Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
TR Türkei, Turquía, Turquie, Turchia, Turkey
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Izmir, Izmir, Izmir
(Izmir, Izmir, Izmir)

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Pergament (W3)

"Pergament" ist ein Schreibmaterial, das aus gegerbten Tierhäuten hergestellt wird. Die Bezeichnung "Pergament" geht zurück auf spätlat. "charta pergamena" = dt. "Papier aus Pergamon" und damit auf die antike westanatolische Stadt "Pergamon" (heute "Bergama", Türkei). In Pergamon soll die Verarbeitung von Tierhäuten zu Schreibmaterial entwickelt worden sein. Allerdings geht man heute davon aus, dass die entsprechenden Techniken bereits vorher und auch anderenorts bekannt waren. Aber anscheinend wurden die Herstellungsverfahren in Pergamon derart verbessert, dass die Stadt zum Zentrum der damaligen Pergamentherstellung und der Name der Stadt zum Inbegriff für dieses Schreibmaterial wurde.

"Pergamon" bzw. "Bergama" könnte etwa die Bedeutung "Hochgelegene Siedlung" haben.

Der Ausdruck "das geht auf keine Kuhhaut" hat allerdings einen etwas anderen Hintergrund.



Bei Adelung findet man:


Das "Jungfernpergament", des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, ein zartes "Pergament", welches aus jungen Bockshäuten verfertiget wird.

Das "Pergament", des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine auf besondere Art zugerichtete Thierhaut, wodurch dieselbe härter und steifer wird als Leder, und unter andern auch zum Schreiben gebraucht werden kann, zu welcher Absicht es auch zunächst erfunden worden. "Schreibpergament", welches auf andere Art zugerichtet wird, als dasjenige, welches man zu den Schreibtafeln gebraucht, und worein die Bücher gebunden werden. Auf "Pergament" schreiben. Ein Handschrift, eine Urkunde auf "Pergament". Ein in "Pergament" gebundenes Buch.

Anm. Im Deutschen ehedem nur und im gemeinen Leben noch jetzt "Pergament", mit einem hellen e am Ende, im Nieders. "Perment", "Pirment", bey andern ältern Schriftstellern "Bermut", "Permut", im Franz. "Parchemin", im Ital. "Pergamena", alle aus dem mittlern Lat. "Pergamenum". Es ist eine alte Überlieferung, daß das "Pergament" auf Befehl eines der ehemahligen Könige zu "Pergamos" erfunden, oder vielleicht nur zum Schreiben bequemer zugerichtet worden, als die Ausfuhre des Ägyptischen Papieres in Ägypten verbothen worden, und daß es auch daher seinen Nahmen erhalten habe. Indessen kommt doch dieses Wort bey den ältern Lateinern nicht vor, als welche das "Pergament" "Membranam" nannten. Auch in den Monseeischen Glossen wird es durch "Buochfell" übersetzt, so wie "Bokpell" auch bey den ältern Schweden für "Pergament" vorkommt.

1. Der "Pergamentband", des -es, plur. die -bände, der aus "Pergament" bestehende Band eines Buches.

2. Das "Pergamentband", des -es, plur. die -bänder, ein Band von "Pergament"; besonders in der Anatomie, wo eine Art Bandadern oder Sehnen, welche dem "Pergamente" ähnlich sind, "Pergamentbänder" genannt werden, zum Unterschiede von den knorpelartigen und spannaderigen Bändern; Vincula membranacea.

"Pergamenten", adj. et adv. aus "Pergament" bereitet. ein "pergamentenes" Futteral.

Der "Pergamenter", des -s, plur. ut nom. sing. ein Mann, dessen Beschäftigung darin bestehet, "Pergament" zu machen; der "Pergamentmacher".

Die "Pergamentform", plur. die -en, bey den Goldschlägern, ein aus einzelnen "Pergamentblättern" bestehendes Buch, die noch dicken Goldblätter darin anfänglich dünner zu schlagen; die Quetschform.

Die "Pergamenthaut", plur. die -häute, Diminut. Das "Pergamenthäutchen", Oberd. "Pergamenthäutlein". 1) Eine zu "Pergament" zugerichtete Thierhaut. 2) Eine dem "Pergamente" ähnliche Haut; besonders in der Anatomie, wo es in den menschlichen und thierischen Körpern mehrere "Pergamenthäutchen" gibt.


(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_j_1.html

Jungfernpergament | Pergament | Pergamentleim | Pergamentpressel | Pergamentrolle | Pergamentschnitt | Pergamentschnitzerei | Schäffenpergament


