Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
IT Italien, Italia, Italie, Italia, Italy
Region, Región, Région, Regione, Region

Venetien, Vénétie, Veneto, Veneto
(Venedig, Venecia, Venise, Venezia, Venice)

A

amalons (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Wenn man es richtig ausspricht, kann man es ohne Weiteres erkennen, das "Einmaleins".

amanonder
manonder (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Dieses Wort aus dem "Grödnischen Teil" erinnert dch sehr stark an "umeinander". Und so bedeutet es auch "herum", "umher".

Im Fassanischen und im Buchensteiner Teil heißt es dagegen nur noch "manonder".

Erstellt: 2006-02

anternabl (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf

"anternabl" = "[bei Getreide:] später aufgehend, so dass sich zwischen dem schon Reifen noch Grünes findet".
Lardschneider führt das Wort auf ein lat. "alternabile" zurück, das ich jedoch für das Lateinische nicht belegen kann. Ein "*alternabile" müsste jedenfalls als Ableitung zu "alternare" = "etwas abwechseln lassen", "mit etw. abwechseln" gesehen werden. Die semantische Entwicklung von "abwechselbar" ("-abilis" dient ja zum Ausdruck der Möglichkeit und entspricht etwa dt. "-bar") zu "später aufgehend" bedürfte dann aber noch einer Erklärung, falls man nicht von einem sekundären Suffixwechsel ausgehen will. Sehr viel naheliegender scheint mit Blick auf fass. "anternàbech" eine Zusammensetzung aus "anter-" = "zwischen" (von lat. "inter") + "nabech" = "nackt" (von tir. "nakket"?) (vgl. Mazzel) mit Suffixwechsel.
Semantisch vgl. "arguiá". F "anternàbech"


antlaríes
Tand (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Die Geschichte dieses Wortes aus dem "Grödnischen Teil" hat mir gut gefallen - zumal es die Liste meiner "Ampelwörter" ergänzt.


"antlaríes" sf. pl. = "Kleinigkeiten", "kleine Schmuckgegenstände"
Tir. "tantlerei", aufgefasst als "d'antlerei" (Lardschneider), d.h. der Initiallaut wurde als femininer Artikel aufgefasst (vgl. schon Kuen 1923; ebenso Boquoi-Seifert 1984: 55).


Aus "tantlerei" wurde "d'antlerei" = "(die) antlerei".

Der "Tand" = "wertloses Zeug" bedeutetete noch mhd. "tant" = "leeres Geschwätz", und geht zurück auf span. "tanto" = "Kaufpreis", "Spielgeld" und weiter auf lat. "tantum" = "so viel".
Für "Tand" ist eben jeder Cent "zu viel".

B

beruez
biroz
broz (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "beruez" = "zweirädriger Vorderteil des einspännigen Wagens" geht zurück auf lat. "birotium" = "zweirädriger Karren".

Im Buchensteiner Teil heißt es "biroz" = "zweirädriger Wagen".

Im Fassanischen Teil "broz" = "Wagenvordergestell".

bimba (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch "bimba" = "Ziege, die noch nicht trächtig ist", "Ziege, die noch nicht geworfen hat" auch "unfruchtbare Ziege" geht entweder zurück auf lat. "bimus" = "zweijährig" oder auf it. "bimbo", "bimba", "bambino", "bambina" (Stamm "bimb-") = "klein" ("noch nicht geschlechtsreif"), "dumm".

C

calzina
calzinaz (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch", "Fassanisch") "calzina" = "Ruß im Kamin" geht möglicherweise zurück auf venetisch "calsìna" = "Kalk".
In diesem Fall wäre aus "Weiß" "Schwarz" geworden.

Im Fassanischen Teil heißt "calzina" = "ungelöschter Kalk"

Es geht zurück auf lat. "calx" = "Kalk" (ital. "calcina").

Als "calzinaz" wird in einigen Teilen das "Überbleibsel im Kalkofen nach dem Kalkbrennen" oder auch "abgefallener Mauerbewurf" genannt.

curiosphere
Venise sauvée des Eaux

(E?)(L?) http://www.curiosphere.tv/dossiers-thematiques/27-5-geographie

Venise sauvée des eaux ?

