Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology, (griech.) etymología, (lat.) etymologia, (esper.) etimologio
VA Staat Vatikanstadt, Estado de la Ciudad del Vaticano, État de la Cité du Vatican, Stato della Città del Vaticano, State of the Vatican City, (esper.) Vatikano
Ismus, Ismo, Isme, Ismo, Ism, (esper.) ismoj

VA-Ismen
lat. "serv-"

Inhalt dieser Seite

Auf dieser Seite finden Sie Bildungen zu lat. "serv-":

A

"§"
abservieren
servieren, dt.
servir, frz.
servire, lat.
servus, lat.
Serviertablett, dt.
Servierfräulein, dt.
nachservieren, dt.
Serviererin, dt.
jemanden abservieren, dt.
jemanden eiskalt abservieren, dt.
deferculare, mlat.
(W3)

Dt. "abservieren" ist eine Ableitung von "servieren" und bedeutet wörtlich "Getränke und Speisen nach beendeter Mahlzeit vom Esstisch abräumen". Es wird aber oft auch im übertragenen Sinn verwendet: "jemanden abweisen", "den Umgang mit jemandem abbrechen", "sich von jemandem trennen", "jemanden sitzen lassen", "jemanden im Stich lassen", "jemanden seines Amtes entheben", "jemanden umbringen".

(E?)(L?) https://conjd.cactus2000.de/showverb.php?verb=abservieren

"abservieren" mit dem Konjugationstrainer üben.


(E?)(L?) https://comedix.de/lexikon/db/abservieren.php

...
"Beim Teutates! Willst du mich abservieren?"
...


(E?)(L?) https://www.duden.de/synonyme/abservieren

Synonyme zu abservieren


(E?)(L?) https://www.dwds.de/wb/abservieren

abservieren

Bedeutungsübersicht ...


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/Mittellatein-HP/VorwortMlat-HP.htm

mlat. "deferculare", mlat., V.: nhd. "Tisch abräumen", "abtragen", "abservieren"; # Quelle: Herb. (1158-1159); # Etymologie: s. "de-", "ferculum"; # Literaturhinweise: MLW 3, 176, Blaise 286b


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/321274

"servieren"

1. Aufl. Band 4 (Kirkness u. a. 1978)

V.trans., seit späterem 16. Jh. (gebucht 1571 bei Rot) vereinzelt nachgewiesene, seit frühem 18. Jh. häufiger belegte Entlehnung aus gleichbed. frz. "servir", eigentlich "dienen" (? lat. "servire" = "(als Sklave) dienen", zu "servus" = "Sklave", "Diener", "Knecht");

a) in der Bed. "bei Tisch bedienen", "aufwarten"; "(Speisen und Getränke) auftragen"; "(Speisen) auftun", "(Getränke) einschenken"; "den Tisch decken" ("Serviertablett", "Servierfräulein"); früher, als V.intrans., auch für "in Diensten stehen, sein" nachgewiesen und im militärischen Bereich für "als Soldat dienen" gebucht; dazu die Präfixbildungen "nachservieren" = "(Getränke) nachschenken"; "noch einmal (Speisen) auftun", "den Teller noch einmal füllen" und "abservieren" = "Geschirr und Speisereste entfernen", "den Tisch abdecken", auch übertragen und ugs. im Sinne von "jmdn. abblitzen lassen", "abfertigen"; seit früherem 20. Jh. die subst. Ableitung "Serviererin" F. (-; -nen) "weibliche Bedienung in einer Gaststätte; Kellnerin".

b) Im 20. Jh. auch bildlich und übertragen verwendet im Sinne von "(ab-) liefern"; "(dar-)bieten", "vortragen"; "auftischen". c In jüngster Zeit fachspr. im Sport verwendet für "(einem Mitspieler) den Ball zuspielen", "(zum Torschuß) vorlegen" beim Fußball und "den Ball aufschlagen" beim Tennis (? Service1 3).


(E?)(L?) https://www.phraseo.de/phrase/jemanden-abservieren/

Jemanden abservieren

Jemanden zurückweisen; jemanden abweisen; jemanden ablehnen; sich von jemandem trennen. Umgangssprachlich.


(E?)(L?) https://www.redensarten-index.de/register/a.php




(E?)(L?) https://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/nahrung/belegdatenbank/a/abservieren/

"abservieren": "jemanden abservieren"

Umschreibung:

Historische Analyse: "Abservieren" ist eine Ableitung von "servieren" ("bei Tisch bedienen"), das im 18. Jahrhundert aus dem französischen "servir" ("dienen") entlehnt wurde und seinen Ursprung im lateinischen "servire" (von lat. "servus" = "Sklave", "Diener") "als Sklave dienen" hat [vgl. DUHW].

"Abservieren" bedeutet soviel wie "Getränke und Speisen nach beendeter Mahlzeit vom Esstisch abräumen" [vgl. Kü, S. 499]. Gleich der Speise, von der man genug gegessen hat und die daher weggeräumt wird, entfernt man einen (unliebsamen) Menschen aus seinem Umfeld. Das Ende der Nahrungsaufnahme steht auch stellvertretend für das Ende einer Tätigkeit, eines persönlichen Wirkungsbereichs oder im schlimmsten Fall für das Ende des Lebens (vgl. "den Löffel abgeben") [Bi]. - Entstehungszeit: 1) 1910 ff. [Kü, S. 499] 2) 1920 ff. [Kü, S. 499] 3) 1920 ff. [Kü, S. 499] - Gebräuchlichkeit: salopp [DUW]


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=abservieren
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "abservieren" taucht in der Literatur um das Jahr 1900 auf.

(E?)(L?) https://corpora.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2026-09

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

"§"
servare
(W3)

Das lat. "servare" ("servatum") = dt. "behüten", "beobachten", "bewahren", "retten", "erretten" hat einige Abkömmlinge hervorgebracht

(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2017/05/05
(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2009/07/08

• conservative •

Meaning: 1. "Favoring traditional values", "reluctant to change or support change". 2. "Moderate", "cautious", "not risky", "underestimated", as a conservative estimate. 3. "Not extravagant", "modern", or "flashy", as a conservative suit.
...
Word History: Today's Good Word is Latin "conservativus" = "preserving", "maintaining" from "conservare" = "to preserve", "maintain". The Latin verb is made up of "con-" = "(together) with" + "servare" = "to keep", "protect". Some still debate whether "servare" comes from "servus" = "slave", a word borrowed from Etruscan, possibly along with some slaves who spoke that long lost language. While some slaves did "serve" as guardians of their masters' property, it is difficult to think of a class of people considered "servile" as protectors. The phonological similarity is very striking, however, and we can see a semantic path from "servants" to protectors to "preservation".


(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2025/01/23

• servile •

Meaning: "Slavish", "abjectly submissive", "groveling", "overly eager to obey".

Notes: The Latinate stem underlying this word has done as much "service" for English as for Latin: "service", "servant", "server", "serving", "preserve", "deserve", "reserve", to mention a few words it has gone into the making of. The adverb is "servilely" and the noun, "servility" or "servileness".
...
Word History: Today's Good Word was, as is often the case, taken from Old French "servil", "servile" when French wasn't looking. This word was inherited by French from Latin "servilis", the adjective for "servus" = "slave", "servant", "serf", from the day when "slave" and "servant' referred to the same thing. Latin made its word from PIE "*ser-wo-s", based on "*ser-" "guardian", "protector", "caregiver", which is also behind Greek "heros" = "hero", Latin "servare" = "to watch over", "preserve", "save", Russian "khranit'" = "to keep", "guard", "store", Serbian "hraniti" = "to feed", "nourish", Polish "chronic" = "to protect", "to shelter", Lithuanian "sargas" = "guard", "sentinel", and Latvian "sargybnis" = "guard", "sentinel". We can easily see how Greek and Latin took radically discrete semantic directions from "guardian", "protecter", "caregiver".


(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/allebegriffe.html

...
Dieser Begriff kommt von dem lateinischen Wort "conservare" und heißt "bewahren".
...
Entstanden ist der Konservatismus im 18. Jahrhundert als Gegenbewegung zu den Umwälzungen der Französischen Revolution. Die Anhänger des Konservatismus versuchten im 19. Jahrhundert, an den Ordnungen der Monarchie festzuhalten.
...


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/ahdlatwbhin.html

lat. "asservare": haltan (1) 116, red. V.: nhd. halten, bewachen, hüten, retten, erlösen, abhalten, haben, festhalten, beobachten, befolgen, erhalten (V.), bewahren, aufbewahren, schützen, beschützen, Wache halten, erretten, etwas halten, verbergen vor, N

mlat. "conserva", mlat., F.: nhd. haltbar Gemachtes; # Etymologie: s. cinservare; # Weiterleben: nhd. Konserve, F., Konserve; # Literaturhinweise: Kytzler/Redemund 364

lat. "conservare": (bergan* 65, st. V. (3b): nhd. "bergen", verbergen, verstecken, schützen, aufbewahren, bewahren, O); bihaltan* 45, red. V.: nhd. behalten, erhalten (V.), retten, halten, bewahren, erretten, bewachen, beobachten, einhalten, T; (biskirmen* 33, biscirmen*, sw. V. (1a): nhd. beschirmen, beschirmen vor, beschützen, beschützen vor, eifrig verteidigen, O); gihaltan* (1), 182, red. V.: nhd. halten, bewachen, behüten, retten, erlösen, erhalten (V.), behalten, einhalten, befolgen, beobachten, bewahren, aufbewahren, schützen, erretten, B, Gl, MH, N, T; haltan (1) 116, red. V.: nhd. halten, bewachen, hüten, retten, erlösen, abhalten, haben, festhalten, beobachten, befolgen, erhalten (V.), bewahren, aufbewahren, schützen, beschützen, Wache halten, erretten, etwas halten, verbergen vor, N, O, T

lat. "conservare", lat., V.: nhd. bewahren, erhalten (V.), begnadigen; # Quellenangaben: Cic. (106-43 v. Chr.); # Etymologie: s. cum, servare; # Weiterleben: s. it. conservatorio, M., Musikschule; nhd. Konservatorium, N., Konservatorium, Musikschule; # Weiterleben: nhd. konservieren, V., konservieren; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525, Kluge s. u. Konversatorium, konservieren, Kytzler/Redemund 364

lat. "observare": bigoumen* 4, sw. V. (1a): nhd. beachten, sorgen für, sich vorsehen, achtgeben, Vorsorge tragen, MH; bihaltan* 45, red. V.: nhd. behalten, erhalten (V.), retten, halten, bewahren, erretten, bewachen, beobachten, einhalten, B, N, T, TC; bihuoten* 54, sw. V. (1a): nhd. behüten, bewahren, beachten, wachen über, achten auf, halten, besorgen, bewachen, Gl, N; fõrÐn 30, sw. V. (3): nhd. auflauern, nachstellen, verfolgen, streben, lauern, warten, trachten, auf Böses sinnen, Gl, N; fordaræn* 64, sw. V. (2): nhd. fordern, Rechenschaft fordern, begehren, erforschen, verlangen, wünschen, streben nach, sich bemühen um, untersuchen, nachforschen, suchen, befördern, fördern, bereichern, N; gihaltan* (1), 182, red. V.: nhd. halten, bewachen, behüten, retten, erlösen, erhalten (V.), behalten, einhalten, befolgen, beobachten, bewahren, aufbewahren, schützen, erretten, B; haltan (1) 116, red. V.: nhd. halten, bewachen, hüten, retten, erlösen, abhalten, haben, festhalten, beobachten, befolgen, erhalten (V.), bewahren, aufbewahren, schützen, beschützen, Wache halten, erretten, etwas halten, verbergen vor, APs; huoten 35, sw. V. (1a): nhd. hüten, bewahren, beachten, beobachten, behüten, bewachen, wachen über, achten auf, halten, N; wartÐn* (1) 66, sw. V. (3): nhd. sehen, schauen, betrachten, achten, beobachten, sehen auf, schauen auf, achten auf, sich umblicken nach, behüten, sich hüten vor, abwarten, Gl; werÐn* (1) 37, sw. V. (3): nhd. erfüllen, befolgen, beachten, genügen, gewähren, geben, bestätigen, jemandem etwas erfüllen, ausreichen, einhalten, aufrecht erhalten, NGl; widariwartÐn* 1, sw. V. (3): nhd. warten, beachten, beobachten, Gl

lat. "conservatio", lat., F.: nhd. Bewahrung, Erhaltung, Rettung; # Quellenangaben: Cic. (106-43 v. Chr.); # Etymologie: s. cinservare; # Weiterleben: nhd. Konservation, F., Konservation, Erhaltung; # Literaturhinweise: Kytzler/Redemund 363

mlat. "conservativus", mlat., Adj.: nhd. bewahrend; # Etymologie: s. cinservare; # Weiterleben: nhd. conservative, Adj., konservativ; nhd. konservativ, Adj., konservativ; # Literaturhinweise: # Kluge s. u. konservativ, Kytzler/Redemund 363

lat. "conservator", lat., M.: nhd. Bewahrer, Erhalter, Retter; # Quellenangaben: Cic. (106-43 v. Chr.); # Etymologie: s. cinservare; # Weiterleben: mhd. conservator, st. M., Sachwalter, Bevollmächtigter; # Weiterleben: nhd. Konservator, M., Konservator, Bewahrer; # Literaturhinweise: Kytzler/Redemund 363

lat. "conservitium", lat., N.: nhd. Mitknechtschaft, Dienstgenossenschaft; # Quellenangaben: Plaut. (um 250-184 v. Chr.); # Etymologie: s. cinservare; # Weiterleben: s. frz. consierge, M., Türhüter; nhd. Concierge, M., Concierge, Hausmeister; # Literaturhinweise: Kytzler/Redemund 96

lat. "insertivus", lat., Adj.: nhd. eingepfropft; # Quellenangaben: Calp.; # Etymologie: s. inserere (1) inservare, lat., V.: nhd. bewahren, erhalten (V.); # Quellenangaben: Stat. (um 45-96 n. Chr.); # Etymologie: s. in (1), servare; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525

lat. "observans", lat., (Part. Präs.=)Adj.: nhd. beobachtend, hochachtend, höflich; # Quellenangaben: Cic. (106-43 v. Chr.); # Etymologie: s. observare observantia, lat., F.: nhd. Beobachtung, Wahrnehmung; # Quellenangaben: Cic. (106-43 v. Chr.); # Etymologie: s. observans, observare observare, lat., V.: nhd. beobachten, achtgeben, merken, lauern; # Quellenangaben: Plaut. (um 250-184 v. Chr.); # Etymologie: s. ob, servare; # Weiterleben: nhd. observieren, sw. V., observieren, beobachten; # Weiterleben: s. nhd. Observatorium, N., Observatorium; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525, Kluge s. u. Observatorium, Kytzler/Redemund 497

lat. "observatio", lat., F.: nhd. Wahrnehmung, Beobachtung; # Quellenangaben: Cic. (106-43 v. Chr.); # Etymologie: s. observare; # Literaturhinweise: Kytzler/Redemund 497

lat. "praeservare", lat., V.: nhd. vorher beobachten; # Quellenangaben: Cael. Aur. (5. Jh. n. Chr.); # Etymologie: s. prae, servare; # Weiterleben: frz. préserver, V., schützen, bewahren; s. frz. préservatif, M., Präservativ, Kondom; nhd. Präservativ, N., Präservativ, Kondom; # Literaturhinweise: Kluge s. u. Präservativ, Kytzler/Redemund 574

lat. "reservare": bergan* 65, st. V. (3b): nhd. "bergen", verbergen, verstecken, schützen, aufbewahren, bewahren, B; bihaltan* 45, red. V.: nhd. behalten, erhalten (V.), retten, halten, bewahren, erretten, bewachen, beobachten, einhalten, Gl; borgÐn 19, sw. V. (3): nhd. schonen, sich hüten, sich kümmern, sich in Acht nehmen, Rücksicht nehmen, N; gibergan* 60, st. V. (3b): nhd. "bergen", verbergen, verstecken, schützen, bewahren, aufbewahren, verdecken, sich zurückziehen, B; gihaltan* (1), 182, red. V.: nhd. halten, bewachen, behüten, retten, erlösen, erhalten (V.), behalten, einhalten, befolgen, beobachten, bewahren, aufbewahren, schützen, erretten, B, NGl; gisparÐn* 12, sw. V. (3): nhd. sparen, schonen, aufsparen, aufbewahren, Gl; sparÐn* 20, sw. V. (3): nhd. sparen, schonen, erhalten (V.), aufschieben, aufsparen bis, hinhalten bis, vorschieben auf, aufheben, überlassen (V.), verschonen, schützen, N

lat. "reservare", lat., V.: nhd. aufsparen, versparen, aufbehalten, vorbehalten (V.); # Quellenangaben: Cic. (106-43 v. Chr.); # Etymologie: s. re, servare; # Weiterleben: nhd. reservieren, sw. V., reservieren; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525, Kluge s. u. reservieren, Kytzler/Redemund 654

lat. "servabilis", lat., Adj.: nhd. errettbar; # Quellenangaben: Ov. (43 v. Chr.-18 n. Chr.); # Etymologie: s. servare; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525, Walde/Hofmann 2, 527

lat. "servans", lat., (Part. Präs.=)Adj.: nhd. beobachtend, aufrecht erhaltend; # Verweis: e: s. ob-; # Quellenangaben: Verg. (70-19 v. Chr.); # Etymologie: s. servare

lat. "servare": biahtæn* 5, sw. V. (2): nhd. erwägen, beurteilen, Gl, ?; bihaltan* 45, red. V.: nhd. behalten, erhalten (V.), retten, halten, bewahren, erretten, bewachen, beobachten, einhalten, Gl, N, NGl, T; bituon* 53, anom. V.: nhd. schließen, einschließen, enthalten (V.), verschließen, zumachen, annehmen, beenden, behandeln, Gl; biwarÐn* 2, biwaren*, sw. V. (1, 3): nhd. "bewahren", behüten, RhC; biwaræn* 12, sw. V. (2): nhd. bewahren, beschützen, schützen, in Acht halten, behüten, N; gihaltan* (1), 182, red. V.: nhd. halten, bewachen, behüten, retten, erlösen, erhalten (V.), behalten, einhalten, befolgen, beobachten, bewahren, aufbewahren, schützen, erretten, B, MF, N, NGl, O, T, WK; gisparÐn* 12, sw. V. (3): nhd. sparen, schonen, aufsparen, aufbewahren, Gl, O; giwinnan* 205, st. V. (3a): nhd. gewinnen, erwerben, verschaffen, bekommen, für sich gewinnen, für sich verschaffen, herbeischaffen, erwählen, erlangen, erreichen, ergreifen, überführen, gerichtlich überführen, erhalten (V.), empfangen, in die Gewalt bekommen, Gl; gouma neman: nhd. wahrnehmen, betrachten, beachten, berücksichtigen, sich in Acht nehmen, achtgeben, das Augenmerk richten, in Betracht ziehen, Gl; haltan (1) 116, red. V.: nhd. halten, bewachen, hüten, retten, erlösen, abhalten, haben, festhalten, beobachten, befolgen, erhalten (V.), bewahren, aufbewahren, schützen, beschützen, Wache halten, erretten, etwas halten, verbergen vor, B, Gl, N, O, T; innebihabÐn 1 und häufiger?, sw. V. (3): nhd. "innehaben", bewahren, N; irhuggen* 80, sw. V. (1b): nhd. gedenken, denken, sich erinnern, denken an, ersinnen, ins Gedächtnis rufen, N; sparÐn* 20, sw. V. (3): nhd. sparen, schonen, erhalten (V.), aufschieben, aufsparen bis, hinhalten bis, vorschieben auf, aufheben, überlassen (V.), verschonen, schützen, N; werÐn* (1) 37, sw. V. (3): nhd. erfüllen, befolgen, beachten, genügen, gewähren, geben, bestätigen, jemandem etwas erfüllen, ausreichen, einhalten, aufrecht erhalten, N #

lat. "servare", lat., V.: nhd. erretten, retten, erhalten, bewahren, unversehrt bewahren, beobachten; # Verweis: e: s. as-, cin-, in-, ob-, prae-, re-; # Quellenangaben: Plaut. (um 250-184 v. Chr.); # Etymologie: s. idg. *ser- (2), V., sorgen, achten, schützen, bewahren, Pokorny 910; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525

lat. "servatio", lat., F.: nhd. Beobachtung, beobachtendes Verfahren; # Verweis: e: s. cin-; # Quellenangaben: Plin. d. J. (61/62-vor 117 n. Chr.); # Etymologie: s. servare; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525

lat. "servator", lat., M.: nhd. Beobachter, Bewahrer, Erhalter, Erretter, Erfüller; # Verweis: e: s. cin-; # Hinweis: s. servatrix; # Quellenangaben: Ter. (190-159 v. Chr.); # Etymologie: s. servare; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525, Walde/Hofmann 2, 527

lat. "servatrix", lat., F.: nhd. Beobachterin, Bewahrerin, Erhalterin, Erretterin, Erfüllerin; # Hinweis: s. servator; # Quellenangaben: Ter. (190-159 v. Chr.); # Etymologie: s. servare; # Literaturhinweise: Walde/Hofmann 2, 525


