithin bekannte "Fazeneetli", ein Wort für das "Taschentuch", worin italienisch "fazzoletto" steckt.

Gewisse Lehnwörter können sowohl aus dem Italienischen wie aus dem Rätoromanischen übernommen sein. Zu diesen gehört das besonders in der Inner- und Südostschweiz bekannte "Spuuse", "Gspuuse", "Spuusi" u. ä. für "Braut", "Schatz", das über rätoromanisch bzw. lombardisch "spus(a)", "spos(a)" auf lateinisch "sponsus", "sponsa" = "Bräutigam" bzw. "Braut", zurückgeht.

Markiert in: Romanismen Lehnwörter


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/Fontes/AtlasdtLaender_Koebler.pdf

Lombardei 1815 - 1866


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/HELD-HP/held8.htm

"Lombardei" (Landschaft). Das Gebiet der nordwestlichen Poebene war ursprünglich von Kelten besiedelt, die seit 222 v. Chr. allmählich in das römische Reich eingegliedert wurden. Nach dessen Zerfall wurden Norditalien und Mittelitalien (einschließlich der nordwestlichen Poebene) von den Langobarden erobert und erstmals 629 als "Langobardia" im geographischen Sinn bezeichnet. 774 fiel das Gebiet der Langobarden an die Franken. Am Ende des 11. Jahrhunderts erlangten die Städte der nordwestlichen Poebene wie Pavia, Mailand, Como oder Cremona Selbständigkeit. In Städtebünden wandten sie sich gegen die Staufer. Nach langen Kämpfen traten Signorien an die Stelle der Städte. Die Vormachtstellung gewann Mailand. Den Osten erlangte Venedig. 1535 kam das 1395 zum Herzogtum erhobene Mailand als Reichslehen an Spanien. 1714 fiel die Lombardei nach dem spanischen Erbfolgekrieg an Österreich. 1797 wurde sie von Frankreich besetzt (Teil der Zisalpinischen Republik, seit 1805 des napoleonischen Königreiches Italien). 1815 wurde das Gebiet mit Venetien zum "Lombardisch-Venezianischen Königreich" ("Lombardo-Venetien") Österreichs vereinigt. 1859 verlor Österreich die Lombardei an Sardinien, 1866 Venetien an das neue Königreich Italien (1861).

L.: Großer Historischer Weltatlas II 34 (1138-1254) F4; Rota, E., L'Austria in Lombardia, 1911; Hochholzer, H., Das geschichtliche Raumgefüge der Kulturlandschaft Oberitaliens, 1956; Arbinger, N., Komitat, Adel und städtische Kommune in der Lombardei während des 11. und 12. Jahrhunderts, Diss. phil. Wien 1967; Dilcher, G., Die Entstehung der lombardischen Stadtkommune, 1967; Margaroli, P., Lombardei, LexMA 5 1991, 2094; Mazohl-Wallnig, B., Österreichischer Verwaltungsstaat, 1993; Longobardia e longobardi nell’Italia meridionale, hg. v. Andenna, G. u. a., 1996.


(E?)(L?) https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Lombardei

"Lombardei" (ital. "Lombardia"). Norditalienische Region zwischen der Po-Ebene und den Zentralalpen. Der Name "Langobardia" erscheint erstmals 629 für das Kernland des Reichs der "Langobarden", die im späten 6. Jh. große Teile Italiens erobert und ihre Hauptstadt in "Pavia" eingerichtet hatten. Im 7. und 8. Jh. umfasste "Langobardia" diejenigen Teile Nord- und Mittelitaliens, die direkt vom König der Langobarden beherrscht wurden. 774 wurde "Langobardia" von Karl d. Gr. unterworfen und dem fränk. Reich einverleibt. 951 nahm Otto I. den Titel "König der Langobarden" an. Die Stadtbürgerschaften der Region konnten im 11. Jh. die Herrschaft der Bischöfe und der kleinen Lehnsträger abschütteln, 1167 schloss sich der "Lombardische Städtebund" (ital. "lega lombarda") – unterstützt durch Papst Alexander III. – gegen den Machtanspruch Kaiser Friedrichs I. zusammen, 1208 wurde die "lega" gegen Otto IV. und 1226 gegen Friedrich II. erneuert. Seit dem 15. Jh. war die Geschichte der "Lombardei" identisch mit der des Herzogtums Mailand.


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/143494

Lombardei


(E?)(L?) https://glossar.wein.plus/lombardei

Lombardei


(E?)(L?) https://www.welt-atlas.de/karte_von_lombardei_1-237

Karte von Lombardei - Bundesland / Provinz in Italien


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Lombardei

Die "Lombardei" (italienisch "Regione Lombardia", lombardisch "Regiun Lumbardia") ist eine norditalienische Region mit einer Fläche von 23.863 km² und 10.103.969 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019). Sie ist in die elf Provinzen "Bergamo", "Brescia", "Como", "Cremona", "Lecco", "Lodi", "Mantua", "Monza und Brianza", "Pavia", "Sondrio", "Varese" und in die Metropolitanstadt "Mailand" aufgeteilt. Sie liegt zwischen Lago Maggiore, Po und Gardasee. Die Hauptstadt und größte Stadt der Region ist "Mailand" (ital. "Milano"). Die zweitgrößte Stadt ist "Brescia".

Die lombardische Sprache stellt eine Gruppe von verwandten Sprachvarietäten dar, die in der Lombardei, in den piemontesischen Provinzen Verbano-Cusio-Ossola und Novara, im Trentino, im Tessin und in den Südtälern Graubündens gesprochen werden. Sie zählt zu den romanischen Sprachen.

Im Mittelalter verstand man unter "Lombardei" nicht nur die heutige Region "Lombardia", sondern den gesamten Nordwesten Italiens, insbesondere einschließlich des Piemonts und Genuas und des heute schweizerischen Tessins. In deutschen Sagen wie z. B. der von Wolfdietrich wird für dieses Gebiet auch die Bezeichnung "Lampartenland" verwendet.
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(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#1

"Lombardei" ("Lombardie"), Landschaft des Königreichs Italien, im N. von der Schweiz (Kantone Tessin und Graubünden), im NO. von Österreich (Tirol), im O. von Venetien, im S. von der Emilia und Ligurien, im W. von Piemont begrenzt, umfaßt die Provinzen Bergamo, Brescia, Como, Cremona, Mailand, Mantua, Pavia und Sondrio, mit einem Gesamtareal von 24,323 qkm (441,7 QM.) und (1901) 4. 282,728 Einw. Näheres s. unter den einzelnen Provinzen und im Artikel »Italien«.

Geschichte.

Das Land, das seit dem Mittelalter mit dem Namen "Lombardei" bezeichnet wird, bewohnten in der ältesten Zeit Etrusker; zu Ende des 5. Jahrh. vor unsrer Zeitrechnung wanderten Kelten ein. Die Römer eroberten es 222 und verwalteten es als Teil der "Gallia cisalpina". Nach dem Sturz des weströmischen Reiches ward es von Odoakar (476–493 n. Chr.), dann von den Ostgoten (493–553), hierauf von den griechischen Kaisern (553–568) beherrscht und seit 568 von den "Langobarden" erobert, von denen es den Namen erhielt.

Das lombardisch-italienische Königreich kam 774 unter die Herrschaft der Franken, hatte seit dem Ende des 9. Jahrh. eigne Herrscher und wurde 962 den deutschen Königen unterworfen. Seit dem Ende des 11. Jahrh. entwickelten die Städte der "Lombardei", namentlich Mailand, Pavia, Cremona u. a., sich zu kommunaler Selbständigkeit und gerieten darüber in heftige Kämpfe mit den deutschen Kaisern, in denen sie sich nach vielen Wechselfällen im Besitz ihrer Freiheit behaupteten.

Durch Handel und Industrie waren sie reich und mächtig geworden, verzehrten sich aber seit dem 13. Jahrh. in innern Streitigkeiten und gerieten, nachdem sie das Eingreifen der Reichsgewalt abgewehrt hatten, unter die Botmäßigkeit einheimischer Dynastengeschlechter (s. Meyers "Mailand"). Als Österreich die Herzogtümer Mailand und Mantua erworben hatte, nannte man diese Provinzen die "österreichische Lombardei" Napoleon I. bildete aus diesen und andern Ländern die Zisalpinische, dann die Italienische Republik und 1805 das Königreich Italien. Durch den Pariser Frieden 1814 und die Wiener Kongreßakte von 1815 erhielt Österreich zu seinen alten lombardischen Besitzungen noch das oberitalienische Gebiet der ehemaligen Republik Venedig, welche Länder es als Lombardisch-Venezianisches Königreich in Besitz nahm.

Im März (17.–21.) 1848 brach in Mailand die Revolution aus, und in wenigen Tagen war die ganze "Lombardei" von den Österreichern frei. Allein nach Besiegung Karl Alberts rückte Radetzky 9. Aug. d. I. in Mailand wieder ein, und 26. Aug. 1849 war das ganze Lombardisch-Venezianische Königreich wieder unter österreichischer Herrschaft. Infolge des im Frühjahr 1859 ausgebrochenen österreichisch-sardinisch-französischen Krieges trat Österreich im Frieden von Villafranca die "Lombardei" bis an den obern Mincio an Frankreich, dieses trat sie an Sardinien ab; Mantua wurde zu Venetien geschlagen, eine Linie von Peschiera nach der Ogliomündung bildete die Grenze. Den Rest der "Lombardei" sowie Venetien bis nahe an den Isonzo erwarb das mit Preußen verbündete Königreich Italien im Frieden zu Wien (3. Okt. 1866), nachdem die Zession seitens Österreichs wiederum zunächst an Napoleon III. erfolgt war.

Vgl. die Geschichtskarten bei Artikel »Italien«; Bethmann-Hollweg, Ursprung der lombardischen Städtefreiheit (Bonn 1846); v. Simonyi, Geschichte des Lombardisch-Venetianischen Königreichs (Mail. 1846–47, 2 Bde.); Hegel, Geschichte der Städteverfassung von Italien (Leipz. 1846–47, 2 Bde.); de Haulleville, Histoire des communes lombardes (Par. 1858, 2 Bde.); Handloike, Die lombardischen Städte unter der Herrschaft der Bischöfe (Berl. 1883); Formentini, La dominazione spagnuola in Lombardia (Mail. 1881); Helfert, Kaiser Franz I. und die Stiftung des lombardo venetianischen Königreichs (Wien 1901); »Archivio storico lombardo« (Mail.); »Statistica industriale. Lombardia« (Rom 1900).


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB#1

"Lombardei" f.: im Kinderld.: Kuckeluere sängt der Hahn met gen gölde Spoeren an, gäng erut freje no gen Lommerdeje, en wije (wie er) e gen L. koem, du soet en aut (alt) Wiffke, dat sponn usf. Eup, — freien in de Lammedeien usf. uWupp, — no de Lombadijen Dinsl-Gahlen, — in't Land van Lombardeije Geld, — deje Klev (u. Lommerdeje), — no Lappedeien Meiderich.


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander#1

"Lombardei", s. "Lamparten". [Zusätze und Ergänzungen]

Die Lombardei ist der Garten der Welt. It.: La Lombardia è il giardino del mondo. (Giani, 921.)


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardei
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardei" taucht in der Literatur um das Jahr 1780 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-06

lombardejo - esp. (W3)

Esperanto "lombardejo" = dt. "Pfandhaus"

(E?)(L?) https://www.reta-vortaro.de/revo/dlg/index-1g.html#lombard.0isto

esper. "lombardejo"

Ejo, komunuma au privata, kie oni pruntedonas monon kontrau movebla garantiajo:

mi havas malgrandan lombardejon en Placo Koburgo [4].




Erstellt: 2021-07

Lombarden (W3)

(E?)(L?) https://www.bartleby.com/65/lo/Lombards.html
Informationen zur Geschichte der Lombarden (in Englisch)

Untergruppe der Italiener. Kleine Gruppen siedelten sich im MA in Englandan. Sie waren hauptsächlich im Bankgewerbe tätig und standen unter königlichem Schutz [Coleman/Salt 1992: 473ff]. 8543657 Sprecher des L. (1976) [Grimes 1984: 320].

(E1)(L1) http://www.reppa.de/lex.asp?ordner=l&link=Lombarden.htm


(E?)(L?) http://www.hp.uab.edu/image_archive/ujg/ujgm.html
Die Nachfahren der "Langobarden", die norditalienischen "Lombarden" hatten schon früh den Sinn für Geldgeschäfte entwickelt. Sie handelten europaweit mit Geld, das sie gegen Zins ausliehen. Seit dem 13. Jh. wurde der Begriff "Lombarden" allerdings bereits allgemein für "Kaufleute" (aus der Lombardei, aber uach allgemein aus Italien) benutzt.

An ihre große Zeit im Geldgeschäft erinnern aber immer noch viele Begriffe wie "Lombardkredit", "Lombard rate", "Lombardsatz", "Lombarddarlehen", "lombardfähig", "Lombardfenster", "Lombardgeschäft", "lombardieren", "Lombardierung", "Lombardkasse", "Lombardkredit", "Lombardliste", "Lombardsatz" = "Lombard rate", "Lombard Street", die Strasse des Geldmarkts in Londoner, "Lombardzinsfuß".

(E?)(L?) http://www.hp.uab.edu/image_archive/ujg/ujgm.html
Bebilderte Online-Ausstellung zu Kunst und Schmuck der Lombarden (in Englisch)

Lombardey (W3)

Die ältere Bezeichnung / Schreibweise dt. "Lombardey" (ital. "Lombardia") bezieht sich auf die "Langobarden". Diese errichteten nach dem Zerfall des weströmischen Reiches zwischen Alpen und Po ein "Langobardenreich".

(E?)(L?) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Lombardey", so heißt noch jetzt ein großer Theil von Italien, den die "Longobarden" im 6ten Jahrhunderte erobert, und bis in das 8te behauptet haben. Man theilt denselben in die Ober= und Unterlombardey, oder auch in die Lombardey diesseit und jenseit des Po. Die "Oberlombardey" ist der westliche Theil, und begreift Piemont nebst seinem Zugehör, wie auch die Herzogthümer Montferrat und Meiland. Die "Unterlombardey" ist der östliche Theil, nähmlich Parma, Modenn, Mantua, Ferrara, Bologna, Padua, Vicenza, Verona, Brescia, Cremona, und Bergamo, nebst ihren zugehörigen Ländern. Die "Lombardey" diesseit des Po begreift alles von der Ober= und Unterlombardey, was zwischen dem Po und dem apenninischen Gebirge liegt. Die "Lombardey" jenseit des Po aber ist alles, was sich auf der nördlichen Seite zwischen dem Po und den Alpen befindet.

Nach einem andern Gesichtspuncte theilte man die "Lombardey" sonst auch nach den verschiedenen Besitzungen ein, z. B. die "österreichische Lombardey". wozu die Herzogthümer Meiland und Mantua, nebst den Fürstenthümern Kastigliano und Solferino gehörten. Die "venetianische Lombardey", wozu 7 Landschaften gerechnet wurden, nähmlich Padouano, Rovigo, Vicentino, Veronese, Bressano oder Bresciano, Cremasco, und Bergamasco. Und so könnte man auch die "sardinische Lombardey2 etc. etc. unterscheiden, jenachdem die Gegenden der ehemahligen Lombardey dem Könige von Sardinien, dem Herzoge von Modena etc. etc. gehören.

Diese Eintheilungen haben aber, wie bekannt, im Laufe des jetzigen Krieges große Abänderungen erlitten, und das veränderliche Kriegsglück macht es jetzt noch ungewiß, welche Bestimmung die Gränzen dieser Länder erhalten werden.

Die nähere Beschreibung dieser Staaten gehört zwar in die besonderen Artikel, weshalb ich hier auf Meiland, Piemont, Parma, Modena und andere verweisen muß; da sie indessen in verschiedenen Hinsichten mit einander übereinkommen, und man gewohnt ist, unter dem Nahmen "lombardisch" dasjenige zu begreifen, was in mehreren dieser Staaten gefunden wird: so will ich mich noch bey einigen Gegenständen derselben etwas verweilen, und in der Folge, so wie es die Veranlassung erfordert, auf diesen Artikel zurück weisen.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardey
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardey" taucht in der Literatur um das Jahr 1760 auf.

Erstellt: 2021-06

Lombardi (W3)

Der Familienname "Lombardi" verweist auf die Herkunft aus der Lombardei.

Der Name "Lombardi" verweist (ursprünglich) auf jemanden, der aus der italienischen Region "Lombardei" stammt. Letztlich verweist es also (zumindest sprachlich) auf einen Nachkommen der germanischen Langobarden, die sich im 6. Jh. in Norditalien niederließen.

(E?)(L?) https://www.brainyquote.com/authors/vince-lombardi-quotes

Vince Lombardi Quotes


(E?)(L?) http://www.broadwayworld.com/gallery.cfm?letter=l

PEOPLE:


(E?)(L?) https://www.dictionary.com/browse/lombardi

Lombardi, Vincent Thomas, 1913–70, U.S. football coach.


(E?)(L?) https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/030542/2008-07-09/

FeliceLombardi


(E?)(L?) https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010285/2017-10-24/

GiovanniLombardi


(E?)(L?) https://entertainment.howstuffworks.com/vince-lombardi-at.htm

Vince Lombardi


(E?)(L?) https://www.laphamsquarterly.org/contributors/lombardi

Vince Lombardi (1913 - 1970)

In 1959 Vince Lombardi became head coach and general manager of the Green Bay Packers, a team whose past-season record was 1–10–1. In the next nine years, he won five NFL championship titles with a record of 98–30–4. He famously said, “Winning is not a sometime thing: it’s an all-the-time thing…Winning is a habit.”


(E?)(L1) http://www.newadvent.org/cathen/13459a.htm

Sant' Angelo de' Lombardi
...
Diocese in the Province of Avellino, Southern Italy. The city was established by the Lombards at an unknown period.
...


(E?)(L?) https://quoteinvestigator.com/category/vince-lombardi/

Category: Vince Lombardi


(E?)(L?) https://quoteinvestigator.com/tag/c-e-lombardi/

Tag: C. E. Lombardi


(E?)(L?) http://www.quoteworld.org/author_thetext_Lombardi.html

Vince Lombardi


(E?)(L?) https://www.wga.hu/frames-e.html?/html/l/lombardi/index.html

LOMBARDI, Alfonso

Italian sculptor, Emilian school (b. ca. 1487, Ferrara, d. 1537, Bologna)


(E?)(L?) https://www.wga.hu/frames-e.html?/html/l/lombardj/index.html

LOMBARDI, Giovanni Domenico

Italian painter, Lucchese school (b. 1682, Lucca, d. 1751, Lucca)


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/I_Lombardi_alla_prima_Crociata

I Lombardi alla prima crociata (dt. Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzug) ist eine Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi (1813-1901).

Das Libretto (Text) stammt von Temistocle Solera nach dem gleichnamigen Versepos des Mailänder Dichters Tomaso Grossi. Die Uraufführung fand am 11. Februar 1843 in Mailand statt. Die deutsche Erstaufführung war am 25. August 1845 in Berlin.
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(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/Lombardi_(surname)

Lombardi is an Italian surname, often held by the descendants of migrants from Lombardy and Northern Italy.
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(E?)(L?) https://www.yuni.com/quotes/lombardi.html

Vince Lombardi


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardi
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardi" taucht in der Literatur um das Jahr 1770 auf.

Erstellt: 2021-07

lombardi - esp. (W3)

Esperanto "lombardi" = dt. "lombardieren"

(E?)(L?) https://www.reta-vortaro.de/revo/dlg/index-1g.html#lombard.0isto

esper. "lombardi"

Monprunti kontrau movebla garantiajo en lombardo:

li veturigis ci tien sian automobilon BWM kaj lombardis gin [2];

repagante la monon kaj la interezon la lombardinto rericevas la garantiajon, sed se li ne pagas ene de interkonsentita tempo, la garantiajo estas aukcie vendita por kovri la kostojn [3].




Erstellt: 2021-07

Lombardia (W3)

Die dt. "Lombardei" (ital. "Lombardia") ist benannt nach den "Langobarden". Diese errichteten nach dem Zerfall des weströmischen Reiches zwischen Alpen und Po ein "Langobardenreich".



(E?)(L?) https://www.agraria.org/parchi/lombardia/

Regione Lombardia

Atlante dei Parchi e delle aree protette in Italia

Parchi e aree protette della Lombardia

Per l'osservatore superficiale, la Lombardia resta soltanto la terra del lavoro, dell'industria, della meccanizzazione, delle grandi città.
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(E?)(L?) http://www.columbia.edu/acis/ets/Graesse/orblatl.html

"Langobardia", "Longobardia", "Lombardia", "Bojus ager", "Lombardei", Landschaft, Oberitalien

"Lombardia", s. "Langobardia".


(E?)(L?) http://www.dickemauern.de/italien/enna2/object.php

CASTELLO DI LOMBARDIA

Von den Normannen erbaute Burg, die später unter den Staufern weiter ausgebaut wurde. Die Burg soll in Beziehung zum Torre de Federico (etwa 2 km Luftlinie entfernt) gestanden haben.

Die Burg liegt in Oberstadt von Enna - höchster Punkt des Stadtberges (Südosten).
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(E?)(L?) https://www.emmeti.it/Welcome/Lombardia/index.de.html

Lombardia

Spricht man von den Regionen Italiens, denkt man bei der "Lombardei" oft an ihre wirtschaftliche Vorrangstellung. Keineswegs zweitrangig sind jedoch ihre touristischen Sehenswürdigkeiten. Außer der weiten und regen Poebene urmfaßt das lombardische Territorium nämlich schoenes Hügelland, große Voralpenseen und verschiedenartige Berggebiete, die von den waldigen Voralpentälern zu den Gletschern des Bernina, des Ortlers-Cevedale sowie des Adamello reichen.
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(E?)(L?) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Lombardia", s. "Lombardey", oben, S. 277.


(E?)(L?) https://www.zip-code.it/cgi-bin/suche_region.pl?9,dt

Region: Lombardia - Provinzen:


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=22&content=Lombardia
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Ital. "Lombardia" taucht in der Literatur um das Jahr 1550 auf.

Erstellt: 2021-06

Lombardic
Lombardic language (W3)

(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/Lombardic_language


Lombardie (W3)

Die Bezeichnung der Region dt. "Lombardei" (frz. "Lombardie", ital. "Lombardia") erscheint als "Langobardia" erstmals im Jahr 629. Es umfasste das Kernland des Reichs der "Langobarden", die im späten 6. Jh. - nach dem Zerfall des weströmischen Reiches - große Teile Italiens erobert und ihre Hauptstadt in "Pavia" eingerichtet hatten.