(E?)(L1) http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Derivation/To-V/Suffixe-F/ier.html

pergamentieren


(E?)(L?) http://papiergeschichte.freyerweb.at/sitemap2.html


(E?)(L?) http://www.gutenberg.de/bibel.htm

Gutenbergs Meisterwerk, die 42zeilige Bibel

Als Krönung von Gutenbergs Druckkunst ist die 42zeilige Bibel (B 42) anzusehen. Das zweibändige Werk mit insgesamt 1282 Seiten entstand in der Blüte seines Schaffens mit Hilfe von etwa 20 Mitarbeitern. Gutenberg hat für diese Bibel 290 verschiedene Figuren gegossen. Die farbigen Initialen und Zeichen wurden später von einem Illuminator und einem Rubrikator eingefügt.Von den 180 Exemplaren waren vermutlich 150 auf Papier und die verbleibenden 30 auf kostbarerem "Pergament" gedruckt. Heute existieren noch 48 Exemplare, wovon zwei im Besitz des Gutenberg-Museums sind. Mit dieser Bibel, die bis heute zu den schönsten gedruckten Büchern der Welt gehört, hat Gutenberg bewiesen, daß die "nova forma scribendi" den Handschriften, die damals ihre Hoch-Zeit hatten, ästhetisch gleichwertig war. Die Entwicklung der Schwarzen Kunst brachte einen Umbruch in der Schriftwelt. Die Verbreitung von Wissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen förderte auch den wirtschaftlichen Fortschritt und wurde zu einem Meilenstein in Richtung Neuzeit.
...


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehmvor.html

Die kulturelle Leistung der Schrift besteht darin, daß durch Zeichnen, Einkerben, Ritzen, Drucken o. ä. von Schriftzeichen auf feste Beschreibstoffe (Stein, Ton-, Holz- und Wachstafeln, Papyrus, "Pergament", Papier u. a.) sprachliche Aussagen dauernd verfügbar und transportabel werden. Damit ermöglicht die Schrift erstmals eine differenzierte "Kommunikation" (lat. "communicatio" = "Gemeinsamkeit", "Mitteilung", "Unterredung", "Verständigung"), d.h. eine Übermittlung und einen Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Partnern, ohne den für das Gespräch notwendigen direkten Kontakt von Angesicht zu Angesicht. Schließlich kann auf der Basis der Schrift allererst eine vom Gedächtnis und von müdlicher Überlieferung unabhängige Literatur und Wissenschaft entstehen.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm1.html

"Papyrus", der Vorläufer des "Papiers", war der erste aus einer Pflanze, der in den Nilsümpfen wachsenden "Papyrusstaude", hergestellte Beschreibstoff in Blatt-, Rollen- und Buch-(Codex-) form.

Zur Papyrusherstellung wurde das entrindete Stengelmark in dünnste Streifen geschnitten, die in einer senkrechten und einer waagerechten Schicht aufeinandergelegt wurden. Durch den stärkehaltigen Zellsaft entstanden beim Pressen und Klopfen fest verklebte Doppelschichten, die, egalisiert, getrocknet und poliert, als (allerdings nur auf einer Seite gut beschreibbare) Einzelblätter oder, in beliebiger Zahl aneinandergeleimt, als Rollen in den Handel kamen. "Papyrus" läßt sich als Beschreibstoff in Ägypten für den Beginn des 3. Jtsd. v.Chr. nachweisen.

Zum Schreiben diente ein schräg gekappter Binsenhalm, seit dem 3. Jh. v.Chr. der (Schilf-) Rohrhalm mit gespaltener Spitze.

"Papyrus" gelangte als wichtiger Exportartikel Ägyptens in die ganze antike Kulturwelt und wurde erst ab dem 2. Jh.n.Chr. allmählich vom "Pergament" verdrängt.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm1.html

Die Buchform im alten Ägypten und im Kulturbereich der Griechen und Römer war die Rolle aus "Papyrus" und "Pergament". Das Format der Buchrolle schwankte zwischen 5 und 40 cm Höhe (durchschnittlich 20 - 30 cm) und bis zu 20 m und mehr Länge. Beschrieben wurde sie im allgemeinen nur einseitig mit von rechts nach links einander folgenden Spalten, deren Breite im Durchschnitt etwa 50 - 60 Buchstaben betrug. Die Zeilen liefen parallel zur Längsseite der Rolle. Die Herstellung von Papyrusrollen ist in Ägypten schon um 3000 v.Chr. nachzuweisen. (Möglicherweise war aber die Lederrolle noch vorher in Gebrauch.) Als älteste erhaltene beschriebene Papyrusrolle (und zugleich als ältestes erhaltenes "Buch" der Welt) gilt der sogenannte "Papyrus Prisse", eine Sammlung von Weisheitslehren, in hieratischer Schrift mit schwarzer und roter Tinte geschrieben und wahrscheinlich im 3. Jahrtsd. v.Chr. entstanden. Benannt wurde dieses ägyptische Rollenbuch nach dem französischen Orientalisten "Achille Constant Théodore Emille Prisse d'Avennes" (* Avesnes-sur-Helpe 1807, † Paris 1879), der es in einem thebanischen Grab fand (heute in der Bibliothèque Nationale, Paris).

Von Ägypten aus verbreitete sich die Buchrolle aus Papyrus über die ganze antike Welt und lebte, als sie seit dem 2. Jh. n. Chr. nach und nach durch den Codex verdrängt wurde, in der "Pergamentrolle" des Mittelalters, in der Thorarolle sowie in der Urkundenrolle bis heute fort.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm1.html

Den "Briefumschlag" kannten schon die Babylonier zu Beginn des 2. Jahrtsd. v.Chr.: Bei Ausgrabungen fand man (gebrannte) Tontafelbriefe, die, wohl zur Wahrung des Briefgeheimnisses, mit einer Tonschicht umhüllt waren. Ein solcher "Umschlag", der sich mit der inliegenden Tontafel beim Brennen seinerseits nicht verband, ließ sich zur Herausnahme des Briefes vom Empfänger leicht zerstören.