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/der/DERK.pdf

dt. "konservativ", Adj., = "bewahrend", 19. Jh. (Laube 1836) Lw. ne. "conservative", Adj., "bewahrend" (Croker 1830 für Parteien), Lw. mlat. "conservativus", Adj., "bewahrend", zum PPP. "conservatus" von lat. "conservare", V., = "erhalten, bewahren", s. konservieren,

dt. "konservieren", V., = "erhalten", "bewahren", 16. Jh. Lw. lat. "conservare", V., = "erhalten", "bewahren", zu lat. "cum", "con", Präp., Präf., = "mit", lat. "servare", V., = "erretten", "erhalten", "bewahren"


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/der/DERO.pdf

dt. "Observanz", F., = "Beobachtung", "örtlich begrenztes Gewohnheitsrecht", spätmhd. (1668) "observanz", "observantz", "observancie", F., = "Herkommen", "Brauch", "Ordensregel", Lw. lat. "observantia", F., = "Beobachtung", "Befolgung", "Gottesdienst", zum Part. Präs. "observans" von lat. "observare", V., = "beobachten", "beachten", zu lat. "ob", Präp., Präf., = "gegen", "nach", lat. "servare", V., = "erhalten", "bewahren"


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/der/DERR.pdf

dt. "Reservation", F., = "Vorbehalt", A. 16. Jh. (1520) bzw. häufiger 18. Jh. Lw. spätlat. "reservatio", F., = "Erhaltung", "Bewahrung", zum PPP. "reservatus" von lat. "reservare", V., = "aufsparen", zu lat. "re", Präp., Präf., = "zurück", "wieder", lat. "servare", V., = "erretten"

dt. "Reserve", F., = "Ersatz", A. 17. Jh. (Wallhausen 1616) Lw. frz. "réserve", F., = "Ersatz", zu frz. "réserver", V., "zurückbehalten", aus lat. "reservare", V., = "aufsparen", s. "Reservation"

dt. "Reservation", F., = "Vorbehalt", A. 16. Jh. (1520) bzw. häufiger 18. Jh. Lw. spätlat. "reservatio", F., "Erhaltung", "Bewahrung", zum PPP. "reservatus" von lat. "reservare", V., = "aufsparen", zu lat. "re", Präp., Präf., = "zurück", "wieder", lat. "servare", V., = "erretten"

dt. "Reserve", F., = "Ersatz", A. 17. Jh. (Wallhausen 1616) Lw. frz. "réserve", F., = "Ersatz", zu frz. "réserver", V., = "zurückbehalten", aus lat. "reservare", V., = "aufsparen", s. "Reservation"


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/der/DERS.pdf

"Sergeant", M., "Unteroffizier", mhd. "sarjant", "serjant", M., "Diener, Knappe, Knecht", um 1200 Lw. afrz. "serjant", "sergeant", M., "Diener, Knecht, Verwalter", zum Part. Präs. von afrz. "servir", V., "dienen", aus lat. "servire", V., "dienen", zu lat. "servus", M., "Diener, Knecht, Sklave", zu lat. "servare", V., "bewahren, beobachten, beachten"


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/EDEL-HP/edel.htm

dt. "Concierge", nhd., M., (19. Jh.?): nhd. "Concierge", "Hausmeister", "Rezeptionist"; ne. "concierge", "caretaker"; Q.: 1842?; Lw. frz. "concierge"; E.: s. frz. "concierge", M., = "Türhüter"; vgl. lat. "conservus", M., = "Mitsklave", "Mitknecht", "Unfreier desselben Herrn", "Knecht", "Diener", (81-43 v. Chr.); lat. "conservare", V., = "bewahren", "erhalten" (V.), "retten", "behüten"; lat. "cum", "con", "com", Präp., = "mit", "samt", "nebst", "nicht ohne", "zusammen mit"; idg. "*kom", Präp., Präf., = "neben", "bei", "mit", "entlang", Pokorny 612 (957/189) (RB. idg. aus gr., ill., alb., ital., kelt., germ., slaw., heth.); lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht"; etruskischer Herkunft; L.: Duden s. u. "Concierge"; Son.: vgl. nndl. "conciërge", Sb., "Concierge", "Hausmeister"; nschw. "concierge", Sb., "Concierge", "Hausmeister"; nnorw. "concierge", M., = "Concierge", "Hausmeister"; GB.: seit der späteren Neuzeit französische Bezeichnung für einen Hausmeister und Pförtner; BM.: Diener; F.: Concierge, Concierges, Conciergen+FW; Z.: Con-cier-g-e

dt. "konservativ", nhd., Adj., (19. Jh.): nhd. "konservativ", "tradidtionsverbunden", "bewahrend"; ne. "conservative" (Adj.); Hw.: s. "konservieren", "Konservator"; Q.: 19. Jh.; E.: lat. "conservativus", Adj., = "bewahrend", (1. Viertel 6. Jh. n. Chr.); vgl. lat. "conservare", V., = "bewahren", "erhalten" (V.), "retten", "behüten"; lat. "cum", "con", "com", Präp., = "mit", "samt", "nebst", "nicht ohne", "zusammen mit"; idg. "*kom", Präp., Präf., = "neben", "bei", "mit", "entlang", Pokorny 612 (957/189) (RB. idg. aus gr., ill., alb., ital., kelt., germ., slaw., heth.); lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht"; etruskischer Herkunft; L.: Duden s. u. "konservativ", EWD s. u. "konservativ", Duden s. u. "konservativ"; Son.: vgl. nndl. "conservatief", Adj., = "konservativ"; frz. "conservateur", Adj., = "konservativ"; nschw. "konservativ", Adj., = "konservativ"; nnorw. "konservativ", Adj., = "konservativ"; poln. "konserwatywny", Adj., = "konservativ"; lit. "konservatyvus", Adj., = "konservativ"; GB.: seit der späteren Neuzeit Bezeichnung für ein Festhalten am Hergebrachten; BM.: mit, wahren bzw. Diener; F.: konservativ, konservative, konservatives, konservativem, konservativen, konservativer, konservativere, konservativeres, konservativerem, konservativeren, konservativerer, konservativst, konservativste, konservativstes, konservativstem, konservativsten, konservativster+FW; Z.: kon-serv-at-iv

dt. "Konservator", nhd., M., (13. Jh.): nhd. "Konservator", "Bewahrer"; ne. "conservator"; Hw.: s. "konservieren", "Konservatorium", "konservativ"; Q.: 1262 (Urkunde); Lw. lat. "conservator"; E.: s. mhd. "conservator", st. M., = "Sachwalter", "Bevollmächtigter"; lat. "conservator", M., = "Bewahrer", "Wahrer", "Erhalter", "Beschützer", "Retter", "Beachter", "Bevollmächtigter", "Aufbewahrer", (81-43 v. Chr.); vgl. lat. "conservare", V., = "bewahren", "erhalten" (V.), "begnadigen"; lat. "cum", "con", Präp., = "mit", "samt"; idg. "*kom", Präp., Präf., = "neben", "bei", "mit", "entlang", Pokorny 612 (957/189) (RB. idg. aus gr., ill., alb., ital., kelt., germ., slaw., heth.); lat. "servire", V., "dienen", "Sklave sein" (V.), "als Sklave dienen"; lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht", "Unfreier"; etruskischer Herkunft; L.: Kluge s. u. "konservieren", EWD s. u. "konservieren", Duden s. u. "Konservator"; Son.: vgl. nndl. "conservator", Sb., = "Konservator"; frz. "conservateur", M., = "Konservator"; nschw. "konservator", M., = "Konservator"; nnorw. "konservator", M., = "Konservator"; poln. "konserwator", M., = "Konservator"; GB.: seit der späteren Neuzeit Bezeichnung für einen mit der Erhaltung von Kunstwerken betrauter Angestellter; BM.: mit, wahren bzw. Diener; F.: Konservator, Konservatoren+FW; Z.: Kon-serv-at-or

dt. "Konservatorium", nhd., N., (18. Jh.): nhd. "Konservatorium", "Musikschule"; ne. "conservatory", "conservatoire"; Hw.: s. "konservieren", "Konservator", "konservativ"; Q.: Ende 18. Jh.; Lw. mlat. "conservatorium"; E.: s. mlat. "conservatorium", N., = "Archiv"; vgl. lat. "conservare", V., = "bewahren", "erhalten" (V.), "retten", "behüten"; lat. "cum", "con", "com", Präp., = "mit", "samt", "nebst", "nicht ohne", "zusammen mit"; idg. "*kom", Präp., Präf., = "neben", "bei", "mit", "entlang", Pokorny 612 (957/189) (RB. idg. aus gr., ill., alb., ital., kelt., germ., slaw., heth.); lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht"; etruskischer Herkunft; L.: Kluge s. u. "Konversatorium", EWD s. u. "Konservatorium", Duden s. u. "Konversatorium"; Son.: vgl. nndl. "conservatorium", Sb., = "Konservatorium"; frz. "conservatoire", M., = "Konservatorium"; nschw. "konservatorium", N., = "Konservatorium"; nnorw. "konservatorium", N., = "Konservatorium"; poln. "konserwatorium", Sb., = "Konservatorium"; lit. "konservatorija", F., = "Konservatorium"; GB.: seit der mittleren Neuzeit Bezeichnung für ein Lehrinstitut für die musikalische Laienausbildung oder Berufsausbildung; BM.: mit, wahren bzw. Diener; F.: Konservatorium, Konservatoriums, Konservatorien+FW; Z.: Kon-serv-at-or-i-um

dt. "Konserve", nhd., F., (19. Jh.): nhd. "Konserve", "haltbar gemachte Nahrung"; ne. "conserve" (N.); Hw.: s. "konservieren"; Q.: 19. Jh.; I.: Lw. mlat. "conserva"; E.: s. mlat. "conserva", F., = "haltbar Gemachtes"; vgl. lat. "conservare", V., = "bewahren", "erhalten" (V.), "begnadigen", (81-43 v. Chr.); lat. "cum", "con", Präp., = "mit", "samt"; idg. "*kom", Präp., Präf., = "neben", "bei", "mit", "entlang", Pokorny 612 (957/189) (RB. idg. aus gr., ill., alb., ital., kelt., germ., slaw., heth.); lat. "servire", V., = "dienen", "Sklave sein" (V.), "als Sklave dienen"; lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht", "Unfreier"; etruskischer Herkunft; L.: Kluge s. u. "konservieren", EWD s. u. "konservieren", Duden s. u. "Konserve"; Son.: vgl. frz. "conserve", F., = "Konserve"; nschw. "konserv", Sb., = "Konserve"; nnorw. "konserve", M., = "Konserve"; poln. "konserwa", F., = "Konserve"; lit. "konservas", M., = "Konserve"; GB.: seit der späteren Neuzeit Bezeichnung für etwas in einem Metallbehälter Aufbewahrtes; BM.: mit, wahren bzw. Diener; F.: Konserve, Konserven+FW; Z.: Kon-serv-e

dt. "konservieren", nhd., V., (16. Jh.): nhd. "konservieren", "haltbarmachen", "bewahren"; ne. "conserve" (V.); Hw.: s. "Konserve", "konservativ", "Konserve", "Konservator"; Q.: 16. Jh.; I.: Lw. lat. "conservare"; E.: s. lat. "conservare", V., "bewahren", "erhalten" (V.), "begnadigen", (81-43 v. Chr.); lat. "cum", "con", Präp., = "mit", "samt"; idg. "*kom", Präp., Präf., = "neben", "bei", "mit", "entlang", Pokorny 612 (957/189) (RB. idg. aus gr., ill., alb., ital., kelt., germ., slaw., heth.); lat. "servire", V., = "dienen", "Sklave sein" (V.), "als Sklave dienen"; lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht", "Unfreier"; etruskischer Herkunft; L.: Kluge s. u. "konservieren", EWD s. u. "konservieren", Duden s. u. "konservieren"; Son.: vgl. nndl. "conserveren", V., = "konservieren"; frz. "conserver", V., "konservieren"; nschw. "konservera", V., = "konservieren"; nnorw. "konservere", V., = "konservieren"; poln. "konserowac", V., = "konservieren"; lit. "konservuoti", V., = "konservieren"; GB.: etwas haltbarmachen und aufbewahren; BM.: mit, wahren bzw. Diener; F.: konservieren, konserviere, konservierst, konserviert, konservierest, konservieret, konservierte, konserviertest, konservierten, konserviertet, konserviert, konservierte, konserviertes, konserviertem, konservierten, konservierter, konservierend, konservierend, konservierende, konservierendes, konservierendem, konservierenden, konservierender, konservier+FW; Z.: kon-serv-ier-en

dt. "Observanz", nhd., F., (15. Jh.?): nhd. "Observanz", "Ausprägung", "Gebrauch"; ne. "observance"; Q.: 15. Jh.?; E.: s. mhd. "observanz", st. F., = "Observanz"; mnd. "observancie", "observantie", "observantzie", F., = "Observanz", "strenge Befolgung der franziskanischen Klosterregel"; lat. "observantia", F., = "Beobachtung", "Wahrnehmung", (81-43 v. Chr.); vgl. lat. "observare", V., = "beobachten", "achtgeben", "merken", "lauern", (um 250-184 v. Chr.); vgl. lat. "ob", Präp., = "vor", "über", "hin", "gegen ... hin", "nach ... zu", "nach", "über ... hin", "um ... willen", "wegen", "entgegen"; idg. "*epi", "*opi", "*pi", Präp., = "nahe", "auf", "hinter", Pokorny 323 (473/54) (RB. idg. aus ind., iran., arm., gr., ill., alb., ital., kelt., germ., balt., slaw., toch.?, heth.?); lat. "servire", V., = "dienen", "Sklave sein" (V.), "als Sklave dienen"; lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht", "Unfreier"; etruskischer Herkunft; L.: DW 13, 1117, Duden s. u. "Observanz"; Son.: vgl. frz. "observance", F., = "Observance"; nnorw. "observans", M., = "Observanz"; GB.: seit der frühen Neuzeit Bezeichnung für ein von Menschen aufgestelltes Gewohnheitsrecht; BM.: nahe, dienen; F.: Observanz, Observanzen+FW; Z.: Ob-serv-an-z

dt. "Observatorium", nhd., N., (17. Jh.): nhd. "Observatorium", "Beobachtungsstation"; ne. "observatory"; Hw.: s. "observieren"; Q.: 1699 (Leibniz); I.: Lw. neoklassische Bildung; E.: s. lat. "observare", V., = "beobachten", "achtgeben", "merken", "lauern", (um 250-184 v. Chr.); vgl. lat. "ob", Präp., = "vor", "über", "hin", "gegen ... hin", "nach ... zu", "nach", "über ... hin", "um ... willen", "wegen", "entgegen"; idg. "*epi", "*opi", "*pi", Präp., = "nahe", "auf", "hinter", Pokorny 323 (473/54) (RB. idg. aus ind., iran., arm., gr., ill., alb., ital., kelt., germ., balt., slaw., toch.?, heth.?); lat. "servire", V., "dienen", "Sklave sein" (V.), "als Sklave dienen"; lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht", "Unfreier"; etruskischer Herkunft; L.: Kluge s. u. "Observatorium", EWD s. u. "Observatorium", Duden s. u. "Observatorium"; Son.: vgl. nndl. "observatorium", Sb., = "Observatorium"; frz. "observatoire", M., "Observatorium"; nschw. "observatorium", N., = "Observatorium"; nnorw. "observatorium", N., = "Observatorium"; poln. "obserwatorium", M., = "Observatorium"; lit. "observatorija", F., = "Observatorium"; GB.: seit der früheren Neuzeit Bezeichnung für eine von Menschen errichtete Beobachtungsstation vor allem von Sternen; BM.: nahe, dienen; F.: Observatorium, Observatoriums, Observatorien+FW; Z.: Ob-serv-at-or-i-um

dt. "observieren", nhd., sw. V., (16. Jh.): nhd. "observieren", "beobachten", "überwachen"; ne. "observe"; Hw.: s. "Observatorium"; Q.: 16. Jh.; I.: Lw. lat. "observare"; E.: s. lat. "observare", V., "beobachten", "achtgeben", "merken", "lauern", (um 250-184 v. Chr.); vgl. lat. "ob", Präp., = "vor", "über", "hin", "gegen ... hin", "nach ... zu", "nach", "über ... hin", "um ... willen", "wegen", "entgegen"; idg. "*epi", "*opi", "*pi", Präp., ) "nahe", "auf", "hinter", Pokorny 323 (473/54) (RB. idg. aus ind., iran., arm., gr., ill., alb., ital., kelt., germ., balt., slaw., toch.?, heth.?); lat. "servire", V., = "dienen", "Sklave sein" (V.), "als Sklave dienen"; lat. "servus", M., = "Sklave", "Diener", "Knecht", "Unfreier"; etruskischer Herkunft; L.: Kluge s. u. "Observatorium", EWD s. u. "Observatorium", DW 13, 1118, Duden s. u. "observieren"; Son.: vgl. nndl. "observeren", V., = "observieren"; nschw. "observera", V., = "observieren"; nnorw. "observere", V., = "observieren"; poln. "obserwowac", V., = "observieren"; GB.: jemanden oder etwas genau beobachten und überwachen; BM.: nahe, dienen; F.: observieren, observiere, observierst, observiert, observierest, observieret, observierte, observiertest, observierten, observiertet, observiert, observierte, observiertes, observiertem, observierten, observierter, observierend, observierend, observierende, observierendes, observierendem, observierenden, observierender, observier+FW; Z.: ob-serv-ier-en

dt. "Präservativ", nhd., N., (19. Jh.): nhd. "Präservativ", "Kondom"; ne. "preservative" (N.); # Quellen: 19. Jh.; I.: Lw. frz. "préservatif"; # Etymologie: s. frz. "préservatif", M., = "Präservativ", "Kondom"; vgl. frz. "préserver", V., = "schützen", "bewahren"; lat. "praeservare", V., = "vorher beobachten", (5. Jh. n. Chr.); vgl. lat. "prae", Präp., = "voran", "voraus"; idg. "*prai", "*p?rai", Präp., = "vor", "voran", Pokorny 811; idg. "*per-" (2A), Präp., = "vorwärts", "über", "hinaus", "durch", Pokorny 810 (1401/43) (RB. idg. aus ind., iran., arm., gr., ill., alb., ital., kelt., germ., balt., slaw., heth.); lat. "servare", V., = "erretten", "erhalten" (V.), "bewahren"; idg. "*ser-" (2), V., = "sorgen", "achten", "schützen", "bewahren", Pokorny 910 (1585/57) (RB. idg. aus iran., gr., ital., balt., slaw.?); # Literaturhinweise: Kluge s. u. "Präservativ", Duden s. u. "Präservativ"; # Sonstiges: s. mnd. "preservatif", N., = "Schutz", "vorbeugendes Arzneimittel"; s. mlat. "praeservativum", N., = "Schutz", "vorbeugendes Arzneimittel"; nndl. "preservatief", Sb., = "Präservativ"; nschw. "preservativ", Sb., = "Präservativ"; nnorw. "preservativ", N., = "Präservativ"; poln. "prezerwatywa", F., = "Präservativ"; lit. "perzervatyvas", M., = "Präservativ"; GB.: seit der späteren Neuzeit Bezeichnung für ein von Menschen hergestelltes und verwendetes meist aus Kautschuk bestehendes Verhütungsmittel; BM.: vorwärts, sorgen; F.: Präservativ, Präservativs, Präservatives, Präservative, Präservativen+FW; Z.: Prä-ser-v-at-iv