(E?)(L?) https://www.graines-et-plantes.com/index.php?LaPlante=Noisetier-de-Lombardie

Noisetier de Lombardie avellana

Nom Latin : "Corylus avellana"
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(E?)(L?) http://henrysuter.ch/glossaires/topoL1.html#lombard

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D'après l'ethnonyme "Lombard", peuple germanique qui conquit l'Italie du Nord au VIème siècle. Au Moyen Age, les Savoyards appelaient "Lombardie" les territoires situés au-delà des Alpes. Le patronyme "Lombard" désignait à l'origine soit une personne originaire du Sud des Alpes, soit un "prêteur sur gage", du nom de métier "lombard".
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(E?)(L?) https://artflsrv03.uchicago.edu/philologic4/encyclopedie0521/navigate/9/3211/?byte=7373858

LOMBARDIE [ Géographie ] Jaucourt, Louis, chevalier de

"LOMBARDIE", (Géog.) en latin moderne "Longobardia"; contrée d'Italie, qui répond dans sa plus grande partie, à la gaule Cisalpine des Romains; elle a pris son nom des "Lombards", qui y fonderent un royaume, après le milieu du sixieme siecle.

Comme la Gaule Cisalpine des Romains comprenoit la Gaule Transpadane, & la Gaule Cispadane; il y avoit pareillement dans le royaume de Lombardie la "Lombardie transpadane" & la "Lombardie cispadane", qui toutes deux sont regardées comme deux des plus beaux quartiers de l'Italie. Les collines y sont couvertes de vignes, de figuiers, d'oliviers, &c. Les campagnes coupées de rivieres poissonneuses & portant batteau, produisent en abondance de toutes sortes de grains.

A la faveur des guerres d'Italie, & des révolutions qui survinrent, tant en Allemagne, qu'en France; il se forma dans le royaume de Lombardie, diverses souverainetés & républiques, qui dans la suite, furent annexées au royaume de Lombardie; de sorte que ce royaume, alors improprement royaume de Lombardie, se trouva renfermer divers états, qui n'avoient jamais appartenu aux rois Lombards. Voici les terres que l'on comprend aujourd'hui sous la dénomination de Lombardie improprement dite. Au reste, il ne faut pas croire que cet arrangement subsiste long-tems. La possession des états divers qui composent l'Italie, n'offre qu'un tableau mouvant de vicissitude. (D. J.)


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=7&content=Lombardie
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Frz. "Lombardie" taucht in der Literatur um das Jahr 1570 auf.

Erstellt: 2021-06

lombardieren (W3)

Das bankmäßig Beleihen von Wertpapieren, Wechseln oder Waren (allgemein: beweglichen Sachen) wird in der Wirtschaft auch als "lombardieren" bezeichnet. Das dt. "lombardieren" hat ital.-frz. Wurzeln. In der Regel handelt es sich um eine Kreditgewährung einer Bank gegen Hinterlegung von Wertpapieren.

Die Nachfahren der "Langobarden", die norditalienischen "Lombarden" hatten schon früh den Sinn für Geldgeschäfte entwickelt. Sie handelten europaweit mit Geld, das sie gegen Zins ausliehen. Seit dem 13. Jh. wurde der Begriff "Lombarden" allerdings bereits allgemein für "Kaufleute" (aus der Lombardei, aber auch allgemein aus Italien) benutzt.

An ihre große Zeit im Geldgeschäft erinnern aber immer noch viele Begriffe wie "Lombardkredit", "Lombard rate", "Lombardsatz", "Lombarddarlehen", "lombardfähig", "Lombardfenster", "Lombardgeschäft", "lombardieren", "Lombardierung", "Lombardkasse", "Lombardkredit", "Lombardliste", "Lombardsatz" = "Lombard rate", "Lombard Street" = "Strasse der Langbärte", die Strasse des Geldmarkts in London, "Lombardzinsfuß".

Der "Kredit gegen Verpfändung", der "Lombard" entstand in Frankreich als Verkürzung von frz. "Maison de Lombard" = dt. "Leihhaus". Dort hatten im 13.-15. Jh. Kaufleute aus der "Lombardei" eine entsprechende Marktlücke entdeckt und zu einem Geschäft ausgebaut.

In Folge wurde "Lombarde" zum Inbegriff für "Geldwechsler" und "Lombardgeschäft" zum Begriff für "Kreditgeschäfte", "Lombardkredit" für "Kredit gegen Verpfändung" und "Lombardsatz" zur Bezeichnung für den "Zinsfuß für Lombardgeschäfte, der von der Notenbank festgesetzt wird".

(E?)(L?) https://verben.woxikon.de/verbformen/lombardieren.php

DEUTSCH KONJUGATION VON LOMBARDIEREN


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=lombardieren
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "lombardieren" taucht in der Literatur um das Jahr 1880 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-06

Lombardisch
Sprache in IT, LO

"Lombardisch" ist der Dialekt der in der Lombardei in Italien gesprochen wird.

Das adj. dt. "lombardisch" weist auf etwa "aus der Lombardei", "in der Lombardei" hin.

(E?)(L?) https://historischerverein.li/dateien/PNB%20Band%201.pdf

"alpinlombardisch": Bezeichnung der norditalienischen Mundarten lombardischen Typs, die im Raum des südlichen Alpenhanges gesprochen werden.

"lombardisch": Zur Gruppe der galloitalischen Dialekte Oberitaliens zählende, in der "Lombardei" (und teils darüber hinaus, so auch im Kanton Tessin) gesprochene Mundart. Ihr Verbreitungsgebiet stösst östlich an die venezischen und trentinischen Mundarten (Gardasee), westlich an die piemontesischen Mundarten (Lago Maggiore), südwärts (beim Po) an die emilianisch-romagnolischen Mundarten.


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/278221

lombardisch


(E?)(L?) https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&term=lombardisch

"lombardisch", adj.

I in der Lombardei gebräuchlich, insb. von Längenmaßen

di milen worin genge nach lampartischir lenge

1355 SchachbHecht 348

Faksimile - digitalisiert im Rahmen von "DigiZeitschriften"

na lumbarderscher manere

1357/75 SchachbStephan V. 5093

Faksimile (ca. 126 KB)

1440 HildeshUB. VI 629

II "über das lombardische Gebirge schwören" Wendung bei der Beschwörung einer Stadtverweisung

musten zwey brodbeckenknechte uiber das lombardische gebuirg schwoeren nimmermehr heruiber zu kommen dann jenseit bisz an den Gothartsberg

1379 Scherz-Oberlin 946


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Lombardei

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Die lombardische Sprache stellt eine Gruppe von verwandten Sprachvarietäten dar, die in der Lombardei, in den piemontesischen Provinzen Verbano-Cusio-Ossola und Novara, im Trentino, im Tessin und in den Südtälern Graubündens gesprochen werden. Sie zählt zu den romanischen Sprachen.
...


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB#1

"lombardisch": "zur Lombardei gehörend, dorther stammend, dort ansässig; wiederholt"

"Lombardische (Maler-)Schule": ... gelangten wir nach Wasen [Wassen im Reußtal, Innerschweiz], wo wir, uns mit dem rothen, schweren, sauren lombardischen Wein zu erquicken, erst mit Wasser nachhelfen ... mußten 29,121,1 DuW 18

Sie [Goethes Mutter] wußte in ihrer tüchtigen graden Art sich gleich in’s Mittelalter zurückzusetzen, um als Aja bei irgend einer lombardischen oder byzantinischen Prinzessin angestellt zu sein 29,89,21 DuW 18

Correggio .. Er wird mit Recht für das Haupt, für den Stifter der lombardischen Mahlerschule angesehen, und diese Schule .. zeichnete sich .. durch kräftige Schatten und Farben aus .. N3,364,2 FlH V Gesch dKolorits [Meyer] 23,248,9 Lj VIII 7

je einmal (im selben Sachzshg) "lombardische Manieren" u "lombardischer Ausweg", wohl zur Kennzeichnung eines jovial-herablassenden, aber auch hinterhältigen, falschen Verhaltens [Cellini stellt den Maler FPrimaticcio, genannt Il Bologna, wegen Erschleichung eines Auftrags zur Rede]

Er ließ mich hineinrufen und sagte mir mit so gewissen lombardischen Manieren, was ich ihm Gutes brächte? 44,97,13 Cell III 8

Bologna .. da er sich nicht traute in der Kunst mit mir zu wetteifern, so nahm er den lombardischen Ausweg, und wollte meine Werke erniedrigen, indem er die Alten erhob 44,106,18 ebd


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB#1

"lombardisch" Adj. : Stoffmaßbezeichnung ("lombardischer Herkunft"). a. 1425: von einer "lamperschen" oder mächelschen (s. PfWb mechelsch) eln zu schern [LeinArch. (Löhne)]. — Mhd. "lampartisch", "lamparsch" ( Lexer Lexer I 1817).


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardisch
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardisch" taucht in der Literatur um das Jahr 1810 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-07

Lombardische Buchstaben (W3)

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Lombardische Buchstaben" oder "longobardische Buchstaben", oder "Lombardische Schrift", ist eine Art Buchstaben, die bey den Longobarden aufkamen, worin man noch verschiedene alte Manuscripte geschrieben findet. Im Art. "Manuscript" das übrige.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardische Buchstaben
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardische Buchstaben" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-07

Lombardische Krone (W3)

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

...
Die "eiserne Krone", oder die "longobardische Krone" ("lombardische Krone"), nennt man die in der Stifts=Kirche Johannis des Täufers zu Monza im Mailändischen aufbewahrte Krone, womit sich von Otto III. an, bis auf Karl V. einschließlich, einige römisch=deutsche Kaiser als Könige in Italien oder von der "Lombardey", bald in eben diesem Monza, bald in Mailand, bald in Pavia, und der Lezte in Bologna, haben krönen lassen. Sie ist von allen sonst gewöhnlichen Kronen dadurch unterschieden, daß sie weder Zinken oder Strahlen, noch Blätter hat, sondern aus einem bloßen flachen, 3 Finger breiten, goldenen Ringe besteht, dessen äussere Seite mit Edelsteinen versetzt, die innere aber mit einem schmahlen eisernen Ringe versehen ist. Von diesem eisernen Ringe hat sie den Nahmen einer eisernen Krone bekommen. Was von der Bedeutung dieses Metalles die alten Schriftsteller gefabelt haben, verdient nicht wiederhohlt zu werden. Woher aber diese Krone inwendig einen eisernen Ring bekommen habe, welches etwas an andern Kronen ganz ungewöhnliches ist, darüber haben gelehrte Männer gestritten. Die fromme Sage behauptet: es sey einer von den Nägeln, womit Christus an das Kreuz geheftet wurde, als die heil. Helena solchen gefunden, in eine Krone für ihren Sohn Konstantin angebracht, von den griechischen Kaisern nachher an Papst Gregor den Großen verehrt, und von diesem der longobardischen Königinn Theodelinde, von dieser aber der von ihr erbaueten Stifts=Kirche in Monza, geschenkt worden. Der gelehrte Muratori (Lud. Ant. Muratorii de corona ferrea, qua Romanorum Imperatores in Insubribus coronari solent, Commentariu. Mediol. & Lps. 1719, 8.) untersuchte die Geschichte dieser Krone selbst sowohl, als des Ringes, kritisch, und das Resultat seiner Untersuchung war, daß die Krone nicht so alt, und der Nagel zwar in Konstantin's des Großen Helm, aber in keine Krone, geschmiedet worden sey, ja, daß man noch bey Kaiser Karl's V. Krönung mit eben dieser Krone von eben diesem heiligen Nagel nichts gewußt habe. Dieser Gelehrte geht in seinem Eifer so weit, daß er sagt, man könnte über diese Krone mit dem Tertullian (De corona milit. c. 7.) ausrufen: sed et de mendacio erubescenda est Coronae Modöeteinsis origo. Allein, die Collegiat=Kirche zum h. Johann von Monza wollte sich ihr Heiligthum, ungeachtet selbst Erz=Bischöfe von Mailand sich auf die Seite eines Murarori lenkten, nicht nehmen lassen, und die Sache wurde dem apostolischen Stuhle zur Entscheidung vorgelegt, auch im J. 1717 für die Heiligkeit dieser Krone förmlich gesprochen. Just Fontanini (Justi Fontanini diss. de corona ferrea Longonborum. Rom. & Lps. 1719, 8.) war einer ihrer eifrigsten Vertheidiger. Sie bleibt nunmehr bloß als eine Reliquie in verehrtem Angedenken, ungeachtet ihr Gebrauch abgekommen ist, und auch die italiänische mit dem deutschen Reiche verbundene Staten denjenigen, ohne weitere Krönung für ihr Oberhaupt erkennen müssen, welcher von Deutschland dafür erkannt wird.

Die Longobarden (Langebarden, Lombarden,) ein deutsches Volk, welche im 6ten Jahrh. ihre Wohnsitze zwischen der Oder und Elbe verließen, und in Italien eindrangen, bemächtigten sich eines großen Theiles dieses Landes, sowohl dies= als jenseit des Flusses Po, welcher noch heut zu Tage von ihnen die "Lombardey" genannt wird. Als sie sich fest gesetzt hatten, ließen sie sich zuerst von Königen regieren, wurden aber solcher königlichen Regierungs=Form gar bald müde, weil ihr lezter König Klef (Clephis) grausam mit ihnen umgegangen war, und lebten eine Zeit von 10 Jahren unter einer getheilten Regierung von 36 Herzogen. Nach vielen glücklichen Kriegen wider ihre Nachbarn, breiteten sie sich immer weiter aus; sie mußten aber, als die griechischen Kaiser sich mit den Franken wider sie verbunden hatten, ihre alte Regierungs=Verfassung wieder annehmen, und den tapfern Autharis, des lezten Königs Sohn, auf den Thron setzen. Dieser nun ließ zwar die Herzoge bey ihren Fürstenthümern, die sie erobert hatten. und belehnete sie damit, doch so, daß sie ihm einen Theil ihrer Einkünfte abgeben und im Kriege mit ihren Völkern beystehen mußten; und da erhielt er viele Siege, und seine Eroberungen gingen fast bis an das Ende von Italien; er starb aber, ehe er sein Glück recht genießen konnte, im J. C. 590, zu Pavia, an Gifte. Seine Witwe Theudelinde (Theodolinda), eine sehr kluge und vortreffliche Dame, die eine königliche Prinzessinn aus Bayern war, mußte sich, auf Verlangen aller Herzoge, einen Gemahl aus ihrem Mittel wählen, welchen sie zu ihrem Könige nehmen wollten; die Wahl traf den Agilulf, Herzog von Turin, welcher, mit Zufriedenheit des ganzen Volkes, im J. 591 zum König der Lombarden gekrönt wurde. Die goldene Krone, welche Theudelinde zu dieser Feyerlichkeit machen ließ, soll diejenige seyn, welche in der Folge der Zeiten sowohl die longobardischen Könige, als auch viele der nachmahligen Kaiser, als Könige von Italien, bey ihren Krönungen sich haben aufsetzen lassen, und die unter dem Nahmen der lombardischen, und, weil sie inwendig einen ganz dünnen eisernen Reif hatte, der eisernen Krone bekannt ist. Wenigstens nennt Nicolaus Burgundus die Krone, womit Kaiser Ludwig aus Bayern gekrönt wurde, die Krone der Theudelinde.

Nun ist die Frage, ob das die Krone sey, deren Figur Herr D. Semler aus der großen Sammlung der Scriptorum rerum italicarum, dem 18ten Th. der allgem. Welt=Historie, in Kupfer abgebildet, hat beyfügen lassen, mit der Ueberschrift: Corona aurea Agilulphi Regis? Fig. 3127 a). Es ist dieselbe mit Bildern von Engeln und Heiligen umgeben, und über und unter derselben, wie es scheint, mit Perlen und Edelsteinen geschmückt. Aus der Umschrift im untersten Rande derselben ist so viel zu ersehen, daß Agilulf König von ganz Italien genannt wird, der diese Krone dem h. Johannes dem Täufer widme, und solches ohne Zweifel zu Monza, wo Theudelinde dem h. Johannes eine Capelle oder Kirche weihete. An der Krone ist ein Kreuz mit einer Kette befestigt, von welchem, wie es scheint, Kleinode, an dünnern Kettchen befestigt, herab hängen. Es sind aber noch zwey Abbildungen von Kronen eben daselbst beygefüget; die zweyte nähmlich mit Blumenwerke auswärts geziert, und, wie es scheint, mit dem inwendigen eisernen Reife, unter der Ueberschrift: Corona aurea, vulgo ferrea dicta; PfeiliconFig. 3127 b); die dritte, Corona aurea Theodolindae reginae überschrieben, die mit Perlen und Edelsteinen reichlich besetzt zu seyn scheint, und ebenfalls mit einem daran hangenden Kreuze versehen ist, PfeiliconFig. 3127 c). Es ist überhaupt noch großem Zweifel unterworfen, welche von diesen drey Abbildungen die rechte Figur der alten lombardischen oder eisernen Krone zeige. Dazu kommt auf dem Titel=Kupfer des 40 Th. der allgem. Welt=Hist., welchen Hr. le Bret, als den Anfang der italiänischen Geschichte geliefert hat, noch eine vierte Abbildung der eisernen Krone aus dem Stadt=Siegel der Stadt Monza, oder Modoetia, wo sich Karl der Große, nach Ueberwindung der Longobarden, mit solcher Krone zum König von Italien krönen ließ, PfeiliconFig. 3127 d); diese ist jener, PfeiliconFig. 3128 b), fast gleich, nur daß sie auch mit einem kostbaren Kreuze begleitet ist, mit der Umschrift in einem fehlerhaften lateinischen Verse: Est sedes Italiae regni Modoetia magni.

Das vermeinte Original der eisernen Krone wird auch in eben derselben Stadt den Reisenden in dortiger Haupt=Kirche, als eine goldene Krone mit dem dünnen eisernen Bügel, wirklich vorgezeigt, und dabey gesagt, der erwähnte eiserne Reif sey aus einem der Nägel verfertigt, welche bey der Kreuzigung Jesu gebraucht worden sind, und es sey daher die Krone ein großes Heiligthum, welches nicht anders, als mit großer Verehrung, betrachtet werden müsse. Es haben aber längst sowohl römisch=katholische als auch protestantische große Gelehrte an der Aechtheit der Krone, wie auch an dem Vorgeben von dem heiligen Nagel, stark gezweifelt, und bewiesen, daß zu den Zeiten des Kaisers Heinrich VII. von Lützelburg beygenannt, die alte lombardische eiserne Krone nirgends zu finden gewesen sey, weil sie seit der Zeit, da in mehr als 100 Jahren kein Kaiser nach Italien gekommen war, verloren gegangen sey, nachdem, wie le Bret bezeugt, von dem Hause della Torre der Schatz der Johannis=Kirche von Monza, und mithin auch die königliche Krone, schon lange war verpfändet und nicht wieder eingelöset worden, weil die Kaufleute Bankerott gemacht hatten. Es ließ also der Kaiser Heinrich VII. eine ganz neue Krone aus Stahl, in Form eines Lorbeer=Kranzes, machen, und stark mit Perlen und Edelsteinen besetzen, mit welcher er d. 6 Jan., als am Feste der Erscheinung, im J. 1311 zu Mailand gekrönet wurde; wiewohl die Stadt Monza mit solcher Aenderung übel zufrieden war, ungeachtet ehemahls Könige sowohl zu Pavia, als zu Mailand, waren gekrönt worden. Monza erhielt aber doch die Bestätigung seiner alten Privilegien, und eine Erklärung, daß die Krönung des Königes in Mailand ihren Rechten nicht schaden sollte.

Die stählerne Lorbeer=Krone verehrte Heinrich VII. dem Kloster des heil. Ambrosius in Mailand zum beständigen Andenken, wo sie dann auch geblieben ist. Mit derselben wurde nun kurz hernach daselbst, im J. 1327, im Pfingst=Feste, der Kaiser Ludwig von Baiern gekrönet, obgleich Nic. Burgundus behauptet, es sey solches mit der Krone der Königinn Theudelinde, oder, welches hier einerley seyn muß, mit der lombardischen alten Krone geschehen, welches aber schwerlich seyn kann; denn es war ja jene Krone nun einmahl verloren, und man ersteht nirgends, daß sie sich wieder gefunden habe, wie sie dann die Einwohner von Monza nicht anders, als gezwungen, würden hergegeben haben, wenn sie dieselbe auch noch gehabt hätten, und man doch nicht lieset, daß man daher eine Krone verlangt habe. Da nun die Krone zu Monza, die den Reisenden gezeigt wird, und deren Bild das Stadt=Siegel ausmacht, gar keinem Lorbeer=Kranze ähnlich ist, wie die Krone Heinrich' s VII., womit alle seine Nachfolger sollten gekrönet werden: so ist auch ohne Zweifel Ludwig der Baier mit dieser leztern gekrönet, und nicht mit der Krone von Monza, die, vermuthlich aus Neid, nach der alten Abbildung erst in neuern Zeiten verfertigt ist, und für die verlorne ausgegeben wird.

Weder zu Monza noch zu Mailand ist in den folgenden Zeiten ein Kaiser wieder gekrönet worden, ausser Karl IV., welcher zu Mailand 1355, und Sigmund, der daselbst, nach fehlgeschlagenem ersten Versuche, erst im 20sten Jahre seiner Regierung, und 6 Jahr vor seinem Tode, nähmlich 1431, mit der eisernen Krone gekrönt ist. Der Kaiser Friedrich III. hat sich zwar zum König von Italien krönen lassen, aber zu Rom, d. 15 März 1451, in der Peters=Kirche, und nicht zu Mailand, wo eben die Pest war, und vornehmlich deswegen, weil die Mailänder sich dem Kaiser widersetzt, und einen andern mit den Reichs=Insignien, zum Zeichen der Regierung, wirklich installiret hatten. Er bat also den Papst Nicolaus V., er möchte ihn, aus der ihm zukommenden Macht, zum König der Longobarden krönen, welches auch geschahe, aber vermuthlich nicht mit der eisernen Krone, wie Einige meinen, als welche die Mailänder dazu hätten ausliefern müssen, die <53, 667> aber durch ihre Gesandte wider diese ganze Handlung protestiren ließen. Der Abt von Spanheim, Tritheim, will zwar behaupten, daß die Krönung wirklich mit der eisernen Krone geschehen sey; aber da er fast 100 Jahr nachher gelebt hat, nachdem dieses geschehen ist, so ist er kein so tüchtiger Zeuge, als Aeneas Sylvius, welcher damahls Friedrich' s III. geheimster Secretär war, und welcher endlich Papst ward, und alles selbst mit angesehen hatte.

Bartol. Zucchi Storia della Corona ferrea, in Milano, 1613, 4.

J. C. Winter von der lombardischen oder eisernen Krone, st. im 82 St. des Hannov. Magaz. v. J. 1785, Col. 1301 -- 1310.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardische Krone
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Dt. "Lombardische Krone" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

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Erstellt: 2021-07

Lombardische Lammfelle (W3)

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"Lombardische Lammfelle", nennt man kohlschwarze, glänzende und zart gekräuselte Lammfelle, die aus der Lombardey von Triest zum Handel kommen, und bey 100 Stück gehandelt werden. Die Kürschner gebrauchen sie zum Nachmachen der Hermelinschwänzchen.


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Erstellt: 2021-07

Lombardische Lehen (W3)

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"Lombardisches Lehen", s. Th. 69, S. 157. Man sehe auch: "Versuch über das longobardische Lehnsgesetz", von C. C. A. H. v. Kamptz, Hof= und Landgerichts Assessor zu Güstrow.