(Bei den folgenden Beschreibstoffen Papyrus, Pergament, Papier rollte bzw. faltete man bis zur Erfindung des heutigen Briefumschlages [1820] den Brief derart, daß die Schrift nach innen zu liegen kam; das Ganze verschnürte man mit einer Kordel und versiegelte es [mit Wachs, Siegellack, Oblaten u.ä.].)


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm1.html

Die Geheimschrift, die verschlüsselte oder unsichtbar gemachte und nur für Eingeweihte lesbare Schrift, ist wohl so alt wie die schriftliche Kommunikation überhaupt.

Wie in der griechischen Antike die Spartaner Nachrichten verschlüsselten, beschrieb der griechische Philosoph und Schriftsteller Plutarch (Plutarchos) (* Chaironeia um 46 n.Chr., † um 120): Zur Übermittlung geheimer Nachrichten mußten Absender und Empfänger beide eine sogenannte Skytale haben, das waren zwei zylindrische Stäbe mit genau dem gleichen Radius. Der Absender wickelte einen schmalen Papyrusstreifen oder "Pergamentstreifen" spiralförmig um seinen Stab und schrieb dann der Länge nach seine Nachricht auf den Streifen. War der Streifen abgewickelt, konnte nur derjenige die Nachricht lesen, der einen Stab genau desselben Umfangs besaß.

Mit diesem Chiffriersystem, bei dem die Buchstaben des Klartextes zwar erhalten bleiben, aber umgestellt oder versetzt (verwürfelt) werden (Transposition, Versetzung oder Verwürfelung), ließen ab etwa dem 6. Jh. v.Chr. die Ephoren, die höchsten Beamten Spartas, im Kriegsfall Generälen des spartanischen Heeres geheime Nachrichten zukommen.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm1.html

Tierhäute gehören zu den ältesten Beschreibstoffen. Zu Leder gegerbt und in Rollenform wurden sie wahrscheinlich noch vor der Papyruszeit in Ägypten verwendet.

Eine spezielle Bearbeitung der Tierhaut führte zum "Pergament". "Pergament" ist ein Beschreibstoff aus enthaarten, geglätteten, oft eingekreideten, ungegerbten Tierhäuten (Schaf-, Ziegen-, Kalbfelle), die nach einem Kalkbad unter Spannung getrocknet werden. "Pergament" wurde angeblich im 3. Jh. v.Chr. erfunden, als Ägypten die Ausfuhr von "Papyrus" nach "Pergamon" sperrte, um die Konkurrenz der pergamenischen Bibliothek (begründet von Eumenes II. Soter, König von Pergamon [seit 197 v.Chr., † 160/159 v.Chr.]) mit der alexandrinischen Bibliothek zu verhindern. ("Pergament" dürfte es aber schon viel früher gegeben haben, wenngleich Nachrichten über die Herstellungsart erst aus dem Mittelalter überliefert sind. Mit Sicherheit kann nur gesagt werden, daß das "Pergament" nach der Stadt "Pergamon" benannt wurde.)

Haltbarer und zur Beschriftung besser geeignet als Papyrus, notfalls nach Abschabung der Schrift auch erneut beschreibbar, trat "Pergament" seit dem 4./5. Jh. als Schreibmaterial an dessen Stelle. Nach Erfindung des Papiers verlor das "Pergament" seit dem 15./16. Jh. an Bedeutung.

Schreibgerät für das "Pergament" war die Rohrfeder (Gänsefeder, gelegentlich die Metallfeder).


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm1.html

Der "Codex" (von "caudex" [lat.] - urspr. "Holzklotz", später Bez. für Schreibtafel [aus Holz]) war die Buchform der Spätantike und des Mittelalters. Ein Codex besteht aus mehreren gefalteten, ineinandergelegten und gehefteten (Papyrus-Blättern, "Pergament-Blättern" oder Papier-Blättern), die zwischen zwei (mit Leder oder Metall überzogenen) Holzdeckeln befestigt sind. Die Urform des Codex waren die miteinander verbundenen Schreibtäfelchen der Antike (Polyptycha). Die heutige Buchform geht unmittelbar auf den Codex zurück.

Nach literarischer Überlieferung gab es Ende des 1. Jh. Homer- und Vergilausgaben in Codexform. Das älteste erhaltene Codexfragment stammt aus dem 2. Jh. (Fragment der "Kreter" des Euripides[* 485/484 oder um 480 v.Chr., † 406 v.Chr.]).