dt. "Reservat", nhd., N., (16. Jh.): nhd. "Reservat", "Sonderrecht", "Schutzgebiet"; ne. "reserve" (N.), "reservation"; Hinweise: s. "reservieren", "Reservation", "Reserve", "Reservoir"; # Quellen: Anfang 16. Jh.; I.: Lw. mlat. "reservatum"; # Etymologie: s. mlat. "reservatum", N., = "Zurückbehaltenes"; vgl. lat. "reservare", V., = "aufsparen", "versparen", "aufbehalten", "vorbehalten" (V.), (81-43 v. Chr.); lat. "re", Präp., = "zurück", "entgegen", "rückwärts", "noch einmal"; weitere Herkunft ungeklärt?; lat. "servare", V., = "erretten", "retten", "erhalten" (V.), "bewahren", "unversehrt bewahren", (um 250-184 v. Chr.); vgl. idg. "*ser-" (2), V., = "sorgen", "achten", "schützen", "bewahren", Pokorny 910 (1585/57) (RB. idg. aus iran., gr., ital., balt., slaw.?); # Literaturhinweise: Kluge s. u. "reservieren", EWD s. u. "reservieren", Duden s. u. "Reservat"; # Sonstiges: s. mnd. "reservat", N., = "Reservat", "schriftlich fixiertes Nießbrauchsrecht"; vgl. frz. "réserve", F., = "Reservat"; nschw. "reservat", N., = "Reservat"; nnorw. "reservat", N., = "Reservat"; poln. "rezerwat", M., = "Reservat"; lit. "rezervatas", M., = "Reservat"; GB.: seit der frühen Neuzeit Bezeichnung für ein unter einem bestimmten Schutz stehendes Gebiet; BM.: zurück, schützen; F.: Reservat, Reservates, Reservats, Reservate, Reservaten+FW; Z.: Re-ser-v-at

dt. "Reservation", nhd., F., (20. Jh.): nhd. "Reservation", "Reservat", "Aufbewahrung"; ne. "reservation"; Hinweise: s. "reservieren", "Reservat", "Reserve", "Reservoir"; # Quellen: Anfang 20. Jh.; I.: Lw. mlat. "reservatio"; # Etymologie: s. mlat. "reservatio", F., = "Vorbehalt"; vgl. lat. "reservare", V., = "aufsparen", "versparen", "aufbehalten", "vorbehalten" (V.), (81-43 v. Chr.); lat. "re", Präp., = "zurück", "entgegen", "rückwärts", "noch einmal"; weitere Herkunft ungeklärt?; lat. "servare", V., = "erretten", "retten", "erhalten" (V.), "bewahren", "unversehrt bewahren", (um 250-184 v. Chr.); vgl. idg. "*ser-" (2), V., = "sorgen", "achten", "schützen", "bewahren", Pokorny 910 (1585/57) (RB. idg. aus iran., gr., ital., balt., slaw.?); # Literaturhinweise: Kluge s. u. "reservieren", EWD s. u. "reservieren", Duden s. u. "Reservation"; # Sonstiges: vgl. frz. "réservation", F., = "Reservation"; nschw. "reservation", Sb., = "Reservation"; nnorw. "reservasjon", M., = "Reservation"; GB.: seit der späten Neuzeit Bezeichnung für ein unter einem bestimmten Schutz stehendes Gebiet; BM.: zurück, schützen; F.: Reservation, Reservationen+FW; Z.: Re-ser-v-at-io-n

dt. "Reserve", nhd., F., (17. Jh.): nhd. "Reserve", "Naschschub", "Ersatztruppe", "Zurückbehaltenes"; ne. "reserve" (N.); Hinweise: s. "reservieren", "Reservat", "Reservation", "Reservoir"; # Quellen: Anfang 17. Jh.; I.: Lw. frz. "réserve"; # Etymologie: s. frz. "réserve", F., = "Reserve"; vgl. frz. "réserver", V., = "reservieren", "vorbehalten"; lat. "reservare", V., = "aufsparen", "versparen", "aufbehalten", "vorbehalten" (V.), (81-43 v. Chr.); vgl. lat. "re", Präp., = "zurück", "entgegen", "rückwärts", "noch einmal"; weitere Herkunft ungeklärt?; lat. "servare", V., "erretten", "retten", "erhalten" (V.), "bewahren", "unversehrt bewahren", (um 250-184 v. Chr.); vgl. idg. "*ser-" (2), V., "sorgen", "achten", "schützen", "bewahren", Pokorny 910 (1585/57) (RB. idg. aus iran., gr., ital., balt., slaw.?); # Literaturhinweise: Kluge s. u. "reservieren", EWD s. u. "reservieren", Duden s. u. "Reserve"; # Sonstiges: vgl. nndl. "reserve", Sb., = "Reserve"; nschw. "reserv", Sb., = "Reserve"; nnorw. "reserve", M., = "Reserve"; poln. "rezerwa", F., = "Reserve"; lit. "rezervas", M., = "Reserve"; GB.: seit der früheren Neuzeit Bezeichnung für etwas für einen Notfall vorsorglich Zurückgehaltenes; BM.: zurück, schützen; F.: Reserve, Reserven+FW; Z.: Re-ser-v-e

dt. "reservieren", nhd., sw. V., (16. Jh.): nhd. "reservieren", "freihalten"; ne. "reserve" (V.); Hinweise: s. "Reservat", "Reservation", "Reserve", "Reservoir"; # Quellen: 1. Hälfte 16. Jh.; I.: Lw. lat. "reservare"; # Etymologie: s. mnd. "reserveren", "reserviren", sw. V., = "wahren", "aufrechterhalten", "vorbehalten" (V.); lat. "reservare", V., = "aufsparen", "versparen", "aufbehalten", "vorbehalten" (V.), (81-43 v. Chr.); lat. "re", Präp., = "zurück", "entgegen", "rückwärts", "noch einmal"; weitere Herkunft ungeklärt?; lat. "servare", V., "erretten", "retten", "erhalten" (V.), "bewahren", "unversehrt bewahren", (um 250-184 v. Chr.); vgl. idg. "*ser-" (2), V., = "sorgen", "achten", "schützen", "bewahren", Pokorny 910 (1585/57) (RB. idg. aus iran., gr., ital., balt., slaw.?); # Literaturhinweise: Kluge s. u. "reservieren", EWD s. u. "reservieren", Duden s. u. "reservieren"; # Sonstiges: vgl. nndl. "reserveren", V., = "reservieren"; nschw. "réserver", V., = "reservieren"; nschw. "reservera", V., = "reservieren"; nnorw. "reservere", V., = "reservieren"; poln. "rzerwowac", V., = "reservieren"; lit. "rezervuoti", V., = "reservieren"; GB.: etwas für einen späteren Gebrauch zurückhalten; BM.: zurück, schützen; F.: reservieren, reserviere, reservierst, reserviert, reservierest, reservieret, reservierte, reserviertest, reservierten, reserviertet, reserviert, reservierte, reserviertes, reserviertem, reservierten, reservierter, reservierend, reservierend, reservierende, reservierendes, reservierendem, reservierenden, reservierender, reservier+FW; Z.: re-ser-v-ier-en

dt. "Reservoir", nhd., N., (18. Jh.): nhd. "Reservoir", "Sammelbehälter", "Wasserspeicher"; ne. "reservoir"; # Hinweise: s. "reservieren", "Reservat", "Resevation", "Reserve"; # Quellen: Anfang 18. Jh.; I.: Lw. frz. "réservoir"; # Etymologie: s. frz. "réservoir", M., = "Reservoir", "Wasserspeicher"; vgl. frz. "réserver", V., = "reservieren", "vorbehalten"; lat. "reservare", V., = "aufsparen", "versparen", "aufbehalten", "vorbehalten" (V.), (81-43 v. Chr.); vgl. lat. "re", Präp., = "zurück", "entgegen", "rückwärts", "noch einmal"; weitere Herkunft ungeklärt?; lat. "servare", V., = "erretten", "retten", "erhalten" (V.), "bewahren", "unversehrt bewahren", (um 250-184 v. Chr.); vgl. idg. "*ser-" (2), V., = "sorgen", "achten", "schützen", "bewahren", Pokorny 910 (1585/57) (RB. idg. aus iran., gr., ital., balt., slaw.?); # Literaturhinweise: Kluge s. u. "reservieren", EWD s. u. "reservieren", Duden s. u. "Reservoi"r; # Sonstiges: vgl. nndl. "reservoir", Sb., = "Reservoir"; nschw. "reservoar", Sb., = "Reservoir"; nnorw. "reservoar", N., = "Reservoir"; poln. "rezerwuar", M., = "Reservoir"; lit. "rezervuaras", M., = "Becken"; GB.: seit der mittleren Neuzeit Bezeichnung für einen von Menschen errichteten Speicherbehälter; BM.: zurück, schützen; F.: Reservoir, Reservoirs, Reservoires, Reservoire, Reservoiren+FW; Z.: Re-ser-v-oir

dt. "sorgen", nhd., sw. V., (8. Jh.): nhd. "sorgen", "in Sorge sein" (V.), "Sorge tragen"; ne. "worry" (V.), "care" (V.); # Verweis: s. "ent-"; # Hinweise: s. "Sorge"; # Quellen: 765 (Glosse); # Etymologie: mhd. "sorgen", sw. V., = "besorgt sein" (V.), "bekümmert sein" (V.); mnd. "sorgen", "sörgen", "so?rgen", sw. V., = "sorgen", "in Sorge sein" (V.), "besorgt sein" (V.), "bekümmert sein" (V.), "Kummer haben", "Leid empfinden"; mnl. "sorghen", "surghen", sw. V., = "sorgen"; ahd. "sworgon"*, "sorgon"*, sw. V. (2), = "sorgen", "sorgen für"; ahd. "sworgen"*, "sorgen", sw. V. (3), = "sorgen", "sich kümmern", "sich ängstigen", "in Sorge sein" (V.), "in Sorge sein wegen", "bemüht sein" (V.), "sich sorgen", "sich kümmern um", "Sorge tragen", "Sorge tragen für", "Argwohn hegen", "bange sein" (V.), "sich bemühen", "besorgt sein" (V.), "verdrießlich sein" (V.); as. "sorgon", sw. V. (2), = "sorgen", "sich kümmern"; anfrk. "sorgon"*, sw. V. (2), = "sich sorgen", "sich fürchten"; germ. "*swurgen", "*swurg?n", "*surgen", "*surg?n", sw. V., = "sorgen"; idg. "*su?erg?-", V., = "sorgen", "sich kümmern", "krank sein" (V.), Pokorny 1051; # Literaturhinweise: Kluge s. u. "Sorge", EWD s. u. "Sorge", DW 16, 1773, Duden s. u. "sorgen"; # Sonstiges: vgl. afries. "sorgia", sw. V. (2), = "sorgen"; ae. "sorgian", sw. V. (2), = "sorgen", "bekümmert sein" (V.); ae. "sœ¯rgian", sw. V., = "sorgen"; an. "syrgja", sw. V. (2?, 3?), = "sorgen"; got. "saúrgan", sw. V. (3), = "sorgen", "bekümmert sein" (V.); nndl. "zorgen", V., = "sorgen"; nschw. "sörja", V., = "sorgen"; nnorw. "sørge", V., = "sorgen"; ai. "su´rk?ati", V., = "kümmert sich um etwas"; av. "nišhauruuaiti", V., = "gibt acht", "behüte"; lat. "servare" = "erretten", "retten", "erhalten" (V.), "bewahren"; lit. "sérgeti", V., = "hüten", "bewahren"; ksl. "strešti", V., = "hüten", "bewahren"; GB.: sich Gedanken um eine Sache oder um jemanden machen; BM.: sich kümmern; F.: sorgen, sorge, sorgst, sorgt, sorgest, sorget, sorgte, sorgtest, sorgten, sorgtet, gesorgt, gesorgt, gesorgte, gesorgtes, gesorgtem, gesorgten, gesorgter, sorgend, sorgend, sorgende, sorgendes, sorgendem, sorgenden, sorgender, sorg+EW; Z.: sorg-en


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/idg/idg_s.html

idg. "*ser-" (2), idg., V.: nhd. "sorgen", "achten", "schützen", "bewahren"; ne. "give (V.) shelter to", "protect"; RB.: Pokorny 910 (1585/57), iran., gr., ital., balt., slaw.?; # Weiterleben: s. gr. "??a" ("H?ra"), F.=PN, = "Schützern", "Hera"; # Weiterleben: s. gr. "heros", M., = "Tapferer", "Held", "Heros", "Halbgott"; nhd. "Heros", M., = "Heros", "Held"; # Weiterleben: s. lat. "servare", V., = "erretten", "retten", "erhalten", "bewahren", "unversehrt bewahren", "beobachten"


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/Latein/LateinischesWB.pdf

lat. "conservare", lat., V.: nhd. mitdienen, mit Sklave sein (V.); # Quellen: Mar. Victorin. (1. Hälfte 4. Jh. n. Chr.); # Etymologie: s. "cum", "servare", "servus" (1); # Literaturhinweise: TLL


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/latgermwbhin.html

lat. "asservare": ahd. "haltan" (1) 116, ahd., red. V.: nhd. "halten", "bewachen", "hüten", "retten", "erlösen", "abhalten", "haben", "festhalten", "beobachten", "befolgen", "erhalten" (V.), "bewahren", "aufbewahren", "schützen", "beschützen", N

lat. "conservare": got. "ga-baír-g-an"* 1, got., st. V. (3): nhd. "bergen", "bewahren", "erhalten" (V.); got. "ga-fast-an" 11, got., sw. V. (3): nhd. = "behalten", "bewahren", "halten"; ahd. "bergan"* 65, ahd., st. V. (3b): nhd. "bergen", "verbergen", "verstecken", "schützen", "aufbewahren", "bewahren", O); "bihaltan"* 45, ahd., red. V.: nhd. "behalten", "erhalten" (V.), "retten", "halten", "bewahren", "erretten", "bewachen", "beobachten", T; ("biskirmen"* 33, "biscirmen"*, ahd., sw. V. (1a): nhd. "beschirmen", "beschirmen vor", "beschützen", "beschützen vor", "eifrig verteidigen", O); "gihaltan"* (1), 182, ahd., red. V.: nhd. "halten", "bewachen", "behüten", "retten", "erlösen", "erhalten" (V.), "behalten", "einhalten", "befolgen", "beobachten", B, Gl, MH, N, T; "haltan" (1) 116, ahd., red. V.: nhd. "halten", "bewachen", "hüten", "retten", "erlösen", "abhalten", "haben", "festhalten", "beobachten", "befolgen", "erhalten" (V.), N, O, T; anfrk. "hal-t-an"* 5, anfrk., st. V. (7)=red. V.: nhd. "halten", [LW]; as. "bi hal d an"* 15, as., red. V. (1): nhd. "behalten", "halten", "verbergen", [H]; ae. "efen-ge-híe-r-an", "efen-ge-hÐ-r-an", ae., sw. V. (1): nhd. "begnadigen", "retten", [Gl]; "ge-heal-d an", "ge-hal-d-an", "ge-hel-d-an", ae., st. V. (7)=red. V. (2): nhd. "halten", "enthalten", "fassen", "besitzen", "erhalten", "bewohnen", "zügeln", "zurückhalten", "regieren", "bewahren", "verteidigen", [Gl]; afries. "bi hal-d-a"* (1) 1?, afries., st. V. (7)=red. V.: nhd. "halten", "festhalten", "behalten", "nicht verlieren", "obsiegen", "vorbehalten", "einschließen"; bi hel-p-a* 6, afries., st. V. (3b): nhd. "helfen", "verhelfen"

lat. "observare": got. ga-fast-an 11, got., sw. V. (3): nhd. "behalten", "bewahren", "halten"; hab-an 273=271, got., sw. V. (3): nhd. haben, besitzen, inne haben, meinen, halten, werden, sich befinden, können, wollen (V.); mun-d-æn* 2=1 sis, got., sw. V. (2): nhd. sich einen besehen, sehen auf; wi-t-an (2) 12, got., sw. V. (3): nhd. auf etwas sehen, achtgeben, bewachen, hüten, halten, beobachten; ahd. bigoumen* 4, ahd., sw. V. (1a): nhd. beachten, sorgen für, sich vorsehen, achtgeben, Vorsorge tragen, MH; bihaltan* 45, ahd., red. V.: nhd. behalten, erhalten (V.), retten, halten, bewahren, erretten, bewachen, beobachten, einhalten, B, N, T, TC; bihuoten* 54, ahd., sw. V. (1a): nhd. behüten, bewahren, beachten, wachen über, achten auf, halten, besorgen, bewachen, Gl, N; fõrÐn 30, ahd., sw. V. (3): nhd. auflauern, nachstellen, verfolgen, streben, lauern, warten, trachten, auf Böses sinnen, Gl, N; fordaræn* 64, ahd., sw. V. (2): nhd. fordern, Rechenschaft fordern, begehren, erforschen, verlangen, wünschen, N; gihaltan* (1), 182, ahd., red. V.: nhd. halten, bewachen, behüten, retten, erlösen, erhalten (V.), behalten, einhalten, befolgen, B; haltan (1) 116, ahd., red. V.: nhd. halten, bewachen, hüten, retten, erlösen, abhalten, haben, festhalten, beobachten, befolgen, APs; huoten 35, ahd., sw. V. (1a): nhd. hüten, bewahren, beachten, beobachten, behüten, bewachen, wachen über, achten auf, N; wartÐn* (1) 66, ahd., sw. V. (3): nhd. sehen, schauen, betrachten, achten, beobachten, sehen auf, schauen auf, achten auf, Gl; werÐn* (1) 37, ahd., sw. V. (3): nhd. erfüllen, befolgen, beachten, genügen, gewähren, geben, bestätigen, jemandem etwas erfüllen, ausreichen, einhalten, NGl; widariwartÐn* 1, ahd., sw. V. (3): nhd. warten, beachten, beobachten, Gl; anfrk. bi-war-on* 1, anfrk., sw. V. (2): nhd. "bewahren", bewachen, behüten, [MNPs]; as. hæd ian* 5, as., sw. V. (1a): nhd. hüten, beobachten, [Gl]; war æn* 12, as., sw. V. (2): nhd. wahren, Acht (F.) (2) haben, wahrnehmen, behüten, beachten, besitzen, begehen, aufsuchen, [GlEe]; ae. be-heal-d an, be-hal-d-an, ae., st. V. (7)=red. V. (2): nhd. halten, haben, besetzen, beitzen, bewachen, enthalten, gehören, beachten, ansehen, einhalten, bedeuten, [Gl]; ge-heal-d an, ge-hal-d-an, ae., st. V. (7)=red. V. (2): nhd. halten, enthalten, fassen, besitzen, erhalten, bewohnen, zügeln, zurückhalten, regieren, bewahren, verteidigen, [Gl]; heal-d an, hal-d-an, hel-d-an, ae., st. V. (7)=red. V. (2): nhd. halten, enthalten, fassen, besitzen, bewohnen, zügeln, zurückhalten, regieren, bewahren, verteidigen, unterhalten (V.) (2), [Gl]; (hiel-d n's-s, hiel-d-n's, ae., st. F. (jæ): nhd. Ausweichen (?));an. hal-d-a, an., red. V.: nhd. halten, hüten, sich beschäftigen; varŒ-veit-a, an., sw. V.: nhd. achtgeben auf, bewachen, verwahren, betreuen, verwalten, beachten, sich halten, sich richten nach

lat. "reservare": ahd. bergan* 65, ahd., st. V. (3b): nhd. "bergen", "verbergen", "verstecken", "schützen", "aufbewahren", "bewahren", B; bihaltan* 45, ahd., red. V.: nhd. behalten, erhalten (V.), retten, halten, bewahren, erretten, bewachen, beobachten, einhalten, Gl; borgÐn 19, ahd., sw. V. (3): nhd. schonen, sich hüten, sich kümmern, sich in Acht nehmen, Rücksicht nehmen, N; gibergan* 60, ahd., st. V. (3b): nhd. "bergen", verbergen, verstecken, schützen, bewahren, aufbewahren, verdecken, sich zurückziehen, B; gihaltan* (1), 182, ahd., red. V.: nhd. halten, bewachen, behüten, retten, erlösen, erhalten (V.), behalten, einhalten, befolgen, beobachten, bewahren, aufbewahren, B, NGl; gisparÐn* 12, ahd., sw. V. (3): nhd. sparen, schonen, aufsparen, aufbewahren, Gl; sparÐn* 20, ahd., sw. V. (3): nhd. sparen, schonen, erhalten (V.), aufschieben, aufsparen bis, hinhalten bis, vorschieben auf, aufheben, überlassen (V.), verschonen, schützen, N; as. lõ t an 89, as., red. V. (2a): nhd. lassen, verlassen (V.), zurücklassen, auslassen, ausnehmen, bewenden lassen, bleiben lassen, zulassen, [GlEe]; ae. ge-heal-d an, ge-hal-d-an, ge-hel-d-an, ae., st. V. (7)=red. V. (2): nhd. halten, enthalten, fassen, besitzen, erhalten, bewohnen, zügeln, zurückhalten, regieren, bewahren, verteidigen, unterhalten (V.) (2), [Gl]