"Ehren=Lehen", nennt man im Deutschen, was man im Lehen=Rechte lateinisch "Feudum francum" oder "Feudum honoratum", Fr. Fief d' honneur, genannt hat.

Es hat zwar Mekbach ein verliebenes Ehren=Amt von hohem Rang darunter verstehen wollen, wenn man aber seine Schrift durchlieset, findet man ganz andere Dinge bewiesen, als er aus dem römischen und Kriegs=Rechte beweisen wollte.

Hier. Chr. Mekbach Abh. von dem Ehren= und Würden=Lehn. Duisb. 1769, 4.

Die Eigenschaft, wodurch es sich von andern Lehen unterscheidet, besteht darin, daß es durch Verträge, oder aus einem andern Special=Titel und Privilegio (bey aufgetragenen Lehen öfters unter der Bedingung,) von den wirklichen Lehen=Diensten befreyet ist, weswegen es auch "Feudum francum" (Welches mit den "Feudis Juris Francici" nicht verwechselt werden muß. In diesen erbt nur der Erstgeborne.) ein Frey=Lehen, oder "freyes Lehen".

In einer andern Bedeutung nennt man "Frey=Lehen" diejenigen, welche überhaupt von allen Abgaben befreyet sind. Daher wollen Einige die "Feuda franca" unter die Allodien rechnen, welches aber nicht ist, weil doch die Treue und der "Lehens=Nexus" bleibt, daher auch der Vasall ohne Einwilligung des Lehen=Herrn solche nicht veräussern darf. Th. Petr. Heinr. v. Tausch de vera veri allodii indole et natura, §. 18.

In dem longobardischen Lehen=Rechte findet man zwar diesen Nahmen nicht, allein es kommt doch die Sache vor: II F. 24, §. 11. 2 F. 104. Wenn auch in dem Lehen=Briefe der Dienste keine Erwähnung geschieht, so folgt gar nicht, daß das Lehen deswegen ein "Frey=Lehen" sey; denn Lehen=Dienste sind natürliche Prädicate, welche vermuthet werden; II. F. 21. 55. Es ist auch kein "Frey=Lehen", wenn der Vasall nur von einigen Diensten befreyet ist; z. B. ein Klepper für den Koch, ein Artillerie=Pferd, ein Pferd vor den Rüst=Wagen.

S. Horn und Herm. Rich. Pollmann Abh. de Feudo franco. Sam. Stryck de immunitate a seruitiis feudalibus.

Eben so reden auch die deutschen Lehen Gesetze, z. B. das "sächsische Lehnrecht", C. 74; das alemannische Lehnrecht, C. 148.

Fr. Franc- fief, genannt wird. Diese Befreyung aber versteht sich nur von den ordinairen Lehen=Diensten; bey Ehren=Zügen und feyerlichen Handlungen seines Lehen=Herrn ist er allerdings Dienste zu leisten schuldig, weil dieses der Respect, den er seinem Lehen=Herrn schuldig ist, mit sich bringt. Weil die ordentlichen Lehen=Dienste zum Wesentlichen eines eigentlichen Lehens gehören, diese Gattung aber davon befreyet ist, so rechnet man die "Frey=Lehen" mit Recht, dieser Ursache wegen, unter die uneigentlichen Lehen, ob sie gleich sonst in allen andern Stücken die Natur der Lehen an sich haben. Ihr Ursprung ist wahrscheinlich darin zu suchen, daß ein großer Theil Lehen in Deutschland unstreitig aus zu Lehen aufgetragenen Erb=Gütern besteht, wo es also den Eigenthümern frey stand, dieselben unter gewissen Bedingungen aufzutragen, da sich alsdann einige vermuthlich die Freyheit von Lehen=Diensten ausbedungen haben.

Dergleichen Lehen werden in Bourgogne, Lyonnois, Forest, Beaujolois, Maconnois, Auvergne und Armagnac, "Fiefs lombards", "lombardische Lehen", genannt.


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Erstellt: 2021-07

Lombardische Nuß (W3)

Für den Namen der "Lambertsnuß", "Lombardsnuß", "lombardische Nuß", gibt es zwei Herleitungsversuche.

Sie soll aus der "Lombardei" nach Deutschland gekommen sein und deshalb den Namen "Lombardei-Nuß" verballhornt zu "Lombardnuß", "Lambertsnuß", tragen.

Oder sie trägt den Namen des Heiligen "Lambertus", dessen Tag der 18. September ist und um diese Zeit sollen auch die "Lambertsnüsse" geerntet werden.

Bei Adelung findet man:


Die "Lambertsnuß", plur. die -nüsse, eine Art Haselnüsse, welche länglich und dünnschälig sind, eine süßere Frucht und rothe Haut um den Kern haben; "Corylus sativa fructu oblongo rubente L." Sie haben den Nahmen entweder von der "Lombardey", aus welcher sie zu uns gebracht worden, daher sie andere richtiger "Lombardnüsse", "Lombardische Nüsse" nennen, oder auch weil sie um "Lambertus" reif werden. Wegen ihrer langen, hervor ragenden grünen Schale heißen sie auch "Bartnüsse", wenn anders dieser Nahme nicht auch aus "Lombardsnüsse", mit Weglassung der ersten Sylbe, verderbt ist. Weil sie wider die Ruhr gut seyn sollen, führen sie in einigen Gegenden auch den Nahmen der "Ruhrnüsse".

Die "Lampertsnuß", S. "Lambertsnuß".


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Lamberts-Nuß, Lamperts-Nuß, eine Art Hasel-Nüsse, welche länglich und dünnschälig sind, eine süßere Frucht und rothe Haut um den Kern haben; Corylus satiua, fructu oblongo rubente Linn. Siehe im XXII Th. S. 204, f.

...
2. Die "Lambertsnuß" ("Lampertsnuß"), welche den Nahmen von der "Lombardey" hat, aus welcher sie zu uns gebracht wird, (daher sie Andere richtiger "Lombardsnuß", "lombardische Nuß", nennen,) oder, weil sie um "Lampertustag" reif wird, die "rothe Hasel-Nuß", "rothe Zeller Nuß", "Corylus maxima, stipulis longis obtusis, ramis erectioribus Milt." "Corylus satiua, fructu oblongo rubente C. B." Engl. "The Filbert". Miller nimmt diese als eine eigene Art an, ob sie gleich von Vielen nur für eine Varietät der gemeinen gehalten wird. Die Gründe, welche er davon angibt, bestehen darin, daß die Zweige der Staude mehr aufgerichtet stehen, als bey den andern, daß die Blattansätze länglich sind, und daß aus den Nüssen ähnliche Stämme, ohne sich zu verändern, gezogen werden können. Hr. v. Münchhausen ist gleicher Meinung, und gibt von ihnen noch überdem als ein wesentliches Unterscheidungszeichen an, daß die Blumendecke der Frucht aus einem hohlen, oben spitzig zugehenden, und die Nuß nicht allein ganz bedeckenden, sondern auch über derselben hervor stehenden Cylinder besteht, dessen Rand nur wenige Einschnitte hat. Man nennt sie daher auch "Bartnuß". Wenn anders dieser Nahme nicht aus "Lombardsnuß", mit Weglassung der ersten Sylbe, verderbt ist.

Die Nuß ist länglich oval, geht oben spitzig zu, ist von Farbe etwas röthlich, und an der Spitze gleichsam mit einer feinen Wolle bedeckt. Die Schale ist dünn, und der Geschmack des Kernes am angenehmsten. Es gibt aber von diesen Lambertsnüssen zwo Unter-Varietäten.

a. Die rechten Lambertsnüsse haben einen mit einer dunkelrothen Haut umgebenen Kern. Diese nennt man daher "rothe Lambertsnüsse", "Blutnüsse", und, weil sie wider die rothe Ruhr heilsam seyn (nicht aber, wie Hr. v. Münchhausen schreibt, weil sie diese Krankheit veranlassen) sollen, "Ruhrnüsse", "rothe Ruhr-Nüsse", Fr. "Noisettes rouges". "Nux satiua rubra J. B." "Corylus satiua, fructu oblongo rubente C. B." & du Ham. "Noisettier à fruit rouge". Die Blätter fallen mehr in das Braunrothe.

b. Die andern sind ihnen völlig gleich, außer daß die Haut um den inwendigen Kern weiß ist; diese nennt man daher "weiße Lambertsnüsse", "Corylus satiua fructu oblongo rubente pellicula alba tecto C. B." & du Ham "Noisettier à fruit long, couvert d' une pellicule blanche". Die grüne Bedeckung pflegt nicht so weit daran herauf zu gehen, wie an den rothen.
...


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Erstellt: 2021-07

Lombardische Pappel (W3)

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Pappel (lombardische) Populus dilatata, s. oben, S. 396.

10) "Lombardische Pappel", "italienische Pappel". "Populus dilatata, foliis utrinque glabris, acuminatis, serratis, deltoidibus: diametro transversali longiore. Willd. Spec. l. c. p. 804. Ait. hort. kew. Vol. III. p. 406. Willd. Berl. Baumz. S. 229. "Populus nigra Italica". Dü Roi Harbk. Baumz. 1. Aufl. Bd. 2. S. 141. "Populus italica". Mönch Verzeichn. S. 79. von Burgsdorf Anleit. 2te Aufl. 2. Th. S. 181. Engl. "Italian Poplar", "Lombardy Poplar Tree", "Po Poplar Tree". Franz. "Peuplier de Lombardie". In der Schweitz "Felbaum".

Diese Pappel gehört in Italien, wie auch in Taurien zu Hause. Von der vorstehenden unterscheidet sie sich durch die sich näher an den Stamm in einem spitzen Winkel ganz aufrecht haltenden Zweige, und daß sie nicht gegen die Erde herabhängend sind, folglich dem Baume ein pyramidenförmiges Ansehn geben, so daß er mehr auf einen einzelnen geraden Schaft treibt. Diese Zweige sind auch weit biegsamer, das Holz ist weißer und von feinern Fibern, die Rinde ist weißer, in den äußern Spitzen hellgrün, und die Blätter sind etwas dunkelgrüner, wie auch breiter, indem die mehrsten eine größere Breite als Länge haben. Die Blattstiele glatt, etwas kürzer als die Blätter.

Nach Hrn. Pelee de St. Maurice *

* L' art de cultiver les Peupliers d' Italie, Paris. 1762. 8. Lyon, 1767. 8. Die Kunst Italienische Pappelbäume aufzuziehen. Leipz. 1764. 8.

pflanzet man diese Art am besten durch Steckreiser fort, womit auch an mehreren Orten in Deutschland gleichförmige gut gerathene Versuche gemacht sind.

Vorbemeldeter Schriftsteller wählt dazu vorzüglich Reiser, welche nur ein Jahr Alter haben, und läßt sie, wie die Weiden, vier und zwanzig Stunden ins Wasser legen, weil das Wasser den Saft steigend erhält, und die Zweige desto leichter Wurzeln treiben. Sie werden hierauf eilf Zoll tief in die Erde gesteckt, er läßt zwey oder drey Augen hervorstehn, und begießt sie alle Abend, bis sie Wurzeln geschlagen haben.

Innerhalb des ersten Jahrs treiben die jungen Pappeln zwey bis drey Sprossen, wovon man <107, 398> in dem folgenden Frühjahre den besten zum Stamme übrig behält und die andern zu weiterer Vermehrung abschneidet.

In frischem fetten Grunde gelangen sie geschwinder zu einer größern Höhe, als wenn solcher trocken und mager ist.

In Frankreich hat man seit einigen Jahren sie vor der schwarzen Pappel weit vorzüglicher und nutzbarer angepriesen. So viel bleibt auch wahr, daß sie wegen der Biegsamkeit ihrer Zweige zu Bindweiden, Faßreifen, Korbmacherarbeit und Zäunen, und wegen des feinern Holzes zur Feuerung und vielleicht auch zu Tischler= und Drechslerarbeiten besser ist; indessen glaubt dü Roi doch, so wie er beyde gesehn hat, daß sie in gleichem Boden von unserer gemeinen schwarzen Pappel im schnellen Wuchse übertroffen werde. Die Franzosen sehn dieses nachgrade selbst ein. Sie scheint aber doch in Ansehung der Benutzung den Vorzug vor der schwarzen Pappel zu verdienen. Deswegen hat auch vor einigen Jahren der Herrn Cammerrath Reuling in Darmstadt in einer kleinen Schrift ihren mehrern Anbau als das geschwindeste und sicherste Mittel angerathen, dem immer mehr einreissenden Holzmangel wo nicht völlig, doch wenigstens größtentheils abzuhelfen.

Wenn Stämme frei stehn, so leiden sie wegen der dichter sitzenden Zweige bei starken Windstößen und die Zweige erfrieren leichter, als bei den übrigen. Mönch hat bemerkt, daß sie am Weißenstein bey Cassel in der Länge der Kälte nicht widerstehen können, indem daselbst oft Stämme von 30 Schuh Höhe absterben, die noch dazu vor starken Winden beschützt in Thälern stehn. Sollen sie daher in Menge verpflanzet werden, so muß man ihnen einen beschützten Stand geben. Willdenow bemerkt aber, daß man von dieser Art zwey Spielarten habe, nähmlich die "italienische Pappel" und die so genannte "carolinische Pappel", und daß die erstere zwar etwas zärtlich und weniger schnellwüchsig, die letztere aber sehr dauerhaft sey.

Nach Dambourney's Versuchen beweiset sich die "lombardische Pappel" besonders nutzbar für Färbereyen. Die Rinde gab dem vorbereiteten Tuche eine schöne goldgelbe Farbe, das Holz braune, und junge Zweige mit Blättern schöne gelbe Farben, welche in der Versetzung mit Krapp hochbraunroth ausfielen, so wie bey andern Vorbereitungen der Wolle, goldgelb und sehr dauerhaft. Zu schönen gelben Farben verdiente sie daher besonders vielen andern Materialien in den Färbereyen vorgezogen zu werden, wie sie denn nach Dambourney's weiteren Versuchen in Ansehung der Schönheit und Dauer der gelben Farben Vorzüge vor der Quercitronrinde besitzt, ungeachtet sie sich für grüne Farben in Verbindung mit dem Indigo nicht so gut beweiset. Da bey dem immer zunehmenden Gebrauche der Quercitronrinde leicht ein Mangel derselben entstehen könnte, so verdiente diese Pappel eine besondere Cultur zu dieser Benutzung für die Fabriken. Dambourney Rec. p. 286 -- 299.


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Dt. "Lombardische Pappel" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

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Erstellt: 2021-07

Lombardische Schrift (W3)

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"Lombardische Buchstaben" oder "longobardische Buchstaben", oder "Lombardische Schrift", ist eine Art Buchstaben, die bey den Longobarden aufkamen, worin man noch verschiedene alte Manuscripte geschrieben findet. Im Art. "Manuscript" das übrige.


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Dt. "Lombardische Schrift" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

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Erstellt: 2021-07

Lombardische Schule (W3)

Die "Lombardische Schule" ist eine Bezeichnung für die Malerei, die in der Lombardei, insbesondere in Bologna im 16., 17, und Anfang des 18. Jh., ihre Hochzeit hatte.

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"Lombardische Schule"

Sie wird auch die "Bolognesische Schule" genennt, weil sie in Bolonien ihren Hauptsitz gehabt. Man kann behaupten, daß diese Schule keiner andern nachstehet, wo sie nicht gar, die Kunst in ihrem ganzen Umfange genommen, alle andere übertrifft. Die "römische Schule", die älter als die "Lombardische Schule" ist, hatte einen großen Geschmack und eine erhabene Zeichnung in die Kunst eingeführt. Aber außer dem großen Raphael hatte sie bloße Nachahmer dieses unsterblichen Meisters, welcher selbst nicht alle Theile der Kunst in einem gleich hohen Grade besessen hat.

Anton Correggio, gebohren 1494, gestorben 1534 war ihr Haupt und ganz ein Zögling der Natur, welcher wieder den ordentlichen Lauf, ohne Rom, ohne Antiken, ohne meisterhafte Gemählde, mitten in der Armuth und in seinem Vaterlande, bloß durch Hülfe seines eigenen Fleißes und Witzes zu einem Originalgeschmack gelangte. Alles war in seinen Werken neu, Zeichnung, Farbe und Pinsel, und alles drey beynahe vollkommen. Er war's, der beym Anblick des schönsten Gemähldes von Raphael sagen durfte: Anch' io sono Pittore; Auch ich bin ein Mahler.

Die drey Carrache, nähmlich Ludwig, Augustin, und Hannibal Carraccio errichteten eine Akademie und erwarben sich einen entscheidenden Ruhm. Nachdem sie mit ungemeinem Fleiß das Antike studirt hatten, kamen sie wieder auf die Natur zurück, welche sie mit Augen, die das Alterthum geschärft hatte, betrachteten. In den besten Arbeiten dieser Schule herrscht eine Wahrheit, die sogleich rühret und täuschet. Hannibal Caracche, nach seinen besten Werken beurtheilet, wird weder in der Zeichnung noch in großen, und wohl ausgedruckten Charakteren von jemand übertroffen. Sein Pinsel muß nur des Correggio seinem allein weichen. Fast eben so groß war Ludwig Carracche, aber seine Farbe hat etwas trauriges und sein Pinsel eine etwas schwere Manier.

Aus der Schule der Carrache sind unter andern folgende große Mahler gekommen; Domeniquino, dessen vortrefliche und nette Zeichnung nebst der edlen Einfalt und Schönheit der Charaktere, der Gesichter, der Stellungen und der Kleidungen zu bewundern sind. Guido Reni, gebohren 1575, gestorben 1642, in dessen besten Stücken alle Theile der Kunst nahe an die Vollkommenheit gränzen. Franz Albano, gebohren 1578, gestorben 1660.

Die berühmtesten Meister dieser Schule überhaupt sind: Von diesen Mahlern und ihren Werken geben Nachricht.




(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardische Schule
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Dt. "Lombardische Schule" taucht in der Literatur um das Jahr 1820 auf.

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Erstellt: 2021-07

Lombardischer Aussatz (W3)

(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#3

Lombardischer Aussatz, s. Meyers Pellagra.

"Pellagra" (lat. "pellisagra", "rauhe Haut", "Maïdismus", ital. "Mal rosso", "lombardischer Aussatz" oder "mailändischer Aussatz", auch "mailändische Rose"), eigentümliche Krankheit in Oberitalien, besonders um Padua herum, in Südtirol, in Südfrankreich und einigen Gegenden Spaniens, in der Moldau und Walachei, befällt meist Landbewohner und zwar Frauen leichter als Männer. Als Ursache wurden von manchen Forschern Pilze angesehen, die "Scleroticum Maïdis" oder "Penicillium glaucum", die auf den Maispflanzen vorkommen und angeblich im Darm schädliche Gärungen hervorrufen.


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#3

Lombardisch-Venezianisches Königreich, s. Meyers Lombardei.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardischer Aussatz
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Dt. "Lombardischer Aussatz" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

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Erstellt: 2021-06

Lombardischer Geschmack (W3)

Der "Lombardische Geschmack" ist eine Bezeichnung für die Malerei der "Lombardischen Schule", die in der Lombardei, insbesondere in Bologna im 16., 17, und Anfang des 18. Jh., ihre Hochzeit hatte.

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Lombardischer Geschmack", in der Mahlerey, s. "lombardische Schule", im Art. "Mahler".

"Lombardische Schule"

Sie wird auch die "Bolognesische Schule" genennt, weil sie in Bolonien ihren Hauptsitz gehabt. Man kann behaupten, daß diese Schule keiner andern nachstehet, wo sie nicht gar, die Kunst in ihrem ganzen Umfange genommen, alle andere übertrifft. Die "römische Schule", die älter als die "Lombardische Schule" ist, hatte einen großen Geschmack und eine erhabene Zeichnung in die Kunst eingeführt. Aber außer dem großen Raphael hatte sie bloße Nachahmer dieses unsterblichen Meisters, welcher selbst nicht alle Theile der Kunst in einem gleich hohen Grade besessen hat.

Anton Correggio, gebohren 1494, gestorben 1534 war ihr Haupt und ganz ein Zögling der Natur, welcher wieder den ordentlichen Lauf, ohne Rom, ohne Antiken, ohne meisterhafte Gemählde, mitten in der Armuth und in seinem Vaterlande, bloß durch Hülfe seines eigenen Fleißes und Witzes zu einem Originalgeschmack gelangte. Alles war in seinen Werken neu, Zeichnung, Farbe und Pinsel, und alles drey beynahe vollkommen. Er war's, der beym Anblick des schönsten Gemähldes von Raphael sagen durfte: Anch' io sono Pittore; Auch ich bin ein Mahler.

Die drey Carrache, nähmlich Ludwig, Augustin, und Hannibal Carraccio errichteten eine Akademie und erwarben sich einen entscheidenden Ruhm. Nachdem sie mit ungemeinem Fleiß das Antike studirt hatten, kamen sie wieder auf die Natur zurück, welche sie mit Augen, die das Alterthum geschärft hatte, betrachteten. In den besten Arbeiten dieser Schule herrscht eine Wahrheit, die sogleich rühret und täuschet. Hannibal Caracche, nach seinen besten Werken beurtheilet, wird weder in der Zeichnung noch in großen, und wohl ausgedruckten Charakteren von jemand übertroffen. Sein Pinsel muß nur des Correggio seinem allein weichen. Fast eben so groß war Ludwig Carracche, aber seine Farbe hat etwas trauriges und sein Pinsel eine etwas schwere Manier.

Aus der Schule der Carrache sind unter andern folgende große Mahler gekommen; Domeniquino, dessen vortrefliche und nette Zeichnung nebst der edlen Einfalt und Schönheit der Charaktere, der Gesichter, der Stellungen und der Kleidungen zu bewundern sind. Guido Reni, gebohren 1575, gestorben 1642, in dessen besten Stücken alle Theile der Kunst nahe an die Vollkommenheit gränzen. Franz Albano, gebohren 1578, gestorben 1660.

Die berühmtesten Meister dieser Schule überhaupt sind: Von diesen Mahlern und ihren Werken geben Nachricht.




(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardischer Geschmack
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardischer Geschmack" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-07

Lombardischer Rhythmus (W3)

Warum dieser Rhythmus "Lombardischer Rhythmus" heißt konnte ich leider nicht herausfinden. Als Herkunft, dürfte jedoch die Lombardei gelten.

(E?)(L?) http://www.tonalemusik.de/lexikon/rhythmik.htm#Lombardischer


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Lombardischer_Rhythmus


lombardisto - esp. (W3)

Esperanto "lombardisto" = dt. "Pfandleiher"

(E?)(L?) https://www.reta-vortaro.de/revo/dlg/index-1g.html#lombard.0isto

esper. "lombardisto"

Persono, kiu tenas lombardejon:

la lombardisto kutime laboras vespere, [...] precipe jaudan kaj vendredan vesperojn [5].