Der Codex, der zunächst neben der Buchrolle bestanden hatte, verdrängte diese bis Ende des 5. Jh. Diese Entwicklung wurde dadurch begünstigt, daß mit dem Aufkommen der Codexform man statt des leicht brechenden Papyrus zunehmend das schmiegsame "Pergament" als Beschreibstoff verwendete. Im 13. Jh. entstanden die ersten Papiercodices.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm2.html

Die ältesten "Pergament-Handschriften" für die fast komplette Überlieferung der griechischen Bibel (Altes Testament und Neues Testament) sind der Codex Vaticanus, wohl um 350 in Ägypten entstanden (enthält Altes Testament [ Septuaginta] fast vollständig und Neues Testament; seit 1475 in der Vatikanischen Bibliothek) und der Codex Sinaiticus (4. Jh.), 1844 und 1859 von Konstantin von (seit 1869) Tischendorf (* Lengenfeld [Vogtland] 1815, † Leipzig 1874) im Katharinenkloster auf dem Berg Sinai entdeckt, (enthält Altes Testament mit Lücken, Neues Testament vollständig; seit 1933 im Britischen Museum, London).


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Die ersten lateinischen Bibelübersetzungen (zunächst nur einzelner Teile) entstanden in christlichen Gemeinden der römischen Provinz Africa proconsularis ab etwa 200 n.Chr., von 250 an auch auf europäischem Boden. Diese (der Vulgata des Hieronymus vorausgehenden) altlateinischen Bibelübersetzungen wurden von dem lateinischen Kirchenlehrer (Aurelius) Augustinus (* Tagaste [Numidien ] 354, † Hippo Regius 430) als Itala (lat. zu Italus - aus Italien) bezeichnet. Das älteste Zeugnis bieten die Quedlinburger Itala-Fragmente, Fragmente einer Bibelhandschrift, die 1865 - 1869 aus alten Quedlinburger Bucheinbänden herausgelöst wurden. Es sind Blätter aus einem Pergamentcodex, die Bilder zu alttestamentlichen Büchern enthalten und zugleich die ältesten Beispiele christlicher Buchmalerei darstellen; zudem sind sie das erste originale Beispiel für eine Bibelillustration. Sie werden in das 4. Jh. datiert (heute in der Deutschen Staatsbibliothek, Berlin).

Als älteste europäische Autobiographie (literarische Darstellung des eigenen Lebens oder einzelner Lebensphasen) gelten die "Confessiones" (lat.- Bekenntnisse) des lateinischen Kirchenlehrers des christlichen Altertums (Aurelius) Augustinus (* Tagaste [Numidien] 354, † Hippo Regius 430), entstanden 397-398. (Erstdruck: Straßburg um 1470.)

Die erste gedruckte (große) Autobiographie sind die 397-398 entstandenen "Confessiones" (lat.= Bekenntnisse) des lateinischen Kirchenlehrers des christlichen Altertums Aurelius Augustinus (* Tagaste [Numidien] 354, † Hippo Regius 430), gedruckt von Johann Mentelin in Straßburg spätestens 1470.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm2.html

Die Entwicklung des Bucheinbandes (d.i. der die Gesamtheit der Seiten [ Lagen] zusammenhaltende und schützende Teil eines Buches, bestehend aus den beiden Buchdeckeln und dem Buchrücken) begann mit der Herausbildung des Codexes. Während die ersten Codices vor Beschädigungen wohl nur durch einen umgelegten "Pergamentbogen" oder in Aufbewahrungskästen geschützt wurden, wurden etwa vom 4. Jh. an die ersten Codices gebunden, und zwar in Holzdeckel, die, vor allem im frühen Mittelalter, mit Edelsteinen, Gold, Silber und Elfenbeinschnitzereien oder mit Email-Schmelzarbeiten geschmückt (Prachteinbände), im allgemeinen aber mit Leder überzogen wurden (Ledereinbände).


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Wulfila (griech.: Ulfilas), der Missionar der Westgoten, (* um 311, † Konstantinopel 383) begann vermutlich um 369, die Bibel aus dem Griechischen ins Gotische zu übersetzen. Mit dieser ersten germanischen Bibelübersetzung schuf er zugleich das früheste germanische Schriftdokument. Größere Teile der gotischen Bibelübersetzung (so die vier Evangelien) sind in einer Prachthandschrift des 6. Jh., einem mit Silber- und Goldtinte auf purpurfarbenem "Pergament" geschriebenen Codex ("Codex argenteus" [lat.- Silberne Handschrift]) überliefert (seit 1669 in der Universitätsbibliothek Uppsala).


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Das Autorenbild, ein Bild des Verfassers, das seinem Werk vorangestellt wird, war Bestandteil schon der antiken Buchmalerei. Es ist zuerst in einem unter der Bezeichnung Dioskurides-Handschrift bekannten, auf "Pergament" geschriebenen und mit naturwissenschaftlichen Illustrationen ausgestatteten Pflanzenbuch (enthält neben anderem die Schrift "De materia medica" des Pedanios Dioskurides [ 1. Jh.]) überliefert, das um 512 in Konstantinopel in Auftrag gegeben wurde (heute in der österreichischen Nationalbibliothek, Wien).


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Lange (bis 1966) galt als der älteste Holztafeldruck der Welt, bekannt als sogenannte Diamant-Sutra, eine 5 m lange "Pergamentrolle" mit 6 Textblättern und einem Blatt mit einer Holzschnittillustration (jeweils mit den Maßen 30 cm x 75 cm). Es handelt sich dabei um einen ins Chinesische übersetzten buddhistischen Text, der am Schluß vermerkt, daß das Werk von einem Wang Jie (Wang Chieh) am 11. Mai 868 (nach Umrechnung des Datums in unsere Zeitrechnung) gedruckt sei. Der Chinese Wang Jie ist demnach der erste geschichtlich einzuordnende Drucker.