lat. "servare": got. baír-g-an* 2, got., st. V. (3): nhd. "bergen", "bewahren", "erhalten" (V.); fast-an 45, got., sw. V. (3): nhd. halten, festhalten, beobachten, bewachen, fasten; ga-fast-an 11, got., sw. V. (3): nhd. behalten, bewahren, halten; ahd. biahtæn* 5, ahd., sw. V. (2): nhd. erwägen, beurteilen, Gl, ?; bihaltan* 45, ahd., red. V.: nhd. behalten, erhalten (V.), retten, halten, bewahren, erretten, bewachen, beobachten, Gl, N, NGl, T; bituon* 53, ahd., anom. V.: nhd. schließen, einschließen, enthalten (V.), verschließen, zumachen, annehmen, beenden, Gl; biwarÐn* 2, biwaren*, ahd., sw. V. (1, 3): nhd. behüten, RhC; biwaræn* 12, ahd., sw. V. (2): nhd. bewahren, beschützen, schützen, in Acht halten, behüten, N; gihaltan* (1), 182, ahd., red. V.: nhd. halten, bewachen, behüten, retten, erlösen, erhalten (V.), behalten, einhalten, befolgen, B, MF, N, NGl, O, T, WK; gisparÐn* 12, ahd., sw. V. (3): nhd. sparen, schonen, aufsparen, aufbewahren, Gl, O; giwinnan* 205, ahd., st. V. (3a): nhd. gewinnen, erwerben, verschaffen, bekommen, für sich gewinnen, für sich verschaffen, Gl; gouma neman: nhd. wahrnehmen, betrachten, beachten, berücksichtigen, sich in Acht nehmen, achtgeben, Gl; haltan (1) 116, ahd., red. V.: nhd. halten, bewachen, hüten, retten, erlösen, abhalten, haben, festhalten, beobachten, befolgen, B, Gl, N, O, T; innebihabÐn 1?, ahd., sw. V. (3): nhd. "innehaben", bewahren, N; irhuggen* 80, ahd., sw. V. (1b): nhd. gedenken, denken, sich erinnern, denken an, ersinnen, ins Gedächtnis rufen, N; sparÐn* 20, ahd., sw. V. (3): nhd. sparen, schonen, erhalten (V.), aufschieben, aufsparen bis, hinhalten bis, vorschieben auf, N; werÐn* (1) 37, ahd., sw. V. (3): nhd. erfüllen, befolgen, beachten, genügen, gewähren, geben, bestätigen, jemandem etwas erfüllen, N; anfrk. bi-hal-d-an* 22, be-hal-d-on*, anfrk., st. V. (7)=red. V.: nhd. erhalten (V.), retten, [LW]; hal-t-an* 5, anfrk., st. V. (7)=red. V.: nhd. halten, [LW]; as. bi hal d an* 15, as., red. V. (1): nhd. behalten, halten, verbergen, [H]; (gô m a* 21, as., st. F. (æ): nhd. Gastmahl, Bewirtung, Acht (F.) (2), Aufmerksamkeit, [GlEe]); ae. be-heal-d an, be-hal-d-an, be-hel-d-an, ae., st. V. (7)=red. V. (2): nhd. halten, haben, besetzen, beitzen, bewachen, enthalten, gehören, beachten, ansehen, [Gl]; ge-heal-d an, ge-hal-d-an, ae., st. V. (7)=red. V. (2): nhd. halten, enthalten, fassen, besitzen, erhalten, bewohnen, zügeln, zurückhalten, [Gl]; heal-d an, hal-d-an, ae., st. V. (7)=red. V. (2): nhd. halten, enthalten, fassen, besitzen, bewohnen, zügeln, zurückhalten, regieren, bewahren, [Gl]; afries. hal-d-a (1) 189, afries., st. V. (7)=red. V.: nhd. halten, beobachten, handhaben, einhalten, Gericht halten, behaupten, [KE]; afries. hel-p-a 40?, afries., st. V. (3b): nhd. helfen, verhelfen zu; afries. (ledz-a 90?, leg-a, lei-a (1), afries., sw. V. (1): nhd. legen, anlegen, erlegen, zahlen, festsetzen, befehlen, anberaumen); afries. pleg ia 9, plig-ia, afries., sw. V. (2): nhd. pflegen, gewohnt sein (V.), wahrnehmen, Folge leisten, stellen


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/liberexq.html

lat. "conservare", lat., V.: nhd.° "bewahren", "erhalten", "retten", "begnadigen", "aufbewahren", "beibehalten", "beobachten", "halten", Gg; # Quellen: I, Ei, B, CEur, Vis, Bur, Lang, Sal, ConcM=Conc1, ConcK1=Conc2, ConcK2=Conc3, Form, DM

lat. "observare", lat., V.: nhd.° "beobachten", "merken", "lauern", "auf etwas achtgeben", "hüten", "verehren", "schätzen", "befolgen", "darauf achten", "einhalten", Gg; # Quellen: I, Ei, B, CEur, Vis, Bur, Lang, PLSal, Rib, Al, Bai, Fris, Cap, ConcM=Conc1, ConcK1=Conc2, ConcK2=Conc3, DM

lat. "reservare", lat., V.: nhd.° "aufbewahren", "vorbehalten" (V.), "erhalten", "erretten", "behalten", "beibehalten", Gg; # Quellen: I, Ei, B, Vis, Bur, Lang, Rib, Bai, Cap, ConcM=Conc1, ConcK1=Conc2, ConcK2=Conc3, Form, DM

lat. "servare", lat., V.: nhd.° "erretten", "erhalten", "beobachten", "halten", "nicht verletzen", "aufbewahren", "lauern", "achtgeben", "vorbeugen", "verhüten", "verwahren", "hüten", "bewohnen", "sich aufhalten", "erhalten", "bekommen", "erstattet bekommen", Gg; # Quellen: I, Ei, B, CEur, Vis, Bur, Lang, PLSal, Al, Bai, ConcM=Conc1, ConcK1=Conc2, ConcK2=Conc3, DM


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/Mittellatein-HP/VorwortMlat-HP.htm

lat. "servator", lat., M.: nhd. Aufwärter, Diener, Unfreier, Knecht; mlat.-nhd. Ministeriale, Mönch; # Übersetzungsgleichung: ahd. dionostman B; # Übersetzungsgleichung: mhd. dienære BrTr, dienestman BrTr; # Verweis: s. "deservator", "subservator"; # Hinweise: s. "servare"; # Quelle: Inschr., B, BrTr, Cap., Conc., Dipl.; Q2.: Dipl., Urk (854); # Etymologie: s. "servus" (1); # Weiterleben: mnd. "servitör", M., satirisch notierte Ergebenheitsfloskel der galanten Sprache; # Literaturhinweise: Georges 2, 2633, Niermeyer 1261, Habel/Gröbel 364, Latham 436a, Blaise 842b


(E?)(L?) https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_M/Musica_reservata.xml

"Musica reservata" - Von lat. "reservare" = "vorbehalten", Bezeichnung für eine „ungewöhnliche“ Musik im späten 16. und frühen 17. Jh.


(E?)(L?) https://www.textlog.de/37976.html

304. Besehen 1). Betrachten 2). Beschauen 3). ...


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Lehn-_und_Fremdw%C3%B6rter_im_Deutschen

lat. "conservare" ("conservatum") = "bewahren", "erhalten" - "konservativ", "Konservatismus", "Konservatorium", "Konservator", "Konserve", "Konservierung" - Kompositum zu "servare"

lat. "reservare" ("reservatum") = "aufbewahren", "beibehalten", "vorbehalten", "erhalten", "erretten" - "Reservat", "Reservist", "Reserve", "Reservierung", "Reservoir" - Kompositum zu "servare"

lat. "servare" ("servatum") = "behüten", "beobachten", "bewahren", "retten" - "Asservierung", "Asservat", "Präserve", "Präservativ" - Siehe auch "conservare", "reservare" und "servus"

lat. "servus" = "Knecht", "Diener", "Sklave" - "Servus", "servil", "Servo" - auch in Komposita (wie in "Servoantrieb", "Servolenkung"), "Service", "servieren", "Dessert" - Ableitung von "servare" (ursprünglich "Hüter", "Wächter des Viehs")


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=S04814

lat. "servare", lat. = "bewahren"; im Seneca-Zit (‘Naturales quaestiones’ VII 30,6; vgl s v Eleusis b mit Anm) WA N13,84,25 Üb:ChWSchütz [Seneca] uö(selten) "servato iuris ordine": "unter Wahrung der Rechtsordnung"; formelhaft die..Zeugen, servato juris ordine..abhören zu lassen DjG32,239,20 RAnw [16.10.71]

GWb "Conservanda" - GWb "Observanda"


Erstellt: 2026-09

"§"
servire, lat.
(W3)

Das lat. "servire" ist eine Ableitung von lat. "servare" = dt. "bewachen", "beobachten", "achten", "an einem Ort bleiben", "bewahren", "beibehalten", "aufbewahren", "aufsparen", "retten", "schützen". Viele der gemeinsamen Abkömmlinge können sowohl auf lat. "servare" als auch direkt auf lat. "servire" bezogen werden.

Das lat. "servire" = dt. "Sklave sein", "als Sklave dienen", "im Dienst stehen", "dienen", "untertan sein", "gefällig sein", "sich einer Sache fügen", "sich nach etwas richten", "sich widmen", "sich hingeben", "nützen", "dienen", "von Grundstücken und Häusern belastet sein" hat einige Abkömmlinge hervorgebracht:



(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2019/03/22

• desert •

Meaning: "Recompense", "that which is deserved"; "comeuppance".
...
Notes: This word presents spelling problems since it is pronounced the same as "dessert". It is spelled exactly like "desert" = "barren land", though pronounced differently [de-zêrt]. Today's Good Word is an old noun from the verb "deserve", not "desert". It has one adjective, "desertful", that we rarely see or hear.

In Play: This word seems to be slipping away from the grasp of English vocabulary because we only hear it today in the idiomatic phrase "just deserts": "We can only hope that the person who put the frog in the water cooler gets his or her just deserts." There are still positive uses for the singular of this word: "I think the woman Harry just married is due desert for his life of public service."

Word History: English seems to have borrowed this word from Old French "deserte" = "merit", "recompense", a noun use of past participle of "deservir" = "be worthy to have". French inherited the word ultimately from Latin "deservire" = "serve well" from "de-" = "completely" + "servire" = "to serve". Underlying "servire" we find PIE "*seruo-" = "to protect", which also went into the making of Greek "heros" = "protector". The present participle of "servir" is "servans", "servants" = "serving", which is visible in the English borrowing "servant". This root also turned up in Latin "servus" = "slave". We find it in Avestan "haraiti" = "protects", but this seems to be the limit of the spread of the PIE word.


(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2019/10/04

• dessert •

Meaning: 1. The final sweet course of a meal, (UK colloquial) "afters", "pudding". 2. (British) The final course of a meal served after afters (= "dessert" in Britain), usually fruit, nuts, or sweetmeats.

Notes: Here is a common word, interesting for its spelling, dialectal variation, and history. Look out for the double "ss" in this word. It is pronounced the same as "desert" in "just deserts", but not spelled the same. "Dessert" is a lexical orphan without derivational family.
...
Word History: Here is another borrowing from French. It comes from Middle French "dessert" = "last course" (current meaning "dessert"), a noun based on "desservir" = "clear the table", literally the "un-serve", from "des-" = "reverse", "not" + "servir" = "to serve". Originally, the word referred to "the course served after the table was cleared". French inherited "des-" from Latin "dis-" = "apart", "asunder", which comes from Proto-Indo-European "*dwis-" = "apart", "asunder". This word may have been related to "duo" and "two". French "servir" comes from Latin "servire" = "to serve", "work as a slave" from "servus" = "slave". English borrowed "servir", too, for its "serve". Latin inherited its word from Proto-Italic "*serwo-" = "shepherd", inherited from PIE "*seruo-" = "guardian", the source also of Avestan "haraiti" = "heeds", "protects".


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/ae/ae_s.html

"servian", ae., sw. V. (2?): nhd. "dienen";

Interferenz: Lw. afrz. "servir", lat. "servire";

Etymologie: s. afrz. "servir", V., "dienen"; lat. "servire", V., "dienen"; vgl. lat. "servus", M., "Sklave"; etruskischer Herkunft;

Literaturhinweise: Hh 290


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/ahd-mhd-HP/ahd+mhd20140502.htm

mndt. "schariante", mnd., M.: nhd. "Kriegsknecht", "Landstreicher", "Lotterbube"; # Interferenz: Lehnwort afrz. "serjant"; Lehnwort mnl. "seriant"; Lehnwort it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., "Unteroffizier"; s. mnl. "seriant", Sb., "Unteroffizier"; s. it. "sergente", M., "Unteroffizier"; s. mlat. "serviens", M., Dienender; s. lat. "servire", V., "dienen", "Sklave sein" (V.); s. lat. "servus" (1), M., "Sklave", "Diener"; aus dem Etruskischen; s. Kluge s. v. "Sergeant"; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 54 ("schariante"), Lü 320b ("schariante")

mndt. "servette", mnd., F.: nhd. "Serviette", "Mundtuch"; # Quellenangaben: Münster. Test. (1572); # Etymologie: s. frz. "serviette", F., "Serviette"; s. frz., "servir", V., "dienen"; s. lat. "servire", V., "dienen"; s. lat. "servus", M., "Diener"; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servette"); # Sonstiges: Fremdwort in mnd. Form, jünger

"sevis", mnd., Sb.: nhd. "Service"; # Hinweis: s. "sevisvarære"; # Etymologie: s. lat. "servitium", N., "Sklaverei", "Sklavenstand"; s. lat. "servire", V., "dienen", "Sklave sein" (V.); s. lat. "servus", M., "Sklave", "Diener"; etruskischer Herkunft


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/ahd-as-anfrk-mhd-mnd-HP/ahd+as+anfrk+mhd+mnd20140502.htm

mhdt. "sariante", "sariant", "tzardiant", "sargant", "schariant", "schariante", "schargant", "scheriant", mnd., M.: nhd. Diener, Knappe, Bewaffneter im Dienste der weltlichen und geistlichen Gerichtsbarkeit, Büttel, Henkersknecht, Kriegsknecht, Häscher, Landstreicher, Vagabund; # Interferenz: Lw. afrz. "serjant"; Lw. mnl. "seriant"; Lw. it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., Unteroffizier; s. mnl. "seriant", Sb., Unteroffizier; s. it. "sergente", M., Unteroffizier; s. mlat. "serviens", M., Dienender; s. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); s. lat. "servus" (1), M., Sklave, Diener; aus dem Etruskischen; s. Kluge s. v. "Sergeant"; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 30 ("sariant", "sariante"), Lü 316b ("sariante")

mhdt. "sarjant", "serjant", mhd., st. M.: nhd. Ritterdiener, Knappe, Fußknecht, Fußsoldat, Häuptling, Unterführer, Kämpfer; # Quellenangaben: Pal, Suol, RqvI, RqvII, LBarl, Ren, RAlex, HTrist, GTroj, Kreuzf, HvNst, WvÖst, Ot, WernhMl (FB sarjant), Athis, Bit, En (1187/89), Iw, JTit, KvWTroj, Loheng, Orend, UvZLanz, Wh, Wig, Wildon; # Etymologie: s. frz. "sergent", M., Unteroffizier; von lat. "serviens", M., Dienender; vgl. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); lat. "servus", M., Sklave; etruskischer Herkunft; # Weiterleben: nhd. "Sergeant", M., "Sergeant", DW 16, 624; # Literaturhinweise: Lexer 177a ("sarjant"), Hennig ("sarjant")

mndt. "schariante", mnd., M.: nhd. Kriegsknecht, Landstreicher, Lotterbube; # Interferenz: Lw. afrz. "serjant"; Lw. mnl. "seriant"; Lw. it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., Unteroffizier; s. mnl. "seriant", Sb., Unteroffizier?; s. it. "sergente", M., Unteroffizier; s. mlat. "serviens", M., Dienender; s. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); s. lat. "servus" (1), M., Sklave, Diener; aus dem Etruskischen; s. Kluge s. v. "Sergeant"; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 54 ("schariante"), Lü 320b ("schariante")

mndt. "servette", mnd., F.: nhd. "Serviette", Mundtuch; # Quellenangaben: Münster. Test. (1572); # Etymologie: s. frz. "serviette", F., "Serviette"; s. frz., "servir", V., dienen; s. lat. "servire", V., dienen; s. lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servette"); # Sonstiges: Fremdwort in mnd. Form, jünger

mndt. "sevis", mnd., Sb.: nhd. "Service"; # Hinweis: s. "sevisvarære"; # Etymologie: s. lat. "servitium", N., Sklaverei, Sklavenstand; s. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); s. lat. "servus", M., Sklave, Diener; etruskischer Herkunft


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/ahdlatwbhin.html

serviliter, lat., Adv.: nhd. sklavisch, nach Sklavenart; - Hinweis: s. servilis; - Quellenangaben: Cic. (106-43 v. Chr.); - Etymologie: s. servus (1) servire, lat., V.: nhd. dienen, Sklave sein (V.); - # Verweis: e: s. sub-; - Quellenangaben: Plaut. (um 250-184 v. Chr.); - Etymologie: s. servus (1);

servitium, lat., N.: nhd. Sklaverei, Sklavenstand, Sklavendienst; - Quellenangaben: Ter. (190-159 v. Chr.); # Etymologie: s. servus (1) servitir, lat., M.: nhd. Aufwärter, Diener; - Hinweis: s. servire; - Quellenangaben: Inschr.;


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/as-anfrk-mnd-HP/as+anfrk+mnd20140502.htm

mndt. "sariante", "sariant", "tzardiant", "sargant", "schariant", "schariante", "schargant", "scheriant", mnd., M.: nhd. Diener, Knappe, Bewaffneter im Dienste der weltlichen und geistlichen Gerichtsbarkeit, Büttel, Henkersknecht, Kriegsknecht, Häscher, Landstreicher, Vagabund; # Interferenz: Lehnwort afrz. "serjant"; Lehnwort mnl. "seriant"; Lehnwort it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., Unteroffizier; s. mnl. "seriant", Sb., Unteroffizier; s. it. "sergente", M., Unteroffizier; s. mlat. "serviens", M., Dienender; s. lat. "servire", V., "dienen", "Sklave sein" (V.); s. lat. "servus" (1), M., "Sklave", "Diener"; aus dem Etruskischen; s. Kluge s. v. "Sergeant"; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 30 ("sariant", "sariante"), Lü 316b ("sariante")

mndt. "schariante", mnd., M.: nhd. Kriegsknecht, Landstreicher, Lotterbube; # Interferenz: Lehnwort afrz. "serjant"; Lehnwort mnl. "seriant"; Lehnwort it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., Unteroffizier; s. mnl. "seriant", Sb., Unteroffizier; s. it. "sergente", M., Unteroffizier; s. mlat. "serviens", M., Dienender; s. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); s. lat. "servus" (1), M., Sklave, Diener; aus dem Etruskischen; s. Kluge s. v. "Sergeant"; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 54 ("schariante"), Lü 320b ("schariante")

mndt. "servette", mnd., F.: nhd. "Serviette", Mundtuch; # Quellenangaben: Münster. Test. (1572); # Etymologie: s. frz. "serviette", F., "Serviette"; s. frz., "servir", V., dienen; s. lat. "servire", V., dienen; s. lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servette"); # Sonstiges: Fremdwort in mnd. Form, jünger

mndt. "servitör", mnd., M.: nhd. satirisch notierte Ergebenheitsfloskel der galanten Sprache; # Quellenangaben: Lauremberg (1652) ed. Lappenberg 45; # Interferenz: Lehnwort lat. "servitor"; # Etymologie: s. lat. "servitor", M., Diener, Aufwärter; s. lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servitör"); # Sonstiges: langes "ö", jünger

mndt. "sevis", mnd., Sb.: nhd. "Service"; # Hinweis: s. "sevisvarære"; # Etymologie: s. lat. "servitium", N., Sklaverei, Sklavenstand; s. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); s. lat. "servus", M., Sklave, Diener; etruskischer Herkunft