Erstellt: 2021-07

Lombardkredit (W3)

(E1)(L1) http://www.reppa.de/lex.asp?ordner=l&link=Lombardkr.htm


lombardo - esp. (W3)

Esperanto "lombardo" = dt. "Pfandleihe"

(E?)(L?) https://www.reta-vortaro.de/revo/dlg/index-1g.html#lombard.0isto

esper. "lombardo"

Monprunto kontrau movebla garantiajo, lombarda kredito:

de lombardo oni ciujare povas kolekti 65 milionojn da juanoj [1]

lombardo (ano de germana popolo)




Erstellt: 2021-07

Lombardo - Language of IT

(E3)(L1) http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=lmo


(E?)(L?) http://www.orbilat.com/Languages/Lombard/


(E?)(L?) http://www.reta-vortaro.de/revo/
lmo	IT	LA	Lombardo


Erstellt: 2021-06

Lombardo - Name (W3)

Der Nachname "Lombardo" dürfte wohl auf eine Herkunft der Familie aus der italienischen Region Lombardei hinweisen.

In London the "Guy Lombardo Avenue" was named after "Guy Lombardo", the famous big band leader and native son.

(E?)(L?) https://archive.org/details/78rpm?query=Guy+Lombardo+And+His+Royal+Canadians&sin=&sort=creatorSorter&and%5B%5D=firstCreator%3A%22G%22

Guy Lombardo And His Royal Canadians


(E?)(L?) http://www.artcyclopedia.com/artists/lombardo_antonio.html

Antonio Lombardo [Italian Early Renaissance Sculptor, ca.1458-1516]


(E?)(L?) http://www.artcyclopedia.com/artists/lombardo_lodovico.html

Lodovico Lombardo [Italian, ca.1507-1575]


(E?)(L?) http://www.artcyclopedia.com/artists/lombardo_pietro.html

Pietro Lombardo [Italian Early Renaissance Sculptor, 1435-1515]


(E?)(L?) http://www.artcyclopedia.com/artists/lombardo_tullio.html

Tullio Lombardo [Italian High Renaissance Sculptor, ca.1460-1532]


(E?)(L?) https://tools.bgci.org/garden.php?id=3444&ftrCountry=All&ftrKeyword=Museo+y+Jardin+Botanico+%22Prof+Atilio+Lombardo%22+Montevideo&ftrBGCImem=&ftrIAReg=

Museo y Jardin Botanico "Professor Atilio Lombardo", Montevideo, 11700 Uruguay


(E?)(L?) https://www.biografiasyvidas.com/biografia/l/lombardo.htm

Lombardo


(E?)(L?) https://www.biografiasyvidas.com/biografia/l/lombardo_toledano.htm

Vicente Lombardo Toledano


(E?)(L?) https://www.biografiasyvidas.com/biografia/l/lombardo_pedro.htm

Pedro Lombardo


(E?)(L?) https://www.broadwayworld.com/people/gallery-person/Rick-Lombardo/

RICK LOMBARDO


(E?)(L?) https://www.drummerworld.com/drummers/Dave_Lombardo.html

Dave Lombardo (February 16, 1965)

Dave Lombardo is known for his fast, aggressive style of play utilizing the double bass technique which has earned him the title "the godfather of double bass" by Drummerworld.
...


(E?)(L?) https://www.gosee.news/search/image/key/Lombardo%2C+Mario

Lombardo, Mario


(E?)(L?) https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/046074/2009-06-02/

"Lombardo"

Aus Carona stammende Bildhauer- und Architektenfamilie, die wahrscheinlich einen Zweig der Solari bildete und in der 2. Hälfte des 16. sowie im 17. Jh. vorrangig in Venetien, in der Emilia und in den Marken tätig war. Stammvater Pietro (->) gründete in Venedig eine erfolgreiche, blühende Werkstatt, in der auch seine Söhne Tullio (um 1455-1532) und Antonio (um 1458-1516) arbeiteten.

In den 1480er Jahren gewann Tullio ein eigenes Profil, v.a. durch seine am klass. Ideal orientierte Neugestaltung des venezian. Monumentalgrabmals (Grab des Dogen Andrea Vendramin in der Kirche SS. Giovanni e Paolo). Seine herausragende Fähigkeit, das Vorbild der Antike mit persönl. Ausdrucksmitteln zu verbinden, zeigt sich in seinen bedeutendsten architekton. Werken (Kathedralen von Treviso und Belluno, S. Salvador in Venedig), in seinen bildhauer. Schöpfungen ("Marienkrönung" 1504-06 in der Kirche S. Giovanni Crisostomo in Venedig; "Bacchus und Ariadne" im Kunsthist. Museum Wien) und in seinem entscheidenden Beitrag zur plast. Ausstattung der Grabkapelle in der Antoniusbasilika in Padua.

Sein Sohn Sante (1504-60) entwarf die griech.-orthodoxe Kirche S. Giorgio dei Greci in Venedig.

Tullios Bruder Antonio gehörte zu den wichtigsten Künstlern, die Anfang des 16. Jh. die Wende der venezian. Bildhauerei zum Klassischen hin vollzogen. Antonio arbeitete hauptsächlich mit dem Vater und dem Bruder zusammen. Selten sind daher seine ganz selbstständigen Werke, wie der 1504 in Auftrag gegebene Altar der Zen-Kapelle in S. Marco in Venedig und das Relief mit dem "Wunder des sprechenden Jesuskindes" (1505) in der Antoniusbasilika in Padua.

Antonios Söhne, die Bildhauer und Bronzekünstler Aurelio (1501-63), Girolamo (1504-ca. 1584/89) und Ludovico (um 1507/08-75), arbeiteten ab 1540 an der Vollendung der Marmorverkleidung des hl. Hauses von Nazareth und an Bronzewerken in der Wallfahrtskirche von Loreto.

Girolamos Sohn Antonio (1564) entwarf und realisierte gemeinsam mit seinen Brüdern das majestät. Bronzeportal der Wallfahrtskirche.


(E?)(L?) https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027633/2010-10-20/

Pietro Lombardo

um 1435 Carona, im Frühjahr 1515 Venedig, kath., von Carona. Sohn des Martino da Carona, Steinmetzen, der vielleicht zur Fam. Solari gehörte (daher wird ihm der Name Solari zugeschrieben). L. wird 1464 in Padua urkundlich erwähnt, danach war er als Architekt und Bildhauer hauptsächlich in Venedig (ab 1474 belegt) und dessen Hinterland tätig, wo er die lokalen künstler. Ausdrucksformen ganz im Geist der Renaissance erneuerte. Seine blühende Werkstatt, in der auch die Söhne Tullio und Antonio arbeiteten, schuf die bedeutenden Grabmäler der Dogen Pasquale Malipiero (1462), Niccolò Marcello (1474) und Pietro Mocenigo (1476) in SS. Giovanni e Paolo in Venedig und 1483 jenes von Dante Alighieri in Ravenna. In Venedig entwarf L. die Kirche S. Maria dei Miracoli (1481-89) und beteiligte sich an der Neugestaltung der Scuola di S. Marco. 1502 erhielt er den Auftrag für den Umbau des Doms in Cividale del Friuli.


(E?)(L?) https://jardinbotanico.montevideo.gub.uy/

Museo Jardín Botánico Prof. Atilio Lombardo


(E?)(L?) http://www.theses.fr/2002PA120055

Thèse sur le mécanisme d'altération du verre calco-sodique en atmosphère urbaine polluée, par Tiziana Lombardo


(E?)(L?) https://www.wga.hu/frames-e.html?/html/l/lombardo/antonio/index.html

LOMBARDO, Antonio, Italian sculptor (b. ca. 1458, d. 1516, Ferrara)


(E?)(L?) https://www.wga.hu/frames-e.html?/html/l/lombardo/girolamo/index.html

LOMBARDO, Girolamo, Italian sculptor (b. ca. 1505, Ferrara, d. ca. 1586, Loreto)


(E?)(L?) https://www.wga.hu/frames-e.html?/html/l/lombardo/pietro/index.html

LOMBARDO, Pietro, Italian architect and sculptor (b. ca. 1435, Carona, d. 1515, Venezia)


(E?)(L?) https://www.wga.hu/frames-e.html?/html/l/lombardo/tullio/index.html

LOMBARDO, Tullio, Italian sculptor (b. ca. 1460, d. 1532, Venezia)


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Guy_Lombardo

Gaetano Alberto „Guy“ Lombardo (* 19. Juni 1902 in London, Ontario; † 5. November 1977) war ein italienisch-kanadisch-US-amerikanischer Big-Band-Leader und Violinist, bekannt für landesweit übertragenen Silvesterkonzerte seiner Royal Canadians in New York.
...


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unternehmen_mit_Namensherkunftserkl%C3%A4rungen

"Lominger Limited" - Kombination der Nachnamen der Unternehmensgründer: "Lombardo" und "Eichinger".


(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/Korn_Ferry

...
In 2006 Korn Ferry acquired leadership development tools firm "Lominger Limited" of Golden Valley for $24M.
...


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#3

Lombardo, ital. Architekten- und Bildhauerfamilie des 15. und 16. Jahrh.; die namhaftesten sind:


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=22&content=Lombardo
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Ital. "Lombardo" taucht in der Literatur um das Jahr 1550 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-06

lombardoj - esp. (W3)

Esperanto "lombardoj" = dt. "Langobarden"

(E?)(L?) https://www.reta-vortaro.de/revo/dlg/index-1g.html#lombard.0isto

esper. "lombardoj", "langobardoj"

Antikva germana popolo, kiu migrante alvenis la landojn ce la rivero Elbo kaj poste Panonion, Norikon (en 548 p.K.) kaj fine, sub la estro de rego Alboino, Italujon (568 p.K.); tiu popolo estas konata pro la karakterizaj longaj lancoj:

la lombardoj lasis sian nomon al la okcidenta parto de norda Italio kaj al la nuntempa italia regiono Lombardio [1].




Erstellt: 2021-07

Lombardo-Venezianisches Königreich
lombard-vénitien (W3)

(E?)(L?) https://www.cnrtl.fr/definition/lombardo-v%C3%A9nitien

Lombard(o)-vénitien, -ienne,("Lombard-vénitien", "Lombardo-vénitien") adj.

Qui appartient à la "Lombardie" et aux États de Venise. "Royaume lombardo-vénitien". Partie italienne de l'Empire d'Autriche (1815-1866). Si nous suivons la grande route, à la frontière du royaume lombardo-vénitien, vous serez arrêté (Stendhal, Chartreuse,1839, p. 74).Vers 1815, aucune grande région sur le continent européen n'avait une densité comparable à celle du royaume lombard-vénitien, soit 90 habitants par kilomètre carré (Vidal de La Bl., Princ. géogr. hum.,1921, p. 71).

Prononc. et Orth. : [l? ~ba:?], fém. [-a?d]. Att. ds Ac. dep. 1762. Étymol. et Hist. A. 1. 1174 "originaire de la Lombardie" (Guernes de Pont-Ste-Maxence, St Thomas, éd. E. Walberg, 2311 : "Reinals li Lumbard"); 1826 dialecte lombard "dialecte italien parlé en Lombardie" (A. Balbi, Introd. à l'Atlas ethnogr. du globe, p. 35); 1873 lombard « id. » (Lar. 19e); 2. 1721 "Lombards" « nom d'une ancienne peuplade de Germanie orientale qui envahit l'Italie du Nord » (Trév.). B. 1. 1260 « usurier » (Étienne Boileau, Métiers, éd. G.-B. Depping, p. 100); 2. 1762 « établissement autorisé à prêter sur gages » (Ac.). Empr. à l'ital. "lombardo" (xiiies., au sens 1, Guittone d'Arezzo ds Batt.), du lat. médiév. "longobardus" (978, Chronicon Salernitanum ds B. Migliorini, Storia della lingua italiana, p. 48), altération, prob. sous l'infl. de longus, du lat. "langobardus", plur. "langobardi" « nom d'un peuple de la Germanie septentrionale » (v. FEW t. 5, p. 160). Fréq. abs. littér. : 191. Bbg. Quem. DDL t. 7.


(E?)(L?) https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006630/2011-03-24/

Die Gründung des L.s und seine Zugehörigkeit zu Österreich war eine Folge des Zerfalls der napoleon. Herrschaft in Italien und geht auf den Wiener Kongress (1814-15) zurück. Es umfasste die Lombardei (mit Chiavenna und dem Veltlin, den ehem. Untertanengebieten der Drei Bünde) und Venetien. Hauptstädte waren Mailand und Venedig. Die österr. Niederlage 1859 gegen die franz.-piemontes. Koalition bedeutete das Ende des L.s. Die Lombardei kam zum Königreich Sardinien, während Venetien unter österr. Kontrolle blieb und 1866 an das vereinigte Königreich Italien fiel.

Während der Aufstände zur Zeit des Risorgimento von 1821, 1831 und 1848 wurde das Tessin für viele ital. Revolutionäre der erste Zufluchtsort, so auch für Giuseppe Mazzini, den Gründer der Bewegung Giovine Italia und des polit. Geheimbundes Junges Europa. Nach den Fünf Tagen von Mailand (März 1848) unterstützten versch. Freiwilligenkorps aus der Schweiz den Aufstand gegen die Herrschaft der Habsburger. Nach dem Scheitern der provisor. Regierung fanden zahlreiche Exponenten, darunter Carlo Cattaneo, Präs. des Kriegsrats der Aufständischen, im Tessin Asyl, von wo aus sie ihren Kampf für die Befreiung Italiens fortsetzten. 1853 liess der österr. Gouverneur Feldmarschall Joseph Wenzel Radetzky nach erneuten Aufständen in Mailand, die von Lugano aus geplant worden waren, die Grenze sperren und mehr als 6'000 Tessiner aus der Lombardei ausweisen. Das Verhältnis zu Österreich war weiter belastet durch kirchl. Fragen, wie z.B. durch die Ausweisung der meist lombard. Kapuziner aus dem Tessin 1852, die Tessiner Bistumsfrage (Diözese Como, Erzdiözese Mailand) oder das Collegium Helveticum in Mailand.

Zwischen der Lombardei und der Schweiz bestanden jahrhundertelange Handelsbeziehungen, die einerseits den Grenzverkehr mit den ennetbirg. Vogteien, andererseits den Fernhandel umfassten. Da die Passstrassen über die Alpen v.a. im Winter zeitweise unpassierbar blieben, hingen die südl. Gebirgstäler der Schweiz wirtschaftlich bis ins 19. Jh. von Salz- und Getreidelieferungen aus der Lombardei ab. 1812 lag die Schweiz in der ital. Handelsbilanz an fünfter Stelle, wobei insbesondere der Viehhandel eine wichtige Rolle spielte. Die Schweizer Bauern verkauften ihr Vieh auf den Märkten in Novara, Lodi und Mailand. Die Kontakte zwischen der Schweiz und dem L. konzentrierten sich auf die Hauptstädte Mailand und Venedig, in denen bereits Schweizer Kolonien existierten. Die in der Lombardei ansässigen Schweizer, die vorwiegend in Mailand und Bergamo und dem dazu gehörenden Umland lebten, handelten mit Seide, Rohbaumwolle und Wolle oder arbeiteten im Gast- und Baugewerbe. Um 1848 betrug ihre Zahl in Mailand und Bergamo mehrere Tausend Personen. Hier gründeten wohlhabende Schweizer ref. Gemeinden, aus denen Wohlfahrtseinrichtungen und Schulen hervorgingen. Das L. war mit der Univ. Pavia und der Akad. von Brera in Mailand auch ein wichtiger Ausbildungsort für Tessiner Studenten, wobei die lombard. Aufklärung das kulturelle Leben in der Südschweiz nachhaltig beeinflusste.

Die Schweizer Kolonie in Venedig war bedeutend kleiner. 1849 zählte der Schweizer Vizekonsul in Venedig, Benoît Wölflin, 49 Personen. Die meisten von ihnen stammten aus Graubünden. Die Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und Venetien hatten ebenfalls eine lange Tradition. Schweizer Wollhändler beschafften sich jeweils am Martinstag an der Messe in Verona ihre Stoffe, die in Padova und Schio hergestellt wurden. Während der Aufstände gegen die österr. Fremdherrschaft von 1848 trat die Schweizerkompanie des Thurgauers Johannes Debrunner hervor.


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/HELD-HP/held8.htm

...
Im Übrigen erhielt Russland den größten Teil des Herzogtums Warschau als Königreich (Kongresspolen) in Personalunion, erlangte Preußen die nördliche Hälfte Sachsens, die Rheinlande, Westfalen, das verbliebene schwedische Vorpommern, Danzig, Thorn und Posen, gewann Österreich (wieder) Vorarlberg, Tirol, Salzburg, [Inn- und Hausruckviertel 1816], Kärnten, Krain, Istrien, Kreis Tarnopol, "Lombardo-Venetien", Toskana und Modena [bei Verlust des Breisgaus und der südlichen Niederlande] und erreichte die Schweiz die Kantone Wallis, Neuenburg und Genf sowie die Sicherung der immerwährenden Neutralität.
...
"Belluno" (Stadtstaat). Dem antiken B. am Piave folgte ein langobardischer Herzogssitz. Dieser war später Mittelpunkt der Grafschaft B. der Bischöfe von B. Im 12./13. Jahrhundert löste sich die Stadt von der Herrschaft der Bischöfe und schloss sich dem "lombardischen Städtebund" an. 1404 kam sie an Venedig, 1797 an Österreich, 1805 an das Königreich Italien Frankreichs, 1815 an das "Königreich Lombardo-Venetien" Österreichs und 1866 an Italien.
...
"Bergamo" (Stadtstaat). Das antike "Bergomum" war später Mittelpunkt eines langobardischen Herzogtums und einer fränkischen Grafschaft. Im 12. Jahrhundert (1108 Konsuln) löste sich die Stadt aus der Herrschaft der Bischöfe und schloss sich dem "lombardischen Städtebund" an. 1333 kam B. an Mailand, 1428 an Venedig, 1805 zum Königreich Italien Frankreichs, 1814/1815 an das "Königreich Lombardo-Venetien" Österreichs und 1866 an Italien.
...
"Brescia" (Stadtstaat). Das zunächst keltische "Brixia" am Ausgang des Trompiatales stand seit 218 v. Chr. unter römischem Einfluss. Vom 6. bis 8. Jahrhundert war es Mittelpunkt eines langobardischen Herzogtums. Im 12. Jahrhundert wurde es Mitglied des "lombardischen Städtebundes" (1120 concio, 1127 consules). Nach häufigem Herrschaftswechsel seit 1258 fiel es 1426 an Venedig, 1797 an die zisalpinische Republik und an das Königreich Italien Frankreichs, 1815 an das "Lombardo-Venetianische Königreich" Österreichs. Seit 1859 gehörte es zum Königreich Sardinien(-Piemont) bzw. 1861 Italien.
...
Seit 1796 drang wiederum Frankreich in I. ein und errichtete verschiedene Republiken, die später teils Frankreich eingegliedert wurden (Doria, Ferrara, Finale, Lucca, Mirandola, Neapel, Novellara, Spinola, Soramo), teils in französisch beherrschte Königreiche umgewandelt wurden. 1815 wurden Österreich ("Lombardo-Venetien", Toskana, Modena) und die Bourbonen (Neapel-Sizilien, Lucca, 1847 Parma-Piacenza) wieder nach I. zurückgeführt.
...
1815 wurde das Gebiet mit Venetien zum "Lombardisch-Venezianischen Königreich" ("Lombardo-Venetien") Österreichs vereinigt. 1859 verlor Österreich die "Lombardei" an Sardinien, 1866 Venetien an das neue Königreich Italien (1861).
...
"Lombardo-Venezianisches Königreich" "Belluno", "Bergamo", "Brescia", "Italien", "Lombardei", "Mailand", "Mantua", "Österreich", "Padua", "Venedig"


Erstellt: 2021-06

Lombardoi (W3)

Der ndl. "Lombardoi" ist nach dem Importeur benannt: ndl. "naar de importeur John Lombardo". (Dabei muss es sich entweder um eine Aquariumpflanze oder eine Fischart handeln.)

Bei "Miracanthops lombardoi" handelt es sich um ein Insekt.

Bei "Pseudotropheus lombardoi" handelt es sich wohl um eine Fischart.

Für die botanische Namensgebung dürften Naturforscher mit diesem Namen Pate gestanden haben.

(E?)(L?) http://aquavisie.retry.org/Database/Etymologie/Etymologie_L.html

Lombardoi - naar de importeur John Lombardo


(E?)(L?) http://mantodea.speciesfile.org/Common/basic/Taxa.aspx?TaxonNameID=1185531

family Acanthopidae
ArrowUp2 subfamily Acanthopinae
ArrowUp genus Miracanthops Roy, 2004
species Miracanthops lombardoi Roy, 2004


(E?)(L?) https://es.wikipedia.org/wiki/Miracanthops_lombardoi

Miracanthops lombardoi es una especie de mantis de la familia Acanthopidae.


(E?)(L?) https://www.wikidata.org/wiki/Q6017951

German "Miracanthops lombardoi" - Art der Gattung Miracanthops (species of insect)


(E?)(L?) http://www.zierfischverzeichnis.de/namendeutsch/

Lombardo's Maulbrüter (Pseudotropheus lombardoi)


Erstellt: 2021-06

Lombardsatz (W3)

Die Nachfahren der "Langobarden", die norditalienischen "Lombarden" hatten schon früh den Sinn für Geldgeschäfte entwickelt. Sie handelten europaweit mit Geld, das sie gegen Zins ausliehen. Seit dem 13. Jh. wurde der Begriff "Lombarden" allerdings bereits allgemein für "Kaufleute" ("aus der Lombardei", aber auch allgemein "aus Italien") benutzt.

An ihre große Zeit im Geldgeschäft erinnern aber immer noch viele Begriffe wie "Lombardkredit", "Lombard rate", "Lombardsatz", "Lombarddarlehen", "lombardfähig", "Lombardfenster", "Lombardgeschäft", "lombardieren", "Lombardierung", "Lombardkasse", "Lombardkredit", "Lombardliste", "Lombardsatz" = "Lombard rate", "Lombard Street", die Strasse des Geldmarkts in London, "Lombardzinsfuß".

(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/61553

Lombardsatz


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardsatz
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt."Lombardsatz" taucht in der Literatur um das Jahr ???? / nicht signifikant auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-07

Lombardsbrücke
Pfandhaus Lombard in Hamburg (W3)

(E?)(L1) http://www.abendblatt.de/daten/2002/06/25/39631.html

...
"Lombardsbrücke" - Die Bezeichnung der Brücke, die (in Hamburg) Binnen- und Außenalster teilt, geht auf ein Leihhaus zurück, in dem man gegen Hinterlegung eines Pfandes Geld pumpen konnte. Für dieses Pfandhaus, das 1651 auf der Bastion Diderus der Brücken-Festungsanlage errichtet worden war, verwendete man die italienische Bezeichnung "Lombard".

"Lombarden" waren im Mittelalter Kaufleute aus Italien, die derartige Geldgeschäfte vornehmen durften. Der Name wurde auf die Brücke übertragen.
...