La vulnérabilité de Venise s'est aggravée au fil des années avec la montée du niveau de la mer et la Sérénissime s'est parallèlement enfoncée de 23 cm au cours du XXe siècle. Aujourd'hui, 50 entreprises sont mobilisées en mer et sur terre pour sauver Venise des marées hautes de l'Adriatique et des inondations.


(E?)(L?) http://www.curiosphere.tv/ressource/28656-venise-sauvee-des-eaux


Erstellt: 2012-09

D

desconear (W3)

Das fassanische "desconear" = "entkeilen" geht zurück auf lat. "cuneus" = "Keil".

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
FASSANISCHER TEIL (fassanisch)

E

europa
Veneto
Venetien

(E?)(L3) http://europa.eu/abc/maps/regions/italy/veneto_de.htm


F

funerale (W3)

Die dolomitenladinischen Wörter "funeral" und "funerale" gehen über ital. "funerale" = "Begräbnis" zurück auf lat. "funeralis" = "zum Leichenbegräbnis gehörend", lat. "funus" = "Begräbnis".

Lat. "funus" geht weiter zurück auf lat. "funis" = "Seil", "Tau", "Strick", Leine" und soll sich auf die Seile zum Tragen des (toten) Körpers während der Begräbniszeremonie beziehen.

(E?)(L?) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf

"funerale" [U] = "religiöse Handlung beim Begräbnis"f . It. "funerale" = "Begrabnis"f. funeral
"funeral" = "Leichenbegängnis". F "funerale"


G

H

I

J

jafaran
Safran (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "jafaran" = "Safran" geht zurück auf arab. "za'faran" = "Krokus".


Gemäß Lardschneider weist der grödnische Anlaut auf Entlehnung aus ahd. Zeit, bei Kluge sei ein "safran", das letztlich auf ein arab. Etymon zurückgeht, jedoch erst ab mhd. Zeit belegt. Auch in der letzten Auflage von Kluge/Seebold (1995) heißt es: (< 13. jh.). mhd. "saf[f]ran" ist entlehnt aus afrz. "safran", dieses aus span. "azafrán", aus arab. "za'faran" = "krokus".


junanza
junëza (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "junanza" = "Jugend" [konkret] und "junëza" = "Jugend", "Jugendlichkeit" [abstrakt] gehen beide zurück auf frz. "jeune" = "jung". Während es für "junanza" keine direkte Entsprechung frz. "*jeunance" gibt, findet man "junëza" als frz. "jeunesse" = "Jugend", "Jugendzeit".

jupel
Joppe (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "jupel" = "kurze Joppe" geht zurück auf arab. "gubba" = "baumwollenes Unterkleid" + "-ellum".

K

L

Lawine (W3)

Die "Lawine" geht über ladinisch "lavina" zurück auf lat. "labina" = "Erdfall", und lat. "labi" = "gleiten".

(E?)(L?) http://www.donnerwetter.de/ecke/lexikon/index.htm?action=show&id=2845

...
Das Wort "Lawine" bedeutet "gleiten". Der Schnee gleitet an einem Hang mit höherem Gefälle herunter in die Tiefe. Bei Schneehöhen in den Alpen von 3-4 m besteht überall extreme Lawinengefahr. Dabei kommt es auf die Schichtung des Schnees an, denn nur, wenn die Schichtung des Schnees instabil ist, also einige Stellen eine hohe Gleitfähigkeit aufweisen, können sich Lawinen rasch lösen.

Drei Lawinenarten werden unterschieden:
...