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/Latein/LateinischesWB.pdf

lat. "servire", lat., V.: nhd. dienen, Sklave sein (V.); # Verweis: s. "asservire", "conservire", "deservire", "praeservire", "subservire"; # Quellen: Plaut. (um 250-184 v. Chr.); # Etymologie: s. "servus" (1); # Weiterleben: afrz. "servir", V., dienen; ae. "servian", sw. V. (2?), dienen; # Weiterleben: afrz. "servir", V., dienen; frz. "servier", V., dienen, bedienen; nhd. "servieren", sw. V., "servieren", auftragen, bedienen; # Weiterleben: afrz. "servir", V., dienen; s. frz. "desservir", V., abtragen; vgl. "dessert", M., "Dessert", Nachtisch; # Literaturhinweise: Georges 2, 2632, Walde/Hofmann 2, 527, Kluge s. u. "Dessert", "servieren", Kytzler/Redemund 699

lat. "servitor", lat., M.: nhd. Aufwärter, Diener; # Hinweise: s. "servire"; # Quellen: Inschr.; # Etymologie: s. "servus" (1); # Literaturhinweise: Georges 2, 2633


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/mhd/mhd_s.html

mhdt. "sarjant", "serjant", mhd., st. M.: nhd. Ritterdiener, Knappe, Fußknecht, Fußsoldat, Häuptling, Unterführer, Kämpfer; # Quellen: Pal, Suol, RqvI, RqvII, LBarl, Ren, RAlex, HTrist, GTroj, Kreuzf, HvNst, WvÖst, Ot, WernhMl (FB "sarjant"), Athis, Bit, En (1187/1189), Iw, JTit, KvWTroj, Loheng, Orend, UvZLanz, Wh, Wig, Wildon; # Etymologie: s. frz. "sergent", M., Unteroffizier; von lat. "serviens", M., Dienender; vgl. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); lat. "servus", M., Sklave; etruskischer Herkunft; # Weiterleben: nhd. "Sergeant", M., "Sergeant", DW 16, 624; # Literaturhinweise: Lexer 177a (sarjant), Hennig (sarjant)

mndt. "sariante", "sariant", "tzardiant", "sargant", "schariant", "schariante", "schargant", "scheriant", mnd., M.: nhd. Diener, Knappe, Bewaffneter im Dienste der weltlichen und geistlichen Gerichtsbarkeit, Büttel, Henkersknecht, Kriegsknecht, Häscher, Landstreicher, Vagabund; I.: Lw. afrz. "serjant"; Lw. mnl. "seriant"; Lw. it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., Unteroffizier; s. mnl. "seriant", Sb., Unteroffizier; s. it. "sergente", M., Unteroffizier; s. mlat. "serviens", M., Dienender; s. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); s. lat. "servus" (1), M., Sklave, Diener; aus dem Etruskischen; s. Kluge s. v. "Sergeant"; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 30 ("sariant", "sariante"), Lü 316b ("sariante")

mndt. "sarjant", "serjant", mhd., st. M.: nhd. Ritterdiener, Knappe, Fußknecht, Fußsoldat, Häuptling, Unterführer, Kämpfer; # Quellen: Pal, Suol, RqvI, RqvII, LBarl, Ren, RAlex, HTrist, GTroj, Kreuzf, HvNst, WvÖst, Ot, WernhMl (FB "sarjant"), Athis, Bit, En (1187/89), Iw, JTit, KvWTroj, Loheng, Orend, UvZLanz, Wh, Wig, Wildon; # Etymologie: s. frz. "sergent", M., Unteroffizier; von lat. "serviens", M., Dienender; vgl. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); lat. "servus", M., Sklave; etruskischer Herkunft; # Weiterleben: nhd. "Sergeant", M., "Sergeant", DW 16, 624; # Literaturhinweise: Lexer 177a ("sarjant"), Hennig ("sarjant")

mndt. "schariante", mnd., M.: nhd. Kriegsknecht, Landstreicher, Lotterbube; I.: Lw. afrz. "serjant"; Lw. mnl. "seriant"; Lw. it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., Unteroffizier; s. mnl. seriant, Sb., Unteroffizier; s. it. "sergente", M., Unteroffizier; s. mlat. "serviens", M., Dienender; s. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); s. lat. "servus" (1), M., Sklave, Diener; aus dem Etruskischen; s. Kluge s. v. "Sergeant"; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 54 (schariante), Lü 320b ("schariante")

mndt. "servette", mnd., F.: nhd. "Serviette", Mundtuch; # Quellen: Münster. Test. (1572); # Etymologie: s. frz. "serviette", F., "Serviette"; s. frz., "servir", V., dienen; s. lat. "servire", V., dienen; s. lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servette"); # Sonstiges: Fremdwort in mnd. Form, jünger

mndt. "sevis", mnd., Sb.: nhd. "Service"; # Hinweise: s. "sevisvarære"; # Etymologie: s. lat. "servitium", N., Sklaverei, Sklavenstand; s. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); s. lat. "servus", M., Sklave, Diener; etruskischer Herkunft


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/Mittellatein-HP/VorwortMlat-HP.htm

lat. "conservire", lat., V.: nhd. mitdienen, mit Sklave sein (V.); # Quelle: Mar. Victorin. (1. Hälfte 4. Jh. n. Chr.); # Etymologie: s. "cum", "servire", "servus" (1); # Literaturhinweise: TLL

lat. "inservire" (1), lat., V.: nhd. dienen, dienstbar sein (V.), zu Diensten sein (V.), ergeben sein (V.), eifrig betreiben, eifrig nachkommen, Gefälligkeit erweisen, nachgeben, fördern, obliegen, teilnehmen; mlat.-nhd. verknechten; # Übersetzungsgleichung: ahd. anadionon B, anahaften Gl, dionon Gl, N; # Übersetzungsgleichung: mhd. indienen BrZw, vertriben BrTr; # Quelle: Cic. (81-43 v. Chr.), B, Bi, BrTr, BrZw, Cap., Conc., Dipl., Formulae, Gl, HI, Hrab. Maur., Leg. Henr., LBai, LRib, N, Regin. Chron., Wilh. Hirs. const.; # Etymologie: s. in (1), "servire", "servus" (1); # Redewendung: "inservire aliquem": zum Sklaven machen; # Literaturhinweise: Georges 2, 307, TLL, MLW 4, 2008, Niermeyer 712, Habel/Gröbel 200, Latham 252b, Blaise 491b, Heumann/Seckel 272b

mlat. "inservire" (2), mlat., V.: nhd. verknechten; # Quelle: Cap., Formulae, LBai (vor 743), LRib; # Etymologie: s. in (1), "servus"; # Literaturhinweise: MLW 4, 2008

lat. "servire", lat., V.: nhd. dienen, Sklave sein (V.), als Sklave dienen, dienstbar sein (V.), Dienst verrichten, Dienst besorgen, taugen, willfahrend sein (V.), frönen, sich richten nach etwas, kredenzen; mlat.-nhd. vasallitische Dienste leisten, Landesfolge leisten, Auftrag erledigen seinem Herrn Lebensmittel zu beschaffen, liefern, seinem Herrn zur Verfügung stellen, Gottesdienst halten, von einer Kirche bestallt sein (V.); # Übersetzungsgleichung: ahd. dionon B, Gl, I, MF, MNPs, N, NGl, O, T; # Übersetzungsgleichung: as. githionon H, thionon GlPW, H; # Übersetzungsgleichung: anfrk. thienon MNPs, MNPsA; # Übersetzungsgleichung: ae. geambihtan Gl, gehieran Gl, hieran Gl, (þeowdom), þeowian Gl; # Übersetzungsgleichung: an. þjona; # Übersetzungsgleichung: mhd. dienen BrTr, PsM, STheol, underwarten PsM; # Verweis: s. "asservire", "conservire", "deservire, inservire", "praeservire", "proservire", "subservire"; # Quelle: Plaut. (um 250-184 v. Chr.), B, Bi, BrTr, Cap., Cod. Eur., Conc., Dipl., Ei, Formulae, Gl, GlPW, H, HI, I, LAl, LBai, LLang, LRib, LVis, MF, MNPs, MNPsA, N, NGl, O, PsM, STheol, T; Q2.: Cap., Cap. de villis (795), Const., Dipl., Urk; # Etymologie: s. "servus" (1); # Weiterleben: afrz. "servir", V., dienen; ae. "servian", sw. V. (2?), dienen; # Weiterleben: afrz. "servir", V., dienen; frz. "servier", V., dienen, bedienen; nhd. "servieren", sw. V., "servieren", auftragen, bedienen; # Weiterleben: afrz. "servir", V., dienen; s. frz. "desservir", V., abtragen; vgl. "dessert", M., "Dessert", Nachtisch; # Literaturhinweise: Georges 2, 2632, Walde/Hofmann 2, 527, Kluge s. u. "Dessert", "servieren", Kytzler/Redemund 699, Niermeyer 1256, Habel/Gröbel 364, Latham 436b, Blaise 842b, Heumann/Seckel 538a


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mnd/mnd_s.html

mndt. "sariante", "sariant", "tzardiant", "sargant", mnd., M.: nhd. Diener, Knappe, Bewaffneter im Dienste der weltlichen und geistlichen Gerichtsbarkeit, Büttel, Henkersknecht, Kriegsknecht, Häscher, Landstreicher, Vagabund; # Hinweise: s. "schariante"; I.: Lw. afrz. "serjant", Lw. mnl. "seriant", Lw. it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., Unteroffizier; s. mnl. "seriant", Sb., Unteroffizier; it. "sergente", M., Unteroffizier; s. mlat. "serviens", M., Dienender; vgl. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); lat. "servus" (1), M., Sklave, Diener; aus dem Etruskischen; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 30 ("sariant", "sariante"), Lü 316b ("sariante")

mndt. "schariante", "schariant", "schargant", "scheriant", mnd., M.: nhd. Kriegsknecht, Landstreicher, Lotterbube; # Hinweise: s. "sariante"; I.: Lw. afrz. "serjant", Lw. mnl. "seriant", Lw. it. "sergente"; # Etymologie: s. afrz. "serjant", Sb., Unteroffizier; s. mnl. "seriant", Sb., Unteroffizier; s. it. "sergente", M., Unteroffizier; mlat. "serviens", M., Dienender; vgl. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); lat. "servus" (1), M., Sklave, Diener; aus dem Etruskischen; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 54 ("schariante"), Lü 320b ("schariante")

mndt. "servette", mnd., F.: nhd. "Serviette", Mundtuch; # Quellen: Münster. Test. (1572); I.: Lw. frz. "serviette"; # Etymologie: s. frz. "serviette", F., "Serviette"; vgl. frz., "servir", V., dienen; lat. "servire", V., dienen; lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Weiterleben: s. nhd. "Serviette", F., "Serviette", DW 16, 629?; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servette"); # Sonstiges: Fremdwort in mnd. Form, jünger

mndt. "servitör", mnd., M.: nhd. satirisch notierte Ergebenheitsfloskel der galanten Sprache; # Quellen: Lauremberg (1652) ed. Lappenberg 45; I.: Lw. lat. "servitor"; # Etymologie: s. lat. "servitor", M., Diener, Aufwärter; vgl. lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servitör"); # Sonstiges: langes "ö", jünger

mndt. "*sevis", mnd., Sb.: nhd. "Service"; # Hinweise: s. "sevisvarære"; # Etymologie: s. lat. "servitium", N., Sklaverei, Sklavenstand; vgl. lat. "servire", V., dienen, Sklave sein (V.); lat. "servus", M., Sklave, Diener; etruskischer Herkunft


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/wgerm/wgerm(materialien)89086abs20140325.htm

aengl. "servian", "serv-ian", ae., sw. V. (2?): nhd. dienen; I.: Lw. afrz. "servir", lat. "servire"; # Etymologie: s. afrz. "servir", V., dienen; lat. "servire", V., dienen; vgl. lat. "servus", M., Sklave; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: Hh 290


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/zgwbhinw.html

mndt. "servette", mnd., F.: nhd. "Serviette", Mundtuch; # Quellen: Münster. Test. (1572); # Etymologie: s. frz. "serviette", F., "Serviette"; s. frz., "servir", V., dienen; s. lat. "servire", V., dienen; s. lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servette"); # Sonstiges: Fremdwort in mnd. Form, jünger


(E?)(L?) https://wordhistories.net/2017/06/14/origin-of-slave/

...
The classical Latin name for "slave" was "servus", apparently from a root meaning "heavy", "burdensome", shared by: The Latin "servus" is the origin, via Old French, of English "serf", designating an agricultural labourer bound by the feudal system who was tied to working on his lord’s estate.

From the noun "servus", the Latin verb "servire" meant "to be a slave", hence "to serve", "to be in service". Through Old French "servir", it is the origin of English "serve".

In German, from the sense "(I am your) slave", "servus" is used as a greeting at meeting or parting, particularly in Bavaria and Austria. Some parts of Romania have adopted this German usage. This greeting is "szervusz" in Hungarian and "serwus" in Polish.

Similarly, the Italian greeting "ciao" is a dialectal alteration of "schiavo" and originally meant "(I am your) slave".
...


(E?)(L?) https://etyman.wordpress.com/tweetionary/s/




(E?)(L?) https://daily.wordreference.com/2025/11/03/intermediate-word-of-the-day-serve/
(E?)(L?) https://daily.wordreference.com/2022/09/20/intermediate-word-of-the-day-serve/

Word of the Day: "serve" (verb)
...
"To serve" means "to work for someone" and also "to give food or drink to someone at a table". In the UK, it can also refer to "helping someone in a store". It means "to help and provide assistance" and also "to contribute or be useful to something". "Serve" also means "to go through a term of service", like in the army, or "to spend time in jail".

Words often used with "serve"



Additional information

In sports such as tennis, volleyball, or handball, "to serve" means "to start playing" by hitting the ball. A "serve", as a noun, is the "act of serving".

In pop culture

"Served Like a Girl" is the title of a documentary about women who have served in the US army. You can watch the trailer here:

Did you know?

Many people may be familiar with the phrase you’ve been served from American TV shows about lawyers. In the legal sense, in the US, "to serve someone" is to give them an official notification that they have been sued and will need to appear in civil court. This is usually done in person, so there is no question that the papers have been received. This does not mean, however, that people can avoid being served by not taking the documents, or running and hiding once they are approached. Once the person delivering the documents (usually called a "process server") has made direct contact, they may leave the papers outside the door or on a desk where you can later retrieve them. In exceptional cases, when a person cannot be found, delivering them to their known address can be considered enough. As for criminal cases, warrants to arrest someone or to search a property are also served, but in this case they are given to the person in question by the police before the arrest or the search.

Other forms

"server" (noun), "servable"/"serveable" (adjective)

Origin

"Serve", meaning "to be obedient to someone" or "to minister or give help to someone", dates back to the late 12th century, as the Middle English verb "serven". It came into English from the Old French "servir", which could mean "to obey someone in duty", "to show devotion to someone", "to set a table or serve at the table", or "to offer or provide someone with something".

It can be traced back to the Latin verb "servire", which could mean "to be a servant", "to be in service" or "to be enslaved", and figuratively "to be devoted", "to be governed by", "to comply with", or even "to flatter", though the original meaning was "to be enslaved".

It is related to the noun "servus" ("slave" and, later, "servant",), the origin of which is uncertain. It could have come from the Etruscan "Servi" or "Serve" (only recorded as proper names), or from the proto-Italic roots "*serwo–" ("shepherd") and "*serwa–" ("observation"), from the Proto-Indo-European root "*seruo–" (guardian).

The senses "to be in the service of", "to provide a service for", "to be a servant of", "to be a slave of", "to owe allegiance to" and "to officiate or hold religious rites" all appeared around the year 1200, probably influenced by the Latin meanings, which were commonly used around that time. The senses "to set food at a table", which existed in the French verb, was first used in English in the mid-13th century, while "to wait on customers" is from the mid-14th century.

"To be useful, beneficial or suitable for a purpose" first appeared in the early 14th century, and "to meet the needs or be equal to a task", as well as "to treat someone or something in a certain way" is from the late 14th century. The expression "to serve someone right" comes from this last sense, and was first used in the late 16th century. The sense "to do military duty" appeared in the early 16th century, while the sport sense is from the late 16th century. The use of "serve" as a noun (in sports) is also from the late 16th century.




(E?)(L?) https://wordsmith.org/words/subserve.html

A.Word.A.Day with Anu Garg
...
"subserve", verb

MEANING:

To help to further something.

ETYMOLOGY:

From Latin "subservire" ("to serve under"), from "sub-" ("under") + "servire" ("to serve"), from "servus" ("slave").
...


(E?)(L?) https://wordsmith.org/words/timeserver.html

A.Word.A.Day with Anu Garg
...
"timeserver", noun

MEANING:

ETYMOLOGY:

From "time", from Old English "tima" ("time") + "server", from Latin "servire" ("to serve"), from "servus" ("slave"). Earliest documented use: 1566.

...


Erstellt: 2026-09

"§"
servus
Amt
Dessert
Sag beim Abschied leise Servus
Sagleiseservus
Sergeant
servil
Servilismus
Servilität
Servitut
Servolenkung
(W3)

"Servus" (19. Jh.), Interjektion, ist (besonders in Süddeutschland, Bayern und Österreich) ein freundschaftlicher Gruß beim Abschied oder zur Begrüßung, engl. "Hello!", zu lat. "servus" = dt. "Sklave", "Diener", (um 450 v. Chr.); etruskischer Herkunft; seit der späten Neuzeit informeller Gruß. Das Wort "servus" geht zurück auf lat. "servus" = dt. "(Ihr) Diener!". "Servus" soll also etwa bedeuten "ich bin dein Diener". Dieser Gruß soll bis auf die Sitte der Römer zurückgehen deren Sklaven ihre Herren (zumindest einige) mit lat. "servus sum" = "Ich bin dein Sklave" zu grüßen hatten.

Mit dem "Servus" verwandt sind:

dt. "servil" (17. Jh.) = dt. "unterwürfig", "kriecherisch", engl. "servile", zu lat. "servilis" = dt. "zu den Sklaven gehörig", "den Sklaven eigen", "sklavisch", "Sklaven-", (um 450 v. Chr.); zu. lat. "servus" = dt. "Sklave", "Diener", ndl. "serviel", frz. "servile", schwed. "servil", norw. "servil", poln. "serwilistyczny", seit der früheren Neuzeit Bezeichnung eines "unterwürfigen menschlichen Verhaltens".

dt. "Servilismus" (selten für Servilität) = dt. "Unterwürfigkeit", "Kriecherei", "eine für unterwürfige Gesinnung kennzeichnende Handlungsweise, Äußerung o. Ä."

dt. "Servilität", für dt. "unterwürfige Gesinnung", zu frz. "servilité", zu frz. "servile", zu lat. "servilis".

dt. "Servitut" (18. Jh.) = dt. "Dienstbarkeit", "Grunddienstbarkeit", bes. schweiz., zu lat. "servitus", Gen. "servitutis" = dt. "Verbindlichkeit", "Dienstbarkeit", zu "servus" = dt. "dienstbar", in der Rechtswissenschaft "dingliches [Nutzungs]recht an fremdem Eigentum".

dt. "Servolenkung" (20. Jh.), engl. "servo steering", zu lat. "servus" = dt. "Sklave", "Diener", (um 450 v. Chr.); etruskischer Herkunft, schwed. "servostyrning", norw. "servostyring", seit der späten Neuzeit Bezeichnung für "eine mit einer die Lenkkraft verstärkenden Vorrichtung versehene Lenkung".



(E?)(L?) https://www.atlas-alltagssprache.de/runde-2/f01/

Gruß am Nachmittag ("Guten Tag" / "Hallo" / "Grüß Gott" / "Moin" / "Grüezi" / "Servus" / ...) (Frage 1)

Die Frage lautete, wie man am Ort gewöhnlich sagt, „wenn man nachmittags ein kleines Geschäft betritt, wo man die Leute kennt“. Hier zeigen sich klare regionale Unterschiede in den deutschsprachigen Ländern.

Im Norden Niedersachsens und in Schleswig-Holstein sagt man in der Regel "Moin" oder "Moinmoin". Dabei handelt es sich nicht – wie oft angenommen wird, um eine Abkürzung von "Morgen", sondern von "moien Dag" (o.ä.); es wird also in dem abgekürzten Gruß nur das Adjektiv verwendet (wie man es auch vom Neujahrgruß "frohes / gutes /gesundes neues (Jahr)" oder in der Wunschformel einen "guten (Appetit)" findet).

Im Süden Deutschlands, südlich der Mittelgebirge und östlich des Rheingrabens, sowie in Österreich ist "Grüß Gott" die häufigste Grußformel. Doch hier ist offenbar schon vereinzelt ein einfaches "Hallo" üblich, das im ganzen Norden und Westen (mit Ausnahme des Moin-Gebiets) neben das traditionelle "Guten Tag" getreten ist. Dies ist die auffälligste Gebrauchsveränderung seit einer Erhebung zu den Grußformeln aus den 1970er Jahren (WDU I, 47).