Die Rolle wurde im Jahre 1900 in einer Höhle bei Tun-huang in der chinesischen Provinz Kansu gefunden (heute im Britischen Museum, London). Sie ist das älteste erhaltene chinesische Buch und zugleich das älteste in der Welt bekannte Druckwerk mit genauem Herstellungsdatum.


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Nach dem wirklichkeitsfremden, aber von kirchlichen Stellen gebilligten Weltbild des weitgereisten griechischen Pilgermönchs Kosmas Indikopleustes (griech.= Kosmas der Indienfahrer) des 6. Jh. aus Alexandria bildeten sich im christlichen Hochmittelalter die sogenannten Mönchskarten (runde oder ovale Abbildungen der Erde als rings vom Weltmeer ["Ozean"] umgebene Scheibe) heraus, entweder als T-O- (Rad-) Karten, als Zonenkarten oder als Mischformen von beiden. Die stark schematisierten T-O -Karten wurden durch die in den Kreis (O) eingezeichnete T-förmige Anordnung der Flüsse Don und Nil (waagerechte Balken) sowie des Mittelmeers (senkrechter Balken) in eine obere Hälfte (Asien) und unten in ein linkes (Europa) und ein rechtes Viertel (Afrika) gegliedert. Das Zentrum der Scheibe bildete Jerusalem, den obersten, östlichsten Platz nahm das Paradies ein. Die Zonenkarte teilte die Erdscheibe in parallele, Westost verlaufende Klimastreifen ein.

Zu den ältesten Dokumenten dieser mittelalterlichen Kartographie gehört die Ebstorfer Weltkarte, eine farbige, runde und zugleich die größte Radkarte (358 cm x 356 cm), entstanden zwischen 1230 und 1250, um 1830 im Kloster Ebstorf, Kr. Uelzen, entdeckt; Original (30 "Pergamentblätter") 1943 im Staatsarchiv Hannover verbrannt, erhalten noch in zwei Faksimiledrucken (im Kloster Ebsdorf und in Lüneburg).


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm2.html

Die älteste deutsche Kochrezeptsammlung ("daz buch von guter spise") wurde für den fürstbischöflichen Protonotar Michael Jud, genannt de Leone, in Würzburg gegen 1350 verfaßt und auf Pergament (als Anhang eines Tierarzneibuches) geschrieben. (Erstdruck: Stuttgart 1844.)


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Die sogenannte Frankfurter Dirigierrolle (eine um zwei Stäbchen laufende Pergamentrolle) ist eines der ältesten Regiebücher im deutschen Sprachraum. Es wurde um 1350 von dem Spielleiter des zweitägigen Frankfurter Passionsspiels, dem Kanonikus des St.-Bartholomäus-Stiftes am Kaiserdom zu Frankfurt/M. Baldemar von Peterweil († um 1382) angefertigt. Die Frankfurter Dirigierrolle enthält neben Bühnenanweisungen ein Verzeichnis aller auftretenden Personen sowie den zu jedem Auftritt gehörenden Anfangstext.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm3.html

Als Ende des 14. Jh. die im 13. und 14. Jh. beliebten, auf "Pergament" gemalten Andachts- und Heiligenbilder im Holztafeldruck vervielfältigt und damit zur populären Massenkunst wurden, gingen aus diesen Einblattdrucken im 15. Jh. als ein neues Kommunikationsmittel die sogenannten Bilderbogen hervor, Bildfolgen mit kurzen, meist gereimten Texten, die auf Jahrmärkten und Kirchenfesten feilgeboten wurden. Da zu den religiösen Motiven auch weltliche traten, waren sie nicht nur zur Erbauung, sondern auch zur Belehrung, Belustigung, zur Verbreitung von Nachrichten und als Mittel im religiösen und politischen Streit bestimmt. Die ursprüngliche Holzschnittechnik wurde später durch den Kupferstich, die ein- und mehrfarbige Lithographie und andere Verfahren verdrängt. Die Bilderbogen blieben bis ins 19. Jh. ein wichtiges Nachrichtenmittel und erreichten durch Massenanfertigung und fabrikmäßige Kolorierung einen ungeahnten Aufschwung. Sie verloren ihre Bedeutung mit dem Aufkommen der Tageszeitungen, der illustrierten Zeitschriften und Bücher. Die Bilderbogen haben sich in den heutigen Comics erhalten.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm3.html