Ironie der Geschichte ist, dass die Langobarden ja schon einmal an der Unterelbe siedelten. Dann zogen sie der Sonne entgegen und siedelten sich schließlich in Norditalien an um dann als Finanzfachleute wieder nach Norden zu gehen.

(E?)(L?) https://www.brueckenweb.de/2content/datenbank/bruecken/3brueckenblatt.php?bas=178

Lombardsbrücke Deutschland Hamburg Bogenbrücke, Bogen unter der Fahrbahn

Informationen von Claus Wentz: Hier stand eine aus dem 16. Jhd. stammende hölzerne Zugbrücke - das 1865/68 errichtete Bauwerk wurde 1901/02 wegen des rasch zunehmenden Bahnverkehrs um 16 m verbreitert - die Breite ist 47,55 m - die Spannweite der Bögen beträgt 17 m.


Erstellt: 2006-03

Lombardse (W3)

Ndl. "Lombardse" bezeichnet eine "Frau aus der Lombardei" bzw. eine "Frau, die in der Lombardei wohnt".

(E?)(L?) https://anw.ivdnt.org/article/Lombardse

"Lombardse": vrouw die afkomstig is uit Lombardije; inwoonster van Lombardije


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardse
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardse" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

Erstellt: 2021-07

Lombardsscheine (W3)

(E?)(L?) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Lombardsscheine

"Lombards=Scheine", franz. "Billets Lombards", nennt man gewisse Billets von besonderer Figur und Gebrauch, deren man sich in Italien und Flandern, und seit 1716 auch in Frankreich bedient.

Die italienischen "Lombardszettel", welche eine länglich dreyeckige Gestalt haben, sind von Pergament, oben ungefähr einen Zoll breit, und unten spitz. Sie werden hauptsächlich gebraucht, wenn Particuliers an Ausrüstung eines zu einer langen Reise bestimmten und beladenen Schiffes Antheil nehmen wollen. Man verfährt aber damit also. Derjenige, welcher an der Ladung des Schiffs Antheil haben will, bringt sein Geld zu der Casse des Kaufmanns, welcher es ausrüstet; dieser schreibt den Nahmen desjenigen, der dieses Darlehn hergibt, wie auch die Summe desselben, in das Buch ein, welches er über seine Casse hält; hierauf schreibt er den Nahmen und die Summe, welche er in sein Buch eingetragen hat, auf ein Stück Pergament, welches 12 oder 15 Linien breit, und 7 oder 8 Zoll lang ist; alsdann schneidet er solches überzwerch von einer Ecke zur andern, nach der Diagonal=Linie entzwey, wovon er die eine Hälfte in seinem Comtoir aufhebt, die andere aber jenem überliefert, der sie bey der Wiederankunft des Schiffes wieder zur Casse bringt, und mit der andern Hälfte, welche darin aufbehalten worden ist, vergleicht, da ihm alsdann entweder das Darlehn, oder der Profit gezahlt wird.

In Flandern geben diejenigen, die auf Pfänder leihen, ähnliche Billets. Sie schreiben auf ein gleiches Stückchen Pergament den Nahmen dessen, der von ihnen Geld aufnimmt, und die Summe, welche er empfangen hat, und nachdem sie es eben so entzwey geschnitten haben, geben sie eine Hälfte dem, der von ihnen borgt, die andere aber legen sie zum Pfande, um es ihm, wenn er die stipulirte Summe wieder gibt, auch wieder aushändigen zu können.

Schedel.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardsscheine
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardsscheine" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-07

Lombardujo - esp. (W3)

Esperanto "Lombardujo" = dt. "Lombardei"

(E?)(L?) https://www.reta-vortaro.de/revo/dlg/index-1g.html#lombard.0isto

esper. "Lombardujo"

Regiono de norda Italujo kun cefa urbo Milano:

Lombardujo trovigas inter Svislando norde, [...] Sudtirolo kaj Venetio oriente, Emilio-Romanjo sude kaj Piemonto okcidente, la nomo de la regiono devenas [...] de la germana popolo de la langobardoj, kies cefurbo estis Pavio [2].




Erstellt: 2021-07

Lombardus (W3)

Der Name "Lombardus" basiert auf mlat. "lombardus", zu lat. "Langobardus", "Longobardus".

Lombardus, Petrus (1100-1160) - Die aus "Langobardinus" wohl in Franzien kontrahierte Bezeichnung "Lombardus" betrifft nicht seine Herkunft, sondern die Rechtszugehörigkeit seiner Heimat.

(E?)(L?) https://www.deutsche-biographie.de/




(E?)(L?) http://www.eckhart.de/

"Petrus Lombardus", * Novara-Lumellogno ("Lombardei") um 1095, † Paris 21./22.7.1160

Italienischer scholastischer Theologe. - Kam um 1133 durch die Vermittlung von Bernhard von Clairvaux nach Paris, bedeutendster Schüler von Peter Abälard, ab 1159 Bischof von Paris. Sein Hauptwerk, die "Sentenzen" ("Libri quattuor sententiarum", 1148-52; Erstdruck um 1471) - daher der Beiname "Magister sententiarum" - wurde (wegen seiner systematischen Klarheit) das dogmatische Handbuch der folgenden Jahrhunderte. Es ordnet den theologischen Lehrstoff in der seitdem üblichen Reihenfolge: Gotteslehre, Schöpfungslehre, Lehre von der Erlösung, Sakramentenlehre (Festlegung von sieben Sakramenten) und Eschatologie (Lehre von den letzten Dingen). Bis ins 16. Jh. in Gebrauch, formte es bis dahin das theologische Denken (bis 1972 wurden 1407 'Sentenzenkommentare' gezählt). [VoL 9, S. 29 f.;BE 14, 452] [17.3.00]

Links: Bibliotheca Augustana mit dem mittellateinischen Text des IV. Buches der Sentenzen (Übersichtsseite) Externer Link, Alcuin Externer Link, BBKL Externer Link, Wikipedia Externer Link


(E?)(L?) http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost12/PetrusLombardus/pet_intr.html

Petrus Lombardus, ca. 1095 - 1160

persona

Petrus Lombardus, theologus scholasticus et «magister sententiarum», natus est circa annum 1095 in civitate Novara (Lombardia). praeceptorem habuit Abaelardum, clarissimum theologum. Anno 1159 archiepiscopus Parisiensis consecratus obiit anno 1160.
...


(E?)(L?) https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Petrus_Lombardus

"Petrus Lombardus" ("Petrus Parisiensis"; um 1100 - 1160; "Magister sententiarum"). Gebürtig aus Novara in der Lombardei, studierte in Bologna, Reims und endlich in Paris, wo Peter Abaelard sein Lehrer war. Ab 1140 war er selbst Lehrer an der Pariser Domschule, wurde zwischen 1147 und 1150 zum Priester geweiht und gelangte kurz vor seinem Tod in das Amt des Bischofs von Paris.
...
Seine vierbändige kompilatorische "Summa Sententiarum" (um 1150, beeinflusst von Abaelard und Hugo von St. Victor) behandelt in Band I. Gottesbeweise, Trinität und Menschwerdung, in Band II. das Schöpfungswerk und die Erbsünde, in Band III. die Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und in Band IV. Sakramente, Auferstehung der Toten, Jüngstes Gericht, ewige Seligkeit und Verdammnis.
...


(E?)(L?) https://deaf-server.adw.uni-heidelberg.de/lemme/lombart#lombart

LOMBART m. adj.
...


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#3

Petrus Lombardus, berühmter Scholastiker, auch "Magister sententiarum" genannt, geboren bei Novara in der "Lombardei", gest. 1164, studierte in Bologna, Reims und Paris, wo er, besonders durch Abälard gefesselt, sich bleibend niederließ und einer der gefeiertsten Lehrer war. 1159 wurde er zum Bischof von Paris erhoben. Sein Hauptwerk: "Sententiarum libri IV", ward unzähligemal kommentiert und behauptete bis auf die Reformation ein fast klassisches Ansehen. In ihm erscheint zum erstenmal im Abendlande die Dogmatik zusammengeschlossen als ein systematisches Ganze. Ihren Stoff bilden die Aussprüche der Kirchenväter, die dann unter Widerlegung der verschiedenen Einwendungen wissenschaftlich begründet werden sollen. Dies ist die Methode der Sententiarier geblieben.

Vgl. Protois, "Pierre Lombard", son époque, sa vie, ses écrits et son influence (Par. 1881); Espenberger, Die Philosophie des Petrus Lombardus und ihre Stellung im 12. Jahrhundert (Münch. 1901); Baltzer, Die Sentenzen des Petrus Lombardus (Gießen 1902).


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lombardus
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombardus" taucht in der Literatur um das Jahr 1790t auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-07

Lombardy, IT, LO
Hellebarde (W3)

Die Bezeichnung der Region engl. "Lombardy" geht zurück auf "Lombard", spätlat. "Longobardus", "Langobardus" ("Lombarde"), und weiter auf proto-germ. "*langaz" + "*bardaz" = dt. "Langer Bart". Möglich wäre auch der Bezug zu proto-germ. "*bardo", "*barduz" = dt. "Barte", "axt", "Beil". Eine weiter Herleitung bezieht sich auf proto-alban. "*Lum bardhi" = dt. "Weißer Fliss", entsprechend alban. "lum i bardhë".

"Langobarde" könnte wie bei dt. "Hellebarde" = mhdt. "helmbarte" = "Hiebwaffe" ("helm" = dt. "Holm", "Stiel", "Handhabe" und "barte" = dt. "Beil"), auf eine Waffe "langebarte" = dt. "lange Hiebwaffe" zurückgehen. Die "Waffen-Barte" verdankt ihre Bezeichnung allerdings wiederum der Ähnlichkeit mit einem "Bart" (vgl. dt. "Schlüsselbart".

A region of northern Italy bordering on Switzerland. First inhabited by a Gallic people, it became the center of the kingdom of the "Lombards" in the sixth century a.d. and part of Charlemagne's empire in 774. The "Lombard League" of cities defeated Emperor Frederick I in 1176.

(E?)(L?) https://www.allwords.com/word-lombardy.html

Lombardy: A region situated in northern Italy, where its capital and the largest city Milan is founded in the Po Valley.

Translations:


(E?)(L?) https://www.atlasobscura.com/places/milan-s-hidden-bomb-shelters

Milan's Hidden Bomb Shelters

Milan, Italy

Vast network of air raid tunnels beneath Lombardy's capital.
...


(E?)(L?) https://www.bartleby.com/81/8954.html

E. Cobham Brewer 1810–1897. Dictionary of Phrase and Fable. 1898.

Iron Crown of Lombardy

is so called from a narrow band of iron within it, said to be beaten out of one of the nails used at the Crucifixion. This band is about three-eighths of an inch broad, and one-tenth of an inch in thickness. According to tradition, the nail was first given to Constantine by his mother, who discovered the cross. The outer circlet of the crown is of beaten gold, and set with precious stones. The crown is preserved with great care at Monza, near Milan; and Napoleon, like his predecessor Charlemagne, was crowned with it.

After the war between Austria and Italy, the Iron Crown was delivered by the former power to Victor Immanuel.


(E?)(L?) https://www.bartleby.com/81/12665.html

Palameds of Lombardy

joined the squadron of adventurers with his two brothers, Achilles and Sforza, in the allied Christian army. He was shot by Clorinda with an arrow. (Tasso: Jerusalem Delivered, book iii. c. ii. 4.)

He is a Palamedes. A clever, ingenious person. The allusion is to the son of Nauplios, who invented measures, scales, dice, etc. He also detected that the madness of Ulysses was only assumed.

Sir Palame’ds. A Saracen knight overcome in single combat by Sir Tristram. Both loved Isolde, the wife of King Mark; and after the lady was given up by the Saracen, Sir Tristram converted him to the Christian faith, and stood his godfather at the font. (Thomas the Rhymer.)


(E?)(L?) https://www.britannica.com/place/Lombardy

Lombardy - region, Italy


(E?)(L?) https://www.britannica.com/topic/Iron-Crown-of-Lombardy

Iron Crown of Lombardy - holy relic


(E?)(L?) http://click-that-hood.com/lombardy

Lombardy Provinces


(E?)(L?) https://www.dictionary.com/browse/lombardy

"Lombardy", a region of N central Italy, bordering on the Alps: dominated by prosperous lordships and city-states during the Middle Ages; later ruled by Spain and then by Austria before becoming part of Italy in 1859; intensively cultivated and in parts highly industrialized. Pop: 9 108 645 (2003 est). Area: 23 804 sq km (9284 sq miles) Italian name: "Lombardia".


(E?)(L?) https://recipes.howstuffworks.com/food-facts/lombardy-wine-region.htm

Ultimate Guide to the Lombardy Wine Region


(E?)(L?) https://www.newadvent.org/cathen/09336b.htm

Lombardy


(E?)(L?) https://www.opensourceshakespeare.org/concordance/o/?i=792005

Shakespeare concordance: all instances of "lombardy"

lombardy occurs 1 time in 1 speech within 1 work.


(E?)(L?) https://www.opensourceshakespeare.org/search/search-results.php?link=con&searchtype=exact&works[]=tamingshrew&keyword1=lombardy&sortby=WorkName&pleasewait=1&msg=sr

#: 1
Work: Taming of the Shrew [I, 1]
Character: Lucentio
Line: 294
Text:
Tranio, since for the great desire I had
To see fair Padua, nursery of arts,
I am arriv'd for fruitful Lombardy,
The pleasant garden of great Italy,
And by my father's love and leave am arm'd
With his good will and thy good company,
My trusty servant well approv'd in all,
Here let us breathe, and haply institute
A course of learning and ingenious studies.
Pisa, renowned for grave citizens,
Gave me my being and my father first,
A merchant of great traffic through the world,
Vincentio, come of the Bentivolii;
Vincentio's son, brought up in Florence,
It shall become to serve all hopes conceiv'd,
To deck his fortune with his virtuous deeds.
And therefore, Tranio, for the time I study,
Virtue and that part of philosophy
Will I apply that treats of happiness
By virtue specially to be achiev'd.
Tell me thy mind; for I have Pisa left
And am to Padua come as he that leaves
A shallow plash to plunge him in the deep,
And with satiety seeks to quench his thirst.


(E?)(L?) https://www.orbilat.com/Encyclopaedia/L/Lombardy.html

History

"Lombardy" was inhabited by Celtic peoples from the 5th century BC and was conquered by Rome after the Second Punic War (218-201 BC), upon which it became part of "Cisalpine Gaul". The region suffered heavily in the barbarian invasions that ended the western Roman Empire, and from AD 568 to 774 it was the centre of the "kingdom of the Lombards", a Germanic people who gave their name to the region. The "Lombard kingdom" ended in 774, and "Lombardy" became part of the empire of the Frankish king Charlemagne. Frankish rule continued until 887, and after the breakup of the Carolingian empire a number of independent units, mostly towns ruled by counts or bishops, emerged in "Lombardy".
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(E?)(L?) http://www.sacklunch.net/placenames/L/Lombardy.html

"Lombardy": The country of the Longobardi, so called from a kind of weapon which they used.


(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/Lombardy

"Lombardy", Italian: "Lombardia"; Lombard: "Lombardia", is one of the twenty administrative regions of Italy, in the northwest of the country, with an area of 23,844 square kilometres (9,206 sq mi). About 10 million people live in Lombardy, forming more than one-sixth of Italy's population, and more than a fifth of Italy's GDP is produced in the region, making it the most populous, richest and most productive region in the country. It is also one of the top regions in Europe for the same criteria. Milan's metropolitan area is the largest in Italy and the third most populated functional urban area in the EU. Lombardy is also the Italian region with the most UNESCO World Heritage Sites—Italy (tied with China) having the highest number of World Heritage Sites in the world. The region is also famous for its historical figures such as Virgil, Pliny the Elder, Ambrose, Caravaggio, Claudio Monteverdi, Antonio Stradivari, Cesare Beccaria, Alessandro Volta, Alessandro Manzoni, and popes John XXIII and Paul VI.
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Etymology

The word "Lombardy" comes from "Lombard", which in turn is derived from Late Latin "Longobardus", "Langobardus" ("a Lombard"), derived from the Proto-Germanic elements "*langaz" + "*bardaz"; equivalent to "long beard". Some scholars suggest the second element instead derives from Proto-Germanic "*bardo", "*barduz" ("axe"), related to German "Barte" ("axe") or that the whole word comes from the Proto-Albanian "*Lum bardhi" = "white river" (Compare modern Albanian "lum i bardhë").

During the early Middle Ages, "Lombardy" referred to the "Kingdom of the Lombards" (Latin: "Regnum Langobardorum"), a kingdom ruled by the Germanic Lombards who had controlled most of Italy since their invasion of Byzantine Italy in 568. As such "Lombardy" and "Italy" were almost interchangeable; by the mid-8th century the Lombards ruled everywhere except the Papal possessions around Rome (roughly modern Lazio and northern Umbria), Venice and some Byzantine possessions in the south (southern Apulia and Calabria; some coastal settlements including Amalfi, Gaeta, Naples and Sorrento; Sicily and Sardinia). The term was also used until around 965 in the form "Longobardia" as the name for the territory roughly covering modern Apulia which the Byzantines had recovered from the Lombard rump Duchy of Benevento.
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(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_etymologies_of_country_subdivision_names

"Lombardy": from the medioeval Latin "Langobardia", "Land of the Lombards", a germanic population that invaded the Italian peninsula in 568, making Pavia its own reign capital.

"Lombardy": from the Germanic tribe of the "Lombards" (literally "long-beards" or "long-bearded axe people", or, according to another theory, "long-halberds"), who invaded Italy in the 6th century.

Note: After the Lombard invasion, the name "Longobardia" or "Langobardia" applied to the whole of Italy for about two centuries, throughout Europe and also in Arabic ("al-Ankubardiya"). The name "Italia" did not return into wide use until the late 8th century.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=Lombardy
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "Lombardy" taucht in der Literatur um das Jahr 1630 auf.

Erstellt: 2021-06

Lombardy poplar (W3)

(E?)(L?) https://www.dictionary.com/browse/lombardy-poplar

A deciduous tree ("Populus nigra" var. italica) having upward-pointing branches that form a slender, columnar outline.

ETYMOLOGY: After Lombardy. First recorded in 1760–70


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Pappel (lombardische) Populus dilatata, s. oben, S. 396.

10) "Lombardische Pappel", "italienische Pappel". "Populus dilatata, foliis utrinque glabris, acuminatis, serratis, deltoidibus: diametro transversali longiore. Willd. Spec. l. c. p. 804. Ait. hort. kew. Vol. III. p. 406. Willd. Berl. Baumz. S. 229. "Populus nigra Italica". Dü Roi Harbk. Baumz. 1. Aufl. Bd. 2. S. 141. "Populus italica". Mönch Verzeichn. S. 79. von Burgsdorf Anleit. 2te Aufl. 2. Th. S. 181. Engl. "Italian Poplar", "Lombardy Poplar Tree", "Po Poplar Tree". Franz. "Peuplier de Lombardie". In der Schweitz "Felbaum".
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=Lombardy poplar
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "Lombardy poplar" taucht in der Literatur um das Jahr 1770 auf.

Erstellt: 2021-07

Lombard-Zins (W3)

Der "Lombard-Zins" ist der höhere der beiden Leitzinsen. Die Bezeichnung geht zurück auf frz. "Maison de Lombard" = dt. "Leihhaus". Die Leihhäuser wurden im späten Mittelalter von lombardischen Geldverleihern geführt. Mit "Lombard" wurde der Zins auf die Verpfändung beweglicher Sachen bezeichnet.

(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Lombard
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lombard" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2014-02

Lombarts-Calville (W3)

Die Apfelsorte "Lombarts-Calville" trägt den Namen des niederländischen Züchters "Pierre Lombarts" [1873-1949]. Die Apfelsorte "Calville" bzw. "Kalvill" ist eine alte Apfelsorte, mit vielen Varianten.

Der Ursprung der Apfelsorte "Calville" schein in der Stadt "Calleville" im französischen Département Eure zu liegen.

(E?)(L?) https://etymologiebank.nl/trefwoord/lombartscalville

LOMBARTS-CALVILLE - (SOORT VRUCHT)

E. Sanders (1993), Eponiemenwoordenboek: Woorden die teruggaan op historische personen, Amsterdam

de "Lombarts-Calville", een hobbelige, lang houdbare appel, aan het begin van deze eeuw gekweekt door "Pierre Lombarts" [1873-1949], eigenaar van de Koninklijke Boomkwekerij "Pierre Lombarts" in Zundert;


(E?)(L?) https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/obstgarten-anlegen/kernobst/apfelsorten-fuer-den-kleingarten/systematisierung/kalvillen.html

Als "Calville" oder "Kalvill" werden sehr duftend-aromatische Apfelsorten bezeichnet, die im 19. Jahrhundert zu den edelsten und beliebtesten Tafeläpfeln zählten.
...


(E?)(L?) http://pomologie.com/pomme1/fpommes/callevilleblanchiver/calvilleblanchiverdf.html

CALVILLE BLANC D'HIVER

SYNONYMES - Bonnet carré. - Calville blanc à côtes. - Calville blanc d'hiver. - De Calville. - White Calville. - Winter White Calville.
...


(E?)(L?) https://www.wortbedeutung.info/Kalvill/

...
Begriffsursprung:

vom gleichbedeutenden, französischen "calville", das ursprünglich die Herkunft aus der Stadt "Calleville" (Département Eure) bezeichnete.
...


Erstellt: 2021-07

M

Madame Lombard - Rose

(E?)(L?) http://www.helpmefind.com/rose/pl.php?n=4016


(E?)(L?) http://www.helpmefind.com/rose/pl.php?n=27907


(E6)(L1) http://www.rosefile.com/RosePages/Galleries.html


Mailand (W3)

Dt. "Mailand", span. "Milán", frz. "Milan", ital. "Milano", engl. "Milan", wurde um -400 von keltischen Insubrern gegründet, -222 von den Römern erobert und hieß bei ihnen "Mediolanum" = dt. "in der Mitte der Ebene".

Mailand: Hauptstadt der Lombardei; FR: Milan, IT: Milano, UK: Milan

"Mailand" wurde von keltischen Insubrer als "Mediolanum" gegründet. Im Jahr -222 wurde Mailand von den Römern vereinahmt.

Der keltische Name bedeutet "Mittelpunkt der Ebene", was ja für die Po-Ebene ganz gut passt.

Bei der Gelegenheit taucht auch ein weiteres "Ampelwort" auf: Das kelt. "lanum" ist mit dem lat. "planum" = "Flachland" verwandt. Da mir jedoch nicht bekannt ist, wohin das "p" abgegeben wurde und sogar zu vermuten ist, dass es einfach nur weg gelassen wurde, sehe ich es eher als "unechtes Ampelwort".



(E?)(L?) http://www.columbia.edu/acis/ets/Graesse/orblata.html




(E?)(L?) http://www.derreisefuehrer.com/city/82/city_guide/Europa/Mailand.html


(E?)(L?) http://www.dhm.de/lemo/suche/exponatephotoko.html

Photo: Kardinal Joseph Frings in Mailand, 1953


(E?)(L?) http://www.emmeti.it/Welcome/Lombardia/Milano/index.de.html

Mailand läßt sich schwer mit wenigen Worten beschreiben, zu vielschichtig und widersprüchlich ist die Stadt.
...