"Hallo" wird anstelle von oder neben "Guten Tag" aus fast 150 Orten gemeldet.

Im Osten Bayerns und vereinzelt auch in Österreich ist auch "Servus" üblich; dieser Gruß bedeutet – in der Übersetzung des verwendeten Latinismus (lat. "servus") – im Grunde "ich bin Dein/Ihr Diener" (Kluge).

Eine auffällige Veränderung in Österreich ist die zunehmende Verbreitung von "Grüß Euch" (auch "Grüß Sie / Ihnen / Dich"), das zumeist "Griaß Eich" o. ä. gesprochen wird.

In der Schweiz ist eine Zweiteilung festzustellen: Im Westen des deutschsprachigen Gebiets gilt "Grüeß Ech" während man im Norden und Osten überwiegend "Grüezi" sagt. Dort hört man aber auch "Hoi", genau wie im benachbarten österreichischen Vorarlberg und vereinzelt auch in Südtirol (Schweizerisches Idiotikon II, 860).

Eine Südtiroler Besonderheit ist der Gruß "Guten Nachmittag".


(E?)(L?) https://austria-forum.org/af/AEIOU/ServusTV

ServusTV ist ein österreichischer Privatfernsehsender mit Sitz in Wals-Siezenheim (Salzburg).
...


(E?)(L?) https://www.besserwisserseite.de/diverseantworten2.phtml

Der Begriff "Servus" kommt als Begrüßung in den verschiedensten Formen vor. Ursprünglich bedeutet das Wort ja "Diener". Im 18. Jahrhundert wurden die Umgangsformen immer umständlicher und man bezeichnete sich schon mal als "Euer untertänigster Diener". Daraus wurde dann "ihr Diener" Die lateinisch anmutende Grußformel "servus" ging übrigens von Österreich aus. Sie stammt vom venezianisch/italienischen "sciavo" ab, was ebenfalls "Diener" die Radetzkyarmee brachte den Gruß ins Österreichische Heer ein. Unser beliebtes "Ciao" leitet sich ebenfalls von diesem Ursprung ab.


(E?)(L?) http://www.besserwisserseite.de/christentum.phtml

Die amtlichen Titel des Papstes:


(E?)(L?) https://comedix.de/lexikon/alphabet/s.php

"Sagleiseservus" - Namentlich genannter Legionär in "Asterix und der Greif", Seite 26.


(E?)(L?) https://www.dwds.de/wb/etymwb/Servus

"Servus"


(E?)(L?) https://faql.de/etymologie.html

Woher kommt der Abschiedsgruß "tschüs"?

Von lateinisch "ad deum" (wörtlich "zu Gott", also jemanden der Fürsorge durch Gott empfehlen/anvertrauen; siehe auch den Abschiedsgruß "Gott befohlen!") über spanisch "adiós" zu niederdeutsch "adjüs". Verwandt: "ade", "adé", "adieu", "tschö".

Nicht verwandt: "tschau", "ciao"; diese sind mit italienisch "schiavo" ("Sklave") verwandt und entsprechen damit "zu Ihren Diensten!" und "Servus!").

Der Ost-Duden ließ schon 1976 neben "tschüs" (mit langem »ü« gesprochen) auch die Schreibweise "tschüß" (mit kurzem »ü«) zu, ebenso Theodor Ickler in seinem Rechtschreibwörterbuch aus dem Jahre 2000; keine Auflage des West-Dudens legitimierte diese jemals; bei dem Zusatz in eckigen Klammern (tschüs! [auch: tschüß]) in älteren Auflagen handelte es sich nur um einen Aussprachehinweis (siehe Hinweise für den Benutzer; vergleiche beispielsweise die Einträge zu Charis, Cid oder Orchester). Spätere Auflagen bedienen sich hier der Lautschrift, um Verwechslungen mit der Rechtschreibung zu vermeiden.

Da die Rechtschreibreformer das Eszett in bestimmten Fällen durch Doppel-s ersetzen, fand 1996 auch die Schreibweise "tschüss" Eingang in die 21. Auflage des Dudens (zusätzlich zu "tschüs").


(E?)(L?) https://wiki.genealogy.net/Servus

"Servus" - Berufsbezeichnung - Bedeutung: "Diener", "Knecht"


(E?)(L?) https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Liberatus.html

Servus - Liberatus und Gefährten


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/ahd-mhd-HP/ahd+mhd20140502.htm

mndt. "servitor", mnd., M.: nhd. satirisch notierte Ergebenheitsfloskel der galanten Sprache; # Quellenangaben: Lauremberg (1652) ed. Lappenberg 45; # Interferenz: Lehnwort lat. "servitor"; # Etymologie: s. lat. "servitor", M., "Diener", "Aufwärter"; s. lat. "servus", M., "Diener"; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servitor"); # Sonstiges: langes "ö", jünger


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/ahd-as-anfrk-mhd-mnd-HP/ahd+as+anfrk+mhd+mnd20140502.htm

ahdt. "barservus* 1, lat.-ahd.?, M.: nhd. Barschalk, Halbfreier; ne. half-free (M.); # Quellenangaben: Urk (986); # Interferenz: Lw. ahd. "bar"; # Etymologie: s. "beran" s. lat. "servus", M., Sklave, Diener; etruskischer Herkunft

mndt. "servitör", mnd., M.: nhd. satirisch notierte Ergebenheitsfloskel der galanten Sprache; # Quellenangaben: Lauremberg (1652) ed. Lappenberg 45; # Interferenz: Lw. lat. "servitor"; # Etymologie: s. lat. "servitor", M., Diener, Aufwärter; s. lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servitör"); # Sonstiges: langes "ö", jünger


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/ahdlatwbhin.html




(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/der/DERS.pdf

lat. "servitus", lat., F., Dienstbarkeit, Knechtschaft, "Servitut", zu lat. "servus"

"Servitut", F., "Dienstbarkeit, Grunddienstbarkeit", 18. Jh. (Adelung 1774ff.) Lw. lat.

lat. "servus", lat., M., "Sklave, Knecht, Diener, Unfreier"


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/Latein/LateinischesWB.pdf




(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/latgermwbhin.html

lat. "conservus": got. "ga-skal-k-i" 2, got., st. N. (ja): nhd. Mitknecht; ahd. ebanginæz* 1, ahd., st. M. (a): nhd. Mitknecht, Mitgenosse, Mitdiener, Gl; ebanskalk* 5, ahd., st. M. (a): nhd. Mitknecht, T; gileibo* 5, ahd., sw. M. (n): nhd. Genosse, Gefährte, Gl; ginæz 47, ahd., st. M. (a): nhd. Genosse, Kamerad, Gefährte, Mitbürger, Jünger, Nächster, jemandem gleich, MF; ae. "efen-esn-e", ae., M.: nhd. Diener, [Gl]; "efen-þeg-n", ae., st. M. (a): nhd. Diener, [Gl]; "efen-þéo", "efen-þéow", ae., st. M. (wa): nhd. Diener, [Gl]; "ge fÊr-a", "ge-fÐr-a", ae., sw. M. (n): nhd. Genosse, Gefährte, Mitschüler, Gatte, Diener, [Gl]; "héaf-od-ling", ae., st. M. (a): nhd. Gleichgestellter, [Gl]



lat. "servus": got. "mag-u-s" 4, got., st. M. (u): nhd. Knabe, Jüngling, Sohn, Knecht; "s-kal-k-s", got., st. M. (a): nhd. Knecht, Diener; "þiu-s"* 2, got., st. M. ("a=wa"): nhd. Haussklave, Diener, Knecht; ahd. ("boto" 84, ahd., sw. M. (n): nhd. "Bote", Gesandter, Engel, Abgesandter, Apostel, Stellvertreter, O); ("diotuom"* 1, ahd., st. M. (a), st. N (a): nhd. Knechtschaft, Gl); "kneht" 83, ahd., st. M. (a): nhd. Knabe, Junge, Jüngling, Jünger, Kind, Diener, Knecht, Krieger, Soldat, Mann, Gl; ("man" 2000, ahd., st. M. (athem.): nhd. Mann, Mensch, Krieger, Knecht, Diener, Dienstmann, Kriegsmann, Gl, N); "skalk"* 211, "scalc", ahd., st. M. (a): nhd. "Schalk", Knecht, Diener, Jünger, Sklave, B, Gl, I, MF, N, NGl, O, PT=T, T; "trðt" (2) 79, ahd., st. M. (a): nhd. Vertrauter, Geliebter, Freund, Jünger, Trauter, Liebling, Gl; anfrk. "skal-k"* 3, "scal-c", anfrk., st. M. (a): nhd. Knecht, Diener, [MNPs, MNPs=MNPsA]; as. (ju n g ar o* 94, ju n g er o*, ju n g r o*, as., sw. M. (n): nhd. Jünger, Schüler, [H]); ("s kal k"* 6, as., st. M. (a): nhd. "Schalk", Knecht, Jünger, Diener, [H, SPs]); ("theg an" 71, as., st. M. (a): nhd. Knabe, Jüngling, Mann, Degen (M.) (2), Krieger, Jünger, Diener, [H]); ae. "sn-e", ae., st. M. (ja): nhd. Arbeiter, Knecht, Diener, Mann, Jugend, [Gl]; ("man-n", "man", "mon n", "mon", ae., M. (kons.): nhd. Mensch, Mann, Held, Diener); "þeg-n", "þeg-en", ae., st. M. (a): nhd. Diener, Gefolgsmann, Than, Schüler, Jünger, Freier (M.) (1), Edler, Vornehmer, Held, Krieger, Degen (M.) (2), Mann, Mensch, [Gl]; "þéo" (1), "þéow" (1), "téo", "téow", ae., st. M. (wa): nhd. Diener, Knecht, [Gl]; "þéo-w-man-n", "þéo-w-man", ae., M. (kons.): nhd. Diener, Sklave; "þrÚ-l", "þréa-l", ae., st. M. (a): nhd. Knecht, Diener, [Gl]; an. "þjæn-n", an., st. M. (a): nhd. Diener, Knecht, Sklave, Unfreier; "þjon-ust-u-maŒ-r", an., st. M. (a): nhd. Dienstmann, Diener, Untertan, Diener; "þrÏl-l", an., st. M. (a): nhd. Unfreier, Sklave, Diener; afries. "skal-k 11", afries., st. M. (a): nhd. Unfreier, Knecht, Diener, Sklave, Bösewicht




(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/liberexq.html

"conservus", lat., M.: nhd.° "Mitsklave", Gg; # Quellen: Vis, ConcK1=Conc2

"servus", lat., Adj.: nhd.° "dienstbar", "unterworfen", "mit einer Servitut beschwert", Gg; # Hinweise: s. "servus" (M.)

"servus", lat., M.: nhd.° "Sklave", "Diener", "Knecht", Gg; # Quellen: I, Ei, B, CEur, Vis, Bur, Lang, PLSal, Rib, PAl, Al, Bai, Sax, Thur, Cham, Fris, Cap, ConcM=Conc1, ConcK2=Conc3, DM


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/mhd/mhd_s.html

mhdt. "servidum", mhd., st. M.: nhd. Diener; # Quellen: Suol (FB "servidun"); # Etymologie: s. lat. "servus", M., Sklave, Diener; etruskischer Herkunft; # Weiterleben: nhd. DW


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/mhd-mnd-(mitteldeutsch)-HP/mhd+mnd-14834S-5907227Woe-sort_zgw_20140506.htm

mndt. "servidum", mhd., st. M.: nhd. Diener; # Quellen: Suol (FB "servidun"); # Etymologie: s. lat. "servus", M., Sklave, Diener; etruskischer Herkunft; # Weiterleben: nhd. DW-

mndt. "servitör", mnd., M.: nhd. satirisch notierte Ergebenheitsfloskel der galanten Sprache; # Quellen: Lauremberg (1652) ed. Lappenberg 45; I.: Lw. lat. "servitor"; # Etymologie: s. lat. "servitor", M., Diener, Aufwärter; s. lat. "servus", M., Diener; etruskischer Herkunft; # Literaturhinweise: MndHwb 3, 210 ("servitör"); # Sonstiges: langes "ö", jünger


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/Mittellatein-HP/VorwortMlat-HP.htm

br>


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/wgerm/wgerm(materialien)89086abs20140325.htm

ahdt. "barservus"* 1, lat.-ahd.?, M.: nhd. Barschalk, Halbfreier; ne. half-free (M.); # Quellen: Urk (986); I.: Lw. ahd. "bar"; # Etymologie: s. "beran" s. lat. "servus", M., Sklave, Diener; etruskischer Herkunft


(E?)(L?) https://www.koeblergerhard.de/zgwbhinw.html




(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/zwerg/zwerg8/zwerg8_2022-04-25.htm

lat. "servitium", lat., N., Sklaverei, Sklavenstand, Sklavendienst, (Dienst,) Ter. (190-159 v. Chr.), s. latein_a_z.docx, s. servus

Lit.: Heusinger, B., "Servitium regis", 1922; "Taxae pro communibus servitiis", hg. v. Hoberg, H., 1949; Brühl, C., "Fodrum, gistum, servitium regis", 1968; Metz, W., "Das servitium regis", 1978; Göldel, C., "Servitium regis", 1997



lat. "servitus", "servitus", lat., F., Dienstbarkeit, Sklaverei, Sklavenstand, Knechtschaft, Ter. (190-159 v. Chr.), s. latein_a_z.docx, s. "servus"

"Servitus" (Wort in Grimm Deutsches Wörterbuch1 nicht bezeugt – nicht in EDEL – und in älteren deutschen Rechtsquellen – als Ansatz – und in Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache nicht belegt, aber in Google belegt sowie in den Bestandteilen über das Lateinische des Altertums mit dem Indogermanischen teilweise verbindbar, lat. [F.]) ist schon in dem altrömischen Recht die ?Dienstbarkeit (lat. [N.] iter [Pfad], [M.] actus [Trift], [F.] via [Weg], [M.] aquaeductus [Wasser­leitung]). Sie betrifft zunächst das Feld, dann auch das Gebäude. Ein(e) "Personal­servitut" ist der ?Nießbrauch. Als "servitus iuris Germanici" (deutschrechtliche Dienstbarkeit) versteht die frühe Neuzeit die ein Tun beinhaltende Dienstbarkeit. S. Google

Lit.: Kaser §§ 7 II 2, 22 II 1, 22 II, 28; Köbler, DRG 26, 41, 61; Bund, E., Begriff und Einteilung der Servituten, Diss. jur. Freiburg im Breisgau 1956; Lee, J., "Die servitus", Diss. jur. Bonn 1998



"Servitut" (Wort in Grimm Deutsches Wörterbuch1 bezeugt – nicht in EDEL – und in älteren deutschen Rechtsquellen ab 1496 [CoutBrab. II 1 S. 122] in 21 Stellen belegt, aber in Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache nicht belegt, aber in Google belegt sowie in den Bestandteilen über das Lateinische des Altertums mit dem Indogermanischen teilweise verbindbar, F., N.) "servitus", ?Dienstbarkeit

Lit.: Bund, E., "Begriff und Einteilung der Servituten", Diss. jur. Freiburg im Breisgau 1956; Köbler, U., Werden, Wandel und Wesen des deutschen Privatrechtswortschatzes, 2010



lat. "Servius Sulpicius Rufus" (um 106-43 v. Chr.) ist der römische, 51 v. Chr. das Konsulat bekleidende Rechtskundige. Ihm werden 180 (lat. [M.Pl.]) libri (Bücher) zugeschrieben. Unter ihnen befindet sich der erste Kommentar zu dem prätorischen Edikt. Möglicherweise begründet er eine eigene klassisch-institutionelle Richtung der römischen Jurisprudenz. S. Google

Lit.: Söllner §§ 11, 15; Vernay, E., "Servius et son école", 1909; Kunkel, W., Herkunft und soziale Stellung der römischen Juristen, 1952, 2. A. 1967; Wieacker, F., Römische Rechtsgeschichte, Bd. 1 1988, 602



lat. "servus" (1), "servos", lat., M., "Sklave", "Diener", XII tab. (um 450 v. Chr.), s. latein_a_z.docx, etruskischer Herkunft

"Servus" (Wort in Grimm Deutsches Wörterbuch1 nicht bezeugt – nicht in EDEL – und in älteren deutschen Rechtsquellen - als Ansatz - nicht belegt sowie in den Bestandteilen über lateinisch "servus", M., "Sklave", "Diener", um 450 v. Chr., etruskischer Herkunft, mit dem Indogermanischen teilweise verbindbar, [M.]) ist in dem römischen Recht der "Sklave". Er ist aus dem (römischen) Recht ausgeschlossen. "Servus" wird man durch Geburt, Kriegsgefangenschaft und Veräußerung in das Ausland. Der "servus" untersteht der Hausgewalt seines Herrn und wird in dem klassischen römischen Recht meist wie eine (körperliche) Sache (res corporalis) behandelt. Sein Herr kann ihm aber ein Sondergut (lat. [N.] "peculium") einräumen, mit dem er zwar nicht rechtlich, wohl aber tatsächlich wirtschaften kann. Frei wird der "servus" durch Freilassung. In den lateinischen Quellen des Frühmittelalters ist "servus" der "Unfreie".


(E?)(L?) https://www1.ku.de/SLF/EngluVglSW/OnOn-Total.pdf

...
6. Ergebnisse Teil II (Soziolinguistisches)
...
Bei der Abfrage zu Begrüßung- und Verabschiedungsformeln musste sinnvollerweise zwischen unterschieden werden. Aufgelistet werden nur Antworten, die von über einem Drittel der Informanten geäußert wurden. Gegenüber Gruppe A wird am ehesten "Hi" (27P) verwendet, an zweiter Stelle "Hallo" (22P), an dritter "Servus" (18P). Gruppe B wird am ehesten mit "Grüß Gott" (20P) begrüßt, am zweithäufigsten mit "Hallo" (12P). Gruppe C wird am häufigsten mit "Grüß Gott" (25P) entgegnet. Bei der Verabschiedung sagt man zu Gruppe A meist "Tschüs" (23P) oder "Tschau" (15,5P). Sowohl gegenüber Gruppe B als auch gegenüber Gruppe C verabschiedet man sich am ehesten mit (Auf) Wiedersehen (20P resp. 25P).
...
78 Dazu vgl. auch Sedlaczek (2004: 389). Beim Tafelspitz vermerkt er dies nicht, doch bei einigen anderen Wörtern zeigt Sedlaczek, dass manchmal auch süddeutsch-österreichische Wörter “erfolgreich” sind und sich ausbreiten, wie z.B. "eh" (S. 84), "halt" (S. 157f.), "servus" (S. 361), "Knödel" (S. 202), "Karotte" (S. 189f.); es sind bereits in den Norden gewandert "Strudel" (S. 386 – es gibt dafür kein eigenes binnen- oder norddeutsches Wort), "Maut" (S. 244f.), "Traktor" (S. 397) usw.
...


(E?)(L?) https://www.rerumromanarum.com/search?q=servus

Servus ad pedes
...


(E?)(L?) https://etymologie.tantalosz.de/t.php

"Tschüß"

Wenn man sich zum Abschied "Tschüß" zuruft, sagt man eigentlich: "(Geh) mit Gott!" Der kurze Gruß leitet sich, genau wie "Ade" vom lateinischen "ad deum" ("zu Gott") ab. Über das wallonische "adjuus", das französische "adieu", das spanische "adios" und das italienische "addio" ist es seit dem 17. Jahrhundert durch Seeleute in vielen Varianten wie "adjüs", "adjes", "tjüs" oder "atschüs" zu uns eingewandert.

Nur das immer beliebter werdende "tschau" stammt aus anderer Quelle: Hier stand das italienische Begrüßungs- und Abschiedswort "ciao" Pate - eine Verkürzung des Wortes "schiavo", das wiederum vom lateinischen "servus" kommt, was "Diener" oder "Sklave" bedeutet. Wer "ciao" ruft, meint also: "Ich bin Dein Diener" oder "Stets zu Diensten" - ein Gruß, den man guten Freunden vorbehalten sollte...