(E?)(L1) http://web.archive.org/web/20050307131209/www.schlaufuchs.at/index.php?cont=main.php
Lawinengefahrenskala

(E?)(L1) http://www.wetter.net/lexikon/lawine.html
Lawine - Lawinenhund - Lawinenschnur

(E?)(L?) http://www.wetter-und-klima.de/lexikon/l/lawine.htm


ledam
sladamé
ledamé (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch", "Fassanisch", "Buchensteinisch) "ledam" = "Schmutz", "Unrat", "Kehrricht", "Unkraut" geht zurück auf lat. "laetamen" = "Dünger". Die Umwertung vom positiv bewerteten Dünger zum negativ bewerteten Schmutz ist sicherlich nachzuvollziehen. Der Pferdemist, der die Erdbeeren und Rosen gedeihen lässt ist im Wohnzimmer höchst unwillkommen.

Im Fassidischen Teil findet man dazu auch "sladamé" = "beschmutzen", "besudeln" und in einigen Teilen "ledamé" = "Misthaufen", "Unflat".

M

N

O

P

pumpenèr
pumpeneda (W3)

Das fassanische "pumpener" = "edrohnen", "widerhallen", "larmen" geht - wie die dt. "Pumpe" - vermutlich auf eine lautmalerische Wortbildung zurück.

Als Substantiv ist davon "pumpeneda" = "Widerhall", "heftiger Schlag" abgeleitet.

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
FASSANISCHER TEIL (fassanisch)

purtoi
portói (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "purtoi" = "Weg", "Steig im Schnee", "Skipiste" geht zurück auf lat. "porta" = "Tor", "Tür", "Engpass", "Zugang".

Im Fassidischen Teil findet man auch ein "portói" = "Durchlass".

Q

R

resconei
Mäusedorn (W3)

Das fassanische "resconei" = "Mäusedorn" geht zurück auf lat. "ruscum" ="Mäusedorn" (Ruscus aculeatus L.), "Wildspargel".

Die Bezeichnung dt. "Mäusedorn" verdankt die Pflanze der Nutzung zur Bekämpfung von Mäusen und Ratten. Die stacheligen Zweige sollten Mund und Magen der Nager schädigen.

Eine andere Varaiante bezieht die Bezeichnung auf die Verwendung bei Metzgern, um damit die Messer zu reinigen und das Fleisch abzudecken, um einem Befall von Mäusen vorzubeugen.

Ende Dezember 2001 hat die Universität Würzburg den "stechenden Mäusedorn" ("Ruscus aculeatus") zur "Arzneipflanze des Jahres 2002" ernannt. Der immergrüne Strauch kommt aus dem Mittelmeergebiet. Seine Wurzel enthält als Wirkstoffe v.a. Saponine und ätherische Öle, die gegen die weit verbreiteten Venenprobleme helfen.

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
FASSANISCHER TEIL (fassanisch)

(E?)(L?) http://www.heilkraeuter.de/lexikon/maeusedorn.htm
(E?)(L1) http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de/maeusedorn/maeusedorn.shtml
(E6)(L?) http://www.nabu.de/artenschutz/naturdesjahres.htm
Arzneipflanze des Jahres 2002 - Der Stechende Mäusedorn

(E?)(L?) http://www.phytotherapy.org/gphy/ruscus.pdf


ruvé
arriver (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "ruvé" = "ankommen", "gelangen" geht zurück auf lat. "ripa" = "Ufer" bzw. "*ad-ripare" = "ans Ufer gelangen". Das frz. "arriver" = "ankommen" kommt dem "an-ufern" noch recht nahe, im Ladinischen spricht man nur noch kurz von "ufern" um das Ziel zu erreichen.

S

scarabaita (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Hier geht es nicht nur um ein interessantes Thema, sondern auch um ein interessantes Wort.
Ladinisch ("Grödnisch") "scarabaita" = "unordentliches, ausgelassenes Frauenzimmer" geht zurück auf wtir. "scaraguaita" = "Scharwache". Eine "scarabaita" war also eine "Scharwachen-Frau", "ein Weib, das sich mit den Wachsoldaten abgibt".

Könnte zusammenhängen mit "sbaraica" = "schlecht gekleidet"?

sconeta
inkognito (W3)

Das buchensteinische und fassidische "sconeta" = "heimlich"geht zurück auf lat. "*excognita", "*exconita". Das lat. "cognitus" = "bekannt" steckt auch in unserem "inkognito" = "anonym".