(E?)(L?) http://www.geschichte-online.info/


(E?)(L?) http://www.geschichte-online.info/path_inhalt/Mailand.htm


(E?)(L1) http://www.handlungsreisen.de/

Mailand wurde insgesamt in 38 Büchern gefunden: 38 x in gesamter Datenbank | 1 x im Titel | 36 x im Handlungsort


(E?)(L1) http://www.heiligenlexikon.de/Alphabet/A.htm




(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Ambrosius_von_Mailand.htm


(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/
Mailand (Erzdiözese) | Mailand (Herzogtum) | Mailand (Stadt) | Mailänder Kapitulate | Mailänderkriege

(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm3.html

Erstdrucker von Mailand war Antonio Zarotto, der 1470 seine Buchproduktion, vor allem im Verlegerauftrag, begann.

Das erste völlig in Griechisch gedruckte Buch war die 1476 in Mailand erschienene Grammatik "Erotemata" (griech.= "Fragen") des byzantinischen Gelehrten und klassischen Philologen Konstantinos Laskaris (* 1434, † Messina 1501). Sie war zugleich die erste gedruckte griechische Grammatik.

Der Brauch, ein Bildnis des Verfassers seinem Werk voranzustellen, stammt aus der griechisch-römischen Antike und wurde vom Mittelalter übernommen. Im Buchdruck findet sich das früheste Autorenporträt (als Holzschnitt) in dem von den deutschen Druckern Ulrich Scinzenzeller und Leonhard Pachel in Mailand 1479 gedruckten "Breviarium decretorum" des Paulus Attavanti aus Florenz.


(E3)(L1) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm7.html

Als Palimpsest (griech.) wird eine Handschrift bezeichnet, deren ursprünglicher Text (bei Papyrus durch Abwischen, bei Pergament durch Radieren mit Bimsstein) getilgt und durch einen neuen ersetzt wurde. Die Wiederverwendung des kostbaren Schreibmaterials war schon bei den Römern üblich und wurde im Mittelalter in den Schreibstuben der Klöster geübt. Die Palimpsestforschung begründete der italienische klassische Philologe Angelo Mai (* Schilpario [Prov. Bergamo ] 1782, † Castel Gandolfo 1854) während seiner Tätigkeit an der Biblioteca Ambrosiana in Mailand und der Biblioteca Vaticana in Rom in den Jahren 1813 - 1838. Er entdeckte zahlreiche Klassiker- und Kirchenvätertexte, u.a. die bis dahin unbekannte Schrift Ciceros "De re publica".


(E?)(L?) http://www.mailand.diplo.de/

Benvenuti sul sito del Consolato Generale di Germania a Milano
Herzlich willkommen beim Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Mailand


(E?)(L?) http://www.mein-italien.info/geschichte/fuenf-tage-von-mailand.htm

Le cinque giornate di Milano (die fünf Tage von Mailand)
...


(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/
Johannes von Mailand (J. de Mediolano) - Diätetik, Zahnheilkunde

(E?)(L?) http://www.planet-schule.de/sf/php/02_sen01.php?sendung=7638

Sendung: Die Kanäle von Mailand - Wiederentdeckte Wasserstraßen

Im frühen Mittelalter entstand in Oberitalien ein dichtes Netz befahrbarer Kanäle, die "navigli". In der Mitte befand sich die mächtige Handelsstadt Mailand. Die Kanäle erstreckten sich bis zur Adria und den Alpen.
...


(E?)(L?) http://www.schaetze-der-welt.de/denkmaeler_a_z/index.php


(E?)(L?) http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal.php?id=83
Abendmahl: Kirche und Dominikanerkonvent Santa Maria delle Grazie mit Leonardo da Vincis "Abendmahl" in Mailand

(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/suche?q=Mailand

Suche nach "Mailand" - 1000 Ergebnisse


(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/suche?q=Seume%3A+Spaziergang+nach+Syrakus+%2F+2.+Teil+%2F+Mailand

Seume: Spaziergang nach Syrakus / Mailand

7 Ergebnisse


(E?)(L?) http://de.structurae.de/structures/alpha/index.cfm?let=g


(E?)(L?) http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/galerie/patristik/
Ambrosius von Mailand

(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/
mailandgemeinde | mailandgemeindeerkenntnis

(E?)(L?) http://www.welt-atlas.de/


(E?)(L?) http://www.welt-atlas.de/datenbank/karte.php?reg=1&kat=2&kartenid=1-119&back=reg%3D1%26kat%3D2
Mailand zu Italien

Mantovani (W3)

Der ital. Name "Mantovani" verweist auf die Stadt "Mantova", dt. "Mantua" in der Lombardei.

Mantua (W3)

Die Stadt "Mantua", ital. "Mantova", in der Poebene, "Lombardei", könnte nach dem etruskischen Gott der Unterwelt "Mantus" oder der griechischen Seherin "Manto" benannt worden sein. Dieser tritt z.B. in Dantes "Divina Comedia" auf.

In "Mantua" wurde der römische Dichter Virgil (Publius Vergilius Maro) im Jahr -70 geboren.

Außer dem Städtenamen ital. "Mantua" gibt es auch ein engl. "mantua" = dt. "Frauenumhang", "Umhang" der von frz. "manteau" = dt. "Mantel", "Umhang" und altfrz. "mantel" abgeleitet wurde.



(E?)(L?) https://www.allwords.com/word-mantua.html

"Mantua", proper noun

Province of Lombardy, Italy.

City and capital of Mantua.

"He and I / Will watch thy waking, and that very night / Shall Romeo bear thee hence to Mantua. - Romeo and Juliet, Romeo and Juliet, William Shakespeare

Translations:

Etymology: "Mantua", Latin, from Etruscan

"manva" compare "manvate", "Mantuan", after "Mantus", a Latin name for the god of the underworld.


(E?)(L?) https://www.ardmediathek.de/video/schaetze-der-welt/mantua-die-ideale-stadt-der-renaissance-folge-399/3sat/Y3JpZDovL3N3ci5kZS8xMDU4MDUzNg/

"Mantua" - die ideale Stadt der Renaissance, Folge 399

21.02.2018 · Schätze der Welt · 3sat

Logo Schätze der Welt

Romeo, tragische Figur Shakespeares, hatte kein Auge für die Schönheit der Stadt seines Exils. Dabei ist "Mantua" eine Hochburg der Renaissance und die Stadt von Virgil, Claudio Monteverdi oder Andrea Mantegna. Zudem beherbergt "Mantua" viele Kunstschätze.
...
Als er verzweifelt nach seiner Flucht aus Verona durch die Gassen von "Mantua" irrt, hat er kein Auge für die Schönheit der Stadt. Romeo, tragische Figur Shakespeares, hat "Mantua" weltweite Berühmtheit gebracht. Dabei hätte der einstige italienische Stadtstaat durchaus selbst jene Aufmerksamkeit verdient, die ihm durch den Glanz seiner Kulturgeschichte zusteht. "Mantua", das zu Romeos Zeit um 1597 in weiten Teilen schon genauso aussah wie heute, ist eine Hochburg der Renaissance.


(E?)(L?) https://www.bartleby.com/81/16109.html

Swan of Mantua (The), or The Mantuan Swan

Virgil, who was born at Mantua. (B.C. 70–29.)


(E?)(L?) https://www.bartleby.com/81/10969.html

Mantuan Swain, Swan, or Bard (The)

Virgil, a native of "Mantua", in Italy. Besides his great Latin epic, he wrote pastorals and Georgics.


(E?)(L?) https://www.dictionary.com/browse/mantua

mantua, noun


(E?)(L?) https://www.emmeti.it/Welcome/Lombardia/ProvMantova/Mantova/

Capitale dei territori di Matilde di Canossa mille anni fa e prima ancora etrusca, romana, longobarda e carolingia, "Mantova" rappresenta per il visitatore la meraviglia di uno straordinario incontro con l'arte e la bellezza.
...


(E?)(L?) https://www.etymonline.com/word/mantua

"mantua" (n.)

loose gown opening in front worn by women 17c.-18c. (also the name of a type of loose cloak worn by women c. 1850), 1670s, a corruption of French "manteau" = "cloak", "mantle", from Old French "mantel" (see "mantle"); form influenced in English by "Mantua", name of the city in Italy. "Mantua-maker" (1690s) became by mid-18c. the general term for "dressmaker".

[The mantua-maker's] business is to make Night-Gowns, Mantuas, and Petticoats, Rob de Chambres, &c for the Ladies. She is Sister to the Taylor, and like him, must be a perfect Connoisieur in Dress and Fashions; and like the Stay-Maker, she must keep the Secrets she is entrusted with, as much as a woman can .... She must learn to flatter all Complexions, praise all Shapes, and, in a word, ought to be compleat Mistress of the Art of Dissimulation. It requires a vast Stock of Patience to bear the Tempers of most of their Customers, and no small Share of Ingenuity to execute their innumerable Whims. [R. Campbell, "The London Tradesman," 1747]

"Mantua"

city and former duchy in northern Italy, probably from "Mantus", name of the Etruscan god of the Underworld. Virgil was born nearby. Related: "Mantuan".

Entries related to "mantua"


(E?)(L?) https://www.friesian.com/italia.htm#mantua

Republic of Mantua, c.1272-1309


(E?)(L?) http://www.greatbuildings.com/buildings/




(E?)(L?) https://www.heiligenlexikon.de/BiographienO/Osanna_Andreasi_von_Mantua.html

Andreasi, Osanna (von Mantua)

italienischer Name: Hosanna

Familienname Andreasi


(E?)(L?) https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Baptista_Spagnoli.html

Baptist Spagnoli von Mantua

italienischer Name: Battista


(E?)(L?) https://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Johannes_Bonus_von_Mantua.html

Johannes Bonus

auch: Jambonus, von Mantua

italienischer Name: Giovanni Bono


(E?)(L?) https://www.heiligenlexikon.de/BiographienO/Osanna_Andreasi_von_Mantua.html

Osanna von Mantua

italienischer Name: Hosanna

Familienname Andreasi


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/HELD-HP/held8.htm

"Mantua" (Stadtkommune, Reichsvikariat, Markgrafschaft, Herzogtum). "Mantua" am Mincio wurde vermutlich von den "Etruskern" gegründet und kam nach der gotischen und langobardischen Zeit (603) 774 an das fränkische Reich. Hier war es Sitz eines Bistums und einer Grafschaft (819), die im 10. Jahrhundert (977) an das Haus Canossa (Markgrafen von Tuszien) fiel. Nach dessen Ende (1115) erlangte "Mantua" Selbständigkeit und trat 1167 dem Bund der lombardischen Städte bei. 1236 eroberte Kaiser Friedrich II. die danach bald wieder unabhängige Stadt. 1263 entstand unter den Bonaccolsi eine Signorie. 1311 bestätigte König Heinrich VII. den in den Kämpfen der großen Geschlechter der Stadt siegreichen Rinaldo Bonaccolsi-Passerino als Reichsvikar. 1329 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer Luigi Gonzaga das Reichsvikariat über "Mantua", das dieser zu einer umfassenden Herrschaft ausbaute. Kaiser Sigmund erhob 1432 Gianfrancesco Gonzaga zum Markgrafen, Kaiser Karl V. 1530 Frederigo II. zum Herzog von "Mantua" Dieser gewann 1536/1559 die 1574 zum Herzogtum erhobene Markgrafschaft Montferrat hinzu. Nach dem Aussterben der italienischen Hauptlinie der Gonzaga 1627 versuchte der Kaiser, die Länder "Mantua" und Montferrat als erledigte Reichslehen einzuziehen und an Spanien auszugeben, doch fiel das Herzogtum nach dem mantuanischen Erbfolgekrieg 1630/1631 an den Duc de Nevers (eine jüngere Linie der Gonzaga), der einen Teil Montferrats an Savoyen abtreten musste, das seinerseits Pinerolo (Pignerolo) an Frankreich verlor. Im spanischen Erbfolgekrieg zog Kaiser Leopold I. "Mantua" wegen des Übertritts des letzten Nevers zu Frankreich als erledigtes Reichslehen ein und vereinigte es bis auf das 1703 an Savoyen gegebene restliche Montferrat 1745 mit dem bereits früher an Habsburg/Österreich gefallenen Herzogtum Mailand. 1801 erhob Napoleon nach der Eroberung Mantuas dieses zur Hauptstadt der Zisalpinischen Republik (1805 Königreich Italien), doch kam es nach den Befreiungskriegen (1810 Erschießung Andreas Hofers) 1814 zum Lombardo-Venetischen Königreich Österreichs zurück (Festungsviereck "Mantua", Verona, Peschiera, Legnago). 1859 wurde es mit Venetien vereinigt und kam 1866 an das neue Königreich Italien (1861).

Literaturhinweise:

Großer Historischer Weltatlas II 48 (1300) D2, II 78 (1450) G4, III 12 (16./17. Jh.) D2, III 22 (1648) E6; Schneider, B., Der mantuanische Erbfolgestreit, 1905; Quazza, R., La guerra per la successione di Mantua, Bd. 1f. 1925f.; Brinton, S., The Gonzaga lords of Mantua, 1927; Mantova, hg. v. Coniglio, G./Faccioli, E./Paccagnini, G., La storia, Bd. 1ff. 1958ff.; Colorni, V., Il territorio mantovano nel Sacro Romano Impero (800-1274), 1959; Mardi, B., Mantuanitas vergiliana, 1963; Schmid, E., Mantua, Cremona, Lodi, 1964; Pescasio, L., Parnasco mantovano, 1969-1971; Mozzarelli, C., Lo stato gonzaghesco. Mantua dal 1328 al 1707, (in) Storia d’Italia, hg. v. Galasso, G., 17 1979, 359; Vaini, M., Dal Comune alla Signoria, 1986; Lazzarini, I., Mantua, LexMA 6 1992, 206; Lazzarini, I., Fra un principe e altri stati, 1996; Schlinker, S., Fürstenamt und Rezeption, 1999, 192.


(E?)(L?) http://www.lateinseiten.de/konjugator/kon80/index.htm

"Mantua"


(E?)(L?) https://www.lieder-archiv.de/das_andreas_hofer_lied-notenblatt_501770.html

Zu Mantua in Banden der treue Hofer war


(E?)(L?) https://www.newadvent.org/cathen/09611b.htm

"Mantua"

Diocese of "Mantua" ("Mantuana"), in Lombardy.

The city is situated on the Mincio River, which surrounds it entirely, and forms the swampy lowlands that help to make "Mantua" the strongest fortress in Italy, but infect its atmosphere. "Mantua" is of Etruscan origin, and preserved its Etruscan character as late as the time of Pliny; even now some ruins of that period are found.
...


(E?)(L?) https://www.onelook.com/?w=mantua&loc=wotd

We found 27 dictionaries with English definitions that include the word "mantua".


(E?)(L?) https://www.opensourceshakespeare.org/concordance/o/?i=767036

Shakespeare concordance: all instances of "mantua"

"mantua" occurs 19 times in 21 speeches within 4 works.

Possibly related word: mantua's




(E?)(L?) https://romance-books.classic-literature.co.uk/memoirs-of-jacques-casanova/volume-1e-milan-and-mantua/

Memoirs of Casanova Volume 1e Milan and Mantua


(E?)(L?) https://www.wga.hu/index1.html

Location: Mantua

190 pictures found, 20 shown (1-20).
...


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/M#Mantua

"Mantua"

Mantua me genuit, Calabri rapuere, tenet nunc

Parthenope. cecini pascua, rura, duces.

„Mantua hat mich geboren, Kalabrien dahingerafft. Jetzt hält mich Neapel.

Besungen habe ich Weiden, Äcker und Helden.“

Grabinschrift des römischen Dichters Vergil, der aus der Stadt "Mantua" stammte.

Das Epigramm umschreibt auch die Themen der Werke Vergils:

pascua (Weiden): die Hirtengedichte Bucolica,

rura (Äcker): die Bücher vom Landbau Georgica,

duces (Helden): das Epos Aeneis.


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Mantua

...
"Mantua" wurde von den Etruskern gegründet, die den Ort "Manthva" nannten. Für ihre mythische Gründungsgeschichte wird die griechische Seherin "Manto" benannt; denkbar wäre auch ein Zusammenhang mit "Mantus", der etruskischen Gottheit der Unterwelt.
...


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#1

"Mantua" (ital. "Mantova"), ital. Provinz mit gleichnamiger Hauptstadt in der Lombardei, grenzt an die Provinzen Verona, Rovigo, Ferrara, Modena, Reggio, Cremona und Brescia und hat 2363 qkm (42,9 QM.) mit (1901) 311,942 Einw. (132 auf 1 qkm). Sie zerfällt in die elf Distrikte: Asola, Bozzolo, Canneto, Castiglione, Gonzaga, Mantua, Ostiglia, Revere, Sermide, Viadana und Volta.

"Mantua", Hauptstadt der gleichnamigen ital. Provinz (s. oben), liegt 20 m ü. M. am Mincio, der sich an der Nordseite der Stadt seeartig verbreitert (Lago Superiore, Lago di Mezzo und Lago Inferiore) und sie an der Südseite mit einem von Sümpfen begleiteten Arm umgibt. "Mantua" ist eine starke Festung. Die Werke der eigentlichen Stadt bestehen in einer bastionierten Umfassungsmauer. In den westlichen Sümpfen liegt das Hornwerk Pradella, an der Südseite die stark befestigte Insel Cerese, das Fort Miglioretto, das ein verschanztes Lager deckt, ein großes Stauwerk, wodurch das ganze südliche Sumpfland unter Wasser gesetzt werden kann, endlich das starke Außenfort Pietole. Die Nord- und Ostseite wird durch die Zitadelle und das Fort San Giorgio gedeckt, wohin befestigte Dämme (Argine Mulino und Ponte San Giorgio) über den seeartig erweiterten Mincio führen. Infolge ihrer sumpfigen Lage und des schlechten Wassers ist die Stadt sehr ungesund. Unter den öffentlichen Plätzen zeichnen sich aus: die Piazza Virgiliana mit der Büste des Dichters Vergil, die Piazza Sordello mit dem Denkmal der politischen Märtyrer von 1851; die Piazza d'Erbe mit der Statue Dantes. Bemerkenswerte Gebäude sind: der Dom San Pietro, eine fünfschiffige Säulenbasilika aus dem 14. Jahrh., im Innern von Giulio Romano erneuert; die Kirche Sant' Andrea, eins der bedeutendsten Gebäude der Renaissance (1472 nach Albertis Entwürfen begonnen), mit gotischem Backsteinturm und dem Grabmal des Malers Andrea Mantegna; die neue Synagoge (1843); der herzogliche Palast (Corte reale), 1302 erbaut, von Giulio Romano 1525–31 im Innern ausgeschmückt, mit schönen Sälen, prächtigen Decken, Fresken etc.; das Castello di Corte, der älteste Teil des herzoglichen Palastes mit Türmen, im Innern Wandgemälde aus dem Leben Ludwig Gonzagas von Mantegna enthaltend; der vor dem südlichen Tor (Porta Pusterla) gelegene Palazzo del Te (abgekürzt aus Tejetto), nach dem Plan Giulio Romanos erbaut, mit berühmten Fresken dieses Meisters; das Gerichtsgebäude (ehemals Palast Colloredo), das Wohnhaus des Giulio Roman o, zwei Theater etc. Die Stadt besitzt zahlreiche Paläste und Privathäuser sowie Kirchen aus der Renaissancezeit und sechs alte Türme (13.–15. Jahrh.). Die Zahl der Einwohner beträgt (1901) 29,117 (darunter ca. 3000 Juden), die Fabrikation von Ackergeräten, Zündhölzern, Leder, Pelz- und Spielwaren sowie Handel betreiben. "Mantua" ist Knotenpunkt der Eisenbahnlinien Verona-Modena und Pavia-Monselice sowie der Dampfstraßenbahnen nach Brescia, Ostiglia, Asola und Viadana. Zu den Verkehrsstraßen gehört auch ein durch die Stadt führender Kanal, der am Ausgang einen Hafen bildet. Von Kunst- und wissenschaftlichen Anstalten besitzt "Mantua" eine Akademie (Virgiliana), ein Lyzeum, ein Gymnasium, ein Technisches Institut, eine Technische Schule, ein Seminar, eine öffentliche Bibliothek mit 80,000 Bänden und 1200 Manuskripten, ein Antiquitätenmuseum, 2 Archive, eine Sternwarte, ein chemisches Laboratorium, ein physikalisches Kabinett, einen botanischen Garten, ein mineralogisches Museum. Ferner befinden sich hier ein Militärspital, ein allgemeines Krankenhaus mit Irrenanstalt und Findelhaus, 2 Waisenhäuser und ein Strafhaus. "Mantua" ist Sitz der Provinzialbehörden, eines Bischofs u. eines Festungskommandos.