(E?)(L?) https://www.kruenitz1.uni-trier.de/

"Knecht"
...
1. "Servus admissionalis". Das Geschäft dieses Knechtes bestand darin, daß er diejenigen, welche bey seinem Herrn ihre Aufwartung machen wollten, nach ihren Nahmen fragte, sie empfing, in das Haus und zu seinem Herren führte, sie anmeldete oder auch abwies, nach Beschaffenheit der Umstände. Er mußte von denjenigen, welche ihre Aufwartung machen wollten, ziemliche Kenntniß haben, und insonderheit wissen, ob sie primae, secundae, oder tertiae admissionis waren.
...
4. Zu den Barbier geselle ich den Friseur, "Servus Cinerarius" oder Ciniflo, denn beyde löseten sich in ihrer Arbeit ab. Dieser Bediente mußte mit dem Kräusel=Eisen, Calamistro, oder mit einer Nadel, die Haar=Locken einbrennen. Er hieß daher Cinerarius, weil er sein Eisen in Kohlen heiß machte, ehe er es brauchen konnte.
...
5. "Servus Amanuensis", ab epistolis oder a mann,
...
6. Gelehrte Römer hatten auch einen Knecht, der mit ihnen studieren mußte, welcher selbst sehr gelehrt war, und mit dem sie sich von allerley gelehrten Sachen unterhielten. Dieser Bediente hieß "Servus a studris", und wurde zuweilen sehr hoch geachtet.
...
Man trug entweder diesem Bedienten die Ober=Aufsicht über den Bücher=Vorrath auf, oder hatte auch einen eigenen Bibliothekar, welcher "Servus a bibliotheca" hieß.
...
7. Der Vorleser, "Servus Anagnostes", mußte seinem Herren allerley historische und philosophische Bücher vorlesen; er mußte aber geschickt seyn, auf vorfallende Fragen eine Antwort zu ertheilen. Man hielt diese Vorleser sehr hoch, und sie wußten auch oft, weil sie mehrentheils um ihre Herren waren und mit ihnen sehr bekannt wurden, ihres Zutrauens sich sehr zu ihrem und Anderer Vortheil zu bedienen. Cicero betrübte sich sehr, als ihm ein geschickter Vorleser abstarb.
...
8. Zum Ankleiden, Verwahren, Weghängen und Herbeybringen der Kleider, war ebenfalls ein Bedienter, "Servus Vestiarius" erforderlich. Er hieß auch Puer a veste, oder Vestispex. Puer ad vestes hingegen hatte das Amt, die verschiedenen Kleider, welche der Herr täglich veränderte, in Ordnung zu bringen. Denn man kleidete sich erstlich des Morgens im Negligé; beym Essen legte man ein anderes Kleid an; wenn man aus= und auf öffentlichen Markt gehen wollte, hatte man wieder andere Kleider; so auch, wenn man in die Komödie oder in das Bad gehen wollte. Der Bediente insonderheit, welcher die Kleider unter der Zeit, daß der Herr badete, verwahren mußte, und sie in einen Schrank, Capsa, einschloß, hieß Capsarius, oder ?µat?f??a?.
...
9. War der Herr im Bade, so hatte er einen Bedienten bey sich, der ihm zur Hand gehen mußte, und "Servus Balneator" hieß. Sein Geschäft bestand darin, daß er den Herren begießen, abwaschen, mit Bürsten die Unreinigkeit von der Haut abschaben, und zuletzt mit leinenen Tüchern abtrocknen mußte. Er wurde auch Perfusor, ?e????t??, genannt.
...
10. Hatte der Herr genug gebadet, und war rein gewaschen und abgetrocknet worden, so begab er sich in eine warme Kammer, dicht bey dem Bade, welche die Salbe=Kammer, Conclaue vnctorium calidum, war. Ein Bedienter, "Servus Vnctor" oder Alipta, Aliptes, begleitete ihn. Unter der Kammer war ein Gewölbe, welches mit glühenden Kohlen geheitzt wurde, weil sonst der Rauch und Dampf sehr würde beschwert, wo nicht gar erstickt haben. Oben in dem Gewölbe war eine Oeffnung, wodurch man so viel Wärme, als man wollte, in die Kammer hinein lassen konnte.
...
11. Jeder vornehme Römer hatte einen eigenen Arzt, "Servus Medicus", welcher allezeit seinem Herren bey der Hand seyn mußte, sowohl im Hause, als auch auf Reisen, bey Feldzügen etc. denn er gehörte mit ad comitatum. Seine Wissenschaft bestand in einiger Kenntniß der Kräuter und anderer bekannten Mittel aus dem Mineral= oder Thier=Reiche. Er vertrat die Stelle der heutigen Wundärzte; er gab dem Herren und sämmtlichen Haus=Genossen, wenn sie sich nicht wohl befanden, etwas abzuführen, zu brechen, zu schwitzen, u. d. gl. Auch mußte er auf Befehl Gift mischen, und reichen.
...
Ein "Servus Medicus" damahliger Zeiten war nichts anders, als was ein heutiger gemeiner Chirurgus ist. Ein solcher blieb er auch unter den Heiden und unter den Mönchen, bis in das 15te Jahrhundert. Weil die Römer unaufhörlich Krieg führten, so gab es unter ihren Soldaten allerley Arten von Wunden, Quetschungen, Beinbrüchen und Verrenkungen zu heilen. Es konnte also bey diesem Volke niemahls an Medicis vulnerariis oder Wundärzten fehlen. Daß er Medicus genannt wurde, und nicht Chirurgus nach heutiger Art, hat seinen Grund in der römischen und griechischen Sprache. Denn, qui mederi aliquo malo poterat, hieß Medicus. Eben so auch ??t??, ??t??, von ?a?µa?, und ?at?e??,. Ob gleich die Servi Medici der Römer in den ersten 500 Jahren nach Erbauung der Stadt gar ungeschickte Wundärzte waren, so erlernten sie doch nach und nach aus dem Umgange mit den Griechen vieles. Nach den beyden macedonischen Kriegen, und nach dem asiatischen Kriege, da die Römer reich, aber auch more graeco viel wollüstiger wurden, und in vielen Dingen die Griechen nachahmten, auch die Servos Medicos graecos den romanis vorzogen, geschahe es, daß diese Servi die Empiriam medicam der Griechen in Rom einführten, und die römischen Servos medicos in der Chirurgie, in der Diätetik, und in dem Gebrauche der Bäder, klüger machten, und ihnen viele nützliche innerliche Mittel, von welchen sie sonst nichts wußten, anzeigten. Auf solche Weise wurden die Servi Medici romani erfahrner, brauchbarer und zugleich geehrter, daß sie bald von ihren Herren frey gelassen wurden, und das Jus ciuitatis bekamen. Augustus, der den Medicis Libertis die Immunität verliehen hatte, behielt doch noch Servos Medicos in seinen Diensten. Auch Nero hatte seine Servos Medicos.
...
1. "Servus Nutricius". Diesem Bedienten war die Erziehung der Kinder anbefohlen; und zwar nicht sowohl dafür zu sorgen, daß sie gute Wissenschaften und anständige Sitten lernten, denn das besorgte der Hof=Meister, Paedagogus, sondern daß es an ihrer Verpflegung nirgends fehlen möchte. Er hatte also bis in das 15te Jahr stets mit ihnen zu thun, und daher wurden die Kinder mit demselben sehr bekannt und vertraut. Es lag sehr viel an diesen Bedienten, und es beruhete oft die zeitliche Wohlfahrt der Kinder darauf. Waren dieselben erwachsen, so hatte ein solcher Bedienter beständig einen freyen Zutritt, und er konnte vieles ausrichten, auch gewiß eine gute Bedienung erwarten. Man findet dieses Bedienten doch nur selten gedacht, weil die Römer größten Theils sich nicht viel aus der Erziehung ihrer Kinder machten.
...
2. "Servus Paedagogus", war der andere Bediente, der sich mit den Kindern beschäftigte. Von einem tüchtigen Haus=Lehrer oder Hof=Meister verlangten die Römer Folgendes. Im Hause der Aeltern mußte er Unterricht geben, auf die Sitten der Kinder merken, und sie zu verbessern suchen, insonderheit durch Vorstellung großer Beyspiele sie zur Nachahmung anfeuern, und die Knaben, nach vollendeter Uebung und Bewegung, anhalten, gute und nützliche Bücher zu lesen. Ausser dem Hause der Aeltern hatte er folgende Verrichtungen. Er mußte die Kinder, welche ihm anvertrauet waren, wenn sie eine andere Schule besuchten, dahin führen und wieder abhohlen, sie unter Weges anhalten, sittsam zu gehen, und denen, die ihnen begegneten, gebührende Höflichkeit und Ehrerbiethung zu erweisen; wenn sie in die Komödie oder zu andern Schauspielen gingen, mußte er bey ihnen seyn, und sie in seiner Aufsicht behalten. Ja, selbst bey ihren Spielen durfte er sich nicht entfernen, damit sie nicht Zank und Streit erhöben, grobe Schelt=Worte lernten, und wohl gar Schlägerey anfingen.
...
1. "Servus Lectisterniator". Das Geschäft dieses Bedienten bestand darin, daß er die an den drey Seiten der Tafel befindlichen Bett=Gestelle in Ordnung setzte; daß er die Betten und Decken, die darein gehörten, aufschüttelte und zurecht legte; auch das kleine Küssen, welches man unter dem Arme zu halten pflegte, Culcitras subalares, in Ordnung legte.
...
2. "Servus Structor", der Tafel=Decker. Dieser Bediente mußte das Essen auf den Tisch tragen, und nebst dem Silber=Geschirre geziemend aufsetzen;
...
3. "Servus Carptor" oder Carpus und Scissor, der Vorschneider und Vorleger. Er mußte verstehen, nicht nur die aufgetragenen Gerichte zu zerschneiden, sondern er mußte dieses mit vielen Geberden, künstlichen Griffen und Behendigkeit thun, auch das Zerschnittene mit Wohlstand den Gästen vorlegen; daher er auch Cheironomanta genannt wurde.
...
4. "Servus Diribitor", mußte aus dem Brod=Korbe den Gästen das Brod vorlegen, was ein jeder haben sollte, zumahl wenn sein Herr einige seiner Elienten zu Gaste hatte. Denn diesen wurde schwarzes Gersten=Brod, dem Herren und Patron aber feines Rocken=Brod vorgeleget. Kein Client durfte es wagen, nach dem weißen Brode zu greifen; der Vorleger, Diribitor, würde ihn gewiß auf die Finger geklopft haben. Und nun versteht man, was Juvenalis
...
7. "Servus Praegustator", der Schmeck=Koch, oder, wie er am wienerischen Hofe genannt wird, der Credenzer. Die ältesten Könige, weil sie entweder, in ihrem Gewissen über ihre Grausamkeit und Tyranney beunruhigt, den Haß der Unterthanen befürchteten, oder weil sie die Treulosigkeit ihrer Bedienten kannten, brauchten die Vorsicht, daß sie die ihnen vorgesetzten Speisen erst von einem ihrer Bedienten kosten oder credenzen liessen, ehe sie davon aßen, damit sie nicht durch etwann eingemischtes Gift umgebracht würden.
...
8. "Servus Pocillator", oder Puer ad cyathos. welcher auch Vini Minister hieß. Dieser Bediente mußte den Wein auftragen, ihn einschenken und herum geben. Es war ein junger und wohl geputzter Knecht mit gekräuselten Haaren und weißen gegürteten Kleidern.
...
10. "Servus ad Pedes" oder Puer Verna ad Pedes. Dieser Bediente mußte sich stets bey seinem Herren auf halten, um auf jeden Wink bereit zu seyn. Wenn der Herr sich zu Bette legte, zog er ihm seine Schuhe, Soleas, aus, legte sie beyseit, und stellte sich zu den Füßen hin, um sie zu bewahren, daß sie nicht gestohlen würden. Konnte er etwas Griechisch, so mußte er wohl aus dem Homer oder Hesiodus einige Verse hersagen.
...
11. "Servus Analecta", war ein Knecht, welcher die Knochen, Obst=Schalen, Brocken, und was sonst bey dem Essen unter den Tisch geworfen wurde, oder von dem Tische fiel, und auch Analecta hieß,
...
12. "Servus detersor sputi" hatte fast einerley Amt mit dem vorigen, welches nur darin sich unterschied, daß, wie jener die Knochen u. d. gl. zusammen lesen mußte, dieser den Speichel, und bey betrunkenen Gästen das, was sie ausgespien hatten, aufwischen, und alles wieder reinigen mußte.
...
13. "Servus Obsonator", der Speisen=Einkäufer, war des Koches Küchen=Rath.
...
1. "Servus Ostiarius", Puer a janua, oder Janitor, der Pförtner. Weil ein römisches Haus mehrere Thüren hatte, so waren mehrere Thürhüter bestellt, nähmlich bey jeder Thür einer. Damit es aber nie an einer Aufsicht bey den Thüren fehlen könnte, so hatten diejenigen Thürhüter, welche bey den Haupt=Eingängen waren, ihre Gehülfen, Vicarien oder Substituten, denen sie in ihrer Abwesenheit ihre Geschäfte auftrugen. Ein solcher Janitor hatte nahe an der Thür des Einganges im Hause eine kleine Kammer oder ein enges Behältniß, darin er sich auf halten konnte. Dieses hieß Cella Janitoris. Darin verkroch sich in der Angst Aulus Vitellius.
...
Derjenige, welcher dem Pförtner die Fesseln anlegen, und, wenn es nöthig war, wieder abnehmen mußte, hieß "Servus a Jano".
...
2. "Servus Atriensis". Dieser Bediente befand sich in dem Vorhause, Atrium. Er war darin nöthig, weil solches nicht leer, sondern mit vielen Sachen ausgeziert war. Denn darin standen die Ahnen=Bilder, die Waffen oder andere Ehren=Zeichen, welche man den Feinden abgenommen hatte, oder womit man beschenkt worden war, u. d. gl. von sehr großem Werthe.
...
3. "Servus Dispensator", war ein Bedienter, der die Rechnung in einem Hause führte, mithin die Geld=Einnahme und Ausgabe unter sich hatte. Der Herr gab ihm eine gewisse Summe Geldes von etlichen tausend Sestertien, mehr oder weniger, nach eines Jeden Vermögen, in die Hände, um damit den täglichen Aufwand zu bestreiten, und was an Kleinigkeiten erfordert wurde, davon anschaffen zu lassen. Er konnte auch von diesem Gelde kleine Posten belegen, und auf Zinsen austhun. Selbst bezahlte er die anzuschaffenden Sachen nicht, sondern er gab dem Servo Procuratori eine gewisse Summe, damit dieser die Handwerksleute und andere Rechnungen bezahlte. Dieser mußte ihm davon Rechnung ablegen, und seine Ausgaben durch Quitungen beweisen. Alle diese Quitungen legte dann der Dispensator seinem Herren vor, zeigte ihm an, wie viel er auf Zinsen ausgethan hatte, berechnete ihm die Interessen, und gab also von dem erhaltenen Gelde die genaueste Rechenschaft. Man sieht leicht, daß dieser Bediente ein ziemliches Ansehen müsse gehabt haben;
...
4. "Servus Procurator", der Ausgeber. Dieser Bediente hatte die täglichen kleinern Ausgaben zu berichtigen, und stand unter dem so eben erwähnten Dispensator, dem er das Geld, welches er von ihm erhalten hatte, berechnen mußte. Es ging also das Geld des Herren durch die Hände des Dispensatoris und Procuratoris, und durch ihre Quitungen wurde es ihm berechnet.
...
5. "Servus Cellarius", heißt auch Procurator peni oder penoris.
...
6. "Servus Arcarius", ist mit dem Servo Dispensatore fast einerley, und ihm war die Aufsicht über das Geld des Herren anvertrauet.
...
7. "Servus Supellecticarius". Dieser Bediente hatte vielerley Mobilien, auch allerley Kostbarkeiten von Gold, Silber und Edelsteinen unter seiner Aufsicht. Es waren z. B. in seiner Verwahrung: die Lecti continentes, Lecti contenti, Mensae triclinares, Prela Synthesium, Mappae und Mantilia, die Repositoria, Gausapa, Fritillus, Tali, Tesserae, Tabula aleatoria, Vasa vinaria, u. s. w.
...
8. "Servus Corinthiarius" hatte die kostbaren metallenen und andern Gefäße in seiner Verwahrung. Das waren nicht allein allerley Geschirre, die aus korinthischem Erze, oder aus Golde und Silber verfertigt waren, sondern auch porzellanene Gefäße. und die aus Murra verfertigten.
...
9. "Servus ab auro et argento", ist nur eine andere Benennung des vorhin erwähnten Bedienten, welche bloß in Inschriften gefunden wird.
...
10. "Servus Diaetarius". oder Zetarius. mußte dafür sorgen, daß das Speise=Zimmer, dessen man sich im Sommer bediente, Diaeta oder Zeta, in Ordnung gehalten wurde.
...
11. "Servus Horarius", der Stunden=Knecht. Dieses waren Leute, welche die Patricier und andere reiche Leute in Rom in ihren Häusern hielten, daß sie nach dem Markte hingehen und sehen mußten, was für eine Stunde die daselbst errichtete Wasser=Uhr zeigte, um ihren Herren davon von Zeit zu Zeit Nachricht zu geben.
...
12. "Servus Ratiocinator". der Rechnungs=Knecht, Rechnungs=Führer, Rechen=Meister. Zuweilen führte ein solcher Bedienter die Rechnungen über Einnahme und Ausgabe; doch war das nicht eigentlich sein Geschäft. Er war vielmehr ein Rechen=Meister, der sehr fertig im Rechnen war, und andre Knechte darin unterrichten mußte, damit man sie zu Ausgebern, Aufsehern über gewisse Ausgaben, und überhaupt zu solchen Bedienungen gebrauchen könnte, wobey das Rechnen nothwendig erfordert wurde.
...
13. "Servus Viridarius", war der Kust=Gärtner, der das Viridarium in Ordnung bringen, und darin stets erhalten mußte.
...
14. "Servus Topiarius", der Kunst=Gärtner, welcher allerley künstlich figurirte Beete in dem Garten anlegen, oder auch von Buchsbaum, Rosen, Epheu, Lorbeer, Taxus, Sadebaum etc. allerley Bilder, als: Thürme, Häuser, Pyramiden, Vögel, Schiffe, u. d. gl. formiren konnte, Säulen, Statüen etc. mit Epheu artig überlaufen ließ, daß alles ganz grün wurde, und was dergleichen Künste mehr waren, woran auch die alten ernsthaften Römer ihr Vergnügen fanden.
...
16. "Servus Peniculus". Dieser Bediente hatte mit Abstänben zu thun, indem er täglich von den Tischen, Bettstellen und anderm Hausgeräthe, den Staub wegschaffen mußte. Bürsten hatte man damahls wohl nicht. Die Römer wenigstens brauchten zum Abfegen des Staubes, das äusserste Ende von Kuh= und Fuchs=Schwänzen, welches Peniculum hieß.
...
17. "Servus Scopiarius". Dieser Knecht mußte im ganzen Hause alles Fegen verrichten, auch den Haus=Hof, Impluvium, und Vor=Hof des Hauses von allen Unreinigkeiten säubern. Weil die Zimmer, insonderheit die Speise=Sähle, mit Marmor ausgelegt waren, so bestand die Arbeit des Servi Scopiarii darin, daß er nicht nur den Staub abfegen, sondern auch alles fein blank halten, und den Marmor zum öftern polieren mußte.
...
18. "Servus Mediastinus", war der gemeine Haus=Knecht, welcher allerley zu verrichten hatte.
...
1. "Servus insularis". Da Insula ein weitläuftiges Gebäude war, welches reiche Römer bloß dazu erbauen liessen, daß sie solches an Andere vermietheten; so war Servus insularis gleichsam ein Haus=Hofmeister, oder ein solcher Bedienter, der über diese Wohnungen, und die Miethleute darin, die Aufsicht hatte. Er hatte verschiedene Unter=Bediente, zumahl wenn sein Herr viele solche Häuser besaß. Die Verrichtungen eines solchen Bedienten bestanden hauptsächlich darin: a) daß er ein Verzeichniß der vermietheten Häuser halten, und darin eintragen mußte, in welcher Gegend der Stadt solche Wohnungen belegen waren, wie viel besondere Logemens darin waren, an welche Leute sie vermiethet waren, und wie viel Mieth=Zins eine jede Wohnung einbrachte. b) Daß er sorgfältig Acht hatte, von jedem Miethmanne den bedungenen Mieth=Zins richtig und zu rechter Zeit zu erhalten. c) Daß er bey Beränderung der Miethzeit, welche jährlich am 1 Jul. einfiel, die alten Einwohner nicht eher ausziehen ließ, bis sie die schuldige Miethe entrichtet hatten, und daß er mit den neuen Miethleuten einen Contract schloß, den er in sein Buch eintrug, und seinem Herrn gehörige Nachricht davon ertheilte und Rechnung ablegte. d) Daß er die Reparatur der Häuser besorgte, und die Kosten dafür seinem Herrn von dem Mieth=Gelde abzog; aber auch auf die Leute, welche in den Häusern wohnten, ein wachsames Auge hatte, daß sie nicht durch Unreinigkeit oder Unvorsichtigkeit die Häuser beschädigten, oder wohl gar in Feuersgefahr setzten.
...
2. "Servus a pedibus", war ein Bothen=Läufer, den sein Herr brauchte, Gewerbe in der Stadt und auf dem Lande zu bestellen.
...
1) Entweder auf dem Meier=Hofe und Land=Gute selbst, als: 1. "Servus Villicus", der oberste unter den Bedienten, was man jetzt einen Hof=Meister oder Meier nennt, er versahe des Herren Stelle, ordnete alles an, machte auch die Dinge zu Gelde, und legte seinem Herren Rechnung davon ab.
...
3. "Servus Actor", hieß derjenige Knecht, der die Aufsicht über die andern hatte, und so viel als bey uns ungefähr ein Vogt war.
...
4. "Servus Atriensis". 5. "Servus mediastinus". 6. Servi Fabri rhedarii, plaustrarii. 7. Servi Textores. 8. Servi Sarcinatores. 9. Servi Sutores. 10. Servi Figuli. 11. Servi Molitores. 12. Servi Pistores. 13. Servi Horrearii. 14. Servi Doliarii. 15. Servi doliorum picatores.
...