Die "42zeilige lateinische Bibel" (auch "Gutenberg-Bibel" und "B42" genannt) ist das erste im Abendland mit beweglichen gegossenen Typen gedruckte repräsentative Buch und zugleich das einzige Druckwerk, das mit Sicherheit von Johannes Gutenberg in Mainz gedruckt wurde. Diese von 1452 bis 1455 gedruckte (spätestens im Frühjahr 1456 vollendete) Bibel, die früheste gedruckte Bibel überhaupt, besteht aus zwei Bänden, dem Alten und Neuen Testament, und umfaßt 1282 Folioseiten. Der Text der Vulgata ist in zwei Kolumnen (zunächst für einige wenige Seiten zu 40 Zeilen, dann in 41 Zeilen und schließlich in 42 Zeilen) gesetzt; für Buch- und Schriftgestaltung war die zeitgenössische Prachthandschrift das Vorbild. Von den etwa 180 gedruckten Exemplaren der B42 sind heute nur noch 48, teilweise fragmentierte Exemplare (12 davon auf "Pergament" und 36 auf Papier) erhalten.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm3.html

Nach unsicheren Überlieferungen über Erfinder bzw. Erfinder-Nachfolger des Globus (einer verkleinerten Nachbildung der Erde, eines anderen Weltkörpers oder der scheinbaren Himmelskugel) (wie Anaximander aus Milet[* um 610 v.Chr., † 546 V.Chr.], Endoxos aus Knidos [* 410 v.Chr., † 355 v.Chr. ], Archimedes aus Syrakus [* um 285 V.Chr., † 212 v.Chr. ]und Krates von Mallos [2. Jh. v.Chr.]) gilt als sicher, daß die ältesten Himmelsgloben aus dem 1. Jh. v.Chr. stammen. Der älteste, heute noch (im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg) erhaltene Erdglobus ist der 1491/1492 von Martin Behaim, einem Reisenden, Kaufmann und Kosmographen (* Nürnberg 1459, † Lissabon 1507) entworfene und 1492 vollendete "Erdapfel".

Da man bei der Herstellung der "pergamentüberzogenenen" Holzkugel (in Nürnberg durch N. Kalperger und Georg Albrecht Glockendon d.Ä.[ † 1514]) von einem amerikanischen Kontinent noch nichts wußte (am 12. Oktober 1492 landete Christoph Kolumbus an der Küste der Neuen Welt), blieb der Globus nur wenige Monate aktuell.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm3.html

Die älteste (selbständige) Landkarte der Schweiz ist eine Handzeichnung (mit Tusche auf "Pergament") aus dem Jahre 1496 von Konrad Tust (* zwischen 1450 und 1460, † 1504), dem Leibarzt Maximilians I. (1486 - 1519). Die Karte entstand, wie aus einem 1496 - 1498 gesondert erschienenen Begleitheft hervorgeht, aufgrund örtlicher Landvermessungen.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm4.html

Der Bleistift, genauer der Graphitstift, ist ein Schreib- und Zeichenstift aus Holz mit eingelegter Graphitmine, die aus Graphit und feinstgemahlenem Ton gepreßt und gebrannt wird.

Runde Scheibchen aus Graphit oder Blei wurden schon in der Antike zum Linienziehen benutzt. Dem gleichen Zweck diente im Mittelalter das "Reißblei", das nicht aus Blei, sondern aus Graphit bestand; mit ihm wurden die "Pergamentbögen" und später die Papierbögen vor dem Beschreiben liniiert.

Die Bezeichnung "Bleistift" (früher Bley[weiß]stefft) rührt daher, daß man bis zur Einführung des Kunstwortes "Graphit" (von griech. graphein - schreiben) 1791 durch den Mineralogen Abraham Gottlob Werner (* Wehrau [bei Görlitz ] 1749, † Dresden 1817) den Graphit im allgemeinen als Bleiweiß oder Reißblei benannte.

Die ersten Graphitschreibstifte gab es in England um 1500. Für sie wurde das Mineral in Stäbchen geschnitten. Kurze Zeit später erfand man für sie verschiebbare Holzhüllen, damit man beim Schreiben keine schwarzen Finger bekam. (Dieses Verfahren beschrieb als erster der Schweizer Naturforscher Conrad Gesner[* Zürich 1516, † ebd. 1565]in seinem Werk "De omni rerum fossilium genere", Zürich 1565.)


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm4.html

Eins der frühesten bekannten gedruckten Miniaturbücher aus der Nachinkunabelzeit ist das von Lucantonio Giunta in Venedig am 4. Mai 1506 verlegte Stundenbuch "Officium Beatae Mariae Virginis secundum consuetudine romane curie" (72 mm x 51 mm). (Es ist auf "Pergament" gedruckt und mit illuminierten ganzseitigen Holzschnitten versehen.)


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm4.html

Abgesehen davon, daß bereits von den Griechen und Römern authentische Speisefolgen überliefert sind, also aufgeschrieben worden sein müssen, ist die Erfindung der (handgeschriebenen oder gedruckten) Menükarte in der heutigen Form, welche die Speise- und zumeist auch Getränkefolge eines (Fest-) Essens zu besonderem Anlaß verzeichnet, auf die Wende vom 15. zum 16. Jh. datiert.

Als Geburtsjahr der Menükarte gilt für die einen das Jahr 1521, als beim Reichstag zu Worms Herzog Heinrich von Braunschweig (1514 - 1568) seinen Küchenmeister alle Gerichte eines Festessens für seine Gäste auf "Pergament" schreiben ließ. Anderen Quellen zufolge soll bereits 1489 auf dem Reichstag von Regensburg eine Menükarte angefertigt worden sein.