Geschichte

"Mantua" ist wahrscheinlich eine etruskische Gründung, kam später in den Besitz der Kelten und von diesen an die Römer. Nach der Auflösung des weströmischen Reiches teilte "Mantua" die Geschicke von Oberitalien. Unter der fränkischen und deutschen Herrschaft war es Hauptort einer Grafschaft, die im 10. Jahrh. an das Haus Canossa kam. Nach dem Tode der Markgräfin Mathilde (1115; s. Meyers Mathilde 3) erlangte die Stadt munizipale Freiheit und trat 1167 dem lombardischen Städtebund bei. 1236 wurde sie von Friedrich II. erobert, verteidigte sich aber mit Erfolg gegen Ezzelino. Seit 1268 herrschten heftige Kämpfe unter den mächtigen Geschlechtern der Stadt; 1272 bemächtige sich Pinamonte Bonaccolsi der Herrschaft, zunächst mit einem ihm zur Seite gestellten Kollegen, nach dessen Ermordung allein: 1274 wurde er zum Generalkapitän von "Mantua" ernannt. Ihm folgte 1293 sein Sohn Bardellone, der 1299 seinem Neffen Guido Bonaccolsi, mit dem Beinamen Bottigella, einem Parteigänger der Ghibellinen, den Platz räumen mußte. Dessen Bruder Rinaldo Bonaccolsi, mit dem Beinamen Passerino (Spätzlein), ward vom Kaiser Heinrich VII. zum Reichsvikar ernannt und eroberte 1313 auch Modena. Nachdem er 1328 bei einem Aufstand gefallen und seine Söhne gefangen genommen waren, übernahm Luigi Gonzaga mit dem Titel eines Capitano die Regierung der Stadt und wurde 1329 von Kaiser Ludwig mit dem Reichsvikariat über dieselbe beliehen. Er wurde Stifter der Dynastie Gonzaga und des Fürstentums "Mantua", das ein ansehnliches Gebiet umfaßte. Johann Franz Gonzaga nahm 1425 an dem Bündnis gegen Mailand teil und ward vom Kaiser Siegmund 1432 zum Markgrafen von "Mantua" ernannt. Markgraf Friedrich II. erhielt von Karl V. 1530 die Herzogswürde und 1536 das Marquisat Montserrat, das 1574 gleichfalls zum Herzogtum erhoben wurde. Als mit Vincenzo II. 26. Dez. 1627 die italienische Hauptlinie der Gonzaga ausstarb, besaßen die nächste Anwartschaft Ferdinand, Fürst von Guastalla, und Karl Gonzaga, Herzog von Nevers und Rethel, der seinen gleichnamigen Sohn sogleich nach Vincenzos Tode Besitz von dem Herzogtum nehmen ließ. Kaiser Ferdinand II. verhängte hierauf als Lehnsherr das Sequester über "Mantua"; der junge Herzog fand jedoch Hilfe in Frankreich und bei Venedig, und so entstand der Mantuanische Erbfolgekrieg. Der Kaiser sprach über Karl die Reichsacht aus, und "Mantua" ward 18. Juli 1630 von den Kaiserlichen erstürmt und drei Tage lang furchtbar verwüstet. Wegen der Fortschritte der Schweden in Deutschland entschloß sich jedoch der Kaiser, durch den Frieden von Chierasco 1631 Karl von Nevers als Herzog von M. anzuerkennen, wogegen dieser einen Teil von Montserrat an Savoyen abtreten mußte. Der letzte Nevers, Ferdinand Karl (IV.), wurde, weil er im Spanischen Erbfolgekrieg /Bd. 13, S. 254/ sich den Franzosen anschloß, vom Kaiser Leopold I. der Felonie schuldig erklärt, worauf Prinz Eugen das Herzogtum bis auf die Hauptstadt besetzte. Unter Joseph I. ganz aus dem Lande vertrieben und 30. Juni 1708 geächtet, starb Ferdinand Karl bald darauf, und nun ward das Herzogtum "Mantua" vom Kaiser eingezogen und mit den italienischen Besitzungen des Hauses Österreich vereinigt. Im französischen Revolutionskrieg ergab sich "Mantua" nach achtmonatiger Belagerung 2. Febr. 1797 den Franzosen und wurde zur Zisalpinischen Republik geschlagen. Im J. 1799 wurde "Mantua" vom Mai bis Juli von dem österreichischen General Kray eingeschlossen und zuletzt vier Tage lang bombardiert, worauf der französische General Foissac-Latour die Stadt an die Österreicher übergab. Im Frieden zu Lüneville kam "Mantua" wieder an die Zisalpinische, dann an die italienische Republik und 1805 an das Königreich Italien. 1814 fiel es an Österreich zurück und wurde in das Lombardisch-Venezianische Königreich gezogen. Vom März bis Juli 1848 ward es durch die Piemontesen blockiert, und 18. Juli fand hier eine Schlacht zwischen diesen und den Österreichern statt. Infolge des Friedens von Villafranca (12. Juli 1859) ward es von der Lombardei getrennt und kam zu Venetien, mit dem es endlich 1866 an das geeinigte Italien fiel.

Vgl. Volta, Compendio della storia di Mantova (Mantua 1807 bis 1838, 5 Bde.); Graf Arco, Studi intorno al municipio di Mantova (das. 1871–74, 7 Bde.); Hartig, Bonaparte vor M. Ende Juni 1796 (Rostock 1903); B. Schneider, Der Mantuanische Erbfolgestreit (Dissertation, Bonn 1905).


(E?)(L?) https://www.worldheritagesite.org/list/Mantua+and+Sabbioneta

...
Mantua was founded by the Etruscans and reached its heyday during the reign of the Gonzaga family, who ruled the city from the 14th to the 17th Century. In contrast, Sabbioneta is a planned ideal city built by a member of the Gonzaga family in the 16th Century.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Mantua
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Mantua" taucht in der Literatur um das Jahr 1730 auf.

Erstellt: 2021-07

Marron
marrons de Lyon
maroon
*marr
marro
marrado
Marroc (W3)

(E1)(L1) http://www.etymologie-occitane.fr/


(E?)(L?) http://racamg.perso.sfr.fr/
Die frz. "marron" = "Eßkastanie" wurde dem it. "marrone" = "Edel-Kastanie" entliehen. Seit dem 12. Jh. ist es im Lombardischen und in der Region Venedig nachweisbar. Es wanderte über Lyon nach Frankreich ein. Jedenfalls waren die großen Exkastanien bis ins 19. Jh. unter dem Namen "marrons de Lyon" bekannt.

Nach England wurden sie im 16. Jh. als "maroon" weitergegeben.

Die ursprünliche Herkunft ist allerdings unsicher. Von Italien bis Portugal gibt es Wörter mit der Wurzel "*marr-" = "Kieselstein", "Felsen", "Gestein". Es liegt wohl eine pre-romanische Wurzel zu Grunde.

So gibt es ein provencalisches "marro" = "tuf" = "Tuff(stein)" (ein Trog, in dem sich der Mahlstein einer Ölmühle dreht", und "marrado", der (gemahlene) Inhalt dieses Trogs.

Der provencalische "Marroc" ist ein grosser "Felsblock".

Milan (W3)

Dt. "Mailand", span. "Milán", frz. "Milan", ital. "Milano", engl. "Milan", wurde um -400 von keltischen Insubrern gegründet, -222 von den Rmern erobert und hieß bei ihnen "Mediolanum" = "in der Mitte der Ebene".

(E?)(L?) http://welmilano.itcons.com/


(E?)(L?) http://welmilano.itcons.com/4history/411anci_totpage.htm

The city and its Celtic origins.
Milan was founded by the Insubres, a Celtic people of Northern Italy, around 400 B.C.
Starting about 225 B.C. the Insubres were constantly at war with the Romans who succeeded in conquering the city in 222, after which it became known as "Mediolanum", which means "in the middle of the plain".
Its inhabitants made an alliance with Hannibal and rebelled against the Romans but were reduced to obedience in 196 B.C. and compelled to pay allegiance to Rome.
Benefiting from the laws enacted by the capital of the Empire, it soon prospered and became the main industrial and commercial center of Northern Italy.


Milán (W3)

Dt. "Mailand", span. "Milán", frz. "Milan", ital. "Milano", engl. "Milan", wurde um -400 von keltischen Insubrern gegründet, -222 von den Rmern erobert und hieß bei ihnen "Mediolanum" = "in der Mitte der Ebene".

Milanese (W3)

(E3)(L1) http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=lmo
One of the Lombard Dialects.

lmo	IT	D	Milanese


Milano (W3)

Dt. "Mailand", span. "Milán", frz. "Milan", ital. "Milano", engl. "Milan", wurde um -400 von keltischen Insubrern gegründet, -222 von den Rmern erobert und hieß bei ihnen "Mediolanum" = "in der Mitte der Ebene".

(E?)(L?) http://www.emmeti.it/Welcome/Lombardia/Milano/


Mme Lombard - Rose

Mme Lombard op Orange Pink, Tea (OGR) 1878

Salmon, Tea, 7.8, 6, Strong, Antique Rose Emporium, Teas Nurseries, 12,13, op, Orange Pink, Tea (OGR), 1878

Mme Lombard (Lacharme 1878) Orange/salmon pink in very double fragrant flowers. Wonderful coloring with the petal reverse being deeper. A vigorous Tea rose with dark green leaves.

(E6)(L?) http://www.amityheritageroses.com/


(E6)(L?) http://www.amityheritageroses.com/TeasN.html


(E6)(L?) http://www.amityheritageroses.com/alphalistN.html


(E6)(L?) http://www.antiqueroseemporium.com/rose-433.html


(E6)(L?) http://www.classicroses.co.uk/roses/m/mme_lombard.html


(E?)(L1) http://www.justourpictures.com/roses/mmelombard.html


(E?)(L?) http://www.paulbardenroses.com/site_index.html


(E?)(L1) http://www.paulbardenroses.com/main.perryteas.html


Erstellt: 2012-07

N

Novarese Lombard - Language of IT

(E3)(L1) http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=lmo
One of the Lombard Dialects.

lmo	IT	DA	Novarese Lombard


O

P

Pavesi (W3)

Der ital. Name "Pavesi" verweist auf die Stadt "Pavia" in der Nähe Mailand in der Lombardei.

Pippinische Schenkung (W3)

(E1)(L3) http://www.damals.de/damals_static/zeitpunkte/dms_zeitp_nach_chr.php?suche=1&suche_volltext=Pippinische+Schenkung
Hilfe gegen die Langobarden

Papst Stephan II. war in Bedrängnis. Die Langobarden hatten den Exarchat (byzantinische Exklave in Italien) von Ravenna erobert und bedrohten nun Rom. Aus Byzanz war keine militärische Hilfe zu erwarten. So zog der Papst über die Alpen, um den Frankenkönig Pippin um Unterstützung zu bitten. An Epiphanias des Jahres 754 wurde er in Ponthion in der Champagne mit großem Zeremoniell empfangen. Am folgenden Tag erflehte Stephan II. militärische Hilfe vom Frankenkönig. Pippin setzte sich gegen den Widerstand der fränkischen Großen durch und gelobte seine Unterstützung. Auch wolle er alle Ländereien, die die Langobarden erobert hatten, nicht mehr an Byzanz zurückgeben, sondern "dem heiligen Petrus zu Händen des Papstes" übertragen.

Diese "Pippinische Schenkung" legte den Grundstein für den späteren "Kirchenstaat" und die weltliche Herrschaft des Papstes. Längst nicht alle dem apostolischen Stuhl gegebenen Versprechen konnte Pippin nach seinem militärischen Sieg über die Langobarden einlösen, nicht zuletzt, weil das langobardische Königtum sehr schnell wieder erstarkte. Dennoch war das Treffen von Ponthion ein Ereignis von großer Tragweite. Es markiert die enge Anbindung des Frankenreiches an das Papsttum und dessen Abkehr von Byzanz. Es brachte Pippin zugleich die endgültige Anerkennung der karolingischen Königsherrschaft: Zusammen mit seinen Söhnen Karl und Karlmann empfing er aus der Hand Stephans II. die Salbung und den Titel eines "Patricius".

Q

Quartirolo Lombardo (W3)

Der Weichkäse "Quartirolo Lombardo" kommt aus der Lombardei. Seinen Vornamen "Quartirolo" verdankt er dem "vierten Gras", ital. "erba quartirola", das nach der dritten Heuernte des Jahres im Spätsommer und Herbst noch einmal wächst und von dem sich die Kühe ernähren.

(E?)(L?) https://www.agraria.org/prodottitipici/quartirololombardoraschera.htm

Käse "Quartirolo Lombardo" DOP

Atlante dei prodotti tipici - Formaggi tipici italiani
...


(E?)(L?) https://www.kaesewelten.info/kasesorten/kuhmilch/quartirolo-lombardo/

Quartirolo Lombardo ist ein weicher Käse aus Kuhmilch, der in der Lombardei in Italien hergestellt wird.

Seinen Namen hat der Quartirolo Lombardo vom erba quartirola, dem “vierten Gras”, das nach der dritten Heuernte des Jahres im Spätsommer und Herbst noch einmal wächst und von dem sich die Kühe ernähren.

Der Quartirolo Lombardo wird auch "Stracchino quartirolo" oder "Stracchino di Milano" genannt. "Stracchino" stammt von einem alten Dialektwort der Lombardei "stracch" ("müde") ab und ist wohl ein Hinweis darauf, dass der Bauer als letzte Tätigkeit des Tages die Milch der Kühe melken und versorgen musste, aber auch darauf, dass die Kühe im Herbst matt und müde nach dem anstrengenden Almabtrieb waren.
...


(E?)(L?) http://www.quartirolo.com/

Käse "Quartirolo Lombardo"

CONSORZIO TUTELA QUARTIROLO LOMBARDO


(E?)(L?) https://vivaldifoods.de/kaese/quartirolo-lombardo-dop/

Quartirolo Lombardo DOP

Sein Name stammt aus dem 10. Jahrhundert und ist eng mit dem Brauch der lombardischen Hirten verbunden, ihr Vieh im Sommer auf den Almen zu transhumieren und kurz vor dem Herbst wieder in die Scheunen zu bringen. Die von der Transhumanz müden Tiere kamen im Tal an, wo sie sich von dem frischen Gras ernährten, das nach dem dritten Schnitt von Heu gewachsen war und "Quartirola-Gras" (Wiederbelebung) genannt wurde. es war eine intensiv aromatische Füllung, die der Milch einen besonderen Geschmack verlieh, der später im Käse gefunden wurde.
...


(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/Quartirolo_Lombardo

History

The beginning of its production dates back to the 10th century. Its production was seasonal, the cheese was made at the end of the summer with the milk of cows that had eaten "erba quartirola" ("grass of the fourth"), that is the grass that had grown again after the third cut.

Nowadays, it is made all year around, it has been recognised by the European Economic Community and registered in the PDP list with ECC Reg. n. 1107/96.
...


Erstellt: 2021-06

R

repubblica.it
Lombardia - Slang

(E?)(L?) http://temi.repubblica.it/espresso-slangopedia/tag/lombardia/




Erstellt: 2021-06

Romanen (W3)

Sammelbegriff für verschiedene romanischsprachige ethnische Gruppen.

Alpenromanen | Ampurdanesen | Aragonesen | Aromunen | Asturier | Auvergnaten | Bable | Balkanromanen | Bündnerromanen | Burgalesen | Cantabrer | Carlofortino | Dalmater | Fascheroten | Frankoprovenzalen | Franzosen | Friauler | Furlaner | Galicier | Genuesen | Gaumais | Galloitaliener | Istrorumänen | Italiener | Jersey | Karadjovaliden | Karagani | Kastilier | Katalanen | Korsen | Ladiner | Leonesen | Levantiner | Lombarden | Lothringer | Lugier | Luxemburger | Macedorumänen | Maurowalachen | Megleniten | Moldauer | Morlaken | Namurois | Occitaner | Peruleros | Picarden | Pieds Noirs | Piemontesen | Pisaner | Portugiesen | Provencalen | Ragusaner | Rätoromanen | Riojanos | Romagnolen | Rosellonesen | Rumänen | Rumunjevi | Sabir | Sarden | Savoyarden | Spanier | Toreser | Tschitschen | Veglioten | Venezianer | Walachen | Waldenser | Wallonen | Zejanci

S

Sacri Monti of Piedmont and Lombardy (2003) (W3)

(E?)(L?) http://whc.unesco.org/en/list/1068
(E?)(L?) http://whc.unesco.org/en/list/1068/video

Sacri Monti of Piedmont and Lombardy (2003)


(E?)(L?) http://whc.unesco.org/archive/decrec03.htm#dec8-c-35


(E?)(L?) http://whc.unesco.org/en/list/1068/documents/%23ABevaluation

...
The nine "Sacri Monti" ("Sacred Mountains") of northern Italy are groups of chapels and other architectural features created in the late 16th and 17th centuries and dedicated to different aspects of the Christian faith. In addition to their symbolic spiritual meaning, they are of great beauty by virtue of the skill with which they have been integrated into the surrounding natural landscape of hills, forests and lakes. They also house much important artistic material in the form of wall paintings and statuary.
...


(E?)(L?) https://www.worldheritagesite.org/list/Sacri+Monti+of+Piedmont+and+Lombardy

Sacri Monti of Piedmont and Lombardy


Erstellt: 2021-06

T

Theodelinde, Königin der Langobarden (+ 627) (W3)

Der Name "Theodelinde" setzt sich zusammen aus ahd. "diot" = "Volk" und der Ortsangabe "(an der) Linde". Es ist die latinisiserte Form von "Dietlinde".

THEODELINDE, Königin der Langobarden, Selige, * um 570/75 als Tochter des bayerischen Herzogs und Agilolfingers Garibald und seiner Gemahlin Walderada, der Tochter des Langobardenkönigs und Lethingers Wacho († 540), die - zunächst mit Frankenkönig Theudebald († 555) und nach dessen Tod mit seinem Onkel und Nachfolger Chlotar verheiratet - aufgrund kirchlichen Widerstands von letzterem entlassen und mit dem Bayernherzog vermählt wird, † am 22.1. 627/28 bei Varenna am Comer See, begraben in S. Giovanni in Monza.

(E?)(L?) http://www.adalar.ch/geschichte/geschichtederwelt/geschichtederwelt.html


(E?)(L?) http://www.baby-vornamen.ch/maedchen_T.htm


(E?)(L?) http://www.mittelalter-genealogie.de/agilolfinger/theodelinde_langobardenkoenigin_628.html


(E?)(L?) http://wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/28/html/indexliste.htm


Thurn und Taxis, Tassis (W3)

(E?)(L1) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm3.html
Die Familie der "Thurn und Taxis" stammte auch aus der Lombardei und brachte ihren Namen "Tassis" mit, der später zu "Taxis" wurde und zum Synonym für die Briefpost wurde.


...
Ende des 15. Jh. übernahm die Familie "Taxis" (frühere Schreibweise "Tassis", später "Thurn und Taxis") die Trägerschaft des Nachrichtenwesens in weiten Teilen Deutschlands und Mitteleuropas.

Nachdem Angehörige des ursprünglich lombardischen Geschlechtes "Taxis" im 15. Jh. wiederholt im päpstlichen Kurierdienst tätig gewesen waren, richtete 1451 "Roger de Tassis" im Auftrag Friedrichs III. in Tirol und in der Steiermark für Heer und Verwaltung eine auf Stationen aufgebaute Briefbeförderung ein. Sein Sohn "Franz von Taxis" (* 1459, † 1517) schuf auf Veranlassung von Maximilian I. 1490 die erste durch Deutschland führende Postlinie von Innsbruck nach Mecheln (bei Brüssel), die sich schnell zu einem europaweiten postalischen Netz ausbreitete. Private Briefe wurden auf den staatlichen Postkursen spätestens ab 1506 befördert. Kaiser Rudolf II. erklärte 1597 die Post zu einem kaiserlichen Regal. Am 1. 7. 1867 übernahm Preußen gegen eine Entschädigung von 3 Mio. Talern die "Thurn und Taxis'sche" Postverwaltung. Dies war der erste Schritt zu einer einheitlichen deutschen Post (mit einheitlichem Postgesetz und einheitlichen Postgebühren).
...


U

V

W

Warenlombard (W3)

(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#3

1Warenlombard, s. Meyers Banken, S. 339.

...
Aber auch fast alle andern Banken betreiben das Diskontogeschäft wenigstens zeitweise, um Barbestände nutzbringend anzulegen. Ihre Vorläufer waren die öffentlichen Leih- und Pfandanstalten ("montes pietatis", ital. "monti di pietà"). Sie gewähren Darlehen auf Faustpfand gegen Verpfändung beweglicher, leicht verkäuflicher Gegenstände, insbesondere edler Metalle ("Edelmetalllombard"), Effekten ("Effektenlombard") oder Waren ("Warenlombard") (so genannt, weil lombardische Kaufleute die Geschäfte derselben zuerst betrieben). Das "Lombarddarlehen" ist für den Eigentümer des Pfandes insbesondere dann von Vorteil, wenn die eigne Aufbewahrung der Sache nicht erforderlich ist, um aus ihr einen Nutzen ziehen zu können, wenn das Darlehen ihn vom Zwange befreit, das Pfand veräußern zu müssen, oder wenn es ihm dadurch möglich wird, eine von ihm erhoffte Preissteigerung abwarten zu können.
...
Wie die Prolongation und der Effektenlombard die Effektenspekulation unterstützen, so der /Bd. 2, S. 340/ Warenlombard die Warenspekulation. Erleichtert wird der Warenlombard durch ein ausgebildetes Lagerhaus- und Warrantsystem (s. Meyers Lagerscheine), indem hier an die Stelle der Übergabe der Ware in den Gewahrsam des Gläubigers die Aushändigung eines leicht aufzubewahrenden Papiers erfolgt, das der Rechtswirkung nach vollständig die Ware vertritt.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Warenlombard
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Warenlombard" taucht in der Literatur um das Jahr 1890 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-06

Western Lombard - Language of IT

(E3)(L1) http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=lmo
lmo	IT	D	Western Lombard


X

Y

Z

zafie (W3)

(E?)(L?) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf

zafie
[U] "nicht handliches Gerät", "ein schwerfälliger Mensch",
[O] "Polizist", "Spitzel", "Gerichtswächter", "Scherge", "Häscher"
Gemäß Mazzel stamme das Wort über das Trent. letztlich aus dem Langobardischen. Auch die Annahme expressiver Herkunft ist aber nicht zu verwerfen (Zanotti 1990: 199).
Möglicherweise liegen zwei unterschiedliche homonyme Lexeme vor.


Bücher zur Kategorie:

Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
IT Italien, Italia, Italie, Italia, Italy
Region, Región, Région, Regione, Region

Lombardei, Lombardie, Lombardy, Lombardia
(Mailand, Milan, Milan)

A

B

Bagehot, Walter
Lombard Street
A Description of the Money Market

(E?)(L1) http://www.gutenberg.org/etext/4359


Sprache: Englisch
Taschenbuch - 188 Seiten - Dodo Press
Erscheinungsdatum: Januar 2006
ISBN: 1406504394


I venture to call this Essay "Lombard Street", and not the "Money Market", or any such phrase, because I wish to deal, and to show that I mean to deal, with concrete realities. A notion prevails that the Money Market is something so impalpable that it can only be spoken of in very abstract words, and that therefore books on it must always be exceedingly difficult. But I maintain that the Money Market is as concrete and real as anything else; that it can be described in as plain words; that it is the writer's fault if what he says is not clear. In one respect, however, I admit that I am about to take perhaps an unfair advantage. Half, and more than half, of the supposed "difficulty" of the Money Market has arisen out of the controversies as to "Peel's Act", and the abstract discussions on the theory on which that act is based, or supposed to be based. But in the ensuing pages I mean to speak as little as I can of the Act of 1844; and when I do speak of it, I shall deal nearly exclusively with its experienced effects, and scarcely at all, if at all, with its refined basis.
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Beretta, Claudio
Toponomastica in Valcamonica e Lombardia
Etimologie e relazioni con il mondo antico-Toponymy in Valcamonica and Lombardy
Etymologies. Connections with the Ancient World

(E?)(L?) https://www.ibs.it/toponomastica-in-valcamonica-lombardia-etimologie-libro-claudio-beretta/e/9788886621113

Editore: Centro Camuno
Collana: Archivi
Anno edizione: 1997
In commercio dal: 1 gennaio 1997
Pagine: 240 p., ill.
EAN: 9788886621113


(E?)(L?) https://montehugo.blogspot.com/2016/07/toponomastica-in-valcamonica-e.html

We are giving discounts in this week, a lot of good books to read and enjoy in this weekend. One of which is Toponomastica In Valcamonica E Lombardia. Etimologie E Relazioni Con Il Mondo Antico PDF complete, the book also includes a bestseller in this years and received many awards.
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Erstellt: 2021-06

C

Cerny, Thomas
Die Langobarden

Gebundene Ausgabe: 280 Seiten
Verlag: Universitas Verlag (März 2003)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Eine Sternschnuppe am Himmel der europäischen Geschichte -- Ein unbekanntes historisches Kapitel spannend und farbig erzählt

Klappentext
Am Ende einer langen Wanderschaft kamen sie aus Pannonien und übernahmen die Reste des römischen Kernlandes. Sie gaben der Lombardei den Namen, errichteten aber auch Königreiche im Benevent und Spoleto. Zuletzt von Karl dem Großen besiegt, gingen die Langobarden auf in dem Völkergemisch, aus dem sich die italienische Nation bilden sollte.