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/S#Sag_beim_Abschied_leise_Servus.

Sag beim Abschied leise Servus

Dies ist die Anfangszeile eines vom deutsch-österreichischen Komponisten Peter Kreuder auf der Basis einer Melodie aus der Operette Blindekuh von Johann Strauss (Sohn) komponierten Schlagers aus dem Jahr 1936, dessen Text Harry Hilm und Hans Lengsfelder schrieben.
...


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=A01851
Adelung verweist auf den römischen Lexikograph und Grammatiker Sextus Pompeius Festus (zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts) hin, und bringt den Beamten mit dem Herumgeschickten in Verbindung, was wohl dem "Amtsdiener" entspricht.


...
Anm. 1.

Die älteste Schreibart dieses Wortes ("Amt"), nicht nur bey den Alemannen, sondern auch bey den Angelsachsen ist "Ambacht", und schon zu Cäsars Zeiten bedeutete "Ambactus" einen "Clienten", "Vasallen". Gemeiniglich hält man dieses Wort für Gallisch, welches sich doch aus Cäsars Stelle nicht erweisen läßt. Zwar versichert Festus, daß Ennius das Wort "Ambactus" gebraucht, welches in der Gallischen Sprache einen "Knecht" bedeute; allein Salmasius hat schon gezeigt, daß die Stelle im Festus [Sextus Pompeius Festus] verderbt ist, und weiter nichts sagt, als dass "Servus ambactus" so viel als "circumactus" bedeute.

Das Wort mag nun echt Römisch oder Gallisch seyn, so kommt es doch mit dem noch jetzt so wohl in den Niederlanden, als in Oberdeutschland üblichen "Ambacht" sehr genau überein, und erst in den spätern Zeiten zogen die Franken, Niedersachsen und Nördlichen Mundarten dieses Wort in "Ambete", "Embede", "Ampt", und "Amt" zusammen.

"Ampt" ist hierunter die unrichtigste Schreibart, weil, wenn ja ein Lippenbuchstabe beybehalten werden soll, es "Ambt", heißen müßte.

Bey den Gothen lautete dieses Wort "Andbahts". Sogar bey den Letten ist "Ammats", und bey den Finnen "Anmatti" eine Verbindlichkeit, ein "Amt", und im Isländ. bedeutet "Ambact" eine Magd; aus welchem weiten Umfange das hohe Alter dieses Wortes hinlänglich erhellet; daher sich auch von dessen Abstammung nichts als Muthmaßungen vorbringen lassen, bey welchen ich mich daher nicht aufhalte.

Ursprünglich bedeutete "Ambacht" einen jeden "Diener" oder "Bedienten", hernach einen Diener von höherer Art, einen "Vasallen", und dann auch den "Dienst" und die "damit verbundene Würde", welche letztere Bedeutung nunmehr die erste ganz verdränget hat. Von der Gerichtspflege kommt dieses Wort schon 1083 vor, wo es in einer Urkunde bey dem Haltaus heißet: "Judiciariam potestatem in Alemere quae ambaht vocatur".

Der Oberdeutsche Plural heißt "Amte", und diesen hat Luther 2. Chron. 23, 18. und Dan. 3, 12. beybehalten.

Das Zeitwort "amten", "ein Amt verwalten, wirklich bekleiden", der "amtende Bürgermeister", der regierende, ist bis auf das davon abgeleitete "Beamter" veraltet.

Indessen war "ambahten" bey den Alemannen und Franken, "andbahtjan" bey den Gothen, und "embehtan" bey den Angelsachsen für "dienen" üblich. Einige Neuere haben dagegen den Zwitter "amtiren", ein Kammeramt verwalten, einführen wollen.
...


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers&lemid=S09026

"Servus" (lat.), "Sklave", "Knecht", "Diener"; in Österreich und Süddeutschland auch übliche Begrüßungsform (für "Ihr Diener"). "Servus servorum Dei", "Knecht der Knechte Gottes", Titel der römischen Päpste, den sich zuerst Gregor d. Gr. beilegte, um den Stolz des Patriarchen Johann von Konstantinopel zu beschämen. Im Mittelalter war "Servus" typischer Name für "Mönch".


(E?)(L?) https://www.zeit.de/serie/servus-gruezi-hallo

Der transalpine Politikpodcast

Servus. Grüezi. Hallo.

Österreich, die Schweiz und Deutschland können viel voneinander lernen. Deshalb sprechen wir im transalpinen Politikpodcast miteinander.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=servus
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "servus" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 auf.

(E?)(L?) https://corpora.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2026-08

"§"
servus
servire, lat.
serere, lat.
(W3)

Der Austriazismus "servus", der auch in Süddeutschland zu hören ist wird sowohl bei der Begrüßung als auch - vor allem - beim Abschied benutzt und entspricht etwa "(auf) Wiederschau(e)n", "ade", "adele", "adieu", "ciao". Die ursprüngliche Grußformel bei den Römern war wohl lat. "servus sum" = "Ich bin (d)ein Diener".

Die beiden Wörter sind eng verwandt.

Sie könnten gemeinsam auf ein älteres lat. "serere" = dt. "fügen", "reihen", "knüpfen" zurückgehen, sodass sich der lat. "servus" als "Nachfolger [eines Herrn]" zu erkennen gibt. Ein kleiner Ausflug zu diesem Zweig der Wortfamilie führt zu dt. "Serie" = dt. "Reihe", "Folge" (gleichartiger Dinge), mhdt. "serje" = "Reihen[folge]", "Streifen", "Zeitlauf" wobei sich die Assoziation aufdrängt "etwas über die Zeit hinweg bewahren". Als Vorgänger findet man dazu: Englische Verwandte sind:

Als Wurzel wir idg. "*ser-" = dt. "aneinanderreihen", "verknüpfen" postuliert. Weiterhin wird idg. "*ser-" mit der Bedeutung engl. "guardian" [dt. "Wächter", "Wärter", "Aufseher", "Hüter"], "protector" [dt. "Beschützer", "Schutzher", "Schirmherr", "Gönner"], "caregiver" [dt. "Betreuer, "Fürsorgender"] belegt.

engl. "amanuensis", noun; plural "amanuenses" - "a person employed to take dictation or to copy manuscripts" - From the Latin phrase "a manu" = "a secretary" (short for lat. "servus a manu" = "hand servant", "slave with handwriting duties") + lat. "-ensis" = "pertaining to", "belonging" - from "a", "ab" = "by" + "manu", from "manus" = "hand". - "Manus" = "hand" also underlies "manacle", "maneuver", "manuscript" ("hand-written"), "manage" ("to handle"), "manual" ("handbook"), "manufacture" ("make by hand in ancient Rome"), "manure" (Middle English "manuren" = "cultivate land" from Anglo-Norman "main-ouverer" = "hand-work", "work by hand", and too many others to mention.

(E?)(L?) https://web.archive.org/web/20120108005645/http://www.bartleby.com/81/15132.html

"Servus Servorum" (Latin).

The "slave of slaves", the "drudge of a servant". The style adopted by the Roman pontiffs ever since the time of Gregory the Great is "Servus Servorum Dei".

“Alexander episcopus, servus servorum Dei, Karissimo fllio Willielmo salutem.”—Rymer: Fœdera, i. p. 1.


(E?)(L?) https://web.archive.org/web/20160224045744/http://www.billcasselman.com/wording_room/hello_ciao.htm

...
"Ciao"

The very informal and familiar Italian "ciao" can be used as a greeting or a farewell. "Ciao" sounds approximately like our food word "chow". "Ciao" came into standard Italian from a Venetian dialect where "ciao" is a condensed variant of "schiavo", "slave" in the longer formal greeting "schiavo suo", "your slave", itself a reduction of "sono il suo schiavo, signore", "I am your servant, sir." How very close to the Victorian English greeting we read in Charles Dickens, "Your servant, Mr. Scrooge."

Today one may still hear such a greeting in Latin in the common Austrian greeting "Servus!" with stress on the last syllable. "Servus" harks back to the days of ancient Rome when slavery was in force, and slave servants had to greet their masters with the lickspittle sibilance of "servus sum", "I am your slave."
...


(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2020/01/06
(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2009/07/19
(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2005/06/13

• amanuensis •

Meaning: An assistant who takes dictation and/or makes copies (originally "copying manuscripts") ["secretary"].
...
Word History: This Good Word comes directly from the Latin word, based on the phrase "a manu" "at hand" (short for "servus a manu" "hand servant") + "-ensis" "pertaining to". "Manus" "hand" is also found in "manacle", "maneuver", "manuscript" ("hand-written"), "manage" ("to handle"), "manual" ("a handbook"), "manufacture" ("make by hand" in ancient Rome), and "manure". In Middle English "manure" meant "land cultivation" from Old French "main-ouverer" "hand-work", the Anglo-Norman descendant of Latin "manuoperare" "to work (the soil) with the hands".


(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2016/03/05
(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2008/06/30

• ciao •

Meaning: Today's Good Word is a casual greeting ("hello" or "good-bye") used throughout Continental Europe and, to a lesser degree, in North and South America.
...
Word History: Today's Good Word emerged first in English in Ernest Hemingway's "A Farewell to Arms" in 1929. It is a reduction of Italian "schiavo" "servant" from an older phrase "sono vostro schiavo" "I am your servant". "Schiavo" comes from Medieval Latin "sclavus" "slave", "servant". (In southern Germany, Austria, and neighboring countries the Classical Latin word for "slave", "servus", is widely used as a casual "hello" or "good-bye".) Latin "sclavus" "slave" was borrowed from Greek "sklabos" "Slav", referring to one of the Slavic peoples, such as Russians, Poles, and Czechs. This explains why our words "slave" and "Slav" are so similar. This sordid prejudice survived in Europe until as recently as World War II.


(E?)(L?) https://www.classicsunveiled.com/romevd/html/derivs.html

lat. "servio" s. servus
lat. "servo" conservation, conservatism, conservative, conservatory, conserve, observable, observance, observant, observation, observatory, observe, observer, preservation, preserver, reservation, reserve, reserved (adj.), reservoir, self-preservation, unobserved, unreserved, unreservedly
lat. "servus" deserve, deservedly, deserving (adj.), dessert, manservant, serf, serfdom, sergeant, servant, serve, server, service, serviceable, servile, servility, servitor, servitude, subservience, subservient, undeserved



(E?)(L?) https://www.classicsunveiled.com/romevd/html/vocabs.html

lat. "servus", "servi", m. = engl. "slave"


(E?)(L?) https://www.definitions.net/definition/denise%2C+dativa%2C+leontia%2C+tertius%2C+emilianus%2C+boniface%2C+majoricus%2C+and+servus

Denise, Dativa, Leontia, Tertius, Emilianus, Boniface, Majoricus, and Servus

Denise (Dionysia, Dionisia), Dativa, Leontia, Tertius, Emilianus, Boniface, Majoricus, and "Servus" are venerated as martyrs by the Catholic Church. They were killed in the late 5th century during the persecution of Trinitarian Christians in Proconsular Africa by the Arian Vandals, according to Victor of Vita. These martyrs were killed during the reign of Arian king Hunneric. According to Victor, Denise was a beautiful and widowed noblewoman, who was killed during this persecution. Denise's son Majoricus was killed during the same persecution, as well as Denise's sister Dativa. Denise was brutally whipped by the authorities. and then died at the stake with her little child, Majoricus, and her sister Dativa. Also killed were Leontia, daughter of Bishop Germanus of Perada (Paradana); a doctor named Emilius or Emelius ("Emilianus" according to Usuard), brother-in-law of Dativa; Tertius, a monk of Byzacena; and Boniface, surnamed Sibidense, who has been identified as Boniface, bishop of Sicilibba in Proconsular Africa. Emilius and Tertius were flayed alive. Two other figures associated with the same persecution were venerated on the same feast day: "Servus" or "Servius", who was martyred at Tuburbium; and Victoria or Victrix, who was tortured at Cucusa (Colusitana, Culcitana). "Servus" was hung and dropped from ropes and then dragged through the streets, while Victoria was hung from the wrists above a fire. Victoria's husband begged her to abjure her faith and to think of her young children but she refused. Thinking her dead, the authorities left her on the ground. According to the legend, Victoria later recovered and stated that she had been miraculously cured by a young maiden.


(E?)(L?) https://www.definitions.net/definition/servus#google_vignette

"Servus", and various local variants thereof, is a salutation used in many parts of Central and Eastern Europe. It is a word of greeting or parting like the Italian "ciao" (which also comes from the slave meaning through Venetian s'ciavo). It was once common in some regions of the Austro-Hungarian Empire but it has fallen in disuse in part of its former range. The salutation is spelled "servus" in German, Bavarian, Slovak, Romanian, and Czech. In Rusyn and Ukrainian it is spelled "???", in the Cyrillic alphabet. In Croatian, the variant spelling "serbus" (a transliteration from "???" or "???") is also used. The greeting is spelled "szervusz" in Hungarian and "serwus" in Polish. The use of "servus" in German is regional, largely to South Germany, Austria, and South Tirol. In the last two it is also spelled "servas".


(E?)(L?) http://henrysuter.ch/glossaires/annexe.html

lat. "gentilice" [n. m.]

Tout citoyen romain possède au moins trois noms (tria nomina) : Le gentilice était parfois un dérivé en "-ius" d'un surnom, lui-même décrivant une particularité physique, morale, sociale, etc., comme "Mancius", dérivé du surnom "Mancus", du latin "mancus" = "privé d'un membre, mutilé, estropié, manchot", ou "Publicius", gentilice d'un esclave affranchi et devenu citoyen, dérivé de "[servus] publicus" = "[esclave] public".


(E?)(L?) https://mashedradish.com/2024/09/18/shogun-tupperware-secret-service-interest-rate-word-origins/

"Service" is ultimately from the Latin noun "servus" = "slave". "Conservation", "observation", "preserve", "serve", and "servant" are all related.


(E?)(L?) https://www.merriam-webster.com/browse/dictionary/s/35

serv | serval | servaline | servaline cat | servant | servanthood | servantless | servantry | servantship | serve | serve a purpose | served | served out | served up | serve no purpose | serve notice | serventeism | serventism | serve one right | serve out | server | servery | serves out | serves up | serve the interests of | serve the needs | Servetian | serve time | servette | serve two masters | serve up | Servian | service | serviceability | serviceable | serviceableness | serviceably | serviceage | service animal | service animals | service area | service battery | serviceberry | service book | service box | service brake | service break | service cap | service ceiling | service charge | service club | service company | service court | serviced | service door | service flag | service flat | service hatch | service industry | service life | service line | serviceman | service mark | service medal | service member | servicemember | service members | servicemembers | service module | service of an heir | servicepeople | serviceperson | service pipe | service plate | servicer | service road | service side | service speed |


(E?)(L?) https://www.merriam-webster.com/browse/dictionary/s/36

service stamp | service star | service state | service station | service stripe | service switch | service tree | service uniform | service wall | servicewoman | servicing | servient | serviette | servigrous | servile | servilely | servileness | servilism | servility | serving | serving board | serving mallet | servingman | servingmen | serving out | serving stuff | serving table | serving up | servingwoman | servingwomen | Servite | servitia | servitial | servitium | servitor | servitorial | servitorship | servitress | servitude | servitus | servitutes | servo | servo amplifier | servo brake | servo control | servomechanism | servomotor | servos | servo system | servotab | servt |


(E?)(L?) https://www.newadvent.org/cathen/13737a.htm

"Servus servorum Dei" - "SERVANT OF THE SERVANTS OF GOD"

A title given by the popes to themselves in documents of note. Gregory the Great was the first to use it extensively, and he was imitated by his successors, though not invariably till the ninth century. John the Deacon states (P.L., LXXV, 87) that Gregory assumed this title as a lesson in humility to John the Faster. Prior to the controversy with John (595), addressing St. Leander in April, 591, Gregory employed this phrase, and even as early as 587, according to Ewald ("Neues Archiv fur altere deutsche Geschichtskunde", III, 545, a. 1878), while still a deacon.

A Bull of 570 begins: "Joannes (III) Episcopus, servus servorum Dei". Bishops actuated by humility, e.g. St. Boniface [Jaffe, "Monum. Mogun." in "Biblioth. Rer. Germ.", III (Berlin, 1866), 157, 177 etc.], and the archbishops of Benevento; or by pride, e.g. the archbishops of Ravenna as late as 1122 [Muratori, "Antiq. Ital.", V (Milan, 1741), 177; "Dissertazioni", II, disser. 36]; and even civil rulers, e.g. Alphonsus II, King of Spain (b. 830), and Emperor Henry III (b. 1017), applied the term to themselves. Since the twelfth century it is used exclusively by the pope. (See BULLS AND BRIEFS.)


(E?)(L?) https://www.suisse-romande.ch/patronymes/

Patronymes en S
...
"Servien" - Du latin "serviens", "serviteur", "servant", comme "Servant", patronymes venus de France. "Servoz" représente le latin "servus", "serf", "serviteur", plutôt que "silva", "forêt". (20.11.94)


(E?)(L?) https://www.vocabulary.com/dictionary/serve

...
"Serve" comes from the Latin word for "servant" or "slave", but you can serve people without being subordinate to them. You might serve your family hamburgers for dinner, or serve the tennis ball. If you serve a cause, you devote yourself to it. Bug repellant will serve you well on a summer fishing trip. In prison you serve time. If you're elected Mayor, you'll serve a term of three or four years.
...


(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Latin_phrases_(S)

lat. "servus servorum Dei" - engl. "servant of the servants of God" - A title for the Pope.


(E?)(L1) https://www.wordreference.com/definition/serve

"serve"
...
...


(E?)(L?) https://www.wordreference.com/definition/forumtitles/serve

Forum discussions with the word(s) "serve" in the title:
...


(E?)(L?) https://wordsmith.org/words/amanuensis.html

A.Word.A.Day with Anu Garg
...
"amanuensis", noun

MEANING:

A person employed to take dictation or to copy manuscripts.

ETYMOLOGY:

From Latin "servus a manu" ("slave at hand[writing]"), from "manus" ("hand"). Ultimately from the Indo-European root "man-" ("hand"), which also gave us "manual", "manage", "maintain", "manicure", "maneuver", "manufacture", "manuscript", "command", "manque", "legerdemain", "manumit", and "mortmain". Earliest documented use: 1619.

...


(E?)(L?) https://yellowoftheegg.com/transcripts/s2e9-corporate-code-transcript/

...
LG: "Pfiati" is a dialect word you can use with people you’re close to instead of "tschüss" or "tschau". It comes from the phrase "Gott behüte dich", meaning "God protect you".

"Servus", can be used "to greet someone" or to say "goodbye". It originally comes from the Latin meaning "slave", later "servant". This might sound quite problematic – people using a word as a casual greeting that comes from the word "slave", and there are certainly arguments to be had. But what is meant here is rather "at your service", and it’s in such wide use across Central Europe in its different forms that it’s completely lost this meaning altogether.
...


(E?)(L?) https://mapsontheweb.zoom-maps.com/posts/words/usage-of-the-word-servus

Usage of the word "Servus"


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=servus
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "servus" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 auf.

Erstellt: 2026-09

T

U

V

W

X

Y

Z