Besonders im Barock wurden die Menükarten für die für Hof und Adel, aber auch das gehobene Bürgertum ausgerichteten Festessen individuell und aufwendig, zum Teil von Künstlern gestaltet, bis sie später als Blanko-Menükarten (Speisekarten) zu gebrauchsgraphischen Massenartikeln vor allem für das Gaststättengewerbe wurden.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm5.html

Die älteste, noch bestehende "Pergamentfabrik" Deutschlands, deren Ursprung vor 1688 in Augsburg liegt, ist die Firma Carl Wildbrett in Bobingen bei Augsburg, die seit 1868 in Familienbesitz ist (jetziger Inhaber: Manfred Wildbrett). Der Firmengründer, der gelernte Buchbinder Carl Wildbrett, übernahm 1868 den letzten Betrieb einer Augsburger "Pergamenterzunft", den des Friedrich Bartholme, und sein bereits 1688 urkundlich in Augsburg erwähntes Haus.


(E?)(L?) http://www.ib.hu-berlin.de/%7Ewumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm6.html

Um die Mitte des 18. Jh. wurde es in England möglich, mit Schöpfsieben aus feinstem Draht ungeripptes, glattes, "pergamentähnliches" Papier, sogenanntes Velinpapier (frz.: vélin, lat.: vellum = Haut, "Pergament") herzustellen (ungeklärt, ob durch den englischen Buchdrucker und Schriftkünstler John Baskerville oder den englischen Papiermacher James Whatman). John Baskerville (* Wolverley [Cty. Hereford and Worcester ] 1706, † Birmingham 1775) verwendete aber in seiner 1754 in Birmingham gegründeten Offizin als erster 1757 Velinpapier für den Druck einer Sammelausgabe von Vergils "Bucolica", "Georgica" und "Aenneis".


(E3)(L1) http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm7.html

Als Palimpsest (griech.) wird eine Handschrift bezeichnet, deren ursprünglicher Text (bei Papyrus durch Abwischen, bei "Pergament" durch Radieren mit Bimsstein) getilgt und durch einen neuen ersetzt wurde. Die Wiederverwendung des kostbaren Schreibmaterials war schon bei den Römern üblich und wurde im Mittelalter in den Schreibstuben der Klöster geübt. Die Palimpsestforschung begründete der italienische klassische Philologe Angelo Mai (* Schilpario [Prov. Bergamo ] 1782, † Castel Gandolfo 1854) während seiner Tätigkeit an der Biblioteca Ambrosiana in Mailand und der Biblioteca Vaticana in Rom in den Jahren 1813 - 1838. Er entdeckte zahlreiche Klassiker- und Kirchenvätertexte, u.a. die bis dahin unbekannte Schrift Ciceros "De re publica".


(E?)(L?) http://www.koelner-dom.de/glossar.html


(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/

Pergamenter (s. Gerber) | Beschreibstoffe - Birkenrinde, Papier, Papyrus, Pergament, Wachstafel | Blatt - Pergamentformat | Buchkunst - Buchbeschläge, Buchbinderei, Buchdruck, Buchillustration, Buchmalerei, Gessomalerei, Holzschnitt, Initiale, Kupferstich, Metallschnitt, Notendruck, Pergamentformat, Schrift, Wiegendruck | Leder; - Beutler, Gerben, Gerber, Gürtler, korduwan, Pergament, Riemer, Sattler, Schuster | Paginierung - Pergamentformat | Pergament | Pergamenter - Gerber | Pergamentformat, Paginierung und Schriftspiegel | Schrift; - Abbreviatur; Alphabet; Capitalis; Minuskel, gotische; Minuskel, karolingische; Notula; Runen; Schreiben; Schriftspiegel (s. Pergamentformat); Textura; Unziale | Schriftspiegel - Pergamentformat | Seitenformat, -zählung und -einteilung - Pergamentformat | Velin - Pergament | Velum - Paramente


(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/lat-dt-HS.htm

Mit dem Klosterwesen waren jedoch auch etliche mehr oder weniger säkulare Angelegenheiten verbunden, wie z.B. Schriftkultur, die bis zu hohem Mittelalter nahezu ausschließlich nur im Rahmen der kirchlichen Sphäre bleibt.

Aus diesem Bereich sind z.B. folgende Ausdrücke lateinischer Herkunft: dt. "schreiben" (lat. "scribere"), dt. "dichten" (lst. "dictare"), dt. "Tinte" (lat. "tincta aqua"; dt. "gefärbtes Wasser"), dt. "Pergament" (mittellat. "pergamentum"), dt. "Tafel" (lat. "tabula"), dt. "Griffel" (lat. "graphium", auch in Anlehnung auf das ahd. "grifan" – dt. "greifen"), weiter auch dt. "Kanzler" (lat. "cancellarius"), dt. "Kanzlei" (lat. "cancelli"), aus anderen Bereichen z.B. dt. "Mantel" (lat. "mantellum"), dt. "Teppich" (lat. "tapetum").

