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Wanderwege der romanischen Dialekte

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01.09.2003 11:12

Wanderwege der romanischen Dialekte

Stefanie Hahn Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Rainer Schlösser heute zum neuen Professor für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Jena ernannt

Jena (01.09.03) Die Sprache, die in der Antike im Gebiet des heutigen Italiens, Frankreichs oder Rumäniens gesprochen wurde, ist bis heute 70 Mal an die nächste Generation weitergegeben worden. Jede Generation glaubte selbstverständlich, die Sprache ihrer Eltern zu übernehmen - und doch wird die Sprache der ersten Generation als "Latein", die der siebzigsten jedoch als "Italienisch", "Französisch" oder "Rumänisch" bezeichnet. Warum das so ist, erforscht Prof. Dr. Rainer Schlösser. Der 47-jährige Romanist aus Mönchengladbach ist heute (01.09.) zum neuen Lehrstuhlinhaber für Romanische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt Französisch und Italienisch an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ernannt worden.

"Da das gesprochene Latein in den verschiedenen römischen Provinzen nicht einheitlich war, entwickelten sich daraus die heute existierenden romanischen Sprachen und Dialekte", erklärt Prof. Schlösser. Nicht jedem Dialekt war jedoch die Entwicklung zu einer eigenständigen Hochsprache beschieden. Hier spielen neben den sprachlichen auch politische und kulturelle Gegebenheiten eine Rolle. "Der zur Hochsprache aufgestiegene Dialekt hat dann vielfach die anderen Dialekte verdrängt", weiß der Romanist. In seiner Dissertation an der Universität Köln (1985) beschäftigte er sich mit der Lautlehre des "Aromunischen". Diese "Variante des Rumänischen" wird heute noch in bestimmten Gebieten Griechenlands und Albaniens gesprochen. Es fristet aber ein denkbar gefährdetes Dasein neben dem Neugriechischen bzw. Albanischen, das dort geschrieben und gesprochen wird.

Die Erforschung solcher Sprachraritäten dient nicht dazu, sie vor dem Aussterben zu bewahren. Das sei ein natürlicher Vorgang, auf den die Sprachwissenschaft nur bedingt Einfluss hat, sagt Schlösser, der neben den romanischen auch die skandinavischen Sprachen sowie Griechisch, Englisch und sogar etwas Ungarisch und Hebräisch beherrscht. Vielmehr geht es ihm u.a. darum, die Entwicklung der heutigen Sprache seit ihren ersten mittelalterlichen Belegen nachzuvollziehen.

Dabei ist er immer wieder forschend in romanische Sprachnischen vorgedrungen, hat sich z. B. mit dem "Dolomitenladinischen" auseinandergesetzt. Mit 25 000 Sprechern und sechs Dialekten in sechs Tälern der Südtiroler Alpen zählt es zu den europäischen Kleinstsprachen. 1997 hat er sich mit mehreren Arbeiten u.a. über romanische Dialektologie an der Universität in Siegen kumulativ habilitiert.

Gegenwärtig durchforstet er deutsche Dialektwörterbücher nach Ausdrücken, die aus dem Französischen entlehnt sind. So gibt es zum Beispiel das im Sächsischen gebräuchliche "vischlant", das soviel wie "pfiffig" oder "clever" bedeutet und vom französischen "vigilant" herzuleiten ist. Interessant ist, dass solche begrifflichen Kuriositäten auch in Gegenden zu finden sind, die nie an Frankreich grenzten, z.B. Brandenburg und Thüringen. "Es ist spannend, die Wanderwege solcher Dialektwörter nachzuvollziehen", begeistert sich der Romanistik-Professor, der seine Stelle in Jena zuvor zwei Jahre vertreten hat. Er ist im übrigen nicht nur sprachforschend tätig, sondern betreut in seiner Freizeit im brandenburgischen Luckenwalde die "Rotkreuzgeschichtliche Sammlung Fläming-Spreewald". In dieser Funktion und als stellvertretender Sprecher der "Arbeitsgemeinschaft deutscher Rotkreuz-Museen" hält er die Geschichte dieser humanitären Organisation lebendig.

Kontakt:
Prof. Dr. Rainer Schlösser
Institut für Romanistik der Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 8, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944641, Fax: 03641 / 944602
E-Mail: rainer.schloesser@uni-jena.de

Merkmale dieser Pressemitteilung: Geschichte / Archäologie, Sprache / Literatur, überregional, Personalia, Deutsch


Erstellt: 2016-12

J

jstor.org
Pott
Plattlateinisch und romanisch

(E?)(L?) http://www.jstor.org/


(E?)(L?) http://www.jstor.org/betasearch?Query=Plattlateinisch+und+romanisch




Erstellt: 2013-11

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Küchenlatein
Mittellatein
Vulgärlatein
Spätlatein
Christliches Latein
Bibellatein
Scholastiker-Latein (W3)

(E6)(L1) http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/GermLat/Acta/Boehm.htm

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Die vorausgehende Phase, der post-antike Sprachwandel des Mittelalters, wurde bekanntlich abgewertet als sog. "Küchenlatein"; das besagte gemäß den wiederentdeckten Quintilianischen Rhetorik-Regeln soviel wie reich an Fehlern durch Barbarismen und Solözismen. Der bayerische Humanist Johann Aventin definierte in seiner Latein-Grammatik von 1519: "das grob nit gut latein ist: kuchilatein"; Reformatoren disqualifizierten es als "Sprechweise der Klosterküchen".