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
FASSANISCHER TEIL (fassanisch)

slaber
slabergoz
schlawern
slagarot
schlâgat
deslaber (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "slabergoz" = "schlecht Gekochtes", "Mischmasch", "Kraut und Rüben durcheinander" setzt sich zusammen aus tir. "schlawern" = "schlürfend trinken", "schnappend essen" und "goz" von lat. "*guttia" = "Tropfen".

Was im Ladinischen "schlawern" heißt, kennt man im Saarland als "schlabbern" und die lad. "schlowersupe" = "lautere Brennsuppe" heißt im Saarland "Schlabbersupp" oder "Schlappersupp" = "fade, nicht schmeckende Suppe", wobei das hier "schlapp" = "kraftlos" mitschwingt.

Auch bezüglich eines "schwachen Kaffees" gibt es Gemeinsamkeiten. So heißt fassidisch "slaber", buchensteinisch "slagarot" = "verlängerter und wenig gutschmeckender Kaffee" und im Saarland sagt man "Schlabberbrieh" = "kraftlose Brühe".

In diese Familie passt auch tir. "schlâgat" = "schlaff", "ermüdet".

Und dann gibt es noch gröd. "deslaber" = "geschmacklos", "ungesalzen", tir. "gschlâder" = "schlechtes Getränk", "wässrige Suppe" und "gschlapper", "gschlatter" = "schlechtes, wässriges Essen"

sotsëura
sotissura (W2)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "sotsëura" = "Unordnung" setzt sich zusammen aus "sot" = "tief", "unter" (lat. "subtum") und "sëura" = "über" (lat. "supra").

Eine andere Variante lautet gad. "sotissura" = "Durcheinander".

Die deutsche Entsprechung lautet natürlich "drunter und drüber". (Während die "direkte Übersetzung von "sotsëura" nur "(d)runter(d)rüber" lautet.)

Erstellt: 2006-02

Sud
sudler
Sudan (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "sudler" = "einer, der beim Schreiben nachlässig ist/kritzelt".

Abgesehen davon, daß man "suddeln" = "mit Wasser spielen" aber auch "schlecht schreiben" (evtl. aus den Zeiten als man noch mit Füllfedern schrieb und Tintenkleckse produzierte) auch im Saarland antrifft, hat "*sud" eine große Verwandtschaft. Ich kann zwar keine seriösen Abstammungsgeschichten anführen, aber die folgende kleine Übersicht ist doch sehr interessant:



(E?)(L?) http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=163&type_id=3
(E?)(L?) https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/su.html
(E?)(L?) http://www.sudan-embassy.de/germpage.htm
arab "Sudd" = "Hindernis"; "Sudd" heißt ein Überflutungsgebiet am Weißen Nil im Süden der Republik "Sudan".
Aber obwohl sich die Vermutung aufdrängt, dass "Sudan" = "Land der Überschwemmungen" heißt, findet man in der Literatur arab. "Bilad es-Sudan" = "Land der Schwarzen".

Konstruieren könnte man noch den Zusammenhang "feucht" und "dunkel", z.B. sieht feuchte Erde meist auch dunkel aus. Aber da ich dazu keinerlei Hinweis gefunden habe, sei es nur als Überlegung angeführt.

(E?)(L?) http://www.hagestedt.de/rezensionen/b38Lichtenb.html
(E?)(L?) http://www.lyrikwelt.de/gedichte/lichtenbergg1.htm
(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/autoren/lichtenb.htm
(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/lichtenb/sudelbuc/sudelb-a.htm
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Sudelbuch
Passend zum Thema "sudeln" möchte ich noch auf das "Sudelbuch" von "Georg Christoph Lichtenberg" hinweisen.

sufrina (W3)

(E1)(L1) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Ladinisch ("Grödnisch") "sufrina" für eineGoldmünze geht zurück auf frz. "souverain d'or", einer niederländischen Goldmünze, die seit ca. 1760 in den österreichischen Niederlanden geprägt wurde und einen Wert von 14 fl 56 kr hatte.