Auch zahlreiche Bezeichnungen für nicht einheimische Pflanzen, die zuerst wohl in den Klostergärten angebaut wurden, sind Lehnwörter aus dem Lateinischen: dt. "Petersilie" (mittellat. "petrosilium"), dt. "Zwiebel" (mittellat. "cipolla"), dt. "Salbei" (lat. "salvia"), dt. "Rose" (lat. "rosa"), dt. "Lilie" (lat. "lilia"), dt. "Veilchen" (lat. "viola") usw.


(E?)(L?) http://www.prosieben.de/lifestyle_magazine/galileo/specials/galilexikon/00788/002/index.php

Heißt: es passt auf kein noch so großes Pergament. Pergament wurde normalerweise aus Schafs- oder Kalbshäuten gemacht. Wenn etwas zu lang wurde passte es nicht einmal mehr auf eine (viel größere) Kuhhaut. Der erste Beleg für die Redewendung sind die "sermones vulgares" von Jaques de Vitry (vor 1240).

Die Redewendung hat mit der Geschichte um Königin Dido, die mit einer aus Kuhleder geschnittenen Leine das Gebiet der zukünftigen Stadt Karthago umspannte, nichts zu tun.


(E?)(L?) http://www.retrobibliothek.de/retrobib/stoebern.html?werkid=372

Pergamentpapier


(E?)(L?) http://www.rittertum.de/home/wbuch/windex.html


(E?)(L?) http://www.schneidersoehne.com/viewMarket/deDE/menu/1000_3002150.jhtml?cnt=pcc&menuID=1000_3002150&dsource=menu

Echtpergament | Pergamentersatz | Pergamentpapier


(E3)(L1) http://www.textlog.de/dornblueth.html


(E3)(L1) http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/

originalpergamentenbrief | pergament | pergamentaufschlag | pergamentbereiter | pergamentbrief | pergamenten | pergamenter | pergamentergilde | pergamenterin | pergamenthufer | pergamentierer | pergamentlibell | pergamentmacher | pergamentmandat | pergamentmeisterleute | pergamentsmandat | pergamentstueck | pergamentwerk


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/

jungfernpergament, n.


(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

Färben des Pergaments | Fenster, (Pergament-) | JungfernPergament | KälberPergament | Mahlerpergament | Papier (Pergament-) | Pergament | Pergamentabschnitte | Pergamentband | Pergamentband | Pergamentblume | Pergamenter | Pergamentirer | Pergamentform | Pergamentgärberey | Pergamenthaut | Pergamentleim | Pergamentmacher | Pergamentpapier | Pergamentpappe | Pergamentrücken | Pergamentschaber | Pergamentschalen | Schabeeisen, der Pergamentmacher | Schafpergament | Schreibetafelpergament | Schwarzes Pergament | Sieb (Pergament-) | Stickerpergament | Tafel (Pergament-) | Vergoldung (Pergament-) | Wasserpergament


(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/Bergama

Bergama is a populous district, as well as the center city of the same district, in Izmir Province in western Turkey. By excluding Izmir's metropolitan area, it is one of the prominent districts of the province in terms of population and is largely urbanized at the rate of 53,6 per cent. Tire center is situated at a distance of 118 km (73 mi) to the north from the point of departure of the traditional center of Izmir (Konak Square in Konak, Izmir) and lies at a distance of 27 km (17 mi) inland from the nearest seacoast at the town of Dikili to its west. Bergama district area neighbors the areas of three districts of Balikesir Province to its north, namely Ayvalik, Burhaniye and Ivrindi, Izmir Province district of Kinik and Manisa Province district of Soma to its east, while to the south it is bordered by the central provincial of Manisa and two other Izmir Province districts along the coast that are Aliaga and Dikili from its south towards its west. The district area's physical features are determined by the alluvial plain of Bakirçay River.

Contents Name

The name "Bergama", as well as its ancient predecessor "Pergamon", are thought to be connected with the even more ancient Luwian language adjective "parrai" (Hittite language equivalent; "parku"), meaning "high" in the same vein as being the etymological root of a number of other ancient cities across Anatolia. Its adapted form "Bergama" has been used in Turkish language sources since the Turkish settlement in the region. The ancient and modern Greek language form of the name is Greek: "Pergamos"). Özhan Öztürk claims that "Bergama" means "high settlement" / "high base" in Hittite language while "Argoma" (modern Suluova in Amasya means "border settlement" at Hitite-Kaskians border.
...


(E?)(L1) http://www.wissenschaft-online.de/page/mk_archiv

Integral Park
Einer Gruppe ahnungsloser Mathematikstudierender ist eine wissenschaftliche Sensation gelungen: Mit Hilfe eines rekursiven Algorithmus haben sie aus einem versteinerten Pergament des Archimedes längst verschollene Axiome wieder zur Gültigkeit erweckt. Doch die daraus entstehenden Herleitungen...
» weiter


(E?)(L?) http://unserebesten.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,2266831,00.html

Papier - Siegeszug der Schriftlichkeit
Über 1000 Jahre nach seiner Erfindung zog das Papier im 12. Jahrhundert endlich in Europäische Kulturzentren ein. Schreiben war nun für jedermann erschwinglich. Es dauerte aber noch bis zum 17. Jahrhundert, bis das kostengünstige Papier das teure Luxusgut Pergament so gut wie verdrängt hatte.
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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Pergament
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Pergament" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2013-01

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