Jenes "Mittellatein" war jedoch umso reicher an Eigentümlichkeiten, als es eben keine tote Sprache war! Seine Anfänge verliefen parallel zur "Entstehung der romanischen Sprachen", die sich in den römischen Provinzen aus dem gesprochenen, nicht als Schriftsprache bezeugten "Vulgärlatein" entwickelten. Kirchliche Zentren waren Orte der Konservierung, aber auch von Wandlungen des nachklassischen Latein als Schrift- und auch als Sprechsprache. In den gesellschaftlich veränderten Umfeldern, in Gallien anders als in den germanischen Missionsgebieten, wurde im Karolingerreich das schulmäßige Latein vorwiegend aus dem "Spätlatein" rezipiert. Das gleichzeitig entstehende "Mittellatein" entbehrte - im Unterschied zu den romanischen Dialekten - die Wurzel gesprochener Sprache, es war eine "Sprache ohne Volk", um sich dennoch als lebendes Kommunikationsmedium in Kirche, Schule, Recht, Verwaltung, Diplomatie zu entfalten, samt Vor- und Nachteilen von Interferenzen mit Vulgarismen, denen heute die Soziolinguisten nachspüren.

Für das frühneuzeitliche Alteuropa erläutert Peter Burke vier Beobachtungen, die auch für frühere Jahrhunderte bedingt gelten dürften: "1. Verschiedene soziale Gruppen benutzen verschiedene Sprachvarianten; 2. dieselben Individuen benutzen in unterschiedlichen Situationen verschiedene Varianten; 3. die Sprache spiegelt die Gesellschaft oder Kultur wider, in der sie gebraucht wird; 4. die Sprache formt die Gesellschaft, in der sie gebraucht wird."

Für das Mittelalter nenne ich zwei Beispiele zum umstrittenen Begriff vom "christlichen Latein", das nicht identisch sein mußte mit dem "Bibelatein".
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Der Begriff "Christliches Latein" bleibt also schwammig. Pol-Distanzen liegen zwischen dem kultivierten "sermo humilis" der Hieronymus-Bibel, der "provinzialrömischen Verkehrssprache" im Übergang zum "romanischen Dialekt" oder zum "Mittellatein", und schließlich dem "hochmittelalterlichen Scholastiker-Latein", das rationale Züge als Denkform und Sondersprache ausformte. Die bewegliche Latinitas hat die neuzeitlichen Wissenschaftssprachen sowohl provoziert als auch befruchtet. Humanisten führten auch eine Debatte darüber, wie man wohl im Rom der Cicero-Zeit gesprochen habe, ob und wie sich das gesprochene Latein des "vulgus" von dem der "literati" unterschied.
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(E?)(L?) http://www.michas-spielmitmir.de/allespiele.php
Stefan Marquards Küchenlatein

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(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/DWB/
küchenlatein, n.

(E2)(L1) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl
KüchenLatein

(E6)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Sprache
Küchenlatein

(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-k-k.htm
Küchenlatein

Erstellt: 2010-08

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Makkaronisches Latein (W3)

"Makkaronisches Latein" ist die Vermischung lateinischer Worte mit Elementen einer Volkssprache. Ein Werk von Jürgen Dahl aus dem Jahr 1962 trägt den Titel "Maccaronisches Poetikum oder Nachtwächteri veniunt cum Spiessibus atque Laternis".

Ob diese Bezeichnung wie "Makkaroni" auf "Makrone" zurück geführt werden kann? Falls ja, geht es (wahrscheinlich) weiter zurück auf neugriech. "makaría" = "Leichenschmaus".

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Vulgärlatein
Veränderungen im 4. Jh.

Im 4. Jh.u.Z. kam es im Vulgärlatein zu einigen Veränderungen:

Erstellt: 2012-04

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Kiesler, Reinhard
Einführung in die Problematik des Vulgärlateins

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Broschiert - 136 Seiten - Niemeyer, Tübingen
Erscheinungsdatum: 2006

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Kiesler, Reinhard
Einführung in die Problematik des Vulgärlateins
Diese erste deutschsprachige Einführung ins Vulgärlatein seit 40 Jahren beschäftigt sich mit den Änderungen, die zur Entstehung der romanischen Sprachen geführt haben. Die Geschichte dieser Sprachen ist über 2500 Jahre belegt, damit ein Idealfall für die historische Linguistik. Beschrieben werden die Änderungen in Phonologie, Morphologie, Syntax und Lexikon. Vorher werden die Forschungslage, Definition, externe Sprachgeschichte und die Quellenlage skizziert. Auch die griechischen Einflüsse und die Typologie werden behandelt. Ein Anhang bringt eine Übersicht der Verbformen und kommentierte Texte.
ISBN : 3-484-54048-6
2006. XI, 136 Seiten. 22 Abbildungen. Kartoniert
Romanist. Arbeitsh. 48
18,00 €


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Wolf, Joseph G. (Autor)
Crook, John A. (Autor)
Rechtsurkunden in Vulgärlatein aus den Jahren 37-39 n. Chr.

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Broschiert: 48 Seiten
Verlag: Carl Winter Universitätsverlag Heidelberg, (1989)
Sprache: Deutsch

Erstellt: 2012-05

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