T

U

V

Venedig
Venetien (W3)

"Venedig" und die italienische Region "Venetien" wiederum verdanken ihren Namen den "Venetern", die von den Goten im 5.Jahrhundert auf die Laguneninseln gedrängt wurden. (Der Veneter, lat. "Veneti", finden sich sowohl als keltischer Volksstamm in West-Gallien, als auch als slawische Stämme im mittleren Weichselgebiet.) Als dann 568 die Langobarden in Venetien einfielen wurde Venedig dauerhaft bevölkert.

Venezia (W3)

Ital. "Venezia" = dt. "Venedig", frz. "Venise", engl. "Venice", und die italienische Region "Venetien" verdanken ihren Namen den "Venetern", die von den Goten im 5.Jahrhundert auf die Laguneninseln gedrängt wurden. (Die Veneter, lat. "Veneti", finden sich sowohl als keltischer Volksstamm in West-Gallien, als auch als slawische Stämme im mittleren Weichselgebiet.) Als dann 568 die Langobarden in Venetien einfielen wurde Venedig dauerhaft bevölkert.

(E?)(L?) http://www.360venezia.com/

Virtual visit of Venice, eternal city - Visite virtuelle de Venise, ville éternelle - Visita virtuale di Venezia, città eterna

It is unfair to propose a virtual tour of Venice to you, so much this city abounds in attractive and countless wonders. Through these pictures I try to convey some of the emotions that Venice holds for its visitors, and if thanks to these images I can share with you the pleasure of roaming the canals "fondamenti" and others "campi" of Venice, then I will be happy…

These photographs were taken in February 2004

A travers ces quelques photos panoramiques je vais tenter de retranscrire les émotions que Venise sait si bien offrir à ses visiteurs, et si grâce à cette visite virtuelle je parviens à vous faire partager le plaisir que l'on éprouve à se promener au fil des canaux, "fondamenti" et autres "campi", alors je serai heureux...

Un autre regard, sans complaisance, mais envoûté par le charme sans limite de la Cité des Doges.

Ces photographies ont été réalisées en Février 2004

GILLES VIDAL - panoramic photographer


(E?)(L?) http://www.anthus.com/Colors/Cent.html#164

"Venezia" als Farbe: - #2f6556 - Venezia



(E?)(L?) http://www.classical-composers.org/search/firstB
Bon (di Venezia), Anna (1740)

(E?)(L?) http://nuovavenezia.gelocal.it/
La Nuova di Venezia e Mestre

(E?)(L?) http://www.polomuseale.venezia.beniculturali.it/

Polo Museale Veneziano


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Venezia
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Venezia" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.
Span. "Venezia" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 auf.
Frz. "Venezia" taucht in der Literatur um das Jahr 1730 auf.
Engl. "Venezia" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

Erstellt: 2011-04

Venezian Style (W3)

Als engl. "Venezian Style" wird eine Kalendervariante bezeichnet, die in Venedig bis zum Jahr 1797 in Gebrauch war.

(E?)(L?) http://www.lieberknecht.de/~prg/calendar.htm

...
Venezian Style: From 1 March of the given year to the last day of February of the subsequent year. Derived from the pre-Caesarian Roman style), used by the Merovingian Franks, ufficial style in Venice until 1797
...


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=0&content=Venezian Style
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "Venezian Style" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

Erstellt: 2011-04

Veneziano (W3)

Der name "Veneziano" deutet - wie sollte es anders sein - auf "Venedig" hin.

(E?)(L?) http://www.alienor.org/dossiers_date.php?annee=2008
"L’Or de Venise, 14 fragments d’un polyptyque attribué à Paolo Veneziano et son atelier (XIVe siècle) aux musées de Poitiers"

(E?)(L1) http://www.artcyclopedia.com/artists/AZ.html


(E?)(L?) http://www.bautz.de/bbkl/v/
Veneziano, Paolo (vor 1333-nach 1358)

(E?)(L?) http://www.biografiasyvidas.com/biografia/a/index0001.htm
Agostino Veneziano | Paolo Veneziano | Veneziano, Antonio | Veneziano, Domenico | Veneziano, Gaetano | Veneziano, Lorenzo | Veneziano, Paolo

(E?)(L2) http://www.britannica.com/
Paolo Veneziano (Italian artist)

(E?)(L?) http://www.textlog.de/8391.html

Agostino Veneziano, auch Agostino de Musis genannt, gebürtig aus Venedig, ...