Die Langobarden betraten im Zeitalter der Völkerwanderung, als Europa neu gestaltet wurde, die Bühne der Geschichte. Jahrhundertelang befanden sie sich am Rande des Geschehens, wanderten von Skandinavien bis an die Niederelbe und die Donau, von den Römern nur am Rande wahrgenommen. Da gelang ihnen ein überraschender Coup: Das gesamte Volk zog von Ungarn aus über die Alpen und nahm fast ganz Italien in Besitz. Eine Tatsache, mit denen sich die gegnerischen Franken und Byzantiner - auch die Päpste - zähneknirschend abfinden mussten. Über zweihundert Jahre dauerte ihre Herrschaft, bis der Siegeszug Karls des Großen die Langobarden wieder in die Vergessenheit verbannte.

Hier wird die Geschichte der Langobarden aus Sicht der Zeitgenossen erzählt. Während eines Festes in einer herzoglichen Halle berichtet ein fahrender Sänger von den Ursprüngen dieses geheimnisvollen Volkes und seiner Wanderungen. Die Briefe eines römischen Gutsverwalters geben Einblick in die Ereignisse vor und nach der langobardischen Landnahme in Italien. Und das letzte Jahrhundert bis zur Eroberung durch Karl den Großen wird bei einem Festmahl im unabhängig gebliebenen Benevent lebhaft diskutiert.

Thomas Cerny lässt mit seiner unkonventionellen Erzählweise die Menschen von damals und ihre Geschichte, Traditionen und Mythen wieder lebendig werden. Bis heute ist der Einfluss der Langobarden auf Europa spürbar und es ist an der Zeit, ihnen einen Ehrenplatz in der europäischen Geschichte zuzuweisen.


D

Diaconus, Paulus
Schwarz, Wolfgang F. (Herausgeber, Übersetzer)
Geschichte der Langobarden
Historia Langobardorum. Lateinisch und deutsch

(E?)(L?) https://www.wbg-wissenverbindet.de/3368/Geschichte-der-Langobarden

Die ›Historia Langobardorum‹ des Paulus Diaconus ist die wichtigste Quelle zur Geschichte der Langobarden, darüber hinaus aber auch eine der bedeutendsten zur frühmittelalterlichen Geschichte überhaupt. Denn Paulus Diaconus, Gelehrter am Hofe Kaiser Karls des Großen, der seine ›Langobardische Geschichte‹ im Alter im Kloster Monte Cassino verfasste, verstand seine Aufzeichnung in einem ›welthistorischen‹ Kontext‹, was meint, dass er immer auch die Geschichte vor allem des Frankenreiches und von Byzanz mitreflektierte. Fast 200 Jahre umfasst seine Geschichte, den Zeitraum zwischen dem Einfall der Langobarden in Italien 568 und dem Tod König Luitprands 744. Erstmals liegt diese bedeutende Quelle nun in einer deutschen Übersetzung vor, die auch für den Laien gut zu lesen ist und durch ausführliche Erklärungen und Kommentare das Zeitpanorama verständlich werden lässt.

Hrsg. und übers. von Wolfgang F. Schwarz. 2009. 462 S., Fadenh., geb mit SU.

Wolfgang F. Schwarz, geb. 1937, studierte Klassische Philologie, Germanistik und Geschichte. Er war Gymnasiallehrer und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Klassische Philologie der Universität Würzburg.


(E?)(L?) http://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC2010-2.pdf

Wolfgang F. Schwarz, Paulus Diaconus. "Geschichte der Langobarden/Historia Langobardorum". Wissenschaftlich Buchgesellschaft: Darmstadt 2009. EUR 79,90 (ISBN 978-3-534-22258-2).

Der zu besprechende Band enthält eine Einleitung (7-22), die erste Einblicke in das Leben des Paulus Diaconus (ca. 725-795) sowie über die politischen Hintergründe der Epoche gewährt.

Diaconus, der am Ende seines Lebens die heutzutage wichtigste Quelle zur Geschichte der Langobarden verfasste, war Gelehrter am Hofe Karls des Grossen und verfasste die "Historia Langobardorum" im Kloster Monte Cassino. Nach der Einleitung beschreibt Wolfgang F. Schwarz die Leitgedanken des Textes, geht auf Quellen, Stoffe und Strukturen ein und liefert eine sehr nützliche Übersicht über die einzelnen Bücher (23-102), um daran anschließend dem Leser einige Informationen über Sprache, Überlieferung und Textgestalt zu bieten (103-110). Es folgt der Hauptteil mit dem Text und der Übersetzung (112-343). Im Schlussteil findet der Nutzer hilfreiche Anmerkungen (345-408), ein Verzeichnis der Eigennamen (409-438), Hinweise auf Ausgaben und Quellentexte (439-445), ein umfangreiches Literaturverzeichnis (447-457) sowie eine Zeittafel und Übersichten.

Schwarz beschreibt ausführlich die Quellenlage; so benutzt Paulus Diaconus das Breviarium des Eutropius, er greift auf Inschriften und mündliche Überlieferungen zurück; ihm sind auch die Briefe Gregors I. des Grossen, der Liber pontificalis und die Kirchengeschichte des Beda Venerabilis bekannt. S. liefert sehr detaillierte Informationen über die sechs Bücher, so dass der Leser gut vorbereitet an die Lektüre des Textes gehen kann. Er versteht den lateinischen Text als „Arbeitsfassung“ (109) und greift auf die Editionen von Migne, Crivellucci und Morghen zurück. Schwarz legt in diesem Buch die erste vollständige Übersetzung der "Historia Langobardorum" ins Deutsche vor, wobei er nach eigener Aussage darum bemüht ist, „Treue zum Original bei zeitgemäßem Ausdruck“ zu suchen (109). Insgesamt kann dem Übersetzer bescheinigt werden, seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Das sehr umfangreiche Literaturverzeichnis enthält zahlreiche Publikationen sowohl zum Autor als auch zu dessen Werken. Ergänzend könnte man auf K. Langosch (Mittellatein und Europa. Führung in die Hauptliteratur des Mittelalters. WBG Darmstadt 1997, 2. Au?. , 16?.) und P. Orth (Mit Eugippius unterwegs. Ein Fund zur „Langobardengeschichte“ des Paulus Diaconus, in: D. Walz (Hrsg.), Scripturus vitam. Festgabe für Walter Berschin zum 65. Geburtstag. Mattes Verlag: Heidelberg 2002, 741-745. (dort auch neuere Literatur)) verweisen.

Die "Historia Langobardorum" kann auch mit großem Gewinn als Schullektüre eingesetzt werden. Ausgewählte Textpassagen eignen sich gut in der Phase der Übergangslektüre auch zum Einüben zügigeren Übersetzens. Die Schrift von Paulus Diaconus ist schon deshalb interessant, da sie Einblicke in das frühe Europa gewährt. Daneben gibt es aufschlussreiche Selbstbilder der Langobarden. Auch Beschreibungen der Römer durch andere Völker ermöglichen den Schülerinnen und Schülern einen Perspektivwechsel, der bei der Lektüre zahlreicher lateinischer Texte notwendigerweise zu kurz kommt. Sprachlich gesehen können die Passagen nach der Lehrbucharbeit durchaus von den Schülerinnen und Schülern bewältigt werden, wenn entsprechende Hilfen und Erklärungen mitgeliefert werden.

Ebenfalls von Interesse ist das Thema der Migration. Hier ist auch ein Vergleich mit der heutigen Zeit naheliegend. Paulus Diaconus beschreibt an verschiedenen Stellen seines Werkes Naturkatastrophen, Phänomene, die bis heute zu beobachten sind und auch im Lateinunterricht berücksichtigt werden sollten. Es könnten etwa folgende Abschnitte in der Lektürephase behandelt werden: Bevölkerungsdichte als Grund für die Abwanderung zahlreicher Volksgruppen (Buch 1,1-3), die germanische Siebenschläferlegende (1,4), Herkunft des Namens Langobarden (1,9), Alboin verlässt mit den Langobarden Pannonien, zieht nach Italien und besetzt Venetien (2, 7-9), Überschwemmung und Pest sowie deren Folgen (3,24), Vesuvausbruch, Angriff der Sarazenen, Tod des Kaisers Konstantin (6, 9-11), Kriege zwischen den verschiedenen Völkern in Europa, Beziehungen zwischen Franken, Langobarden und Sarazenen (6, 52-54).

Bisher scheint mir die Schrift: "Historia Langobardorum" von Paulus Diaconus nicht genügend von der Fachdidaktik gewürdigt worden zu sein. Nur Hermann Schulz hat in seinem verdienstvollen Buch: Mittellateinisches Lesebuch (Paderborn 1978 (4. Druck)) einige Passagen aus der Schrift des Diaconus ausgewählt. Auch Manfred Fuhrmann hat in seinem bahnbrechenden Aufsatz: Über kleine Gattungen., im AU 18,5 (1975, 40f.) das Werk des Paulus Diaconus gewürdigt. Ansonsten kommt dieser Autor meines Erachtens zu Unrecht nur in kleineren Aufsätzen vor. Schwarz hat einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Frühzeit Europas geleistet und einen Anstoß geliefert, dass Vertreter von Universität und Schule sich wieder verstärkt der "Historia Langobardorum" zuwenden.

Dietmar Schmitz, Oberhausen


(E?)(L?) http://www.amici-online.eu/Cursor_12.pdf

I...
V. Die „dunklen“ Jahrhunderte

Kommen wir nun zum Latein des 7. und 8. Jahrhunderts: „Das 7. Jh. ist das ärmste in der Literatur, das schaurigste in bezug auf das Latein, vom klassischen Latein aus gesehen, aber das ergebnisreichste, vom romanischen Standpunkt aus“ (REICHENKRON 1965: 134). Es ist nun wirklich so, daß in der Zeit des Umbruchs, der Völkerwanderung und der ethnisch-politischen Irrungen und Wirrungen die gängigen literarischen Genera immer mehr verkümmern [9]. Am meisten ist noch bei den Westgoten in Spanien zu finden, so etwa die 61 recht sorgfältig gebauten Hexameter über Sonnen- und Mondfinsternis von König Sisebut, sodann die für das Mittelalter konstitutiven "Etymologiae" bzw. "Origines" von Isidor. In Gallien im Merowingerreich lebt eine Zeitlang noch die Chronistik weiter, Aethicus Ister hat um 630 eine "Weltchronik in 6 Büchern" geschrieben; dazu kommt dann noch das von mehreren Verfassern stammende Sammelwerk, das unter der Bezeichnung "Fredegars Chronik" läuft. Gerade in Gallien hatte die Geschichtsschreibung ein Jahrhundert zuvor eine Hochblüte, wenn man etwa an die "Historia Francorum" von Gregor von Tours denkt. Sie hält sich dann nur noch bei den Angelsachsen, repräsentiert vor allem durch Beda Venerabilis’ "Historia ecclesiastica gentis Anglorum" und mündet außerhalb davon in die karolingische Reform etwa mit der "Historia Langobardorum" von Paulus Diaconus. Dazu kommen zahlreiche hagiographische Texte (v.a. die "Vitae patrum und Passiones" und lokale Kirchenhistoriker wie z.B. Arbeo von Freising). Die literarische Ausbeute ist, gemessen an der bisherigen Vielfalt, eher gering.
...
[9] Sisebut, Isidor von Sevilla, Aethicus Ister, ‘Fredegar’, Beda Venerabilis, Paulus Diaconus; Vitae patrum, Passiones, Arbeo v. Freising (Vita Haimhrammi, Corbiniani).
...


(E?)(L?) https://www.britannica.com/biography/Paul-the-Deacon

Paul The Deacon, Italian historian

Alternative Title: Paulus Diaconus

"Paul The Deacon", Latin "Paulus Diaconus", (born c. 720, Cividale del Friuli, Lombardy [Italy]—died c. 799, Montecassino, Benevento), Lombard historian and poet, whose "Historia Langobardorum" ("History of the Lombards") is the principal source on his people.
...


(E?)(L?) http://www.deutsche-biographie.de/

Paulus Diaconus


(E?)(L?) http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost08/PaulusDiaconus/pau_intr.html

Paulus Diaconus (ca. 720 - ca. 799)

persona

Paulus Diaconus (Warnfridus) – theologus, historicus, poeta – natus est circa annum 720 ex genere Langobardo. Paviae eruditus magister diaconusque fuit Aquilae. annis 782-86 versatus est in aula Karoli Magni. anno 786 se recepit monachus in Casinense monasterium. ibi obiit circa annum 799.

opera opera attributa secundaria


(E?)(L?) http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost08/PaulusDiaconus/pau_lan0.html

Paulus Diaconus ca. 720 - ca. 799

Historia Langobardorum - ca. 785/99

Textus:
Paulus Diaconus, Historia Langobardorum
(ed. Georg Waitz, MGH SS rerum Langobardicarum, Hannover 1878) 12-187
Digitale Version:
Quellen zur Langobardengeschichte
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters
(Leitung: Univ.Doz.Dr. Walter Pohl)




(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm1.html

Die mutmaßlich älteste alphabetische Enzyklopädie ist das um die Zeitwende von dem lateinischen Grammatiker der Augusteischen Zeit Marcus Verrius Flaccus verfaßte lexikalische Werk "De significatu verborum" (lat.Über die Bedeutung der[seltenen lateinischen] Wörter). (Von ihm ist nur der 2. Teil in der Fassung des römischen Grammatikers Sextus Pompeius Festus [ 2. Hälfte des 2. Jh. ] und ein Auszug von dem Geschichtsschreiber "Paulus Diaconus" [8. Jh.] erhalten.)


(E?)(L2) https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Historia_gentis_Langobardorum

"Historia gentis Langobardorum" ("Geschichte der Langobarden"). Von dem gelehrten Benediktiner-Mönch "Paulus Diaconus" um 790 verfasstes sechsbändiges Werk über die Geschichte seines Volkes von seinem sagenhaften Ursprung (568) bis zum Tod König Liutprands (744), über das byzantinische und das fränkische Reich. Der Autor schreibt aus der Sicht eines langobardischen Patrioten; er stützt sich auf die enzyklopädischen und historiographischen Werke von Beda Venerabilis, Gregor von Tours, Isidor von Sevilla u.a., sowie auf Quellen wie den "Liber pontificalis" (ab 6. Jh.) und die "Origo gentis Langobardorum" (7. Jh.). Paulus ist 799 oder 800 im Kloster Monte Cassino über der Abfassung der Historia gestorben, bevor er sie vollenden konnte. Das Werk ist in über 100 – teils fragmentarischen – Handschriften erhalten.


(E?)(L?) https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Paulus_Diaconus

"Paulus Diaconus" (um 720 – um 800) entstammte einem langobardischen Adelsgeschlecht, erhielt am Königshof von Pavia eine excellente Ausbildung in klassischer Literatur, christl. Theologie, Recht und Sprachen. Nach der Unterwerfung des Langobardenreiches durch Karl d. Gr. folgte er 774 seinem Gönner König Desiderius ins Exil nach Monte Cassino, wo er die Profess ablegte. Um seinen Bruder aus fränk. Geiselhaft freizubitten, ging Paulus 782 an den Hof Karls d. Gr. Karl entsprach seiner Bitte und konnte ihn dafür gewinnen, als Griechisch- und Grammatiklehrer zu bleiben. Er stieg zu einem der bedeutendsten Mitglieder der Hofakademie auf und schrieb um 784 eine Geschichte der Bischöfe von Metz („Liber de episcopis Mettensibus“, erste Bischofsgeschichte nördl. der Alpen) sowie mehrere didaktische Werke. Außerdem verfasste er eine Geschichte der Vorfahren Karls, ein Lateinlehrbuch sowie eine Mustersammlung von 244 Predigten, die für den Gebrauch durch den fränkischen Klerus bestimmt war. Nach seiner Rückkehr nach Monte Cassino (787) blieb er weiter in engem Kontakt mit dem karolingischen Hof. Vorrangig widmete er sich nun der Geschichtsschreibung. Es entstand sein Hauptwerk, die "Historia gentis Langobardorum", welche in sechs Büchern die Geschichte und Sagenwelt seines Volkes in weltgeschichtl. Zusammenhang darstellt. Außerdem stammen aus seiner Feder eine "Historia Romana" (bis zur Mitte des 6. Jh.) und eine Biographie Papst Gregors I. d. Gr.


(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/11591b.htm

Paul the Deacon - Paulus Diaconus - Historian (720-799)

("Paulus Diaconus"; also called "Casinensis", "Levita", and "Warnefridi").

Historian, born at Friuli about 720; died 13 April, probably 799. He was a descendant of a noble Lombard family, and it is not unlikely that he was educated at the craft of King Rachis at Pavia, under the direction of Flavianus the grammarian. In 763 we find him at the court of Duke Archis at Benevento, after the collapse of the Lombard kingdom, a monk in the monastery of Monte Cassino, and in 782 in the suite of Charlemagne, from whom he obtained by means of an elegy the release of a brother taken prisoner in 776 in consequence of the Friuli insurrection. After 787 he was again at Monte Cassino, where in all probability he died. His first literary work, evidently while he was still at Benevento, and done at the request of the Duchess Adelperga, was the "Historia Romana", an amplified and extended version of the Roman history of Eutropius, whose work he continued independently in Books XI to XVI, up to the time of Justinian. This compilation, now of no value, but during the Middle Ages diffused in many manuscript editions and frequently consulted, was edited with the work of Eutropius by Droysen in "Mon. Germ. Hist.: Auct. antiq. II (1879), 4-2224. Furthermore, at the instance of Angilram, Bishop of Metz, he compiled a history of this bishops of Metz "Liber de episcopis Mettensibus, or Liber de ordine et numero episcoporum in civitate Mettensi, extending to 766, in which he gives a circumstantial account of the family and ancestors of Charlemagne, especially Arnulf (P.L., XCV, 699-722).

The most important historical work which has come down to us from his pen is the history of the Lombards, "Historia gentis Langobardorum. Libri VI", the best of the many editions of this work being that of Bethmann and Waitz in Mon. Germ. Hist.: "Script. rerum Langobardarum", (1878), 45-187; school ed. (Hannover, 1878); Ger. tr. Abel (Berlin, 1849; 2nd ed., Leipzig, 1878); Faubert (Paris, 1603); It. tr. Viviani (Udine, 1826). Despite many defects, especially in the chronology, the unfinished work, embracing only the period between 568 and 744, is still of the highest importance, setting forth as it does in lucid style and simple diction the most important facts, and preserving for us many ancient myths and popular traditions replete with an enthusiastic interest in the changing fortunes of the Lombard people. That this work was in constant use until well into the fifteenth century is evident from the numerous manuscript copies, excerpts, and continuations extant. In addition to these historical works, Paulus also wrote a commentary on the Rule of St. Benedict, and a widely used collection of homilies entitled "Homiliarium", both of which have been preserved only in revised form. Several letters, epitaphs, and poems are still extant, and have been edited by Dümmler in "Mon. Germ. Hist.: Poetae lat. aevi Carolini", I, 1881.
...


(E?)(L?) http://www.thelatinlibrary.com/pauldeacon.html

PAULUS DIACONUS (c. 720 - 800 A.D.)

HISTORIA LANGOBARDORUM HISTORIA ROMANA Carmina
Fabulae


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Paulus_Diaconus

Paulus Diaconus oder Paul Warnefried (* zwischen 725 und 730 in Friaul; † zwischen 797 und 799 in Monte Cassino) war ein langobardischer Geschichtsschreiber und Mönch.

Als Sohn der Theodolinda und des Warnefried stammte er aus einer adligen Familie, die mit König Alboin nach Italien gelangte und gute Beziehungen zum Hof des Herzogs von Friaul unterhielt. Paulus genoss am Hof des langobardischen Königs Ratchis zu Pavia eine ausgezeichnete Ausbildung, unter anderem bei dem Grammatiker Flavianus. Auch in den Rechtswissenschaften erhielt er Unterricht, wandte sich bald aber dem theologischen Studium zu. Ob er sich noch unter Ratchis Nachfolgern am königlichen Hof aufhielt, ist unbekannt. Vor allem ist unklar, wann er in das Kloster Montecassino eintrat, wo er sehr produktiv tätig war (jedenfalls vor 774).
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(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Langobarden

Die "Langobarden" (lateinisch "Langobardi", griechisch "???", auch "Winniler") waren ein Teilstamm der Stammesgruppe der "Sueben", eng mit den "Semnonen" verwandt, und damit ein elbgermanischer Stamm, der ursprünglich an der unteren Elbe siedelte.
...
Die langobardische Landnahme in Italien gilt als der letzte Zug der spätantiken Völkerwanderung und mithin als ein mögliches Datum für das Ende der Antike und den Beginn des Frühmittelalters in diesem Raum. Anhand der Gräberfelder lassen sich die wichtigsten langobardischen Siedlungsgebiete in Italien festmachen. Diese konzentrierten sich vor allem auf die Gebiete nördlich des Po von Piemont bis Friaul, in dem Gebiet zwischen Lago Maggiore und Gardasee (hier hatte sich bereits vor 550 die ostgotische Besiedlung konzentriert). Nach Süden hin stößt man auf bedeutend weniger Gräberfelder. Der Großteil der in Italien ansässigen Langobarden nahm das arianische Christentum an. Das Langobardenreich mit der Hauptstadt Pavia umfasste Norditalien und Teile Mittel- und Süditaliens. Es gliederte sich in mehrere Dukate (Teilherzogtümer).
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Erstellt: 2018-08

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Swinburne, Algernon Charles
Rosamund, queen of the Lombards

Taschenbuch: 60 Seiten
Verlag: Lulu Pr (9. Januar 2009)
Sprache: Englisch


Kurzbeschreibung
Algernon Charles Swinburne (1837-1909) was a Victorian era English poet. His poetry was highly controversial in its day. He is considered a decadent poet. Many of his early and still admired poems evoke the Victorian fascination with the Middle Ages, and some of them are explicitly medieval in style, tone and construction, including The Leper, Laus Veneris, and St Dorothy. His mastery of vocabulary, rhyme and metre arguably put him among the most talented English language poets in history, although he has also been criticized for his florid style and word choices that only fit the rhyme scheme rather than contributing to the meaning of the piece. After the first Poems and Ballads, Swinburne's later poetry was devoted more to philosophy and politics. He did not stop writing love poetry entirely, but the content was less shocking. Amongst his other works are: A Century of Roundels (1883) and The Age of Shakespeare (1908).


(E?)(L1) http://www.gutenberg.org/etext/2137
a tragedy, by Swinburne, Algernon Charles

1837-1909


ALBOVINE: This is no matter of the wars: in war Thy king, old friend, is less than king of thine, And comrade less than follower. Hast thou loved Ever--loved woman, not as chance may love, But as thou hast loved thy sword or friend--or me? Thou hast shewn me love more stout of heart than death. Death quailed before thee when thou gav'st me life, Borne down in battle.
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