(E?)(L?) http://www.textlog.de/10265.html

Bonifazio, Veneziano, aus Venedig, ein tüchtiger Meister der venezianischen Schule, ...


(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/external-search?tag=etymologety0f-21&keyword=Bonifazio%20de%20Pitati

Bonifazio de Pitati (Bonifazio Veronese oder Bonifazio Veneziano), Maler, geboren: 1487 (Verona), gestorben: 19.10.1553 (Venedig)


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Veneziano
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Veneziano" taucht in der Literatur um das Jahr 1810 auf.
Span. "Veneziano" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 auf.
Frz. "Veneziano" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 auf.
Engl. "Veneziano" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

Erstellt: 2011-04

W

X

Y

Z

zaperloté
Zapateado
zappeln
Zappelphilipp
zapperlot
sapperlot
sackzement
sackerment
sapperment
sackerlot
heiliger Strohsack (W3)

(E?)(L?) http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/MEWD.pdf
Das buchensteinische "zaperloté" bedeutet "zertreten", "zerstampfen".

Erweiterung zum Typ "zapé" = "treten", zu einem "*zappare" = "hacken", "fest auftreten" (REW 9599) (vgl. dazu Aschenbrenner 1972: 31, 39).
"zaperlotada" = "mehrere Fusspuren am gleichen Ort".


Auf "zapé" dürfte auch der spanische Schautanz "Zapateado" zurückgehen, bei dem kräftig mit den Füßen "aufgetreten" wird.
Und das dt. "zappeln" und der "Zappelphilipp" dürften wohl auch in diesem Umfeld zu suchen sein.

(E?)(L?) http://www.heinrich-hoffmann-museum.de/
(E?)(L?) http://www.hyperaktiv.de/archiv/hoffmann.htm
(E?)(L?) http://www.sagen.at/texte/maerchen/maerchen_deutschland/hoffmann/zappelphilipp_1.html
(E?)(L1) http://www.fln.vcu.edu/struwwel/philipp_dict.html
(E?)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Struwwelpeter
Der "Zappelphilipp" erblickte übrigens 1845 das (literarische) Licht der Welt in einem Kinderbuch von Heinrich Hoffmann.

Bei dem buchensteinischen "zaperloté" kam mir unwillkürlich das saarl. "zapperlot" = "na so was", "zum Donnerwetter" in den Sinn. Im Wörterbuch steht es jedoch nur als "sapperlot". Und das verballhornte saarl. "sackzement" (wahrscheinlich am Bau entstanden ("Sack Zement")) findet man im Wörterbuch als "sackerment" oder "sapperment".

Alle Varianten des "Erstaunen oder Ärger zeigens" gehen jedoch nicht auf eine Bedeutung "hacken" zurück sondern auf ein "sackerlot", das wiederum zurückgeht auf frz. "sacre nom de Dieu" = "heiliger Name Gottes". Da man den "Namen Gottes" jedoch vermeiden wollte, wurde aus "sacre nom de Dieu", "sacre nom" und dann "sackerlot" und die anderen Varianten.

Und ich werde dennoch den Verdacht nicht los, dass es zwischen dem buchensteinischen "zaperloté" und dem umgangssprachlichen dt. "sapperlot" doch einen Zusammenhang geben könnte.

Übrigens dürfte auch der umgs. "heilige Strohsack" lediglich eine Vermeidungsvariante sein.

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DE: Venetien, IT: Veneto, FR: La Vénétie, UK: Veneto

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A

B

Boquoi-Seifert, Sabine
Die Kleidung der Grödnerin
Studie zum Rätoromanischen Wortschatz

(1984), [Romanica Aenipontana 12], Innsbruck: AMAE.

C

D

E

F

G

H

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J

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